Hoff-Dreierpack!
Schanze atmet Höhenluft
6:1-Erfolg
rundet 2. Frauen die schöne Bezirksliga-Rückkehr ab
Frei nach dem Motto „das Beste kommt zum Schluss“ hoben die 2. Frauen das
SCS-Stimmungsbarometer des langen Fußballsonntags am Fuße des Wasserturms noch
einmal ordentlich an.
Mit 6:1 fiedelten die Aufsteigerinnen in der Bezirksliga West den SC
Nienstedten überlegen weg.
Einen ersten Hinweis auf den zweiten Saisonsieg im dritten Match seit der
souveränen Bezirksliga-Rückkehr im Sommer, gab die Verteilung des Ballbesitzes.
Nur die Kugel am Fuß zu haben, nützt ja aber für das Ergebnis noch nicht so
viel. Viel mehr brachte dafür Kira Breunigs Abschluss, der zwar an der Latte
zerschellen sollte, mit Katharina Hoff aber eine aufmerksame Kollegin für den
Abpraller fand – 1:0 (15.)!
Nur Atemzüge später fiel der 30-Jährigen, die lange Jahre zum Gros der ersten
Frauen gehörte, die Kugel wieder mit etwas Zufall vor die Puschen. Diesmal
driftete ein Abwurf von Torfrau Gina König unbeabsichtigt zur daraufhin auf 2:0
stellenden Nummer 14 (16.).
Und weil das mit dem Toreschießen so gut klappte, kam für den fälligen
Strafstoß (Valencia an Rosemann) in Minute 36 natürlich nur eine infrage:
Katharina Hoff, die tatsächlich rechtsunten zum 3:0-Halbzeitstand verwandelte.
Und weiter ging die Schanzen-Party auch unter dem inzwischen zugeschalteten
Flutlicht, denn kurz vor Passieren der 60 Minuten-Marke bedeute ein
gefühlvoller Heber von Lina Charlotte Rosemann das 4:0, dem allerdings auch
eine wirklich sehenswerte Kombination über die Stationen Cailliet, Hoff und die
zurücklegende Breunig vorausging (59.).
Einen kurzen Defensiv-Schlendrian machte auf der anderen Seite die wenig
geprüfte Schlussfrau Emma Nentwig fangsicher wett (61.), um die torreiche
Schlussphase mit einem langen Abschlag in den Sprint der eingewechselten Berenike
Wuhrer einzuleiten. Dank freier Bahn gen SCN-Tor war das 5:0 nur noch Formsache
(83.).
Nicht groß schwieriger machten es ihr die zu oft zugriffslosen Gegnerinnen,
denen Wuhrer auf Merrit Claußens Steilpass aus dem Zentrum Schanzentreffer
Nummer sechs einschenkte (87.).
Da tröstete es die somit auch im dritten Saison-Anlauf erfolglos gebliebenen
Quellentalerinnen nicht, dass zwischendurch ihr Ehrentreffer fiel. Im Duell mit
Nentwig war Lisa-Marie Walter zu Fall gekommen, was Michelle Beckert das 5:1
von der Strafstoßmarke ermöglichte (86.).
Der SCS hat dagegen am kommenden Wochenende die Chance, sich mit drei
Auswärtspunkten in Schnelsen vorerst im vorderen Tabellenbereich festzubeißen.
Tore: 1:0 Hoff (15.
Breunig), 2:0 Hoff (16.), 3:0 Hoff (36., Strafstoßtor, Valencia an Rosemann),
4:0 Rosemann (59. Breunig), 5:0 Wuhrer (83. Nentwig), 5:1 M. Beckert (85.,
Strafstoßtor, Nentwig an Walter), 6:1 Wuhrer (87. Claußen)
gelbe Karten: Nentwig – Valencia,
Nentwig
Schiedsrichter: Sven Eickemeyer (SV
Friedrichsgabe)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Die Partie
wurde wegen einer Verzögerung im Sportanlagenspielplan mit einer Verspätung von
50 Minuten angestoßen.
Sonntag, 29. September 2024
Spielbericht SC Sternschanze 2. Frauen - SC Nienstedten 1. Frauen
Spielbericht FC Alsterbrüder IV - Farmsener TV III
Den
freien Fall gestoppt
Erst
agil, dann verwaltend: Alsterbrüder-Vierte endlich wieder siegreich
Tief in der Bedeutungslosigkeit der Kreisklasse B5 hat sich die Viertvertretung
des FC Alsterbrüder ihren Negativlauf von fünf Niederlagen am Stück bremsen –
und auch für die unterlegene Dritte
des Farmsener TV gab es eine positive Erkenntnis.
Nämlich jene, dass es nach dem vielen Theater und zwei Spielabbrüchen (gegen
Teutonia 10 III und HT 16 III) der letzten Wochen auch (fast) ausnahmslos um
Fußball gehen kann.
Erste erwähnenswerte Blüten trieb der Sport in Minute fünf jedoch für die
Gastgeber, die Henri Wormuth gegen die Laufrichtung des Torwarts in Front zu
bringen versuchte. Knapp verzogen ist eben nun mal auch vorbei.
Nachgeholt war dieses Unterfangen nach einer guten Viertelstunde, als ein
Abwurf missglückte und Yaniv Golan das Gastgeschenk dankend annahm (14.).
Und weiter ging die Alsterbrüder-Sause! Golan mit der Vorarbeit für Aljoscha
Roeder und dieser fand im Rückraum allen nötigen Raum zum gezielten 20
Meter-Abschluss vor – 2:0 (23.)!
Für vorzeitig klare Verhältnisse hätte das Heimteam in der Folge gleich zweimal
sorgen könne, doch weder Wormuth nach kopfballverlängerter Golan-Ecke (Pfosten,
24.), noch Golan selbst mit der Innenseite (vorbei, 25.) vermochten dem
Heimerfolg weitere Konturen zu verleihen.
Gut für die zu Beginn kräftig durchgeschüttelten Gäste, denen quasi aus dem
Nichts die Chance zum Anschlusstreffer von der nicht eingezeichneten
Strafstoßmarke vor die Füße fiel. Korrekterweise hatte Schiedsrichter Arthur
Schreiber (SC Sternschanze) Nicola Pejicas Kontakt an Leon Schopinski als
strafstoßreif eingestuft. Kapitän Daniel Marcks aber vergeigte die Gelegenheit
mit einem lauen Schüsschen, das auch per Nachsetzen nicht zu korrigieren war
(daneben, 27.).
Wiederum auf Einladung der defensiv unaufmerksamen Hausherren war es im zweiten
Anlauf schließlich gelungen. Ein tiefes Zuspiel von Innenverteidiger Jakob
Elsherif, der sonst lediglich durch viel zu spät geahndetes Dauerpöbeln und
Beleidigungen auffiel, spitzelte Wormuth unglücklich genau in den Lauf des
damit frei durchsprintenden Schopinski, dem das Umspielen von Schlussmann Malte
Wegener samt 2:1-Vollendung mühelos vom Fuß ging (29.).
Viel mehr passierte dann in der Folge allerdings nicht. Der erst im Sommer aus
der A-Jugend in den Erwachsenenbereich hochgerückte FTV-Equipe fehlten schlicht
die spielerischen Mittel, dem FCA die Inspiration zum Gestalten.
Mit Dankbarkeit nahm man da Mark Gielniks Chance, die Gäste-Torsteher Mathis
Reinhardt-Hausmann im Nachfassen unschädlich machte (52.).
Wäre dies dem schmächtigen Fänger, der optisch auch der eigenen U15 zugeordnet
werden könnte, auch kurz darauf gelungen, hätte die Partie letztlich eine
Attraktion weniger zu bieten gehabt. Mit der Hacke war es dem zuvor glücklosen Wormuth
nun endlich doch endlich vergönnt, als Torschütze (für das 3:1) verantwortlich
zu zeichnen (54.).
Aus dem Verwaltungsmodus einer nachher zerfahrenen und zunehmend härter
geführten Kontrahage heraus setzte Gielnik auf Vorlage Golans (dritte Torbeteiligung)
noch den 4:1-Schlusspunkt für die Gelb-blauen, die damit das wilde Klassement
der nur noch elf Wertungsteams umfassenden B5 einstweilen auf Rang vier besiedeln.
