Abend der Wendungen
SSV-Dritte
gewinnt rasantes zehn-Tore-Spektakel
Mit einem furiosen Verfolgerduell meldete sich die Kreisklasse 1 aus ihrer
schier unendlichen Winterpause zurück. Denn gleich zehn Treffer hatten die Schaulustigen
im freitagabendlichen Fluchtlichtschein an der Düsterlohe zu bestaunen
bekommen.
Dass die Mehrheit der Tore dabei heuer für die SSV Rantzau-Dritte fallen
sollte, wollte sich zunächst allerdings nicht andeuten. Die Reserve des FC Elmshorn,
die mit ihren zahlreichen Nachholspielen auch als Tabellensiebter noch in
Kreisliga-Schlagdistanz steht, war es nämlich, die ihre Spielanteile vor allem
bei hohen Bällen vor die Kiste bekamen. So war es ein Freistoß von Sevkan Aras,
den der SSV nicht gelöscht bekam, was Karlen Rewakian prompt zum 0:1 ins ferne
Eck ausnutzte (10.).
Ebenfalls ungeplant durch Inan Gergins Prallenlassen eines Rewakian-Versuchs an
die Kugel gekommen, piekte Sten Dröge wenig später gar zur Verdopplung ein
(17.). Die Verhältnisse aus dem Hinspiel (5:2 FCE) schienen sich zu
wiederholen, doch auch dort zog der 0:2 Führende am Ende den Kürzeren.
Und tatsächlich blieben die Hausherren geduldig bei ihrem Zeugs, das sich
offensiv sogar richtig gut anließ. Jason Bastian scheiterte zwischendurch
aussichtsreich am bezirksligaerfahrenen Alan Kado (11.), doch als der schön freigespielte
Hannes Reimer zentral in die kurze Ecke verkürzte (20.), waren die sechs großen
Minuten des Tabellendritten eröffnet. Denn erst als Abstauber eines abgewehrten
Versuchs von Reimer (23.) und schließlich in der Rolle des mittig verwertenden
Torjägers (26.) drehte Jassin Brahim die Angelegenheit pro Weiß-blau!
Die Gäste jetzt wieder etwas aktiver, doch die beste Gelegenheit ergab erstmals
für den Rantzauer Maurice Fragel, der seinen Geschwindigkeitsvorteil im Konter
an der Querlatte verpuffen sah (39.).
Umso ärgerlicher, dass ein erneuter Tiefschlaf hinten für den selbst verschuldeten
Verlust der Halbzeitführung sorgte. Sevkan Aras durfte unbedrängt aus dem
linken Halbfeld flanken und Rewakian im zuordnungslosen Gefahrengebiet das 3:3
erköpfen (41.). Mit den Ansprüchen einer Spitzenmannschaft hatten die
weitgehend ungeordneten Defensivreihen beider Lager nicht viel Hut, was sich
auch nach dem Seitenwechsel zu Gunsten einer weiterhin rasanten Begegnung nicht
ändern sollte.
Vor allem die Elmshorner machten hier ordentlich Betrieb, der beispielsweise Bezirksligaspieler
Vladyslav Miodushevskyi in (ungenutzte) Idealposition führte (47.).
Wie gut, dass es da noch die offensive Standardstärke gibt, mit der man (Sevkan
Aras) Funkturm Milot Bashotaj das 3:4-Kopfballtor butterweich zu kredenzen
wusste (61.).
Abermals war das Match gekippt, doch die größeren Reserven hatten hier die
unbeirrten Barmstedter, denen dank pennender Elmshorner bei Abdullrahman
Khalafs Ball von links sofort Brahims dritter Streich zum 4:4 gelang (64.).
Ein echter Wirkungstreffer, der die Spielstatik nun klar gen SSV verschob. Qietschfidel
wirbelten Fragel und Co in der Folge (erstmal erfolglos) durch das
Offensivdrittel, bis der 16er im Anschluss an einen nicht geklärten
Khalaf-Freistoß aus 20 Metern abgefälscht das umjubelte 5:4 besorgte (72.).
