Ein
Stück Vereinshistorie
Neuer
Mannschaftsrekord: ETV-Dritte verdrischt formschwache Egenbütteler
Noch weit nach Spielende dröhnte das euphorische Trällern von Gassenhauern wie
Herbert Grönemeyers „Bochum“ oder Wolfgang Petrys „Verlieben, verloren,
vergessen, verzeih´n“ aus der Kabine der ETV-Drittvertretung, der an diesem
sonnigen Oktober-Samstag wahrhaft Historisches gelungen war. Denn seitdem eine
dritte Herren von der Bundesstraße am Liga-Betrieb teilnimmt (Sommer 2013), gab
es keinen höheren Erfolg als das heutige 10:2 gegen den SC Egenbüttel III.
Die Zerlegung des kräftig ersatzgeschwächten Tabellensiebten hatte früh Gestalt
angenommen. Was im ersten Anlauf nämlich noch nicht perfekt klappte (Torwart
Kevin Bestmann machte sich erfolgreich breit, 4.), gelang beim zweiten Versuch
vorzüglich: Marc-Micha Oehlers mit dem langen Ball hinter die unsortierte Abwehrkette
und Zielspieler Anton Freiherr von Cornberg mit dem eleganten Slalom-Lauf zum
1:0 (5.).
Mit richtig viel Gefühl und noch mehr Effet verdoppelte Jugend-Neuzugang Leo
Husemann postwendend mit bananenhafter Schussbahn (7.), während Gabriel
Lourenco de Aquino für sein 3:0 einen ruhenden Ball (Freistoß von halblinks)
bemühte (17.).
In der Folge war es dann ein neuer ETV-Signature-Move, der die völlig
überforderten Gästen vor unlösbare Defensiv-Aufgaben stellte: das tiefe über
rechts. So initiierte man sowohl den vierten Treffer durch Doppelpacker
Husemann (19.), als auch Oehlers´ 6:1 (40.) über Steuerbord. Zwischendurch
verwertete Oehlers einen Abstauber zum 5:0 (25.), dem die bemitleidenswerten
Rellinger immerhin einen äußerst umstritten zustande gekommenen Ehrentreffer
per Strafstoß (Moritz Engel bemühte klar die Brust), versenkt von
Spielgestalter Pascal Gertschat-Anderlik, entgegensetzten (36.).
Den Schlusspunkt einer surreal einseitigen ersten Hälfte setzte kurz vor deren
Ende der bisher im Abschluss glücklose Jonathan Halx, den Lourenco de Aquino
und Freiherr von Cornberg zuvor ohne Gegnerwiderstand in Position spielten
(44.).
Auch im zweiten Abschnitt raste die Heim-Elf weiter durch die Einbahnstraße,
die Halx gleich zu Beginn aus kürzester Distanz nicht zum achten Hurra führte
(46.). Doch weil der nächste Versuch des bulligen Angreifers linksunten
hineintrudelte, war das Oktett schließlich doch erreicht (50.).
Ausgerechnet jetzt traute sich der gerupfte SCE etwas mehr zu, während die
Eimsbütteler die Sache nun etwas lockerer nahmen. Im Doppelpass mit Janosch
Winkler gelang Murat Cinar somit das verkürzende 8:2 (54.), bei dem es nicht
unbedingt hätte bleiben müssen. Außenverteidiger Fynn Rohde ans Außennetz (57.)
und Gertschat-Anderlik ans Aluminium (64.) verpassten weitere Ergebniskosmetik
der stets (zu) braven Bestmann-Elf.
Stattdessen multiplizierte Halx seine Saisontorausbeute von vor dem Spiel um
den Faktor zwei, zog er durchaus haltbar von der Strafraumgrenze aus zum 9:2 ab
(72.) und wemmste der bekennende Köpenicker das Leder zu Treffer Nummer vier,
gleichbedeutend mit dem historischen 10:2-Endstand, in den Winkel (89.).
