Posts mit dem Label Kreisklasse B4 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kreisklasse B4 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. April 2024

Spielbericht TSV Stellingen 88 II - TSV Wandsetal IV

Überlegener Positionstausch
Wandsetal-Vierte überrollt den Tabellen-Nachbarn

Was bewegt den neutralen, unbeteiligten Zuschauer, sich am ersten April-Sonntag des Jahres das Duell Elfter gegen Zwölfter der Kreisklasse B4 zu geben? Die strahlende Frühlingssonne? Das Holzbüdchen mit Speis und Trank an der Vogt-Kölln-Straße? Vielleicht aber auch die Aussicht auf sieben Treffer, die im Durchschnitt fallen, wenn die Reserve des TSV Stellingen 88 und die Vierte des TSV Wandsetal gegen den Ball treten.
Alle 13 Minuten fällt somit statistisch ein Tor, was heuer mit 0:1 nach deren 14 nur minimal überschritten wurde. Auf Zuspiel Burhanidin Moradis netzte Muhamad Muhamadi zentral vor dem Gehäuse rechtsunten ein.
Absolut unterdurchschnittlich dagegen der lethargische Auftritt des TSV, der zwar physisch durchaus Zweikampfpräsenz bewies, am Ball aber kaum einmal ins Kombinieren kam. Entweder mangelte an aktiven Anspielstationen oder an der nötigen Ballverarbeitungstechnik. Kein Wunder also, dass Phillip Dittmers Schuss aus der zweiten Reihe, direkt auf Schlussmann Jawad Sarwari (16.), keine echten Nachahmer fand. 
Anders verhielt es sich da auf der Gegenseite. – Vor allem, wenn der umtriebige Muhamadi am Werk war. Mit Risiko drosch er von der Strafraumgrenze aus drüber (20.), wohingegen sein Versuch mit links etwas verzogen rechts daneben ging (22.).
Auch Kapitän Mostafa Sarwari erging es nicht wirklich besser: Im direkten Duell mit Torben Leßmann blieb der abtauchende Torhüter Sieger (27.).
Chancenlos zurück blieb der Handschuhträger dafür kurz darauf, als seine Vorderleute zugriffslos beobachteten, wie sich die Gäste problemlos durchs Mittelfeld zu Muhamadis 0:2 passten (31.).
Ein gebrauchter Tag für die im Hinspiel noch mit 7:3 triumphierenden Hausherren, denen auch Hälfte zwei keine Besserung in Aussicht stellte.
Nicht einmal drei Minuten war die Murmel wieder am Rollen, da köpfte sie Saman Feyzikaftarodi im Rahmen eines Eckstoßes alleingelassen zum 0:3 ins Netz (48.).
Mit viel Physis erkämpfte sich Dittmer immerhin mal eine spitzwinklige Schusschance (57.), doch heute sollte es einfach nicht der Tag der Blau-weißen sein.
Stattdessen schlug erneut die Kombo vom 0:1 zu: B. Moradi in den Lauf von Muhamadi und schon stand es 0:4 (78.).
Dem Spielstand entsprechend cooler hätte der Dreifachtorschütze sicherlich agieren können, anstatt im Mittelfeld ordentlich hinzulangen. Die entstandene Hektik konnte der junge Schiedsrichter allerdings mit stoischer Gelassenheit und „Gelb“ für Muhamadi (die einzige Karte im Spiel) lösen (81.) und der Fokus wanderte zurück aufs Spielgeschehen, dem ein Zusammenspiel der Sarwaris die letzte erwähnenswerte Episode schenkte. Mit viel Dynamik und Gegnerdruck schickte Mojtaba Kapitän Mostafa steil, sodass auch dieser flach an den Füßen des Tormanns vorbei zum 0:5-Endstand einschob (87.).
Der verdiente Lohn für das afghanische Team aus Hinschenfelde: Der Platzierungstausch in der Tabelle und die Aussicht darauf, nach 30 Spielen (als einzige B-Klasse ist die 4 noch mit 16 Mannschaften vollständig) einstellig abzuschließen.

