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Dienstag, 25. November 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - TSV Seestermüher Marsch

Der Fluch der guten Tat
Erst Strafstoß-Verzicht, dann Führung verspielt: Holsatia verpasst Überraschung

79 Minuten lang voll auf Sieg-Prämieren-Kurs gewesen und am Ende trotzdem nur mit einem Remis aus dem Match gegangen. Erstmals seit dem Personalcrash im vergangenen Sommer und dem Verlust der beiden ersten Herrenmannschaften an die SV Lieth griff Holsatia Elmshorn wieder konkret nach einem Dreier.
Im vorgezogenen Dienstagabend-Match gegen den TSV Seestermühe, dem bei erfolgreicher Gestaltung seiner Nachholspielspiele ein Platz in der Spitzengruppe der Kreisklasse 1 winkt, versteckten sich die durch einige A-Jugend-Oberligaverstärkungen gepimpten Hausherren nicht. Samir Ehrenberg abgefälscht an die Latte, untermauerte früh, dass die niederlagengeplagten Holsaten heute mehr vorhatten, als den Sparringspartner zu geben (7.). Vor allem, weil in den Nachwehen des direkt folgenden Eckballs Ryan Hinterthaner eine echte Fackel aus der zweiten Reihe linksunten im Kasten des chancenlosen Brian Averhoff unterbrachte.
Die Gestreiften also vorne, während der TSV nur schwer in die Gänge kam. Lukas Rollauers ergebnislose Mischung aus Torschuss und Querpass (15.) verdeutlichte die ausbaufähige Spielhaltung der Gäste, die in Minute 37 nur der Abseitspfiff vor einem doppelt so hohen Halbzeitrückstand bewahrte.
Ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Schippmann-Elf war dagegen der Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Erol Sayan (SSV Rantzau), nachdem Matthias Stubben im eigenen Sechzehner gegen Holles Marques Schwarz per Grätsche zu Werke ging (54.). Nach längerem, eindringlichen Dialog mit dem ehrlichen Schwarz folgte jedoch die Korrektur vom Mann im Retro-Trikot: Ball gespielt von Stubben und Abstoß TSV Seestermühe! So sammelt man Karma-Punkte, Herr Schwarz!
Und was gab es zur Belohnung? Den Ausgleichstreffer… Nach Flanke von rechts konnte Holsatia-Fänger Sascha Minke Danny Hinz´ Versuch nur prallen lassen, sodass der völlig aus den Augen verlorene Ömer Dogan frech zum 1:1 abstaubte (60.).
Die Elmshorner ließen sich davon allerdings kaum beirren, agierten weiter couragiert und holten sich den Vorspung tatsächlich per Standard zurück, als Tarik Bjanes Freistoß lang und länger von links ins seestermüher Tor rutschte (68.).
Noch besser wurde es kurz darauf. Zwar verzog der auffällige Hinterthaner aus zentraler Position (71.), um im nächsten Anlauf auf Schwarz-Zuspiel alles richtig zu machen – 3:1 (74.)!
Die Geschichte des gerupften Tabellenletzten, der trotz Robin Hood im Gewand der Nummer 9 die eigene Horror-Serie von nur einem Remis bei 13 Pflichtspielen (zwölf) Niederlagen schien ihren Lauf zu nehmen, doch dann schickte der eingewechselte Efe Zengin den Kollegen Dogan diagonal in den richtigen Raum für das verkürzende 3:2 (79.), ehe auf Zengins Ecke D. Hinz entschieden zu frei im Fünfer per Kopf auf 3:3 stellte (82.).
Enttäuschung bei Schwarz und Co, die diesmal nicht mehr die Körner zum großen Rückschlag hatten. Stattdessen drohte bei einem Flipperspiel im Anschluss an Stubbens Freistoß gar der gerechterweise nicht gefallene Dolchstoß zum 3:4 (85.).
Während die Jungs in den schwarzen Jerseys die total-Blamage gerade noch so abwenden konnten und immerhin nur zwei Zähler für den Aufstiegskampf verloren, brachte Holsatia nicht nur den zweiten Zähler der Spielzeit auf die Habenseite, sondern versicherte sich auch, dass mit der kommenden Generation aus dem 2007er-Jahrgang durchaus etwas gehen kann.

