Schanze macht weiter
Boden gut
Überzeugender
Abendfußball beim 4:0 in Pinneberg
Wären die dritten Frauen des SC Sternschanze nach dem 5:3-Hinspielerfolg im Spätherbst
nicht in eine vier Spiele andauernde Krise (ein Zähler) geraten, wären sie am
Donnerstagabend vermutlich als strahlende Tabellenführerinnen der Kreisliga 01
zum verlegten Match des 18. Spieltags ins Pinneberger Gehölz gereist.
Die Rolle der Jägerinnen scheint der Elf aus dem Schanzenkäfig allerdings ganz
gut zu liegen. So baute sie ihre nun andauernde Siegesserie auf nunmehr fünf
aus.
Und das in durchaus überzeugender Manier, akklimatisierte sich Marineblau (der ebenfalls
blaue VfL sattelte kurzerhand auf Leibchen um) relativ schnell auf dem
großzügig bemessenen Naturrasen an der Raa. Mit geradlinigem Passspiel und
aktiven Laufangeboten wartete der SCS immer wieder gefährlich vor dem
gegnerischen Gehäuse auf, um die Führung jedoch durch einen Standard zu
kreieren. Ein Außenfreistoß von Carolin Rohe war es nämlich, den Carmen Willers
vorne zum 0:1 in die lange Ecke nutzte (9.).
Ebenfalls per Freistoß meldeten sich die Gastgeberinnen, deren Steilpässe in die
Tiefe oft zu wenig temperiert daher kamen, einmal zu Wort, sodass
SCS-Schlussfrau Fee Hahnert Maja Berndts ruhenden Ball über den Querbalken zu
lenken hatte (23.).
Auf der anderen Seite machten es die Gäste auf die spielerische Tour, die über Johanna
Reims rechte Seite zum Erfolg führte, weil Lina Stork eine Ablage der viel
eingebundenen Miriam Schacht zur Verdopplung ins kurze Eck veredelte (27.).
Doch damit nicht genug für diesen Abschnitt, erhöhte Alexandra Ney im Dickicht
einer Schacht-Ecke auf den 0:3-Pausenstand (45.+1).
Bis auf eine vergebene Schacht-Gelegenheit per Linksschuss (51.), verflachte
das Geschehen nach dem Seitenwechsel deutlich, was auch auf eine jetzt
physischere Herangehensweise auf der Koppel zurückzuführen war. Diverse Unterbrechungen
sorgten für eher schwergängige Fußballunterhaltung, die immerhin das Tor zum
0:4 einmal aufhübschte. Auf Steckpass von Rohe umkurvte Hannah Schlott Torfrau
Laura Ponwitz gekonnt, um flach zu finalisieren (66.).
Im nächsten Anlauf an Ponwitz gescheitert (67.) und in der Schlussphase etwas
zu hektisch ans Quergebälk (83.), verpasste die staffelweite Top-Torschützin (21
Treffer) die Wiederholung ihres Hinspieldoppelpacks.
So bleibt noch ein bisschen Luft nach oben für das kommende Spitzenspiel gegen
den Tabellenzweiten aus Ellerau, mit dem sich Schanze am Mittwoch darauf gleich
nochmal messen darf. Zwei Siege hierbei und die Schanzenequipe wäre zurück in
den Aufstiegsrängen.
Die jungen Pinnebergerinnen, bei denen Torfrau Ponwitz angeschlagen
ausgeschieden war (80.), treffen derweil am Samstag auf alte
Vereinskolleginnen, wenn es auswärts im Derby beim Rellinger FC an die Pille
geht. Schließlich lief die Elf um Kapitänin Finja Ziegert einst vollständig vom
VfL über.
Tore: 0:1 Willers (9. Rohe), 0:2 Stork (27. Schacht), 0:3 Ney
(45.+1, Schacht), 0:4 Schlott (66. Rohe)
Schiedsrichter: Daniel Heins (SV Rugenbergen)
Zuschauer: 8
Donnerstag, 26. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg 1. Frauen - SC Sternschanze 3. Frauen
Samstag, 12. März 2022
Spielbericht SV Blau-weiß 96 Schenefeld 1. Frauen - SC Sternschanze 3. Frauen
„Geschenk
für Papa“: Schanze entthront Blau-weiß!
Rückkehrerin
Anna Hatzius Sarramona entscheidet Gipfeltreffen aus der Ferne
Einen organisatorischen Pyrrhussieg handelte sich an der Tabellenspitze der
Frauen Kreisliga 01 sich die Elf Blau-weiß 96 Schenefelds im Duell der
Gigantinnen gegen den SC Sternschanze ein. Gekonnt hatte man im Vorfeld eine
vom feriengeplagten SCS mehrfach erbetene Spielverlegung verschleppt, sodass
die Kickerinnen aus dem „Käfig“ als illustre Mischung aus allem, was irgendwie
aufzutreiben war, ans Stadion „Achter de Weiden“ anreisten – und die
Spitzenreiterinnen stürzten!
Zur zentralen Figur an diesem bislang wärmsten Tag des Jahres avancierte
hierbei Anna Hatzius Sarramona. Nicht nur, weil die Ex-St. Paulianerin aus der
Schanze-Jugend tatsächlich das Abwehrzentrum bekleidete – nein, gelang der für
das Duell aus Amsterdam zurückgeholten 19-Jährigen das goldene Tor des Tages
(82.). „Es war mir eine Ehre“, freute sich die
erstmals nach längerer Fußballpause wieder gegen das Leder tretende Trainertochter,
gemeinsam mit Schwesterchen Laia (17) für „ein Geschenk für Papa, der letzten
Dienstag Geburtstag hatte“ gesorgt zu haben.
Die Schlachtenbummler auf den Rängen hatten sich zum Zeitpunkt des Siegtreffers
bereits auf eine torlose Punkteteilung der beiden Paradeoffensiven, die
gemeinsam bereits 160 Tore in 25 Spielen für sich verbuchten, eingestellt.
Leonie Stieglitz war auf Seiten der Gastgeberinnen zweimal an der gut
aufgelegten Merle Borgert gescheitert (5. & 66.), Schanze meldete sich
derweil mit Angelika Chrabkowski Versuch, entschärft durch
Blau-weiß-Torsteherin Nina Reincke, zu Wort (53.).
Alles lief in diesem emsig geführten Toppspiel auf das Remis hinaus, doch dann
landete das Spielgerät als zweiter Ball bei A. Hatzius Sarramona, die es aus 18
Metern, links an der Torfrau vorbei, in die Maschen zielte.
Acht Minuten und noch etwas mehr als drei obendrauf überstanden die
Schanzerinnen daraufhin schadlos, sodass sie trotz der schwierigen Vorzeichen
die Tabellenspitze von den nun um drei Zählern distanzierten Schenefelderinnen
übernehmen konnten.
Den Sprung in die Bezirksliga haben die aus der ehemals B-Mädchen-Oberliga
heraus gegründeten 3. SCS-Frauen für die verbliebenen fünf Partien weiter in
eigener Hand.
Tore: 0:1 A. Hatzius Sarramona (82.)
Schiedsrichter: Norik Mkrtschjan (SV
Lurup, Note 2,5)
Zuschauer: 49