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Sonntag, 21. April 2013

Spielbericht FC ZaZa - Harburg Türksport

Nur der Hubschrauber sorgt für Spannung
Trotz mäßiger Leistung: Harburg Türksport heimst wichtigen Dreier ein

Frei nach dem Motto „Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss.“ Angelte sich das Team von Harburg Türksport die drei Punkte gegen die abstiegsbedrohte Elf des FC ZaZa, Der 19-jährige Harun Deliaci war es, der seine Farben in der 25. Minute per Rechtsschuss aus 21 Metern zum knappen 1:0-Erfolg schoss.
Dabei waren es die Gastgeber, die früh im Spiel die Führung auf dem Fuß hatten, als Kapitän Musab Akdag nach einem verlängerten Bulut-Service frei auf die Kiste zulief, jedoch an seinen Nerven und Kevin Schulz im Gäste-Gehäuse scheiterte (9.).
Ansonsten präsentierte sich der Erlebnisgrad der Begegnung in extrem spärlichem Gewand, bis ein junger Herr hastig auf Linienrichter Jan Rieper zulief und diesen darüber unterrichtete, dass der Platz schnellstmöglich für einen Hubschraubereinsatz geräumt werden müsse. Der entsprechende Drehflügler kreiste daraufhin zwar beharrlich über dem Hartplatz an der Slomanstraße, zu einer Landung kam es jedoch nicht. Nach zehn Minuten der Ungewissheit konnte der gewissenhafte Schiedsrichter Tobias Strauß (SC Eilbek) das Match schließlich wieder fortsetzen…
Auch im zweiten Abschnitt nahm die Spieldynamik nicht groß zu, was besonders den Gästen zu Gute kam, waren sie nun bestrebt, die drei wichtigen Punkte im Aufstiegskampf nach Hause zu bringen, während der FC ZaZa kein Rezept gegen die gut organisiere Türksport-Abwehr fand.
Und weil der eingewechselte Onur Tigit kurz vor Ultimo die große, selbst erkämpfte Chance zum 0:2 liegen ließ, indem er gegen ZaZa-Schlussmann Robert Karaqi den Kürzeren zog, musste der Spitzenreiter bis zum pünktlichen Abpfiff des Unparteiischen warten, ehe der Dreier in dieser fair geführten Partie nun gesichert war.
Durch den Sieg des Moorburger TSV am Sonnabend bleibt die Situation an der Tabellenspitze also unverändert: Harburg Türksport führt weiterhin mit sieben Punkten Vorsprung vor den Moorburgern, gegen die es am Dienstag im Nachholspiel geht, während der FC ZaZa nur noch zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz liegt.

FC ZaZa: Karaqi – B. Akdag, Bulut, Gün, Bozkus – Bogatekin – Temiz (71. Erat), Akan, Sürmeli, H. Cicek (55. S. Cicek) – M. Akdag, Trainer: Ömer Ünen

Harburg Türksport: Schulz – Oguz, Atas, A. Capa, Akyol – Suyer (46. Sahin), Kendir – Deliaci, E. Tigit (53. O. Tigit), M. Bayram – S. bayram (71. Jamli), Trainer: Nazim Capa

Tore: 0:1 Deliaci (25.)

Schiedsrichter: Tobias Strauß (SC Eilbek, Note 2)

Zuschauer: 30

Samstag, 8. Oktober 2011

Spielbericht SV RW Wilhelmsburg - FC ZaZa Hamburg

Ferizi ersetzt sie alle
Gala-Auftritt des Angreifers lässt RWWs Personalsorgen vergessen