Durch die bevorstehende Eingliederung der B-Klassisten in die nächsthöhere
Kreisklasse A bleibt dem Teilnehmerfeld ohnehin nur das sonst oft zu Unrecht beschworene
Mantra „von Spiel zu Spiel“.
Tore: 1:0 Golan (14.), 2:0
Roeder (23. Golan), 2:1 Schopinski (29. Elsherif), 3:1 Wormuth (54.), 4:1 M. Gielnik
(81. Golan)
gelbe Karten: Ebersberger, Wormuth, Lange - Sejjadi, Elsherif
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 3: beschränkte sich in seinem Wirken auf das Nötigste.)
Zuschauer: 10
besonderes Vorkommnis: Marcks
(Farmsener TV, scheitert mit Strafstoß an Wegener (27., Pejica an Schopinski).
Samstag, 28. September 2024
Spielbericht SV Groß Borstel 1.A - Barsbütteler SV 1.A
Schon
zur Pause davongezogen
Heimsieg!
SV Groß Borstel geht wichtigen Schritt gen U19-Oberliga
Welch ein schönes Bild über dem Sportpark „Hans Thanbichler“ zu Groß Borstel:
Ein satter Regenbogen strahlte vom wolkenbehangenen Herbsthimmel. Ebenfalls ins
Strahlen gerieten am Samstagnachmittag alle Beteiligten und Sympathisanten der
U19 aus Groß Borstel. Drei wichtige Zähler hatte sich diese vor allem aufgrund
einer zeigenswerten ersten Hälfte im Kampf um die Oberligaqualifikation zur
zweiten Halbserie gesichert.
Dem Barsbütteler SV heizte man dabei bereits nach zehn Minuten trotz des
meteorologischen Regen-Sonne-Kälte-Gemischs ordentlich ein. Leandro Frederico
Neves hatte die Kugel nämlich zielgenau mit rechts von halbrechts in die lange
Ecke manövriert (10.).
Zweimal war es danach an Frederik Wagner, den verdienten Vorsprung folgerichtig
zu verdoppeln. Im Duell mit BSV-Schlussmann Philip Woebs zog er jedoch den
Kürzeren (22.), während beim zweiten Anlauf das Aluminium einen Querstrich
durch die Rechnung machte (27.).
Über diesen lenkte Woebs nach einer Ecke auf den früh überzogen wegen
Ballwegschlagens (aus der Bewegung) verwarnten Henrik Heijink dessen gut
getroffen Kopfstoß (39.).
Will das 2:0 denn etwa gar nicht fallen?! Doch! Wiederum im Kopfballduell
gelang es Mattes Balschat schließlich, eine Schmidt-Flanke zum überfälligen 2:0
einzuschädeln (40.).
Und es kam noch besser, für die Grün-weißen, die eine lang und länger werdende
Flanke auf den hinten lauernden John Bidlingmaier gar auf 3:0 zur Pause
davonziehen ließ (42.).
Die Gäste vermochten dagegen wenig Konkretes zum Spielgeschehen beizutragen. Außer
einer frei vor dem Tor verballerten Miletic-Chance (33.) war das Team, das hier
immerhin um den Anschluss an die sechs Oberligaplätze spielte, nicht wirklich
auf den Plan getreten.
Erst nach dem Wiederbeginn meldeten sich Nico Leiding und Co so richtig lebend,
vollstreckte der bissige Außenspieler einen Freistoß von Kapitän Lennart
Rescher mit gegnerischer Unterstützung im Fünfmeterraum zum verkürzenden 3:1
(53.).
Was nun folgte, war jedoch kein hoch inspirierter Sturmlauf der Mannen aus
Hamburg-Ost, sondern eine mühsame Auseinandersetzung, die im Wesentlichen von
intensiven Zweikämpfen lebte. Die Gäste fanden einfach kaum ein Mittel, die
solide organisierten Gastgeber aus der Reserve zu locken. Im Gegenteil, hatten
diese durch Luke Malaise sogar das vom sich breit machenden Woebs verhinderte
4:1 auf dem Fuß (59.).
Eine Frust-Gelbe für den überhart an der Seitenlinie grätschenden Konstantinos
Matsios (86.) kam daher nicht aus dem luftleeren Raum.
Einen solchen fand mit der letzten Offensivaktion des Tages auch Leiding vor.
Sein scharfer Freistoß von links kam gut, nur gelang es niemandem, im
Sechzehner zu vollenden (90.+2). Die Punkte blieben damit beim Tabellendritten,
der mit der bestens Abwehr der Liga (nur vier Gegentreffer) als Faustpfand
vortreffliche Karten im Oberliga-Rennen hat.
Fünf Punkte Rückstand auf Rang sechs und der dürftige Auftritt von heute
(vierte Schlappe in Serie) weisen dagegen am Soltausredder schon jetzt,
wenngleich noch sechs Partien ausstehen, auf eine Frühjahresserie in der
Landesliga hin.
Tore: 1:0 Frederico Neves
(10.), 2:0 Balschat (40.), 3:0 Bidlingmaier (42.), 3:1 Leiding (53. Rescher)
gelbe Karten: Heijink, Frederico
Neves, Helmbold, Habenicht – Matsios
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 3,5)
Zuschauer: 40
Spielbericht SC Sternschanze 1.Ü40 - FC St. Pauli 2.Ü40
Semi-verdienter
Gipfelsturm
Erst
überlegen, dann selbstzufrieden: Schanzes Ü40 erobert Platz eins
Die frohe Kunde folgte erst am Abend: Durch das 2:2 zwischen den direkten
Konkurrenten FC Alsterbrüder und Altona 93 hat die neue Ü40 des SC
Sternschanze, die sich im Wesentlichen aus Kickern der einstigen 1. Alten
Herren zusammensetzt, zum dritten Spieltag der Landesliga 02 den Tabellengipfel
erklommen.
Um eine halbe Stunde verzögert ins Geschehen eingegriffen (der Hamburger
Fußballverband glänzte wieder einmal mit realitätsfremden Spielansetzungen ohne
jede Pufferzeit), legten die Schanzer gleich erfolgreich los. Eine
Ballbesitzphase am gegnerischen Strafraum führte Johannes Jäkel nach Ablage Markus
Schwarzer per Rechtsschuss zum erfolgreichen Ende (6.). Naja, ein bisschen
Ungeschick des gegnerischen Schlussmannes war zugegeben auch mit dabei…
Der SCS voll bei der Sache, nur das alte Thema der Chancenverwertung folgt den
Marineblauen seit Jahren treu auf Schritt und Tritt. Gleich zwei
Prachtexemplare verschenkten sie Ende der ersten Halbzeit, als erst Gabriel Walczuch
aus schwierigerem Winkel zu überrascht, dass die Kugel zu ihm durchrutschte,
drüber bolzte (32.), woraufhin der 46-Jährige nur Sekunden später vergeigte.
Diesmal war es ein überhasteter Nachschuss eines parierten Schwarzer-Versuchs,
der von Schanzes Nummer 21 über das Ziel gesetzt wurde (33.).
Rächen sollte sich dies heute aber nicht. Vor allem, weil es im nächsten
SCS-Anlauf dann doch wieder klappte. Im Konter über Schwarzer und Daniel
Salvador Henning schnürte Jäkel am kurzen Pfosten den Doppelpack (34.).
In der Zeitskala unweit jenseits der Halbzeitpause machte es der technisch
versierte Katalane selbst. Sein Doppelpass mit Schwarzer inklusive feinster
Abschlussklinge hätte jedenfalls auch aus einem Barca-Highlightvideo anno 2009/2010
stammen können (38.).
Apropos Highlights: Diese ließen sich daraufhin nur noch auf Seiten des FC St.
Pauli finden. Denn kaum aalten sich die Gastgeber in Selbstzufriedenheit,
mischten plötzlich auch die um durchschnittlich sechs Jahre älteren Kiezkicker
munter mit.
Hüseyin Ünüvar setzte seinen Kopfball bei einem Nuxoll-Freistoß etwas zu hoch
an (40.), um seinen zweiten Versuch mit dem rechten Fuß ans Quergestänge zu
setzen (46.).
