Falscher
Einwurf leitet die Niederlage ein
1:3
und Sturz auf die Abstiegsränge: Union 03 schenkt Auswärtsführung her
Ein halbes Dutzend an Gegentoren durch den Niendorfer TSV beförderte den SC
Union 03 unter der Woche erwartungsgemäß aus dem Lotto-Pokal und auch in der
Liga stellte sich der NTSV nicht gerade als gutes Pflaster für die Jungs aus
Altona-Nord heraus.
Zu Gast bei der Drittvertretung des Oberligisten, hatte man trotz etwas
glücklicher Halbzeitführung den Kürzeren ziehen müssen.
In Front gegangen waren die Unioner inmitten einer verfahrenen ersten Hälfte
ebenso überraschend, wie Dauda Ibrahim plötzlich alleine vor dem Gehäuse
auftauchte und Nico Schultz quasi mit der ersten echten Torchance des Spiels
zum 0:1 überwand (27.).
Die Platzherren taten sich derweil schwierig, ihr sonst so stilisiertes Spiel
über die Außenpositionen aufzuziehen, sodass es bis kurz vor den Halbzeitpfiff
dauerte, bis tatsächlich einmal Willy Kniesa über rechts für Jacob Schrage
servierte. Nur hatte der Kapitän bei idealer Einschussposition doch etwas zu
viel Zeit zum Nachdenken: zu viel Linksdrall ließ seinen Abschluss ins Tor-Aus
gehen (43.).
Kurz nach der Pause machte es der 24-Jährige dann zu genau, als die Unterkante
der Latte im Weg stand. Nur stand diesmal mit dem durchgelaufenen Jonas Oelze
ein wachsamer Kollege für das letztlich erstocherte 1:1 bereit (49.). Auf der
anderen Seite hatte Unions Fritz Lühr den Spott der Heim-Fans um den
langzeitverletzten Till Pruns auf seiner Seite, leitete sein verzögerter
Einwurf, den der Schiedsrichter daraufhin andersherum gab, den Gegentreffer
ein. „Danke, Nummer Sechs!“, grüßte der gegnerische Anhang den einst beim HEBC
ausgebildeten Außenverteidiger wenig einfühlsam.
Von nun an drehten sich die Dinge komplett gegen Lühr und Co, die sich durch
Steffen Golombeks Ungeschicklichkeit im Strafraum gegen Dominik Heims auch noch
einen Strafstoß einhandelten. Aliaksandr Bulechka wehrte diesen zwar
einstweilen ab, doch im Nachschuss besiegte Schrage schließlich sein Schusspech
zur 2:1-Führung (63.).
Die Elf von der Memellandallee damit endgültig dem Rücken zur Wand, zumal im
ungünstigsten Fall der Sturz auf die Abstiegsplätze drohte.
Chancen zur Wende hatte sie sich freilich erarbeitet. So scheiterte der
umtriebige Ibrahim nach schwach ausgeführter NTSV-Abseitsfalle an Nico Schultz
(68.), woraufhin aber auch Denys Stetskyis Kopfball, abgewehrt, nicht den
Ausgleich bedeutete (72.).
Gute zehn Minuten später schließlich der K.O.-Schlag, den die Niendorfer in
ihrer gewohnten Manier beibrachten. Henry Risch eröffnete aus dem Zentrum, Tom
Langer spielte quer und Schrage war nun offenbar auf den Geschmack des
Toreschießens gekommen: 3:1 für die Herren in Grau (83.)!
Mit der ausgeglichenen Bilanz von nun vier Siegen, Remis, sowie Niederlagen
stehen für den neuen Tabellenneunten jetzt vier Zähler Vorsprung auf die nun
auf Abstiegsrang 14 abgerutschten Unioner auf dem Zettel. Doch auch die Reserve
Eintracht Lokstedts (20 Punkte) ist nur sechs Punkte entfernt. Die Bezirksliga
04 dürfte mit ihrer Ausgeglichenheit noch so manche Wendung für den weiteren
Saisonverlauf offen halten.
