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Mittwoch, 22. April 2026

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Moorreger SV

Seuberts Derby-Show
Dreierpacker schießt Moorreger SV über den Strich

Letzte Woche TuS Appen (3:1) und diesmal der TSV Heist: wer es aus der Nachbarschaft derzeit im Abstiegskampf der Kreisliga 01 mit dem Moorreger SV aufnimmt, muss sich ordentlich auf etwas gefasst machen.
Mit einem 4:1-Derbytriumpf beim Ortsnachbarn schaffte der MSV am Mittwochabend einen wichtigen Satz im Untergeschoss des Klassements.
Bei windigem Sonnenuntergang ging der Stern der Gäste heuer ganz bald auf, als der TSV ordentlich Platz ließ, sodass Jonas Kaufmann über die Stationen Seubert und Franke zum zentral eingeschobenen 0:1 gekommen war (2.).
Ein idealer Spielbeginn, dessen Neutralisierung allerdings nicht allzu lange auf sich warten ließ, setzte sich die heistmer Lebensversicherung, Paul Smit, mit reichlich Physis im Sechzehner durch, um vor der Kiste wieder einmal nichts anbrennen zu lassen – Saisontor Nummer 18 (11.)!
Viel lief auch in der Folge über den Einzelkönner, der jedoch entweder auf sich alleingestellt war oder durch Unzulänglichkeiten seiner Mitstreiter keine weiteren Gründe zum Jubeln erhielt. Auch die disziplinierten Harmanci-Schützlinge sollten daran ihren Anteil haben. Vor allem, weil auch nach vorne immer mal wieder spannende Nadelstiche gelangen. Einer davon hatte Jannis Franke in halblinke Schussposition geschickt; rechts vorbei (38.) – ärgerlich!
Nicht so dafür, was nur Augenblicke später passieren sollte. Erst tankte sich Kollege Maximilian Seubert nach Ballgewinn unaufhaltsam in Richtung 1:2 durch den Sechzehner (40.), dann vollendete der ehemalige Kicker des Rendsburger TSV eine erneute Umschaltszene mit Jonas Kaufmann und Jayson Bielfeldt mühelos zum 1:3-Pausenstand (41.). Die halbe Derby-Miete war schon mal geschafft!
Konkrete Einfälle dagegen fielen dem TSV auf der anderen Seite schwierig. Zweimal war es Smit, der MSV-Goalie Niklas Puttmann jeweils vor keine übermäßige Aufgabe stellte (61. & 76.). Ansonsten lebte das Match von seiner Körperlichkeit, die den Heistmer Björn Schramm auch gut und gerne via gelb-rot an den Seitenrand hätte befördern können (59.)…
Von dort aus holte sich dafür Marcel Bastide als Auswechselspieler den roten Karton ab (83.). Die Hoffnung auf die Wende schien da bereits dem Frust gewichen zu sein, zumal Seubert bei einer Bielfeldt-Flanke per Flugkopfball das mögliche 1:4 auf dem Schädel hatte (86.).
Endgültige Gewissheit vermochte auch Gian Luca Reinl nicht herbeizuführen (90.+1), scheiterte der Joker gleich doppelt am aufmerksamen Benjamin Schimmel, dessen Alptraum im schwarzen Gewand dafür auf den Namen Maximilian Seubert hörte. Nachdem Julian Kühl das Bein im Strafraum etwas später gen Ball bewegte als Gegenspieler Franke, setzte der nunmehr sechsmal binnen vier Partien erfolgreiche „13er“ den 1:4-Schlusspunkt (90.+2.).
Die Tendenz von Dreierpacker Seubert und Co weist damit weiter positiv in Richtung Klassenerhalt: Rang zwölf bei aber nur zwei Zählern Vorsprung – auf den TSV, der die Vorzeichen beim sofortigen Wiedersehen am kommenden Sonntag dann wieder umkehren möchte. Um dieses gut besuchte B431-Derby wäre es freilich schade, wenn die Hirsche auch in der Endabrechnung unterm Strich verharrten. Vielleicht gelingt ja nun im anstehenden Rückspiel der sportliche Heist (englisch für „Raubüberfall“)…

Tore: 0:1 Kaufmann (2. Franke), 1:1 Smit (11. J. Schmidt), 1:2 Seubert (40.), 1:3 Seubert (41. Bielfeldt), 1:4 Seubert (90.+2, Strafstoßtor, J. Kühl an Franke)

gelbe Karten: Schramm – Kaufmann, Prange, Getmann, Bielfeldt, H. Harmanci (Trainer)

rote Karte: Bastide (TSV Heist, 83., grobe Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 90


