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Mittwoch, 10. Dezember 2025

Spielbericht SC Cosmos Wedel - TSV Gut Heil Heist

Zwei Hattricks – zwei Gefühlswelten
Cosmos verschenkt Nachholspiel – Smit schießt TSV Heist auf Rettungshöhe

Hattrick geschossen und doch verloren. Für Claas Böttcher war es ein mehr bitterer als süßer Jahresabschluss 2025, den er da mit seinen Wedeler Cosmonauten gegen den TSV Heist im heimischen Kunstrasenkäfig verlebte.
Begonnen hatte der Nachholer aus der vereisten 15. Auflage der Kreisliga 1 am Mittwochabend ziemlich verheißungsvoll. Zwar tauchte Gäste-Schlussmann Marvin Scholz gegen Leotrim Murselaj behände ab und sicherte zudem gekonnt, vor dem heranstürmenden Dominik Zink (8.), doch kurz darauf waren die Hausherren auch durch gegnerisches Ungeschick 1:0 vorne. Ole Krögers langen Hafer blockierte Scholz, bevor Tom Hadler vorbeiziehen konnte, ehe Böttcher die zufällig erhaltene Schussaufforderung aus 20 Metern dankend annahm (12.).
Die Gäste aus Heist, die in Jahr zwei nach ihrer Kreisliga-Rückkehr um den Anschluss ans rettende Ufer kämpfen, bewiesen jedoch Moral und arbeiteten sich – auch, weil Cosmos durch Nick Schmuck (Pfosten, 20.) nicht erhöhte – kurzerhand zurück ins Match. Patrick Günsch´ Steckpass vergoldete nämlich Lasse Kruse halblinks im Strafraum zum Gleichstand (21.), der noch lange nicht das Ende heistmer Fahnenstange bedeutete. Denn kaum hatte man hinten wieder Glück, dass Zink nach schöner Bewegung mit links etwas das Zielwasser fehlte (26.), machte es Einzelkönner Paul Smit stilecht mit viel Platz aus 40 Metern (39.)!
Und als wäre das noch nicht genug des Qualitätsnachweises, spazierte der sechsmalige Oberliga-Kicker einfach mal selber über links zum eingeschobenen 1:3-Halbzeitstand (39.).
Die Wedeler schlugen sich dagegen unter Wert, war neben einem Abseitstor (36.) auch ein nur per Posern-Grätsche gestoppter Böttcher-Lauf bis zur Grundlinie (43.) zu betrauern.
Viel Zeit dafür blieb allerdings nicht, weil Gut Heil weiter auf die Tube drückte und die Cosmonauten jeweils nach Eckstößen in ärgste Bedrängnis brachte (55. & 56.).
Etwas überraschend kam daher Böttchers zielgenauer 2:3-Anschlusstreffer von halblinks (58.), der die Spielstatik jedoch nicht nachhaltig zu ändern vermochte.
Tonangebend blieben nämlich die Jungs von der Hamburger Straße, die sich knappe 20 Minuten vor dem Ende, mit Smits kurzem Einwurf als Einleitung, durch Jakob Schmidt und dessen 2:4 entsprechend belohnten (69.).
Als Zugabe, die der eingewechselte Yannick Müthel zuvor noch knapp mit rechts verpasste (84.), schenkte der TSV seinen Anhängern 14 Tage vor Heiligabend noch das fünfte Hurra, das vor allem Rene Gills Willenskraft über rechts zu verdanken war. Smit brauchte seinen Hattrick nur noch ins leere Tor zu vollenden (86.).
Apropos: Auch Böttcher gerierte sich auf der anderen Seite noch einmal als trocken aus 20 Metern abziehender Dreifachtorschütze (87.), doch letztlich konnte der 24-Jährige damit nicht verhindern, dass seine nach der Pause fast komplett abgetauchte Elf mit einem Negativerlebnis in die Winterpause geht. Platz acht passt für den defensiv anfälligen Aufsteiger, der als sportlich in die Kreisliga aufgestiegenes Reserveteam die aufgelöste Ligamannschaft beerbte, durchaus ins Leistungsbild. In Heist ist derweil der Anschluss an den Rivalen aus Moorrege auf dem rettenden Rang 13 in gleicher Punkthöhe wiederhergestellt. Noch ein paar Smit-Hattricks und

