Im Holsten-Pokal
akklimatisiert
Neue
NTSV-Zweite macht in Kummerfeld das Nötigste für Runde drei
Zwei Ligen Unterschied und doch hielt sich das Ergebnis in moderaten Grenzen.
Grund dafür: ein disziplinierter Auftritt des Außenseiters und ein etwas
schwerfälliger Favorit. So war es ein erwürgtes Tor, das nach 17 ereignislosen
Minuten das 0:1 brachte, als Luis Grünheid im Eckengetümmel einen geblockten Biermann-Versuch
veredelte (17.).
Von links nach innen gezogen, schickte Jannik Scholl seinen Rechtsschuss auf
einen etwas zu hoch geratenen Segeltörn (21.), weil es zum nächsten
Strafraumerlebnis einen Fehlpass des Gegners benötigte. Tom Langer legte quer –
Felipe Kopsch netzte ein; 0:2 (30.)!
Sicherlich ergaben sich fortan noch ein paar Gelegenheiten für Blau, doch so
wirklich zielstrebig kam der Vortrag des Bezirksligisten selten daher.
Folgerichtig reagierte das Trainerteam Müller/Segner bereits zum Wiederbeginn mit
einem Dreifachwechsel, der unter anderen Till Pruns auf den regennassen Rasen
spülte. Und kaum war das Eigengewächs mit von der Partie erreichte es eine
Schneider-Flanke am zweiten Pfosten, wo der ausgefahrene Fuß von KSV-Schlussmann
Len Schulz dem Jokertor im Weg stand, ehe Kopsch sein Nachsetzen zu hektisch
drüber setzte (47.).
Besser lief es da zehn Minuten später, weil Pruns den Goalie nach Langers
Ablage mit einer Schussfinte irritierte und letztlich mühelos mit rechts aus
acht Metern zum 0:3 überwand (57.).
Danach jedoch war bis auf eine parierte Schusschance (69.) auch von Pruns nicht
mehr viel zu sehen. Stattdessen gelang den Hausherren hier und da mit etwas
Platz ein wenig Entlastung, die Tyler Reimann per Distanzheber zumindest in
Richtung des Tores führte (80.).
Die Niendorfer wiederum machten es kurz vor dem Ende in der flutlichtlosen
Dämmerung noch einmal konkret, gelang Kopsch mit einem Steckpass die
Wiederbelebung eines festgefahrenen Gegenangriffs, der somit in der zweiten
Welle den flachen 0:4-Endstand durch den eingewechselten Dominik Heims hervorbrachte
(90.).
Vier Tore – wieder kein Gegentreffer – ein Weiterkommen: die einstige Dritte
des NTSV hat sich im Holsten-Pokal erfolgreich akklimatisiert. Auch, wenn der
spielerische Auftritt heuer noch keine Jubelsprünge zulässt. Die im Sommer neu
initiierte Zweite vom Kummerfelder SV kann dagegen ebenfalls zufrieden sein,
hielt die junge Elf aus der Kreisklasse über weite Strecken gut dagegen.
Tore: 0:1 Grünheid (17. Biermann), 0:2 Kopsch (30. Langer),
0:3 Pruns (57. Langer), 0:4 Heims (90. Kopsch)
gelbe Karten: keine – M. Bettzüsche, Ghareaei, Schneider, Möller
Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 50
Mittwoch, 19. August 2026
Spielbericht Kummerfelder SV II - Niendorfer TSV II
Donnerstag, 20. Juli 2023
Spielbericht SV Rugenbergen II - Kummerfelder SV II
Chancenwucher
hält den Abend spannend
Feldspieler
im Tor lässt Kummerfelder Reserve bis zum Ende zittern
Bereits am Donnerstagabend läuteten die Zweitvertretungen des SV Rugenbergen
und des Kummerfelder SV die neue Holstenpokalsaison ein – mit dem besseren Ende
für die Jungs vom Ossenpadd.
Personell hatten freilich beide in der Kreisliga angesiedelten Teams aus dem
letzten Loch gepfiffen. So wurde beispielsweise Leon Stampff trotz körperlichen
Nachwehen eines Fahrradunfalls in den KSV-Kader zitiert, dem heuer auch Matthias
Jonas aus der Alten Herren als Linksverteidiger angehörte. Ein Glücklicher
Umstand, war es ein hoher Jonas-Ball, den Sturmtank Ole Fankhänel robust auf
den einstartenden Semih Tokay weiterleitete. Ein passender Abschluss aus der
Poleposition und schon war es nach nur 66 Spielsekunden geschehen.
Ein höchst unterhaltsamer Abend hatte begonnen, was in der Anfangsphase auch an
Rugenbergens Dirk Ballandat lag. Elegant flankte der oberligaerfahrene
33-Jährige auf Steven Reinhardt, dessen freier Kopfball jedoch am langen Eck
verfehlte (6.).
Wenig später machte es Ballandat einfach selbst, erkannte er das offensive
Stellungsspiel des gegnerischen Torstehers, der per Kunstschuss von drei Metern
hinter der Mittellinie auf famose Art und Weise zum 1:1 überwunden werden
konnte (11.).
Zwei Freistöße, getreten von Fabian Fritzsche (13.) und Philip Pinnow (23.),
brachten ebenso 2:1-Potenzial mit, wie ein Klärungskopfball Björn Petersens,
der das eigene Gehäuse nur um Zentimeter überflog (31.).
Stattdessen kamen die Gäste zunehmend besser in die Partie, sodass der
zunehmend in den Fokus rückende Darren Reinhardt zwischen den SVR-Pfosten behände
eingreifen musste (33.). Insbesondere zehn Minuten nach der Pause, als Carsten
Heggblum die Kugel unfreiwillig zum abziehenden Hannes Schulz grätschte,
Reinhardt zur Ecke parierte, deren Ausführung aber auch gleich wieder Arbeit
nach sich zog. Direkt aufs Tor gezogen, wehrte der Fänger ab, parierte Christos
Nzembeles Nachsetzen. Irgendwie aber stocherte Neuzugang Leon Brühning (kam
zusammen mit Stampff vom SC Pinneberg) die Kugel im Getümmel hinein
(55.).
Jetzt waren die Hausherren wieder gefordert, doch das Gros der Torchancen
erspielten sich fortan die Gäste. Mohammad Zawari erwischte den Pfosten (62.) –
die Kollegen Tokay (57. & 69.), Fankhänel (69.) und Schulz (82.) fanden
ihren Meister zweimal im bärenstarken D. Reinhardt, der eigentlich ohne
Handschuhe in der Außenverteidigung zuhause ist.
Tatsächlich blieb es somit bis zum Abpfiff des 76-jährigen Claus-Dieter Köhler
(inzwischen in Diensten des TuS Hasloh) spannend in Bönningstedt, wo hohe Bälle
für den Lucky-Punch gegen die kopfballstarke Abwehr der Kälberloh/Otto-Truppe
nicht das rettende Mittel darstellten. Jubel beim fleißig und bestens gelaunten
KSV-Anhang!
Tore: 0:1 Tokay (2.
Fankhänel), 1:1 Dirk Ballandat (11.), 1:2 Brühning (55. Nzembele)
beste Spieler: D. Reinhardt –
Petersen, Tokay, Fankhänel
gelbe Karten: Fritzsche – Petersen,
Tokay, Brühning
Schiedsrichter: Claus-Dieter Köhler
(TuS Hasloh, Note 4)
Zuschauer: 55
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