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Samstag, 7. März 2026

Spielbericht TuS Borstel-Hohenraden - Moorreger SV

Vom Schlusslicht verdroschen
Schwarzer Samstag für den Moorreger SV – TuS Borstel mit Lebenszeichen

Zum Jahresauftakt 2026 eine 2:0-Führung bei Cosmos Wedel hergeschenkt (2:6 am Ende), avancierte das zweite Spieltagswochenende im neuen Jahr zum echten Albtraum für die abstiegsbedrohte Elf des Moorreger SV. Denn nicht nur, dass man beim Tabellenletzten mit 1:4 ausgezogen wurde; man verlor dabei auch noch den Torwart verletzt und die ungeliebte Konkurrenz aus der Nachbargemeinde zog tags drauf auch noch vorbei.
Was für ein schreckliches Gesamtbild, das sich zu Beginn des samstäglichen Ausflugs nach Tangstedt, wo der hiesige Kunstrasenplatz über die Dauer des eigenen Synthetikwiesenbaus zum vorübergehenden Asyl des TuS Borstel-Hohenraden herhält, noch gar nicht so deutlich abgezeichnet hatte.
Engagiert pressten die ordentlich gestaffelten Himmelsbargler das Schlusslicht in dessen eigener Hälfte fest – ohne aber so wirklich vors Tor zu kommen.
Dies spielte sich dafür auf der Gegenseite ab, als ein schön gezirkelter Freistoß von David Klass die perfekte Einschusschance für den aufgerückten Conner McConaghy bereitete, der Abwehrspieler aber gerade noch entscheidend gestört wurde (13.).
Ganz anders verhielt es sich wenig später bei einer freundlichen Einladung für Okan Yumut, die der 32-Jährige per 1:0 nicht ungenutzt ließ (20.).
Weiterhin emsig, aber vorne ohne Durchschlagskraft und hinten zu offen, brachten sich die Gäste weiter um ihre Pfründe, die im Falle von Klass und dessen Treffer nur die späte Abseitsfahne rettete (22.).
Nicht so aber in Minute 40. Mit dem richtigen Timing bediente Yumut seinen Kollegen Patrick Jordao Valadares, während sich MSV-Goalie Niklas Putt das berühmte Stück zu spät in die Szene  warf – Strafstoß TuS Borstel, den Yumut sicher rechtsunten versenkte (42.).
Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, endete eine Schusschance für Winterneuzugang Fatih Simsek im langen Abstoß, den Leon Prange gegen die Sonne völlig falsch einschätzte und unfreiwillig mit dem Kopf verlängerte, sodass der durchgelaufene McConaghy vor Puttmann zum 3:0-Halbzeitstand einspitzelte (45.+3). Weil Torschütze und Torhüter daraufhin zusammenkrachten, war die Partie für letzteren beendet und der Weg ins Spital geebnet. Irgendwie passend zum vermaledeiten Tag des MSV, dass der angerückte Krankenwagen beim Wendemanöver stecken blieb und erst durch Bergung des Feuerwehr Tangstedt und einen hilfsbereiten Landwirt und dessen Traktor von der Anlage kam…
An sportlicher Linderung versuchte sich kurz nach der Pause Dominik Körner mit einem mutigen Abschluss (auf Torwart Timo Herrmann, 49.), woraufhin die Borsteler dem vierten Tor etwas näher waren, als die Moorreger dem 3:1. Vor allem, nach Neal Belows Strafraumkontakt mit Joker Marvin Tramm. Da Yumut bereits ausgewechselt war, übernahm Kapitän Felix Storm, um jedoch an Puttmann-Vertreter Daniel Rosenzweig zu scheitern (70.).
Aufgeschoben war heute aber nicht aufgehoben, lupfte Sitki Alp das Spielgerät im Anschluss an Rosenzweigs Rettung gegen Tramm zum nachgeholten 4:0 ins Netz (83.).
Nicht wirklich relevante Ergebniskosmetik betrieben die Roten erst in der Schlussminute, verwandelte Prange einen nicht unbedingt zu pfeifenden Strafstoß zu präzise, als dass Herrmann trotz der geahnten Ecke parieren konnte (90.).
Ein kleiner Fleck auf der Robe des Siegers, die sich die Liebenow-Elf auch im kommenden Abstiegsduell mit der SV Lieth II überwerfen will. Mit diesem ersten Saisonsieg (zuvor punktete man nur durch fünf Remis) ist das rettende Ufer mit sieben Zählern Rückstand zumindest wieder ansatzweise in Sichtweite gerückt.
Der MSV, den es nun sogar unter den Strich zur Kreisklasse drückte, ruhen die Hoffnungen nun auf der passablen Heimbilanz – aber erst, nachdem die intensive und herausfordernde Auswärtsstation Roland Wedel möglichst glimpflich bestritten wurde…