Tore: 1:0 Böttcher (12. Hadler), 1:1 L. Kruse (21. Günsch), 1:2 Smit (30.), 1:3 Smit (39.), 2:3 Böttcher (58. Schmuck), 2:4 J. Schmidt (69. Krüger), 2:5 Smit (86. Gill), 3:5 Böttcher (87. Hadler)

gelbe Karten: Kröger, Hadler, Zink, Gleitsmann – Gill

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 45

Mal wieder entscheidender Faktor für den TSV Heist: Torjäger Paul Smit

Sonntag, 14. September 2025

Spielbericht Moorreger SV - SC Cosmos Wedel

Ab-/Aufsteiger startet Mini-Serie
Zweiter Sieg in Folge: Cosmos Wedel korrigiert den Fehlstart

Nicht außergalaktisch gut, aber mit aufsteigender Tendenz korrigierte Cosmos Wedel in Runde fünf den verpatzten Saisonstart in die Kreisliga-Saison nach Liga-Mannschaftsauflösung und Aufstieg der nun als erstes Team firmierenden Zweiten. Zuletzt daheim gegen die Reserve des SSV Rantzau 3:2 siegreich, klappte es am Sonntagnachmittag auch in Moorrege mit einem Dreier.
Passend zum eher niveauarmen Match, führte eine schwach vom MSV gelöste Pressingsituation zum 0:1 durch Thore Müller-Wiegand (15.).
Der Auftakt für eine hoch aktive Phase der Gäste, deren Lohn zunächst aber ausblieb. So verweigerte Claas Böttcher den Abschluss in eine der beiden angebotenen Ecken (19.), ehe es auch auf Abstoß-Einladung des Gegners nicht besser lief (25.).
Abhilfe schaffte da erneutes Chaos im MSV-Strafraum, das diesmal Kapitän Dominik Zink auf Vorarbeit Böttcher folgerichtig mit der Verdopplung bestrafte (45.).
Kurz zuvor hatte sich auf der anderen Seite Maximilian Seubert zweimal bei Standards angeschickt, auf pari pari zu stellen. Sein überraschend freier Kopfball flog vorbei (39.) – einen Abschluss im Sechzehner blockierte Till Nuppenau mit dem Fuß (42.).
Ebenso durch einen ruhenden Ball (Jayson Bielfeldts listigen Freistoß) erhielt auch Verteidiger Finn Cornils die Chance mit dem Oberstübchen. Die Kugel bekam der Spielführer jedoch nicht ideal gen Cosmos-Quader gelenkt (47.).
Das war´ aber auch schon wieder mit der Heim-Gefahr. Erst eine gute Viertelstunde vor dem Ende war es wieder Seubert, der aus zentraler Position ideal zum drüber gebolzten Versuch kam (74.). Der Anschlusstreffer hätte der ansonsten farblosen Partie sicher neues Leben eingehaucht. So blieb es allerdings beim Status Quo, den der Wedeler Malte Schönstedt aus ambitioniertem Winkel fast noch auf 0:3 erhöht hätte, wäre da nicht ein rettender Kopf vor der Linie aufgetaucht (81.).
Tabellarisch setzten sich die Cosmonauten damit im engen Mittelfeld der Kreisliga 01 damit erstmal vor den MSV auf Rang sieben. Der neue Neunte hat bereits am kommenden Wochenende die Chance, die erste Heimniederlage gegen TuS Borstel einen wichtigen Sieg zum Abstand auf die gefährliche Zone geradezubiegen.

Tore: 0:1 Müller-Wiegand (15.), 0:2 Zink (45. Böttcher)

gelbe Karten: Almaz, Franke – Kirste

Schiedsrichter: Arthur Erik Schreiber (SC Sternschanze, Note 2,5)

Zuschauer: 45

















Freitag, 23. August 2024

Spielbericht FC Elmshorn - SC Cosmos Wedel

Cosmonauten per Freistoß geknackt
Tief stehendes Schlusslicht kann FC Elmshorn nur 35 Minuten lang ärgern