Ziemlich lässig, wie der SCS nun vorging. Mit keiner Szene besser beschrieben,
als mit dem Ballverlust von Torwart Christian Kossel im verpatzten Dribbling
gegen Janos Gyurkovics. Glück für den Goalie, dessen Jersey an bessere Zeiten
des VfL Bochum erinnert, dass der St. Paulianer ebenfalls nur das Aluminium
erwischt hatte (43.).
Mindestens den Ehrentreffer hätten die Boys in Brown freilich verdient gehabt,
mit Kossels Rettungstat gegen einen hohen Freistoß Gökhan Cakirs (50.) war aber
auch die letzte große Möglichkeit der Elf von der Feldstraße verstrichen.
Kein Wunder also, dass sie sich mit nun drei Niederlagen und nur zwei erzielten
Törchen am Tabellenende wiederfindet. Schanze dagegen freut sich, die kurze
Gastspielreise zu Teutonia 10 nächsten Sonntag als Tabellenführer anzutreten.
Tore: 1:0 Jäkel (6.
Schwarzer), 2:0 Jäkel (34. Salvador Henning), 3:0 Salvador Henning (38.
Schwarzer)
gelbe Karten: Kayser – März
Schiedsrichter: Jörg Oliczewski (TuS
Germania Schnelsen)
Zuschauer: 30
besonderes Vorkommnis: Die Partie
wurde wegen einer Verzögerung des Sportanlagenspielplans mit einer Verspätung
von 28 Minuten angestoßen.
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Barca Prime am Wasserturm: Daniel Salvador Henning. |
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Rückennümer: "Leukotape" bei St. Paulis Fred Rölfing. |
Spielbericht SC Sternschanze 1.D-Mädchen - FTSV Komet Blankenese 3.D-Mädchen
Schnabel
und Co mit Tor-Hunger
Treffsichere
Komädchen bringen Schanze die nächste
Packung bei
Als kompliziert könnte man das erste Halbjahr der in die D-Mädchen
hochgerutschten 2013/2014erinnen des SC Sternschanze auf dem 8er-Feld
bezeichnen.
Spiel drei in der Herbst-Staffel 04 machte abermals deutlich, dass die Trauben
auf dem mittleren Spielniveau ein ganzes Stück zu hoch hängen.
Ordentlich aufs Brot geschmiert bekamen sie dies neuerlich von den 3. D-Mädchen
Komet Blankeneses, bei denen ausgerechnet die Jüngste hinausstach. Victoria
Schnabel, die Dezember ihren zehnten Geburtstag feiern wird, wirbelte die
überforderten Gastgeberinnen gemeinsam mit ihrem Team gehörig durcheinander.
Mit einem Hochschuss eröffnete die Rückennummer 2 den Torreigen in Minute 3, um
nach Lola Kohrs-Lichtes Vorarbeit über rechts just zu verdoppeln (5.).
Die Vorbereiterin von eben verstand es dann auch, selbst zu vollstrecken. Ein
Tor per Grätsche (8.), eines der Marke „Trudel-Tor“ (10.) und schließlich ein
cooler Abschluss, mittig vor dem Tor (16.), bedeuteten den lupenreinen
Hattrick!
Da durfte sich auch Schnabel nicht lumpen lassen. Ein gegnerischer Abwurf
landete genau bei ihr, sodass das halbe Dutzend nur noch Formsache war (27.).
Einen unglücklich durchgerutschten Schnabel-Ball staubte direkt danach Kollegin
Sophia Porto Thormählen zum 0:7 ab (28.). Doch das war´s noch nicht, im ersten
Abschnitt! Zu dritt frei vor dem Tor konnten die Komädchen unter sich ausmachen, wer das Oktett zur Pause vollmachen
sollte. Die Wahl fiel auf Smilla Förster (29.).
Im immer wieder peitschenden Regen schafften es die neu motivierten Schanzen-Kickerinnen,
die Schotten erstmal dirchtzumachen. Verbesserte Zweikampfwerte waren
dabei der Schlüssel zu immerhin acht gegentorlosen Minuten nach dem Seitenwechsel.
Dann aber schlug wieder der Komet ein, erhöhte durch Ronja Braun und deren Doppelpack
(Hochschuss (38.) und Vollendung einer Schnabel-Hereingabe, 40.)) kurzerhand auf
0:10.
Schanze gab sich diesmal jedoch nicht auf, konnte den nötigen Widerstand aber
nur bedingt leisten. Dem kurzen Durchatmen, dass Helena Pecher aus 13 Metern nur
den Pfosten erwischte (43.), folgten in den letzten zwölf Minuten noch drei
Gegentreffer, die in den Fällen von abermals Schnabel (48.) und Kohrs-Lichte
(59.) auf Temponachteilen bei zu hoher Grundordnung beruhten.
Den Schlusspunkt markierte passend in der Schlussminute noch einmal
Fünfachtorschützin Schnabel nach einem verpatzten SCS-Abstoß (60.).
Komet nun dreimal siegreich punktgleich mit dem Primus vom SV Halstenbek-Rellingen,
während Schanze als einziges Team ohne Punkte dasteht. Vielleicht geht ja nächste
Woche etwas beim Vorletzten (ein Zähler) in Tornesch.
Tore: 0:1 Schnabel (3.),
0:2 Schnabel (5. Kohrs-Lichte), 0:3 Kohrs-Lichte (8.), 0:4 Kohrs-Lichte (10.),
0:5 Kohrs-Lichte (16.), 0:6 Schnabel (27.), 0:7 Porto Thormählen (28.), 0:8
Förster (29.), 0:9 Braun (38.), 0:10 Braun (40. Schnabel), 0:11 Schnabel (48.),
0:12 Kohrs-Lichte (53.), 0:13 Schnabel (60.)
Schiedsrichter: Johnny Freitag (SC
Sternschanze)
Zuschauer: 25
Sonntag, 22. September 2024
Spielbericht Glashütter SV II - Rahlstedter SC VI
Torreicher
Interims-Start
Nach
dem Trainer-Beben: GSV-Reserve zerpflückt den RSC
Turbulente Zeiten an der Poppenbütteler Straße! Denn während man sportlich im
Mittelfeld der Kreisklasse 6 festhängt, galt es vor allem, kurzfristig ein
neuen Trainer organisieren, hatte Andreas Hille in einer Nacht-und-Nebel-Aktion
die Segel bei der Reserve des Glashütter SV gestrichen. Wie schön, dass die
GSV-Welt immerhin während der 90 Spielminuten des achten Spieltags wieder im
Sonnenschein badete.
Spiel Nummer eins unter Interimscoach Rüdiger Voß (Vater von Schlussmann Janik)
hatte nämlich schnell seine Positivschlagzeilen aus Sicht der Norderstedter zu
verzeichnen. Mit Präzision versenkte Ben Tresp einen seiner gefürchteten
Freistöße flach zum raschen Vorsprung (7.), den Adian Sabic auf Tresp-Steckpass
nur durch das Zutun der Querlatte nicht sofort ausbaute. Im Nachsetzen
versuchte es Tresp dann selbst, scheiterte aber an RSC-Torwart Pascal Marx
(8.).
Weitere gute Gelegenheiten kreierten die Roten unter der Septembersonne, die
vor allem Spielmacher Tresp auf Temperatur zu bringen schien. Per Lupfer in den
Lauf von Nicolas Waldmann schien ihm der der Scorerpunkt schon sicher, doch der
Angespielte verfehlte knapp linksunten (40.).
Der Tabellenletzte aus Rahlstedt, mit der Empfehlung von nur einem Zähler bei
6:43 Toren angereist (der 3:2-Erfolg gegen West-Eimsbüttel II flog nach deren Rückzug aus der Wertung), konnte somit durchaus zufrieden sein, zumindest in puncto
Zwischenergebnis nicht weit weg von der Musik zu sein.
Dies sollte sich jedoch bereits kurz nach dem Seitenwechsel ändern, als die
Glashütter endlich ernst machten, Marvin Wolf im Strafraum zum langen Pfosten
querlegte und Einwechsler Mika Kastner seinen Vater Nils am Spielfeldrand mit
ungeahnten Torjägerqualitäten verzückte (50.).
