Nur
den Krampus freut´s
Niveauarme
Punkteteilung im Bezirksliga-Tabellenkeller
Fünfter Dezember: Krampustag in Österreich und auch die Bezirksliga 01 in
Hamburg wusste die Schaulustigen im Schloßparkstadion ordentlich abzustrafen.
Von Beginn an nämlich setzte sich das Spielniveau kaum vom niedrigen Tabellenstand
der Kontrahenten ab.
Bereits ein ganzes Spielviertel hatten die dennoch zahlreich herbeigepilgerten
Zuschauer überstanden, als TVH-Kapitän Lukas Nickels mit seiner Konterchance
ans Außennetz einen ersten zaghaften Offensivakzent setzte (23.).
Der Gegenangriff fortan das Lieblingswerkzeug der Hausherren, die einen
Ballverlust des Gegners im Mittelfeld zum Anlass für das schnelle Umschalten
nahmen. Zwar war es Moritz Schulz in erster Instanz noch gelungen, das tiefe
Zuspiel abzugrätschen, doch im zweiten Anlauf erreichte Marten Fülschers Ball
den Kollegen Linus Lastella, der mit Dynamik über links flach zum wichtigen 1:0
vollendete (24.).
Das Selbstvertrauen des durch zuletzt zwei Siege Ex-Tabellenletzten damit
natürlich weiter angekurbelt. Einzig das zweite Tor fehlte zur nachhaltigen
Tabellenkosmetik. Genug Möglichkeiten dafür ergaben sich durchaus. So zögerte
Heiko Jedamski nach Flugball Pieter Oßenbrüggens zu lange mit dem noch von Luca
Albers geblockten Rechtsschuss (30.) und verfehlte Fülschers Direktabnahme als
Aufsetzer den SVL-Kasten (42.).
Mit Beginn des zweiten Abschnitts nahm das Niveau der Partie gar noch weiter
ab. Vor allem die Liether, deren Verunsicherung auch der vor zwei Spieltagen
verpflichtete Guido Krenzk an der Seitenlinie bisher nicht aufzulösen
vermochte, enttäuschten einmal mehr auf ganzer Linie. Symbolhaft für den
Zustand der Klein Nordender, setzte Anton Götting seine unbedrängte Flanke von
rechts geradewegs ins Tor-Aus (60.)…
Ein wenig aus dem Nichts kam da das Ausgleichstor, das ausgerechnet Torjäger
Ali Duman mit einem kurzen Freistoß vor der eigenen Grundlinie einleitete, ehe
Albers den perfekten tiefen Weg mit der nicht weniger starken
Wandspieler-Einlage auf Philipp Matthiessen krönte und der Spielführer wiederum
mit drei Kontakten aus zentraler Position passgenau für erleichterten Jubel bei
den heuer ganz in schwarz aufgelaufenen Gäste sorgte (72.).
Doch anstatt Matthiessen und Co das Momentum für sich mitnahmen, luden sie den
Gegner mit teils haarsträubenden Fehlpässen und einem ungeordenen Hühnerhaufen
vor dem eigenen Kasten immer wieder zur Offensive ein. Michel Lienau, von
Albers bei einer Nickels-Flanke am zweiten Pfosten vergessen, mit dem Kopf
(75.) und Jedamski aus 21 Metern (77.) brachten den Gleichstand ordentlich ins
Wanken, ehe Ben Wrages Ampelkarte (wiederholtes Foul) noch mehr Platz in der
Gäste-Hälfte gestattete (79.).
Zu nutzen vermochten die Haseldorfer diesen allerdings wiederholt nicht, als
wieder Lienau flach mit links abzog und Nickels bei der Verwertung von Luca Von
Der Heides Block der Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten zum Opfer fiel
(84.).
Und die SV Lieth? Die erlebte ihren größten Strafraum-Aufreger durch den
eingewechselten Finn Struve. Zu zögerlich mit der Kugel am Fuß, ging die Pille
gegen Oßenbrüggen verloren, bevor überhaupt irgendetwas mit ihr geschah (85.).
Die Punkteteilung (erster Punkt unter Krenzk), die niemandem weiterhilft, außer
der Konkurrenz, also eine Schmeichelhafte für die Jungs vom Butterberg.
Der Krampus ist zufrieden…
Tore: 1:0 Lastella (24.
Fülscher), 1:1 Matthiessen (72. Albers)
gelb-rote Karte: Wrage (SV Lieth,
79., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Latif Tan
Zuschauer: 75
Szene aus dem Hinspiel
Freitag, 5. Dezember 2025
Spielbericht TV Haseldorf - SV Lieth
Freitag, 28. November 2025
Spielbericht SV Lieth - FC Union Tornesch II
Hilflos
Richtung Fahrstuhltür
Kein
Aufbäumen im Heimspiel: SV Lieth trudelt weiter abwärts
Man nehme die Bezirksliga West-Tabelle der letzten Winterpause und vergleiche
sie mit der aktuellen. Dezember 2024: Die SV Lieth um Torjäger Jan Lüneburg als
Tabellenvierter in Lauerstellung zur obersten Etage, während direkt dahinter
auch die Reserve von Union Tornesch ein ordentliches zweites 24er-Halbjahr (19
Spiele) hinter sich brachte.
Heuer hat Union als konstant inkonstantes Mittelfeldteam mit der Spitze aber
sogar noch mehr zu tun, als die im Sommer zwangsverjüngte Elf aus Klein
Nordende, deren letztes Heimspiel 2025 zum (vorläufigen) Saisontiefpunkt
avancierte.
Auf der „Festung Butterberg“, die für Gastmannschaften längst zum
Selbstbedienungsladen verkommen ist, sabotierte man die Bemühungen, den
verkorksten Derbyauftritt der Vorwoche gegen den Heidgrabener SV (1:4) wieder
geradezurücken, sogar selbst, als Moritz Schulz ein schwaches Wrage-Anspiel
nach außen auch im Nachsetzen nicht kitten konnte. Stattdessen verlagerte
Unions Bugrahan Almaz den unverhofften Ballbesitz rasch nach außen, wo Marvin
Schramm mustergültig in Jorge Westphals schön gekreuzten Laufweg servierte. Und
weil das Glück des rettenden Querbalkens selten auf Seiten einer sportlich seit
neun Partien (das umgewertete 2:5 in Quickborn mal mit einberechnet)
erfolglosen Elf steht, galt es wieder einmal, einem Rückstand die Stirn zu
bieten (9.).
Schwierig genug gegen massiv ihre Platzhälfte verteidigende Tornescher, denen
in ihrem 4-4-2 fast nur über Standards und hohe Bälle beizukommen war.
Max Lehmann (15.) und Ali Duman (35.) standen jeweils abfälschende Gegenspieler
im Weg, während Philipp Matthiessen nach einem Pott-Lapsus im Rückpass gerade
noch von Goalie Leonard Scharre abgegrätscht werden konnte (23.).
Und ob Jan Schiebuhr bei einem durchgerutschten Freistoß von rechts flanken
oder schießen wollte; man weiß es nicht (41.)…
Besser wurde es aus Sicht der Gastgeber auch im zweiten Abschnitt nicht. A.
Duman brachte einen Kopfball in Rücklage nur ansatzweise in Tor-Nähe (50.), die
Kapitän Matthiessen per Field Goal-Freistoß über den Zaun gänzlich abging
(51.).
Eine Spur zwingender dagegen die zuletzt gegen liether Konkurrenten aus dem
Tabellenkeller blamable Punktverluste erlitt. Denn nachdem Westphal von
halblinks vorbei löffelte (56.), leistete der 21-Jährige mit seinem
ergrätschten Ballgewinn gegen Lehmann den entscheidenden Impuls zu einer
teilweise Dublette des 0:1. Wieder leitete Almaz nach außen zu Schramm weiter,
der diesmal den völlig unmarkierten Kelmi Ceballo Romero im Sechzehner fand.