Niendorfer TSV III:
Schultz – Sitzlach, Schacht,
Schlewing, Treder (85. Van den Bosch) – Kniesa (74. Leutrum von Ertingen),
Oelze, Risch, Heims (85. Hurt) – Langer (68. Müller), Schrage, Trainer: Jan-Hendrik Schmidt
Tore: 0:1 Ibrahim (27.), 1:1 Oelze
(49. Schrage), 2:1 Schrage (63., Strafstoßnachschuss, Golombek an Heims), 3:1
Schrage (83. Langer)
gelbe Karten: Risch, Treder – Senay,
Golombek, Ibrahim
Schiedsrichter: Zubeir Ahmadi (SC
Poppenbüttel)
Zuschauer: 35
Samstag, 1. November 2025
Spielbericht Niendorfer TSV III - SC Union 03
Samstag, 18. Oktober 2025
Spielbericht Niendorfer TSV III - SC Sperber Hamburg
Nichts
für Seekranke
6:4!
NTSV-Dritte gewinnt verrückten Bezirksliga-Thriller
Einen festen Platz in jedem Bezirksliga-Saisonrückblick 2025/2026 dürfte der
wahrhaft irre Kick vom 18. Oktober aus der Staffel 04 in Niendorf sicher haben!
Ein wendungsreiches zehn-Tore-Spektakel lieferten sich die Dritte des
Niendorfer TSV und der SC Sperber, wobei der Held des Tages am Ende doch Grund
zum Frustschieben hatte.
Seinen Anfang nahm das Spectaculum nach einer knappen Viertelstunde, in der
zunächst niemand das große Risiko gehen wollte: Jacob Schrage wartete per
Freistoß für die Hausherren auf, Sperber-Fänger Mahmoud Adyb blockierte nur
unzureichend, doch für Tim Oelze kam der zweite Ball etwas zu überraschend, um
seinen Kopfball qualifiziert aufs Tor zu kriegen (14.).
Besser ging es da kurz darauf, als Tom Langer von rechts flankte und niemand
beim von außen eingerückten Dominik Heins auch nur in der Nähe stand. Das nicht
unverdiente 1:0 durch das talentierte Eigengewächs (16.)!
Ohnehin war der 18-Jährige immer wieder die gesuchte Figur auf links, um das
2:0 aber nur als Zuschauer zu verfolgen. Wegen einer Verletzungsbehandlung am
Seitenstreifen stehend, beobachtete Heims, wie seine kurz unterzähligen
Kollegen geradlinig ins letzte Spielfelddrittel vorstießen, wo Willy Kniesa
letztlich in den zentral mitgeeilten Henry Risch bediente (36.).
Zurück in Vollzahl, ließ man im direkten Gegenzug den SCS zu sehr gewähren. Und
das hatte Folgen, rutschte ein Krummes Anspiel Daniel Akpis zu Michel Schmidt
durch, der wiederum halblinks vor dem Tor klassisch zum Anschlusstreffer
vollendete (37.).
Fürs Erste aber nur ein Strohfeuer der Grünen, denen drüben erneut Böses
widerfuhr. Wieder spielte Kniesa den entscheidenden Pass von außen, sodass
Schrage den Keeper umkurvte und sicher den zum Ende gar schmeichelhaften
3:1-Pausenstand kreierte (42.).
Kurz nach dem wärmenden Kabinenaufenthalt hätte Kniesa bereits für
unumstößliche Fakten sorgen können, wäre da nicht die Abseitsfahne von
Assistent Benjamin Biet gewesen (47.) und wäre ein weiterer Abschluss in Mitten
des Sperber-Abwehrchaos etwas platzierter ausgefallen (50.).
So aber blieben die Raubvögel in der Verlosung um Zählbares, das nach einer
knappen Stunde plötzlich in realistische Nähe rückte. Einen tollen
Seitenwechsel von Innenverteidiger Lennard Henke in der Angriffszone nutzte der
angespielte Alexander Seifert zum kurzen Abspiel an den eingewechselten
Santiago Veyl Zamora, dessen feine Verarbeitung den erneuten Anschluss
bedeutete (59.).