Für den seit fünf Tagen 22-Jährigen auch ein persönlicher Befreiungsschlag,
spielt er in den Planungen der Bezirksligamannschaft keine Rolle mehr.
Dafür lief es heute zwei Klassen tiefer wie am Schnürchen. Eine Torvorbereitung
für Simon Beck vereitelte zwar das rettende Bein von Florian Baake (57.), doch
dafür erhöhte Kastner mit Beharrlichkeit nur Wimpernschläge danach auf 3:0
(58.).
Zugabe gefällig? Aus 19 Metern war es die mutige und richtige Entscheidung,
einfach mal mit rechts draufzuhalten – Hattrick (66.)!
Ob die Herren in Weiß dieses Hochgefühl diese Saison einmal erleben würden?
Fraglich. Aus der dritten Reihe näherte sich Mikail Özdemir zumindest
ansatzweise einmal dem gegnerischen Quader an (61.).
Ansonsten blieb es ein Sonntag ganz im Zeichen der „Schwäne“, die manierlich
über die Stationen Steen und Tresp das 5:0 durch Beck herausschossen (74.).
Den 7:0-Endstand machten schließlich Benisa Boateng als Abstauber (80.) und Can
Coskun per Foulstrafstoß (86.) perfekt. So schön kann alles sein, wenn es nur
um Fußball geht…
Tore: 1:0 Tresp (7.,
direkter Freistoß), 2:0 Kastner (50. Wolf), 3:0 Kastner (58.), 4:0 Kastner (66.
Tresp), 5:0 Beck (74. Tresp), 6:0 Boateng (80. Beck), 7:0 Coskun (86.,
Strafstoßtor, Foulspiel an Reichenbecher)
gelbe Karten: Wedel - Wessel, Müter, Folgmann Gomez
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 2: engagierter und komplikationsloser Auftritt - nur was sollte die Trinkpause bei 23 Grad Außentemperatur?)
Zuschauer: 40
Spielbericht SC Alstertal / Langenhorn 1. Alte Herren - Bramfelder SV 1. Alte Herren
Polzin
zwischen Matchwinner und Spital
Erzittertes
Pokalweiterkommen gerät für den BSV in den Hintergrund
Am Ende ganz knapp verpasste die Ü32 des SC Alstertal/Langenhorn am
Sonntagmorgen die große Pokalüberraschung der zweiten Runde.
Erst als Schiedsrichter Marco Kopp die zwischenzeitlich für einen
Krankenwageneinsatz unterbrochene Partie abpfiff, konnte sich der Oberligist
von der Ellernreihe seines Weiterkommens sicher sein.
Bis tief in die zweite Hälfte hinein sah es noch nach einer problemlosen Sache
für die Gäste aus. Nachdem SCALAs Tobias Ebert zu riskant im Sechzehner
grätschte, netzte Robin Polzin vom Punkt aus zum 0:1 (21.), dem Kapitän
Alexander Thiede im Konter gegen die Laufrichtung des Torwarts noch vor der
Halbzeit die Verdopplung folgen ließ (33.).
Der BSV hatte die Lage fest im Griff, erhöhte kurz nach dem Pausentee gar auf
0:3. Sebastian Klitzkes Zuspiel nach rechts hatte Polzin gekonnt mitgenommen
und so beste Aussichten zum Abschluss ins Torwart-Eck (37.).
Der zwei Klassen tiefer angesiedelte Bezirksligist gefiel zwar durchaus mit
einer intakten Moral, doch während sie hinten Probleme mit dem gegnerischen
Tempo plagten, blieb man vorne stets am souveränen Abwehrverbund der Bramfelder
hängen – bis zur 43. Minute, als Sven Schröder einmal von links flankte und Ole
Koch sträflich alleingelassen auf 1:3 verkürzen konnte.
Plötzlich waren die Platzherren voll im Spiel, doch völlig unnötig warf man
sich durch eine Ampelkarte für Torschütze Koch selber einen Knüppel zwischen
die Beine (60.). Zweimal binnen weniger Minuten flog er noch nach Ballabgabe
jeweils in seinen Gegenspieler hinein – das gehört bestraft!
Platz zum Kontern also für das Oberligateam, das bei Thiedes schön im
Doppelpass mit Heiko Stockhausen herausgespielter Chance aus spitzem Winkel nur
an Schlussmann Christopher Niemeyer scheiterte (63.).
Kurz darauf die nächste Gelegenheit zur Entscheidung, hatte Michael Breuer den
Torsteher bereits hinter sich gelassen. Diesmal war die Hereingabe auf den
nicht perfekt besetzten zweiten Pfosten vielleicht nicht die Ideallösung…
Somit blieb das große Zittern bis zum Ende, zumal Daniel Busse mitten in der
für fünf Minuten angesetzten Nachspielzeit einen durchgerutschten hohen Ball
zum 2:3-Anschlusstreffer verwandelte (70.+3).
Unfreiwilligen Gegenwind für SCALAs engagierte Aufholjagt verursachte kurz
darauf Doppeltorschütze Polzin, den es ohne gegnerisches Zutun das Knie
zerlegte (70.+4). Eine schiere Ewigkeit dauerte es, bis der Rettungswagen den
verletzten Bramfelder gen Spital beförderte. 75 Rest-Sekunden drängte der
Landesligaabsteiger bedrohlich, aber ohne den finalen Abschluss, auf das Elfmeterschießen,
das dem BSV letztlich erspart blieb.
Tore: 0:1 Polzin (21.,
Strafstoßtor, Edert an Baumert), 0:2 Thiede (32. Polzin), 0:3 Polzin (37.
Klitzke), 1:3 Koch (43. Schröder), 2:3 Busse (70.+3)
Schiedsrichter: Marco Kopp (SC
Sternschanze, Note 3)
gelb-rote Karte: Koch (SCALA, 60.,
wiederholtes Foulspiel)
Zuschauer: 40
Sonntag, 15. September 2024
Spielbericht Glashütter SV 1.B - SC Sternschanze 1.B
„Typisches
Glashütte-Spiel“
„Nicht
so entschlossen“: Schanze-B1 unterliegt mal wieder dem Angstgegner
0:1, 3:5, 1:2, 0:1 und 2:2. Was sich liest, wie die Bilanz eines
Abstiegskandidaten, ist tatsächlich der peinigende Rucksack, den die 2008er des
SC Sternschanze vom Glashütter SV in den letzten drei Jahren gepackt bekamen –
so definiert man einen Angstgegner!
„Angstgegner GSV: Gehe ich
tatsächlich mit“, bestätigte Schanzes Arthur Schreiber das besondere Verhältnis
seines Teams zu den Norderstedtern, die es auch in dieser Serie verstanden, dem
SCS „eine vermeidbare erste Saisonniederlage“ beizubringen.
Bevor das „ganz typische Spiel für Glashütte“ seinen fiesen Verlauf nahm, waren
die Gäste ihrem Vorhaben, „diesmal in die erste Hälfte zu starten, wie letztes
Mal in die Zweite“ tatsächlich treu geblieben.
Ein griffiger Beginn und eine erste spitzwinklige Gelegenheit für Kleon Lorenz
(GSV-Torsteher Dawit Christoph wehrte ab, 12.) nährten durchaus Hoffnungen auf
eine Kehrtwende im Direktvergleich.
Dann aber kam „der kleine Bruch nach einer guten Anfangsphase“. „Wir haben
angefangen, die wichtigen Zweikämpfe zu verlieren“, bemängelte Schreiber,
dessen daraufhin defensiveres Wirken auch nicht so richtig mehr Ordnung
hineinbrachte. „Wir sind überhaupt nicht mehr hinten rausgekommen, haben
überhaupt nicht mehr hochgeschoben, sind nicht angelaufen und haben dann Glück
gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten.“.
So segelte beispielsweise Koppany Falusis Versuch aus dem Hinterhalt drüber
(26.), während gegen Fabio Dennstedt nur noch der Abseitspfiff rettete (27.).
