Ungenutzte
Momenta
Starker
Beginn und doppelte Überzahl: SV Lieth II siegt trotzdem nicht
Kein Schritt, sondern nur ein Schrittchen im Keller der Kreisliga 1. Der
Reserve der SV Lieth blieb nach dem 1:1 am Sonntagnachmittag gegen den
Tangstedter SV nur das Gefühl von zwei verlorenen Punkten. Schließlich war es
nicht nur eine schon im ersten Abschnitt verspielte Führung, sondern auch - und
vor allem – eine lange Überzahl, die den Roten deutlich versprach als den einen
Zähler, der sie weiter unterm Strich auf der Stelle treten lässt.
Begonnen hatte der Kick am Fuße des Butterbergs freilich verheißungsvoll, war
Stürmer Lukas Brant bereits nach 20 gespielten Sekunden nach Zuspiel Tom Busses
auf und davon, halbrechts vor dem Tor die Blitz-Führung zu erbeuten, doch
TSV-Goalie Sandro Marrone ließ sich nicht ins falsche schicken und wehrte
gekonnt ab (1.).
Nur Sekunden später der nächste vielversprechende Angriff für Brant, den
diesmal der verzögerte Foulpfiff des Schiedsrichters für Brant und Co stoppte –
warum eigentlich, bei einer idealen Vorteilssituation (2.)?!
In Minute 13 schließlich der Lohn für den hellwachen Beginn. Von Torwart Leon
Diedrigkeits kluger Spieleröffnung ins Zentrum eingeleitet, kombinierte man
sich wirklich ansehnlich ins vordere Drittel, wo Niklas Viera Gerkens
Durchsetzungsvermögen zur Vorarbeit und Brant schließlich den passenden
Abschluss zum 1:0 bewiesen. Ein bisschen Glück war auch noch mit dabei, dass
Marrone seine Finger nur noch in sanfter Weise an die Kugel bekam.
Das Fundament für den wichtigen Dreier war gelegt, doch anstatt das Momentum
des Führungstors weiter mitzunehmen, schalteten die Hausherren mehr und mehr
auf Verwaltung um. Eine gefährliche Idee, denn während man bei einer
(blitzsauberen) Rettungsgrätsche von Kilian Weers Glück im Unglück hatte, dass
der Schiedsrichter die Aktion in Strafraumnähe nicht als Notbremse einstufte
(nur „Gelb“, 16.), setzte es im Sportlichen einen fiesen Fausthieb, den
Maximilian Peldszus als Verwerter einer Yörük-Hereingabe aus der Nahdistanz
versetzte (35.) – 1:1!
Echten Rückenwind generierte jedoch auch das Mittelfeldteam vom Hasloher Weg
nicht aus dem eigenen Treffer. Ein zähes Ringen um Spielkontrolle entwickelte
sich auf dem Kunstgrün, das Oguzhan Yeni nach einer guten Stunde vorzeitig
verlassen musste. Früh wegen Foulspiels verwarnt (5.), schickte ihn Michael
Hartmann (SV Hörnerkirchen) für den Ausspruch „Halt´ deine Fresse!“ gegenüber
eines Heim-Zuschauers mit Gelb-rot vom Feld (61.). Ein Platzverweis mit Ansage,
kündigte er kurz zuvor noch an, sich noch eine zweite „Gelbe“ abzuholen – er sei
schließlich nächste Woche eh im Urlaub…
Seiner Mannschaft schadete der 19-Jährige tatsächlich nur bedingt. Zwar gaben
die Liether ihre passive Haltung zu Gunsten einiger Strafszenen endlich auf,
doch gleich zweimal scheiterte der jeweils vom Gegner eingeladene Brant mehr an
sich selbst, als am Torhüter (73. & 75.), ehe sein Versuch aus schwierigem
Winkel mit dem seitenfremden Fuß haarscharf das späte Siegtor verfehlte (89.).
Dieses hatte sich auf der anderen Seite plötzlich auch dem Tangstedter Ibrahima
Bah dank einer schlechten Klärung zuvor geboten. Etwas überhastet jagte der
Joker den zentralen Rechtsschuss aber über das Ziel (90.).
