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Sonntag, 16. November 2025

Spielbericht HEBC II - SC Union 03

Abstiegskampf kennt keine Liebe
Keller-Derby: HEBC II vermöbelt den Ex-Coach und ist erstmal unten raus

Viele Jahre hielt Dimitrios Papadopoulos die Knochen hin, Coachte Jugend und zweite Herren, verkaufte Speis und Trank – alles immer mit voller Leidenschaft für Lila-weiß. Der Rückkehr ins alte Wohnzimmer als Trainer des SC Union 03 wohnte jedoch auch eine sportliche Brisanz inne. Denn nicht nur, dass die Geographie ein klassisches Derby begründete; vier sieglose Partien in Serie ließen seine Mannen aus Altona-Nord zuletzt bis auf den vorletzten Rang der Bezirksliga 04 zurückfallen.
Dass man ein bis dahin nahezu ereignisloses Spiel ausgeglichen gestalten konnte, ging nach 34 gespielten Minuten als zumindest annehmbares Zwischenzeugnis durch.
Dann aber hatte man Deniz Alan deutlich zu viel Zeit zur Ballverteilung nach links gelassen, wo auch Arun Torani zu wenig Gegenwehr beim flachen 1:0 erfuhr (35.). Das Pausenresultat sollte also doch dem negativen Trend des Aufsteigers, damals übrigens zwei Zähler vor der Drittvertretung des HEBC, folgen.
Ein Stück weit erleichternd kam da die Standardkunst des Nico Kukuk daher, als der 76-fache Oberligaspieler seinen Freistoß aus dem Halbfeld genau auf Jan Schaars Kopf zirkelte und der Mann der aus der Viererkette das 1:1 schädelte (53.).
Schnell stellte aber wieder Ernüchterung ein, als mit Murat Aktürk ausgerechnet ein einst in HEBC-Jugend von Papadopoulos Trainierter mit feinem Füßchen in den Lauf von Laurel lupfte und der 29-Jährige alle höherklassige Routine zum 2:1 walten ließ (57.).
Wiederum jedoch reagierte Union mit einem Volltreffer. Diesmal erkannte Schaar die Gelegenheit zum Flugball auf den quirligen Dauda Ibrahim. Die Heim-Innenverteidigung kalt erwischt und Ibrahim konnte sicher einschieben – 2:2 (58.)!
Zwei (korrekte) Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Schnabel (Hamburger SV) brachten Ibrahim und Co schließlich auf die Palme. Erst wertete der Unparteiische einen Lufteinsatz gegen Abrurrahman Senay, dem tatsächlich Toranis zweiter Streich entsprang, als regelkonform (62.), dann erhielt Ibrahim als Kontaktsuchender im StrafRAUM keinen StrafSTOß (65.)… 
Und als wäre das noch nicht genug, für das angespannte Nervenkostüm von 03, erhöhte Alan auf Steckpass Aktürks gar auf 4:2 für Eimsbüttels Ballspielclubberer (71.).
Erholen sollten sich die Gäste davon schlussendlich nicht mehr – im Gegenteil!
Eine Orgie von wilden Querschlägern beendete Aug vor Schlussmann Aliaksandr Bulechka mit dem 5:2 (80.), woraufhin der eingewechselte Janek Meyer den Goalie vom Strafstoßpunkt verlud (Umaro Embalo hatte zuvor Raoul Bouveron im Sechzehner getroffen, 84.). Nach langer Ecke Toranis in den Rückraum (87.) und erneutem Strafraum-Foul (Stetskyi an Bouveron, 90.+2) schraubte der einst auch dem Liga-Kader angehörige Bouveron (32) den Endstand höchst persönlich noch auf ein happiges 8:2 empor.
Einen Kick-Off vor Saison-Halbzeit (daheim gegen Eintracht Lokstedt II) bleiben die Schwarz-weißen im Keller kleben. Von diesem abgesetzt hat sich indes die HEBC-Reserve (fünf Punkte vor), die am kommenden Wochenende zum heuer siegreichen Tabellenletzten nach Poppenbüttel (2:1 beim SC Sperber) fährt. Der zahlreich zur Gegnerbeobachtung angereiste Tabellensechzehnte freut sich schon.

