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Sonntag, 17. Mai 2026

Spielbericht SV Lieth II - Wedeler TSV

Meister schickt Lieth II ins Couch-Finale
0:4 gegen den Wedeler TSV: Kreisligaverbleibt entscheidet sich nun Andernorts

Mit mehr als aufsteigender Tendenz arbeitete sich die Reserve der SV Lieth zuletzt auf einer Erfolgswelle aus dem Tabellenkeller der Kreisliga 01, doch nun droht der positive Film der letzten Wochen auf den allerletzten Metern wieder zum Alptraum zu werden.
0:4 lautete nämlich der Endstand des letzten eigenen Saisonauftritts, den man gegen den feststehenden Meister und Bezirksligaaufsteiger aus Wedel eigentlich sogar konkurrenzfähig über die Bühne gebracht hatte. Das große Problem aber wieder einmal: die Chancenverwertung.
Lukas Brant aus spitzem Winkel (5.) und per Doppelchance mit Florian Ballner (19.), Finn Struve rechts vorbei (28.) und auch Kilian Weers nach eigener Balleroberung in schwieriger physikalischer Lage (37.), vermochten den Pausenrückstand nicht zu verhindern. Denn drüben segelte ein Freistoß Hendrik Ramckes hoch durchs Strafraumdickicht und dank Jan Boettchers abfälschenden Kopf hinein (11.), ehe der Verdopplung des Primus durch Tobias Patat (41.) eine höchst umstrittene Strafstoßentscheidung vorausging. Das geahndete Bein hatte sich doch deutlich außerhalb des Sechzehners in luftige Höhen begeben…
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass kurz zuvor bereits das 0:2 zwingende Folge eines WTSV-Umschaltens hätte sein müssen. T. Patats Weiterleitung wusste Marcel Busies aber trotz idealer Einschussposition nicht einzulochen (39.).
Ebenso verpassten es seine Farben, direkt nach dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse zu sorgen. Jason Urban fand beispielsweise seinen Meister in SVL-Fänger Daniel Diedrigkeit (49.), der dieses Duell bei einem Tempoangriff der Elbestädter schließlich doch verlor. In Anton Woyteks Querspiel brauchte Urban diesmal nur noch den Fuß hineinzuhalten (52.).
Selbstaufgabe kam für die Hausherren jedoch nicht infrage. Auch nicht, nachdem der eingewechselte Fatih Arslan zentral mit rechts auf 0:4 erhöhte (77.).
Vor allem der umtriebige Michel Cords versuchte sich immer wieder am Ehrentreffer. So konnte er sich in Minute 67 frei vor Maximilian Diekmann die Ecke aussuchen, um doch am Tormann zu scheitern und den Nachschuss vorbei zu jagen (67.).
Als der Treffer nun endlich gelungen war, hatte die etwas fragwürdige Abseitswahrnehmung des Schiedsrichterassistenten etwas dagegen (85.) und sogar sein selbst ergaunerter Strafstoß mündete im abermaligen Tiefschlag: Pfosten (87.)!
Auch mit der verdienten Bude würde das nun bevorstehende Abstiegskampffinale auf der Couch nicht mit besseren Vorzeichen steigen. Aus Sicht des Tabellenzwölften darf von den drunter Platzierten (TuS Appen, Union Tornesch III und Tangstedter SV) maximal nur einer sein letztes Saisonspiel gewinnen. Ansonsten wäre der Sturz unter den Strich und damit auch in die Kreisklasse Gewissheit. Durch das Auseinanderbröseln der gerade frisch aus der Bezirksliga abgestiegenen Ligamannschaft dürften weite Teile des Kaders allerdings trotzdem in der Kreisliga verbleiben. Gerüchten nach soll eine Zusammenlegung der Teams für einen vernünftigen Kader in Hamburgs achthöchster Spielklasse geplant sein. Nur einen Abstieg möchte sicher trotzdem kein Beteiligter in seiner Vita stehen haben.
Sorgen, die in Wedel niemand hat. Durch den Patzer des Verfolgers aus Rissen (3:5 in Borstel) stand man bereits vor dem heutigen Auftritt als Bezirksliga-promoviert fest. Das noch anstehende Heimspiel gegen die zur Winterpause noch ganz oben thronenden Jungs aus Hörnerkichen (jetzt Dritter) dürfen Kapitän Boettcher und Co nochmal zum Schaulaufen nutzen.

