Hirsche klettern aus dem Keller
3:0!
TSV Heist landet wichtigen Nachholdreier – TuS Appen stürzt weiter ab
Seit dem krachenden 6:2-Derbysieg in Moorrege hatte die Rettungsmission des TSV
Gut Heil Heist zuletzt etwas Sand ins Getriebe bekommen. Mit dem wichtigen 3:0
auf eigener Koppel gegen den Direktkonkurrenten aus Appen sieht die Welt an der
Hamburger Straße aber schon wieder viel besser aus.
Aufhellung erfuhr das heistmer Gemüt im dienstäglichen Nachtragsmatch quasi
direkt nach dessen Anstoß, als Paul Smit sich die Kugel am linken Strafraum-Eck
seelenruhig auf rechts legte und sie trocken ins kurze Eck nagelte (2.).
Ein Szenario, das ihm aus zentraler Position wenig später nicht vergönnt war,
als Marcel Münster in den lückenhaften Abwehrreihen der Gäste passend ablegen
konnte. Smits Versuch rotierte aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei (5.).
Deutlich gemächlicher ging es fortan zu. Der TSV machte es sich hier und da mit
etwas unglücklichen Entscheidungen am Ball selber schwierig, die
Feldüberlegenheit weiter ins Ergebnis einfließen zu lassen, während die Jungs
vom Almtweg mit ihrer Suche nach Stabilität und Angriffsstruktur voll
ausgelastet waren. Entsprechend dauerte es bis Minute 45, ehe Philip Pinnow
einmal ein offensives Lebenszeichen aus dem Rückraum gelang. Kann man so
zumindest einmal versuchen…
Als hätten die Hausherren dies als Warnschuss verstanden, legten sie noch vor
dem Pausenpfiff das 2:0 nach, bei dem Münster als einziger Interessent in einen
hohen Krüger-Freistoß startete – so einfach kann das gehen!
…traf auch auf die Szene zum 3:0 zu, als es mit Tempo und Beinfreiheit über
links ging und Jakob Schmidt seinen Namensvetter Max zentral im Fünfer erspähte
(48.). Ein Kantersieg deutete sich an, zumal Smit in der Bewegung nach innen
gar das vierte Gut Heil-Hurra auf dem knapp verziehenden Fuß hatte (50.).
Doch wieder verlor die Partie etwas an Unterhaltsamkeit. Deniz Cebbars Lupfer,
den TSV-Goalie Benjamin Schimmel unschädlich patschte, nachdem ihn Lukas Kremer
per Diagonalball angespielt hatte (61.), gehörte somit genauso zu den
verbliebenen Höhepunkten wie Tom Kruses Scheitern an der Querlatte auf der
anderen Seite (79.).
Auch der letzte Moment von Bedeutung sollte noch einmal dem neuen
Tabellenelften gehören, hatte Torwart-Oldie Enrico Carl alle Mühe einen leicht
abgefälschten Smit-Freistoß abzuwehren, ehe Max Ossenbrüggen den freien Nachschuss
in der Hektik der Aktion nicht erwischte (85.).
3:0 also am Ende, wo sich TuS Appen nach dem nunmehr siebten Match in Serie
ohne Sieg langsam wiederfindet. Als Vorletzter der Kreisliga 1 (drei Zähler
Rückstand auf den 13., Moorreger SV) liegt der Ligaverbleib jetzt nicht mehr in
eigenen Händen. Nächster Gegner im direkten Kellerduell ist am kommenden
Sonntag die Reserve der SV Lieth (14.).
Der TSV Heist könnte dagegen bereits am Freitag im Derby gegen Schlusslicht TSV
Holm mit satten vier Punkten von den Kreisklasseplätzen davonziehen.
Tore: 1:0 Smit (2.), 2:0 M. Münster (45.+1, Krüger), 3:0 M.
Schmidt (48. J. Schmidt)
gelbe Karten: M. Münster, Smit – Stolzenburg, Pinnow, Schawaller
Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)
Zuschauer: 60
Dienstag, 5. Mai 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - TuS Appen
Sonntag, 3. Mai 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - SV Lieth II
Magens serviert die Rettungsweste
Auswärtssieg
im Keller-Duell: SV Lieth II schiebt sich weiter ans Ufer
Da sind sie wieder! Wochenlang musste die Reserve der SV Lieth erdulden, wie
die Konkurrenz im Rotlichtbezirk der Kreisliga 01 auch durch die vielen Nachtragsspiele
auf Naturrasen nicht nur heranrückte, sondern sogar vorbeizog.
Mit dem nun zweiten Erfolg in Reihe schloss der Tabellenvorletzte nun aber
wieder voll gen Klassenerhaltszone auf.
Im Kellerduell beim TSV Heist war dabei vor allem auf die hauseigene
Bezirksligaexpertise Verlass. Die nicht in der Bezirksliga festgespielten Finn
Struve, Michel Cords und Kilian Weers freuten sich heuer mit dem oben gelbgesperrten
Meraja Magens auch noch über den Unterschiedsspieler des Ligateams. Welche
Blüten die teils diffusen Regelungen des Hamburger Fußballverbands so treiben…
Denn während sich Magens´ Stammkollegen 1:8-Dresche in Schnelsen abholten,
fügte sich der 20-fache Oberligakicker nach einer Anlaufphase im rauen
Kreisligaumfeld als Doppelpasspartner für Florian Ballners Linksschuss ein
(28.). Gut gemacht, aber da fehlte noch etwas.
