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Mittwoch, 5. August 2026

Spielbericht TSV Sparrieshoop - Holsatia im EMTV

Realistische Pflichtspielsimulation
Starker TSV Sparrieshoop zeigt Holsatia im Test die Grenzen auf

Das Test-Derby vor dem Pokal-Knaller gegen die SV Lieth. Die große Generalprobe für die neue, juvenile Ligamannschaft Holsatia Elmshorns; sie ist beim stark einzuschätzenden Kreisligisten in Sparrieshoop ein Stück weit misslungen. Leistungsgerecht musste sich die Elf in Schleswig-Holsteins Landesfarben eine 1:3-Schlappe beim Nachbarn aus der nächstgelegenen Gemeinde einstecken.
Angedeutet hatte sich dies bereits im ersten Abschnitt, den die ebenfalls noch recht jung besetzten Platzherren vorwiegend mit der Suche nach der Tiefe verbrachten. Mit Joel Broyer (neu aus Tornesch) sicherte man sich im Vorfeld auch den entsprechend umsichtigen Ballverteiler im Zentrum, von wo auch der schöne Pass auf Fisnik Kelmendi (vom FC Elmshorn II) ausging. Der Heber über den Torwart hier die richtige Idee; die Umsetzung aber ein kleines Stück zu hoch geraten (19.).
Nur Sekunden zuvor war es vor Holsatias Kasten gar noch enger geworden, als Syed Ahmed eine Diedrigkeit-Eingabe im Fünfmeterraum ans Alu grätschte. Da war freilich mehr drin!
Eine Bewertung, die auch auf den nächsten TSV-Anlauf passte. Nun erlief sich Ole Krupski die Kugel clever, um im Eins-gegen-Eins mit Gäste-Fänger Luca Goike jedoch den Kürzeren zu ziehen (21.).
Abseits der ausbaufähigen Offensivausbeute der Herren in weiß und schwarz machte der Kick vor allem durch stabile Intensität – gerne auch in (unnötig) hohen Dosen – von sich reden. Realistische Pflichtspielsimulation statt dröges Freundschaftsspielgeplänkel Die zahlreichen Schaulustigen an den Spielfeldrändern freute es!
Nur mit den Toren brauchte es Geduld bis nach dem Seitentausch, dessen Vollzug noch keine zwei Minuten alt war, da erkannte Finn Möller Ahmads schönen Weg auf links, der neben zwei ausgespielten Holsaten auch das passende Querspiel auf Lenn Pankraz einleitete. Und dass Pankraz Fußballballett mit präzisen Linksschüssen kombinieren kann, muss an der herausragenden Jugendarbeit im einstigen 2005er-Jahrgang am Rosengarten liegen (47.).
Doch auch das schnöde Standard-Handwerk gehört zum Repertoire des TSV Sparrieshoop, wie ein exakter Ahmad-Eckstoß auf das heranrauschende Haupt von Leon Diedrigkeit bewies – das 2:0 in die lange, unbewachte, Ecke (58.)!
Und Holsatia? Kam durch Kilian Jändlings abgefälschten Versuch zumindest zu der Idee einer Torchance (60.), ehe es über Bartu Öncan und Nick Schneider einmal zackig über die linke Schiene ging, Marques Schwarz in der Mitte aber fast gänzlich verpasste (62.).
Ausgerechnet in diese verbesserte Phase hoppelte ein Schlag von ganz hinten zu Pankraz durch, sodass dieser unaufhaltsam gen 3:0 die rechte Linie rauf rasen konnte (78.). Der Legende nach grätscht ihm zur Stunde immer noch ein Gegenspieler hinterher…
Dass Luca Joneleit fünf Minuten vor dem Ende eine Kerze Milot Bashotajs bei einem Freistoß von rechts noch zum Ehrentreffer über den Kreidestreifen drückte, konnte man getrost unter der Rubrik „Trostpflaster“ verbuchen.

