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Sonntag, 10. August 2025

Spielbericht SV Lieth II - SC Victoria Hamburg II

Zwei Klassen sind zu viel
1:5 gegen Landesligisten: Neue SVL-Reserve scheidet aus

Erstmals im Pflichtspiel unter der Flagge der SV Lieth, hatte die vom Lokalrivalen Holsatia an den Butterberg abgewanderte Elf (plus „Restbestand“ aus der vorigen Reserve) von Trainer Thorben Pingel gleich einmal ein dickes Brett zu bohren. Schließlich schlug mit Victoria II ein Landesligist mit jungen, hungrigen Leuten zum Holstenpokalduell in Klein Nordende auf. Das Resultat von 1:5 überraschte daher niemanden.
Der Favorit von Beginn an Spiel- und tempobestimmend, wirbelte sich gleich wenige Augenblicke nach dem Kick-Off in Richtung SVL-Gehäuse, das Goalie Ibrahim Can (noch mit abgeklebtem Holsatia-Schriftzug auf dem Leiberl) von Hugo Blechenberg gut getimt beschütze (2.).
Viel mehr bekamen die Gelben allerdings erstmal nicht in den Sechzehner. Auch, weil die Liether nur selten Räume ließen, wie bei Jeffery Pokus Konterchance, bei der der Schütze nur den oberen Teil der Querlatte erwischte. – Abstoß anstatt des Führungsjubels (24.).
Zehn Minuten war es dann aber soweit, lenkte Kollege Santino Battaglia seinen Eckstoß mit Schnitt ins lange Eck, wobei Can zugegebenermaßen nicht wirklich koordiniert unter der Kugel durchtauchte (34.).
Klarheit sollte aber trotz weiterer Gelegenheiten vor der erfrischenden Halbzeitpause erstmal nicht eintreten. Für den zwei Klassen niedrigeren Kreisligisten jedoch nur eine Schonfrist. Denn nachdem Blechenberg den genialen Heber in den Rücken der Abwehrkette für Bela Stadler servierte und der Leichtathlet auch mit dem Ball fachmännisch umging, war mit 0:2 eine Art Vorentscheidung gefallen (55.).
Noch bevor Schiedsrichter Henry Nitsche (1. FC Quickborn) noch einmal zum kaltgestellten Nass bat, stellte Blechenberg per Abstauber auf nunmehr 0:3 (65.).
Von nun an verzettelte sich das überlegene Team etwas zu oft im letzten Drittel, sodass Szenen, wie Jeremy Debucs Scheitern am sich breit machenden Can seltener wurden (74.).
Stattdessen gaben sie durch Michel Cords´ etwas zu hoch angesetzten Versuch von halblinks nun auch die Hausherren einmal ihre Visitenkarte ab (67.). Ein Vorbote für das, was dem agilen Nachwuchsmann drei Minuten vor Ultimo noch gelingen sollte. Diesmal schickte ihn Florian Ballner in die Weiten der aufgerückten SCV-Abwehr, um dort den umkurvten Torwart geschlagen zurückzulassen (87.).
Eine nette Kosmetik auf das Ergebnis, das Jonathan Debuc zuvor mit schöner Bewegung im Strafraum auf 0:4 hochgeschraubt hatte (85.). Die 1:5-Endnote besorgte am Ende Egor Tschudinow, der seinen Foulstrafstoß oben links versenkte (89.).
Zwei Klassen Unterscheid bildeten sich letztlich doch ein wenig im Ergebnis ab.

Tore: 0:1 Battaglia (34., direkter Eckstoß), 0:2 Stadler (55. Blechenberg), 0:3 Blechenberg (65. Jo. Debuc), 0:4 Jo. Debuc (85.), 1:4 Cords (87. Ballner), 1:5 Tschudinow (89., Strafstoßtor)

Schiedsrichter: Henry Pascal Nitsche (1. FC Quickborn)

