Schrödingers Abstieg
0:5!
Abenteuer Bezirksliga für den TV Haseldorf mutmaßlich beendet
Eine allerletzte Chance, den Klassenerhalt doch noch irgendwie zu wuppen, hatte
der TV Haseldorf im letzten Saisonheimspiel gegen die Reserve von Union
Tornesch. 0:5, Chance vertan – Abstieg!
Schließlich dachten die Jungs aus dem Torneum gar nicht daran, es am
Freitagabend etwas ruhiger angehen zu lassen. Im Gegensatz zum überraschend
verlorenen Hinspiel (der erste TVH-Erfolg im 13. Saisonspiel), ließen Jonas
Kock und Co diesmal keine Luft an die Angelegenheit. So netzte Jann-Phillip
Gollnick nach Zuspiel seines Kapitäns zum 0:1, das Schlussmann Niklas Grote
trotz Berührung des Spielgeräts nicht mehr zu verhindern wusste (8.).
Die Gastgeber taten sich dagegen schwierig, dem ballsicheren Tabellenfünften
beizukommen. Eine Flanke des frisch vermählten Joris Lüchau bereitete immerhin
eine Doppelkopfaktion der Kollegen Fülscher und Bevers vor; Union-Fänger
Leonard Scharre packte aber komplikationslos zu (13.).
Nicht so sein Gegenüber, der bei einem Spielzug, den Emir-Han Bayraktaroglu
fein einleitete und letztlich durch Marley Gothe abgeschlossen wurde, wieder
einmal allein auf weiter Flur blieb (24.).
Es gibt freilich ergötzlichere Plätze, als den zwischen den TVH-Pfosten, musste
Grote auch kurz nach der Pause erneut ran, als Marvin Schramm den schönen
Diagonalball auf Gothe servierte. Diesmal allerdings blieb der Tormann Sieger
(51.) – um wenig später dennoch ein drittes Mal hinter sich greifen zu müssen.
Wie die Handballer kreisten die Unioner um den gegnerischen Strafraum, ehe
Gothe seine Poleposition zum 0:3 nutzte (56.).
Partie und Abstiegskampf entschieden, doch so ganz kampflos räumten die Roten
das Feld nicht. Vor allem über Louis Bevers und dessen linke Seite probierte
man sich am Torerfolg, der Bevers zweimal (61. & 78.) und dem fleißigen
Michel Lienau einmal in Rücklage (73.) verwehrt blieb.
Ganz anders dagegen die Lage auf der anderen Seite, wo Joker Hannes Junge auf
Querpass von Schramm (71.) und als Einspitzler aus kürzester Distanz (83.) auf
nunmehr 0:5 stellte. Zu allem Überfluss verletzte sich bei letzterer Szene auch
noch der bemitleidenswerte Grote, sodass
Johannes Markmann für vier Minuten zu seinem vierten Bezirksligaeinsatz kam.
Das war´s dann auch an Erwähnenswertem aus dem Schloßparkstadion, wo nach einem
einjährigen Bezirksliga-Intermezzo in der kommenden Saison wieder
Kreisligafußball auf der Agenda steht. Vor den Sonntagsspielen der Konkurrenz
sind es für den TV Haseldorf (15.) weiter drei Zähler und nunmehr saftige 24
Tore Rückstand auf den Duvenstedter SV (13.) über dem Strich. Die rechnerische
Begleitung der am gleichen Abend sicher abgestiegenen SV Lieth (0:6 gegen die
SV Blankenese) in die Kreisliga ist daher nur noch eine Frage der Zeit.
Was dabei allerdings Mut macht: neben Coach Benjamin Kälberloh und Assistent
Marvin Biermans haben auch nahezu alle Spieler ihren Verbleib zugesagt. Das
noch verbliebene Gastspiel in Egenbüttel kann man also bereits als
Vorbereitungsmatch für die kommende Serie betrachten.
Tore: 0:1 Gollnick (8. Kock), 0:2 Gothe (24. Kock), 0:3 Gothe
(56. Bayraktaroglu), 0:4 Junge (71. Schramm), 0:5 Junge (83. Gollnick)
gelbe Karten: Oßenbrüggen, Pieper – Gollnick
Schiedsrichter: Dr. Benjamin Stello (SC Egenbüttel)
Zuschauer: 90
Freitag, 15. Mai 2026
Spielbericht TV Haseldorf - FC Union Tornesch II
Freitag, 8. Mai 2026
Spielbericht TV Haseldorf - TuRa Harksheide II
„Tritt in die Eier“
TV
Haseldorf verliert erkämpften Punktgewinn der Nachspielzeit
Bravourös zurückgekämpft, doch in der Nachspielzeit setzte es für den
abstiegsbedrohten TV Haseldorf doch noch den „Tritt in die Eier“, wie es Pieter
Oßenbrüggen in seiner Enttäuschung ausdrückte. Ein Spielverlauf mit
Tränenpotential hatte dem Aufsteiger am Freitagabend einen Punkt, der laut
Coach Benjamin Kälberloh „Gold wert gewesen“ wäre, nämlich spät entrissen.
Zunächst waren die Roten im drittletzten Saisonspiel freilich weit weg von
Zählbarem, fehlte gegen die eher rückrundenschwache Reserve TuRa Harksheides
der nötige Zugriff. Zu einfach ließ man sie vorne gewähren, was sich nach einer
knappen Viertelstunde erstmals rächen sollte. Simpel spielte sich TuRa gen
Grundlinie, von wo Daniel Meier mustergültig zum seelenruhigen Abdruck von der
Sechzehnerlinie kam (14.).
Auch als Vorbereiter glänzte der Torjäger wenig später, als er zentral zu
Alexander Krüger durchsteckte und dieser das Ei durch die Hosenträger von
Goalie Niklas Grote spitzelte – das 0:2 (20.)!
Der Abend schon jetzt gelaufen, für den TVH? Mit Wohlwollen lässt sich Phil
Mohrdiecks Gewaltschuss ins Nichts als Lebenszeichen verkaufen (29.), ehe es
per Flügelspiel plötzlich funktionierte. Sowohl Malte Olde als Flankengeber von
rechts, als auch Louis Bevers in der Rolle des bisher verkannten
Kopfballungeheuers, fanden doch reichlich Platz zum verkürzenden Werk vor
(35.).
Und tatsächlich war bei Joris Lüchaus PENG an den Außenpfosten trotz
Spitzwinkligkeit gar der Pausenausgleich drin gewesen (39.).
Apropos haseldorfer Möglichkeiten. Bevers wäre nach der
Bezirksliga-Tor-Prämiere fast der Doppelpack gelungen, hätte sich TuRa-Fänger
Jonah Basner nicht den Versuch von halblinks geangelt (48.) und wäre der
Schlenzer aus der schönen Bewegung nicht rechts vorbeigesegelt (63.).
Die Königschance ergab sich jedoch auf Hereingabe Bevers´ für Hendrik Pieper,
der den Ball vielleicht besser mit dem Kopf genommen hätte nehmen sollen. So
aber packte Basner wieder sicher zu (79.).
Der Dank der Vorderleute: das 1:3-Kontertor, bei dem Nick Hagelstein nach
haseldorfer Ballverlust auf rechts davonstiefelte, nicht taktisch gelegt wurde
und eiskalt vor Grote vollendete (81.).
Game over? Mitnichten, war der TVH ja schließlich durch Milos Aleksic´ dumme
Ampelkarte (70.) ein Mann mehr und fünf Minuten vor dem Ende wieder auf 2:3
dran. Diesmal zog Lüchau erfolgreich aus dem Rückraum ab (85.) und heizte die Aufholjagd
damit weiter an. Berechtigte Schützenhilfe folgte kurz darauf durch den
Schiedsrichter, der Saba Nasrachvilis unstrittiges Handspiel mit dem fälligen Strafstoß
sanktionierte. Marten Fülscher übernahm die Verantwortung und verwandelte flach
zum 3:3 (88.). Da hatten sie endlich ihr Strafstoßtor, das bereits früh im Spiel
beim klar hörbaren Zweikampf J. Wolter/J. Lüchau vom Schiri verweigert wurde…
Berechtigt dagegen ein folgenschwerer Freistoßpfiff gegen die Haseldorfer am
eigenen Strafraum. Hagelsteins tückischen Standard blockierte Grote ebenso wie
das schnelle Nachsetzen, doch im dritten Anlauf stach Joker Malte Carolus den
Dolch ganz tief ins Herz des andächtig staunenden Neulings (90.+2), der jetzt
nochmal alles nach vorne warf.
