Spitzenreiterinnen über
Standards geknackt
Welle-Frauen
machen Landesliga-Aufstiegskampf so richtig spannend!
Ist das der große Plot Twist im Aufstiegskampf der Frauen Landesliga? Bereits
zum dritten Mal haben die Frauen des Niendorfer TSV im neuen Jahr das Feld als
Verliererinnen verlassen. Im Nachholspiel am Dienstagabend ausgerechnet im
Spitzenspitzenspiel gegen die Elf des TSC Wellingsbüttel.
Bei einem möglichen Erfolg um acht Zähler auf den Widersacher auf dem ersten
Nicht-Aufstiegsplatz davongezogen, begann der Primus auch durchaus engagiert.
Außer einem in Rücklage drüber gehebelten Hentze-Versuch brachte das Pressing
jedoch erstmal nichts ein.
Stattdessen rissen die Gäste das Geschehen mehr und mehr an sich, um dabei
erstmal ebenso harmlos zu bleiben – bis die Niendorferinnen einen langen
Freistoß nicht aus der Gefahrenzone bekamen und Maike Kipcke eiskalt zum 0:1 versenkte
(39.).
Fast machte Kollegin Pauline Leßmann einen Doppelschlag aus dieser Führung, nur
patschte NTSV-Fängerin Godja Fischer das Leder fachfrauisch zur Ecke (41.). Dann
halt eben von der Fahne, fand Lavinia Nordmanns Standard genau die völlig frei
einlochende Kipcke am langen Pfosten – 0:2!
Ganz ähnlich spielten sich die Dinge beim 0:3 ab. Wieder rettete Fischer – nun
gegen Nordmann – zum Eckstoß, den die Rückennummer 22 mit ihren quietschgelben
Buffern punktgenau auf eine erfolgreiche Mitstreiterin zog. Torschützin
diesmal: Zentrumsspielerin Ina Hoppe (57.).
Die Partie damit entschieden, bevor sie überhaupt so richtig spannend wurde.
Daran änderte auch ein kleines Aufbäumen der Gastgeberinnen in der Schlussphase
nichts. Tammy Hentze vergab in der Schlussminute noch den fälligen
Ehrentreffer, nachdem sie ein verlängerter Fischer-Schlag in die erlaufene
Poleposition gespült hatte (90.).
Der Vorsprung auf den Rest der Liga ist damit jetzt nahezu aufgebraucht, sind
die Wellingsbüttelerinnen, deren Keimzelle des Erfolgs heuer klar der ruhende
Ball war, nun auf zwei Zähler an die Sachsenweglerinnen herangerückt. Im
Sandwich der beiden liegt noch die Elf von Concordia, die mit einem Spiel
weniger sogar virtuell an der Spitze steht.
Schützenhilfe gegen dieses Szenario könnten am kommenden Wochenende nun
ausgerechnet die wie schon im Hinspiel (4:1) triumphierenden Pfeilshöferinnen
leisten – am Sonntag beim Tabellenzweiten. Vorausgesetzt, die Blauen machen beim
Ex-Club von Torfrau Fischer in Altona ihre eigenen Hausaufgaben.
Tore: 0:1 Kipcke (40.), 0:2 Kipcke (41. Nordmann), 0:3 Hoppe
(57. Nordmann)
Schiedsrichter: Robin Baumgardt (Eimsbütteler TV)
Zuschauer: 35
Dienstag, 7. April 2026
Spielbericht Niendorfer TSV 1. Frauen - TSC Wellingsbüttel 1. Frauen
Dienstag, 31. März 2026
Spielbericht TuS Appen 1. Frauen - GW Eimsbüttel 1. Frauen
Landesliga quasi
gesichert
3:1
im Nachholspiel: TuS Appens Frauen können mit dem Klassenerhalt planen
Nüchtern betrachtet, scheint der Landesligaverbleib für die Frauen des TuS
Appen bereits erreichte Sache, doch für die rechnerische Sicherheit muss am
Almtweg noch ein kleines bisschen was passieren.
Eine echte Hilfe war dabei auf jeden Fall das Nachholspiel vom 18. Spieltag,
das am späten Dienstagabend die wohl vorentscheidenden drei Zähler auf das Punktekonto
des dienstältesten Teams der Landesliga (achte Serie in Folge) spülte.
Leichte Vorteile vermochte der neutrale Beobachter zunächst sogar bei den Gästen
aus Hamburg-Eimsbüttel zu vernehmen, doch während die Damen von der Pinnau
hinten mit etwas Glück und fehlender GWE-Präzision (Finja Ranft, 11.) schadlos
blieben, stach drüben Inci Cav plötzlich in den Rücken der Gäste-Deckung, um
ihren Heber passend über Torfrau Yara Kappes ins Tor zu setzen (21.).