Besser lief es wenig später, als Magens im Umschalten diesmal den aus der
Bezirksliga vertrauten Michel Cords bediente und sich dieser vom latent
störenden Adriaan Banas nicht in seinem Werk zur flachen 0:1-Pausenführung
irritieren ließ (35.).
Wiederum per rascher Spielrichtungsänderung schlug das Duo kurz nach der Pause
gleich nochmal zu. Wieder war es am Ende Cords, der halblinks ins ferne Eck
vollendete, nachdem ihn Magens entsprechend angespielt hatte (51.).
Und als Abwehrmonument Kilian Weers sogar einen Ausflug als Flügelstürmer nur
von TSV-Fänger Benjamin Schimmel beendet erlebte (54.), schien der
Sonntagnachmittag noch ein richtig Lustiger, für die Gäste zu werden.
Doch auch die Heistmer haben ja ihren Individualisten, der sich in der Gestalt
des Paul Smit eine Schusschance selbst gegen drei Mann erarbeitete (55.) und
die nächste mit dem Freistoß, um die Mauer herum, an der Pfosten setzte (59.).
Bevor Smit und Co den Bock hier umzustoßen vermochten, war drüben plötzlich
wieder dieser Magens auf Tour. Diesmal von Semih Zeybekoglu die Linie raufgeschickt,
fand sich nun mit Ballner ein neuer Abnehmer des gepflegten Querpasses zum 0:3
(65.).
Das Thema schien durch, zumal Magens selber im Eins-gegen-Eins mit Schimmel das
mögliche 0:4 auf dem Fuß hatte (71.). Doch eine etwas überraschende
Strafstoßentscheidung wegen eines angeblichen Haltens im SVL-Sechzehner
fütterte wieder leise Hoffnungen der Gastgeber, die Smit sicher rechtsunten mit
1:3 heranbrachte (81.).
Ebenso nur wenige später, nachdem Finn Rudek Kapitän Jakob Schmidt einen Fußkontakt
versetzte und die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Hasan Olgun (TBS Pinneberg)
und seinem Assistenten Carsten Petersen einen gewissen Loriot-Charakter
versprühte. Strafstoß – Abseits – dann halt doch Strafstoß – Smit auf die
gewohnte Weise – nur noch 2:3 (85.)!
Eine typisch umkämpfte Schlussphase mit sechs Minuten Nachspielzeit blieb daraufhin
allerdings ohne weitere Offensivfeuer, sodass die Flamme der SV Lieth im
Tabellenkeller wieder ordentlich lodert. Nur noch einen Zähler gilt es auf den
heuer geschlagenen Widersacher auf dem rettenden 13. Platz aufzuholen. Mit zwei
Duellen gegen die Mitkonkurrenten aus Appen und Moorrege stehen die Sterne
plötzlich wieder ganz ordentlich für den Ligaverbleib. Gilt nach wie vor aber
auch genauso eins zu eins für den TSV Gut Heil der bereits am kommenden Dienstag
TuS Appen zum Nachholkracher empfängt!
Tore: 0:1 Cords (35. Magens), 0:2 Cords (51. Magens), 0:3
Ballner (65. Magens), 1:3 Smit (81., Strafstoßtor), 2:3 Smit (85.,
Strafstoßtor, F. Rudek an J. Schmidt)
Schiedsrichter: Hasan Olgun (TBS Pinneberg)
Zuschauer: 62
Mittwoch, 22. April 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Moorreger SV
Seuberts Derby-Show
Dreierpacker
schießt Moorreger SV über den Strich
Letzte Woche TuS Appen (3:1) und diesmal der TSV Heist: wer es aus der Nachbarschaft
derzeit im Abstiegskampf der Kreisliga 01 mit dem Moorreger SV aufnimmt, muss
sich ordentlich auf etwas gefasst machen.
Mit einem 4:1-Derbytriumpf beim Ortsnachbarn schaffte der MSV am Mittwochabend
einen wichtigen Satz im Untergeschoss des Klassements.
Bei windigem Sonnenuntergang ging der Stern der Gäste heuer ganz bald auf, als
der TSV ordentlich Platz ließ, sodass Jonas Kaufmann über die Stationen Seubert
und Franke zum zentral eingeschobenen 0:1 gekommen war (2.).
Ein idealer Spielbeginn, dessen Neutralisierung allerdings nicht allzu lange
auf sich warten ließ, setzte sich die heistmer Lebensversicherung, Paul Smit,
mit reichlich Physis im Sechzehner durch, um vor der Kiste wieder einmal nichts
anbrennen zu lassen – Saisontor Nummer 18 (11.)!