Was ebenfalls auffiel: die „nicht so positive Kommunikation“, die sich nicht
nur gegen die „zum Teil komische Schiedsrichterleistung“, sondern auch gegen
die eigene Mitspielerschaft wendete. „Das hat uns so ein bisschen rausgebracht
– darf uns aber nicht passieren, dass wir so unser Spielkonzept verlieren!“.
Deutlich besser aus der Halbzeit gekommen, nahm Marineblau den Faden des
Spielbeginns wieder auf. Gegen den Ball
wurde wieder „viel besser gepresst“, „mit dem Ball“ agierte man nun „ruhiger
und ideenreicher“.
Nur war es ihnen nicht gelungen, teils fein herausgespielte Möglichkeiten
nichts zu nutzen. Ex-Glashütter Gustav Materne sah seinen Linksschuss in den
Armen von Christoph enden (42.); Theo Spöhrer ereilte in ähnlicher
Ausgleichsposition das gleiche Schicksal (51.).
„Dann kriegen wir in einer Phase, in der wir drückend überlegen sind, dieses
Kack-Tor!“, haderte Schreiber, der zur Hälfte die Kapitänsbinde vom gelb
vorbelasteten Till Steinfeld übernommen hatte, mit dem Spielschicksal.
Im Konter war es den Roten nämlich gelungen, Schanze zu überrumpeln,
sodass Louis Höfler seine Flanke schön ins Zentrum ziehen konnte. Der
eingewechselte Scott Wilson verpasste, doch Dennstedt vollendete mit zu viel Freiraum
zum 1:0 (61.).
„Dennoch haben wir uns überhaupt nicht anmerken lassen, dass wir in Rückstand
gegangen sind. Wir sind wieder im Kreis zusammengekommen, waren kurz und klar
in der Ansage, dass hier überhaupt nichts verloren ist, dass wir den 20-mal besseren
Fußball spielen“, stimmte immerhin die Moral beim Schanzenteam, das, abgesehen
von einem erneuten Wackelmoment, den Marlon Herzog nur knapp nicht ausnutzte
(63.), weiter beharrlich nach Auswärtspunkten strebte.
Das Pech im Abschluss blieb dabei jedoch ein treuer Begleiter. Baran Sütcüs
Schuss im Strafraum klärte ein Abwehrbein vor der Linie, ehe der Nachschuss
drüber rauschte (65.), zwei Schreiber-Geschosse verfehlten ebenfalls (67. &
73.) und auch die Top-Chance für den aufgerückten Azimullah Mohammadi blieb
ungenutzt: Christoph hechtete sehenswert nach dem Runden (72.).
„Wir waren im Strafraum nicht so entschlossen, hatten nicht so diesen letzten
Willen, das Tor zu machen, den letzten Willen, jetzt an den Ball ranzukommen“,
bemängelte der Spielmacher, was bei der letzten konkreten Offensivregung seiner
Farben noch einmal deutlich wurde. Lorenz arbeitete mit einer Hereingabe vor,
doch gleich mehrere Mitstreiter verpassten um Haaresbreite (78.).
„Ein Typisches Glashütte-Spiel, wenn man es auf die letzten Jahre bezieht“, zog
Schreiber daher ein ernüchterndes Fazit unter das zweite Punktspiel 2024/2025,
das auch erneut unter dem Eindruck diverser Ausfälle im ohnehin quantitativ
dünn besetzten Kader stand. „Das knappe Personal hat auf jeden Fall dazu
gewirkt, dass Glashütte auch in den letzten Minuten spritziger war als wir,
hatten natürlich frisches Personal – auch Scott, den 23er. Hat mich gewundert,
dass der nicht von Anfang an gespielt hat. Sie waren spritziger in den
Zweikämpfen, waren wacher. Wir haben trotzdem vor dem Tor wieder viel liegen
lassen. Das muss sich auf jeden Fall bis nächste Woche verbessern“, soll es am
kommenden Wochenende gegen den „unfassbar schlechten Oberliga-Absteiger“
Concordia (zwei Niederlagen bei 0:17 Toren) vor allem im Bereich der
Chancenverwertung („ein ganz schwieriges Ding bei uns“) spürbar besser laufen.
Doch Vorsicht: Nicht, dass Cordis Farbgleichheit mit dem GSV zur Mentalbremse
wird…
Tore: 1:0 Dennstedt (61.
Höfler)
gelbe Karten: Bierfischer, Herzog,
Wilson – Lorenz, Sürcü, Steinfeld, Schreiber, Spöhrer
Schiedsrichter: Kevin Masih
(Eintracht Norderstedt, Note 6: heizte die Stimmung mit einer vogelwilden
Zweikampfbewertung unnötig an, am Ende führte fast jeder Körperkontakt zu
gelben Karte)
Zuschauer: 60
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Sparsame SCS-Gesichter nach der "unnötigen ersten Saisonniederlage". |
Samstag, 14. September 2024
Spielbericht SC Victoria Hamburg 2.C - Holsatia im EMTV 1.C
Leichtes
Spiel über außen
Vicky-2011er
vergolden ihren Oberliga-Saisonstart
Zweite harte Aufgabe der neuen Saison und wieder musste die U14-Oberligatruppe
von Holsatia Elmshorn Nehmerqualitäten beweisen.
Nach dem Neunerpack zum Auftakt gegen den USC Paloma hagelte es beim SC
Victoria ein halbes Dutzend an Gegentoren – 0:6 am Ende.
Gemessen an den Spielanteilen, gar noch etwas niedrig, diktierten die Gastgeber
das Geschehen von Beginn an nach Belieben, um bereits früh im Spiel erste
Torchancen zu generieren. Eine davon wurde Paul Fanter zuteil, als dieser von
halbrechts freie Bahn hatte und nur noch von Holsatia-Schlussmann Sajad
Hosseini aufgehalten werden konnte (6.).
Weniger gab es für den Goalie im Strafstoßduell mit Hamza Ben Abdessalem
auszurichten. Souverän verwandelte Vickys Nummer zehn den zuvor ungestühm mit
zu viel Körpereinsatz verursachten Schuss aus elf Metern zum 1:0 in die linke
untere Ecke (10.).
Kurz darauf war der Spielstand bereits verdoppelt, zog Lian Dartmann konsequent
wie erfolgreich aus der zweiten Reihe ab (15.).
Weitere Treffer lagen in der Folge für die Dunkelblauen in der Luft, doch erst
nach dem Seitenwechsel wollte die Kugel wieder den Weg über die Linie finden.
Wie am Schnürchen ließen die Victorianer die Pille laufen, bis Cosmo Springer
Fanters Querspielen aus kurzer Distanz, frei einlaufend, zum 3:0 nutzte (40.).
Diesmal höchst persönlich schraubte der fleißige Fanter das Ergebnis zehn Minuten
später weiter hoch, profitierte er nun selbst von einer Hereingabe des
eingewechselten Luke Wieland (55.).
Ebenso von der Bank gekommen war Noan Furthmann, Schütze des 5:0, das aus einem
rasch ausgeführten Einwurf heraus entstand (55.). Irgendwie ein bezeichnendes
Tor, bekamen die gestreiften Gäste die Außenbahnen nie wirklich dicht.
Immer wieder brachen die quirligen Lokstedter über die Flanken durch. So auch
noch einmal bei der 6:0-Endnote, die nach einem etwas sehr hohen Bein im
Mittelfeld ihre Entstehung über links erfuhr. In der dritten Welle war es
schließlich Ben Abdessalems Drehschuss, der aus zentraler Position das letzte
Hurra des Tages markierte (70.).
Der SCV gehört somit zu einem Trio, das jeweils beide Auftaktspiele gewann,
während sich die Elmshorner als einziges Team ohne Torerfolg (heuer gelang
trotz des einen oder anderen Ansatzes über den flinken Mandela Owusu nicht eine
einzige Tormöglichkeit) am Tabellenende wiederfinden.
Tore: 1:0 Ben Abdessalem (10.,
Foulstrafstoß), 2:0 Dartmann (15. Fanter), 3:0 Springer (40. Fanter), 4:0 Fanter
(50. Wieland), 5:0 Furthmann (55.), 6:0 Ben Abdessalem (70.)
