Spiel ohne Mittelfeld
Wilder
U18-Kreisliga-Ritt: SV Blankenese ballert sich zum Vize
Mathematisch war die Ausgangslage klar: Heimsieg SV Blankenese und die
Vize-Meisterschaft der U18-Kreisliga 02 gehört den Himmelblauen! Eine Mission,
die sie im Duell der Bezirksliga-Reserven gegen das Mittelfeldteam des VfL
Pinneberg gänzlich ungefährdet abwickelte.
In Abwesenheit von 39-Tore-Stürmer Leopold Schramm ballerte sich besonders Finn
Schupp mit sechs Treffern in den Vordergrund. Und das bereits nach wenigen
Minuten, in denen er zuerst eine schön gezogene Schmidt-Flanke einköpfte (4.),
um beim 2:0 nach der doppelten Spielzeit einen tiefen Sweers-Ball flach vor dem
Torwart zu veredeln.
Vorne mit weiteren Möglichkeiten, allerdings hinten gewohnt anfällig, waren 17
Minuten ohne Tor schon ein bemerkenswertes Ding, bis Kapitän Finley Klier den
schönen Diagonalball auf Torschütze Jan Ole Visser zum 3:0 setzte (25.), ehe wieder
Schupp dank schwacher Abseitsfalle des Gegners und Vissers Querlegen auf 4:0
stellen durfte (31.).
Beim nächsten Treffer wurde es schließlich kurios. Erst bekam der Blankeneser
Jacob Sweers die Kugel ordentlich ins Gesicht, doch Visser erkannte, dass
Schupp wieder gestartet war – 5:0! Einige Momente umringt vom pinneberger Diskutierclub,
nahm Schiedsrichter Jan Seibel das Tor doch noch kurzerhand zurück und entschied
auf Schiedsrichterball in der Hälfte der SVB. Er habe während der Szene nicht
aufs Geschehen geschaut. Szenen gibt´s…
Der fünfte Streich für Hellblau damit allerdings nur auf Wiedervorlage, wie
Klier nach weitergeleiteter Ecke des eingewechselten Tom Schultz demonstrierte
(42.).
Mit dem Halbzeitpfiff derweil etwas Ergebniskosmetik des VfL per Standard
(45.+1). Mit der Hacke lenkte Spielführer Mohammad Khalid, der als einziger
seines inkompakten Teams den Job im Mittelfeld tatsächlich räumlich ausfüllte, einen
Fakri-Freistoß ins Gehäuse vom erst 15-jährigen Leonard Hahme, dessen Null
trotz schöner Flugeinlage gegen Fakri etwas zuvor (37.) damit dahin war.
Genauso gestaltete sich das Treiben auch mit gewechselten Seiten. Ein Spiel
fast ohne Mittelfeld prägte insbesondere das temporeiche Sturmduo
Visser/Schupp, das nur bei Schultz´ brachialem Distanztor (50.) und dem
ansatzlosen 9:2 vom ebenfalls agilen Sweers (66.) keinen seiner vier Füße im Spiel
hatte.
Ansonsten legte Visser dreimal auf und versenkte einen durchgerutschten
Freistoß (69.), sowie eine schlecht geklärte Schusschance (90.) selber, während
Schupp noch dreifach netzte und sich dabei sogar über eine Vorlage seines Schlussmannes
freuen durfte. Beim 12:3 war es nämlich Hahmes langer Ball, der den 18-Jährigen
tief geschickt hatte. Gäste-Fänger Julius Heckmann verschätzte sich und schon hatte
Schupp abermals freie Bahn (85.).
Ein kleines Gegengewicht hatten die Jungs von der Fahltsweide zu ihrem Trost jedoch
auch noch zu bieten, murmelte Khalid das Leder irgendwie im Nachsetzen an Hahme
vorbei (57.), wohingegen das zwischenzeitliche 10:3 (79.) wirklich gut am
Sechzehner herausgespielt war. Auf Zuspiel von Nico Blankenburg vollendete
Fakri zentral mit rechts für den Tabellensechsten, dessen Torverhältnis von
54:96 aus 19 Partien alles über Stärken und Schwächen aussagt.