Viel lief auch in der Folge über den Einzelkönner, der jedoch entweder auf sich
alleingestellt war oder durch Unzulänglichkeiten seiner Mitstreiter keine
weiteren Gründe zum Jubeln erhielt. Auch die disziplinierten Harmanci-Schützlinge
sollten daran ihren Anteil haben. Vor allem, weil auch nach vorne immer mal wieder
spannende Nadelstiche gelangen. Einer davon hatte Jannis Franke in halblinke
Schussposition geschickt; rechts vorbei (38.) – ärgerlich!
Nicht so dafür, was nur Augenblicke später passieren sollte. Erst tankte sich
Kollege Maximilian Seubert nach Ballgewinn unaufhaltsam in Richtung 1:2 durch
den Sechzehner (40.), dann vollendete der ehemalige Kicker des Rendsburger TSV
eine erneute Umschaltszene mit Jonas Kaufmann und Jayson Bielfeldt mühelos zum
1:3-Pausenstand (41.). Die halbe Derby-Miete war schon mal geschafft!
Konkrete Einfälle dagegen fielen dem TSV auf der anderen Seite schwierig.
Zweimal war es Smit, der MSV-Goalie Niklas Puttmann jeweils vor keine übermäßige
Aufgabe stellte (61. & 76.). Ansonsten lebte das Match von seiner
Körperlichkeit, die den Heistmer Björn Schramm auch gut und gerne via gelb-rot an
den Seitenrand hätte befördern können (59.)…
Von dort aus holte sich dafür Marcel Bastide als Auswechselspieler den roten
Karton ab (83.). Die Hoffnung auf die Wende schien da bereits dem Frust
gewichen zu sein, zumal Seubert bei einer Bielfeldt-Flanke per Flugkopfball das
mögliche 1:4 auf dem Schädel hatte (86.).
Endgültige Gewissheit vermochte auch Gian Luca Reinl nicht herbeizuführen
(90.+1), scheiterte der Joker gleich doppelt am aufmerksamen Benjamin Schimmel,
dessen Alptraum im schwarzen Gewand dafür auf den Namen Maximilian Seubert
hörte. Nachdem Julian Kühl das Bein im Strafraum etwas später gen Ball bewegte
als Gegenspieler Franke, setzte der nunmehr sechsmal binnen vier Partien
erfolgreiche „13er“ den 1:4-Schlusspunkt (90.+2.).
Die Tendenz von Dreierpacker Seubert und Co weist damit weiter positiv in
Richtung Klassenerhalt: Rang zwölf bei aber nur zwei Zählern Vorsprung – auf den
TSV, der die Vorzeichen beim sofortigen Wiedersehen am kommenden Sonntag dann
wieder umkehren möchte. Um dieses gut besuchte B431-Derby wäre es freilich
schade, wenn die Hirsche auch in der Endabrechnung unterm Strich verharrten. Vielleicht
gelingt ja nun im anstehenden Rückspiel der sportliche Heist (englisch für
„Raubüberfall“)…
Tore: 0:1 Kaufmann (2. Franke), 1:1 Smit (11. J. Schmidt), 1:2
Seubert (40.), 1:3 Seubert (41. Bielfeldt), 1:4 Seubert (90.+2, Strafstoßtor, J.
Kühl an Franke)
gelbe Karten: Schramm – Kaufmann, Prange, Getmann, Bielfeldt, H.
Harmanci (Trainer)
rote Karte: Bastide (TSV Heist, 83., grobe Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 90
Mittwoch, 10. Dezember 2025
Spielbericht SC Cosmos Wedel - TSV Gut Heil Heist
Zwei
Hattricks – zwei Gefühlswelten
Cosmos
verschenkt Nachholspiel – Smit schießt TSV Heist auf Rettungshöhe
Hattrick geschossen und doch verloren. Für Claas Böttcher war es ein mehr
bitterer als süßer Jahresabschluss 2025, den er da mit seinen Wedeler
Cosmonauten gegen den TSV Heist im heimischen Kunstrasenkäfig verlebte.
Begonnen hatte der Nachholer aus der vereisten 15. Auflage der Kreisliga 1 am
Mittwochabend ziemlich verheißungsvoll. Zwar tauchte Gäste-Schlussmann Marvin
Scholz gegen Leotrim Murselaj behände ab und sicherte zudem gekonnt, vor dem
heranstürmenden Dominik Zink (8.), doch kurz darauf waren die Hausherren auch
durch gegnerisches Ungeschick 1:0 vorne. Ole Krögers langen Hafer blockierte
Scholz, bevor Tom Hadler vorbeiziehen konnte, ehe Böttcher die zufällig
erhaltene Schussaufforderung aus 20 Metern dankend annahm (12.).
Die Gäste aus Heist, die in Jahr zwei nach ihrer Kreisliga-Rückkehr um den
Anschluss ans rettende Ufer kämpfen, bewiesen jedoch Moral und arbeiteten sich
– auch, weil Cosmos durch Nick Schmuck (Pfosten, 20.) nicht erhöhte –
kurzerhand zurück ins Match. Patrick Günsch´ Steckpass vergoldete nämlich Lasse
Kruse halblinks im Strafraum zum Gleichstand (21.), der noch lange nicht das
Ende heistmer Fahnenstange bedeutete. Denn kaum hatte man hinten wieder Glück,
dass Zink nach schöner Bewegung mit links etwas das Zielwasser fehlte (26.),
machte es Einzelkönner Paul Smit stilecht mit viel Platz aus 40 Metern (39.)!