TuRa mit entsprechendem Raum zum Kontern, den Miguel Herzog aber zu unplatziert
vor dem Tor verschwendete (90.+3.). Der Gegner damit weiter am leben – jedoch nur,
bis Niklas Wolter der Flankenwechsel zum freien Luis Blaha gelang und letzterer
die Co-Produktion der Eingewechselten mit dem 3:5 vollendete (90.+5).
TuRa bleibt damit im Rennen um die Einstelligkeit, während die enttäuschten
Kicker aus dem Schloßparkstadion keinen Schritt aus dem Untergeschoss der Bezirksliga
01 machen konnten. Der Klassenerhalt wird also nicht in die eigenen Hände
wandern. Unabhängig davon, was die beiden verbliebenen Partien gegen Union
Tornesch II und den SC Egenbüttel noch bringen.
TV Haseldorf: Grote – Franke (73. Krieg), Oßenbrüggen, Pieper,
Dalecki – Jedamski (90. Kaland), Mohrdieck, J. Lüchau, Bevers – Rose (35.
Nickels), Olde (46. Fülscher), Trainer: Benjamin Kälberloh
Tore: 0:1 Meier (14. Lammek), 0:2 Krüger (20. Meier), 1:2
Bevers (35. Olde), 1:3 Hagelstein (81.), 2:3 J. Lüchau (85. Krieg), 3:3
Fülscher (88., Strafstoßtor, Handspiel Nasrachvili), 3:4 Carolus (90.+2,
Hagelstein), 3:5 Blaha (90.+5, N. Wolter)
gelbe Karten: J. Lüchau, Dalecki, Pieper – keine
gelb-rote Karte: Aleksic (TuRa Harksheide II, 70., Meckern + Foulspiel)
Schiedsrichter: Kazim Yavuz (FC Bingöl 12)
Zuschauer: 55
Sonntag, 26. April 2026
Spielbericht TV Haseldorf - SV Blankenese
Oldes „Kacktor“ reicht nicht aus
Strafraumchaos
nicht genutzt: TV Haseldorf verpasst wichtigen Zähler
„Aus dem Stadion geschossen, haben wir die“, witzelte Fußballabteilungsleiter
Marc Zippel nach dem 2:1-Zittersieg seiner SV Blankenese beim schwer
abstiegsbedrohten TV Haseldorf. Ein Erfolg, der seine Himmelblauen im eher
bedeutungsarmen Rennen um Platz fünf der Bezirksliga 01 hält.
Deutlich brisanter dagegen die Lage des TVH, der sich für einen ordentlichen
Auftritt nach verhaltener Anfangsphase mal wieder nichts kaufen konnte.
Mit dem besten Fußballwetter in der Marsch vermochte die Partie nicht wirklich zu
konkurrieren. Wer also die Startsequenzen bei der vielleicht besten Currywurst
im HFV und günstigem Kaltgetränk verpasste, sollte sich heuer freilich nicht
grämen. Erst, als Louis Jahn lang von hinten auf Jan Ole Holst eröffnete,
dieser halbrechts die Latte traf und Finn Karstedt die Rübe erfolgreich in den
Abpraller hielt, war der Ereignislosigkeit mit dem 0:1 der Garaus gemacht
(18.).
Nur die Abseitsfahne des Assistenten rettete den amtierenden Kreisliga
1-Meister daraufhin vor Pedro Dos Santos Cogos 0:2 (29.). Da wäre es für heute
fast schon vorbei gewesen.
So aber blieb der Neuling im Spiel, das Linus Lastella nach Flugball Marten
Fülschers fast ausgeglichen hätte. Bei seiner Bewegung nach innen, inklusive
Rechtsschuss, fehlte jedenfalls nicht viel (35.).
Wie die Jungfrau zum Kinde, sollten die Roten dennoch zum Ausgleich kommen. Und
wieder war der Blankeneser Jahn beteiligt. Diesmal schoss der Innenverteidiger
Gegenspieler Malte Olde nahe des eigenen Gefahrenbereichs an den Kopf, sodass
die Pille tatsächlich den Weg ins SVB-Gehäuse fand (58.). Ein Fall für Arnd
Zeiglers „Kacktor der Woche“!
Ein Abstauber und einmal Slapstick – Zeit für etwas Geplantes. So durchgeführt
in Minute 68. Die Gäste mit Ballbesitz in des Gegners Hälfte, der Bennet Zippel
zur schönen Weiterleitung zum frei flach vollendenden Laurenz Schnoor
inspirierte.
Im Rahmen einer Vorteilssituation drohte dem TVH gleich das nächste Ungemach,
das Goalie Niklas Grote aber gegen den eingewechselten Jaden Westphal stark
vereitelte (74.).
Fortan agierte hier aber nur noch das Heimteam, dessen Einstellung auf jeden
Fall passte. Nicht so allerdings ein hohes Ding von Lukas Nickels, das sich aus
der Ferne auf den Querbalken setzte (82.). Und auch Tim Krieg fehlte beim
zentralen Abdruck (83.) ein Stück zum Ausgleichsglück, das wiederum Nickels bei
seiner Doppelchance ebenfalls nicht vergönnt war. Tormann Marcel Köhler gab
jeweils den Spielverderber (84.).
Nun hing also allen an einem letzten Standard – einem Freistoß durch Fülscher,
den die West-Hamburger jedoch mit reichlich Dusel irgendwie gelöscht bekamen
(90.+7). Ein letztlich folgenloses Strafraumchaos.
Gar nicht folgenlos für die Tabelle kommt dagegen das Ergebnis daher,
vergeigten die Haseldorfer somit die Chance, an der ebenfalls erfolglosen
Konkurrenz vorbeizuziehen. Zwei Zähler Rückstand beim schlechteren
Torverhältnis gilt es jetzt noch in den vier verbliebenen Auftritten
aufzuholen. Nicht unmöglich, gegen lauter Teams aus dem Mittelfeld, aber
trotzdem weiter eine Herkulesaufgabe.
Tore: 0:1 Karstedt (18. Holst), 1:1 M. Olde (58.), 1:2 Schnoor
(68. B. Zippel)
Schiedsrichter: Kai Kleen (SV Eidelstedt, Note 2)
Zuschauer: 55
Montag, 6. April 2026
Spielbericht FC Elmshorn - TV Haseldorf
Zweistellig an die Spitze
11:0!
FC Elmshorn kommt Etappenziel zum Profibereich näher
„FC Elmshorn will in den Profifußball“ titelte die Elmshorner Nachrichten
vergangenen Mittwoch. Und während noch darüber diskutiert wird, ob es sich hier
um einen Aprilscherz, passend zum 01.04., durchgeknallten Größenwahn oder ein
solides Projekt handelt, setzte die (noch) siebklassige Mannschaft am
Ostermontag ein zweistelliges Ausrufezeichen.
Den personell einmal mehr angeschlagenen Abstiegskandidaten aus Haseldorf zu
Gast, gestaltete der zukünftige Drittligist (nach eigener Vision für etwa 2032
anvisiert) die Partie nach Belieben.
Kein Wunder also, dass Torjäger Dennis Altergott ein durchgerutschtes
Sukhanov-Zuspiel in die Tiefe mühelos vor der Kiste zur 1:0-Führung verwertete
(13.).
Die Verdopplung setzte es nach einem Aygün-Freistoß, den Gäste-Fänger Johannes
Markmann zwar erst parierte, doch mit Mert Acar stand ein aufmerksamer
Abstauber sofort bereit (23.), ehe wieder Altergott nach Flugball Acars auf 3:0
stellte (28.).
Zwei Großchancen durch Mustafa Gök (32.) und Aygün (34.) etwas fahrlässig
ausgelassen, ging es nach Sevinc-Diagonalball mit Seymen Tokays 4:0 weiter
(39.). Und auch Kapitän Aygün belohnte mit seinem Freistoßtor von rechts für
seinen heuer 45-minütigen Einsatz (44.).