Wiederum mit Henke als Gestalter in Form eines tiefen Zuspiels für Seifert
führte die Route zwei Minuten später tatsächlich zum 3:3, bei dem mit Philipp
Hecht abermals ein Joker Knipste (61.). Und damit nicht genug, war Hecht im
Fünfer auch bei Seiferts nächster Hereingabe zur Stelle – das Spiel binnen neun
Minuten von der Bank gedreht (68.)!
Fassungslosigkeit dagegen bei den Niendorfern, denen 20 völlig verpennte
Minuten zum Verhängnis zu werden drohten.
Doch eines war dieser Mannschaft heuer keineswegs abzusprechen: ihre Moral. Vom
SCS jeweils per Fehlpass am eigenen Sechzehner gleich doppelt eingeladen, tauschten
Risch und Kniesa ihre Rollen vom 2:0, damit Letzterer punktgenau von halbrechts
ins lange Ecke einschob (73.).
Die Schmidt-Elf plötzlich wieder obenauf und mit der nötigen Griffigkeit
ausgestattet. Und wer vorne einen Kniesa hat, der darf sich schließlich mit
voller Ekstase über das 5:4-Führungstor freuen, profitierte der Mann des Tages
hier, nach ähnlichem Muster wie vorhin, von Felix Müllers Diagonalball (84.).
In trockenen Tüchern war hier aber noch lange nichts, probierte es Sperber in
der heißen Schlussphase mit Steffen Guttenberger aus 22 Metern (vorbei, 90.).
Irritieren ließ sich der NTSV auf den letzten Metern allerdings nicht – auch
nicht von einer Karten-Orgie durch Schiedsrichter Daniel Kinsfator (FC
Süderelbe) gegen die seiner Meinung nach zu unruhige Bank, die in insgesamt
vier persönlichen Strafen, darunter einer Ampelkarte für den bereits ausgewechselten
Kniesa, endete (90.+4). Im Gegenteil, setzte Müller auf Langer-Zuspiel den
coolen 6:4-Endpunkt einer durchgeknallten Achterbahnfahrt der Gefühle auf
beiden Seiten (90.+5). Vergessen war da die Tatsache, dass Langer kurz zuvor im
Konter den leeren Quader verfehlte (90.+2).
Dank der turbulent zustande gekommenen drei Zähler schippert der NTSV, der sich
später beim maritimen Teamevent auf der Elbe gebührend feierte, nun erstmal
wieder in leicht ruhigeren Tabellengewässern. Der Vorsprung auf die
Abstiegszone konnte vom neu-Elften auf nun zwei Zähler ausgebaut werden,
während die Sperberaner ohne Auswärtspunkt in fünf Anläufen wieder unter den
Strich rutschten. Misslich, dass es am kommenden Wochenende in Lokstedt wieder
in fremdes Habitat geht…
Niendorfer TSV III:
Schultz – L. Sitzlach, Möller (46. Mi. Bettzüche), Schlewing, Günther (81. van den
Bosch) – Kniesa (87. Treder), Oelze, Risch, Heims – Langer, Schrage (62.
Müller), Trainer: Jan-Hendrik Schmidt
SC Sperber Hamburg: Adyb – Seifert,
Uysal, Henke, Rösl – Guttenberger, Kohlsaat (46. Veyl Zamora) – Kilinc, Akpi,
Palacios Escobar – M. Schmidt (56. Hecht), Trainer: Kristof Loffhagen
Tore: 1:0 Heims (16.
Langer), 2:0 Risch (36. Kniesa), 2:1 Schmidt (37. Akpi), 3:1 Schrage (42.
Kniesa), 3:2 Veyl Zamora (59. Seifert), 3:3 Hecht (61. Seifert), 3:4 Hecht (68.