Den rechten Schlappen einfach reingehalten, war die Verdopplung der überaus
effizienten Kicker aus dem Torneum perfekt (57.).
Ohne Selbstbewusstsein und ohne spielerische Idee arbeiteten die Klein
Nordender in Folge hilflos gegen die eigene Formschwäche an, um dabei aber
nicht mehr über Halbchancen hinauszukommen. Am ehesten verdiente sich noch Matthiessens
spitzwinkliger Rechtsschuss nach immerhin mal kreativem Doppelpass mit A. Duman
(70.) eine textliche Erwähnung.
Die Herren in blau verlegten sich dagegen auf die unfallfreie Verwaltung des
Vorsprungs, der bei etwas mehr Genauigkeit jenseits der Mittellinie vielleicht
noch höher hätte ausfallen können. Aber auch so langte es zur Rehabilitierung
nach zuletzt sechs erfolglosen Spielen, zu denen neben den knappen Niederlagen
gegen das Keller-Duo aus Haseldorf (2:3) und Duvenstedt (3:4) auch das saftige
1:10 in Schnelsen gehörte.
Die SV Lieth hat dagegen – sofern der Wettergott will – am kommenden Freitag
beim Abstiegsgipfel in Haseldorf die letzte Chance, ein schwaches Jahr 2025 (24
Zähler aus 27 Begegnungen) zumindest außerhalb der Fahrstuhlplätze gen
Kreisliga zu garantieren.
Tore: 0:1 Westphal (9.
Schramm), 0:2 Ceballo Romero (57. Schramm)
gelbe Karten: M. Schuchhardt,
Behrens – Cornils
Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV
Seestermüher Marsch)
Zuschauer: 50
Freitag, 21. November 2025
Spielbericht SV Lieth - Heidgrabener SV
Schümann
zerstört den Krenzk-Effekt
An
allen Derby-Treffern beteiligt: Torjäger glänzt gegen kriselnde SV Lieth
Einige Spielausfälle, nicht nur in der Bezirksliga 01, zum dritten
Novemberwochenende. Und obwohl die Gäste aus dem Nachbarort vor Anpfiff nicht
so richtig von der Bespielbarkeit des eisigen Klaus-Waskow-Platzes überzeugt
waren, verpasste der Heidgrabener SV dem Lokalrivalen eine echte Rutsche.
Mann des Tages dabei einmal mehr: Dauer-Torjäger Philippe Schümann, dessen
Beutezug am Freitagabend erst auf dem dritten Bildungsweg begonnen hatte. Eine
Ecke von Samuel Karul vermochten die Liether gleich mehrfach nicht entscheidend
zu klären, sodass Daniel Meyer die Kugel noch einmal in die Gefahrenzone lupfen
konnte. Sebastian Stapel mit der Kopfballablage und schon war Schümann per
Direktabnahme gewohnt zielsicher zur Stelle (14.). Proteste, dass Schlussmann
Luca Von Der Heide in der Entstehung etwas von Kirill Shmakov gerempelt wurde
und jeweils zweimal knapp die Abseitsfahne unten blieb, ließen das Gespann um
Alexander Nehls (SC Eilbek) kalt. – Oder doch nicht? Denn als Jan Schiebuhr
drüben nach Traumpass Ben Kellners den Kontakt mit Shmakov suchte, zögerte der
Pfeifenmann keine Sekunde, um Philipp Matthiessen die prompt genutzte Ausgleichschance
vom Punkt zu weisen (16.).
Für diejenigen aus dem zahlreich erschienenen Publikum, die diese Spielepisoden
verpasst hatten, sollte es in der Folge kaum verständlich sein, dass dieses
weitgehend unstrukturierte Gebolze tatsächlich schon zwei Tore hervorbrachte. Einzig
Schümann sorgte mit toller Ballmitnahme und sofortigem Linksschuss für ein
vorbei rauschendes Geschoss (18.).
Fast verzweifelt wirkten da fehlkalibrierte Versuche von Ali Duman aus 40 Metern
(30.) und erneut Matthiessen aus deren 25 (32.) auf der anderen Seite.
Immerhin aber winkte der SVL nach fünf sportlichen Niederlagen in Serie bei
diesem Spielstand wieder einmal Zählbares.
Ein wenig wie aus dem Nichts rückte dies dann aber wieder in weite Ferne, als
sich Mats Jonah Behrens bei einem Brinke-Einwurf völlig unnötig auf einen
Ringkampf mit Schümann einließ (42.). Den Vorjahrestorschützenkönig zwar an der
Kopfballverlängerung gehindert, aber ihn gleichzeitig zum platzierten 1:2-Strafstoßtor
eingeladen: so geht „verschlimmbessern“!
Fast mit dem Halbzeitpfiff das große Aufatmen der Gastgeber: Einen offensiven
Ballverlust des Gegners zum fixen Umschalten genutzt, wuselte sich A. Duman überragend
im Sechzehner zum Querpass durch, doch aus lediglich vier Metern schob
Schiebuhr das Leder blamabel am 7,32m breiten Gehäuse vorbei (45.+2)…
Und so kam es schließlich, wie es trotz der nimmermüden Durchhalteparolen von
Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen („Die Löwen werden sich das Ding in der
zweiten Hälfte ziehen!“) kommen musste. Direkt nach dem Seitenwechsel gerade
noch rechtzeitig vom Kontrahenten abgelaufen (46.), beteiligte sich Schümann
abermals entscheidend an Zählbarem. Diesmal leitete er einen schwachen D.
Duman-Kopfball mit nur einer Berührung vertikal zu Sturmpartner Meyer weiter, ehe
der ehemalige Egenbütteler den orientierungslos düpierten Behrens zum 1:3
stehen ließ (52.).
Der Effekt des Trainerwechsels vom zugriffslosen Rudolf Hock-Kutscher zu Guido
Krenzk schien auf Seiten der SV Lieth bereits nach etwas mehr als einer
Halbzeit verpufft. Die Verunsicherung hatte der einstige Zepterschwinger von
Cosmos Wedel seiner neuen Elf jedenfalls (noch) nicht nehmen können.
Symptomatisch dafür setzte A. Duman seinen aussichtsreichen Freistoß völlig
uninspiriert in die Mauer, aus der sogar der direkte Konter entsprang. Die
Abwendung des 1:4 war letztlich einzig Luca Albers gerade noch erfolgreiches Eingreifen
im Laufduell der Eingewechselten gegen Jason Urban zu verdanken (75.).
Fallen sollte es aber dennoch. Diesmal krönte Christoph Ketelhohn seinen
eigenen ballgewinn gegen passive Klein Nordender per Doppelpass mit Schümann
und dem coolen Abdruck vor dem luftig verteidigten SVL-Kasten (82.).
Eine noch höhere Derby-Schmach blieb der Elf vom Butterberg zwar in den letzten
Momenten noch erspart (Schümann in Rücklage drüber, 84.), doch die
Tabellenrealität von Abstiegsplatz 14 und vor allem das espritlose Auftreten
auf dem Platz geben derzeit kaum Raum zur Hoffnung auf eine bessere
Saisonphase.
Der HSV festigte dagegen seine leistungsgerechte Mittelfeldposition. Hinten im
Kollektiv diszipliniert und vorne Schümann: Solidität made in Heidgraben!
Tore: 0:1 Schümann (14.
