Posts mit dem Label Holsatia im EMTV werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Holsatia im EMTV werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 25. November 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - TSV Seestermüher Marsch

Der Fluch der guten Tat
Erst Strafstoß-Verzicht, dann Führung verspielt: Holsatia verpasst Überraschung

79 Minuten lang voll auf Sieg-Prämieren-Kurs gewesen und am Ende trotzdem nur mit einem Remis aus dem Match gegangen. Erstmals seit dem Personalcrash im vergangenen Sommer und dem Verlust der beiden ersten Herrenmannschaften an die SV Lieth griff Holsatia Elmshorn wieder konkret nach einem Dreier.
Im vorgezogenen Dienstagabend-Match gegen den TSV Seestermühe, dem bei erfolgreicher Gestaltung seiner Nachholspielspiele ein Platz in der Spitzengruppe der Kreisklasse 1 winkt, versteckten sich die durch einige A-Jugend-Oberligaverstärkungen gepimpten Hausherren nicht. Samir Ehrenberg abgefälscht an die Latte, untermauerte früh, dass die niederlagengeplagten Holsaten heute mehr vorhatten, als den Sparringspartner zu geben (7.). Vor allem, weil in den Nachwehen des direkt folgenden Eckballs Ryan Hinterthaner eine echte Fackel aus der zweiten Reihe linksunten im Kasten des chancenlosen Brian Averhoff unterbrachte.
Die Gestreiften also vorne, während der TSV nur schwer in die Gänge kam. Lukas Rollauers ergebnislose Mischung aus Torschuss und Querpass (15.) verdeutlichte die ausbaufähige Spielhaltung der Gäste, die in Minute 37 nur der Abseitspfiff vor einem doppelt so hohen Halbzeitrückstand bewahrte.
Ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Schippmann-Elf war dagegen der Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Erol Sayan (SSV Rantzau), nachdem Matthias Stubben im eigenen Sechzehner gegen Holles Marques Schwarz per Grätsche zu Werke ging (54.). Nach längerem, eindringlichen Dialog mit dem ehrlichen Schwarz folgte jedoch die Korrektur vom Mann im Retro-Trikot: Ball gespielt von Stubben und Abstoß TSV Seestermühe! So sammelt man Karma-Punkte, Herr Schwarz!
Und was gab es zur Belohnung? Den Ausgleichstreffer… Nach Flanke von rechts konnte Holsatia-Fänger Sascha Minke Danny Hinz´ Versuch nur prallen lassen, sodass der völlig aus den Augen verlorene Ömer Dogan frech zum 1:1 abstaubte (60.).
Die Elmshorner ließen sich davon allerdings kaum beirren, agierten weiter couragiert und holten sich den Vorspung tatsächlich per Standard zurück, als Tarik Bjanes Freistoß lang und länger von links ins seestermüher Tor rutschte (68.).
Noch besser wurde es kurz darauf. Zwar verzog der auffällige Hinterthaner aus zentraler Position (71.), um im nächsten Anlauf auf Schwarz-Zuspiel alles richtig zu machen – 3:1 (74.)!
Die Geschichte des gerupften Tabellenletzten, der trotz Robin Hood im Gewand der Nummer 9 die eigene Horror-Serie von nur einem Remis bei 13 Pflichtspielen (zwölf) Niederlagen schien ihren Lauf zu nehmen, doch dann schickte der eingewechselte Efe Zengin den Kollegen Dogan diagonal in den richtigen Raum für das verkürzende 3:2 (79.), ehe auf Zengins Ecke D. Hinz entschieden zu frei im Fünfer per Kopf auf 3:3 stellte (82.).
Enttäuschung bei Schwarz und Co, die diesmal nicht mehr die Körner zum großen Rückschlag hatten. Stattdessen drohte bei einem Flipperspiel im Anschluss an Stubbens Freistoß gar der gerechterweise nicht gefallene Dolchstoß zum 3:4 (85.).
Während die Jungs in den schwarzen Jerseys die total-Blamage gerade noch so abwenden konnten und immerhin nur zwei Zähler für den Aufstiegskampf verloren, brachte Holsatia nicht nur den zweiten Zähler der Spielzeit auf die Habenseite, sondern versicherte sich auch, dass mit der kommenden Generation aus dem 2007er-Jahrgang durchaus etwas gehen kann.

