2:0-Fluch
setzt sich fort
Zum
dritten Mal in Serie: FCA-Reserve verspielt den Dreier
Zieht ein Team im Fußball mit 2:0 davon, taugt dies meist als Indiz für einen
siegreichen Tag. Nicht so aber, wenn sich die zweite Mannschaft des FC
Alsterbrüder anschickt, einen doppelten Torerfolg als Dreier über die Ziellinie
zu bringen. Denn bereits zum dritten Mal in Serie verspielte das junge Team,
das im Wesentlichen aus Eigengewächsen besteht, einen solchen Vorsprung, um am
Ende exakt 2:2 zu spielen.
Dabei hätte ein Erfolg am Sonntagvormittag nicht nur Rang sieben in der
Kreisliga 6 gefestigt, sondern auch die Machtverhältnisse in der Nachbarschaft
gegenüber dem Eimsbütteler TV (Hinspiel 1:1) klargemacht.
Derby-Lorbeeren verdiente sich in der gähnend langweiligen Anfangsphase aber
zunächst niemand. Der FCA mit brotlosem Ballbesitz – der ETV mit einzigen
echten Torchance der ersten 42(!) Minuten. Dara Tehrani knallte das Ei mitten
ins erlebnistechnische Brachland hinein, ins Aluminium (14.).
Ein Kick zum Abgewöhnen, doch kurz bevor das Spiel den Preis für die mieseste
Performance, knapp vor dem nasskalten Regenwetter, gewann, startete Tom
Liefländer endlich einmal über links den Turbo, umspielte Schlussmann Manuel
Burmester und schon war Simeon Mastoridis ideal zum 1:0 aus kürzester Distanz
freigespielt (42.).
Nach mehr Grund zum Pausenjubel schenkte sich der FCA wenig später. Behutsam
von hinten aufgebaut, überbrückte man zügig das Mittelfeld, von wo aus Theodor
Kunkel eröffnend zu Liefländer rausspielte. Wieder war der pfeilschnelle
Schlacks nicht zu halten, nur machte er es diesmal aus spitzem Winkel selbst –
2:0 (45.)!
„Erspart geblieben“ wäre den Gastgebern dieses bittersüße Omen fast
zwischendurch. Silas Knaak wähnte sich als Verwertender seines eigenen
Abstaubers bereits im Torschützen-Himmel – bis die Abseitsfahne von
Schiedsrichterassistent Nico Kasten (Germania Schnelsen) hochschnellte (44.).
Nach rund einer Stunde war es dann der Mann in der Mitte, der den Roten zwar
berechtigterweise einen Strafstoß zusprach, doch eigentlich wäre Torwart Joshua
Leitmont für sein nicht ballorientiertes Halten als letzte Instanz nach eigenem
Ballverlust auch ein Fall für die „Arschkarte“ gewesen…
Zur Besänftigung der Jungs von der Bundesstraße war immerhin der fällige
Strafstoß drin – Jakob Schneider verlud den weiter mitwirkenden Goalie zum
Anschlusstreffer (63.).
Bloß nicht wieder ein 2:0 verdaddeln,
dürften die Platzherren daraufhin gedacht haben – und tatsächlich fing man sich
nur sieben Minuten später ein Gurkentor zum 2:2. Tehrani schlug die Ecke, die Linksverteidiger
Mika Gesewsky letztlich über die eigene Linie bugsierte (70.).
Das Momentum jetzt klar beim ETV, der nach gewaltigem Einwurf von rechts durch
Yosef El Safty zur Kopfballchance kam (79.), doch auch der FCA meldete sich in
einer etwas intensiveren Schlussphase noch einmal mit Paul Groenewalds
Alu-Kracher aus der zweiten Reihe zu Wort (85.).
Das letzte (erfolglose) Anrennen gestalteten in der Nachspielzeit die „ETV-Raubtiere“,
doch am Ende blieb es bei der ungeliebten Punkteteilung. Keine Bewegung also im
tabellarischen Zentralmassiv der KL 6 (Siebter und Achter).
Tore: 1:0 Mastoridis (42.
Liefländer), 2:0 Liefländer (45. Kunkel), 2:1 Schneider (63., Strafstoßtor),
2:2 Gesewsky (70., Eigentor, Tehrani)
Schiedsrichter: Florian Karbjinsky
(TuS Germania Schnelsen)
Zuschauer: 20
Sonntag, 30. März 2025
Spielbericht FC Alsterbrüder II - Eimsbütteler TV IV
Sonntag, 8. Dezember 2024
Spielbericht VfL Hammonia III - TSV Sasel III
Meister
der Gurken-Gegentore
Torwart-Slapstick
und Eigentor: Hammonia III zerpflückt sich wieder selbst
Pleiten, Pech und Pannen in Dauerschleife. Ein Film über das erste
Kalenderhalbjahr einer Hammonia-Dritten in der Kreisliga hätte sicherlich das
Zeug zum Internet-Hit.
Keine Ausnahme bildete da das Heimspiel zum Jahresabschluss gegen die
Drittvertretung aus Sasel. Ein Gegner, der mit Positiverinnerungen an das wilde
Hinspiel (3:2-Erfolg in letzter Sekunde, nachdem der VfL kurz zuvor per Strafstoß
ausglich) an den Wasserturm reiste. Mit dieser Energie legten die Gäste aus
Hamburg-Nord auch gut los. Eine erste Kopfballchance, die Jonas Rügge, der
erneut gleich drei (!) unpässliche Torhüter vertrat, etwas unorthodox
entschärfte, taugte hierfür als erster Beleg (6.).