Tore: 1:0 Yumut (20.), 2:0 Yumut (42., Strafstoßtor, Puttmann an Jordao Valadares), 3:0 McConaghy (45.+3, Herrmann), 4:0 Alp (83. Tramm), 4:1 Prange (90., Strafstoßtor, S. Pimenta Trindade an Franke)

Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV Seestermüher Marsch)

Zuschauer: 45

besonderes Vorkommnis: Storm scheitert mit Strafstoß an Rosenzweig (70., Below an Tramm).









Sonntag, 14. September 2025

Spielbericht Moorreger SV - SC Cosmos Wedel

Ab-/Aufsteiger startet Mini-Serie
Zweiter Sieg in Folge: Cosmos Wedel korrigiert den Fehlstart

Nicht außergalaktisch gut, aber mit aufsteigender Tendenz korrigierte Cosmos Wedel in Runde fünf den verpatzten Saisonstart in die Kreisliga-Saison nach Liga-Mannschaftsauflösung und Aufstieg der nun als erstes Team firmierenden Zweiten. Zuletzt daheim gegen die Reserve des SSV Rantzau 3:2 siegreich, klappte es am Sonntagnachmittag auch in Moorrege mit einem Dreier.
Passend zum eher niveauarmen Match, führte eine schwach vom MSV gelöste Pressingsituation zum 0:1 durch Thore Müller-Wiegand (15.).
Der Auftakt für eine hoch aktive Phase der Gäste, deren Lohn zunächst aber ausblieb. So verweigerte Claas Böttcher den Abschluss in eine der beiden angebotenen Ecken (19.), ehe es auch auf Abstoß-Einladung des Gegners nicht besser lief (25.).
Abhilfe schaffte da erneutes Chaos im MSV-Strafraum, das diesmal Kapitän Dominik Zink auf Vorarbeit Böttcher folgerichtig mit der Verdopplung bestrafte (45.).
Kurz zuvor hatte sich auf der anderen Seite Maximilian Seubert zweimal bei Standards angeschickt, auf pari pari zu stellen. Sein überraschend freier Kopfball flog vorbei (39.) – einen Abschluss im Sechzehner blockierte Till Nuppenau mit dem Fuß (42.).
Ebenso durch einen ruhenden Ball (Jayson Bielfeldts listigen Freistoß) erhielt auch Verteidiger Finn Cornils die Chance mit dem Oberstübchen. Die Kugel bekam der Spielführer jedoch nicht ideal gen Cosmos-Quader gelenkt (47.).
Das war´ aber auch schon wieder mit der Heim-Gefahr. Erst eine gute Viertelstunde vor dem Ende war es wieder Seubert, der aus zentraler Position ideal zum drüber gebolzten Versuch kam (74.). Der Anschlusstreffer hätte der ansonsten farblosen Partie sicher neues Leben eingehaucht. So blieb es allerdings beim Status Quo, den der Wedeler Malte Schönstedt aus ambitioniertem Winkel fast noch auf 0:3 erhöht hätte, wäre da nicht ein rettender Kopf vor der Linie aufgetaucht (81.).
Tabellarisch setzten sich die Cosmonauten damit im engen Mittelfeld der Kreisliga 01 damit erstmal vor den MSV auf Rang sieben. Der neue Neunte hat bereits am kommenden Wochenende die Chance, die erste Heimniederlage gegen TuS Borstel einen wichtigen Sieg zum Abstand auf die gefährliche Zone geradezubiegen.

