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Dienstag, 7. April 2026

Spielbericht Niendorfer TSV 1. Frauen - TSC Wellingsbüttel 1. Frauen

Spitzenreiterinnen über Standards geknackt
Welle-Frauen machen Landesliga-Aufstiegskampf so richtig spannend!

Ist das der große Plot Twist im Aufstiegskampf der Frauen Landesliga? Bereits zum dritten Mal haben die Frauen des Niendorfer TSV im neuen Jahr das Feld als Verliererinnen verlassen. Im Nachholspiel am Dienstagabend ausgerechnet im Spitzenspitzenspiel gegen die Elf des TSC Wellingsbüttel.
Bei einem möglichen Erfolg um acht Zähler auf den Widersacher auf dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz davongezogen, begann der Primus auch durchaus engagiert. Außer einem in Rücklage drüber gehebelten Hentze-Versuch brachte das Pressing jedoch erstmal nichts ein.
Stattdessen rissen die Gäste das Geschehen mehr und mehr an sich, um dabei erstmal ebenso harmlos zu bleiben – bis die Niendorferinnen einen langen Freistoß nicht aus der Gefahrenzone bekamen und Maike Kipcke eiskalt zum 0:1 versenkte (39.).
Fast machte Kollegin Pauline Leßmann einen Doppelschlag aus dieser Führung, nur patschte NTSV-Fängerin Godja Fischer das Leder fachfrauisch zur Ecke (41.). Dann halt eben von der Fahne, fand Lavinia Nordmanns Standard genau die völlig frei einlochende Kipcke am langen Pfosten – 0:2!
Ganz ähnlich spielten sich die Dinge beim 0:3 ab. Wieder rettete Fischer – nun gegen Nordmann – zum Eckstoß, den die Rückennummer 22 mit ihren quietschgelben Buffern punktgenau auf eine erfolgreiche Mitstreiterin zog. Torschützin diesmal: Zentrumsspielerin Ina Hoppe (57.).
Die Partie damit entschieden, bevor sie überhaupt so richtig spannend wurde. Daran änderte auch ein kleines Aufbäumen der Gastgeberinnen in der Schlussphase nichts. Tammy Hentze vergab in der Schlussminute noch den fälligen Ehrentreffer, nachdem sie ein verlängerter Fischer-Schlag in die erlaufene Poleposition gespült hatte (90.).
Der Vorsprung auf den Rest der Liga ist damit jetzt nahezu aufgebraucht, sind die Wellingsbüttelerinnen, deren Keimzelle des Erfolgs heuer klar der ruhende Ball war, nun auf zwei Zähler an die Sachsenweglerinnen herangerückt. Im Sandwich der beiden liegt noch die Elf von Concordia, die mit einem Spiel weniger sogar virtuell an der Spitze steht.
Schützenhilfe gegen dieses Szenario könnten am kommenden Wochenende nun ausgerechnet die wie schon im Hinspiel (4:1) triumphierenden Pfeilshöferinnen leisten – am Sonntag beim Tabellenzweiten. Vorausgesetzt, die Blauen machen beim Ex-Club von Torfrau Fischer in Altona ihre eigenen Hausaufgaben.

Tore: 0:1 Kipcke (40.), 0:2 Kipcke (41. Nordmann), 0:3 Hoppe (57. Nordmann)

Schiedsrichter: Robin Baumgardt (Eimsbütteler TV)

Zuschauer: 35

Dienstag, 31. März 2026

Spielbericht TuS Appen 1. Frauen - GW Eimsbüttel 1. Frauen

Landesliga quasi gesichert
3:1 im Nachholspiel: TuS Appens Frauen können mit dem Klassenerhalt planen

