Mittwoch, 30. Mai 2012

Spielbericht HEBC - MSV Hamburg

1:0! – HEBC packt den Landesligaaufstieg! 
Umkämpfter Sieg im Relegationsduell bringt die Entscheidung.

Am Ende strahlten sie wie die Honigkuchenpferde. Dank eines knappen 1:0-Erfolgs gegen den Ostvertreter MSV Hamburg feiert der HEBC die direkte Rückkehr in die Landesliga. Das Tor des Abends markierte in der 53. Minute Veilchen-Stürmer Marco Concilio, der einen vom MSV verlängerten Einwurf von Christos Papadopoulos am zweiten Pfosten ins lange Eck köpfte.
 
Zuvor war es ein nervöses Unterfangen auf dem neutralen Geläuf in Dulsberg-Süd gewesen. Torchancen waren zunächst Mangelware. Ein Aschenbrenner-Kopfball an den Pfosten, nachdem Sven Wolgast ein wenig unkoordiniert in Erscheinung getreten war (34.) und wenige Minuten davor eine Gelegenheit von Tamer Dönmez, der im entscheidenden Moment im Strafraum zu lange wartete, waren die einzigen nennenswerten Aktionen des ersten Durchgangs (28.).

Nach der Führung der Alarcon-Elf drückten die Mümmelmannsberger auf die Tube. Einen Kopfball von Jan Dreyer konnte S. Wolgast gerade noch so zur Ecke abwehren (54.).
In der Folge wurde es immer hektischer: Ivan Klaric flog wegen wiederholten Foulspiels vom Feld (76.). Entlastung für HEBC kam in Person von Patrick May, der mit einem tollen Distanzschuss MSV-Keeper Florian Walther prüfte (87.).
Die letzte Aktion des Spiels gehörte schließlich David Swatek, dessen Freistoß in der Nachspielzeit länger und länger wurde und HEBC beinahe um den Ertrag gebracht hätte. Doch Sven Wolgast war erneut zur Stelle.

„Es ist nicht die Mannschaft aufgestiegen, sondern der gesamte Verein. Von unserem Platzwart Renato bis hin zum 17, 18. Mann. Eine ganze Familie ist aufgestiegen!“, freute sich Eduardo Avarello nach dem vollbrachten Kraftakt. Sein Teamkollege Dejan Prostran: „Wir haben nie unser Ziel aus den Augen verloren, immer daran geglaubt. Der Aufstieg in der Relegation ist komplett verdient, weil wir zusammen mit TBS die beste Mannschaft sind und die Partie heute, gerade in Überzahl, clever ausgespielt haben.“.

Tore: 0:1 Concilio (53. C. Papadopoulos)

gelbe Karten: Dittrich – keiner

gelb / rote Karte: Klaric (MSV Hamburg, 76. wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Sven Brosius (SV Halstenbek-Rellingen, Note 2)

Zuschauer: 200 (Dulsberg-Süd)

Samstag, 26. Mai 2012

Spielbericht Altona 93 2.C - SV Eidelstedt 1.C

Knackpunkt Eigentor
Trotz gutem Beginn: Abermalige „Klatsche“ für AFC-Kicker

Entspannt und gelassen nahmen sie sie hin: Die zehnte Aufstiegsrundenniederlage im zehnten Spiel schien ihnen nicht einmal wirklich wehgetan zu haben, den Herren in Rot-schwarz – Routine??