Tore: 1:0 Pankraz (47. Ahmad), 2:0 L. Diedrigkeit (58. Ahmad), 3:0 Pankraz (78.), 3:1 Joneleit (86. Schneider)

gelbe Karten: keine – Yörük, Kummert

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 90














Mittwoch, 29. Juli 2026

Spielbericht FC Emmelshausen Karbach II - SG Andernach 1.A

Hozifas Lehrstunde
Neuzugang legt Andernacher Junioren im Alleingang schlafen

Lehrstunde für die A-Junioren der SG Andernach. Das bereits fünfte Vorbereitungsspiel 2026/2027 hatte es in sich, für den A-Rheinlandligisten, galt es bei der Zweitvertretung des FC Emmelshausen-Karbach, nicht nur spielerisch zu punkten, sondern vor allem der Körperlichkeit des Herren-Bezirksligisten die Stirn zu bieten. Ein Unterfangen, das schon in den Anfangsminuten nicht so recht gelingen sollte, machten die Gastgeber das Spiel und durch Moustafa Hozifas Solo im Sechzehner das folgerichtige 1:0 (8.).
Überhaupt war der technisch versierte Neuzugang aus der A-Regionalliga (von Rot-weiß Koblenz) für den erweiterten Oberliga-Kader mit seinem Sinn für lukrative Räume eine kaum zu kontrollierende Waffe, der wenig später nur der Querbalken als Schutzschild der Junioren im Wege stand (13.). Zuvor war das Spielgerät wie am Schnürchen durch die Stationen Bürü, Klein und Keßler diffundiert.
Eine Ballsicherheit, die auch Schlussmann Alexander Schwertel gut zu Gesicht gestanden hätte, doch etwas lässig verschenkte er das Leder an Hussein Mohammed, dessen Abdruck ebenso von Deniz Bürü vor der Linie geblockt wurde, wie auch das Nachsetzen vom Kollegen Topal (17.).
Besser machten es da die Erwachsenen, für die Philip Klein dank einer Hereingabe von rechts mühelos verdoppelte (21.), ehe Bürü SG-Goalie Elias Falk von der Strafstoßmarke aus zum 3:0-Halbzeitstand verlud (Utku Özpelit hatte den tief geschickten Hozifa etwas ungeschickt in der Box gelegt, 29.).
Wiederum vertikal auf die Schiene gebracht, degradierte Hozifa den Schlussmann auf dem Weg zum 4:0 kurzerhand zur Slalomstange (50.), um für sein 5:0 wieder einen Gegner zu vernaschen (58.).
Verziehen seien dem 19-Jährigen da die eine oder andere Verspieltheit und ein Übermaß an Rücklage in der Schussausführung (83.).
Tief genug setzte dafür Ahmed Midjiyawa nach einem durchgerutschten Klein-Einwurf an (71.). Das halbe Dutzend war vollständig!
Dabei ließen es Hozifa und Co auch bewenden. Zum einen, weil sie das Tempo nun etwas drosselten; an zweite Stelle, weil Hozifa selbst einen Direktversuch nach passendem Wehner-Service knapp drüber setzte (88.).
Ohne den omnipräsenten Unterschiedsspieler, der das Bezirksliganiveau der anderen Männer in blau klar überragte, wäre der Kick vermutlich weniger krass gegen die Andernacher ausgefallen. Vielleicht aber können sich die Andernacher schon bald etwas für ihr Lehrgeld kaufen…

Tore: 1:0 Hozifa (8.), 2:0 Klein (21.), 3:0 Bürü (29., Strafstoßtor, Özpelit an Hozifa), 4:0 Hozifa (50.), 5:0 Hozifa (58.), 6:0 Midjiyawa (71.)

Schiedsrichter: David Härtel (SV Eintracht Braunshorn)

Zuschauer: 40
















Dienstag, 28. Juli 2026

Spielbericht FV Rheingold Rübenach - SG Horressen/Elgendorf/Malbacher Kickers

Spätes Happyend
Chancenwucher doch noch überwunden: FV Rübenach wieder Testspielsieger