Seifert), 4:4 Kniesa (73. Risch), 5:4 Kniesa (84. Müller), 6:4 Müller (90.+5
Langer)
gelb-rote Karte: Kniesa (NTSV, als
ausgewechselter Spieler, 90.+4)
Schiedsrichter: Daniel Kinsfator (FC
Süderelbe)
Zuschauer: 48
Freitag, 3. Mai 2024
Spielbericht SV Lieth - Niendorfer TSV III
Keine
Tore – zwei Gefühlslagen
Trostloses
0:0: für Lieth zu wenig – für den NTSV ein Jubel-Grund
Vor der Saison heiß um den Landesligaaufstieg gehandelt, mischte die SV Lieth
trotz eines namhaft verstärkten Kaders doch schon vorzeitig nicht mehr im Spitzenrennen der Bezirksliga
West mit.
Passend dazu endete das letzte Heimspiel der Saison am Butterberg mit einer müden Nullnummer.
Für die SVL, die vor dem Match den scheidenden Trainer Michael Blume nach
zweijähriger Amtszeit und Sommer-Rückkehrer Nil von Appen verabschiedete, sicherlich
zu wenig – für den Gegner dagegen ein gefühlter Sieg.
Ohne sämtliche unpässliche Innenverteidiger und das rotgesperrte Trainergespann
verkaufte sich die zuletzt immer wieder formschwankende Drittvertretung aus
Niendorf (Platz neun) beachtlich teuer.
Mit viel Disziplin ließen die Mannen vom juvenilen Aushilfstrainer-Duo
Lassen/Risch kaum etwas zu, um mit Till Pruns´ Abseitstor die erste echte
Duftmarke einer ereignisarmen Partie zu setzen (37.).
Glück hatte man derweil direkt vor dem Pausenpfiff, als Matteo Schuchhardt
einen Stubenrauch-Freistoß dynamisch über den Quader köpfte (45.+2).
Ansonsten waren es die tapferen Bondenwald-Kicker, die dem Dreier an diesem
Abend ein Mü näher waren. Vor allem, nachdem sich SVL-Veteran Patrick „Schotte“
Scheidt noch vor Passieren der Stundenmarke Gelb-rot wegen Meckerns abholte (56.). Zuvor war der Vorteil noch weiterlaufen gelassen
worden, sodass erneut Pruns nach Flanke Robin Sitzlach zum aussichtsreichen
Außenpfosten-Schuss gekommen war.
Apropos Außenpfosten: Diesen erwischte auf der anderen Seite auch Ben Kellner mit der rechten Klebe (74.). Verdient wäre der Siegtreffer für den
Tabellenfünften auch nicht gewesen.
Bei reichlich Freibier, das den durch Stadionsprecher und Vereinsmacher Bo
Hansen Tinnitus geplagten Zuschauern gereicht wurde, ließ sich der Kick
zumindest halbwegs von außen bewältigen…
Tore: Fehlanzeige
gelb-rote Karte: Scheidt (SV Lieth, 56., Foulspiel + Meckern)
Schiedsrichter: Rohit Choudhry (SV
Lurup)
Zuschauer: 50
Freitag, 25. August 2023
Spielbericht FC Elmshorn - Niendorfer TSV III
Zwei Führungen reichen nicht
FC Elmshorn bringt sich um den verdienten Heimsieg
Nicht verloren, aber definitiv nicht zufrieden: Für den FC Elmshorn hatte auch
der dritte Anlauf der Bezirksligasaison keinen Heimsieg parat.
2:2 trennte man sich trotz des klaren Chancenübergewichts von der ebenfalls im
Tabellenmittelfeld angesiedelten Drittvertretung aus Niendorf.
Lange Zeit plätscherte der Weststaffel-Kick höhepunktarm vor sich hin, bis
sowohl der Niendorfer Noah Meerwinck (34.), als auch FCE-Schlussmann Alan Kado
(37.) jeweils einmal per Fuß gegen Ömer Aygün, beziehungsweise Jacob Schrage per
Fußabwehr einzugreifen hatten.
Viel mehr Unterhaltung war den wieder zahlreich an den Ramskamp gekommenen
Kiebitzen am Spielfeldrand zunächst nicht vergönnt.