Stapel), 1:1 Matthiessen (16., Strafstoßtor, Shmakov an Schiebuhr), 1:2
Schümann (42., Strafstoßtor, Behrens an Schümann), 1:3 Meyer (52. Schümann),
1:4 Ketelhohn (82. Schümann)
gelbe Karten: keine – Wolf, Samuel
Karul
Schiedsrichter: Alexander Nehls (SC
Eilbek)
Zuschauer: 110
Freitag, 7. November 2025
Spielbericht SV Lieth - TuS Germania Schnelsen
Die
Bank macht den Unterschied
Spitzenteam
Germania knackt verbesserte SV Lieth mit seinen Einwechslern
Sechstes sieglos Match in Serie und doch machte der Abend des 07.11.2025 die
krisengeplagte SV Lieth zu einem kleinen Gewinner im Keller der Bezirksliga 01.
Nicht nur, weil im Heimspiel gegen Spitzenteam Germania Schnelsen die Einstellung
stimmte und man später am Abend mit Guido Krenzk einen neuen Trainer vorstellen
konnte – nein, auch punktetechnisch brachte die Woche Bewegung in den
Abstiegskampf.
Die gute Nachricht erreichte die Roten Teufel vom Butterberg nämlich bereits am
Donnerstag. Da sich der gesperrte Trainer von Vorwochengegner TuS Holstein
Quickborn beim Spielstand von 4:1 selbst einwechselte, legten die Klein
Nordender zunächst erfolgreich Protest gegen die 2:5-Niederlage in der
Eulenstadt ein. Drei Zähler mehr dank der allerdings noch nicht rechtskräftigen
Umwertung in ein 3:0 ließen die prekäre Situation schon vor dem Auftritt gegen
favorisierte Germanen wieder etwas freundlicher erscheinen.
Und auch das Match selber bescherte den Liether Löwen, die heuer von Präsident
Bo Hansen anstatt des geschassten Rudolf Hock-Kutscher gecoacht wurden, einigen
Grund zur Hoffnung auf bessere Zeiten.
Einen engagierten Beginn runde nämlich eine schnelle wie überraschende
2:0-Führung der Hausherren ab. Beim ersten Streich bedankte sich Torjäger Max
Schulz für einen langen Schlag und die schwache Ballverarbeitung von
Gegenspieler Lenny Limbara (11.), ehe er wenig später Sturmpartner Ali Duman nach
eigenem Ballgewinn gegen Viktor Kallenberg mit einem tiefen Ball bediente.
Duman wiederum kreuzte seinen Laufweg wunderbar und ließ sich beim flachen Einschieben
auch nicht von Hassan Fallahs unsportlichem Anbrüllen irritieren (16.).
Offensive Konterqualität, die auch in Minute 43 ihre volle Entfaltung fand.
Wieder verteidigte Germania mit den hoch stehenden Außenverteidigern viel zu
luftig, sodass A. Duman einen Befreiungsschlag perfekt zu Max Schulz weiterleiten
konnte. Mit etwas abfälschender Hilfe war Schulz´ bereits zehntes Saisontor im
hohen Bogen perfekt (43.).
So schön sich das Treiben des Offensiv-Duos vorne anließ, so problematisch ging
es auf der anderen Platzhälfte zu. Bei einer kurzen Eckstoßvariante nicht
ansatzweise herausgerückt, fing man sich durch Matz Broeckers Flanke und Luca
Drenkhahns Kopfball das zwischenzeitliche 2:1 (19.), während man direkt nach
dem dritten Treffer Glück hatte, dass Drenkhahns Abstaubertor nach Condric-Alu
vom Schiedsrichterassistenten kassiert wurde (44.).
Dusel, der dem Team aus der Abstiegszone wiederum nur Augenblicke später
fehlte, lochte Antonio Arambasic einen abermaligen Broecker-Standard am zweiten
Pfosten einsam ein. Die verdiente Quittung für eine Unterzahl im eigenen
Sechzehner (45.+2)!
Einen nicht viel besseren Defensiveindruck hinterließen die Roten Anfang des
zweiten Durchgangs, als Schlussmann Luca Von Der Heide zweimal nicht ganz
optimal faustete und wieder zu tief stehen geblieben wurde. Jannik Meinke
durfte in der zweiten Welle flanken, Drenkhahn die Kugel mit dem Körper abschirmen
und Lennart Lux hatte schließlich freie Bahn, weil ihn Gegenspieler Luca Albers
schlicht aus den Augen verlor. Bitter, bitter, 3:3 (51.)!
Für Trübsal gab es bei der Hansen-Elf jedoch keinen Grund. Schließlich holte das
dynamische Doppel an vorderster Front den Vorsprung in bewährter Manier zurück.
Eine Klärung zu Max Schulz schickte den „25er“ ins erfolgreiche Flipperspiel,
um wieder A. Duman zu bedienen. Annahmen, zurechtlegen, einschieben – drei bombensichere
Kontakte, mit denen der einst für Spitzenreiter FC Elmshorn aktive Linksfuß
wieder auf Führung SV Lieth stellte (57.).
Abgesehen von einer ähnlichen Szene, bei der Duman diesmal geblockt wurde
(69.), galt es nun, dem Dauerdruck des Gegners irgendwie Herr zu bleiben. Ein
Eckstoß nach dem anderen rauschte durch den SVL-Strafraum, wo der
eingewechselte Luca Heimbach auf Traumpass Meinkes seine perfekte Chance am
Außenpfosten zerschellen sah (71.).
Dafür richteten es zehn Minuten später zwei weitere Joker für die statistisch
stärkste Offensive der Staffel, als Broecker und Heimbach in der Entstehung
viel zu viel Raum im Zentrum gestattet bekamen und Maximilian Voigt eine
passgenaue Hagelstein-Hereingabe mit einer Berührung unter die Latte schweißte
(81.).
Kaum war der Eintrag auf der Spielnotizkarte des Schiedsrichters notiert,
schlug TGS gleich nochmal zu, veredelte Arambasic seine Balleroberung per
doppel-Doppelpass mit Drenkhahn, von dessen Übersicht am Ende Kimon Drossinakis
aus halbrechter Abschlussposition zum 4:5 profitierte (82.).
Für eine echte Schlussoffensive sollten der Butterberg-Equipe letztlich die
Kräfte fehlen. Auch, weil der dünne Kader mit einigen Ausfällen wie Kapitän
Meraja Magens keine echten Alternativen von der Bank bereithielt.
Germania dagegen brachte den mühsamen Erfolg auf den letzten Metern sicher Ziel
und verpasste durch Drossinakis von der Strafraumgrenze (knapp vorbei, 87.) gar
noch die Vorentscheidung. Als neuer Tabellendritter empfangen die Schnelsener
nun Blau-weiß 96, während Ali Duman und Co mit neu-Coach Krenzk (zuletzt Cosmos
Weedel) am selben Freitagabend das Sechs-Punkte-Spiel bei der SV Blankenese
erwartet.
Tore: 1:0 Max Schulz
(11.), 2:0 A. Duman (16. Max Schulz), 2:1 Drenkhahn (19. Broecker), 3:1 Max
Schulz (43. A. Duman), 3:2 Arambasic (45.+2, Broecker), 3:3 Lux (52.
Drenkhahn), 4:3 A. Duman (57. Max Schulz), 4:4 Voigt (81. Hagelstein), 4:5
Drossinakis (82. Drenkhahn)
gelbe Karten: Duman, Schiebuhr, Matthiessen
– Fallah, Kallenberg, Klug, Hagelstein, Drossinakis, Drenkhahn
Schiedsrichter: Jozo Ugrina
(Niendorfer TSV)
Zuschauer: 75
Freitag, 24. Oktober 2025
Spielbericht SV Lieth - VfL Pinneberg
Stimmung
endgültig gekippt
1:4!
