Kreisklasse-Alltag bewältigt
Zwischen
den Pokal-Krachern: Holsatia startet Liga mit Auswärtssieg
Mal eben zwischen Pokal-Derby-Triumph und der zweiten Runde gegen den
Landesligisten SV Rugenbergen die Sinne für die Kreisklasse schärfen? Was vielleicht
im jugendlichen Leichtsinn unterlaufen kann, wusste Holsatias neue
Ligamannschaft zum Auftakt der Kreisklasse 08 auf jeden Fall zu vermeiden.
Auswärts beim Kreisligaabsteiger in Holm war es nämlich ein weitgehend
überlegener Auftritt, den auch das frühe Ausscheiden von Kapitän Luca Joneleit
(10.) nicht trüben konnte. Das erste Tor hierbei sogar schon in Minute vier,
doch korrekterweise erkannte Schiedsrichter Ridha Gabsi, dass Marques Schwarz
beim Abstauber eines Jändling-Pfostenschusses ein Stückchen zu weit vorne stand.
Vollkommen ausgeschlossen sind dagegen Abseitspositionen beim Eckball, sodass
das Regelbuch ebenso wenig gegen Deniz Yörüks Kopfballtor im Fünfer einzuwenden
hatte, wie der staunende Gegner (19.)…
Plötzlich aber glich dieser drüben aus, nachdem Nico da Ros von Schlussmann
Luca Goike zu Fall gebracht wurde und das fällige Duell vom Punkt im Nachsetzen
gewann. Für Goike blieb der Eintrag eines abgewehrten Strafstoßes somit nur
eine Randbemerkung (22.).
An der Spielstatik änderte sich dagegen nicht viel, bekamen die Elmshorner ihre
Spielanteile immer dann konstruktiv ins vordere Drittel, wenn sie es einmal mit
Tempo in die Tiefe schafften. So zum Beispiel bei einer guten Chance, die TSV-Fänger
Per Ole Roth gegen Schwarz entschärfte (33.).
Im Kollektiv patzte der TSV aber gute zehn Minuten später, als Florian Kiehn
und Markus Pidde die Kugel im Aufbau über rechts verstolperten und Kilian
Jändling mit dem stibitzten Rund davonstiefelte, um es trotz Freunden in
Rückraum ins offene kurze Eck zu dreschen (42.).
Apropos Dresche: diese kassierten die Holmer auch kurz vor dem Pausenpfiff noch
einmal, weil es ihnen abermals nicht gelang, Holsatias Tiefentempo zu
verteidigen und Roths gutes Abtauchen gegen Jändling letztlich doch nur der
Service für Erik Johännings 1:3-Abstauber bedeutete (45.+6). Verhaltene
Abseitsproteste, doch vermutlich hatte Pidde beim halben Purzelbaum durch den
eigenen Sechzehner die gleiche Höhe gehalten…
Absolut nicht zu halten war dagegen der entfesselte Jändling, den auch diverse
Wadenbeißer auf dem Weg zu Grundlinie nicht aufzuhalten vermochten. Immerhin hielt
Roth diesmal die kurze Ecke dicht, doch weil ihn mit Torben Mentz der eigene
Mann unfreiwillig als Bande nutzte, flipperte das Ding genau vor Jan Dieckhoffs
einschussbereiten Puschen (53.).
Immerhin – und das war den Hausherren freilich anzurechnen – arbeiteten sie
fortan munter an der Verkürzung, sodass Goike am Boden gegen Simon Repennings
Schuss (56.), als sauberer Grätschmeister im Duell mit Luca Drees (61.) und im
Übergreifen zur Neutralisierung einer Flugaufgabe durch Drees (64.) aufbringen
musste.
Dass da Ros wieder von der Strafstoßmarke aus eine regelwidrige Strafraumrutschpartie
mit dem 2:4 quittierte, kam daher etwas später auch nicht von ungefähr (81.).
Die Botschaft, den Motor für die Schlussphase zurück auf höhere Drehzahl zu
bringen, kam bei den Krückaustädtern jedenfalls zügig an. Zahlreiche Chancen
und noch mehr Eckbälle pflasterten die letzten Meter auf dem Weg zum ersten Herren-Liga-Dreier.
Den klaren Pfad ins Torwart-Eck fand jedoch einzig Nick Schneiders Freistoß,
nahe der Strafraumbegrenzung (86.).
Verdient gewonnen, einige Tore gemacht, aber trotzdem noch Luft nach oben: der
Staffelfavorit grüßt erstmal von Rang zwei (hinter dem 10:0 bei Cosmos Wedel II
siegreichen Tangstedter SV) und darf sich jetzt auf die große Pokalbühne am
kommenden Dienstag freuen.
Tore: 0:1 Yörük (19. Schneider), 1:1 da Ros (22.,
Strafstoßnachschuss, Goike an da Ros), 1:2 Jändling (42.), 1:3 Johänning (45.+6
Jändling), 1:4 Dieckhoff (53. Jändling), 2:4 da Ros (81., Strafstoßtor), 2:5
Schneider (86., direkter Freistoß
gelbe Karten: Schierenbeck, Heimann – Goike, Kummert
Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)
Zuschauer:70
Besonderes Vorkommnis: da Ros scheitert mit Strafstoß an Goike (22.,
Goike an da Ros).
Sonntag, 16. August 2026
Spielbericht TSV Holm - Holsatia im EMTV
Samstag, 8. August 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV - SV Lieth
Holsatias Reifeprüfung
Junge
Wilde überrennen den Rivalen und machen hinten dicht
Kreisklasse gegen Kreisliga – was sich für Außenstehende wie die Prophezeiung
eines unansehnlichen Gestolperes liest, elektrisierte die Fußballszene
Elmshorns für einen (Lotto-)Pokaltag, der die Rivalität zwischen Holsatia und
der SV Lieth um ein kurioses Kapitel erweitern sollte. Mit 4:2 spülte der
Klassenniedrigere, der aber spielerisch keiner ist, den Bezirksligaabsteiger
von seinem üppig mit Fans und Schaulustigen gesäumten Walther-Poser-Platz!
Begonnen hatte das Lokalduell um den Zweitrundeneinzug allerdings überhaupt
nicht nach Plan der jungen Wilden, von denen die meisten Blau-weiß-schwarz im
Vorjahr in der U19-Oberliga repräsentierten. Über rechts spielte Lukas Brant
seine Dynamik zur Hereingabe aus, in die Verteidiger Jan Dieckhoff wie ein ungebremster
Güterzug zum Eigentor geriet (6.).
