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Samstag, 13. Dezember 2025

Spielbericht HSV Barmbek-Uhlenhorst 1.A - Walddörfer SV 2.A

Schrödingers Punktgewinn
„total inkonstant“: WSV-2008er zeigen wieder mal ihre zwei Gesichter

Wie unter einem Brennglas präsentierte die U18-Oberliga-Elf des Walddörfer SV zum Jahresabschluss 2025 noch einmal die volle Spannweite ihres Daseins. „Wenn man sich unsere erste Hälfte anguckt, war das irgendwie Arbeitsverweigerung!“, polterte Kapitän Arthur Schreiber über die ersten 45 Minuten, in denen man „überhaupt nichts auf den Platz bekommen“ hatte, was den WSV „stark macht“, um sich nach dem Seitenwechsel über eine richtig, richtig wichtige Leistungssteigerung“ zu freuen.
Der 2:2-Endstand – um es vorweg zu nehmen – also „auf jeden Fall gerechtfertigt“.
Akt eins eines wahrlich wechselhaften Auftritts, hatte sich nach zweimaliger Schonfrist (Schlussmann Maximilian Röndigs klärte im Duell mit dem freundlich per Ballverlust eingeladenen Timur Kilinc mit dem herausschnellenden Fuß zur Ecke (10.) und räumte später Gegenspieler Leon Önal ungestraft im Sechzehner ab (18.).) schließlich doch in einem Rückstand manifestiert. Ohne Konsequenz an der eigenen Grundlinie, schaute man Kyryl Karev und Spielmacher Richard Pilishvili dabei zu, wie letzterer die Kugel, von Philipp Hentschke abgefälscht, zu Mitspieler Kilinc beförderte, sodass der 9er nur noch einzustolpern brauchte (26.). – „Ein richtiges Kuller-Ding“!
Als dringend nötiger Wachmacher taugte der Knall des Gegentors aber mitnichten. Stattdessen verhinderte Röndigs in zuvor teils grotesk „verteidigten“ Szenen gleich dreimal binnen kürzester Zeit einen höheren Rückstand (29., 30. & 32.).
„Wir waren schlecht nach vorne, wir hatten keine Angebote im Zentrum, wir hatten keine Mann-Zuteilung, wir waren einfach überhaupt nicht wach und nicht präsent auf dem Platz!“, klagte der Gäste-Spielführer an. Und gerade als man immerhin einmal in die Nähe des gegnerischen Kastens kam, schlug BU-Kapitän Jan Brinkmann vor dem nachsetzenden Schreiber den langen Hafer, der den Roten gar nicht bekommen sollte. Ohne gegnerische Absicherung leitete der umtriebige L. Önal die Kugel mit dem Kopf weiter zum leicht abseits stehenden Leon Fijolek, der schließlich keine Mühe hatte, den diesmal defensiveren Torsteher zum 2:0 zu überwinden (39.).
Unverhoffte Linderung einer Halbzeit der „unfassbar vielen individuellen Unreinheiten“ folgte jedoch noch vor dem Seitenwechsel, als Len Henne eine eigentlich schon tote Offensivszene per Balleroberung wieder zum Leben erweckte und prompt zu Schreiber durchsteckte, der auf halbrechts „erstaunlich viel Zeit“ für den überlegten Abschluss vorfand: „Mit viel Zeit kommen auch mal viele Gedanken, aber ich habe es dann letztendlich ganz gut gemacht, den Ball in die lange Ecke gehauen“, beschrieb die Rückennummer 20 den eigenen Anschlusstreffer (42.), dessen Strahlkraft die wärmende Halbzeitpause freilich überdauern sollte. Ein „klarer, anderer Auftritt“ war es, den seine Farben in Abschnitt zwei auf die Platte brachten. Sicherlich hatte man auch „nach vorne hin mehr Räume vom Gegner bekommen“, doch „wir haben sie aber auch besser gewusst zu nutzen.