Tore: 1:0 Torani (35. Alan), 1:1 Schaar (53. Kukuk), 2:1 Aug (57. Aktürk), 2:2 Ibrahim (58. Schaar), 3:2 Torani (62. Bouveron), 4:2 Alan (71. Aktürk), 5:2 Aug (52. Wiegand), 6:2 Meyer (84., Strafstoßtor, Embalo an Bouveron), 7:2 Bouveron (87. Torani), 8:2 Bouveron (90.+2, Strafstoßtor, Stetskyi an Bouveron)

gelbe Karten: Dalig – keine

Schiedsrichter: Christian Schnabel (Hamburger SV, Note 2)

Zuschauer: 50






Samstag, 1. November 2025

Spielbericht Niendorfer TSV III - SC Union 03

Falscher Einwurf leitet die Niederlage ein
1:3 und Sturz auf die Abstiegsränge: Union 03 schenkt Auswärtsführung her

Ein halbes Dutzend an Gegentoren durch den Niendorfer TSV beförderte den SC Union 03 unter der Woche erwartungsgemäß aus dem Lotto-Pokal und auch in der Liga stellte sich der NTSV nicht gerade als gutes Pflaster für die Jungs aus Altona-Nord heraus.
Zu Gast bei der Drittvertretung des Oberligisten, hatte man trotz etwas glücklicher Halbzeitführung den Kürzeren ziehen müssen.
In Front gegangen waren die Unioner inmitten einer verfahrenen ersten Hälfte ebenso überraschend, wie Dauda Ibrahim plötzlich alleine vor dem Gehäuse auftauchte und Nico Schultz quasi mit der ersten echten Torchance des Spiels zum 0:1 überwand (27.).
Die Platzherren taten sich derweil schwierig, ihr sonst so stilisiertes Spiel über die Außenpositionen aufzuziehen, sodass es bis kurz vor den Halbzeitpfiff dauerte, bis tatsächlich einmal Willy Kniesa über rechts für Jacob Schrage servierte. Nur hatte der Kapitän bei idealer Einschussposition doch etwas zu viel Zeit zum Nachdenken: zu viel Linksdrall ließ seinen Abschluss ins Tor-Aus gehen (43.).
Kurz nach der Pause machte es der 24-Jährige dann zu genau, als die Unterkante der Latte im Weg stand. Nur stand diesmal mit dem durchgelaufenen Jonas Oelze ein wachsamer Kollege für das letztlich erstocherte 1:1 bereit (49.). Auf der anderen Seite hatte Unions Fritz Lühr den Spott der Heim-Fans um den langzeitverletzten Till Pruns auf seiner Seite, leitete sein verzögerter Einwurf, den der Schiedsrichter daraufhin andersherum gab, den Gegentreffer ein. „Danke, Nummer Sechs!“, grüßte der gegnerische Anhang den einst beim HEBC ausgebildeten Außenverteidiger wenig einfühlsam.
Von nun an drehten sich die Dinge komplett gegen Lühr und Co, die sich durch Steffen Golombeks Ungeschicklichkeit im Strafraum gegen Dominik Heims auch noch einen Strafstoß einhandelten. Aliaksandr Bulechka wehrte diesen zwar einstweilen ab, doch im Nachschuss besiegte Schrage schließlich sein Schusspech zur 2:1-Führung (63.).
Die Elf von der Memellandallee damit endgültig dem Rücken zur Wand, zumal im ungünstigsten Fall der Sturz auf die Abstiegsplätze drohte.
Chancen zur Wende hatte sie sich freilich erarbeitet. So scheiterte der umtriebige Ibrahim nach schwach ausgeführter NTSV-Abseitsfalle an Nico Schultz (68.), woraufhin aber auch Denys Stetskyis Kopfball, abgewehrt, nicht den Ausgleich bedeutete (72.).
Gute zehn Minuten später schließlich der K.O.-Schlag, den die Niendorfer in ihrer gewohnten Manier beibrachten. Henry Risch eröffnete aus dem Zentrum, Tom Langer spielte quer und Schrage war nun offenbar auf den Geschmack des Toreschießens gekommen: 3:1 für die Herren in Grau (83.)!
Mit der ausgeglichenen Bilanz von nun vier Siegen, Remis, sowie Niederlagen stehen für den neuen Tabellenneunten jetzt vier Zähler Vorsprung auf die nun auf Abstiegsrang 14 abgerutschten Unioner auf dem Zettel. Doch auch die Reserve Eintracht Lokstedts (20 Punkte) ist nur sechs Punkte entfernt. Die Bezirksliga 04 dürfte mit ihrer Ausgeglichenheit noch so manche Wendung für den weiteren Saisonverlauf offen halten.