Mit dem Tempo eines ICEs reagierte Holsatia jedoch genau richtig, indem Ben
Kellner eine Fackel aus 20 Metern ausgleichend einschlagen ließ (10.). Im Mai
noch als „Liether Löwe“ mit in die Kreisliga relegiert, zahlte sich der
Transfer ins Team des Brüderchens schon jetzt vollends aus, zumal die
Hausherren just nachlegten, als der agile Nick Schneider beim Torschuss
abfälschende Hilfe durch Julien Duffke vorfand und die Partie damit binnen zwei
Spielminuten gedreht war (11.).
Der Elf von Thorben Pingel, der letzten Sommer im Groll bei Holsatia
ausgeschieden war und durch die folgende Umsiedlung seiner Kader von erster und
zweiter Herren nach Klein Nordende eine Stunde Null für den Männerturnverein
einläutete, ging das alles viel zu schnell.
So auch Schneiders nächste Tempoaktion über links, mitsamt langer Flanke auf
Niklas Viera Gerkens. Die Demütigung eines zweiten Gegentors durch einen
Sommerabgang blieb Rot-schwarz hier immerhin erspart (18.)…
Da legten sie sich das dritte Ding lieber selbst ins Nest, ballerten sich die
Herren Duffke und Rudek im Strafraum gegenseitig ab. Eine Slapstickeinlage
zwischen Schadenfreude und Bestürzung (26.). 3:1.
Auch nicht viel seriöser verkaufte sich Lieths Defensivverbund bei einem weiten
Schlag von Holsatia-Fänger Luca Goike, störten sich zwei Mann gegen den clever
weiterleitenden Marques Schwarz gegenseitig, sodass Kilian Jändling gar auf 4:1
erhöhen durfte (40.). Und sogar ein fünfter Treffer lag noch vor dem kühlenden
Pausengetränk in der Luft, als Kapitän Luca Joneleit aus der zweiten Reihe
knapp zu hoch abdrückte (45.). Holsatia wie im Rausch; Glück im Unglück dagegen
für die weitgehend überforderte SVL, der die Hereinnahmen der physisch
präsenten Joel Tündermann und Kilian Weers zum zweiten Abschnitt ebenso
guttaten, wie B. Kellners hartes Einsteigen gegen Christian Kuhlmann, für das
Schiedsrichter Andreas Voß (VfL Pinneberg) kurzerhand per roter Karte für eine
grundveränderte Spielstatik sorgte (47.).
Der Kreisklassist von da an nämlich tief hinten drin, verzichtete fortan auf
Ballbesitz, während die Spielvereinigung ihre Druckphase mit einem strammen
Weers-Geschoss unterstrich. Goike fischte das Leder allerdings phantastisch aus
dem Winkel (51.), ehe er auch bei einer Doppelchance für Max Schulz und Jan
Schiebuhr seine Finger rettend ins Geschehen brachte (53.).
Den Liethern lief damit so langsam die Zeit davon. Drei Tore waren trotz der
Überzahl schon eine Menge Holz. Erst 20 Minuten vor dem Ende machte Schulz mit
seiner Qualität im (Ab-)Zug nach innen weiteren Boden gut. Das flache 4:2 am
Ende aber doch nur noch Ergebniskosmetik, weil der folgerichtig eingewechselte
Florian Ballner mit links verfehlte (83.) und Goike einen Kuhlmann-Freistoß
fachgerecht ins Tor-Aus lenkte (85.). Ansonsten verteidigten die zehn Holsaten
ihren Laden trotz (zu) wenig Entlastung mit Köpfchen und Leidenschaft. Der
Zweitrundeneinzug daher in Summe auch verdient. Ein Festtag, wie man ihn in
Stimmung und Zuschauerzuspruch schon lange nicht mehr an der Wilhelmshöhe
erlebt hat. Wer auch immer als Gegner für Runde zwei in anderthalb Wochen
zugelost wird: Diese spielstarke, begeisterungsfähige – und nun auch stresserprobte
– Truppe muss man erstmal schlagen!
Holsatia im EMTV: Goike – Dieckhoff, Yörük, Hodorff (88. T.
Kellner), Schneider – Viera Gerkens (46. Hinterthaner), B. Kellner, Bjane,
Joneleit – Jändling (76. Öncan), Schwarz (88. Kummert), Trainer: Bent Vieth
SV Lieth: D: Diedrigkeit – Duffke (70. Ballner), F. Rudek (46.
Tündermann), M. Schuchhardt, Dickenhausen (46. K. Weers) – Boelter (70.
Schröder), Busse (79. Hajdari) – Brant, Kuhlmann, Max Schulz – Schiebuhr,
Trainer: Thorben Pingel
Tore: 0:1 Dieckhoff (6., Eigentor, Brant), 1:1 B. Kellner (10.), 2:1
Schneider (11.), 3:1 Duffke (26., Eigentor), 4:1 Jändling (40., Schwarz), 4:2
Max Schulz (70.)
gelbe Karten: Joneleit, Schneider, Kummert, Bjane – Schröder, D.
Diedrigkeit
rote Karte: B. Kellner (47., grobes Foulspiel an Kuhlmann)
Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 220
Mittwoch, 5. August 2026
Spielbericht TSV Sparrieshoop - Holsatia im EMTV
Realistische Pflichtspielsimulation
Starker
TSV Sparrieshoop zeigt Holsatia im Test die Grenzen auf
Das Test-Derby vor dem Pokal-Knaller gegen die SV Lieth. Die große Generalprobe
für die neue, juvenile Ligamannschaft Holsatia Elmshorns; sie ist beim stark
einzuschätzenden Kreisligisten in Sparrieshoop ein Stück weit misslungen.
Leistungsgerecht musste sich die Elf in Schleswig-Holsteins Landesfarben eine
1:3-Schlappe beim Nachbarn aus der nächstgelegenen Gemeinde einstecken.