“. Dazu steigerte man auf der anderen Seite auch durch personelle Umbauarbeiten die defensive Zweikampfquote. Was dabei nur fehlte: der Ausgleichstreffer. Vincent Nowak war dieser zwar auf Zuspiel Schreibers zwar sogar gelungen, nur hatte die knappe Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten andere Pläne (47.)…
Ansonsten probierte man es vornehmlich über Distanzschüsse (51. & 68.) und einen hohen Duve-Ball, der dank schwacher Klärung Hennes Tausendprozenter vorbereitete. BUs Maximilian Dick rettete jedoch mit dem langen Bein vor der Linie (66.).
Wieder nichts zu jubeln für das lebhafte Pöblikum auf den Rängen, doch da war ja noch diese eine, bisher ungenutzte, Stärke der Allhorn-Kicker, denen Leandro Duves Freistoß von links schließlich doch endlich die Pforte zu Linus Polsters 2:2-Kopfballtor himmelweit aufstieß (74.). Ein Standardtreffer gegen den sonst fehlenden Zug zum Tor!
Das Momentum jetzt klar auf Seiten des Auswärtsteams, das nach kluger Verlagerung auf Schreibers rechte Seite gar das Führungstor auf dem linken Fuß des nach innen ziehenden Strategen hatte (81.), ehe es in der Schlussphase aber plötzlich wieder in alte Muster verfiel.
Wie Espenlaub zitterte der Aufsteiger, als Polster Gegenspieler L. Önal in der zweiten Welle eines Freistoßes völlig aus den Augen verlor, der Trainersohn allerdings nur den Querbalken erwischte (85.). Eine vergebene Önal-Schusschance später (89.), lud die wiederum defizitäre Mann-Zuordnung zu BUs möglicher Führungsrückholung, diesmal durch Karev, ein. Mit der Brust bekam der Außenspieler das Leder aber nicht am zupackenden Röndigs vorbei (90.).
Aus einem Gastspiel, in dem „es echt wenig bis gar nichts“ gab, „was wirklich funktioniert hat“, wurde für den Walddörfer SV letztlich Schrödingers Punktgewinn: glücklich, unglücklich und doch irgendwie zu wenig für die eigenen Ansprüche.
„Total inkonstant und total durchwachsen“ fällt daher Schreibers Zwischenfazit zum Jahreswechsel aus. Rang acht bei 14 Punkten aus zehn Spielen fällt jedenfalls in die Kategorie „Ausbaufähig“. Zu oft hatte sich seine Kapelle „gegen die Teams aus dem unteren Teil der Tabelle fußballerisch angepasst und nicht so richtig die Stärken auf den Platz gebracht“.
„Totale Top-Spiele gegen die Leute in der oberen Tabellenhälfte“ machen jedoch Mut auf einen Platz unter den besten fünf in Hamburgs U18-Oberhaus.
„Konstanter werden und oben mitspielen“ lautet also die rot-weiße Losung für ein beständigeres 2026.