Tore: 1:0 Hinterthaner (7.), 1:1 Dogan (60. D. Hinz), 2:1 Bjane (68., direkter Freistoß), 3:1 Hinterthaner (74. Schwarz), 3:2 Dogan (79. Zengin), 3:3 D. Hinz (82. Zengin)

gelbe Karten: keine – Zengin

Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV Rantzau)

Zuschauer: 15



Sonntag, 19. Oktober 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - TV Haseldorf II

Bezirksliga-Expertise gegen die rote Laterne
KK01: Gepimpte TVH-Reserve walzt hilflose Holsaten mit 6:2 nieder

Entgegen gesetzte Gefühlslagen an der Wilhelmshöhe. Jubel, Trubel, Heiterkeit bei der Reserve des TV Haseldorf, während sich die abermals unterlegene Elf von Holsatia Elmshorn in lautstarken Diskussionen untereinander übte. Kein Wunder, war der punktlose Tabellenletzte auch gegen den Vorletzten aus der Marsch klar mit 2:6 unter die Räder gekommen.
Im „Schrottico“ der Kreisklasse 01 gewannen die Haseldorfer früh die Zweikampfhoheit, die sich in Form des 1:0 auch rasch auszahlen sollte. Chrysanth-Brix Hermann auf rechts mit Ballgewinn und Querpass – Lukas Wilhelm einsam in der Mitte eiskalt: 0:1 (4.)!
Die Holsaten, die nach dem Eklat um Liga-Trainer Thorben Pingel, Ende letzter Saison, und der folgenden Massen-Abwanderung zur SV Lieth von der Dritten- zur Ligamannschaft avancierten, bemühten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine Antwort, die jedoch nur zu Schüssen von Samir Ehrenberg (9.) und Majd Alasaad (15.) in die Arme des Torwarts, sowie zu einem Freistoß-Field-Goal Alasaads (14.) führten.   
Deutlich zwingender gestalteten es die Gäste, die es mit Casper Daleckis Linksschuss (vorbei, 13.) und Wilhelms Konterchance auf Rose-Abspiel (26.) probierten.
Wenig später funktionierte letztere Kombination in etwas abgeänderter Weise. Lars Rose erspähte den gestarteten Michael Hasse, dessen Zuspiel von der Grundlinie Wilhelm schließlich aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (28.).
Es lief nach Plan, für die Jungs von der Kamperrege, die heuer mit einiger Bezirksliga-Expertise (u.a. Rose, C. Dalecki, Wichmann, N. Lüchau) angereist waren! Doch plötzlich geriet die „Büffelherde“ in arge Not, als Alek Dupke ungestört nach rechts eröffnen konnte, Dominik Grunau die Linie längs marschierte und Ehrenberg im Dickicht des Strafraums auf 1:2 verkürzte (42.).
Doch damit nicht genug, glich Blau-weiß-rot quasi mit dem Pausenpfiff per Ecke sogar aus. Ehrenbergs Ecke köpfte Erick Ziljaev offenbar so tückisch auf das Gehäuse, dass Goalie Harald Ehlers das Leder nicht mehr fachgerecht zu entschärfen wusste – 2:2 (45.+3)!
Dem euphorischen Heim-Jubel folgte nach der jedoch die große Ernüchterung, erlangten die Haseldorfer nach dem Seitenwechsel wieder mehr und mehr die Griffigkeit zurück und holte ihnen Roses wuchtiges Distanzkönnen die nicht unumstrittene Führung zurück (68.). Holle kritisierte nämlich eine etwas sprunghaft gegen sie verhängte Einwurfentscheidung im Entstehungsprozess des 2:3…
Mit einer Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2-System sollte der Bock in der Schlussviertelstunde wieder umgestoßen werden, doch Holsatias Plan durchkreuzte nur Sekunden nach den personellen und taktischen Umbauarbeiten ein viel zu einfach zugelassenes viertes Gegentor, bei dem Kapitän Mirco Bülow Ruhe und Übersicht für Rose walten ließ, sodass der 31-Jährige aus durchaus spannendem Winkel die 2:4-Vorentscheidung besorgte (77.).
Obendrauf kamen noch das selbst per Fehlpass eingeleitete 2:5 durch Bennet Essig, im Doppelpass mit Rose (80.), sowie das Tor zum halben Dutzend durch Finn Wichmanns Kopfstoß im unbewachten Ecken-Luftraum (82.).
Dass Hasse (Außenpfosten, 84.) und der wiedereingewechselte Claas Mohr (per Kopfball an Maik Paasch gescheitert, 90.+2) das Resultat noch weiter hätten nach oben schrauben können, blieb am Ende nur eine Randnotiz.
Ebenso, wie Shawn Patschans Abschluss aus dem Lauf heraus, der auf der anderen Seite Linderung für das Leid des damit weiter punktlosen Tabellenletzten aus der Krückaustadt verpasste (90.+5).
Nach neun Spielen und 8:58 Toren in der untersten Spielklasse lässt sich – von außen betrachtet – bereits Sinnfrage über den Herren-Spielbetrieb beim Traditionsverein stellen. In Haseldorf, wo die dritte Halbzeit eh die sportlichen Ambitionen in den Schatten stellt, stellt Rang 13 mit zwei Saisonsiegen das Erwartbare da. Am kommenden Freitag kommt die sportlich etwas inkonstante Zweitvertretung des TSV Heist zum Nachbarschaftsduell ins Schloßparkstadion.  