VfL Pinneberg stößt SV Lieth in den Tabellenkeller
Von wegen goldener Oktober. Vier Spiele, nur ein Punkt – Abstiegsplatz! Kein
Wunder, dass Präsident Bo Hansen die kriselnde Elf vom Butterberg nach dem
neuerlichen Trauerspiel erstmal zur Sitzung ins Separee des Clubheims zitierte.
Die Stimmung auf dem Tiefpunkt, der Trainer ratlos: Die einst gefürchteten „Liether
Löwen“ taumeln 2024/2025 führungslos in Richtung Bedeutungslosigkeit. An diesem
Freitagabend war es vor allem, die weitgehend leblose Art und Weise, die für
Entsetzen auf und um den Klaus-Waskow-Platz sorgte.
Dabei hatten die Hausherren im Heimspiel gegen den VfL Pinneberg sogar einmal
kurz das Momentum auf ihrer Seite, als ein Kontertor den optischen Eindruck ein
Stück weit auf den Kopf gestellt hatte. Aus einem Angriff der nach vorne
verteidigenden Pinneberger heraus gelang Christian Kuhlmann nämlich der perfekte
lange Ball, den Angreifer Max Schulz schön verarbeitete und mit links über den
hoch postierten Torwart zum 1:0 ins Netz lupfte (17.).
Die Jungs von Trainer Rudolf Hock-Kutscher ganz im Stile einer typischen
Auswärtsmannschaft, nur ließ sich der tatsächliche Gast davon aber wenig
beeindrucken.
Devin da Ronch probierte es aus der Drehung (21.), Tyler Brose etwas zu
unplatziert aus 20 Metern (31.); die nicht untalentierten, aber bislang etwas
unbeständigen Pinneberger glaubten an sich und ihre Spielidee.
Die Belohnung dafür: das 1:1 gegen eine SVL, die nach einer abgeköpften
Brose-Ecke das Herausrücken verweigerte, sodass der Ball im zweiten ungestörten
Anlauf genau beim eingestarteten Niklas Bargob im Fünfmeterraum landete. Der
Torerfolg blieb da reine Formsache (36.).
Kurz nach der Pause war es wieder ein hoher Ball, der die Roten vor unlösbare
Defensivprobleme stellte. Diesmal riss Aufbauspieler Ben Schuler per Flugball
ein beträchtliches Loch in die gegnerische Abwehrkette, wo sich da Ronch auch
mit etwas Glück gegen den Schlussmann Luca Von Der Heide zum 1:2 durchsetzen
konnte (51.)
Die Heim-Elf blieb dagegen ohne echte Idee im Spiel nach vorne, das Angreifer
Ali Duman in seiner Verzweiflung schon von hinten heraus zu navigieren
versuchte. Ein Freistoß, den Philipp über das Tor setzte (53.) sollte (zu)
lange die beste Chance im zweiten Abschnitt bleiben.
Zum Kontrast dazu setzte es drüben Gegentreffer Nummer drei, bei dem sich zwei
Liether in Klärungsabsicht einer Flanke ins Gehege kamen, Brose dank der
schwachen Kopfballabwehr für Bargob auflegte und dieser den üppigen Platz auf
halblinks zum perfekt passenden Rechtsschuss nach linksunten nutzte (59.). So
einfach kann es gehen!
Und weitere Gäste-Treffer wären möglich gewesen. Schuler mit Gefühl an den
Querbalken (63.), Brose per Freistoß-Aufsetzer daneben (66.) und Bargob mit
links gegen Von Der Heide (70.) verpassten das 1:4, das geradezu logischerweise
doch noch über Umwege fallen sollte. Nach Broses Freistoß war Schuler zwar an
Torwart und Luca Albers´ rettendem Kopf gescheitert, doch Von Der Heides
Kollision mit dem nachsetzenden Hirota Kakiguchi veranlasste Schiedsrichter
Marc-Calvin Prey (Moorreger SV) zum Strafstoßpfiff, über den sich der Goalie
derart aufregte, dass er für das wütende Prellen des Balles noch einmal den
gelben Karton kassierte – Platzverweis (78.)!
Den gepfiffenen Strafstoß verwandelte Brose vier Minuten später gegen
Ersatzfänger Patrick Klösel abgeklärt unten rechts (82.). Den anschließend
provokativen Torjubel vor einem Heim-Anhänger, mit dem es zuvor bereits einige
Dialoge gab, darf man dagegen getrost der Kategorie „spätpubertär“ zuordnen…
Ergebniskosmetik blieb daraufhin sowohl Julien Duffke (Philipp Niedermeier
tauchte behände ab), als auch Max Schulz bei der folgenden Ecke verweigert
(83.), wobei auch der VfL noch weiter hätte am Ergebnis schrauben können.
Während Niedermeier und seine Vorderleute als Tabellensechster in Schlagdistanz
zu Rang zwei bleiben, ist die SV Lieth nun sogar auf Abstiegsplatz 14
abgerutscht. Der Umbruch im Sommer, mitsamt neuem Trainer, droht inzwischen im
Sturz gen Kreisliga zu enden. Den Worten aus der Krisensitzung müssen kommende
Woche in Quickborn endlich wieder Taten folgen.
Tore: 1:0 Max Schulz (17.
Kuhlmann), 1:1 Bargob (36. Brose), 1:2 da Ronch (51. Schuler), 1:3 Bargob (59.
Brose), 1:4 Brose (82., Strafstoßtor, Von Der Heide an Kakiguchi)
gelb-rote Karte: Von Der Heide (SV
Lieth, 78., Foulspiel + Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Marc-Calvin Prey
(Moorreger SV)
Zuschauer: 50
Freitag, 22. August 2025
Spielbericht SV Lieth - TV Haseldorf
Saisonstart
(vorerst) gerettet
3:1
gegen den TV Haseldorf: SV Lieth verschafft sich etwas Luft
Sechs-Punkte-Spiel bereits in der zweiten Runde der Bezirksliga 01? Für die im
Sommer kräftig erneuerte SV Lieth ging es nach dem Pokal-Aus in Quickborn und
dem 3:7-Liga-Debakel gegen Union Tornesch II schon jetzt um die Rettung des
Saisonstarts. Vor allem, weil am Freitagabend mit dem TV Haseldorf ein
Aufsteiger am Butterberg aufschlug, den es auf jeden Fall hinter sich zu lasse
gilt.
Entsprechend engagiert machten sich die Hausherren ans Werk, das allerdings
nicht immer so messerscharf daherkam, wie bei Max Schulz´ dynamisch über links
vorgelegter Großchance, bei der Schlussmann Johannes Markmann reaktionsschnell
per Fußabwehr zur Stelle war (7.).
Gleiches Muster – diesmal aber ohne Torwart-Großtat – nach einer knappen halben
Stunde, als nun Ali Duman mittig abziehen durfte und damit das durchaus
verdiente 1:0 markierte (29.).
Königstransfer Meraja Magens hätte dem Klein Nordender Gemüt weiteren Auftrieb
geben können, tat er aber nicht: Markmann bekam wieder seinen flinken Fuß
dazwischen (36.). Kurz nach der Pause reihte sich da auch Schulz ein, dem der
Goalie, der eigentlich nur aus Mangel an spielfähigen Perspektiven aus der
zweiten Mannschaft (Kreisklasse) hochgezogen wurde, ein Erfolgserlebnis
vermieste (47.).
Mit dem nachfolgenden Eckstoß durch Philipp Matthiessen war dann aber endlich
geschafft, bugsierte Mats Jonah Behrens das Leder im Strafraumgewusel zum ersehnten
2:0 über die Linie (48.).