Samstag, 4. April 2026

Spielbericht Moorreger SV - SSV Rantzau II

Serie ohne Nutzen
Moorreger SV kommt nicht aus dem Keller: Viertes 2:2 in Folge

Wer kennt sie nicht: Abonnements, die man irgendwann im Leichtsinn abschließt und fortan ohne echten Mehrwert an der Backe hat. Ein Abo, das dem Moorreger SV mehr kostet als nützt, verfolgt die Himmelsbargler seit nunmehr vier Spielen: das 2:2.
Dadurch seitdem zwar ungeschlagen, aber eben ohne echten Fortschritt im Abstiegskampf, blieb nach dem neuerlichen Vier-Tore-Remis am Ostersamstag wieder einmal die große Enttäuschung zurück.
Inhaltlich war es ein mühsames Treiben, mit dem der (vor dem Match) Tabellenvorletzte und die Reserve des SSV Rantzau die 35 Zuschauer bei rasantem April-Wind folterten. Ungenaue Anspiele, Stockfehler am Ball und ohne die Kugel wenig raffiniert: mit Kreisligafußball hatte das Geschehen auf dem holprigen Geläuf wenig gemein. Interessant wurde es daher hauptsächlich durch individuelle Fehler oder Standards.
So freute sich der MSV bei Sam Holz´ von Leon Prange verlängertem Freistoß über Finn Cornils Treffer, den die korrekte Abseitsfahne von Assi Saber Ghazouani (Hamburger SV) allerdings rasch einkassierte (15.).
Der SSV versuchte es derweil mit (wenig inspiriertem) Ballbesitz und einem Usso-Versuch an den Außenpfosten (19.), dem der Angreifer gleich den nächsten Abschluss folgen lassen wollte. Nur warf sich Cornils gerade noch rechtzeitig in den Ball (26.). Wenigstens der Einsatz stimmte! Und auch auf Niklas Puttmann war Verlass, rettete der Goalie erst vor Luca Bornholdt, um Ussos hohes Nachsetzen aus der Ferne schön im Übergreifen zu parieren (32.).
Im Stich gelassen blieb der Torwart dagegen wenig später, als Klaas Thieme auf rechts die Kugel gewann, Kollege Bornholdt auf Usso weiterleitete und der ehemalige Holsatia-Akteur diesmal zum 0:1 vollendete (38.).
Eine besonders bittere Pille für die Moorreger, weil nur Sekunden zuvor die Riesenchance zur eigenen Führung liegengelassen wurde. Prange war nach gegnerischem Ballverlust frei auf dem Weg in Richtung SSV-Torsteher Malte Ladehof, dessen Geduld sich im Eins-gegen-Eins auszahlen sollte. Dem zögerlichen Prange die Kugel vom Fuß gefingert, galt der Schlussmann als Wegbereiter der drüben erzielten Führung.
Andauernde Freude sollte den Gästen an dieser jedoch nicht zuteilwerden, pennte die Innenverteidigung völlig gegen den einfach mal durchlaufenden Henning Jensen, dem aus der erlaufenen Poleposition der erkämpfte Gleichstand gelang (42.).
Doch damit nicht genug der Barmstedter Geschenke, unterschätzte man die Lage nach Jayson Bielfeldts Kämpferball von der linken Aus-Linie so sehr, dass Jensen wieder dazwischen spritzen und auf 2:1 stellen konnte – was für ein Klops (44.)!
Entsprechend vorsichtiger ging es, wohlwollend formuliert, nach dem Seitenwechsel weiter. Der fleißige Usso hob das Leder aus dem Lauf aufs Tor-Dach (64.). Eine Rarität, denn immer wieder gewannen die Hausherren die wichtigen Zweikämpfe.
Keinen Zugriff fanden die Roten dann allerdings folgenschwer auf den langen Pfosten, wo nicht zum ersten Mal gleich mehrere Blaue auftauchten, von denen schließlich Sascha Blunk das Spielgerät aus kürzester Distanz zum späten 2:2 über die Linie drückte (88.).
Enttäuschung bei der Elf von Trainer Hakan Harmanci, doch es hätte sogar noch dicker kommen können, wenn der eingewechselte Tjard Kaschluhn nicht auf Puttmanns Brust gezielt hätte (90.+3).
Ob der weiter andauernden Sieglosigkeit in 2026 (bei sechs Spielen) und dem Verbleib unter dem Strich, eine weitere Enttäuschung zu Beginn des fünfteiligen Heimspielmarathons. Die vielen Nachholer – vor allem am kommenden Ostermontag gegen die ebenfalls gefährdete Mannschaft von Union Tornesch III – bleiben allerdings der große Strohhalm für den Kreisligaverbleib.