Quervergleich zwischen zwei Bezirksligisten und der Sieger ist die Staffel Mitte! Mit 2:1 setzte sich der gastgebende FV Rheingold Rübenach gegen den Ost-Ligisten SG Horressen/Elgendorf/Malberger Kickers durch und baute damit seine makellose Testspielserie auf nunmehr vier Erfolge aus.
Verdient war dies allemal, sammelten die Hauherren nicht nur die größeren Spielanteile und Zweikampfwerte, sondern fanden sie auch häufiger den Weg gen Offensive.
Probleme machte dabei jedoch die Chancenverwertung. Gegen Leo Garske (6.), Leroy Lehmann (33.) und Pape Top (48.) rettete Gäste-Fänger Nils Weimer, während Versuche von Nico Pohl (16.) und Jason Juranovic (59.) hauchdünn vorbei rotierten.
Ausgerechnet ein weiterer erfolgloser Führungsanlauf sollte den Rübenachern übel um die Ohren fliegen, weil der starke Weimer das Spiel per Lang-Abschlag auf Adrian Bruch blitzschnell machte und sich der Kapitän unter noch regelkonformer Zuhilfenahme seines Arms die Poleposition zum 0:1 ins linke Eck erkämpfte (61.).
Auf Zuspiel Lennart Reimers´ hätte es durch Bruch gar noch dicker kommen können, doch diesmal bewies auch FVR-Fänger Tobias Oost seine Können auf Kosten eines Eckstoßes, der wiederum im idealen Konter seiner Vorderleute mündete. Zu jubeln gab es allerdings erneut nichts: Top hob die Murmel nach erkanntem Vorteil über das freie Gehäuse (66.)…
Bevor die Rübenacher gänzlich in Verzweiflung verfielen, rettete eine abermalige Vorteilssituation nach Foul an Pascal Tillmanns den Abend, weil Marvin Geissen per Weiterleitung in der Szene blieb und Antonio Fejza auch ein nicht einfacher Schusswinkel nicht vom 1:1 abbrachte (70.). Bemerkenswert dabei: alle drei Beteiligten waren von der Bank gekommen!
Nur Kollege Top, der die letzte Spielzeit noch im Reserveteam verbrachte, wartete weiter auf sein persönliches Happyend – bis der FVR Lars Bodes Direktschuss, über das Heim-Tor, zum raschen Umschalten nutzte und Top nicht nur am gegnerischen Schlussmann vorbeizog, sondern auch sicher in den leeren Kasten vollendete (87.). Der späte wie verdiente Siegtreffer!

Tore: 0:1 Bruch (61. Weimer), 1:1 Fejza (70. Geissen), 2:1 Top (87.)

Schiedsrichter: Manuel Mück (FC Arzheim)

Zuschauer: 40









Sonntag, 19. Juli 2026

Spielbericht SV Lieth - TBS Pinneberg II

TBS bestaunt die Struve-Festspiele
Vierfachschütze führt trainingsfleißige Liether zum klaren Test-Sieg