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 3)
Zuschauer: 52
Freitag, 13. September 2024
Spielbericht TuS Appen - SV Lieth II
Die
Rudeks in beide Tore
Spektakel
am Almtweg! Später Strafstoß bringt noch den Ausgleich
Wilde Fahrt im Tabellenmittelfeld! Fröhlich hin und her ging es im
freitäglichen Fluchtlichtklick am Almtweg zu Appen.
Acht Tore und hatten die Schaulustigen, die es am wohl letzten Sommerwochenende
des Jahres ins Kasernenörtchen trieb, zu bestaunen.
Dass deren Verteilung am Ende pari pari erfolgte, vermochte angesichts der
ersten halben Stunde freilich überraschen.
Zwar lag der erste Treffer nach schwachem Rückpass als erstes auf den Füßen des
Liethers Leon Diedrigkeit, der am sich breit machenden Enrico Carl scheiterte,
doch im direkten Gegenzug gelang Marlon Deletz stattdessen im Angesicht mit
Gäste-Schlussmann Stephan Weckwert das 1:0 (6.). Ein gleich doppelt
schmerzhaftes Gegentor für den 39-jährigen Ex-Ligatrainer, blieb dieser hierbei
mit der Fußspitze im Rasen hängen. Zehn Minuten ruhte das Spiel zur
Verletzungsunterbrechung, ehe Weckwert erst nach Anbruch der zweiten Hälfte mit
Blaulicht ins Spital chauffiert wurde. Simon Stuck tauschte das Leiberl mit der
Nummer 11 gegen das Torwartjersey und kassierte rasch das 2:0 – durch
Mitspieler Lasse Rudek, der eine Deletz-Ecke unglücklich ins eigene Netz
steuerte (26.).
Offensiv riskierten die gebeutelten Gäste, die sich immer wieder auf
individuelle Fehler des Gegners verlassen konnten, zunehmend mehr. Lukas Brant
versuchte es mit der Überrumpelungstaktik gegen den weit vorstehenden
Schlussmann (43.), woraufhin es im schnellen Angriff über links besser klappte.
Mit Platz im Sturmzentrum verkürzte der 20-Jährige noch im ersten Viertel der
zwölfminütigen Nachspielzeit auf 2:1 (45.+3). Und es kam noch besser, für die
Roten, war der Rückstand durch Michel Cords kurz darauf gar egalisiert (45.+6).
Etwas härtere Kost boten die Teams mit getauschten Seiten an. Die Intensität stieg
– das Spielniveau nicht, doch die Schlussphase sollte es noch einmal in sich
haben!
Was den Gästen bei einem Freistoß des omnipräsenten Deletz gelang (67.), blieb
den Gastgebern am eigenen Sechzehner verwehrt. Die Pille wollte nicht hinten
raus, sodass Finn Struve aus 20 Metern mit rechts das umjubelte 2:3
herausschoss (77.).
Sofort verhallt war das Frohlocken direkt im Anschluss, als wieder ein Eckstoß,
diesmal von Deletz mit der Rübe untergebracht, das 3:3 bedeutete (78.).
Aus spitzem Winkel ergab sich für den eingewechselten Sven Kremer gar die durch
eine Rettungstat vor der Linie vereitelte Chance zur Wende (82.), die auch Deletz
auf Zuspiel Kremers zentral vor dem Gehäuse nicht gelingen sollte (83.).
Bekanntlich sind ja aller guten Dinge drei, dachte sich auch Jannes Roll, den
ein Perinan-Steckpass in die Poleposition zum flachen 4:3 in die lange Ecke
brache (85.).
TuS Appen auf dem Weg zum vierten Saison-Dreier, doch Schiedsrichter Bartu
Öncan hatte andere Pläne. Bei einem Freistoß, den Lucas von Appen (für Lieth)
von links brachte, beförderte es zwei Klein Nordender auf den Hosenboden –
Strafstoß! Eine durchaus als mutig einzustufende Schiedsrichterentscheidung…
Finn Rudek nahm das Geschenk dankend an und verlud den Keeper zum abermaligen
Gleichstand (90.+1), der auch den ausgiebigen Rest der Nachspielzeit überdauern
sollte. Der Anschluss an das Verfolgerfeld hinter dem souveränen Tabellenführer
aus Haseldorf ist den Roten damit spät aus der Hand gerissen.
Tore: 1:0 Deletz (6.), 2:0
L. Rudek (26., Eigentor, Deletz), 2:1 Brant (45.+3), 2:2 Cords (45.+6), 2:3
Struve (77.), 3:3 Deletz (78.), 4:3 Roll (85.), 4:4 F. Rudek (90.+1,
Strafstoßtor)
gelbe Karten: Hippe, Liedtke, Kremer
– F. Rudek, von Appen, Kummert
Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV, Note 5)
Zuschauer: 50
Sonntag, 8. September 2024
Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - Holsatia im EMTV II
Quittung
per Eckstoß
Schusspech,
Abseitspfiffe und eiskaltes Holsatia vermiesen Gencler das Derby
Große Enttäuschung im Krückaustadion! In der Kreisklasse 1 zwar weiter
ungeschlagen, aber dennoch mit zwei verlorenen Punkten beendete das Team von
Gencler Birligi seinen sechsten Spieltag auf eigenem Rasen.
Hoch überlegen hatte man dort sein Derby gegen die Reserve von Holsatia
Elmshorn gestalten können, doch am Ende langte es lediglich zum Remis.
Bereits in der Anfangsviertelstunde hatte sich der Streit mit der eigenen
Chancenverwertung angedeutet, als Sercan Meric einen Haken schlug und mit links
drüber zielte (10.), während Gökalp Bas direkt vor einem Zusammenprall mit
Holle-Keeper Christian Walloschek nur den Pfosten traf (11.).
Wie gut für die Gastgeber, dass wenigstens Majed Eklim genau erfasste, wo das
Tor stand. Bas hatte eine Flanke von rechts noch im Fallen zum zentral mit
rechts abziehenden „16er“ weitergeleitet (14.).
Gencler nun auch im Spielstand voll in der Vorhand, nur das zweite Tor wollte
einfach nicht fallen. Eine Doppelchance, die ein Meric-Ballgewinn gegen Marc
Homburg einleitete, vergeigten Bas und Meric aussichtsreich (19.); das
Kopfballtor von Bas im Rahmen der anschließenden Ecke zählte wegen Abseits
nicht…
Auch eine Ruhephase im Spiel beherrschten die Gastgeber problemlos, woraufhin
sie den zweiten Abschnitt unter der brennenden Sonntagssonne mit einem weiteren
zurückgepfiffenen Treffer, diesmal durch Wassem Eklim, eröffneten (47.).
Immer wieder boten sich auch in der Folge feinste Einschussmöglichkeiten, die
die Roten aber stets zu hektisch sausen ließen. Und auch das diesmal extrem knappe
Abseitstor Nummer drei sorgte nicht nur beim Schützen Bas für weiteren Verdruss
(81.).
Fast klischeehaft kam da der späte Ausgleichstreffer des Aufsteigers in den
gestreiften Trikots daher. Fabian Kühl hatte jene Ecke geschlagen, die der zu
Beginn mit ihm draußen sitzende Niklas Viera Gerkens im Sechzehner einlochte
(89.). Da half auch M. Eklims Rettungsversuch auf dem Kreidestreifen nichts
mehr.
Nur wenige Augenblicke später drohte gar die Höchststrafe, freute sich
Holsatias Mert Karakaya bereits über den Siegtreffer im Konter – zu früh, denn
diesmal erkannte Schiedsrichter Rainer Sierk auf Abseits der Holsaten – Glück für
Gencler, das in der Nachspielzeit durch einen Hashimi-Kopfball, den Walloschek klasse
abtauchend entschärfte, noch einmal zu einem echten Hochkaräter kam (90.+2).
Doch auch eine siebenminütige Überzahl nach Karakayas dummer Ampelkarte für
wiederholtes Meckern (90.+4) vermochte dem ambitionierten Vorjahressiebten
nicht mehr zum dritten Saisonsieg verhelfen. Holsatia II baute dagegen mit
Fortuna und der Effizienz die eigene Serie auf nun drei Partien ohne Niederlage
aus.
