Hirsche klettern aus dem Keller
3:0!
TSV Heist landet wichtigen Nachholdreier – TuS Appen stürzt weiter ab
Seit dem krachenden 6:2-Derbysieg in Moorrege hatte die Rettungsmission des TSV
Gut Heil Heist zuletzt etwas Sand ins Getriebe bekommen. Mit dem wichtigen 3:0
auf eigener Koppel gegen den Direktkonkurrenten aus Appen sieht die Welt an der
Hamburger Straße aber schon wieder viel besser aus.
Aufhellung erfuhr das heistmer Gemüt im dienstäglichen Nachtragsmatch quasi
direkt nach dessen Anstoß, als Paul Smit sich die Kugel am linken Strafraum-Eck
seelenruhig auf rechts legte und sie trocken ins kurze Eck nagelte (2.).
Ein Szenario, das ihm aus zentraler Position wenig später nicht vergönnt war,
als Marcel Münster in den lückenhaften Abwehrreihen der Gäste passend ablegen
konnte. Smits Versuch rotierte aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei (5.).
Deutlich gemächlicher ging es fortan zu. Der TSV machte es sich hier und da mit
etwas unglücklichen Entscheidungen am Ball selber schwierig, die
Feldüberlegenheit weiter ins Ergebnis einfließen zu lassen, während die Jungs
vom Almtweg mit ihrer Suche nach Stabilität und Angriffsstruktur voll
ausgelastet waren. Entsprechend dauerte es bis Minute 45, ehe Philip Pinnow
einmal ein offensives Lebenszeichen aus dem Rückraum gelang. Kann man so
zumindest einmal versuchen…
Als hätten die Hausherren dies als Warnschuss verstanden, legten sie noch vor
dem Pausenpfiff das 2:0 nach, bei dem Münster als einziger Interessent in einen
hohen Krüger-Freistoß startete – so einfach kann das gehen!
…traf auch auf die Szene zum 3:0 zu, als es mit Tempo und Beinfreiheit über
links ging und Jakob Schmidt seinen Namensvetter Max zentral im Fünfer erspähte
(48.). Ein Kantersieg deutete sich an, zumal Smit in der Bewegung nach innen
gar das vierte Gut Heil-Hurra auf dem knapp verziehenden Fuß hatte (50.).
Doch wieder verlor die Partie etwas an Unterhaltsamkeit. Deniz Cebbars Lupfer,
den TSV-Goalie Benjamin Schimmel unschädlich patschte, nachdem ihn Lukas Kremer
per Diagonalball angespielt hatte (61.), gehörte somit genauso zu den
verbliebenen Höhepunkten wie Tom Kruses Scheitern an der Querlatte auf der
anderen Seite (79.).
Auch der letzte Moment von Bedeutung sollte noch einmal dem neuen
Tabellenelften gehören, hatte Torwart-Oldie Enrico Carl alle Mühe einen leicht
abgefälschten Smit-Freistoß abzuwehren, ehe Max Ossenbrüggen den freien Nachschuss
in der Hektik der Aktion nicht erwischte (85.).
3:0 also am Ende, wo sich TuS Appen nach dem nunmehr siebten Match in Serie
ohne Sieg langsam wiederfindet. Als Vorletzter der Kreisliga 1 (drei Zähler
Rückstand auf den 13., Moorreger SV) liegt der Ligaverbleib jetzt nicht mehr in
eigenen Händen. Nächster Gegner im direkten Kellerduell ist am kommenden
Sonntag die Reserve der SV Lieth (14.).
Der TSV Heist könnte dagegen bereits am Freitag im Derby gegen Schlusslicht TSV
Holm mit satten vier Punkten von den Kreisklasseplätzen davonziehen.
Tore: 1:0 Smit (2.), 2:0 M. Münster (45.+1, Krüger), 3:0 M.
Schmidt (48. J. Schmidt)
gelbe Karten: M. Münster, Smit – Stolzenburg, Pinnow, Schawaller
Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)
Zuschauer: 60
Dienstag, 5. Mai 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - TuS Appen
Sonntag, 3. Mai 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - SV Lieth II
Magens serviert die Rettungsweste
Auswärtssieg
im Keller-Duell: SV Lieth II schiebt sich weiter ans Ufer
Da sind sie wieder! Wochenlang musste die Reserve der SV Lieth erdulden, wie
die Konkurrenz im Rotlichtbezirk der Kreisliga 01 auch durch die vielen Nachtragsspiele
auf Naturrasen nicht nur heranrückte, sondern sogar vorbeizog.
Mit dem nun zweiten Erfolg in Reihe schloss der Tabellenvorletzte nun aber
wieder voll gen Klassenerhaltszone auf.
Im Kellerduell beim TSV Heist war dabei vor allem auf die hauseigene
Bezirksligaexpertise Verlass. Die nicht in der Bezirksliga festgespielten Finn
Struve, Michel Cords und Kilian Weers freuten sich heuer mit dem oben gelbgesperrten
Meraja Magens auch noch über den Unterschiedsspieler des Ligateams. Welche
Blüten die teils diffusen Regelungen des Hamburger Fußballverbands so treiben…
Denn während sich Magens´ Stammkollegen 1:8-Dresche in Schnelsen abholten,
fügte sich der 20-fache Oberligakicker nach einer Anlaufphase im rauen
Kreisligaumfeld als Doppelpasspartner für Florian Ballners Linksschuss ein
(28.). Gut gemacht, aber da fehlte noch etwas.
Besser lief es wenig später, als Magens im Umschalten diesmal den aus der
Bezirksliga vertrauten Michel Cords bediente und sich dieser vom latent
störenden Adriaan Banas nicht in seinem Werk zur flachen 0:1-Pausenführung
irritieren ließ (35.).
Wiederum per rascher Spielrichtungsänderung schlug das Duo kurz nach der Pause
gleich nochmal zu. Wieder war es am Ende Cords, der halblinks ins ferne Eck
vollendete, nachdem ihn Magens entsprechend angespielt hatte (51.).
Und als Abwehrmonument Kilian Weers sogar einen Ausflug als Flügelstürmer nur
von TSV-Fänger Benjamin Schimmel beendet erlebte (54.), schien der
Sonntagnachmittag noch ein richtig Lustiger, für die Gäste zu werden.
Doch auch die Heistmer haben ja ihren Individualisten, der sich in der Gestalt
des Paul Smit eine Schusschance selbst gegen drei Mann erarbeitete (55.) und
die nächste mit dem Freistoß, um die Mauer herum, an der Pfosten setzte (59.).
Bevor Smit und Co den Bock hier umzustoßen vermochten, war drüben plötzlich
wieder dieser Magens auf Tour. Diesmal von Semih Zeybekoglu die Linie raufgeschickt,
fand sich nun mit Ballner ein neuer Abnehmer des gepflegten Querpasses zum 0:3
(65.).
Das Thema schien durch, zumal Magens selber im Eins-gegen-Eins mit Schimmel das
mögliche 0:4 auf dem Fuß hatte (71.). Doch eine etwas überraschende
Strafstoßentscheidung wegen eines angeblichen Haltens im SVL-Sechzehner
fütterte wieder leise Hoffnungen der Gastgeber, die Smit sicher rechtsunten mit
1:3 heranbrachte (81.).
Ebenso nur wenige später, nachdem Finn Rudek Kapitän Jakob Schmidt einen Fußkontakt
versetzte und die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Hasan Olgun (TBS Pinneberg)