Tore: 0:1 Müller-Wiegand (15.), 0:2 Zink (45. Böttcher)

gelbe Karten: Almaz, Franke – Kirste

Schiedsrichter: Arthur Erik Schreiber (SC Sternschanze, Note 2,5)

Zuschauer: 45

















Dienstag, 29. April 2025

Moorreger SV - Heidgrabener SV II

Erst verpennt, dann aufgedreht
Heidgrabener SV II beschließt ereignisreichen April mit einem 4:0


Den Super-Gau in Form des Sturzes in die Kreisklasse wendete man in Moorrege mit dem ersten Dreier in 2025 (2:1 gegen TuS Borstel) und dem zeitgleichen 0:5 vom Konkurrenten aus Blankenese noch vor dem Saisonfinale ab. Der Nachholer am Dienstagabend gegen die Reserve des Heidgrabener SV daher nur für die Galerie.
Dieser gegen den Tabellensechsten etwas Zählbares hinzuzufügen schien nach den ersten Eindrücken auch durchaus realistisch. Gleich dreimal bot sich gegen wieder einmal zäh in die Gänge kommende HSVer die Chance auf das 1:0 (1., 3., 7.), doch der Treffer fiel auf der anderen Platzhälfte.
Dort segelte ein Freistoß hoch in den Sechzehner, damit Chris Stief im Obergeschoss für den vollendenden Nikolas Haker querköpfen konnte (10.). Das sah nicht nach Zufall aus!
Die Gäste, für die es nun auch schon das fünfte Mal im April auf die Wiese ging (darunter das dramatische Pokal-Aus im Elfmeterschießen beim SV Curslack-Neuengamme), plötzlich bestens im Saft und am Zug, zu verdoppeln. Clever steckte Haker zu Marcio Prien durch: Pfosten! Im Nachsetzen war es dann Stief, der gegen Schlussmann Niklas Puttmann und dessen vollen Körpereinsatz zweiter Sieger blieb (29.).
Nicht anders ging es da Mitstreiter Tim Rockel, dessen Ansinnen, vom Punkt (Handspiel) linksunten zu versenken, Puttmann im Abtauchen vermasselte (32.).
Vielleicht wollte der Fußballgott bei sonniger Abendkulisse auch nur schöne Tore zulassen…
Stiefs spitzwinklig eingeschweißtes 0:2 aus Linksaußenposition (35.) gehörte zumindest klar in diese Kategorie!
Überlegen, aber ohne weitere (traum-)Tore diktierten die grünen auch im zweiten Abschnitt das Geschehen. Nur die Chancenverwertung, die insbesondere dem fleißigen Prien zu schaffen machte, passte nicht ins Bild einer beschwingten Gastspielreise.
Dann aber die Erlösung für Prien, der auf Steckpass M. Rockel diesmal willensstark vor Puttmann mit rechts zum 0:3 einnetzte (80.). Geht doch!
Noch mehr ging im Anschluss noch per Konter, den Ben Dieckmann zum 0:4-Jokertor ins Ziel brachte (83.). Dass der neuner kurz vor Ende das leere Tor nicht traf (88.) und auch eine Doppelchance der Kollegen Scheelk und Seifert ungenutzt blieb (90.+1) – geschenkt!
In Heidgraben (jetzt Fünfter) bleibt durch diesen Erfolg sogar Rang vier noch rechnerisch möglich (Mannschaften aus dem HFV unter der Flagge eines HSV und Platz vier haben ja durchaus Tradition), dem Moorreger SV bleibt bei seiner fragwürdigen Halbjahresbilanz nur der optimistische Blick nach vorn – auf eine bessere Kreisligaspielzeit 2025/2026.

Tore: 0:1 Haker (10. Stief), 0:2 Stief (35.), 0:3 Prien (80. M. Rockel), 0:4 Dieckmann (83.)

gelbe Karten: Löffler – Haker, M. Rockel

Schiedsrichter: Ben Hachmann (SV Hörnerkirchen, Note 3)