Tore: 1:0 M. Eklim (14.
Bas), 1:1 Viera Gerkens (89. Kühl)
gelb-rote Karte: Karakaya (Holsatia
II., wiederholtes Meckern, 90.+4)
Schiedsrichter: Rainer Sierk
(Sportfreunde Uetersen)
Zuschauer: 65
Samstag, 7. September 2024
Spielbericht SC Sternschanze 1.B - 1. FC Quickborn/TuS Holstein Quickborn 1.B
SCS
besiegt seine Dämonen
Endlich
wieder ein Auftaktsieg: Schanze trotzt dem Elfer-Versagen
Erstmalig seit drei Jahren gelang den ersten 2008ern des SCS ein Erfolg zum
Start in die neue Punktspielsaison „Der Auftakt ist auf jeden Fall geglückt!“,
freute sich Kapitän Arthur Schreiber über ein „sehr, sehr gutes Spiel“, dem
„bis auf die Chancenverwertung“ gar das Prädikat „überragend“ zu verleihen war.
Widergespielt hatte sich dies im Spielstand zunächst nicht. „Bis auf das letzte
Drittel haben wir das sehr gut gespielt“, lautete da die passende Einschätzung
des Geschehens, das Schanze mit mehr Spielanteilen gegen eine couragiert und
lauffreudig beginnende Spielgemeinschaft aus Quickborn weitgehend im Griff
hatte – jedoch ohne ekstatische Torgefahr.
Für diese sorgte nach der hitzebedingten Trinkpause erst ein berechtigter
Strafstoßpfiff. Erst im Nachschuss verstand es Torjäger Marvin Bonsu, das Leder
reaktionsschnell im Netz unterzubringen (26.).
Etwas anders gestaltete sich der Sachverhalt im nächsten Duell aus elf Metern,
das Schlussmann Onno Zimdars nicht nur selbst verursacht, sondern auch gleich
im geschwinden Abtauchen in sein rechtes Eck gegen Baran Sütcü glänzend für
sich entschied – Fehlschuss Nummer zwei der Gastgeber (34.)!
Und wer es vorne nicht geregelt bekommt, fängt sich eben hinten einen. So
geschehen kurz vor der Pause, als ein langer Ball die marineblaue Abwehrkette aushebelte
und Lennard Valentin mit rechts ins lange Eck den überraschenden
Halbzeit-Gleichstand herstellte (40.). „Da kommt halt 40 Minuten nichts auf
dein Tor und dann kommt aus dem Nichts irgendein langer Ball und du musst wach
sein. Wir waren dann halt nicht wach“, erläuterte Schreiber das etwas fahrige
Abwehrverhalten beim Gegentreffer, den nach dem Seitenwechsel ausgerechnet ein
abermaliger Freischuss aus zehn Yards wieder egalisierte. Völlig ungestüm war
Michel Sequera Lares in Theo Spöhrer hineingerauscht, sodass der eingewechselte
Shahab Ahmadi von der Strafstoßmarke das sichere 2:1 markierte (53.). Aller
guten Dinge sind dann manchmal tatsächlich drei… Ein Kuriosum, das Schreiber
naturgemäß ärgerte: „Drei Strafstoßschützen – einer trifft: Das ist schwach. Da
müssen wir auf jeden Fall mal dran arbeiten!“.
Arbeiten tat man in der Folge mit feiner Klinge, lief die Kugel äußerst
manierlich durch die SCS-Reihen. Als „großer Vorteil“ stellte sich dabei auch
der sonst nicht so sehr geliebte Polizeisportlatz mit seinen üppigen
Raumdimensionen heraus. Mit „massig Platz“, „viel mehr Anspielmöglichkeiten“ und
„viel, viel mehr Räumen, die wir bespielen können“ gelang gegen einen
konditionell nachlassenden Aufsteiger ein überlegener Auftritt, der vor allem
bei Ahmadis fein über Julius Ahrens und den von links hereingebenden Spöhrer
herausgespielten 3:1 verzückte (58.).
Zu kritisieren blieb letztlich nur, dass die Heim-Elf nicht noch deutlich mehr
Kapital aus dem Übergewicht schlug, als es letztlich mit dem erreichten 4:1
gelang. Bereits eine knappe Viertelstunde vor Ultimo hatte Kleon Lorenz den
Schlusspunkt cool vor dem Tor gesetzt, nachdem Hannes Lohstöter das Abseits bei
Baran Sütcüs langem Schlag aufhob (66.).
Gegen den Glashütter SV, für Schreiber „der vielleicht schwerste Gegner dieser
Hinrunde“, wird sich Schanze daher „noch ein bisschen steigern“ müssen, um
gegen die Norderstedter mit ihrer „guten Spielidee“ zu bestehen.
„Wir haben eine gute Spielanlage, eine sehr starke erste Elf und fünf
Ersatzspieler, die diese erste Elf im Leistungsniveau ergänzen“, sieht
Spielführer Schreiber jedoch keinen Grund, sich mit seinem Team, das „nur in
der Kader- Tiefe – nicht in der Qualität“ schrumpfte, zu verstecken. „unter die
Top 4“ könnte es laut des Spielmachers, „realistisch gesagt“, für das lediglich
17-köpfige Gros am Ende gehen. Der Anfang dafür ist jedenfalls gemacht.
Tore: 1:0 Bonsu (26.,
Strafstoßnachschuss), 1:1 Valentin (40.), 2:1 Ahmadi (53., Strafstoßtor,
Sequera Lares an Spöhrer), 3:1 Ahmadi (58. Spöhrer), 4:1 Lorenz (66. Sütcü)
gelbe Karten: keine – Zimdars,
Sequera Lares
Schiedsrichter: Volkan Özkan (SV
Groß Borstel)
Zuschauer: 30
besondere Vorkommnisse:
- Bonsu scheitert mit Foulstrafstoß an Zimdars (26.).
- Sütcü scheitert mit Foulstrafstoß an Zimdars (Zimdars an Bonsu, 34.).
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Blieb als einziger sicher vom Punkt: Shahab Ahmadi. |
Freitag, 6. September 2024
Spielbericht SC Victoria Hamburg V - SC Alstertal/Langenhorn IV
Streamer
bleiben in Schlagdistanz
Zweites
2:1 in Folge: Victoria V hält den Anschluss an die Spitze
In der Vorsaison hauchdünn an der Kreisliga-Promotion gescheitert, arbeitet die
Streamertruppe von Victoria 5 im nächsten Anlauf nun langsam ans Obergeschoss
der Kreisklasse 6 heran.
Im Freitagabendheimspiel gegen die Viertvertretung des SC Alstertal/Langenhorn,
die aus dem HFV-Pokal noch positiv bekannt ist (5:3-Auswärtssieg), hatte man
Ball und Widersacher schnell im Griff und die Führung schnell auf dem Fuß von Alexander
Keck. Jedoch scheiterte dieser nach Vorarbeit Hans Wüstling über links gleich
doppelt am heuer bestens aufgelegten Tomas Bjarnason (5.).
Auch weitere Top-Chancen des teils zu arrogant abschließenden Torjägers a.D.
vermochten die Blauen nicht in Front zu bringen (16., 20. & 30.).
Erst von der 10-Yard-Marke aus bescherte der einstige Quickborner seinen Farben
das Hochgefühl der Führung, nachdem Leon Kroiß bei einer Einwurfsituation
regelwidrig in die Mangel genommen wurde (33.).
Erst zum Ende des lange unter widrigen Lichtbedingungen gespielten ersten
Abschnitts traute sich auch der biedere Aufsteiger nach vorne. Nach innen
gezogen, verzog Sascha Nicolaisen deutlich (38.), um es per Freistoß, knapp
drüber, schon besser zu machen (45.).