Tore: 1:0 Kilinc (26. Pilishvili), 2:0 Fijolek (39. L. Önal), 2:1 Schreiber (42. Henne), 2:2 Polster (74. Duve)

gelbe Karten: Ahmed, Kilinc – Henne, Bossen

Schiedsrichter: Zain Fallouh (Hoisbütteler SV: hätte sich das Leben mit der Unterbindung diverser Oberkörpervergehen deutlich einfacher gemacht, dem 2:0 ging eine Abseitsstellung des Torschützen voraus (39.), ob die Strafraumbegegnung Röndigs/L. Önal tatsächlich strafstoßreif verlief, konnte selbst das vorhandene Videomaterial nicht aufklären (18.).)

Zuschauer: 40





Sonntag, 30. November 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV 2.A - Walddörfer SV 2.A

Neuer Captain macht's auf die listige Tour
„Überragende Diszipliniertheit“ und cleverer Schreiber: WSV siegt und zieht am ETV vorbei

„Diszipliniertheit“. Nicht für jeden einfach auszusprechen, für die U18-Oberligatruppe des Walddörfer SV aber einer der beiden Kernpunkte zum unterm Strich ungefährdeten, wie „souveränen und total verdienten“ Auswärtssieg beim Eimsbütteler TV. „Wir waren total diszipliniert in unserem Defensivverhalten und haben einfach super verschoben, sind genau zu den richtigen Zeitpunkten hochgegangen und ETV sehr, sehr wenig Räume gelassen“, stimmte Arthur Schreiber den Lobgesang vor allem über die vortrefflich umgesetzte Kompaktheit im 5-4-1-System gegen den Ball an. „unsere Diszipliniertheit hat einfach überragend funktioniert. Also einfach, dass wir uns nicht haben locken lassen. Vor allem die Innenverteidiger. Und auch nach den Wechseln überhaupt keinen Leistungsabfall gehabt. Wir haben uns auf unser Spiel konzentriert, haben uns nicht auf irgendwelche Nickligkeiten eingelassen, haben den Schiri in Ruhe gelassen und waren vorne auch effizient.“:
Dem neutralen Beobachter hatte sich in der Tat ein Treiben der Marke Taktik-Porno geboten. Schreiber (39.) und der ETVer Mikail Savk (32.) erreichten mit Abschlüssen von außerhalb der Parzelle zumindest annähernd das Tor, ehe es bei einem Hellwig-Rechtsschuss, im Anschluss an eine Ecke von links, schon kleines bisschen aufregender wurde (44.).
Dann avancierte der neu bestimmte Kapitän höchst selbst zum zweiten Kernpunkt der WSV-Herrlichkeit, als Schreiber den Abschlagweg des gegnerischen Torwarts taktisch per Schubser kreuzte und dafür selber „einen Schlag auf den Rücken“ kassierte und diesen „dankend angenommen“ hatte. „Ein Strafstoß, den man so nicht geben muss“, gestand der „Gefoulte“, nicht ohne sich diebisch über Phil Bossens „schön unten links platzierten“ Treffer vom Punkt zum 0:1-Halbzeitstand zu freuen (45.+1).
Wieder nicht ganz frei von Diskussionen erhöhte die omnipräsente „falsche Neun“ kurz nach der Pause auf 0:2, als Schreiber „auch mit etwas Ziehen“ den Ball gegen den kantigen Yankuba Sanneh gewann und dadurch frei vor der Kiste den „guten Abschluss“ ins lange Eck setzen konnte (52.). „(…) das hat er im Mittelfeld auch laufen lassen. Und warum sollte er es dann pfeifen?!“, verteidigte der zum zweiten Durchgang nun auch optisch mit einer (aus der zweiten Mannschaft geliehenen) Kapitänsbinde ausgestattete Sommerneuzugang vom SC Sternschanze sein vorgehen.
„Wir hatten vielleicht noch zwei, drei vier gute Strafraumaktionen, die man auch hätte noch besser verwerten können“, wäre zum Beispiel bei einer von Schreiber per Steckpass eingeleiteten Köster-Chance gegen den rettenden Vadim Saks gar noch ein dritter WSV-Treffer möglich gewesen (68.).
Die Gastgeber blieben dagegen weitgehend ohne Ideen, das Walddörfer-Dickicht gefährlich zu überwinden. Einzig, wenn der eingewechselte Tunay Demirci seine wendigen Füße im Spiel hatte, versprühten die Roten so etwas wie Torgefahr. Exemplarisch dafür, wie gut die Gäste in den entscheidenden Momenten aber immer wieder hinter den Ball kamen, klärte Philipp Hentschke einen Saifatchine-Abschluss gerade noch im richtigen Moment vor dem weißen Streifen (65.).
Ansonsten spielten die „auf dem Platz total positiven“ Allhorn-Kicker die Angelegenheit komplikationslos nachhause, sodass sie nun als Tabellensechster den punktgleichen Vierten aus Norderstedt empfangen. „Nach diesem Sieg auch auf jeden Fall ein machbarer Gegner“, findet der Spielführer, der bis dahin hoffentlich eine eigene Alternative zur mannschaftseigenen Schwarz-rot-gold-Binde am Oberarm zur Verfügung hat: „Wir haben genug Qualität, um die zu schlagen. Das ist auf jeden Fall klar und das sollte auch unsere Herangehensweise sein.“.

Walddörfer SV: Röndigs – Addei, Duve, Bossen, Hentschke, Hellwig – Nowak, Henne, Schönberg, Köster – Schreiber, eingewechselt: Sander, Doberitz, Serge, Cabanillas Giglok, Trainer: Janis Dulige & Felix Hagen

Tore: 0:1 Bossen (45.+1, Strafstoßtor, Saks an Schreiber), 0:2 Schreiber (52.)

Schiedsrichter: Vin-Mika Albrecht

Zuschauer: 50

Überragende Figur des Nachmittags: Arthur Schreiber. 