Zuschauer: 40

















Samstag, 22. Juli 2023

Spielbericht HEBC II - SC Victoria Hamburg II

Unnötiger Elferkrimi
Vicky II macht es im Pokal-Spitzenspiel selber spannend

Vorjahresfinalist gegen Landesligavertreter: Das Topspiel der ersten Holstenpokalrunde stieg definitiv am Reinmüller! Und tatsächlich sollten die Anwesenden auf der legendären Anlage im Herzen Eimsbüttels voll auf ihre Kosten kommen.
Zunächst jedoch nur diejenigen, die es in diesem Derby mit dem SC Victoria hielten, überzeugte die U23 von der Hoheluft mit dynamischem Spiel über die mit Tempo besetzten Außenbahnen, von wo auch prompt das Führungstor fallen sollte. Jannis Daniels machte den rechten Streifen zur Überholspur, um Jason Döhler in der Strafraummitte lehrbuchartig zu bedienen. Die Torerzielung für den in Jugendtagen einst in lila-weiß aufgelaufenen 20-Jährigen nur noch reine Formsache (7.).
Von den Gastgebern, die sich erstmals an ihrer neu gewählten Anstoßzeit von samstags 18 Uhr erfreuten, war dagegen kaum etwas zu sehen. Immer wieder wurde der lange Hafer bemüht – ohne den völlig in der Luft hängenden Sideris Papadopulos an vorderer Front in Szene zu setzen. Wenn etwas ging, dann über Arun Toranis rechte Seite, wo ein Durchbruch zum ungeschickten Foul, gleichbedeutend mit dem Strafstoßpfiff, gelang. Die perfekte Ausgleichschance, doch Eliah Ticoalu setzte den Penalty rechts am Stangenwerk vorbei (37.).
Noch schlimmer sollte es für den Außenverteidiger direkt vor der Halbzeitpause werden. Bereits verwarnt, katapultierte sich „Tico“ mit einem undurchdachten Einsatz und der folgenden Ampelkarte aus der Partie (45.).
Viel Platz natürlich für die Victorianer, die ihren Verwaltungsmodus nun zunehmend zu Gunsten eines Drängens auf die Vorentscheidung aufgaben. Den Anfang machte Kapitän Robert Schulenburg aus dem Hintergrund (knapp drüber, 57.), ehe der schnelle Daniels im Konter aus einem Meter eine blamable Fahrkarte schoss (64.). Obendrauf bewies auch noch HEBC-Tormann Robin Geist zweimal wahre Hochform (70. & 75.).
Und wie es dann eben so läuft, ließ Joker Ben Sylla den Reinmüller zehn Minuten vor Ultimo mit dem überraschenden Ausgleichstreffer aus dem Sechzehnergewusel amtlich aufschäumen. So sehr, dass Weiß in der Schlussphase gar am Drücker zum Sieg blieb. Außer einer zweiten doppelgelben Hinausstellung des Tages – diesmal für Vickys Chahed Bamba, der S. Papadopoulos rüde über den Haufen grätschte (90.+3) – blieb nichts mehr zu vermelden. Das Elfmeterschießen musste zur Entscheidungsfindung herhalten!
Beidseitig jeweils drei Schützen machten ihren Job zum kumulierten 4:4, bis Geist den HEBC gegen den sonst tadellosen Schulenburg zum Vorteil parierte. Wiegand (HEBC) und Hartmann (Vicky) trafen, woraufhin Brodersens Scheitern an Finn Fenske die Lage wieder auf null stellte. Lodigkeit und Heubel versenkten mehr oder weniger souverän für Victoria – Landes und Determann hielten für die Gastgeber dagegen. Die durchaus grenzwertigen Psychospielchen von SCV-Fänger Fenske hatten bei ihnen keinen Eindruck hinterlassen. Nicht mit der Situation fertig wurde jedoch Kollege Deniz Alan, der im Anschluss an Fenskes selbst erzieltes 7:8 ein breiteres Tor benötigt hätte – Der Landesligist hatte gewonnen!
Mittenhinein in die Zweitrundenfeierlichkeiten bewies Kapitän Schulenburg, dessen medizinischer Hintergrund die Soforthilfe bei einem plötzlichen, wie glimpflich ausgegangenen Epilepsieanfalls eines Heim-Zuschauers nach Spielende fachmännisch unterstützte, dass das menschliche Miteinander immer noch der größtmögliche Triumph unserer Gesellschaft ist.

Tore: 0:1 Döhler (7. Daniels), 1:1 Sylla (79.); Elfmeterschießen: 1:2 Daniels, 2:2 Stegemann, 2:3 Meierdiercks, 3:3 Ebbersmeyer, 3:4 Simic, 4:4 S. Papadopoulos, Geist hält gegen Schulenburg, 5:4 Wiegand, 5:5 Hartmann, Fenske hält gegen Brodersen, 5:6 Lodigkeit, 6:6 Landes, 6:7 Heubel, 7:7 Determann, 7:8 Fenske, Alan schießt vorbei

gelb-rote Karten: Ticoalu (HEBC II, 45., wiederholtes Foulspiel), Bamba (SC Victoria II, 90.+3, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Luis Malter (FC Alsterbrüder)

Zuschauer: 70

besonderes Vorkommnis: Ticoalu (HEBC II) schießt Foulstrafstoß neben das Tor (37.).





Dienstag, 9. August 2022

Spielbericht SC Victoria Hamburg II - 1. FC Hellbrook II

Joker retten Vicky II vor der Pokal-Blamage
Landesligist quält sich lange gegen punktlose Kreisklassen-Elf

53 Minuten und ein paar Sekunden lebte der Pokaltraum des 1. FC Hellbrook II, der als krasser Außenseiter nicht nur mit grundsolider Abwehrarbeit in seiner Fünferkette die berühmte „Null“ hielt, sondern tatsächlich auch selbst offensiv vorstellig wurde. – Dann bahnte sich ein zentraler Versuch des eingewechselten Santino Battaglia seinen abgefälschten Weg in die FCH-Maschen.
Zuvor mühte sich der drei Klassen höhere Landesligist vergebens, den Grünen im Zweitrundennachholer des Holstenpokals so richtig einzuheizen. „Viel Ballbesitz – wenig Ertrag“, lautete das Zwischenfazit nach dem ersten Abschnitt, in dem beispielsweise der über links agile Ole Wenner aus 17 Metern am übergreifenden Volkan Büyükkeskin scheiterte (27.) und Andre da Silva Goncalves mittig im Sechzehner nicht viel zur Führung fehlte (31.).
Auf der anderen Seite verpassten mit Oguz Yesiltepe (23.) und Emre Karakütük (40.) die jeweils besten Akteure in Grün nur knapp das sensationelle 0:1.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs hielt das in der Kreisklasse 8 noch punktlose Team im Rahmen der eigenen Möglichkeiten famos mit.
Battaglias 1:0 markierte jedoch den ersehnten Dosenöffner für das Heimteam, das insbesondere durch seine Joker ins Rollen kam. Schließlich waren auch Robert Schulenburg, der im Eckballgetümmel verdoppelte (58.), und dreifachtorschütze Emin Brobbey (65., 68. & 90.+1) von der Bank gekommen.
Der beim USC Paloma ausgebildete Brobbey gefiel zudem auch wiederholt als flinker Vorbereiter, sodass der 18-Jährige unterm Strich an sieben der letztlich acht Vicky-Treffer direkt beteiligt war.
Trainer Joshua Krause, der sein Personal bereits vor dem Seitenwechsel doppelt veränderte (34.), dürfte daher nicht umhingekommen sein, zu erkennen, dass der heuer zu Beginn aufgebotene „Zweite Anzug“ im Gegensatz zum eindrucksvoll bei BU siegreichen Line-up vom vergangenen Wochenende (noch) nicht allzu gut sitzt.
Ob die Reserve der Vicky-U23 in Runde drei gegen die Kreisligakicker vom SC Eilbek eine neue Bewährungschance erhalten wird?

