Die Schittigs machen´s nochmal
spannend
Späte
Anschlusstore: Pokalnachmittag nimmt späte Fahrt auf
Das wäre fast noch ins Auge gegangen! Trotz Favoritenrolle und vor allem einer scheinbar
sicheren 3:0-Führung hing der Zweitrundeneinzug im Kreispokal Westküste für die
Elf des FC Reher/Puls am Ende nochmal am seidenen Faden.
Zu Gast beim gerade in die Kreisklasse B abgestiegenen TV Gut-Heil in Wrist,
kam der Kreisligaabsteiger schon etwas überraschend zur Führung, die Ipke
Mertens einfach mal per Einzelaktion durchs Zentrum erzwang (36.)
Bis dahin gehörten die attraktiveren Szenen nämlich klar den Hausherren, deren
Idee des Umschaltens durchaus gefiel. Und auch direkt nach dem 0:1 verzeichnete
man mit Abdullah Kabalans schön über links herausgespielten Pfostentreffer
einen echten Kracher (37.), doch die Tore schoss der freilich effiziente Kontrahent.
So schaffte es der tief geschickte Tom Christ, Gut-Heil-Goalie Marc-Philipp
Hamann in zwei Anläufen zu überwinden (42.), ehe Jonas Wittmaack das Leder aus
spitzem Winkel kompromisslos zum 0:3-Pausenstand einschweißte, nachdem ihn
Pierre Stawinski in Klärungsabsicht abgeschossen und ihm auf diese Weise unfreiwillig
assistiert hatte (45.).
Die tapferen Wrister damit quasi schon zur Pause ausgeschieden, zumal sich
lange im zweiten Abschnitt nichts Wendeverdächtiges tat. Das höchste
Gefahrenpotential versprühte in Minute 56 eine Brüderkombination der Schittigs,
die Malte auf Zuspiel Fabians knapp vor der Kiste verzog.
Auf der anderen Seite ließen nun auch die Rot-weißen offensive Federn,
vermochten sie es nicht, einige Situationen im vorderen Drittel zielstrebig
abzuschließen. Sinnbildlich dafür stand ein zu umplatziertes Scheitern von
Christ an Hamann (64.), dessen Vorderleute es ihm mit dem 1:3 danken sollten. M.
Schittig hatte den ruhenden Ball hereingebracht, an den F. Schittig schneller
herankam als der FC-Schlussmann, sodass die eroberte Kugel satt hineingewemmst
werden konnte (73.).
Ein lauer Kick plötzlich wieder auf Betriebstemperatur, weil der Klassentiefere
seinen Glauben an sich und die Überraschung (wieder-)gefunden hatte. Doof nur für
die Elf von Trainer Peter Drohn, dass die Sanduhr gnadenlos herunterrieselte
und zwei exzellente Freistoßpositionen in Sechzehnernähe keinen Anschlusstreffer
produzierten (89. & 90.+1). Im Nachgang eines von Martin Geisler parierten M.
Schittig-Freistoßes war es dann aber doch noch passiert, rutschte der
nachfolgende Ball von der Fahne irgendwie durch ins Netz. Offizieller Torschütze:
M. Schittig!
Zähe, schier endlose 300 Sekunden Nachspielzeit mussten die Gäste daraufhin
noch mit ehrlicher Zweikampfarbeit und Entlastungsbällen füllen, um noch ein
letztes Mal in Bedrängnis zu kommen. Aus dieser versuchte es M. Schittig in
halblinker Strafraumposition, doch außer einem Abstoß hatte die Szene keine weiteren
Folgen. Das Zweitrundenduell mit Verbandsligist Fortuna Glückstadt bestreitet nächste
Woche der FC Reher/Puls!
Tore: 0:1 Mertens (36.), 0:2 Christ (42.), 0:3 Wittmaack
(45.), 1:3 F. Schittig (73. M. Schittig), 2:3 M. Schittig (90.+2, F. Schittig)
Schiedsrichter: Tobias Kossiski (TSV Brokstedt)
Zuschauer: 50
Sonntag, 12. Juli 2026
Spielbericht TV Gut-Heil Wrist - FC Reher-Puls
Sonntag, 20. Juli 2025
Spielbericht TV Gut-Heil Wrist - Hohenasper SC
Entscheidung per Standard
Favorit
weiter: HSC kontert Wrister Aufbäumen mit ruhendem Ball
Kreisliga schaltet Kreisklasse A aus – der Hohenasper SC eine Runde weiter! Was
sich in der zweiten Runde der Kreispokal-Westküste-Südausgabe beim Außenseiter in
Wrist abspielte, vermochte jenen, die es mit den Grünen hielten, jedoch erstmal
überhaupt nicht zu gefallen. Der TV Gut-Heil mischte das Geschehen nämlich
ordentlich auf und profitierte dabei vor allem von der offensiv ausgelegten
Verteidigungsart des Favoriten. So hebelte ein Steckpass von Luk Armbrust die
Gäste satt aus, ehe nur noch Schlussmann Julian Schillke souverän im Duell mit
Lasse Jakobeit zur Rückstandsabwendung beitrug (10.).
Kurz danach war gegen den heranstiefelnden Quentin Kramer kein Eingreifen
nötig: der Rechtsschuss im Fallen hatte leicht zu viel Linksdrall (11.). Zur Wahrheit
gehört hier allerdings auch, dass nur Sekunden zuvor der HSC seine Führung am
Querbalken zerschellen sah.
