Realistische Pflichtspielsimulation
Starker
TSV Sparrieshoop zeigt Holsatia im Test die Grenzen auf
Das Test-Derby vor dem Pokal-Knaller gegen die SV Lieth. Die große Generalprobe
für die neue, juvenile Ligamannschaft Holsatia Elmshorns; sie ist beim stark
einzuschätzenden Kreisligisten in Sparrieshoop ein Stück weit misslungen.
Leistungsgerecht musste sich die Elf in Schleswig-Holsteins Landesfarben eine
1:3-Schlappe beim Nachbarn aus der nächstgelegenen Gemeinde einstecken.
Angedeutet hatte sich dies bereits im ersten Abschnitt, den die ebenfalls noch
recht jung besetzten Platzherren vorwiegend mit der Suche nach der Tiefe
verbrachten. Mit Joel Broyer (neu aus Tornesch) sicherte man sich im Vorfeld
auch den entsprechend umsichtigen Ballverteiler im Zentrum, von wo auch der
schöne Pass auf Fisnik Kelmendi (vom FC Elmshorn II) ausging. Der Heber über
den Torwart hier die richtige Idee; die Umsetzung aber ein kleines Stück zu
hoch geraten (19.).
Nur Sekunden zuvor war es vor Holsatias Kasten gar noch enger geworden, als
Syed Ahmed eine Diedrigkeit-Eingabe im Fünfmeterraum ans Alu grätschte. Da war
freilich mehr drin!
Eine Bewertung, die auch auf den nächsten TSV-Anlauf passte. Nun erlief sich
Ole Krupski die Kugel clever, um im Eins-gegen-Eins mit Gäste-Fänger Luca Goike
jedoch den Kürzeren zu ziehen (21.).
Abseits der ausbaufähigen Offensivausbeute der Herren in weiß und schwarz
machte der Kick vor allem durch stabile Intensität – gerne auch in (unnötig)
hohen Dosen – von sich reden. Realistische Pflichtspielsimulation statt dröges
Freundschaftsspielgeplänkel Die zahlreichen Schaulustigen an den
Spielfeldrändern freute es!
Nur mit den Toren brauchte es Geduld bis nach dem Seitentausch, dessen Vollzug
noch keine zwei Minuten alt war, da erkannte Finn Möller Ahmads schönen Weg auf
links, der neben zwei ausgespielten Holsaten auch das passende Querspiel auf
Lenn Pankraz einleitete. Und dass Pankraz Fußballballett mit präzisen
Linksschüssen kombinieren kann, muss an der herausragenden Jugendarbeit im
einstigen 2005er-Jahrgang am Rosengarten liegen (47.).
Doch auch das schnöde Standard-Handwerk gehört zum Repertoire des TSV
Sparrieshoop, wie ein exakter Ahmad-Eckstoß auf das heranrauschende Haupt von
Leon Diedrigkeit bewies – das 2:0 in die lange, unbewachte, Ecke (58.)!
Und Holsatia? Kam durch Kilian Jändlings abgefälschten Versuch zumindest zu der
Idee einer Torchance (60.), ehe es über Bartu Öncan und Nick Schneider einmal
zackig über die linke Schiene ging, Marques Schwarz in der Mitte aber fast
gänzlich verpasste (62.).
Ausgerechnet in diese verbesserte Phase hoppelte ein Schlag von ganz hinten zu
Pankraz durch, sodass dieser unaufhaltsam gen 3:0 die rechte Linie rauf rasen
konnte (78.). Der Legende nach grätscht ihm zur Stunde immer noch ein
Gegenspieler hinterher…
Dass Luca Joneleit fünf Minuten vor dem Ende eine Kerze Milot Bashotajs bei
einem Freistoß von rechts noch zum Ehrentreffer über den Kreidestreifen
drückte, konnte man getrost unter der Rubrik „Trostpflaster“ verbuchen.