Tore: 0:1 Usso (38. Bornholdt), 1:1 Jensen (42.), 2:1 Jensen (44. Bielfeldt), 2:2 Blunk (88. A. Hollm)

gelbe Karten: C. Harmanci – keine

Schiedsrichter: Fiete Knoblich (Hamburger SV, Note 2,5)

Zuschauer: 35



Samstag, 7. März 2026

Spielbericht TuS Borstel-Hohenraden - Moorreger SV

Vom Schlusslicht verdroschen
Schwarzer Samstag für den Moorreger SV – TuS Borstel mit Lebenszeichen

Zum Jahresauftakt 2026 eine 2:0-Führung bei Cosmos Wedel hergeschenkt (2:6 am Ende), avancierte das zweite Spieltagswochenende im neuen Jahr zum echten Albtraum für die abstiegsbedrohte Elf des Moorreger SV. Denn nicht nur, dass man beim Tabellenletzten mit 1:4 ausgezogen wurde; man verlor dabei auch noch den Torwart verletzt und die ungeliebte Konkurrenz aus der Nachbargemeinde zog tags drauf auch noch vorbei.
Was für ein schreckliches Gesamtbild, das sich zu Beginn des samstäglichen Ausflugs nach Tangstedt, wo der hiesige Kunstrasenplatz über die Dauer des eigenen Synthetikwiesenbaus zum vorübergehenden Asyl des TuS Borstel-Hohenraden herhält, noch gar nicht so deutlich abgezeichnet hatte.
Engagiert pressten die ordentlich gestaffelten Himmelsbargler das Schlusslicht in dessen eigener Hälfte fest – ohne aber so wirklich vors Tor zu kommen.
Dies spielte sich dafür auf der Gegenseite ab, als ein schön gezirkelter Freistoß von David Klass die perfekte Einschusschance für den aufgerückten Conner McConaghy bereitete, der Abwehrspieler aber gerade noch entscheidend gestört wurde (13.).
Ganz anders verhielt es sich wenig später bei einer freundlichen Einladung für Okan Yumut, die der 32-Jährige per 1:0 nicht ungenutzt ließ (20.).
Weiterhin emsig, aber vorne ohne Durchschlagskraft und hinten zu offen, brachten sich die Gäste weiter um ihre Pfründe, die im Falle von Klass und dessen Treffer nur die späte Abseitsfahne rettete (22.).
Nicht so aber in Minute 40. Mit dem richtigen Timing bediente Yumut seinen Kollegen Patrick Jordao Valadares, während sich MSV-Goalie Niklas Putt das berühmte Stück zu spät in die Szene  warf – Strafstoß TuS Borstel, den Yumut sicher rechtsunten versenkte (42.).
Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, endete eine Schusschance für Winterneuzugang Fatih Simsek im langen Abstoß, den Leon Prange gegen die Sonne völlig falsch einschätzte und unfreiwillig mit dem Kopf verlängerte, sodass der durchgelaufene McConaghy vor Puttmann zum 3:0-Halbzeitstand einspitzelte (45.+3). Weil Torschütze und Torhüter daraufhin zusammenkrachten, war die Partie für letzteren beendet und der Weg ins Spital geebnet. Irgendwie passend zum vermaledeiten Tag des MSV, dass der angerückte Krankenwagen beim Wendemanöver stecken blieb und erst durch Bergung des Feuerwehr Tangstedt und einen hilfsbereiten Landwirt und dessen Traktor von der Anlage kam…
An sportlicher Linderung versuchte sich kurz nach der Pause Dominik Körner mit einem mutigen Abschluss (auf Torwart Timo Herrmann, 49.), woraufhin die Borsteler dem vierten Tor etwas näher waren, als die Moorreger dem 3:1. Vor allem, nach Neal Belows Strafraumkontakt mit Joker Marvin Tramm. Da Yumut bereits ausgewechselt war, übernahm Kapitän Felix Storm, um jedoch an Puttmann-Vertreter Daniel Rosenzweig zu scheitern (70.).
Aufgeschoben war heute aber nicht aufgehoben, lupfte Sitki Alp das Spielgerät im Anschluss an Rosenzweigs Rettung gegen Tramm zum nachgeholten 4:0 ins Netz (83.).
Nicht wirklich relevante Ergebniskosmetik betrieben die Roten erst in der Schlussminute, verwandelte Prange einen nicht unbedingt zu pfeifenden Strafstoß zu präzise, als dass Herrmann trotz der geahnten Ecke parieren konnte (90.).
Ein kleiner Fleck auf der Robe des Siegers, die sich die Liebenow-Elf auch im kommenden Abstiegsduell mit der SV Lieth II überwerfen will. Mit diesem ersten Saisonsieg (zuvor punktete man nur durch fünf Remis) ist das rettende Ufer mit sieben Zählern Rückstand zumindest wieder ansatzweise in Sichtweite gerückt.
Der MSV, den es nun sogar unter den Strich zur Kreisklasse drückte, ruhen die Hoffnungen nun auf der passablen Heimbilanz – aber erst, nachdem die intensive und herausfordernde Auswärtsstation Roland Wedel möglichst glimpflich bestritten wurde…

