Meister schickt Lieth II ins
Couch-Finale
0:4
gegen den Wedeler TSV: Kreisligaverbleibt entscheidet sich nun Andernorts
Mit mehr als aufsteigender Tendenz arbeitete sich die Reserve der SV Lieth
zuletzt auf einer Erfolgswelle aus dem Tabellenkeller der Kreisliga 01, doch
nun droht der positive Film der letzten Wochen auf den allerletzten Metern wieder
zum Alptraum zu werden.
0:4 lautete nämlich der Endstand des letzten eigenen Saisonauftritts, den man
gegen den feststehenden Meister und Bezirksligaaufsteiger aus Wedel eigentlich
sogar konkurrenzfähig über die Bühne gebracht hatte. Das große Problem aber
wieder einmal: die Chancenverwertung.
Lukas Brant aus spitzem Winkel (5.) und per Doppelchance mit Florian Ballner
(19.), Finn Struve rechts vorbei (28.) und auch Kilian Weers nach eigener
Balleroberung in schwieriger physikalischer Lage (37.), vermochten den
Pausenrückstand nicht zu verhindern. Denn drüben segelte ein Freistoß Hendrik
Ramckes hoch durchs Strafraumdickicht und dank Jan Boettchers abfälschenden Kopf
hinein (11.), ehe der Verdopplung des Primus durch Tobias Patat (41.) eine höchst
umstrittene Strafstoßentscheidung vorausging. Das geahndete Bein hatte sich
doch deutlich außerhalb des Sechzehners in luftige Höhen begeben…
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass kurz zuvor bereits das 0:2 zwingende
Folge eines WTSV-Umschaltens hätte sein müssen. T. Patats Weiterleitung wusste
Marcel Busies aber trotz idealer Einschussposition nicht einzulochen (39.).
Ebenso verpassten es seine Farben, direkt nach dem Seitenwechsel für klare
Verhältnisse zu sorgen. Jason Urban fand beispielsweise seinen Meister in
SVL-Fänger Daniel Diedrigkeit (49.), der dieses Duell bei einem Tempoangriff
der Elbestädter schließlich doch verlor. In Anton Woyteks Querspiel brauchte
Urban diesmal nur noch den Fuß hineinzuhalten (52.).
Selbstaufgabe kam für die Hausherren jedoch nicht infrage. Auch nicht, nachdem
der eingewechselte Fatih Arslan zentral mit rechts auf 0:4 erhöhte (77.).
Vor allem der umtriebige Michel Cords versuchte sich immer wieder am
Ehrentreffer. So konnte er sich in Minute 67 frei vor Maximilian Diekmann die
Ecke aussuchen, um doch am Tormann zu scheitern und den Nachschuss vorbei zu jagen
(67.).
Als der Treffer nun endlich gelungen war, hatte die etwas fragwürdige
Abseitswahrnehmung des Schiedsrichterassistenten etwas dagegen (85.) und sogar
sein selbst ergaunerter Strafstoß mündete im abermaligen Tiefschlag: Pfosten (87.)!
Auch mit der verdienten Bude würde das nun bevorstehende Abstiegskampffinale
auf der Couch nicht mit besseren Vorzeichen steigen. Aus Sicht des
Tabellenzwölften darf von den drunter Platzierten (TuS Appen, Union Tornesch
III und Tangstedter SV) maximal nur einer sein letztes Saisonspiel gewinnen.
Ansonsten wäre der Sturz unter den Strich und damit auch in die Kreisklasse
Gewissheit. Durch das Auseinanderbröseln der gerade frisch aus der Bezirksliga
abgestiegenen Ligamannschaft dürften weite Teile des Kaders allerdings trotzdem
in der Kreisliga verbleiben. Gerüchten nach soll eine Zusammenlegung der Teams
für einen vernünftigen Kader in Hamburgs achthöchster Spielklasse geplant sein.
Nur einen Abstieg möchte sicher trotzdem kein Beteiligter in seiner Vita stehen
haben.