Fast vier Stunden lang – verteilt auf zwei Einheiten – schuftete die Ligamannschaft der SV Lieth am Sonntag auf dem Trainingsplatz, ehe sie am frühen Abend den Vergleich mit der Reserve von TBS Pinneberg klar für sich entschied. Mann des Tages dabei: Finn Struve, der mit insgesamt fünf Torbeteiligungen ganz besonders aufdrehte.
Bevor der Liether mit der Nummer Sieben seinen Viererpack plus Vorbereitung aufs Kunstgrün zauberte, lief er mit seinen Farben aber erstmal einem Rückstand hinterher, nachdem TBS einmal Tempo im Kurzpassspiel aufnahm und Ozan Sürücü seine Strafraumbegegnung mit Hendrik Homburg zu Ahmad Rifais Strafstoßtor annahm (12.).
Überhaupt zirkulierte das Leder ganz ansehnlich, wenn sich die Gäste derartig auf kurze Bälle verlegten, wie bei einem Zusammenspiel der Herren Sürücü und Kayali, das in Lenard Alamshas abgefälschtem Versuch mündete (27.).
Weil der Vorjahresdritte der Kreisklasse 01 davon allerding zu oft Abstand nahm und lieber lang bolzte, ebnete er dem Widersacher den Weg zurück ins Spiel, der auch für diesen über einen berechtigten Strafstoßpfiff führte. Leon Girgin hatte Max Schulz klar am Fuß getroffen, sodass Struve seinen Penalty flach kompromisslos versenken  durfte (38.).
Ein Gleichstand, den vor der Paus  Joel Tündermann noch einmal per Kopf ins Wanken brachte, doch der junge Kerl, der als einer von sieben Startelfspielern zum Bezirksligaabstiegskader gehörte, köpfte eine gelungene Brant-Flanke hauchdünn an der Heim-Führung vorbei (41.).
Nach dem Seitentausch ging dafür aber so richtig die Post ab, wozu der Auftakt bereits in Sekunde 29 fiel. Joker Tom Busse fügte sich sofort per Lupfer in den Lauf von Max Schulz ein, ehe der bewegliche Angreifer auch im reduzierten Tempo gegen den zögerliche Goalie traf (46.).
Der inzwischen kräftig durchrotierte Gegner damit rasch demotiviert, während die SVL aus einer Ballbesitzphase heraus das 3:1 durch Struves zweiten, sogar selbst eingeleiteten, Streich nachlegte (48.).
Doch damit nicht genug seiner Festspiele, folgte der Vorbereitung des 4:1 (Torschütze Matteo Schuchhardt) via Eckstoß (61.), ein weiterer Doppelpack in Mittelstürmermanier (74. & 77.).
Weitaus weniger Coolness vor dem Tor bekam unterdessen Kollege Julien Duffke auf Einladung des TBS-Schlussmannes in die Spur, als der heuer äußerst offensivfreudige Außenverteidiger, bereits an Spielertrainer Fatih Ertürk vorbeigezogen, dessen leeres Tor nicht traf (73.). Ein Außennetztreffer, der gegen sich ergebene Pinneberger allerdings nur anekdotische Relevanz verkörpern sollte. Schließlich vergaben auch Schulz (82.), Marc Homborg (82.) und Struve (84.) aussichtsreiche Chancen auf das 7:1, das das unter den staunenden Blicken erstarrten Gegenspieler letztlich doch noch fallen sollte. Ein Mehrfachpassduett mit Kapitän Hendrik Homburg vollendete Schulz trotz herausforderndem Winkel zum Endstand, der – der Torfolge entsprechend – als Spiegelbild der zweiten Hälfte taugte. Den Feierabend am Grill und vor dem WM-Finalfernseher hatten sich die fleißigen Männer in rot-schwarz heuer freilich verdient!

SV Lieth: Rensch – Duffke, M. Homburg, M. Schuchhardt, Wrage – Tündermann, Boelter, H. Homburg, Struve, Brant – Max Schulz, eingewechselt: Hajdari, Busse, F. Rudek, Dickenhausen, Trainer: Thorben Pingel

TBS Pinneberg II: Ertürk – D. Alamsha, König, Girgin, Aydogan – Sürücü, von Borstel, Rifai, da Ronch – L. Alamsha, Kayali, eingewechselt: Moldt, Griffiths, Mazanga, Senol, Simsek, Spielertrainer: Fatih Ertürk


Tore: 0:1 Rifai (12., Strafstoßtor, H. Homburg an Sürücü), 1:1 Struve (38., Strafstoßtor, Girgin an Max Schulz), 2:1 Max Schulz (46. Busse), 3:1 Struve (48. Wrage), 4:1 M. Schuchhardt (61. Struve), 5:1 Struve (74. Duffke), 6:1 Struve (77. Busse), 7:1 Max Schulz (90. H. Homburg)

gelbe Karten: keine – Rifai

Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 25








Freitag, 10. Juli 2026

Spielbericht SV Lieth - KS Polonia Hamburg II

Selbst der Chancentod durfte mal
Sehr viele Chancen – viele Tore: SV Lieth gewinnt Testspiel wieder hoch

