Per
Elfer in der Nachspielzeit
Strafstoß-Drama
in der Extra-Zeit: Holsatia gewinnt glücklich
Entsetzen in der Nachspielzeit! Ein Strafstoßpfiff – ein höchst strittiger –
entschied das Nachholspiel zum Jahresstart 2025 der Kreisliga 1 bei Holsatia
Elmshorn.
Auf dem Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes deutete anfangs noch nichts auf
eine dramatische Auseinandersetzung zwischen der durchaus ambitionierten
Holle-Elf und dem eher unten angesiedelten Moorreger SV hin.
Beide Teams verbrachten den Winter ohne Testspiele; Holsatia trainierte mit
schwacher Beteiligung – der MSV nur ein einziges Mal draußen auf kritischem
Geläuf. Und exakt so gestaltete sich ein wenig ansehnlicher Kick, der erst mit
Starthilfe vom Strafstoßpunkt ins Rollen kam. Übereifrig war Jannis Franke,
heute im vollständigen Doppeleinsatz für Liga und Reserve, Saad Baloosh in die
Parade gefahren, sodass Daniel Grams mit etwas eigenwilligem Anlauf aus elf
Metern zur Führung traf (36.).
Alles gut, für den Aufstiegskandidaten, trotz wenig ansprechender Vorstellung –
bis auch die Moorreger ihre erste Torchance per Standard just nutzten. In ihrem
Fall schlug Kapitän Sam Holz einen Freistoß von rechts hoch rein, ehe Jayson
Bielfeldt gekonnt den Wandspieler für Leon Prange und dessen zentralen Abzug
mit rechts gab (45.+3).
Im Stile einer perfekten Auswärtsmannschaft drehte der Tabellenzwölfte die Lage
sogar in eine eigene Führung, als eine lange Eröffnung durch Innenverteidiger
Lasse Hatje punktgenau J. Bielfeldt erreichte und dieser mit einer
Körpertäuschung und einem präzisen Abschluss in die kurze Ecke das 1:2 besorgte
(52.).
Der Elf, die mit einem Dreier so richtig in die Spitzen-Phalanx vorstoßen
konnte, fiel dagegen wenig Konstruktives ein. Albert Revutskiy schoss aus 20
Metern ein überhastetes Field Goal (60.), während sich Semih Zeybekoglu ein
Frust-Ticket fürs Ballwegschlagen abholte (63.).
Wenig später dann aber Oberwasser für die Krückaustädter, deren etwas festgefahrene
Angriffsaktion Baloosh per Traumtor von halbrechts ins linke obere Eck zum 2:2 vergoldete
(67.).
Von nun an zirkulierte die Kugel etwas besser durch die aktiveren Reihen der Hausherren.
Kaum mehr gelang dem MSV längere Entlastung, sodass Torchancen für Holsatia
folgen mussten. Beispielsweise überstanden die Gäste eine wunderbare
Schussposition für den eingewechselten Felix Osterland, dessen Rücklage den
mittigen Direktschuss verhunzte (86.).
Donart Kelmendi erging es nicht besser: Von der Strafraumgrenze aus sauste sein
Rechts-Geschoss rechtsunten vorbei (87.).
Der MSV auf dem Weg, den Punkt über die Linie zu zittern, doch dann kam
Nachspielminute Nummer fünf. Einen langen Ball räumte MSV-Goalie Daniel
Rosenzweig vor dem heranstürmenden Grams aus der Bahn. Der anschließende
Körperkontakt nicht zu vermeiden – sah Schiedsrichter Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen) irgendwie anders und so setzte es den intensiv diskutierten
Strafstoß, den der „gefoulte“ höchst persönlich zum 3:2 einnetzte (90.+6).
Fünf weitere Nachspielminuten arbeitete der Moorreger SV mit den letzten
Körnern gegen die letztlich nicht unverdiente, aber dennoch unglückliche
Niederlage an – erfolglos!
Tore: 1:0 Grams (36.,
Strafstoßtor, Franke an Baloosh), 1:1 Prange (45.+3 J. Bielfeldt), 1:2 J.