Sorgen, die in Wedel niemand hat. Durch den Patzer des Verfolgers aus Rissen
(3:5 in Borstel) stand man bereits vor dem heutigen Auftritt als Bezirksliga-promoviert
fest. Das noch anstehende Heimspiel gegen die zur Winterpause noch ganz oben
thronenden Jungs aus Hörnerkichen (jetzt Dritter) dürfen Kapitän Boettcher und
Co nochmal zum Schaulaufen nutzen.
SV Lieth II: Diedrigkeit – Zeybekoglu (81. Hägemann), von
Lueder (81. Kähler), F. Rudek (57. N. Schuchhardt), Hajdari, Weers – Struve,
Ahlers – Brant (81. Stuck), Ballner (57. Viera Gerkens), Cords, Trainer:
Thorben Pingel
Wedeler TSV: Diekmann – Gutzeit (46. A. Woytek),
Boettcher, Kawohl (46. Kilinc), Adib – Ramcke, Alevetsovitis (46. Arslan) –
Strohsal, Busies (57. Knodt), T. Patat – Urban (57. Christians), Trainer:
Christian Buhrke & Patrick Wittich
Tore: 0:1 Boettcher (11. Ramcke), 0.2 T. Patat (41., Strafstoßtor), 0:3 Urban
(51. A. Woytek),
0:4 Arslan (77.)
gelbe Karten: Ballner – keine
Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Cords schießt Strafstoß an den Pfosten
(87., Strohsal an Cords).
Sonntag, 17. Mai 2026
Spielbericht SV Lieth II - Wedeler TSV
Mittwoch, 1. April 2026
Spielbericht FC Roland Wedel - Wedeler TSV
Doppelte Derby-Freude
TSV
gewinnt das wedeler Stadt-Duell und springt an die Tabellenspitze
Volle Hütte im und um den Kunstrasenkäfig der Schulauer Straße, denn das Wedeler
Stadtderby durfte man sich als Fan des Fußballs im Kreis Pinneberg freilich
nicht entgehen lassen.
Der FC Roland, trotz des 1:0-Hinspielsiegs im Elbestadion in der
Außenseiterrolle gegen den Tabellenführer in spe, versuchte dem Spitzenteam mit
tiefer Staffelung beizukommen, was allerdings an oftmals fehlendem Zugriff im
Mittelfeld scheiterte. Gut für den TSV, der nach Michel Hönkes erstem
Warnschuss in die Arme des leidenschaftlich von hinten dirigierenden Aytekin
Üstündag (9.) wenig später per Standard ernstmachte. Tobias Patats Freistoß von
links köpfte der aufgerückte Jan Boettcher als einziger Bewohner des
Obergeschosses zielgenau zum 1:0 ein (12.).
Ein TSV-Start nach Maß, dessen Ausbau durch Routinier Josep Dilber nur die
Abseitsfahne von Assi Magnus Rehberg vereitelte (19.).
Erst mit der Zeit trauten sich fortan auch das Team aus dem Mittelfeld der
Kreisliga 1 etwas zu. Can-Ali Dursun versuchte es einmal von halblinks, verzog
jedoch ein gutes Stück (31.).
Dass es aber tatsächlich mit einem Gleichstand in die Freiluftpause (die
Kabinen liegen gefühlte 20 Kilometer durch den Wald entfernt) gehen sollte,
ging zum einen auf das Konto des TSVers Hendrik Ramcke, der sich mit mangelnder
Orientierung in der hintersten Reihe düpieren ließ und zum anderen an Düpierer
Tim Dreschniol, der sich am erfahrenen Verteidiger vorbeischlängelte und fachgerecht
zum ausgelassen bejubelten 1:1 netzte (43.).
Alles wieder auf null, doch auch im zweiten Abschnitt machte der Roland insgesamt
zu wenig fürs Spiel, das allerdings auch die Jungs mit den grünen Stutzen nicht
so richtig in ihre Bahnen zu lenken vermochten – bis Hönke einfach mal aus 30 Metern
draufhielt und die Passivität des Gegners in Gestalt des 1:2 bestrafte (62.).
