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Samstag, 20. Juni 2026

Spielbericht FC Union Tornesch 2.C - SV West-Eimsbüttel 1.C

Spielverderber in der Warteschleife
Wespe-2012er vermiesen Union den Aufstieg und hoffen nun selbst

Die Macher des Spielplans meinten es offenbar gut mit der Frühjahrsausgabe der U14-Bezirksliga 08, elektrisierte der letzte Spieltag noch einmal mit Spannung rund um den finalen Aufschlag in Tornesch. Die Losung am sonnenbeheizten Großen Moorweg: ein Sieg und die Gastgeber wären aufgestiegen, während auch Widersacher SV West-Eimsbüttel mit einem Dreier und Schützenhilfe auf anderem Platz direkt in der kommenden U15-Landesliga wäre.
Eine Konstellation, die den Rechenschieber auch auf dem Platz, in den Köpfen der Spieler, erkennen ließ. Die spielerische Handbremse angezogen, die Zweikämpfe dafür umso intensiver. Irgendwie fast logisch, dass das Tor per Standard fiel, als Lionel Wendlandt eine Ecke zum 0:1 für Wespe verwertete. Die Quittung für Union, dass man aus der optisch etwas besseren Performance zuvor kein Kapital schlug.
Und das hinterließ Spuren, häuften sich bei den Blauen fortan die kleinen Unzulänglichkeiten, während die Gäste nun ihre Druckphase gestalteten. Einige Eckstöße, noch mehr Abseitspfiffe und ein satter Wendlandt-Versuch, knapp vorbei (34.), markierten allerdings das höchste der weiteren Gefühle, die auf der anderen Spielfeldhälfte nochmal ins Zittern umschlagen sollten, als Noah Sommer den zweiten Ball einer Ecke zum gefährlichen Abdruck mit rechts nutzte und damit nur knapp aus der zweiten Reihe verfehlte (35.+2).
Abzuschreiben war die Elf von Trainer Manuel Orhan also auf keinen Fall, doch auch der jetzt etwas mutigere Auftritt mündete nicht in exorbitanter Torgefahr. Nach feiner Vorarbeit durch Christiano Matti über links knisterte es dennoch einmal richtig im Wespe-Sechzehner, nur zögerte Mats Löhndorf viel zu lange mit dem Abschluss, der letztlich, von Luke Gerritsen geblockt, im Tor-Aus landete (49.).
Das Team in weiß wiederum verpasste es unterdessen, den besten ihrer gerne bemühten Umschaltangriffe gen Tiefe ins Ziel zu bringen, zischte Gerritsens Versuch auf Zuspiel Liam Gukalins nur um ein Stückchen links vorbei (45.). Ebenso zum Einläuten der Schlussphase (60.), in der Union natürlich nochmal in das zwei-Tore-Wunder zur Landesliga investierte. Die Waffen blieben dabei aber weiter zu stumpf, um den aufmerksamen Nick Helms zwischen den Wespe-Pfosten zu überwinden.
Das „Endspiel“ verloren – der Aufstiegstraum geplatzt! Eine gute Saison, inklusive Gewinn der eigenen Vorrundenstaffel, geht daher letztlich als unvollendet in die Mannschaftshistorie der Union-2012er ein. Das anschließende Abschlussgrillen auf dem Gelände des Torneums schmeckte den Beteiligten da schon deutlich besser als das sportliche Abschneiden.
Der Spielverderber aus Hamburgs Stadtteil Stellingen bleibt der dritthöchsten Klasse auf HFV-Ebene wohl ebenfalls erhalten. Weil der Harburger SC zeitgleich beim SV Rugenbergen nichts anbrennen ließ (1:6) und sich damit sogar zum Meister (22 Punkte) vor dem SV Groß Borstel (21) und dem FC Alsterbrüder (20) krönte, steht am Ende der undankbare vierte Platz – einen Zähler vor den Jungs aus Tornesch (18).
So steht Wespe ungeduldig in der Warteschlange für die Promotion, die nur durch eine nicht-Meldung eines Kontrahenten oberhalb der Bezirksliga am grünen Tisch einträte.