Bielfeldt (53. Hatje), 2:2 Baloosh (67. Kelmendi), 3:2 Grams (90.+6,
Strafstoßtor, Rosenzweig an Grams)
gelbe Karten: Zeybekoglu, Hejdari –
Giesbrecht, Franke, Rosenzweig, Hatje
Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen, Note 5: entschied das Spiel mit seiner falschen Strafstoßentscheidung
(Rosenzweig spielte vor Grams klar den Ball und konnte sich anschließend nicht
in Luft auflösen), dazu schwache Präsentation der persönlichen Strafen über
teils 20 Meter Distanz)
Zuschauer: 55
Sonntag, 9. Februar 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - Moorreger SV
Sonntag, 13. Oktober 2024
Spielbericht Holsatia im EMTV - FTSV Komet Blankenese
Holsatia spricht weiter mit
Schlusslicht Komet 4:0 geschlagen: Elmshorner bleiben im Verfolgerfeld
Dicht
gestaffelt präsentiert sich das Tabellenbild der Kreisliga 1 hinter
Spitzenreiter TV Haseldorf. Entsprechend wichtige Pflichtpunkte sammelte die
Elf von Holsatia Elmshorn in Saisonspiel Nummer elf ein.
Gegner
Komet Blankenese, seit seinen beiden Auftaktsiegen siebenmal leer ausgegangen
und damit ganz unten angekommen, taugte da nicht zum Stolperstein. Ganz im
Gegenteil, hatten vorwiegend die Gäste ihre liebe Mühe, sich auf dem immer
wieder schauerbewässerten Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes auf den Beinen zu
halten. Rutscheinlagen und eine Vielzahl von ungenauen Abspielen brachten den
Bezirksligaabsteiger wiederholt in Bedrängnis, die durch Florian Ballner (9.
& 16.) und Nico Timm (18.) zunächst noch überstanden werden konnte.
Ein
katastrophaler Fehlpass in der Vorwärtsbewegung besiegelte dann jedoch das
verdiente Führungstor der Holsaten, als der unbedrängt angespielte Bastian
Heuer Timm erspähte und dieser im schnellen Doppelpass mit Ballner das 1:0 kredenzte
(22.).
Ballner
selbst wähnte sich kurz darauf ebenfalls im Torjäger-Himmel, doch der gut
postierte Schiedsrichterassistent hatte den vorangegangenen Kopfball im Rahmen
einer Zeybekoglu-Ecke als nicht hinter der Linie eingestuft (25.).
Klar
und deutlich im Netz zappelte das Leder dafür nach dem Seitenwechsel, als
Holsatia schnell über links konterte und Ballner in bester Mittelstürmermanier
auf 2:0 erhöhte (53.). Ärgerlich für Braun, das sich Ende erster Halbzeit ganz
gut gefangen hatte und auch selbst Jonas Haselmeier aus der Ferne (27.) und
Atakan Göremez aus dem von Andre Robe verkürzten Winkel (37.) zum
Spielgeschehen beitrug.
So
war der Weg zum Ausgleich für den Tabellenletzten erheblich weit – zu weit! In
unerreichbare Sphären rückte das Happy-Komet-End schließlich Mitte des zweiten
Abschnitts, als Holle von hinten heraus im Doppelpass zwischen Saad Baloosh und
den zentral einlochenden Heuer mit 3:0 davonzog (65.).
Die
Messer war gelesen und die Weißen (diesmal ohne ihre ikonischen blauen und roten
Streifen dazu) wollten mehr! Fuß draufgehalten im Strafraum von Daniel Ebinal
gegen Baloosh – Strafstoß, den Ballner sicher zum 4:0 verwandelte (70.)!
Aus
vollem Lauf wäre für den eingewechselten Drin Bashotaj noch das 5:0 möglich
gewesen. Viel fehlte dem Lupfer dazu jedenfalls nicht (84.).
Noch
knapper schrammte auf der Gegenseite Komets Khasan Rashidov am Ehrentreffer
vorbei. Am Querbalken zerschellte der Erfolg des Kirgisen aus 22 Metern (87.).
Die
rote Laterne bleibt also weiter am Dockenhuden hängen, während man in Elmshorn
im Zentrum des Verfolgerfeldes (Rang zwei bis neun trennen nur sechs Zähler)
weiter erste Wörtchen um die Bezirksliga 2025/2026 mitspricht.
Tore: 1:0 Timm (22. Ballner), 2:0 Ballner
(53.), 3:0 Heuer (65. Baloosh), 4:0 Ballner (70., Strafstoßtor, Ebinal an
Baloosh)
Schiedsrichter: Andreas Voß
(SV Lieth, Note 2,5)
Zuschauer: 35
Sonntag, 4. August 2024
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Holsatia im EMTV
Spiel
eingestellt und doch gewonnen
Viel
zu defensives Holsatia übersteht den Druck des Aufsteigers
So ganz ohne Drama können sie es einfach nicht. Eine Woche nach dem irren
Pokal-Fight, der nach 0:4-Halbzeitrückstand tatsächlich noch im
Elfmeterschießen gewonnen werden konnte, ließ die nicht unambitionierte Elf von
Holsatia Elmshorn das Haupt der Fans und Sympathisanten auch im ersten
Punktspielauftritt der neuen Serie weiter ergrauen.
