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Samstag, 15. November 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV III - VfL Hammonia II

ETV-Serie über Backbord gerissen
Drei frühe Gegentore als zu hohe Hypothek: ETV III verliert mal wieder  

Marmor, Stein und Eisen bricht – was auch für die Serie des ETV spricht. Mit fünf ungeschlagenen Partien boxte sich die Drittvertretung von der Bundesstraße ins Mittelfeld der Kreisliga 7, wo es im Derby gegen die Zweite des VfL Hammonia nun eine kleine Bruchlandung setzte.
Ein Bauchklatscher mit Anlauf, verstanden es die Herren in weiß vor allem nicht, ihre linke Abwehrseite gescheit dicht zu bekommen. Ein Zustand, der bereits nach fünf Minuten reichlich teuer wurde, als Außenverteidiger Pascal Duke seine Außenbahn entlang stiefelte, um ideal für Tristan Baiers ergrätschtes 0:1 aufzulegen (5.).
Ähnliches schafften die Gäste mit der fußläufigen Anreise nach der dreifachen Spielzeit. Wieder raste Duke unbehelligt auf rechts entlang, woraufhin Abdelkarim El Aidi bei Annahme und Schuss noch geblockt werden konnte. Da Baier aber wieder genau am richtigen Fleck lauerte, war das 0:2 im Nachsetzen erköpft (15.).
Hammonia gnadenlos effizient und es wurde noch brutaler, zog diesmal Leon von Sobieski gezielt zentral mit rechts ab, nachdem diesmal Torben Schulte die Vorarbeit über Steuerbord lieferte (23.).
Der ETV dagegen völlig von der Rolle, klopfte erst kurz vor der Halbzeit einmal per Freistoß durch Gabriel Lourenco de Aquino (Duke klärte auf der Linie, 44.) an.
Der VfL verpasste es unterdessen, mit noch höherer Führung als „nur“ mit 0:3 in die Pause zu gehen, weil Rene Hobelmann einen erneuten Abdruck von Sobieskies mit dem Fuß entschärft bekam (35.) und El Aidi die nicht ganz optimale Schussposition dem Querlegen auf den umtriebigen von Sobieski vorzog (42.).
Kurze Hoffnung für die Hausherren, dass es vielleicht doch noch ein annehmbarer Nachmittag werden könnte, streute nach einer Stunde ihr vorzeigenswertester Angriff, den Alexander Robert aus der hintersten Reihe heraus zu Henry Sander eröffnete, während Leo Husemann schließlich auf Zuspiel seines einstigen Mitspielers aus dem eigenen 2007er-Jahrgang auf 1:3 verkürzte (60.).
Engagiert, aber letztlich ohne Zug zum Tor, blieb Paul Schätzels zu unplatzierter Schuss auf VfL-Fänger Henrik Priestersbach (77.) das gefährlichste der Gefühle.
Hammonia machte dagegen kurz vor Ende alles klar. Jonah Müllers Kurzdistanz-Kopfball in der zweiten Welle eines Eckballs (85.) bedeutete die Vorentscheidung, die Matti Hobbiebrunken mit seinem Flachschuss nach Ballgewinn sogar noch weiter zum 1:5-Endstand untermauerte (90.+4).
Die zehntplatzierte Hammonia-Reserve damit also am kommenden Wochenende gegen den SC Egenbüttel III mit der Möglichkeit, eine schwierige Hinrunde halbwegs versöhnlich zu beenden. Der ETV möchte dagegen im Auswärtsderby bei GWE II eine neue Positivserie starten.