Angedeutet hatte sich dies bereits im ersten Abschnitt, den die ebenfalls noch
recht jung besetzten Platzherren vorwiegend mit der Suche nach der Tiefe
verbrachten. Mit Joel Broyer (neu aus Tornesch) sicherte man sich im Vorfeld
auch den entsprechend umsichtigen Ballverteiler im Zentrum, von wo auch der
schöne Pass auf Fisnik Kelmendi (vom FC Elmshorn II) ausging. Der Heber über
den Torwart hier die richtige Idee; die Umsetzung aber ein kleines Stück zu
hoch geraten (19.).
Nur Sekunden zuvor war es vor Holsatias Kasten gar noch enger geworden, als
Syed Ahmed eine Diedrigkeit-Eingabe im Fünfmeterraum ans Alu grätschte. Da war
freilich mehr drin!
Eine Bewertung, die auch auf den nächsten TSV-Anlauf passte. Nun erlief sich
Ole Krupski die Kugel clever, um im Eins-gegen-Eins mit Gäste-Fänger Luca Goike
jedoch den Kürzeren zu ziehen (21.).
Abseits der ausbaufähigen Offensivausbeute der Herren in weiß und schwarz
machte der Kick vor allem durch stabile Intensität – gerne auch in (unnötig)
hohen Dosen – von sich reden. Realistische Pflichtspielsimulation statt dröges
Freundschaftsspielgeplänkel Die zahlreichen Schaulustigen an den
Spielfeldrändern freute es!
Nur mit den Toren brauchte es Geduld bis nach dem Seitentausch, dessen Vollzug
noch keine zwei Minuten alt war, da erkannte Finn Möller Ahmads schönen Weg auf
links, der neben zwei ausgespielten Holsaten auch das passende Querspiel auf
Lenn Pankraz einleitete. Und dass Pankraz Fußballballett mit präzisen
Linksschüssen kombinieren kann, muss an der herausragenden Jugendarbeit im
einstigen 2005er-Jahrgang am Rosengarten liegen (47.).
Doch auch das schnöde Standard-Handwerk gehört zum Repertoire des TSV
Sparrieshoop, wie ein exakter Ahmad-Eckstoß auf das heranrauschende Haupt von
Leon Diedrigkeit bewies – das 2:0 in die lange, unbewachte, Ecke (58.)!
Und Holsatia? Kam durch Kilian Jändlings abgefälschten Versuch zumindest zu der
Idee einer Torchance (60.), ehe es über Bartu Öncan und Nick Schneider einmal
zackig über die linke Schiene ging, Marques Schwarz in der Mitte aber fast
gänzlich verpasste (62.).
Ausgerechnet in diese verbesserte Phase hoppelte ein Schlag von ganz hinten zu
Pankraz durch, sodass dieser unaufhaltsam gen 3:0 die rechte Linie rauf rasen
konnte (78.). Der Legende nach grätscht ihm zur Stunde immer noch ein
Gegenspieler hinterher…
Dass Luca Joneleit fünf Minuten vor dem Ende eine Kerze Milot Bashotajs bei
einem Freistoß von rechts noch zum Ehrentreffer über den Kreidestreifen
drückte, konnte man getrost unter der Rubrik „Trostpflaster“ verbuchen.
Tore: 1:0 Pankraz (47. Ahmad), 2:0 L. Diedrigkeit (58. Ahmad),
3:0 Pankraz (78.), 3:1 Joneleit (86. Schneider)
gelbe Karten: keine – Yörük, Kummert
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 90
Sonntag, 10. Mai 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV - Gencler Birligi Elmshorn
Von Derbysiegern zu TBS-Supportern
Elmshorn-Derby
gewonnen: nun hofft Gencler auf Schützenhilfe
Holt Gencler Birligi am Ende doch noch die Meisterschaft? Mit dem Ausbau der
Serie von acht Partien ohne Niederlage (sieben Siege) auf deren neun schob sich
die Elf aus dem Krückaupark vor dem Saisonfinale der Kreisklasse 01 erstmal auf
Rang eins.
Gegen Schlusslicht Holsatia im Elmshorn-Derby heuer letztlich keine große
Kunst, brachte der Favorit seine spielerische Überlegenheit sofort auf den
großen Rasen an der Wilhelmshöhe.
Das frühe 0:1, bei dem Nidal Topal erstmal zwei Mann aussteigen ließ, um Nihat
Meric in der Mitte zu bedienen, galt daher als logische Folge (9.).
Weiter ging´s mit eher Umstrittenem, denn tendenziell räumte Spielertrainer
Christian Neubauer den nicht anders aufzuhaltenden Topal ein gutes Stück VOR dem
Sechzehner aus den Schuhen. Schiri Dennis Klein (Tangstedter SV), der sonst als
höchst kommunikativer Spielleiter gefiel, erkannte jedoch auf Strafstoß,
welchen Meric sicher zur Verdopplung setzte (23.).
In der Folge ging außer einem Hisarkaya-Abseitstor (28.) erstmal nichts
Relevantes in die Spielchronik ein. Gencler hatte es sich auf dem Vorsprung
etwas gemütlich gemacht, während Holsatia dagegen Pech hatte, dass Niklas
Janaceks Kopfball nach schöner Khalaf-Flanke (wohl) noch knapp vor der Linie
gefangen wurde (29.).
Konkretes sollte es dafür nach der Pause zuhauf geben. Mittendrin Genclers
Joker Maseh Hashimi, der einen schönen Konter per Abstauber auf dem zweiten
Bildungsweg zum 0:3 vollendete (51.) und seinen Doppelpack im Umkurven von
Holle-Schlussmann Pieth Kruse schnürte (59.).
In der Zwischenzeit demonstrierten seine Farben allerdings vermehrten
Leichtsinn, der sich durch zu viel Ballverliebtheit vorne und mangelnde
Rückwärtsbewegung hinten prompt im Gegentor rächte (54.). Fabijan Kober hatte
letztlich keine Mühe, nachdem auch noch Genclers Tormann weit vor der Kiste
über Majd Alasaads langen Ball säbelte.
Ein Plot, der sich kurz vor dem Ende tatsächlich in ähnlicher Form wiederholen
sollte, als Alasaad wieder lang auf Kober in den Rücken des nicht wirklich
verteidigungswilligen Gegners eröffnete (87.). Da darf man auch ruhig mal
jubeln – zumal das personell dünn besetzte Schlusslicht hier in bereits
halbstündiger Unterzahl traf. Der vorverwarnte Neubauer war für eine Grätsche
gegen den schnelleren Topal früh im zweiten Abschnitt per Ampel des Feldes verwiesen
worden (55.).
