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Samstag, 13. Juni 2026

Spielbericht SV Blankenese 2.A - VfL Pinneberg 2.A

Spiel ohne Mittelfeld
Wilder U18-Kreisliga-Ritt: SV Blankenese ballert sich zum Vize

Mathematisch war die Ausgangslage klar: Heimsieg SV Blankenese und die Vize-Meisterschaft der U18-Kreisliga 02 gehört den Himmelblauen! Eine Mission, die sie im Duell der Bezirksliga-Reserven gegen das Mittelfeldteam des VfL Pinneberg gänzlich ungefährdet abwickelte.
In Abwesenheit von 39-Tore-Stürmer Leopold Schramm ballerte sich besonders Finn Schupp mit sechs Treffern in den Vordergrund. Und das bereits nach wenigen Minuten, in denen er zuerst eine schön gezogene Schmidt-Flanke einköpfte (4.), um beim 2:0 nach der doppelten Spielzeit einen tiefen Sweers-Ball flach vor dem Torwart zu veredeln.
Vorne mit weiteren Möglichkeiten, allerdings hinten gewohnt anfällig, waren 17 Minuten ohne Tor schon ein bemerkenswertes Ding, bis Kapitän Finley Klier den schönen Diagonalball auf Torschütze Jan Ole Visser zum 3:0 setzte (25.), ehe wieder Schupp dank schwacher Abseitsfalle des Gegners und Vissers Querlegen auf 4:0 stellen durfte (31.).
Beim nächsten Treffer wurde es schließlich kurios. Erst bekam der Blankeneser Jacob Sweers die Kugel ordentlich ins Gesicht, doch Visser erkannte, dass Schupp wieder gestartet war – 5:0! Einige Momente umringt vom pinneberger Diskutierclub, nahm Schiedsrichter Jan Seibel das Tor doch noch kurzerhand zurück und entschied auf Schiedsrichterball in der Hälfte der SVB. Er habe während der Szene nicht aufs Geschehen geschaut. Szenen gibt´s…
Der fünfte Streich für Hellblau damit allerdings nur auf Wiedervorlage, wie Klier nach weitergeleiteter Ecke des eingewechselten Tom Schultz demonstrierte (42.).
Mit dem Halbzeitpfiff derweil etwas Ergebniskosmetik des VfL per Standard (45.+1). Mit der Hacke lenkte Spielführer Mohammad Khalid, der als einziger seines inkompakten Teams den Job im Mittelfeld tatsächlich räumlich ausfüllte, einen Fakri-Freistoß ins Gehäuse vom erst 15-jährigen Leonard Hahme, dessen Null trotz schöner Flugeinlage gegen Fakri etwas zuvor (37.) damit dahin war.
Genauso gestaltete sich das Treiben auch mit gewechselten Seiten. Ein Spiel fast ohne Mittelfeld prägte insbesondere das temporeiche Sturmduo Visser/Schupp, das nur bei Schultz´ brachialem Distanztor (50.) und dem ansatzlosen 9:2 vom ebenfalls agilen Sweers (66.) keinen seiner vier Füße im Spiel hatte.
Ansonsten legte Visser dreimal auf und versenkte einen durchgerutschten Freistoß (69.), sowie eine schlecht geklärte Schusschance (90.) selber, während Schupp noch dreifach netzte und sich dabei sogar über eine Vorlage seines Schlussmannes freuen durfte. Beim 12:3 war es nämlich Hahmes langer Ball, der den 18-Jährigen tief geschickt hatte. Gäste-Fänger Julius Heckmann verschätzte sich und schon hatte Schupp abermals freie Bahn (85.).
Ein kleines Gegengewicht hatten die Jungs von der Fahltsweide zu ihrem Trost jedoch auch noch zu bieten, murmelte Khalid das Leder irgendwie im Nachsetzen an Hahme vorbei (57.), wohingegen das zwischenzeitliche 10:3 (79.) wirklich gut am Sechzehner herausgespielt war. Auf Zuspiel von Nico Blankenburg vollendete Fakri zentral mit rechts für den Tabellensechsten, dessen Torverhältnis von 54:96 aus 19 Partien alles über Stärken und Schwächen aussagt.
Ebenso auf der Gegenseite, wo ein 126:44 zu 44 Punkten und der sicheren Vizemeisterschaft hinter dem längst enteilten Niendorfer TSV führte. Aufgrund einiger Zurückziehungen in höheren Klassen geht diese auch mit dem Aufstiegsrecht in die U19-Bezirksliga einher.
Wie genau sich die Ligen- und Staffeleinteilung für 2026/2027 darstellen wird, hängt letztlich von der Gesamtzahl aller gemeldeten Teams ab. Traditionell folgen zur U19 einige Mannschaft dem Beispiel des SC Vier- und Marschlande (aktuell U18-Oberliga) und verzichten zu Gunsten einer frühen Integration in den Herrenbereich auf die letzte Jugendserie.
So oder so: ein letzter Junioren-Kreisliga-Kick-Off steht den Kontrahenten übernächstes Wochenende noch einmal bevor. Tore garantiert!   