Tore: 0:1 Baier (5. Duke), 0:2 Baier (15. El Aidi), 0:3 von Sobieski (23. Schulte), 1:3 Husemann (60. Sander), 1:4 Müller (85.), 1:5 Hobbiebrunken (90.+4)

Schiedsrichter: Masud Omer

Zuschauer: 45





Samstag, 18. Oktober 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV III - SC Egenbüttel III

Ein Stück Vereinshistorie
Neuer Mannschaftsrekord: ETV-Dritte verdrischt formschwache Egenbütteler

Noch weit nach Spielende dröhnte das euphorische Trällern von Gassenhauern wie Herbert Grönemeyers „Bochum“ oder Wolfgang Petrys „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih´n“ aus der Kabine der ETV-Drittvertretung, der an diesem sonnigen Oktober-Samstag wahrhaft Historisches gelungen war. Denn seitdem eine dritte Herren von der Bundesstraße am Liga-Betrieb teilnimmt (Sommer 2013), gab es keinen höheren Erfolg als das heutige 10:2 gegen den SC Egenbüttel III.
Die Zerlegung des kräftig ersatzgeschwächten Tabellensiebten hatte früh Gestalt angenommen. Was im ersten Anlauf nämlich noch nicht perfekt klappte (Torwart Kevin Bestmann machte sich erfolgreich breit, 4.), gelang beim zweiten Versuch vorzüglich: Marc-Micha Oehlers mit dem langen Ball hinter die unsortierte Abwehrkette und Zielspieler Anton Freiherr von Cornberg mit dem eleganten Slalom-Lauf zum 1:0 (5.).
Mit richtig viel Gefühl und noch mehr Effet verdoppelte Jugend-Neuzugang Leo Husemann postwendend mit bananenhafter Schussbahn (7.), während Gabriel Lourenco de Aquino für sein 3:0 einen ruhenden Ball (Freistoß von halblinks) bemühte (17.).
In der Folge war es dann ein neuer ETV-Signature-Move, der die völlig überforderten Gästen vor unlösbare Defensiv-Aufgaben stellte: das tiefe über rechts. So initiierte man sowohl den vierten Treffer durch Doppelpacker Husemann (19.), als auch Oehlers´ 6:1 (40.) über Steuerbord. Zwischendurch verwertete Oehlers einen Abstauber zum 5:0 (25.), dem die bemitleidenswerten Rellinger immerhin einen äußerst umstritten zustande gekommenen Ehrentreffer per Strafstoß (Moritz Engel bemühte klar die Brust), versenkt von Spielgestalter Pascal Gertschat-Anderlik, entgegensetzten (36.).
Den Schlusspunkt einer surreal einseitigen ersten Hälfte setzte kurz vor deren Ende der bisher im Abschluss glücklose Jonathan Halx, den Lourenco de Aquino und Freiherr von Cornberg zuvor ohne Gegnerwiderstand in Position spielten (44.).
Auch im zweiten Abschnitt raste die Heim-Elf weiter durch die Einbahnstraße, die Halx gleich zu Beginn aus kürzester Distanz nicht zum achten Hurra führte (46.). Doch weil der nächste Versuch des bulligen Angreifers linksunten hineintrudelte, war das Oktett schließlich doch erreicht (50.).
Ausgerechnet jetzt traute sich der gerupfte SCE etwas mehr zu, während die Eimsbütteler die Sache nun etwas lockerer nahmen. Im Doppelpass mit Janosch Winkler gelang Murat Cinar somit das verkürzende 8:2 (54.), bei dem es nicht unbedingt hätte bleiben müssen. Außenverteidiger Fynn Rohde ans Außennetz (57.) und Gertschat-Anderlik ans Aluminium (64.) verpassten weitere Ergebniskosmetik der stets (zu) braven Bestmann-Elf.
Stattdessen multiplizierte Halx seine Saisontorausbeute von vor dem Spiel um den Faktor zwei, zog er durchaus haltbar von der Strafraumgrenze aus zum 9:2 ab (72.) und wemmste der bekennende Köpenicker das Leder zu Treffer Nummer vier, gleichbedeutend mit dem historischen 10:2-Endstand, in den Winkel (89.).
Neben einem besonderen Platz in der Mannschaftschronik produzierte der Kantersieg auch Wichtiges in der Tabelle der Kreisliga 07: neben einer positiven Tordifferenz erarbeiteten sich die Herren in komplettem Weiß einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. Nur einen Zähler davor rangiert nun der neue Tabellennachbar aus Egenbüttel, dessen Pfeil bei jetzt sechs sieglosen Pflichtspielen am Stück weiter abwärts zeigt.