Tore: 1:0 Pankraz (47. Ahmad), 2:0 L. Diedrigkeit (58. Ahmad),
3:0 Pankraz (78.), 3:1 Joneleit (86. Schneider)
gelbe Karten: keine – Yörük, Kummert
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 90
Mittwoch, 5. August 2026
Spielbericht TSV Sparrieshoop - Holsatia im EMTV
Mittwoch, 29. Juli 2026
Spielbericht FC Emmelshausen Karbach II - SG Andernach 1.A
Hozifas Lehrstunde
Neuzugang
legt Andernacher Junioren im Alleingang schlafen
Lehrstunde für die A-Junioren der SG Andernach. Das bereits fünfte
Vorbereitungsspiel 2026/2027 hatte es in sich, für den A-Rheinlandligisten,
galt es bei der Zweitvertretung des FC Emmelshausen-Karbach, nicht nur
spielerisch zu punkten, sondern vor allem der Körperlichkeit des Herren-Bezirksligisten
die Stirn zu bieten. Ein Unterfangen, das schon in den Anfangsminuten nicht so
recht gelingen sollte, machten die Gastgeber das Spiel und durch Moustafa Hozifas
Solo im Sechzehner das folgerichtige 1:0 (8.).
Überhaupt war der technisch versierte Neuzugang aus der A-Regionalliga (von
Rot-weiß Koblenz) für den erweiterten Oberliga-Kader mit seinem Sinn für
lukrative Räume eine kaum zu kontrollierende Waffe, der wenig später nur der
Querbalken als Schutzschild der Junioren im Wege stand (13.). Zuvor war das Spielgerät
wie am Schnürchen durch die Stationen Bürü, Klein und Keßler diffundiert.
Eine Ballsicherheit, die auch Schlussmann Alexander Schwertel gut zu Gesicht
gestanden hätte, doch etwas lässig verschenkte er das Leder an Hussein Mohammed,
dessen Abdruck ebenso von Deniz Bürü vor der Linie geblockt wurde, wie auch das
Nachsetzen vom Kollegen Topal (17.).
Besser machten es da die Erwachsenen, für die Philip Klein dank einer
Hereingabe von rechts mühelos verdoppelte (21.), ehe Bürü SG-Goalie Elias Falk
von der Strafstoßmarke aus zum 3:0-Halbzeitstand verlud (Utku Özpelit hatte den
tief geschickten Hozifa etwas ungeschickt in der Box gelegt, 29.).
Wiederum vertikal auf die Schiene gebracht, degradierte Hozifa den Schlussmann
auf dem Weg zum 4:0 kurzerhand zur Slalomstange (50.), um für sein 5:0 wieder
einen Gegner zu vernaschen (58.).
Verziehen seien dem 19-Jährigen da die eine oder andere Verspieltheit und ein
Übermaß an Rücklage in der Schussausführung (83.).
Tief genug setzte dafür Ahmed Midjiyawa nach einem durchgerutschten Klein-Einwurf
an (71.). Das halbe Dutzend war vollständig!
Dabei ließen es Hozifa und Co auch bewenden. Zum einen, weil sie das Tempo nun
etwas drosselten; an zweite Stelle, weil Hozifa selbst einen Direktversuch nach
passendem Wehner-Service knapp drüber setzte (88.).
Ohne den omnipräsenten Unterschiedsspieler, der das Bezirksliganiveau der
anderen Männer in blau klar überragte, wäre der Kick vermutlich weniger krass
gegen die Andernacher ausgefallen. Vielleicht aber können sich die Andernacher
schon bald etwas für ihr Lehrgeld kaufen…
Tore: 1:0 Hozifa (8.), 2:0 Klein (21.), 3:0 Bürü (29.,
Strafstoßtor, Özpelit an Hozifa), 4:0 Hozifa (50.), 5:0 Hozifa (58.), 6:0 Midjiyawa
(71.)
Schiedsrichter: David Härtel (SV Eintracht Braunshorn)
Zuschauer: 40
Dienstag, 28. Juli 2026
Spielbericht FV Rheingold Rübenach - SG Horressen/Elgendorf/Malbacher Kickers
Spätes Happyend
Chancenwucher
doch noch überwunden: FV Rübenach wieder Testspielsieger
Quervergleich zwischen zwei Bezirksligisten und der Sieger ist die Staffel
Mitte! Mit 2:1 setzte sich der gastgebende FV Rheingold Rübenach gegen den
Ost-Ligisten SG Horressen/Elgendorf/Malberger Kickers durch und baute damit
seine makellose Testspielserie auf nunmehr vier Erfolge aus.
Verdient war dies allemal, sammelten die Hauherren nicht nur die größeren Spielanteile
und Zweikampfwerte, sondern fanden sie auch häufiger den Weg gen Offensive.