Passend dazu war es ein Standard, der Aygün zum 1:0 für seine Heimelf verhalf,
fälschte die gestellte Mauer seinen Freistoß entscheidend zur Führung, früh im
zweiten Durchgang, ab (49.).
Einige Male ergab sich in der Folge die Gelegenheit zum schnellen Nachlegen,
doch ungenutzte Chancen und ein klares Strafraumfoul an Felix Müller ermöglichten
Lars Briewig den etwas glücklichen Ausgleichstreffer von der Strafstoßmarke
(70.).
Ali Duman führte Weinrot jedoch rasch wieder zurück auf die Siegerstraße, die in
Minute 73 über einen abgefälschten Aygün-Versuch, eine
Torwart-Stürmer-Kollision und den überlegt ruhigen Abstauber des „9ers“ führte.
Wiederum nur drei Minuten später stand der Tacho dann erneut auf Unentschieden,
als der eingewechselte Jordan Nene und Till Pruns herzlich wenig Gegnerdruck
auf rechts erfuhren, Pruns den freien Mann erspähte und dieser im Strafraum
nicht weniger frei agieren durfte – das 2:2 durch Müller!
Für die Bondenwald-Kicker ein ordentliches Auswärtsresultat, wohingegen die
Elmshorner bis zuletzt erhöhtes Siegtreffer-Engagement an den Tag legten.
Adrian Vukmirovic´ Lattentreffer aus kürzester Distanz (89.) brachte es
allerdings auf den Punkt: Mehr als ein solcher sollte es an diesem Freitagabend
einfach nicht werden, für die nun seit drei Spielen sieglosen Jungs von Trainer
Seyhmus Atug.
Tore: 1:0 Aygün (49.,
direkter Freistoß), 1:1 Briewig (70., Foulstrafstoß), 2:1 Duman (73. Aygün),
2:2 Müller (76. Pruns)
gelbe Karten: Vukmirovic, Duman –
Briewig, Nene
Schiedsrichter: Simon Stadler (SC
Nienstedten, Note 2,5)
Zuschauer: 80
Dienstag, 18. Juli 2023
Spielbericht Niendorfer TSV VI - Niendorfer TSV III
Freistoß-Doppelpack
als Türöffner
Titelverteidiger
NTSV-Dritte haut die eigenen Kollegen aus dem Pokal
Vereinsintern startete die Herren-Pokalsaison vorgezogen auf Dienstagabend mit
dem Duell Niendorfer TSV VI gegen III in die Serie 2023/2024. Keine einfache
Aufgabe zunächst für den in Blau gekleideten Titelverteidiger des
Heino-Gerstenberg-Pokals, der seinen reichhaltigen Ballbesitz durch ein
Abwehrmassiv aus einer Fünfer- und einer vorgelagerten Viererkette zu
navigieren hatte. Dies tat man schließlich mit lobenswerter Geduld, die auch
ein arg physisches Vorgehen des Kontrahenten nicht störte. Im Gegenteil, machte
man sich gleich zweimal in Person von Tom Langer nicht unattraktive
Freistoßpositionen zu Nutze.
Hinzu kam noch das nicht unbedingt lehrbuchartige Torwarthandeln Sven
Pittelkows, das sowohl beim 0:1 aus 21 Metern (30.), als auch beim zweiten
Einschlag über die Mauer (33.) eher suboptimal daherkam.
Der Außenseiter, der letztes Jahr noch als siebte Herren im unteren Drittel der
Kreisklasse B auflief, war gebrochen, kam der Spielgeschwindigkeit nun nicht
mehr nach. Insbesondere über die oft gesuchte linke Außenbahn machte sich der
Tempovorteil zunehmend bemerkbar. Präzise bediente Führungs- und Aufbauspieler
Lars Briewig das richtig gestarteten Eigengewächses Till Pruns, dessen erstes
Herren-Pflichtspieltor eines der Coolness wurde (35.).
Einen zweiten Ball verwertete dagegen Kollege Tim Oelze unkompliziert zum 0:4
(41.), dem erneut Langer – abermals aus der Distanz – den 0:5-Halbzeitschlusspunkt
nachlegte (45.).