Tore: 1:0 Freiherr von Cornberg (5. Oehlers), 2:0 Husemann (7.), 3:0 Lourenco de Aquino (17., direkter Freistoß), 4:0 Husemann (19. Freiherr von Cornberg), 5:0 Oehlers (25. Halx), 5:1 Gertschat-Anderlik (36., Strafstoßtor, Handspiel Engel), 6:1 Oehlers (40. Freiherr von Cornberg) 7:1 Halx (44. Freiherr von Cornberg), 8:1 Halx (50. Lourenco de Aquino), 8:2 Cinar (54. Winkler), 9:2 Halx (72. Schätzel), 10:2 Halx (89. Waller)

gelbe Karten: Lourenco de Aquino – keine

Schiedsrichter: Sechkin Sezgin Remzi (TuS Holstein Quickborn)

Zuschauer: 35







Samstag, 21. Oktober 2023

Spielbericht Eimsbütteler TV III - HEBC III

Jugend forscht, Camara köpft – HEBC III ist Derbysieger!
Standard-Tor entscheidet enges Nachbarschaftsduell an der Bundesstraße

Geographisch ein paar Minuten Fußweg und in der Kreisliga 4 wenige Zähler trennen die beiden Lokalrivalen aus Eimsbüttel, deren lautstark umjubelte Vormachtstellung sich nach 95 engagierten Spielminuten der HEBC sicherte.
Bevor der „lila-weiße Invasion“ ihre gebührenden Feierlichkeiten zuteilwurden, arbeitete man sich zunächst bei zeitweilig hervorlugender Oktobersonne durch eine höhepunktarme Veranstaltung, deren erster konkreter Strafraum-Aufreger den Gastgebern gehörte. Über die Stationen Lourenco de Aquino und Brossette kam Anton Freiherr von Cornberg zum Abschluss, dem es einer Vereitelung vor der Torlinie bedurfte (40.).
Auf der anderen Seite wurde es dann kurios: Eine Hereingabe am langen Pfosten erwartend, scheiterte Simon Loos mit Karacho am Aluminium, ehe die Chance durch Ballbesitz weiter am Leben blieb. Elegant wäre es sicher gewesen, die Kugel fairerweise ins Aus zu spielen, da Heim-Schlussmann Oguz Cevik angeschlagen auf dem Hosenboden lag. HEBC spielte jedoch weiter und noch bevor der häufig etwas überfordert wirkende Schiedsrichter die Partie zur Behandlung unterbrach, rollte John Ahrens´ Fernschuss in die Maschen (43.). Gemäß Regeltext ein regulärer Treffer, dem aus sportlichem Anstand aber niemand hinterhertrauerte. Seltsam auch, dass das Zurückspielen des Balles an den ETV beim fälligen Schiedsrichterball tatsächlich eine retroaktiv doch wieder zurückgenommene gelbe Karte gegen die ursprünglich ballbesitzenden HEBCer wegen Ballwegschlagens nach sich zog. Irgendwie wusste hier niemand so recht, was da eigentlich gepfiffen wurde…
Umso klarer dafür die Ereignisse in Minute 48: Ecke Lila durch Vitalii Tkachenko, Kopfball des langen Bakari Camara am Fünfer-Eck – 0:1!
Der Bann war gebrochen, doch ein Feuerwerk der Offensivkunst sollte es auch in der Folge nicht werden. HEBC verwaltete clever, während die Herren in Schwarz oft zu ungenau spielten, um sich dem Kasten von Oberliga-Leihgabe Patrick Meins ernsthaft zu nähern. Eine echte topp-Chance ereignete sich dennoch, als Gabriel Lourenco de Aquino seinen Eckstoß zum recht frei draufhaltenden Tjark Nar beförderte. Auf direktem Wege rauschte die Murmel drüber (74.), sodass die drei Derby-Punkte an den Reinmüller wanderten. Einen besseren Herren-Einstand konnte sich das unterdessen gut einfügende A-Jugend-Trio aus Lazar Djordjevic, Robert Nachtweh und Emil von Lühmann gar nicht wünschen.
Als nächstes wartet auf den neuen Tabellensechsten das Heimspiel gegen den seit Ende August ungeschlagenen SV Lurup (sechs Siege, ein Remis) – wieder mit Köpfchen und jugendlicher Leichtigkeit?