Probleme machte dabei jedoch die Chancenverwertung. Gegen Leo Garske (6.), Leroy
Lehmann (33.) und Pape Top (48.) rettete Gäste-Fänger Nils Weimer, während
Versuche von Nico Pohl (16.) und Jason Juranovic (59.) hauchdünn vorbei
rotierten.
Ausgerechnet ein weiterer erfolgloser Führungsanlauf sollte den Rübenachern
übel um die Ohren fliegen, weil der starke Weimer das Spiel per Lang-Abschlag
auf Adrian Bruch blitzschnell machte und sich der Kapitän unter noch
regelkonformer Zuhilfenahme seines Arms die Poleposition zum 0:1 ins linke Eck
erkämpfte (61.).
Auf Zuspiel Lennart Reimers´ hätte es durch Bruch gar noch dicker kommen
können, doch diesmal bewies auch FVR-Fänger Tobias Oost seine Können auf Kosten
eines Eckstoßes, der wiederum im idealen Konter seiner Vorderleute mündete. Zu
jubeln gab es allerdings erneut nichts: Top hob die Murmel nach erkanntem
Vorteil über das freie Gehäuse (66.)…
Bevor die Rübenacher gänzlich in Verzweiflung verfielen, rettete eine
abermalige Vorteilssituation nach Foul an Pascal Tillmanns den Abend, weil Marvin
Geissen per Weiterleitung in der Szene blieb und Antonio Fejza auch ein nicht
einfacher Schusswinkel nicht vom 1:1 abbrachte (70.). Bemerkenswert dabei: alle
drei Beteiligten waren von der Bank gekommen!
Nur Kollege Top, der die letzte Spielzeit noch im Reserveteam verbrachte, wartete
weiter auf sein persönliches Happyend – bis der FVR Lars Bodes Direktschuss,
über das Heim-Tor, zum raschen Umschalten nutzte und Top nicht nur am gegnerischen
Schlussmann vorbeizog, sondern auch sicher in den leeren Kasten vollendete
(87.). Der späte wie verdiente Siegtreffer!
Tore: 0:1 Bruch (61. Weimer), 1:1 Fejza (70. Geissen), 2:1 Top
(87.)
Schiedsrichter: Manuel Mück (FC Arzheim)
Zuschauer: 40
Sonntag, 19. Juli 2026
Spielbericht SV Lieth - TBS Pinneberg II
TBS bestaunt die Struve-Festspiele
Vierfachschütze
führt trainingsfleißige Liether zum klaren Test-Sieg
Fast vier Stunden lang – verteilt auf zwei Einheiten – schuftete die
Ligamannschaft der SV Lieth am Sonntag auf dem Trainingsplatz, ehe sie am
frühen Abend den Vergleich mit der Reserve von TBS Pinneberg klar für sich
entschied. Mann des Tages dabei: Finn Struve, der mit insgesamt fünf
Torbeteiligungen ganz besonders aufdrehte.
Bevor der Liether mit der Nummer Sieben seinen Viererpack plus Vorbereitung
aufs Kunstgrün zauberte, lief er mit seinen Farben aber erstmal einem Rückstand
hinterher, nachdem TBS einmal Tempo im Kurzpassspiel aufnahm und Ozan Sürücü seine
Strafraumbegegnung mit Hendrik Homburg zu Ahmad Rifais Strafstoßtor annahm
(12.).
Überhaupt zirkulierte das Leder ganz ansehnlich, wenn sich die Gäste derartig
auf kurze Bälle verlegten, wie bei einem Zusammenspiel der Herren Sürücü und
Kayali, das in Lenard Alamshas abgefälschtem Versuch mündete (27.).
Weil der Vorjahresdritte der Kreisklasse 01 davon allerding zu oft Abstand nahm
und lieber lang bolzte, ebnete er dem Widersacher den Weg zurück ins Spiel, der
auch für diesen über einen berechtigten Strafstoßpfiff führte. Leon Girgin
hatte Max Schulz klar am Fuß getroffen, sodass Struve seinen Penalty flach kompromisslos
versenken durfte (38.).
Ein Gleichstand, den vor der Paus Joel
Tündermann noch einmal per Kopf ins Wanken brachte, doch der junge Kerl, der als
einer von sieben Startelfspielern zum Bezirksligaabstiegskader gehörte, köpfte
eine gelungene Brant-Flanke hauchdünn an der Heim-Führung vorbei (41.).
