Posts mit dem Label Holsatia im EMTV werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Holsatia im EMTV werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 16. August 2026

Spielbericht TSV Holm - Holsatia im EMTV

Kreisklasse-Alltag bewältigt
Zwischen den Pokal-Krachern: Holsatia startet Liga mit Auswärtssieg

Mal eben zwischen Pokal-Derby-Triumph und der zweiten Runde gegen den Landesligisten SV Rugenbergen die Sinne für die Kreisklasse schärfen? Was vielleicht im jugendlichen Leichtsinn unterlaufen kann, wusste Holsatias neue Ligamannschaft zum Auftakt der Kreisklasse 08 auf jeden Fall zu vermeiden.
Auswärts beim Kreisligaabsteiger in Holm war es nämlich ein weitgehend überlegener Auftritt, den auch das frühe Ausscheiden von Kapitän Luca Joneleit (10.) nicht trüben konnte. Das erste Tor hierbei sogar schon in Minute vier, doch korrekterweise erkannte Schiedsrichter Ridha Gabsi, dass Marques Schwarz beim Abstauber eines Jändling-Pfostenschusses ein Stückchen zu weit vorne stand.
Vollkommen ausgeschlossen sind dagegen Abseitspositionen beim Eckball, sodass das Regelbuch ebenso wenig gegen Deniz Yörüks Kopfballtor im Fünfer einzuwenden hatte, wie der staunende Gegner (19.)…
Plötzlich aber glich dieser drüben aus, nachdem Nico da Ros von Schlussmann Luca Goike zu Fall gebracht wurde und das fällige Duell vom Punkt im Nachsetzen gewann. Für Goike blieb der Eintrag eines abgewehrten Strafstoßes somit nur eine Randbemerkung (22.).
An der Spielstatik änderte sich dagegen nicht viel, bekamen die Elmshorner ihre Spielanteile immer dann konstruktiv ins vordere Drittel, wenn sie es einmal mit Tempo in die Tiefe schafften. So zum Beispiel bei einer guten Chance, die TSV-Fänger Per Ole Roth gegen Schwarz entschärfte (33.).
Im Kollektiv patzte der TSV aber gute zehn Minuten später, als Florian Kiehn und Markus Pidde die Kugel im Aufbau über rechts verstolperten und Kilian Jändling mit dem stibitzten Rund davonstiefelte, um es trotz Freunden in Rückraum ins offene kurze Eck zu dreschen (42.).
Apropos Dresche: diese kassierten die Holmer auch kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal, weil es ihnen abermals nicht gelang, Holsatias Tiefentempo zu verteidigen und Roths gutes Abtauchen gegen Jändling letztlich doch nur der Service für Erik Johännings 1:3-Abstauber bedeutete (45.+6). Verhaltene Abseitsproteste, doch vermutlich hatte Pidde beim halben Purzelbaum durch den eigenen Sechzehner die gleiche Höhe gehalten…
Absolut nicht zu halten war dagegen der entfesselte Jändling, den auch diverse Wadenbeißer auf dem Weg zu Grundlinie nicht aufzuhalten vermochten. Immerhin hielt Roth diesmal die kurze Ecke dicht, doch weil ihn mit Torben Mentz der eigene Mann unfreiwillig als Bande nutzte, flipperte das Ding genau vor Jan Dieckhoffs einschussbereiten Puschen (53.).
Immerhin – und das war den Hausherren freilich anzurechnen – arbeiteten sie fortan munter an der Verkürzung, sodass Goike am Boden gegen Simon Repennings Schuss (56.), als sauberer Grätschmeister im Duell mit Luca Drees (61.) und im Übergreifen zur Neutralisierung einer Flugaufgabe durch Drees (64.) aufbringen musste.
Dass da Ros wieder von der Strafstoßmarke aus eine regelwidrige Strafraumrutschpartie mit dem 2:4 quittierte, kam daher etwas später auch nicht von ungefähr (81.).
Die Botschaft, den Motor für die Schlussphase zurück auf höhere Drehzahl zu bringen, kam bei den Krückaustädtern jedenfalls zügig an. Zahlreiche Chancen und noch mehr Eckbälle pflasterten die letzten Meter auf dem Weg zum ersten Herren-Liga-Dreier. Den klaren Pfad ins Torwart-Eck fand jedoch einzig Nick Schneiders Freistoß, nahe der Strafraumbegrenzung (86.).
Verdient gewonnen, einige Tore gemacht, aber trotzdem noch Luft nach oben: der Staffelfavorit grüßt erstmal von Rang zwei (hinter dem 10:0 bei Cosmos Wedel II siegreichen Tangstedter SV) und darf sich jetzt auf die große Pokalbühne am kommenden Dienstag freuen.

Tore: 0:1 Yörük (19. Schneider), 1:1 da Ros (22., Strafstoßnachschuss, Goike an da Ros), 1:2 Jändling (42.), 1:3 Johänning (45.+6 Jändling), 1:4 Dieckhoff (53. Jändling), 2:4 da Ros (81., Strafstoßtor), 2:5 Schneider (86., direkter Freistoß

gelbe Karten: Schierenbeck, Heimann – Goike, Kummert

Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)

Zuschauer:70

Besonderes Vorkommnis: da Ros scheitert mit Strafstoß an Goike (22., Goike an da Ros).