Tore: 1:0 Battaglia (54.), 2:0 Schulenburg (58. Brobbey), 3:0 da Silva Goncalves (60. Brobbey), 4:0 Neves (61. Brobbey), 5:0 Brobbey (65.), 6:0 Brobbey (68.), 7:0 da Silva Goncalves (82. Brobbey), 8:0 Brobbey (90.+1)

Schiedsrichter: Alex Kauter (SC Osterbek, Note 2: ohne Schwierigkeiten in einem fair geführten Pokalspiel)

Zuschauer: 50





Sonntag, 18. März 2012

Spielbericht SC Sternschanze II - SC Victoria Hamburg II

Vicky mit dem längeren Atem
Späte Entscheidung gegen dezimiertes Sternschanze II

Und die (Tor-) Maschine läuft und läuft…
Der Ligaprimus SC Victoria II hat nach den ungefährdeten Schützenfesten der letzten Wochen erneut für ordentlich Zählbares gesorgt und den ungeliebten Rivalen von der Sternschanze mit einem 6:2-Auswärtssieg abgefertigt.
Wer dabei von einseitigen 90 Minuten ausgeht, sieht sich jedoch getäuscht, hielt der SCS lange bestens dagegen. „Das sind immer harte und ungemütliche Spiele auf diesem kleinen Platz gegen einen körperlich starken Gegner“, erklärte Top-Torjäger Benedikt Neumann-Schirmbeck den erhöhten Schwierigkeitsgrad gegen die Schanzer.
Neumann-Schirmbeck lenkte in Minute 24 einen Hoffmann-Freistoß gefährlich aufs Tor, doch Nils Schuhmacher rettete schön zur Ecke. Mehr passierte zunächst nicht.
Am letzten Sonntag führten seine Farben gegen die Reserve des Willinghusener SC bereits mit 3:0. Stattdessen jubelte diesmal der Widersacher, als Michael Kroll seine schier endlose Torflaute per Heber über den herausstürzenden Kevin Brügmann beendete (31.).
Für die Blau-gelben kein Problem, glich Gabor Karaschewski rasch mit einem zielgenauen Rechtsschuss (der SCS hatte den Ball zuvor nicht aus dem eigenen Sechzehner bekommen) wieder aus (34.).
Trotzdem ein gelungenes Ergebnis, das die Gastgeber mit in die Kabine nahmen. Von dort zurückgekehrt, ging der Schuss für das Team in schwarz jedoch hach hinten los. Erst holte sich Michael Guimaraes Silva eine unnötige Ampelkarte ab (52.), dann köpfte der aufgerückte Niels Böttcher nur Sekunden später zum 1:2 ein.
In Unterzahl lief die SCS-Reserve jetzt Gefahr, Kanonenfutter zu werden, drückte Neumann-Schirmbeck das Leder aus dem Gewühl heraus zum dritten Mal über die Linie (56.).
Der Fisch schien gegessen, doch die Schanzenkicker wehrt sich – mit Erfolg! Durchsetzungsstark hatte Julius „Jolle“ Skarka seinen Farben wieder Leben eingehaucht (64.).
Und wer weiß, was noch passiert wäre, hätte Jens Rebke nicht die ideale Kopfballchance gen 3:3 vergeben (68.). Stattdessen zeigte Marco Wichmann, wie es richtig geht, indem er einen perfekten Karaschewski-Standard mustergültig einköpfte. Ein wichtiger Treffer, denn zuvor stratzte Johannes Jäkel allein auf das Vicky-Gehäuse zu, legte sich das Spielgerät allerdings zu weit vor.
So aber konterten sich Lokstedter noch auf einen zu deutlichen 6:2-Erfolg, deren Schlusstore Moritz Peckmann und Neumann-Schirmbeck erzielten. Der heuer wieder einmal treffsichere „BNS“ freute sich über einen doch noch „standesgemäßen“ Auswärtssieg, wobei sich auch er der Knappheit bewusst war: „Sternschanze war natürlich nah am 3:3 dran – dann kann hier alles passieren“, berichtete Vickys Stürmer, der genau weiß: „Die echten Knaller kommen mit dem BSV, Persia und SCALA ii erst am Ende der Saison.“. Zunächst gilt es jedoch, sich gegen Kontrahenten aus dem unteren Tabellenbereich in Position zu bringen.
Für den schwer geschlagenen Gegner kam die Niederlage derweil nicht überraschend: „Wir wussten ganz genau, dass wir nur punkten können, wenn bei uns alle einen guten Tag haben. Natürlich muss Jay-Jay (Johannes Jäkel Anm. d. Red.) das 3:3 machen, aber es sollte halt nicht sein“, so Kapitän Michael Kroll, der immerhin nach 21 Spieltagen wieder ein eigenes Erfolgserlebnis für sich verbuchte.

Tore: 1:0 M. Kroll (31.), 1:1 Karaschewski (34. Wichmann), 1:2 Böttcher (53. Hoffmann), 1:3 Neumann-Schirmbeck (56. Owusu), 2:3 Skarka (64. Zickelbein), 2:4 Wichmann (81. Karaschewski), 2:5 Peckmann (83. Neumann-Schirmbeck), 2:6 Neumann-Schirmbeck (89. Karaschewski)

gelbe Karten: Rebke, Aydogan, Jäkel, Matthies – Owusu

Gelb-rote Karte: Guimaraes Silva (SCS II, 52.)

Schiedsrichter: Marco Bestmann (SC Alstertal/Langenhorn)

Zuschauer: 60

Sonntag, 11. März 2012

Spielbericht SC Victoria Hamburg II - Willinghusener SC II

Der junge Mann und das Tor
Benedikt Neumann-Schirmbeck gelingt Siebenerpack für Vicky II!