Tore: 1:0 Yumut (20.), 2:0 Yumut (42., Strafstoßtor, Puttmann an Jordao Valadares), 3:0 McConaghy (45.+3, Herrmann), 4:0 Alp (83. Tramm), 4:1 Prange (90., Strafstoßtor, S. Pimenta Trindade an Franke)

Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV Seestermüher Marsch)

Zuschauer: 45

besonderes Vorkommnis: Storm scheitert mit Strafstoß an Rosenzweig (70., Below an Tramm).









Sonntag, 14. September 2025

Spielbericht Moorreger SV - SC Cosmos Wedel

Ab-/Aufsteiger startet Mini-Serie
Zweiter Sieg in Folge: Cosmos Wedel korrigiert den Fehlstart

Nicht außergalaktisch gut, aber mit aufsteigender Tendenz korrigierte Cosmos Wedel in Runde fünf den verpatzten Saisonstart in die Kreisliga-Saison nach Liga-Mannschaftsauflösung und Aufstieg der nun als erstes Team firmierenden Zweiten. Zuletzt daheim gegen die Reserve des SSV Rantzau 3:2 siegreich, klappte es am Sonntagnachmittag auch in Moorrege mit einem Dreier.
Passend zum eher niveauarmen Match, führte eine schwach vom MSV gelöste Pressingsituation zum 0:1 durch Thore Müller-Wiegand (15.).
Der Auftakt für eine hoch aktive Phase der Gäste, deren Lohn zunächst aber ausblieb. So verweigerte Claas Böttcher den Abschluss in eine der beiden angebotenen Ecken (19.), ehe es auch auf Abstoß-Einladung des Gegners nicht besser lief (25.).
Abhilfe schaffte da erneutes Chaos im MSV-Strafraum, das diesmal Kapitän Dominik Zink auf Vorarbeit Böttcher folgerichtig mit der Verdopplung bestrafte (45.).
Kurz zuvor hatte sich auf der anderen Seite Maximilian Seubert zweimal bei Standards angeschickt, auf pari pari zu stellen. Sein überraschend freier Kopfball flog vorbei (39.) – einen Abschluss im Sechzehner blockierte Till Nuppenau mit dem Fuß (42.).
Ebenso durch einen ruhenden Ball (Jayson Bielfeldts listigen Freistoß) erhielt auch Verteidiger Finn Cornils die Chance mit dem Oberstübchen. Die Kugel bekam der Spielführer jedoch nicht ideal gen Cosmos-Quader gelenkt (47.).
Das war´ aber auch schon wieder mit der Heim-Gefahr. Erst eine gute Viertelstunde vor dem Ende war es wieder Seubert, der aus zentraler Position ideal zum drüber gebolzten Versuch kam (74.). Der Anschlusstreffer hätte der ansonsten farblosen Partie sicher neues Leben eingehaucht. So blieb es allerdings beim Status Quo, den der Wedeler Malte Schönstedt aus ambitioniertem Winkel fast noch auf 0:3 erhöht hätte, wäre da nicht ein rettender Kopf vor der Linie aufgetaucht (81.).
Tabellarisch setzten sich die Cosmonauten damit im engen Mittelfeld der Kreisliga 01 damit erstmal vor den MSV auf Rang sieben. Der neue Neunte hat bereits am kommenden Wochenende die Chance, die erste Heimniederlage gegen TuS Borstel einen wichtigen Sieg zum Abstand auf die gefährliche Zone geradezubiegen.