Das Bemühen war der Elf von Trainer Tugay Hayran in der Folge sicherlich nicht
abzusprechen, doch der TSV fand an diesem Abend nun immer mehr die besseren Lösungen
im Spiel nach vorne, das allein Roland-Kicker Dilber zweimal hätte krönen
können (75. & 83.). Einzig Üstündag, der Marvin Weids Distanzversuch im Nachfassen
sicherte (85.) und Patats Geschoss schön per Flugparade entschärfte (90.+1),
hielt das Match noch offen, während seine Vorderleute nicht (mehr) über
Halbchancen hinauskamen.
Die Entscheidung zögerte der Goalie, der selbst beim 1:3 erst gegen Nico Knodt
abwehrte, ehe Weid die Kugel im Nachsetzen voll reinwemmste (90.+4), letztlich
aber nur heraus.
Der Wedeler TSV geht damit als punktgleicher Spitzenreiter vor dem Rissener SV ins
sportlich schon am Gründonnerstag beginnende Osterwochenende – bei drei Partien
weniger! Dass es nächstes Jahr kein Kreisliga-Stadtduell mehr gibt, liegt weiter
voll in eigenen Händen.
Tore: 0:1 Boettcher (12. T. Patat), 1:1 Dreschniol (43.), 1:2
Hönke (62. Dilber), 1:3 Weid (90.+4, Knodt)
gelbe Karten: Bajraktari, Ayik, Dreschniol – Urban, Boettcher, Kilinc
Schiedsrichter: Jonathan Hohenegger (SV Blau-weiß 96 Schenefeld, Note 2:
hatte das nie unfaire Derby jederzeit unter vollster Kontrolle)
Zuschauer: 100
Montag, 21. April 2025
Spielbericht TSV Gut Heil heist - Wedeler TSV
Mehr
Sprit im Tank
Überlegener
Auswärtssieg: Wedeler TSV gewinnt bei ausgelaugten Heistmern
Vier Spiele in neun Tagen; dieses Programm schlaucht. Kein Wunder also, dass
der TSV Heist beim ostermontäglichen Nachholtermin gegen den Wedeler TSV diesmal
nicht mehr die starken Eindrücke der letzten (klassenerhaltsbringenden) Wochen
halten konnte.
0:2 hieß es am Ende gegen die in der Kreisliga 1 um sieben Plätze besser
angereisten Elbestädter, deren Spielanteile rasch die höheren Ausmaße annahmen.
Einzig für den gerechten Ertrag wollten diese noch nicht sorgen.
So ärgerte sich Michel Hönke beispielsweise über zwei aussichtsreich
verschwendete Großchancen (5. & 9.), ehe auch die Patats (Tobias mit
krummem Heber (11.) und Malte per Kopf (16.)) die Torlosigkeit nicht zu durchbrechen
vermochten.
Hilfe beim Führungstor war auch von Schiedsrichter Robert Karus (SC Hansa 11)
nicht zu erwarten, bewertete er Dominic Lemckes abgespreizten nicht-Stützarm
beim grätschen als nicht strafstoßwürdig (36.).
Erst mit dem Wiederbeginn führte die grüne Überlegenheit doch endlich zum
Erfolg, als Hönke gemeinsam mit Ben Ohm über rechts vorarbeiteten, damit T.
Patat in der Mitte frei einschieben konnte – eine Erleichterung (47.)!
Die Heistmer dagegen haderten damit, die Kugel nicht konsequent aus der
Gefahrenzone geschafft zu haben. Ebenso, wie in Minute 66, als der eingewechselte
Mateusz Duda schön zu Kalle Woytek durchsteckte, Marvin Scholz den linken Fuß reflexartig
ausfuhr und auch Marc-Lukas Kawohls Nachschuss ein Fall für die vorschnellende
Extremität des Tormanns war.