Mit insgesamt 27 Mann aus Ligamannschaftsüberbleibseln und alter Zweitvertretung schreitet die SV Lieth derzeit durch ihre „gute Mischung“ an Vorbereitungsgegnern, um nach dem klaren Bezirksligaabstieg eine Etage tiefer die Zielsetzung „oben mitspielen“ zu erfüllen. Nach dem halben Dutzend gegen die neu ins Leben gerufene Reserve aus Kummerfeld räumte man mit KS Polonia II den nächsten Kreisklassisten klar mit 11:2 aus dem Weg.
Sinnvoll schien das Match gegen die unterlegenen Jungs von der Finkenau aber dennoch, wie Trainer Thorben Pingel, der vom Chefsessel der Zweiten aus mit aufrückte, erläuterte. Denn: „In der Liga werden wir fast immer den Ball haben“ und „Du bist ja im Eins-gegen-Eins häufig viel besser – das war heute auch fast immer so“.
Entsprechend viele Torchancen erspielten sich seine Mannen, die zunächst aber ins Robin Hood-Kostüm schlüpften und dem Gegner per individuellem Blackout das 0:1 durch einen Probespieler mit der Rückennummer 17 schenkten (6.).
Rasch war die kleine Peinlichkeit aber wieder aus der Welt, als Lennart Boelter mit Entschlossenheit durch Zentrum walzte und auch im Abschluss nichts davon einbüßte (8.).
Hätten sich seine Kollegen doch bloß ein Beispiel dran genommen… Stattdessen lupfte Jan Schiebuhr frei vor der Kiste genau den Torwart an (4.) und fetzte er nach schöner Brant-Flanke den Gegner ab (13.), während auch Kollege Tündermann den eigenen Ballgewinn nicht mit dem zweiten SVL-Hurra krönte (12.).
Erst vom Strafstoßpunkt aus stellte Christian Kuhlmann das überfällige 2:1 gegen den mitunter unorthodox, aber nicht untalentierten Maksym Bondarenko zwischen den Polonia-Pfosten her (14.).
Im Strafraumgemenge leitete Luca Albers das Runde kurz darauf zum 3:1 hinter die Linie (18.), ehe Lukas Brant sein Scheitern an Bondarenko (26.) mit dem 4:1-Pausenstand gutmachte (41.).
Kaschiert waren damit auch zwei Szenen des defensiven Wackelns, die Polonias hochgewachsener 17er diesmal ungenutzt ließ (23. & 24.).
Nicht so aber Oleksii Barbash, der die Einbahnstraße im zweiten Durchgang mit der Annahme eines weiteren Geschenks mit dem zwischenzeitlichen 6:2 durchbrechen konnte (60.)
Ansonsten schraubten Finn Struve auf Zuspiel Schiebuhrs (50.) und Kuhlmann nach Schiebuhr-Lattenkracher (53.) das Ergebnis in die Höhe. Und auch Joel Tündermann (71.), sowie erneut Brant (73.), erhielten (weitere) Torjägerlorbeeren.
Nur Zielspieler Schiebuhr (Pingel: „Wenn er vorne den Ball hat, ist er vom Ball nicht zu trennen.“) sollte das Abschlussglück irgendwie fremd bleiben – bis er in einer eigentlich schon festgefahrenen Szene doch noch am Gäste-Tormann der zweiten Hälfte vorbeikam und zum 9:2 vollstreckte (78.).
Vervollständigung erhielt das 11:2 in der Folge noch durch Zwei-Akteur Marc Steffens, den Struve mustergültig in Poleposition gebracht hatte (84.) und Ben Wrage, der wiederum eine wohlplatzierte Tündermann-Flanke einnickte (86.).
„Am Ende musst du erstmal elf machen“, erklärte Coach Pingel letztlich nicht ganz unzufrieden. „Es ist ja viel wichtiger, den Schritt zu machen und zu sagen, ich spiele die Dinger auch aus, weil ich einen Plan dahinter habe und bewege mich auch so. Und das dürfen wir gerne in den nächsten Wochen noch ein bisschen besser machen. Ob es dann elf Tore sind oder acht, ist mir dann ganz egal; wenn dann die acht gut herausgespielt sind, finde ich es noch schöner.“, so der Übungsleiter, der unterdessen noch an der „finalen Aufstellung“ bastelt.
Auch in Sachen Saisonziel weht noch ein Lüftchen der Beliebigkeit über den Butterberg: „Wenn du sagst, es geht nur um Platz eins und wirst am Ende Zweiter, sind alle enttäuscht, hast aber vielleicht eine gute Saison gespielt. Das macht irgendwie keinen Sinn.“. So stehen die „Top 5“ aktuell auf der Bucketlist für 2026/2027.
„Das ist in der Kreisliga immer so: In der Kreisliga hast du da vier, fünf gute Mannschaften. Dann musst auch die ganze Mannschaft so durch die Saison tragen. Dann fallen dir plötzlich wichtige Spieler aus – das kannst du ja alles nicht berechnen. Wenn wir mit den 27, am Ende so 24, 25 (Spielern) gesund durch die Saison gehen, dann muss uns auch erst jemand schlagen!“.
Der Fehdehandschuh liegt damit als nächstes beim Kummerfelder SV, den man noch aus der Bezirksliga kennt. Ein erster Gradmesser für Pingels noch etwas verletzungsgeplagte Eleven.

