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Sonntag, 12. Juli 2026

Spielbericht TV Gut-Heil Wrist - FC Reher-Puls

Die Schittigs machen´s nochmal spannend
Späte Anschlusstore: Pokalnachmittag nimmt späte Fahrt auf

Das wäre fast noch ins Auge gegangen! Trotz Favoritenrolle und vor allem einer scheinbar sicheren 3:0-Führung hing der Zweitrundeneinzug im Kreispokal Westküste für die Elf des FC Reher/Puls am Ende nochmal am seidenen Faden.
Zu Gast beim gerade in die Kreisklasse B abgestiegenen TV Gut-Heil in Wrist, kam der Kreisligaabsteiger schon etwas überraschend zur Führung, die Ipke Mertens einfach mal per Einzelaktion durchs Zentrum erzwang (36.)
Bis dahin gehörten die attraktiveren Szenen nämlich klar den Hausherren, deren Idee des Umschaltens durchaus gefiel. Und auch direkt nach dem 0:1 verzeichnete man mit Abdullah Kabalans schön über links herausgespielten Pfostentreffer einen echten Kracher (37.), doch die Tore schoss der freilich effiziente Kontrahent.
So schaffte es der tief geschickte Tom Christ, Gut-Heil-Goalie Marc-Philipp Hamann in zwei Anläufen zu überwinden (42.), ehe Jonas Wittmaack das Leder aus spitzem Winkel kompromisslos zum 0:3-Pausenstand einschweißte, nachdem ihn Pierre Stawinski in Klärungsabsicht abgeschossen und ihm auf diese Weise unfreiwillig assistiert hatte (45.).
Die tapferen Wrister damit quasi schon zur Pause ausgeschieden, zumal sich lange im zweiten Abschnitt nichts Wendeverdächtiges tat. Das höchste Gefahrenpotential versprühte in Minute 56 eine Brüderkombination der Schittigs, die Malte auf Zuspiel Fabians knapp vor der Kiste verzog.
Auf der anderen Seite ließen nun auch die Rot-weißen offensive Federn, vermochten sie es nicht, einige Situationen im vorderen Drittel zielstrebig abzuschließen. Sinnbildlich dafür stand ein zu umplatziertes Scheitern von Christ an Hamann (64.), dessen Vorderleute es ihm mit dem 1:3 danken sollten. M. Schittig hatte den ruhenden Ball hereingebracht, an den F. Schittig schneller herankam als der FC-Schlussmann, sodass die eroberte Kugel satt hineingewemmst werden konnte (73.).
Ein lauer Kick plötzlich wieder auf Betriebstemperatur, weil der Klassentiefere seinen Glauben an sich und die Überraschung (wieder-)gefunden hatte. Doof nur für die Elf von Trainer Peter Drohn, dass die Sanduhr gnadenlos herunterrieselte und zwei exzellente Freistoßpositionen in Sechzehnernähe keinen Anschlusstreffer produzierten (89. & 90.+1). Im Nachgang eines von Martin Geisler parierten M. Schittig-Freistoßes war es dann aber doch noch passiert, rutschte der nachfolgende Ball von der Fahne irgendwie durch ins Netz. Offizieller Torschütze: M. Schittig!
Zähe, schier endlose 300 Sekunden Nachspielzeit mussten die Gäste daraufhin noch mit ehrlicher Zweikampfarbeit und Entlastungsbällen füllen, um noch ein letztes Mal in Bedrängnis zu kommen. Aus dieser versuchte es M. Schittig in halblinker Strafraumposition, doch außer einem Abstoß hatte die Szene keine weiteren Folgen. Das Zweitrundenduell mit Verbandsligist Fortuna Glückstadt bestreitet nächste Woche der FC Reher/Puls!

Tore: 0:1 Mertens (36.), 0:2 Christ (42.), 0:3 Wittmaack (45.), 1:3 F. Schittig (73. M. Schittig), 2:3 M. Schittig (90.+2, F. Schittig)

Schiedsrichter: Tobias Kossiski (TSV Brokstedt)

Zuschauer: 50





Sonntag, 20. Juli 2025

Spielbericht TV Gut-Heil Wrist - Hohenasper SC

Entscheidung per Standard
Favorit weiter: HSC kontert Wrister Aufbäumen mit ruhendem Ball