Spiel eins in der Kreisliga 1 führten die auf drei Positionen veränderten
Pokalhelden aufs Dorf nach Heist, wo fünf Jahre Kreisliga-Abstinenz durch das kurzfristige
Nachrücken als siebtbester Kreisklassen-Dritter die Vergangenheit angehören.
Entsprechend favorisiert gingen die Blau-weiß-Roten ins Match – und sie
lieferten. Ein wenig wie aus dem Nichts war der emsige Semih Zeybekoglu
plötzlich zur Torchance gekommen, die unter den analytischen Augen seines
Vaters im gut gefüllten Zuschauerbereich schon vergeigt schien, ehe es
Holsatias Nummer 17 dann doch noch irgendwie schaffte, die Kugel zum 0:1
hineinzulümmeln (10.).
Ein guter Start für die Krückaustädter, die im Folgenden aber zu wenig aus
ihrer reiferen Spielanlage machten. Der Aufsteiger hielt mit Kampf dagegen und
ließ erst gegen Ende des ersten Abschnitts wieder Gefährliches der Gäste zu.
Eine gute Doppelchance entschärfte Schlussmann Marvin Scholz gegen den beweglichen
Pavel Mensah und den im Nachschuss knapp verziehenden Zeybekoglu (36.) ebenso,
wie einen Kuhlmann-Versuch, den sich der Tormann im Nachfassen angelte (40.)
Wäre Daniel Grams doch bloß für den zweiten Ball durchgelaufen…
Scholz´ Gegenüber, Andre Robe, bekam dagegen (bislang) kaum etwas zu tun. Im
Rahmen eines Rückpasses trat er jedoch in den heistmer Naturrasen – aua!
Robe aber machte weiter und das war gut so, für sein Team! Denn während es mit
Ball kaum noch Zug nach vorne entwickelte, ließ es gegen das Spielgerät seltsam
viel zu.
So schien man TSV-Aufstiegstorjäger Paul Smit (41 Treffer) eine Etage höher
nicht viel zuzutrauen. Robe sicherte sich den Rechtsschuss halbrechts (47.), um
wenig später den Winkel geschickt zu verkürzen (53.). Perfekt war Smits
Chancen-Hattrick nur Sekunden später, als Robe Kopf und Kragen riskierte, um
nach Steckpass Tom Kruse gegen Smit zur Ecke zu retten (54.).
Holsatia hatte Courage komplett verlassen und auch ein Wechsel auf eine
defensive Fünferkette (bemerkenswert für eine selbsternannte Spitzenmannschaft
gegen den Neuling) vermochte dem Defensivsalat keine Stabilität verleihen (65.).
Ohne den heruntergenommenen Mensah fehlte nun gar einer der wenigen verblieben
Aktivposten…
Aktiv präsentierte sich hier nur noch Gut Heil, das aber zunehmend ins Hadern mit
der eigenen Chancenverwertung kam. T. Kruses Abschluss schnappte sich Robe
(68.) – genau wie einen Versuch von Jakob Schmidt im Fallen (75.).
Auch der Druck durch Zweikampfintensität nahm gegen Ende zu. Björn Schramm
foulte Holsatias Enes Guguk, der wiederum mit einem Schubser regierte. Nur
Heistmer sah den gelben Karton – eine von zahlreichen unglücklichen
Entscheidungen des nicht überzeugenden Schiedsrichterspanns (78.).
Salomonischer (Gelb für beide) gelang da schon die kurzzeitige Schlichtung
einer Auseinandersetzung der Herren Albers und Krüger (80.). Für letzteren eine
zu hohe Hypothek bei einem wenig später hart verübten Taktikfoul – gelb-rot
(82.)!
Doch auch mit einem Mann mehr blieb Holle beim passiven Spielansatz, der im
Falle einer weiteren Chance der Hausherren fast den längst Ausgleich
heraufbeschworen hätte. Clever steckte Schmidt zu T. Kruse durch, dem der
Winkel links vor dem Tor jedoch zu spitz wurde (87.).
Erst in der Nachspielzeit, als der TSV Heist alles nach vorne geworfen hatte,
ergaben sich vorzügliche Kontermöglichkeiten, die die Elmshorner aber jeweils
liegen ließen (90. & 90.+6).