Tore: 0:1 Muhamadi (14. B. Moradi), 0:2 Muhamadi (31. Haidari), 0:3 Feyzikaftlaredi (48. Mostafa Sarwari), 0:4 Muhamadi (78. B. Moradi), 0:5 Mostafa Sarwari (87. Mojtaba Sarwari)

gelbe Karten: keine – Muhamadi

Schiedsrichter: Arthur Erik Schreiber (SC Sternschanze, Note 2)

Zuschauer: 15



Freitag, 10. November 2023

Spielbericht SC Condor Hamburg IV - Hummelsbütteler SV

Ein Thriller bis das Licht ausging
Irres Anti-Spitzenspiel: rekordverdächtiges Condor IV verspielt 6:1-Führung  

Es ist schon eine knietiefe Suche in den Untiefen Archiv-Statistiken des Hamburger Fußballverbands nötig, um eine ähnlich desaströse Konstellation vor einem Herrenspiel im Ligabereich zu finden.
Null Punkte – 17:243 Tore (SC Condor IV) empfingen minus 2 Punkte – 20:89 Tore (der Hummelsbütteler SV war gegen Spitzenteam BU VI nicht angetreten und erhielt folglich einen Drei-Punkte-Abzug) zum Anti-Spitzenspiel des HFV-Bereichs im Rahmen der Kreisklasse B4 – der niedrigsten Spielklasse.
Und tatsächlich machte es den Anschein, als würden sich die ausnahmsweise einmal nicht in Unterzahl besetzten Raubvögel zum Hinrundenabschluss den lang ersehnten Dreier krallen.
Mit etwas Glück ins beidseitig intensiv geführte Match gestartet, dass Schiedsrichter Sven Trumpf ein Abstaubertor des HuSV wegen Abseits nicht anerkannte 5.), ging man selber durch einen beherzten Lauf von Jarmo Drobar über links und dessen Abschluss ins obere Eck mit 1:0 in Front (10.).
Ein positives Setting, das auch der Ausgleich (Elias El Khoutari nutzte bei einer Lehmann-Ecke seine Lufthoheit zum Kopfballtor, 20.) nicht trüben konnte.
Eigengewächs Haddi Gondal vergoldete einen Ballgewinn von Anil Garb mit dem zentralen 2:1 (25.), ehe Garb auch das 3:1 im Querlegen vorlegte. Diesmal war es der mitgeeilte Dominik Alavanja, der das Leder über den Strich grätschte (37.).
Und weiter gingen die Condor-Festspiele mit Gondals Ecke, die Masir Habibi alleingelassen zum 4:1-Halbzeitstand einnickte (45.).
Unfassbar, wie einfach es dem Vorletzten hier im Strafraum gemacht wurde!
Nicht weniger simpel war es vier Minuten nach der Pause für Gondal, vier Mann plus Torwart mit der Murmel am Fuß aussteigen zu lassen und sie anschließend als fünftes SCC-Hurra hinein zu bugsieren (49.). Keine 120 Sekunden später machte Alican Anilir das halbe Dutzend per Kontertor voll (51.).
Und das, obwohl sich die Gäste direkt davor einmal wieder lebend meldeten. Paul Göppert hatte von halblinks Bekanntschaft mit dem Pfosten gemacht (50.), bevor es auf der anderen Seite wieder Saures für die Elf von Ulrich Hari setzte.
Das einzig Gute für sie an diesem Freitagabend: Es war noch genug Zeit für fünf eigene Treffer. Den Ersten gab es wiederum nur Augenblicke danach. Patrick Lehmanns Freistoß vermochten Condor nicht so recht zu klären, sodass wieder EL Khoutari zur Stelle war (53.). Ebenso noch vor der Stundenmarke, als er eine Ballbesitzphase aus 20 Metern unter Mithilfe einer Flutschfinger-Aktion des Tormanns mit dem 6:3 abschloss (58.).
Plötzlich ging hier ja doch etwas, für die Grünen, denen Muhamed Tandogans lockeres Einschieben just noch weiteren Aufwind verlieh (62.).
An Chancen, wie Leonardo Moderno Alves´ Außenpfostenschuss (66.) mangelte es in der Folge nicht. Nur verrann mit jeder vergebenen Möglichkeit wertvolle Zeit auf dem Weg zum Ausgleich, den Tandogan auf Flanke des omnipräsenten Patrick Lehmann am kurzen Pfosten mit 6:5 noch einmal so richtig greifbar machte (88.).
Condor unterdessen verpasste durch Gondal und dessen erneutes Solo das vorentscheidende siebte Tor (90.).
So hieß es also weiter zittern bis zum Ende, was in diesem verrückten Kick (in dem Pyrotechnik am Spielfeldrand natürlich nicht fehlen durfte) natürlich nicht gut gehen konnte. Lehmanns Eckstoß konnte ein weiteres Mal nicht sachgerecht entschärft werden, woraufhin El Khoutari seine langen Gräten mit chirurgischer Präzision zum Stocher-Tor einsetzte – 6:6 am Berner Heerweg (90.+5)!!!
Schluss war damit aber immer noch nicht. Beiden Seiten war anzumerken, dass sie den Lucky-Punch forcierten – bis plötzlich um Punkte 21:30 Uhr das Licht ausging…
Achteinhalb Minuten war man da über die Zeit, die an diesem vogelwilden Abend, wie im Flug verging. Was davon übrig blieb: Der erste Punkt für die nun 249 Gegentore schweren Condoraner, die damit zumindest nicht vom HuSV mit seinem weiterhin in den Miesen stehenden Punktekonto überholt wurden. Dem Frust über Verlust des doch schon sicheren Sieges gebot dies allerdings nicht ansatzweise Einhalt.