Ebenso auf der Gegenseite, wo ein 126:44 zu 44 Punkten und der sicheren
Vizemeisterschaft hinter dem längst enteilten Niendorfer TSV führte. Aufgrund
einiger Zurückziehungen in höheren Klassen geht diese auch mit dem Aufstiegsrecht
in die U19-Bezirksliga einher.
Wie genau sich die Ligen- und Staffeleinteilung für 2026/2027 darstellen wird,
hängt letztlich von der Gesamtzahl aller gemeldeten Teams ab. Traditionell
folgen zur U19 einige Mannschaft dem Beispiel des SC Vier- und Marschlande (aktuell
U18-Oberliga) und verzichten zu Gunsten einer frühen Integration in den
Herrenbereich auf die letzte Jugendserie.
So oder so: ein letzter Junioren-Kreisliga-Kick-Off steht den Kontrahenten
übernächstes Wochenende noch einmal bevor. Tore garantiert!
Tore: 1:0 Schupp (4. Schmidt), 2:0 Schupp (8. Visser), 3:0
Visser (25. Klier), 4:0 Schupp (31. Visser), 5:0 Klier (42. Visser), 5:1 Khalid
(45.+2, Fakri), 6:1 Schultz (50. Sweers), 7:1 Schupp (56. Visser), 7:2 Khalid
(57.), 8:2 Schultz (61. Visser), 9:2 Sweers (66. Schultz), 10:2 Visser (69.,
direkter Freistoß), 10:3 Fakri (79. Blankenburg), 11:3 Schupp (84. Visser),
12:3 Schupp (85. Hahme), 13:3 Visser (90.)
Schiedsrichter: Jan Seibel
Zuschauer: 30
Samstag, 13. Juni 2026
Spielbericht SV Blankenese 2.A - VfL Pinneberg 2.A
Sonntag, 15. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg 2.A - SC Sternschanze 2.A
Teilzeit-Königstransfer als
Erfolgsfaktor
Vier
Buden in einer Halbzeit: Marlon Kehr ballert seine Kumpels zum Heimsieg
Gerade einmal vier magere Zähler fuhr die A2 des VfL Pinneberg vor der
Winterpause in sechs Spielen der U18-Kreisliga ein. Doch nun scheint an der
Fahltsweide die KEHRtwende eingeleitet. Vor allem ein Name stand am
Sonntagabend nämlich für den Erfolg: Marlon Kehr.
Schon in Minute zwei startete der Winterneuzugang vom aufgelösten Team Cosmos
Wedels seine persönlichen Festspiele, indem er vom Punkt sicher das 1:0
besorgte. Ein Tor, das so eigentlich nicht hätte fallen dürfen, legte
Schanze-Schlussmann Piet Grützner Gegenspieler Mohammad Khalid vor seinem
Sechzehner. Immerhin blieb dem Goalie, der in der Torentstehung auf dem
stumpfen Hockeykunstrasen weggerutscht war, damit der Platzverweis erspart…
Der SCS reagierte aber erstmal mit fünf couragierten Minuten, in denen ein eher
handelsüblicher Kontakt des Pinnebergers Senol Simsek an Nana Asare Kumi die
perfekte Ausgleichschance vom Strafstoßpunkt bereitete. Der Gefoulte scheiterte
jedoch an Torwart Dismas Richter (17.), was sich im Konter fast doppelt gerächt
hätte. Mit gehörigem Tempovorteil enteilte Kehr Lennart Bußmann, um im
Abschluss jedoch den Kürzeren gegen Grützner zu ziehen.