und seinem Assistenten Carsten Petersen einen gewissen Loriot-Charakter
versprühte. Strafstoß – Abseits – dann halt doch Strafstoß – Smit auf die
gewohnte Weise – nur noch 2:3 (85.)!
Eine typisch umkämpfte Schlussphase mit sechs Minuten Nachspielzeit blieb daraufhin
allerdings ohne weitere Offensivfeuer, sodass die Flamme der SV Lieth im
Tabellenkeller wieder ordentlich lodert. Nur noch einen Zähler gilt es auf den
heuer geschlagenen Widersacher auf dem rettenden 13. Platz aufzuholen. Mit zwei
Duellen gegen die Mitkonkurrenten aus Appen und Moorrege stehen die Sterne
plötzlich wieder ganz ordentlich für den Ligaverbleib. Gilt nach wie vor aber
auch genauso eins zu eins für den TSV Gut Heil der bereits am kommenden Dienstag
TuS Appen zum Nachholkracher empfängt!
Tore: 0:1 Cords (35. Magens), 0:2 Cords (51. Magens), 0:3
Ballner (65. Magens), 1:3 Smit (81., Strafstoßtor), 2:3 Smit (85.,
Strafstoßtor, F. Rudek an J. Schmidt)
Schiedsrichter: Hasan Olgun (TBS Pinneberg)
Zuschauer: 62
Mittwoch, 22. April 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Moorreger SV
Seuberts Derby-Show
Dreierpacker
schießt Moorreger SV über den Strich
Letzte Woche TuS Appen (3:1) und diesmal der TSV Heist: wer es aus der Nachbarschaft
derzeit im Abstiegskampf der Kreisliga 01 mit dem Moorreger SV aufnimmt, muss
sich ordentlich auf etwas gefasst machen.
Mit einem 4:1-Derbytriumpf beim Ortsnachbarn schaffte der MSV am Mittwochabend
einen wichtigen Satz im Untergeschoss des Klassements.
Bei windigem Sonnenuntergang ging der Stern der Gäste heuer ganz bald auf, als
der TSV ordentlich Platz ließ, sodass Jonas Kaufmann über die Stationen Seubert
und Franke zum zentral eingeschobenen 0:1 gekommen war (2.).
Ein idealer Spielbeginn, dessen Neutralisierung allerdings nicht allzu lange
auf sich warten ließ, setzte sich die heistmer Lebensversicherung, Paul Smit,
mit reichlich Physis im Sechzehner durch, um vor der Kiste wieder einmal nichts
anbrennen zu lassen – Saisontor Nummer 18 (11.)!
Viel lief auch in der Folge über den Einzelkönner, der jedoch entweder auf sich
alleingestellt war oder durch Unzulänglichkeiten seiner Mitstreiter keine
weiteren Gründe zum Jubeln erhielt. Auch die disziplinierten Harmanci-Schützlinge
sollten daran ihren Anteil haben. Vor allem, weil auch nach vorne immer mal wieder
spannende Nadelstiche gelangen. Einer davon hatte Jannis Franke in halblinke
Schussposition geschickt; rechts vorbei (38.) – ärgerlich!
Nicht so dafür, was nur Augenblicke später passieren sollte. Erst tankte sich
Kollege Maximilian Seubert nach Ballgewinn unaufhaltsam in Richtung 1:2 durch
den Sechzehner (40.), dann vollendete der ehemalige Kicker des Rendsburger TSV
eine erneute Umschaltszene mit Jonas Kaufmann und Jayson Bielfeldt mühelos zum
1:3-Pausenstand (41.). Die halbe Derby-Miete war schon mal geschafft!
Konkrete Einfälle dagegen fielen dem TSV auf der anderen Seite schwierig.
Zweimal war es Smit, der MSV-Goalie Niklas Puttmann jeweils vor keine übermäßige
Aufgabe stellte (61. & 76.). Ansonsten lebte das Match von seiner
Körperlichkeit, die den Heistmer Björn Schramm auch gut und gerne via gelb-rot an
den Seitenrand hätte befördern können (59.)…
Von dort aus holte sich dafür Marcel Bastide als Auswechselspieler den roten
Karton ab (83.). Die Hoffnung auf die Wende schien da bereits dem Frust
gewichen zu sein, zumal Seubert bei einer Bielfeldt-Flanke per Flugkopfball das
mögliche 1:4 auf dem Schädel hatte (86.).
Endgültige Gewissheit vermochte auch Gian Luca Reinl nicht herbeizuführen
(90.+1), scheiterte der Joker gleich doppelt am aufmerksamen Benjamin Schimmel,
dessen Alptraum im schwarzen Gewand dafür auf den Namen Maximilian Seubert
hörte. Nachdem Julian Kühl das Bein im Strafraum etwas später gen Ball bewegte
als Gegenspieler Franke, setzte der nunmehr sechsmal binnen vier Partien
erfolgreiche „13er“ den 1:4-Schlusspunkt (90.+2.).
Die Tendenz von Dreierpacker Seubert und Co weist damit weiter positiv in
Richtung Klassenerhalt: Rang zwölf bei aber nur zwei Zählern Vorsprung – auf den
TSV, der die Vorzeichen beim sofortigen Wiedersehen am kommenden Sonntag dann
wieder umkehren möchte. Um dieses gut besuchte B431-Derby wäre es freilich
schade, wenn die Hirsche auch in der Endabrechnung unterm Strich verharrten. Vielleicht
gelingt ja nun im anstehenden Rückspiel der sportliche Heist (englisch für
„Raubüberfall“)…
Tore: 0:1 Kaufmann (2. Franke), 1:1 Smit (11. J. Schmidt), 1:2
Seubert (40.), 1:3 Seubert (41. Bielfeldt), 1:4 Seubert (90.+2, Strafstoßtor, J.
Kühl an Franke)
gelbe Karten: Schramm – Kaufmann, Prange, Getmann, Bielfeldt, H.
Harmanci (Trainer)
rote Karte: Bastide (TSV Heist, 83., grobe Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 90
Sonntag, 12. April 2026
Spielbericht SV Lieth II - TSV Holm
Sieg verschwindet in
erfolgsvernichtenden Höhen
Späten
Matchball nicht genutzt: SV Lieth II bleibt unterm Strich hängen
Mit dem Kellerduell Letzter gegen Vorletzter beschlossen die Zweite der SV
Lieth und der TSV Holm Spieltag 25 der Kreisliga 01 mit dem wohl
klischeehaftesten Ergebnis: 0:0.
Obwohl der Tabellenletzte aus Holm die Begegnung in den Anfangssequenzen durchaus
druckvoll anging, spielte sich das wenige Erwähnenswerte einer weitgehend verkrampften
Partie meist im Angriffsdrittel der Liether ab. Besonders die tiefen Zuspiele
Michel Ahlers´ bereicherten das trostlose Geschehen, wie im Falle eines Balles
hinter die TSV-Kette, wo Finn Struve nur knapp über das Gehäuse zielte (8.).
Ebenfalls hoch kam eine Ecke von links auf den aufgerückten Kilian Weers
geflogen, doch mit der Platte lassen sich nur selten Kopfballtore erzielen (29.)…
Und wenn es – wie bei einem clever angeschnittenen Homburg-Freistoß – im Einlaufen
zu überraschend wird, kommt beim
kantigen Außenverteidiger mit Bezirksligaexpertise halt auch kein goldener
Schuss heraus (42.).
Das Bemühen um jenen fiel jedoch auch den Gästen schwierig, segelte Henri
Poppenborgs Linksschuss übers Ziel hinweg (36.), ehe der eingewechselte Torben
Mentz ein Strafraumgestochere mit dem Versuch ins Außennetz beendete (50.).