Und bevor die Angelegenheit hier doch nochmal pro FCE konnte, legten die müden
Gäste das vorentscheidende 6:4 gleich selbst für Viererpacker Brahim im Sechzehner
auf (76.).
Brahim, der damit sein persönliches Dutzend an Saisontoren vollendete, schenkte
seinen Farben somit den Anschluss an den Spitzenreiter aus Heidgraben, mit dem
bereits am kommenden Wochenende nach Punkten gleichziehen kann.
Fast zeitgleich braucht die Zweitvertretung des FC Elmshorn im
Nachbarschaftsduell mit dem dritten Spitzenteam namens Gencler Birligi unbedingt
einen Dreier, wenn die große Aufholjagt nicht enden soll, bevor sie überhaupt
so richtig startete…
Tore: 0:1 Rewakian (10. Sevkan Aras), 0:2 Dröge (17. Rewakian),
1:2 Reimer (20.), 2:2 Brahim (23. Reimer), 3:2 Brahim (26. Kotzapanagiotou),
3:3 Rewakian (41. Sevkan Aras), 3:4 M. Bashotaj (61. Sevkan Aras), 4:4 Brahim
(64. Khalaf), 5:4 Fragel (72. Khalaf), 6:4 Brahim (76.)
gelbe Karten: keine – Eklim
Schiedsrichter: Torben Steenfatt (SV Hörnerkirchen, Note 2)
Zuschauer: 45
Freitag, 27. Februar 2026
Spielbericht SSV Rantzau III - FC Elmshorn II
Dienstag, 25. November 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - TSV Seestermüher Marsch
Der
Fluch der guten Tat
Erst
Strafstoß-Verzicht, dann Führung verspielt: Holsatia verpasst Überraschung
79 Minuten lang voll auf Sieg-Prämieren-Kurs gewesen und am Ende trotzdem nur
mit einem Remis aus dem Match gegangen. Erstmals seit dem Personalcrash im
vergangenen Sommer und dem Verlust der beiden ersten Herrenmannschaften an die
SV Lieth griff Holsatia Elmshorn wieder konkret nach einem Dreier.
Im vorgezogenen Dienstagabend-Match gegen den TSV Seestermühe, dem bei
erfolgreicher Gestaltung seiner Nachholspielspiele ein Platz in der
Spitzengruppe der Kreisklasse 1 winkt, versteckten sich die durch einige
A-Jugend-Oberligaverstärkungen gepimpten Hausherren nicht. Samir Ehrenberg
abgefälscht an die Latte, untermauerte früh, dass die niederlagengeplagten
Holsaten heute mehr vorhatten, als den Sparringspartner zu geben (7.). Vor
allem, weil in den Nachwehen des direkt folgenden Eckballs Ryan Hinterthaner
eine echte Fackel aus der zweiten Reihe linksunten im Kasten des chancenlosen
Brian Averhoff unterbrachte.
Die Gestreiften also vorne, während der TSV nur schwer in die Gänge kam. Lukas
Rollauers ergebnislose Mischung aus Torschuss und Querpass (15.) verdeutlichte
die ausbaufähige Spielhaltung der Gäste, die in Minute 37 nur der Abseitspfiff
vor einem doppelt so hohen Halbzeitrückstand bewahrte.
Ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Schippmann-Elf war dagegen der
Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Erol Sayan (SSV Rantzau), nachdem Matthias
Stubben im eigenen Sechzehner gegen Holles Marques Schwarz per Grätsche zu
Werke ging (54.). Nach längerem, eindringlichen Dialog mit dem ehrlichen Schwarz folgte
jedoch die Korrektur vom Mann im Retro-Trikot: Ball gespielt von Stubben und Abstoß TSV Seestermühe! So
sammelt man Karma-Punkte, Herr Schwarz!
Und was gab es zur Belohnung? Den Ausgleichstreffer… Nach Flanke von rechts
konnte Holsatia-Fänger Sascha Minke Danny Hinz´ Versuch nur prallen lassen,
sodass der völlig aus den Augen verlorene Ömer Dogan frech zum 1:1 abstaubte
(60.).