Tore: 0:1 Camara (48. Tkachenko)

Schiedsrichter: Lahcen Rast (FSV Geesthacht, Note 5,5: höchst konfuse Vorstellung, die ihren Höhepunkt im Unterbrechungspfiff nach bereits erfolgter Torerzielung fand (43.).)

Zuschauer: 50


König der Lüfte: Bakari Camara



Samstag, 26. August 2023

Spielbericht Eimsbütteler TV III - SC Hansa 11 II

Schneiders zieht Hansa den Stecker
7:3 an der Bundesstraße! ETV III feiert krachende Heimspielparty

„Kreisliga 4 – die Erlebnisstaffel“ könnte ein Werbeslogan für die Gruppe, die auch in ihrer fünften Saisonauflage mit spieldurchschnittlich sechs Treffern aufwartete. Die Höchstanzahl gab es dabei am Samstagnachmittag an der Bundesstraße zu bestaunen.
Mit 7:3 hatte die dort beheimatete Dritte des Eimsbütteler TV die Reserve von Hansa 11 von ihrem sonnengefluteten Areal geschickt.
Besonders bemerkenswert erschien hierbei die Chancenausbeute. So führte gleich die erste konkrete Gelegenheit des Spiels zum 1:0, das Mikolaj Jamrozinski im Anschluss an eine Ecke von rechts im Nachsetzen besorgte (23.).
Mit dem Glück eines unglücklichen Torwarthandelns legte Simon Lassnig per Fernschuss aus Linksaußenposition das 2:0 nach (36.), welches der Kopf des Freiherrn von Cornberg per Eigentor bei einem Kilic-Eckstoß auf den ersten Pfosten wieder relativierte (41.).
38 Sekunden ließen die stets willigeren Hausherren nach dem Seitenwechsel lediglich verstreichen, ehe es im Expresstempo zu Julien Schneiders 3:1 ging.
Hansa bekam derweil sein Zentrum nicht dicht, was den vor Spielbeginn einen Zähler schlechter dastehenden ETV zum 4:1 inspirieren sollte. Jamrozinski war zunächst vom gegnerischen Schlussmann abgeräumt worden, doch Schneiders stand wieder goldrichtig für den Doppelpack binnen sechs Minuten (51.). Aus diesem hätte gar noch ein Hattrick werden können, wäre ein Rechtsschuss nicht aus Halbposition vorbeigeflogen (57.).
Nach ähnlichem Muster wie beim 4:1 holte der diesmal ins richtige Gehäuse netzende Anton Freiherr von Cornberg das vorhin Verpasste nach (60.).
Kurz flackerte dann aber plötzlich die Möglichkeit einer unerwarteten Wende auf. Burhan Morkoyuns unbedrängte Flanke köpfte Thomas Schmidt zum 5:2 ein (67.), woraufhin der eingewechselte Kevin Kyei-Gyamfi mit seinem Heber auf nur noch zwei Tore Rückstand aus Sicht der Feldstraßen-Elf verkürzte (79.).
Der Spannung war jedoch schon vorzeitig der Stecker gezogen, nachdem Schneiders über Gabriel Lourenco de Aquino und Pascal Ahrens in die Schussposition zum vorentscheidenden 6:3 gebracht wurde (84.).
Den 7:3-Schlusspunkt hinter den zweiten Punktspielsieg der Saison setzte abschließend Lourenco de Aquino aus der zweiten Reihe (90.+1).
Im Mai erst im Saisonfinale gerade noch rechtzeitig aus dem Tabellenkeller geflohen, mutet Rang acht nach dem ersten Sechsten der neuen Spielzeit doch ganz ordentlich an.  