Zuschauer: 35





Donnerstag, 10. April 2025

Spielbericht TV Haseldorf - Moorreger SV

Einsame Spitze
3:1 im Derby! TV Haseldorf erobert den alleinige KL1-Thron

So richtig offensiv von der Bezirksliga reden wollen sie in Haseldorf nicht, doch so langsam gehen auch dem größten Pessimisten immer mehr die Argumente gegen die Bezirksliga-Promotion aus.
Ja, der eine oder andere Punktverlust (drei Remis) war im Jahr 2025 bereits dabei, doch die wichtigen Zähler weiß die Elf aus dem beschaulichen Schloßparkstadion zu machen.
So auch im Donnerstagabend-Derby gegen den Moorreger SV. Dieser hatte als kreisklassebedrohter Gast freilich nichts zu verschenken, agierte bissig und ließ zunächst keine kapitalen Offensivaktion des Primus zu – bis Marten Fülscher den geniale Ball zwischen die neu formierte Innenverteidigung gelang und Linus Lastella Schlussmann Niklas Puttmann zum 1:0 ins leere Gehäuse aussteigen ließ (18.).
Und gleich nochmal wähnte sich der Angreifer im Torschützenhimmel, doch in Minute 23 vermieste ihm Schiedsrichter Michael Zibull aus Heidgraben die Tour. Ein Handspiel in der Torentstehung führte zur Aberkennung des Doppelpacks.
Gut für die Gäste, denen jedoch personelles Ungemach widerfuhr. Einen früh erlittenen Schlag aufs Knie steckte ihr Tormann doch nicht so gut weg. Verletzungsbehandlung Nummer zwei im Spiel endete vorsichtshalber mit der Herausnahme des 25-Jährigen. Statt seiner rückte nun Feldspieler Sascha Schepelew zwischen die moorreger Stangen (25.).
Von dort aus beobachtete der Lautsprecher von ungewohnter Stelle aus eine ordentliche Druckphase seine Vorderleute. Erst kam der für Puttmann eingewechselte Jonas Kaufmann bei einem Holz-Freistoß nicht ideal zum Schuss (35.), dann lenkte Niklas Grote seinen Versuch ins Tor-Aus (36.). Jayson Bielfeldts Geschoss in den Nachwehen der entstandenen Ecke landete dort unterdessen auch ohne das Zutun des TVH-Fängers (36.).
Alles im Bereich des Möglichen, für das Kellerkind, doch nachdem man eine selbst per Querpass eingeleitete Jedamski-Chance (45.) und eine weitere für Joris Lüchau aus kurzer Distanz (45.+1) glimpflich überstand, hatte es sie noch vor dem Seitenwechsel erneut erwischt. Diesmal kombinierte sich die Kälberloh-Equipe formschön in den Strafraum vor, wo Fülscher letztlich einen Jedamski-Pass problemlos zur 2:0-Halbzeitführung vergoldete (45.+4).
Alles in Butter, für die „Appelplücker“, zumal direkt nach der Pause gleich nachlegten. Einen völlig verunglückten Rückpass konnte Lastella gegen Schepelew zwar nicht nutzen (50.), doch wenig später war das verpasste 3:0 durch Fülschers zweiten Volltreffer nachgeholt. Mit Noah Lüchaus Einwurf in der eigenen Hälfte als Ausgangspunkt, spielte man sich wieder mit Bedacht ins Angriffsdrittel, um dort mit Fülscher jemanden auf links zu haben, der neben reichlich Platz auch die nötige Schusstechnik mit der rechten Klebe aufbrachte (57.).
Alles klar, an der Kamperrege, doch weil Außenverteidiger Marvin Biermanns ein hoher Ball über den frisch frisierten Scheitel zu Gegenspieler Lars Getmann rutschte und dieser vor der Kiste nicht ins Zaudern kam, war der Vorsprung plötzlich wieder um ein Tor geschmolzen (71.). Hinzu sammelte der heuer schon totgesagte Kontrahent wieder neuen Mut zum Risiko, in einer inzwischen härter geführten Auseinandersetzung, die Abwehrturm Pieter Oßenbrüggen (86.) auf Seiten der Haseldorf und Außenterrier Jannis Franke (78.) für den MSV vielleicht auch ohne schützende Auswechslungen in ihrem Schlussakkord jeweils von draußen betrachtet hätten. Mit lautstarken Anhängern des Heimvereins war der Schiedsrichter in Hälfte eins etwas weniger zimperlich umgegangen. Wenngleich sich der Sinn der Maßnahme, die Gruppe auf die Gegenseite zu verbannen, niemandem so richtig erschloss…
Sinnvoll dagegen die resolute Abwehrarbeit des Tabellenführers, der nur noch in der regulären Schlussminute Gefährliches zuließen. J. Bielfeldts Rechtsschuss faustete Grote von seinem Kasten weg (90.), sodass den Feierlichkeiten zur nun alleinigen Tabellenführung vor den jetzt um drei Punkten schlechteren Egenbüttelern nur noch der folgende Werktag (doch nicht) im Wege stand…

Tore: 1:0 Lastella (18. Fülscher), 2:0 Fülscher (45.+4 Jedamski), 3:0 Fülscher (57. Jedamski), 3:1 Getmann (71. J. Bielfeldt)

Schiedsrichter: Michael Zibull (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 85

An allen Treffern des TVH beteiligt: Marten Fülscher.