Der Kreisligaaspirant verausgabte sich in der Maisonne nicht über Gebühr, traf
aber immerhin noch dreimal durch Meric als Nutznießer eines abermaligen
Topal-Solos (84.), Umit Özdemir per Lupfer (87.) und im Rahmen eines langen Abstoßes,
der Özdemir lang schickte, durch den quer angespielten Cemal Hisarkaya (90.+2)
zum Endstand von 2:7.
Die zweimaligen Sieger dieses Derbys thronen damit einstweilen wieder auf dem
Spitzenplatz der Staffel. Doof nur: es war der letzte Auftritt in 2025/2026,
wohingegen sich der verdrängte TSV Seestermüher Marsch noch einmal wehren darf.
Das befreundete Team von TBS Pinneberg II wird als finaler des TSV nun also für
Schützenhilfe unter türkischen Clubs benötigt. Die Pinneberger, bei Sieg selbst
noch mit der Chance auf Platz drei, hätten die Meisterschaft bereits mit einem
Remis pro Gencler entschieden. Der Aufstieg in die Kreisliga ist Meric und Co
derweil bereits sicher, da nach den Gesetzen der Mathematik alle
Zweitplatzierten hochgehen und der Dritte aus Heidgraben das Staffelfinale
ebenfalls auf der Couch erlebt.
Tore: 0:1 Meric (9. Topal), 0:2
Meric (23., Strafstoßtor, Neubauer an Topal), 0:3 Hashimi (51. Meric), 1:3
Kober (54. Alasaad), 1:4 Hashimi (59. Hassanzadeh), 1:5 Meric (84. Topal), 1:6
Özdemir (87.), 2:6 Kober (88. Alasaad),
2:7 Hisarkaya (90.+2, Özdemir)
gelb-rote Karte: Neubauer (Holsatia im EMTV, 55., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Dennis Klein (Tangstedter SV)
Zuschauer: 30
Sonntag, 12. April 2026
Spielbericht TV Haseldorf II - Holsatia im EMTV
Vorentscheidung gegen die rote
Laterne?
Erster
Heimsieg der Saison: „Schrottico“ geht wieder an die Büffelherde
Ein halbes Jahr ist es her, dass die Reserve des TV Haseldorf doch spürbar
erleichtert den 6:2-Auswärtserfolg bei der damals (noch) punktlosen Elf von
Holsatia Elmshorn einfuhr. Nicht einen einzigen Punktgewinn durfte die Büffelherde
seither feucht-fröhlich bejubeln – bis heute!
Denn kaum erblickten die Schloßpark-Kicker Männer aus Elmshorn in
blau-weiß-rot, lief es wieder wie geschnitten Brot.
Denn kaum hatte die Kontrahage der punktgleichen Schlusslichter begonnen, waren
die Hausherren aktiver bei der Sache. Nur der zwingende Abschluss gehörte
erstmal (noch) nicht auf die Speisekarte.
Apropos Karte: nur knapp war Holsatia nach gut einem Viertel der Spielzeit
einem Platzverweis entgangen, räumte Elias Khalaf den pfeilschnellen Phil
Mohrdieck im Duell der Leihgaben – Herren-Bezirksliga gegen U19-Oberliga
durchaus notbremsenverdächtig ab. Schiedsrichter Torben Steenfatt beließ es bei
der Verwarnung – Glück gehabt! Galt aus Gäste-Sicht auch für Mohrdiecks
Linksschuss, der nur hauchdünn am Torwart-Eck vorbei sauste (29.).
Und wie der Fußball nun mal so spielt, landete Holsatias erster echter Abschluss
flugs im Kasten, als Halil Sinecek einen dritten Ball nach Ecke von rechts aus
dem Rückraum versenkte (31.). Ein Schuss, den Manuel Neuer wahrscheinlich
gehabt hätte…
Doch auch ohne einen mehrmaligen Welttorhüter zwischen den Pfosten bekam der
TVH das Ding gebogen. Als Initialzündung fungierte dabei Finn Wichmanns beherztes
Solo mit ebensolchem Abdruck aus der Distanz (41.). Goalie Pieth Kruse noch
dran, aber das reichte nicht – 1:1!
Dank Mohrdiecks langer Hereingabe von rechts und dem kontrollierten Rechtsschuss,
den der richtig eingerückte Mahziyar Sabzipour flach einlochte, war sogar noch
vor dem Halbzeitpfiff der nicht unverdiente Führungstausch gelungen (45.+1).
Holsatia, mit diesem Spielstand auf dem alleinigen Rücksitz der Kreisklasse 01,
bemühte sich im zweiten Abschnitt um Besserung, musste sich aber erstmal bei Kruse
und dessen Fußabwehr (71.) bedanken, dass der dritte Gegentreffer hier ebenso
nicht fiel, wie bei einem hohen Ding, das von linksaußen im hohen Bogen auf die
Latte plumpste (74.).
Nur Augenblicke danach dann aber doch das 3:1, weil wieder Mohrdieck trotz
Fußkontakt von Gegenspieler Shawn Patschan auf den Beinen blieb und zentral mit
links ins rechte Tief-Eck abzog (75.).
Eine weitere Hiobsbotschaft traf die Krückaustädter in personeller Form. Zwar schlug
sich David Posts rote Karte wegen der ungebührlichen Ansprache eines
Gegenspielers zwar nicht in der Spieleranzahl nieder (der Sünder war bereits
ausgewechselt), doch Sportgerichtssperre und Strafgeld winken nun in der
kommenden Verhandlungswoche…
Die übrigen Kollegen bastelten derweil fleißig am Anschlusstreffer. Vor allem
der eingewechselte Ryan Hinterthaner brachte mit seiner Symbiose aus Technik
und Robustheit neue Perspektiven ins Spiel. Doch auch der A-Jugendliche
vermochte es nicht, seine Farben ins Spiel zurückzuschießen (81.).
Ein Unterfangen, das auch Kollege Jasper Löw nicht gelang; weder als diagonaler
Vorbereiter für Fabijan Kober (83.), noch als direkter Freistoßschütze (90.+3).
Ein gebrauchter Tag für die zuletzt definitiv verbesserten Holsaten, denen
durch diese Niederlage wohl der letzte Platz im Endklassement blühen wird. Vielleicht
aber halten die verbliebenen vier Partien aber noch den einen oder anderen
Überraschungspunktgewinn bereit.