Nach dem 7:1-Schützenfest gegen GW Eimsbüttel in der vergangenen Woche bekam nun auch die Reserve des Willinghusener SC die geballte Stärke des Spitzenreiters zu spüren und reiste mit einem Oktett an Gegentoren wieder retour gen Osten.
Dabei begann die Lehmann-Elf ganz ordentlich, kam zu zwei guten Gelegenheiten (u.a. scheiterte Oliver Skalnik allein vor Vicky-Schussmann Kevin Brügmann), doch die Tore fielen auf der anderen Seite. So führte der erste ernsthafte Angriff der Gastgeber sofort zum 1:0 durch Torjäger Benedikt Neumann-Schirmbeck, nach dem sich die Gäste zwar weiter gut wehrten, doch nach dessen zweitem Streich in der 18. Minute schien die Messe bereits gelesen und Vicky begann eine 70-minütige Fußballdemonstration, in der der WSC trotz einiger Bemühungen einfach nicht über die Statistenrolle hinweg kam.
Ein vierfacher Neumann-Schirmbeck und ein Taege-Treffer (34.) klärten die Frage nach dem Sieger bereits zur Pause, nach der der Ligaprimus genau dort weitermachte, wo er mit dem Halbzeitpfiff aufhörte: Tore machen! Ärgerlich: Bei Gegentor Nummer sechs verletzte sich WSC-Keeper Lennart Kummerfeldt, was ihn zur vorzeitigen Aufgabe zwang.
Als Willkommensgeschenk bekam der eingewechselte Florian Kluß auch sofort ein Ei ins Nest gelegt, nachdem Sandro Mischkowski an den Pfosten flankte und ein Herr namens Neumann-Schirmbeck den zweiten Ball sicher versenkte (52.).
In der Schlussphase, nachdem Neumann-Schirmbeck sein persönliches halbes Dutzend komplettierte (75.), kam es zum einzigen Wermutstropfen für die Gastgeber, erhielt Oberliga-Leihgabe Nassim Saleh vom kleinlichen und diskussionsfreudigen Jochen Weber (TuS Borstel) die rote Karte, nachdem er Gegenspieler Ersin Tan als „Spinner“ bezeichnete – eine zu harte Entscheidung!
Sieben Minuten vor Ultimo fand der blau-gelbe Sturmlauf dann den endgültigen Schlusspunkt, als Neumann-Schirmbeck erst einen unfreiwilligen Doppelpass mit dem Gegner spielte und dann einfach mit rechts abzog – 8:0!
Den tatsächlichen Schlusspunkt setzten jedoch ausgerechnet die weitgehend überforderten Gäste, direkt vor dem Ende, mit einem langen Ball von Patrick Neuenhagen, direkt zum freistehenden Marco Radü, doch dieser setzte das Leder aus 22 Metern nur an den Pfosten.
Somit endete dieses ungleiche Duell mit einem Kantersieg für den Tabellenführer, der so auf einem guten Pfad in Richtung Bezirksliga wandert. Aber Vorsicht! Nächste Woche geht es zur Reserve des SC Sternschanze! Coach Gody Hoedoafia: „Das wird kein einfaches Spiel. Schanze ist immer heiß gegen uns; das waren bislang immer sehr schwierige Spiele für meine Mannschaft.“. Das Team aus dem weiten Osten wäre indes gut beraten, am kommenden Wochenende KS Polonia auf eigener Anlage zu schlagen, möchte man sich ein wenig Luft im Abstiegskampf der Kreisliga 5 verschaffen.

Tore: 1:0 Neumann-Schirmbeck (10.), 2:0 Neumann-Schirmbeck (18.), 3:0 Neumann-Schirmbeck (26.), 4:0 Neumann-Schirmbeck (29.), 5:0 Taege (34.), 6:0 Neumann-Schirmbeck (52. Mischkowski), 7:0 Neumann-Schirmbeck (75.), 8:0 Neumann-Schirmbeck (83.)

rote Karte: N. Saleh (SC Victoria II, 80., Beleidigung eines Gegenspielers)

Schiedsrichter: Jochen Weber (TuS Borstel, Note 5)

Zuschauer: 25

Sonntag, 6. November 2011

Spielbericht SC Victoria Hamburg II - SC Alstertal / Langenhorn II

Irres Spitzenspiel: Vicky II gibt 3:1 aus der Hand!
Trotz zweiter Niederlage in Serie: „Kein Knick in der Mannschaft“