Nüchtern betrachtet, scheint der Landesligaverbleib für die Frauen des TuS Appen bereits erreichte Sache, doch für die rechnerische Sicherheit muss am Almtweg noch ein kleines bisschen was passieren.
Eine echte Hilfe war dabei auf jeden Fall das Nachholspiel vom 18. Spieltag, das am späten Dienstagabend die wohl vorentscheidenden drei Zähler auf das Punktekonto des dienstältesten Teams der Landesliga (achte Serie in Folge) spülte.
Leichte Vorteile vermochte der neutrale Beobachter zunächst sogar bei den Gästen aus Hamburg-Eimsbüttel zu vernehmen, doch während die Damen von der Pinnau hinten mit etwas Glück und fehlender GWE-Präzision (Finja Ranft, 11.) schadlos blieben, stach drüben Inci Cav plötzlich in den Rücken der Gäste-Deckung, um ihren Heber passend über Torfrau Yara Kappes ins Tor zu setzen (21.).
Grün-weiß, das heute ganz in schwarz aufgelaufen war, reagierte mit einer guten Schusschance für die steilt geschickte Jasmin Küber (27.), während die beste Gelegenheit vor der Pause noch einmal der Heim-Elf gehörte. „Pfosten!“ hieß es nämlich, als Melanie Hagen abgefälscht von halbrechts ihr Glück probierte (29.).
Erneut gejubelt werden durfte dafür kurz nach dem Seitenwechsel, weil GWE in der halbherzigen Rückwärtsbewegung zu viel Luft ranließ, um Nele Mohrs Versuch zu verhindern. Kappes wehrte zwar in erster Instanz nach vorne ab, nur blieb Hanna Gehlhaar auf Sendung und staubte zum 2:0 ab (48.).
Für die letztes Jahr aus der Oberliga abgestiegenen Eimsbüttelerinnen das klare Signal zum erhöhten Offensivengagement, das Silvana Jova an den Pfosten und Michelle Linning im direkten Nachsetzen drüber (55.) just mit Leben füllten.
Weitere Gelegenheiten versiebte die Elf vom Tiefenstaaken in der Folge, bis es zehn Minuten vor Ultimo doch endlich klappen sollte. Diesmal bewies Maren Wolf bei einer Linning-Ecke im Fünfer echte Kopfballungeheuer-Qualitäten und verkürzte so aus der Luft auf nur noch 2:1 (80.).
Sollte sich der Ritt in die Provinz etwa doch noch lohnen? Nein, machte Gehlhaar mit ihrem beherzten Lauf über rechts und dem passenden Abschluss zum 3:1 alles klar (90.+1).
Die Punkte blieben im Kreis Pinneberg, wo bei 13 Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz von einem weiteren Jahr Frauenfußball auf Landesliga-Ebene ausgegangen werden darf. Ebenso im Nordwesten Eimsbüttels, steckt das punktgleiche GWE ebenso in der Mitte des Klassements.

Tore: 1:0 Cav (21.), 2:0 Gehlhaar (47.), 2:1 Wolf (80.), 3:1 Gehlhaar (90.+1)

gelbe Karten: keine – Gurkasch

Schiedsrichter: Tim Inselmann (SV Hörnerkirchen)

Zuschauer: 27

Dienstag, 26. März 2024

Spielbericht Tus Appen 1. Frauen - Hamburger SV 3. Frauen

Keine Bewegung im Abstiegskampf
Trotz Zweitligaroutine: HSV-Frauen treten im Sechs-Punkte-Spiel auf der Stelle

Keinen Schritt weg von der Abstiegszone der Frauen Landesliga mochte zum Nachholabend TuS Appen und der Drittvertretung des HSV gelingen. 1:1-Remis trennten sich die Kontrahentinnen am Almtweg, wo die Gastgeberinnen besser mit ihrem hügeligen und versandeten Geläuf zurechtkamen. Erste Abschlüsse, bei denen Kapitänin Lara Casper das Außennetz traf (16.) und Hanna Gehlhaar aus 18 Metern für eine Abwehrtat Luna Brands sorgte (19.), taugten da als passende Untermalungen.
Ansonsten aber scheuten beide Parteien das Risiko, durch unnötige Fehler einzuladen. Kurz vor der Pause leistete sich der HSV jedoch genau dies, als man im Spielaufbau patzte und Sarah Büscher halbrechts die knapp verpasste Pausenführung auf dem Fuß hatte. Der Abschluss der umtriebigen Nummer 6 zischte links vorbei (44.).
Umso schmeichelhafter gingen die Rothosen vier Minuten nach dem Wiederanpfiff in Führung, als nun sie einen schwach ausgeführten Abseitsfreistoß abfingen, Laura Müller für Debora Vinci auflegte und die 26-Jährige mit all ihrer 70-fachen Zweitligaroutine aus Mainz und Bad Neuenahr direkt in die offene Ecke versenkte (49.).
Vergessen war nun ihr kleines Privatscharmützel mit Schiedsrichter Jörn Jacobsen, von dem es nach wiederholten Entscheidungskommentierungen mit den Worten „Ich erzähle Ihnen auch nicht, wie Sie Fußball spielen sollen!“ den gelben Karton gesetzt hatte (43.).
Vorne richtete es also Vinci, während das eigene Tor fachkundig von der sicher gegen Lopes De Magalhaes´ Rechtsschuss zupackenden Brand sauber gehalten wurde (58.) – bis aus einem Einwurf heraus die eingewechselte Denise Gepp im hohen Bogen aus gut 30 Metern den sehenswerten Ausgleichstreffer für die seit knapp sechs Jahren fünftklassigen Almtweglerinnen kredenzte (75.).
Dass es auch im siebten Jahr in Serie ein Landesligateam im 6.000-Seelen-Örtchen geben wird, hätte Büscher per Kopf womöglich vorentscheiden können (84.). Nach von außen getretenem Cav-Freistoß fehlte allerdings ein Stück zum Neun-Punkte-Vorsprung-Glück (84.).
Weil auf der anderen Seite die Fingerspitzen von Torsteherin Anne Beddies im Zusammenspiel mit der Latte das 1:2 durch Saskia Albers verhinderten (77.), blieb es bei der Punkteteilung, die unter den Augen der am Ostermontag zum erneuten Nachholer in Appen aufschlagenden Abstiegskonkurrenz aus Berne (Vorletzter) eher Büscher und Co schmeckte. Sechs Zähler Vorsprung auf Abstiegsplatz zehn und eben noch das Berne-Spiel in der Hinterhand sollten eine solide Grundlage für das große Durchatmen am letzten Spieltag – beim aktuell nur einen Punkt über dem Strich stehenden HSV – bedeuten.