Sonntag, 5. Oktober 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV 2.A - SC Victoria Hamburg 1.A

Sechserkette zu spät aufgelöst
Lange zu defensive Vicky-U18 verliert Derby beim ETV

Derby-Sonntag in Hamburg-Eimsbüttel, doch so richtiges Feuer kam im 17 Uhr-Spiel der U18-Oberliga zwischen dem Eimsbütteler TV und dem SC Victoria erst ansatzweise in der Schlussphase auf.
Der Regionalliga-Unterbau des ETV durch die 0:4-Niederlage BUs mit der Chance auf Rang zwei, diktierte das Geschehen im Duell der Teams, deren Heimspielstätten tatsächlich nur einen kräftigen Steinwurf entfernt liegen, mit massigen Spielanteilen gegen einen SC Victoria, der sich wiederum teils mit einer Sechserkette hinten einigelte. Guter Nährboden für einen unterhaltsamen Abend bei immer wieder aufziehenden Regenschauern war dies sicherlich nicht.
Zweimal musste der SCV dennoch in höchster Not klären (8. & 10.), ehe die Mauer kurz vor der Pause dann doch zu Staub zerfiel. Elias Baldé wählte in der Vicky-Hälfte einfach mal das Solo, um es im Stile eines Slalomläufers auszuführen und letztlich ins leere Gehäuse abzuschließen (43.).
Endlich fühlte sich daraufhin auch der Tabellenneunte einmal dazu berufen, einmal offensiv vorstellig zu werden, köpfte Ex-ETVer Finley Dresemeyer eine Cisse-Ecke gefährlich, aber für John Alimehmeti nicht unhaltbar, auf den ETV-Kasten (45.+2).
Mit dem zweiten Abschnitt war der Elan dann aber wieder verflogen. Vor allem nach dem 2:0, das der starke Lenny Gröning viel zu einfach über rechts vorbereiten und Milo Beutner am zweiten Pfosten erzielen konnte, waren die Gelben wieder erfolgreich zurückgedrängt (50.).
Erst, als sich der eingewechselte Finn Lux so langsam als Funkturm im Angriffszentrum akklimatisierte, schienen die Gäste hier ernsthaft Zählbares zu glauben. Der ebenfalls eingewechselte Maksim Marinkovic brachte Alimehmeti von halblinks im Strafraum zumindest in Handlungsnot (72.).
Belohnt wurde das nun deutlich höhere Vicky-Engagement aber erst vier Minuten vor dem Ende, als der bis dahin völlig wirkungslose Dresemeyer nach Foul an Bojan Pavlovic die Vorteilssituation erkannte und flach zum 2:1-Anschlusstreffer versenkte (86.).
Nun war es endlich das emotionale Derby, dessen setzte Augenblicke der ETVer Tamay Dagci nach einem etwas sehr vehementen Stoßen ohne Ballaktion und der fälligen roten Karte von draußen erleben musste (90.+3).
Seine verbliebenen zehn Kollegen verteidigten jedoch konzentriert, um im Konter gar die dicke Chance zur Vorentscheidung zu erhalten. Nach schnellem Gegenzug über Baldé entschied sich Till Newie aber uncleverweise für den eigenen Abschluss, anstatt noch einmal für den besser postierten Mitspieler querzulegen (90.+5). Am Ende egal, reichte es auch so für den nunmehr dritten Heimsieg und den Sprung auf den Vize-Thron von Hamburgs höchster U18-Spielklasse.

Tore: 1:0 Baldé (43.), 2:0 Beutner (50. Gröning), 2:1 Dresemeyer (86. Pavlovic)

rote Karte: Dagci (Eimsbütteler TV, 90.+3, Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Jacob Marquardt (SV UH Adler)

Zuschauer: 55




Sonntag, 28. September 2025

Spielbericht FC Teutonia 05 1.A - Walddörfer SV 2.A

„Zweite-Hälften-Krise endgültig beendet“
Wieder kein Leistungsabfall: Walddörfer SV-2008er siegen sich unten heraus