In den Fokus rückte wenig später wieder sein Gegenüber – und auch dieser sollte
Glück haben, dass seine Hand-Rettung außerhalb des Strafraums trotz
Schiri-Coaching von draußen via Headset (VAR funktioniert halt einfach nicht…)
keine Hinausstellung zur Folge hatte. So konnte Richter Antoine Galindo
Montemayors Nachschuss aus dem abgeblockten Freistoß über die Querlatte
patschen (21.) und von hinten aus zusehen, wie Vordermann Kehr nach seinem
fälschlich wegen Abseits annullierten Treffer (24.) per direktem Freistoß auf
2:0 stellte (30.).
Doch damit nicht genug der Festspiele des jüngeren Bruders von Ex-Profi Robin
Kehr (SpVgg Greuther Fürth), legte der 17-Jährige Schanze noch zwei Abstauber
zum 4:0-Pausenstand ins Nest (35. & 42.).
Wie gut für die Marineblauen, dass der leider auch verletzungsanfällige
Königstransfer zur Schonung nur in Teilzeit mit seinen Kumpels kickte.
Fortan taten sich diese nach dem Seitenwechsel deutlich schwieriger mit dem Toreschießen.
Im Gegenteil, mischte nun auch der klar verbesserte SCS mutiger mit. Der
Ehrentreffer rückte dadurch wiederholt in den Bereich des Möglichen. Vor allem,
als Bruno Lange vorzüglich von links flankte, Felix Oteng frei am zweiten
Pfosten aber den Ball nicht richtig erwischte (59.).
Mit dem 5:0, bei dem der steil geschickte Taha Fakri mit Übersicht für Ebrahim
Qudaish´ Einschieben querlegte, war das Aufbäumen der Schanzer allerdings schon
wieder beerdigt (67.).
Nach Ayham Harbs halbrechten Versuch streckte sich Grützner zehn Minuten später
vergeblich (77.), woraufhin Mohammad Khalid einen schönen Schkarlat-Diagonalball
mit der 7:0-Endnote krönte (85.).
Mit dem Rückenwind des zweiten Siegs in Folge kämpfen sich die VfLer nun weiter
ins gesicherte Mittelfeld vor, während die Zweitvertretung des SC Sternschanze,
der auch ein schöner Freistoß durch Jwala Limbu (88.) keinen Ehrentreffer
einbrachte, nun hinter Kehr und Co auf Rang acht von elf rangiert.
Tore: 1:0 Kehr (2., Strafstoßtor, Grützner an Khalid), 2:0
Kehr (30., direkter Freistoß), 3:0 Kehr (35. A. Lengyel), 4:0 Kehr (42. Harb),
5:0 Qudaish (67. Fakri), 6:0 Harb (77. Khalid), 7:0 Khalid (85. Schkarlat)
gelbe Karten: Simsek – Grützner
Schiedsrichter: Mahmood Kamil Ahmed Alrashedi (Rasensport Uetersen)
Zuschauer: 30
besonderes Vorkommnis: Asare Kumi (SCS) scheitert mit Strafstoß an
Richter (17., Simsek an Sare Kumi).
Samstag, 30. November 2024
Spielbericht FC Alsterbrüder 1.A - TuS Germania Schnelsen 2.A
Doppeltes
5:1
Unterforderte
Alsterbrüder-2007er zerlegen Germania zweistellig
Etwas undurchsichtig gestaltet sich das Klassement der U18-Kreisliga 03 mit
ihren zerstückelten Spieltagen. Ein Wort um die Promotion gen Bezirksliga
dürfte auch trotz der verzerrten Tabellenlage dem Team des FC Alsterbrüder
zuzutrauen sein.
Das kurioserweise vierte Heimspiel in Serie taugte dafür jedenfalls als valides
Argument.
Und das, obwohl der Start in den Samstagnachmittagskick freilich nicht nach
FCA-Gusto verlief. Denn trotz klarer Dominanz galt es erstmal, einen überraschenden
Rückstand zu egalisieren. Ausgerechnet einer von zahlreichen Eckstößen flog den
Alsterbrüdern förmlich um die Ohren. Ibrahim Hussein stratzte im Gegenangriff
auf rechts los und überwand Schlussmann Lennart Portmann per Lupfer zum
umjubelten 0:1 (8.).