Tore: 1:0 Drobar (10.), 1:1 El Khoutari (20. Lehmann), 2:1 Gondal (25. Garb), 3:1 Alavanja (37. Garb), 4:1 Habibi (45. Gondal), 5:1 Gondal (49.), 6:1 Anilir (50. Habibi), 6:2 El Khoutari (53. Lehmann), 6:3 El Khoutari (58. Göppert), 6:4 Tandogan (62.), 6:5 Tandogan (88. Lehmann), 6:6 El Khoutari (90.+5, Lehmann)

gelbe Karten: Habibi, Junker, Dreßler – El Khoutari, Schlünzen, Klein, Steinberg

Schiedsrichter: Sven Trumpf (1. FC Hellbrook, Note 2,5)

Zuschauer: 80


Plötzlich wurde es dunkel...



Freitag, 7. April 2023

Spielbericht SV Barmbek II - GW Eimsbüttel V

Solimans Blitzstart reicht nicht aus
Nur 1:1 - SV Barmbek II verpasst den Sprung über den Strich

Enttäuschte Mienen hüben wie drüben. 1:1 trennten sich die Reserve des SV Barmbek und Grün-weiß Eimsbüttel V im Verfolgerduell der Kreisklasse 4. Ein Remis, das beide Teams nicht näher an den aufstiegsbringenden Platz 5 heranführte.
Gute Karten, diesen vom FC Underground zu erobern, hatten zunächst die Gastgeber, die mit Yunes Solimans 1:0 einen echten Blitzstart am Karfreitag hinlegten (2.). Von halbrechts bahnte sich sein gar nicht einmal so kraftvoller Abschluss seinen Weg ins Eckige.
Mehr geschah dann aber erstmal nicht. Der SVB probierte es wiederholt mit langen Bällen auf den kantigen Yasin Ersöz, der am vorigen Wochenende noch alle drei Treffer zum 3:0 gegen den TSV Stellingen II beisteuerte. Heuer machte ihm die gut sortierte GWE-Defensive im Kollektiv den Garaus.
Eigene Beiträge generierten die Gäste, die sich Stück für Stück auf dem nicht mehr gewohnten Grandplatz akklimatisierten, herzlich wenige. Niklas Paskerts Kopfball, den der SVB vor der Linie geklärt bekam (37.), fand nicht viele Vor- oder Nachahmer.
Im zweiten Abschnitt ging es da schon schmissiger zu. Kapitän Felix Robbers zwang Heim-Schlussmann Max Schulz zum spektakulär anmutenden Übergreifen (54.). Schön gemacht vom Torsteher, der beim fälligen Eckstoß jedoch kein gutes Timing bewies, sodass Patrick Bode aus überschaubarer Distanz zum 1:1 einnicken konnte.
So richtig all-in wollte im weiteren Verlauf keiner der Kontrahenten gehen. Ein Duell mit vielen Mittelfeldzweikämpfen stellte sich ein, bis in der Schlussphase noch einmal die Gastgeber konkret wurden.
Soliman bekam bei einer Yavuz-Ecke nicht genug Druck hinter seinen Kopfball (86.) und Yavuz selber fehlte bei seiner Schusschance in der Nachspielzeit ein wenig zum späten Siegtreffer (90.+2).
Also blieben beide Mannschaften am Ende unglücklich auf dem roten Rasen zurück.
Die Eimsbütteler spielen nun bei acht Zählern Rückstand auf Rang fünf keine Rolle mehr im Kampf um die Kreisklasse A, während die Truppe um Spielertrainer Grant Kendon Sharka, seit dessen Amtsantritt vor etwas mehr als einem Jahr eine Kaderveränderung auf 27 Positionen stattgefunden hat, noch ein Nachholspiel gegen den Walddörfer SV III in der Hinterhand hat. Ein Sieg in diesem erneuten Heimspiel und man wäre vorerst am FC Underground vorbeigezogen.