So haben sie eben alle ihre kleinen und großen Wettbewerbe…
Tore: 0:1 Sinecek (31.), 1:1 Wichmann (41.), 2:1 Sabzipour
(45. Mohrdieck), 3:1 Mohrdieck (75.)
rote Karte: Post (Holsatia, als bereits ausgewechselter Spieler, 77.,
Beleidigung)
Schiedsrichter: Torben Steenfatt (SV Hörnerkirchen)
Zuschauer: 45
Dienstag, 25. November 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - TSV Seestermüher Marsch
Der
Fluch der guten Tat
Erst
Strafstoß-Verzicht, dann Führung verspielt: Holsatia verpasst Überraschung
79 Minuten lang voll auf Sieg-Prämieren-Kurs gewesen und am Ende trotzdem nur
mit einem Remis aus dem Match gegangen. Erstmals seit dem Personalcrash im
vergangenen Sommer und dem Verlust der beiden ersten Herrenmannschaften an die
SV Lieth griff Holsatia Elmshorn wieder konkret nach einem Dreier.
Im vorgezogenen Dienstagabend-Match gegen den TSV Seestermühe, dem bei
erfolgreicher Gestaltung seiner Nachholspielspiele ein Platz in der
Spitzengruppe der Kreisklasse 1 winkt, versteckten sich die durch einige
A-Jugend-Oberligaverstärkungen gepimpten Hausherren nicht. Samir Ehrenberg
abgefälscht an die Latte, untermauerte früh, dass die niederlagengeplagten
Holsaten heute mehr vorhatten, als den Sparringspartner zu geben (7.). Vor
allem, weil in den Nachwehen des direkt folgenden Eckballs Ryan Hinterthaner
eine echte Fackel aus der zweiten Reihe linksunten im Kasten des chancenlosen
Brian Averhoff unterbrachte.
Die Gestreiften also vorne, während der TSV nur schwer in die Gänge kam. Lukas
Rollauers ergebnislose Mischung aus Torschuss und Querpass (15.) verdeutlichte
die ausbaufähige Spielhaltung der Gäste, die in Minute 37 nur der Abseitspfiff
vor einem doppelt so hohen Halbzeitrückstand bewahrte.
Ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Schippmann-Elf war dagegen der
Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Erol Sayan (SSV Rantzau), nachdem Matthias
Stubben im eigenen Sechzehner gegen Holles Marques Schwarz per Grätsche zu
Werke ging (54.). Nach längerem, eindringlichen Dialog mit dem ehrlichen Schwarz folgte
jedoch die Korrektur vom Mann im Retro-Trikot: Ball gespielt von Stubben und Abstoß TSV Seestermühe! So
sammelt man Karma-Punkte, Herr Schwarz!
Und was gab es zur Belohnung? Den Ausgleichstreffer… Nach Flanke von rechts
konnte Holsatia-Fänger Sascha Minke Danny Hinz´ Versuch nur prallen lassen,
sodass der völlig aus den Augen verlorene Ömer Dogan frech zum 1:1 abstaubte
(60.).
Die Elmshorner ließen sich davon allerdings kaum beirren, agierten weiter
couragiert und holten sich den Vorspung tatsächlich per Standard zurück, als Tarik
Bjanes Freistoß lang und länger von links ins seestermüher Tor rutschte (68.).
Noch besser wurde es kurz darauf. Zwar verzog der auffällige Hinterthaner aus
zentraler Position (71.), um im nächsten Anlauf auf Schwarz-Zuspiel alles
richtig zu machen – 3:1 (74.)!
Die Geschichte des gerupften Tabellenletzten, der trotz Robin Hood im Gewand
der Nummer 9 die eigene Horror-Serie von nur einem Remis bei 13 Pflichtspielen
(zwölf) Niederlagen schien ihren Lauf zu nehmen, doch dann schickte der
eingewechselte Efe Zengin den Kollegen Dogan diagonal in den richtigen Raum für
das verkürzende 3:2 (79.), ehe auf Zengins Ecke D. Hinz entschieden zu frei im
Fünfer per Kopf auf 3:3 stellte (82.).
Enttäuschung bei Schwarz und Co, die diesmal nicht mehr die Körner zum großen
Rückschlag hatten. Stattdessen drohte bei einem Flipperspiel im Anschluss an
Stubbens Freistoß gar der gerechterweise nicht gefallene Dolchstoß zum 3:4
(85.).
Während die Jungs in den schwarzen Jerseys die total-Blamage gerade noch so
abwenden konnten und immerhin nur zwei Zähler für den Aufstiegskampf verloren,
brachte Holsatia nicht nur den zweiten Zähler der Spielzeit auf die Habenseite,
sondern versicherte sich auch, dass mit der kommenden Generation aus dem
2007er-Jahrgang durchaus etwas gehen kann.
Tore: 1:0 Hinterthaner
(7.), 1:1 Dogan (60. D. Hinz), 2:1 Bjane (68., direkter Freistoß), 3:1 Hinterthaner
(74. Schwarz), 3:2 Dogan (79. Zengin), 3:3 D. Hinz (82. Zengin)
gelbe Karten: keine – Zengin
Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 15
Sonntag, 19. Oktober 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - TV Haseldorf II
Bezirksliga-Expertise
gegen die rote Laterne
KK01:
Gepimpte TVH-Reserve walzt hilflose Holsaten mit 6:2 nieder
Entgegen gesetzte Gefühlslagen an der Wilhelmshöhe. Jubel, Trubel, Heiterkeit
bei der Reserve des TV Haseldorf, während sich die abermals unterlegene Elf von
Holsatia Elmshorn in lautstarken Diskussionen untereinander übte. Kein Wunder,
war der punktlose Tabellenletzte auch gegen den Vorletzten aus der Marsch klar
mit 2:6 unter die Räder gekommen.
Im „Schrottico“ der Kreisklasse 01 gewannen die Haseldorfer früh die Zweikampfhoheit,
die sich in Form des 1:0 auch rasch auszahlen sollte. Chrysanth-Brix Hermann
auf rechts mit Ballgewinn und Querpass – Lukas Wilhelm einsam in der Mitte
eiskalt: 0:1 (4.)!