Ebenso einseitig ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Zwar verfehlte
Langer im Anschluss an eine Mi. Bettzüche-Ecke noch im Sechzehner (48.), doch
nur Augenblicke später veredelte er eine nicht weniger ansprechende Vorarbeit Jacob
Schrages aus dem Gegenspielerslalomwald zum halben Dutzend (50.).
Immerhin bastelte das zwei Klassen tiefere Team auf der anderen Seite in Form
von Tim-Gerrit Adams zur Ecke parierten Versuch ein wenig am Ehrentreffer
(52.), den es zur Stundenwende tatsächlich geben sollte. Ungeahndet leitete
Sinan Grothkopf einen Konter per Handspiel ein, woraufhin die Kugel über den
soeben eingewechselten Daniel Behrens und Niklas Nack bei David Stube am
zweiten Pfosten landete (61.).
Ebenso im Umschalten machten sie es eine Viertelstunde später gleich nochmal,
war nur diesmal Nack der Nutznießer eines grenzwertigen Einsatzes des kantigen
Laszlo Beyersdorfs (76.). Umso bemerkenswerter erschien der zweite
Sechste-Treffer ob der zwischenzeitlich erlittenen Unterzahl, weil der
vorbelastete Adam Pruns ungeschickt auf die Bretter schickte und dafür neben
dem berechtigten Strafstoßpfiff auch die Ampelkarte gegen sich erhielt (71.).
Die Einladung vom Punkt nahm Kapitän Paul Schacht indes dankend an.
Mit anderen Protagonisten duplizierte sich das Geschehen bei Finn Döschers 2:8,
das nach Foul an Adrian Umbach zusätzlich die zweite Hinausstellung für Sinan
Grothkop zur Folge hatte (82.). Mit zwei Mann mehr erhöhte der Bezirksligist
durch Umbach auf 2:9 (86.), ehe sich mit dem Abpfiff auch noch der auffällige
Schrage mit einer eigenen Bude aus 20 Metern belohnte (90.). Ein passender
Schlusspunkt eines durchaus unterhaltsamen Abends für die 50 Zuschauer am
Bondenwald.
Niendorfer TSV VI:
Pittelkow – Beyersdorf, Bao, Rudebeck, Grothkopf, Stecher – Adam, Dinkels,
Dahm, Nack – Stube, eingewechselt:
Stolzenburg, Hussein, Behrens, Buchholz, Semmelhaak, Spielertrainer: David Stube
Niendorfer TSV III: Schultz –
Sitzlach, Schacht, Briewig, Schneider – Nene, Oelze, Mi. Bettzüche, Pruns – Langer, Schrage, eingewechselt:
Röbbelen, Döscher, Henze, Umbach, Trainer:
Jan-Hendrik Schmidt
Tore: 0:1 Langer (30., direkter
Freistoß), 0:2 Langer (33., direkter Freistoß), 0:3 Pruns (35. Briewig), 0:4
Oelze (41. Langer), 0:5 Langer (45.), 0:6 Langer (50. Schrage), 1:6 Stube (61.
Nack), 1:7 Schacht (72. Strafstoßtor, Adam an Pruns), 2:7 Nack (76.