Die Elmshorner ließen sich davon allerdings kaum beirren, agierten weiter
couragiert und holten sich den Vorspung tatsächlich per Standard zurück, als Tarik
Bjanes Freistoß lang und länger von links ins seestermüher Tor rutschte (68.).
Noch besser wurde es kurz darauf. Zwar verzog der auffällige Hinterthaner aus
zentraler Position (71.), um im nächsten Anlauf auf Schwarz-Zuspiel alles
richtig zu machen – 3:1 (74.)!
Die Geschichte des gerupften Tabellenletzten, der trotz Robin Hood im Gewand
der Nummer 9 die eigene Horror-Serie von nur einem Remis bei 13 Pflichtspielen
(zwölf) Niederlagen schien ihren Lauf zu nehmen, doch dann schickte der
eingewechselte Efe Zengin den Kollegen Dogan diagonal in den richtigen Raum für
das verkürzende 3:2 (79.), ehe auf Zengins Ecke D. Hinz entschieden zu frei im
Fünfer per Kopf auf 3:3 stellte (82.).
Enttäuschung bei Schwarz und Co, die diesmal nicht mehr die Körner zum großen
Rückschlag hatten. Stattdessen drohte bei einem Flipperspiel im Anschluss an
Stubbens Freistoß gar der gerechterweise nicht gefallene Dolchstoß zum 3:4
(85.).
Während die Jungs in den schwarzen Jerseys die total-Blamage gerade noch so
abwenden konnten und immerhin nur zwei Zähler für den Aufstiegskampf verloren,
brachte Holsatia nicht nur den zweiten Zähler der Spielzeit auf die Habenseite,
sondern versicherte sich auch, dass mit der kommenden Generation aus dem
2007er-Jahrgang durchaus etwas gehen kann.
Tore: 1:0 Hinterthaner
(7.), 1:1 Dogan (60. D. Hinz), 2:1 Bjane (68., direkter Freistoß), 3:1 Hinterthaner
(74. Schwarz), 3:2 Dogan (79. Zengin), 3:3 D. Hinz (82. Zengin)
gelbe Karten: keine – Zengin
Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 15
Sonntag, 9. November 2025
Spielbericht SV Lieth III - TSV Gut Heil Heist II
Ex-Preuße
entscheidet das Mittelfeldduell
Dreierpack
von Günsch: TSV Heist II setzt seine Herbst-Herrlichkeit fort
Der Herbst. Trüb, feucht, kalt. Ganz anders die Wahrnehmung der dritten
Jahreszeit in Heist. Denn nimmt man das 6:4 bei Holsatia vom Vortag mit in die
Rechnung, heimst die Reserve des TSV seit kalendarischem Herbstbeginn einen
Erfolg nach dem anderen ein. Zum fünften Mal binnen sechs Kreisklasse
01-Partien bereicherte man sich diesen Sonntag an dreifach Zählbarem.
Zu Gast in Klein Nordende, verschenkte die hiesige SV Lieth III rasch die
Gäste-Führung, als Schlussmann Ibrahim Can vor dem eigenen Sechzehner dribbelte
und Routinier Christian Posern den gewonnenen Ball für das 0:1 durch Patrick
Günsch auflegte (5.).
Doch schnell war der Jubel darüber verhallt, weil Mert Karakaya Gegenspieler
Johannes Schwichow als Bande benutzte, um Marc Steffens in perfekte
(Abseits-)Position zum Gleichstand zu bringen (13.).
In der Folge bemühten sich beide Teams meist vergeblich um das Entern des
gegnerischen Strafraums. Zu Ungenau fiel die Mehrzahl der gespielten Pässe aus.
Erst per Standard (Freistoß Fabian Kühl) kam der Liether Lucas von Appen kurz
vor der Pause zum Versuch an den Außenpfosten (41.).
Wie es gehen kann, zeigte nach einer knappen Stunde der TSV, der durch Mert
Renkligüls tiefes Zuspiel den idealen Raum erschloss, damit Denny Meyer dem
knieverletzten Sven Petrich enteilen und sauber für Günsch und dessen 1:2 querspielen
konnte (57.).