Tore: 1:0 Hinterthaner (7.), 1:1 Dogan (60. D. Hinz), 2:1 Bjane (68., direkter Freistoß), 3:1 Hinterthaner (74. Schwarz), 3:2 Dogan (79. Zengin), 3:3 D. Hinz (82. Zengin)

gelbe Karten: keine – Zengin

Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV Rantzau)

Zuschauer: 15



Sonntag, 9. November 2025

Spielbericht SV Lieth III - TSV Gut Heil Heist II

Ex-Preuße entscheidet das Mittelfeldduell
Dreierpack von Günsch: TSV Heist II setzt seine Herbst-Herrlichkeit fort

Der Herbst. Trüb, feucht, kalt. Ganz anders die Wahrnehmung der dritten Jahreszeit in Heist. Denn nimmt man das 6:4 bei Holsatia vom Vortag mit in die Rechnung, heimst die Reserve des TSV seit kalendarischem Herbstbeginn einen Erfolg nach dem anderen ein. Zum fünften Mal binnen sechs Kreisklasse 01-Partien bereicherte man sich diesen Sonntag an dreifach Zählbarem.
Zu Gast in Klein Nordende, verschenkte die hiesige SV Lieth III rasch die Gäste-Führung, als Schlussmann Ibrahim Can vor dem eigenen Sechzehner dribbelte und Routinier Christian Posern den gewonnenen Ball für das 0:1 durch Patrick Günsch auflegte (5.).
Doch schnell war der Jubel darüber verhallt, weil Mert Karakaya Gegenspieler Johannes Schwichow als Bande benutzte, um Marc Steffens in perfekte (Abseits-)Position zum Gleichstand zu bringen (13.).
In der Folge bemühten sich beide Teams meist vergeblich um das Entern des gegnerischen Strafraums. Zu Ungenau fiel die Mehrzahl der gespielten Pässe aus. Erst per Standard (Freistoß Fabian Kühl) kam der Liether Lucas von Appen kurz vor der Pause zum Versuch an den Außenpfosten (41.).
Wie es gehen kann, zeigte nach einer knappen Stunde der TSV, der durch Mert Renkligüls tiefes Zuspiel den idealen Raum erschloss, damit Denny Meyer dem knieverletzten Sven Petrich enteilen und sauber für Günsch und dessen 1:2 querspielen konnte (57.).
Dabei chancenlos: Niklas Brandt, der kurz zuvor für den angeschlagenen Can die Torwarthandschuhe überstreifen musste und vom neuen Posten aus auch das ebenfalls gesundheitsbedingte Ausscheiden des Kollegen Marc Homburg zu beobachten hatte.
Viele schlechte Nachrichten für die Roten, denen nach Jacob Hubers ungeschicktem Einsatz gegen den eingewechselten Moritz Schneider aber Abhilfe vom Punkt winkte. Kühl scheiterte allerdings an Sebastian Münster, freute sich im Nachschuss doch noch und ärgerte sich wiederum über den Pfiff zur Wiederholung. Münster hatte sich zu früh von der Linie bewegt. Nun also nochmal: mittig rein – 2:2 (60.)!
Das Momentum blieb jedoch auf Seiten der personell nicht so gerupften Heistmer, die durch Hamann an Brandt (65.) und Ole Busch per Fallrückzieher (73.) an der erneuten Führung scheiterten. Über Posern und Günsch war sie gegen unsortierte Liether schließlich doch erspielt, netzte Joker Daniel Schwarzer aus acht Metern zum 2:3 (75.), dem Günsch nach steilem Posern-Anspiel gar das 2:4 obendrauf setzte (80.). Tor Nummer drei bei einem Assist übrigens durch den erfahrenen Neuzugang vom FC Preußen Hamburg!
Weil Schwarzer kurz darauf nur das Aluminium erwischte (85.) und auf der Gegenseite von Appen einen Freistoß zum 3:4-Anschlusstreffer nutzte (90.), stieg der Blutdruck von Günsch und Co trotzdem noch einmal ein Stückchen an. – Bis sie im Konter schlussendlich alles klar machten. Zwar verpasste Finn Roth in der Mitte eine Hoefer-Querlage, doch Schwarzer vollendete diesmal flach zum 3:5-Auswärtssieg im Duell der Mittelfeldteams.