Die Holsaten, die nach dem Eklat um Liga-Trainer Thorben Pingel, Ende letzter
Saison, und der folgenden Massen-Abwanderung zur SV Lieth von der Dritten- zur
Ligamannschaft avancierten, bemühten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine
Antwort, die jedoch nur zu Schüssen von Samir Ehrenberg (9.) und Majd Alasaad
(15.) in die Arme des Torwarts, sowie zu einem Freistoß-Field-Goal Alasaads
(14.) führten.
Deutlich zwingender gestalteten es die Gäste, die es mit Casper Daleckis
Linksschuss (vorbei, 13.) und Wilhelms Konterchance auf Rose-Abspiel (26.)
probierten.
Wenig später funktionierte letztere Kombination in etwas abgeänderter Weise.
Lars Rose erspähte den gestarteten Michael Hasse, dessen Zuspiel von der
Grundlinie Wilhelm schließlich aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (28.).
Es lief nach Plan, für die Jungs von der Kamperrege, die heuer mit einiger
Bezirksliga-Expertise (u.a. Rose, C. Dalecki, Wichmann, N. Lüchau) angereist
waren! Doch plötzlich geriet die „Büffelherde“ in arge Not, als Alek Dupke
ungestört nach rechts eröffnen konnte, Dominik Grunau die Linie längs
marschierte und Ehrenberg im Dickicht des Strafraums auf 1:2 verkürzte (42.).
Doch damit nicht genug, glich Blau-weiß-rot quasi mit dem Pausenpfiff per Ecke
sogar aus. Ehrenbergs Ecke köpfte Erick Ziljaev offenbar so tückisch auf das Gehäuse,
dass Goalie Harald Ehlers das Leder nicht mehr fachgerecht zu entschärfen
wusste – 2:2 (45.+3)!
Dem euphorischen Heim-Jubel folgte nach der jedoch die große Ernüchterung,
erlangten die Haseldorfer nach dem Seitenwechsel wieder mehr und mehr die Griffigkeit
zurück und holte ihnen Roses wuchtiges Distanzkönnen die nicht unumstrittene
Führung zurück (68.). Holle kritisierte nämlich eine etwas sprunghaft gegen sie
verhängte Einwurfentscheidung im Entstehungsprozess des 2:3…
Mit einer Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2-System sollte der Bock in der
Schlussviertelstunde wieder umgestoßen werden, doch Holsatias Plan durchkreuzte
nur Sekunden nach den personellen und taktischen Umbauarbeiten ein viel zu
einfach zugelassenes viertes Gegentor, bei dem Kapitän Mirco Bülow Ruhe und
Übersicht für Rose walten ließ, sodass der 31-Jährige aus durchaus spannendem
Winkel die 2:4-Vorentscheidung besorgte (77.).
Obendrauf kamen noch das selbst per Fehlpass eingeleitete 2:5 durch Bennet
Essig, im Doppelpass mit Rose (80.), sowie das Tor zum halben Dutzend durch
Finn Wichmanns Kopfstoß im unbewachten Ecken-Luftraum (82.).
Dass Hasse (Außenpfosten, 84.) und der wiedereingewechselte Claas Mohr (per
Kopfball an Maik Paasch gescheitert, 90.+2) das Resultat noch weiter hätten
nach oben schrauben können, blieb am Ende nur eine Randnotiz.
Ebenso, wie Shawn Patschans Abschluss aus dem Lauf heraus, der auf der anderen
Seite Linderung für das Leid des damit weiter punktlosen Tabellenletzten aus
der Krückaustadt verpasste (90.+5).
Nach neun Spielen und 8:58 Toren in der untersten Spielklasse lässt sich – von
außen betrachtet – bereits Sinnfrage über den Herren-Spielbetrieb beim
Traditionsverein stellen. In Haseldorf, wo die dritte Halbzeit eh die sportlichen
Ambitionen in den Schatten stellt, stellt Rang 13 mit zwei Saisonsiegen das
Erwartbare da. Am kommenden Freitag kommt die sportlich etwas inkonstante
Zweitvertretung des TSV Heist zum Nachbarschaftsduell ins Schloßparkstadion.
Tore: 0:1 Wilhelm (4. C. Hermann),
0:2 Wilhelm (27. Hasse), 1:2 Ehrenberg (42. Grunau), 2:2 Ehlers (45.+3,
Eigentor, Ziljaev), 2:3 Rose (68.), 2:4 Rose (77. Bülow), 2:5 Essig (80. Rose),
2:6 Wichmann (82. Wilhelm)
gelbe Karten: Ehrenberg - keine
Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 25
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| Glänzte nicht nur als starker Zweikämpfer: Lars Rose (l.) |
Sonntag, 9. Februar 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - Moorreger SV
Per
Elfer in der Nachspielzeit
Strafstoß-Drama
in der Extra-Zeit: Holsatia gewinnt glücklich
Entsetzen in der Nachspielzeit! Ein Strafstoßpfiff – ein höchst strittiger –
entschied das Nachholspiel zum Jahresstart 2025 der Kreisliga 1 bei Holsatia
Elmshorn.
Auf dem Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes deutete anfangs noch nichts auf
eine dramatische Auseinandersetzung zwischen der durchaus ambitionierten
Holle-Elf und dem eher unten angesiedelten Moorreger SV hin.
Beide Teams verbrachten den Winter ohne Testspiele; Holsatia trainierte mit
schwacher Beteiligung – der MSV nur ein einziges Mal draußen auf kritischem
Geläuf. Und exakt so gestaltete sich ein wenig ansehnlicher Kick, der erst mit
Starthilfe vom Strafstoßpunkt ins Rollen kam. Übereifrig war Jannis Franke,
heute im vollständigen Doppeleinsatz für Liga und Reserve, Saad Baloosh in die
Parade gefahren, sodass Daniel Grams mit etwas eigenwilligem Anlauf aus elf
Metern zur Führung traf (36.).
Alles gut, für den Aufstiegskandidaten, trotz wenig ansprechender Vorstellung –
bis auch die Moorreger ihre erste Torchance per Standard just nutzten. In ihrem
Fall schlug Kapitän Sam Holz einen Freistoß von rechts hoch rein, ehe Jayson
Bielfeldt gekonnt den Wandspieler für Leon Prange und dessen zentralen Abzug
mit rechts gab (45.+3).