Tore: 0:1 Wilhelm (4. C. Hermann), 0:2 Wilhelm (27. Hasse), 1:2 Ehrenberg (42. Grunau), 2:2 Ehlers (45.+3, Eigentor, Ziljaev), 2:3 Rose (68.), 2:4 Rose (77. Bülow), 2:5 Essig (80. Rose), 2:6 Wichmann (82. Wilhelm)

gelbe Karten: Ehrenberg - keine

Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)

Zuschauer: 25

Glänzte nicht nur als starker Zweikämpfer: Lars Rose (l.)










Sonntag, 9. Februar 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - Moorreger SV

Per Elfer in der Nachspielzeit
Strafstoß-Drama in der Extra-Zeit: Holsatia gewinnt glücklich

Entsetzen in der Nachspielzeit! Ein Strafstoßpfiff – ein höchst strittiger – entschied das Nachholspiel zum Jahresstart 2025 der Kreisliga 1 bei Holsatia Elmshorn.
Auf dem Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes deutete anfangs noch nichts auf eine dramatische Auseinandersetzung zwischen der durchaus ambitionierten Holle-Elf und dem eher unten angesiedelten Moorreger SV hin.
Beide Teams verbrachten den Winter ohne Testspiele; Holsatia trainierte mit schwacher Beteiligung – der MSV nur ein einziges Mal draußen auf kritischem Geläuf. Und exakt so gestaltete sich ein wenig ansehnlicher Kick, der erst mit Starthilfe vom Strafstoßpunkt ins Rollen kam. Übereifrig war Jannis Franke, heute im vollständigen Doppeleinsatz für Liga und Reserve, Saad Baloosh in die Parade gefahren, sodass Daniel Grams mit etwas eigenwilligem Anlauf aus elf Metern zur Führung traf (36.).
Alles gut, für den Aufstiegskandidaten, trotz wenig ansprechender Vorstellung – bis auch die Moorreger ihre erste Torchance per Standard just nutzten. In ihrem Fall schlug Kapitän Sam Holz einen Freistoß von rechts hoch rein, ehe Jayson Bielfeldt gekonnt den Wandspieler für Leon Prange und dessen zentralen Abzug mit rechts gab (45.+3).
Im Stile einer perfekten Auswärtsmannschaft drehte der Tabellenzwölfte die Lage sogar in eine eigene Führung, als eine lange Eröffnung durch Innenverteidiger Lasse Hatje punktgenau J. Bielfeldt erreichte und dieser mit einer Körpertäuschung und einem präzisen Abschluss in die kurze Ecke das 1:2 besorgte (52.).
