TBS bestaunt die Struve-Festspiele
Vierfachschütze
führt trainingsfleißige Liether zum klaren Test-Sieg
Fast vier Stunden lang – verteilt auf zwei Einheiten – schuftete die
Ligamannschaft der SV Lieth am Sonntag auf dem Trainingsplatz, ehe sie am
frühen Abend den Vergleich mit der Reserve von TBS Pinneberg klar für sich
entschied. Mann des Tages dabei: Finn Struve, der mit insgesamt fünf
Torbeteiligungen ganz besonders aufdrehte.
Bevor der Liether mit der Nummer Sieben seinen Viererpack plus Vorbereitung
aufs Kunstgrün zauberte, lief er mit seinen Farben aber erstmal einem Rückstand
hinterher, nachdem TBS einmal Tempo im Kurzpassspiel aufnahm und Ozan Sürücü seine
Strafraumbegegnung mit Hendrik Homburg zu Ahmad Rifais Strafstoßtor annahm
(12.).
Überhaupt zirkulierte das Leder ganz ansehnlich, wenn sich die Gäste derartig
auf kurze Bälle verlegten, wie bei einem Zusammenspiel der Herren Sürücü und
Kayali, das in Lenard Alamshas abgefälschtem Versuch mündete (27.).
Weil der Vorjahresdritte der Kreisklasse 01 davon allerding zu oft Abstand nahm
und lieber lang bolzte, ebnete er dem Widersacher den Weg zurück ins Spiel, der
auch für diesen über einen berechtigten Strafstoßpfiff führte. Leon Girgin
hatte Max Schulz klar am Fuß getroffen, sodass Struve seinen Penalty flach kompromisslos
versenken durfte (38.).
Ein Gleichstand, den vor der Paus Joel
Tündermann noch einmal per Kopf ins Wanken brachte, doch der junge Kerl, der als
einer von sieben Startelfspielern zum Bezirksligaabstiegskader gehörte, köpfte
eine gelungene Brant-Flanke hauchdünn an der Heim-Führung vorbei (41.).
Nach dem Seitentausch ging dafür aber so richtig die Post ab, wozu der Auftakt
bereits in Sekunde 29 fiel. Joker Tom Busse fügte sich sofort per Lupfer in den
Lauf von Max Schulz ein, ehe der bewegliche Angreifer auch im reduzierten Tempo
gegen den zögerliche Goalie traf (46.).
Der inzwischen kräftig durchrotierte Gegner damit rasch demotiviert, während
die SVL aus einer Ballbesitzphase heraus das 3:1 durch Struves zweiten, sogar
selbst eingeleiteten, Streich nachlegte (48.).
Doch damit nicht genug seiner Festspiele, folgte der Vorbereitung des 4:1 (Torschütze
Matteo Schuchhardt) via Eckstoß (61.), ein weiterer Doppelpack in
Mittelstürmermanier (74. & 77.).
Weitaus weniger Coolness vor dem Tor bekam unterdessen Kollege Julien Duffke
auf Einladung des TBS-Schlussmannes in die Spur, als der heuer äußerst
offensivfreudige Außenverteidiger, bereits an Spielertrainer Fatih Ertürk
vorbeigezogen, dessen leeres Tor nicht traf (73.). Ein Außennetztreffer, der gegen
sich ergebene Pinneberger allerdings nur anekdotische Relevanz verkörpern
sollte. Schließlich vergaben auch Schulz (82.), Marc Homborg (82.) und Struve
(84.) aussichtsreiche Chancen auf das 7:1, das das unter den staunenden Blicken
erstarrten Gegenspieler letztlich doch noch fallen sollte. Ein
Mehrfachpassduett mit Kapitän Hendrik Homburg vollendete Schulz trotz
herausforderndem Winkel zum Endstand, der – der Torfolge entsprechend – als Spiegelbild
der zweiten Hälfte taugte. Den Feierabend am Grill und vor dem WM-Finalfernseher
hatten sich die fleißigen Männer in rot-schwarz heuer freilich verdient!
SV Lieth: Rensch – Duffke, M. Homburg, M. Schuchhardt, Wrage –
Tündermann, Boelter, H. Homburg, Struve, Brant – Max Schulz, eingewechselt:
Hajdari, Busse, F. Rudek, Dickenhausen, Trainer: Thorben Pingel
TBS Pinneberg II: Ertürk – D. Alamsha, König, Girgin, Aydogan – Sürücü,
von Borstel, Rifai, da Ronch – L. Alamsha, Kayali, eingewechselt: Moldt,
Griffiths, Mazanga, Senol, Simsek, Spielertrainer: Fatih Ertürk
Tore: 0:1 Rifai (12., Strafstoßtor, H. Homburg an Sürücü), 1:1
Struve (38., Strafstoßtor, Girgin an Max Schulz), 2:1 Max Schulz (46. Busse),
3:1 Struve (48. Wrage), 4:1 M. Schuchhardt (61. Struve), 5:1 Struve (74.