Auch im zweiten Abschnitt ging es, abgesehen von kleineren Schusschancen für
die Haseldorfer, beispielsweise von Louis Bevers (63.), nur in eine Richtung.
Besondere Freude bescherte dies dem umtriebigen Altergott, der lediglich ein
Dutzend an Spielminuten zum lupenreinen Hattrick benötigte (62., 65. &
74.).
Da wollte sich auch sein Trainer nicht lumpen lassen, krönte Seyhmus Atug seine
Selbsteinwechslung mit dem 9:0 nach Rewakian-Ecke (81.) und dem 10:0, das ihm
Altergott vor der Kiste aufgelegt hatte (84.).
Ein Ei legte der neue Primus dem auseinanderbröselnden Gegner aber noch ins
Nest. Mustafa Saidy Khans Flanke köpfte Bedran Atug am zweiten Pfosten zum
11:0-Endstand ein (90.).
Zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Kummerfeld bei noch einer
Partie mehr zu gehen riechen nun schon extrem nach dem erstmal anvisierten
Landesligafußball in der Krückaustadt, während man Haseldorf angesichts des nicht
einfachen Restprogramms und einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer sieben
anspruchsvolle rest-Spieltage vor der Nase hat.
TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper, Biermans –
Kaland, Mohrdieck, J. Lüchau (78. C. Dalecki), Laudahn – Jedamski, Bevers,
Trainer: Benjamin Kälberloh
FC Elmshorn: Kado – Sukhanov, B. Atug, Er, Saidy Khan – Gök (70. S.
Atug), Acar (46. Rewakian), Aygün (46. Aydin) – Sevinc (46. Eklim), Altergott,
Tokay, Spielertrainer: Seyhmus Atug
Tore: 1:0 Altergott (13. Sukhanov),
2:0 Acar (23. Aygün), 3:0 Altergott (28. Acar), 4:0 Tokay (39. Sevinc), 5:0 Aygün (44., direkter
Freistoß), 6:0 Altergott (62.), 7:0 Altergott (65.), 8:0 Altergott (74.), 9:0
S. Atug (81. Rewakian), 10:0 S. Atug (84. Altergott), 11:0 B. Atug (90. Saidy
Khan)
Schiedsrichter: Fatih Karkar (FFC 08 Osman Bey Moshee)
Zuschauer: 50
Donnerstag, 2. April 2026
Spielbericht SV Blau-weiß 96 Schenefeld - TV Haseldorf
Vorteil: Kadertiefe
Torhungrige
Joker richten es für Blau-weiß 96
70 Minuten lang sah es so aus, als könnte der TV Haseldorf der große
Gründonnerstagsgewinner im Untergeschoss der Bezirksliga 01 sein, doch spät
schlug in Schenefeld die bittere Erkenntnis zu: der Klassenerhalt bleibt ein
Mammutprojet.
Ohne den gelbgesperrten Lars Rose, der dafür im gut besuchten Gästeblock alles
gab, legte der Aufsteiger gleich willig und griffig los. Völlig untypisch für
einen Abstiegskandidaten, zahlte sich dies auch sofort aus, verwertete Marten
Fülscher eine Mohrdieck-Flanke in der Mitte zum 0:1-Stimmungshoch aller, die in
der Folge mit dem Auswärtsteam um den Erhalt der Führung bangten (7.).
Blau-weiß startete nämlich seine Ballbesitzdominanz, die das Spielgeschehen
nachhaltig in die Hälfte der Haseldorfer verlagerte. Eingreifen brauchte
Gäste-Fänger Niklas Grote jedoch erstmal nur mit einer behänden Fußabwehr gegen
den scharf von Lewe Tiede bedienten Lenard Peters (8.).
Allzu lange sollte sich dies aber nicht ausgehen. So schickte Youss Jaiteh
seinen Kollegen Rene Müller wohl temperiert in die Tiefe, wo der 29-Jährige auf
dem Weg zum Ausgleich keine halben Sachen machte (19.). Nicht ganz so Oscar
Rehder, dem sich Grote mit voller Breite entgegenstellte (22.).
Doch auch die Gäste warteten in Nadelstichen gefährlich auf. Nach Phil
Mohrdiecks starkem Ballgewinn ergab sich Michel Lienau nämlich die fette Chance,
gegen deren Verwertung sich Fynn Ritter im Abtauchen erfolgreich stemmte (21.).
Kein Grund für den fleißig ackernden Blondschopf, es nochmal zu versuchen. Dem
letzten Mann aus der 96-Viererkette die Kugel geklaut, versenkte Lienau diesmal
eiskalt vor Ritter zum 1:2-Halbzeitstand (41.), den Fülscher von halbrechts
durchaus noch hätte ausbauen können (45.+1).
Ernsthafte Gefährdung erfuhr diese Einblendung auf der großzügigen Anzeigetafel
im Stadion Achter de Weiden lange Zeit nicht. Auf der regelmäßig vollends
bespielten Skala zwischen Welt- und Kreisklasse drohte den Hausherren nach der
3:5-Schlappe in Niendorf aus der Vorwoche gleich das nächste Negativextrem.
Heuer aber zogen die Jungs in weiß den Kopf auch dank einer herausragenden Bank
spät aus der Schlinge. Mit einem Treffer der Marke „Eier-Tor“ würdigte der
soeben eingewechselte David Heffele nicht nur die anstehenden Ostertage,
sondern läutete damit auch die Wende im zu diesem Zeitpunkt irgendwie toten
Spiel ein (71.). Denn nachdem der mit ihm gekommene Jasin Emini beim ersten
versuch noch am Außennetz scheiterte (77.), machte es die Rückennummer 33 auf
Diagonalball Maik Wegners eiskalt zum 3:2 (79.).
Die Haseldorfer, die im Gegensatz dazu freilich nicht über solche Einwechselkaliber
verfügen, waren gebrochen und Blau-weiß auf dem Weg, das Resultat weiter
hochzuschrauben. In zwei Szenen daran gescheitert (84. & 90.), holte mit
Marco Müller der dritte Joker das Verpasste im Konter nach (90.+3).
Der TVH nun weiter mit einem Zähler unter dem Strich, während Coach Mathias Timm
und seine Edel-Bankwärmer bei einem ganzen Dutzend an Punkten Vorsprung auf die
Kreisliga-Plätze sieben sorgenfreien Restspieltagen entgegensehen können.
Tore: 0:1 Fülscher (7. Mohrdieck), 1:1 R. Müller (19. Jaiteh),
1:2 Lienau (41.), 2:2 Heffele (71.), 3:2 Emini (79. Wegner), 4:2 M. Müller (90.+3,
Kocak)
gelbe Karten: keine – J. Lüchau
Schiedsrichterin: Vanessa Thormählen (FC Union Tornesch, Note 2,5)
Zuschauer: 80
Sonntag, 29. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg - TV Haseldorf
Holzapfel senkt den Blutdruck
Erster
Sieg in 2026! VfL Pinneberg weist den TV Haseldorf in die Schranken
Insbesondere mit wichtigen Heimsiegen boxte sich Aufsteiger TV Haseldorf
zuletzt amtlich aus der Abstiegszone. Bezirksliga 01-Spieltag Nummer 24 schob
den Neuling aus der Marsch jedoch wieder zurück unter den Strich.
Die Punktgewinne der Konkurrenz vom HSV IV (1:1 gegen den Duvenstedter SV) und
aus Niendorf (5:3 gegen Blau-weiß 96) wusste man am Sonntagnachmittag in
Pinneberg nämlich nicht mit Zählbarem zu kontern.
Dabei war man heuer mit gar nicht mal so schlechtem Kader zum in 2026 noch sieglosen
VfL gereist.
Um den rot-gelben Optimismus war es heuer allerdings schnell geschehen, als der
Pinneberger Tyler Brose Noah Lüchau robust im Strafraum abkochte und sicher zum
frühen 1:0 einnetzte (9.).