Mit der Zeit fanden aber auch die Gastgeber langsam ins Geschehen, das sie
prompt maßgeblich beeinflussten. Aus 18 Metern entschied sich David Rubilar zum
Abzug und entscheid damit richtig. Schlussmann Jonas Winkel touchierte den Ball
noch, konnte ihn jedoch nicht mehr ablenken (17.). 1:0 für den Aufsteiger, der
daraufhin die etwas qualitativeren Ballbesitzphasen für sich generierte, dabei
aber kaum in brauchbare Schusspositionen kam. Kevin Ketz versuchte es einmal
vom rechten Strafraumeck – daneben (27.)!
Besser zielte auf der anderen Seite der TSVer Jona Eilers, dessen Rechtsschuss
schön von Rügge zur Ecke pariert wurde (29.).
Nicht das einzige Duell der beiden an diesem Sonntagvormittag, tauchte der
20-Jährige kurz vor der Pause wieder vor dem Goalie auf, um diesmal (etwas
kläglich) zu lupfen. Rügge aber ließ das Spielgerät wieder fallen und legte es
damit für den einpiekenden Jan Riegel auf den Präsentierteller – Ausgleich
(43.)!
Und der hatte seine psychologischen Spuren hinterlassen. Der im Saisonverlauf
immer wieder durch individuelle Aussetzer ins Hintertreffen geratene VfL sollte
heute überhaupt nicht mehr auf die Beine kommen. Ähnlich, wie auch ihr auf dem
Boden herumkriechender Tormann, der Glück hatte, dass Nils Doerings Versuch im
Strafraumraum noch rechtzeitig geblockt werden konnte (46.).
Weitere Top-Chancen für die Saseler folgten, nur das Führungstor wollte im
inzwischen vogelwilden Hammonia-Sechzehner nicht fallen.
„Spielt Kreisklasse! Das ist ja grausam! Hier kommt kein Ball unter Kniehöhe!“,
bewertete Schiedsrichterassistent Can Sünbül das in der Tat teilweise
stümperhafte Treiben auf dem Kunstgrün ohne, dass ihn irgendjemand um seine
Einschätzung bat. Alles eine Frage der eigenen Nasenhöhe…
Hoch oben segelte Mitte der zweiten Hälfte auch ein Freistoß Leon Böhnings
durch die Luft, wo Sebastian Pignatelli den Rettungskopfball allerdings
derartig unglücklich timte, dass das bis dahin unvollendete Führungswerk der
Saseler nun doch endlich Vollendung fand (68.).
Ein Abseitstor des TSV (bereits das Zweite, 76.) und eine Rügge-Fußabwehr gegen
Till Weise (77.) später, erfuhren die fahrigen Hausherren plötzlich eine
gefühlte Rückkehr ins Spiel. Weise holte sich für einen klaren Knöcheltreffer
die zweite Verwarnung vom verbal stets grenzwertig auftretenden Schiedsrichter
ab. Den Ersatzball mit voller Wucht gegen die Einrichtung zu dreschen und den
Unparteiischen lauthals als „Missgeburt“ zu betiteln, muss doch aber trotzdem
nicht sein. Das von Weise an Herrn Kaya verliehene Prädikat „schlechtester
Schiedsrichter, der je in dieser Stadt ausgebildet wurde“ dürfte unterdessen wohl
als Bewerbung des 26-Jährigen für den nächsten Schiedsrichter-Anwärterlehrgang
verstanden werden…
Seine verbliebenen Kollegen machten derweil ebenso bissig weiter – allerdings im
Sportlichen. Doppel-Alu in Minute 86 und ein weiterer Schussversuch, den Onur
Kaya nur hauchdünn drüber setzte (87.), erschienen fast ein wenig fahrlässig.
Denn tatsächlich schickte sich das Team in Schwarz noch einmal an, (unverdient)
etwas fürs Punktekonto im Tabellenkeller zu machen. Mit Übersicht legte der
eingewechselte Younes Berriri ideal im Gefahrensektor für seinen
Einwechselkollegen Yusuf Buyukli quer, nur ist dieser in seinen vielen Jahren beim
VfL Hammonia noch nie für den Ruf des Torjägers infrage gekommen. Rechts ging
die Kugel am Tor vorbei und passé war die einzige Torchance im zweiten Abschnitt,
den der Gegner in Jubelpose zu Ende brachte. Nicht nur, weil der ebenfalls von
der Bank gekommene Robin Witthöft einen zweiten Ball passend linksunten zur
1:3-Entscheidung versenkte (90.+1), sondern damit auch den wichtigen Dreier im
Kampf gegen das Abstiegsgespenst sicherstellte. Acht Zähler Vorsprung auf den
Lokalrivalen aus Poppenbüttel (15.) und auch noch das direkte Duell im neuen
Jahr vor der Brust, sollten doch als Klassenerhaltsgrundlage in der Kreisliga 6
taugen. Ein Sieg im noch anstehenden Nachholer gegen die Hamburg Hurricanes und
die Kreisklasse dürfte gar kein Thema am Parkweg sein.
Anders die Ausgangslage bei Hammonia III für die Rest-Saison. Nur drei Punkte
Vorsprung gegenüber dem SC Poppenbüttel II auf dem ersten Abstiegsplatz und
eben diese nicht enden wollende Serie von kuriosen Gegentoren nähren die Angst
vor der Retoure in die Neuntklassigkeit.