Neben einem besonderen Platz in der Mannschaftschronik produzierte der
Kantersieg auch Wichtiges in der Tabelle der Kreisliga 07: neben einer
positiven Tordifferenz erarbeiteten sich die Herren in komplettem Weiß einen
Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. Nur einen Zähler davor rangiert
nun der neue Tabellennachbar aus Egenbüttel, dessen Pfeil bei jetzt sechs
sieglosen Pflichtspielen am Stück weiter abwärts zeigt.
Tore: 1:0 Freiherr von
Cornberg (5. Oehlers), 2:0 Husemann (7.), 3:0 Lourenco de Aquino (17., direkter
Freistoß), 4:0 Husemann (19. Freiherr von Cornberg), 5:0 Oehlers (25. Halx),
5:1 Gertschat-Anderlik (36., Strafstoßtor, Handspiel Engel), 6:1 Oehlers (40.
Freiherr von Cornberg) 7:1 Halx (44. Freiherr von Cornberg), 8:1 Halx (50.
Lourenco de Aquino), 8:2 Cinar (54. Winkler), 9:2 Halx (72. Schätzel), 10:2
Halx (89. Waller)
gelbe Karten: Lourenco de Aquino –
keine
Schiedsrichter: Sechkin Sezgin Remzi
(TuS Holstein Quickborn)
Zuschauer: 35
Samstag, 18. Oktober 2025
Spielbericht Eimsbütteler TV III - SC Egenbüttel III
Freitag, 28. April 2023
Spielbericht SC Pinneberg - SC Egenbüttel III
SCP
vergeigt, steigt aber (noch) nicht ab
Klassenkampf
trotz Last-Minute-Niederlage noch nicht entschieden
Es hätte DER große Wurf im Abstiegskampf der Kreisliga 1 werden können, doch am
Ende des letzten Heimspiels einer komplizierten Serie stand der SC Pinneberg wieder
einmal ohne Zählbares da. Der Klassenerhalt im Saisonfinale: weiter nicht in
eigener Hand.
Dabei legte man im Dauerregen auf dem tiefen Rasenplatz „An der Raa“ einen
durchaus engagierten Auftritt hin, dem auch das Strafstoßtor der Gäste durch
Pascal Gertschat-Anderlik (Tom Suderow hatte Dustin Schumacher gelegt) keinen
Abbruch tat (18.).
Insbesondere Linus Lehment wäre mit seinem Rechtsschuss ein
Ausgleichskandidat gewesen, nur entschärfte SCE-Schlussmann Fabian Bindszus
gekonnt mit dem Fuß (24.). Im direkten Gegenzug wurde dann die gesamte
Grausamkeit des Kellerdaseins deutlich, als der Gegner geschmeidig vertikal
angriff, Marcel Scherr querspielte und mit Beck ein weiterer Marcel von einem
unglücklichen Stellungsspiel des Torwarts profitierte (24.).
Ein direkter Freistoß, den Leon Brühning gefühlvoll um die Mauer zirkelte,
brachte die Blauen kurzzeitig wieder ins Geschehen zurück (32.). Kurzzeitig,
weil eine nicht final geklärte Eckstoßsituation Gertschat-Anderliks flaches 1:3
einläutete (34.)
Entmutigt wirkte die Schrader-Elf auch daraufhin nicht. Ein munteres hin und
her bot sich den vorwiegend jugendlichen Zuschauern unter dem regensicheren
Tribünendach, wo der Spaß am Spiel nicht nur auf Kaltgetränken beruhte, sondern
auch auf der Tatsache, dass die Pinneberger kurz nach der Pause durch einen
Strafstoßpfiff wegen Handspiels wieder Lunte rochen. Leon Stampff versenkte
rechtsoben und alles war wieder drin (50.).
Torjäger Henrik Hoch, der bereits vor dem 2:3-Anschlusstreffer per Kopf
verfehlte (47.), verpasste auch im zweiten Anlauf den Torerfolg (51.).
Ebenso drüben Lars Kludzuweit, dessen Kopfballaufsetzer die gewünschte
Destination nicht erreichte (57.).