Tore: 0:1 Müller-Wiegand (15.), 0:2 Zink (45. Böttcher)

gelbe Karten: Almaz, Franke – Kirste

Schiedsrichter: Arthur Erik Schreiber (SC Sternschanze, Note 2,5)

Zuschauer: 45

















Dienstag, 29. April 2025

Moorreger SV - Heidgrabener SV II

Erst verpennt, dann aufgedreht
Heidgrabener SV II beschließt ereignisreichen April mit einem 4:0


Den Super-Gau in Form des Sturzes in die Kreisklasse wendete man in Moorrege mit dem ersten Dreier in 2025 (2:1 gegen TuS Borstel) und dem zeitgleichen 0:5 vom Konkurrenten aus Blankenese noch vor dem Saisonfinale ab. Der Nachholer am Dienstagabend gegen die Reserve des Heidgrabener SV daher nur für die Galerie.
Dieser gegen den Tabellensechsten etwas Zählbares hinzuzufügen schien nach den ersten Eindrücken auch durchaus realistisch. Gleich dreimal bot sich gegen wieder einmal zäh in die Gänge kommende HSVer die Chance auf das 1:0 (1., 3., 7.), doch der Treffer fiel auf der anderen Platzhälfte.
Dort segelte ein Freistoß hoch in den Sechzehner, damit Chris Stief im Obergeschoss für den vollendenden Nikolas Haker querköpfen konnte (10.). Das sah nicht nach Zufall aus!
Die Gäste, für die es nun auch schon das fünfte Mal im April auf die Wiese ging (darunter das dramatische Pokal-Aus im Elfmeterschießen beim SV Curslack-Neuengamme), plötzlich bestens im Saft und am Zug, zu verdoppeln. Clever steckte Haker zu Marcio Prien durch: Pfosten! Im Nachsetzen war es dann Stief, der gegen Schlussmann Niklas Puttmann und dessen vollen Körpereinsatz zweiter Sieger blieb (29.).
Nicht anders ging es da Mitstreiter Tim Rockel, dessen Ansinnen, vom Punkt (Handspiel) linksunten zu versenken, Puttmann im Abtauchen vermasselte (32.).
Vielleicht wollte der Fußballgott bei sonniger Abendkulisse auch nur schöne Tore zulassen…
Stiefs spitzwinklig eingeschweißtes 0:2 aus Linksaußenposition (35.) gehörte zumindest klar in diese Kategorie!
Überlegen, aber ohne weitere (traum-)Tore diktierten die grünen auch im zweiten Abschnitt das Geschehen. Nur die Chancenverwertung, die insbesondere dem fleißigen Prien zu schaffen machte, passte nicht ins Bild einer beschwingten Gastspielreise.
Dann aber die Erlösung für Prien, der auf Steckpass M. Rockel diesmal willensstark vor Puttmann mit rechts zum 0:3 einnetzte (80.). Geht doch!
Noch mehr ging im Anschluss noch per Konter, den Ben Dieckmann zum 0:4-Jokertor ins Ziel brachte (83.). Dass der neuner kurz vor Ende das leere Tor nicht traf (88.) und auch eine Doppelchance der Kollegen Scheelk und Seifert ungenutzt blieb (90.+1) – geschenkt!
In Heidgraben (jetzt Fünfter) bleibt durch diesen Erfolg sogar Rang vier noch rechnerisch möglich (Mannschaften aus dem HFV unter der Flagge eines HSV und Platz vier haben ja durchaus Tradition), dem Moorreger SV bleibt bei seiner fragwürdigen Halbjahresbilanz nur der optimistische Blick nach vorn – auf eine bessere Kreisligaspielzeit 2025/2026.

Tore: 0:1 Haker (10. Stief), 0:2 Stief (35.), 0:3 Prien (80. M. Rockel), 0:4 Dieckmann (83.)

gelbe Karten: Löffler – Haker, M. Rockel

Schiedsrichter: Ben Hachmann (SV Hörnerkirchen, Note 3)