Nein, so wirklich trauen wollte man seinen Augen auf beiden Seiten nicht. Nicht nur, dass der Spitzenreiter der Kreisliga 5 nun das zweite Spiel in Serie als Verlierer vom Platz ging, man verspielte auch noch einen sicheren 3:1-Vorsprung auf eigenem Gelände!
Dabei lief für die Gastgeber zunächst alles wie am Schnürchen. Trotz guter Kontergelegenheit für Louis Jandali (13.) hatte der SCV den Laden im Griff, was ihnen selbst nicht nur zwei gute Gelegenheiten in Person von Gabor Karaschewski einbrachte (3. & 15.), sondern auch das 1:0 durch Philipp Wolpers nach einer herrlichen Kombination (18.).
Der Ligaprimus führte und eine ernsthafte Antwort hatten die Gäste auch nicht parat. Da nahm Kapitän Andre Muhs einfach das Heft in die Hand, marschierte mit der Kugel durch den SCV-Strafraum und überwand den nicht immer souveränen Dennis Wolf zum Ausgleichstreffer, der 18 hoch spannende Minuten einleitete (27.). Denn keine zwei Minuten später ein Pfiff – Strafstoß für Blau-gelb, nachdem sich Andreas Kammradt im eigenen Strafraum einfach zu ungeschickt angestellt hatte. Karaschewski mit dem fälligen Strafstoß und schon war die Führung wieder da (29.). Jubel, Trubel, Heiterkeit bei den Gastgebern. Und es sollte noch schöner kommen: Keine 60 Sekunden vergingen danach und das dritte Hurra stellte sich ein. Wolpers tankte sich auf der linken Seite wunderbar durch und zimmerte das Spielgerät unhaltbar rechts oben in den Winkel – ein Sahnebonbon!
Die Gäste ließen sich davon aber nicht groß irritieren. Immerhin stellen die Nord-Hamburger die zweitbeste Offensive der Liga; da ist immer etwas möglich!
So gesehen in der 38. Minute: Eckball Simon Vagts, Kopfballtor Daniel Krohn – so einfach kann das Toreschießen sein, wenn der Gegner wieder nur zuschaut! SCALA war nun wieder dran, während bei den Gastgebern die Nerven flatterten. Plötzlich ein Ballverlust an der Strafraumgrenze und Krohn mit der Übersicht für Jandali, der mit dem 3:3-Ausgleichstreffer eine weitere Episode dieser Thriller-Reihe schrieb (42.).
Unverändert kamen beide Teams aus der wohlverdienten Pause zurück, doch was war das? Fast eine Viertelstunde verging ohne einen ernsthaften Torschuss! Als die enttäuschten Massen schon den Ausgang suchten, suchte man bei den Gästen natürlich Top-Stürmer Daniel Krohn im Victoria-Strafraum und wie das so ist: eine Drehung, ein Tor – das passiert, wenn man den 23-Jährigen aus der Werder-Talentschmiede einfach gewähren lässt (59.).
Das 3:4 für die Jungs vom Flughafen, und nun hatte Vicky den Salat! Einen mit viel Essig nämlich, denn plötzlich kam auch noch ein unglaubliches Schusspech der Hoedoafia-Elf dazu. Erst fischte Gäste-Keeper Christian Röhrs, der eigentlich im Mittelfeld zuhause ist, einen Freistoß des eingewechselten Benedikt Neumann-Schirmbeck unvorstellbar aus dem Winkel (O-Ton des Schützen: „Ich weiß nicht, was der Torwart da gemacht hat – unglaublich!“), dann schädelte der sonst so treffsichere Angreifer das Ei an den Innenpfosten. Und als Sahnehäubchen köpfte er obendrauf aus fünf Metern genau den arglosen Torsteher an.
Die Chancen waren da, doch das Ausgleichstor wollte einfach nicht fallen! Auch nicht bei Karaschewskis Bombe aus zentraler Position, bei der Röhrs wie ein Panther zu Boden ging und zur Ecke rettete. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Gastgeber warfen alles nach vorne, die Defensive war entblößt und da ließen sich die eingewechselten Kevin Kramp und Patrick Meyer nicht lumpen – 3:5 durch Letztgenannten gegen eine Abwehr mit Auflösungserscheinungen.
SCALA-Trainer Stephan Basmer traute dem Braten trotzdem noch nicht: „Bleibt konzentriert, das Ding ist noch nicht Unsers!“, rief er seinen Mannen von außen zu. Die Vicky-Reserve suchte noch einmal nach Lücken, doch es gab keine mehr. Da versuchte sich Wolpers in der Nachspielzeit halt von der Grundlinie aus – mit Erfolg!
Nur noch 4:5 – vielleicht geht da ja doch noch etwas!
Eine Hoffnung, die jedoch kurz darauf in Schutt und Asche lag, denn dann war Schluss am Lokstedter Steindamm! Die Zweitvertretung des SC Alstertal/Langenhorn holte einen echten Überraschungssieg, an den man zwischenzeitlich selbst nicht zu glauben wagte: „Ich hätte nicht gedacht, dass nach dem 1:3 noch etwas möglich ist, aber die Mannschaft hat eine tolle Einstellung und gibt sich nie auf. Dazu haben wir mit Daniel Krohn oder Louis Jandali großartige Einzelspieler die auch in Eins-gegen-zwei-Situationen immer für eine Überraschung gut sind“, wusste der Coach, wer an diesem Tag besonders zu loben war. An das Thema „Aufstieg“ möchte man indes (noch) nicht denken: „Man muss bedenken, dass wir immer noch ein Aufsteiger sind. Wir konnten zwar die Euphorie mit in die Saison retten und haben einen Lauf. Aber unser primäres Ziel ist es, nicht abzusteigen, was wir, denke ich, eigentlich jetzt schon erreicht haben. Wir warten jetzt erstmal ab und wenn wir vier, fünf Spieltage vor Schluss mit oben stehen, kann man sich durchaus andere Ziele setzen“, so Basmer.
Beim SC Victoria war dagegen tristes Auslaufen angesagt. Die Spieler diskutierten untereinander und auch der Trainer wirkte noch ein wenig Ratlos ob dieser Heimschlappe: „Ich hätte echt nicht gedacht, dass wir dieses 3:1 auf eigenem Platz noch aus der Hand geben, aber es waren bei uns viele einfache Sachen, die nicht gestimmt haben, wie die Standardsituation zum 3:2. Da wurden die Jungs zittrig, der Gegner hat wieder an sich geglaubt und plötzlich bekam das hier eine Eigendynamik“, erklärte Gody Hoedoafia. Eine Krise unterstellt er seinem Team derweil nicht: „Das ist kein Knick in der Mannschaft. Wir werden schnell wieder anfangen, zu punkten!“, so der Coach, der auch kein Saisonziel bedroht sieht, da man weiterhin „nicht so vermessen“ sei, jetzt schon vom Aufstieg zu reden: „Ich weiß nicht, was in fünf Monaten sein wird.“. Zunächst steht kommende Woche das Duell auf selben Gelände gegen den VfL Hammonia an, der nach den jüngsten Erfolgen im Aufwind befindet.
SCALA II will dagegen beim Aufeinandertreffen mit KS Polonia nach Möglichkeit zwei Serien ausbauen: Es soll der fünfte Sieg in Folge her und wenn man den Durchschnitt von sieben erzielten Treffern pro Spiel halten könnte, wäre das doch sicher auch ganz nett…

SC Victoria Hamburg II: Wolf – Sari, Wegener (62. Kemler), Poels, Schacht (75. Schwoch) – Gkanatsas, Holz – Aytac (62. Neumann-Schirmbeck), Hoffmann, Wolpers – Karaschewski, Trainer: Gody Hoedoafia

SC Alstertal/Langenhorn II: Röhrs – Weise, Schiel, Kammradt, Holler (78. Kramp) – Vagts, Holtmann, Muhs, Dudek – Jandali (89. Dreyer), Krohn (85. Meyer), Trainer: Stephan Basmer

Tore: 1:0 Wolpers (18. Karaschewski), 1:1 Muhs (27.), 2:1 Karaschewski (29., Foulstrafstoß), 3:1 Wolpers (30. Holz), 3:2 Krohn (38. Vagts), 3:3 Jandali (42. Krohn), 3:4 Krohn (59.), 3:5 Meyer (87. Kramp), 4:5 Wolpers (90.+3)

gelbe Karten: Poels, Aytac – Krohn, Jandali

Schiedsrichter: Tim Stanossek (HSV Barmbek-Uhlenhorst)