Tore: 1:0 Soliman (2.), 1:1 Bode (54.Awadalla Alemam)

gelbe Karten: Ersöz, Kendon Sharka, Yavuz – Varnhorn, Beyer

Schiedsrichter: Francisco Serwas (HSV Barmbek-Uhlenhorst, Note 1,5: überzeugte besonders mit einer starken Laufleistung und prägnanter Kommunikation)

Zuschauer: 30




Sonntag, 31. Juli 2022

Spielbericht TSV Stellingen 88 II - Niendorfer TSV VII

TSV-Reserve ohne Wumms: NTSV VII triumphiert
Neue Siebte gewinnt verdient beim TSV Stellingen 88 II

Drei Zähler zur Punktspielprämiere hat sich die neu formierte siebte Herren des Niendorfer TSV am ersten Spieltag der Kreisklasse B4 an der Vogt-Kölln-Straße unter den Nagel gerissen.
Bei der Reserve des TSV Stellingen hatte sich das Team um Spielertrainer David Stube rasch als die spielstärkere Elf herausgestellt.
Aufwind gab da sicher das frühe 0:1, das Anton Serikov aus einem 18-Meter-Freistoß generierte (5.).
Munter spielte man mit der Führung im Rücken nach vorne, vergaß nur, das 2:0 nachzulegen. Der auffällige Niklas Nack musste sich TSV-Fänger Torben Leßmann geschlagen geben (6.), während Milad Bork auf Flanke Nacks verfehlte (20.).
Die Platzherren ließen sich derweil 33 Minuten Zeit, ehe Alexander Wild einmal für einen fliegenden Jesper Trzeciok zwischen den NTSV-Pfosten sorgte. Ebenso der eingewechselte Lasse von Maltitz, dem hier ein wenig der Wumms verlorenging (61.).
Nachdem wiederum die Niendorfer einen stilisierten Spielzug mit den Protagonisten Serikov, Nack und Stube nicht ins Ziel brachten (67.) und Stube wenig später auch aus der zweiten Reihe glücklos blieb (76.), richtete es schließlich der schön freigespielte Niclas Dahm, der von halbrechts mir rechts zum 0:2 vollendete (78.).
Thema durch, oder? Von wegen! Denn nachdem Stube, der in der Schlussphase wegen eines Krakow-Einsteigens angeschlagen raus musste, nur den Pfosten erwischte (81.), meldete sich das Heimteam noch einmal anwesend.
Carlos Dos Santos Cabrals Abseitstor erinnerte fünf Minuten vor Ultimo an die Fragilität des Spielstandes, den von Maltitz unter Mithilfe des abfälschenden Simon Conrad tatsächlich auf 1:2 verkürzte (89.).
Am Ende nur noch Ergebniskosmetik, denn eine wuchtige Schlussoffensive brachten Mats Krakow und Co letztlich nicht mehr auf die Platte.
Freude bei den siegreichen Bondenwaldkickern, die am kommenden Wochenende mit Rückenwind in das Heimspiel gegen die ebenfalls neugegründete achte Herren des SC Victoria um den aus gesellschaftlich hoch relevanten Gaming-Streams bekannten Maximilian Stemmler alias Trymacs gehen.