Und als wäre das noch nicht genug des Qualitätsnachweises, spazierte der
sechsmalige Oberliga-Kicker einfach mal selber über links zum eingeschobenen
1:3-Halbzeitstand (39.).
Die Wedeler schlugen sich dagegen unter Wert, war neben einem Abseitstor (36.)
auch ein nur per Posern-Grätsche gestoppter Böttcher-Lauf bis zur Grundlinie
(43.) zu betrauern.
Viel Zeit dafür blieb allerdings nicht, weil Gut Heil weiter auf die Tube
drückte und die Cosmonauten jeweils nach Eckstößen in ärgste Bedrängnis brachte
(55. & 56.).
Etwas überraschend kam daher Böttchers zielgenauer 2:3-Anschlusstreffer von
halblinks (58.), der die Spielstatik jedoch nicht nachhaltig zu ändern
vermochte.
Tonangebend blieben nämlich die Jungs von der Hamburger Straße, die sich knappe
20 Minuten vor dem Ende, mit Smits kurzem Einwurf als Einleitung, durch Jakob
Schmidt und dessen 2:4 entsprechend belohnten (69.).
Als Zugabe, die der eingewechselte Yannick Müthel zuvor noch knapp mit rechts
verpasste (84.), schenkte der TSV seinen Anhängern 14 Tage vor Heiligabend noch
das fünfte Hurra, das vor allem Rene Gills Willenskraft über rechts zu verdanken
war. Smit brauchte seinen Hattrick nur noch ins leere Tor zu vollenden (86.).
Apropos: Auch Böttcher gerierte sich auf der anderen Seite noch einmal als
trocken aus 20 Metern abziehender Dreifachtorschütze (87.), doch letztlich
konnte der 24-Jährige damit nicht verhindern, dass seine nach der Pause fast
komplett abgetauchte Elf mit einem Negativerlebnis in die Winterpause geht.
Platz acht passt für den defensiv anfälligen Aufsteiger, der als sportlich in
die Kreisliga aufgestiegenes Reserveteam die aufgelöste Ligamannschaft beerbte,
durchaus ins Leistungsbild. In Heist ist derweil der Anschluss an den Rivalen
aus Moorrege auf dem rettenden Rang 13 in gleicher Punkthöhe wiederhergestellt.
Noch ein paar Smit-Hattricks und
Tore: 1:0 Böttcher (12.
Hadler), 1:1 L. Kruse (21. Günsch), 1:2 Smit (30.), 1:3 Smit (39.), 2:3
Böttcher (58. Schmuck), 2:4 J. Schmidt (69. Krüger), 2:5 Smit (86. Gill), 3:5
Böttcher (87. Hadler)
gelbe Karten: Kröger, Hadler, Zink,
Gleitsmann – Gill
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener
SV)
Zuschauer: 45
Mal wieder entscheidender Faktor für den TSV Heist: Torjäger Paul Smit
Sonntag, 9. November 2025
Spielbericht SV Lieth II - TSV Gut Heil Heist
Viera
und die Joker stechen
Wichtiger
5:1-Triumph hievt SV Lieths Zweite aus der Abstiegszone
Mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen und dem zuletzt desaströsen 1:8
in Sparrieshoop rauschte die Zweitvertretung der SV Lieth neulich hinunter in
den Tabellenkeller der Kreisliga 1, aus dem es nun mit einem 5:1-Ausrufezeichen
gegen den TSV Heist wieder etwas hinausging.
Begonnen hatte der Fluchtlichtkick am Sonntagnachmittag allerdings reichlich
suboptimal, für die Gastgeber, die Schlussmann Daniel Diedrigkeit nach bereits
20 Sekunden vor dem sofortigen Rückstand bewahrte. – Jedoch auf Kosten eines J.
Schmidt-Eckstoßes, den der aufgerückte Marcel Bastide im Sechzehner zum 0:1 in
Sekunde 50 verwertete (1.).
Abgesehen von einem Götting-Schlenzer (rechts vorbei, 34.) waren die Heistmer,
denen in den letzten Wochen außer dem 9:3-Erfolg gegen Union Tornesch nichts
Zählbares gelang, dem 0:2 insgesamt näher als die Liether dem Ausgleich.
Nach langer Eröffnung, die Linie runter, Nevio Schuchhardts Querpass und Niklas
Viera Gerkens freiem Abschluss durfte dennoch das 1:1 bejubelt werden (42.).
Mit etwas Glück, dass Jakob Schmidt zweimal verfehlte (45.+1 & 45.+2),
hielt das Remis bis in den zweiten Durchgang, der den Roten den erhofften
Rückenwind bescherte.