Erst, nachdem Matthiessen aus 18 Metern und Behrens im etwas zu hektischen
Nachschuss die Vorentscheidung verpassten (59.), generierte auch der Neuling
von der Marsch etwas mehr Offensivgeist. Heiko Jedamskis Linksschuss ans Außennetz
aus der ersten Hälfte (22.) fand im nächsten Anlauf der „Appelplücker“ dafür
aber gleich einen treffsicheren Nachfolger, platzierte Michel Lienau das
Bällchen gekonnt aus dem Zentrum unter die Latte (71.). Geht da vielleicht doch
noch etwas, für den TVH?
Am ersten Spieltag hatte sich die weiter verletzungs- und urlaubsgeschwächte
Kälberloh-Elf ja noch einen Zähler nach Rückstand (1:1 gegen den Duvenstedter
SV) erspielt. Und tatsächlich schrammte ein abgefälschter Freistoß durch Joris
Lüchau nur knapp am 2:2 vorbei (74.).
Quasi im Gegenzug war die Angelegenheit aber schließlich entschieden, als A. Duman
perfekt in den Lauf von Schulz servierte
und dieser nicht nur Tim Krieg davon lief, sondern auch flach ins kurze Eck den
3:1-Endstand besorgte (76.).
Der Saisonstart für die heute endlich einmal überzeugenden „Liether Löwen“
damit vorerst gerettet, während die Haseldorfer vielleicht ein bisschen zu spät
erst die Krallen ausfuhren.
TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper,
Krieg – Lienau, Möhle (68. Mirzaee), Jedamski – Kaland (68. Rose), J. Lüchau,
Nickels, Trainer: Benjamin Kälberloh
Tore: 1:0 A. Duman (29.),
2:0 Behrens (48. Matthiessen), 2:1 Lienau (71. Rose), 3:1 Schulz (76. A. Duman)
gelbe Karten: keine – Pieper, Rose
Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa
Harksheide, Note 2)
Zuschauer: 70
Samstag, 12. Juli 2025
Spielbericht SV Lieth - TuRa Harksheide II
Hausaufgabe:
Defensivstandards
Gepflegter
Fußball und alte Schwäche: SV Lieth startet gefühlsdurchmischt
Spiel eins nach der (kurzen) Ära Lüneburg. Zahlreiche namhafte Leute verließen
mit dem Saisonende 2024/2025 den Butterberg, wo Vereinslegende Jan Lüneburg die
Anhänger per Fallrückziehertor im letzten Match noch einmal in Ekstase
versetzte. Zwei Monate später betrat die verbliebene Selbstfindungsgruppe unter
der Leitung von neu-Coach Rudolf Hock-Kutscher erstmals das heimische Grün zu
einem durchaus gefälligen Test unter West-Bezirksligisten. TuRa Harksheide II,
mit zwölf Zählern Vorsprung aus der Kreisliga 7 promoviert, präsentierte sich
als interessanter Gegner, der sich anschickte, aus der Kompaktheit heraus, über
tiefe Bälle für Nadelstiche zu sorgen. So geschehen in Minute neun, als Nick
Hagelstein den Traumpass auf den gestarteten Yannik Wolter zelebrierte, nur
fehlte Wolters Abschluss für weitere Feierlichkeiten der letzte Dampf.
Die höhere Anzahl an Versuchen kreierten jedoch die Hausherren, bei denen vor
allem über Deniz Dumans linke Außenbahn der Weg nach vorne gelang, wo sein Bruder
Ali abschlussfreudig, aber glücklos agierte. So schon der Angreifer die perfekt
durch Matteo Schuchardt erhaltene Kugel am nur noch nah entfernten Kasten
vorbei (42.).
Mehr Zielwasser hatte da Max Schulz zuvor im Körper, als er im Zentrum einmal
reichlich Platz bekam, Maß nahm und damit durchaus sehenswert aus 20 Metern zur
verdienten Führung traf (24.).
Allzu lange sollte die ergebnistechnische Heiterkeit jedoch nicht anhalten,
weil gegnerische Ecken auch in der Spielzeit nicht die Lieblingsdisziplin der
Liether sind. Fabian Eggelmeyers Ball von der Fahne schädelte der aufgerückte
Jonas Wolter gekonnt gen Torlinie, die bei einer Rettungstat eines SVL-Kopfes
laut Meinung des Schiedsrichterassistenten bereits passiert war. „Tor für TuRa!“,
lautete die Entscheidung des jungen Schiedsrichters, der den Kontrahenten im
laufenden Match viel Spielraum bei der Zweikampfgestaltung ließ.
Tortechnisch verpasste neben dem bereits erwähnten Duman für die Gastgeber auch
der Harksheider Hagelstein die mögliche Pausenführung seines Teams. Per Heber
verfehlte er nach Fehlpass des nicht immer sicheren Patrick Klösel zwischen den
Heim-Pfosten per Heber (32.).
Im zweiten Durchgang, der traditionell für reichliche Personalrochaden genutzt
wurde, sank die Quote der angekommenen Pässe spürbar. Das Geschehen verlagerte
sich nun weitgehend ins mittlere Spielfelddrittel.
Einen der wenigen Überraschungsmomente verwertete Eigengewächs Anton Götting
just zum 2:1, das frei vor dem Tor auch recht easy für den einzuschieben war (63.).
Die Gäste aus Norderstedt übten sich in ihrem oft zu statischen Spiel in Harmlosigkeit,
bis ein gegnerischer Lapsus Jonah Basner zum Lattenkracher einlud (81.), ehe
der zweite Ball mit Mühe aus der Panikzone entsorgt werden konnte. Keine
schlechte Schusstechnik für einen gelernten Torsteher!
Kein Sonderlob holte sich mit der letzten Aktion der Begegnung der liether
Handschuhträger ab, als er bei einem verlängerten Einwurf von rechts hilflos
durch seine Parzelle irrte und mit Nico Schwietzer auch noch ein einsamer
Verwerter ins leere Tor versenkte (90.+3). Die Spielanteile waren damit nicht
so wirklich widergegeben, doch die Hausaufgabe, sich bis zum Pflichtspielstart
dem Bereich der Standardsituationen zu widmen, machte der spielerisch über
weite Strecken ordentliche Auftritt der „Liether Löwen“ gegen den bereits im
September wieder duellierten Gegner auf jeden Fall deutlich.
Tore: 1:0 Schulz (24.
Kellner), 1:1 J. Wolter (30. Eggelmeyer), 2:1 Götting (62.), 2:2 Schwietzer
(90.+3)
Schiedsrichter: Bartu Öncan
(Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 32
Freitag, 11. April 2025
Spielbericht SV Lieth - TuS Osdorf
„Osdorf
macht die Liga zu“
Dem
doppelten Gelb-Rot-Frust zum Trotz: TuS macht die Landesliga klar
Der Blomkamp ist zurück, auf Hamburgs Fußballlandkarte! Vor knapp zwei Jahren
mit dem Abstieg aus der Oberliga auf den Landesligaplatz verzichtet und dafür
zwei Etagen tiefer in der Bezirksliga an den Start gegangen, darf man nun in
2025/2026 als amtierender Weststaffelmeister die Landesliga aufmischen.
Für das vorzeitige Meisterstück am 28. Spieltag war der Fahrplan im
Freitagabendspiel bei der SV Lieth ganz klar: Ein Dreier und Verfolger HFC
Falke konnte sich im parallelen Gastspiel bei GW Eimsbüttel auf den Kopf
stellen!
Entsprechend bemühten sich die Osdorfer, ihr Vorhaben auch schnell auf die
Gleise zu bringen. Besonders Riccardo Mahieldin wollte es am Butterberg wissen
und zimmerte das Leder mit Wucht an die Latten-Unterkante (16.).