Tore: 1:0 Rubilar (17.),
1:1 Riegel (42. Eilers), 1:2 Pignatelli (68., Eigentor, Böhning), 1:3 Witthöft
(90.+1)
gelbe Karten: Holländer, Rubilar,
Diallo – keine
gelb-rote Karte: Weise (TSV Sasel, 80.,
wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Onur Sinan Kaya (Der Leitspruch „weniger ist mehr“ gilt auch für das Auftreten von
Schiedsrichtern…)
Zuschauer: 35
Sonntag, 24. November 2024
Spielbericht VfL Hammonia III - USC Paloma IV
Dezimierte
Tauben nicht zu knacken
Rückschlag
im Keller: Hammonia III unterliegt Paloma IV im Aufsteigerduell
Nein, zum Lieblingsgegner taugt die Viertvertretung des USC Paloma dem VfL
Hammonia mit seiner Drittkapelle nicht.
1:4 war man im August an der Brucknerstraße unterlegen, um nun wieder zu
erleben, wie die Tauben mit den drei Punkten davonflattern.
Bei gefühltem Frühlingsambiente (am Vortag mühten sich die Teams im
Schanzenkäfig noch auf Schnee und Eis) war es ein von Beginn an komplizierter
Akt gegen einen wachen Mitaufsteiger, der seinem juvenilen Aufgebot alle Ehre
machte und stets spritziger wirkte. Erstmals erwähnenswert machte man es nach
einer Viertelstunde, als Azer Askerov von links bedient wurde, der baumlange
Jonas Rügge aber direkt die Schussbahn blockierte (14.).
Nicht so aber beim 0:1, das Conrad Mentz mit viel Raum auf links, einer
gelungenen Mitnahme eines Askerov-Passes und dem Glück, dass Rügge den spitzen Winkel doch nicht so
ganz dicht bekam, erzielte (17.).
Eine seltsame Flugbahn von halblinks bescherte dem 21-Jährigen kurz darauf den
Doppelpack – 0:2 (20.)!
Der amtierende Meister der Kreisklasse 5 auf dem Weg zum verdienten wie ungefährdeten
Auswärtssieg, doch den Weg dorthin machte sich die Elf, die einer eigenen Jugendtruppe
entsprang, selber beschwerlich. Schließlich war man ab Mitte des ersten Abschnitts
zur Unterzahl verdammt, nachdem sich Askerov erst über einer
Abseitsentscheidung mokierte, um das fällige „Gelb“ mit höhnischem Applaus zu
quittieren – Gelb-rot!
Doch auch mit einem Mann mehr und der frühen Hereinnahme des hoch motivierten
Christian Holländer (sah prompt den gelben Karton für verfrühtes Betreten des
Spielfelds, 30.) mochte sich keine bedeutende Verbesserung im pomadigen Spiel
der Hausherren einstellen.
Erst nach dem Pausentee gelang dem VfL per Doppelchance für den ebenfalls von
der Bank gebrachten Paul Pinker und Stefano Fabris Konkretes, das außer einem
Eckstoß aber nichts eibringen sollte (47.).
Auftrieb gab dagegen der wichtige Anschlusstreffer, den Pinker als Nutznießer
einer Fußabwehr gegen Rubilars Fernschuss beisteuerte (55.).
Tatsächlich aber blieb es in der Folge bei weitgehend zäher Kreisliga-Kost, die
unterm Strich nur den Blauen schmeckte. Diese hatten es durch Zweikampfstärke und
zeitaufwändige Manöver geschafft, ihre zuletzt sieben Partien andauernde
Sieglosigkeit zu überwinden. Die Abstiegszone ist somit erstmals um neun Zähler
auf Abstand gehalten. Den Hammonen dagegen bleibt der Rückspiegel ein treuer
Begleiter im Kreisliga 6-Abstiegskampf, den man weiter mit derzeit drei Punkten
Vorsprung auf Abstiegsrang 15 führt.
Tore: 0:1 Mentz (17. Askerov), 0:2
Mentz (20. Do Esprito Santos Alves Cotrim), 1:2 Pinker (55. Rubilar)
gelb-rote Karte: Askerov (USC
Paloma, 25., wiederholte Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Dr. Rocco Selvaggi
(GW Eimsbüttel)
Zuschauer: 30
Sonntag, 20. Oktober 2024
Spielbericht VfL Hammonia III - Eimsbütteler TV IV
„ohne
Lösung“: Hammonia III zahlt wieder Lehrgeld
Neuling
verliert das Derby gegen den ETV und rutscht unter den Strich
Ein wenig fühlte sich Hüdayi Dogu, Stürmer von Aufsteiger Hammonia III, wie in
einer Zeitmaschine: „Wir sind 60 Minuten besser, haben Ballbesitz und die
kommen; machen die Dinger“, passte seine Spielbeschreibung der 0:2-Niederlage
aus der Vorwoche bei Spitzenreiter Alstertal/Langenhorn auch genau auf die
nunmehr achte Saisonniederlage, die im frühsonntäglichen Lokalderby gegen die
Viertvertretung des Eimsbütteler TV ebenfalls nicht Not tat.
Eine weitgehend niveaulose Anfangsphase mit haarsträubenden Ballverlusten auf
beiden Seiten gestaltete man erst in Minute 18 einmal konstruktiv, als Gaston
Varetto aus 21 Metern abzog und Manuel Burmester seine Torwart-Parade etwas
aufbauschte.