Sonntag, 6. April 2025

Spielbericht Moorreger SV - SV Lieth II

Neujahrsfluch über Moorrege
MSV-Sinkflug hält auch im Kellerduell an: Siebte Schlappe in 2025

Sechs Niederlagen, einen Tabellenletzten (Komet Blankenese), der zuletzt fleißig punktete, im Rücken und nun ging auch noch das Kellerduell um die bessere Ausgangslage, knapp über dem Strich, verloren. Das Jahr 2025 gestaltet sich für den Moorreger SV als eine einzige Tretmühle. Nun also der neuerliche Tiefpunkt: die 0:4-Klatsche gegen Mitkonkurrent SV Lieth II.
Begonnen hatte der Sonntagmittag eigentlich ganz solide. Nach vorne ging im meist statischen Spiel zwar nichts, doch wenigstens hinten gewann der MSV zunächst (noch) die wichtigen Zweikämpfe – bis die Hausherren die Kugel nicht aus der Gefahrenzone bekamen und Michel Cords aus tückischem Winkel den ersten echten Versuch (über das Gehäuse) abgab (19.).
Ein Warnschuss, der den MSV offenbar nicht ausreichend einschärfte, verlor man nur Augenblicke später das entscheidende Kopfballduell in der Mitte, sodass Cords aus ähnlicher Position diesmal eiskalt zum 0:1 netzte (20.).
Erwähnenswerte Gefahr erfuhr der neue Spielstand daraufhin erst nach dem Seitenwechsel, als die SVL-Reserve per Ballverlust im Aufbau freundlich einlud. Abgefälscht rauschte Jayson Bielfeldts 20 Meter-Geschoss jedoch hauchdünn über seine Wunschdestination (55.).
Ein Freistoß sollte kurz darauf für Abhilfe sorgen, doch der berühmte Schuss ging dabei gänzlich nach hinten los. Im Eiltempo überbrückten die Gäste das Mittelfeld, damit Deniz Duman wohl temperiert für den locker ins lange Eck abschließenden Cords vorlegen konnte – 0:2 (59.)!
Die Roten jetzt mental gebrochen und nun ihrerseits mit wilden Ballaktionen, von denen Finn Struve eine nicht bestrafte – auch, weil er seinem nach vorne abgewehrten Schuss nicht nachging (62.)…
Teuer sollte dies heute aber nicht mehr werden, richtete es der Kapitän nur zwei Minuten danach bei einem Schedelgarn-Freistoß mit der Rübe und der Latten-Unterkante (64.).
Das Match vorzeitig entscheiden und wer dem zweiten Sieg in Folge noch nicht trauen wollte, war dann mit dem 0:4 final überzeugt. Wieder verschenkte die Bielfeldt-Elf verunsichert am eigenen Sechzehner den Ball und diesmal vollstreckte Joker Kilian Weers flach zum happigen Endstand (79.), der seinen Farben in der Zwischenbilanz drei Zähler Vorsprung auf Komet (Abstiegsplatz 15) beschert.
Im Sandwich der Genannten taumelt dagegen der schwer angeschlagene Moorreger SV dem Saisonfinale entgegen. Ein Punkt mehr als Komet und zwei Nachholspiele (darunter eines am kommenden Donnerstag beim Tabellenführer in Haseldorf) in der Hinterhand, lassen zwar Hoffnung zu, doch was bringen einem sechs ausstehende Spiele, wenn der 2025-Fluch nicht aus den Kleidern will…

Tore: 0:1 Cords (20. L. Rudek), 0:2 Cords (59. Duman), 0:3 Struve (64. Schedelgarn), 0:4 Weers (79.)

gelbe Karten: Hatje, Franke, Schepelew – Weers

Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg, Note 2,5)

Zuschauer: 50

















Sonntag, 9. Februar 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - Moorreger SV