Tore: 0:1 Vinci (49. Müller), 1:1 Gepp (75. Martens)

gelbe Karten: Casper, Cav – Vinci

Schiedsrichter: Jörn Jacobsen (FC Union Tornesch, Note 4: teilweise kurios im Stellungsspiel (bei Eckstößen auf der Grundlinie anzutreffen) und überpenibel bei Einwurf-Orten, nannte TuS Appen mehrfach im Spiel „Tornesch“)

Zuschauer: 45

Sonntag, 15. August 2021

Spielbericht HEBC 1. Frauen - Moorreger SV 1. Frauen

Kleber hält den Punkt fest
Punkteteilung in Eimsbüttel: Moorreges Kontertaktik geht fast ganz auf

Eines von gleich drei Remis zum Start der Frauen Landesliga 2021/2022 spielte sich auf dem Reinmüller ab, verspielte der HEBC einen Heimsieg, um am Ende mit dem Remis sogar gut weggekommen zu sein.
Lange waberte das Geschehen mit etwas mehr Spielanteilen für die Heimelf so vor sich hin, bis Lisa-Marie Ferber aufgrund einer mehrfach unzureichend geklärten Ecke einmal zum Abschluss ans Außennetz des HEBC kam (23.).
Die Eimsbüttelerinnen gingen es dagegen pragmatisch an, versenkte Tatjana Rosemann einen Freistoß unter Mithilfe der ungünstig postierten Torfrau zur Führung ihrer bis dahin noch nicht ernsthaft vors Tor gekommenen Farben (34.).
Während es im parallel angepfiffenen Match zwischen Altona 93 und Komet Blankenese (4:4) nach etwa einer Stunde bereits vier Treffer zu bestaunen gab, erfreuten sich die Strafräume hier bester Bewachung durch zwei aufmerksame Viererketten, die selten ins Schleudern gerieten. Eher zufällig entstand daher Linda Zemkes Schusschance, bei der HEBC-Fängerin Kristina Kleber rasch abtauchte und somit zum dann verpufften Eckstoß blockierte (58.).
Apropos Eckstoß: Über einen solchen schickten sich die hoch stehenden Lilanen an, das beruhigende 2:0 nachzulegen, doch plötzlich entstand der Konter, den Zemke auf unwiderstehliche Weise zu ihrer Sternstunde machte. Erst zog sie im Expresstempo an Caroline Wolff und T. Rosemann vorbei, um das Leder cool vor Kleber flach einzuschieben – Ausgleich (70.)!
Und fast hätten sich die Ereignisse dupliziert, marschierte die ehemalige Wedelerin nach einem bösen Ballverlust der Ballspielclubberinnen wieder gefährlich gen Kleber, die den Punktgewinn in der Schlussminute aber mit einer erneuten Klassetat rettete (90.).
Überschattet wurde das Match zuvor von T. Rosemanns Hängenbleiben im Kunstrasen, das der verletzungserfahrenen HEBC-Kapitänin ein kaputtes Knie bescherte. Hoffentlich stellt sich die Blessur als nicht allzu schlimm heraus!