Samstag, 8. August 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV - SV Lieth

Holsatias Reifeprüfung
Junge Wilde überrennen den Rivalen und machen hinten dicht

Kreisklasse gegen Kreisliga – was sich für Außenstehende wie die Prophezeiung eines unansehnlichen Gestolperes liest, elektrisierte die Fußballszene Elmshorns für einen (Lotto-)Pokaltag, der die Rivalität zwischen Holsatia und der SV Lieth um ein kurioses Kapitel erweitern sollte. Mit 4:2 spülte der Klassenniedrigere, der aber spielerisch keiner ist, den Bezirksligaabsteiger von seinem üppig mit Fans und Schaulustigen gesäumten Walther-Poser-Platz!
Begonnen hatte das Lokalduell um den Zweitrundeneinzug allerdings überhaupt nicht nach Plan der jungen Wilden, von denen die meisten Blau-weiß-schwarz im Vorjahr in der U19-Oberliga repräsentierten. Über rechts spielte Lukas Brant seine Dynamik zur Hereingabe aus, in die Verteidiger Jan Dieckhoff wie ein ungebremster Güterzug zum Eigentor geriet (6.).
Mit dem Tempo eines ICEs reagierte Holsatia jedoch genau richtig, indem Ben Kellner eine Fackel aus 20 Metern ausgleichend einschlagen ließ (10.). Im Mai noch als „Liether Löwe“ mit in die Kreisliga relegiert, zahlte sich der Transfer ins Team des Brüderchens schon jetzt vollends aus, zumal die Hausherren just nachlegten, als der agile Nick Schneider beim Torschuss abfälschende Hilfe durch Julien Duffke vorfand und die Partie damit binnen zwei Spielminuten gedreht war (11.).
Der Elf von Thorben Pingel, der letzten Sommer im Groll bei Holsatia ausgeschieden war und durch die folgende Umsiedlung seiner Kader von erster und zweiter Herren nach Klein Nordende eine Stunde Null für den Männerturnverein einläutete, ging das alles viel zu schnell.
So auch Schneiders nächste Tempoaktion über links, mitsamt langer Flanke auf Niklas Viera Gerkens. Die Demütigung eines zweiten Gegentors durch einen Sommerabgang blieb Rot-schwarz hier immerhin erspart (18.)…
Da legten sie sich das dritte Ding lieber selbst ins Nest, ballerten sich die Herren Duffke und Rudek im Strafraum gegenseitig ab. Eine Slapstickeinlage zwischen Schadenfreude und Bestürzung (26.). 3:1.
Auch nicht viel seriöser verkaufte sich Lieths Defensivverbund bei einem weiten Schlag von Holsatia-Fänger Luca Goike, störten sich zwei Mann gegen den clever weiterleitenden Marques Schwarz gegenseitig, sodass Kilian Jändling gar auf 4:1 erhöhen durfte (40.). Und sogar ein fünfter Treffer lag noch vor dem kühlenden Pausengetränk in der Luft, als Kapitän Luca Joneleit aus der zweiten Reihe knapp zu hoch abdrückte (45.). Holsatia wie im Rausch; Glück im Unglück dagegen für die weitgehend überforderte SVL, der die Hereinnahmen der physisch präsenten Joel Tündermann und Kilian Weers zum zweiten Abschnitt ebenso guttaten, wie B. Kellners hartes Einsteigen gegen Christian Kuhlmann, für das Schiedsrichter Andreas Voß (VfL Pinneberg) kurzerhand per roter Karte für eine grundveränderte Spielstatik sorgte (47.).
Der Kreisklassist von da an nämlich tief hinten drin, verzichtete fortan auf Ballbesitz, während die Spielvereinigung ihre Druckphase mit einem strammen Weers-Geschoss unterstrich. Goike fischte das Leder allerdings phantastisch aus dem Winkel (51.), ehe er auch bei einer Doppelchance für Max Schulz und Jan Schiebuhr seine Finger rettend ins Geschehen brachte (53.).
Den Liethern lief damit so langsam die Zeit davon. Drei Tore waren trotz der Überzahl schon eine Menge Holz. Erst 20 Minuten vor dem Ende machte Schulz mit seiner Qualität im (Ab-)Zug nach innen weiteren Boden gut. Das flache 4:2 am Ende aber doch nur noch Ergebniskosmetik, weil der folgerichtig eingewechselte Florian Ballner mit links verfehlte (83.) und Goike einen Kuhlmann-Freistoß fachgerecht ins Tor-Aus lenkte (85.). Ansonsten verteidigten die zehn Holsaten ihren Laden trotz (zu) wenig Entlastung mit Köpfchen und Leidenschaft. Der Zweitrundeneinzug daher in Summe auch verdient. Ein Festtag, wie man ihn in Stimmung und Zuschauerzuspruch schon lange nicht mehr an der Wilhelmshöhe erlebt hat. Wer auch immer als Gegner für Runde zwei in anderthalb Wochen zugelost wird: Diese spielstarke, begeisterungsfähige – und nun auch stresserprobte – Truppe muss man erstmal schlagen!

Holsatia im EMTV: Goike – Dieckhoff, Yörük, Hodorff (88. T. Kellner), Schneider – Viera Gerkens (46. Hinterthaner), B. Kellner, Bjane, Joneleit – Jändling (76. Öncan), Schwarz (88. Kummert), Trainer: Bent Vieth

SV Lieth: D: Diedrigkeit – Duffke (70. Ballner), F. Rudek (46. Tündermann), M. Schuchhardt, Dickenhausen (46. K. Weers) – Boelter (70. Schröder), Busse (79. Hajdari) – Brant, Kuhlmann, Max Schulz – Schiebuhr, Trainer: Thorben Pingel

Tore: 0:1 Dieckhoff (6., Eigentor, Brant), 1:1 B. Kellner (10.), 2:1 Schneider (11.), 3:1 Duffke (26., Eigentor), 4:1 Jändling (40., Schwarz), 4:2 Max Schulz (70.)

gelbe Karten: Joneleit, Schneider, Kummert, Bjane – Schröder, D. Diedrigkeit

rote Karte: B. Kellner (47., grobes Foulspiel an Kuhlmann)

Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 220










Mittwoch, 5. August 2026

Spielbericht TSV Sparrieshoop - Holsatia im EMTV

Realistische Pflichtspielsimulation
Starker TSV Sparrieshoop zeigt Holsatia im Test die Grenzen auf