Duffke), 6:1 Struve (77. Busse), 7:1 Max Schulz (90. H. Homburg)
gelbe Karten: keine – Rifai
Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 25
Sonntag, 19. Juli 2026
Spielbericht SV Lieth - TBS Pinneberg II
Samstag, 16. März 2024
Spielbericht SV Rugenbergen IV - TBS Pinneberg II
TBS-Reserve
und ihre Gesichter
Traumtor,
Überlegenheit, Zittersieg und Undiszipliniertheiten beim Primus
Zweifel am Aufstieg? Bei der Reserve von Türk-Birlikspor Pinneberg hoch oben an
der Spitze der Kreisklasse B1 vergebens gesucht. Zu Gast beim Tabellenvierten
in Rugenbergen, fuhr die Elf vom Trainergespann Fatih Ertürk und Frank Kölln
den nächsten dicken Fisch auf dem Segeltörn gen A-Klasse.
Ein hartes Stück Arbeit war es für den ramadangeschwächten Primus aber allemal –
trotz frühem Oberwasser, das Emre Malkoc aus beeindruckenden 45 Metern per
Hochschuss über den düpierten Anastasios Kostas herbeischwemmte (5.).
Chancen, den Vorsprung geschmeidig auszubauen, boten sich TBS insbesondere in
Abschnitt eins so einige. Lenard Banyameen mangelte es jedoch an der nötigen
Körperspannung (18.), während Ahmad Rifai (22.) und Linus Griffiths (40.) das
Nachsehen gegen den rehabilitierten Kostas hatten.
Die biederen Gastgeber kamen dagegen kaum einmal ernsthaft voran. Fast etwas
eingeschüchtert wirkte das juvenil aufgestellte Team gegen das auch verbal
ordentlich unter Strom stehende Spitzenteam.
Folgerichtig daher das 0:2, bei dem Ahmad Rifai im unwiderstehlichen Solo über
links, inklusive Strafraumabschluss, den auch Luca Teicherts Rettungsaktion
nicht mehr zu entschärfen wusste, augenscheinlich machte, warum sein Team zu
stark für diese Spielklasse ist (53.).
Absolut unterklassig kam jedoch in zunehmender Weise das Verhalten einiger
Gäste-Akteure daher. Wiederholt hatte Schiedsrichter Jörn Kolb dem Meckern
durch Verwarnungen Einhalt gebieten wollen (Z. Sürücü, 25., Caytas, 78.,
Trainer Ertürk, 82.), doch so wirklich beruhigen mochten sich die Gemüter
nicht.
Wäre man mit seinem Eifer doch bloß auf das Sportliche reduziert geblieben,
hätte man sich die spannende Schlussphase sicher erspart.
Ihren Beginn hatte diese in Minute 67, als Mika Abler seinen Freistoß zwar an
die Latte setzte, der kantige Joshua Zinnau seinen Größenvorteil aber just zum verkürzenden
Kopfballabstauber nutzte.
Abler an Außennetz (72.) und Jannis Petersen mit Abfälschungspech (80.)
trauerten ihren luftig verteidigten Ausgleichschancen hinterher, während die
mittlerweile für eine weitere Spitze aufgelöste Viererkette Glück hatte, dass
Ozan Sürücü mit rechts nur den Pfosten erwischte (84.).
Zwölf lange Nachspielminuten, die dem wiederholten Zeitspiel von Hellblau
Rechnung trugen, bekam die Elf um Kapitän Janne Guter noch obendrauf. Apropos
obendrauf: Genau auf das Tornetz fiel von oben Ablers letzter Heber hinab
(90.+9), sodass die Punkte letztlich doch an die Müßentwiete gingen.
Anstatt sich jedoch an diesem Zittersieg und den besten Aussichten auf den
Sprung in Klassenhöhe Neun zu erfreuen, bepöbelte und bedrängte man lieber den
Schiedsrichter, in dessen Richtung Banyameens „Stinkefaust“ oder auch der Ausruf
„Du Adolf!“ gerichtet waren. Geschmacklosigkeiten, die nicht nur auf dem
Fußballplatz nichts verloren haben.
Tore: 0:1 Malkoc (5.), 0:2
Rifai (53.), 1:2 Zinnau (64. Abler)
gelbe Karten: keine – Z. Sürücü,
Malkoc, Caytas, Ardic, Ertürk (Trainer)
Schiedsrichter: Jörn Kolb (SV
Hörnerkirchen)
Zuschauer: 35
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