Zuschauer: 35





Donnerstag, 10. April 2025

Spielbericht TV Haseldorf - Moorreger SV

Einsame Spitze
3:1 im Derby! TV Haseldorf erobert den alleinige KL1-Thron

So richtig offensiv von der Bezirksliga reden wollen sie in Haseldorf nicht, doch so langsam gehen auch dem größten Pessimisten immer mehr die Argumente gegen die Bezirksliga-Promotion aus.
Ja, der eine oder andere Punktverlust (drei Remis) war im Jahr 2025 bereits dabei, doch die wichtigen Zähler weiß die Elf aus dem beschaulichen Schloßparkstadion zu machen.
So auch im Donnerstagabend-Derby gegen den Moorreger SV. Dieser hatte als kreisklassebedrohter Gast freilich nichts zu verschenken, agierte bissig und ließ zunächst keine kapitalen Offensivaktion des Primus zu – bis Marten Fülscher den geniale Ball zwischen die neu formierte Innenverteidigung gelang und Linus Lastella Schlussmann Niklas Puttmann zum 1:0 ins leere Gehäuse aussteigen ließ (18.).
Und gleich nochmal wähnte sich der Angreifer im Torschützenhimmel, doch in Minute 23 vermieste ihm Schiedsrichter Michael Zibull aus Heidgraben die Tour. Ein Handspiel in der Torentstehung führte zur Aberkennung des Doppelpacks.
Gut für die Gäste, denen jedoch personelles Ungemach widerfuhr. Einen früh erlittenen Schlag aufs Knie steckte ihr Tormann doch nicht so gut weg. Verletzungsbehandlung Nummer zwei im Spiel endete vorsichtshalber mit der Herausnahme des 25-Jährigen. Statt seiner rückte nun Feldspieler Sascha Schepelew zwischen die moorreger Stangen (25.).
Von dort aus beobachtete der Lautsprecher von ungewohnter Stelle aus eine ordentliche Druckphase seine Vorderleute. Erst kam der für Puttmann eingewechselte Jonas Kaufmann bei einem Holz-Freistoß nicht ideal zum Schuss (35.), dann lenkte Niklas Grote seinen Versuch ins Tor-Aus (36.). Jayson Bielfeldts Geschoss in den Nachwehen der entstandenen Ecke landete dort unterdessen auch ohne das Zutun des TVH-Fängers (36.).
Alles im Bereich des Möglichen, für das Kellerkind, doch nachdem man eine selbst per Querpass eingeleitete Jedamski-Chance (45.) und eine weitere für Joris Lüchau aus kurzer Distanz (45.+1) glimpflich überstand, hatte es sie noch vor dem Seitenwechsel erneut erwischt. Diesmal kombinierte sich die Kälberloh-Equipe formschön in den Strafraum vor, wo Fülscher letztlich einen Jedamski-Pass problemlos zur 2:0-Halbzeitführung vergoldete (45.+4).
Alles in Butter, für die „Appelplücker“, zumal direkt nach der Pause gleich nachlegten. Einen völlig verunglückten Rückpass konnte Lastella gegen Schepelew zwar nicht nutzen (50.), doch wenig später war das verpasste 3:0 durch Fülschers zweiten Volltreffer nachgeholt. Mit Noah Lüchaus Einwurf in der eigenen Hälfte als Ausgangspunkt, spielte man sich wieder mit Bedacht ins Angriffsdrittel, um dort mit Fülscher jemanden auf links zu haben, der neben reichlich Platz auch die nötige Schusstechnik mit der rechten Klebe aufbrachte (57.).
Alles klar, an der Kamperrege, doch weil Außenverteidiger Marvin Biermanns ein hoher Ball über den frisch frisierten Scheitel zu Gegenspieler Lars Getmann rutschte und dieser vor der Kiste nicht ins Zaudern kam, war der Vorsprung plötzlich wieder um ein Tor geschmolzen (71.). Hinzu sammelte der heuer schon totgesagte Kontrahent wieder neuen Mut zum Risiko, in einer inzwischen härter geführten Auseinandersetzung, die Abwehrturm Pieter Oßenbrüggen (86.) auf Seiten der Haseldorf und Außenterrier Jannis Franke (78.) für den MSV vielleicht auch ohne schützende Auswechslungen in ihrem Schlussakkord jeweils von draußen betrachtet hätten. Mit lautstarken Anhängern des Heimvereins war der Schiedsrichter in Hälfte eins etwas weniger zimperlich umgegangen. Wenngleich sich der Sinn der Maßnahme, die Gruppe auf die Gegenseite zu verbannen, niemandem so richtig erschloss…
Sinnvoll dagegen die resolute Abwehrarbeit des Tabellenführers, der nur noch in der regulären Schlussminute Gefährliches zuließen. J. Bielfeldts Rechtsschuss faustete Grote von seinem Kasten weg (90.), sodass den Feierlichkeiten zur nun alleinigen Tabellenführung vor den jetzt um drei Punkten schlechteren Egenbüttelern nur noch der folgende Werktag (doch nicht) im Wege stand…

Tore: 1:0 Lastella (18. Fülscher), 2:0 Fülscher (45.+4 Jedamski), 3:0 Fülscher (57. Jedamski), 3:1 Getmann (71. J. Bielfeldt)

Schiedsrichter: Michael Zibull (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 85

An allen Treffern des TVH beteiligt: Marten Fülscher.

