Döbrich
kommt, gleicht aus und fliegt
Kurzarbeiter
sichert SVB-Reserve einen Punkt im Derby
Keinen Sieger fand am Sonntagmittag das West-Derby der Kreisliga 08. Knappe
zehn Minuten Autofahrt liegen nur zwischen der SV Blankenese und dem SC
Nienstedten. Das Duell der Zweitvertretungen verlief bei wärmender Herbstsonne
ebenso eng wie die geographische Lage. Die lautere Musik spielten zu Beginn die
Gäste, für die es besonders interessant wurde, wenn sie ihr Personal auf außen
mitnahmen. So geschehen nach einem knappen Dutzend an Spielminuten, als Mats
Zur Mühlen aus dem Zentrum Linksläufer Romano de Mas in Szene setzte und der als
Model und DJ Aktive stilsicher flach zum 0:1 vollendete (11.).
So sollte es eigentlich auch bei einem Angriff über rechts laufen, doch diesmal
bolzte Nienstedtens Rückennummer zehn verheißungsvoll am zweiten Pfosten drüber
(17.).
Danach trauten sich auch die erst im Sommer aufgestiegenen Hausherren etwas
mehr zu Lasse Grünther scheiterte nach gegnerischem Fauxpas am Innenpfosten
(21.), ehe Ole Schiller nach von Grünther verlängerter Duncan-Williams-Flanke sogar
ins Tor lupfte. Schiedsrichterassistent Ivan Feric deutete jedoch auf Abseits –
das war knapp (42.)!
Auch im zweiten Durchgang präsentierten die Hellblauen weiter etwas mehr Zug
zum Tor, das Liga-Leihgabe Kevin Rathjen jedoch per Fußabwehr gegen den
durchsetzungsstarken Ben Döbrich behände verteidigte (48.). Dass die Heineinnahme
Döbrichs im Rahmen eines Vierfachwechsels allerdings ein durchaus kluger Pausen-Zug
von Trainer Michael Wegner war, untermauerte das bereits reichlich
bezirksligaerfahrene Eigengewächs Mitte der zweiten Hälfte. Einmal mit zu
vielen Freiheiten im Strafraum an den Ball gekommen, drosch der Blondschopf das
Leder mit rechts hoch mittig zum Ausgleich in die Maschen (69.).
Führungsfreuden, wieder durch einen Döbrich-Treffer erzeugt, zerstörte kurz
darauf die erneut erhobene Abseitsfahne (78.).
Nur Sekunden darauf gab es erstmal fünf Minuten Pause in den eigenen
Sechzehnern verordnet, nachdem sich ballfern im Mittelfeld ein wenig gegenseitig
herumgeschubst wurde (78.). Beteiligte hieran gab es mehrere, sodass neben de
Mas aus Nienstedten und dem Blankeneser Grünther auch Döbrich den gelben Karton
gezeigt bekam. Blöd nur, dass ihm dies bereits kurz zuvor widerfahren war
(72.). Ergo: gelb-rot für die Rückennummer zehn (84.). Da gab es sicher Kandidaten
mit größerer Beteiligung an der Szene…
Auch ohne den kurzarbeitenden Aktivposten blieb die Wegner-Elf in der Endphase das
bessere Team, um zu fortgeschrittener Nachspielzeit noch den Lucky-Punch auf
den Füßen haben, versuchte sich der ebenfalls eingewechselte Niclas Nielsen aus
anspruchsvollem Winkel, um dabei an der blockierenden Hand von Goalie Rathje zu
scheitern (90.+7).
Ein Punkt, der den Neuling weiter mit drei Zählern Vorsprung über dem Strich
hausen lässt, während sich die SCN-Zweite nahtlos in die Remis-Riege in der oberen
Tabellenhälfte einfügte. Ein Sieg heute und man wäre bis auf Rang vier
vorgestoßen…
Tore: 0:1 de Mas (11. Zur
Mühlen), 1:1 Döbrich (68. Karimzadah)
gelbe Karten: Grünther, Korneev,
Karimzadah, Schmidt – de Mas
gelb-rote Karte: Döbrich (SV
Blankenese II, 84.)