Besser klappte es als Überraschungsgast, frei vor dem Tor, das in diesmal
flacher Variante sicher zur bereits frenetisch gefeierten Führung getroffen war
(22.).
Als freundlich gratulierende Grußonkel wollten sich die Liether dennoch nicht
gerieren, bewiesen nach dem desaströsen Heimauftritt gegen Cosmos Wedel (1:1)
heimischem Widergutmachungswillen und suchten, sobald etwas Platz war, den
(aber zu harmlosen) Torschuss. Jan Schiebuhrs Mäusehammer aus der zweiten Reihe
– sichere Beute für TuS-Fänger Tjorven Foerste – sei da exemplarisch genannt
(37.).
Weitaus spannender wurde es da auf der anderen Seite, wo Abwehrfossil Patrick „Schotte“
Scheidt gerade noch mit dem langen Bein das 0:2 vereitelte (44.).
Kein anderes Bild auch im zweiten Abschnitt, der bis in die
Schlussviertelstunde wenig Unterhaltung bot.
Erst mit einer Standardsituation, die Ben Wrage fast mit einem Selbsttor zum
0:2 abschloss (73.), begann sich der Kreisel wieder schneller zu drehen. Denn
nachdem das Bällchen kurz zuvor von „Toni“ Udes nachsetzendem Fuß ans liether
Quergebälk hüpfte (74.), flog der Osdorfer Adriano Joost für wiederholtes
Foulspiel vom Feld (75.).
Sollte die SVL hier doch noch zum Partycrasher werden? Nicht mit Foerste, der sich
im direkten Duell nicht vom vor ihm auftauchenden Philipp Matthiessen
überwinden ließ (83.)!
Stattdessen machten seine Vorderleute später im Konter alles klar. Deron Adofo
holte sich die Kugel mit viel Durchsetzungsvermögen, schickte den gerade
hineingebrachten Max Groth auf die Reise und dieser wusste auf dem Weg zum Tor
genau, wo der besser postierte Mahieldin zu finden war – 0:2 (88.), Deckel
drauf!
Daran änderte auch der völlig korrekte zweite Feldverweis für die West-Hamburger
nichts. Sich im Aufstiegsjubel seines Trikots entledigt, wedelte der
Doppeltorschütze auch noch mit der herausgerissenen und liegengelassenen
Eckfahne herum. Zwei Vergehen auf einmal. Ergo: Gelb plus Gelb-Rot! Da hilft
auch kein Gezeter über angeblich „mangelndes Fingerspitzengefühl“…
Mit dem Abpfiff, gleichbedeutend mit dem Startschuss für eine lange Nacht der Landesliga-Feierlichkeiten
unter dem Motto „Osdorf macht die Liga zu“, war der Ärger darüber rasch
verflogen. Wieder also führten die Gebrüder Krause ihren heimat- und
Herzensclub in verschiedenen Rollen mit ehrlicher und loyaler Arbeit zum
nunmehr fünften Aufstieg ihres Herrenlebens. Glückwunsch!
Tore: 0:1 Mahieldin (22.),
0:2 Mahieldin (88. Groth)
Gelb-Rote Karten: keine – Joost (75.,
wiederholtes Foulspiel), Mahieldin (89., wiederholte Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Ilias Ertis (Hamburger
SV)
Zuschauer: 75
Freitag, 6. Dezember 2024
Spielbericht SV Lieth - SV Blau-weiß 96 Schenefeld
Spiel
der Kopfballtore
Doppelpack
Jan Lüneburg und Gegentor-Roulette: SV Lieth siegt 3:2
Nikolaustag am Butterberg und passend zur besinnlichen Weihnachtszeit,
beschloss die SV Lieth ihr wechselhaftes Fußballjahr 2024 mit einem
versöhnlichen Heimsieg.
Gegen die abstiegsbedrohte Elf von Blau-weiß 96 Schenefeld machte man es dabei
spannender als nötig.
Schließlich schien die Schose bereits nach 17 Minuten zu Lieth-Gunsten
entschieden. Sturm-Routinier Jan Lüneburg hatte die Elf aus dem Elmshorner
Umland nämlich per Kopfball-Doppelpack gleich zweifach Führung gebracht.
Erst veredelte der 231-fache Regionalliga-Angreifer eine feine Böttcher-Flanke,
nachdem Yannick Stubenrauch die Sekunden nach einem Luft-Zusammenprall auf dem
Hosenboden verbrachte (12.), dann lauerte die „Nummer 23“ bei einer Ecke von
rechts genau am richtig Fleck (17.).
Auch als Vorbereiter wäre es fast geglückt, als Lüneburgs herrlicher Steckpass
zum perfekten Futter für Marvin Böttcher wurde, doch Blau-weiß-Schlussmann Fynn
Ritter nahm dem 29-Jährigen noch die Butter vom Brot (20.).
Fortan ließen die Hausherren die Zügel zunehmend etwas schleifen, wodurch der
engagierte Tabellendreizehnte nun vermehrt auf den Plan trat. Besonders schön
und vor allem auch erfolgreich tat er dies in Minute 30. Sebastian Peemöller
gelang es unter dem Staunen der zu weit entfernten Gegenspieler, das Leder von
außerhalb des Strafraums im hohen Bogen über den Torwart hinweg zum
Anschlusstreffer hineinzuheben.
Die Aktien der zuletzt fünfmal sieglosen Schenefelder auf einen Punktgewinn
standen daraufhin nicht schlecht. Ein erneutes Kopfballtor, diesmal durch Arne
Lohmann, warf die tapferen 96er aber erneut zurück (51.).
Bei Jan Schiebuhrs Abseitstor (66.) einmal Glück gehabt, gab es sonst reichlich
Grund zum Hadern, für die Gäste, die besonders einer Doppelchance aus der 86.
Minute hinterher trauerten. Denn nachdem Fabian Arth aus halblinker
Schussposition das Nachsehen gegen Tormann Marian Rister hatte, jagte
Offensivkollege Rene Müller das Leder schwungvoll drüber.
Erst in der Nachspielzeit köpfte der aufgerückte Maik Wegner den Club, dem er
seit beeindruckenden bald 23 Jahren angehört, zur erneuten Verkürzung (90.+1) –
zu spät!
Linus Högerle und Co verharren damit rotz eines couragierten Auswärtsspiels
beim Tabellenvierten in latenter Abstiegsnot, während die launische Diva aus
dem Liether Wald mit zuletzt sieben Zählern aus drei Begegnungen einen
respektablen Jahres-Endspurt hinlegte – wenngleich man heute wieder einmal
gefährlich passiv Gegentor-Roulette spielte.
Tore: 1:0 J. Lüneburg (12.
Böttcher), 2:0 J. Lüneburg (17. Lohmann), 2:1 Peemöller (30.), 3:1 Lohmann
(51.), 3:2 Wegner (90.+1)
Schiedsrichter: Benedikt Müller (TSC
Wellingsbüttel)
Zuschauer: 60
Freitag, 2. August 2024
Spielbericht SV Lieth - TuS Germania Schnelsen
Nur
in der Beobachterrolle
Fehlstart
perfekt: Auch der reife Aufsteiger bringt die SV Lieth zu Fall
„Das ist nicht mal Kreisliganiveau!“, pöbelte ein Anhänger der SV Lieth
unverhohlen auf das eigene Team, das sich zum Start in die Saison der
Bezirksliga West einen 0:2-Ausrutscher gegen Aufsteiger Germania Schnelsen
erlaubte.