Ansonsten ging es eher um Fehlervermeidung und den teils schwierigen
Beziehungsstatus zum Spielgerät – bis die etwas frischer wirkenden Liether in
der Schlussphase bei größer werdenden Räumen nochmal etwas mehr investierten.
Und tatsächlich servierte Florian Ballner seinem Einwechselkollegen Michel
Cords per Diagonalball die wunderbare Siegchance in den Lauf, überhastet jagte
der 22-Jährige das Leder aber in erfolgsvernichtende Höhen (90.+1), sodass die
torlose Punkteteilung einzig dazu taugte, den Moorreger SV auf den vorletzten
Platz zu verweisen. Durch die teils drei mehr gespielten Duelle als die
Konkurrenz beläuft sich der virtuelle Rückstand auf den TSV Heist am rettenden
Ufer allerdings etwas Höher als nur auf einen Punkt. Die SVL-Reserve (17
Punkte) ist nun immer wieder zum Daumendrücken verdammt – zum Beispiel für den
SC Cosmos Wedel, der am kommenden Dienstag beim TSV Holm (14) gastiert.
Das nächste eigene Eingreifen muss dagegen bis Freitag warten, wenn es zum
zweitplatzierten Rissener SV geht.
Tore: Fehlanzeige
gelbe Karten: H. Homburg, Ahlers, Weers – Hermann, Ludwicki, Milzarek
Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 45
Mittwoch, 8. April 2026
Spielbericht TSV Sparrieshoop - TuS Borstel-Hohenraden
Mehrfach-Starthilfe nicht genutzt
TuS
Borstel lässt verdiente Big-Points im Abstiegskampf liegen
Mit bockstarken 14 Punkten boxte sich die sieglos ins neue Jahr gegangene Elf
des TuS Borstel-Hohenraden in 2026 eindrucksvoll aus der Abstiegszone. Zu Gast beim
unter Wert geschlagenen Mittelfeldteam des TSV Sparrieshoop, war für das
Ex-Schlusslicht am Mittwochabend allerdings nichts zu holen.
Chancenlos gestaltete sich die Auswärtsniederlage dabei im wörtlichsten Sinne keineswegs.
Rafael Carrasquiera Alves und Okan Yumut scheiterten bei ihrer Doppelchance
jeweils an TSV-Fänger Lukas Hannemann (17.), Özay Alasan versenkte seinen
Eckstoß fast direkt, woraufhin Yumut den freien Nachschuss aus vier Metern
drüber bolzte (19.) und auch Patrick Jordao Valadares erwischte in Uwe
Seeler-Manier nur die Querlatte (33.). Eine kleine Auflistung, die nur die
Spitze des borsteler Chancen-Eisbergs widerspiegelt.
Ganz anders dagegen die Herangehensweise der Mannen in weiß-schwarz, die gleich
mit dem ersten offensiven Erscheinen das 1:0 durch den zentral einschiebenden
Leon Diedrigkeit markierten (13.).
Ein nennenswerter Fehölschuss sollte auch dem 2:0, das Len Pankraz mit
Überzeugung aus dem Hintergrund erzielte, nicht vorausgehen (42.). Fußball ist
nun mal Ergebnissport!
Als wäre das alles nicht schon grausam genug, für die Gäste, fingen sie sich
durch ihren verschlafenen Start in Abschnitt zwei rasch Gegentreffer Nummer
drei, als wieder Diedrigkeit freie Bahn zum eiskalten Abschluss bekam (46.)
Dahin schien die Aussicht auf eigentlich nicht unverdientes Zählbares, zumal es
durch Diedrigkeits dritten Streich, den diesmal Shahseb Ahmed in den Lauf
servierte, gar noch dicker kam (53.).
Vielleicht hilft da ha der Gang zur Strafstoßmarke, der für die Blauen
allerdings zum weiteren Höllentrip mutierte. Alasans Scheitern an Hannemann revidierte
die hochschnellende Assistentenfahne zwar, war der Torwart zu früh von der
Linie geschritten, doch auch den zweiten Anlauf, den Jan Karakus im Gegensatz zum
Vormann linksoben probierte, angelte sich Hannemann. Die Parade diesmal amtlich
(54.)!
Weitere Starthilfe folgte fünf Minuten später mit Gelb-rot für den bereits
verwarnten Mika Martens, den es nun per Armeinsatz aus dem Match katapultierte
(60.).
Mit einem Mann mehr sollte es dann auch endlich klappen, mit den
Auswärtstreffern – jeweils per Standard. Beim ersten Mal blockierte der bislang
starke Hannemann einen Klass-Freistoß etwas zu kurz vor die Füße des abstaubenden
Christopher Brauch (66.) – beim 4:2 flutschte der ruhende Ball durch Patrick
Klass auf direktem Wege durch (71.).
Noch genug Zeit für den Abstiegskandidaten, doch so richtige Lösungen fielen TuS
Borstel heuer nicht mehr ein, während die Sparrieshooper wieder an Sicherheit
gewannen. Von Diedrigkeit eingesetzt, hatte Joker Ahmed sogar das vorentscheidende
5:2 auf dem Fuß, nur tauchte TuS-Goalie Kevin Giese rettend ab, um dafür sogar
mit einem Abstoß belohnt zu werden (75.)…
Die Punkte blieben somit trotzdem irgendwie glücklich auf dem Nebenplatz des
Helmut-Gehen-Stadions (dem Hauptplatz machen nachhaltig arbeitende Maulwürfe zu
schaffen). Die enttäuschten Jungs aus Borstel, die ihre Heimspiele inzwischen
auf dem durchaus geschätzten Kunstrasen in Tangstedt austragen, dürften dort am
Samstag mit Wut im Bauch TuS Appen empfangen.
Tore: 1:0 Diedrigkeit (9.), 2:0 Pankraz (42. Petersen), 3:0
Diedrigkeit (46.), 4:0 Diedrigkeit (52. Ahmed), 4:1 Brauch (66. Klass), 4:2
Klass (71., direkter Freistoß)
gelb-rote Karte: Martens (TSV Sparrieshoop II, wiederholtes Foulspiel,
59.)
Schiedsrichter: Rainer Sierk (TV Haseldorf)
Zuschauer: 50
besonderes Vorkommnis: Karakus (TuS Borstel-Hohenraden) scheitert mit
Foulstrafstoß an Hannemann (54.).
Samstag, 4. April 2026
Spielbericht Moorreger SV - SSV Rantzau II
Serie ohne Nutzen
Moorreger
SV kommt nicht aus dem Keller: Viertes 2:2 in Folge
Wer kennt sie nicht: Abonnements, die man irgendwann im Leichtsinn abschließt
und fortan ohne echten Mehrwert an der Backe hat. Ein Abo, das dem Moorreger SV
mehr kostet als nützt, verfolgt die Himmelsbargler seit nunmehr vier Spielen:
das 2:2.
Dadurch seitdem zwar ungeschlagen, aber eben ohne echten Fortschritt im
Abstiegskampf, blieb nach dem neuerlichen Vier-Tore-Remis am Ostersamstag
wieder einmal die große Enttäuschung zurück.
Inhaltlich war es ein mühsames Treiben, mit dem der (vor dem Match) Tabellenvorletzte
und die Reserve des SSV Rantzau die 35 Zuschauer bei rasantem April-Wind folterten.
Ungenaue Anspiele, Stockfehler am Ball und ohne die Kugel wenig raffiniert: mit
Kreisligafußball hatte das Geschehen auf dem holprigen Geläuf wenig gemein. Interessant
wurde es daher hauptsächlich durch individuelle Fehler oder Standards.
So freute sich der MSV bei Sam Holz´ von Leon Prange verlängertem Freistoß über
Finn Cornils Treffer, den die korrekte Abseitsfahne von Assi Saber Ghazouani