Kreisliga schaltet Kreisklasse A aus – der Hohenasper SC eine Runde weiter! Was sich in der zweiten Runde der Kreispokal-Westküste-Südausgabe beim Außenseiter in Wrist abspielte, vermochte jenen, die es mit den Grünen hielten, jedoch erstmal überhaupt nicht zu gefallen. Der TV Gut-Heil mischte das Geschehen nämlich ordentlich auf und profitierte dabei vor allem von der offensiv ausgelegten Verteidigungsart des Favoriten. So hebelte ein Steckpass von Luk Armbrust die Gäste satt aus, ehe nur noch Schlussmann Julian Schillke souverän im Duell mit Lasse Jakobeit zur Rückstandsabwendung beitrug (10.).
Kurz danach war gegen den heranstiefelnden Quentin Kramer kein Eingreifen nötig: der Rechtsschuss im Fallen hatte leicht zu viel Linksdrall (11.). Zur Wahrheit gehört hier allerdings auch, dass nur Sekunden zuvor der HSC seine Führung am Querbalken zerschellen sah.
So komplett aus der Luft gegriffen war die erste Änderung am Spielstand also nicht, als Philip Ukpabia über rechts vorarbeitete und die Kugel mit eben so viel Glück zu Meiko Witt bekam, wie der Angreifer beim abgefälschten 0:1 hatte (16.).
Ein Treffer, der dem Fast-Absteiger aus der Kreisliga West spürbar Sicherheit verlieh. Das Problem nur: Chancen entstanden trotz der besseren Spielanteile nur selten. Und als doch, bolzte Jendrik Nickels freistehend drüber – da war mehr drin (34.)!
Ein Gedanke, der nur vier Minuten später die Seite wechselte, vergeigte nun mit Q. Kramer ein Wrister aus kürzester Distanz (38.). Will denn hier keiner Tore schießen?!
Doch, machte Nickels drüben im nächsten Anlauf kurzen Prozess per Drehschuss. Satt linksunten getroffen, las sich das Ergebnis zur Pause doch schon etwas erhabener.
Noch mehr nach einer knappen Stunde, weil der eingewechselte Vladimir Mostovoj eine Ecke perfekt in den nicht weniger idealen Laufweg des mit rechtes einlochenden Pascal Tombrock auf den zweiten Pfosten schlug. Besser geht es nicht (59.)!
Mostovoj und Co nun klar am Drücker und mit genügend Chancen, weit davonzuziehen. Das aber nur einzige weitere Tor dieser Phase gelang erneut Tombrock, dessen Abschluss von halblinks gen Dreiangel gesaust war (63.).
Ein Umstand, der wiederum die textmarkerorangenen Platzherren ein wenig zurück ins Spiel kommen ließ. Denn kaum kombinierten sich Fabian und Malte Schittig einmal durch die HSC-Defensive, verkürzte Abdullah Kabalan im Gleichschritt mit Gegenspieler Kevin Voss auf 1:4 (81.), woraufhin der auffällige Marcel Cocu Doppelpass mit dem willensstarken Jakobeit (blieb trotz Zerren am Leiberl auf den Beinen) das 2:4 nachlegte (85.).
Bevor die Lage hier doch noch vollends kippte, schafften die Gäste über einen Standard endgültige Weiterkommensfakten. Kim-Ole Kunzmanns Freistoß drückte Mostovoj im Duell mit Dominik Paulsen zum 2:5-Endstand über die Linie (88.). Nach dem 3:0 beim Kreisklasse C-Vertreter FC Averlak war es also wieder ein Erfolg mit drei Treffern Differenz, der den Hohenasper SC in der Verlosung um den Pokalsieg hält. Im nächsten Schritt geht es nun im gesamten Fußballkreisgebiet darum, aus den verbliebenen 16 Teams den Titelträger zu finden.

Tore: 0:1 Witt (16.
Ukpabia), 0:2 Nickels (39. Ukpabia), 0:3 Tombrock (59. Mostovoj), 0:4 Tombrock (63.), 1:4 Kabalan (81. M. Schittig), 2:4 Cocu (85. Jakobeit), 2:5 Mostovoj (88. Kunzmann)

gelbe Karten: keine – Granow, Schwanke

Schiedsrichter: Marvin Lucas Debbert (VfR Horst)

Zuschauer: 50



Samstag, 2. November 2024

Spielbericht TV Gut Heil Wrist - VfR Horst III

Eine Halbzeit lang Mikro-Krise
Halbes Sieger-Dutzend nach Pausenrückstand für Primus VfR Horst III