Dabei schien es an diesem sonnigen Mittwochabend tatsächlich etwas werden zu können, mit den ersten Punkten im laufenden Halbjahr, wäre Jaro Langer bei seinem Versuch nicht in Rücklage geraten und hätte Samuel Amoah aus zwölf Metern nicht das Pech gehabt, mit Marcel Hengse einen fachkundigen Torhüter gegen sich zu haben (6. & 7.)
Ein viel versprechender Beginn des mutig auftretenden AFC, doch während man vorne zweimal scheiterte, präsentierten sich die Gastgeber auf der anderen Platzhälfte umso zielsicherer, lenkte Henning Herrmann-Trentepohl ein halbhohes Geschoss von Sascha Damerow zum nicht gerade gerechten 0:1 in die eigenen Maschen. Es war der frühe Knackpunkt im Spiel, denn plötzlich löste sich der ganze altonaer Elan in Luft auf und der SV Eidelstedt nutzte den Vorteil der körperlich stärkeren Akteure gnadenlos aus. So war es ein gewonnener Zweikampf in der gegnerischen Hälfte, der das 0:2 durch den eingewechselten Paul Togbo einleitete.
Neben dem Offensivspiel verloren die Gastgeber nun auch noch die defensive Contenance, sodass Frederic Atiego nicht nur spielend einfach an Jasper Bohlen vorbeizog, sondern auch den freien Damerow fand, für den der sichere Abschluss aus 15 Metern keine Schwierigkeit darstellte.
Und weiter ging das lustige eidelstedter Scheibenschießen, bestraften Cherno Njie und erneut Paul Togbo das Fehlen von ernsthafter Gegenwehr mit den nächsten beiden Treffern, wobei letztgenannter mit seinem fulminanten Kracher aus der Distanz an die Unterkante der Latte besonders hervorstach.
Das Tabellenschlusslicht lag also, wie am vergangenen Sonntag, zur Pause mit 0:5 hinten und genau wie gegen Vorwärts/Wacker Billstedt setzte es in der 42. Minute Gegentreffer Nummer sechs – diesmal allerdings nach einer Standardsituation, leitete der aufgerückte Hasan Bastürk eine Atiego-Ecke unfreiwillig artistisch weiter auf den zweiten Pfosten, wo Cherno Njie bereits lauerte.
Wieder einmal schuldlos: AFC-Schlussmann Maximilian Stadelmann, der hielt was zu halten war, wie einen Linksschuss Njies per Fußabwehr und einen Versuch von Mahmut Orhan mit genau derselben Disziplin, doch da Bertan Sen ungedeckt am Zielort des Abprallers stand, blieb diese reflexstarke Abwehraktion ohne zählbaren Nutzen – 0:7!
Trotz dieses schlecht verteidigten Gegentores muss man den Gastgebern eingestehen, dass sich das Defensivverhalten spätestens mit dem Innenverteidigerduo Bohlen/Paustian wenigstens um ein gutes Stück verbesserte und zum Ende hin auch der eine oder andere Angriffsversuch gestartet wurde, es außer einen verzogenen Göktas-Freistoß dabei aber nichts zu vermelden gab.
Somit spiegelte das Endresultat von 0:7 den Spielverlauf zwischen den Spielminuten zwölf und 70 in realistischer Weise wider.
Mit der „Weltreise“ zur C1 des SV Curslack-Neuengamme werden die Jungs vom Othmarscher Kirchenweg dieses suboptimale Halbjahr am 03.06. abschließen, während der tabellarisch nicht weiter bedeutsame SVE der C2 von Vorwärts/Wacker Billstedt zeitgleich mit dem fünften Halbjahresdreier den Landesligaaufstieg versauen kann.
In Altona käme das nach den Vorfällen von vor drei Tagen jedenfalls gut an…

Altona 93 2.C: Stadelmann – Bohlen, O. Coskun (14. Ziems), Armbrecht, Bhatia (56. Langer) – K. Coskun, Brandes (36. Lorenzen / 58. Ziems) – Herrmann-Trentepohl (25. Paustian), Wasikowski, Amoah – Langer (18. Göktas / 64. Brandes), Trainer: Leon Kirsch

SV Eidelstedt 2.C: Hengse – Goebel (49. Tarizadeh), Kluck (36. Litau), Bastürk, Sen – Dahlgrün, Bardick – Atiego (45. Damerow), Tarizadeh (14. Togbo / 65. Atiego), Njie (55. Kluck) – Damerow (29. Orhan), Trainer: Mohamed Elchafel

Tore: 0:1 Herrmann-Trentepohl (12. Eigentor, Damerow), 0:2 Togbo (22.), 0:3 Damerow (26. Atiego), 0:4 Njie (30. Togbo), 0:5 Togbo (31.), 0:6 Njie (42. Bastürk), 0:7 Sen (51. Orhan)

Schiedsrichter: Ogün Öztürk (FC Teutonia 05, Note 2: auffällig unauffällig in einem einfach zu leitenden Spiel.)

Zuschauer: 30


Die Tabelle der C-Bezirksliga A01:
Pl.
Mannschaft
Sp
S
U
N
Tore
Diff.
Pkt
  1.
SC Alstertal/Langenhorn 1.C
10
8
2
0
32:8
+24
26
  2.
SC Nienstedten 1.C
10
5
3
2
39:12
+27
18
  3.
SV Curslack-Neuengamme 1.C
10
5
2
3
34:24
+10
17
  4.
SC Vorwärts/Wacker 04 Billstedt 2.C
10
4
4
2
22:14
+8
16
  5.
SC Victoria Hamburg 1.C
10
4
4
2
17:15
+2
16
  6.
SV Halstenbek-Rellingen 1.C
10
4
3
3
23:14
+9
15
  7.
FC Bergedorf 85 1.C*
10
6
2
2
29:13
+16
14
  8.
SV Blau-weiß 96 Schenefeld 1.C
10
4
1
5
21:25
-4
13
  9.
SV Eidelstedt 1.C
10
4
0
6
22:22
0
12
10.
SV Blankenese 1,C
10
3
0
7
23:27
-4
9
11.
TuRa Harksheide 1.C
10
2
1
7
18:39
-21
7
12.
Altona 93 2.C
10
0
0
10
  5:72
-67
0
*Bergedorf 85 wurden wegen Verstößen gegen die HFV-Spielordnung sechs Punkte abgezogen