Schlitzohr-Freistoß
macht den Anfang
NTSV-C2
profitiert gleich dreimal von Schiri-Kompetenz und ist weiter
Wenn am letzten Wochenende vor der kurzen Winterpause 26 Teams um den
Achtelfinaleinzug im U15-Pokal kämpfen (die drei Regionalligisten aus Hamburg
sind ja bereits gesetzt), wird auch die C2 des Niendorfer TSV mit von der
Partie sein.
Gegen die mäßige Bezirksliga-Elf von Cosmos Wedel II hatte sich der
Landesligatabellenführer nämlich schadlos gehalten, ohne aber dabei für große
Glanzlichter zu sorgen.
Bei beständigem „Hamburger Schietwetter“ vermochten die 70 Minuten auf dem Feld
dem durchgefrorenen Publikum nicht so recht einzuheizen.
Etwas uninspiriert wirkte nämlich der Vortrag des Favoriten, dem außer einem 22
Meter-Distanzversuch durch Niklas Eggert (vom Cosmos-Torsteher zur Ecke
pariert, 8.) nicht wirklich viele gescheite Ideen in den Sinn kamen.
So dauerte es bis in die 24. Minute hinein, bis Diego Martins Gomes beim
Freistoß am Strafraum schnell schaltete und die sich noch im Mauerbau
befindlichen Cosmonauten findig per Flachschuss überrumpelte. Ein legales Tor,
denn wie die Gäste-Spieler heute lernten, hat das Defensivteam nun mal kein
Naturrecht auf eine Abwehrmauer. Eine Erkenntnis, die dem Torschützen im
Testspiel vor der Saison gegen den TSV in einer deckungsgleichen Szene noch
fehlte. Fußball ist eben auch Lernsport!
Gut gemacht übrigens auch vom Unparteiischen, der fünf Minuten später wieder
spielflussfördernd in Erscheinung trat. Diesmal war es ein erkannter Vorteil
nach Foul Cosmos, der einen NTSV-Angriff weiterleben ließ. Zwar scheiterte
Justus Beck nach Zuspiel Jan Jankowski in den Rückraum in erster Instanz noch
an Mahamed Ahmed, doch der Abstauber saß – 2:0 (29.)!
Komplett war der mittelbare Torbeteiligungshattrick von Schiedsrichter Arthur
Schreiber (SC Sternschanze) schließlich mit dem berechtigten Strafstoßpfiff
gegen Ben Altendorf und dessen Einsatz zu Lasten von Gegenspieler John Staud.
Zwar trat Martins Gomes den fälligen Strafstoß durchaus torwartfreundlich in
die Mitte, doch Tor ist eben nun mal Tor…
Bevor die überlegenen Hausherren davon noch einmal die doppelte Dosis
beisteuerten, kamen die engagierten aber für dieses Spielniveau zu limitierten
Wedeler zumindest einmal nennenswert vor das Tor von Schlussmann Felix Hottes.
Ein durchgerutschter Ball war es, der Arman Makijan in Schussposition brachte,
doch die Kugel flog drüber gewuchtet ins Tor-Aus (37.).
Ansonsten blieb es der einseitige Kick der ersten 35 Minuten, in dem die
Bondenwald-Kicker das Nötigste taten und dabei durch Eggerts Hochschuss auf 4:0
erhöhten (44.), ehe die von der Bank gebrachten Aaron Behncke aus dem Rückraum
(56.) und Leo Bauer nach erneutem Vorteil (57.) das mögliche 5:0 jeweils
vergeigten.
Als einziger Feldspieler nicht gebracht wurde unterdessen der nach langer
Beinbruch-Pause wiedergenesene Mads Dersch, für den ein wenig Pflichtspielzeit
beim vorherrschenden Zwischenstand sicher eine gute Idee gewesen wäre…
Stattdessen spülte es im ständigen Regen Ehsan Azizi auf den Platz, was der
Joker artig mit seinem Abstaubertor zum 5:0 dankte (61.).
Das halbe Dutzend vervollständigte schließlich Joshua Pospiech, dessen hoch
angesetzter Fernschuss aus der Bewegung von links nach innen im
Landesligabetrieb wohl als dankbarer Torwart-Ball durchgegangen wäre (70.).
Ganz so einfach wird es ihnen der kommende Pokalgegner sicherlich nicht machen,
denn mit Eintracht Lokstedt wartet nun ein Spitzenteam der parallelen
Landesliga-Staffel – nur zwei Stunden zuvor mit 3:1 siegreich gegen die zweiten
NTSV-2010er, die ebenfalls als Landesligist durch die Spielzeit gehen.