Niendorfer TSV III: Schultz – Sitzlach, Schacht, Schlewing, Treder (85. Van den Bosch) – Kniesa (74. Leutrum von Ertingen), Oelze, Risch, Heims (85. Hurt) – Langer (68. Müller), Schrage, Trainer: Jan-Hendrik Schmidt

Tore: 0:1 Ibrahim (27.), 1:1 Oelze (49. Schrage), 2:1 Schrage (63., Strafstoßnachschuss, Golombek an Heims), 3:1 Schrage (83. Langer)

gelbe Karten: Risch, Treder – Senay, Golombek, Ibrahim

Schiedsrichter: Zubeir Ahmadi (SC Poppenbüttel)

Zuschauer: 35




Samstag, 18. Oktober 2025

Spielbericht Niendorfer TSV III - SC Sperber Hamburg

Nichts für Seekranke
6:4! NTSV-Dritte gewinnt verrückten Bezirksliga-Thriller

Einen festen Platz in jedem Bezirksliga-Saisonrückblick 2025/2026 dürfte der wahrhaft irre Kick vom 18. Oktober aus der Staffel 04 in Niendorf sicher haben! Ein wendungsreiches zehn-Tore-Spektakel lieferten sich die Dritte des Niendorfer TSV und der SC Sperber, wobei der Held des Tages am Ende doch Grund zum Frustschieben hatte.
Seinen Anfang nahm das Spectaculum nach einer knappen Viertelstunde, in der zunächst niemand das große Risiko gehen wollte: Jacob Schrage wartete per Freistoß für die Hausherren auf, Sperber-Fänger Mahmoud Adyb blockierte nur unzureichend, doch für Tim Oelze kam der zweite Ball etwas zu überraschend, um seinen Kopfball qualifiziert aufs Tor zu kriegen (14.).
Besser ging es da kurz darauf, als Tom Langer von rechts flankte und niemand beim von außen eingerückten Dominik Heins auch nur in der Nähe stand. Das nicht unverdiente 1:0 durch das talentierte Eigengewächs (16.)!
Ohnehin war der 18-Jährige immer wieder die gesuchte Figur auf links, um das 2:0 aber nur als Zuschauer zu verfolgen. Wegen einer Verletzungsbehandlung am Seitenstreifen stehend, beobachtete Heims, wie seine kurz unterzähligen Kollegen geradlinig ins letzte Spielfelddrittel vorstießen, wo Willy Kniesa letztlich in den zentral mitgeeilten Henry Risch bediente (36.).
Zurück in Vollzahl, ließ man im direkten Gegenzug den SCS zu sehr gewähren. Und das hatte Folgen, rutschte ein Krummes Anspiel Daniel Akpis zu Michel Schmidt durch, der wiederum halblinks vor dem Tor klassisch zum Anschlusstreffer vollendete (37.).
Fürs Erste aber nur ein Strohfeuer der Grünen, denen drüben erneut Böses widerfuhr. Wieder spielte Kniesa den entscheidenden Pass von außen, sodass Schrage den Keeper umkurvte und sicher den zum Ende gar schmeichelhaften 3:1-Pausenstand kreierte (42.).
Kurz nach dem wärmenden Kabinenaufenthalt hätte Kniesa bereits für unumstößliche Fakten sorgen können, wäre da nicht die Abseitsfahne von Assistent Benjamin Biet gewesen (47.) und wäre ein weiterer Abschluss in Mitten des Sperber-Abwehrchaos etwas platzierter ausgefallen (50.).
So aber blieben die Raubvögel in der Verlosung um Zählbares, das nach einer knappen Stunde plötzlich in realistische Nähe rückte. Einen tollen Seitenwechsel von Innenverteidiger Lennard Henke in der Angriffszone nutzte der angespielte Alexander Seifert zum kurzen Abspiel an den eingewechselten Santiago Veyl Zamora, dessen feine Verarbeitung den erneuten Anschluss bedeutete (59.).