Wasser auf die Mühlen des überlegenen Mittelfeldteams, das TVH-Goalie Niklas
Grote in der Folge gehörig auf Trab hielt (12. & 21.), ehe 21-Tore-Mann
Niklas Bargob den Kasten bei einem der vielen tiefen VfL-Läufen verfehlte (25.).
So auch kurz darauf in abgefälschter Manier (27.). Beim fälligen Eckstoß zum Kopfball
gekommen (Block von Grote), führte ein ungeschickter Strafraumzweikampf zu Bargobs
Königschance vom Punkt. Doch kläglich scheiterte der Kapitän am starken
Gäste-Fänger.
Für Bargob und Co ein kleiner Knackpunkt, schwammen sich nun auch die Appelplücker
vorsichtig frei.
Louis Bevers flankte hinter das Tor (41.) – Phil Mohrdieck erwischte seinen
Kopfball nicht optimal (41.). Man musste es schon gut meinen, mit den
Schloßpark-Kickern, um den bemühten, aber arg limitierten Auftritt des Neulings
positiv zu bewerten.
Die beste Gelegenheit des Abstiegskandidaten „vergab“ mit Berat Alija
tatsächlich ein Pinneberger, als dieser Tormann Philipp Niedermeier mit einem
Rückpass überrumpelte, die Scharte per finaler Rettungsgrätsche allerdings selbst
wieder auswetzte (53.).
Wohltuende Blutdrucksenkung verschaffte da drüben Tjark Holzapfels frei
vollendetes 2:0 (56.), mit dem die Hausherren im Exil an der Raa (Heimat des SC
Pinneberg) das Geschehen wieder spürbar an sich rissen.
Weil Brose etwas peinlich drüber zielte (68.) und auch eine erneute Doppelchance
nach Ecke ungenutzt blieb (78.), flammte beim Kellerkind noch ein wenig
Hoffnung auf den Anschlusstreffer auf. Doch weil die eingewechselten Timo
Kaland (80.) und Joris Lüchau (86.) ihre Kopfstöße nicht perfekt setzen konnten
und Niedermeier Florian Möhles Freistoß abtauchend zur Ecke parierte (82.), blieb
es beim ersten gegentorlosen Erfolg des neuen Tabellensechsten seit dem kampflosen
3:0 gegen HSV IV im Dezember 2025.
Der TV Haseldorf kann von diesen Tabellenregionen nur träumen, geht es nun als 14.
ins Osterwochenende, das mit den Gastspielreisen nach Schenefeld und Elmshorn
zwei ungeliebte Auswärtspartien beinhaltet.
TV Haseldorf: Grote – N. Lüchau, Oßenbrüggen (72. Kaland),
Pieper, Franke – Nickels (66. Jedamski), Möhle (46. J. Lüchau), Mohrdieck,
Bevers – Rose, Lienau (66. Fülscher), Trainer: Marvin Biermans (i.V.)
Tore: 1:0 Brose (9. Holzapfel), 2:0 Holzapfel (56. Bargob)
gelbe Karten: Bargob, Schulze – Rose, Pieper
Schiedsrichter: Thorsten Kaisen (SC Poppenbüttel, Note 2)
Zuschauer: 50
besonderes Vorkommnis: Bargob scheitert mit Foulstrafstoß an Grote
(28.).
Sonntag, 15. März 2026
Spielbericht Kummerfelder SV - TV Haseldorf
Abreibung mit Ansage
Primus
Kummerfelder SV lässt ausfallgeplagtem TVH keine Chance
Sucht man nach einem Symbolbild für das verkorkste Gastspiel des TV Haseldorf
beim Bezirksliga-01-Spitzenteam des Kummerfelder SV, bleibt der geneigte
Beobachter der Szene in der 77. Minute hängen. Eine Auswechslung. Ein unspektakulärer
Vorgang und doch Ausdruck der erheblichen Personalprobleme des Aufsteigers, schickte
Coach Benjamin Kälberloh mit Lennart Jotter (für Timo Kaland) einen gelernten
Torhüter in Feldspielermission, der im Sommer noch das Ende seiner Laufbahn
verkündet hatte. Die einzige annähernd realistische Wechseloption. Spielstand
zu diesem Zeitpunkt: 6:0 für den KSV, der an diesem Sonntagnachmittag niemals
Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen ließ.
Ohne die gelbgesperrten Pieter Oßenbrüggen, Joris Lüchau und Lukas Nickels – um
nur ein paar Ausfälle zu nennen – wurden die zuletzt durchaus konstant
punktenden Haseldorfer sofort in die zwangsweise durchrotierte Defensive
gedrückt, was bereits in Minute eins fast ins Auge ging, als Peer Ball selbigen
diagonal erhielt und Schlussmann Niklas Grote alle Mühe hatte, das Spielgerät nach
seiner Fußabwehr vor den heranrauschenden Gegnern zu sichern.
Ein Dutzend an Spielminuten sollte sich der Dauerdruck am Ende ausgehen, ehe
Kapitän Marcel Braun auf Flanke Jonas Lienau und Grotes nicht ganz glücklicher Ballbeseitigungsaktion
das verdiente 1:0 erköpfte (12.).
Weiteres Wasser also auf die Heim-Mühlen, die kurz darauf noch schneller
rotierten, war es wieder eine Hereingabe von rechts, die diesmal Ball zum
einsamen wie gezielten Abschluss durchs Öhr des Fünfergetümmels einlud (14.).
Entlastung schaffte Rot-gelb insbesondere in Hälfte eins kaum, während man am
und im eigenen Sechzehner viel zu oft die nötige Handlungsschnelligkeit
vermissen ließ, um Momente, wie eine jeweils blockierte Dreifachchance der
Herren Mettler, Will und Braun zu vermeiden (20.).
Klar, dass weitere Tore folgen mussten, erhöhte Jonas Lienau nach
durchgerutschtem Stampff-Zuspiel auf den 3:0-Halbzeitstand (29.), der
insbesondere durch das lauffreudige Flügelspiel der klug rochierenden
Platzherren noch weiteres Futter hätte kriegen können.
Dafür machte es Mika Mettler aus der zweiten Reihe (57.), woraufhin Fabian Knotterus
von einer Ecke (61.) und Enzo Simon von einem Querpass (67.) des eifrigen Ball
profitierten.
Und auch beim 7:0-Schlusspunkt hatte der 21-Jährige wieder seine Füße im Spiel,
war es abermals ein Eckstoß, in den sich als siebter Tagestorschütze der
eingewechselte Hendrik Hoch mit voller Dynamik reingeworfen hatte (87.) –
Vorlagenhattrick zur Tabellenführung, denn mit dem klar besseren Torverhältnis
thront die Elf von Trainer Julian Kneuker weiter (bei zwei Spielen mehr) punktgleich
mit dem FC Elmshorn an der Spitze.
Der heuer chancenlose Widersacher, der immerhin im zweiten Abschnitt punktuelle
Torgefahr produzierte, fiel zwei Stunden später durch den Heimsieg der Reserve
des Niendorfer TSV (3:1 gegen Schlusslicht Duvenstedter SV) erstmal wieder
unter den Strich. Mit Blick auf das insgesamt anspruchsvolle Restprogramm kommt
dem jetzt anstehenden Heimspiel gegen die nur drei Zähler bessere Elf des HSV
IV eine enorme Bedeutung zu. Der Primus setzt derweil seine Keller-Tour beim tabellarischen
Süd-Nord-Gipfel in Duvenstedt fort.
TV Haseldorf: Grote – Biermans, Wichmann, Pieper, Krieg –
Fülscher, Möhle, Mohrdieck, Bevers – Laudahn, Kaland (77. Jotter), Trainer:
Benjamin Kälberloh
Tore: 1:0 Braun (12. J. Lienau), 2:0 Ball (14. Will), 3:0 J. Lienau (29.