Tore: 0:1 Serikov (3., direkter Freistoß), 0:2 Dahm (78.), 1:2 von Maltitz (89. Krakow)

gelbe Karten: Krakow, Dos Santos Cabral – keine

Schiedsrichter: Son Tung Nguyen (FC Hamburg)

Zuschauer: 20




Sonntag, 3. Oktober 2021

Spielbericht SC Victoria Hamburg VII - Rissener SV III

Internationales Scheibenschießen
Vicky 7 zerlegt Rissens kickenden Kindergarten zweistellig

Tore satt bekamen die wenigen Zuschauenden, die den Weg am frühen Sonntagabend an den Lokstedter Steindamm gefunden haben, zu sehen, passierte das Spielgerät die Torlinien im Kreisklasse B-Match zwischen Victoria 7 und der Drittvertretung des Rissener SV gleich 18 Mal.
Im Duell der Tabellennachbarn der Staffel 4 läutete ein berechtigter Strafstoßpfiff (RSV-Schlussmann Ben Breuer kam gegen Catalin Deac klar zu spät) das freudige Scheibenschießen ein. Zwar parierte Breuer den schwachen Versuch Daniel Obersterescus, doch gegen den Nachschuss war schließlich kein Kraut gewachsen (5.).
Vicky, das 2020 aus der Freizeitligatruppe des FC Internationals hervorging, richtete sich in Folge gemütlich in der gegnerischen Hälfte ein und kombinierte dabei streckenweise äußerst ansehnlich. So bereiteten Obersterescu und Philipp Wilhelmi das 2:0 durch Deac per Doppelpass über rechts vor (13.), ehe Erlend von Krogh bei seinem Assist für Wilhelmi über die linke Seite kam (14.).
Der nächste Doppelschlag (von Krogh, 18. & Alejandro Castellote Garcia, 19.) ließ da nicht lange auf sich warten.
Ein bitterer Abend zeichnete sich ab für die Gäste vom Marschweg, denen besonders die angebrochenen Herbstferien zu schaffen machten. Fast alle Spieler wären noch für die A-Jugend spielberechtigt – nur nicht Trainer Sven Stohn, der sich aus Mangel an personellen Alternativen kurzerhand selbst aufstellte. Immerhin feierte der Übungsleiter, der diese Mannschaft seit der C-Jugend anführt, sein eigenes Comeback auf der grünen Wiese gemeinsam mit seinem Sohn Nick, der wiederum erst per Lupfer nach Ballverlust SCV (21.) und dann mit einem Traumtor aus der Distanz in den Winkel (28.) offenbar fruchtreiches Torschusstraining bewies.
Dafür blieb die Defensivvorstellung des RSV weiter vogelwild. Wilhelmi (29.) und von Krogh (38.) hatten vor dem Tor ihren Spaß dabei.
Das letzte Wort vor der Pause hatte jedoch noch einmal der 18-jährige N. Stohn aus der zweiten Reihe – wieder ein perfekter Schuss zum 7:3-Halbzeitstand (43.)!
Und weiter ging die wilde Fahrt: Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte erneut von Krogh auf 8:3, woraufhin Dominic Bebenroth postwendend auf 8:4 verkürzte (48.).
Ansonsten blieb es bei der klaren Überlegenheit der „Internationals“, die sich mit zunehmender Spieldauer über immer mehr Raum für offensive Überzahlsituationen freuten.
Oft langte schon ein steiler Ball in die Schnittstelle und schon tauchten die Hausherren beispielsweise in Person des doppelt als Joker erfolgreichen Florentin Masurat (56. & 76.) vor dem Tor des bemitleidenswerten RSV-Fängers auf.
Weitere Treffer durch Castellote Garcia (66.), Baris Arslan (70.), Obersterescu (85.) und schließlich Wilhelmi (86.) machten den skurrilen Endstand von 14:4 perfekt.
Zur Belohnung zog die Elf um Spielertrainer Kaspar Hagedorn zum Abschluss des fünften Spieltags am heuer deutlich geschlagenen Gegner auf Rang sieben vorbei.