Tore: 0:1 Günsch (5. Posern), 1:1 Steffens (13. Karakaya), 1:2 Günsch (57. Hamann), 2:2 Kühl (60., Strafstoßtor, Huber an Schneider), 2:3 Schwarzer (75. Günsch), 2:4 Günsch (80. Posern), 3:4 von Appen (90.), 3:5 Schwarzer (90.+2, Hoefer)

Schiedsrichter: Memet Imre (Kummerfelder SV, Note 2,5)

Zuschauer: 25






Sonntag, 19. Oktober 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - TV Haseldorf II

Bezirksliga-Expertise gegen die rote Laterne
KK01: Gepimpte TVH-Reserve walzt hilflose Holsaten mit 6:2 nieder

Entgegen gesetzte Gefühlslagen an der Wilhelmshöhe. Jubel, Trubel, Heiterkeit bei der Reserve des TV Haseldorf, während sich die abermals unterlegene Elf von Holsatia Elmshorn in lautstarken Diskussionen untereinander übte. Kein Wunder, war der punktlose Tabellenletzte auch gegen den Vorletzten aus der Marsch klar mit 2:6 unter die Räder gekommen.
Im „Schrottico“ der Kreisklasse 01 gewannen die Haseldorfer früh die Zweikampfhoheit, die sich in Form des 1:0 auch rasch auszahlen sollte. Chrysanth-Brix Hermann auf rechts mit Ballgewinn und Querpass – Lukas Wilhelm einsam in der Mitte eiskalt: 0:1 (4.)!
Die Holsaten, die nach dem Eklat um Liga-Trainer Thorben Pingel, Ende letzter Saison, und der folgenden Massen-Abwanderung zur SV Lieth von der Dritten- zur Ligamannschaft avancierten, bemühten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine Antwort, die jedoch nur zu Schüssen von Samir Ehrenberg (9.) und Majd Alasaad (15.) in die Arme des Torwarts, sowie zu einem Freistoß-Field-Goal Alasaads (14.) führten.   
Deutlich zwingender gestalteten es die Gäste, die es mit Casper Daleckis Linksschuss (vorbei, 13.) und Wilhelms Konterchance auf Rose-Abspiel (26.) probierten.
Wenig später funktionierte letztere Kombination in etwas abgeänderter Weise. Lars Rose erspähte den gestarteten Michael Hasse, dessen Zuspiel von der Grundlinie Wilhelm schließlich aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (28.).
Es lief nach Plan, für die Jungs von der Kamperrege, die heuer mit einiger Bezirksliga-Expertise (u.a. Rose, C. Dalecki, Wichmann, N. Lüchau) angereist waren! Doch plötzlich geriet die „Büffelherde“ in arge Not, als Alek Dupke ungestört nach rechts eröffnen konnte, Dominik Grunau die Linie längs marschierte und Ehrenberg im Dickicht des Strafraums auf 1:2 verkürzte (42.).
Doch damit nicht genug, glich Blau-weiß-rot quasi mit dem Pausenpfiff per Ecke sogar aus. Ehrenbergs Ecke köpfte Erick Ziljaev offenbar so tückisch auf das Gehäuse, dass Goalie Harald Ehlers das Leder nicht mehr fachgerecht zu entschärfen wusste – 2:2 (45.+3)!
Dem euphorischen Heim-Jubel folgte nach der jedoch die große Ernüchterung, erlangten die Haseldorfer nach dem Seitenwechsel wieder mehr und mehr die Griffigkeit zurück und holte ihnen Roses wuchtiges Distanzkönnen die nicht unumstrittene Führung zurück (68.). Holle kritisierte nämlich eine etwas sprunghaft gegen sie verhängte Einwurfentscheidung im Entstehungsprozess des 2:3…
Mit einer Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2-System sollte der Bock in der Schlussviertelstunde wieder umgestoßen werden, doch Holsatias Plan durchkreuzte nur Sekunden nach den personellen und taktischen Umbauarbeiten ein viel zu einfach zugelassenes viertes Gegentor, bei dem Kapitän Mirco Bülow Ruhe und Übersicht für Rose walten ließ, sodass der 31-Jährige aus durchaus spannendem Winkel die 2:4-Vorentscheidung besorgte (77.).
Obendrauf kamen noch das selbst per Fehlpass eingeleitete 2:5 durch Bennet Essig, im Doppelpass mit Rose (80.), sowie das Tor zum halben Dutzend durch Finn Wichmanns Kopfstoß im unbewachten Ecken-Luftraum (82.).
Dass Hasse (Außenpfosten, 84.) und der wiedereingewechselte Claas Mohr (per Kopfball an Maik Paasch gescheitert, 90.+2) das Resultat noch weiter hätten nach oben schrauben können, blieb am Ende nur eine Randnotiz.
Ebenso, wie Shawn Patschans Abschluss aus dem Lauf heraus, der auf der anderen Seite Linderung für das Leid des damit weiter punktlosen Tabellenletzten aus der Krückaustadt verpasste (90.+5).
Nach neun Spielen und 8:58 Toren in der untersten Spielklasse lässt sich – von außen betrachtet – bereits Sinnfrage über den Herren-Spielbetrieb beim Traditionsverein stellen. In Haseldorf, wo die dritte Halbzeit eh die sportlichen Ambitionen in den Schatten stellt, stellt Rang 13 mit zwei Saisonsiegen das Erwartbare da. Am kommenden Freitag kommt die sportlich etwas inkonstante Zweitvertretung des TSV Heist zum Nachbarschaftsduell ins Schloßparkstadion.  