Schiedsrichter: Arne Prior (SV
Tonndorf-Lohe)
Zuschauer: 35
besonderes Vorkommnis: Anwendung des
STOPP-Konzepts (78.).
Sonntag, 28. September 2025
Spielbericht SV Blankenese II - SC Nienstedten II
Donnerstag, 17. März 2016
Spielbericht Standard Alu - SC Nienstedten II
Starkes Alu-Comeback
Nach 0:3 – Standard Alu erkämpft sich noch
einen Zähler
Auch, wenn es in diesem Match um keine Auf- und Abstiege, sondern nur um die
Frage, ob Platz elf in der Kreisklasse 5 noch möglich sei, ging, machten die
fünf eisernen Schlachtenbummler, die sich auf den Rängen des Jahnplatzes 2
eingefunden haben, alles richtig, sollten sie für ihre Geduld in und mit der holprigen
Anfangsphase belohnt werden.
Zum Beispiel mit dem wirklich sehenswerten Führungstor für die Gäste, bei dem
Andre Dasau das Leder mit dem ersten echten Torschuss aus 25 Metern sauber in
den Winkel zauberte (15.) – Aufgrund der beidseitig zu Beginn sehr hohen Fehlerquote
durchaus überraschend. Allerdings stellte dies auch für länger den letzten
Höhepunkt dar, bis nach einer Reihe von gelben Karten (zwei für jede Seite)
auch die Gastgeber einmal gut vors Tor kamen, Christian Kloses erfolgreiche
Verwertung seines Doppelpasses mit Thorben Holkenbrink jedoch am wachsamen
Marco Nierenz im SCS-Gehäuse scheiterte (44.), was auch Holkenbrink im eigenen
Versuch (48.) widerfuhr.
Gefundenes Fressen für die freilich effektiven Jungs aus dem Quellental, für
die Andre Dasau aus leicht abseitsverdächtiger Position überraschend auf 0:2
erhöhte (50.), ehe Außenspieler Mohamed Elsayed nach Zuspiel von Kapitän Tim
Bozek die Sache womöglich schon vorzeitig klarmachte (51.).
Aber da machte der SCN die Rechnung ohne die Aluisten, die wiederum nur drei
Minuten später etwas glücklich nach einem Missverständnis zwischen Nierenz und
Bozek per Abstaubertor von Martin Knura verkürzten und daraus jede Menge
Motivation zogen. So zeigte das nominelle Heimteam auf dem Ausweichplatz
plötzlich eine ganz andere Haltung zum Spiel, in dem es sich gegen etwas müde
wirkende West-Hamburger immer näher an einen Punktgewinn heranrobbte, wobei man
bei Christian Kloses Freistoßtor, bei dem Nierenz nicht besonders glücklich
aussah (70.), wieder ein Stück weiterkam.
Nachdem Nierenz zumindest einen seiner beiden Fauxpas´ mit einer tollen
Flugaktion gegen einen Linksschuss Pirmin Kracks wieder gut machte (76.), war
es dann wenig später aber doch geschehen, als sich Klose auf links bis zur
Grundlinie durcharbeitete und von dort aus mustergültig Thorben Holkenbrinks
Ausgleichstor vorbereitete – 3:3 am Jahnplatz!
Das war es aber noch nicht, hätte Holkenbrink seine starke zweite Halbzeit
sogar noch mit dem Siegtreffer krönen können, doch wieder bewies Nierenz gute
Flugqualitäten (87.), was auch seine Farben noch in der Verlosung für jenen
Sieg hielt. Diesen hatte der aufgerückte Dennis Jahnke nach einem guten
Spielzug über Sebastian Schrenke und den auffälligen Andre Dausau in der
Schlussminute nochmal auf dem Fuß, Dirk Maevers im Tor der Freunde des
Leichtmetalls besiegelte die Punkteteilung jedoch, indem er das Leder aus der
oberen Ecke fischte.