Per Elfer in der Nachspielzeit
Strafstoß-Drama in der Extra-Zeit: Holsatia gewinnt glücklich

Entsetzen in der Nachspielzeit! Ein Strafstoßpfiff – ein höchst strittiger – entschied das Nachholspiel zum Jahresstart 2025 der Kreisliga 1 bei Holsatia Elmshorn.
Auf dem Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes deutete anfangs noch nichts auf eine dramatische Auseinandersetzung zwischen der durchaus ambitionierten Holle-Elf und dem eher unten angesiedelten Moorreger SV hin.
Beide Teams verbrachten den Winter ohne Testspiele; Holsatia trainierte mit schwacher Beteiligung – der MSV nur ein einziges Mal draußen auf kritischem Geläuf. Und exakt so gestaltete sich ein wenig ansehnlicher Kick, der erst mit Starthilfe vom Strafstoßpunkt ins Rollen kam. Übereifrig war Jannis Franke, heute im vollständigen Doppeleinsatz für Liga und Reserve, Saad Baloosh in die Parade gefahren, sodass Daniel Grams mit etwas eigenwilligem Anlauf aus elf Metern zur Führung traf (36.).
Alles gut, für den Aufstiegskandidaten, trotz wenig ansprechender Vorstellung – bis auch die Moorreger ihre erste Torchance per Standard just nutzten. In ihrem Fall schlug Kapitän Sam Holz einen Freistoß von rechts hoch rein, ehe Jayson Bielfeldt gekonnt den Wandspieler für Leon Prange und dessen zentralen Abzug mit rechts gab (45.+3).
Im Stile einer perfekten Auswärtsmannschaft drehte der Tabellenzwölfte die Lage sogar in eine eigene Führung, als eine lange Eröffnung durch Innenverteidiger Lasse Hatje punktgenau J. Bielfeldt erreichte und dieser mit einer Körpertäuschung und einem präzisen Abschluss in die kurze Ecke das 1:2 besorgte (52.).
Der Elf, die mit einem Dreier so richtig in die Spitzen-Phalanx vorstoßen konnte, fiel dagegen wenig Konstruktives ein. Albert Revutskiy schoss aus 20 Metern ein überhastetes Field Goal (60.), während sich Semih Zeybekoglu ein Frust-Ticket fürs Ballwegschlagen abholte (63.).
Wenig später dann aber Oberwasser für die Krückaustädter, deren etwas festgefahrene Angriffsaktion Baloosh per Traumtor von halbrechts ins linke obere Eck zum 2:2 vergoldete (67.).
Von nun an zirkulierte die Kugel etwas besser durch die aktiveren Reihen der Hausherren. Kaum mehr gelang dem MSV längere Entlastung, sodass Torchancen für Holsatia folgen mussten. Beispielsweise überstanden die Gäste eine wunderbare Schussposition für den eingewechselten Felix Osterland, dessen Rücklage den mittigen Direktschuss verhunzte (86.).
Donart Kelmendi erging es nicht besser: Von der Strafraumgrenze aus sauste sein Rechts-Geschoss rechtsunten vorbei (87.).
Der MSV auf dem Weg, den Punkt über die Linie zu zittern, doch dann kam Nachspielminute Nummer fünf. Einen langen Ball räumte MSV-Goalie Daniel Rosenzweig vor dem heranstürmenden Grams aus der Bahn. Der anschließende Körperkontakt nicht zu vermeiden – sah Schiedsrichter Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen) irgendwie anders und so setzte es den intensiv diskutierten Strafstoß, den der „gefoulte“ höchst persönlich zum 3:2 einnetzte (90.+6).
Fünf weitere Nachspielminuten arbeitete der Moorreger SV mit den letzten Körnern gegen die letztlich nicht unverdiente, aber dennoch unglückliche Niederlage an – erfolglos!