Wiederum mit Henke als Gestalter in Form eines tiefen Zuspiels für Seifert führte die Route zwei Minuten später tatsächlich zum 3:3, bei dem mit Philipp Hecht abermals ein Joker Knipste (61.). Und damit nicht genug, war Hecht im Fünfer auch bei Seiferts nächster Hereingabe zur Stelle – das Spiel binnen neun Minuten von der Bank gedreht (68.)!
Fassungslosigkeit dagegen bei den Niendorfern, denen 20 völlig verpennte Minuten zum Verhängnis zu werden drohten.
Doch eines war dieser Mannschaft heuer keineswegs abzusprechen: ihre Moral. Vom SCS jeweils per Fehlpass am eigenen Sechzehner gleich doppelt eingeladen, tauschten Risch und Kniesa ihre Rollen vom 2:0, damit Letzterer punktgenau von halbrechts ins lange Ecke einschob (73.).
Die Schmidt-Elf plötzlich wieder obenauf und mit der nötigen Griffigkeit ausgestattet. Und wer vorne einen Kniesa hat, der darf sich schließlich mit voller Ekstase über das 5:4-Führungstor freuen, profitierte der Mann des Tages hier, nach ähnlichem Muster wie vorhin, von Felix Müllers Diagonalball (84.).
In trockenen Tüchern war hier aber noch lange nichts, probierte es Sperber in der heißen Schlussphase mit Steffen Guttenberger aus 22 Metern (vorbei, 90.).
Irritieren ließ sich der NTSV auf den letzten Metern allerdings nicht – auch nicht von einer Karten-Orgie durch Schiedsrichter Daniel Kinsfator (FC Süderelbe) gegen die seiner Meinung nach zu unruhige Bank, die in insgesamt vier persönlichen Strafen, darunter einer Ampelkarte für den bereits ausgewechselten Kniesa, endete (90.+4). Im Gegenteil, setzte Müller auf Langer-Zuspiel den coolen 6:4-Endpunkt einer durchgeknallten Achterbahnfahrt der Gefühle auf beiden Seiten (90.+5). Vergessen war da die Tatsache, dass Langer kurz zuvor im Konter den leeren Quader verfehlte (90.+2).
Dank der turbulent zustande gekommenen drei Zähler schippert der NTSV, der sich später beim maritimen Teamevent auf der Elbe gebührend feierte, nun erstmal wieder in leicht ruhigeren Tabellengewässern. Der Vorsprung auf die Abstiegszone konnte vom neu-Elften auf nun zwei Zähler ausgebaut werden, während die Sperberaner ohne Auswärtspunkt in fünf Anläufen wieder unter den Strich rutschten. Misslich, dass es am kommenden Wochenende in Lokstedt wieder in fremdes Habitat geht…

Niendorfer TSV III: Schultz – L. Sitzlach, Möller (46. Mi. Bettzüche), Schlewing, Günther (81. van den Bosch) – Kniesa (87. Treder), Oelze, Risch, Heims – Langer, Schrage (62. Müller), Trainer: Jan-Hendrik Schmidt

SC Sperber Hamburg: Adyb – Seifert, Uysal, Henke, Rösl – Guttenberger, Kohlsaat (46. Veyl Zamora) – Kilinc, Akpi, Palacios Escobar – M. Schmidt (56. Hecht), Trainer: Kristof Loffhagen


Tore: 1:0 Heims (16. Langer), 2:0 Risch (36. Kniesa), 2:1 Schmidt (37. Akpi), 3:1 Schrage (42. Kniesa), 3:2 Veyl Zamora (59. Seifert), 3:3 Hecht (61. Seifert), 3:4 Hecht (68. Seifert), 4:4 Kniesa (73. Risch), 5:4 Kniesa (84. Müller), 6:4 Müller (90.+5 Langer)

gelb-rote Karte: Kniesa (NTSV, als ausgewechselter Spieler, 90.+4)

Schiedsrichter: Daniel Kinsfator (FC Süderelbe)