Das Test-Derby vor dem Pokal-Knaller gegen die SV Lieth. Die große Generalprobe für die neue, juvenile Ligamannschaft Holsatia Elmshorns; sie ist beim stark einzuschätzenden Kreisligisten in Sparrieshoop ein Stück weit misslungen. Leistungsgerecht musste sich die Elf in Schleswig-Holsteins Landesfarben eine 1:3-Schlappe beim Nachbarn aus der nächstgelegenen Gemeinde einstecken.
Angedeutet hatte sich dies bereits im ersten Abschnitt, den die ebenfalls noch recht jung besetzten Platzherren vorwiegend mit der Suche nach der Tiefe verbrachten. Mit Joel Broyer (neu aus Tornesch) sicherte man sich im Vorfeld auch den entsprechend umsichtigen Ballverteiler im Zentrum, von wo auch der schöne Pass auf Fisnik Kelmendi (vom FC Elmshorn II) ausging. Der Heber über den Torwart hier die richtige Idee; die Umsetzung aber ein kleines Stück zu hoch geraten (19.).
Nur Sekunden zuvor war es vor Holsatias Kasten gar noch enger geworden, als Syed Ahmed eine Diedrigkeit-Eingabe im Fünfmeterraum ans Alu grätschte. Da war freilich mehr drin!
Eine Bewertung, die auch auf den nächsten TSV-Anlauf passte. Nun erlief sich Ole Krupski die Kugel clever, um im Eins-gegen-Eins mit Gäste-Fänger Luca Goike jedoch den Kürzeren zu ziehen (21.).
Abseits der ausbaufähigen Offensivausbeute der Herren in weiß und schwarz machte der Kick vor allem durch stabile Intensität – gerne auch in (unnötig) hohen Dosen – von sich reden. Realistische Pflichtspielsimulation statt dröges Freundschaftsspielgeplänkel Die zahlreichen Schaulustigen an den Spielfeldrändern freute es!
Nur mit den Toren brauchte es Geduld bis nach dem Seitentausch, dessen Vollzug noch keine zwei Minuten alt war, da erkannte Finn Möller Ahmads schönen Weg auf links, der neben zwei ausgespielten Holsaten auch das passende Querspiel auf Lenn Pankraz einleitete. Und dass Pankraz Fußballballett mit präzisen Linksschüssen kombinieren kann, muss an der herausragenden Jugendarbeit im einstigen 2005er-Jahrgang am Rosengarten liegen (47.).
Doch auch das schnöde Standard-Handwerk gehört zum Repertoire des TSV Sparrieshoop, wie ein exakter Ahmad-Eckstoß auf das heranrauschende Haupt von Leon Diedrigkeit bewies – das 2:0 in die lange, unbewachte, Ecke (58.)!
Und Holsatia? Kam durch Kilian Jändlings abgefälschten Versuch zumindest zu der Idee einer Torchance (60.), ehe es über Bartu Öncan und Nick Schneider einmal zackig über die linke Schiene ging, Marques Schwarz in der Mitte aber fast gänzlich verpasste (62.).
Ausgerechnet in diese verbesserte Phase hoppelte ein Schlag von ganz hinten zu Pankraz durch, sodass dieser unaufhaltsam gen 3:0 die rechte Linie rauf rasen konnte (78.). Der Legende nach grätscht ihm zur Stunde immer noch ein Gegenspieler hinterher…
Dass Luca Joneleit fünf Minuten vor dem Ende eine Kerze Milot Bashotajs bei einem Freistoß von rechts noch zum Ehrentreffer über den Kreidestreifen drückte, konnte man getrost unter der Rubrik „Trostpflaster“ verbuchen.

Tore: 1:0 Pankraz (47. Ahmad), 2:0 L. Diedrigkeit (58. Ahmad), 3:0 Pankraz (78.), 3:1 Joneleit (86. Schneider)

gelbe Karten: keine – Yörük, Kummert

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 90














Sonntag, 10. Mai 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV - Gencler Birligi Elmshorn

Von Derbysiegern zu TBS-Supportern
Elmshorn-Derby gewonnen: nun hofft Gencler auf Schützenhilfe

Holt Gencler Birligi am Ende doch noch die Meisterschaft? Mit dem Ausbau der Serie von acht Partien ohne Niederlage (sieben Siege) auf deren neun schob sich die Elf aus dem Krückaupark vor dem Saisonfinale der Kreisklasse 01 erstmal auf Rang eins.
Gegen Schlusslicht Holsatia im Elmshorn-Derby heuer letztlich keine große Kunst, brachte der Favorit seine spielerische Überlegenheit sofort auf den großen Rasen an der Wilhelmshöhe.
Das frühe 0:1, bei dem Nidal Topal erstmal zwei Mann aussteigen ließ, um Nihat Meric in der Mitte zu bedienen, galt daher als logische Folge (9.).
Weiter ging´s mit eher Umstrittenem, denn tendenziell räumte Spielertrainer Christian Neubauer den nicht anders aufzuhaltenden Topal ein gutes Stück VOR dem Sechzehner aus den Schuhen. Schiri Dennis Klein (Tangstedter SV), der sonst als höchst kommunikativer Spielleiter gefiel, erkannte jedoch auf Strafstoß, welchen Meric sicher zur Verdopplung setzte (23.).
In der Folge ging außer einem Hisarkaya-Abseitstor (28.) erstmal nichts Relevantes in die Spielchronik ein. Gencler hatte es sich auf dem Vorsprung etwas gemütlich gemacht, während Holsatia dagegen Pech hatte, dass Niklas Janaceks Kopfball nach schöner Khalaf-Flanke (wohl) noch knapp vor der Linie gefangen wurde (29.).
Konkretes sollte es dafür nach der Pause zuhauf geben. Mittendrin Genclers Joker Maseh Hashimi, der einen schönen Konter per Abstauber auf dem zweiten Bildungsweg zum 0:3 vollendete (51.) und seinen Doppelpack im Umkurven von Holle-Schlussmann Pieth Kruse schnürte (59.).
In der Zwischenzeit demonstrierten seine Farben allerdings vermehrten Leichtsinn, der sich durch zu viel Ballverliebtheit vorne und mangelnde Rückwärtsbewegung hinten prompt im Gegentor rächte (54.). Fabijan Kober hatte letztlich keine Mühe, nachdem auch noch Genclers Tormann weit vor der Kiste über Majd Alasaads langen Ball säbelte.
Ein Plot, der sich kurz vor dem Ende tatsächlich in ähnlicher Form wiederholen sollte, als Alasaad wieder lang auf Kober in den Rücken des nicht wirklich verteidigungswilligen Gegners eröffnete (87.). Da darf man auch ruhig mal jubeln – zumal das personell dünn besetzte Schlusslicht hier in bereits halbstündiger Unterzahl traf. Der vorverwarnte Neubauer war für eine Grätsche gegen den schnelleren Topal früh im zweiten Abschnitt per Ampel des Feldes verwiesen worden (55.).
Der Kreisligaaspirant verausgabte sich in der Maisonne nicht über Gebühr, traf aber immerhin noch dreimal durch Meric als Nutznießer eines abermaligen Topal-Solos (84.), Umit Özdemir per Lupfer (87.) und im Rahmen eines langen Abstoßes, der Özdemir lang schickte, durch den quer angespielten Cemal Hisarkaya (90.+2) zum Endstand von 2:7.
Die zweimaligen Sieger dieses Derbys thronen damit einstweilen wieder auf dem Spitzenplatz der Staffel. Doof nur: es war der letzte Auftritt in 2025/2026, wohingegen sich der verdrängte TSV Seestermüher Marsch noch einmal wehren darf. Das befreundete Team von TBS Pinneberg II wird als finaler des TSV nun also für Schützenhilfe unter türkischen Clubs benötigt. Die Pinneberger, bei Sieg selbst noch mit der Chance auf Platz drei, hätten die Meisterschaft bereits mit einem Remis pro Gencler entschieden. Der Aufstieg in die Kreisliga ist Meric und Co derweil bereits sicher, da nach den Gesetzen der Mathematik alle Zweitplatzierten hochgehen und der Dritte aus Heidgraben das Staffelfinale ebenfalls auf der Couch erlebt.