Den Anfang machte erneut Viera Gerkens, der zentral das 2:1 besorgte (53.), ehe
Joker Michel Cords einen unglücklichen Torwartausflug mit dem 3:1 ins quasi
leere Gehäuse bestrafte (63.). Mit dem Tempovorteil auf der Habenseite,
bediente Ole Schedelgarn den ebenso frisch eingewechselten Fabian Kühl zum
flach eingeschobenen 4:1 (74.).
Nur Cords´ nächste Chance, die TSV-Schlussmann Rayk Schwertfeger im Abtauchen
vereitelte (76.), passte da nicht ins Bild der heuer durchaus effizienten Klein
Nordender.
Ganz anders dagegen der TSV Heist, der der jungen Dynamik des Gegners nur wenig
entgegenzusetzen hatte. Mit Rene Gills Hereinnahme kam vorne zwar etwas mehr
Torgefahr auf (77. & 81.), doch das nächste und letzte Tor des Tages fiel
noch einmal auf der anderen Seite, als abermals ein unbehelligtes Zusammenspiel
von Reservisten zwischen Jannic Bartl und Tom Busse den umjubelten 5:1-Endstand
herstellte (89.).
Die SV Lieth eroberte damit erstmal Rang zwölf, während der TSV Heist einen
Platz drunter jetzt punktgleich mit den Torneschern auf Abstiegsplatz 14 dasteht.
Tore: 0:1 Bastide (1. J.
Schmidt), 1:1 Viera Gerkens (42. N. Schuchhardt), 2:1 Viera Gerkens (53.), 3:1
Cords (63.), 4:1 F. Kühl (74. Schedelgarn), 5:1 Busse (89. Bartl)
gelbe Karten: Dickenhausen – J.
Schmidt
Schiedsrichter: Lennart Elias Klare
(Note 1,5: führte mit höchst souveräner Ausstrahlung und engagierter Laufarbeit
durch eine Begegnung mit einer Vielzahl von (korrekten) Abseitsentscheidungen.)
Zuschauer: 45
Montag, 21. April 2025
Spielbericht TSV Gut Heil heist - Wedeler TSV
Mehr
Sprit im Tank
Überlegener
Auswärtssieg: Wedeler TSV gewinnt bei ausgelaugten Heistmern
Vier Spiele in neun Tagen; dieses Programm schlaucht. Kein Wunder also, dass
der TSV Heist beim ostermontäglichen Nachholtermin gegen den Wedeler TSV diesmal
nicht mehr die starken Eindrücke der letzten (klassenerhaltsbringenden) Wochen
halten konnte.
0:2 hieß es am Ende gegen die in der Kreisliga 1 um sieben Plätze besser
angereisten Elbestädter, deren Spielanteile rasch die höheren Ausmaße annahmen.
Einzig für den gerechten Ertrag wollten diese noch nicht sorgen.
So ärgerte sich Michel Hönke beispielsweise über zwei aussichtsreich
verschwendete Großchancen (5. & 9.), ehe auch die Patats (Tobias mit
krummem Heber (11.) und Malte per Kopf (16.)) die Torlosigkeit nicht zu durchbrechen
vermochten.
Hilfe beim Führungstor war auch von Schiedsrichter Robert Karus (SC Hansa 11)
nicht zu erwarten, bewertete er Dominic Lemckes abgespreizten nicht-Stützarm
beim grätschen als nicht strafstoßwürdig (36.).
Erst mit dem Wiederbeginn führte die grüne Überlegenheit doch endlich zum
Erfolg, als Hönke gemeinsam mit Ben Ohm über rechts vorarbeiteten, damit T.
Patat in der Mitte frei einschieben konnte – eine Erleichterung (47.)!
Die Heistmer dagegen haderten damit, die Kugel nicht konsequent aus der
Gefahrenzone geschafft zu haben. Ebenso, wie in Minute 66, als der eingewechselte
Mateusz Duda schön zu Kalle Woytek durchsteckte, Marvin Scholz den linken Fuß reflexartig
ausfuhr und auch Marc-Lukas Kawohls Nachschuss ein Fall für die vorschnellende
Extremität des Tormanns war.
Fünf Minuten später meldeten sich die Hausherren, die bereits in der ersten
Hälfte Außen-Wirbelwind Lasse Kruse verletzt verloren, dann tatsächlich selbst
einmal zu Wort, indem ein fix ausgeführter Smit-Freistoß bei Marius Kock für
dessen Volley landete (71.). Immerhin mal etwas zu greifen, für den ansonsten
beschäftigungslosen Lasse Lastella im Gehäuse des einstigen Oberligaclubs, der auf
der anderen Seite beharrlich und laufstark an der Vorsprungsverdopplung
arbeitete. Insbesondere Woyteks Doppelchance, die Querbalken und Rücklage
vermasselten, sei da zu nennen (83.).
Nach erneutem Steckpass aus der Tiefe war es dann schließlich vollbracht: Frei
vor Scholz, behielt Joker Nico Knodt die Coolness, um klassisch zum 0:2-Endstand
für den neuen Tabellenvierten zu vollenden (87.).
Tore: 0:1 T. Patat (47.
Ohm), 0:2 Knodt (87.)