Tore: 0:1 Wilhelm (4. C. Hermann), 0:2 Wilhelm (27. Hasse), 1:2 Ehrenberg (42. Grunau), 2:2 Ehlers (45.+3, Eigentor, Ziljaev), 2:3 Rose (68.), 2:4 Rose (77. Bülow), 2:5 Essig (80. Rose), 2:6 Wichmann (82. Wilhelm)

gelbe Karten: Ehrenberg - keine

Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)

Zuschauer: 25

Glänzte nicht nur als starker Zweikämpfer: Lars Rose (l.)










Freitag, 17. Oktober 2025

Spielbericht SSV Rantzau III - SV Lieth III

Der Primus strauchelt, thront aber weiter
Rantzauer Siegesserie reißt überraschend gegen SV Lieth III

Mit zuletzt vier Siegen in Folge bei imposanten 25:3 Toren setzte sich die Drittvertretung des SSV Rantzau letzte Woche an die Tabellenspitze – um nun unerwartet Federn zu lassen. Am Freitagabend war es mit der Dritten der SV Lieth ein Kontrahent, dem man dies gar nicht so sehr zugetraut hatte, welcher der Tabellenspitze ordentlichen Kuschel-Faktor verlieh. Abgezeichnet hatte sich dieses Szenario ziemlich schnell. In einer temporeichen Anfangsphase kamen die Gäste deutlich besser in die Gänge, was ihnen ein berechtigter Strafstoßpfiff durch Schiedsrichter Luca Dallmann (Rasensport Uetersen) zusätzlich erleichterte. Pham Nguyen hatte seine Hände gegen Mert Karakaya seine Hände nicht bei sich lassen können, sodass Niklas Brandt per Strafstoß die kurz darauf selbst verdoppelte Führung besorgte (14.). Diesmal wuchtete der „15er“ einen Eckstoß von rechts dynamisch mit der Rübe zum 0:2 ins Netz (16.).
Noch schlimmer für den Primus wäre hätte es wiederum nur Augenblicke danach kommen können, wäre Karakaya beim Abschluss im Fünfer etwas wählerischer bei der Auswahl der Schussrichtung gewesen. So rettete Tormann Tilman Lorenz in Form von purer Anwesenheit (19.).
Erst danach lösten sich die Barmstedter allmählich aus dem Schleudergang, um endlich selbst Akzente zu setzen. Einen davon setzte Jason Bastian aus vollem Lauf an die Querlatte (21.), einen weiteren vereitelte SVL-Schlussmann Benjamin Baumgarten gegen Hannes Reimer (36.).
Die Halbzeitpause schien den Beteiligten dann allerdings nicht besonders gut getan zu haben. Kaum Zusammenhängendes war auf beiden Seiten gelungen, wobei die Platzherren zunehmend in die Vorhand gerieten. Auf Zuspiel Reimer bekam Gregor Büchner dennoch die große Chance zum Anschlusstreffer, den Sven Petrich mit viel Einsatz gerade noch wegblockte (65.).
Nicht so Kollege Jannik Ahlberg, der beim nächsten Strafraumbesuch des SSV Jassin Brahim zu Fall brachte und damit Reimers 1:2 vom Punkt unfreiwillig vorbereitete (69.).
Klar, dass Reimer und Co jetzt klar das Kommando übernahmen – jedoch ohne echte Torgefahr. Auf der letzten Rille verteidigten die Liether trotz der geringeren Qualitätstiefe im Kader effektiv gegen einen Spitzenreiter, der nur noch bei einer Kotzapanagiotou-Chance am kurzen Pfosten halbwegs zum Abschluss kam (86.).
Linderung erfuhr der überraschende Rückschlag im Aufstiegskampf allerdings am folgenden Sonntag: Durch Niederlagen der Konkurrenten aus Hörnerkirchen und Heidgraben behauptete man trotz der gebrochenen Siegesserie vorerst den Platz an der Sonne. Kommendes Wochenende geht´s zum Spitzenspiel bei der nur drei Punkte dahinter auf Rang fünf stehenden Höki-Reserve.