Der Elf, die mit einem Dreier so richtig in die Spitzen-Phalanx vorstoßen konnte, fiel dagegen wenig Konstruktives ein. Albert Revutskiy schoss aus 20 Metern ein überhastetes Field Goal (60.), während sich Semih Zeybekoglu ein Frust-Ticket fürs Ballwegschlagen abholte (63.).
Wenig später dann aber Oberwasser für die Krückaustädter, deren etwas festgefahrene Angriffsaktion Baloosh per Traumtor von halbrechts ins linke obere Eck zum 2:2 vergoldete (67.).
Von nun an zirkulierte die Kugel etwas besser durch die aktiveren Reihen der Hausherren. Kaum mehr gelang dem MSV längere Entlastung, sodass Torchancen für Holsatia folgen mussten. Beispielsweise überstanden die Gäste eine wunderbare Schussposition für den eingewechselten Felix Osterland, dessen Rücklage den mittigen Direktschuss verhunzte (86.).
Donart Kelmendi erging es nicht besser: Von der Strafraumgrenze aus sauste sein Rechts-Geschoss rechtsunten vorbei (87.).
Der MSV auf dem Weg, den Punkt über die Linie zu zittern, doch dann kam Nachspielminute Nummer fünf. Einen langen Ball räumte MSV-Goalie Daniel Rosenzweig vor dem heranstürmenden Grams aus der Bahn. Der anschließende Körperkontakt nicht zu vermeiden – sah Schiedsrichter Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen) irgendwie anders und so setzte es den intensiv diskutierten Strafstoß, den der „gefoulte“ höchst persönlich zum 3:2 einnetzte (90.+6).
Fünf weitere Nachspielminuten arbeitete der Moorreger SV mit den letzten Körnern gegen die letztlich nicht unverdiente, aber dennoch unglückliche Niederlage an – erfolglos!

Tore: 1:0 Grams (36., Strafstoßtor, Franke an Baloosh), 1:1 Prange (45.+3 J. Bielfeldt), 1:2 J. Bielfeldt (53. Hatje), 2:2 Baloosh (67. Kelmendi), 3:2 Grams (90.+6, Strafstoßtor, Rosenzweig an Grams)

gelbe Karten: Zeybekoglu, Hejdari – Giesbrecht, Franke, Rosenzweig, Hatje

Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV Hörnerkirchen, Note 5: entschied das Spiel mit seiner falschen Strafstoßentscheidung (Rosenzweig spielte vor Grams klar den Ball und konnte sich anschließend nicht in Luft auflösen), dazu schwache Präsentation der persönlichen Strafen über teils 20 Meter Distanz)

Zuschauer: 55




Sonntag, 13. Oktober 2024

Spielbericht Holsatia im EMTV - FTSV Komet Blankenese

Holsatia spricht weiter mit
Schlusslicht Komet 4:0 geschlagen: Elmshorner bleiben im Verfolgerfeld

