Teilzeit-Königstransfer als
Erfolgsfaktor
Vier
Buden in einer Halbzeit: Marlon Kehr ballert seine Kumpels zum Heimsieg
Gerade einmal vier magere Zähler fuhr die A2 des VfL Pinneberg vor der
Winterpause in sechs Spielen der U18-Kreisliga ein. Doch nun scheint an der
Fahltsweide die KEHRtwende eingeleitet. Vor allem ein Name stand am
Sonntagabend nämlich für den Erfolg: Marlon Kehr.
Schon in Minute zwei startete der Winterneuzugang vom aufgelösten Team Cosmos
Wedels seine persönlichen Festspiele, indem er vom Punkt sicher das 1:0
besorgte. Ein Tor, das so eigentlich nicht hätte fallen dürfen, legte
Schanze-Schlussmann Piet Grützner Gegenspieler Mohammad Khalid vor seinem
Sechzehner. Immerhin blieb dem Goalie, der in der Torentstehung auf dem
stumpfen Hockeykunstrasen weggerutscht war, damit der Platzverweis erspart…
Der SCS reagierte aber erstmal mit fünf couragierten Minuten, in denen ein eher
handelsüblicher Kontakt des Pinnebergers Senol Simsek an Nana Asare Kumi die
perfekte Ausgleichschance vom Strafstoßpunkt bereitete. Der Gefoulte scheiterte
jedoch an Torwart Dismas Richter (17.), was sich im Konter fast doppelt gerächt
hätte. Mit gehörigem Tempovorteil enteilte Kehr Lennart Bußmann, um im
Abschluss jedoch den Kürzeren gegen Grützner zu ziehen.
In den Fokus rückte wenig später wieder sein Gegenüber – und auch dieser sollte
Glück haben, dass seine Hand-Rettung außerhalb des Strafraums trotz
Schiri-Coaching von draußen via Headset (VAR funktioniert halt einfach nicht…)
keine Hinausstellung zur Folge hatte. So konnte Richter Antoine Galindo
Montemayors Nachschuss aus dem abgeblockten Freistoß über die Querlatte
patschen (21.) und von hinten aus zusehen, wie Vordermann Kehr nach seinem
fälschlich wegen Abseits annullierten Treffer (24.) per direktem Freistoß auf
2:0 stellte (30.).
Doch damit nicht genug der Festspiele des jüngeren Bruders von Ex-Profi Robin
Kehr (SpVgg Greuther Fürth), legte der 17-Jährige Schanze noch zwei Abstauber
zum 4:0-Pausenstand ins Nest (35. & 42.).
Wie gut für die Marineblauen, dass der leider auch verletzungsanfällige
Königstransfer zur Schonung nur in Teilzeit mit seinen Kumpels kickte.
Fortan taten sich diese nach dem Seitenwechsel deutlich schwieriger mit dem Toreschießen.
Im Gegenteil, mischte nun auch der klar verbesserte SCS mutiger mit. Der
Ehrentreffer rückte dadurch wiederholt in den Bereich des Möglichen. Vor allem,
als Bruno Lange vorzüglich von links flankte, Felix Oteng frei am zweiten
Pfosten aber den Ball nicht richtig erwischte (59.).
Mit dem 5:0, bei dem der steil geschickte Taha Fakri mit Übersicht für Ebrahim
Qudaish´ Einschieben querlegte, war das Aufbäumen der Schanzer allerdings schon
wieder beerdigt (67.).
Nach Ayham Harbs halbrechten Versuch streckte sich Grützner zehn Minuten später
vergeblich (77.), woraufhin Mohammad Khalid einen schönen Schkarlat-Diagonalball
mit der 7:0-Endnote krönte (85.).
Mit dem Rückenwind des zweiten Siegs in Folge kämpfen sich die VfLer nun weiter
ins gesicherte Mittelfeld vor, während die Zweitvertretung des SC Sternschanze,
der auch ein schöner Freistoß durch Jwala Limbu (88.) keinen Ehrentreffer
einbrachte, nun hinter Kehr und Co auf Rang acht von elf rangiert.
Tore: 1:0 Kehr (2., Strafstoßtor, Grützner an Khalid), 2:0
Kehr (30., direkter Freistoß), 3:0 Kehr (35. A. Lengyel), 4:0 Kehr (42. Harb),
5:0 Qudaish (67. Fakri), 6:0 Harb (77. Khalid), 7:0 Khalid (85. Schkarlat)
gelbe Karten: Simsek – Grützner
Schiedsrichter: Mahmood Kamil Ahmed Alrashedi (Rasensport Uetersen)
Zuschauer: 30
besonderes Vorkommnis: Asare Kumi (SCS) scheitert mit Strafstoß an
Richter (17., Simsek an Sare Kumi).