Einen Rückschlag für die Bemühungen des Abstiegskandidaten hatte Schiedsrichter
Rasim Islamoglu zu bieten. Bereits verwarnt (45.+1), crashte Patrick
Schneidewind ungeschickt in seinen Gegenspieler hinein und kassierte dafür nach
prüfendem Blick auf die Spielnotizkarte den Platzverweis (66.).
Dezimiert, aber dafür mit dem schnellen Manasse Komboso Mbayo auf der Wiese,
holte man sich doch das verdiente 3:3, bei dem der Eingewechselte die Kugel
technisch stark von Felix Schmuck serviert bekam, für Lehment in die Mitte
spielte und dieser vor Bindszus die Nerven behielt (77.).
Aber sie wollten und brauchten mehr! Einen erneuten Brühning-Freistoß faustete
der Fänger diesmal (85.), ehe er im Duell mit dem total verziehenden Schmuck nicht
einzugreifen brauchte (87.).
Und wie das im Fußball häufig so ist, setzte es die Strafe für die
ausgelassenen Chancen in der Nachspielzeit. Ein hoher Freistoß, von der Grundlinie
gen Rückraum gebracht, fiel genau Kludzuweit auf den Schlappen, der das Spielgerät
zum 3:4 für den Tabellenachten ins Netz navigierte (90.+2). Was für ein
bitterer Ausgang eines Abends, der für den SC Pinneberg aufgrund der parallelen
Niederlage des nur einen Punkt besseren SC Ellerau (mit besserem Torverhältnis)
auf dem rettenden Rang 13 noch nicht das Ende der Achtklassigkeit bedeutete. Im
Fernduell am letzten Spieltag ist somit mit Schützenhilfe des Kummerfelder SV
gegen den SCE und einem eigenen Erfolg über den SV Hörnerkirchen alles möglich.
Tore: 0:1 Gertschat-Anderlik
(18., Strafstoßtor, Suderow an Schumacher), 0:2 Beck (24. Scherr), 1:2 Brühning
(32., direkter Freistoß), 1:3 Gertschat-Anderlik (35. Engler), 2:3 Stampff
(50., Strafstoßtor, Handspiel Gertschat-Anderlik), 3:3 Lehment (77. Komboso
Mbayo), 3:4 Kludzuweit (90.+2)
gelb-rote Karte: Schneidewind (SCP,
66., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Rasim Islamoglu
Zuschauer: 60
Freitag, 9. August 2013
Spielbericht Groß-Flottbeker SpVgg - SC Egenbüttel III
Trotz
Überlegenheit kein Sieg
SC
Egenbüttel III kommt nicht über Nullnummer in Groß-Flottbek hinaus
Tore Fehlanzeige! So lautete die Faktenlage am Freitagabend in der Kreisliga 2
nach dem 0:0 zwischen der Groß-Flottbeker SpVgg und dem SC Egenbüttel III – ein
glücklicher Punktgewinn für die Hausherren, die mit dem stark aufspielenden
Aufsteiger ihre liebe Mühe und Not hatten.
Dass Groß-Flottbek am Ende immerhin einen Zähler auf der Habenseite wusste, lag
insbesondere an einem Mann: Stefan Rickborn. Der 30-jährige Keeper der
Gastgeber vereitelte ein ums andere Mal brandgefährliche Szenen der Egenbütteler.
Ausgewählte Beispiele: in Minute eins gegen Thomas Bolz, in Minute 13 gegen
Stefan Grabow und in Minute 57 am kurz zuvor eingewechselten Sebastian Ernst.
Und da der SCE darüber hinaus auch Gelegenheiten wie in der 14. Minute liegen
ließ, als Pietro Sacco nach Krüß-Freistoß den leeren Kasten nicht traf, musste
man sich am Ende mit der Nullnummer zufrieden geben.
Autoren: Dirk Becker & Björn Meyer
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Mazlum Gün (FC
Kurdistan Welat, Note 3)
Zuschauer: 36





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