Am Gleichstand an Toren sollte sich auch in der ausgiebigen Nachspielzeit (über
sechs Minuten) nichts mehr – allerdings am Personellen, hatte auch der schon
vorher verhaltensauffällige Gentijan Gashi seine Nerven nicht im Griff und
holte sich in den Nachwehen eines Zweikampfes gar den roten Karton ab (90.+3.).
Die doppelte Unterzahl des Aufsteigers von 2023 blieb am Ende folgenlos: 1:1 in
Klein Nordende!
SV Lieth II: L.
Diedrigkeit – Weers, F. Rudek, Hajdari, Dickenhausen (46. Kähler) – Busse,
Homburg – Zeybekoglu, Viera Gerkens (46. Ballner), Cords – Brant, Trainer:
Thorben Pingel
Tore: 1:0 Brant (13. Viera Gerkens),
1:1 Peldszus (34. Yörük)
gelb-rote Karte: Yeni (Tangstedter
SV, 61., Foulspiel + Unsportlichkeit)
rote Karte: Gashi (Tangstedter SV, 90.+3,
Tätlichkeit)
Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen, Note 5)
Zuschauer: 80
Sonntag, 12. Oktober 2025
Spielbericht SV Lieth II - Tangstedter SV
Samstag, 30. März 2024
Spielbericht Moorreger SV - Tangstedter SV
Fast
wie die Frauen
Abstiegskampf
am Himmelsbarg: MSV verpasst den Sechs-Punkte-Sieg
Die ersten Frauen haben es vorgemacht – nun wollte auch die Ligamannschaft des
Moorreger SV einen entscheidenden Schritt im Tabellen-Untergeschoss der
Kreisliga 1 und sich vorzeitig von Abstiegsplatz 15 absetzen.
Im direkten Duell mit dem Tabellennachbarn und Mitaufsteiger aus Tangstedt
gelang dies nur…naja…semi-gut.
Wie die MSV-Damen zuvor, lief man(n) erstmal einem frühen Rückstand hinterher,
nachdem Max Kapelke die Kugel von der Grundlinie zu Keven Bostelmann in den
Rückraum legte, letzterer – wie Kollege Yousef Karmash im Nachschuss – an
Daniel Rosenzweig scheiterte, doch für den schließlich flach einschiebenden
Marc Schmidt waren aller guten Dinge tatsächlich drei (5.).
Mit Körperlichkeit versuchten die Gastgeber, der Situation Herr zu werden,
wobei sie im Falle von Lasse Hatjes Notbremse großes Glück hatten, dass Herr
Szymczak aus Egenbüttel nicht in der Stimmung für einen Feldverweis in
Spielminute eins war.
Auch Anakin Rohlfs langte einmal ordentlich hin und erhielt den diesmal
angemessenen gelben Karton (18.).
In sportlicher Hinsicht bestachen die Hausherren derweil durch eine beachtliche
Effizienz. Moritz Fiedlers ungeschicktes Luftloch nutzten sie postwendend zum
Ausgleich, den David Virde im ersten Anlauf noch gegen Onno Uterhark
blockierte. Weil Jan Krah danach aber alle Zeit der Welt bekam, sich das Leder
passend zum Torerfolg zurechtzulegen (22.).
Und es kam noch besser, für die Roten, die durch Henning Jensens robusten
Ballgewinn gegen TSV-Kapitän Kapelke zu jenem offensiven Ballbesitz kam, den
diesmal Christopher Haase mit rechts ins rechte obere Eck verwandelte (28.).
Übrigens wieder eine Analogie zum vorigen Frauenspiel, das ebenfalls exakt in Minute
2:1 die Wende nach Rückstand pro Moorrege erfuhr (2:1 am Ende).
Nach dem Gesetz der heutigen Serie also nichts mehr zu holen, für den Tabellenvierzehnten,
den Schmidts Kopfballchance (30.) und Klengels guter Freistoß (39.) konstruktiv
auf den Plan brachten.
Drüben rotierte Krahs Versuch von halbrechts über das Ziel (40.), das der
soeben eingewechselte Marten Eckstein ohne das Eingreifen Virdes wohl getroffen
hätte (60.).
Gänzlich in den Hintergrund traten all diese fußballerischen Befindlichkeiten
wenig später, als der Tangstedter Christopher Klengel nach der Verarbeitung
eines hohen Balls aufschreiend am Boden blieb. Das Knie war so sehr in
Mitleidenschaft gezogen worden, dass die Ambulanz zur Versorgung des
34-Jährigen anzurücken hatte. Eine viertelstündige Spielunterbrechung war da
unabdingbar.