Fünf Minuten später meldeten sich die Hausherren, die bereits in der ersten
Hälfte Außen-Wirbelwind Lasse Kruse verletzt verloren, dann tatsächlich selbst
einmal zu Wort, indem ein fix ausgeführter Smit-Freistoß bei Marius Kock für
dessen Volley landete (71.). Immerhin mal etwas zu greifen, für den ansonsten
beschäftigungslosen Lasse Lastella im Gehäuse des einstigen Oberligaclubs, der auf
der anderen Seite beharrlich und laufstark an der Vorsprungsverdopplung
arbeitete. Insbesondere Woyteks Doppelchance, die Querbalken und Rücklage
vermasselten, sei da zu nennen (83.).
Nach erneutem Steckpass aus der Tiefe war es dann schließlich vollbracht: Frei
vor Scholz, behielt Joker Nico Knodt die Coolness, um klassisch zum 0:2-Endstand
für den neuen Tabellenvierten zu vollenden (87.).
Tore: 0:1 T. Patat (47.
Ohm), 0:2 Knodt (87.)
Schiedsrichter: Robert Friedhelm
Karus (SC Hansa 11)
Zuschauer: 60
Sonntag, 19. August 2012
Spielbericht HEBC - Wedeler TSV
Müllers Hammer bringt noch den Ausgleich!
Kunstschuss aus der Ferne sichert guten HEBC-Start!
Passend zum vermutlich heißesten Tag des Jahres schenkten sich der HEBC und der Wedeler TSV in ihrem intensiven Hammonia-Aufeinandertreffen
beileibe nichts. 2:2 trennte man sich am Sonntagvormittag auf dem
Reinmüller-Platz, auf dem die Hausherren in Durchgang eins durch Stefan
Hermes hätten in Führung gehen können. Bei seinem Abschluss aus
halbrechter Position fehlten jedoch die viel zitierten Zentimeter.
Wedels Sturmtank Marcel Plewka
war es schließlich, der die Gäste nach einer Stunde in Front brachte.
Nach ansehnlicher Kombination bugsierte er die Kugel aus 15 Metern ins
kurze Eck. Es schien der Tag des WTSV zu werden, doch als Lukas Westphal
Veilchen-Akteur Patrick May in die Haxen sprang und es den Gang zum
Punkt gab, gesellten sich die Dinge anders. Eduardo Avarello ließ sich vom Punkt nicht lumpen und markierte den Ausgleich (73.).
Geschockt
waren die Barthel-Schützlinge in der Folge nur kurz. Einen Ballverlust
der Gastgeber ausnutzend, tauchte der eingewechselte Mark Hinze alleine
vor Sven Wolgast auf und erzielte das 1:2 (83.).
Mit der letzten Luft warf der HEBC daraufhin alles nach vorne. Und nachdem Kadir Katran
einen Müller-Hammer gerade noch hatte ablenken können (89.), war der
Torsteher in der Nachspielzeit plötzlich geschlagen. Abermals war es ein
Geschoss von Cem Müller, das aus 30 Metern mit der linken Klebe im
Winkel landete (90.+4) – der Abschluss eines spannenden Matches, in dem
die Wedeler leichte spielerische Vorteile hatten und HEBC durch tolle
Moral gefiel.
Tabellarisch
dürfte dieses Endresultat eher dem Aufsteiger in Lila-weiß
weiterhelfen, rangiert er nun mit einer ausgeglichenen Startbilanz im
Mittelfeld des Klassements, während die ambitionierten Elbestädter
sieglos erstmal im Untergeschoss der Landesliga Hammonia Quartier beziehen müssen.
Tore: 0:1 Plewka (61.), 1:1 E. Avarello (74. May), 1:2 Hinze (84.), 2:2 Müller (90.+4)
gelbe Karten: Prostran, Müller – Plewka, Mutlu, Henkel
Schiedsrichter: Dennis Voß (TuS Dassendorf)
Zuschauer: 80
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