Im Stile einer perfekten Auswärtsmannschaft drehte der Tabellenzwölfte die Lage
sogar in eine eigene Führung, als eine lange Eröffnung durch Innenverteidiger
Lasse Hatje punktgenau J. Bielfeldt erreichte und dieser mit einer
Körpertäuschung und einem präzisen Abschluss in die kurze Ecke das 1:2 besorgte
(52.).
Der Elf, die mit einem Dreier so richtig in die Spitzen-Phalanx vorstoßen
konnte, fiel dagegen wenig Konstruktives ein. Albert Revutskiy schoss aus 20
Metern ein überhastetes Field Goal (60.), während sich Semih Zeybekoglu ein
Frust-Ticket fürs Ballwegschlagen abholte (63.).
Wenig später dann aber Oberwasser für die Krückaustädter, deren etwas festgefahrene
Angriffsaktion Baloosh per Traumtor von halbrechts ins linke obere Eck zum 2:2 vergoldete
(67.).
Von nun an zirkulierte die Kugel etwas besser durch die aktiveren Reihen der Hausherren.
Kaum mehr gelang dem MSV längere Entlastung, sodass Torchancen für Holsatia
folgen mussten. Beispielsweise überstanden die Gäste eine wunderbare
Schussposition für den eingewechselten Felix Osterland, dessen Rücklage den
mittigen Direktschuss verhunzte (86.).
Donart Kelmendi erging es nicht besser: Von der Strafraumgrenze aus sauste sein
Rechts-Geschoss rechtsunten vorbei (87.).
Der MSV auf dem Weg, den Punkt über die Linie zu zittern, doch dann kam
Nachspielminute Nummer fünf. Einen langen Ball räumte MSV-Goalie Daniel
Rosenzweig vor dem heranstürmenden Grams aus der Bahn. Der anschließende
Körperkontakt nicht zu vermeiden – sah Schiedsrichter Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen) irgendwie anders und so setzte es den intensiv diskutierten
Strafstoß, den der „gefoulte“ höchst persönlich zum 3:2 einnetzte (90.+6).
Fünf weitere Nachspielminuten arbeitete der Moorreger SV mit den letzten
Körnern gegen die letztlich nicht unverdiente, aber dennoch unglückliche
Niederlage an – erfolglos!
Tore: 1:0 Grams (36.,
Strafstoßtor, Franke an Baloosh), 1:1 Prange (45.+3 J. Bielfeldt), 1:2 J.
Bielfeldt (53. Hatje), 2:2 Baloosh (67. Kelmendi), 3:2 Grams (90.+6,
Strafstoßtor, Rosenzweig an Grams)
gelbe Karten: Zeybekoglu, Hejdari –
Giesbrecht, Franke, Rosenzweig, Hatje
Schiedsrichter: Michael Hartmann (SV
Hörnerkirchen, Note 5: entschied das Spiel mit seiner falschen Strafstoßentscheidung
(Rosenzweig spielte vor Grams klar den Ball und konnte sich anschließend nicht
in Luft auflösen), dazu schwache Präsentation der persönlichen Strafen über
teils 20 Meter Distanz)
Zuschauer: 55
Sonntag, 13. Oktober 2024
Spielbericht Holsatia im EMTV - FTSV Komet Blankenese
Holsatia spricht weiter mit
Schlusslicht Komet 4:0 geschlagen: Elmshorner bleiben im Verfolgerfeld
Dicht
gestaffelt präsentiert sich das Tabellenbild der Kreisliga 1 hinter
Spitzenreiter TV Haseldorf. Entsprechend wichtige Pflichtpunkte sammelte die
Elf von Holsatia Elmshorn in Saisonspiel Nummer elf ein.
Gegner
Komet Blankenese, seit seinen beiden Auftaktsiegen siebenmal leer ausgegangen
und damit ganz unten angekommen, taugte da nicht zum Stolperstein. Ganz im
Gegenteil, hatten vorwiegend die Gäste ihre liebe Mühe, sich auf dem immer
wieder schauerbewässerten Kunstgrün des Walther-Poser-Platzes auf den Beinen zu
halten. Rutscheinlagen und eine Vielzahl von ungenauen Abspielen brachten den
Bezirksligaabsteiger wiederholt in Bedrängnis, die durch Florian Ballner (9.
& 16.) und Nico Timm (18.) zunächst noch überstanden werden konnte.
Ein
katastrophaler Fehlpass in der Vorwärtsbewegung besiegelte dann jedoch das
verdiente Führungstor der Holsaten, als der unbedrängt angespielte Bastian
Heuer Timm erspähte und dieser im schnellen Doppelpass mit Ballner das 1:0 kredenzte
(22.).
Ballner
selbst wähnte sich kurz darauf ebenfalls im Torjäger-Himmel, doch der gut
postierte Schiedsrichterassistent hatte den vorangegangenen Kopfball im Rahmen
einer Zeybekoglu-Ecke als nicht hinter der Linie eingestuft (25.).
Klar
und deutlich im Netz zappelte das Leder dafür nach dem Seitenwechsel, als
Holsatia schnell über links konterte und Ballner in bester Mittelstürmermanier
auf 2:0 erhöhte (53.). Ärgerlich für Braun, das sich Ende erster Halbzeit ganz
gut gefangen hatte und auch selbst Jonas Haselmeier aus der Ferne (27.) und
Atakan Göremez aus dem von Andre Robe verkürzten Winkel (37.) zum
Spielgeschehen beitrug.
So
war der Weg zum Ausgleich für den Tabellenletzten erheblich weit – zu weit! In
unerreichbare Sphären rückte das Happy-Komet-End schließlich Mitte des zweiten
Abschnitts, als Holle von hinten heraus im Doppelpass zwischen Saad Baloosh und
den zentral einlochenden Heuer mit 3:0 davonzog (65.).
Die
Messer war gelesen und die Weißen (diesmal ohne ihre ikonischen blauen und roten
Streifen dazu) wollten mehr! Fuß draufgehalten im Strafraum von Daniel Ebinal
gegen Baloosh – Strafstoß, den Ballner sicher zum 4:0 verwandelte (70.)!
Aus
vollem Lauf wäre für den eingewechselten Drin Bashotaj noch das 5:0 möglich
gewesen. Viel fehlte dem Lupfer dazu jedenfalls nicht (84.).
Noch
knapper schrammte auf der Gegenseite Komets Khasan Rashidov am Ehrentreffer
vorbei. Am Querbalken zerschellte der Erfolg des Kirgisen aus 22 Metern (87.).