Ahmet Kilic musste nach Spielende erstmal tief durchatmen. Felsbrocken fielen dem Coach des SV Rot-weiß Wilhelmsburg vom Herzen, nachdem sein Team den Rivalen FC ZaZa trotz übelster Personalprobleme mit einer reifen Vorstellung mit 4:1 vom Hof jagte.
Den besseren Beginn legten jedoch zunächst die Gäste hin. So war RWW-Keeper Ertegün Yildirim früh zum erfolgreichen Eingriff gegen Ramazan Gün aus 17 Metern gezwungen (3.).
Geklingelt hat es dafür auf der anderen Seite. Rot-weiß mit einem festgefahrenen Angriff, doch Kushtrim Ferizi machte per Linksschuss aus 24 Metern doch noch eine Erfolgsgeschichte aus der ersten eigenen Offensivregung (10.).
Verlass blieb unterdessen auch auf Goalie Yildirim, der wenig später einen Can-Kopfball entschärfte. Doch auch sein Gegenüber kann es auf der anderen Linie, ffischte Mehmet Öztürk einen Freistoß Erdal Kilic´ wunderbar aus dem Winkel.
ZaZa blieb für die zweite Hälfte gut im Geschäft und freute sich – nur kurz – über den vermeintlichen Ausgleich, den der eingewechselte Fahrettin Gönlüacik bei der Verarbeitung einer Akdag-Flanke unter klarem Handspieleinsatz, ähnlich wie einst Oliver Kahn anno 2001, erzielte (54.). Ein Schiedsrichter von der Qualität eines Markus Dahms (TuS Finkenwerder) lässt sich davon natürlich nicht täuschen. Ohnehin hatte der oberligaerfahrene Mann das brisante Türkisch/Kurdische Duell mit seiner konsequenten Ansprache überragend im Griff.
In völlig legaler Manier zeigte Christopher Bruhn, knapp vor Passieren der Stundenmarke, wie man es richtig macht. Ein schneller Konter über die linke Seite schaltete ZaZas Defensive aus, sodass Ferizi vor dem Tor nur noch querzulegen brauchte. Bruhn nahm dankend an und verdoppelte den Vorsprung der heuer ohne sieben abwesende Urlauber und einem Torhüter (Ibrahim Senol) im Feld agierenden Wilhelmsburger (59.).
Die Gäste wollten sich jedoch nicht aufgeben und verkürzten auf 2:1, als Onur Yayan einen Sürmeli-Freistoß unbedrängt im Strafraum im Strafraum einköpfen konnte (65.).
Zeit, die dritte Schlappe in Serie abzuwenden, war noch genug, doch zu oft schlichen sich Ungenauigkeiten ins Spiel des kurdischen Teams.
Stattdessen machte Rot-weiß nach Ferizis Eckball in Person von Bruhn alles klar (73.), um in der Schlussminute einen weiteren Bilderbuch-Konter, abgeschlossen zum 4:1 vom nicht zu bremsenden Ferizi, aufs rote Parkett am Rotenhäuser Damm zu legen.
Für Übungsleiter Ahmet Kilic ein Grund zur Freude: „Nach den ersten 20 Minuten haben wir heute ein richtig gutes Kampfspiel hingelegt. Es war sehr wichtig, nach dem Spiel gegen den Escheburger SV, wo wir allein in den ersten 23 Minuten fünf Riesenchancen auslassen und gegen nachher neun Mann verlieren, wieder einen Sieg zu schaffen. Ich bin sehr stolz auf meine ersatzgeschwächte Mannschaft!“.
Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Wochenende beim Kellerkind des DSC Hanseat würde RWW nicht nur den Trainer weiter stolz machen, sondern auch in Reichweiter zu den Plätzen an der Sonne der Kreisliga 4 gelangen. Der FC ZaZa hat dagegen mit Vatan Gücü die nächste harte Nuss zu knacken, um nicht unten hineinzugeraten.

Tore: 1:0 Ferizi (10.), 2:0 Bruhn (59. Ferizi), 2:1 Yayan (65. Sürmeli), 3:1 Bruhn (73. Ferizi), 4:1 Ferizi (90. Yalcin)

beste Spieler: Yildirim, Ferizi, Bruhn – geschlossene Mannschaftsleistung

gelbe Karten: Bruhn, Oksüz – Demirtag, Gün, F. Gönlüacik, Sürmeli

Schiedsrichter: Markus Dahms (TuS Finkenwerder, Note 1)

Zuschauer: 60