Immerhin luden seine Vorderleute nicht mit schrägen Ballverlusten zum
Toreschießen ein, wie es der VfL nur Atemzüge danach tat. Im zentralen
Mittelfeld war das Spielgerät in den Füßen des Gegners gelandet, was Johann
Studtmann sofort zum Vertikalball auf den cool vollendenden David Wagner nutzte
(19.). 0:1 und praktisch nach dem gleichen Muster wäre Wagner gar der
Doppelpack gelungen. Diesmal bekam Torsteher Leon Hebart aber noch ein Bein an
den spitzwinkligen Abschluss (20.).
„Wir kommen hinten raus, dann kommt der Ball vorne an und wir wissen nicht, was
wir machen sollen – einfach ohne Lösung!“, haderte der offensiv kaum mit
Anspielen gefütterte Dogu mit den fehlenden Ideen jenseits der Mittellinie.
Unverhoffte Abhilfe bescherte da der Gegner. Lukas Wagners vermeidbares
Rückspiel nahm Burmester mit den Händen auf. Den folgenden indirekten Freistoß
rammte Dogu allerdings in den Abwehrpulk der gewohnt leidenschaftlich
verteidigenden Gäste, deren Vorhaben, den Sieg mehr zu wollen als der Gegner,
zumindest in puncto Lautstärke auf und neben dem Platz deutlich wurde. Jubelschreie
der selbsternannten „Raubtiere“ gab es kurz vor der Pause zu hören, köpfte
Kapitän Studtmann eine Moezipour Tehrani-Ecke aus vollem Lauf zum
0:2-Halbzeitstand in die Hammonia-Maschen (44.).
Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Der VfL bemüht, das Spiel nach vorne
aufzuziehen, doch zu selten entsprangen daraus Chancen wie jene aus der 51.
Minute, wo Jan Bosse halblinks an Burmester scheiterte, ehe Leul Bisenibit den
aussichtsreichen Nachschuss nicht erwischte (51.).
Stattdessen fing man sich auf der Gegenseitig einzig dank der Hilfe des
Quergestänges kein zweites Ecken-Kopfballgegentor (60.).
Eine Übung, die man derweil selbst bemühte, um ergebnistechnisch ins Match
zurückzufinden. Mit Schnitt brachte Jose Ndiessome die Kugel hinein, damit
Varetto mittig den Anschlusstreffer erköpfen konnte (70.).
Engagiert, aber letztlich mit zu wenig Durchschlagskraft wehrte man sich in der
Schlussphase gegen die drohende Niederlage, die am ehesten Dogu hätte
verhindern können. Per Heber in den Lauf bedient, setzte er seinen Lupfer zwar
über den herausstürzenden Tormann – aber auch neben dessen Gehäuse (80.). „Das
ist unser Fehler; Wir spielen gut, machen aber unsere Tore nicht. Desto länger
es dauert, dass wir keine Tore machen, werden wir irgendwann ungeduldig, machen
dann halt diese taktischen Fehler. Damit kämpfen wir schon seit fünf, sechs
Wochen. Wir gewinnen diese Spiele nicht!“, resümierte Dogu, für den es direkt
im Anschluss an die Partie hinter den Tresen des Vereinsheims „bei Hüdo“ ging.
Als nächstes geht es nun erneut gegen eine vierte Mannschaft – die des SC
Victoria. In der engen unteren Hälfte der Kreisliga 6 ein erneutes direktes
Duell gegen den Abstieg.
Tore: 0:1 D. Wagner (19.
Studtmann), 0:2 Studtmann (44. Moezipour Tehrani), 1:2 Varetto (70. Ndiessome)
gelbe Karten: keine – D. Wagner,
Studtmann, Hoin, Markhoff
Schiedsrichter: Hursit Köse (SV
Rot-weiß Wilhelmsburg)
Zuschauer: 20
Sonntag, 6. Oktober 2024
Spielbericht FC Alsterbrüder II - VfL Hammonia III
Verjüngte
FCA-Reserve verschafft sich Luft
Gelb-blau
trotzt verpassten Chancen und guten Hammonia-Standards
Durchatmen am Walter-Wächter-Platz! Zwei Niederlagen ließen die im Sommer
kräftig mit eigenen A-Jugendlichen verjüngte FCA-Zweite zuletzt gefährlich gen
Keller trudeln – nun verschaffe sich die Elf vom „Mädchen für Alles“, Gunnar
Hitscher, im direkten Duell und Derby mit Hammonia III einiges an Luft.
Begonnen hatte der sofort mit einer Positivnachricht. Gegen druckvoll
loslegende Hammonen war es nämlich gelungen, denen eigenen Eckstoß um die Ohren
zu hauen. Mit dem Rückenwind des Tempovorteils überfielen die Gastgeber den
etwas zu offenen Gegner, der es dann sogar schaffte, den ballführenden Simeon
Mastoridis nach außen abzuschirmen. Was der „28er“ aber von der rechten Strafraumkante
aus zelebrierte, könnte jedoch in jeder Sportschau-Ausgabe vom „Tor des Monats“
mithalten. Linksoben schlug es ein – toll (7.)!
Aufsteiger Hammonia verzeichnete derweil eine Lernkurve; sicherte die
zahlreichen Eckbälle nun besser ab, kam dabei aber erstmal nur durch Gaston
Varettos Kopfball einmal in die Nähe eines Abschlusses (10.). – bis es per
Freistoß durch Emmanuel Ndiessome dann endlich klappte (16.). In Uwe
Seeler-Manier mit dem Hinterkopf lenkte David Rubilar den Standard zum 1:1 ins
Tor von Danilo Hidalgo, der daraufhin einen nahezu beschäftigungslosen
Sonntagvormittag verlebte. Denn fortan schienen die Gäste mit dem Erreichten
vorzeitig zufrieden, während seine Vorderleute auf die erneute Führung
drängten.