Tore: 1:0 Jamrozinski (23.), 2:0 Lassnig (36.), 2:1 Freiherr vorn Cornberg (41., Eigentor, Kilic), 3:1 Schneiders (46. Müller), 4:1 Schneiders (51. Jamrozinski), 5:1 Freiherr von Cornberg (60. Schneiders), 5:2 Schmidt (67. Morkoyun), 5:3 Kyei-Gyamfi (79. Krüger), 6:3 Schneiders (84. Ahrens), 7:3 Lourenco de Aquino (90.+1)

Schiedsrichter: Ridha Gabsi (SV Lieth, Note 3)

Zuschauer: 20





Samstag, 5. August 2023

Spielbericht KS Polonia Hamburg - Eimsbütteler TV III

Irres Finish – Heimsieg kippt in der Nachspielzeit
Kreisliga 4: KS Polonia gibt spät erzieltes 3:1 noch aus der Hand

Freistoßtor, Seitfallzieher, Treffer in der Nachspielzeit: Die wenigen Schlachtenbummler am Spielfeldrand auf der „Baustelle Finkenau“ kamen zum späten Kick-Off am Samstag (18.30 Uhr) voll auf ihre Kosten!
Sowohl der Klub Sportowy Polonia, als auch die Drittvertretung des Eimsbütteler TV waren in der Vorwoche glück- und punktlos in die neue Spielzeit gestartet.
Erste Aussichten auf den Premierendreier angelten sich die Gäste, für die Julien Schneiders den ersten echten Abschluss nicht allzu sehr verzog (5.).
Richtig schön herausgespielt kam kurz darauf das 0:1 daher, eröffnete Jakob Henning sauber diagonal von hinten, ehe der viel gesuchte Gabriel Lourenco de Aquino passend für den einschiebenden Malte Pamperien im Sturmzentrum rüberschob (9.).
Lange Zeit zum Jubeln blieb jedoch nicht, traf Jakub Gorski das Runde aus 22 Metern satt zum umgehenden Gleichstand (11.).
Spielerisch zwar gefällig, aber zu selten zwingend, ernteten die Bundesstraßler fortan etwas mehr Fließpunkte. Lange Zeit aber plätscherte das Geschehen auf dem maximalschmalen Kunstrasen an der Finkenau friedlich vor sich hin, bis Jakub Gorski Polonia acht Minuten vor dem Ende per Seitfallzieher aus gut erkannter Nicht-Abseitsposition auf die Siegerstraße führte.
Auf die Überholspur in Richtung Heimsieg ging es drei Minuten später, als Cezary Uzdowskis schön getretener Freistoß direkt rechtsoben zum 3:1 in Rene Hobelmanns ETV-Gehäuse einschlug (85.). Zuvor hatte der Schlussmann das dritte Gegentor noch mittels einer Fußabwehr gegen den eingewechselten Jakub Zdrada vereiteln können (83.).
Alles klar, in Uhlenhorst – oder doch nicht?
Die Eimsbütteler, die sich bei der Freistoßentstehung glücklich schätzen konnten, dass Verursacher Max Wullenweber nicht wegen Torraubs als letzter Mann nur mit einer Verwarnung davonkam, gingen noch einmal in die Vollen. Über rechts kam Lourenco de Aquino quasi von der Grundlinie aus zum Heber, der abgefälscht stante pede das verkürzende 3:2 bedeutete (86.).
Die Gastgeber nun ohne Entlastung, während der Druck des Gegners immer größer wurde. Dann ein Aufschrei bei den Jungs vom Turnverband, nachdem Schneiders im Sechzehner gelegt wurde. Pamperien aber schaltete fix und drosch das Leder mit rechts ausgleichend in die Polonia-Maschen (90.+1). 3:3 – und noch war die Nachspielzeit nicht rum! Ecke Lourenco de Aquino von rechts, der zweite Ball und plötzlich war da wieder Pamperien, der es tatsächlich mit dem Schädel vollbrachte! Zwei ETV-Treffer in der Extrazeit und der sicher geglaubte Sieger stand am Ende (wieder) ohne Zählbares da.
Als wäre dies schon nicht bitter genug, ziert die polnisch-ukrainische Elf nach zwei wegen Spielausfällen nicht komplett gespielten Runden das Tabellenende.
Pamperien und Co dagegen freuen sich obendrauf zum späten Auswärtssieg über den Sprung auf Rang 11 einer kuriosen Tabelle, in der Platz 1 bis 14 allesamt mit drei erspielten Zählern unterwegs sind.