Nach dem Seitentausch ging dafür aber so richtig die Post ab, wozu der Auftakt
bereits in Sekunde 29 fiel. Joker Tom Busse fügte sich sofort per Lupfer in den
Lauf von Max Schulz ein, ehe der bewegliche Angreifer auch im reduzierten Tempo
gegen den zögerliche Goalie traf (46.).
Der inzwischen kräftig durchrotierte Gegner damit rasch demotiviert, während
die SVL aus einer Ballbesitzphase heraus das 3:1 durch Struves zweiten, sogar
selbst eingeleiteten, Streich nachlegte (48.).
Doch damit nicht genug seiner Festspiele, folgte der Vorbereitung des 4:1 (Torschütze
Matteo Schuchhardt) via Eckstoß (61.), ein weiterer Doppelpack in
Mittelstürmermanier (74. & 77.).
Weitaus weniger Coolness vor dem Tor bekam unterdessen Kollege Julien Duffke
auf Einladung des TBS-Schlussmannes in die Spur, als der heuer äußerst
offensivfreudige Außenverteidiger, bereits an Spielertrainer Fatih Ertürk
vorbeigezogen, dessen leeres Tor nicht traf (73.). Ein Außennetztreffer, der gegen
sich ergebene Pinneberger allerdings nur anekdotische Relevanz verkörpern
sollte. Schließlich vergaben auch Schulz (82.), Marc Homborg (82.) und Struve
(84.) aussichtsreiche Chancen auf das 7:1, das das unter den staunenden Blicken
erstarrten Gegenspieler letztlich doch noch fallen sollte. Ein
Mehrfachpassduett mit Kapitän Hendrik Homburg vollendete Schulz trotz
herausforderndem Winkel zum Endstand, der – der Torfolge entsprechend – als Spiegelbild
der zweiten Hälfte taugte. Den Feierabend am Grill und vor dem WM-Finalfernseher
hatten sich die fleißigen Männer in rot-schwarz heuer freilich verdient!
SV Lieth: Rensch – Duffke, M. Homburg, M. Schuchhardt, Wrage –
Tündermann, Boelter, H. Homburg, Struve, Brant – Max Schulz, eingewechselt:
Hajdari, Busse, F. Rudek, Dickenhausen, Trainer: Thorben Pingel
TBS Pinneberg II: Ertürk – D. Alamsha, König, Girgin, Aydogan – Sürücü,
von Borstel, Rifai, da Ronch – L. Alamsha, Kayali, eingewechselt: Moldt,
Griffiths, Mazanga, Senol, Simsek, Spielertrainer: Fatih Ertürk
Tore: 0:1 Rifai (12., Strafstoßtor, H. Homburg an Sürücü), 1:1
Struve (38., Strafstoßtor, Girgin an Max Schulz), 2:1 Max Schulz (46. Busse),
3:1 Struve (48. Wrage), 4:1 M. Schuchhardt (61. Struve), 5:1 Struve (74.
Duffke), 6:1 Struve (77. Busse), 7:1 Max Schulz (90. H. Homburg)
gelbe Karten: keine – Rifai
Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 25
Freitag, 10. Juli 2026
Spielbericht SV Lieth - KS Polonia Hamburg II
Selbst der Chancentod durfte mal
Sehr
viele Chancen – viele Tore: SV Lieth gewinnt Testspiel wieder hoch
Mit insgesamt 27 Mann aus Ligamannschaftsüberbleibseln und alter Zweitvertretung
schreitet die SV Lieth derzeit durch ihre „gute Mischung“ an Vorbereitungsgegnern,
um nach dem klaren Bezirksligaabstieg eine Etage tiefer die Zielsetzung „oben
mitspielen“ zu erfüllen. Nach dem halben Dutzend gegen die neu ins Leben gerufene
Reserve aus Kummerfeld räumte man mit KS Polonia II den nächsten
Kreisklassisten klar mit 11:2 aus dem Weg.
Sinnvoll schien das Match gegen die unterlegenen Jungs von der Finkenau aber
dennoch, wie Trainer Thorben Pingel, der vom Chefsessel der Zweiten aus mit
aufrückte, erläuterte. Denn: „In der Liga werden wir fast immer den Ball haben“
und „Du bist ja im Eins-gegen-Eins häufig viel besser – das war heute auch fast
immer so“.