Zuschauer: 30

Sonntag, 2. Oktober 2011

Spielbericht SC Victoria Hamburg II - VfL 93 Hamburg II

Abgerammt!
Spitzenreiter Vicky II kanzelt VfL-Reserve 8:0 ab

Auch lange nach dem Spiel wusste VfL-Coach Marco Ritter noch nicht so wirklich, was er zu dem Geschehenen sagen sollte: „Das war ein rabenschwarzer Tag für uns. Wir waren in allen Belangen schlechter“, konstatierter der Übungsleiter, wie sein Team am Lokstedter Steindamm buchstäblich unter die Räder geriet.
Es dauerte keine 60 Sekunden, da schädelte der aufgerückte Arne Wegner das Spielgerät erstmalig in die Maschen. Der VfL fand an diesem Sonntag überhaupt nicht ins Spiel und so überraschte es nicht, dass Benedikt Neumann-Schirmbeck nach einer Balleroberung locker zum 2:0 einschob (9.) und Can Aytac bereits in Minute elf auf Flanke Philipp Wolpers auf 3:0 erhöhte.
Der Rest des Spiels war vorgezeichnet. Vicky setzte das gegnerische Tor unter Dauerbeschuss, vergeigte dabei sämtliche Großchancen, um aber dennoch fünf weitere Einschüsse in Sven Oesers Gehäuse zu platzieren. Trainer Gody Hoedoafia präsentierte sich daher hochzufrieden mit seinen Mannen: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs, die heute 90 Minuten lang Gas gegeben haben und den Gegner nicht ins Spiel kommen ließen.“. Das Thema Aufstieg verbittet sich der Coach dagegen vehement – trotz der verteidigten Tabellenführung: „Es wäre vermessen, jetzt nach zehn Spielen schon vom Aufstieg zu sprechen. Außerdem war der Gegner heute kein Maßstab. Die interessanten Spiele kommen jetzt erst!“. Ein interessantes Spiel mit der Möglichkeit, „sich für die harte Trainingsarbeit zu belohnen“ und „die Position zu festigen“, bietet das kommende Heimspiel gegen die zuletzt kriselnde Elf von KS Polonia, während die 93er mit Weiß-blau 63 die nächste harte Nuss zu knacken haben.

Tore: 1:0 Wegner (1. Aytac), 2:0 Neumann-Schirmbeck (9.), 3:0 Aytac (11. Wolpers), 4:0 Aytac (31.), 5:0 Neumann-Schirmbeck (45. Karaschewski), 6:0 Neumann-Schirmbeck (53. Schacht), 7:0 Aytac (56.), 8:0 Wolpers (74.)

Schiedsrichter: Stephan Gehrmann (SV Bergstedt)

Zuschauer: 50

Freitag, 2. September 2011

Spielbericht GW Eimsbüttel - SC Victoria Hamburg II


Verdiente Wende
Premierensieg für Vicky-Reserve trotz Rückstand und Dezimierung

Großer Bahnhof am Tiefenstaaken. Feierlich wurde nach knapp vier Monaten Bauzeit der neue Kunstrasenplatz Grüß-weiß Eimsbüttels eröffnet.
Dem Festlichen Rahmen konnte dieser zunächst lahme Premieren-Kick jedoch nicht gerecht werden. Außer einem strittigen Duell von GWE-Akteur Johan Schwarzmayr mit Vicky-Schlussmann Dustin Reddig, für das der Angreifer die gelbe Karte sah, gab es in ersten Viertel des Spiels nichts Erwähnenswertes.
Doch mitten in diesen Schlafwagenzustand platzierte Kapitän Martin Holz die Kugel aus 22 Metern zum Premierenpflichtspieltor auf dem neuen Kunstrasenplatz am Tiefenstaaken überlegt rechts unten zum 0:1 im Tor des chancenlosen Patrick Witte – Schockierung bei den Gastgebern, die nun aber besser ins Spiel fanden und in Person von Michael Ströer zu ihrer ersten Torchance kamen, doch Reddig konnte das bessere Ende für sich verbuchen. Fünf Minuten vor der Pause kam es nach einem starken Ballgewinn von Kapitän Simon Schirrmacher und einem mustergültigen Zuspiel Nicholas Burkes erneut zum Duell der beiden, in dem diesmal Ströer der Sieger blieb – 1:1!
Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel. GWE agierte weiter weitgehend inspirationslos, während die Gäste auf Kompaktheit bedacht waren, doch plötzlich sah Burke den Raum für Sturmspitze Ströer, der genau richtig startete, Reddig umkurvte und sicher zum 2:1 nach 53 Minuten einschob.
Nun schien alles für die Gastgeber zu laufen, denn wenig später schickte Schiedsrichter Lars Blunck Vickys Außenverteidiger Akin Sari nach grobem Foulspiel vorzeitig duschen, was den Blau-Gelben allerdings kaum schadete, denn keine 120 später zeigte der Spielleiter für den SCV auf den Punkt. Matthias Przybylski hatte Gegenspieler Can Aytac im Sechzehner gelegt, nachdem dieser im Zuge eines unnötigen Ballverlusts im Aufbauspiel in Ballbesitz kam. Benedikt Neumann-Schirmbeck nahm sich der Sache an und verwandelte sicher zum 2:2 nach fast einer Stunde. In der Folge agierte fast nur noch das in Unterzahl spielende Team vom Lokstedter Steindamm, das durch Neumann-Schirmbeck zu einer wunderbaren Chance nach 67 Minuten kam, doch Patrick Witte konnte die Angelegenheit für sich entscheiden. Die Vicky-Reserve war dem Siegtreffer trotz der Dezimierung deutlich näher und so kam es auch nicht überraschend, dass Benedikt Neumann-Schirmbeck drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit nach einem Katastrophenfehler im GWE-Defensivverbund, aufs Tor zulaufend die Nerven behielt und zum verdienten 2:3 einnetzte.
Die Freude bei den Gästen über diese verdiente Wende war groß, doch sie mussten sich noch drei Minuten gedulden, in denen GWE noch einmal Druck aufzubauen versuchte, aber außer einer Ampelkarte für den eingewechselten Stefan Ostertag nichts zu Stande brachte. Somit siegte die Zweitvertretung des SC Victoria als erste Mannschaft mit 3:2 auf dem neuen Geläuf und hatte sich die Feierlichkeiten bezüglich dieses Derbysieges redlich verdient. Bei Grün-weiß hinkt man den eigenen Ansprüchen doch ein gutes Stück hinterher, weshalb ein Sieg im Duell gegen KS Polonia am kommenden Wochenende dringend von Nöten ist, während das Hoedoafia-Team in Willinghusen den Platz an der Tabellenspitze festigen will.    