Bis zum Ende der üppigen Nachspielzeit mussten die Kicker von der Wilhelmshöhe
somit warten, bis der letztlich auch duselbehaftete Auswärtssieg ins Ziel
gebracht war.
Bei aller Kritik vielleicht ja auch eine ganz gelungene Generalprobe für das
kommende Pokalduell mit dem Landesligisten aus Nienstedten, gegen den das Spiel
ohne Ball dann wirklich ein überlebenswichtiges Match-Element sein wird.
Tore: 0:1 Zeybekoglu (10.)
Schiedsrichter: Daniel Knautz
gelbe Karten: Münster, Pommerenke,
Schramm – Albers, Baloosh, Grichel
gelb-rote Karte: Krüger (TSV Heist,
82., Rudelbildung + Foulspiel)
Zuschauer: 75
Sonntag, 23. Juli 2023
Spielbericht Holsatia im EMTV - Hetlinger MTV
Auch
ohne Wachter: HMTV sicher weiter
Spielstarke
Hetlinger machen beim Kreisligisten vorzeitig alles klar
Zweieinhalb Stunden, nachdem sich Union Tornesch II das Pokalweiterkommen (im
Holstenpokal) bei Holsatia II sicherte, buchte auch der Bezirksliga
West-Konkurrent aus Hetlingen an selber Stelle den Fahrschein in (Lotto-)Pokalrunde
zwei.
Im Duell der Männerturnvereine erwischten die spielerisch auch ohne
Star-Neuzugang Jeremy Wachter (112 Oberligatore für TuS Osdorf und Altona 93) rasch
überlegenen Deichkicker den idealen Start, als der zweite Ball eines
Balasea-Freistoßes vor den Schlappen des behände zum 0:1 treffenden Daniel
Schröder landete (5.).
Eine etwas luftige Abwehrarbeit zerstörte dem eine Ebene höher angesiedelten
HMTV jedoch rasch die soeben erlangte Führung, gelang es Jason Schmidt von
halbrechts in die lange hetlinger Ecke zu vollenden (8.).
Für die gestreiften Gastgeber ein toller Zwischenstand, der in der Folge
allerdings ein ums andere Mal kräftig wackelte. Baran Gökalp hinderte beispielsweise
lediglich der korrekte Abseitspfiff am Eintrag in die Torschützenliste (20.).
Dieser blieb auf Seiten der Stöckigt-Elf zunächst dem Kollegen Schröder
vorbehalten. Per Kopf markierte der 27-Jährige auf vorzüglicher Vorarbeit durch
erneut Balasea das verdiente 1:2, mit dem es aufgrund mangelnder
Chancenverwertung (u.a. rammte Balasea seinen Distanzschuss an die
Latten-Unterkante, ehe Schröder im Nachsetzen versemmelte, 34.) auch in die
trockenen Kabinen ging.
Ebenfalls vermochte Gökalps zweiter Treffer des Tages nichts am Spielstand zu
ändern: der einstige Oberligakicker weilte bei Ballabgabe wieder im Abseits
(52.).
Der starke Gianini Balasea war es dann schließlich, dem im Anschluss an einen
einfachen Ballverlust des Gegners das 1:3 gelang (55.), woraufhin der vor der
Kiste lauernde Berk Dzhevdet in Mittelstürmermanier auf das vorentscheidende
1:4 für den ambitionierten Favoriten stellte (58.).
Passend zum norddeutschen Schmuddelwedder plätscherte das Geschehen fortan vor
sich hin, woran auch eine Überzahl des HMTV wegen einer Ampelkarte für den erst
zur zweiten Hälfte eingewechselten Florian Ballner (wiederholtes Foulspiel,
82.) nichts groß änderte.
Im Gegenteil, holte der schnelle Christian Kuhlmann über links noch einen
Strafstoß für den Kreisligisten heraus, den Daniel Grams zum 2:4-Schlusspunkt
rechtsunten einlochte (90.).
Tore: 0:1 Schröder (5.
Balasea), 1:1 Schmidt (8. Kuhlmann), 1:2 Schröder (21. Balasea), 1:3 Balasea
(55.), 1:4 Dzhevdet (58. Dobrucali), 2:4 Grams (90., Foulstrafstoß)
gelb-rote Karte: Ballner (Holsatia
II, 82., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Hartmut Gertig (SSV
Rantzau, Note 2,5)
Zuschauer: 45