(Hamburger SV) allerdings rasch einkassierte (15.).
Der SSV versuchte es derweil mit (wenig inspiriertem) Ballbesitz und einem
Usso-Versuch an den Außenpfosten (19.), dem der Angreifer gleich den nächsten
Abschluss folgen lassen wollte. Nur warf sich Cornils gerade noch rechtzeitig
in den Ball (26.). Wenigstens der Einsatz stimmte! Und auch auf Niklas Puttmann
war Verlass, rettete der Goalie erst vor Luca Bornholdt, um Ussos hohes Nachsetzen
aus der Ferne schön im Übergreifen zu parieren (32.).
Im Stich gelassen blieb der Torwart dagegen wenig später, als Klaas Thieme auf
rechts die Kugel gewann, Kollege Bornholdt auf Usso weiterleitete und der
ehemalige Holsatia-Akteur diesmal zum 0:1 vollendete (38.).
Eine besonders bittere Pille für die Moorreger, weil nur Sekunden zuvor die
Riesenchance zur eigenen Führung liegengelassen wurde. Prange war nach gegnerischem
Ballverlust frei auf dem Weg in Richtung SSV-Torsteher Malte Ladehof, dessen Geduld
sich im Eins-gegen-Eins auszahlen sollte. Dem zögerlichen Prange die Kugel vom
Fuß gefingert, galt der Schlussmann als Wegbereiter der drüben erzielten
Führung.
Andauernde Freude sollte den Gästen an dieser jedoch nicht zuteilwerden, pennte
die Innenverteidigung völlig gegen den einfach mal durchlaufenden Henning
Jensen, dem aus der erlaufenen Poleposition der erkämpfte Gleichstand gelang
(42.).
Doch damit nicht genug der Barmstedter Geschenke, unterschätzte man die Lage
nach Jayson Bielfeldts Kämpferball von der linken Aus-Linie so sehr, dass
Jensen wieder dazwischen spritzen und auf 2:1 stellen konnte – was für ein
Klops (44.)!
Entsprechend vorsichtiger ging es, wohlwollend formuliert, nach dem
Seitenwechsel weiter. Der fleißige Usso hob das Leder aus dem Lauf aufs Tor-Dach
(64.). Eine Rarität, denn immer wieder gewannen die Hausherren die wichtigen
Zweikämpfe.
Keinen Zugriff fanden die Roten dann allerdings folgenschwer auf den langen
Pfosten, wo nicht zum ersten Mal gleich mehrere Blaue auftauchten, von denen
schließlich Sascha Blunk das Spielgerät aus kürzester Distanz zum späten 2:2
über die Linie drückte (88.).
Enttäuschung bei der Elf von Trainer Hakan Harmanci, doch es hätte sogar noch
dicker kommen können, wenn der eingewechselte Tjard Kaschluhn nicht auf Puttmanns
Brust gezielt hätte (90.+3).
Ob der weiter andauernden Sieglosigkeit in 2026 (bei sechs Spielen) und dem
Verbleib unter dem Strich, eine weitere Enttäuschung zu Beginn des fünfteiligen
Heimspielmarathons. Die vielen Nachholer – vor allem am kommenden Ostermontag
gegen die ebenfalls gefährdete Mannschaft von Union Tornesch III – bleiben allerdings
der große Strohhalm für den Kreisligaverbleib.
Tore: 0:1 Usso (38. Bornholdt), 1:1 Jensen (42.), 2:1 Jensen
(44. Bielfeldt), 2:2 Blunk (88. A. Hollm)
gelbe Karten: C. Harmanci – keine
Schiedsrichter: Fiete Knoblich (Hamburger SV, Note 2,5)
Zuschauer: 35
Mittwoch, 1. April 2026
Spielbericht FC Roland Wedel - Wedeler TSV
Doppelte Derby-Freude
TSV
gewinnt das wedeler Stadt-Duell und springt an die Tabellenspitze
Volle Hütte im und um den Kunstrasenkäfig der Schulauer Straße, denn das Wedeler
Stadtderby durfte man sich als Fan des Fußballs im Kreis Pinneberg freilich
nicht entgehen lassen.
Der FC Roland, trotz des 1:0-Hinspielsiegs im Elbestadion in der
Außenseiterrolle gegen den Tabellenführer in spe, versuchte dem Spitzenteam mit
tiefer Staffelung beizukommen, was allerdings an oftmals fehlendem Zugriff im
Mittelfeld scheiterte. Gut für den TSV, der nach Michel Hönkes erstem
Warnschuss in die Arme des leidenschaftlich von hinten dirigierenden Aytekin
Üstündag (9.) wenig später per Standard ernstmachte. Tobias Patats Freistoß von
links köpfte der aufgerückte Jan Boettcher als einziger Bewohner des
Obergeschosses zielgenau zum 1:0 ein (12.).
Ein TSV-Start nach Maß, dessen Ausbau durch Routinier Josep Dilber nur die
Abseitsfahne von Assi Magnus Rehberg vereitelte (19.).
Erst mit der Zeit trauten sich fortan auch das Team aus dem Mittelfeld der
Kreisliga 1 etwas zu. Can-Ali Dursun versuchte es einmal von halblinks, verzog
jedoch ein gutes Stück (31.).
Dass es aber tatsächlich mit einem Gleichstand in die Freiluftpause (die
Kabinen liegen gefühlte 20 Kilometer durch den Wald entfernt) gehen sollte,
ging zum einen auf das Konto des TSVers Hendrik Ramcke, der sich mit mangelnder
Orientierung in der hintersten Reihe düpieren ließ und zum anderen an Düpierer
Tim Dreschniol, der sich am erfahrenen Verteidiger vorbeischlängelte und fachgerecht
zum ausgelassen bejubelten 1:1 netzte (43.).
Alles wieder auf null, doch auch im zweiten Abschnitt machte der Roland insgesamt
zu wenig fürs Spiel, das allerdings auch die Jungs mit den grünen Stutzen nicht
so richtig in ihre Bahnen zu lenken vermochten – bis Hönke einfach mal aus 30 Metern
draufhielt und die Passivität des Gegners in Gestalt des 1:2 bestrafte (62.).
Das Bemühen war der Elf von Trainer Tugay Hayran in der Folge sicherlich nicht
abzusprechen, doch der TSV fand an diesem Abend nun immer mehr die besseren Lösungen
im Spiel nach vorne, das allein Roland-Kicker Dilber zweimal hätte krönen
können (75. & 83.). Einzig Üstündag, der Marvin Weids Distanzversuch im Nachfassen
sicherte (85.) und Patats Geschoss schön per Flugparade entschärfte (90.+1),
hielt das Match noch offen, während seine Vorderleute nicht (mehr) über
Halbchancen hinauskamen.
Die Entscheidung zögerte der Goalie, der selbst beim 1:3 erst gegen Nico Knodt
abwehrte, ehe Weid die Kugel im Nachsetzen voll reinwemmste (90.+4), letztlich
aber nur heraus.
Der Wedeler TSV geht damit als punktgleicher Spitzenreiter vor dem Rissener SV ins
sportlich schon am Gründonnerstag beginnende Osterwochenende – bei drei Partien
weniger! Dass es nächstes Jahr kein Kreisliga-Stadtduell mehr gibt, liegt weiter
voll in eigenen Händen.
Tore: 0:1 Boettcher (12. T. Patat), 1:1 Dreschniol (43.), 1:2
Hönke (62. Dilber), 1:3 Weid (90.+4, Knodt)
gelbe Karten: Bajraktari, Ayik, Dreschniol – Urban, Boettcher, Kilinc
Schiedsrichter: Jonathan Hohenegger (SV Blau-weiß 96 Schenefeld, Note 2:
hatte das nie unfaire Derby jederzeit unter vollster Kontrolle)
Zuschauer: 100
Samstag, 7. März 2026