Entsprechend viele Torchancen erspielten sich seine Mannen, die zunächst aber
ins Robin Hood-Kostüm schlüpften und dem Gegner per individuellem Blackout das
0:1 durch einen Probespieler mit der Rückennummer 17 schenkten (6.).
Rasch war die kleine Peinlichkeit aber wieder aus der Welt, als Lennart Boelter
mit Entschlossenheit durch Zentrum walzte und auch im Abschluss nichts davon einbüßte
(8.).
Hätten sich seine Kollegen doch bloß ein Beispiel dran genommen… Stattdessen
lupfte Jan Schiebuhr frei vor der Kiste genau den Torwart an (4.) und fetzte er
nach schöner Brant-Flanke den Gegner ab (13.), während auch Kollege Tündermann den
eigenen Ballgewinn nicht mit dem zweiten SVL-Hurra krönte (12.).
Erst vom Strafstoßpunkt aus stellte Christian Kuhlmann das überfällige 2:1
gegen den mitunter unorthodox, aber nicht untalentierten Maksym Bondarenko
zwischen den Polonia-Pfosten her (14.).
Im Strafraumgemenge leitete Luca Albers das Runde kurz darauf zum 3:1 hinter
die Linie (18.), ehe Lukas Brant sein Scheitern an Bondarenko (26.) mit dem
4:1-Pausenstand gutmachte (41.).
Kaschiert waren damit auch zwei Szenen des defensiven Wackelns, die Polonias
hochgewachsener 17er diesmal ungenutzt ließ (23. & 24.).
Nicht so aber Oleksii Barbash, der die Einbahnstraße im zweiten Durchgang mit der
Annahme eines weiteren Geschenks mit dem zwischenzeitlichen 6:2 durchbrechen
konnte (60.)
Ansonsten schraubten Finn Struve auf Zuspiel Schiebuhrs (50.) und Kuhlmann nach
Schiebuhr-Lattenkracher (53.) das Ergebnis in die Höhe. Und auch Joel
Tündermann (71.), sowie erneut Brant (73.), erhielten (weitere)
Torjägerlorbeeren.
Nur Zielspieler Schiebuhr (Pingel: „Wenn er vorne den Ball hat, ist er vom Ball
nicht zu trennen.“) sollte das Abschlussglück irgendwie fremd bleiben – bis er
in einer eigentlich schon festgefahrenen Szene doch noch am Gäste-Tormann der
zweiten Hälfte vorbeikam und zum 9:2 vollstreckte (78.).
Vervollständigung erhielt das 11:2 in der Folge noch durch Zwei-Akteur Marc
Steffens, den Struve mustergültig in Poleposition gebracht hatte (84.) und Ben
Wrage, der wiederum eine wohlplatzierte Tündermann-Flanke einnickte (86.).
„Am Ende musst du erstmal elf machen“, erklärte Coach Pingel letztlich nicht
ganz unzufrieden. „Es ist ja viel wichtiger, den Schritt zu machen und zu
sagen, ich spiele die Dinger auch aus, weil ich einen Plan dahinter habe und
bewege mich auch so. Und das dürfen wir gerne in den nächsten Wochen noch ein
bisschen besser machen. Ob es dann elf Tore sind oder acht, ist mir dann ganz
egal; wenn dann die acht gut herausgespielt sind, finde ich es noch schöner.“,
so der Übungsleiter, der unterdessen noch an der „finalen Aufstellung“ bastelt.
Auch in Sachen Saisonziel weht noch ein Lüftchen der Beliebigkeit über den
Butterberg: „Wenn du sagst, es geht nur um Platz eins und wirst am Ende
Zweiter, sind alle enttäuscht, hast aber vielleicht eine gute Saison gespielt. Das
macht irgendwie keinen Sinn.“. So stehen die „Top 5“ aktuell auf der Bucketlist
für 2026/2027.
„Das ist in der Kreisliga immer so: In der Kreisliga hast du da vier, fünf gute
Mannschaften. Dann musst auch die ganze Mannschaft so durch die Saison tragen.
Dann fallen dir plötzlich wichtige Spieler aus – das kannst du ja alles nicht
berechnen. Wenn wir mit den 27, am Ende so 24, 25 (Spielern) gesund durch die
Saison gehen, dann muss uns auch erst jemand schlagen!“.