Tore: 0:1 Brandt (14., Strafstoßtor, Nguyen an Karakaya), 0:2 Brandt (16.), 1:2 Reimer (69., Strafstoßtor, Ahlberg an Brahim)

gelbe Karten: keine – Karakaya

Schiedsrichter: Luca Dallmann (Rasensport Uetersen)

Zuschauer: 40



Sonntag, 17. August 2025

Spielbericht TSV Sparrieshoop II - SV Lieth III

Sparrieshooper Comeback-Dusel
Lieth-Dritte trifft das (gegnerische) Tor nicht – TSV meldet sich mit Sieg zurück

Hurra, Hurra, Sparre II ist wieder da! Am Tag, an dem die Ligamannschaft des TSV Sparrieshoop nach einem Jahr Abstinenz wieder Kreisliga-Terrain (erfolgreich mit 2:1 gegen Roland Wedel) betrat, jubilierte im „Vorspiel“ auch die neu gemeldete Reserve über das Glück der siegreichen Wiederkehr.
Im Duell der Neulinge gegen die Drittvertretung der SV Lieth – im Grunde die abgewanderte Zweitvertretung von Holsatia Elmshorn – ging es prompt gut los, für die Gastgeber, die das Toreschießen noch nicht einmal selbst erledigen mussten. Dennis Hägemanns Rückpass aus 25 Metern geriet nämlich unter Gegnerdruck zum echten Traumtor – ins eigene Netz (9.)!
Gut für die Weißen, dass Louis Ilmer auf der anderen Seite bei einer Hereingabe von links weniger „Treffsicherheit“ beim Friendly Fire bewies (10.)…
Den richtigen Kasten visierte dagegen Kollege Anton Poczekaj an, als er einen Semmelhaack-Freistoß auch gegen die Wirkung der Gravitation zur Verdopplung einschädelte (25.).
Zwei vergebene Hochkaräter (26. & 45.+1) und ein Abseitstor (34.) vermasselten der Strüben-Elf einen deutlicheren Halbzeit-Vorsprung, was sich im zweiten Abschnitt durchaus hätte rächen können. Schließlich hatten nun die Roten mit ihren größeren Kraftreserven etwas mehr vom Spiel. Marc Steffens konnte sich nach Spielzug über Hägemann und Struve die Ecke aussuchen, bolzte aber drüber (66.), ehe der Schiedsrichter bei einer Struve-Ecke, die sich der Schlussmann selbst ins Nest legte, irgendwo ein Foul wahrgenommen haben wollte (70.)…
Dafür gab es kurz danach die Chance von der Strafstoßmarke, nachdem Fabian Kühl einen klaren Kontakt erlitt. Niklas Brandt schoss jedoch genau gegen Marko Schröders Fuß (72.). Es sollte einfach nicht sein, für die SV Lieth!
Bis zum Schluss bemüht und beispielsweise durch Kühls Freistoß, dessen Nachsetzen der aufgebrückte Marc Homburg direkt drüber holzte (79.), im Dunstkreis eines Anschlusstreffers, ging das Team Butterberg an diesem Sonntag gänzlich leer aus. Vielleicht wird´s ja was am kommenden Wochenende gegen die gesellige „Büffelherde“ aus Haseldorf. Die TSV-Reserve darf derweil in Hörnerkirchen weiter am perfekten Saisonstart basteln.

Tore: 1:0 Hägemann (9., Eigentor), 2:0 Poczekaj (25. Semmelhaack)

gelbe Karten: Ilmer – Struve

Schiedsrichter: Erdogan Orhan (Gencler Birligi Hamburg)

Zuschauer: 40

besonderes Vorkommnis: Brandt (SV Lieth III) scheitert mit Strafstoß an Schröder (72.)






