Schiedsrichter: Robert Friedhelm
Karus (SC Hansa 11)
Zuschauer: 60
Samstag, 19. April 2025
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - TV Haseldorf
Lastella
fliegt – TVH siegt trotzdem
Nachbarschaftsduell
gewonnen: Haseldorfer wieder alleine vorne
Wer bitte will eigentlich noch ernsthaft am Aufstieg des TV Haseldorf
zweifeln?! Wieder riss der Spitzenreiter der Kreisliga 1 seine Anhänger nicht
restlos vom Hocker, geriet selber mächtig ins Rudern, doch wie so oft in dieser
Saison brachten die „Appelplücker“ den Dreier in gewohnt mannschaftlicher
Geschlossenheit ins Trockene.
Wer es am Rande dieses Ostersamstagskicks nicht dorthin schaffte, konnte nur
noch auf ein gutes Immunsystem hoffen. Trister Dauerregen, über den die Partie
zunächst herzlich wenig hinweghalf. Engagierte Zweikämpfe und Fehlervermeidung
standen zunächst beidseitig auf der Agenda. Strafraumszenen daher erstmal
Mangelware. Man war dankbar für Szenen, wie Marten Fülschers spitzwinkligem
Versuch, den TSV-Fänger Marvin Scholz per Fuß ins Tor-Aus navigierte (15.).
Mit dem Fangen war das bei der Nässe dagegen zehn Minuten später so ein Kreuz.
Eine Niemann-Flanke rutschte dem Tormann in hohen Lüften aus den Handschuhen
und schon war ein wacher Haseldorfer zum Abstauber bereit – das zum Spiel passende
0:1 durch Michel Lienau (25.).
Das war´s dann erstmal wieder, bis sich Anfang des zweiten Durchgangs die
Hausherren einmal schön empor kombinierten, Marcel Münster in der Mitte aber
zwei Schuhgrößen für die Hereingabe fehlten (50.). Ebenso wie Lars Rose auf der
anderen Seite (64.).
Viel spannender als die Frage nach Toren entwickelte sich fortan das Kartenkonto,
insbesondere dies des Haseldorfers Lastella. Bereits wegen Ballwegschlagens
verwarnt (58.), lag die Ampel nicht nur bei einem harten Einsteigen gegen
Kapitän Marcel Bastide in der Luft (67.). Die nächsten vier Tickets binnen zehn
Minuten sahen dafür jeweils zwei andere Akteure auf beiden Seiten.
Und fußballerisch? Da probte der bereits sicher gerettete Aufsteiger auch ohne
den im Zentrum gelb-rot-gesperrten Jakob Schmidt den Aufstand – vor allem mit
einer Dreifachchance, die erst Lasse Kruse gegen den sich breit machenden Niklas
Grote vergeigte, ehe im Nachsetzen (Flanke Jakub Wiechmann) M. Münster am
Lattenkreuz und am Umstand, dass ein Fußballtor eben nur 2,44m hoch ist,
scheiterte (82.).
Und nochmal bot sich dem umtriebigen Kruse dank Smits Ecke das perfekte Setting
für den verdienten Ausgleich. Der Kopfballaufsetzer wollte sich aber nicht mehr
rechtzeitig senken (86.).
Ob Lienau den Heistmer bei dessen Abschlusspech kurz darauf vielleicht gar
nicht im Strafraum hätte abgrätschen müssen (87.)? Das Spiel mit dem Feuer/Strafstoß
ging für den Haseldorfer gerade noch einmal gut.
Nicht so aber für Lastella, den es tief in der Nachspielzeit doch noch
erwischte, als ihn Herr Wischer aus Rugenbergen das überharte Hineinrauschen in
den Torwart gar mit glatt Rot kickte (90.+6).
Auch in Unterzahl gelang aber das Zittern um den knappen Auswärtssieg, mit dem
Lienau und Co nun wieder die alleinige Tabellenführung der Kreisliga 1, drei Zähler
vor dem SC Egenbüttel II, übernahmen. Genau jenem Gegner, gegen den man vor
knapp 15 Jahren – am 20.05.2010, den bis dahin letzten Bezirksliga-Kick-Off
(3:6 Niederlage) erlebte. Zwei Spieltage vor Schluss und noch einen weiteren
Nachholer bei TuS Borstel im Köcher, dürfte angesichts des unerschütterlichen
Matchglücks der Kälberloh-Elf kaum noch irgendwer begründete Zweifel daran
haben, dass ausgerechnet der damalige Finalgegner und Mitabsteiger nicht mehr
vorbeizieht.
Tore: 0:1 Lienau (25.
Niemann)
gelbe Karten: Gill, Smit, Wörmcke
(Trainer) – Lienau, Lastella, J. Lüchau, Pieper
rote Karte: Lastella (TV Haseldorf, 90.+6,
grobes Foulspiel an Scholz)
Schiedsrichter: Michael Wischer (SV
Rugenbergen)
Zuschauer: 75
Sonntag, 13. April 2025
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - TuS Appen
Aufstiegstorjäger
sichert die Klasse
Dank
Smits Dreierpack: TSV Heist darf vorzeitig (fast) für die Kreisliga planen
Mit über 40 Buden ballerte Paul Smit seinen TSV Heist im Vorjahr zur Rückkehr
in die Kreisliga – nun lieferte ein Hattrick des 27-Jährigen den wohl
vorentscheidenden Schritt zum Ligaverbleib.