Zuschauer: 48










Sonntag, 6. Mai 2012

Spielbericht HEBC - TSC Wellingsbüttel

Der Relegation ganz nah
HEBC lässt gegen den TSC Wellingsbüttel nichts anbrennen

Und er rollt weiter…auch der gute Aufsteiger TSC Wellingsbüttel konnte den HEBC-Express in Richtung Relegation nicht aufhalten und reiste mit einem 1:3 im Gepäck wieder nach Hause.
HEBC präsentierte schnell due bessere Spielanlage, musste sich aber eine Viertelstunde gedulden, ehe der wellingsbütteler Abwehrriegel überwunden werden konnte. Tamer Dönmez verwertete ein passendes Zuspiel Antonio Avarellos mit all seinem technischen Können zum 1:0 für die Reinmüller-Elf.
HEBC hatte die Sache im Griff, die Partie plätscherte so vor sich hin, doch dann schlug es ein – 1:1! Jan Zierau war es, der mit seinem tollen direkten Freistoß aus 22 Metern für Ernüchterung bei allen Lila-weißen sorgte (27.).
Ein Gefühl, das nicht allzu lange anhalten sollte, denn wie es sich für ein Spitzenteam gehört, hatten die Gastgeber die richtige Antwort parat und gingen vier Minuten vor der Pause erneut in Front, als Marco Concilio die Führung aus typischer Mittelstürmerposition wiederherstellte, nachdem Thorsten Wolgast eine Aksoy-Ecke genau zum Torschützen lenkte.
Im zweiten Abschnitt verlor das Match deutlich an Fahrt, sodass die bolzenden Nachwuchsspieler außerhalb des Platzes für mehr Aufsehen sorgten, als die Bezirksligapartie auf dem roten Rasen.
Einen großen Anteil daran hatte das vorentscheidende 3:1, bei dem wieder Concilio die nötigen Stürmerqualitäten aufbrachte, um eine gute Papadopoulos-Vorarbeit zu einem Erfolgserlebnis zu nutzen (53.).
Da ansonsten nichts groß Erwähnenswertes mehr passierte, siegten die Eimsbütteler verdient zum zwölften Mal innerhalb der letzten 14 Spiele und hat den Einzug in die Landesliga-Relegation am kommenden Wochenende gegen UH Adler in eigener Hand. Ein erneuter Sieg und die drei Extraspiele in die Sechstklassigkeit wären sicher.
Für die Wellingsbütteler steht derweil im Aufstiegerduell gegen den ebenfalls vorzeitig geretteten SV Bergstedt ein netter Saisonausklang auf der Agenda.

Tore: 1:0 Dönmez (15. Avarello), 1:1 Zierau (27. direkter Freistoß), 2:1 Concilio (42. T. Wolgast), 3:1 Concilio (53. C. Papadopoulos)

Schiedsrichter: Leif Jischkowski (VfL 93 Hamburg)

Zuschauer: 90

Sonntag, 22. April 2012

Spielbericht HEBC - USC Paloma II

HEBC versohlt Paloma-Reserve
Früher Vorsprung bringt dem Abstiegskandidaten keine Sicherheit

Ohne größere Schwierigkeiten kam der HEBC in der Bezirksliga Nord zu einem Heimsieg gegen den USC Paloma II. Am Sonntagvormittag feierten die Schützlinge von Poen Alarcón einen klaren 6:1-Triumph und bleiben damit weiter im Rennen um den Aufstieg in die Landesliga.
Angefangen hatte die Partie indes nicht nach den Vorstellungen der Hausherren. Die stark abstiegsbedrohten Gäste begannen engagiert und gingen bereits in Minute fünf in Front. Mikel de Jesus Henriques ließ die Tauben überraschend jubeln. Mit zunehmender Spieldauer fingen sich die Eimsbütteler jedoch und erarbeiteten sich die ersten Torchancen. Zum verdienten Ausgleich kam man nach gut zwanzig Minuten, als Marco Concilio das Leder an der linken Strafraumecke gekonnt verarbeitet hatte und trocken abzog (21.).
In herrlicher Manier legte wenig später Cem Müller nach, indem er die Kugel in den rechten Knick zimmerte (32.). HEBC hatte das Heft des Handelns nun in der Hand und machte noch vor der Pause das 3:1. Concilios Volleyschuss landete rechts unten in den USC-Maschen (41.).
Schlag auf Schlag machten die Veilchen nach Wiederbeginn weiter. Patrick May aus 16 Metern (68.) und Tamer Dönmez per Doppelschlag (71. & 86.) besiegelten schließlich den gebrauchten Tag der Palomaten, für die es in Sachen Klassenerhalt nun äußerst düster aussieht.

Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer

Tore: 0:1 de Jesus Henriques (5.), 1:1 Concilio (21.), 2:1 Müller (32.), 3:1 Concilio (41.), 4:1 May (68.), 5:1 Dönmez (71.), 6:1 Dönmez (71.)

Schiedsrichter: Tobias Annuß (FTSV Altenwerder, Note 4,5)

Zuschauer: 60
H

Samstag, 7. April 2012

Spielbericht Glashütter SV - SV UH Adler

UH Adler lässt nichts anbrennen
Saftiger Auswärtssieg beim Aufsteiger aus Glashütter

Durch einen klaren Erfolg beim Glashütter hat UH Adler seine Hegemonialstellung in der Bezirksliga Nord untermauert. Ein Sieg mit drei Toren Unterschied war zu Beginn des Aufeinandertreffens indes nicht zwangsläufig zu erwarten gewesen.
Die Gastgeber begannen engagiert, gingen bissig zu Werke und gefielen mit teils ansprechenden Offensivkombinationen. Den Ball über die Linie zu befördern, war allerdings der Hanssen-Equipe vorbehalten. Man schrieb die 21. Minute, als Dusko Pezerovic das Leder nach einer Flanke von rechts mit links ins kurze Eck setzte – das 0:1, bei dem GSV-Torsteher Boris Schuhmann nicht die beste Figur machte.
Adler-Stürmer Harry Nadolny legte in der 42. Minute schließlich nach. Formvollendet zimmerte der Routinier einen Freistoß aus 22 Metern zum 0:2 in den Winkel. Spektakuläre Sachen hatten auf der Gegenseite auch die Platzherren drauf, die wenig später in Person von Timo Wismann aufwarteten. Völlig ansatzlos drosch er die Kugel aus 27 Metern zum Anschlusstreffer in den Giebel (44.).
Die aufkeimende Hoffnung Glashüttes wurde mit Wiederbeginn jedoch rasch zerstört. Nadolny in toller Stürmermanier (57.), Kevin Knust, welcher lang geschickt worden war (72.) und Wojciech Zlotowski per Rechtsschuss aus 16 Metern (80.) sorgten für klare Verhältnisse, ehe Jan Schuhmann kurz vor dem Ende vom Punkt aus das Endergebnis etwas abmilderte.

Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer

Tore: 0:1 Pezerovic (21.), 0:2 Nadolny (42. direkter Freistoß), 1:2 Timo Wismann (44. direkter Freistoß), 1:3 Nadolny (57.), 1:4 Knust (72. Kmoth), 1:5 Zlotowski (80. Yusufi), 2:5 J. Schuhmann (90. Strafstoßtor, Kmoth an J. Schuhmann)

gelbe Karten: J. Schuhmann – keine

Schiedsrichter: Torsten Roolfs (HT 16)