Dienstag, 6. Mai 2025

Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - SuS Waldenau

Gencler gewinnt und verliert doch den Anschluss
Heimsieg nicht hoch genug: Elmshorner brauchen nun den Rechenschieber

Sechs Punkte und 27 Tore an zwei Spieltagen bei gegnerischer Spielfreiheit aufholen? Wohl kaum ein realistisches Szenario für die Elf von Gencler Birligi Elmshorn. Eine Hilfe bei der Realisation des schier Unmöglichen war der Nachholer gegen Kellerkind SuS Waldenau für die Krückaustädter trotz des Dreiers nicht. 5:2 lautete der Endstand für den Tabellendritten, der den direkten Sprung aus der Kreisklasse 1 nun endgültig vorzeitig abhaken kann. Vor allem auch, weil die inhaltliche Leistung keinen höheren Ansprüchen genügte.
Passend dazu fing man sich nach bereits acht Minuten das 0:1, bei dem Kapitän Volkan Orhan zwar durchaus grenzwertigen Körperkontakt widerfuhr, doch die Zugriffslosigkeit der übrigen Kollegen jedoch den größeren Skandal darstellten. Torschütze: Natmir Saiti.
Erst danach kamen die Gastgeber so langsam aus dem Quark und durch Wassem Eklims Abstaubertor nach einem Lattentreffer zum Ausgleich (15.), dem sechs Minuten später Tufan Orhans Kopfballtor zum 2:1 folgen sollte (21.).
Gencler nun klar Herr im Krückaustadion, doch kurz nach der Pause muckten plötzlich die Gäste auf, als Lion Poetsch mit großen Schritten über rechte Seite stratzte, Schlussman Osman Ucan die Kugel nicht ganz abwehren konnte und Jonas Neumann aus der Mikro-Distanz den überraschenden Ausgleich herstellte (48.).
Hinzu ließen die Jungs in schwarz auch noch die perfekte Chance auf die erneute Führung aus, schob der eingewechselte Sercan Meric das Leder auf Steckpass T. Orhan vollkommen einsam am Tor vorbei (55.).
Gut, dass man aber dranblieb und durch ein Kontertor von Außenspieler Nidal Topal schließlich doch wieder in Front ging (57.).
Der Gefahr eines erneuten Führungsverlusts baute Gencler diesmal deutlich besser vor, nutzte Labinot Ahmeti seine zweite Chance, nachdem er im ersten Anlauf noch an SuS-Goalie Klaas Horender gescheitert war, zum 4:2 (64.).
Der 5:2-Endstand ging wiederum auf das Konto eines Waldenauers: Emil Thermann Cande lautete der unfreiwillige Urheber eines Treffers der Marke „Gurkentor“ (84.).
Die Elmshorner bewahrten sich somit die guten Aussichten auf Rang drei, der in Abstufung der besten Tabellendritten (höchster Punkteschnitt) eventuell noch zum Nachrücken in die Kreisliga langen könnte, müssen aber nun vorzeitig damit leben, dass die vielen Tore Rückstand auf Cosmos II (23) endgültig zu viele sind.
Für SuS Waldenau ist eine Saison mit mehr Tiefen als Höhen unterdessen schon vor dem spielfreien Finalspieltag auf Rang zwölf von 13 beendet. Eine leistungsgerechte tabellarische Einordnung.

Tore: 0:1 Saiti (8. Neumann), 1:1 W. Eklim (15.), 2:1 T. Orhan (21. Preda), 2:2 Neumann (48. Poetsch), 3:2 Topal (57.), 4:2 Ahmeti (64. Bas), 5:2 Thermann Conde (84. W. Eklim)

Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen)

Zuschauer: 30

Pl

Mannschaft

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Pkt

01

TSV Sparrieshoop

23

17

4

2

72:30

42

55

02

SC Cosmos Wedel II

24

15

2

7

92:49

43

47

03

Gencler Birligi Elmshorn

23

13

5

5

61:41

20

44

04

TSV Holm

23

13

2

8

68:49

19

41

05

Hetlinger MTV II

23

12

3

8

63:55

  8

39

06

TSV Seestermüher Marsch

23

10

6

7

59:48

11

36

 