So verpasste der frei auf das Tor zulaufende Derrick Frimpong zu zögerlich
gegen den Torwart das Führungstor (18.), das der Leihgabe aus der
Oberligamannschaft auch im zweiten Anlauf nicht gelingen sollte. Diesmal
verfehlte er das quasi leere Tor, nachdem ichn Gian Luca De Ponte schön
freigespielt hatte (20.).
Wohltuendens fürs Selbstbewusstsein gelang Frimpong schließlich nach etwas mehr
als einer halben Stunde, als die Alsterbrüder über links kamen, Mika Gesewsky
flach ins Zentrum hineinspielte und der Ghanaer, der im Sommer vom SSD Nikola
Tesla nach Eimsbüttel wechselte, passend den Puschen hineinhielt (34.).
Aus dem Rückraum gelang es im zweiten Abschnitt dann wieder nicht so gut (54.).
Kein Problem, führte De Ponte einen eigentlich schon festgefahrenen Angriff ein
wenig aus dem Nichts mit einem flachen Pfund aus 22 Metern doch noch zum 3:1
(61.).
Friede, Freude, Heimsieg für den Bezirksliga-Absteiger der Vorsaison? Noch
nicht, verkürzten die sonst erschreckend konzeptlosen Hammonis in ihrer
heutigen Lieblingsübung, dem ruhenden Ball, auf 3:2. Varetto war es, der bei
einer Ndiessome-Ecke die Lufthoheit torbringend für sich und seine Farben
nutzte (67.).
Diese kamen aber auch in der engen Schlussphase nicht so recht aus dem Quark. Stattdessen
wirbelten zwei eingewechselte FCA-Teenager den VfL ordentlich durcheinander. Der
pfeilschnelle Tom Liefländer stiefelte Kevin Ketz auf links davon, bediente den
mit ihm von der Bank gekommenen Titus Greve und dieser machte von der Mitnahme
bis zum Rechtsschuss aus 14 Metern fast alles richtig. VfL-Schlussmann Leon Hebart
blockierte und wusste bei Liefländers Nachschuss sofort: Das kann nur Abseits
sein – war es auch (87.)!
Ebenso unzweifelhaft erkannte das erfahrene Gespann in Liefländers nächster
Szene auf Strafstoß, wusste sich Rubilar im Sechzehner nur noch mit einer
ungenau angesetzten Grätsche zu helfen. Eine Selbstverständlichkeit für den
Torjäger aus der letztjährigen U18-Landesliga-Meistermannschaft, dass er selbst
ausführt. Der Schuss an den linken Pfosten widersprach aber der These des
Blondschopfes (90.+5)…
ins Gewicht fiel der Fehlschuss heute aber nicht mehr, bestätigte der Abpfiff wenig
später den wichtigen Schritt raus aus der breit gefächerten Abstiegszone,
verbunden mit dem Sprung auf Mittelfeldplatz acht.
Gaston Varetto und Co verharren dagegen weiter an der Kante zum Abgrund. Das
Torverhältnis ist mit minus sechs zwar mit das Beste der unteren
Tabellenhälfte, doch nur zwei Zähler Vorsprung auf den Fahrstuhl-Platz 15 und
die Aussicht auf das kommende Auswärtsspiel beim Liga-über-Team des SC
Alstertal/Langenhorn läuten schon nach einem Drittel der Serie 2024/2025 den
Abstiegskampf ein.
Tore: 1:0 Mastoridis (7.),
1:1 Rubilar (16. Ndiessome), 2:1 Frimpong (34. Gesewsky), 3:1 De Ponte (61.),
3:2 Varetto (67. Ndiessome)
Schiedsrichter: Klaus Gogarten (SV
St. Georg)
Zuschauer: 35
besonderes Vorkommnis: Liefländer
(FCA) schießt Strafstoß an den Pfosten (Rubilar an Liefländer, 90.+5).
Samstag, 24. August 2024
Spielbericht TSV Sasel III - VfL Hammonia III
Hammonia
III im Selbstzerstörungsmodus
Bitteres
Lehrgeld: Neuling verschenkt Punktgewinn in der Nachspielzeit
Groß war die Freude bei Aufsteiger Hammonia III über den ersten
Kreisliga-Dreier der Vereinsgeschichte. Nur sechs Tage danach ist das
Frohlocken über das 3:1 gegen die Hamburg Hurricanes der Frustration über eine
komplett unnötige Niederlage – der Dritten im vierten Match – gewichen.
Das etwas verzögert angestoßene Gastspiel in Sasel (Das Schiri-Gespann gönnte
sich bei Sommertemperaturen einen doppelten Einsatz am Parkweg) hatte bereits
ab der Anfangsphase unter einem schlechten Stern gestanden, nachdem das lange
Bein von Verteidiger Victor Valenzuela Lobos einzig dazu taugte, Außenspieler
Marvin Heinrichs im Sechzehner auf die Bretter zu schicken. Till Weise freute
es und so versenkte der „32er“ den fälligen Strafstoß sicher rechtsunten (14.).
Mehr als eine halbe Stunde lang bekamen die Sonnenanbeter auf der ordentlich
gefüllten Tribüne daraufhin Zeit, über die elementaren und weniger wichtigen
Themen des menschlichen Daseins zu philosophieren, denn auf dem Kunstgrün
spielte sich außer einem Festival der Fehlpässe und Unzulänglichkeiten nahezu
nichts ab, bis sich der Neuling in der Extrazeit vor dem Pausenpfiff wieder
selbst schwächte.