Daheim gegen TuS Appen war der Start in den 28. Spieltag allerdings erstmal
gründlich in die Hose gegangen. Die Gäste, bei denen Henrik Oldenburg früh den
verletzten Marlon Deletz ersetzte, waren nämlich durch den ungeplanten Joker und
dessen Außenrist sehenswert in Führung gegangen (24.). Das kommt davon, wenn
man trotz (zu) tiefer Grundhaltung nicht in die entscheidenden Zweikämpfe kommt!
Apropos Zweikämpfe: Ein solcher in regelwidriger Gestalt servierte Smit die
schöne Freistoßposition, die das Edelfüßchen prompt flach an den helfenden
Innenpfosten schweißte – 1:1 (39.)!
Und noch einmal kam Gut Heil regelwidrige Körperlichkeit zu Gute. Diesmal
räumte Schlussmann Enrico Carl den Torschützen volle Lotte von den Beinen.
Schiedsrichter Claus-Dieter Köhler (inzwischen beim Tangstedter SV
untergekommen) plädierte auf „Ball gespielt“, doch die hochschnellende Fahne
seines Assistenten signalisierte Gegenläufiges. Eine kurze Unterredung und der
Pfeifen-Senior (78) war zum Strafstoßpfiff bewogen. Luca Pommerenke, der sich
den Zeitraum der Schiri-Beratungen mit etwas gegenseitigem Trashtalk vertrieb,
glänzte gegen den Torwart auch mit dem Fuß: Carl verladen und rechts die 2:1-Halbzeitführung
markiert (42.).
In den letzten fünf Begegnungen war es lediglich dem Primus aus Haseldorf
gelungen, die formstarken, aber heute personell dünn besetzten Appener durch
drei späte Tore in die Schranken zu weisen; heute war den Almtweglern jedoch
ein gebrauchter Tag angedreht worden. Vor allem ihr 39-jähriger Tormann, dem nach
nur 38 Sekunden im zweiten Abschnitt ein Smit-Fernschuss zum 3:1 wie ein Stück
Seife durchflutschte, verlebte freilich schon befriedigendere Fußballtage (46.).
Seine Vorderleute bestätigten allerdings ebenfalls nicht die zuletzt erbrachten
Leistungen. Gegen sich immer wieder kompakt zurückziehende Heistmer fehlte es
gänzlich an überraschenden Lösungen.
Der führende Gegner konzentrierte sich derweil auf sein Kerngeschäft. Die
Hereinnahme von Rene Gill als gegnerzermürbendes Element tat da sein Übriges. „Schurke,
benimm dich!“, schallte es bei dessen Einwechslung für den fleißigen Adriaan
Banas vom Giebel des bald fertiggestellten Funktionshauses an der Spielfeldlängsseite,
ehe das Betteln um das nicht erhaltene Ticket mit drei Fouls binnen nicht
einmal drei Minuten begann…
Sportlich hatte das inzwischen nicht nur durch Gill äußerst physisch geführte
Match nicht mehr viel zu bieten. Nur noch Smit wollte es offenbar noch so
richtig wissen. Im Volltempo ging es mit der Murmel am Fuß wieder in Richtung TuS-Tor,
das mit seinem dritten Streich zum 4:1 endgültig oft genug getroffen war, um
Komet Blankenese auf dem Abstiegsplatz der Kreisliga 1 um nunmehr sieben Zähler
zu distanzieren (82.). Das wird reichen, um auch 2025/2026 Kreisligafußball im
Norden der 3.000-Einwohner-Gemeinde erleben zu dürfen!
Ebenso im angrenzenden Appen, wo der Höhenflug genauso ein Ende fand, wie die
letzte Chance, vielleicht doch nochmal in den Kampf um Rang zwei eingreifen zu
können.
Tore: 0:1 Oldenburg (23.),
1:1 Smit (39., direkter Freistoß), 2:1 Pommerenke (42., Strafstoßtor, Carl an
Smit), 3:1 Smit (46.), 4:1 Smit (82.)
gelbe Karten: Bastide, Pommerenke – Kremer,
Hippe, Carl, Koopmann, Roll
Schiedsrichter: Claus-Dieter Köhler
(Tangstedter SV)
Zuschauer: 65
Hattrick zum quasi-Klassenerhalt: Paul Smit.
Sonntag, 4. August 2024
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Holsatia im EMTV
Spiel
eingestellt und doch gewonnen
Viel
zu defensives Holsatia übersteht den Druck des Aufsteigers
So ganz ohne Drama können sie es einfach nicht. Eine Woche nach dem irren
Pokal-Fight, der nach 0:4-Halbzeitrückstand tatsächlich noch im
Elfmeterschießen gewonnen werden konnte, ließ die nicht unambitionierte Elf von
Holsatia Elmshorn das Haupt der Fans und Sympathisanten auch im ersten
Punktspielauftritt der neuen Serie weiter ergrauen.