Tore: 1:0 Grams (36., Strafstoßtor, Franke an Baloosh), 1:1 Prange (45.+3 J. Bielfeldt), 1:2 J. Bielfeldt (53. Hatje), 2:2 Baloosh (67. Kelmendi), 3:2 Grams (90.+6, Strafstoßtor, Rosenzweig an Grams)

gelbe Karten: Zeybekoglu, Hejdari – Giesbrecht, Franke, Rosenzweig, Hatje

Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen, Note 5: entschied das Spiel mit seiner falschen Strafstoßentscheidung (Rosenzweig spielte vor Grams klar den Ball und konnte sich anschließend nicht in Luft auflösen), dazu schwache Präsentation der persönlichen Strafen über teils 20 Meter Distanz)

Zuschauer: 55




Samstag, 30. März 2024

Spielbericht Moorreger SV - Tangstedter SV

Fast wie die Frauen
Abstiegskampf am Himmelsbarg: MSV verpasst den Sechs-Punkte-Sieg

Die ersten Frauen haben es vorgemacht – nun wollte auch die Ligamannschaft des Moorreger SV einen entscheidenden Schritt im Tabellen-Untergeschoss der Kreisliga 1 und sich vorzeitig von Abstiegsplatz 15 absetzen.
Im direkten Duell mit dem Tabellennachbarn und Mitaufsteiger aus Tangstedt gelang dies nur…naja…semi-gut.
Wie die MSV-Damen zuvor, lief man(n) erstmal einem frühen Rückstand hinterher, nachdem Max Kapelke die Kugel von der Grundlinie zu Keven Bostelmann in den Rückraum legte, letzterer – wie Kollege Yousef Karmash im Nachschuss – an Daniel Rosenzweig scheiterte, doch für den schließlich flach einschiebenden Marc Schmidt waren aller guten Dinge tatsächlich drei (5.).
Mit Körperlichkeit versuchten die Gastgeber, der Situation Herr zu werden, wobei sie im Falle von Lasse Hatjes Notbremse großes Glück hatten, dass Herr Szymczak aus Egenbüttel nicht in der Stimmung für einen Feldverweis in Spielminute eins war.
Auch Anakin Rohlfs langte einmal ordentlich hin und erhielt den diesmal angemessenen gelben Karton (18.).
In sportlicher Hinsicht bestachen die Hausherren derweil durch eine beachtliche Effizienz. Moritz Fiedlers ungeschicktes Luftloch nutzten sie postwendend zum Ausgleich, den David Virde im ersten Anlauf noch gegen Onno Uterhark blockierte. Weil Jan Krah danach aber alle Zeit der Welt bekam, sich das Leder passend zum Torerfolg zurechtzulegen (22.).
Und es kam noch besser, für die Roten, die durch Henning Jensens robusten Ballgewinn gegen TSV-Kapitän Kapelke zu jenem offensiven Ballbesitz kam, den diesmal Christopher Haase mit rechts ins rechte obere Eck verwandelte (28.).
Übrigens wieder eine Analogie zum vorigen Frauenspiel, das ebenfalls exakt in Minute 2:1 die Wende nach Rückstand pro Moorrege erfuhr (2:1 am Ende).
Nach dem Gesetz der heutigen Serie also nichts mehr zu holen, für den Tabellenvierzehnten, den Schmidts Kopfballchance (30.) und Klengels guter Freistoß (39.) konstruktiv auf den Plan brachten.
Drüben rotierte Krahs Versuch von halbrechts über das Ziel (40.), das der soeben eingewechselte Marten Eckstein ohne das Eingreifen Virdes wohl getroffen hätte (60.).
Gänzlich in den Hintergrund traten all diese fußballerischen Befindlichkeiten wenig später, als der Tangstedter Christopher Klengel nach der Verarbeitung eines hohen Balls aufschreiend am Boden blieb. Das Knie war so sehr in Mitleidenschaft gezogen worden, dass die Ambulanz zur Versorgung des 34-Jährigen anzurücken hatte. Eine viertelstündige Spielunterbrechung war da unabdingbar.
Nicht viel mehr geschah daraufhin auf dem grünen Rasen, bis Virde die Blauen per Fußtat gegen Eckstein weiter in der Partie hielt (90.+4).
So war es auch ein Verdienst des 18-jährigen Goalies aus der Jugend des Niendorfer TSV, dass die Elf von Patrick Bethke nicht ohne Zählbares heimfuhr.
Indrit Behramis Flugball nahm der links laufengelassene Fiedler mit, um flach vor Rosenzweig zum 2:2-Endstand einzuschieben (90.+10). Immerhin noch ein Punkt, um den bislang zweimal weniger aktiven TSV Sparrieshoop unter dem Strich auf vorerst deren fünf u distanzieren. Beim zuletzt formverbesserten TuS Appen geht der Abstiegskampf am Ostermontag in die nächste Runde