Tore: 1:0 Schupp (4. Schmidt), 2:0 Schupp (8. Visser), 3:0 Visser (25. Klier), 4:0 Schupp (31. Visser), 5:0 Klier (42. Visser), 5:1 Khalid (45.+2, Fakri), 6:1 Schultz (50. Sweers), 7:1 Schupp (56. Visser), 7:2 Khalid (57.), 8:2 Schultz (61. Visser), 9:2 Sweers (66. Schultz), 10:2 Visser (69., direkter Freistoß), 10:3 Fakri (79. Blankenburg), 11:3 Schupp (84. Visser), 12:3 Schupp (85. Hahme), 13:3 Visser (90.)

Schiedsrichter: Jan Seibel

Zuschauer: 30











Sonntag, 15. März 2026

Spielbericht VfL Pinneberg 2.A - SC Sternschanze 2.A

Teilzeit-Königstransfer als Erfolgsfaktor
Vier Buden in einer Halbzeit: Marlon Kehr ballert seine Kumpels zum Heimsieg

Gerade einmal vier magere Zähler fuhr die A2 des VfL Pinneberg vor der Winterpause in sechs Spielen der U18-Kreisliga ein. Doch nun scheint an der Fahltsweide die KEHRtwende eingeleitet. Vor allem ein Name stand am Sonntagabend nämlich für den Erfolg: Marlon Kehr.
Schon in Minute zwei startete der Winterneuzugang vom aufgelösten Team Cosmos Wedels seine persönlichen Festspiele, indem er vom Punkt sicher das 1:0 besorgte. Ein Tor, das so eigentlich nicht hätte fallen dürfen, legte Schanze-Schlussmann Piet Grützner Gegenspieler Mohammad Khalid vor seinem Sechzehner. Immerhin blieb dem Goalie, der in der Torentstehung auf dem stumpfen Hockeykunstrasen weggerutscht war, damit der Platzverweis erspart…
Der SCS reagierte aber erstmal mit fünf couragierten Minuten, in denen ein eher handelsüblicher Kontakt des Pinnebergers Senol Simsek an Nana Asare Kumi die perfekte Ausgleichschance vom Strafstoßpunkt bereitete. Der Gefoulte scheiterte jedoch an Torwart Dismas Richter (17.), was sich im Konter fast doppelt gerächt hätte. Mit gehörigem Tempovorteil enteilte Kehr Lennart Bußmann, um im Abschluss jedoch den Kürzeren gegen Grützner zu ziehen.
In den Fokus rückte wenig später wieder sein Gegenüber – und auch dieser sollte Glück haben, dass seine Hand-Rettung außerhalb des Strafraums trotz Schiri-Coaching von draußen via Headset (VAR funktioniert halt einfach nicht…) keine Hinausstellung zur Folge hatte. So konnte Richter Antoine Galindo Montemayors Nachschuss aus dem abgeblockten Freistoß über die Querlatte patschen (21.) und von hinten aus zusehen, wie Vordermann Kehr nach seinem fälschlich wegen Abseits annullierten Treffer (24.) per direktem Freistoß auf 2:0 stellte (30.).