Standard Alu: Maevers –
Jäckel (46. Stelter / 58. Jäckel / 71. Stelter), Klose, Mancuso, Fey (32.
Kayser) – Szillat, Krack – Stelter (23. Hofmann), Holkenbrink, Olshausen –
Knura, Trainer: Christo Vassiliadis
SC Nienstedten II: Nierenz – Hubert,
Jahnke, Deeg – Poth, Bozek – Elsayed (85. Schrenke), Dasau, Fentzahn (74.
Wüsten) – Schrenke (55. Rovenski), Hirt (55. Däneke), Trainer: Steffen Anbergen
Tore: 0:1 Dasau (15.), 0:2 Dasau
(50.), 0:3 Elsayed (51. Bozek), 1:3 Knura (54. Stelter), 2:3 Klose (70. direkter
Freistoß), 3:3 Holkenbrink (83. Klose)
Gelbe Karten: Krack, Klose –
Nierenz, Elsayed, Fentzahn
Schiedsrichter: Burghard Lemke (TuS
Osdorf, Note 2,5)
Zuschauer: 5
Sonntag, 3. April 2011
Spielbericht SC Nienstedten II - TSV Holm II
Willkommen
im Abstiegskampf!
Nach
1:0: Schlusslicht nicht mehr außer
Konkurrenz – SCN II am Ende
Die beiden schwächsten Offensiven gegen die beiden schlechtesten Defensivreihen
der Kreisliga 7 oder besser gesagt der Kellergipfel, Vorletzter gegen Schlusslicht.
Von Beginn an war zu erkennen, dass hier nicht die Elite des Fußballsports zum
Tanz aufforderte. Doch vor allem dank der Gäste war es dennoch ein intensives
Match, wenn auch beide Teams hauptsächlich aus dem Stand agierten.
Den ersten Höhepunkt konnten die Gäste in der siebten Minute setzen. Harald
Drösser verwertete einen Freistoß von Marc Andre Lentge für eine
Kopfballchance, doch der aufmerksame Robin Klement im Tor der Gastgeber war
bestens auf der Höhe.
Der TSV präsentierte sich in der Anfangsphase deutlich aktiver und versuchte
einiges über die agilen Thore Vorbeck und Marvin Looks auf den Außenpositionen.
Eine erste Visitenkarte der Quellentaler gab Stürmer Tommes Wehrmann nach gut
einer Viertelstunde ab, TSV-Schlussmann Thorsten Brunckhorst wehrte aber gut
zur Ecke ab.
Brunckhorst, seines Zeichens Altherrenkeeper in Holm, sollte seine Sache erneut
gut machen und für lange Zeit seine Ruhe haben, denn die sichere Gäste-Abwehr
und eine unglaublich hohe Fehlpassquote machten die Begegnung fortan äußerst
ereignisarm.
In der 27. Minute passierte dann endlich wieder etwas Erwähnenswertes: Drösser
kam nach guter Vorarbeit des überzeugenden Linksverteidigers Patrick Clasen zu
einer Schusschance aus 16 Metern, doch der Torerfolg war dabei noch ein gutes
Stück entfernt. Wenige Augenblicke später wurde es dann etwas im gefährlich im
Strafraum der West-Hamburger. Sofien Othman schickte Looks auf rechts schräg
Richtung Klement, der Looks´ Rechtsschuss gut blockierte und auch den zweiten
Versuch, einen Distanzschuss von Othman aus der zweiten Reihe, sauber
entschärfte.
Und das Schlusslicht versuchte es weiter, weil die Nienstedtener einfach viel
zu pomadig und unkontrolliert zu Werke gingen. Looks mit dem Versuch, doch das
Ei segelte erneut nicht ins Tor. Zuvor hatte sich Drösser gut gegen Björn
Brandt durchgesetzt.