Sonntag, 6. April 2025

Spielbericht Moorreger SV - SV Lieth II

Neujahrsfluch über Moorrege
MSV-Sinkflug hält auch im Kellerduell an: Siebte Schlappe in 2025

Sechs Niederlagen, einen Tabellenletzten (Komet Blankenese), der zuletzt fleißig punktete, im Rücken und nun ging auch noch das Kellerduell um die bessere Ausgangslage, knapp über dem Strich, verloren. Das Jahr 2025 gestaltet sich für den Moorreger SV als eine einzige Tretmühle. Nun also der neuerliche Tiefpunkt: die 0:4-Klatsche gegen Mitkonkurrent SV Lieth II.
Begonnen hatte der Sonntagmittag eigentlich ganz solide. Nach vorne ging im meist statischen Spiel zwar nichts, doch wenigstens hinten gewann der MSV zunächst (noch) die wichtigen Zweikämpfe – bis die Hausherren die Kugel nicht aus der Gefahrenzone bekamen und Michel Cords aus tückischem Winkel den ersten echten Versuch (über das Gehäuse) abgab (19.).
Ein Warnschuss, der den MSV offenbar nicht ausreichend einschärfte, verlor man nur Augenblicke später das entscheidende Kopfballduell in der Mitte, sodass Cords aus ähnlicher Position diesmal eiskalt zum 0:1 netzte (20.).
Erwähnenswerte Gefahr erfuhr der neue Spielstand daraufhin erst nach dem Seitenwechsel, als die SVL-Reserve per Ballverlust im Aufbau freundlich einlud. Abgefälscht rauschte Jayson Bielfeldts 20 Meter-Geschoss jedoch hauchdünn über seine Wunschdestination (55.).
Ein Freistoß sollte kurz darauf für Abhilfe sorgen, doch der berühmte Schuss ging dabei gänzlich nach hinten los. Im Eiltempo überbrückten die Gäste das Mittelfeld, damit Deniz Duman wohl temperiert für den locker ins lange Eck abschließenden Cords vorlegen konnte – 0:2 (59.)!
Die Roten jetzt mental gebrochen und nun ihrerseits mit wilden Ballaktionen, von denen Finn Struve eine nicht bestrafte – auch, weil er seinem nach vorne abgewehrten Schuss nicht nachging (62.)…
Teuer sollte dies heute aber nicht mehr werden, richtete es der Kapitän nur zwei Minuten danach bei einem Schedelgarn-Freistoß mit der Rübe und der Latten-Unterkante (64.).
Das Match vorzeitig entscheiden und wer dem zweiten Sieg in Folge noch nicht trauen wollte, war dann mit dem 0:4 final überzeugt. Wieder verschenkte die Bielfeldt-Elf verunsichert am eigenen Sechzehner den Ball und diesmal vollstreckte Joker Kilian Weers flach zum happigen Endstand (79.), der seinen Farben in der Zwischenbilanz drei Zähler Vorsprung auf Komet (Abstiegsplatz 15) beschert.
Im Sandwich der Genannten taumelt dagegen der schwer angeschlagene Moorreger SV dem Saisonfinale entgegen. Ein Punkt mehr als Komet und zwei Nachholspiele (darunter eines am kommenden Donnerstag beim Tabellenführer in Haseldorf) in der Hinterhand, lassen zwar Hoffnung zu, doch was bringen einem sechs ausstehende Spiele, wenn der 2025-Fluch nicht aus den Kleidern will…

Tore: 0:1 Cords (20. L. Rudek), 0:2 Cords (59. Duman), 0:3 Struve (64. Schedelgarn), 0:4 Weers (79.)

gelbe Karten: Hatje, Franke, Schepelew – Weers

Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg, Note 2,5)

Zuschauer: 50

















Sonntag, 9. Februar 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - Moorreger SV

Per Elfer in der Nachspielzeit
Strafstoß-Drama in der Extra-Zeit: Holsatia gewinnt glücklich