Sonntag, 15. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg 2.A - SC Sternschanze 2.A
Samstag, 30. November 2024
Spielbericht FC Alsterbrüder 1.A - TuS Germania Schnelsen 2.A
Doppeltes
5:1
Unterforderte
Alsterbrüder-2007er zerlegen Germania zweistellig
Etwas undurchsichtig gestaltet sich das Klassement der U18-Kreisliga 03 mit
ihren zerstückelten Spieltagen. Ein Wort um die Promotion gen Bezirksliga
dürfte auch trotz der verzerrten Tabellenlage dem Team des FC Alsterbrüder
zuzutrauen sein.
Das kurioserweise vierte Heimspiel in Serie taugte dafür jedenfalls als valides
Argument.
Und das, obwohl der Start in den Samstagnachmittagskick freilich nicht nach
FCA-Gusto verlief. Denn trotz klarer Dominanz galt es erstmal, einen überraschenden
Rückstand zu egalisieren. Ausgerechnet einer von zahlreichen Eckstößen flog den
Alsterbrüdern förmlich um die Ohren. Ibrahim Hussein stratzte im Gegenangriff
auf rechts los und überwand Schlussmann Lennart Portmann per Lupfer zum
umjubelten 0:1 (8.).
Kaum zu glauben, dass sicher dieser Spielstand bis in die 23. Minuten hinein
halten sollte, bolzte beispielsweise Wim Wandrey aussichtsreich nach feinem
Boldt-Service drüber (12.).
Dann aber war der Bann gebrochen, nachdem wieder Jon Boldt hineinflankte, der
Germania-Fänger seinem Job nur unzureichend nachkam und aus dem Gemenge das 1:1
entsprang. Schiedsrichter Ghazi Hamawand (Hamburger SV) hatte sich Matteus
Schlöhmer als Torschützen notiert.
Wiederum ein Geschenk zum ersten Adventswochenende brachte die Hausherren wenig
später gar in Front, lud Germania freundlich via Ballverlust zu Henry Breuers
unbehelligtem Solo zum 2:1 ein (26.).
Überhaupt war der in der Kreisliga unterforderte Mittelfeldmann wenig bis gar
nicht zu bremsen. Technisch hochwertig legte er an der Grundlinie für Boldts
3:1 auf (31.), ehe das 4:1 im Gewand der Eigenkreation aus dem Rückraum (zu
kurz geklärte Ecke) daher kam (33.).
Doch auch die Kollegen wussten heute zu verzücken. So war es ein Ballgewinn
durch Mats Mischke, der Oskar Höhnes elegante Aktion samt flachem 5:1-Abschluss
herbeiführte (39.).
Weiter ging´s auch nach dem Seitenwechsel. Lang und länger rutschte ein Rechtsaußen-Freistoß
von Leopold Bleeker zum halben Dutzend in die TGS-Maschen (56.).
Immerhin zeigten die Gäste noch etwas Leben. Ebenfalls mit einem ruhenden Ball
prüfte 0:1-Vorbereiter Ahmad Muhareb den abtauchenden Portmann (58.).
Konkret blieb machten es aber nur die Eimsbütteler. Der aufgerückte Modou Badji
scheiterte zwar im Fünfer noch am Querbalken (68.); dafür versenkte Breuer kurz
darauf einen nicht unstrittigen Foulstrafstoß zum 7:1 (71.).
Auch im Rahmen einer Vollrotation zum Innenverteidiger ernannt, stiftete Breuer
vorne weiter Unruhe. Seinen Ausflug in die gegnerische Parzelle vollendete
Positionstauschpartner Badjie schließlich aus der Nahdistanz (81.).
Auf Querpass des eingewechselten Henri Pust besorgte Wandrey das zentrale 9:1
aus 15 Metern (84.), woraufhin auch „Poldi“ Bleeker noch einmal ohne Gegenwehr
aus der Distanz netzen durfte (88.).
Den Schlusspunkt einer insgesamt einseitigen Kontrahage setzten allerdings noch
einmal die Germanen, denen Arthur Süßemilchs Lattenkracher dank Kjell Sottorf
und dessen schnellem Schalten immerhin noch den zweiten Treffer bescherte
(90.). 5:1 lautete damit das Torverhältnis beider Halbzeiten.
Ihr Punktekonto aber steht weiter bei vier Zählern (aus fünf Partien), während
Henry Breuer und Co bis auf die Niederlage gegen den Primus aus Nienstedten
(2:6) stets als Sieger vom Platz gingen.
Tore: 0:1 Hussein (8.
Muhareb), 1:1 Schlöhmer (23. Boldt), 2:1 Breuer (26.), 3:1 Boldt (31. Breuer),
4:1 Breuer (33. Bleeker), 5:1 Höhne (39. Mischke), 6:1 Bleeker (56., direkter
Freistoß), 7:1 Breuer (71., Strafstoßtor, Foulspiel an Mischke), 8:1 Badji (81.
Breuer), 9:1 Wandrey (84. H. Pust), 10:1 Bleeker (88.), 10:2 Sottorf (90.
Süßemilch)
Schiedsrichter: Ghazi Sabir Ali Hamawand
(Hamburger SV)
Zuschauer: 15
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