Tore: 0:1 Meric (9.
Topal), 0:2 Meric (23., Strafstoßtor, Neubauer an Topal), 0:3 Hashimi (51. Meric), 1:3 Kober (54. Alasaad), 1:4 Hashimi (59. Hassanzadeh), 1:5 Meric (84. Topal), 1:6 Özdemir (87.), 2:6 Kober (88. Alasaad), 2:7 Hisarkaya (90.+2, Özdemir)

gelb-rote Karte: Neubauer (Holsatia im EMTV, 55., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Dennis Klein (Tangstedter SV)

Zuschauer: 30



Sonntag, 12. April 2026

Spielbericht TV Haseldorf II - Holsatia im EMTV

Vorentscheidung gegen die rote Laterne?
Erster Heimsieg der Saison: „Schrottico“ geht wieder an die Büffelherde

Ein halbes Jahr ist es her, dass die Reserve des TV Haseldorf doch spürbar erleichtert den 6:2-Auswärtserfolg bei der damals (noch) punktlosen Elf von Holsatia Elmshorn einfuhr. Nicht einen einzigen Punktgewinn durfte die Büffelherde seither feucht-fröhlich bejubeln – bis heute!
Denn kaum erblickten die Schloßpark-Kicker Männer aus Elmshorn in blau-weiß-rot, lief es wieder wie geschnitten Brot.
Denn kaum hatte die Kontrahage der punktgleichen Schlusslichter begonnen, waren die Hausherren aktiver bei der Sache. Nur der zwingende Abschluss gehörte erstmal (noch) nicht auf die Speisekarte.
Apropos Karte: nur knapp war Holsatia nach gut einem Viertel der Spielzeit einem Platzverweis entgangen, räumte Elias Khalaf den pfeilschnellen Phil Mohrdieck im Duell der Leihgaben – Herren-Bezirksliga gegen U19-Oberliga durchaus notbremsenverdächtig ab. Schiedsrichter Torben Steenfatt beließ es bei der Verwarnung – Glück gehabt! Galt aus Gäste-Sicht auch für Mohrdiecks Linksschuss, der nur hauchdünn am Torwart-Eck vorbei sauste (29.).
Und wie der Fußball nun mal so spielt, landete Holsatias erster echter Abschluss flugs im Kasten, als Halil Sinecek einen dritten Ball nach Ecke von rechts aus dem Rückraum versenkte (31.). Ein Schuss, den Manuel Neuer wahrscheinlich gehabt hätte…
Doch auch ohne einen mehrmaligen Welttorhüter zwischen den Pfosten bekam der TVH das Ding gebogen. Als Initialzündung fungierte dabei Finn Wichmanns beherztes Solo mit ebensolchem Abdruck aus der Distanz (41.). Goalie Pieth Kruse noch dran, aber das reichte nicht – 1:1!
Dank Mohrdiecks langer Hereingabe von rechts und dem kontrollierten Rechtsschuss, den der richtig eingerückte Mahziyar Sabzipour flach einlochte, war sogar noch vor dem Halbzeitpfiff der nicht unverdiente Führungstausch gelungen (45.+1).
Holsatia, mit diesem Spielstand auf dem alleinigen Rücksitz der Kreisklasse 01, bemühte sich im zweiten Abschnitt um Besserung, musste sich aber erstmal bei Kruse und dessen Fußabwehr (71.) bedanken, dass der dritte Gegentreffer hier ebenso nicht fiel, wie bei einem hohen Ding, das von linksaußen im hohen Bogen auf die Latte plumpste (74.).
Nur Augenblicke danach dann aber doch das 3:1, weil wieder Mohrdieck trotz Fußkontakt von Gegenspieler Shawn Patschan auf den Beinen blieb und zentral mit links ins rechte Tief-Eck abzog (75.).
Eine weitere Hiobsbotschaft traf die Krückaustädter in personeller Form. Zwar schlug sich David Posts rote Karte wegen der ungebührlichen Ansprache eines Gegenspielers zwar nicht in der Spieleranzahl nieder (der Sünder war bereits ausgewechselt), doch Sportgerichtssperre und Strafgeld winken nun in der kommenden Verhandlungswoche…
Die übrigen Kollegen bastelten derweil fleißig am Anschlusstreffer. Vor allem der eingewechselte Ryan Hinterthaner brachte mit seiner Symbiose aus Technik und Robustheit neue Perspektiven ins Spiel. Doch auch der A-Jugendliche vermochte es nicht, seine Farben ins Spiel zurückzuschießen (81.).
Ein Unterfangen, das auch Kollege Jasper Löw nicht gelang; weder als diagonaler Vorbereiter für Fabijan Kober (83.), noch als direkter Freistoßschütze (90.+3).
Ein gebrauchter Tag für die zuletzt definitiv verbesserten Holsaten, denen durch diese Niederlage wohl der letzte Platz im Endklassement blühen wird. Vielleicht aber halten die verbliebenen vier Partien aber noch den einen oder anderen Überraschungspunktgewinn bereit.
So haben sie eben alle ihre kleinen und großen Wettbewerbe…