Der SCN schien bei diesem Spielverlauf schon dem Kabinengang entgegengefiebert
zu haben, während Lentge einfach mal draufhielt. Stattliche 35 Meter Entfernung
– aber egal, der Ball war drin! Das verdiente 0:1 für die TSV-Reserve durch
einen Weitschuss, bei dem der Schlussmann zu weit vor seinem Kasten stand
(45.).
Den Gästen war das ziemlich schnurz, denn sie gingen mit einer 1:0-Führung in
die Halbzeit und es hätte auch noch ein 2:0 aus Gästesicht werden können,
vergab Drösser in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs aus 13 Metern,
nachdem Vorbeck eine gute Vorarbeit leistete.
Somit wartete die Elf von Trainer Stefan Penz beim Spielstand von 0:1 auf den
Wiederanpfiff, den zwei Akteure bei den Gastgebern nicht mehr als Aktive erleben
sollten. Daniel Fischer ersetzte den arg Problemgeplagten Nicolas Klose in der
Defensive und die andere Auswechslung war gleich doppelt kurios, denn Tommes
Wehrmann war an diesem Sonntagmittag im doppelten Einsatz unterwegs.
Schließlich war er auch für die erste Mannschaft eingeplant, die direkt im
Anschluss ihr Punktspiel im Rahmen der Bezirksliga West austrug. Und dass dafür
mit Thomas Deeg ein 48-jähriger Fußballsenior auf den Platz kam, sagt alles
über die bemitleidenswerte Personallage einer Mannschaft, in der sich die Spieler
untereinander teilweise nicht einmal kennen…
Auch in Abschnitt zwei hatten beide Teams mit sich zu kämpfen, wobei die
Haltungspunkte wieder an die Gäste gingen. Vorbeck verpasste das Verdoppeln des
Vorsprungs in Minute 57, als Jakob Hamborg einen Abstoß für seinen Torhüter
ausführte und diesen genau zum Gegner brachte.
Die Elf von Trainer John Schäfer, der beim Spiel der ersten Mannschaft in der
Startelf stand, zeigte sich weiter planlos. In der 70. Minute dann mal ein
Zeichen, dass es außer den nun immer müder werdenden Holmern auch eine zweite
Mannschaft auf dem Grand gab. Der eingewechselte Deeg machte es per
Rechtsschuss, doch Brunckhorst blieb Sieger im Duell der Fußballgreise.
Der SCN kam trotz dieser Gelegenheit weiter nicht richtig aus dem Quark und
fing sich ohne einen eigenen Angriff auch noch einen Konter. Eine Viertelstunde
vor dem Ende hätte die Penz-Elf den endgültigen Genickschuss setzen könne, gar
müssen! Was Looks jedoch aus seiner Riesenchance nach einer Vorarbeit des
Willens von Vorbeck machte, war ein Rechtsschuss mit zu viel Rücklage über das
Tor.
Vom TSV kam danach nichts mehr. Das sichere Stehen in der Defensive war nun das
A und O. Dazu kam, dass man die Partie mit quasi nur noch 10,2 Spielern beendete,
denn Vorbeck schleppte sich mit Wadenkrämpfen für die letzten Minuten über den
gut bespielbaren Hartplatz.
Die Gastgeber versuchten indes, irgendwie ein wenig Druck aufzubauen, doch der
starke Defensivverbund um den sehr guten Feldmann hatte auch auf zwei Eckbälle
in den Schlusssekunden eine Antwort und somit siegte die Zweite des TSV
verdienterweise mit 1:0 beim Tabellennachbarn in Nienstedten.
Bei den Gastgebern machte sich Fassungslosigkeit breit: „Wie kann man nur gegen
so einen Gegner verlieren?!“. Doch in diesem Spiel wurde deutlich, dass die
Holmer einfach die bessere Mannschaft sind und nach moralischen Erfolgen (u.a.
zwei Tore gegen das formstarke GW Eimsbüttel, Komet Blankenese am Rande der
Niederlage gehabt) auch endlich wieder einen echten Sieg erringen konnten.