Zuschauer: 60

Freitag, 6. April 2012

Spielbericht HEBC - SC Condor Hamburg II

HEBC springt auf Rang zwei
SC Condor II deutlich in die Schranken gewiesen

Und weiter gehen die Erfolgswochen des HEBC!
Auch der SC Condor II vermochte es nicht, den Eimsbüttelern bei deren beeindruckendem Ritt gen Landesliga einen Knüppel in die Beine zu werfen. Aufgrund einer starken zweiten Hälfte siegten die „Veilchen“ am Ende verdient, indes hatten sie in Durchgang eins durchaus ihre liebe Mühe und mit den Raubvögeln.
Die Farmsener begannen am Karfreitagmorgen ohne Furcht und begegneten ihrem Kontrahenten mit Entschlossenheit. Die Folge war ein hübsch ansehnliches Fußballspiel, in dem es hin und her ging und in dem SCC-Keeper Nils Krahmer in teils toller Manier die Bälle entschärfte.
Auf der Gegenseite fehlte der Dolling-Elf selber nicht viel, um zum Erfolg zu gelangen. So scheiterte beispielsweise Timo Blaschke im letzten Moment an Sven Wolgast, nachdem Kim Kubik seinen Mitspieler von recht bedient hatte. Zuvor war es Nils Hansen gewesen, bei dessen Versuch aus zwölf Metern lediglich der Pfosten im Weg gestanden hatte.
Mit Wiederbeginn erhöhte die Alarcón-Equipe die Schlagzahl und dominierte fortan das Geschehen. Nach einer knappen Stunde war es dann passiert. Antonio Avarello sah den freistehenden Tamer Dönmez und jener bugsierte die Kugel aus zehn Metern hinter die Linie (57.).
Wenig später ereignete sich Dönmez´ zweiter Streich. Im Anschluss an einen langen Ball umkurvte er Krahmer und schob ein (67.). Mit einem feinen Heber aus halblinker Position legte Adem Ismajli in der Folge nach (79.) – Condor war endgültig erlegt. Der eingewechselte Marco Concilio machte schließlich den Endstand perfekt, als er einen Querpass Ismajlis verwertete (82.).
Der HEBC bestätigt seine gute Form der jüngsten Vergangenheit, profitiert von der parallel erlittenen Niederlage des VfL 93 gegen Eintracht Lokstedt (1:2) und springt auf den zweiten Rang des Nord-Klassements.

Autoren: Dirk Becker und Björn Meyer

Tore: 1:0 Dönmez (57. A. Avarello), 2:0 Dönmez (67.), 3:0 Ismaijli (79.), 4:0 Concilio (82. Ismajli)

Schiedsrichter: Frank „Bobby“ Schnehagen (SC Poppenbüttel)

Zuschauer: 75

Sonntag, 18. März 2012

Spielbericht HEBC - SC Urania

Drei erarbeitete Punkte
Unbeirrtes HEBC triumphiert über Urania

„Lila-weiße Invasion“, tönte es aus den HEBC-Kehlen am Sonntagmittag. Die Laune am Reinmüller war bestens angesichts des ungefährdeten Triumphs über den SC Urania. Zauberfußball indes war es nicht gewesen, mit dem die Eimsbütteler die Zuschauer in ihren Bann gezogen hatten. Vielmehr stand unterm Strich ein solider Dreier ohne große Schnörkel.
 
Dass die abstiegsbedrohten Gäste von der Habichtstraße beim „Verein zwischen den Häusern“ hätten was reißen können, davon war allenfalls in der Anfangsphase etwas zu spüren. So ließ Jan Buchholtz nach gespielten sieben Minuten mit einem Distanzschuss aufhorchen. Doch in der Folge war es auch schon vorbei mit der Urania-Herrlichkeit. HEBC zog das Spiel an sich und machte bereits vor der Halbzeit zwei Treffer.

Zunächst zog Cem Müller aus 25 Metern ab – der Ball schlug rechts oben in den Maschen ein (21.) –, und wenig später legte Antonino Avarello nach Dönmez-Zuspiel nach (25.).
In Durchgang zwei machte die Alarcon-Elf schließlich den Deckel auf die Partie. Antonino Avarello schloss einen gelungenen Konter ab (69.), ehe Concilio in klassischer Stürmermanier den Endstand markierte (72.).

Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer


Tore: 1:0 Müller (21.), 2:0 A. Avarello (25. Dönmez), 3:0 A. Avarello (69.), 4:0 Concilio (72.)

Schiedsrichter: Björn Hannemann (FC  St.Pauli)