Tore: 0:1 #17 (6.), 1:1 Boelter (8.), 2:1 Kuhlmann (14., Strafstoßtor, Nahornyi an Schiebuhr), 3:1 Albers (18. Wrage), 4:1 Brant (41.), 5:1 Struve (50. Schiebuhr), 6:1 Kuhlmann (53. Schiebuhr), 6:2 Barbash (60.), 7:2 Tündermann (71. Steffens), 8:2 Brant (73.), 9:2 Schiebuhr (78.), 10:2 Steffens (84. Struve), 11:2 Wrage (86.)

Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 30



Samstag, 6. September 2025

Spielbericht SC Sternschanze 1.A - VfL Pinneberg 1.A

Generalprobe in der Nachspielzeit gerettet
Siegtor in letzter Sekunde: SCS-A1 stolpert fast über Bezirksligaaufsteiger

Am Ende siegreich, aber noch mit ordentlich Sand im Getriebe, rumpelten sich die 2008er des SC Sternschanze im Freundschaftsspiel gegen den VfL Pinneberg in die Spielzeit 2025/2026. Gegen den U18-Bezirksligaaufsteiger hatte das personell im Sommer wieder einmal abgangsgeschröpfte Schanzenteam das Heft des Handelns zwar schnell in der Hand, doch entweder agierte man im Abschluss zu unentschlossen (Spöhrer, 11.) oder störte ein Abseitspfiff, wie bei Baran Sütcüs Abseitstreffer nach Kuhlmann-Service (19.) die Herrlichkeit.
Vor allem aber biss der sonst so treffsichere Kleon Lorenz im fortgesetzten Duell mit VfL-Fänger Jannik Wulf immer wieder auf Granit (41., 43., 45., 54., 58. & 62.).
Und so geschah im direkten Anschluss an die wärmebedingte Trinkpause das fast schon Logische. Der SCS mit den Gedanken wohl noch an der Tränke, ließ sich von über links im Konter galoppierende Süd-Schleswig-Holsteiner düpieren, sodass Testspieler Betaab Sadeeqee tatsächlich auf den 0:1-Halbzeitstand stellte (26.).
Immerhin die Rückstandskorrektur sollte nach dem Wechsel endlich gelingen, als der SCS einmal flüssig und rochierend durch sein geliebtes Zentrum kombinierte und Janes Djau auf Ablage Theo Spöhrers die Ladehemmung ad acta legte (51.). – Oder eher nur auf Wiedervorlage, scheiterten Sütcü (Latte, 54.) und Spöhrer (Verlierer im Duell mit dem herausragenden Wulf, 60. & 67.)) am Führungstreffer, der Sütcü auch nach willensstarker Einzelaktion nicht gelingen wollte (73.).
Auf der anderen Seite musste man sich gar glücklich schätzen, dass Sadeeqee seine Schusschance zum überraschenden 1:2 vor Aushilfsgoalie Felix Lenzen diesmal ungenutzt ließ (75.).
So langsam trudelte der Klassenhöhere gen Remis – bis er sich in der Nachspielzeit noch einmal darauf besann, die Kugel über die Stationen Steinfeld und Sütcü zügig laufen zu lassen, sodass der diesmal offensiv wiedereingewechselte Julius Ahrens doch noch den berühmten Lucky Punch zur gewonnen Generalprobe setzen konnte (90.+2). Denn bereits am kommenden Wochenende geht es zum Start der Landesligaserie zum Derby gegen den Aufsteiger FC Alsterbrüder.