 GW Eimsbüttel: Witte – D. Becker, Görsch, Przybylski, Seidenberg – Schirrmacher, Brennecke (64. Ostertag) – Schwarzmayr (75. Eick), Burke, Dahms (65. Schaper) – Ströer, Trainer: Michael Schirmer

SC Victoria Hamburg II: Reddig – Sari, Böttcher (80. Schulz), Poels, Schacht – Hencke, Holz – Jonas (55. Wolpers), Aytac (85. Hoffmann) – Karaschewski, Neumann-Schirmbeck, Trainer: Godfried Hoedoafia

Tore: 0:1 Holz (24.), 1:1 Ströer (40. Burke), 2:1 Ströer (53. Burke), 2:2 Neumann-Schirmbeck (59. Strafstoßtor, Przybylski an Aytac), 2:3 Neumann-Schirmbeck (87.)

gelb/rote Karte: Ostertag (90.+1 wiederholtes Foulspiel)

rote Karte: Sari (57. grobes Foulspiel)

beste Spieler: Ströer – Karaschewski, Neumann-Schirmbeck, Aytac

Schiedsrichter: Lars Blunck (SC Alstertal/Langenhorn)

Zuschauer: 130

Freitag, 4. März 2011

Spielbericht Eintracht Norderstedt II - SC Victoria Hamburg II

Der alte Mann und das Tor
Hirschlein-Hattrick! Eintracht-Reserve darf weiter hoffen

Eintracht Norderstedt II hat durch einen verdienten Heimerfolg im Verfolgerduell der Kreisliga 5 gegen die Reserve des SC Victoria den Anschluss an die Tabellenspitze gewahrt und die Gäste von der Hoheluft somit auf drei Punkte distanziert.
Zum Helden der Partie avancierte Sturmveteran Oliver Hirschlein als Dreifachtorschütze.