Tore: 1:0 T. Rosemann (34. direkter Freistoß), 1:1 Zemke (70.)

beste Spielerinnen: Kleber – Zemke

Schiedsrichter: Andre Bootz (TuS Germania Schnelsen, Note 4)

Zuschauer: 25



Sonntag, 6. Oktober 2019

Spielbericht SC Sternschanze 1. Frauen - Altona 93 1. Frauen

Keyenburg bestraft Schanzes Desinteresse
Mangelnde Zuordnung: Später Punktverlust im Derby gegen Altona 93

Starke Ergebnisse hievten die ersten Frauen des SC Sternschanze in die Landesliga-Spitzengruppe. Doch nun gilt es, einen kleinen Rückschlag hinzunehmen.
Nur ein Zähler hatte nämlich das Heimspiel auf dem Polizeisportplatz im Sternschanzen-Park zu bieten.
Dabei legte die Elf von Florian Schorpp, seit dieser Saison anstelle des zurückgetretenen Heiko Nagel verantwortlich, gefährlich los.
Insbesondere bei Standards lag reichliches Knistern in der Luft, lud Lisa Wiedemanns Eckstoß zu Fenna Busmanns Liaison mit dem Querbalken ein (15.) und war bei Leah Schüllers Freistoß aus 22 Metern mehr möglich, als ein Abstoß für den AFC (18.).
Am dichtesten rückte die fix durchgesprintete Nina Engel an die Führung heran, entschied sich das von ihr angetickte Bällchen dann aber kurzfristig doch lieber dazu, den weißen Streifen linksseits des langen Pfostens zu passieren.
Für die Altonaerinnen machte es derweil Mieke Keyenburg auf Einladung Merve Bingöls spannend. Luzie Wattrodt blockierte zur Ecke und ahnte da wohl noch nicht, dass wenig später eine verpatzte Spieleröffnung zum Freifahrtschein für den eiskalten Gegner werden sollte. Stefanie Meins und Monumentalstürmerin Maria Gough schalteten schnell und verwerteten ins verwaiste Tor – 0:1!
Da rettete auch Schüllers Drehschuss (Außennetz, 45.) nichts, aus Schanzen-Sicht.
Zu deren Aufhellung trug mit Daniela Kerl ausgerechnet eine Gegenspielerin bei, als ein Pressingmoment die Innenverteidigerin zum Selbsttor zwang.
So richtig unter Kontrolle hatte der SCS das Geschehen aber auch daraufhin nicht. Auf dem Spielfeld, dessen Abmessungen der heimischen Adolf-Jäger-Kampfbahn ähnelt, musste wieder Wattrodt ran, um ein Gough-Geschoss, entstanden durch einen grenzwertigen Pressschlag mit der schnell wieder aufgesprungenen Torfrau, zu entschärfen.
Als Etje Schröder ihr Glück auf der anderen Seite per Heber aus der zweiten Reihe unverhofft fand, schien das bessere Ende wieder einmal den Schanzerinnen vorbehalten. Doch in der Schlussphase kam ihnen noch einmal Ungemach entgegen. Nach einer zu kurzen Klärung verfehlte die eingewechselte Jette Block nur knapp (82.), ehe Mieke Keyenburg wieder das Nachsehen gegen die aufmerksame Fängerin hatte.
Völlig alleingelassen, am zweiten Pfosten, gelang der 20-Jährigen dann schließlich doch das ersehnte Ausgleichstor, das bei Stefanie Meiers lang gezogener Flanke von links aber eben vor allem die Handschrift der gegnerischen Passivität trägt.
Ein später Punktverlust, den sich das dennoch weiter ungeschlagene Schanzenteam selbst zuzuschreiben hat. Altona 93 bestätigte dagegen den Aufwärtstrend von zuletzt drei Siegen in Folge hält sich damit im Dunstkreis der Verfolgergruppe.