Dementsprechend glücklich präsentierte sich Kapitän Torben Feldmann: „Wir sind
wirklich froh über den zweiten Saisonsieg. Ein Glücklicher, aber verdienter
Sieg, nachdem wir in der ersten Halbzeit klar besser waren einige Chancen
liegen ließen. Im zweiten Durchgang haben wir uns das Leben dann selbst
schwergemacht; da waren wir etwas unkonzentriert. Trotzdem standen wir hinten
sicher und haben verdient gewonnen.“. Durch diesen Erfolg erhielten die
Rot-weißen plötzlich ungewohnt gute Aussichten im Abstiegskampf, den das Team
bislang nur mit dem Fernglas sehen konnte. Das rettende Ufer ist nun nur noch
vier Punkte entfernt. Auch, wenn die Konkurrenz bislang weniger Spiele
absolviert hat. „Nächste Woche wollen wir unsere gute Form zu Hause gegen Union
03 fortsetzen, aber wir müssen realistisch gucken“, so Feldmann. Mitspieler
Thore Vorbeck tat indes noch einmal etwas fürs Phrasenschwein: „Wir geben
weiter unser Bestes und werden am Ende sehen, wofür es reicht.“.
Die zweite Mannschaft des SC Nienstedten ist dagegen am Boden angekommen. Zwar
haben die Quellentaler einen Punkt mehr auf dem Konto, als die TSV-Reserve,
doch die katastrophale Personalsituation und vor allem die Art und Weise, wie
sich diese Nicht-Mannschaft zeigt, ist, beängstigend und nicht
kreisligatauglich.
Am kommenden Wochenende geht es zu den ebenfalls schwächelnden Jungs von
Kickers Halstenbek.
SC Nienstedten II: Klement
– Klose (46. Fischer), Hamborg, Brandt, Ehlert – Möhlmann, Buch – Riess,
Schwab, Wehrmann (46. Deeg), Ehlers, Trainer: John Schäfer
TSV Holm II: Brunckhorst – Ringel,
Wittich (56. Möckel), Feldmann, Clasen – Lentge, Lißner – Looks, Othman
(60. Navarro), Vorbeck – Drösser (82.
Trupp), Trainer: Stefan Penz
Tore: 0:1 Lentge (45. Drösser)
Schiedsrichter: Hans-Michael Jez
Zuschauer: 32
Freitag, 29. Oktober 2010
Spielbericht GW Eimsbüttel - SC Nienstedten II
Hoch
und weit trifft mit Sicherheit
Festival
der Weitschuss-Tore am Tiefenstaaken
Der ESV Grün-weiß hat erwartungsgemäß das Kellerkind aus Nienstedten auf
heimischer Anlage besiegt und dem Publikum mit einem 7:2 einen torreichen Abend
beschert.
Die Eimsbütteler zeigten dem Gegner und den rund 30 Zuschauern sofort, wer
Ambitionen auf einen Platz unter den ersten drei der Kreisliga 7 hegt.
Ein Linksschuss von Dennis Klemm, abgewehrt von SCN-Schlussmann Kolja Klokow,
eröffnete die Begegnung (2.).
nach genau 220 Sekunden vergab Mohamed Salam die zweite Torchance für die
Gastgeber durch einen Schuss ans Außennetz.
In der fünften Minute war es dann so weit: 1:0 für Grün-weiß! Und was für ein
Tor!
Nicholas Burke versenkte einen schonen Schuss aus knapp 30 Metern, halblinker
Position, im Tor der Gäste. „Den hat er sehr gut getroffen!“, lobte sich der
Torschütze später im Stile eines TV-Experten selbst.
Nach einer Viertelstunde erhöhten die Jungs vom Tiefenstaaken durch einen mit
viel Einsatz erzielten Treffer von Stefan Ostertag auf 2:0. Burke schickte den
Sommerneuzugang aus den Niederlanden mit einem messerscharfen Zuspiel auf die
Reise, die zwar von der SCN-Defensive unterbrochen, aber nicht aufgehalten
werden konnte. Schlussendlich grätschte Ostertag das Spielgerät über die Linie.