Aus dem Spiel heraus, genauer gesagt, durch ein starkes Solo nach eigenem
Ballgewinn hinter Mittelinie, leistete Marko Mlinac auf der Gegenseite den
idealen Service, der in einer Flanke für den verdoppelnden Kurzdistanzkopfball
Maximilian Stemmlers mündete (52.). „Ausgerechnet…“, dürfte sich der geneigte
Fan des Mannschaftsgründers mit seinen knapp 2,4 Millionen YouTube-Abonnenten
gedacht haben…
Die Gäste aber schlugen keine sieben Minuten später zurück. Im aktiven
Doppelpass löste sich Nicolaisen über links, um Tapio Maus in der Mitte zu
bedienen. Dass dieser seinen massigen Platz in der Parzelle wiederum im
Rabona-Stil ins lange Eck nutzte, dürfte dem Hausherrn indes den einen oder
anderen Video-Klick zur Werbeeinnahme mehr bescheren…
Eine halbe Stunde blieb den Nord-Hamburgern um Spielertrainer Jonas Piechura
noch, doch die besseren Möglichkeiten gehörten weiter Keck und Co. So zielte
der Haupthaarlose von halblinks an den Pfosten (62.), während es die Kollegen
nicht besser machten. Vor allem mit dem herausschnellenden linken Fuß trieb
Gäste-Fänger Bjarnason den Gegner ein ums andere Mal in den Wahnsinn.
So blieb SCALA, das in der Zwischenzeit Glück hatte, dass Maus trotz zweiter
gelber Karte für Taktikfoul Nummer zwei weiter Teil des Spiels bleiben durfte
(87.), bis zum Ende in der Verlosung um das Zählbare.
Eine letzte Schusschance für den eingewechselten Jason-Lee Günther endete
allerdings mit einem Schüsschen in die Arme des nicht geforderten Tormannes –
die Punkte blieben im Stadion Hoheluft!
Tore: 1:0 Keck (33.
Strafstoßtor), 2:0 Stemmler (52. Mlinac), 2:1 Maus (59. Nicolaisen)
gelbe Karten: Auge, Ndow, Diaconita –
Maus (2x), Magens
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 5: zerstörte sich seine souveräne
Gesamtleistung mit der folgenlosen „Doppelgelben“ für Maus (83.) und weiteren
formalen Nachlässigkeiten.)
Zuschauer: 150
Sonntag, 1. September 2024
Spielbericht Niendorfer TSV V - TuRa Harksheide III
13
Minuten verändern alles
Emotionales
Spitzenspiel: TuRa III triumphiert am Sachsenweg
Eine innige interföderale Freundschaft wird da zwischen der Fünften des
Niendorfer TSV und der Drittvertretung aus Harksheide sicher nicht mehr
wachsen. Denn immer wieder, wenn der Kreisklasse-Spielplan beide Kontrahenten gemeinsam
auf ein Stück Grün bestellt, sind Ärger und Platzverweise garantiert.
So auch in der temporeichen Neuauflage am 5. Spieltag 2024/2025. Diese hatte außer einer
guten ersten Torchance für TuRas Lennard Fiegen (schob tief geschickt, rechts
daneben, 4.) zunächst massigen Ballbesitz der Gastgeber und bereits drei
berechtigte Verwarnung, jeweils für Fouls, zu bieten.
Kein einfacher Job für den erst 15-jährigen Arthur Schreiber (SC Sternschanze),
dessen Pfeife nach einem ungeschickten Einsatz des Harksheiders Joshua Graf gegen
den einlaufenden Noah Knezevic im Sechzehner zum Strafstoßpfiff ertönte (34.).
Keine Diskussion, was auch auf die Ausführung des Schützen zutraf. Linksunten
hatte Kapitän und (zu) Lautsprecher Hassan Fallah sicher zum verdienten 1:0
versenkt.
Die Norderstedter aber reagierten sofort, spielten nach Foul vor dem Strafraum gegen
sie geistesgegenwärtig weiter, sodass Maik Witt eine Bleyer-Flanke gekonnt
linksoben einköpfen konnte (36.).
In der Nachspielzeit geriet das Pausenremis sogar noch einmal kräftig ins
Wanken, als sich Peer Daschke im Doppelpass mit Lukas Gunasekara formschön,
aber knapp nicht erfolgreich zur zentralen Einschusschance kombinierte (45.+3).
Nachgeholt wurde das Verpasste kurz nach dem Wiederbeginn. Im Vergleich zu
einstigen Jugendoberligazeiten hat Spielmacher Julien Preuß zwar das eine oder
andere Kilogramm zugelegt, doch das Ballgefühl bleibt. Mit reichlich davon
zirkelte der 20-Jährige einen Freistoß von links aus abenteuerlichem Winkel in
den fernen Giebel (48.).
Freude bei den Blau-Weißen und es kam noch besser, denn kaum war die Partie
wieder angestoßen, lag das Bällchen wieder im Netz der Gastgeber. Diesmal legte
Lenn Bleyer das Spielgerät nach Steckpass von Paul Daschke cool in die lange
Ecke – 1:3 (49.)!
Was für eine kalte Dusche für den NTSV, der halbzeitübergreifend binnen 13
Minuten einen überzeugenden Auftritt komplett in den Sand setzte. Klar, dass
die Gangart bei der nun drohenden zweiten Heim-Pleite in Folge eine etwas
andere wurde…
Auf sportlichem Wege versuchte es beispielsweise Nick Drenkhahn mit links aus
zentraler Position – ohne den gewünschten Erfolg (60).
Die Gäste konnten sich dagegen weiterhin auf ihr zügiges Umschaltspiel
verlassen. Aus einer Ecke der Niendorfer entsprang die meistdiskutierte Szene
des Tages. Denn nachdem Gunasekara einen mustergültigen Konter über die
Stationen Graf und Witt ebenso vorzeigenswert zum 1:4 vollendete, kochten die Emotionen
hoch (76.). Denn während die Kollegen die Vorentscheidung feierten, hatte TuRas
Fiegen nichts Besseres zu tun, als sich mit dem gegnerischen Trainer anzulegen.
Herr Özdemir, ein gestandener Mann im fußballerischen Seniorenalter, ließ sich
gehen und reagierte mit Schaum vor dem Mund, den er besser mal gehalten hätte.
Am Ende von tumultartigen Szenen an der Seitenlinie flog erst der Coach mit Rot
wegen Beleidigung aus dem Innenraum und Fiegen mit der Ampelkarte (nach
taktischem Foulspiel vorbelastet, 12.) vom Feld. Es liegt halt immer etwas in
der Luft, wenn beide aufeinander treffen. Vielleicht ist es auch dem speziellen
Umstand geschuldet, dass nicht nur Fiegen, sondern auch einige andere wie die Torschützen
Gunasekara und Bleyer eine NTSV-Vergangenheit in ihrer Vita (als Jugendspieler)
stehen haben.
Fußball wurde daraufhin nicht mehr so richtig gespielt. Die Jungs vom
Exerzierplatz waren mit dem Erreichten zufrieden und die Hausherren sammelten
noch drei berechtigte Frust-Karten jeweils für harte Einsteigen zusammen (87.,
88, 90.+3).
Und was bedeutet das alles nun für die Tabelle der Kreisklasse 6? Nichts Gutes
für die Niendorfer, die sich für ihre schon 33 geschossenen Tore (darunter ein
17:0 gegen West-Eimsbüttel II) auf Rang drei nicht so richtig viel kaufen
können. Spitzenreiter bleibt nämlich TuRa III, das als einziges Team die
Idealausbeute von 15 Zählern einheimste.
Tore: 1:0 Fallah (34.,
Strafstoßtor, Graf an Knezevic), 1:1 Witt (36. Bleyer), 1:2 Preuß (48.,
direkter Freistoß), 1:3 Bleyer (49. Paul Daschke), 1:4 Vidanelage Gunasekara
(76. Witt)
gelbe Karten: N. Drenkhahn, Hashem,
Eßel, Jeanneret, Fallah – Schemkehl, Bleyer
gelb-rote Karte: Fiegen (TuRa,
Foulspiel + Unsportlichkeit)
rote Karte: Özdemir (Trainer NTSV,
Beleidigung eines Gegenspielers)
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 1,5: lag in einem anspruchsvollen Match mit
fast allem richtig, nur hätten die lauten, Unruhe stiftenden Reklamationen von
NTSV-Kapitän Fallah ein deutlich früheres Eingreifen verlangt.)
Zuschauer: 58
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Lennard Fiegen (#10) bei seiner Lieblingsbeschäftigung... |