Der Fehdehandschuh liegt damit als nächstes beim Kummerfelder SV, den man noch
aus der Bezirksliga kennt. Ein erster Gradmesser für Pingels noch etwas
verletzungsgeplagte Eleven.
Tore: 0:1 #17 (6.), 1:1 Boelter (8.), 2:1 Kuhlmann (14., Strafstoßtor,
Nahornyi an Schiebuhr), 3:1 Albers (18. Wrage), 4:1 Brant (41.), 5:1 Struve
(50. Schiebuhr), 6:1 Kuhlmann (53. Schiebuhr), 6:2 Barbash (60.), 7:2
Tündermann (71. Steffens), 8:2 Brant (73.), 9:2 Schiebuhr (78.), 10:2 Steffens
(84. Struve), 11:2 Wrage (86.)
Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 30
Samstag, 6. September 2025
Spielbericht SC Sternschanze 1.A - VfL Pinneberg 1.A
Generalprobe
in der Nachspielzeit gerettet
Siegtor
in letzter Sekunde: SCS-A1 stolpert fast über Bezirksligaaufsteiger
Am Ende siegreich, aber noch mit ordentlich Sand im Getriebe, rumpelten sich
die 2008er des SC Sternschanze im Freundschaftsspiel gegen den VfL Pinneberg in
die Spielzeit 2025/2026. Gegen den U18-Bezirksligaaufsteiger hatte das personell
im Sommer wieder einmal abgangsgeschröpfte Schanzenteam das Heft des Handelns
zwar schnell in der Hand, doch entweder agierte man im Abschluss zu
unentschlossen (Spöhrer, 11.) oder störte ein Abseitspfiff, wie bei Baran
Sütcüs Abseitstreffer nach Kuhlmann-Service (19.) die Herrlichkeit.
Vor allem aber biss der sonst so treffsichere Kleon Lorenz im fortgesetzten
Duell mit VfL-Fänger Jannik Wulf immer wieder auf Granit (41., 43., 45., 54.,
58. & 62.).
Und so geschah im direkten Anschluss an die wärmebedingte Trinkpause das fast
schon Logische. Der SCS mit den Gedanken wohl noch an der Tränke, ließ sich von
über links im Konter galoppierende Süd-Schleswig-Holsteiner düpieren, sodass
Testspieler Betaab Sadeeqee tatsächlich auf den 0:1-Halbzeitstand stellte
(26.).
Immerhin die Rückstandskorrektur sollte nach dem Wechsel endlich gelingen, als
der SCS einmal flüssig und rochierend durch sein geliebtes Zentrum kombinierte
und Janes Djau auf Ablage Theo Spöhrers die Ladehemmung ad acta legte (51.). –
Oder eher nur auf Wiedervorlage, scheiterten Sütcü (Latte, 54.) und Spöhrer
(Verlierer im Duell mit dem herausragenden Wulf, 60. & 67.)) am
Führungstreffer, der Sütcü auch nach willensstarker Einzelaktion nicht gelingen
wollte (73.).
Auf der anderen Seite musste man sich gar glücklich schätzen, dass Sadeeqee
seine Schusschance zum überraschenden 1:2 vor Aushilfsgoalie Felix Lenzen diesmal
ungenutzt ließ (75.).
So langsam trudelte der Klassenhöhere gen Remis – bis er sich in der Nachspielzeit
noch einmal darauf besann, die Kugel über die Stationen Steinfeld und Sütcü zügig
laufen zu lassen, sodass der diesmal offensiv wiedereingewechselte Julius
Ahrens doch noch den berühmten Lucky Punch zur gewonnen Generalprobe setzen
konnte (90.+2). Denn bereits am kommenden Wochenende geht es zum Start der Landesligaserie
zum Derby gegen den Aufsteiger FC Alsterbrüder.