2:0 in Führung, den Gegner gut im Griff: Alles wunderbar bei den Eimsbüttelern,
doch dann schockte SC-Angreifer Leonard Albino die Gastgeber, als er an
GWE-Torhüter Hakki Gökce vorbeizog und Carsten Harth zu einem Rettungsmanöver
auf der Torlinie zwang. Im Nachschuss scheiterte dann Tommes Wehrmann am
reflexstarken Gökce. – Ein Zeichen, dass so eine 2:0-Führung wahrlich keine
unendliche Sicherheit bietet.
Also nahm es sich Angreifer Marc Güldener zur Aufgabe, den Spielstand auf 3:0
zu erhöhen. Ein ansatzloser Linksschuss aus etwa 45 Metern flog über den etwas
zu weit vor seinem Tor stehenden Klokow in dessen Kasten – ein weiteres
Traumtor (19.)!
Der Tabellenvorletzte mit einem 0:3 im Gepäck, gab sich dennoch nicht auf und
kam in Minute Nummer 21 durch einen abgefälschten Distanzschuss von Wehrmann,
den Gökce zur Ecke abwehren konnte, zu seiner weiten Torchance.
Ähnliches spielte sich sieben Minuten später auf der anderen Seite ab: Güldener
versuchte sich mit einem Linksschuss aus 14 Metern, fand aber seinen Meister in
Klokow, der das Leder sehenswert von seinem Tor fernhalten konnte.
In der 35. Minute dann das erste Erfolgserlebnis für die Gäste aus dem Westen
der Stadt: Eine Hereingabe Christian Voß´ von der rechten Seite in die Mitte,
Przybylski und Becker kommen zu spät gegen Albino und schon war die weiße Weste
der Grabarczyk-Elf dahin.
Der Cheftrainer ärgerte sich tierisch über den Gegentreffer: „Das kann nicht
sein, dass wir da so schlafen!“.
Kurz vor der Halbzeit wurde es dann noch einmal turbulent: Klemm mit dem gut
getimten Pass in den Lauf des aufgerückten Alexander Eick, der vom
SCN-Schlussmann regelwidrig per Grätsche von den Beinen geholt wurde –
Strafstoß! Und die rote Karte gab es gleich oben drauf. Wegen eines „groben
Foulspiels zur Vereitelung einer Torchance“, wie Schiedsrichter Marius Nitsch
(TuS Berne) nach der Partie berichtete.
Der Gefoulte trag selbst an – keine Chance für Tim Ehlers, der nun als Feldspieler
ins Tor rückte! 4:1 – das Spiel schon nach 45 Minuten entschieden.
Weitere rasante Szenen spielten sich auf dem Weg in die Kabinen ab: Der
SCN-Trainer beschwerte sich in der Halbzeit lautstark beim Unparteiischen, was
dieser zum Anlass nahm, den Übungsleiter aus dem Innenraum zu schmeißen.
Auch sportlich bekamen die gut 30 Zuschauer im zweiten Abschnitt etwas zu
sehen.
Ehlers wehrte wenige Augenblicke nach dem Wiederanstoß einen Klemm-Schuss
sehenswert ab. In der 58. Minute hieß es wieder Klemm gegen Ehlers, als Klemm aus halbrechter Position aufs Tor
zulief und seinen Versuch aus 17 Metern über das Tor setzte.
Seine letzte Szene, denn Sekunden später ersetzte ihn Sebastian Ernst, der sich
gleich wunderbar mit einem Vorlagenservice für Güldeners 5:1 aus 40 Metern
einfügte (62.).
Die Gäste, die spielerisch nicht gleichwertig waren, ließen weitere gute
Möglichkeiten für die Gastgeber zu, wie in der 71. Minute, bei der Ernst aus 15
Metern äußerst unbehelligt zum Schuss kam, jedoch an Ehlers scheiterte.
In der 76. Minute gab es dann nach einer fast viertelstündigen Torflaute wieder
etwas Zählbares. Ein langer Ball zu Güldener, der ist auf und davon, sicherer
Abschluss – 6:1!