Doch damit nicht genug der Festspiele des jüngeren Bruders von Ex-Profi Robin Kehr (SpVgg Greuther Fürth), legte der 17-Jährige Schanze noch zwei Abstauber zum 4:0-Pausenstand ins Nest (35. & 42.).
Wie gut für die Marineblauen, dass der leider auch verletzungsanfällige Königstransfer zur Schonung nur in Teilzeit mit seinen Kumpels kickte.
Fortan taten sich diese nach dem Seitenwechsel deutlich schwieriger mit dem Toreschießen. Im Gegenteil, mischte nun auch der klar verbesserte SCS mutiger mit. Der Ehrentreffer rückte dadurch wiederholt in den Bereich des Möglichen. Vor allem, als Bruno Lange vorzüglich von links flankte, Felix Oteng frei am zweiten Pfosten aber den Ball nicht richtig erwischte (59.).
Mit dem 5:0, bei dem der steil geschickte Taha Fakri mit Übersicht für Ebrahim Qudaish´ Einschieben querlegte, war das Aufbäumen der Schanzer allerdings schon wieder beerdigt (67.).
Nach Ayham Harbs halbrechten Versuch streckte sich Grützner zehn Minuten später vergeblich (77.), woraufhin Mohammad Khalid einen schönen Schkarlat-Diagonalball mit der 7:0-Endnote krönte (85.).
Mit dem Rückenwind des zweiten Siegs in Folge kämpfen sich die VfLer nun weiter ins gesicherte Mittelfeld vor, während die Zweitvertretung des SC Sternschanze, der auch ein schöner Freistoß durch Jwala Limbu (88.) keinen Ehrentreffer einbrachte, nun hinter Kehr und Co auf Rang acht von elf rangiert.

Tore: 1:0 Kehr (2., Strafstoßtor, Grützner an Khalid), 2:0 Kehr (30., direkter Freistoß), 3:0 Kehr (35. A. Lengyel), 4:0 Kehr (42. Harb), 5:0 Qudaish (67. Fakri), 6:0 Harb (77. Khalid), 7:0 Khalid (85. Schkarlat)

gelbe Karten: Simsek – Grützner

Schiedsrichter: Mahmood Kamil Ahmed Alrashedi (Rasensport Uetersen)

Zuschauer: 30

besonderes Vorkommnis: Asare Kumi (SCS) scheitert mit Strafstoß an Richter (17., Simsek an Sare Kumi).