Stampff), 4:0 Mettler (58.), 5:0 Knotterus (61. Ball), 6:0 Simon (67. Ball),
7:0 He. Hoch (87. Ball)
gelbe Karten: keine – Mohrdieck, Pieper
Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)
Zuschauer: 50
Freitag, 6. März 2026
Spielbericht TV Haseldorf - Niendorfer TSV II
Bigpoint für die Teilzeithedonisten
TV
Haseldorf startet wie im Rausch und zittert dennoch um den Keller-Dreier
Hätte Benjamin Kälberloh, Trainer des TV Haseldorf, noch Haare auf dem Kopf;
spätestens an diesem wichtigen Abend für den Aufsteiger im Abstiegsgeschäft
wäre ihm sein Haupt erkahlt. Dem Traumstart ins Sechs-Punkte-Spiel gegen die
Reserve des Niendorfer TSV war unter Flutlichtkulisse nämlich noch das große
Zittern, bis in die neunte Minute der Nachspielzeit, gefolgt.
Ein Szenario, das der Coach bereits in der Halbzeitpause hat kommen sehen,
warnte er sein Team vor dem „psychologischen Vorteil“ des Gegners durch den
wahrlich sehenswerten Weitschusstreffer durch Spielmacher Lennart Ludwig (27.),
der in einer surrealen ersten Hälfte vorzeitig das letzte Wort hatte.
Davor hatte die Kälberloh-Equipe ihr Schloßparkstadion mal eben zur
hedonistischen Zone erklärt, agierte „brutal effektiv“ – oder eher effizient.
Unaufhaltsam dabei: das Offensivtrio Fülscher, Lienau und Rose. So führte eine
schlecht verteidigte Lienau-Ecke bereits nach 90 Sekunden Lars Roses
Führungstor herbei, ehe Michel Lienaudem völlig verunsicherten Dennis
Brettschneider die Kugel abluchste und frei durch zur raschen Verdopplung
einschob (6.).
Mit Glück des unhaltbar Abfälschens im Sechzehner stellte Rose in Minute zwölf
auf 3:0 (12.). Und das, obwohl er den Ball nach Marten Fülschers Blitzeinwurf
für Lienaus Brustmitnahme, inklusive Hereingabe von der Grundlinie, nicht
unbedingt lehrbuchartig erwischte. Heute schien aber einfach alles zu gelingen,
was die euphorisierten Appelplücker versuchten!
Ebenso Lienaus kräftiger Strafraum-Abdruck mit rechts, der wieder nur zustande
kam, weil die orientierungslos über ungewohnten Naturrasen stolpernden
Niendorfer eine kurze Eckenvariante nicht aus der Parzelle bekamen (15.).
Erst der fünfte Heim-Versuch, den der entfesselte Fülscher, vom Widersacher
touchiert, zur Ecke ins Tor-Aus rutschen sah (18.), durchkreuzte die perfekte
Biathlon-Serie am Schießstand.
Gur für die Gäste, die der eindringlichen Aufforderung ihres lebhaften
Trainers, „Ballkontakte“ zu sammeln, nur schleppend nachkamen. Erst mit Ludwigs
4:1 waren die Herren in weiß endlich auch mental in der Partie angekommen.
Waleed Maliks Kopfball (41.) und Ioannis Goussis´ Versuch ans Außennetz (44.)
waren daraufhin nur die Vorboten dessen, was die Haseldorfer im zweiten
Abschnitt zu überstehen hatten. Auch, weil Lienaus Treffer nach feinem
Fülscher-Service wegen spät geahndeten Handspiels keine Anerkennung fand (45.).
Auch Fülscher selber vermochte den Deckel im Konter aus vollem Lauf nicht draufzumachen,
als der langzeitverletzte Louis Bevers in der Vorbereitung zeigte, welche
Dynamik seine Rückkehr für das Spiel der Roten bedeutet (48.).
Ansonsten aber galt es, nun dem Druck des nun auch besser auf lange Bälle
eingestellten NTSV standzuhalten.
Goalie Niklas Grote musste jedenfalls gegen Minseo Cho schon mal behände
abtauschen (53.), um zu verhindern, was zum Start der körperlich geführten Schlussphase
doch geschehen sollte. Diesmal piekte Ludwig die Kugel vor Grote weiter zum
verkürzenden Lukas Lackner und das von Kälberloh befürchtete „Feuerwerk“ des
Gegners war weiter entfacht (72.).
Wo Gäste-Tormann Christopher Schade gegen Fülscher die 5:2-Vorentscheidung
verhinderte (75.), netzte drüben Pieter Oßenbrüggen zum 4:3 ins eigene Gehäuse
(79.).
Elf lange Restminuten des gegnerischen Anrennens waren überstanden, da drohte
durch einen Nachschlag von deren sechs gleich weiteres Unheil. Abermals Ludwig
(90.+2) und Lackner mit dem Heber im Strafraum (90.+3) sollten aber die finalen
Ausgleichschancen vergaben haben, ehe in Extraminute neun der letzte
Befreiungsschlag das erste Klettern aus der Abstiegszone seit dem zweiten
Spieltag besiegelte.
Mit nur einer Niederlage aus den letzten sieben Partien geht es nun zum
Spitzenteam nach Kummerfeld, das im gleichen Zeitraum nur vier Punkte mehr
holte (18).
Bei den nunmehr seit neun Spielen punktlosen Bondenwald-Kickern liegen dagegen
die Nerven blank. Eine Mecker-Ampelkarte nach Spielende rundete die verkorkste
Gastspielreise noch negativ ab. Die weiteren Duelle gegen die Kellerkonkurrenz
aus Duvenstedt und Klein Nordende könnten an den nächsten Wochenenden bereits
vorentscheidenden Charakter annehmen.
Tore: 1:0 Rose (2. Lienau), 2:0 Lienau (6.), 3:0 Rose (12.
Lienau), 4:0 Lienau (15. Fülscher), 4:1 Ludwig (27. Cho), 4:2 Lackner (72.
Ludwig), 4:3 Oßenbrüggen (79., Eigentor, Ludwig)
Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV, Note 2,5)
Zuschauer: 80
Freitag, 12. Dezember 2025
Spielbericht TV Haseldorf - TuS Germania Schnelsen
Wintermeister
in Spe gestürzt
Auch
ohne Training: TV Haseldorf verdirbt Germania die Winterpausen-Spitze
Mit einer faustdicken Überraschung verabschiedete sich die Bezirksliga 01 am
Freitagabend in die wohlverdiente Winterpause, vermasselte der abstiegsbedrohte
TV Haseldorf Germania Schnelsen mit einem überraschenden wie unterm Strich verdienten
1:0 das Überwintern ganz oben auf dem Thron.
Auf dem hügeligen Naturrasen im Schloßparkstadion brachten die Hausherren trotz
abermals üppiger Fehlendenliste all jenes auf die Schiene, was sie schon
zuletzt acht Zähler aus vier Partien holen ließ. Gegen den Ball kompakt im
4-4-2-System und schmerzhaft im Zweikampf, sowie in der Gegenrichtung stets auf
der Suche nach dem raschen Gegenstoß. So praktiziert bei einer
Fülscher-Schusschance (5.) und vor allem, als das Youngster-Duo
Fülscher/Lastella zur selbst herausgespielten Doppelchance kam (22.). Auf
Zuspiel von Linus Lastella scheiterte Marten Fülscher an Germania-Goalie
Domenik Szyska, ehe der Schlussmann Lastellas Nachschuss sehenswert über den
Querbalken streichelte.
Das Spitzenteam hatte den vielleicht auch etwas unerwartet tatsächlich
stattfindenden Nachholer in der knapp 30 Kilometer entfernten Provinz freilich
nicht so recht annehmen wollen. Nur einmal hatte Antonio Arambasic Niklas Grote
zwischen den Heim-Pfosten einmal etwas (machbare) Arbeit verschafft (26.).
19-Tore-Mann Luca Drenkhahn wurde heuer schmerzlich vermisst. Als Ausrede für
die dargebotene Ideenlosigkeit darf der Ausfall des Top-Torjägers jedoch
keinesfalls herhalten.
Neue Impulse von der Bank sollten dem komplizierten Auswärtsunterfangen mit
Angreifer Maximilian Voigt und dem erfahrenen Hassan Fallah für den Spielaufbau
auf die Sprünge helfen, doch der berühmte Schuss ging dabei gänzlich nach
hinten los. Ausgerechnet Fallah war es nämlich, der den eigenen Schlussmann per
Rückspiel derartig in Bedrängnis brachte, dass Szyska die Kugel nur mit ärgster
Mühe von der Linie schaufeln konnte. Der clever durchgelaufene Lastella aber roch
den Braten und versenkte den Abstauber eiskalt zum gar nicht mal unverdienten
1:0 (58.).