Nicht viel mehr geschah daraufhin auf dem grünen Rasen, bis Virde die Blauen
per Fußtat gegen Eckstein weiter in der Partie hielt (90.+4).
So war es auch ein Verdienst des 18-jährigen Goalies aus der Jugend des
Niendorfer TSV, dass die Elf von Patrick Bethke nicht ohne Zählbares heimfuhr.
Indrit Behramis Flugball nahm der links laufengelassene Fiedler mit, um flach
vor Rosenzweig zum 2:2-Endstand einzuschieben (90.+10). Immerhin noch ein
Punkt, um den bislang zweimal weniger aktiven TSV Sparrieshoop unter dem Strich
auf vorerst deren fünf u distanzieren. Beim zuletzt formverbesserten TuS Appen
geht der Abstiegskampf am Ostermontag in die nächste Runde
Tore: 0:1 Schmidt (5.
Karmash), 1:1 Krah (22. Uterhark), 2:1 Haase (28. Jensen), 2:2 Fiedler (90.+4,
Behrami)
gelbe Karten: Hatje, Rohlfs, Haase –
Karow, Kapelke
Schiedsrichter: Marc Szymczak (SC
Egenbüttel)
Zuschauer: 50
Dienstag, 15. August 2023
Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - Tangstedter SV
Abgezocktes Weiterkommen
Tangstedter SV steht mit Glück und Geduld in Pokalrunde vier
Von „geduldig“ über „bemerkenswert effizient“ bis hin zu „perfektes
Auswärtskonzept“ lässt sich das Pokalweiterkommen des Tangstedter SV bei
Gencler Birligi in einige mögliche Kategorien pressen. Die Treffendste wäre
wohl tatsächlich die bemerkenswerte Effizienz, die der Kreisligist am
Dienstagabend auf den Rasen des Krückaustadions brachte.
72 Minuten lang ließ man den Gegner aus der tieferen Kreisklasse A machen und
dabei auch zu vereinzelten Chancen, wie einen Bas-Kopfball, der nach A.
Atas-Ecke hauchdünn verfehlte (31.), kommen.
Dann plötzlich eine Umschaltsituation. Das Zuspiel für Moritz Fiedler auf links
fast zu steil, doch der 30-Jährige kratzte das Leder noch von der Grundlinie,
um es auf den zweiten Pfosten zum sehenswert eindreschenden Haci Uzel zu
flanken – 0:1!
Die Statik des bis dato behäbigen Spiels plötzlich eine ganz andere. Der TSV
nun endlich mit Spielwitz und dem helfenden Umstand, dass es diesmal über
Kapitän Nikolas Haker und Dustin Hoffmann wieder schön auf links abging, sodass
Fiedler mittig frei zum auch noch abgefälschten 0:2 kam (74.).
Gencler verpasste es dagegen auch in der Schlussphase weiterhin, sich für das
nicht abzusprechende Engagement zu belohnen. Passend dazu wischte
Gäste-Schlussmann Christian Hoyer, dessen Spielwiese im Lottopokal ist, den
fast sicheren Anschlusstreffer sehenswert aus dem Winkel (75.).
Für die in Pflichtspielen noch unbesiegten Elmshorner sollte es heuer einfach
nicht sein. Drüben machte erneut Uzel schließlich alles klar, indem er einen
langen Diagonalball Marc Schmidts zum Anlass für einen gefühlvollen Heber über
den herausstürzenden Gökhan Tiryaki nahm (86.).
Dass der Doppeltorschütze zuvor einmal links vorbei zielte (82.) und Haker per
Kopf nur den Pfosten erwischte (90.+3), konnte man als zumindest kleine
Gerechtigkeit verbuchen, war der emsig, aber nie unfair geführte Kick doch
eigentlich keiner, in dem ein Team um drei oder mehr Tore besser erschien…
Tore: 0:1 Uzel (72.
Fiedler), 0:2 Fiedler (74. Hoffmann), 0:3 Uzel (86. Schmidt)
Schiedsrichter: Michael Wischer (SV
Lieth)
Zuschauer: 50
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