Tore: 1:0 Obersterescu (5. Strafstoßnachschuss, Breuer an Deac), 2:0 Deac (13. Wilhelmi), 3:0 Wilhelmi (14. von Krogh), 4:0 von Krogh (18. Brügge), 5:0 Castellote Garcia (19. Brügge), 5:1 N. Stohn (21.), 5:2 N. Stohn (28.), 6:2 Wilhelmi (29. von Krogh), 7:2 Moltchan (38. von Krogh), 7:3 N. Stohn (43. Brügge), 8:3 von Krogh (46.), 8:4 Bebenroth (48.), 9:4 Masurat (56. Deac), 10:4 Castellote Garcia (66. Moltchan), 11:4 Arslan (70. Castellote Garcia), 12:4 Masurat (76.), 13:4 Obersterescu (85.), 14:4 Wilhelmi (86. von Krogh)

beste Spieler: Wilhelmi, Obersterescu – N. Stohn

Schiedsrichter: Michael Vega (Hamburger SV)

Zuschauer: 10

besonderes Vorkommnis: Moltchan (SC Victoria) scheitert mit Foulstrafstoß an Breuer (45. Hesselmann an Obersterescu).

 

Samstag, 21. April 2018

Spielbericht SC Sternschanze VI - SV UH Adler IV

Dynamisches Duo stolpert Schanze VI zum Sieg
2:0 gegen UH Adler IV trotz schwachem Heimauftritt  

Definitiv keine Schönheitspunkte, aber freilich drei im Kampf um die Meisterschaft der Kreisklasse B4 machte die Sechste des SC Sternschanze gegen das Mittelfeldteam von UH Adler IV im gefühlten April-Sommer klar.
Vorkämpfer und Torbeteiligter: Anton Morlock (m.).
Großen Anteil daran, dass ein weitgehend unterdurchschnittlicher Auftritt der Schanzer dennoch siegreich verlief, hatte in den entscheidenden Szenen ein Mann von der Bank: Oskar Haase, der erst Anton Morlocks erlösendes 1:0 nach etwas mehr als einer Stunde vorbereitete und kurz vor Ultimo selber einen dynamischen Morlock-Service über rechts zum 2:0-Endstand verwertete.
Ansonsten bestätigte sich der Eindruck, dass dem jungen Schanzen-Team über die Saison doch ein wenig die Leichtigkeit aus den ersten überzeugenden Saisonspielen abhandengekommen ist.
So konnten die Blau-roten froh sein, dass sich der Widersacher von der Beethovenstraße als höchst torungefährlich herausstellte.
Nicht eine einzige echte Torchance sollte er in den 90 zum Teil hitzig, vor allem im Verbalen, geführten Minuten zustande bringen.
Umso willkommener wäre da ein definitiv berechtigter Strafstoß gewesen, nachdem SCS-Fänger Hannes Meier erst eine Fischer-Flanke falsch berechnete und dann den richtig spekulierenden Jan Wiese ummähte (29.). Der Pfiff blieb aber aus und weil UH trotz eines couragierten Auftritts einmal mehr an seiner Offensivnot scheiterte, schickten die Herren Morlock und Haase die Uhlenhorster mit ihren beiden Treffern punktlos nach Hause.

SC Sternschanze VI: Meier – Schecker, Schuleit, Hartmann – Orth, Emig – Morlock, Reller, Mahns – Dahaba, Shamo Haji, eingewechselt: Holst, Haase, Kutschke, Trainer: Benjamin Zickelbein

Tore: 1:0 Morlock (65. Haase), 2:0 Haase (86. Morlock)

Gelbe Karten: Hartmann, Kutschke – keine

Schiedsrichter: Hans-Jürgen Hamerich (Eimsbütteler TV, Note 4,5)

Zuschauer: 25

Samstag, 12. August 2017

Spielbericht FC St. Pauli VII - SC Sternschanze VI

Spitzenplatz trotz Schlendrian behauptet
Schanze VI im Spitzen-Derby erstmals gefordert