Tore: 0:1 Sinecek (31.), 1:1 Wichmann (41.), 2:1 Sabzipour (45. Mohrdieck), 3:1 Mohrdieck (75.)

rote Karte: Post (Holsatia, als bereits ausgewechselter Spieler, 77., Beleidigung)

Schiedsrichter: Torben Steenfatt (SV Hörnerkirchen)

Zuschauer: 45


Dienstag, 25. November 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - TSV Seestermüher Marsch

Der Fluch der guten Tat
Erst Strafstoß-Verzicht, dann Führung verspielt: Holsatia verpasst Überraschung

79 Minuten lang voll auf Sieg-Prämieren-Kurs gewesen und am Ende trotzdem nur mit einem Remis aus dem Match gegangen. Erstmals seit dem Personalcrash im vergangenen Sommer und dem Verlust der beiden ersten Herrenmannschaften an die SV Lieth griff Holsatia Elmshorn wieder konkret nach einem Dreier.
Im vorgezogenen Dienstagabend-Match gegen den TSV Seestermühe, dem bei erfolgreicher Gestaltung seiner Nachholspielspiele ein Platz in der Spitzengruppe der Kreisklasse 1 winkt, versteckten sich die durch einige A-Jugend-Oberligaverstärkungen gepimpten Hausherren nicht. Samir Ehrenberg abgefälscht an die Latte, untermauerte früh, dass die niederlagengeplagten Holsaten heute mehr vorhatten, als den Sparringspartner zu geben (7.). Vor allem, weil in den Nachwehen des direkt folgenden Eckballs Ryan Hinterthaner eine echte Fackel aus der zweiten Reihe linksunten im Kasten des chancenlosen Brian Averhoff unterbrachte.
Die Gestreiften also vorne, während der TSV nur schwer in die Gänge kam. Lukas Rollauers ergebnislose Mischung aus Torschuss und Querpass (15.) verdeutlichte die ausbaufähige Spielhaltung der Gäste, die in Minute 37 nur der Abseitspfiff vor einem doppelt so hohen Halbzeitrückstand bewahrte.
Ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Schippmann-Elf war dagegen der Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Erol Sayan (SSV Rantzau), nachdem Matthias Stubben im eigenen Sechzehner gegen Holles Marques Schwarz per Grätsche zu Werke ging (54.). Nach längerem, eindringlichen Dialog mit dem ehrlichen Schwarz folgte jedoch die Korrektur vom Mann im Retro-Trikot: Ball gespielt von Stubben und Abstoß TSV Seestermühe! So sammelt man Karma-Punkte, Herr Schwarz!
Und was gab es zur Belohnung? Den Ausgleichstreffer… Nach Flanke von rechts konnte Holsatia-Fänger Sascha Minke Danny Hinz´ Versuch nur prallen lassen, sodass der völlig aus den Augen verlorene Ömer Dogan frech zum 1:1 abstaubte (60.).
Die Elmshorner ließen sich davon allerdings kaum beirren, agierten weiter couragiert und holten sich den Vorspung tatsächlich per Standard zurück, als Tarik Bjanes Freistoß lang und länger von links ins seestermüher Tor rutschte (68.).
Noch besser wurde es kurz darauf. Zwar verzog der auffällige Hinterthaner aus zentraler Position (71.), um im nächsten Anlauf auf Schwarz-Zuspiel alles richtig zu machen – 3:1 (74.)!
Die Geschichte des gerupften Tabellenletzten, der trotz Robin Hood im Gewand der Nummer 9 die eigene Horror-Serie von nur einem Remis bei 13 Pflichtspielen (zwölf) Niederlagen schien ihren Lauf zu nehmen, doch dann schickte der eingewechselte Efe Zengin den Kollegen Dogan diagonal in den richtigen Raum für das verkürzende 3:2 (79.), ehe auf Zengins Ecke D. Hinz entschieden zu frei im Fünfer per Kopf auf 3:3 stellte (82.).
Enttäuschung bei Schwarz und Co, die diesmal nicht mehr die Körner zum großen Rückschlag hatten. Stattdessen drohte bei einem Flipperspiel im Anschluss an Stubbens Freistoß gar der gerechterweise nicht gefallene Dolchstoß zum 3:4 (85.).
Während die Jungs in den schwarzen Jerseys die total-Blamage gerade noch so abwenden konnten und immerhin nur zwei Zähler für den Aufstiegskampf verloren, brachte Holsatia nicht nur den zweiten Zähler der Spielzeit auf die Habenseite, sondern versicherte sich auch, dass mit der kommenden Generation aus dem 2007er-Jahrgang durchaus etwas gehen kann.

Tore: 1:0 Hinterthaner (7.), 1:1 Dogan (60. D. Hinz), 2:1 Bjane (68., direkter Freistoß), 3:1 Hinterthaner (74. Schwarz), 3:2 Dogan (79. Zengin), 3:3 D. Hinz (82. Zengin)

gelbe Karten: keine – Zengin

Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV Rantzau)

Zuschauer: 15



Sonntag, 19. Oktober 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - TV Haseldorf II

Bezirksliga-Expertise gegen die rote Laterne
KK01: Gepimpte TVH-Reserve walzt hilflose Holsaten mit 6:2 nieder