Mit Voll-Karacho rauschte Linksverteidiger Sebastian Pignatelli vollkommen
überflüssig in Weise hinein, was ihn die weitere Spielteilnahme kostete – glatt
Rot (45.+2)!
Das wohl Schlimmste am Feldverweis dürfte jedoch die Verdammnis dazu, sich den
dargebotenen „Fußball“ von draußen anschauen zu müssen…
„(…) das ist unser Spiel: Druck zu machen, Tempo und alles mit Tempo zu
spielen. Und in der ersten Halbzeit war nichts davon – gar nichts!“, fand
Julian Höger aus Hammonias Trainerteam passende Worte zur Niveaulosigkeit des
ersten Durchgangs.
Doch es wurde leicht besser. Auch, weil Offensivstandards vermehrt Einzug in
die Partie fanden. So flog ein Diallo-Kopfball nach Eckball nur knapp über den
TSV-Kasten (50.), während der nächste ruhende Ball tatsächlich den Ausgleich in
Unterzahl herbeiführte. Hoch in den Pulk brachte Emmanuel Ndiessome einen
Freistoß, den der zum zweiten Abschnitt gebrachte David Rubilar mustergültig
rechtsoben einköpfte (53.).
Doch was wäre der VfL ohne seine chronische Selbstschwächung? Mit einem Katastrophenrückpass
„krönte“ Raphael Leist seine bizarre Vorstellung, was der lauernde Nick
Bretschneider geradewegs als Einladung zur erneuten TSV-Führung verstand (55.).
Zweimal fanden die Gastgeber in der Folge die große Chance zum Vorsprungsausbau
vor. Julian Schramm blieb allerdings an Leon Hebarts Fußabwehr hängen (64.),
während Mannschafts-Küken Jason Lucht (19) vor dem Tormann wohl lieber den
Lupfer bemüht hätte (66.).
Und die Gäste? Die meldeten sich nach längerer Offensivabstinenz auch mal
wieder zurück, als Diallo eher zufällig in die ungenutzte Poleposition zum 2:2
kam. Mit voller Breite war es Sasel-Fänger Timon Lauts gelungen, den technisch
nicht unbegabten 27-Jährigen in die Schranken zu weisen (71.).
Dies gelang zum Auftakt der Schlussphase auch Schiedsrichter Leif Menke (SC
Sternschanze), der dem wegen Meckerns vorbelasteten Diallo für ein
verwarnungswürdiges Foul nicht die mögliche Hinausstellung reindrückte, sondern
gut mit einer eindrücklichen Philippika fuhr (78.).
Etwas mehr musste es da beim Strafraumduell Senft/Dogu sein. Den
Stürmer-Routinier im Sechzehnmeterraum zu Fall gebracht, setzte es nicht nur
den Gang zur Strafstoßmarke, sondern obendrauf auch noch die zweite Gelbe für
den nun verwiesenen Zentrumsverteidiger (90.). Noch schlimmer aber für die
Parkwegler: Dogu schickte ihren Schlussmann beim Penalty auch noch in die
falsche Ecke – 2:2!
Weg war der Heimsieg – oder doch nicht?
Denn abermals schalteten die Hammonen auf den Selbstzerstörungsmodus. Erst
spekulierte man vergeblich auf den Ball im Aus, dann bei der zugelassenen
Flanke Luchts zu Unrecht auf Abseits. „Alle schlafen, weil der Abseitsruf
kommt“, ärgerte sich Julian Höger aus dem Trainerteam über den Leichtsinn
seiner Kapelle. „Das ist halt die erste Saison in der Kreisliga. Kreisklasse
war eben halt nur ein Schiri. Da hast du den Einfluss mit Abseits-Rufen, weil
er alleine ist und auch nicht mehr den guten Winkel hat, aber trotzdem musst du
erstmal weiterspielen.“. „Ich verstehe auch nicht – auch wenn es dann zehn
gegen zehn ist – weil wir hinten platt waren, müssen wir sagen; wir sind jetzt
zufrieden und sichern ab. Nein, der Ball wird schnell rausgeholt, wir machen´s
schnell und machen noch einen. Leute, das ist zu viel! Wir sind hinten immer
wieder offen gewesen und wir machen weiterhin dieses Risikospiel – warum?!“,
richtete sich der Groll aber vor allem an das taktische Ungeschickt auf dem
Platz. Ein Spiel, in dem man zuvor „mit einem Sieg gerechnet“ hatte, ist somit
trotz allem Gegnerscouting im Vorfeld gänzlich hergeschenkt worden.
Was bleibt, ist nach dem teuren Lehrgeld in Sasel die Vorfreude auf das
anstehende Heimspiel gegen die Reserve des Bramfelder SV. „Uns liegt es mehr,
wenn der Gegner auch versucht, das Spiel zu machen“, erläuterte Höger Grund
Nummer eins für vorsichtigen Optimismus. Auch „sieht es personalmäßig nächste
Woche ganz anders aus“ – na dann!
Ein Bewerbungsschreiben für höhere Tabellenregionen gaben unterdessen auch die
einstigen vierten Herren in Blau-weiß-rot heute nicht ab. Nur wer will nach
diesem fesselnden Kick samt Happyend darüber nachdenken…
TSV Sasel III: Lauts –
Heinrichs, Fanke, Senft, Gehrmann – T. Böhning (9. Krohnert / 84. Guhlke),
Weise (74. Yüzbasi), Schramm, Lucht – Bretschneider (84. Humke), L. Böhning,
Trainer: Arian Kalicanaj & Ralf Wirszints
VfL Hammonia III: Hebart –
Pignatelli, Ketz, Valenzuela Lobos, Sieg (46. Rubilar) – Leist (61. Dogu),
Varetto (83. Buyukli), Ndiessome, Maza – Regner (46. Zahlhaas Labarca (75.