Tore: 0:1 Sadeeqee (26.),
1:1 Djau (51. Spöhrer), 2:1 Ahrens (90.+2 Sütcü)
Schiedsrichter: Yuri Staarmann (SC
Victoria Hamburg)
Zuschauer: 35
Samstag, 12. Juli 2025
Spielbericht SV Lieth - TuRa Harksheide II
Hausaufgabe:
Defensivstandards
Gepflegter
Fußball und alte Schwäche: SV Lieth startet gefühlsdurchmischt
Spiel eins nach der (kurzen) Ära Lüneburg. Zahlreiche namhafte Leute verließen
mit dem Saisonende 2024/2025 den Butterberg, wo Vereinslegende Jan Lüneburg die
Anhänger per Fallrückziehertor im letzten Match noch einmal in Ekstase
versetzte. Zwei Monate später betrat die verbliebene Selbstfindungsgruppe unter
der Leitung von neu-Coach Rudolf Hock-Kutscher erstmals das heimische Grün zu
einem durchaus gefälligen Test unter West-Bezirksligisten. TuRa Harksheide II,
mit zwölf Zählern Vorsprung aus der Kreisliga 7 promoviert, präsentierte sich
als interessanter Gegner, der sich anschickte, aus der Kompaktheit heraus, über
tiefe Bälle für Nadelstiche zu sorgen. So geschehen in Minute neun, als Nick
Hagelstein den Traumpass auf den gestarteten Yannik Wolter zelebrierte, nur
fehlte Wolters Abschluss für weitere Feierlichkeiten der letzte Dampf.
Die höhere Anzahl an Versuchen kreierten jedoch die Hausherren, bei denen vor
allem über Deniz Dumans linke Außenbahn der Weg nach vorne gelang, wo sein Bruder
Ali abschlussfreudig, aber glücklos agierte. So schon der Angreifer die perfekt
durch Matteo Schuchardt erhaltene Kugel am nur noch nah entfernten Kasten
vorbei (42.).
Mehr Zielwasser hatte da Max Schulz zuvor im Körper, als er im Zentrum einmal
reichlich Platz bekam, Maß nahm und damit durchaus sehenswert aus 20 Metern zur
verdienten Führung traf (24.).
Allzu lange sollte die ergebnistechnische Heiterkeit jedoch nicht anhalten,
weil gegnerische Ecken auch in der Spielzeit nicht die Lieblingsdisziplin der
Liether sind. Fabian Eggelmeyers Ball von der Fahne schädelte der aufgerückte
Jonas Wolter gekonnt gen Torlinie, die bei einer Rettungstat eines SVL-Kopfes
laut Meinung des Schiedsrichterassistenten bereits passiert war. „Tor für TuRa!“,
lautete die Entscheidung des jungen Schiedsrichters, der den Kontrahenten im
laufenden Match viel Spielraum bei der Zweikampfgestaltung ließ.
Tortechnisch verpasste neben dem bereits erwähnten Duman für die Gastgeber auch
der Harksheider Hagelstein die mögliche Pausenführung seines Teams. Per Heber
verfehlte er nach Fehlpass des nicht immer sicheren Patrick Klösel zwischen den
Heim-Pfosten per Heber (32.).
Im zweiten Durchgang, der traditionell für reichliche Personalrochaden genutzt
wurde, sank die Quote der angekommenen Pässe spürbar. Das Geschehen verlagerte
sich nun weitgehend ins mittlere Spielfelddrittel.
Einen der wenigen Überraschungsmomente verwertete Eigengewächs Anton Götting
just zum 2:1, das frei vor dem Tor auch recht easy für den einzuschieben war (63.).
Die Gäste aus Norderstedt übten sich in ihrem oft zu statischen Spiel in Harmlosigkeit,
bis ein gegnerischer Lapsus Jonah Basner zum Lattenkracher einlud (81.), ehe
der zweite Ball mit Mühe aus der Panikzone entsorgt werden konnte. Keine
schlechte Schusstechnik für einen gelernten Torsteher!
Kein Sonderlob holte sich mit der letzten Aktion der Begegnung der liether
Handschuhträger ab, als er bei einem verlängerten Einwurf von rechts hilflos
durch seine Parzelle irrte und mit Nico Schwietzer auch noch ein einsamer
Verwerter ins leere Tor versenkte (90.+3). Die Spielanteile waren damit nicht
so wirklich widergegeben, doch die Hausaufgabe, sich bis zum Pflichtspielstart
dem Bereich der Standardsituationen zu widmen, machte der spielerisch über
weite Strecken ordentliche Auftritt der „Liether Löwen“ gegen den bereits im
September wieder duellierten Gegner auf jeden Fall deutlich.
Tore: 1:0 Schulz (24.
Kellner), 1:1 J. Wolter (30. Eggelmeyer), 2:1 Götting (62.), 2:2 Schwietzer
(90.+3)
Schiedsrichter: Bartu Öncan
(Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 32
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