Im Duell der (bisher) Enttäuschten der U18-Oberliga räumte der WSV in gleich mehreren Punkten mit dem vorläufigen Saisonverlauf auf. Denn neben der Ergebniskrise ist laut Mittelfeld-Stratege Arthur Schreiber auch die zuletzt frappierende „Zweite-Hälften-Krise endgültig beendet“. Schon unter der Woche war das Novum von mindestens gleichwerten zweiten 45 Minuten bei siegreichem Ertrag gegen den Harburger TB (3:1) geglückt, um es diesmal über beide Hälften gänzlich souverän zu lösen.
„Wir haben heute über 90 Minuten gezeigt, dass wir wirklich guten Fußball spielen können und sehr, sehr viel spielerisch lösen können – und auch wollen!“, frohlockte Schreiber im Lobgesang, der trotz gewichtiger Überlegenheit und einigen Chancen (wieder so ein Merkmal der Roten) erst spät im ersten Abschnitt ergebnistechnische Untermauerung erfuhr. So zirkelte der Neuzugang vom SC Sternschanze seinen Freistoß zu genau an den Innenpfosten (30.), während ihm der Assist für einen Doberitz-Treffer von der spät erhobenen Abseitsfahne vermiest wurde (38.). Im nächsten Anlauf hatte das Gespann schließlich keine Beanstandungen, als sich Phil Bossen „mit einer Körperfinte“ erst „massig Platz verschaffte“, um beim Pass „ein bisschen Glück“ zu haben, dass „der Innenverteidiger da nicht richtig rankommt“. Dadurch fand das Leder den Weg zu Malte Doberitz, der „das vor dem Tor gut gemacht und das verdiente 0:1 erzielt hat“ (41.), erläuterte Walddörfers Nummer 20, die genau wie Kollege Leo Amtsberg (48.), zu Beginn des zweiten Abschnitts weitere Abschlüsse versuchten (54. & 72.).
Nur einmal – um es vorwegzunehmen – wackelte der komplikationslose Auswärtserfolg, als eine Unachtsamkeit Teutonias Shayan Taheri in Position beförderte, dieser jedoch zu unplatziert in den Eingriffsbereich des Torwarts zielte (58.).
„Uns ist besonders gut gelungen, dass wir wirklich nur sehr, sehr wenige hohe, lange Bälle geschlagen haben. Ja, es waren immer wieder Chip-Bälle hinter die Kette mit dabei, aber wir haben wirklich fast alles flach gelöst. Das war wirklich gut und hat nochmal unsere Qualität gezeigt!“, erfreuten sich die Gäste ansonsten über das Gros der Spielzeit an ihrer Lust am gepflegten Ballsport, die den kurz zuvor eingewechselten Jarno Köster in Form eines tiefen Duve-Anspiels gen Grundlinie schickte. Trotz „viel Ziehen und Zerren“ behielt der Joker „Ruhe und Übersicht“, um auch Goalie John Walter cool nach oben links zu überwinden (74.). Die Partie damit vorzeitig entschieden, zu limitiert waren die Möglichkeiten des Tabellenvorletzten, den Walter mit einem Block gegen Leandro Duve vor weiterem Unheil bewahrte (90.).
Einmal noch musste der Ex-Nienstedtener das Leder aber dennoch aus dem Netz holen: Abwehrrecke Linus Polster versenkte nämlich einen „klaren Elfmeter“, nachdem Perry Redner den emsigen Köster „unschlau abgeräumt“ hatte (90.+3), zum 0:3-Endstand.
Grund zur Freude also beim Aufsteiger, der seine Englische Woche mit zwei Siegen und einer Niederlage beendete. „Das finde ich auch in Ordnung“, resümierte Schreiber, dem der eng getaktete „Rhythmus sehr gut gefällt“. „Dadurch hast du die Möglichkeit, wenn du am Wochenende unglücklich verloren hast, unter der Woche direkt ein Zeichen zu setzen. Das haben wir hinbekommen! Wenn man dann auf die ersten zwei Spiele (jeweils vermeidbare Niederlagen gegen Mitaufsteiger) guckt, ist das umso ärgerlicher, dass wir davon nicht eines zumindest gewonnen haben; dann ständen wir schon mit neun Punkten da, die auf jeden Fall verdient gewesen wären. Aber im Großen und Ganzen gefällt mir die Englische Woche.“. Kein Wunder, sprang man vom „total ungerechtfertigten elften Platz“ auf den „deutlich gerechteren“ Rang sieben.

 Daheim gegen den bereits aus der Vorbereitung bekannten Niendorfer TSV winkt am kommenden Wochenende sogar der Anschluss ans obere Tabellendrittel. „Wir haben zwar gegen Niendorf in der Saisonvorbereitung gesehen, dass da große Differenzen zwischen uns in den Teams liegen und wie brutal wir da doch spielerisch besser sind, aber wir dürfen das nicht unterschätzen. Die haben jetzt oft auf den Kopf bekommen; die werden weiterhin weiter gewinnen wollen. Deswegen müssen wir da hochmotiviert reingehen!“, mahnte Schreiber, der beim Test-Vergleich, Anfang September, einen Doppelpack zum 6:1-Erfolg beisteuerte, zur Ernsthaftigkeit gegen das punktlose Schlusslicht.