Zwei Spaziergängen in der Liga folgte der erste Prüfstein.
Erstmalig in der Kreisklasse B hatte die sechste Mannschaft des SC Sternschanze ordentlich an einem Widersacher zu knabbern, brachte erst ein spätes Kontertor von Hendrik Mahns Gewissheit über den Sieg im Duell der punktgleichen (beide jeweils sechs) bei St. Pauli VIII.
Zuvor hatten die eigentlich gut gestarteten Schanzer ordentlich zu bangen.
Oskar Haase brachte sie mit links aus der zweiten Reihe früh in Front (2.), Max Kutschke erhöhte der Mitte der ersten Hälfte vom Punkt, nachdem Dennis Kieschke gegen den enteilten Louis Zupanic nicht ganz exakt grätschte.
Alles klar für den Spitzenreiter, doch St. Pauli setzte aus seiner defensiven Fünferkette heraus immer wieder gefährliche Nadelstiche.
Gerade nach der Hereinnahme der Offensivmänner Ole Szabo und Eric Staats, die in genau dieser Reihenfolge sofort Torgefahr stifteten.
Erst zielte Szabo nach Stahlberg-Freistoß am zweiten Pfosten knapp drüber (29.), dann zischte Staats´ Rechtsschuss von halbrechts um Haaresbreite vorbei (33.).
Leo Stahlbergs verkürzendes Strafstoßtor (Gegentor Nummer eins für den SCS) beim Festival der Strafraumgrätschen (in diesem Fall schickte Kapitän Ole Schecker seinen Widersacher in die Horizontale) kam daher nicht auf leisen Sohlen.
Dementsprechend rassig ging es in diesem engen Kick an der Feldstraße zu.
Teilweise auch über den Rand des Erlaubten hinaus, wie bei Cedric Hubers Luftkampf gegen Ole Szabo, der mit einem weitergeleiteten Ball zur perfekten Vorlage für den eingewechselten Mahli Shamo Haji wurde.
Unter berechtigten Protesten der Gastgeber netzte der im Juni erst volljährig gewordene Kreisklasse-Debütant dennoch ein – 1:3 nach 54 Minuten!
Die Kiezkicker steckten aber weiter nicht auf, spürten, dass der SCS ohne wichtige Figuren wie Paul Reller, Anton Morlock oder den zeitig zerrungsgeplagt ausgeschiedenen Maximilian Hartmann definitiv zu knacken war, zumal Blau-rot selbst auch noch einige Unkonzentriertheiten ins Spiel einbaute.
Eine solche bestrafte Szabo mit dem erneuten Anschlusstreffer in die lange Ecke (63.).
Der Ligaprimus wankte in der Folge, kam aber nicht zu fall.
Unter anderem, weil die Braunen eine Doppelchance für Eric Staats und Steven Richter ungenutzt ließen. Unkonventioneller Retter in dieser Szene: der stets polarisierende Hannes Meier, der aufgrund von Materialchaos seitens seiner Mannen im gestreiften Auswärtstrikot der St. Paulianer mit der Rückennummer neun auflief.
So ein richtiger Neuner mit Treffsicherheit hätte der Siebten unter den Augen der Staffelkonkurrenz von Wespe II freilich gutgetan.
So kam es wie es in solchen Fällen einfach kommen muss, führte zwei Minuten vor Ultimo ein eigener Eckball zum gegnerischen Überzahlkonter, den mit Hendrik Mahns (28) ein alter Haudegen zur gefühlvollen 2:4-Entscheidung über den herauskommenden Torsteher vollendete.
St. Paulis leidenschaftlicher Kampf blieb also in der Endabrechnung unbelohnt, während Lasse Brandt und Co nun gewarnt sein dürften: auf die leichte Schulter darf man seine Konkurrenten auch als überdurchschnittlich talentiertes Team in der Kreisklasse B keinesfalls nehmen!

FC St. Pauli VII: Sanders – Oberacker, Dietz, Geertz, Perk, Kieschke – Lichtenberg, Stricker – Richter, Stahlberg, Kuster, eingewechselt: Szabo, Staats, Trainer: Amin Bargui

SC Sternschanze VI: Meier – Hartmann, Günl, Dahaba – Brandt, Huber – Zupanic, Emig, Kutschke – Schecker, Haase, eingewechselt: Mahns, Shamo Haji, N. Azizi, Komatsu, Spielertrainer: Hendrik Mahns (i.V.)

Tore: 0:1 Haase (2.), 0:2 Kutschke (24. Foulstrafstoß, Kieschke an Zupanic), 1:2 Stahlberg (36. Foulstrafstoß, Schecker an Richter), 1:3 Shamo Haji (54. Huber), 2:3 Szabo (68.), 2:4 Mahns (88.)

Gelbe Karten: Stahlberg, Geertz, Staats – Meier, Brandt

Schiedsrichter: Felix Kuhr (SC Teutonia 10, Note 4,5)

Zuschauer: 20
In dieser Szene voll bei der Sache: SCS-Kapitän Ole Schecker gegen St. Paulis Steven Richter