Germania nun endlich auch einmal gewillt, sich konstruktiv ins
Offensivgeschehen einzumischen. Doch wie soll man bloß diesen
abstiegskampfeuphorisierten Gegner mit seiner tiefen Grundaufstellung knacken?!
Leon Kripke, der meist entnervt von der harten Gangart seiner Gegenspieler
wirkte, versuchte es immerhin nicht schlecht mit einem abgefälschten Freistoß
(61.), im Strafraumgewusel an den Pfosten (65.) und aus der zweiten Reihe (71.)
– erfolglos.
Mehr ließen die Jungs aus der Marsch auch in kurzer Unterzahl (Ampelkarte für Phil Mohrdieck für wiederholtes Foulspiel, 89.) jedoch nicht mehr zu. „Nur so geht´s –
anders nicht!“, freute sich Trainer Benjamin Kälberloh über das höchst
disziplinierte Auftreten seines Teams, welches ihm fast schon gewohnheitsmäßig wieder
ordentliche Personalimprovisationskünste abverlangte. So schickte der Coach mit
Lasse Wiemer gar noch den Kapitän der zweiten Mannschaft auf die Wiese, die
seit zwei Wochen keinen Trainingsbetrieb mehr zulässt. Dem sportlichen
Abschneiden tut´s dennoch keinen Abbruch, hievte sich der einst als
Tabellenletzter unten herumkrebsende Aufsteiger mit stabilen elf Zählern aus den
letzten fünf Spielen auf die gleiche Höhe mit dem rettenden Ufer.
In Schnelsen herrscht dagegen Frust über das verpasste Überwintern auf Rang
eins. Als Tabellendritter geht es im neuen Jahr – sofern das Februarwetter will
– gegen den zweitplatzierten FC Elmshorn weiter.
Tore: 1:0 Lastella (58.)
gelb-rote Karte: Mohrdieck (TVH, 89., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa Harksheide, Note 2,5)
Zuschauer: 75
Freitag, 5. Dezember 2025
Spielbericht TV Haseldorf - SV Lieth
Nur
den Krampus freut´s
Niveauarme
Punkteteilung im Bezirksliga-Tabellenkeller
Fünfter Dezember: Krampustag in Österreich und auch die Bezirksliga 01 in
Hamburg wusste die Schaulustigen im Schloßparkstadion ordentlich abzustrafen.
Von Beginn an nämlich setzte sich das Spielniveau kaum vom niedrigen Tabellenstand
der Kontrahenten ab.
Bereits ein ganzes Spielviertel hatten die dennoch zahlreich herbeigepilgerten
Zuschauer überstanden, als TVH-Kapitän Lukas Nickels mit seiner Konterchance
ans Außennetz einen ersten zaghaften Offensivakzent setzte (23.).
Der Gegenangriff fortan das Lieblingswerkzeug der Hausherren, die einen
Ballverlust des Gegners im Mittelfeld zum Anlass für das schnelle Umschalten
nahmen. Zwar war es Moritz Schulz in erster Instanz noch gelungen, das tiefe
Zuspiel abzugrätschen, doch im zweiten Anlauf erreichte Marten Fülschers Ball
den Kollegen Linus Lastella, der mit Dynamik über links flach zum wichtigen 1:0
vollendete (24.).
Das Selbstvertrauen des durch zuletzt zwei Siege Ex-Tabellenletzten damit
natürlich weiter angekurbelt. Einzig das zweite Tor fehlte zur nachhaltigen
Tabellenkosmetik. Genug Möglichkeiten dafür ergaben sich durchaus. So zögerte
Heiko Jedamski nach Flugball Pieter Oßenbrüggens zu lange mit dem noch von Luca
Albers geblockten Rechtsschuss (30.) und verfehlte Fülschers Direktabnahme als
Aufsetzer den SVL-Kasten (42.).
Mit Beginn des zweiten Abschnitts nahm das Niveau der Partie gar noch weiter
ab. Vor allem die Liether, deren Verunsicherung auch der vor zwei Spieltagen
verpflichtete Guido Krenzk an der Seitenlinie bisher nicht aufzulösen
vermochte, enttäuschten einmal mehr auf ganzer Linie. Symbolhaft für den
Zustand der Klein Nordender, setzte Anton Götting seine unbedrängte Flanke von
rechts geradewegs ins Tor-Aus (60.)…
Ein wenig aus dem Nichts kam da das Ausgleichstor, das ausgerechnet Torjäger
Ali Duman mit einem kurzen Freistoß vor der eigenen Grundlinie einleitete, ehe
Albers den perfekten tiefen Weg mit der nicht weniger starken
Wandspieler-Einlage auf Philipp Matthiessen krönte und der Spielführer wiederum
mit drei Kontakten aus zentraler Position passgenau für erleichterten Jubel bei
den heuer ganz in schwarz aufgelaufenen Gäste sorgte (72.).
Doch anstatt Matthiessen und Co das Momentum für sich mitnahmen, luden sie den
Gegner mit teils haarsträubenden Fehlpässen und einem ungeordenen Hühnerhaufen
vor dem eigenen Kasten immer wieder zur Offensive ein. Michel Lienau, von
Albers bei einer Nickels-Flanke am zweiten Pfosten vergessen, mit dem Kopf
(75.) und Jedamski aus 21 Metern (77.) brachten den Gleichstand ordentlich ins
Wanken, ehe Ben Wrages Ampelkarte (wiederholtes Foul) noch mehr Platz in der
Gäste-Hälfte gestattete (79.).
Zu nutzen vermochten die Haseldorfer diesen allerdings wiederholt nicht, als
wieder Lienau flach mit links abzog und Nickels bei der Verwertung von Luca Von
Der Heides Block der Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten zum Opfer fiel
(84.).
Und die SV Lieth? Die erlebte ihren größten Strafraum-Aufreger durch den
eingewechselten Finn Struve. Zu zögerlich mit der Kugel am Fuß, ging die Pille
gegen Oßenbrüggen verloren, bevor überhaupt irgendetwas mit ihr geschah (85.).
Die Punkteteilung (erster Punkt unter Krenzk), die niemandem weiterhilft, außer
der Konkurrenz, also eine Schmeichelhafte für die Jungs vom Butterberg.
Der Krampus ist zufrieden…
Tore: 1:0 Lastella (24.
Fülscher), 1:1 Matthiessen (72. Albers)
gelb-rote Karte: Wrage (SV Lieth,
79., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Latif Tan
Zuschauer: 75
Szene aus dem Hinspiel
Freitag, 12. September 2025
Spielbericht TV Haseldorf - FC Elmshorn
Verwaltung
statt Spektakel
2:0
in Haseldorf: humorloser FC Elmshorn weiter verlustpunktfrei
Verhalten – wie die 90 zurückliegenden Spielminuten – fiel der Jubel des FC
Elmshorn über den gerade eingefahrenen Auswärtsdreier aus. Schmucklos,
sachlich, ungefährdet verbrachte man die Gastspielreise beim Aufsteiger in
Haseldorf, der dem Spitzenreiter erwartungsgemäß nicht den Gefallen tat, Räume
für das geliebte Umschaltspiel zu bieten.
Ein Geduldsspiel wurde es aber dennoch nicht, behalf man sich früh einer
Standardsituation, der Überlegenheit ergebnistechnischen Ausdruck zu verleihen.
Ümit Karakaya, der an diesem Freitagabend als Kapitän aufgelaufen war, zirkelte
einen Freistoß von halblinks auf den langen Pfosten, wo im Pulk einzig der
aufgerückte Sercan Er die Rübe ans Spielgerät bekam – das frühe 0:1 (5.)!
An der Statik des Spiels änderte dies naturgemäß erstmal nichts. Die Gäste mit
einem Füllhorn an Ballkontakten, im und um den Strafraum herum, allerdings oft
nicht zielstrebig genug. Dennis Altergott, der nach schier ewiger
Verletzungspause erstmals wieder startete, versuchte sich beispielsweise per
Lupfer (20.) – Mustapha Saidy Khan probierte es in die dicht gemachte kurze
Ecke (30.) und Er probierte es mit einem Freistoßaufsetzer (45.+4). Alles aber
irgendwie nicht so richtig zwingend...