Dabei chancenlos: Niklas Brandt, der kurz zuvor für den angeschlagenen Can die
Torwarthandschuhe überstreifen musste und vom neuen Posten aus auch das
ebenfalls gesundheitsbedingte Ausscheiden des Kollegen Marc Homburg zu
beobachten hatte.
Viele schlechte Nachrichten für die Roten, denen nach Jacob Hubers ungeschicktem
Einsatz gegen den eingewechselten Moritz Schneider aber Abhilfe vom Punkt
winkte. Kühl scheiterte allerdings an Sebastian Münster, freute sich im
Nachschuss doch noch und ärgerte sich wiederum über den Pfiff zur Wiederholung.
Münster hatte sich zu früh von der Linie bewegt. Nun also nochmal: mittig rein –
2:2 (60.)!
Das Momentum blieb jedoch auf Seiten der personell nicht so gerupften Heistmer,
die durch Hamann an Brandt (65.) und Ole Busch per Fallrückzieher (73.) an der
erneuten Führung scheiterten. Über Posern und Günsch war sie gegen unsortierte
Liether schließlich doch erspielt, netzte Joker Daniel Schwarzer aus acht
Metern zum 2:3 (75.), dem Günsch nach steilem Posern-Anspiel gar das 2:4 obendrauf
setzte (80.). Tor Nummer drei bei einem Assist übrigens durch den erfahrenen
Neuzugang vom FC Preußen Hamburg!
Weil Schwarzer kurz darauf nur das Aluminium erwischte (85.) und auf der Gegenseite
von Appen einen Freistoß zum 3:4-Anschlusstreffer nutzte (90.), stieg der
Blutdruck von Günsch und Co trotzdem noch einmal ein Stückchen an. – Bis sie im
Konter schlussendlich alles klar machten. Zwar verpasste Finn Roth in der Mitte
eine Hoefer-Querlage, doch Schwarzer vollendete diesmal flach zum
3:5-Auswärtssieg im Duell der Mittelfeldteams.
Tore: 0:1 Günsch (5.
Posern), 1:1 Steffens (13. Karakaya), 1:2 Günsch (57. Hamann), 2:2 Kühl (60.,
Strafstoßtor, Huber an Schneider), 2:3 Schwarzer (75. Günsch), 2:4 Günsch (80.
Posern), 3:4 von Appen (90.), 3:5 Schwarzer (90.+2, Hoefer)
Schiedsrichter: Memet Imre
(Kummerfelder SV, Note 2,5)
Zuschauer: 25
Sonntag, 19. Oktober 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - TV Haseldorf II
Bezirksliga-Expertise
gegen die rote Laterne
KK01:
Gepimpte TVH-Reserve walzt hilflose Holsaten mit 6:2 nieder
Entgegen gesetzte Gefühlslagen an der Wilhelmshöhe. Jubel, Trubel, Heiterkeit
bei der Reserve des TV Haseldorf, während sich die abermals unterlegene Elf von
Holsatia Elmshorn in lautstarken Diskussionen untereinander übte. Kein Wunder,
war der punktlose Tabellenletzte auch gegen den Vorletzten aus der Marsch klar
mit 2:6 unter die Räder gekommen.
Im „Schrottico“ der Kreisklasse 01 gewannen die Haseldorfer früh die Zweikampfhoheit,
die sich in Form des 1:0 auch rasch auszahlen sollte. Chrysanth-Brix Hermann
auf rechts mit Ballgewinn und Querpass – Lukas Wilhelm einsam in der Mitte
eiskalt: 0:1 (4.)!
Die Holsaten, die nach dem Eklat um Liga-Trainer Thorben Pingel, Ende letzter
Saison, und der folgenden Massen-Abwanderung zur SV Lieth von der Dritten- zur
Ligamannschaft avancierten, bemühten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine
Antwort, die jedoch nur zu Schüssen von Samir Ehrenberg (9.) und Majd Alasaad
(15.) in die Arme des Torwarts, sowie zu einem Freistoß-Field-Goal Alasaads
(14.) führten.