Entgegen gesetzte Gefühlslagen an der Wilhelmshöhe. Jubel, Trubel, Heiterkeit bei der Reserve des TV Haseldorf, während sich die abermals unterlegene Elf von Holsatia Elmshorn in lautstarken Diskussionen untereinander übte. Kein Wunder, war der punktlose Tabellenletzte auch gegen den Vorletzten aus der Marsch klar mit 2:6 unter die Räder gekommen.
Im „Schrottico“ der Kreisklasse 01 gewannen die Haseldorfer früh die Zweikampfhoheit, die sich in Form des 1:0 auch rasch auszahlen sollte. Chrysanth-Brix Hermann auf rechts mit Ballgewinn und Querpass – Lukas Wilhelm einsam in der Mitte eiskalt: 0:1 (4.)!
Die Holsaten, die nach dem Eklat um Liga-Trainer Thorben Pingel, Ende letzter Saison, und der folgenden Massen-Abwanderung zur SV Lieth von der Dritten- zur Ligamannschaft avancierten, bemühten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine Antwort, die jedoch nur zu Schüssen von Samir Ehrenberg (9.) und Majd Alasaad (15.) in die Arme des Torwarts, sowie zu einem Freistoß-Field-Goal Alasaads (14.) führten.   
Deutlich zwingender gestalteten es die Gäste, die es mit Casper Daleckis Linksschuss (vorbei, 13.) und Wilhelms Konterchance auf Rose-Abspiel (26.) probierten.
Wenig später funktionierte letztere Kombination in etwas abgeänderter Weise. Lars Rose erspähte den gestarteten Michael Hasse, dessen Zuspiel von der Grundlinie Wilhelm schließlich aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (28.).
Es lief nach Plan, für die Jungs von der Kamperrege, die heuer mit einiger Bezirksliga-Expertise (u.a. Rose, C. Dalecki, Wichmann, N. Lüchau) angereist waren! Doch plötzlich geriet die „Büffelherde“ in arge Not, als Alek Dupke ungestört nach rechts eröffnen konnte, Dominik Grunau die Linie längs marschierte und Ehrenberg im Dickicht des Strafraums auf 1:2 verkürzte (42.).
Doch damit nicht genug, glich Blau-weiß-rot quasi mit dem Pausenpfiff per Ecke sogar aus. Ehrenbergs Ecke köpfte Erick Ziljaev offenbar so tückisch auf das Gehäuse, dass Goalie Harald Ehlers das Leder nicht mehr fachgerecht zu entschärfen wusste – 2:2 (45.+3)!
Dem euphorischen Heim-Jubel folgte nach der jedoch die große Ernüchterung, erlangten die Haseldorfer nach dem Seitenwechsel wieder mehr und mehr die Griffigkeit zurück und holte ihnen Roses wuchtiges Distanzkönnen die nicht unumstrittene Führung zurück (68.). Holle kritisierte nämlich eine etwas sprunghaft gegen sie verhängte Einwurfentscheidung im Entstehungsprozess des 2:3…
Mit einer Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2-System sollte der Bock in der Schlussviertelstunde wieder umgestoßen werden, doch Holsatias Plan durchkreuzte nur Sekunden nach den personellen und taktischen Umbauarbeiten ein viel zu einfach zugelassenes viertes Gegentor, bei dem Kapitän Mirco Bülow Ruhe und Übersicht für Rose walten ließ, sodass der 31-Jährige aus durchaus spannendem Winkel die 2:4-Vorentscheidung besorgte (77.).
Obendrauf kamen noch das selbst per Fehlpass eingeleitete 2:5 durch Bennet Essig, im Doppelpass mit Rose (80.), sowie das Tor zum halben Dutzend durch Finn Wichmanns Kopfstoß im unbewachten Ecken-Luftraum (82.).
Dass Hasse (Außenpfosten, 84.) und der wiedereingewechselte Claas Mohr (per Kopfball an Maik Paasch gescheitert, 90.+2) das Resultat noch weiter hätten nach oben schrauben können, blieb am Ende nur eine Randnotiz.
Ebenso, wie Shawn Patschans Abschluss aus dem Lauf heraus, der auf der anderen Seite Linderung für das Leid des damit weiter punktlosen Tabellenletzten aus der Krückaustadt verpasste (90.+5).
Nach neun Spielen und 8:58 Toren in der untersten Spielklasse lässt sich – von außen betrachtet – bereits Sinnfrage über den Herren-Spielbetrieb beim Traditionsverein stellen. In Haseldorf, wo die dritte Halbzeit eh die sportlichen Ambitionen in den Schatten stellt, stellt Rang 13 mit zwei Saisonsiegen das Erwartbare da. Am kommenden Freitag kommt die sportlich etwas inkonstante Zweitvertretung des TSV Heist zum Nachbarschaftsduell ins Schloßparkstadion.  

Tore: 0:1 Wilhelm (4. C. Hermann), 0:2 Wilhelm (27. Hasse), 1:2 Ehrenberg (42. Grunau), 2:2 Ehlers (45.+3, Eigentor, Ziljaev), 2:3 Rose (68.), 2:4 Rose (77. Bülow), 2:5 Essig (80. Rose), 2:6 Wichmann (82. Wilhelm)

gelbe Karten: Ehrenberg - keine

Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)

Zuschauer: 25

Glänzte nicht nur als starker Zweikämpfer: Lars Rose (l.)










Sonntag, 9. Februar 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - Moorreger SV

Per Elfer in der Nachspielzeit
Strafstoß-Drama in der Extra-Zeit: Holsatia gewinnt glücklich