Die Partie begann einseitig. Vicky war bemüht, hinten dicht zu machen, während die Eintracht mit gutem Positionsspiel und gelungenen Kombinationen zu überzeugen wusste und sich dadurch einige Torchancen herausspielte.
Es waren keine 180 Sekunden gespielt, da flog den Gästen ein schwach ausgeführter Freistoß in der gegnerischen Hälfte um die Ohren. Die Norderstedter schalteten schnell. Siedschlag zu Ljubislavjevic, der in die Mitte zu Eismann, der Gäste-Keeper Dustin Reddig mit seinem Versuch aus 16 Metern auf eine lange Reise zum Ballholen schickte.  
Nach gut einer Viertelstunde führte wieder ein Ballverlust der Blau-Gelben zu einer Chance der Heimelf. Wieder Ljubislavjevic im Zusammenspiel mit Siedschlag, der schön für Oliver Hirschlein querlegte, doch dieser vergeigte freistehend. Keine drei Minuten später dann die vermeintliche Erlösung: Nach einem gefühlvollen Heber von Rafael Monteiro fand sich Oberliga-Leihgabe Stefan Siedschlag mit Ball im Strafraum wieder, degradierte Omar Saleh zum Stehgeiger, setzte sich auch gegen den SCV-Schlussmann durch, doch der Treffer fand bei Schiedsrichter Toni Steinmann keine Anerkennung wegen eines angeblichen Foulspiels Siedschlags, das es bei neutraler Beobachtung jedoch nicht gab. Spielstand weiter 0:0.
Der nicht gegebene Treffer sorgte bei den Garstedtern für einen Anreiz, weiter nach vorne zu spielen. Allein in den Minuten 19 bis 24 kamen sie zu insgesamt vier guten Torchancen, doch weder Sven Eismann nach einem Zweikampf-Pingpong an der Strafraumgrenze, noch Milos Ljubislavjevic nach einem klasse Solo und Rafael Monteiro mit einem Ausflug entlang der Grundlinie, noch Patrick Westermann per Kopf konnten das längst überfällige 1:0 besorgen. Und so war es also an dem ältesten Mann auf dem Platz, endlich die Früchte der Überlegenheit zu ernten. Stefan Siedschlag erkämpfte sich im Dickicht des hartnäckigen Nebels das Leder und servierte Mustergültig für Oliver Hirschlein, der genau richtig stand und ohne Bedrängnis einlochte. Eine mehr als berechtigte Führung für die Gastgeber nach leicht mehr als einer halben Stunde.
Doch dieser Vorsprung sollte nicht lange halten. Die Gäste verhöhnten den Spielverlauf total, indem sie nach genau 37 Minuten durch Stürmer Benedikt Neumann-Schirmbeck zum 1:1 ausglichen (Hierbei drückte er eine Hereingabe von Jannik Gkanatsas von Linksaußen in der Mitte in die Maschen). Der zu diesem Zeitpunkt völlig überraschende und unverdiente Ausgleich hatte eine fast ebenso kurze Lebensdauer wie das Norderstedter 1:0, doch Monteiro verzog knapp, nachdem der SCV-Torsteher im Anschluss nach einem Rückpass genau in die Füße von Stefan Siedschlag spielte.
Somit ging es mit einem völlig grotesken Spielstand von 1:1 in die Kabinen.
Mit dem neuen Spielabschnitt bot sich dem spärlich vertretenen Publikum dasselbe Bild: Eintracht Norderstedt mit schönen Kombinationen, aber ohne Fortune im Abschluss.
In Minute Nummer 48 testete Ljubislavjevic mit einem Drehschuss die Qualität des Außennetzes, in der 50. verzog er nach einem doppelten Doppelpass mit Stefan Siedschlag und als Grande Finale konnte Siedschlag eine übersehene Abseitsposition nicht zum Erfolg nutzen, als er allein vor Reddig zu unentschlossen agierte und an genau diesem hängen blieb. Es hätte bereits nach 53 Minuten 4:1 oder 5:1 aus Norderstedter Sicht stehen können, doch zur Abrundung der Szenerie fiel das dritte Tor des Spiels auf der anderen Seite des Platzes: Siedschlags Strafraumrundgang war noch keine 90 Sekunden vorüber, da setzte ein Doppelpass zwischen Jannik Gkanatsas und Andre Reinhold die Defensivreihe um Patrick Westermann matt und Reinhold konnte nach punktgenauer Flanke im Stile eines Schmetterlings aus 14 Metern zum 1:2 einköpfen.
Der SCV führte und keiner wusste warum. Man konnte dies getrost „Arbeitsteilung“ nennen: Die einen machen das Spiel und die anderen die Tore. Doch damit begnügten sich die Schleswig-Holsteiner nicht. Sie machten weiter und kamen auch weiter zu Torchancen.
60. Minute: Ljubislavjevic mit einem starken Ballgewinn und dem exzellenten Auge für den just gestarteten Monteiro, der versetzte erst drei Gegenspieler und fand dann auch noch Oliver Hirschlein in der Mitte. Was Hirschlein dann mit dieser Vorarbeit machte, war für ihn das logischte der Welt: Annahme, Drehung, Schuss – Tor! 2:2 durch den Norderstedter Strafraum-Fuchs, der in diesem Fall keine Gänse, sondern die gegnerische Abwehr riss.
Wieder der Ausgleich und wieder hätten die Gäste ihre (unverdiente) Führung wiederhergestellt, wenn Eintracht-Keeper Lennart Nolle nicht einen Versuch von Frank Hoffmann nach guter Vorarbeit von Andre Reinhold, der später durch Kwame Owusu ersetzt wurde, mit einem guten Block entschärft hätte (64.).
Danach verlor das Match deutlich an Klasse, was sich in vielen Spielunterbrechungen durch Foulspiele überdeutlich zeigte.
In der 75. Minute erreichte diese Phase ihren traurigen Höhepunkt, als die Ausführung eines Eintracht-Freistoßes in Strafraumnähe (Martin Holz fällte Rafael Monteiro und sah dafür Gelb) tatsächlich drei Minuten auf sich warten ließ, denn durch verbale Schärfe von beiden Seiten und einer Mauer, die erst im vierten Anlauf den korrekten Abstand einhielt, entstand beim kommunikativen Schiedsrichter Toni Steinmann (VfL 93) einiges an Gesprächsbedarf.
Ein sportliches Glanzlicht durfte dann aber noch einmal der Mann mit dem Pferdeschwanz setzen. Milos Ljubislavjevic hatte ausnahmsweise einmal Fortuna auf seiner Seite, als sein abgefälschter Pass dennoch beim gesuchten Tobias Grabert landete und genau dieser schräg aufs Tor zulaufend, für Oliver Hirschlein querlegte, was dieser mit dem 3:2-Siegtreffer, aus sechs Metern, dankte.
Es war die letzte Szene in einem Spiel, das am Ende doch einen verdienten Sieger fand, was Vicky II – Coach Godfred Hoedoafia nicht ganz so sah: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden; wir haben uns hier gut verkauft und sicherlich einen Punkt verdient gehabt. Nach dem 1:1 wussten wir dann, dass wir auch zum Fußballspielen hierher gekommen sind. Mit etwas Glück machen wir dann auch das 3:1.“.   
Auf der anderen Seite blieb Siegtorschütze Oliver Hirschlein wenig begeistert zurück: „In den ersten 25 Minuten waren wir spielbestimmend, hatten drei, vier hundertprozentige Chancen und müssen dann 3:1 oder 4:1 führen; dann läuft das Spiel ganz anders. Vicky hat dann aber dagegengehalten, aber am Ende ist das 3:2 verdient, obwohl es dafür, dass wir wieder Hilfe von der Oberligamannschaft und der A-Jugend hatten, klar zu wenig von uns war.“.
In Sachen Aufstieg stapeln beide Teams jedoch trotz der ordentlichen Chancen tief: „Wir haben den zweiten Platz im Griff, aber es wird sehr schwierig. Wir werden versuchen, unsere Punkte zu holen und dann stehen wir auch gut da.“, so Hoedoafia über die Aufstiegsambitionen bei der SCV-Reserve. Eintracht-Torjäger Hirschlein ließ indes überraschendes verlauten: „Ich denke nicht, dass wir aufsteigen, da unser Kader einfach zu dünn besetzt ist. Es ist einfach nicht gut, wenn wir jedes Wochenende mindestens zwei Spieler aus der Oberliga oder der A-Regionalliga zu uns holen müssen.“.
Die Ausgangsposition hat sich trotz dieser Worte aber weiter verbessert und könnte sich durch das kommende Gastspiel bei KS Polonia weiter verbessern, während auch die Elf vom Lokstedter Steindamm gegen TuS Osdorf  II ein weiteres Verfolgerduell auszutragen hat..

Eintracht Norderstedt II: Nolle – Westermann (62. Olamkewasu), Weihe, S. Geertz, Grabert – Eismann, Siedschlag, Boll, Monteiro – Ljubislavjevic, Hirschlein, Trainer: Jens Fischer

SC Victoria II: Reddig – Schacht, Poels, Wegener, Saleh – Mischkowski, Holz – Gkanatsas, Hoffmann – Reinhold (74. Owusu), Neumann-Schirmbeck, Trainer: Godfred Hoedoafia

Tore: 1:0 Hirschlein (31. Siedschlag), 1:1 Neumann-Schirmbeck (37. Gkanatsas), 1:2 Reinhold (55. Gkanatsas), 2:2 Hirschlein (60. Monteiro), 3:2 Hirschlein (81. Grabert)

Schiedsrichter: Toni Steinmann (VfL 93)

Zuschauer: 13