Deutlich zwingender gestalteten es die Gäste, die es mit Casper Daleckis
Linksschuss (vorbei, 13.) und Wilhelms Konterchance auf Rose-Abspiel (26.)
probierten.
Wenig später funktionierte letztere Kombination in etwas abgeänderter Weise.
Lars Rose erspähte den gestarteten Michael Hasse, dessen Zuspiel von der
Grundlinie Wilhelm schließlich aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (28.).
Es lief nach Plan, für die Jungs von der Kamperrege, die heuer mit einiger
Bezirksliga-Expertise (u.a. Rose, C. Dalecki, Wichmann, N. Lüchau) angereist
waren! Doch plötzlich geriet die „Büffelherde“ in arge Not, als Alek Dupke
ungestört nach rechts eröffnen konnte, Dominik Grunau die Linie längs
marschierte und Ehrenberg im Dickicht des Strafraums auf 1:2 verkürzte (42.).
Doch damit nicht genug, glich Blau-weiß-rot quasi mit dem Pausenpfiff per Ecke
sogar aus. Ehrenbergs Ecke köpfte Erick Ziljaev offenbar so tückisch auf das Gehäuse,
dass Goalie Harald Ehlers das Leder nicht mehr fachgerecht zu entschärfen
wusste – 2:2 (45.+3)!
Dem euphorischen Heim-Jubel folgte nach der jedoch die große Ernüchterung,
erlangten die Haseldorfer nach dem Seitenwechsel wieder mehr und mehr die Griffigkeit
zurück und holte ihnen Roses wuchtiges Distanzkönnen die nicht unumstrittene
Führung zurück (68.). Holle kritisierte nämlich eine etwas sprunghaft gegen sie
verhängte Einwurfentscheidung im Entstehungsprozess des 2:3…
Mit einer Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2-System sollte der Bock in der
Schlussviertelstunde wieder umgestoßen werden, doch Holsatias Plan durchkreuzte
nur Sekunden nach den personellen und taktischen Umbauarbeiten ein viel zu
einfach zugelassenes viertes Gegentor, bei dem Kapitän Mirco Bülow Ruhe und
Übersicht für Rose walten ließ, sodass der 31-Jährige aus durchaus spannendem
Winkel die 2:4-Vorentscheidung besorgte (77.).
Obendrauf kamen noch das selbst per Fehlpass eingeleitete 2:5 durch Bennet
Essig, im Doppelpass mit Rose (80.), sowie das Tor zum halben Dutzend durch
Finn Wichmanns Kopfstoß im unbewachten Ecken-Luftraum (82.).
Dass Hasse (Außenpfosten, 84.) und der wiedereingewechselte Claas Mohr (per
Kopfball an Maik Paasch gescheitert, 90.+2) das Resultat noch weiter hätten
nach oben schrauben können, blieb am Ende nur eine Randnotiz.
Ebenso, wie Shawn Patschans Abschluss aus dem Lauf heraus, der auf der anderen
Seite Linderung für das Leid des damit weiter punktlosen Tabellenletzten aus
der Krückaustadt verpasste (90.+5).
Nach neun Spielen und 8:58 Toren in der untersten Spielklasse lässt sich – von
außen betrachtet – bereits Sinnfrage über den Herren-Spielbetrieb beim
Traditionsverein stellen. In Haseldorf, wo die dritte Halbzeit eh die sportlichen
Ambitionen in den Schatten stellt, stellt Rang 13 mit zwei Saisonsiegen das
Erwartbare da. Am kommenden Freitag kommt die sportlich etwas inkonstante
Zweitvertretung des TSV Heist zum Nachbarschaftsduell ins Schloßparkstadion.