Dicht gestaffelt präsentiert sich das Tabellenbild der Kreisliga 1 hinter Spitzenreiter TV Haseldorf. Entsprechend wichtige Pflichtpunkte sammelte die Elf von Holsatia Elmshorn in Saisonspiel Nummer elf ein.
Gegner Komet Blankenese, seit seinen beiden Auftaktsiegen siebenmal leer ausgegangen und damit ganz unten angekommen, taugte da nicht zum Stolperstein. Ganz im Gegenteil, hatten vorwiegend die Gäste ihre liebe Mühe, sich auf dem immer wieder schauerbewässerten Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes auf den Beinen zu halten. Rutscheinlagen und eine Vielzahl von ungenauen Abspielen brachten den Bezirksligaabsteiger wiederholt in Bedrängnis, die durch Florian Ballner (9. & 16.) und Nico Timm (18.) zunächst noch überstanden werden konnte.
Ein katastrophaler Fehlpass in der Vorwärtsbewegung besiegelte dann jedoch das verdiente Führungstor der Holsaten, als der unbedrängt angespielte Bastian Heuer Timm erspähte und dieser im schnellen Doppelpass mit Ballner das 1:0 kredenzte (22.).
Ballner selbst wähnte sich kurz darauf ebenfalls im Torjäger-Himmel, doch der gut postierte Schiedsrichterassistent hatte den vorangegangenen Kopfball im Rahmen einer Zeybekoglu-Ecke als nicht hinter der Linie eingestuft (25.).
Klar und deutlich im Netz zappelte das Leder dafür nach dem Seitenwechsel, als Holsatia schnell über links konterte und Ballner in bester Mittelstürmermanier auf 2:0 erhöhte (53.). Ärgerlich für Braun, das sich Ende erster Halbzeit ganz gut gefangen hatte und auch selbst Jonas Haselmeier aus der Ferne (27.) und Atakan Göremez aus dem von Andre Robe verkürzten Winkel (37.) zum Spielgeschehen beitrug.
So war der Weg zum Ausgleich für den Tabellenletzten erheblich weit – zu weit! In unerreichbare Sphären rückte das Happy-Komet-End schließlich Mitte des zweiten Abschnitts, als Holle von hinten heraus im Doppelpass zwischen Saad Baloosh und den zentral einlochenden Heuer mit 3:0 davonzog (65.).
Die Messer war gelesen und die Weißen (diesmal ohne ihre ikonischen blauen und roten Streifen dazu) wollten mehr! Fuß draufgehalten im Strafraum von Daniel Ebinal gegen Baloosh – Strafstoß, den Ballner sicher zum 4:0 verwandelte (70.)!
Aus vollem Lauf wäre für den eingewechselten Drin Bashotaj noch das 5:0 möglich gewesen. Viel fehlte dem Lupfer dazu jedenfalls nicht (84.).
Noch knapper schrammte auf der Gegenseite Komets Khasan Rashidov am Ehrentreffer vorbei. Am Querbalken zerschellte der Erfolg des Kirgisen aus 22 Metern (87.).
Die rote Laterne bleibt also weiter am Dockenhuden hängen, während man in Elmshorn im Zentrum des Verfolgerfeldes (Rang zwei bis neun trennen nur sechs Zähler) weiter erste Wörtchen um die Bezirksliga 2025/2026 mitspricht.

Tore: 1:0 Timm (22. Ballner), 2:0 Ballner (53.), 3:0 Heuer (65. Baloosh), 4:0 Ballner (70., Strafstoßtor, Ebinal an Baloosh)

Schiedsrichter: Andreas Voß (SV Lieth, Note 2,5)

Zuschauer: 35




Sonntag, 4. August 2024

Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Holsatia im EMTV

Spiel eingestellt und doch gewonnen
Viel zu defensives Holsatia übersteht den Druck des Aufsteigers