Grün-weiß, das heute ganz in schwarz aufgelaufen war, reagierte mit einer guten
Schusschance für die steilt geschickte Jasmin Küber (27.), während die beste
Gelegenheit vor der Pause noch einmal der Heim-Elf gehörte. „Pfosten!“ hieß es
nämlich, als Melanie Hagen abgefälscht von halbrechts ihr Glück probierte
(29.).
Erneut gejubelt werden durfte dafür kurz nach dem Seitenwechsel, weil GWE in
der halbherzigen Rückwärtsbewegung zu viel Luft ranließ, um Nele Mohrs Versuch
zu verhindern. Kappes wehrte zwar in erster Instanz nach vorne ab, nur blieb Hanna
Gehlhaar auf Sendung und staubte zum 2:0 ab (48.).
Für die letztes Jahr aus der Oberliga abgestiegenen Eimsbüttelerinnen das klare
Signal zum erhöhten Offensivengagement, das Silvana Jova an den Pfosten und
Michelle Linning im direkten Nachsetzen drüber (55.) just mit Leben füllten.
Weitere Gelegenheiten versiebte die Elf vom Tiefenstaaken in der Folge, bis es
zehn Minuten vor Ultimo doch endlich klappen sollte. Diesmal bewies Maren Wolf bei
einer Linning-Ecke im Fünfer echte Kopfballungeheuer-Qualitäten und verkürzte
so aus der Luft auf nur noch 2:1 (80.).
Sollte sich der Ritt in die Provinz etwa doch noch lohnen? Nein, machte
Gehlhaar mit ihrem beherzten Lauf über rechts und dem passenden Abschluss zum
3:1 alles klar (90.+1).
Die Punkte blieben im Kreis Pinneberg, wo bei 13 Zählern Vorsprung auf den
ersten Abstiegsplatz von einem weiteren Jahr Frauenfußball auf Landesliga-Ebene
ausgegangen werden darf. Ebenso im Nordwesten Eimsbüttels, steckt das
punktgleiche GWE ebenso in der Mitte des Klassements.
Tore: 1:0 Cav (21.), 2:0 Gehlhaar (47.), 2:1 Wolf (80.), 3:1
Gehlhaar (90.+1)
gelbe Karten: keine – Gurkasch
Schiedsrichter: Tim Inselmann (SV Hörnerkirchen)
Zuschauer: 27
Dienstag, 26. März 2024
Spielbericht Tus Appen 1. Frauen - Hamburger SV 3. Frauen
Keine
Bewegung im Abstiegskampf
Trotz
Zweitligaroutine: HSV-Frauen treten im Sechs-Punkte-Spiel auf der Stelle
Keinen Schritt weg von der Abstiegszone der Frauen Landesliga mochte zum
Nachholabend TuS Appen und der Drittvertretung des HSV gelingen. 1:1-Remis
trennten sich die Kontrahentinnen am Almtweg, wo die Gastgeberinnen besser mit
ihrem hügeligen und versandeten Geläuf zurechtkamen. Erste Abschlüsse, bei
denen Kapitänin Lara Casper das Außennetz traf (16.) und Hanna Gehlhaar aus 18
Metern für eine Abwehrtat Luna Brands sorgte (19.), taugten da als passende
Untermalungen.
Ansonsten aber scheuten beide Parteien das Risiko, durch unnötige Fehler
einzuladen. Kurz vor der Pause leistete sich der HSV jedoch genau dies, als man
im Spielaufbau patzte und Sarah Büscher halbrechts die knapp verpasste Pausenführung
auf dem Fuß hatte. Der Abschluss der umtriebigen Nummer 6 zischte links vorbei
(44.).
Umso schmeichelhafter gingen die Rothosen vier Minuten nach dem Wiederanpfiff
in Führung, als nun sie einen schwach ausgeführten Abseitsfreistoß abfingen,
Laura Müller für Debora Vinci auflegte und die 26-Jährige mit all ihrer
70-fachen Zweitligaroutine aus Mainz und Bad Neuenahr direkt in die offene Ecke
versenkte (49.).
Vergessen war nun ihr kleines Privatscharmützel mit Schiedsrichter Jörn
Jacobsen, von dem es nach wiederholten Entscheidungskommentierungen mit den
Worten „Ich erzähle Ihnen auch nicht, wie Sie Fußball spielen sollen!“ den
gelben Karton gesetzt hatte (43.).
Vorne richtete es also Vinci, während das eigene Tor fachkundig von der sicher
gegen Lopes De Magalhaes´ Rechtsschuss zupackenden Brand sauber gehalten wurde
(58.) – bis aus einem Einwurf heraus die eingewechselte Denise Gepp im hohen
Bogen aus gut 30 Metern den sehenswerten Ausgleichstreffer für die seit knapp
sechs Jahren fünftklassigen Almtweglerinnen kredenzte (75.).