Tore: 0:1 Pamperien (8. Lourenco de Aquino), 1:1 Gorski (11. Markiewicz), 2:1 Gorski (82.), 3:1 Uzdowski (85., direkter Freistoß), 3:2 Lourenco de Aquino (86.), 3:3 Pamperien (90.+1, Schneiders), 3:4 Pamperien (90.+4, Lourenco de Aquino)

gelbe Karten: keine – Wullenweber

Schiedsrichter: David Tim Kerber (SC Europa, Note 2,5: hatte das außerordentlich faire Match stets im Griff, Wullenweber wäre bei seinem Foul als „letzter Mann“ des Feldes zu verweisen gewesen, 85.)

Zuschauer: 25


Erfolgsduo: Malte Pamperien erwartet ein Zuspiel von
Gabriel Lourenco de Aquino




Sonntag, 25. März 2018

Spielbericht Eimsbütteler TV III - TuRa Harksheide II

Jandali und Co eine Nummer zu groß
TuRa II punktet ungefährdet an der Bundesstraße

Für TuRa Harksheides Zweitvertretung geht es zwar für den Rest ihrer höchst mittelmäßigen Saison um nicht mehr so wirklich, ihre Pflichtaufgabe bei ETV III wurde aber dennoch durchaus spielfreudig gelöst.
An der Bundesstraße nahm der elfte Saisonsieg rasch Konturen an, hatten die Gastgeber insbesondere Stürmer Louis Jandali nicht halten können.
Dieser nutzte den aus einem Einwurf entsprungenen Spielzug zum 0:1 nach neun Minuten, um ebenso viele Zeigerumdrehungen später seinen selbst herausgeholten Schuss vom Punkt (Gudmundur Jónsson hatte ihn im Lauf gelegt) rechts unten zum 0:3 zu platzieren.
Unterdessen erhöhte der baumlange Christian Meier aus hohen Lüften im Zuge einer Przuntek-Ecke einstweilen auf 0:2.
Für die abstiegsbedrohten Eimsbüttel bahnte sich ein Debakel an, zumal TuRa auf das vierte Tor drängte. Nur Torsteher Denis Honisch konnte dieses gegen den schön durch Fabian Siemon in Szene gesetzten Stefan Bähring gerade noch verhindern (22.).
Immerhin sendete Andree Garcia Anccas per Drehschuss (vorbei) einmal ein kleines Lebenszeichen (28.), dem die Norderstedter aber rasch 0:4 entgegensetzten, war es wieder Bähring, den man über links gewähren ließ, ehe die mit rechts gespielte Kugel erneut im Netz lag (34.).
Sogar der zweite Strafstoß im Spiel vermochte kurz vor der Pause keine Linderung des ETV-Schmerzes herbeiführen. Mutlos zielte Marc Noy genau auf den abwehrenden Fabricius, der Sören Winters Halten im Sechzehner somit wieder wettmachte.
Apropos Schmerz: Als der SCALA-Schlussmann und Angreifer Garcia Anccas nach dem Seitenwechsel unglücklich im Strafraum zusammenschellten, war die Torlosigkeit der Roten dann doch endlich beendet. Denn Rettungstaten wollen schließlich gut getimt sein…
Auch wenn der zweite Abschnitt fortan etwas offener vonstattenging, verstand es die Kossik-Elf, ihre Geschwindigkeitsvorteile sinnvoll einzusetzen.
So schnürte Stefan Bähring im Sprint gen Tor seinen Doppelpack (58.), Przuntek kurz danach nur die Querlatte erwischte. Die flüssig vorgetragene Vorbereitung über Lars Mährlein und den immer wieder beteiligten Jandali verlieh den Ansprüchen Berechtigung.
Ebenfalls die insgesamt solide Defensivarbeit, die in der Schlussphase nur der auf 2:5 verkürzende Garcia Anccas einmal erfolgreich zu torpedieren wusste (85.).
Die erneute Korrektur des Spielstandes verpassten Fabian Eggelmeyer (links vorbei) und noch einmal Louis Jandali im Duell mit dem reflexstarken Denis Honisch in der Nachspielzeit.
Kein Beinbruch für die Jungs vom Exerzierplatz, zählen auf der Jagd nach dem durchaus noch möglichen Vorstoß ins Spitzentrio ohnehin nur die Punkte. Drei weitere dafür mit dem Glashütter SV ein Team aus ebendiesen Top-Drei mitbringen.
Der Eimsbütteler TV muss dagegen dringend im Abstiegskampf punkten, wenn der jetzt schon riesig erscheinende Neun-Punkte-Rückstand auf St. Pauli VI noch aufgeholt werden soll. An den Tabellenvorletzten vom Duvenstedter SV hat man zumindest gute Hinspiel-Erinnerungen (8:1).