Hansen), Diallo, Traoner: Florian Ocker
Tore: 1:0 Weise (15., Strafstoßtor,
Valenzuela Lobos an Heinrichs), 1:1 Rubilar (53. Ndiessome), 2:1 Bretschneider
(55.), 2:2 Dogu (90.+1, Strafstoßtor, Senft an Dogu), 3:2 Guhlke (90.+4 Lucht)
gelbe Karten: Krohnert, Heinrichs,
Gehrmann – Valenzuela Lobos, Dogu, Diallo
gelb-rote Karte: Senft (TSV Sasel,
90., wiederholtes Foulspiel)
rote Karte: Pignatelli (VfL
Hammonia, 45.+2, grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Leif Menke (SC
Sternschanze, Note 1,5)
Zuschauer: 75
Freitag, 12. April 2024
Spielbericht TuS Germania Schnelsen - SV Barmbek
14
Grüße an den Verfolger
Kreisliga
6-Primus Germania Schnelsen nimmt den SV Barmbek auseinander
Freitagabend, Heimspiel, Flutlicht, angenehmes Frühlingswetter: beste
Bedingungen für Germania Schnelsen, im Wettschießen um die Bezirksliga mit dem
Walddörfer SV ein klares Ausrufezeichen zu setzen! Da kam der abstiegsbedrohte
SV Barmbek mit seinem allerletzten Aufgebot (man hatte die Partie im Vorfeld
gar absagen wollen) genau richtig.
4:31 Minuten hielt der Damm des SVB, bis Phillip Osternack zentral im Fallen einen
Vorgeschmack darauf gab, wie sich der Rest des Abends am Riekbornweg zutragen
würde.
Germania mit überwältigenden Spielanteilen, die häufig darauf verwendet wurden,
die Außenpositionen einzubinden, war auf Tore aus!
Dennis Thiessens einleitenden Pass nutzte Lasse Hagelstein auf rechts zur
Flanke, die Antonio Arambasic wiederum am zweiten Pfosten zum 2:0 einschob
(11.). Ein hohes Ding, das ein ausgebildeter wohl pariert hätte, platzierte
Arambasic wenig später in den Quader (15.), den Ex-Oberliga-Crack Thiessen per
Kopf (Flanke Arambasic) verfehlte (26.).
Auch Leon Kripke ging es mit links aus 20 Metern nicht besser – hauchdünn
drüber (29.)!
Alles aber kein Problem, ergaben sich immer wieder neue Möglichkeiten gegen den
überforderten Tabellenvierzehnten. Von Hagelstein tief bedient, machte
schließlich auch Kripke seine Bude (30.), die nach Querlage Weber auch Kapitän
Tom Lipski gelang (39.).
Thiessens unwiderstehlicher Sololauf (41.) und Osternacks 7:0 im
Eckstoßdickicht (44.) rundeten den ersten Abschnitt torreich ab.
Was soll man da als unterlegenes Gästeteam bloß machen? Vielleicht einmal einen
Torschuss abgeben, wie es Ahmed Abdi Osman kurz nach der Pause tat (48.).
Ansonsten blieb es ein hoffnungsloses Unterfangen, sich den Germanen zu
erwehren. Hinzu kam nun auch noch das Pech eines strafbaren Handspiels, das den
eingewechselten Philipp Liebe das 8:0 vom Punkt bescherte (53.). Thiessen
machte es dagegen mit Gefühl aus 23 Metern (54.), woraufhin der angeschlagen
nur von der Bank gekommene Lennart Lux etwas für das Rennen um den
Torschützenkönig tun durfte. Einen vom Assistenten hereingewinkten Strafstoß
verwandelte der 21-Jährige sicher rechtsunten zur Zweistelligkeit (64.). Zwei
weitere Treffer ließ Lux spielend einfach folgen (69. & 71.), was ihn
gemeinsam mit dem zum 11:0 erfolgreichen Thiessen (65.) zumindest heuer zum
besten Torjäger machte.
Den vorzeitigen Schlusspunkt der TGS-Herrlichkeit setzte bereits in der 73.
Minute ein weiterer Joker: Adriano Catanzaro freute sich im Rückraum über das
Zurücklegen von Lux.
Mit angezogener Handbremse und zwei Alu-Treffern (82. & 90.) ließ der
Tabellenführer die Angelegenheit austrudeln, wobei ihnen ein kleiner
Wehrmutstropfen nicht erspart blieb. Abdi Osmans Freistoß fand von halbrechts
genau den Weg ins lange Eck, wodurch die tapferen und extrem fairen Gäste
zumindest ein kleines Trostpflaster für ihr Antreten erhielten (77.). Außer der
Vermeidung eines Drei-Punkte-Abzuges wegen Nichtantritts gab es für sie im
Nordwesten Hamburgs nichts zu holen.
Germania gelang es dagegen, den Verfolger aus den Walddörfern weiterhin um drei
Zähler auf Distanz zu halten. Zudem lässt auch die um 28 Tore bessere
Tordifferenz aufhorchen. Diese kann – bevor in zwei Wochen das absolute
Gipfeltreffen in Schnelsen steigt – beim kommenden Auswärtsspiel gegen
Absteiger HFC Falke II noch weiter aufpoliert werden.