Tore: 0:1 Gough (43.Meins), 1:1 Kerl (62. Eigentor), 2:1 Schröder (70.), 2:2 Keyenburg (84. Meier)

Gelbe Karten: keine – Bingöl

Schiedsrichter: Klaus Geerz (HEBC)

Zuschauer: 30

Sonntag, 14. April 2019

Spielbericht SC Sternschanze 1. Frauen - HSV Barmbek-Uhlenhorst 1. Frauen

Halbes Dutzend für den Landesligaverbleib
6:0 gegen BU – (noch-)Nagel-Elf sichert die Klasse

Dreimal mussten die ersten Frauen des SC Sternschanze zuletzt teils höchst unglücklich den höher platzierten Gegnerinnen zum Sieg gratulieren, nun gab es gegen das Schlusslicht aus Barmbek-Uhlenhorst wieder eigene Positivschlagzeilen zu vermelden.
Gleich mit 6:0 endete das Heimspiel, das für die Schanzerinnen sofort unter Kontrolle hatten. Strukturierte Angriffszüge wie jener, der Nuray Hill nach einer knappen Viertelstunde in günstige Schussposition brachte (Rettungstat Claudia Fast), sahen die Schaulustigen an diesem eisigen April-Vormittag aber zunächst selten.
Zur Führung langte es dennoch, indem Lisa Wiedemann auf halblinks ein Hill-Zuspiel erlief und im Fallen das 1:0 markierte (21.).
Ende der nach wie vor stückwerkartigen ersten Hälfte entschädigte wieder Wiedemann mit einem fulminanten Distanzgeschoss, das elegant zum 2:0 hineinsegelte und damit den Halbzeitstand herstellte.
Und BU? Das kam auch nach dem nötigen Pausentee nicht auf einen grünen Zweig. Wo man bei den Auswärtssiegen in Schnelsen (3:2) und Altona (2:1) bravourös dagegenhielt und selbst Abschlüsse erarbeitete, blieb der Oberligaabsteiger diesmal vieles schuldig, was den Abstiegskampf ausmacht.
Gut für den diesmal im druckvolleren 4-3-3-System aufgestellten SCS, der nach einer Stunde bereits alles klarmachte. Natürlich abermals durch Lisa Wiedemann, die sich bei Katharina Gieses Flanke nicht zu schade war, auch einmal die Pieke zu bemühen.
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte fortan auf das Tor der Gelb-blauen zu, wodurch auch Nuray Hill gutes Stürmerinnenfutter erhielt. Die Kugel wollte in ihren Aktion aber partout nicht ins Tor! Sogar aus nur einem Meter vermochte es nicht gelingen (66.).
Den richtigen Torinstinkt bewies dagegen die eingewechselte Janine Böst, die mit ihrem Abstauber auf 4:0 erhöhte (83.), um kurz darauf einer Wiedemann-Hereingabe hinterher zu grätschen. Schiedsrichter Rainer Kühl (Germania Schnelsen), der in diesem einseitigen Match kaum gefordert war, schrieb den Treffer der 18-jährigen Wiedemann gut, die damit ihren persönlichen Viererpack perfekt machte.
Wäre da noch die unglückliche Sturmpartnerin, die es doch bitte auch noch schaffen sollte. Durch Wiedemanns Solo, auf links und Katharina Gieses geschicktes Durchlassen vorbereit, setzte Hill schließlich doch noch den späten erfolgreichen Schlusspunkt hinter ihren nun nicht mehr ganz gebrauchten Tag und den souveränen 6:0-Erfolg ihrer Farben, die jetzt offiziell vorzeitig den Landesligaverbleib sicher haben. Nach der gruseligen Hinrunde mit nur sechs Zählern aus elf Spielen, ein ordentliches Resultat für den Dauerbrenner der Frauen Landesliga (achte Saison in Folge), der im kommenden Jahr einen neuen Trainer an der Seitenlinie stehen haben wird. Bereits im Februar hatte Heiko Nagel seinem Team eröffnet, nach 17 langen Jahren aus privaten Gründen ab Sommer nicht mehr zur Verfügung zu stehen.
Die weiterhin von Stefan Möller gecoachten Langenfort-Kickerinnen können sich dagegen langsam auf eine Saison in der Bezirksliga vorbereiten.

SC Sternschanze 1. Frauen: Wattrodt – Giese, Fiedler, König, Mattern (55. Busmann) – Rzadtki, Schröder, Hatzius Sarramona (63. Reiß) – Krause (62. Böst), Hill, Wiedemann, Trainer: Heiko Nagel

Tore: 1.0 Wiedemann (21. Rzadtki), 2:0 Wiedemann (40.), 3:0 Wiedemann (58. Giese), 4:0 Böst (83.), 5:0 Wiedemann (84.), 6:0 Hill (89. Wiedemann)

Schiedsrichter: Rainer Kühl (TuS Germania Schnelsen)

Zuschauer: 25