Samstag, 30. November 2024

Spielbericht FC Alsterbrüder 1.A - TuS Germania Schnelsen 2.A

Doppeltes 5:1
Unterforderte Alsterbrüder-2007er zerlegen Germania zweistellig

Etwas undurchsichtig gestaltet sich das Klassement der U18-Kreisliga 03 mit ihren zerstückelten Spieltagen. Ein Wort um die Promotion gen Bezirksliga dürfte auch trotz der verzerrten Tabellenlage dem Team des FC Alsterbrüder zuzutrauen sein.
Das kurioserweise vierte Heimspiel in Serie taugte dafür jedenfalls als valides Argument.
Und das, obwohl der Start in den Samstagnachmittagskick freilich nicht nach FCA-Gusto verlief. Denn trotz klarer Dominanz galt es erstmal, einen überraschenden Rückstand zu egalisieren. Ausgerechnet einer von zahlreichen Eckstößen flog den Alsterbrüdern förmlich um die Ohren. Ibrahim Hussein stratzte im Gegenangriff auf rechts los und überwand Schlussmann Lennart Portmann per Lupfer zum umjubelten 0:1 (8.).
Kaum zu glauben, dass sicher dieser Spielstand bis in die 23. Minuten hinein halten sollte, bolzte beispielsweise Wim Wandrey aussichtsreich nach feinem Boldt-Service drüber (12.).
Dann aber war der Bann gebrochen, nachdem wieder Jon Boldt hineinflankte, der Germania-Fänger seinem Job nur unzureichend nachkam und aus dem Gemenge das 1:1 entsprang. Schiedsrichter Ghazi Hamawand (Hamburger SV) hatte sich Matteus Schlöhmer als Torschützen notiert.
Wiederum ein Geschenk zum ersten Adventswochenende brachte die Hausherren wenig später gar in Front, lud Germania freundlich via Ballverlust zu Henry Breuers unbehelligtem Solo zum 2:1 ein (26.).
Überhaupt war der in der Kreisliga unterforderte Mittelfeldmann wenig bis gar nicht zu bremsen. Technisch hochwertig legte er an der Grundlinie für Boldts 3:1 auf (31.), ehe das 4:1 im Gewand der Eigenkreation aus dem Rückraum (zu kurz geklärte Ecke) daher kam (33.).
Doch auch die Kollegen wussten heute zu verzücken. So war es ein Ballgewinn durch Mats Mischke, der Oskar Höhnes elegante Aktion samt flachem 5:1-Abschluss herbeiführte (39.).
Weiter ging´s auch nach dem Seitenwechsel. Lang und länger rutschte ein Rechtsaußen-Freistoß von Leopold Bleeker zum halben Dutzend in die TGS-Maschen (56.).
Immerhin zeigten die Gäste noch etwas Leben. Ebenfalls mit einem ruhenden Ball prüfte 0:1-Vorbereiter Ahmad Muhareb den abtauchenden Portmann (58.).
Konkret blieb machten es aber nur die Eimsbütteler. Der aufgerückte Modou Badji scheiterte zwar im Fünfer noch am Querbalken (68.); dafür versenkte Breuer kurz darauf einen nicht unstrittigen Foulstrafstoß zum 7:1 (71.).
Auch im Rahmen einer Vollrotation zum Innenverteidiger ernannt, stiftete Breuer vorne weiter Unruhe. Seinen Ausflug in die gegnerische Parzelle vollendete Positionstauschpartner Badjie schließlich aus der Nahdistanz (81.).
Auf Querpass des eingewechselten Henri Pust besorgte Wandrey das zentrale 9:1 aus 15 Metern (84.), woraufhin auch „Poldi“ Bleeker noch einmal ohne Gegenwehr aus der Distanz netzen durfte (88.).
Den Schlusspunkt einer insgesamt einseitigen Kontrahage setzten allerdings noch einmal die Germanen, denen Arthur Süßemilchs Lattenkracher dank Kjell Sottorf und dessen schnellem Schalten immerhin noch den zweiten Treffer bescherte (90.). 5:1 lautete damit das Torverhältnis beider Halbzeiten.
Ihr Punktekonto aber steht weiter bei vier Zählern (aus fünf Partien), während Henry Breuer und Co bis auf die Niederlage gegen den Primus aus Nienstedten (2:6) stets als Sieger vom Platz gingen.  

Tore: 0:1 Hussein (8. Muhareb), 1:1 Schlöhmer (23. Boldt), 2:1 Breuer (26.), 3:1 Boldt (31. Breuer), 4:1 Breuer (33. Bleeker), 5:1 Höhne (39. Mischke), 6:1 Bleeker (56., direkter Freistoß), 7:1 Breuer (71., Strafstoßtor, Foulspiel an Mischke), 8:1 Badji (81. Breuer), 9:1 Wandrey (84. H. Pust), 10:1 Bleeker (88.), 10:2 Sottorf (90. Süßemilch)

Schiedsrichter: Ghazi Sabir Ali Hamawand (Hamburger SV)

Zuschauer: 15