Spielbericht TuS Borstel-Hohenraden - Moorreger SV
Vom Schlusslicht verdroschen
Schwarzer
Samstag für den Moorreger SV – TuS Borstel mit Lebenszeichen
Zum Jahresauftakt 2026 eine 2:0-Führung bei Cosmos Wedel hergeschenkt (2:6 am
Ende), avancierte das zweite Spieltagswochenende im neuen Jahr zum echten Albtraum
für die abstiegsbedrohte Elf des Moorreger SV. Denn nicht nur, dass man beim
Tabellenletzten mit 1:4 ausgezogen wurde; man verlor dabei auch noch den
Torwart verletzt und die ungeliebte Konkurrenz aus der Nachbargemeinde zog tags
drauf auch noch vorbei.
Was für ein schreckliches Gesamtbild, das sich zu Beginn des samstäglichen
Ausflugs nach Tangstedt, wo der hiesige Kunstrasenplatz über die Dauer des
eigenen Synthetikwiesenbaus zum vorübergehenden Asyl des TuS Borstel-Hohenraden
herhält, noch gar nicht so deutlich abgezeichnet hatte.
Engagiert pressten die ordentlich gestaffelten Himmelsbargler das Schlusslicht
in dessen eigener Hälfte fest – ohne aber so wirklich vors Tor zu kommen.
Dies spielte sich dafür auf der Gegenseite ab, als ein schön gezirkelter
Freistoß von David Klass die perfekte Einschusschance für den aufgerückten
Conner McConaghy bereitete, der Abwehrspieler aber gerade noch entscheidend
gestört wurde (13.).
Ganz anders verhielt es sich wenig später bei einer freundlichen Einladung für Okan
Yumut, die der 32-Jährige per 1:0 nicht ungenutzt ließ (20.).
Weiterhin emsig, aber vorne ohne Durchschlagskraft und hinten zu offen,
brachten sich die Gäste weiter um ihre Pfründe, die im Falle von Klass und
dessen Treffer nur die späte Abseitsfahne rettete (22.).
Nicht so aber in Minute 40. Mit dem richtigen Timing bediente Yumut seinen
Kollegen Patrick Jordao Valadares, während sich MSV-Goalie Niklas Putt das
berühmte Stück zu spät in die Szene warf
– Strafstoß TuS Borstel, den Yumut sicher rechtsunten versenkte (42.).
Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, endete eine Schusschance für
Winterneuzugang Fatih Simsek im langen Abstoß, den Leon Prange gegen die Sonne
völlig falsch einschätzte und unfreiwillig mit dem Kopf verlängerte, sodass der
durchgelaufene McConaghy vor Puttmann zum 3:0-Halbzeitstand einspitzelte
(45.+3). Weil Torschütze und Torhüter daraufhin zusammenkrachten, war die
Partie für letzteren beendet und der Weg ins Spital geebnet. Irgendwie passend
zum vermaledeiten Tag des MSV, dass der angerückte Krankenwagen beim
Wendemanöver stecken blieb und erst durch Bergung des Feuerwehr Tangstedt und
einen hilfsbereiten Landwirt und dessen Traktor von der Anlage kam…
An sportlicher Linderung versuchte sich kurz nach der Pause Dominik Körner mit
einem mutigen Abschluss (auf Torwart Timo Herrmann, 49.), woraufhin die
Borsteler dem vierten Tor etwas näher waren, als die Moorreger dem 3:1. Vor
allem, nach Neal Belows Strafraumkontakt mit Joker Marvin Tramm. Da Yumut
bereits ausgewechselt war, übernahm Kapitän Felix Storm, um jedoch an Puttmann-Vertreter
Daniel Rosenzweig zu scheitern (70.).
Aufgeschoben war heute aber nicht aufgehoben, lupfte Sitki Alp das Spielgerät
im Anschluss an Rosenzweigs Rettung gegen Tramm zum nachgeholten 4:0 ins Netz
(83.).
Nicht wirklich relevante Ergebniskosmetik betrieben die Roten erst in der
Schlussminute, verwandelte Prange einen nicht unbedingt zu pfeifenden Strafstoß
zu präzise, als dass Herrmann trotz der geahnten Ecke parieren konnte (90.).
Ein kleiner Fleck auf der Robe des Siegers, die sich die Liebenow-Elf auch im
kommenden Abstiegsduell mit der SV Lieth II überwerfen will. Mit diesem ersten
Saisonsieg (zuvor punktete man nur durch fünf Remis) ist das rettende Ufer mit
sieben Zählern Rückstand zumindest wieder ansatzweise in Sichtweite gerückt.
Der MSV, den es nun sogar unter den Strich zur Kreisklasse drückte, ruhen die
Hoffnungen nun auf der passablen Heimbilanz – aber erst, nachdem die intensive
und herausfordernde Auswärtsstation Roland Wedel möglichst glimpflich bestritten
wurde…
Tore: 1:0 Yumut
(20.), 2:0 Yumut (42., Strafstoßtor, Puttmann an Jordao Valadares), 3:0
McConaghy (45.+3, Herrmann), 4:0 Alp (83. Tramm), 4:1 Prange (90., Strafstoßtor, S. Pimenta
Trindade an Franke)
Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV Seestermüher Marsch)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Storm scheitert mit Strafstoß an Rosenzweig (70.,
Below an Tramm).
Mittwoch, 10. Dezember 2025
Spielbericht SC Cosmos Wedel - TSV Gut Heil Heist
Zwei
Hattricks – zwei Gefühlswelten
Cosmos
verschenkt Nachholspiel – Smit schießt TSV Heist auf Rettungshöhe
Hattrick geschossen und doch verloren. Für Claas Böttcher war es ein mehr
bitterer als süßer Jahresabschluss 2025, den er da mit seinen Wedeler
Cosmonauten gegen den TSV Heist im heimischen Kunstrasenkäfig verlebte.
Begonnen hatte der Nachholer aus der vereisten 15. Auflage der Kreisliga 1 am
Mittwochabend ziemlich verheißungsvoll. Zwar tauchte Gäste-Schlussmann Marvin
Scholz gegen Leotrim Murselaj behände ab und sicherte zudem gekonnt, vor dem
heranstürmenden Dominik Zink (8.), doch kurz darauf waren die Hausherren auch
durch gegnerisches Ungeschick 1:0 vorne. Ole Krögers langen Hafer blockierte
Scholz, bevor Tom Hadler vorbeiziehen konnte, ehe Böttcher die zufällig
erhaltene Schussaufforderung aus 20 Metern dankend annahm (12.).
Die Gäste aus Heist, die in Jahr zwei nach ihrer Kreisliga-Rückkehr um den
Anschluss ans rettende Ufer kämpfen, bewiesen jedoch Moral und arbeiteten sich
– auch, weil Cosmos durch Nick Schmuck (Pfosten, 20.) nicht erhöhte –
kurzerhand zurück ins Match. Patrick Günsch´ Steckpass vergoldete nämlich Lasse
Kruse halblinks im Strafraum zum Gleichstand (21.), der noch lange nicht das
Ende heistmer Fahnenstange bedeutete. Denn kaum hatte man hinten wieder Glück,
dass Zink nach schöner Bewegung mit links etwas das Zielwasser fehlte (26.),
machte es Einzelkönner Paul Smit stilecht mit viel Platz aus 40 Metern (39.)!
Und als wäre das noch nicht genug des Qualitätsnachweises, spazierte der
sechsmalige Oberliga-Kicker einfach mal selber über links zum eingeschobenen
1:3-Halbzeitstand (39.).
Die Wedeler schlugen sich dagegen unter Wert, war neben einem Abseitstor (36.)