Klar, der Schmerz des 2:3 im Derby gegen die SV Lieth vor zwei Wochen lässt sich bei der Bezirksliga-Elf des FC Elmshorn sicherlich nicht wegdiskutieren. Katapultieren sich die Ramskamp-Kicker am Ende der Weststaffel-Serie in die Landesliga, dürfte dies am Ende aber kein Thema mehr sein.
Einen Beitrag (genauer genommen den dritten der Saison) dazu leistete der nach dem Pokalfight unter der Woche gegen den Landesligisten Nikola Tesla (1:4 durch Gegentore ab der 60. Minute) verletzungsbedingt umgebauten FCE zum freitäglichen Kick-Off des vierten Spieltags gegen das punktlose Schlusslicht Cosmos Wedel.
Dieses lief im Vorfeld durchaus Gefahr, vergebens die B431 empor gefahren zu sein. Starke Regenfälle hatten den beiden Rasenplätzen im Stadtteil Hainholz ordentlich zugesetzt. Helfende Hände und eine Menge Sand bereiteten schließlich einen annehmbaren Rahmen einer einseitig geführten Partie.
Cosmos verzichtete im tief interpretierten 5-4-1-System auf eigenen Ballbesitz und verlegte sich auf kaum eintretende Entlastungsmomente.
Keine einfache Aufgabe für die Konterliebhaber in Weinrot, deren geduldiger Auftritt jedoch zu gefallen wusste. So wurde es prompt gefährlich, als Cosmos einmal etwas höher rückte dabei Ümit Karakaya den Platz für den Steckpass auf Dennis Altergott bekam. Schlussmann Maximilian Diekmann war bereits umspielt, doch der Winkel erwies sich als leicht zu spitz (25.).
Im Großen und Ganzen hielten die Cosmonauten ihren Laden jedoch hoch diszipliniert dich – bis sich der überlegene Gegner mit einer Standardsituation zu helfen wusste. Karakayas Freistoß war es, der in Minute 35 nur luftige Verteidigung erfuhr, sodass Osman Acar in der Mitte zu frei aus kurzer Distanz das ersehnte 1:0 besorgen konnte.
Cosmos war geknackt und das sollte noch vor dem Pausenpfiff erneut gelingen. Diesmal sezierte Erdonis Gashi die Gäste-Abwehr aus der Tiefe, um Altergott schräg vor dem Gehäuse die Verdopplung zu ebnen (43.). Über eine mögliche Abseitsposition des Torjägers brauchte indes nicht diskutiert werden; Moritz Otto hatte den richtigen Moment zum Rausrücken schlichtweg verpennt.
Ärgerlich für die Wedeler, die sich eine ordentliche Auswärtshalbzeit selbst vermasselten und auch noch Glück hatten, dass Sergen Sevinc nach Querlegen von Altergott aus vollem Lauf kläglich verzog (45.+2).
Gleich in der Startphase der zweiten Hälfte kreierten sie sich ihren „was wäre wenn-Moment“ des Abends, als Lasse Lohmann aus 20 Meter den Platz zum Rechtsschuss fand. Die Kugel flog links vorbei (50.) und passé war der einzige konstruktive Offensivmoment der sonst weiter auf Spielvermeidung eingestellten Gäste.
Vorzeitige Gewissheit, dass diese Herangehensweise heute nicht glücken sollte, brachte das 3:0, das der FCE über Ensar Polats linke Seite für den kompromisslos einhämmernden Gashi erspielte (69.).
Thema war  durch, doch einen hatten die Hausherren noch übrig, für ihren zahlreich erschienenen Anhang. Vor dem Kasten zwar vom eigenen Mann gestört, aber dennoch treffsicher stellte Kapitän Karakaya kurz vor Ende den 4:0-Endstand her (89.). Mission erfüllt!

Tore: 1:0 O. Acar (35. Karakaya), 2:0 Altergott (43. Gashi), 3:0 Gashi (69. Polat), 4:0 Karakaya (89.)

gelbe Karten: Polat, Sevinc – Stooß, Korniluk

Schiedsrichter: Kazim Yavuz

Zuschauer: 80

besonderes Vorkommnis: Die Partie wurde wegen der Präparierung des starkregendurchnässten Rasenplatzes mit einer Verspätung von 22 Minuten angestoßen.










Freitag, 14. Oktober 2022

Spielbericht FC Elmshorn - SC Cosmos Wedel

Dem Schock folgt der Befreiungsschlag 
Cosmos Wedel punktet nach Krankenwageneinsatz in Elmshorn 
 