Entsetzen in der Nachspielzeit! Ein Strafstoßpfiff – ein höchst strittiger – entschied das Nachholspiel zum Jahresstart 2025 der Kreisliga 1 bei Holsatia Elmshorn.
Auf dem Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes deutete anfangs noch nichts auf eine dramatische Auseinandersetzung zwischen der durchaus ambitionierten Holle-Elf und dem eher unten angesiedelten Moorreger SV hin.
Beide Teams verbrachten den Winter ohne Testspiele; Holsatia trainierte mit schwacher Beteiligung – der MSV nur ein einziges Mal draußen auf kritischem Geläuf. Und exakt so gestaltete sich ein wenig ansehnlicher Kick, der erst mit Starthilfe vom Strafstoßpunkt ins Rollen kam. Übereifrig war Jannis Franke, heute im vollständigen Doppeleinsatz für Liga und Reserve, Saad Baloosh in die Parade gefahren, sodass Daniel Grams mit etwas eigenwilligem Anlauf aus elf Metern zur Führung traf (36.).
Alles gut, für den Aufstiegskandidaten, trotz wenig ansprechender Vorstellung – bis auch die Moorreger ihre erste Torchance per Standard just nutzten. In ihrem Fall schlug Kapitän Sam Holz einen Freistoß von rechts hoch rein, ehe Jayson Bielfeldt gekonnt den Wandspieler für Leon Prange und dessen zentralen Abzug mit rechts gab (45.+3).
Im Stile einer perfekten Auswärtsmannschaft drehte der Tabellenzwölfte die Lage sogar in eine eigene Führung, als eine lange Eröffnung durch Innenverteidiger Lasse Hatje punktgenau J. Bielfeldt erreichte und dieser mit einer Körpertäuschung und einem präzisen Abschluss in die kurze Ecke das 1:2 besorgte (52.).
Der Elf, die mit einem Dreier so richtig in die Spitzen-Phalanx vorstoßen konnte, fiel dagegen wenig Konstruktives ein. Albert Revutskiy schoss aus 20 Metern ein überhastetes Field Goal (60.), während sich Semih Zeybekoglu ein Frust-Ticket fürs Ballwegschlagen abholte (63.).
Wenig später dann aber Oberwasser für die Krückaustädter, deren etwas festgefahrene Angriffsaktion Baloosh per Traumtor von halbrechts ins linke obere Eck zum 2:2 vergoldete (67.).
Von nun an zirkulierte die Kugel etwas besser durch die aktiveren Reihen der Hausherren. Kaum mehr gelang dem MSV längere Entlastung, sodass Torchancen für Holsatia folgen mussten. Beispielsweise überstanden die Gäste eine wunderbare Schussposition für den eingewechselten Felix Osterland, dessen Rücklage den mittigen Direktschuss verhunzte (86.).
Donart Kelmendi erging es nicht besser: Von der Strafraumgrenze aus sauste sein Rechts-Geschoss rechtsunten vorbei (87.).
Der MSV auf dem Weg, den Punkt über die Linie zu zittern, doch dann kam Nachspielminute Nummer fünf. Einen langen Ball räumte MSV-Goalie Daniel Rosenzweig vor dem heranstürmenden Grams aus der Bahn. Der anschließende Körperkontakt nicht zu vermeiden – sah Schiedsrichter Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen) irgendwie anders und so setzte es den intensiv diskutierten Strafstoß, den der „gefoulte“ höchst persönlich zum 3:2 einnetzte (90.+6).
Fünf weitere Nachspielminuten arbeitete der Moorreger SV mit den letzten Körnern gegen die letztlich nicht unverdiente, aber dennoch unglückliche Niederlage an – erfolglos!

Tore: 1:0 Grams (36., Strafstoßtor, Franke an Baloosh), 1:1 Prange (45.+3 J. Bielfeldt), 1:2 J. Bielfeldt (53. Hatje), 2:2 Baloosh (67. Kelmendi), 3:2 Grams (90.+6, Strafstoßtor, Rosenzweig an Grams)

gelbe Karten: Zeybekoglu, Hejdari – Giesbrecht, Franke, Rosenzweig, Hatje

Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen, Note 5: entschied das Spiel mit seiner falschen Strafstoßentscheidung (Rosenzweig spielte vor Grams klar den Ball und konnte sich anschließend nicht in Luft auflösen), dazu schwache Präsentation der persönlichen Strafen über teils 20 Meter Distanz)

Zuschauer: 55




Sonntag, 13. Oktober 2024

Spielbericht Holsatia im EMTV - FTSV Komet Blankenese

Holsatia spricht weiter mit
Schlusslicht Komet 4:0 geschlagen: Elmshorner bleiben im Verfolgerfeld

Dicht gestaffelt präsentiert sich das Tabellenbild der Kreisliga 1 hinter Spitzenreiter TV Haseldorf. Entsprechend wichtige Pflichtpunkte sammelte die Elf von Holsatia Elmshorn in Saisonspiel Nummer elf ein.
Gegner Komet Blankenese, seit seinen beiden Auftaktsiegen siebenmal leer ausgegangen und damit ganz unten angekommen, taugte da nicht zum Stolperstein. Ganz im Gegenteil, hatten vorwiegend die Gäste ihre liebe Mühe, sich auf dem immer wieder schauerbewässerten Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes auf den Beinen zu halten. Rutscheinlagen und eine Vielzahl von ungenauen Abspielen brachten den Bezirksligaabsteiger wiederholt in Bedrängnis, die durch Florian Ballner (9. & 16.) und Nico Timm (18.) zunächst noch überstanden werden konnte.
Ein katastrophaler Fehlpass in der Vorwärtsbewegung besiegelte dann jedoch das verdiente Führungstor der Holsaten, als der unbedrängt angespielte Bastian Heuer Timm erspähte und dieser im schnellen Doppelpass mit Ballner das 1:0 kredenzte (22.).
Ballner selbst wähnte sich kurz darauf ebenfalls im Torjäger-Himmel, doch der gut postierte Schiedsrichterassistent hatte den vorangegangenen Kopfball im Rahmen einer Zeybekoglu-Ecke als nicht hinter der Linie eingestuft (25.).
Klar und deutlich im Netz zappelte das Leder dafür nach dem Seitenwechsel, als Holsatia schnell über links konterte und Ballner in bester Mittelstürmermanier auf 2:0 erhöhte (53.). Ärgerlich für Braun, das sich Ende erster Halbzeit ganz gut gefangen hatte und auch selbst Jonas Haselmeier aus der Ferne (27.) und Atakan Göremez aus dem von Andre Robe verkürzten Winkel (37.) zum Spielgeschehen beitrug.
So war der Weg zum Ausgleich für den Tabellenletzten erheblich weit – zu weit! In unerreichbare Sphären rückte das Happy-Komet-End schließlich Mitte des zweiten Abschnitts, als Holle von hinten heraus im Doppelpass zwischen Saad Baloosh und den zentral einlochenden Heuer mit 3:0 davonzog (65.).
Die Messer war gelesen und die Weißen (diesmal ohne ihre ikonischen blauen und roten Streifen dazu) wollten mehr! Fuß draufgehalten im Strafraum von Daniel Ebinal gegen Baloosh – Strafstoß, den Ballner sicher zum 4:0 verwandelte (70.)!
Aus vollem Lauf wäre für den eingewechselten Drin Bashotaj noch das 5:0 möglich gewesen. Viel fehlte dem Lupfer dazu jedenfalls nicht (84.).
Noch knapper schrammte auf der Gegenseite Komets Khasan Rashidov am Ehrentreffer vorbei. Am Querbalken zerschellte der Erfolg des Kirgisen aus 22 Metern (87.).
Die rote Laterne bleibt also weiter am Dockenhuden hängen, während man in Elmshorn im Zentrum des Verfolgerfeldes (Rang zwei bis neun trennen nur sechs Zähler) weiter erste Wörtchen um die Bezirksliga 2025/2026 mitspricht.