Dienstag, 8. April 2025

Spielbericht Hetlinger MTV II - TSV Seestermüher Marsch

Führungsquartett verschwindet hinterm Horizont
Nächster Rückschlag: HMTV-Reserve verliert (endgültig) den Anschluss

Allein die Sonnenuntergangsromantik, die das Deichstadion zu Hetlingen am Ende eines sonnigen Dienstags für seine wenigen Besucher zu bieten hatte, rechtfertigte die Entscheidung, sich am Abend des US-Amerikanischen „National All Is Ours Day“ (nationaler das gehört uns allen Tag) dem dort stattfindenden Nachholer zu widmen.
Die drei zu vergebenen Punkte aber krallte sich dem gastierenden TSV Seestermüher Marsch aber nur einer der beiden Kontrahenten.
Und das, obwohl der bessere Start den Gastgebern in Himmelblau gelang, denn während man sich beim TSV noch über ein Abseitstor von Metin Tefci ärgerte (9.), schaltete man bei einem Lattentreffer des Gegner nicht schnell genug, um den abstaubenden Nico da Ros am frühen 1:0 für die HMTV-Reserve zu hindern (10.).
Das ging ja gut los, für die Hausherren, deren Ambitionen in Richtung Aufstiegskampf zwar nur noch mathematischer Natur sind, doch den Kontakt zur Spitzengruppe mit dem Lokalrivalen aus Holm zu halten, ist natürlich Ehrensache.
So arbeitete man in einer nun etwas abgeflachten Begegnung durch Samt Baygündüz´ Einzelaktion inklusive Torschuss im Purzelbaum-Style (drüber, 22.) an einem möglichen Führungsausbau.
Stattdessen aber schlugen die in weiß gekleideten Gäste eiskalt zu. Eine schön gezogene Flanke von Andre Hinz köpfte der gesuchte Nando Habekost vom zweiten Pfosten zurück gen Mitte, wo Efe Zengin mit rechts kontrolliert zum 1:1 netzte (32.). Die unsortierte Defensive der Männerturner hatte sich hierbei einfach mal eine gedankliche Auszeit genommen…
Ebenso kam auch Jan-Ole Themm wenig später ohne großen Gegnerdruck im Sechzehner zum Flugkopfball. Sah schön aus, fand den Weg ins Tor aber nicht (39.).
Besser bekam da Kollege Habekost seinen Schädel nach dem Seitenwechsel eingesetzt. Diesmal verlagerte Jonas Graeber das Spiel mit Übersicht nach rechts, wo Ömer Dogan nicht weniger Auge für die platzierte Flanke auf den letztlich einköpfenden Habekost bewies (51.).
Nach einer perfekten Englischen Woche (drei Siege aus drei Spielen) steuerten Habekost und Co nun also auf den nächsten Dreier im Rennen um die goldene Ananas im Mittelfeld der Kreisliga 1 zu. Bei diesem Spielstand fortan mit dabei: die Hetlinger, die sich dagegen noch einmal zu wehren versuchten. Ein weiterer S. Baygündüz-Versuch in Rücklage (67.) sollte nur den Anfang einer feurigen Schlussphase markieren, zumal per Doppelwechsel für die Schlussphase auf volle Offensive umgestellt wurde (68.).
Das Geschehen auf der schlecht gekreideten Wiese an der Hauptstraße blieb jedoch fahrig und verkrampft. Kaum noch erreichte man das Angriffsdrittel und wenn, dann waren es die Seestermüher, die zum Beispiel in Person von Dogan (auf der Linie geklärt, 69.) so richtig prickelnd in Szene kamen.
Auch fünf Minuten Nachspielzeit blieben letztlich ungenutzt – der Anschluss ans Führungsquartett ist für die 2025 zu inkonstanten Deichkicker trotz noch sieben Möglichkeiten für Zählbares schon jetzt mit der Abendsonne hinterm Horizont verschwunden. Jetzt punktgleich auf Rang sechs: die aufstrebende Elf aus Seestermühe.

Tore: 1:0 da Ros (9.), 1:1 Zengin (32. Habekost), 1:2 Habekost (51. Dogan)

Schiedsrichter: Rainer Sierk (TV Haseldorf,)

Zuschauer: 20

Zwei Torbeteiligungen mit Köpfchen: Nando Habekost (hier mit dem Fuß am Werk).