Tore: 0:1 Schmidt (5. Karmash), 1:1 Krah (22. Uterhark), 2:1 Haase (28. Jensen), 2:2 Fiedler (90.+4, Behrami)

gelbe Karten: Hatje, Rohlfs, Haase – Karow, Kapelke

Schiedsrichter: Marc Szymczak (SC Egenbüttel)

Zuschauer: 50



Sonntag, 6. August 2023

Spielbericht Moorreger SV - Tus Appen

Eiskalte Derbysieger
TuS Appen trotzt der moorreger Chancen-Flut

„(…) und irgendwann einmal spielt TuS Appen überregional (…)“. Nun gut, bis dorthin ist es für die jubelnden Jungs in Blau-rot noch ein ganzes Stück – ihr Start in die Kreisliga 1 kann sich dennoch sehen lassen.
Wieder hatte man nämlich mit 3:0 triumphiert, wobei das Derby beim Moorreger SV auch einiges an Niederlagenpotenzial bereithielt.
Halten tat am Himmelsbarg vor allem einer: TuS-Fänger Lev Meesenburg, der beispielsweise Julian Babecki die Kugel im Eins-gegen-eins kühn vom Fuß klaute (5.) und einen Holz-Freistoß famos über die Querstange lenkte (17.). Und war der formstarke Schlussmann einmal (zweimal) geschlagen, fand sich mit dem grätschenden Liam Carl (10.) oder dem köpfenden Sven Kremer (22.) rettendes Vorderpersonal.
Kaum zu glauben, dass man zu diesem Zeitpunkt eine 1:0-Führung innehatte, nachdem sich Matteo Cuius im Rahmen einer Vorteilssituation über links durchtankte und mit Phil Schawaller einen treffsicheren Abnehmer in der Mitte fand (13.).
Doch nicht nur vollstrecken kann das Eigengewächs, das mit diversen alten Kollegen aus der A-Jugend jetzt die Liga-Mannschaft aufmischt, brachte der auch im Dart-Sport talentierte Schawaller einen Eckstoß in der zweiten Welle genau zum aufgerückten Perinan Banegas, der wiederum flach das 0:2 besorgte (26.). Mitstreiter Henrik Oldenburg hatte den Abschluss nur noch durchlassen müssen.
Dicke Post also für den Aufsteiger, der durch den etwas hektisch abziehenden Babecki (32.) und Niklas Kock (58.) abermals am reflexstarken Meesenburg scheiterte, während Henning Jensens freier Kopfball gerade noch vor dem Kreidestreifen aufgehalten wurde (61.).
Beinahe unverschämt, dass der präsente Deniz Cebbar einen Konter über Perinan Banegas und den eigenwechselten Justin Heysel rotzfrech zum 0:3 abschloss (73.). Viel mehr als einen parierten Schawaller-Versuch aus spitzem Winkel (54.) hatten die Almtwegler schließlich nicht in ihrem offensiven Leistungsnachweis stehen.
Ganz anders die immer wieder mit langen Bällen operierenden Gastgeber, für die Babecki gleich zweimal jene Latte traf (76. & 90.+5), die Jensen aus einem Meter überwand (79.)…
Da hätte es fast ins Bild gepasst, wenn Dennis Koopmann auf der anderen Seite seinen Lupfer nicht auf, sondern in das Tor gesetzt hätte (86.).
Ein Tor mehr und Kapitän Cebbar stünden gar an der Tabellenspitze.
Sorgen, die man in Moorrege gerne hätte, bleibt es zunächst beim einen Zähler, den man beim enttäuschenden 3:3 in Kummerfeld nach eigener 3:0-Führung (11. Minute) davontrug.  

Tore: 0:1 Schawaller (13. Cuius), 0:2 Perinan Banegas (26. Schawaller), 0:3 Cebbar (73. Heysel)

Schiedsrichter: Michael Wischer (SV Lieth, Note 4,5: ohne spielentscheidende Fehler, jedoch ohne erkennbare Linie bei der Zweikampfbewertung, dazu mit Abspracheproblemen mit seinen jungen, nervösen Assistenten)

Zuschauer: 50


Torschütze Nummer 1: Phil Schawaller

Torschütze Nummer 2: Julian Perinan Banegas

Torschütze Nummer 3: Deniz Cebbar