Erst recht auf der anderen Seite, wo man ebenfalls per ruhendem Ball immerhin
eine erste Kopfballchance durch den auf sich allein gestellten Linus Lastella
generierte (25.). Nach ähnlichem Muster vergab auch Kollege Lukas Nickels mit
dem Oberstübchen (36.).
In die Höhe sollte der Ereignisgrad auch nach dem Seitenwechsel nicht schnellen.
Rot-gelb verdichtete weiter mit viel Disziplin sein Territorium, während der
FCE in seinem neuen grünen Auswärtsdress nicht mehr tat als nötig war.
Ein kurzer Moment der Sorglosigkeit zwang Schlussmann Alan Kado zur Grätsche
vor dem glücklosen Lastella (68.), ehe Joris Lüchau aus der zweiten Reihe daran
erinnerte, wie fragil so eine 1:0-Führung in Wirklichkeit ist (72.).
Erledigt hatte sich das Thema jedoch wenig später, als auch Altergott aus dem
Hintergrund abzog, die Kugel einmal aufsetzte und Goalie Niklas Grote
unglücklich überwand (80.).
Das Thema vorzeitig durch der verlustpunktfreie Saisonstart des
Aufstiegsfavoriten aus der Krückaustadt auf nun mehr fünf Erfolge ausgebaut.
Der TVH wartet dagegen weiter auf den ersten Bezirksligadreier seit über 15
Jahren. Auswärts bei den ebenfalls nicht erfolgsverwöhnten Niendorfern sollte
dieser nächste Woche trotz weiterhin schwieriger Personallage einmal gelingen,
möchte man den Rückstand auf das rettende Ufer nicht zu früh zu groß werden
lassen.
Tore: 0:1 Er (5.
Karakaya), 0:2 Altergott (80.)
gelbe Karten: Lastella, J. Lüchau –
keine
Schiedsrichter: Hartmut Gertig (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 75
Freitag, 22. August 2025
Spielbericht SV Lieth - TV Haseldorf
Saisonstart
(vorerst) gerettet
3:1
gegen den TV Haseldorf: SV Lieth verschafft sich etwas Luft
Sechs-Punkte-Spiel bereits in der zweiten Runde der Bezirksliga 01? Für die im
Sommer kräftig erneuerte SV Lieth ging es nach dem Pokal-Aus in Quickborn und
dem 3:7-Liga-Debakel gegen Union Tornesch II schon jetzt um die Rettung des
Saisonstarts. Vor allem, weil am Freitagabend mit dem TV Haseldorf ein
Aufsteiger am Butterberg aufschlug, den es auf jeden Fall hinter sich zu lasse
gilt.
Entsprechend engagiert machten sich die Hausherren ans Werk, das allerdings
nicht immer so messerscharf daherkam, wie bei Max Schulz´ dynamisch über links
vorgelegter Großchance, bei der Schlussmann Johannes Markmann reaktionsschnell
per Fußabwehr zur Stelle war (7.).
Gleiches Muster – diesmal aber ohne Torwart-Großtat – nach einer knappen halben
Stunde, als nun Ali Duman mittig abziehen durfte und damit das durchaus
verdiente 1:0 markierte (29.).
Königstransfer Meraja Magens hätte dem Klein Nordender Gemüt weiteren Auftrieb
geben können, tat er aber nicht: Markmann bekam wieder seinen flinken Fuß
dazwischen (36.). Kurz nach der Pause reihte sich da auch Schulz ein, dem der
Goalie, der eigentlich nur aus Mangel an spielfähigen Perspektiven aus der
zweiten Mannschaft (Kreisklasse) hochgezogen wurde, ein Erfolgserlebnis
vermieste (47.).
Mit dem nachfolgenden Eckstoß durch Philipp Matthiessen war dann aber endlich
geschafft, bugsierte Mats Jonah Behrens das Leder im Strafraumgewusel zum ersehnten
2:0 über die Linie (48.).
Erst, nachdem Matthiessen aus 18 Metern und Behrens im etwas zu hektischen
Nachschuss die Vorentscheidung verpassten (59.), generierte auch der Neuling
von der Marsch etwas mehr Offensivgeist. Heiko Jedamskis Linksschuss ans Außennetz
aus der ersten Hälfte (22.) fand im nächsten Anlauf der „Appelplücker“ dafür
aber gleich einen treffsicheren Nachfolger, platzierte Michel Lienau das
Bällchen gekonnt aus dem Zentrum unter die Latte (71.). Geht da vielleicht doch
noch etwas, für den TVH?
Am ersten Spieltag hatte sich die weiter verletzungs- und urlaubsgeschwächte
Kälberloh-Elf ja noch einen Zähler nach Rückstand (1:1 gegen den Duvenstedter
SV) erspielt. Und tatsächlich schrammte ein abgefälschter Freistoß durch Joris
Lüchau nur knapp am 2:2 vorbei (74.).
Quasi im Gegenzug war die Angelegenheit aber schließlich entschieden, als A. Duman
perfekt in den Lauf von Schulz servierte
und dieser nicht nur Tim Krieg davon lief, sondern auch flach ins kurze Eck den
3:1-Endstand besorgte (76.).
Der Saisonstart für die heute endlich einmal überzeugenden „Liether Löwen“
damit vorerst gerettet, während die Haseldorfer vielleicht ein bisschen zu spät
erst die Krallen ausfuhren.
TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper,
Krieg – Lienau, Möhle (68. Mirzaee), Jedamski – Kaland (68. Rose), J. Lüchau,
Nickels, Trainer: Benjamin Kälberloh
Tore: 1:0 A. Duman (29.),
2:0 Behrens (48. Matthiessen), 2:1 Lienau (71. Rose), 3:1 Schulz (76. A. Duman)
gelbe Karten: keine – Pieper, Rose
Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa
Harksheide, Note 2)
Zuschauer: 70
Freitag, 15. August 2025
Spielbericht TV Haseldorf - Duvenstedter SV
Kleiner
Etappenerfolg
Aufsteiger
TV Haseldorf ergattert Heim-Punkt zur Bezirksliga-Rückkehr
Zufriedene Mienen zum Bezirksliga-Auftakt beim TV Haseldorf. Der einzige, der
ein wenig mit dem 1:1 im ersten siebtklassigen Match des TVH seit dem Abstieg
2010 zu hadern gehabt haben dürfte, war Angreifer Linus Lastella. 83. Minute:
passgenau bediente Michel Lienau den 19-Jährigen, der halbrechts vor dem Tor
den Kürzeren gegen den sich breit machenden Michel Weber zog. Vielleicht wäre
es der Siegtreffer gewesen, fiel dem Gegner aus Duvenstedt seit Ende der
überzeugenden Anfangsphase nicht mehr viel ein.
In dieser hatte der DSV nämlich gezeigt, dass er die 44 Auto-Kilometer nicht
umsonst durch den freitäglichen Feierabendverkehr gefahren haben wollte. Weitgehend
gepflegt hielten sie das Spielgerät in ihren Reihen, um es dann mit Tempo ins
vordere Drittel zu bringen. Zunächst ohne Ertrag, wie bei einem Mi.
Ellgoth-Versuch, der noch die Latte streifte (18.), ehe es in den Nachwehen
eines Standards schließlich glücken sollte. Billal Abdulahi flankte noch einmal
von links, sodass Philipp Stork das hier wenig resolute Abwehrverhalten des
Aufsteigers per Kopf bestrafte (20.).
Ähnlich frei wären die Gäste auch wenig später aus elf Metern zum Abschluss
gekommen, doch Schiedsrichter Jörn Ole Augustin (SC Victoria Hamburg) verweigerte
dem DSV bei Mirko Piepers Grätsche den Fingerzeig zum Punkt (23.). Nicht die
einzige Gelegenheit, bei der die Jungs vom Puckaffer Weg dem bestimmt
auftretenden Pfeifenmann unclever wortreich gegenübertraten…
Die Gastgeber konzentrierten sich dagegen aufs Wesentliche, schwammen sich mit
zunehmender Halbzeitdauer etwas mehr frei. Gegen Lastella schnellte noch
rechtzeitig Webers Fuß hervor (28.), doch als Joris Lüchau bei Heiko Jedamskis
Ecke recht unbedrängt zum Flugkopfball ansetzte, war der Neuling offiziell per
Ausgleichstor in der Bezirksliga angekommen (35.).