auch ein nur per Posern-Grätsche gestoppter Böttcher-Lauf bis zur Grundlinie
(43.) zu betrauern.
Viel Zeit dafür blieb allerdings nicht, weil Gut Heil weiter auf die Tube
drückte und die Cosmonauten jeweils nach Eckstößen in ärgste Bedrängnis brachte
(55. & 56.).
Etwas überraschend kam daher Böttchers zielgenauer 2:3-Anschlusstreffer von
halblinks (58.), der die Spielstatik jedoch nicht nachhaltig zu ändern
vermochte.
Tonangebend blieben nämlich die Jungs von der Hamburger Straße, die sich knappe
20 Minuten vor dem Ende, mit Smits kurzem Einwurf als Einleitung, durch Jakob
Schmidt und dessen 2:4 entsprechend belohnten (69.).
Als Zugabe, die der eingewechselte Yannick Müthel zuvor noch knapp mit rechts
verpasste (84.), schenkte der TSV seinen Anhängern 14 Tage vor Heiligabend noch
das fünfte Hurra, das vor allem Rene Gills Willenskraft über rechts zu verdanken
war. Smit brauchte seinen Hattrick nur noch ins leere Tor zu vollenden (86.).
Apropos: Auch Böttcher gerierte sich auf der anderen Seite noch einmal als
trocken aus 20 Metern abziehender Dreifachtorschütze (87.), doch letztlich
konnte der 24-Jährige damit nicht verhindern, dass seine nach der Pause fast
komplett abgetauchte Elf mit einem Negativerlebnis in die Winterpause geht.
Platz acht passt für den defensiv anfälligen Aufsteiger, der als sportlich in
die Kreisliga aufgestiegenes Reserveteam die aufgelöste Ligamannschaft beerbte,
durchaus ins Leistungsbild. In Heist ist derweil der Anschluss an den Rivalen
aus Moorrege auf dem rettenden Rang 13 in gleicher Punkthöhe wiederhergestellt.
Noch ein paar Smit-Hattricks und
Tore: 1:0 Böttcher (12.
Hadler), 1:1 L. Kruse (21. Günsch), 1:2 Smit (30.), 1:3 Smit (39.), 2:3
Böttcher (58. Schmuck), 2:4 J. Schmidt (69. Krüger), 2:5 Smit (86. Gill), 3:5
Böttcher (87. Hadler)
gelbe Karten: Kröger, Hadler, Zink,
Gleitsmann – Gill
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener
SV)
Zuschauer: 45
Mal wieder entscheidender Faktor für den TSV Heist: Torjäger Paul Smit
Sonntag, 9. November 2025
Spielbericht SV Lieth II - TSV Gut Heil Heist
Viera
und die Joker stechen
Wichtiger
5:1-Triumph hievt SV Lieths Zweite aus der Abstiegszone
Mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen und dem zuletzt desaströsen 1:8
in Sparrieshoop rauschte die Zweitvertretung der SV Lieth neulich hinunter in
den Tabellenkeller der Kreisliga 1, aus dem es nun mit einem 5:1-Ausrufezeichen
gegen den TSV Heist wieder etwas hinausging.
Begonnen hatte der Fluchtlichtkick am Sonntagnachmittag allerdings reichlich
suboptimal, für die Gastgeber, die Schlussmann Daniel Diedrigkeit nach bereits
20 Sekunden vor dem sofortigen Rückstand bewahrte. – Jedoch auf Kosten eines J.
Schmidt-Eckstoßes, den der aufgerückte Marcel Bastide im Sechzehner zum 0:1 in
Sekunde 50 verwertete (1.).
Abgesehen von einem Götting-Schlenzer (rechts vorbei, 34.) waren die Heistmer,
denen in den letzten Wochen außer dem 9:3-Erfolg gegen Union Tornesch nichts
Zählbares gelang, dem 0:2 insgesamt näher als die Liether dem Ausgleich.
Nach langer Eröffnung, die Linie runter, Nevio Schuchhardts Querpass und Niklas
Viera Gerkens freiem Abschluss durfte dennoch das 1:1 bejubelt werden (42.).
Mit etwas Glück, dass Jakob Schmidt zweimal verfehlte (45.+1 & 45.+2),
hielt das Remis bis in den zweiten Durchgang, der den Roten den erhofften
Rückenwind bescherte.
Den Anfang machte erneut Viera Gerkens, der zentral das 2:1 besorgte (53.), ehe
Joker Michel Cords einen unglücklichen Torwartausflug mit dem 3:1 ins quasi
leere Gehäuse bestrafte (63.). Mit dem Tempovorteil auf der Habenseite,
bediente Ole Schedelgarn den ebenso frisch eingewechselten Fabian Kühl zum
flach eingeschobenen 4:1 (74.).
Nur Cords´ nächste Chance, die TSV-Schlussmann Rayk Schwertfeger im Abtauchen
vereitelte (76.), passte da nicht ins Bild der heuer durchaus effizienten Klein
Nordender.
Ganz anders dagegen der TSV Heist, der der jungen Dynamik des Gegners nur wenig
entgegenzusetzen hatte. Mit Rene Gills Hereinnahme kam vorne zwar etwas mehr
Torgefahr auf (77. & 81.), doch das nächste und letzte Tor des Tages fiel
noch einmal auf der anderen Seite, als abermals ein unbehelligtes Zusammenspiel
von Reservisten zwischen Jannic Bartl und Tom Busse den umjubelten 5:1-Endstand
herstellte (89.).
Die SV Lieth eroberte damit erstmal Rang zwölf, während der TSV Heist einen
Platz drunter jetzt punktgleich mit den Torneschern auf Abstiegsplatz 14 dasteht.
Tore: 0:1 Bastide (1. J.
Schmidt), 1:1 Viera Gerkens (42. N. Schuchhardt), 2:1 Viera Gerkens (53.), 3:1
Cords (63.), 4:1 F. Kühl (74. Schedelgarn), 5:1 Busse (89. Bartl)
gelbe Karten: Dickenhausen – J.
Schmidt
Schiedsrichter: Lennart Elias Klare
(Note 1,5: führte mit höchst souveräner Ausstrahlung und engagierter Laufarbeit
durch eine Begegnung mit einer Vielzahl von (korrekten) Abseitsentscheidungen.)
Zuschauer: 45
Freitag, 31. Oktober 2025
Spielbericht Heidgrabener SV II - FC Union Tornesch III
Den
Nachbarn vermöbelt
Dominante
HSV-Reserve schießt Union Tornesch III mit 7:1 aus dem Sportpark
Derby-Freitag in Heidgraben, doch Brisanz mochte im Udo-Tesch-Sportpark keine
aufkommen. Zu einseitig verlief das Kreisliga 01-Duell, der bereits nach fünf
Minuten durch Fabian Grabkes Kopfballchance erstmals furiose Züge annahm.
In flacher, spielerischer Variante sollte es dann kurz darauf gelingen,
schickte Nikolas Haker Angreifer Marcio Prien in den Rücken der Union-Viererkette,
wo die Führung mühelos gelang (7.). Blöd nur, dass sich der Torschütze dabei
ohne Einwirkung der behäbigen Gegenspieler verletzt hatte. Vorjahrestorschützenkönig
Ben Dieckmann (21 Treffer) ersetzte den 23-Jährigen mindestens gleichwertig.
Wohl dem, der über solches Bankpersonal verfügt!
Zunächst aber ärgerte sich die HSV-Reserve gleich doppelt, als erst Lasse
Leowald auf Steckpass Tim Rockels an Tim Fröhlichs Fußabwehr scheiterte (10.),
ehe drüben eine halbhohe Ecke das etwas überraschende Ausgleichstor für
Zentrumsspieler Dennis Sannemann im Strafraumdickicht vorbereitete (11.).
Die Hausherren ließen sich davon allerdings keineswegs irritieren,