Die
rote Laterne bleibt also weiter am Dockenhuden hängen, während man in Elmshorn
im Zentrum des Verfolgerfeldes (Rang zwei bis neun trennen nur sechs Zähler)
weiter erste Wörtchen um die Bezirksliga 2025/2026 mitspricht.
Tore: 1:0 Timm (22. Ballner), 2:0 Ballner
(53.), 3:0 Heuer (65. Baloosh), 4:0 Ballner (70., Strafstoßtor, Ebinal an
Baloosh)
Schiedsrichter: Andreas Voß
(SV Lieth, Note 2,5)
Zuschauer: 35
Sonntag, 4. August 2024
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Holsatia im EMTV
Spiel
eingestellt und doch gewonnen
Viel
zu defensives Holsatia übersteht den Druck des Aufsteigers
So ganz ohne Drama können sie es einfach nicht. Eine Woche nach dem irren
Pokal-Fight, der nach 0:4-Halbzeitrückstand tatsächlich noch im
Elfmeterschießen gewonnen werden konnte, ließ die nicht unambitionierte Elf von
Holsatia Elmshorn das Haupt der Fans und Sympathisanten auch im ersten
Punktspielauftritt der neuen Serie weiter ergrauen.
Spiel eins in der Kreisliga 1 führten die auf drei Positionen veränderten
Pokalhelden aufs Dorf nach Heist, wo fünf Jahre Kreisliga-Abstinenz durch das kurzfristige
Nachrücken als siebtbester Kreisklassen-Dritter die Vergangenheit angehören.
Entsprechend favorisiert gingen die Blau-weiß-Roten ins Match – und sie
lieferten. Ein wenig wie aus dem Nichts war der emsige Semih Zeybekoglu
plötzlich zur Torchance gekommen, die unter den analytischen Augen seines
Vaters im gut gefüllten Zuschauerbereich schon vergeigt schien, ehe es
Holsatias Nummer 17 dann doch noch irgendwie schaffte, die Kugel zum 0:1
hineinzulümmeln (10.).
Ein guter Start für die Krückaustädter, die im Folgenden aber zu wenig aus
ihrer reiferen Spielanlage machten. Der Aufsteiger hielt mit Kampf dagegen und
ließ erst gegen Ende des ersten Abschnitts wieder Gefährliches der Gäste zu.
Eine gute Doppelchance entschärfte Schlussmann Marvin Scholz gegen den beweglichen
Pavel Mensah und den im Nachschuss knapp verziehenden Zeybekoglu (36.) ebenso,
wie einen Kuhlmann-Versuch, den sich der Tormann im Nachfassen angelte (40.)
Wäre Daniel Grams doch bloß für den zweiten Ball durchgelaufen…
Scholz´ Gegenüber, Andre Robe, bekam dagegen (bislang) kaum etwas zu tun. Im
Rahmen eines Rückpasses trat er jedoch in den heistmer Naturrasen – aua!
Robe aber machte weiter und das war gut so, für sein Team! Denn während es mit
Ball kaum noch Zug nach vorne entwickelte, ließ es gegen das Spielgerät seltsam
viel zu.
So schien man TSV-Aufstiegstorjäger Paul Smit (41 Treffer) eine Etage höher
nicht viel zuzutrauen. Robe sicherte sich den Rechtsschuss halbrechts (47.), um
wenig später den Winkel geschickt zu verkürzen (53.). Perfekt war Smits
Chancen-Hattrick nur Sekunden später, als Robe Kopf und Kragen riskierte, um
nach Steckpass Tom Kruse gegen Smit zur Ecke zu retten (54.).
Holsatia hatte Courage komplett verlassen und auch ein Wechsel auf eine
defensive Fünferkette (bemerkenswert für eine selbsternannte Spitzenmannschaft
gegen den Neuling) vermochte dem Defensivsalat keine Stabilität verleihen (65.).
Ohne den heruntergenommenen Mensah fehlte nun gar einer der wenigen verblieben
Aktivposten…
Aktiv präsentierte sich hier nur noch Gut Heil, das aber zunehmend ins Hadern mit
der eigenen Chancenverwertung kam. T. Kruses Abschluss schnappte sich Robe
(68.) – genau wie einen Versuch von Jakob Schmidt im Fallen (75.).
Auch der Druck durch Zweikampfintensität nahm gegen Ende zu. Björn Schramm
foulte Holsatias Enes Guguk, der wiederum mit einem Schubser regierte. Nur
Heistmer sah den gelben Karton – eine von zahlreichen unglücklichen
Entscheidungen des nicht überzeugenden Schiedsrichterspanns (78.).
Salomonischer (Gelb für beide) gelang da schon die kurzzeitige Schlichtung
einer Auseinandersetzung der Herren Albers und Krüger (80.). Für letzteren eine
zu hohe Hypothek bei einem wenig später hart verübten Taktikfoul – gelb-rot
(82.)!
Doch auch mit einem Mann mehr blieb Holle beim passiven Spielansatz, der im
Falle einer weiteren Chance der Hausherren fast den längst Ausgleich
heraufbeschworen hätte. Clever steckte Schmidt zu T. Kruse durch, dem der
Winkel links vor dem Tor jedoch zu spitz wurde (87.).
Erst in der Nachspielzeit, als der TSV Heist alles nach vorne geworfen hatte,
ergaben sich vorzügliche Kontermöglichkeiten, die die Elmshorner aber jeweils
liegen ließen (90. & 90.+6).
Bis zum Ende der üppigen Nachspielzeit mussten die Kicker von der Wilhelmshöhe
somit warten, bis der letztlich auch duselbehaftete Auswärtssieg ins Ziel
gebracht war.
Bei aller Kritik vielleicht ja auch eine ganz gelungene Generalprobe für das
kommende Pokalduell mit dem Landesligisten aus Nienstedten, gegen den das Spiel
ohne Ball dann wirklich ein überlebenswichtiges Match-Element sein wird.
Tore: 0:1 Zeybekoglu (10.)
Schiedsrichter: Daniel Knautz
gelbe Karten: Münster, Pommerenke,
Schramm – Albers, Baloosh, Grichel
gelb-rote Karte: Krüger (TSV Heist,
82., Rudelbildung + Foulspiel)
Zuschauer: 75
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