Beyersdorf), 2:8 Döscher (82. Strafstoßtor, Grothkopf an Umbach), 2:9 Umbach
(86. Röbbelen), 2:10 Schrage (90. Mi. Bettzüche)
gelb-rote Karten: Adam (NTSV VI,
71., wiederholtes Foulspiel), Grothkopf (NTSV VI, 82., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Jonathan Köchy (Eintracht
Lokstedt)
Zuschauer: 50
Samstag, 9. Juli 2022
Spielbericht Niendorfer TSV III - SV Eidelstedt
Die Joker
stechen: SVE holt ersten Test-Erfolg
Frecher
Yildirim und entschlossener Görge trotzen dem niendorfer Ballbesitz
Von einer „positiven Bilanz“ spricht Rudolf Hock Kutscher, neuer
Zepterschwinger beim SV Eidelstedt, nach dem ersten Testspielsieg der neuen
Saison. Mathematisch mag die Aussage ob des Startes mit zwei Niederlagen gegen
Concordia II (2:9) und TuS Berne (1:3) nicht ganz stimmen, zu erklären sind die
Ergebnisse jedoch: „Concordia hat in der Kreisliga fast alles gewonnen und TuS
Berne mit fast demselben Kader letztes Jahr in der Landesliga gespielt. Bei uns
hat man gesehen, dass wir noch nicht eingespielt sind.“. Im dritten Anlauf nun
der erste Erfolg. „Niendorf ist eine starke Mannschaft und hat das gut gemacht –
nur ihre Chancen nicht genutzt. Aber auch wir hätten noch ein Tor mehr machen
können“, resümierte der Coach, dessen Team mit einigen Neuzugängen das Zentrum
in seinem 5-3-2-System gut dicht bekam. Dementsprechend lange dauerte es, bis
der Vorjahresdritte der Bezirksliga Nord einmal aus dem Spiel heraus gefährlich
wurde. Nana Osei-Bonsus rustikaler Ballgewinn im Mittelfeld leitete dessen
kleinen Alleingang, resultierend in einem knapp verzogenen Rechtsschuss, ein
(33.).
Erst nach dem Seitenwechsel fand der Offensivgeist Nachahmer, als Matthias
Köhler eine Zwei-gegen-Eins-Situation allerdings schwach vergab, scheiterte er
an einer Fußabwehr des tadellosen Marcel Hengse (51.).
Nicht weniger ärgerte Köhler kurz darauf ein Foulspiel an seinen Kollegen Felix
Müller, der im Zentrum mit schlechtem Timing von hinten abgeräumt wurde. „Die
rote Karte wäre gerechtfertigt gewesen – da hätte keiner gemeckert“, gestand
auch der SVE-Coach.
Schiedsrichter Janos Beckmann (Eimsbütteler TV) beließ es derweil bei einer
Verwarnung. Damit weiter von zehn Mitspielern umgeben, erkannte Ferhat Yildirim
sehr zum Jubel der Gäste, dass der gegnerische Goalie etwas zu weit vor seinem
Kasten stand – Max Bettzüche versuchte den Stellungsfehler noch zu korrigieren,
doch Yildirims Hochschuss aus der dritten Reihe fand sein gewünschtes Ziel
(61.).
Bitter für den feldüberlegenen NTSV, der es weiterhin gerne über Adrian Umbachs
linke Seite probierte. Durch Robin Sitzlachs Steckpass eingesetzt, zog der in
der Jugend einst für den SC Victoria kickende Außenspieler den Kürzeren gegen
Hengse (64.).
Auf der anderen Seite half gegen Raphael Rieckmanns Kontertor der nicht
einfache Abseitspfiff (78.), ehe die nächste Umschaltaktion der Gelb-blauen zur
Vorentscheidung diente. Yildirim und der wiedereingewechselte Christopher
Reimers bespielten den freien Raum, von dem auch der entschlossen auf rechts durchgestartete
Pascal Görge jede Menge vorfand, sodass das das 0:2 durch des wie Yildirim von
der Bank gekommenen 25-Jährigen nur noch reine Formsache war (86.).
Köhler verkürzte 13 Sekunden vor dem Ende noch auf 1:2, hatte er zentral die
Ruhe, Hengse einmal fachgerecht auszuspielen, das recht pünktliche
Schlusssignal zog dann aber einen Strich unter die Begegnung zweier
Staffelkonkurrenten, die sich im Oktober – sofern die politischen
Entscheidungsträger sie denn lassen – im Rahmen der Bezirksliga West an selber
Stelle wiedertreffen.
Tore: 0:1 Yildirim (61.),
0:2 P. Görge (86. C. Reimers), 1:2 Köhler (90. Oelze)
Schiedsrichter: Janos Beckmann
(Eimsbütteler TV)
Zuschauer: 25

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