Tore: 0:1 Sadeeqee (26.), 1:1 Djau (51. Spöhrer), 2:1 Ahrens (90.+2 Sütcü)

Schiedsrichter: Yuri Staarmann (SC Victoria Hamburg)

Zuschauer: 35







Samstag, 12. Juli 2025

Spielbericht SV Lieth - TuRa Harksheide II

Hausaufgabe: Defensivstandards
Gepflegter Fußball und alte Schwäche: SV Lieth startet gefühlsdurchmischt

Spiel eins nach der (kurzen) Ära Lüneburg. Zahlreiche namhafte Leute verließen mit dem Saisonende 2024/2025 den Butterberg, wo Vereinslegende Jan Lüneburg die Anhänger per Fallrückziehertor im letzten Match noch einmal in Ekstase versetzte. Zwei Monate später betrat die verbliebene Selbstfindungsgruppe unter der Leitung von neu-Coach Rudolf Hock-Kutscher erstmals das heimische Grün zu einem durchaus gefälligen Test unter West-Bezirksligisten. TuRa Harksheide II, mit zwölf Zählern Vorsprung aus der Kreisliga 7 promoviert, präsentierte sich als interessanter Gegner, der sich anschickte, aus der Kompaktheit heraus, über tiefe Bälle für Nadelstiche zu sorgen. So geschehen in Minute neun, als Nick Hagelstein den Traumpass auf den gestarteten Yannik Wolter zelebrierte, nur fehlte Wolters Abschluss für weitere Feierlichkeiten der letzte Dampf.
Die höhere Anzahl an Versuchen kreierten jedoch die Hausherren, bei denen vor allem über Deniz Dumans linke Außenbahn der Weg nach vorne gelang, wo sein Bruder Ali abschlussfreudig, aber glücklos agierte. So schon der Angreifer die perfekt durch Matteo Schuchardt erhaltene Kugel am nur noch nah entfernten Kasten vorbei (42.).
Mehr Zielwasser hatte da Max Schulz zuvor im Körper, als er im Zentrum einmal reichlich Platz bekam, Maß nahm und damit durchaus sehenswert aus 20 Metern zur verdienten Führung traf (24.).
Allzu lange sollte die ergebnistechnische Heiterkeit jedoch nicht anhalten, weil gegnerische Ecken auch in der Spielzeit nicht die Lieblingsdisziplin der Liether sind. Fabian Eggelmeyers Ball von der Fahne schädelte der aufgerückte Jonas Wolter gekonnt gen Torlinie, die bei einer Rettungstat eines SVL-Kopfes laut Meinung des Schiedsrichterassistenten bereits passiert war. „Tor für TuRa!“, lautete die Entscheidung des jungen Schiedsrichters, der den Kontrahenten im laufenden Match viel Spielraum bei der Zweikampfgestaltung ließ.
Tortechnisch verpasste neben dem bereits erwähnten Duman für die Gastgeber auch der Harksheider Hagelstein die mögliche Pausenführung seines Teams. Per Heber verfehlte er nach Fehlpass des nicht immer sicheren Patrick Klösel zwischen den Heim-Pfosten per Heber (32.).
Im zweiten Durchgang, der traditionell für reichliche Personalrochaden genutzt wurde, sank die Quote der angekommenen Pässe spürbar. Das Geschehen verlagerte sich nun weitgehend ins mittlere Spielfelddrittel.
Einen der wenigen Überraschungsmomente verwertete Eigengewächs Anton Götting just zum 2:1, das frei vor dem Tor auch recht easy für den einzuschieben war (63.).
Die Gäste aus Norderstedt übten sich in ihrem oft zu statischen Spiel in Harmlosigkeit, bis ein gegnerischer Lapsus Jonah Basner zum Lattenkracher einlud (81.), ehe der zweite Ball mit Mühe aus der Panikzone entsorgt werden konnte. Keine schlechte Schusstechnik für einen gelernten Torsteher!
Kein Sonderlob holte sich mit der letzten Aktion der Begegnung der liether Handschuhträger ab, als er bei einem verlängerten Einwurf von rechts hilflos durch seine Parzelle irrte und mit Nico Schwietzer auch noch ein einsamer Verwerter ins leere Tor versenkte (90.+3). Die Spielanteile waren damit nicht so wirklich widergegeben, doch die Hausaufgabe, sich bis zum Pflichtspielstart dem Bereich der Standardsituationen zu widmen, machte der spielerisch über weite Strecken ordentliche Auftritt der „Liether Löwen“ gegen den bereits im September wieder duellierten Gegner auf jeden Fall deutlich.

Tore: 1:0 Schulz (24. Kellner), 1:1 J. Wolter (30. Eggelmeyer), 2:1 Götting (62.), 2:2 Schwietzer (90.+3)

Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 32