SV Lieth II: Diedrigkeit – Zeybekoglu (81. Hägemann), von Lueder (81. Kähler), F. Rudek (57. N. Schuchhardt), Hajdari, Weers – Struve, Ahlers – Brant (81. Stuck), Ballner (57. Viera Gerkens), Cords, Trainer: Thorben Pingel

Wedeler TSV: Diekmann – Gutzeit (46.
A. Woytek), Boettcher, Kawohl (46. Kilinc), Adib – Ramcke, Alevetsovitis (46. Arslan) – Strohsal, Busies (57. Knodt), T. Patat – Urban (57. Christians), Trainer: Christian Buhrke & Patrick Wittich

Tore: 0:1 Boettcher (11. Ramcke), 0.2 T. Patat (41., Strafstoßtor), 0:3 Urban (51.
A. Woytek), 0:4 Arslan (77.)

gelbe Karten: Ballner – keine

Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)

Zuschauer: 45


besonderes Vorkommnis: Cords schießt Strafstoß an den Pfosten (87., Strohsal an Cords).






Mittwoch, 1. April 2026

Spielbericht FC Roland Wedel - Wedeler TSV

Doppelte Derby-Freude
TSV gewinnt das wedeler Stadt-Duell und springt an die Tabellenspitze

Volle Hütte im und um den Kunstrasenkäfig der Schulauer Straße, denn das Wedeler Stadtderby durfte man sich als Fan des Fußballs im Kreis Pinneberg freilich nicht entgehen lassen.
Der FC Roland, trotz des 1:0-Hinspielsiegs im Elbestadion in der Außenseiterrolle gegen den Tabellenführer in spe, versuchte dem Spitzenteam mit tiefer Staffelung beizukommen, was allerdings an oftmals fehlendem Zugriff im Mittelfeld scheiterte. Gut für den TSV, der nach Michel Hönkes erstem Warnschuss in die Arme des leidenschaftlich von hinten dirigierenden Aytekin Üstündag (9.) wenig später per Standard ernstmachte. Tobias Patats Freistoß von links köpfte der aufgerückte Jan Boettcher als einziger Bewohner des Obergeschosses zielgenau zum 1:0 ein (12.).
Ein TSV-Start nach Maß, dessen Ausbau durch Routinier Josep Dilber nur die Abseitsfahne von Assi Magnus Rehberg vereitelte (19.).
Erst mit der Zeit trauten sich fortan auch das Team aus dem Mittelfeld der Kreisliga 1 etwas zu. Can-Ali Dursun versuchte es einmal von halblinks, verzog jedoch ein gutes Stück (31.).
Dass es aber tatsächlich mit einem Gleichstand in die Freiluftpause (die Kabinen liegen gefühlte 20 Kilometer durch den Wald entfernt) gehen sollte, ging zum einen auf das Konto des TSVers Hendrik Ramcke, der sich mit mangelnder Orientierung in der hintersten Reihe düpieren ließ und zum anderen an Düpierer Tim Dreschniol, der sich am erfahrenen Verteidiger vorbeischlängelte und fachgerecht zum ausgelassen bejubelten 1:1 netzte (43.).
Alles wieder auf null, doch auch im zweiten Abschnitt machte der Roland insgesamt zu wenig fürs Spiel, das allerdings auch die Jungs mit den grünen Stutzen nicht so richtig in ihre Bahnen zu lenken vermochten – bis Hönke einfach mal aus 30 Metern draufhielt und die Passivität des Gegners in Gestalt des 1:2 bestrafte (62.).
Das Bemühen war der Elf von Trainer Tugay Hayran in der Folge sicherlich nicht abzusprechen, doch der TSV fand an diesem Abend nun immer mehr die besseren Lösungen im Spiel nach vorne, das allein Roland-Kicker Dilber zweimal hätte krönen können (75. & 83.). Einzig Üstündag, der Marvin Weids Distanzversuch im Nachfassen sicherte (85.) und Patats Geschoss schön per Flugparade entschärfte (90.+1), hielt das Match noch offen, während seine Vorderleute nicht (mehr) über Halbchancen hinauskamen.
Die Entscheidung zögerte der Goalie, der selbst beim 1:3 erst gegen Nico Knodt abwehrte, ehe Weid die Kugel im Nachsetzen voll reinwemmste (90.+4), letztlich aber nur heraus.
Der Wedeler TSV geht damit als punktgleicher Spitzenreiter vor dem Rissener SV ins sportlich schon am Gründonnerstag beginnende Osterwochenende – bei drei Partien weniger! Dass es nächstes Jahr kein Kreisliga-Stadtduell mehr gibt, liegt weiter voll in eigenen Händen.

