Erlösung
per Abstauber
In
der 89.! SV Friedrichsgabe verhindert die Schmach gegen den Letzten
Nur eine einzige Minute hatte gefehlt, zur Überraschung des Spieltags in der
Kreisklasse 6. Zentnerlasten fielen schließlich in der 89. Minute von der Seele
des SV Friedrichsgabe, der zuvor (fast) erfolglos gegen den mauernden Tabellenletzten,
einen Torwart mit Magneten an den Händen und mehrfaches Alu-Pech anrannte.
Dass die Kontrahenten vor der Partie im Klassement acht Plätze und 24 Punkte
trennten, leuchtete am Sonntagnachmittag auch dem weniger sachkundigen
Beobachter ein. Der RSC verbarrikadierte sich tief in der eigenen Hälfte und
ließ dabei dennoch einiges zu.
So überraschte es nicht, dass bereits der ersten konkrete Spielzug der
Hausherren saß. Geruhsam aus der eigenen Defensive aufgebaut, finalisierten
Jonas Becker per Heber ins Zentrum und der ebenfalls lupfende Maximilian Riebow
zur frühen 1:0-Führung (4.).
Ging ja gut los, für den überlegenen SVF, der durch Daniel Grewe aus dankbarer
Kopfballposition die prompte Verdopplung verpasste (6.).
Doppelt ärgerlich, denn auf der anderen Seite stellte das nur zwei Zähler
schwere Schlusslicht mit seinem ersten – und einzigen echten Torschuss des
Tages auf 1:1. Einen Freistoß von rechts brachte Amir Ahmadi hoch in die Mitte,
wo Torben Albrecht als einziger Interessent einlief und aus kurzer Entfernung
versenkte (8.).
Kein Beinbruch für das Heimteam, wollte man meinen. Schließlich MUSS die
Überlegenheit doch zwangsläufig zum erneuten Torerfolg führen. Mangelnde
Präzision im Abschluss (20., 24., 40., 41. & 41.) und ein herausragender
Pascal Marx zwischen den RSC-Pfosten (28., 38., 40. & 43.) ließen die
Norderstedter jedoch zunehmend verzweifeln.
Nur 1:1 nach dem ersten Durchgang, dem sein sportlicher Zwillingsbruder folgen
sollte. Von nun aber neu im Sortiment des Chancenwuchers: Alu-Treffer! So
erwischten Julian Roeper (51.) und Kollege Riebow (71. & 75.) jeweils den
Querbalken, während Roepers Pfostenschuss aus drei Metern schon der Sargnagel
für alle Hoffnung auf das längst überfällige 2:1 zu sein schien (87.).
Dann aber die Erlösung per Standard: Freistoß von linksaußen, Chaos im
Strafraum der Rahlstedter und irgendwie schob der bis dahin gänzlich glücklose
Indir Sertovic das Leder in Abstaubermanier über den weißen Streifen (89.).
Viel zu überstehen gab es daraufhin nicht mehr, pfiff Schiedsrichter Arthur
Schreiber (SC Sternschanze) nach lediglich einer halben Nachspielminute ab.
Nicht, weil die AKN retour gen Hansestadt wartete, sondern weil es der RSC war,
der zuvor eifrig an der Uhr gedreht hatte…
Der SV Friedrichsgabe korrigierte damit den bislang einzigen Liga-Auftritt in
2025 (1:3 in Quickborn) auf der letzten Rille, während die wackeren elf Männer
von der Scharbeutzer Straße einmal mehr ohne Ertrag von dannen schlichen.
Tore: 1:0 Riebow (4.
Becker), 1:1 T. Albrecht (8. Ahmadi), 2:1 Sertovic (89.)
gelbe Karten: Sertovic, Riebow –
Folgmann Gomez
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze, Note 1,5: hatte die Lage mit ruhiger, sicherer
Ausstrahlung stets im Griff, richtig, im Strafraumduell Ha-Ngoc/Sertovic nicht
auf Strafstoß zu entscheiden, da der Rahlstedter knapp den Ball spielte, 75.)
Zuschauer:40
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lange (fast) unbezwingbar: Goalie Pascal Marx. |