Auf spielerischem Wege hätte man sich um ein Haar die Halbzeit-Führung zum
Wiedereinstand geschenkt, doch der enorm fleißige Lastella verzog
aussichtsreich vor Weber (42.).
Im zweiten Abschnitt setzte sich dieser Trend fort. Die Duvenstedter fanden den
verlorenen Faden nicht so recht wieder, während immerhin Schlussmann Weber
gegen Lienaus Kopfball (59.) und dessen Versuch aus schwierigem Winkel (73.)
seine Qualität hochhielt.
Dennoch wäre auch bei Luis Zmatliks zu zögerlicher Strafraumszene der Dreier
für den Wechsler aus der Nordstaffel möglich gewesen (53.).
So aber blieben die Punkte zum Entsetzen der Herren in weiß geteilt. Für den TV
dagegen ein kleiner erster Etappenerfolg gegen den direkten Wiederabstieg – vor
allem nach der schwierigen Sommervorbereitung mit zahlreichen
Verletzungsausfällen. Grund genug also, sich der gewohnt geselligen dritten Halbzeit
zu widmen.
TV Haseldorf: Markmann –
Biermanns (90.+1 Möhle), Wichmann, Pieper, Krieg – Lienau, Olde, Nickels (71.
Kaland), Jedamski – Lastella (83. Karolewicz), J. Lüchau, Trainer: Benjamin Kälberloh
Tore: 0:1 P. Stork (20. Abdulahi),
1:1 J. Lüchau (35. Jedamski)
gelbe Karten: Lastella, J. Lüchau,
Krieg – Fathollari, Mi. Ellgoth, Ma. Ellgoth
Schiedsrichter: Jörn Ole Augustin
(SC Victoria Hamburg, Note 2,5: zog seine konsequente Linie jederzeit mit
klaren Ansagen durch, war gelegentlich durch seine etwas abfallende Assistenten
auf sich alleingestellt)
Zuschauer: 100
Sonntag, 4. Mai 2025
Spielbericht TuS Borstel-Hohenraden - TV Haseldorf
Außenstelle
des FC Bayern
Wie
der Rekordmeister: TVH-Promotion scheitert weiter am Rechenschieber
„Ich weiß (…), dass wir da etwas aufs Parkett zaubern werden – Punkt!“, zeigte
sich Noah Lüchau, Außenverteidiger des TV Haseldorf, nach dem ernüchternden 1:2
gegen den SSV Rantzau II und der damit vertagten Aufstiegsfeier gen
Bezirksliga, mit Blick auf den zweiten Anlauf, „die Kiste klarzumachen“,
kämpferisch. Nach der heiß erwarteten Gastspielreise ins nördlich gelegene
Borstel-Hohenraden regierte jedoch wieder Tristesse, bei den
Schloßpark-Kickern, denen es mit ihrem 2:2-Remis genauso erging, wie am Vortag
dem FC Bayern München in der Bundesliga. Zwar fingen sich die „Appelplücker“
beim bereits geretteten Aufsteiger keinen Ausgleich in der Nachspielzeit, doch
ohne rechnerische Gewissheit wollte sich (fast) keiner als Meister betrachten –
trotz nun drei Punkten und lf Toren Vorsprung vor dem Saisonfinale gegenüber
der Elf vom SC Egenbüttel II.
Meisterlich hatten sich die rot Gekleideten am Sonntagnachmittag auch freilich
(wieder) nicht präsentieren können. Die Nervosität war wieder spürbar und
resultierte in einem munteren Hin und Her, das erstmals der Tabellenelfte für
sich nutzen konnte, indem sich Nikola Delic im nicht immer sattelfesten Zentrum
durchnudelte und flach vor der Kiste zum 1:0 einschob (21.).
Wie schon im Rantzau-Spiel, galt es also, einen Rückstand zu egalisieren und
tatsächlich fungierte der Ergebnisdämpfer auch diesmal als Triebfeder für mehr
gesunde Initiative. Auf Flanke Tim Krieg und ein Missverständnis zwischen
TuS-Fänger Levin Giese und Rico Steinweg war bereits Freude über das rasche
Ausgleichstor aufgekommen, doch Marten Fülschers Treffer fiel der
hochschnellenden Abseitsfahne des Assistenten zum Opfer (23.)…
Zeit zum Groll blieb jedoch nicht viel, ging es mit Fülschers Zuspiel gleich
wieder ins Strafraum-Chaos, aus dem Lars Rose einen geblockten Lienau-Versuch
diesmal ohne Beanstandungen des Schiedsrichterteams zum Ausgleich über den
Kreidestreifen piekte (25.).
Plötzlich schien die Anspannung der Euphorie gewichen, zumal noch vor der
Halbzeit weitere Fakten geschaffen wurden. Diesmal war es Kapitän Malte Olde,
der sich des Abstaubers bediente, nachdem Joris Lüchaus Kopfball (Freistoß Noah
Lüchau) den Weg noch nicht ins Tor gefunden hatte (39.).
Der TVH zur Pause voll auf Kurs, doch da war ja noch ein hochmotivierter
Gegner, der kurz nach dem Wiederbeginn just erneut zum Spielverderber mutierte,
als der aufgerückte Connor McConaghy eine Tramm-Ecke per feinster Rechtsschussbewegung
am kurzen Pfosten einlochte – 2:2 (48.)!
An Chancen, den Ausgleich wieder zu reparieren, mangelte es den Gästen daraufhin
nicht: N. Lüchaus hohen Freistoß wischte Giese über sein Gehäuse (51.), Casper
Daleckis ruhender Ball rauschte direkt drüber (53.) und der wenig später
ausgewechselte Rose ärgerte sich über Gieses behände Fußabwehr (65.).
Zu allem Überfluss begann nun auch „Bo-Ho“ plötzlich wieder mitzuspielen und
ein ums andere Mal gefährlich aufzuwarten. Insbesondere bei Okan Yumuts
Konterchance, die Jotter abtauchend vereitelte, war gewiss mehr möglich (72.).
So blieb es bis in die zunehmend hektische Schlussphase ausgeglichen. Abermals
zu früher TVH-Jubel (Abseitstreffer Linus Lastella, 88.) und der Versuch, die
TuS-Kombi vom 2:2 zu wiederholen (diesmal konnte McConaghys Abschluss geklärt
werden, 90.+5) gingen noch in die Annalen der Partie ein – dann war Feierabend!
Nur ohne (Meister-)Feier des TV Haseldorf, der nun tatsächlich ein positives
Saisonfinale für sich benötigt. „Wenn alle Stricke reißen sollten, haben wir
einen dritten Matchball“, hatte N. Lüchau in der Vorwoche bereits geunkt. „Ist
beim Tennis oft so gewesen, dass sich das Match nochmal dreht. Ich bin da fest
von überzeugt, dass das nicht so sein wird“, bleibt der Optimismus, obwohl es
gegen die Reserve der SV Lieth „nochmal schwer“ wird. Auf dem
Klaus-Waskow-Platz in Klein Nordende geht das Fernduell mit dem SC Egenbüttel
II (zu Gast bei Union Tornesch III) nun also in sein Staffelfinale. Die
Meister-Story der Bayern sollte am Ende ja durch gegnerischen Punktverlust ein
Happyend erreichen – nun muss nur noch die Außenstelle aus der Marsch
nachziehen…
Tore: 1:0 Delic (21.), 1:1
Rose (26. Lienau), 1:2 Olde (39. J. Lüchau), 2:2 McConaghy (49. Tramm)
gelbe Karten: Hintze, C. Kölln, J. Carrasqueira
Alves, Yumut – J. Lüchau, N. Lüchau
Schiedsrichter: Leif Menke (SC
Sternschanze)
Zuschauer: 130
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