Dass es auch im siebten Jahr in Serie ein Landesligateam im 6.000-Seelen-Örtchen
geben wird, hätte Büscher per Kopf womöglich vorentscheiden können (84.). Nach
von außen getretenem Cav-Freistoß fehlte allerdings ein Stück zum Neun-Punkte-Vorsprung-Glück
(84.).
Weil auf der anderen Seite die Fingerspitzen von Torsteherin Anne Beddies im
Zusammenspiel mit der Latte das 1:2 durch Saskia Albers verhinderten (77.),
blieb es bei der Punkteteilung, die unter den Augen der am Ostermontag zum
erneuten Nachholer in Appen aufschlagenden Abstiegskonkurrenz aus Berne
(Vorletzter) eher Büscher und Co schmeckte. Sechs Zähler Vorsprung auf
Abstiegsplatz zehn und eben noch das Berne-Spiel in der Hinterhand sollten eine
solide Grundlage für das große Durchatmen am letzten Spieltag – beim aktuell
nur einen Punkt über dem Strich stehenden HSV – bedeuten.
Tore: 0:1 Vinci (49.
Müller), 1:1 Gepp (75. Martens)
gelbe Karten: Casper, Cav – Vinci
Schiedsrichter: Jörn Jacobsen (FC
Union Tornesch, Note 4: teilweise kurios im Stellungsspiel (bei Eckstößen auf
der Grundlinie anzutreffen) und überpenibel bei Einwurf-Orten, nannte TuS Appen
mehrfach im Spiel „Tornesch“)
Zuschauer: 45
Sonntag, 15. August 2021
Spielbericht HEBC 1. Frauen - Moorreger SV 1. Frauen
Kleber
hält den Punkt fest
Punkteteilung
in Eimsbüttel: Moorreges Kontertaktik geht fast ganz auf
Eines von gleich drei Remis zum Start der Frauen Landesliga 2021/2022 spielte
sich auf dem Reinmüller ab, verspielte der HEBC einen Heimsieg, um am Ende mit
dem Remis sogar gut weggekommen zu sein.
Lange waberte das Geschehen mit etwas mehr Spielanteilen für die Heimelf so vor
sich hin, bis Lisa-Marie Ferber aufgrund einer mehrfach unzureichend geklärten
Ecke einmal zum Abschluss ans Außennetz des HEBC kam (23.).
Die Eimsbüttelerinnen gingen es dagegen pragmatisch an, versenkte Tatjana
Rosemann einen Freistoß unter Mithilfe der ungünstig postierten Torfrau zur
Führung ihrer bis dahin noch nicht ernsthaft vors Tor gekommenen Farben (34.).
Während es im parallel angepfiffenen Match zwischen Altona 93 und Komet
Blankenese (4:4) nach etwa einer Stunde bereits vier Treffer zu bestaunen gab, erfreuten
sich die Strafräume hier bester Bewachung durch zwei aufmerksame Viererketten,
die selten ins Schleudern gerieten. Eher zufällig entstand daher Linda Zemkes
Schusschance, bei der HEBC-Fängerin Kristina Kleber rasch abtauchte und somit
zum dann verpufften Eckstoß blockierte (58.).
Apropos Eckstoß: Über einen solchen schickten sich die hoch stehenden Lilanen
an, das beruhigende 2:0 nachzulegen, doch plötzlich entstand der Konter, den
Zemke auf unwiderstehliche Weise zu ihrer Sternstunde machte. Erst zog sie im
Expresstempo an Caroline Wolff und T. Rosemann vorbei, um das Leder cool vor
Kleber flach einzuschieben – Ausgleich (70.)!
Und fast hätten sich die Ereignisse dupliziert, marschierte die ehemalige
Wedelerin nach einem bösen Ballverlust der Ballspielclubberinnen wieder
gefährlich gen Kleber, die den Punktgewinn in der Schlussminute aber mit einer
erneuten Klassetat rettete (90.).
Überschattet wurde das Match zuvor von T. Rosemanns Hängenbleiben im
Kunstrasen, das der verletzungserfahrenen HEBC-Kapitänin ein kaputtes Knie
bescherte. Hoffentlich stellt sich die Blessur als nicht allzu schlimm heraus!
Tore: 1:0 T. Rosemann (34.
direkter Freistoß), 1:1 Zemke (70.)
beste Spielerinnen: Kleber – Zemke
Schiedsrichter: Andre Bootz (TuS
Germania Schnelsen, Note 4)
Zuschauer: 25