Tore: 1:0 Osternack (5.),
2:0 Arambasic (11. Hagelstein), 3:0 Arambasic (15.), 4:0 Kripke (30.
Hagelstein), 5:0 Lipski (39. Weber), 6:0 Thiessen (41.), 7:0 Osternack (44.
Arambasic), 8:0 Liebe (53., Strafstoßtor), 9:0 Thiessen (54. Osternack), 10:0
Lux (64., Foulstrafstoß), 11:0 Thiessen (65.), 12:0 Lux (69.), 13:0 Lux (71.
Thiessen), 14:0 Catanzaro (73. Lux), 14:1 Abdi Osman (77., direkter Freistoß)
Schiedsrichter: Rohit Choudhry (SV
Lurup)
Zuschauer: 60
Freitag, 6. Oktober 2023
Spielbericht TuS Germania Schnelsen - SV Lohkamp
Lipski
prügelt Lohkamp K.O.
Wuchtiges
Distanztor bringt Germania auf die Siegerstraße
Grund zum Feiern am Riekbornweg! Auch Abstiegskandidat SV Lohkamp vermochte es
nicht, den Nimbus des ungeschlagenen TuS Germania Schnelsen zu brechen.
Letztlich deutlich fiel der 5:1-Erfolg unter freitagabendlicher
Fluchtlicht-Nieselregenkulisse aus. Verdient war das allemal, präsentierten die
Hausherren gepflegten Ballbesitz, der auf alt britische Weise Phillip
Osternacks Kopfball auf Hereingabe Max Mecklenburg hervorbrachte (10.).
Ein torreicher Abend deutete sich an, gegen die bereits neunmal unterlegen
Furtwegler, die Schlussmann Janis Harfst abtauchend gegen Timo Schaudinn im
Match hielt (16.).
Sein Gegenstück hatte dagegen Pech im Timing, wodurch nicht nur Norman Sieglof
(zu Boden) fiel, sondern auch das etwas überraschende 1:1 durch den sicher vom
Punkt einlochenden Asadullah Khan (33.).
Germania blieb auch danach überlegen, aber oftmals ohne die entscheidende Idee,
den durchaus geschickt verteidigenden Kontrahenten aus den Angeln zu heben.
Antonio Arambasic versuchte es einmal aus dem Rückraum – Harfst war wieder zur
Stelle (38.).
Für den personell äußerst dünn besetzten SVL, der mit Manuel Ulmer und Faisal
Malik Seniorenpersonal dabei hatte, ein Spielverlauf nach Plan.
Etwas zu leidenschaftlich ging jedoch Feliciano Helena per Grätsche im
Zweikampf der Kapitäne mit Jannik Martens zu Werke, sodass jetzt auch Germania
in Person von Lennart Lux die Chance zum Strafstoßtor erhielt (54.). Lux´
schwach getretenen Penalty entschärfte Harfst allerdings – weiter pari pari!
…bis Tobias Lipski schließlich genug hatte und den Ball zur Stundenwende
förmlich unter die Latte prügelte. Der Knackpunkt des Abends, der nun voll für
die Heßmann-Elf verlief.
Zwar scheiterte Lipski nach Einzelleistung Condric noch am Außen-Alu (63.),
doch mit Julien Webers zentralem 3:1, bei dem Lux in der Vorarbeit gut die
Sinnhaftigkeit der Vorteilsregelung demonstrierte, war die Vorentscheidung
geritzt (72.).
Die Gäste tief frustriert, holten sich durch Malik eine von mehreren möglichen
Ampelkarten ab (90.), während die spielfreudigen Schnelsener fleißig aufs
Torkonto einzahlten.
Marko Condric köpfte am zweiten Pfosten eine Mecklenburg-Flanke bei kurzer
Eckenvariante zum 4:1 ein (85.), während der Endstand eine gegnerische
Eigentorpoduktion war, als Harfst einen suboptimalen Rückpass nicht weniger
unglücklich verarbeitete (90.+3).
Germania ging damit als Spitzenreiter in eine lebhafte dritte Halbzeit – der SV
Lohkamp muss dagegen aufpassen, dass nicht schon vor dem Hinserienende ein zu
großer Rückstand auf den Kreisligaverbleib einsteht.
Tore: 1:0 Osternack (10.
Mecklenburg), 1:1 Khan (33. Strafstoßtor, Wendt an Sieglof), 2:1 Tobias Lipski
(60. Osternack), 3:1 Weber (72. Lux), 4:1 Condric (85. Mecklenburg), 5:1 Harfst
(90.+3, Eigentor)
Schiedsrichter: Arnold Erwin Jensen (SV Lieth)
Zuschauer: 80
besonderes Vorkommnis: Lux scheitert
mit Strafstoß an Harfst (54., Helena an Martens).
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Flutlichtromantik am Riekbornweg |
Sonntag, 25. März 2018
Spielbericht Eimsbütteler TV III - TuRa Harksheide II
An der Bundesstraße nahm der elfte Saisonsieg rasch Konturen an, hatten die Gastgeber insbesondere Stürmer Louis Jandali nicht halten können.
Dieser nutzte den aus einem Einwurf entsprungenen Spielzug zum 0:1 nach neun Minuten, um ebenso viele Zeigerumdrehungen später seinen selbst herausgeholten Schuss vom Punkt (Gudmundur Jónsson hatte ihn im Lauf gelegt) rechts unten zum 0:3 zu platzieren.
Unterdessen erhöhte der baumlange Christian Meier aus hohen Lüften im Zuge einer Przuntek-Ecke einstweilen auf 0:2.