Tore: 0:1 Wilhelm (4. C. Hermann),
0:2 Wilhelm (27. Hasse), 1:2 Ehrenberg (42. Grunau), 2:2 Ehlers (45.+3,
Eigentor, Ziljaev), 2:3 Rose (68.), 2:4 Rose (77. Bülow), 2:5 Essig (80. Rose),
2:6 Wichmann (82. Wilhelm)
gelbe Karten: Ehrenberg - keine
Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 25
![]() |
| Glänzte nicht nur als starker Zweikämpfer: Lars Rose (l.) |
Freitag, 17. Oktober 2025
Spielbericht SSV Rantzau III - SV Lieth III
Der
Primus strauchelt, thront aber weiter
Rantzauer
Siegesserie reißt überraschend gegen SV Lieth III
Mit zuletzt vier Siegen in Folge bei imposanten 25:3 Toren setzte sich die
Drittvertretung des SSV Rantzau letzte Woche an die Tabellenspitze – um nun
unerwartet Federn zu lassen. Am Freitagabend war es mit der Dritten der SV Lieth ein Kontrahent, dem
man dies gar nicht so sehr zugetraut hatte, welcher der Tabellenspitze ordentlichen
Kuschel-Faktor verlieh. Abgezeichnet hatte sich dieses Szenario ziemlich
schnell. In einer temporeichen Anfangsphase kamen die Gäste deutlich besser in
die Gänge, was ihnen ein berechtigter Strafstoßpfiff durch Schiedsrichter Luca
Dallmann (Rasensport Uetersen) zusätzlich erleichterte. Pham Nguyen hatte seine
Hände gegen Mert Karakaya seine Hände nicht bei sich lassen können, sodass Niklas
Brandt per Strafstoß die kurz darauf selbst verdoppelte Führung besorgte (14.).
Diesmal wuchtete der „15er“ einen Eckstoß von rechts dynamisch mit der Rübe zum
0:2 ins Netz (16.).
Noch schlimmer für den Primus wäre hätte es wiederum nur Augenblicke danach
kommen können, wäre Karakaya beim Abschluss im Fünfer etwas wählerischer bei
der Auswahl der Schussrichtung gewesen. So rettete Tormann Tilman Lorenz in
Form von purer Anwesenheit (19.).
Erst danach lösten sich die Barmstedter allmählich aus dem Schleudergang, um
endlich selbst Akzente zu setzen. Einen davon setzte Jason Bastian aus vollem
Lauf an die Querlatte (21.), einen weiteren vereitelte SVL-Schlussmann Benjamin
Baumgarten gegen Hannes Reimer (36.).
Die Halbzeitpause schien den Beteiligten dann allerdings nicht besonders gut
getan zu haben. Kaum Zusammenhängendes war auf beiden Seiten gelungen, wobei
die Platzherren zunehmend in die Vorhand gerieten. Auf Zuspiel Reimer bekam
Gregor Büchner dennoch die große Chance zum Anschlusstreffer, den Sven Petrich
mit viel Einsatz gerade noch wegblockte (65.).
Nicht so Kollege Jannik Ahlberg, der beim nächsten Strafraumbesuch des SSV
Jassin Brahim zu Fall brachte und damit Reimers 1:2 vom Punkt unfreiwillig
vorbereitete (69.).
Klar, dass Reimer und Co jetzt klar das Kommando übernahmen – jedoch ohne echte
Torgefahr. Auf der letzten Rille verteidigten die Liether trotz der geringeren
Qualitätstiefe im Kader effektiv gegen einen Spitzenreiter, der nur noch bei
einer Kotzapanagiotou-Chance am kurzen Pfosten halbwegs zum Abschluss kam
(86.).
Linderung erfuhr der überraschende Rückschlag im Aufstiegskampf allerdings am
folgenden Sonntag: Durch Niederlagen der Konkurrenten aus Hörnerkirchen und
Heidgraben behauptete man trotz der gebrochenen Siegesserie vorerst den Platz
an der Sonne. Kommendes Wochenende geht´s zum Spitzenspiel bei der nur drei
Punkte dahinter auf Rang fünf stehenden Höki-Reserve.