Tore: 1:0 Timm (22. Ballner), 2:0 Ballner (53.), 3:0 Heuer (65. Baloosh), 4:0 Ballner (70., Strafstoßtor, Ebinal an Baloosh)

Schiedsrichter: Andreas Voß (SV Lieth, Note 2,5)

Zuschauer: 35




Sonntag, 4. August 2024

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Holsatia im EMTV

Spiel eingestellt und doch gewonnen
Viel zu defensives Holsatia übersteht den Druck des Aufsteigers

So ganz ohne Drama können sie es einfach nicht. Eine Woche nach dem irren Pokal-Fight, der nach 0:4-Halbzeitrückstand tatsächlich noch im Elfmeterschießen gewonnen werden konnte, ließ die nicht unambitionierte Elf von Holsatia Elmshorn das Haupt der Fans und Sympathisanten auch im ersten Punktspielauftritt der neuen Serie weiter ergrauen.
Spiel eins in der Kreisliga 1 führten die auf drei Positionen veränderten Pokalhelden aufs Dorf nach Heist, wo fünf Jahre Kreisliga-Abstinenz durch das kurzfristige Nachrücken als siebtbester Kreisklassen-Dritter die Vergangenheit angehören.
Entsprechend favorisiert gingen die Blau-weiß-Roten ins Match – und sie lieferten. Ein wenig wie aus dem Nichts war der emsige Semih Zeybekoglu plötzlich zur Torchance gekommen, die unter den analytischen Augen seines Vaters im gut gefüllten Zuschauerbereich schon vergeigt schien, ehe es Holsatias Nummer 17 dann doch noch irgendwie schaffte, die Kugel zum 0:1 hineinzulümmeln (10.).
Ein guter Start für die Krückaustädter, die im Folgenden aber zu wenig aus ihrer reiferen Spielanlage machten. Der Aufsteiger hielt mit Kampf dagegen und ließ erst gegen Ende des ersten Abschnitts wieder Gefährliches der Gäste zu.
Eine gute Doppelchance entschärfte Schlussmann Marvin Scholz gegen den beweglichen Pavel Mensah und den im Nachschuss knapp verziehenden Zeybekoglu (36.) ebenso, wie einen Kuhlmann-Versuch, den sich der Tormann im Nachfassen angelte (40.) Wäre Daniel Grams doch bloß für den zweiten Ball durchgelaufen…
Scholz´ Gegenüber, Andre Robe, bekam dagegen (bislang) kaum etwas zu tun. Im Rahmen eines Rückpasses trat er jedoch in den heistmer Naturrasen – aua!
Robe aber machte weiter und das war gut so, für sein Team! Denn während es mit Ball kaum noch Zug nach vorne entwickelte, ließ es gegen das Spielgerät seltsam viel zu.
So schien man TSV-Aufstiegstorjäger Paul Smit (41 Treffer) eine Etage höher nicht viel zuzutrauen. Robe sicherte sich den Rechtsschuss halbrechts (47.), um wenig später den Winkel geschickt zu verkürzen (53.). Perfekt war Smits Chancen-Hattrick nur Sekunden später, als Robe Kopf und Kragen riskierte, um nach Steckpass Tom Kruse gegen Smit zur Ecke zu retten (54.).
Holsatia hatte Courage komplett verlassen und auch ein Wechsel auf eine defensive Fünferkette (bemerkenswert für eine selbsternannte Spitzenmannschaft gegen den Neuling) vermochte dem Defensivsalat keine Stabilität verleihen (65.). Ohne den heruntergenommenen Mensah fehlte nun gar einer der wenigen verblieben Aktivposten…
Aktiv präsentierte sich hier nur noch Gut Heil, das aber zunehmend ins Hadern mit der eigenen Chancenverwertung kam. T. Kruses Abschluss schnappte sich Robe (68.) – genau wie einen Versuch von Jakob Schmidt im Fallen (75.).
Auch der Druck durch Zweikampfintensität nahm gegen Ende zu. Björn Schramm foulte Holsatias Enes Guguk, der wiederum mit einem Schubser regierte. Nur Heistmer sah den gelben Karton – eine von zahlreichen unglücklichen Entscheidungen des nicht überzeugenden Schiedsrichterspanns (78.).
Salomonischer (Gelb für beide) gelang da schon die kurzzeitige Schlichtung einer Auseinandersetzung der Herren Albers und Krüger (80.). Für letzteren eine zu hohe Hypothek bei einem wenig später hart verübten Taktikfoul – gelb-rot (82.)!
Doch auch mit einem Mann mehr blieb Holle beim passiven Spielansatz, der im Falle einer weiteren Chance der Hausherren fast den längst Ausgleich heraufbeschworen hätte. Clever steckte Schmidt zu T. Kruse durch, dem der Winkel links vor dem Tor jedoch zu spitz wurde (87.).
Erst in der Nachspielzeit, als der TSV Heist alles nach vorne geworfen hatte, ergaben sich vorzügliche Kontermöglichkeiten, die die Elmshorner aber jeweils liegen ließen (90. & 90.+6).
Bis zum Ende der üppigen Nachspielzeit mussten die Kicker von der Wilhelmshöhe somit warten, bis der letztlich auch duselbehaftete Auswärtssieg ins Ziel gebracht war.
Bei aller Kritik vielleicht ja auch eine ganz gelungene Generalprobe für das kommende Pokalduell mit dem Landesligisten aus Nienstedten, gegen den das Spiel ohne Ball dann wirklich ein überlebenswichtiges Match-Element sein wird.

Tore: 0:1 Zeybekoglu (10.)

Schiedsrichter: Daniel Knautz

gelbe Karten: Münster, Pommerenke, Schramm – Albers, Baloosh, Grichel

gelb-rote Karte: Krüger (TSV Heist, 82., Rudelbildung + Foulspiel)

Zuschauer: 75