Nur
der Hubschrauber sorgt für Spannung
Trotz
mäßiger Leistung: Harburg Türksport heimst wichtigen Dreier ein
Frei nach dem Motto „Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss.“ Angelte sich
das Team von Harburg Türksport die drei Punkte gegen die abstiegsbedrohte Elf
des FC ZaZa, Der 19-jährige Harun Deliaci war es, der seine Farben in der 25.
Minute per Rechtsschuss aus 21 Metern zum knappen 1:0-Erfolg schoss.
Dabei waren es die Gastgeber, die früh im Spiel die Führung auf dem Fuß hatten,
als Kapitän Musab Akdag nach einem verlängerten Bulut-Service frei auf die
Kiste zulief, jedoch an seinen Nerven und Kevin Schulz im Gäste-Gehäuse
scheiterte (9.).
Ansonsten präsentierte sich der Erlebnisgrad der Begegnung in extrem spärlichem
Gewand, bis ein junger Herr hastig auf Linienrichter Jan Rieper zulief und
diesen darüber unterrichtete, dass der Platz schnellstmöglich für einen
Hubschraubereinsatz geräumt werden müsse. Der entsprechende Drehflügler kreiste
daraufhin zwar beharrlich über dem Hartplatz an der Slomanstraße, zu einer
Landung kam es jedoch nicht. Nach zehn Minuten der Ungewissheit konnte der
gewissenhafte Schiedsrichter Tobias Strauß (SC Eilbek) das Match schließlich
wieder fortsetzen…
Auch im zweiten Abschnitt nahm die Spieldynamik nicht groß zu, was besonders den
Gästen zu Gute kam, waren sie nun bestrebt, die drei wichtigen Punkte im
Aufstiegskampf nach Hause zu bringen, während der FC ZaZa kein Rezept gegen die
gut organisiere Türksport-Abwehr fand.
Und weil der eingewechselte Onur Tigit kurz vor Ultimo die große, selbst
erkämpfte Chance zum 0:2 liegen ließ, indem er gegen ZaZa-Schlussmann Robert Karaqi
den Kürzeren zog, musste der Spitzenreiter bis zum pünktlichen Abpfiff des
Unparteiischen warten, ehe der Dreier in dieser fair geführten Partie nun
gesichert war.
Durch den Sieg des Moorburger TSV am Sonnabend bleibt die Situation an der
Tabellenspitze also unverändert: Harburg Türksport führt weiterhin mit sieben Punkten
Vorsprung vor den Moorburgern, gegen die es am Dienstag im Nachholspiel geht,
während der FC ZaZa nur noch zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz liegt.
FC ZaZa: Karaqi – B.
Akdag, Bulut, Gün, Bozkus – Bogatekin – Temiz (71. Erat), Akan, Sürmeli, H.
Cicek (55. S. Cicek) – M. Akdag, Trainer: Ömer Ünen
Harburg Türksport: Schulz – Oguz,
Atas, A. Capa, Akyol – Suyer (46. Sahin), Kendir – Deliaci, E. Tigit (53. O.
Tigit), M. Bayram – S. bayram (71. Jamli), Trainer: Nazim Capa
Tore: 0:1 Deliaci (25.)
Schiedsrichter: Tobias Strauß (SC
Eilbek, Note 2)
Zuschauer: 30
Sonntag, 21. April 2013
Spielbericht FC ZaZa - Harburg Türksport
Samstag, 8. Oktober 2011
Spielbericht SV RW Wilhelmsburg - FC ZaZa Hamburg
Ferizi
ersetzt sie alle
Gala-Auftritt
des Angreifers lässt RWWs Personalsorgen vergessen
Ahmet Kilic musste nach Spielende erstmal tief durchatmen. Felsbrocken fielen
dem Coach des SV Rot-weiß Wilhelmsburg vom Herzen, nachdem sein Team den
Rivalen FC ZaZa trotz übelster Personalprobleme mit einer reifen Vorstellung
mit 4:1 vom Hof jagte.
Den besseren Beginn legten jedoch zunächst die Gäste hin. So war RWW-Keeper
Ertegün Yildirim früh zum erfolgreichen Eingriff gegen Ramazan Gün aus 17
Metern gezwungen (3.).