demonstrierten ihre Überlegenheit weiterhin mit viel Ballbesitz, der jedoch zu
selten in guten Gelegenheiten mündete, wie Dieckmanns etwas zu unplatzierten
Versuch vor Torwart-Kante Fröhlich (17.).
Ausgerechnet ein böser Abspielfehler der Blauen im Aufbau brachte die
spielstarken Schützlinge Frank Rockels noch vor der Pause auf die Siegerstraße.
Die Kugel clever abgefangen, lupfte Leowald sie mit langer Vorlaufzeit zum 2:1
ins Union-Tor (41.), das quasi mit dem Pausenpfiff auch T. Rockel per Abstauber
komplikationslos traf (45.+3). Der sonst starke Fröhlich hatte eine Hereingabe
Dieckmanns zuvor nicht zwischen die Griffel bekommen.
Nur wo blieb denn die eigene Dieckmann-Bude? Aus spitzem Winkel wollte sie jedenfalls
noch nicht fallen (51.). Doch weil die Schießbude der Liga (40 Gegentore)
freundlich zum durchgerutschten Schuss aus dem Hinterhalt einlud, kam der „Neuner“
zu nachträglichen Torjäger-Ehren (53.).
Die Partie längst entscheiden; einzig die Höhe des Derby-Triumphs blieb noch
fraglich. Weitere Fakten schafften dabei Innenverteidiger Marco Holdingsgard
mit seinem dynamischen Kopfballtor nach Ecke von Grabke (60.) und T. Rockel,
der Fröhlichs Block gegen Marvin Schmahl zum halben Dutzend verarbeitete (65.).
Gar zweistellig hätte es hier durchaus enden können, hätte beispielsweise
Dieckmann nicht knapp verfehlt (68.).
Einen servierte der neue Tabellenfünfte den Fans im und außerhalb des Kunstrasenkäfigs
aber noch, als abermals Haker mit Gefühl zu Dieckmann durchsteckte, was dieser
zentral vor dem Ziel nicht weniger präzise mit dem 7:1-Endstand krönte (78.). Ein
HSV-Feiertag also auch ohne den Reformationstag.
Der wieder einmal schwer geschlagenen Drittvertretung aus dem Torneum bleibt
dagegen mit nur einem Zähler Vorsprung die Angst vor dem Kreisklasse-Gespenst.
Tore: 1:0 Prien (7.
Haker), 1:1 Sannemann (11.), 2:1 Leowald (41.), 3:1 T. Rockel (45.+3
Dieckmann), 4:1 Dieckmann (53.), 5:1 Holdingsgard (60. Grabke), 6:1 T. Rockel
(65. Schmahl), 7:1 Dieckmann (78. Haker)
gelbe Karten: Grosse – Kaczor
Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 60
Spielbericht TSV Sparrieshoop - SV Lieth II
Horror-Derby
1:8
an Halloween! TSV Sparrieshoop schickt SV Lieth II weiter in die Krise
Mehr schlecht als recht taumelt die im Sommer aus der abgewanderten
Ligamannschaft Holsatias und der eigenen Rest-Zweiten fusionierten SV Lieth
durch die Kreisliga 01. Den maximalen Gruselfaktor erlebte die Elf von Trainer
Thorben Pingel nun zu Halloween im Derby beim TSV Sparrieshoop.
Schon der Start ins Reformationstagsduell ging für die Roten so richtig in die
Hose. Nach langem Flankenwechsel markierte ausgerechnet Ex-Liether Leon
Diedrigkeit prompt das 1:0 (3.), ehe Mika Martens im andächtig bestaunten
Doppelpass mit Lenn Pankraz mühelos verdoppelte (5.).
Kurz um schnelle Linderung bemüht, bediente Nevio Schuchhardt Niklas Viera
Gerkens, dem es gegen Schlussmann Michael Möller und hinzugeeilte Vorderleute
ebenso wenig gelang, die Kugel ins Tor zu bugsieren, wie Semih Zeybekoglu im
sofortigen Nachsetzen (7.).
Stattdessen schraubten die spielerisch klar überlegenen Hausherren rund um die
30-Minuten-Marke weiter am Resultat, indem Lennart Voigt einen Abpraller mit
links zum 3:0 versenkte (26.) und Vorbereiter Pankraz sich anschließend bei
einer Hochschild-Ecke auf den einsamen zweiten Pfosten einmal selbst belohnte
(34.).
Schon zur Pause war die Angelegenheit also geklärt. Daran vermochte auch
Zeybekoglus Lebenszeichen in Form eines Lattentreffers nichts zu ändern (59.).
Sparre machte dagegen einfach weiter mit effizientem Fußball, der ab der
zweiten Hälfte auch mit Beteiligung von Top-Stürmer Finn Möller über den Rasen
unter der charakteristischen Hochspannungsleitung fegte. Hoch und weit
geschickt, schaute der Aufstiegstorjäger der Vorsaison den gegnerischen Tormann
zum 5:0 aus (62.), während er das halbe Dutzend in Poleposition für den
ebenfalls gebrachten Kian Maleki auflegte (77.).
Diesmal bei einem nach vorne blockierten Hochschild-Freistoß am richtig Fleck
lauernd, schnürte Maleki gar den Doppelpack (82.), den sich mit Kapitän Martens
noch ein weiteres der vielen Eigengewächse vom Rosengarten sicherte (83.). Beim
gemeinsamen Mannschaftsfrühstück wurde neben Wurstbrot wohl auch ausreichend
viel Zielwasser verkostet!
Auf der anderen Seite, symptomatisch für den hilflosen Auftritt der Gäste aus
Klein Nordende, unterlief Torhüter Maik Bianchet bei der Entstehung des nunmehr
achten Tagesgegentors auch noch ein Luftloch. Situationskomik, über die heuer
nur der Aufsteiger lachen konnte…
Der zwischenzeitliche 6:1-Ehrentreffer durch Michel Cords (79.) süßte einen
gänzlich versauerten Auftritt der SVL-Reserve freilich auch nicht auf. Der
einzig positive Aspekt des Freitags: am folgenden Abend kassierte auch
Konkurrent Union Tornesch III eine heftige 1:7-Schlappe in Heidgraben, wodurch sich
der Rückstand auf die nicht-Abstiegsplätze weiterhin bei einem Zähler beläuft.
Eine Thematik, die für den TSV Sparrieshoop im Mittelfeld des Klassements
wahrlich keine Rolle spielt.
Tore: 1:0 L. Diedrigkeit
(3.), 2:0 Martens (5. Pankraz), 3:0 Voigt (26. L. Diedrigkeit), 4:0 Pankraz (34.
Hochschild), 5:0 F. Möller (62.), 6:0 Maleki (77. F. Möller), 6:1 Cords (79.),
7:1 Maleki (82. Hochschild), 8:1 Martens (83. Gül)
Schiedsrichter: Clemens Riehl
Zuschauer: 50
Sonntag, 12. Oktober 2025
Spielbericht SV Lieth II - Tangstedter SV
Ungenutzte
Momenta
Starker
Beginn und doppelte Überzahl: SV Lieth II siegt trotzdem nicht
Kein Schritt, sondern nur ein Schrittchen im Keller der Kreisliga 1. Der
Reserve der SV Lieth blieb nach dem 1:1 am Sonntagnachmittag gegen den
Tangstedter SV nur das Gefühl von zwei verlorenen Punkten. Schließlich war es
nicht nur eine schon im ersten Abschnitt verspielte Führung, sondern auch - und
vor allem – eine lange Überzahl, die den Roten deutlich versprach als den einen
Zähler, der sie weiter unterm Strich auf der Stelle treten lässt.
Begonnen hatte der Kick am Fuße des Butterbergs freilich verheißungsvoll, war
Stürmer Lukas Brant bereits nach 20 gespielten Sekunden nach Zuspiel Tom Busses
auf und davon, halbrechts vor dem Tor die Blitz-Führung zu erbeuten, doch