So ganz ohne Drama können sie es einfach nicht. Eine Woche nach dem irren Pokal-Fight, der nach 0:4-Halbzeitrückstand tatsächlich noch im Elfmeterschießen gewonnen werden konnte, ließ die nicht unambitionierte Elf von Holsatia Elmshorn das Haupt der Fans und Sympathisanten auch im ersten Punktspielauftritt der neuen Serie weiter ergrauen.
Spiel eins in der Kreisliga 1 führten die auf drei Positionen veränderten Pokalhelden aufs Dorf nach Heist, wo fünf Jahre Kreisliga-Abstinenz durch das kurzfristige Nachrücken als siebtbester Kreisklassen-Dritter die Vergangenheit angehören.
Entsprechend favorisiert gingen die Blau-weiß-Roten ins Match – und sie lieferten. Ein wenig wie aus dem Nichts war der emsige Semih Zeybekoglu plötzlich zur Torchance gekommen, die unter den analytischen Augen seines Vaters im gut gefüllten Zuschauerbereich schon vergeigt schien, ehe es Holsatias Nummer 17 dann doch noch irgendwie schaffte, die Kugel zum 0:1 hineinzulümmeln (10.).
Ein guter Start für die Krückaustädter, die im Folgenden aber zu wenig aus ihrer reiferen Spielanlage machten. Der Aufsteiger hielt mit Kampf dagegen und ließ erst gegen Ende des ersten Abschnitts wieder Gefährliches der Gäste zu.
Eine gute Doppelchance entschärfte Schlussmann Marvin Scholz gegen den beweglichen Pavel Mensah und den im Nachschuss knapp verziehenden Zeybekoglu (36.) ebenso, wie einen Kuhlmann-Versuch, den sich der Tormann im Nachfassen angelte (40.) Wäre Daniel Grams doch bloß für den zweiten Ball durchgelaufen…
Scholz´ Gegenüber, Andre Robe, bekam dagegen (bislang) kaum etwas zu tun. Im Rahmen eines Rückpasses trat er jedoch in den heistmer Naturrasen – aua!
Robe aber machte weiter und das war gut so, für sein Team! Denn während es mit Ball kaum noch Zug nach vorne entwickelte, ließ es gegen das Spielgerät seltsam viel zu.
So schien man TSV-Aufstiegstorjäger Paul Smit (41 Treffer) eine Etage höher nicht viel zuzutrauen. Robe sicherte sich den Rechtsschuss halbrechts (47.), um wenig später den Winkel geschickt zu verkürzen (53.). Perfekt war Smits Chancen-Hattrick nur Sekunden später, als Robe Kopf und Kragen riskierte, um nach Steckpass Tom Kruse gegen Smit zur Ecke zu retten (54.).
Holsatia hatte Courage komplett verlassen und auch ein Wechsel auf eine defensive Fünferkette (bemerkenswert für eine selbsternannte Spitzenmannschaft gegen den Neuling) vermochte dem Defensivsalat keine Stabilität verleihen (65.). Ohne den heruntergenommenen Mensah fehlte nun gar einer der wenigen verblieben Aktivposten…
Aktiv präsentierte sich hier nur noch Gut Heil, das aber zunehmend ins Hadern mit der eigenen Chancenverwertung kam. T. Kruses Abschluss schnappte sich Robe (68.) – genau wie einen Versuch von Jakob Schmidt im Fallen (75.).
Auch der Druck durch Zweikampfintensität nahm gegen Ende zu. Björn Schramm foulte Holsatias Enes Guguk, der wiederum mit einem Schubser regierte. Nur Heistmer sah den gelben Karton – eine von zahlreichen unglücklichen Entscheidungen des nicht überzeugenden Schiedsrichterspanns (78.).
Salomonischer (Gelb für beide) gelang da schon die kurzzeitige Schlichtung einer Auseinandersetzung der Herren Albers und Krüger (80.). Für letzteren eine zu hohe Hypothek bei einem wenig später hart verübten Taktikfoul – gelb-rot (82.)!
Doch auch mit einem Mann mehr blieb Holle beim passiven Spielansatz, der im Falle einer weiteren Chance der Hausherren fast den längst Ausgleich heraufbeschworen hätte. Clever steckte Schmidt zu T. Kruse durch, dem der Winkel links vor dem Tor jedoch zu spitz wurde (87.).
Erst in der Nachspielzeit, als der TSV Heist alles nach vorne geworfen hatte, ergaben sich vorzügliche Kontermöglichkeiten, die die Elmshorner aber jeweils liegen ließen (90. & 90.+6).
Bis zum Ende der üppigen Nachspielzeit mussten die Kicker von der Wilhelmshöhe somit warten, bis der letztlich auch duselbehaftete Auswärtssieg ins Ziel gebracht war.
Bei aller Kritik vielleicht ja auch eine ganz gelungene Generalprobe für das kommende Pokalduell mit dem Landesligisten aus Nienstedten, gegen den das Spiel ohne Ball dann wirklich ein überlebenswichtiges Match-Element sein wird.