Kaum zu glauben, dass sicher dieser Spielstand bis in die 23. Minuten hinein
halten sollte, bolzte beispielsweise Wim Wandrey aussichtsreich nach feinem
Boldt-Service drüber (12.).
Dann aber war der Bann gebrochen, nachdem wieder Jon Boldt hineinflankte, der
Germania-Fänger seinem Job nur unzureichend nachkam und aus dem Gemenge das 1:1
entsprang. Schiedsrichter Ghazi Hamawand (Hamburger SV) hatte sich Matteus
Schlöhmer als Torschützen notiert.
Wiederum ein Geschenk zum ersten Adventswochenende brachte die Hausherren wenig
später gar in Front, lud Germania freundlich via Ballverlust zu Henry Breuers
unbehelligtem Solo zum 2:1 ein (26.).
Überhaupt war der in der Kreisliga unterforderte Mittelfeldmann wenig bis gar
nicht zu bremsen. Technisch hochwertig legte er an der Grundlinie für Boldts
3:1 auf (31.), ehe das 4:1 im Gewand der Eigenkreation aus dem Rückraum (zu
kurz geklärte Ecke) daher kam (33.).
Doch auch die Kollegen wussten heute zu verzücken. So war es ein Ballgewinn
durch Mats Mischke, der Oskar Höhnes elegante Aktion samt flachem 5:1-Abschluss
herbeiführte (39.).
Weiter ging´s auch nach dem Seitenwechsel. Lang und länger rutschte ein Rechtsaußen-Freistoß
von Leopold Bleeker zum halben Dutzend in die TGS-Maschen (56.).
Immerhin zeigten die Gäste noch etwas Leben. Ebenfalls mit einem ruhenden Ball
prüfte 0:1-Vorbereiter Ahmad Muhareb den abtauchenden Portmann (58.).
Konkret blieb machten es aber nur die Eimsbütteler. Der aufgerückte Modou Badji
scheiterte zwar im Fünfer noch am Querbalken (68.); dafür versenkte Breuer kurz
darauf einen nicht unstrittigen Foulstrafstoß zum 7:1 (71.).
Auch im Rahmen einer Vollrotation zum Innenverteidiger ernannt, stiftete Breuer
vorne weiter Unruhe. Seinen Ausflug in die gegnerische Parzelle vollendete
Positionstauschpartner Badjie schließlich aus der Nahdistanz (81.).
Auf Querpass des eingewechselten Henri Pust besorgte Wandrey das zentrale 9:1
aus 15 Metern (84.), woraufhin auch „Poldi“ Bleeker noch einmal ohne Gegenwehr
aus der Distanz netzen durfte (88.).
Den Schlusspunkt einer insgesamt einseitigen Kontrahage setzten allerdings noch
einmal die Germanen, denen Arthur Süßemilchs Lattenkracher dank Kjell Sottorf
und dessen schnellem Schalten immerhin noch den zweiten Treffer bescherte
(90.). 5:1 lautete damit das Torverhältnis beider Halbzeiten.
Ihr Punktekonto aber steht weiter bei vier Zählern (aus fünf Partien), während
Henry Breuer und Co bis auf die Niederlage gegen den Primus aus Nienstedten
(2:6) stets als Sieger vom Platz gingen.
Tore: 0:1 Hussein (8.
Muhareb), 1:1 Schlöhmer (23. Boldt), 2:1 Breuer (26.), 3:1 Boldt (31. Breuer),
4:1 Breuer (33. Bleeker), 5:1 Höhne (39. Mischke), 6:1 Bleeker (56., direkter
Freistoß), 7:1 Breuer (71., Strafstoßtor, Foulspiel an Mischke), 8:1 Badji (81.
Breuer), 9:1 Wandrey (84. H. Pust), 10:1 Bleeker (88.), 10:2 Sottorf (90.
Süßemilch)
Schiedsrichter: Ghazi Sabir Ali Hamawand
(Hamburger SV)
Zuschauer: 15
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