Am Fuße des Butterbergs waren die Pokalversager der Vorwoche (1:2 beim
Kreisligisten SV Lohkamp) anfangs sichtlich bemüht, dem Fehlstart
entgegenzuwirken. Viele Zweikämpfe, aber kaum gescheite Ideen nach vorne
prägten das Bild gegen disziplinierte Gäste, die zunehmend ihre gut
organisierte Deckung verließen und selbst zu ersten Schusschancen kamen. Die bemerkenswerteste
davon ergab sich auf Steilpass Bennet Klug für Julien Weber, den erst
SVL-Schlussmann Marian Rister auf dem Weg zum 0:1 aufzuhalten wusste (32.).
Kein anderes Szenario bot sich den Anwesenden nach dem Seitentausch. Herrlich
von Lenny Limbara aus der Tiefe bedient, lief Tempostürmer Maximilian Voigt
plötzlich allein auf den Liether Kasten zu. Aus vollem Lauf schaufelte der 30-Jährige
die Kugel auf das Tor – da war mehr drin (48.)!
Auch auf der anderen Seite für Julien Duffke, der seinen Abschluss genau in die
Arme des sicher zupackenden Frederik Wendt platzierte (49.). „Der kann echt gar
nichts!“, quittierte ein eigener Anhänger die misslungene Offensivaktion des
offenkundigen Fanlieblings…
Eigenwerbung hatte an diesem Freitagabend aber freilich kein SVL-Kicker
betrieben. Immer wieder ließ man den Neuling gewähren, was in gleich vier (!)
Versuchen von Tobias Lipski binnen 13 Minuten mündete (53., 56., 62. &
66.). Vollkommen unverständlich, wie passiv die Roten auch bei Marcel Balfanz´
20 Meter-Rakete, hauchdünn drüber (70.), mit der Beobachterrolle vorliebnahmen.
Eine Herangehensweise, die zwangsläufig im Gegentor enden musste. So war es
Rister wenig später zwar im ersten Anlauf noch gelungen, einen zu unplatzierten
Weber-Versuch abzuwehren, doch Joker Leon Kripke blieb im Film und versenkte
den zentralen Nachschuss mit rechts zur längst verdienten Germania-Führung
(74.).
Die SVL nun endgültig zum Handeln gezwungen, vermochte es aber weiter nicht,
den Germanen so richtig gefährlich zu werden. Stattdessen setzte es auch durch
das Zutun eines weiteren TGS-Einwechslers das vorentscheidende 0:2, als Weber
bis zur Grundlinie ackerte, um den 30-fachen Aufstiegstorjäger Lennart Lux zu
bedienen. Im Duett mit Abwehr-Fossil Patrick „Schotte“ Scheidt, der letztlich
als Eigentorschütze in die Statistik einging, war das Ei ein zweites Mal ins
Netz gegangen (78.).
Komplikationslos brachte der reif auftretende Kreisligameister seine Schäfchen
ins Trockene, verpasste durch den etwas zu eigensinnigen Klug (Lux war neben
ihm besser postiert) gar noch das mögliche 0:3 (90.+2). Chapeau, Germania!
In Klein Nordende werden nach diesem desaströsen Auftritt dagegen schon die
schmerzlichsten Derby-Dystopien im Hinblick auf das kommende Auswärtsspiel beim
nicht von wenigen hoch oben im Klassement erwarteten FC Elmshorn an die Wand
gemalt…
Tore: 0:1 Kripke (74.
Weber), 0:2 Scheidt (79., Eigentor, Weber)
gelbe Karten: Duffke, Scheidt – Tom
Lipski
Schiedsrichter: Jörn Ole Augustin
(SC Victoria Hamburg, Note 3)
Zuschauer: 60
Freitag, 3. Mai 2024
Spielbericht SV Lieth - Niendorfer TSV III
Keine
Tore – zwei Gefühlslagen
Trostloses
0:0: für Lieth zu wenig – für den NTSV ein Jubel-Grund
Vor der Saison heiß um den Landesligaaufstieg gehandelt, mischte die SV Lieth
trotz eines namhaft verstärkten Kaders doch schon vorzeitig nicht mehr im Spitzenrennen der Bezirksliga
West mit.
Passend dazu endete das letzte Heimspiel der Saison am Butterberg mit einer müden Nullnummer.
Für die SVL, die vor dem Match den scheidenden Trainer Michael Blume nach
zweijähriger Amtszeit und Sommer-Rückkehrer Nil von Appen verabschiedete, sicherlich
zu wenig – für den Gegner dagegen ein gefühlter Sieg.
Ohne sämtliche unpässliche Innenverteidiger und das rotgesperrte Trainergespann
verkaufte sich die zuletzt immer wieder formschwankende Drittvertretung aus
Niendorf (Platz neun) beachtlich teuer.
Mit viel Disziplin ließen die Mannen vom juvenilen Aushilfstrainer-Duo
Lassen/Risch kaum etwas zu, um mit Till Pruns´ Abseitstor die erste echte
Duftmarke einer ereignisarmen Partie zu setzen (37.).
Glück hatte man derweil direkt vor dem Pausenpfiff, als Matteo Schuchhardt
einen Stubenrauch-Freistoß dynamisch über den Quader köpfte (45.+2).
Ansonsten waren es die tapferen Bondenwald-Kicker, die dem Dreier an diesem
Abend ein Mü näher waren. Vor allem, nachdem sich SVL-Veteran Patrick „Schotte“
Scheidt noch vor Passieren der Stundenmarke Gelb-rot wegen Meckerns abholte (56.). Zuvor war der Vorteil noch weiterlaufen gelassen
worden, sodass erneut Pruns nach Flanke Robin Sitzlach zum aussichtsreichen
Außenpfosten-Schuss gekommen war.
Apropos Außenpfosten: Diesen erwischte auf der anderen Seite auch Ben Kellner mit der rechten Klebe (74.). Verdient wäre der Siegtreffer für den
Tabellenfünften auch nicht gewesen.
Bei reichlich Freibier, das den durch Stadionsprecher und Vereinsmacher Bo
Hansen Tinnitus geplagten Zuschauern gereicht wurde, ließ sich der Kick
zumindest halbwegs von außen bewältigen…
Tore: Fehlanzeige
gelb-rote Karte: Scheidt (SV Lieth, 56., Foulspiel + Meckern)
Schiedsrichter: Rohit Choudhry (SV
Lurup)
Zuschauer: 50
Freitag, 4. August 2023
Spielbericht SV Lieth - TuS Holstein Quickborn
Star-Ensemble
lässt erste Federn
Lüneburg-Doppelpack
zu wenig gegen zähes TuS Holstein
Erster kleiner Dämpfer für den Liga-Favoriten! Elmshorn-Derbysieger am ersten
Spieltag, im Pokal die ambitionierte Landesligatruppe von TBS Pinneberg
rausgehauen – doch nun musste sich die prominent besetzte SV Lieth zu Hause mit
einem Zähler gegen TuS Holstein Quickborn begnügen. „Die Bastion Butterberg
wurde wieder nicht eingenommen!“, brüllte Stadionsprecher Bo Hansen nach
Spielende fast schon etwas trotzig ins Mikrofon, das ihm der eine oder andere
Gäste-Anhänger („So ein Idiot!“) im Rahmen der Bezirksliga West-Partie im Liether Wald sicher
gerne entrissen hätte. Sportliche Genugtuung für das teilweise Fremdscham
auslösende Gebaren des zweiten SVL-Vorsitzenden, den fernsehkundige Menschen u.a.
aus der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ kennen, hatten die Elf Quickborner auf der
grünen Kunstwiese zur Beschwichtigung des Holstein-Gemüts zweifellos entfacht.
Nicht unbedingt mit schönem Fußball, jedoch mit emsiger Zweikampfführung und dichter
Staffelung - und sicherlich etwas Dusel!