Tore: 0:1 Zeybekoglu (10.)

Schiedsrichter: Daniel Knautz

gelbe Karten: Münster, Pommerenke, Schramm – Albers, Baloosh, Grichel

gelb-rote Karte: Krüger (TSV Heist, 82., Rudelbildung + Foulspiel)

Zuschauer: 75










Sonntag, 23. Juli 2023

Spielbericht Holsatia im EMTV - Hetlinger MTV

Auch ohne Wachter: HMTV sicher weiter
Spielstarke Hetlinger machen beim Kreisligisten vorzeitig alles klar

Zweieinhalb Stunden, nachdem sich Union Tornesch II das Pokalweiterkommen (im Holstenpokal) bei Holsatia II sicherte, buchte auch der Bezirksliga West-Konkurrent aus Hetlingen an selber Stelle den Fahrschein in (Lotto-)Pokalrunde zwei.
Im Duell der Männerturnvereine erwischten die spielerisch auch ohne Star-Neuzugang Jeremy Wachter (112 Oberligatore für TuS Osdorf und Altona 93) rasch überlegenen Deichkicker den idealen Start, als der zweite Ball eines Balasea-Freistoßes vor den Schlappen des behände zum 0:1 treffenden Daniel Schröder landete (5.).
Eine etwas luftige Abwehrarbeit zerstörte dem eine Ebene höher angesiedelten HMTV jedoch rasch die soeben erlangte Führung, gelang es Jason Schmidt von halbrechts in die lange hetlinger Ecke zu vollenden (8.).
Für die gestreiften Gastgeber ein toller Zwischenstand, der in der Folge allerdings ein ums andere Mal kräftig wackelte. Baran Gökalp hinderte beispielsweise lediglich der korrekte Abseitspfiff am Eintrag in die Torschützenliste (20.).
Dieser blieb auf Seiten der Stöckigt-Elf zunächst dem Kollegen Schröder vorbehalten. Per Kopf markierte der 27-Jährige auf vorzüglicher Vorarbeit durch erneut Balasea das verdiente 1:2, mit dem es aufgrund mangelnder Chancenverwertung (u.a. rammte Balasea seinen Distanzschuss an die Latten-Unterkante, ehe Schröder im Nachsetzen versemmelte, 34.) auch in die trockenen Kabinen ging.
Ebenfalls vermochte Gökalps zweiter Treffer des Tages nichts am Spielstand zu ändern: der einstige Oberligakicker weilte bei Ballabgabe wieder im Abseits (52.).
Der starke Gianini Balasea war es dann schließlich, dem im Anschluss an einen einfachen Ballverlust des Gegners das 1:3 gelang (55.), woraufhin der vor der Kiste lauernde Berk Dzhevdet in Mittelstürmermanier auf das vorentscheidende 1:4 für den ambitionierten Favoriten stellte (58.).
Passend zum norddeutschen Schmuddelwedder plätscherte das Geschehen fortan vor sich hin, woran auch eine Überzahl des HMTV wegen einer Ampelkarte für den erst zur zweiten Hälfte eingewechselten Florian Ballner (wiederholtes Foulspiel, 82.) nichts groß änderte.
Im Gegenteil, holte der schnelle Christian Kuhlmann über links noch einen Strafstoß für den Kreisligisten heraus, den Daniel Grams zum 2:4-Schlusspunkt rechtsunten einlochte (90.).

Tore: 0:1 Schröder (5. Balasea), 1:1 Schmidt (8. Kuhlmann), 1:2 Schröder (21. Balasea), 1:3 Balasea (55.), 1:4 Dzhevdet (58. Dobrucali), 2:4 Grams (90., Foulstrafstoß)

gelb-rote Karte: Ballner (Holsatia II, 82., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Hartmut Gertig (SSV Rantzau, Note 2,5)

Zuschauer: 45