Geklingelt hat es dafür auf der anderen Seite. Rot-weiß mit einem
festgefahrenen Angriff, doch Kushtrim Ferizi machte per Linksschuss aus 24
Metern doch noch eine Erfolgsgeschichte aus der ersten eigenen Offensivregung
(10.).
Verlass blieb unterdessen auch auf Goalie Yildirim, der wenig später einen
Can-Kopfball entschärfte. Doch auch sein Gegenüber kann es auf der anderen
Linie, ffischte Mehmet Öztürk einen Freistoß Erdal Kilic´ wunderbar aus dem Winkel.
ZaZa blieb für die zweite Hälfte gut im Geschäft und freute sich – nur kurz –
über den vermeintlichen Ausgleich, den der eingewechselte Fahrettin Gönlüacik
bei der Verarbeitung einer Akdag-Flanke unter klarem Handspieleinsatz, ähnlich
wie einst Oliver Kahn anno 2001, erzielte (54.). Ein Schiedsrichter von der
Qualität eines Markus Dahms (TuS Finkenwerder) lässt sich davon natürlich nicht
täuschen. Ohnehin hatte der oberligaerfahrene Mann das brisante Türkisch/Kurdische
Duell mit seiner konsequenten Ansprache überragend im Griff.
In völlig legaler Manier zeigte Christopher Bruhn, knapp vor Passieren der
Stundenmarke, wie man es richtig macht. Ein schneller Konter über die linke
Seite schaltete ZaZas Defensive aus, sodass Ferizi vor dem Tor nur noch
querzulegen brauchte. Bruhn nahm dankend an und verdoppelte den Vorsprung der
heuer ohne sieben abwesende Urlauber und einem Torhüter (Ibrahim Senol) im Feld
agierenden Wilhelmsburger (59.).
Die Gäste wollten sich jedoch nicht aufgeben und verkürzten auf 2:1, als Onur
Yayan einen Sürmeli-Freistoß unbedrängt im Strafraum im Strafraum einköpfen
konnte (65.).
Zeit, die dritte Schlappe in Serie abzuwenden, war noch genug, doch zu oft
schlichen sich Ungenauigkeiten ins Spiel des kurdischen Teams.
Stattdessen machte Rot-weiß nach Ferizis Eckball in Person von Bruhn alles klar
(73.), um in der Schlussminute einen weiteren Bilderbuch-Konter, abgeschlossen
zum 4:1 vom nicht zu bremsenden Ferizi, aufs rote Parkett am Rotenhäuser Damm
zu legen.
Für Übungsleiter Ahmet Kilic ein Grund zur Freude: „Nach den ersten 20 Minuten
haben wir heute ein richtig gutes Kampfspiel hingelegt. Es war sehr wichtig,
nach dem Spiel gegen den Escheburger SV, wo wir allein in den ersten 23 Minuten
fünf Riesenchancen auslassen und gegen nachher neun Mann verlieren, wieder
einen Sieg zu schaffen. Ich bin sehr stolz auf meine ersatzgeschwächte
Mannschaft!“.
Mit einem weiteren Erfolg am kommenden Wochenende beim Kellerkind des DSC
Hanseat würde RWW nicht nur den Trainer weiter stolz machen, sondern auch in
Reichweiter zu den Plätzen an der Sonne der Kreisliga 4 gelangen. Der FC ZaZa
hat dagegen mit Vatan Gücü die nächste harte Nuss zu knacken, um nicht unten
hineinzugeraten.
Tore: 1:0 Ferizi (10.),
2:0 Bruhn (59. Ferizi), 2:1 Yayan (65. Sürmeli), 3:1 Bruhn (73. Ferizi), 4:1
Ferizi (90. Yalcin)
beste Spieler: Yildirim, Ferizi,
Bruhn – geschlossene Mannschaftsleistung
gelbe Karten: Bruhn, Oksüz –
Demirtag, Gün, F. Gönlüacik, Sürmeli
Schiedsrichter: Markus Dahms (TuS
Finkenwerder, Note 1)
Zuschauer: 60