Tore: 0:1 Brandt (14.,
Strafstoßtor, Nguyen an Karakaya), 0:2 Brandt (16.), 1:2 Reimer (69.,
Strafstoßtor, Ahlberg an Brahim)
gelbe Karten: keine – Karakaya
Schiedsrichter: Luca Dallmann (Rasensport
Uetersen)
Zuschauer: 40
Sonntag, 17. August 2025
Spielbericht TSV Sparrieshoop II - SV Lieth III
Sparrieshooper
Comeback-Dusel
Lieth-Dritte
trifft das (gegnerische) Tor nicht – TSV meldet sich mit Sieg zurück
Hurra, Hurra, Sparre II ist wieder da! Am Tag, an dem die Ligamannschaft des
TSV Sparrieshoop nach einem Jahr Abstinenz wieder Kreisliga-Terrain
(erfolgreich mit 2:1 gegen Roland Wedel) betrat, jubilierte im „Vorspiel“ auch
die neu gemeldete Reserve über das Glück der siegreichen Wiederkehr.
Im Duell der Neulinge gegen die Drittvertretung der SV Lieth – im Grunde die
abgewanderte Zweitvertretung von Holsatia Elmshorn – ging es prompt gut los,
für die Gastgeber, die das Toreschießen noch nicht einmal selbst erledigen
mussten. Dennis Hägemanns Rückpass aus 25 Metern geriet nämlich unter
Gegnerdruck zum echten Traumtor – ins eigene Netz (9.)!
Gut für die Weißen, dass Louis Ilmer auf der anderen Seite bei einer Hereingabe
von links weniger „Treffsicherheit“ beim Friendly
Fire bewies (10.)…
Den richtigen Kasten visierte dagegen Kollege Anton Poczekaj an, als er einen
Semmelhaack-Freistoß auch gegen die Wirkung der Gravitation zur Verdopplung
einschädelte (25.).
Zwei vergebene Hochkaräter (26. & 45.+1) und ein Abseitstor (34.)
vermasselten der Strüben-Elf einen deutlicheren Halbzeit-Vorsprung, was sich im
zweiten Abschnitt durchaus hätte rächen können. Schließlich hatten nun die
Roten mit ihren größeren Kraftreserven etwas mehr vom Spiel. Marc Steffens
konnte sich nach Spielzug über Hägemann und Struve die Ecke aussuchen, bolzte
aber drüber (66.), ehe der Schiedsrichter bei einer Struve-Ecke, die sich der
Schlussmann selbst ins Nest legte, irgendwo ein Foul wahrgenommen haben wollte
(70.)…
Dafür gab es kurz danach die Chance von der Strafstoßmarke, nachdem Fabian Kühl
einen klaren Kontakt erlitt. Niklas Brandt schoss jedoch genau gegen Marko
Schröders Fuß (72.). Es sollte einfach nicht sein, für die SV Lieth!
Bis zum Schluss bemüht und beispielsweise durch Kühls Freistoß, dessen
Nachsetzen der aufgebrückte Marc Homburg direkt drüber holzte (79.), im
Dunstkreis eines Anschlusstreffers, ging das Team Butterberg an diesem Sonntag
gänzlich leer aus. Vielleicht wird´s ja was am kommenden Wochenende gegen die
gesellige „Büffelherde“ aus Haseldorf. Die TSV-Reserve darf derweil in
Hörnerkirchen weiter am perfekten Saisonstart basteln.
Tore: 1:0 Hägemann (9.,
Eigentor), 2:0 Poczekaj (25. Semmelhaack)
gelbe Karten: Ilmer – Struve
Schiedsrichter: Erdogan Orhan
(Gencler Birligi Hamburg)
Zuschauer: 40
besonderes Vorkommnis: Brandt (SV
Lieth III) scheitert mit Strafstoß an Schröder (72.)
Dienstag, 6. Mai 2025
Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - SuS Waldenau
Gencler
gewinnt und verliert doch den Anschluss
Heimsieg
nicht hoch genug: Elmshorner brauchen nun den Rechenschieber
Sechs Punkte und 27 Tore an zwei Spieltagen bei gegnerischer Spielfreiheit
aufholen? Wohl kaum ein realistisches Szenario für die Elf von Gencler Birligi
Elmshorn. Eine Hilfe bei der Realisation des schier Unmöglichen war der
Nachholer gegen Kellerkind SuS Waldenau für die Krückaustädter trotz des
Dreiers nicht. 5:2 lautete der Endstand für den Tabellendritten, der den
direkten Sprung aus der Kreisklasse 1 nun endgültig vorzeitig abhaken kann. Vor
allem auch, weil die inhaltliche Leistung keinen höheren Ansprüchen genügte.