Eine Halbzeit lang lag die Überraschung in der Luft; eine Halbzeit lang lief der Tabellenführer in Schleswig-Holsteins Kreisliga A-West-2 im Kreis Westküste Gefahr, ein zweites Mal hintereinander sieglos zu bleiben. Doch dann ließ der Primus seine Muskeln spielen.
Auswärts beim TV Gut Heil Wrist, wo der archaische Charme der 70er-Jahre auf jedem Quadratzentimeter zu fühlen ist, hatten die Gäste rasch mehr vom Spiel, ohne dabei aber so richtig zwingend zu werden.
Der TV, bei dem Zentrumsspieler Max Nötzelmann für einen Toilettengang den einzigen Auswechselspieler zum überrumpelten Einsatz verhalf (26.), beschränkte sich dagegen aufs Verteidigen und fuhr gut damit. Im Zuordnungs-Chaos durch Nötzelmanns Latrinenbesuch wäre der Damm um ein Haar gebrochen, als Michel Gorny eine Meseck-Flanke nicht nur AUFS, sondern auch INS Tor köpfte. So zumindest die vehement kommunizierte Wahrnehmung des Horster Ur-Gesteins (seit Herren-Eintritt 2009 ausschließlich für den VfR aktiv). Schiedsrichter Dennis Gercken (TSV Kollmar) hatte die Kugel bei Sascha Bernhardts Nachfassen allerdings nicht hinter dem leicht schiefen Kreidestreifen gesehen und verwarnte den verhinderten Torschützen auch noch wegen Meckerns (27.).
Grund zum Hadern hatte wenig später auch Kollege Aaron Scholz, dessen aussichtsreicher Kopfball wiederum drei Meter über das Tor, auf den Nachbarsplatz flog (32.). Das Spiel mit der Kugel am Fuß beherrschte der technisch nicht unbegabte „10er“ trotz der grenzwertigen Hügellandschaft an der Quarnstedter Straße deutlich besser…
Deutlich besser wurde in der Folge auch das offensive Erscheinungsbild der zunehmend mutigeren Gastgeber, wenngleich deren Torchancen eher dem Zufall und vor allem dem langen Hafer entsprangen. So rutschte ein weiter Schlag einmal zu Quentin Kramer in schöner Schussposition durch. Diesmal klar VOR der Linie sicherte sich VfR-Torsteher Rene Lemke den Versuch im Nachsetzen (38.).
Nach einem sehenswerten Freistoß, den Luk Armbrust nur knapp über Lemkes Tor segeln ließ (45.), schien das Glück des Spitzenreiters schließlich aufgebraucht. Noch vor dem Pfiff zum wärmenden Kabinengang verschaffte sich Malte Schittig bei einem hohen Ball ins Mittelfeld etwas armlastig den nötigen Platz, um dann aus der zweiten Reihe herrlich per Weitschuss das überraschende 1:0 zu portraitieren (45.+1.). Wieder Proteste des VfR unter dem malerischen Abendrot der Provinz, doch wann haben solche jemals Erfolg gebracht…
Klar sinnvoller war dagegen die sportliche Antwort, die die hochmotivierten Gäste sofort herbeizuführen gedachten. Und siehe da: es geht doch! Der TV, gedanklich noch nicht zurück auf seiner wilden Wiese, schenkte Tobias Meseck nicht den nötigen Gegnerdruck, sodass der passgenaue Abschluss mit Hilfe des Innenpfostens das 1:1 bedeutete (51.).
Etwas zu viel des körpernahen Einsatzes (Grätsche im Strafraum) führte kurz darauf zur vollendeten Wende, die Scholz gewohnt sicher vom Punkt besorgte (54.).
Mit Gornys 1:3 (63.) war Gut Heil vorzeitig quasi erlegt.
Und sogar die Ästhetik fand an diesem Samstagabend Einzug in die Partie, als Meseck fein in Bastian Clasens Laufweg spielte und dieser die Kugel gefühlvoll über den herausstürzenden Bernhardt zum 1:4 ins Netz hob (70.). Der unsanfte Zusammenprall danach war im wahrsten Sinne des Wortes zu verschmerzen.
Erneut von Schittig flach geprüft, durfte sich auf der anderen Seite auch Lemke nochmal auszeichnen (78.), während es vorne weiter wie am Schnürchen lief. Eine dankbare Einladung des stetig abbauenden Gegners nutzte Joker Claas Michelkowski zum 1:5 (81.), woraufhin zwei Minuten vor Ultimo auch Kapitän Dragan Suta jubeln durfte. Mit vollem Einsatz hatte Patrick Schiller das Spielgerät von der linken Seitenlinie gekratzt, um Suta per Querpass zu bedienen. Linksunten schlug es ruck-zuck ein. Da kann man sich vor Freude schon mal das Leiberl vom Rumpf reißen…
Ein halbes Dutzend war es also bei sechs verschiedenen Schützen am Ende doch noch geworden, für die Weiß-schwarzen, die auch ohne den gesperrten Max Sommer (flog beim Remis in Hohenwestedt (1:1) wegen einer Tätlichkeit vom Feld) letztlich ungefährdet ihren neunten Saisonsieg (im zehnten Match) einfuhren.
Kommende Woche geht es nun zum Spitzenspiel gegen den „Vize“, SV Peissen. Ein Sieg dort und der Verfolger wäre auf bereits neun Zähler distanziert. Der Sprung in die achtklassige Kreisliga nimmt erste Konturen an.

Tore: 1:0 Schittig (45.+1), 1:1 Meseck (51. Ketelsen), 1:2 Scholz (54., Foulstrafstoß), 1:3 Gorny (62.), 1:4 Clasen (70. Meseck), 1:5 Michelkowski (81.), 1:6 Suta (88. Schiller)

gelbe Karten: Jakobeit – Gorny, Meseck, Suta

Schiedsrichter: Dennis Gercken (TSV Kollmar)

Zuschauer: 45