Tore: 1:0 Martins
Gomes (24., direkter Freistoß), 2:0 Beck (29. Jankowski), 3:0 Martins Gomes (32., Strafstoßtor,
Altendorf an Staud), 4:0 Eggert (44.), 5:0 Azizi (61.), 6:0 Pospiech (70.
Hussein)
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 2)
Zuschauer: 50
Sonntag, 17. November 2024
Spielbericht Niendorfer TSV 2.C - SC Cosmos Wedel 2.C
Samstag, 3. Dezember 2022
Spielbericht SC Sternschanze 1.C - SC Cosmos Wedel 1.C
„Eine
Nummer zu groß“
Oberligist
Cosmos Wedel springt locker ins Pokal-Achtelfinale
Keine Pokalromantik mochte am ersten Dezemberwochenende 2022 die U15 Cosmos
Wedels aufkommen lassen. Ungefährdet kegelte das Oberligaspitzenteam den
klassenniedrigeren SC Sternschanze mit 5:1 aus dem Wettbewerb.
„Es war von Anfang an klar, dass das ein schwieriges Spiel für uns wird.
Dennoch haben wir es im Nachhinein betrachtet, sehr gut gemacht, haben gut
Räume zugemacht, nicht ganz so viel zugelassen“, lobte Schanzes Arthur Schreiber
die eigenen Farben, die dem stärkeren Gegner trotz erneut diverser Ausfälle
lange einen torlosen Zwischenstand abtrotzten.
„(…)dann können wir schon fast 1:0 in Führung gehen. Das ist ein bisschen
ärgerlich“, befand der Mittelffeldspieler, dessen Kollege Elias Zarbal nach
einer guten Viertelstunde per Freistoß unweit an der überraschenden
Heim-Führung vorbeischrammte (16.).
Stattdessen eröffnete Alexander Brandes den Torreigen nach ersten Annäherungen
der Kollegen Neumann (9.) und Lux (21.) völlig blank am zweiten Pfosten mit
seinem 0:1 (24.). Nachschlag servierte im Eckballgetümmel Auswahlspieler Finn
Lux, sodass sich Schanze auch nach den Seitenwechsel eher in Schadensbegrenzung
übte. „Wenn du hinten aufmachst, wirst du schon schnell mit Tempo überlaufen.
Wenn du da einmal unkonzentriert bist, steht es direkt 0:3 und dann ist
wirklich der Deckel drauf.“.
Auch ohne großes Offensivaufbäumen ereilte die Schanzer*innen genau jenes
Schicksal. Ballgewinn der Cosmonauten im Mittelfeld und schon war der „große,
schnelle“ Lux auf und davon (54.). „Alles ging über den 15er: Der war auch
stark! Wenn man sich das anguckt: der macht ja alle Tore bei denen. Ich glaube,
ohne den würden die auch gar nicht so weit oben stehen. Irgendwann wird der
dann auch wechseln“, adelte Schreiber seinen um einiges höher gewachsenen
Gegenspieler.
Während es für den SCS nun „zu spät zum Aufmachen“ war, blieb der Oberligist im
Fluss, der den Ex-HSVer Shawn Czichon in Idealposition zum 0:4 in die lange
Ecke spülte (60.).
Immerhin markierte Mohammadullah Azimi im Angesicht mit dem chancenlos
zurückgelassenen Moritz von der Reith noch den Ehrentreffer (69.), auf den es
drüben jedoch die postwendende Antwort setzte, als der eingewechselte Yi-Yun
Masli in mittlerer Strafraumausrichtung zum Abschluss kam, Enno Gloßner die
Kugel noch watschte, aber nicht mehr ablenken konnte (70.). Der 1:5-Endstand
war perfekt!
„Cosmos war klar eine Nummer zu groß“, gestand der damit vor dem Achtelfinale
aus dem Pokal getilgte Schreiber, der sein Team zumindest „spielerisch“ als „das
ganze Spiel über besser“ wahrgenommen hatte.
Das dürfte doch als eine zusätzliche Motivationshilfe für den letzten
Ligaauftritt des Jahres gegen das Schlusslicht aus Schnelsen dienen. „Jetzt
kommt Germania. Ich denke, da können wir jetzt zum Hinrundenabschluss nochmal
ein schönes Ding raushauen und nochmal diese drei Punkte mitnehmen, um unten
ein bisschen rauszukommen; vielleicht auch mal ein bisschen Frust rausschießen.“.
Tore: 0:1 Brandes (24.),
0:2 Lux (31.), 0:3 Lux (54.), 0:4 Czichon (60.), 1:4 Azimi (69.), 1:5 Masli
(70.)
Schiedsrichter: Ahmad Ahmadi (VfL
Hammonia, Note 2,5: kaum gefordert in einer fair geführten Partie, muss jedoch
an seiner Körpersprache arbeiten)
Zuschauer: 55