Nicht selten hört oder liest man in der Sportjournalie vom „Knackpunkt“, einer Szene oder einem Umstand, der den Ausgang des Spiels entscheidend beeinflusste. 
Die Suche nach diesem im Freitagabendkick der Bezirksliga West zwischen dem FC Elmshorn und Cosmos Wedel führt in diesem Fall unweigerlich zur 19. Spielminute am verregneten Ramskamp: 
Die Gastgeber, bis dato etwas besser in der Partie, kassierten einen Ball des Gegners, den Ibrahim Malkoc in unmittelbarer Anwesenheit des Gegenspielers per Fallrückzieher zu klären gedachte. Nur erwischte die offene Sohle des Innenverteidigers dabei lediglich den Kopf des zum Ball gehenden Andreas Peuser. Zehn Minuten Behandlungspause für den benommen zum zügig anrückenden RTW begleiteten Peuser vergingen und die folgerichtige, erst durch Assistentenintervention gezeigte, rote Karte für Malkoc verdammte den FCE zur langwierigen Unterzahl. Da half auch das rührende Kümmern des (unbeabsichtigten) Unholds nichts. 
Und es kam noch dicker für die Kilic-Elf, parierte Schlussmann Alan Kado den fälligen Mühlich-Freistoß nicht ganz optimal vor die Schlappen des eingewechselten Lennart Wulf, der wiederum fußfein für den aufgerückten Viktor Terplan auflegte – das 0:1! 
Ausgerechnet Wulf, der laut eigener Aussage aus Verärgerung über die intern umstrittene Spielaufgabe der Vorwoche gegen das turmhoch überlegene TuS Osdorf II (Spielstand 0:7) eigentlich gar nicht auflaufen wollte, legte zur Führung auf, die ein berechtigter Abseitspfiff gegen den emsigen Sergen Sevinc auf der anderen Seite bewahrte (30.). 
Ebenso das Abschlusspech, das Sevinc und Co fortan zu verfolgen schien. Gegen Sevinc machte Gäste-Fänger Len Burmeister einen eigenen Fehlpass wieder wett (45.+3), ehe auch die aus dem folgenden Eckstoß entstandene Doppelchance (Lattenschuss Baris Öztürk), sowie eine weitere Sevinc-Gelegenheit – diesmal per Freistoß – ungenutzt blieb (45.+7). 
Ja, auch die Wedeler warteten in der rotationsgeplagten FCE-Defensive hin und wieder gefährlich auf – insbesondere wenn der umtriebige Felix Mühlich beteiligt war – doch auch im zweiten Durchgang blieben die Dezimierten zunächst das aktivere Team. 
Nachdem gute Kopfbälle der Herren Duman (55.) und Nitsch (57.) jedoch nicht das erhoffte Ausgleichstor einbrachten und die Kräfte auf dem zunehmend tiefer werdenden Naturrasen langsam dort schwanden, wo die Hektik in den Aktionen zunahm, rückte eher die Verdopplung des Cosmos-Vorsprungs in realistische Sphären. 
Ein Kontertor durch Joe Kehde verhinderte der klärende Ayhan Kado (59.); ein direktes Eckentor Mühlichs das Horizontalgestänge (60.) und zum krönenden Abschluss überwand der Kapitän frei vor dem Tor den Schlussmann nicht (79.). 
Im nächsten Anlauf war die Katze schließlich doch endlich im Sack der Cosmonauten, die sich über Leif-Thore Peters und dessen Umschalttor nach Ballgewinn Mühlich freuten (80.). 
Fünf Minuten hatte der Joker lediglich zur Vorentscheidung für das Vize-Schlusslicht von der Schulauer Straße benötigt. 
Zwei nicht gegebene Treffer wegen Abseits (86.) und Stürmerfoul (90.+4) waren da durchaus zu verschmerzen. Schließlich ist der Anschluss an das breit gefächerte Feld vor den Abstiegsplätzen, dem mit aktuell sechs Punkten Vorsprung auch der FC Elmshorn angehört, bis auf zwei Zähler hergestellt. 
 
FC Elmshorn: Al. Kado – Öztürk (85. Yaman), Malkoc, Acar, Nitsch – Yildirim, RevutskiyPoyaz, Ungermann (46. Ay. Kado), Sevinc (79. Krasniqi) – Duman, Trainer: Kadir Kilic 
 
SC Cosmos Wedel: Burmeister – Sattler, V. Terplan, Abing, ThonigKehde, Stooß (75. Peters) – Körbelin (72. Scholz), Nfonjwe, Peuser (27. Wulf) – Mühlich, Trainer: Chris Coskunmeric 
 
Tore: 0:1 V. Terplan (29. Wulf), 0:2 Peters (80. Mühlich) 
 
gelbe Karten: Ungermann – Körbelin, Kehde, Nfonjwe, Stooß 
 
rote Karte: Malkoc (19., rohes Spiel an Peuser) 
 
Schiedsrichter: Fatih Simsek (VfL Pinneberg, Note 2,5) 
 
Zuschauer: 45 
 
besonderes Vorkommnis: Die Partie wurde für die Behandlung des verletzten Peuser für zehn Minuten unterbrochen (19.).