Chancen für das in Rot gekleidete Star-Ensemble um die Lüneburg-Brüder ergaben
sich nämlich in ausreichender Fülle. Und nicht nur das, versenkte Jan Lüneburg
nach langem Zuspiel Tim Henningsens richtig spekulierend, dass der sonst
überragende Fatih Sahin die Kugel als Innenverteidiger falsch einschätzte, zum
umjubelten 1:0 (14.).
Sahin war es dann höchstpersönlich, der seinen Lapsus auf der anderen Seite
wieder vergessen machte, schweißte er eine von Marian Rister nicht perfekt
gefaustete Faizy-Ecke aus spitzem Winkel ausgleichend in die Maschen (23.).
An der Liether Überlegenheit hatte dies jedoch freilich nichts geändert. Gerade
noch rechtzeitig gelang es Florian Walter, ein saftiges Henningsen-Geschoss
hinter die Grundlinie zu klären (25.), während Philipp Matthiessen nach überragender
Eröffnung von Abwehr-Methusalem Patrick „Schotte“ Scheidt (39) nur die Vertikalstange erwischte, ehe J. Lüneburg den Nachschuss etwas überhastet ins
Nirvana schickte (41.).
Schlimmer noch erging es Matthiessen, als dieser freistehend Maximilian
Konetznys Hereingabe drüber steuerte (44.). „Alter, war das knapp“,
kommentierte ein User die Szene im fussball.de-Liveticker nicht zu Unrecht.
Die Quittung dafür setzte es Mitte der
zweiten (ebenfalls von den Gastgebern bestimmten) Hälfte, als Rister in hohen
Lüften mit den Fäusten gegen Torben Handke zur Stelle war, nur platzierte er das
Runde damit genau bei Kapitän Robin Strunz, dessen Heber aus der dritten Reihe
tatsächlich den überraschenden Führungstreffer der ansonsten bieder
auftretenden Jungs aus dem Holstenstadion bedeutete (68.). Da halfen auch die
unangebrachten Stürmerfoulproteste, in deren Rahmen sich J. Lüneburg ein „Ticket“
wegen Meckerns einfing, nichts…
Wütend spielte Rot, zu dem sich im zweiten Abschnitt mit Nil von Appen der
nächste aus höheren Gefilden Bekannte gesellte, nun gegen die drohende Schlappe
an. Von Appens Eckstoß und J. Lüneburgs Kopfball mischten die Karten für die
Schlussphase in der Tat noch einmal neu (72.). Der dritte (von vier) Treffer(n)
übrigens schon, den von Appen in dieser Bezirksligasaison von der Fahne vorbereitete…
Aber was wurde jetzt aus der Jagd nach dem Heimsieg? Nicht viel, kloppte die
leidenschaftliche Yilmaz-Equipe alles Gefährliche aus dem Sechzehner, um auch
noch selbst zweimal durch Niklas Wolters Lupfer (75.) und einen Strunz-Versuch (83.)
aufzuwarten.
Hinten hatte derweil Schlussmann Merlic Suhn alles im Griff. Gegen J. Lüneburg
gelang ihm ein Monster-Reflex, den die hochschnellende Fahne des erfahrenen
Rainer Sierk (Sportfreunde Uetersen) schnell für obsolet erklärte (89.).
Kurz brandete Jubel bei Suhn und Co schließlich Jubel auf, nachdem Andreas Voß (VfL
Pinneberg) die Partie abpfiff und der Vier-Punkte-Saisonstart hüben wie drüben
in Stein gemeißelt war.
Tore: 1:0 J. Lüneburg (14.
Henningsen), 1:1 Sahin (23. Faizy), 1:2 Strunz (68. Handke), 2:2 J. Lüneburg
(72. von Appen)
gelbe Karten: J. Lüneburg, F.
Lüneburg – Handke, Faizy, Strunz, Veseli, Yilmaz (Trainer)
Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL
Pinneberg)
Zuschauer: 150
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| Achtung, von Appen-Freistoß im Anmarsch! |
Freitag, 28. Juli 2023
Spielbericht FC Elmshorn - SV Lieth
Derbysieg
von der Fahne
Standardtore
entscheiden intensives Derby am Ramskamp
Nicht wenige haben in der 2023/2024-Ausgabe der Bezirksliga West die SV Lieth
als den großen Aufstiegsfavoriten auf dem Zettel. Die ersten drei Punkte der
neuen Serie konnte das prominent verstärkte Team vom Butterberg gleich einmal
einfahren – und zwar drei ganz besondere!
Vor prächtiger Freitagabendkulisse war es nach zuletzt drei erfolglosen
Anläufen wieder einmal gelungen, das große Derby gegen den FC Elmshorn für sich
zu entscheiden.
Mit dem Rückenwind aus der 3:1-Pokalsensation gegen die zwei Klassen höhere SV
Halstenbek-Rellingen war jedoch auch der FCE top in Schuss.
Hinten abriegeln und mit Tempo nach vorne lautete wieder das Motto der
Gastgeber, die entsprechend im Konter ihre beste Torchance generierten. Alan
Kados Fußabwehr in der eigenen Gefahrenzone folgte das rasche Umschalten, das
den fixen Max Kleim auf die Reise gen SVL-Tor schickte, nur gelang es dem
aufmerksamen Marian Rister, den Lupfer zu entschärfen (14.).
Die Liether machten es derweil vor allem bei hohen Bällen konkret. Der aus der
Regionalliga zurückgekehrte Jan Lüneburg probierte sich per Flugkopfball (16.) –
Maximilian Konetzny in der Disziplin der Fallrückziehers (41.). Alles schön
anzusehen, aber letztlich (noch) nicht der Stein des Weisen in einem rassig
geführten Derby.
Weniger spektakulär, aber dafür umso treffsicherer machte es J. Lüneburg ein
Dutzend an Minuten nach dem Seitenwechsel, als sich der Ex-Norderstedter bei
Nil von Appens Ecke in der Mitte hochschraubte und umjubelt einnickte (57.).
Wiederum von der Fahne verdoppelte die Elf aus dem Liether Wald den Spielstand.
Mit langem Anlauf aus dem Gebüsch heraus trat von Appen das Leder in den
Sechzehner, wo diesmal Konetzny auf dem zweiten Bildungsweg versenkte (66.).
Alles hatte mittlerweile für die mit reichlich höherklassiger Erfahrung
gespickte Elf aus Klein Nordende gesprochen, ehe sich dem eingewechselten Ali
Duman mit seiner Direktabnahme die perfekte Anschlusschance bot. Weil der
Pokaldoppelpacker der Vorwoche hier aber vergeigte und auch im Nachsetzen
nichts Besseres zustande kam (82.), schwanden die Hoffnungen der Weinroten auf
Zählbares mehr und mehr dahin.
Stattdessen verhinderte A. Kados Faust auf der anderen Seite J. Lüneburgs 0:3
aus gut 22 Metern (86.).
Auch so gelang den Lüneburg-Brüdern und Co die erhoffte erste Duftmarke auf dem
Weg in die Landesliga, während der FCE ein wenig zurück ist, auf dem Boden der
Tatsachen.
Tore: 0:1 J. Lüneburg (57.
Von Appen), 0:2 Konetzny (66. Von Appen)
gelbe Karten: Revutskiy, Vukmirovic,
Karakaya, Sevinc – Rister, J. Lüneburg, Matthiessen, Raasch
Schiedsrichter: Hartmut Gertig (SSV
Rantzau, Note 2)
Zuschauer: 130
Doppelter Vorbereiter: Nil von Appen 
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FCE-Akteur Albert Revutskiy entkommt seinem Gegenspieler


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