Tore: 0:1 Jandali (9.), 0:2 Meier (15. Przuntek), 0:3 Jandali (18. Strafstoßtor, Jónsson an Jandali), 0:4 Bähring (34.), 1:4 Garcia Anccas (54.), 1:5 Bähring (58.), 2:5 Garcia Anccas (84.)

Schiedsrichter: Christoph Albrecht (FTSV Komet Blankenese)

Zuschauer: 30

Besonderes Vorkommnis: Noy (Eimsbütteler TV III) scheitert mit Strafstoß an Fabricius (Winter an Garcia Anccas (44.).

Sonntag, 11. März 2018

Spielbericht Eimsbütteler TV III - FC St. Pauli VI

Mit der Sonne im Rücken
In der Nachspielzeit: St. Pauli VI dreht umkämpftes Aufsteigerduell!

Eigentlich sollte es gleich im ersten Spiel für St. Paulis „Sechste“ nach der langen aber durchaus fleißig genutzten Winterpause genauso erfolgreich weitergehen wie man vor über vier Monaten abgeschlossen hatte (zwei Siege vor Weihnachten verschafften den Kiezkickern vorerst ein wenig Luft im Abstiegskampf), doch die Vorstellung in der ersten Halbzeit im Sechs-Punkte-Duell bei ETV III taugte nur wenig als Mutmacher.
Vorne ohne die letzte Dynamik und hinten in den entscheidenden Szenen nicht mit dem nötigen Zugriff, geriet man nach 36 Minuten bereits mit 0:2 ins Hintertreffen.
Erst köpfte Gudmundur Jónsson die Roten ganz allein im Strafraum nach einer Glasmeyer-Ecke in Führung (20.), ehe der FC gleich zweimal in tödliche Konter lief.
Wo Schlussmann „Toni“ Seibt gegen den Überragend vom umtriebigen Junior Garcia Anccas in Szene gesetzten Frederic Crasemann noch zur rettenden Instanz wurde, gab es im zweiten Anlauf gegen David Haßler überlegten Abschluss nichts zu halten (36.).
Nichts deutete zu diesem Zeitpunkt darauf hin, dass die wachen und gut organisierten Eimsbütteler die Punkte am Ende noch gänzlich aus der Hand geben sollten, bis die Gäste kurz vor der Pause  einmal vorne leidenschaftlich nachsetzten und Habibullah Sediqi zum flachen Anschlusstreffer in die lange Ecke traf.
Daran änderten auch die Proteste der Gastgeber gegen die intensive Zweikampfserie bei der Entstehung nichts.
Jetzt waren auch die Feldstraßenkicker endlich aktiver Teil dieses selbstdeklarierten Derbys, das sie halbzeitübergreifend sogar binnen sechs Zeigerumdrehungen wieder auf null setzten, segelte ein Freistoß als Hereingabe herrenlos durch den Strafraum, wo nicht nur Kai Simons im Ringkampf zu Boden ging, sondern mit Bastian Fein auch ein torgefährlicher Außenverteidiger zur Stelle war – 2:2!