Tore: 0:1 Wendlandt (24.)

Schiedsrichter: Tim Brinke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 80

Symbolbild: Wespes Luke Gerritsen (rechts) stört Christian Becker beim Kopfball.







Donnerstag, 30. Juni 2022

Spielbericht SC Victoria Hamburg 2.C - TuS Germania Schnelsen 1.C

Rollentausch bei der Meisterfeier
Lindroth und Sherman bringen Landesligaaufsteiger Victoria auf Kurs

Nach dem Abpfiff gab´s kein Halten mehr! Ein halbes Jahr nach der sportlichen Bankrotterklärung im direkten Duell um die Landesliga gegen den SC Alstertal/Langenhorn (0:5) und dem damit verbundenen Aufenthalt in Hamburgs Drittklassigkeit des Jahrgangs 2008 hat sich der SC Victoria standesgemäß aus dieser Verabschiedet.
Ein überlegenes 5:0 malten die Blau-gelben am letzten Tag der Saison 2021/2022 aufs Kunstgrün im Stadion Hoheluft.
Dort hatte es bei schmerzender Hitze eine Weile gedauert, bis das Visier richtig eingestellt war. Gegen ein Team von Germania Schnelsen, das diesmal nicht so naiv nach vorne verteidigte, wie beim 10:2 der ansonsten verkorksten Herbstserie, vereitelte Germanen-Fänger Tobias Baltzer einen Lindroth-Treffer (6.), während ihn bei Versuchen Arthur Richards (25.) und Ben Reinholz Querstange und Abseitspfiff zur Hilfe eilten.
Erwähnter Max Lindroth war es schließlich, der in Minute 33 endlich für Zählbares sorgte, lochte er eine Sherman-Ecke überraschend unbewacht zum 1:0 ein.
Umgekehrte Rollen nur Augenblicke danach. Diesmal schickte der Kapitän Miles Sherman per Steckpass auf die Reise gen 2:0 (34.), dem man mit einem Rollen-Rücktausch sogar noch vor Ablauf der durch zwei Trinkpausen extralangen ersten Hälfte das sichere 3:0 hinterher legte (35.+4).
Vicky im Aufstiegspartymodus, dem nur einmal an diesem Sommerabend ein kleiner Kratzer drohte, als Noah Benoussan einmal beherzt mit der Kugel am Fuß durchstartete, auf dem Weg zum Tor aber Opfer der eigenen Unentschlossenheit wurde (40.).
Volles Selbstvertrauen strahlte dagegen Sherman aus, der seine Abschiedsvorstellung im Dress des SCV mit seinem zweiten Treffer zum 4:0 krönte (46.).
Gemeinsam mit dem pfeilschnellen Sherman zum Rahlstedter SC wechselt Noah Sierra, der sich ebenfalls zum Ausstand noch an einem Tor direkt beteiligte. Sein ergrätschter Ballgewinn war es, der Richards Hochschuss mit rechts einleitete (70.+3).
Dass Mia Meyer (Parade Baltzer, 60.) und Luis Meissner aus spitzem Winkel (65.) zuvor nicht getroffen hatten, war am Ende eines zwischendurch trotz der Einseitigkeit etwas ruppig geführten Matches nicht mehr von Belangen für den Meister der U14-Bezirksliga 03 Frühjahr. Die U15-Landesliga kann nach den Sommerferien kommen!
Ob der Tabellenvierte der Endabrechnung eine Perspektive für die kommende Saison (vermutlich weiter in der Bezirksliga) hat, steht dagegen in den Sternen. Einige Spieler schicken sich an, den ohnehin knappen Kader des TuS Germania in Richtung höherer Gefilde zu verlassen.

Tore: 1:0 Lindroth (33. Sherman), 2:0 Sherman (34. Lindroth), 3:0 Lindroth (35.+4 Sherman), 4:0 Sherman (46.), 5:0 Richard (70.+3 Sierra)

gelbe Karten: Meissner, Reinholz – Mohamad, Babahaji

Schiedsrichter: Marco Kopp (SC Sternschanze)

Zuschauer: 80