TSV-Goalie Sandro Marrone ließ sich nicht ins falsche schicken und wehrte
gekonnt ab (1.).
Nur Sekunden später der nächste vielversprechende Angriff für Brant, den
diesmal der verzögerte Foulpfiff des Schiedsrichters für Brant und Co stoppte –
warum eigentlich, bei einer idealen Vorteilssituation (2.)?!
In Minute 13 schließlich der Lohn für den hellwachen Beginn. Von Torwart Leon
Diedrigkeits kluger Spieleröffnung ins Zentrum eingeleitet, kombinierte man
sich wirklich ansehnlich ins vordere Drittel, wo Niklas Viera Gerkens
Durchsetzungsvermögen zur Vorarbeit und Brant schließlich den passenden
Abschluss zum 1:0 bewiesen. Ein bisschen Glück war auch noch mit dabei, dass
Marrone seine Finger nur noch in sanfter Weise an die Kugel bekam.
Das Fundament für den wichtigen Dreier war gelegt, doch anstatt das Momentum
des Führungstors weiter mitzunehmen, schalteten die Hausherren mehr und mehr
auf Verwaltung um. Eine gefährliche Idee, denn während man bei einer
(blitzsauberen) Rettungsgrätsche von Kilian Weers Glück im Unglück hatte, dass
der Schiedsrichter die Aktion in Strafraumnähe nicht als Notbremse einstufte
(nur „Gelb“, 16.), setzte es im Sportlichen einen fiesen Fausthieb, den
Maximilian Peldszus als Verwerter einer Yörük-Hereingabe aus der Nahdistanz
versetzte (35.) – 1:1!
Echten Rückenwind generierte jedoch auch das Mittelfeldteam vom Hasloher Weg
nicht aus dem eigenen Treffer. Ein zähes Ringen um Spielkontrolle entwickelte
sich auf dem Kunstgrün, das Oguzhan Yeni nach einer guten Stunde vorzeitig
verlassen musste. Früh wegen Foulspiels verwarnt (5.), schickte ihn Michael
Hartmann (SV Hörnerkirchen) für den Ausspruch „Halt´ deine Fresse!“ gegenüber
eines Heim-Zuschauers mit Gelb-rot vom Feld (61.). Ein Platzverweis mit Ansage,
kündigte er kurz zuvor noch an, sich noch eine zweite „Gelbe“ abzuholen – er sei
schließlich nächste Woche eh im Urlaub…
Seiner Mannschaft schadete der 19-Jährige tatsächlich nur bedingt. Zwar gaben
die Liether ihre passive Haltung zu Gunsten einiger Strafszenen endlich auf,
doch gleich zweimal scheiterte der jeweils vom Gegner eingeladene Brant mehr an
sich selbst, als am Torhüter (73. & 75.), ehe sein Versuch aus schwierigem
Winkel mit dem seitenfremden Fuß haarscharf das späte Siegtor verfehlte (89.).
Dieses hatte sich auf der anderen Seite plötzlich auch dem Tangstedter Ibrahima
Bah dank einer schlechten Klärung zuvor geboten. Etwas überhastet jagte der
Joker den zentralen Rechtsschuss aber über das Ziel (90.).
Am Gleichstand an Toren sollte sich auch in der ausgiebigen Nachspielzeit (über
sechs Minuten) nichts mehr – allerdings am Personellen, hatte auch der schon
vorher verhaltensauffällige Gentijan Gashi seine Nerven nicht im Griff und
holte sich in den Nachwehen eines Zweikampfes gar den roten Karton ab (90.+3.).
Die doppelte Unterzahl des Aufsteigers von 2023 blieb am Ende folgenlos: 1:1 in
Klein Nordende!
SV Lieth II: L.
Diedrigkeit – Weers, F. Rudek, Hajdari, Dickenhausen (46. Kähler) – Busse,
Homburg – Zeybekoglu, Viera Gerkens (46. Ballner), Cords – Brant, Trainer:
Thorben Pingel
Tore: 1:0 Brant (13. Viera Gerkens),
1:1 Peldszus (34. Yörük)
gelb-rote Karte: Yeni (Tangstedter
SV, 61., Foulspiel + Unsportlichkeit)
rote Karte: Gashi (Tangstedter SV, 90.+3,
Tätlichkeit)
Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen, Note 5)
Zuschauer: 80
Sonntag, 14. September 2025
Spielbericht Moorreger SV - SC Cosmos Wedel
Ab-/Aufsteiger
startet Mini-Serie
Zweiter
Sieg in Folge: Cosmos Wedel korrigiert den Fehlstart
Nicht außergalaktisch gut, aber mit aufsteigender Tendenz korrigierte Cosmos
Wedel in Runde fünf den verpatzten Saisonstart in die Kreisliga-Saison nach
Liga-Mannschaftsauflösung und Aufstieg der nun als erstes Team firmierenden
Zweiten. Zuletzt daheim gegen die Reserve des SSV Rantzau 3:2 siegreich,
klappte es am Sonntagnachmittag auch in Moorrege mit einem Dreier.
Passend zum eher niveauarmen Match, führte eine schwach vom MSV gelöste
Pressingsituation zum 0:1 durch Thore Müller-Wiegand (15.).
Der Auftakt für eine hoch aktive Phase der Gäste, deren Lohn zunächst aber
ausblieb. So verweigerte Claas Böttcher den Abschluss in eine der beiden
angebotenen Ecken (19.), ehe es auch auf Abstoß-Einladung des Gegners nicht
besser lief (25.).
Abhilfe schaffte da erneutes Chaos im MSV-Strafraum, das diesmal Kapitän
Dominik Zink auf Vorarbeit Böttcher folgerichtig mit der Verdopplung bestrafte
(45.).
Kurz zuvor hatte sich auf der anderen Seite Maximilian Seubert zweimal bei
Standards angeschickt, auf pari pari zu stellen. Sein überraschend freier
Kopfball flog vorbei (39.) – einen Abschluss im Sechzehner blockierte Till
Nuppenau mit dem Fuß (42.).
Ebenso durch einen ruhenden Ball (Jayson Bielfeldts listigen Freistoß) erhielt
auch Verteidiger Finn Cornils die Chance mit dem Oberstübchen. Die Kugel bekam
der Spielführer jedoch nicht ideal gen Cosmos-Quader gelenkt (47.).
Das war´ aber auch schon wieder mit der Heim-Gefahr. Erst eine gute
Viertelstunde vor dem Ende war es wieder Seubert, der aus zentraler Position
ideal zum drüber gebolzten Versuch kam (74.). Der Anschlusstreffer hätte der
ansonsten farblosen Partie sicher neues Leben eingehaucht. So blieb es
allerdings beim Status Quo, den der Wedeler Malte Schönstedt aus ambitioniertem
Winkel fast noch auf 0:3 erhöht hätte, wäre da nicht ein rettender Kopf vor der
Linie aufgetaucht (81.).
Tabellarisch setzten sich die Cosmonauten damit im engen Mittelfeld der
Kreisliga 01 damit erstmal vor den MSV auf Rang sieben. Der neue Neunte hat
bereits am kommenden Wochenende die Chance, die erste Heimniederlage gegen TuS
Borstel einen wichtigen Sieg zum Abstand auf die gefährliche Zone
geradezubiegen.
Tore: 0:1 Müller-Wiegand
(15.), 0:2 Zink (45. Böttcher)
gelbe Karten: Almaz, Franke – Kirste
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 2,5)
Zuschauer: 45

.jpg)

.jpg)
.jpg)

.jpg)


.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)

.jpg)

.jpg)
.jpg)

.jpg)

.jpg)
.jpg)


.jpg)

.jpg)
.jpg)


.jpg)

.jpg)






.jpg)
.jpg)


.jpg)

.jpg)



.jpg)


.jpg)



.jpg)
.jpg)

.jpg)