Tore: 0:1 Boettcher (12. T. Patat), 1:1 Dreschniol (43.), 1:2 Hönke (62. Dilber), 1:3 Weid (90.+4, Knodt)

gelbe Karten: Bajraktari, Ayik, Dreschniol – Urban, Boettcher, Kilinc

Schiedsrichter: Jonathan Hohenegger (SV Blau-weiß 96 Schenefeld, Note 2: hatte das nie unfaire Derby jederzeit unter vollster Kontrolle)

Zuschauer: 100



Montag, 21. April 2025

Spielbericht TSV Gut Heil heist - Wedeler TSV

Mehr Sprit im Tank
Überlegener Auswärtssieg: Wedeler TSV gewinnt bei ausgelaugten Heistmern

Vier Spiele in neun Tagen; dieses Programm schlaucht. Kein Wunder also, dass der TSV Heist beim ostermontäglichen Nachholtermin gegen den Wedeler TSV diesmal nicht mehr die starken Eindrücke der letzten (klassenerhaltsbringenden) Wochen halten konnte.
0:2 hieß es am Ende gegen die in der Kreisliga 1 um sieben Plätze besser angereisten Elbestädter, deren Spielanteile rasch die höheren Ausmaße annahmen. Einzig für den gerechten Ertrag wollten diese noch nicht sorgen.
So ärgerte sich Michel Hönke beispielsweise über zwei aussichtsreich verschwendete Großchancen (5. & 9.), ehe auch die Patats (Tobias mit krummem Heber (11.) und Malte per Kopf (16.)) die Torlosigkeit nicht zu durchbrechen vermochten.
Hilfe beim Führungstor war auch von Schiedsrichter Robert Karus (SC Hansa 11) nicht zu erwarten, bewertete er Dominic Lemckes abgespreizten nicht-Stützarm beim grätschen als nicht strafstoßwürdig (36.).
Erst mit dem Wiederbeginn führte die grüne Überlegenheit doch endlich zum Erfolg, als Hönke gemeinsam mit Ben Ohm über rechts vorarbeiteten, damit T. Patat in der Mitte frei einschieben konnte – eine Erleichterung (47.)!
Die Heistmer dagegen haderten damit, die Kugel nicht konsequent aus der Gefahrenzone geschafft zu haben. Ebenso, wie in Minute 66, als der eingewechselte Mateusz Duda schön zu Kalle Woytek durchsteckte, Marvin Scholz den linken Fuß reflexartig ausfuhr und auch Marc-Lukas Kawohls Nachschuss ein Fall für die vorschnellende Extremität des Tormanns war.
Fünf Minuten später meldeten sich die Hausherren, die bereits in der ersten Hälfte Außen-Wirbelwind Lasse Kruse verletzt verloren, dann tatsächlich selbst einmal zu Wort, indem ein fix ausgeführter Smit-Freistoß bei Marius Kock für dessen Volley landete (71.). Immerhin mal etwas zu greifen, für den ansonsten beschäftigungslosen Lasse Lastella im Gehäuse des einstigen Oberligaclubs, der auf der anderen Seite beharrlich und laufstark an der Vorsprungsverdopplung arbeitete. Insbesondere Woyteks Doppelchance, die Querbalken und Rücklage vermasselten, sei da zu nennen (83.).
Nach erneutem Steckpass aus der Tiefe war es dann schließlich vollbracht: Frei vor Scholz, behielt Joker Nico Knodt die Coolness, um klassisch zum 0:2-Endstand für den neuen Tabellenvierten zu vollenden (87.).