Passend dazu fing man sich nach bereits acht Minuten das 0:1, bei dem Kapitän
Volkan Orhan zwar durchaus grenzwertigen Körperkontakt widerfuhr, doch die
Zugriffslosigkeit der übrigen Kollegen jedoch den größeren Skandal darstellten.
Torschütze: Natmir Saiti.
Erst danach kamen die Gastgeber so langsam aus dem Quark und durch Wassem
Eklims Abstaubertor nach einem Lattentreffer zum Ausgleich (15.), dem sechs
Minuten später Tufan Orhans Kopfballtor zum 2:1 folgen sollte (21.).
Gencler nun klar Herr im Krückaustadion, doch kurz nach der Pause muckten
plötzlich die Gäste auf, als Lion Poetsch mit großen Schritten über rechte Seite
stratzte, Schlussman Osman Ucan die Kugel nicht ganz abwehren konnte und Jonas
Neumann aus der Mikro-Distanz den überraschenden Ausgleich herstellte (48.).
Hinzu ließen die Jungs in schwarz auch noch die perfekte Chance auf die erneute
Führung aus, schob der eingewechselte Sercan Meric das Leder auf Steckpass T.
Orhan vollkommen einsam am Tor vorbei (55.).
Gut, dass man aber dranblieb und durch ein Kontertor von Außenspieler Nidal
Topal schließlich doch wieder in Front ging (57.).
Der Gefahr eines erneuten Führungsverlusts baute Gencler diesmal deutlich
besser vor, nutzte Labinot Ahmeti seine zweite Chance, nachdem er im ersten
Anlauf noch an SuS-Goalie Klaas Horender gescheitert war, zum 4:2 (64.).
Der 5:2-Endstand ging wiederum auf das Konto eines Waldenauers: Emil Thermann
Cande lautete der unfreiwillige Urheber eines Treffers der Marke „Gurkentor“
(84.).
Die Elmshorner bewahrten sich somit die guten Aussichten auf Rang drei, der in
Abstufung der besten Tabellendritten (höchster Punkteschnitt) eventuell noch
zum Nachrücken in die Kreisliga langen könnte, müssen aber nun vorzeitig damit
leben, dass die vielen Tore Rückstand auf Cosmos II (23) endgültig zu viele
sind.
Für SuS Waldenau ist eine Saison mit mehr Tiefen als Höhen unterdessen schon
vor dem spielfreien Finalspieltag auf Rang zwölf von 13 beendet. Eine leistungsgerechte
tabellarische Einordnung.
Tore: 0:1 Saiti (8. Neumann),
1:1 W. Eklim (15.), 2:1 T. Orhan (21. Preda), 2:2 Neumann (48. Poetsch), 3:2
Topal (57.), 4:2 Ahmeti (64. Bas), 5:2 Thermann Conde (84. W. Eklim)
Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen)
Zuschauer: 30
|
Pl |
Mannschaft |
Sp |
S |
U |
N |
Tore |
Diff |
Pkt |
|
01 |
TSV Sparrieshoop |
23 |
17 |
4 |
2 |
72:30 |
42 |
55 |
|
02 |
SC Cosmos Wedel II |
24 |
15 |
2 |
7 |
92:49 |
43 |
47 |
|
03 |
Gencler Birligi Elmshorn |
23 |
13 |
5 |
5 |
61:41 |
20 |
44 |
|
04 |
TSV Holm |
23 |
13 |
2 |
8 |
68:49 |
19 |
41 |
|
05 |
Hetlinger MTV II |
23 |
12 |
3 |
8 |
63:55 |
8 |
39 |
|
06 |
TSV Seestermüher Marsch |
23 |
10 |
6 |
7 |
59:48 |
11 |
36 |
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