Entsetzen in der Nachspielzeit! Ein Strafstoßpfiff – ein höchst strittiger – entschied das Nachholspiel zum Jahresstart 2025 der Kreisliga 1 bei Holsatia Elmshorn.
Auf dem Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes deutete anfangs noch nichts auf eine dramatische Auseinandersetzung zwischen der durchaus ambitionierten Holle-Elf und dem eher unten angesiedelten Moorreger SV hin.
Beide Teams verbrachten den Winter ohne Testspiele; Holsatia trainierte mit schwacher Beteiligung – der MSV nur ein einziges Mal draußen auf kritischem Geläuf. Und exakt so gestaltete sich ein wenig ansehnlicher Kick, der erst mit Starthilfe vom Strafstoßpunkt ins Rollen kam. Übereifrig war Jannis Franke, heute im vollständigen Doppeleinsatz für Liga und Reserve, Saad Baloosh in die Parade gefahren, sodass Daniel Grams mit etwas eigenwilligem Anlauf aus elf Metern zur Führung traf (36.).
Alles gut, für den Aufstiegskandidaten, trotz wenig ansprechender Vorstellung – bis auch die Moorreger ihre erste Torchance per Standard just nutzten. In ihrem Fall schlug Kapitän Sam Holz einen Freistoß von rechts hoch rein, ehe Jayson Bielfeldt gekonnt den Wandspieler für Leon Prange und dessen zentralen Abzug mit rechts gab (45.+3).
Im Stile einer perfekten Auswärtsmannschaft drehte der Tabellenzwölfte die Lage sogar in eine eigene Führung, als eine lange Eröffnung durch Innenverteidiger Lasse Hatje punktgenau J. Bielfeldt erreichte und dieser mit einer Körpertäuschung und einem präzisen Abschluss in die kurze Ecke das 1:2 besorgte (52.).
Der Elf, die mit einem Dreier so richtig in die Spitzen-Phalanx vorstoßen konnte, fiel dagegen wenig Konstruktives ein. Albert Revutskiy schoss aus 20 Metern ein überhastetes Field Goal (60.), während sich Semih Zeybekoglu ein Frust-Ticket fürs Ballwegschlagen abholte (63.).
Wenig später dann aber Oberwasser für die Krückaustädter, deren etwas festgefahrene Angriffsaktion Baloosh per Traumtor von halbrechts ins linke obere Eck zum 2:2 vergoldete (67.).
Von nun an zirkulierte die Kugel etwas besser durch die aktiveren Reihen der Hausherren. Kaum mehr gelang dem MSV längere Entlastung, sodass Torchancen für Holsatia folgen mussten. Beispielsweise überstanden die Gäste eine wunderbare Schussposition für den eingewechselten Felix Osterland, dessen Rücklage den mittigen Direktschuss verhunzte (86.).
Donart Kelmendi erging es nicht besser: Von der Strafraumgrenze aus sauste sein Rechts-Geschoss rechtsunten vorbei (87.).
Der MSV auf dem Weg, den Punkt über die Linie zu zittern, doch dann kam Nachspielminute Nummer fünf. Einen langen Ball räumte MSV-Goalie Daniel Rosenzweig vor dem heranstürmenden Grams aus der Bahn. Der anschließende Körperkontakt nicht zu vermeiden – sah Schiedsrichter Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen) irgendwie anders und so setzte es den intensiv diskutierten Strafstoß, den der „gefoulte“ höchst persönlich zum 3:2 einnetzte (90.+6).
Fünf weitere Nachspielminuten arbeitete der Moorreger SV mit den letzten Körnern gegen die letztlich nicht unverdiente, aber dennoch unglückliche Niederlage an – erfolglos!

Tore: 1:0 Grams (36., Strafstoßtor, Franke an Baloosh), 1:1 Prange (45.+3 J. Bielfeldt), 1:2 J. Bielfeldt (53. Hatje), 2:2 Baloosh (67. Kelmendi), 3:2 Grams (90.+6, Strafstoßtor, Rosenzweig an Grams)

gelbe Karten: Zeybekoglu, Hejdari – Giesbrecht, Franke, Rosenzweig, Hatje

Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen, Note 5: entschied das Spiel mit seiner falschen Strafstoßentscheidung (Rosenzweig spielte vor Grams klar den Ball und konnte sich anschließend nicht in Luft auflösen), dazu schwache Präsentation der persönlichen Strafen über teils 20 Meter Distanz)

Zuschauer: 55