Tore: 0:1 T. Patat (47. Ohm), 0:2 Knodt (87.)

Schiedsrichter: Robert Friedhelm Karus (SC Hansa 11)

Zuschauer: 60














Sonntag, 19. August 2012

Spielbericht HEBC - Wedeler TSV

Müllers Hammer bringt noch den Ausgleich! 
Kunstschuss aus der Ferne sichert guten HEBC-Start! 
 
Passend zum vermutlich heißesten Tag des Jahres schenkten sich der HEBC und der Wedeler TSV in ihrem intensiven Hammonia-Aufeinandertreffen beileibe nichts. 2:2 trennte man sich am Sonntagvormittag auf dem Reinmüller-Platz, auf dem die Hausherren in Durchgang eins durch Stefan Hermes hätten in Führung gehen können. Bei seinem Abschluss aus halbrechter Position fehlten jedoch die viel zitierten Zentimeter.  
Wedels Sturmtank Marcel Plewka war es schließlich, der die Gäste nach einer Stunde in Front brachte. Nach ansehnlicher Kombination bugsierte er die Kugel aus 15 Metern ins kurze Eck. Es schien der Tag des WTSV zu werden, doch als Lukas Westphal Veilchen-Akteur Patrick May in die Haxen sprang und es den Gang zum Punkt gab, gesellten sich die Dinge anders. Eduardo Avarello ließ sich vom Punkt nicht lumpen und markierte den Ausgleich (73.). 
Geschockt waren die Barthel-Schützlinge in der Folge nur kurz. Einen Ballverlust der Gastgeber ausnutzend, tauchte der eingewechselte Mark Hinze alleine vor Sven Wolgast auf und erzielte das 1:2 (83.). 
Mit der letzten Luft warf der HEBC daraufhin alles nach vorne. Und nachdem Kadir Katran einen Müller-Hammer gerade noch hatte ablenken können (89.), war der Torsteher in der Nachspielzeit plötzlich geschlagen. Abermals war es ein Geschoss von Cem Müller, das aus 30 Metern mit der linken Klebe im Winkel landete (90.+4) – der Abschluss eines spannenden Matches, in dem die Wedeler leichte spielerische Vorteile hatten und HEBC durch tolle Moral gefiel. 
Tabellarisch dürfte dieses Endresultat eher dem Aufsteiger in Lila-weiß weiterhelfen, rangiert er nun mit einer ausgeglichenen Startbilanz im Mittelfeld des Klassements, während die ambitionierten Elbestädter sieglos erstmal im Untergeschoss der Landesliga Hammonia Quartier beziehen müssen. 
 
Tore: 0:1 Plewka (61.), 1:1 E. Avarello (74. May), 1:2 Hinze (84.), 2:2 Müller (90.+4) 
 
gelbe Karten: Prostran, Müller – Plewka, Mutlu, Henkel 
 
Schiedsrichter: Dennis Voß (TuS Dassendorf) 
 
Zuschauer: 80