Die Folge: Abstiegskampf wie er im Buche steht. Viele Zweikämpfe, wenig Spielfluss und ein Schiedsrichter, der es, egal was er (nicht) pfiff, niemandem recht machen konnte.
Eine passende Szene dazu lieferten die Beteiligten, als der Unparteiische gerade Oliver Wolffs „Comeback-Ticket“ (der von einem Bänderriss Wiedergenesene holte sich prompt eine berechtigte Gelbe für ein unsanftes Foul ab) notierte und der ETV den fälligen Freistoß bereits ohne Freigabe ausführte und die Kugel rasch wieder verlor. Der entstandene kritische Strafraumzweikampf sorgte wiederum für strafstoßfordernde St. Paulianer. Da blutet dem Regelfuchs das Herz…
Sportlich brachte Wolff seine Farben mit einem knapp verzogenen Distanzschuss auf Tuchfühlung mit den drei Punkten, die auf der anderen Seite auch für Rot in greifbare Nähe rückten. Nur machte der aufgerückte Carlo Schulz allerdings Bekanntschaft mit Pfosten (84.) und Torwart (86.).
Das niemandem helfende Remis schien also das verdiente Schicksal der Kontrahenten zu sein, doch die tief stehende März-Sonne hatte in der Nachspielzeit einen anderen Plan parat.
Geradezu hinterlistig nahm sie dem zu weit vor seinem Tor stehenden Denis Honisch die Sicht, wodurch Tim Rosenthal, übrigens ein Mann mit Bundesstraßenvergangenheit, mit seinem ewig langen Freistoß, dem letzten Ballkontakt der Partie, aus über 40 Metern zum gefeierten Siegtorschützen wurde.
Ob verdient oder nicht, war unter dem Jubel natürlich nicht mehr das Thema, wohingegen dem ETV der späte Punktverlust im Aufsteigerduell mit dem Blick auf das Tableau mächtig weh tut.

Eimsbütteler TV III: Honisch – Dinh, Rohrbach, Schulz, Kunick (79. Ohse) – Glasmeyer, Guerrero Rojas (88. Pamperien), Jónsson, Crasemann – Haßler (62. Chavez Torrillo), Garcia Anccas, Trainer: Norbert Voigt

FC St. Pauli VI: Seibt – Niebelschütz, Pierini (53. Rosenthal), Fein, Bandelin – Zech (77. Hävecker), Wehrmann – L. Michielsen, Eckelt, Sediqi – Simons (62. Wolff), Trainer: Tim Wilhelm

Tore: 1:0 Jónsson (20. Glasmeyer) 2:0 Haßler (36. Crasemann), 2:1 Sediqi (43. Bandelin), 2:2 Fein (52. Niebelschütz), 2:3 Rosenthal (90.+1 direkter Freistoß)

Gelbe Karten: Honisch, Garcia Anccas – Wolff, Niebelschütz, Eckelt

Schiedsrichter: Andreas Jansen (SC Condor, Note 4)

Zuschauer: 35