Tore: 0:1 Doberitz (41. Bossen), 0:2 Köster (74. Duve), 0:3 Polster (90.+3, Strafstoßtor, Redner an Köster)

Schiedsrichter: Kiran Kraake (Hamburger SV)

Zuschauer: 50






Sonntag, 4. November 2018

Spielbericht HEBC 1.A - Eimsbütteler TV 2.A

HEBC überrollt den Rivalen
Derbysieg gegen ETV verschafft Luft in der U18-Oberliga

Einen echten Befreiungsschlag im Untergeschoss der U18-Oberliga legten die 2001er des HEBC am Sonntagabend hin. Nicht nur, dass man sich mit einem 6:2-Heimsieg ein wenig von den Abstiegsrängen absetzen konnte; man schaffte dies auch noch gegen den ungeliebten Eimsbütteler TV, den man im ersten Drittel des Spiels geradezu an die Wand nagelte.
So blieben die Jungs in der dunklen Spielkleidung nach Deniz Alans schnellem Führungstor (2.) voll bei der Sache, um etwas später gleich dreifach zu jubeln.
Den Anfang machte Alexander Brodersen als sicherer Foulstrafstoßschütze (Ben-Luis Plinz hatte den Gang zum Punkt ungeschickt verursacht, 20.), woraufhin wieder Alan – diesmal per Freistoß von der Strafraumkante – auf 3:0 erhöhte. Den Schlusspunkt dieses Zwischenspurts, bei dem den Hausherren nahezu alles Unternommene gelang, setzte danach Tom Schober mit seinem 4:0.
Eine Menge Holz für den tabellarisch besser gestellten ETV, der sich nach dieser katastrophalen Phase aber allmählich freischwamm.
Vor allem Emmanuel Yeboah profilierte sich als Vorbereiter einer Großchance (35.) und Nutznießer einer Moussong-Flanke (40.), nur wollte das Leder in beiden Fällen nicht über die Linie. Auf Einladung Alejandro Garcia-Mehrens´ gelang der Anschlusstreffer dann doch, als er mit links im Sechzehner abschließen konnte.
Unter dem nicht unbedingt auf Spielbetrieb in der Dunkelheit ausgelegten Flutlicht erkannte die Egloff-Elf wieder einen Hoffnungsschimmer, den das rasche 4:2 weiter aufhellte.
Julius Stegemann war es, der einen langen Freistoß unglücklich ins eigene Gehäuse lenkte.
Doch HEBC verteidigte den noch vorhandenen Vorsprung und setzte noch vor Beginn der Schlussphase den Angriff zum wichtigen 5:2, das aufs Konto Janek Meyers ging.
Auch eine fünfminütige Überzahl, weil der bereits verwarnte Eliah Ticoalu den Platz im Anschluss an eine Behandlung zu früh wieder betrat, vermochte das Ergebnis nicht zu beeinflussen. Ebenso wenig, wie die Tatsache, dass mit Dimitrios Papadopoulos ein Teil des HEBC-Trainerteams für seine unbegründete Beschwerdetirade gegen den Unparteiischen zeitgleich aus dem Innenraum flog.
Von der Tribüne aus hatte dieser dafür einen guten Blick auf eine geschlossene Mannschaftsleistung, die abermals Deniz Alan zählbar umsetzte, indem der 16- Jährige kurz vor Abpfiff, Dank eines fix ausgeführten Freistoßes, allein vor der Kiste, den 6:2-Endstand markierte.
Tor Nummer drei des Offensivmannes, der mit seinen Kollegen bis auf einen Zähler an den schwer geschlagenen Widersacher aus der Nachbarschaft herangerückt ist.

Tore: 1:0 Alan (2.), 2:0 Brodersen (20. Foulstrafstoß), 3:0 Alan (23.), 4:0 Schober (25.), 4:1 Yeboah (41. Garcia-Mehrens), 4:2 Stegemann (50. Eigentor, Krause), 5:2 Meyer (66.), 6:2 Alan (90.+3 Schober)

Zeitstrafe: Ticoalu (HEBC, 71.)

Schiedsrichter: Jann Philipp Dammaß (TuRa Harksheide)

Zuschauer: 75

Besonderes Vorkommnis: HEBC-Co-Trainer Dimitrios Papadopulos wurde wegen Meckerns aus dem Innenraum verwiesen (72.).