Spiel eins in der Kreisliga 1 führten die auf drei Positionen veränderten
Pokalhelden aufs Dorf nach Heist, wo fünf Jahre Kreisliga-Abstinenz durch das kurzfristige
Nachrücken als siebtbester Kreisklassen-Dritter die Vergangenheit angehören.
Entsprechend favorisiert gingen die Blau-weiß-Roten ins Match – und sie
lieferten. Ein wenig wie aus dem Nichts war der emsige Semih Zeybekoglu
plötzlich zur Torchance gekommen, die unter den analytischen Augen seines
Vaters im gut gefüllten Zuschauerbereich schon vergeigt schien, ehe es
Holsatias Nummer 17 dann doch noch irgendwie schaffte, die Kugel zum 0:1
hineinzulümmeln (10.).
Ein guter Start für die Krückaustädter, die im Folgenden aber zu wenig aus
ihrer reiferen Spielanlage machten. Der Aufsteiger hielt mit Kampf dagegen und
ließ erst gegen Ende des ersten Abschnitts wieder Gefährliches der Gäste zu.
Eine gute Doppelchance entschärfte Schlussmann Marvin Scholz gegen den beweglichen
Pavel Mensah und den im Nachschuss knapp verziehenden Zeybekoglu (36.) ebenso,
wie einen Kuhlmann-Versuch, den sich der Tormann im Nachfassen angelte (40.)
Wäre Daniel Grams doch bloß für den zweiten Ball durchgelaufen…
Scholz´ Gegenüber, Andre Robe, bekam dagegen (bislang) kaum etwas zu tun. Im
Rahmen eines Rückpasses trat er jedoch in den heistmer Naturrasen – aua!
Robe aber machte weiter und das war gut so, für sein Team! Denn während es mit
Ball kaum noch Zug nach vorne entwickelte, ließ es gegen das Spielgerät seltsam
viel zu.
So schien man TSV-Aufstiegstorjäger Paul Smit (41 Treffer) eine Etage höher
nicht viel zuzutrauen. Robe sicherte sich den Rechtsschuss halbrechts (47.), um
wenig später den Winkel geschickt zu verkürzen (53.). Perfekt war Smits
Chancen-Hattrick nur Sekunden später, als Robe Kopf und Kragen riskierte, um
nach Steckpass Tom Kruse gegen Smit zur Ecke zu retten (54.).
Holsatia hatte Courage komplett verlassen und auch ein Wechsel auf eine
defensive Fünferkette (bemerkenswert für eine selbsternannte Spitzenmannschaft
gegen den Neuling) vermochte dem Defensivsalat keine Stabilität verleihen (65.).
Ohne den heruntergenommenen Mensah fehlte nun gar einer der wenigen verblieben
Aktivposten…
Aktiv präsentierte sich hier nur noch Gut Heil, das aber zunehmend ins Hadern mit
der eigenen Chancenverwertung kam. T. Kruses Abschluss schnappte sich Robe
(68.) – genau wie einen Versuch von Jakob Schmidt im Fallen (75.).
Auch der Druck durch Zweikampfintensität nahm gegen Ende zu. Björn Schramm
foulte Holsatias Enes Guguk, der wiederum mit einem Schubser regierte. Nur
Heistmer sah den gelben Karton – eine von zahlreichen unglücklichen
Entscheidungen des nicht überzeugenden Schiedsrichterspanns (78.).
Salomonischer (Gelb für beide) gelang da schon die kurzzeitige Schlichtung
einer Auseinandersetzung der Herren Albers und Krüger (80.). Für letzteren eine
zu hohe Hypothek bei einem wenig später hart verübten Taktikfoul – gelb-rot
(82.)!
Doch auch mit einem Mann mehr blieb Holle beim passiven Spielansatz, der im
Falle einer weiteren Chance der Hausherren fast den längst Ausgleich
heraufbeschworen hätte. Clever steckte Schmidt zu T. Kruse durch, dem der
Winkel links vor dem Tor jedoch zu spitz wurde (87.).
Erst in der Nachspielzeit, als der TSV Heist alles nach vorne geworfen hatte,
ergaben sich vorzügliche Kontermöglichkeiten, die die Elmshorner aber jeweils
liegen ließen (90. & 90.+6).
Bis zum Ende der üppigen Nachspielzeit mussten die Kicker von der Wilhelmshöhe
somit warten, bis der letztlich auch duselbehaftete Auswärtssieg ins Ziel
gebracht war.
Bei aller Kritik vielleicht ja auch eine ganz gelungene Generalprobe für das
kommende Pokalduell mit dem Landesligisten aus Nienstedten, gegen den das Spiel
ohne Ball dann wirklich ein überlebenswichtiges Match-Element sein wird.
Tore: 0:1 Zeybekoglu (10.)
Schiedsrichter: Daniel Knautz
gelbe Karten: Münster, Pommerenke,
Schramm – Albers, Baloosh, Grichel
gelb-rote Karte: Krüger (TSV Heist,
82., Rudelbildung + Foulspiel)
Zuschauer: 75

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