Grün-weiß klar überlegen, blieb allerdings an diesem Abend nicht fehlerfrei.
Erst kam Dominik Maus freistehend im Strafraum zum Torschuss, scheiterte jedoch
kläglich (79.), dann verloren die Eimsbütteler in Person von C. Pleus die Kugel
wenige Meter vor dem eigenen Sechzehner, was John Schäfer nach Zuspiel von
Moritz Timm dankend zum 6:2 annahm (85.). „Ein unnötiges Gegentor“, wie sein
Coach direkt nach dem Treffer meinte. „Dafür schuldete er Hakki eine Kiste!“.
Den Schlusspunkt durften aber noch einmal die Gastgeber mit dem 7:2 setzen. Ein
katastrophaler Abstoß brachte Mitspieler Voß so sehr in die Bredouille, dass
dieser den Ball an Ostertag verlor und der Mittelfeldspieler mit einem
unhaltbaren Rechtsschuss in die rechte untere Ecke strafte (88.).
Grün-weiß Eimsbüttel fährt damit den vierten Dreier in Serie ein und pirscht
sich somit weiter an die Spitzengruppe der Kreisliga 7 heran. „Wir haben heute
sehr gut gespielt. Wir hatten heute ganz starke 15 Minuten, woraufhin wir dann
ein wenig nachgelassen haben. Deswegen gab es in der Pause eine klare Ansage
des Trainers, dass wir uns nicht zu früh freuen sollten. Deswegen sind wir dann
halt noch einmal draufgegangen. Ein guter Fight von uns. Auch, wenn wir das
Tempo nicht die ganze Zeit hochhalten konnten“, freute sich GWE-Akteur Mohamed
Salam nach der Begegnung.
Bei den Gästen, die aus Personalmangel mit drei Spielern aus der eigenen
dritten Herrenmannschaft antreten mussten, herrschte nach dem Spiel
Ratlosigkeit: „Der Sieg für Grün-weiß geht in Ordnung. Auch, wenn ein 5:2
leistungsgerechter gewesen wäre. Das 4:1 und der Platzverweis kurz vor der
Halbzeit haben uns hier das Genick gebrochen“, so die einhellige Meinung des
Trios aus der dritten Herren.
Für die zuletzt erfolgsverwöhnten Akteure (Platz 2 für SCN III in der
Leistungsklasse C2) eine neue Erfahrung – genau, wie der tückische Rasenplatz
am Tiefenstaaken.
Mit diesen Erfahrungen im Gepäck, gilt es nun für die SCN-Reserve, in den
kommenden Spielen wieder zu punkten, um am Ende doch noch das Wunder Klassenerhalt zu vollbringen.
Für GWE indes wird die Tabelle immer mehr zum Ausstellungsstück. Nach nun vier
Siegen in Folge ist die Tabellenspitze nicht mehr weit. Im kommenden
Auswärtsspiel beim SC Union 03 soll dann Sieg Nummer fünf eingefahren werden.
GW Eimsbüttel: Gökce –
Eick (55. Frank), Przybylski, Harth (46. C. Pleus), D. Becker – Ostertag,
Görsch – Burke, Salam, M. Güldener – Klemm (61. Ernst),
Trainer: Nico Grabarczyk
Tore: 1:0 Burke (5.), 2:0 Ostertag
(15. Burke), 3:0 M. Güldener (19.), 3:1 Albino (35. Voß), 4:1 Eick (45.,
Strafstoßtor, Klokow an Eick), 5:1 M. Güldener (62. Ernst), 6:1 M. Güldener
(76.), 6:2 Schäfer (85. Timm), 7:2 Ostertag (88.)
rote Karte: Klokow (SCN, 44.,
Notbremsen an Eick)
Schiedsrichter: Marius Nitsch (TuiS
Berne)
Zuschauer: 30
besonderes Vorkommnis: Der
SCN-Trainer wurde wegen Reklamierens aus dem Innenraum verwiesen
(Halbzeitpause).


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