Zuschauer: 60

Sonntag, 13. November 2011

Spielbericht HEBC - Eintracht Lokstedt

Zeichen gesetzt – HEBC lebt noch!
Fulminantes 5:0 gegen überforderte Lokstedter

Der zuletzt wenig überzeugende Landesliga-Absteiger HEBC hat sich mit einem 5:0-Derbysieg gegen Neuling Eintracht Lokstedt zurückgemeldet. Lila-weiß übernahm auf eigenem Terrain sofort das Kommando und zeigte mit Stefan Hermes´ Rechtsschuss, der nur um Haaresbreite vorbeisegelte (2.), früh, dass es gewillt war, den (Mittelfeld-) Bock umzustoßen, der goldene Schuss ließ jedoch ganze 27 Minuten auf sich warten, lochte Hermes nach Müller-Vorarbeit zum verdienten 1:0-Halbzeitstand ein.
Für den zweiten Abschnitt schien sich die Alarcón-Elf einiges vorgenommen zu haben, denn nun begann sie einen 45-minütigen Sturmlauf, der sofort einen Doppelschlag durch erneut Hermes und Marco Concilio sorgte (47. & 48.).
Während die Eintracht bis auf einen Indulto-Lattenfreistoß komplett abgemeldet war, spielten die Reinmüllerkicker wie entfesselt und veranstalteten in einem einseitigen Match durch zwei weitere simple Treffer in der Schlussphase (Ismajli, 76. & Martini, 89.) ein wahres Schützenfest zu früher Stunde.
Da fiel auch die Ampelkarte für Cem Müller nach etwas mehr als einer Stunde nicht ins Gewicht. Viel mehr hatte man den Eindruck, die orangenen Gäste wären mit einem Mann weniger auf dem Platz.
„Das war extrem wichtig für uns! Wir sind mit unserem Mittelfeldplatz nicht zufrieden und haben heute ein klares Zeichen gesetzt – HEBC lebt noch! Jetzt müssen wir das Beste aus unserer Situation machen, weiter dran bleiben und von Spiel zu Spiel denken“, ist sich HEBC-Kapitän Dejan Prostran der aktuellen Tabellenlage bewusst. Denn auch er weiß: Die Trauben hängen im Aufstiegskampf weit oben!

Tore: 1:0 Hermes (27. Müller), 2:0 Hermes (47.), 3:0 Concilio (48.), 4:0 Ismajli (76.), 5:0 Martini (89.)

gelb-rote Karte: Müller (HEBC, 63., Unsportlichkeit + Foulspiel)

Schiedsrichter: Bubacar Djalo (FC Elazig Spor)

Zuschauer: 69

Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer

Sonntag, 23. Oktober 2011

Spielbericht HEBC - HSV Barmbek-Uhlenhorst II

Nur Frau Naujoks glänzt
Schlappes 0:0 – Schiedsrichterin beste Akteurin auf dem Platz

Strahlend blauer Himmel über der Reinmüller-Anlage – welch ein schöner Herbstmorgen.
Da erwies es sich als jammerschade Angelegenheit, dass das Aufeinandertreffen des HEBC mit der Reserve von Barmbek-Uhlenhorst zum absoluten Langeweiler verkam.

Kaum spielerischer Glanz und so gut wie keine Torraumszenen. Und so war es am Ende beileibe keine Überraschung, dass das Ligaspiel der Bezirksliga Nord keinen Sieger fand. Die ereignisreichste Situation der Begegnung hatte sich am ehesten in Minute 24 zugetragen, als „Veilchen“-Angreifer Adem Ismaili in halblinker Position zum Schuss gekommen war, doch konnte BU-Torsteher Stefan Hölscher die Kugel gerade noch zur Ecke abwehren.

Wo die Kicker sich schon nicht mit Ruhm bekleckerten, machte zumindest eine andere Person Werbung in eigener Sache: Die Unparteiische Christin Naujoks (Foto) vom 1. FFC Wilhelmsburg entpuppte sich als souveräne Spielleiterin, lag in ihrer Bewertung von Zweikämpfen fast immer richtig und bewies in vielen Situationen das nötige Fingerspitzengefühl – eine klasse Leistung.

Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer

HEBC: Böhling – C. Papadopoulos, Sancak, Petrobella, Prostran – E. Avarello, Kopp (86. Martini) – A. Avarello (75. Dönmez), Müller, Hermes – Ismaili (64. Concilio), Trainer: Poen Alarcón

HSV Barmbek-Uhlenhorst II: Hölscher – Yeler, Kahl, Hirsch, Möller – Klaczinski, Haye – Missulis (85. Wegener), Theilig (66. Biason), Wrage – Obst (81. Haimerl), Trainer: Andreas Höhn

Tore: keine

Gelbe Karten: Ismaili, E. Avarello – Klaczinski, Biason

Schiedsrichterin: Christin Naujoks (1. FFC Wilhelmsburg, Note 1)

Zuschauer: 80