So komplett aus der Luft gegriffen war die erste Änderung am Spielstand also
nicht, als Philip Ukpabia über rechts vorarbeitete und die Kugel mit eben so viel
Glück zu Meiko Witt bekam, wie der Angreifer beim abgefälschten 0:1 hatte
(16.).
Ein Treffer, der dem Fast-Absteiger aus der Kreisliga West spürbar Sicherheit
verlieh. Das Problem nur: Chancen entstanden trotz der besseren Spielanteile nur
selten. Und als doch, bolzte Jendrik Nickels freistehend drüber – da war mehr
drin (34.)!
Ein Gedanke, der nur vier Minuten später die Seite wechselte, vergeigte nun mit
Q. Kramer ein Wrister aus kürzester Distanz (38.). Will denn hier keiner Tore
schießen?!
Doch, machte Nickels drüben im nächsten Anlauf kurzen Prozess per Drehschuss.
Satt linksunten getroffen, las sich das Ergebnis zur Pause doch schon etwas
erhabener.
Noch mehr nach einer knappen Stunde, weil der eingewechselte Vladimir Mostovoj eine
Ecke perfekt in den nicht weniger idealen Laufweg des mit rechtes einlochenden
Pascal Tombrock auf den zweiten Pfosten schlug. Besser geht es nicht (59.)!
Mostovoj und Co nun klar am Drücker und mit genügend Chancen, weit
davonzuziehen. Das aber nur einzige weitere Tor dieser Phase gelang erneut
Tombrock, dessen Abschluss von halblinks gen Dreiangel gesaust war (63.).
Ein Umstand, der wiederum die textmarkerorangenen Platzherren ein wenig zurück
ins Spiel kommen ließ. Denn kaum kombinierten sich Fabian und Malte Schittig
einmal durch die HSC-Defensive, verkürzte Abdullah Kabalan im Gleichschritt mit
Gegenspieler Kevin Voss auf 1:4 (81.), woraufhin der auffällige Marcel Cocu Doppelpass
mit dem willensstarken Jakobeit (blieb trotz Zerren am Leiberl auf den Beinen) das
2:4 nachlegte (85.).
Bevor die Lage hier doch noch vollends kippte, schafften die Gäste über einen Standard
endgültige Weiterkommensfakten. Kim-Ole Kunzmanns Freistoß drückte Mostovoj im
Duell mit Dominik Paulsen zum 2:5-Endstand über die Linie (88.). Nach dem 3:0
beim Kreisklasse C-Vertreter FC Averlak war es also wieder ein Erfolg mit drei
Treffern Differenz, der den Hohenasper SC in der Verlosung um den Pokalsieg hält.
Im nächsten Schritt geht es nun im gesamten Fußballkreisgebiet darum, aus den verbliebenen
16 Teams den Titelträger zu finden.
Tore: 0:1 Witt (16. Ukpabia),
0:2 Nickels (39. Ukpabia), 0:3 Tombrock (59. Mostovoj), 0:4 Tombrock (63.), 1:4
Kabalan (81. M. Schittig), 2:4 Cocu (85. Jakobeit), 2:5 Mostovoj (88. Kunzmann)
gelbe Karten: keine – Granow, Schwanke
Schiedsrichter: Marvin Lucas Debbert (VfR Horst)
Zuschauer: 50
Samstag, 2. November 2024
Spielbericht TV Gut Heil Wrist - VfR Horst III
Eine
Halbzeit lang Mikro-Krise
Halbes
Sieger-Dutzend nach Pausenrückstand für Primus VfR Horst III
Eine Halbzeit lang lag die Überraschung in der Luft; eine Halbzeit lang lief
der Tabellenführer in Schleswig-Holsteins Kreisliga A-West-2 im Kreis Westküste
Gefahr, ein zweites Mal hintereinander sieglos zu bleiben. Doch dann ließ der
Primus seine Muskeln spielen.
Auswärts beim TV Gut Heil Wrist, wo der archaische Charme der 70er-Jahre auf
jedem Quadratzentimeter zu fühlen ist, hatten die Gäste rasch mehr vom Spiel,
ohne dabei aber so richtig zwingend zu werden.
Der TV, bei dem Zentrumsspieler Max Nötzelmann für einen Toilettengang den einzigen
Auswechselspieler zum überrumpelten Einsatz verhalf (26.), beschränkte sich
dagegen aufs Verteidigen und fuhr gut damit. Im Zuordnungs-Chaos durch
Nötzelmanns Latrinenbesuch wäre der Damm um ein Haar gebrochen, als Michel
Gorny eine Meseck-Flanke nicht nur AUFS, sondern auch INS Tor köpfte. So zumindest
die vehement kommunizierte Wahrnehmung des Horster Ur-Gesteins (seit
Herren-Eintritt 2009 ausschließlich für den VfR aktiv). Schiedsrichter Dennis
Gercken (TSV Kollmar) hatte die Kugel bei Sascha Bernhardts Nachfassen
allerdings nicht hinter dem leicht schiefen Kreidestreifen gesehen und verwarnte den
verhinderten Torschützen auch noch wegen Meckerns (27.).
Grund zum Hadern hatte wenig später auch Kollege Aaron Scholz, dessen aussichtsreicher
Kopfball wiederum drei Meter über das Tor, auf den Nachbarsplatz flog (32.). Das
Spiel mit der Kugel am Fuß beherrschte der technisch nicht unbegabte „10er“
trotz der grenzwertigen Hügellandschaft an der Quarnstedter Straße deutlich
besser…
Deutlich besser wurde in der Folge auch das offensive Erscheinungsbild der
zunehmend mutigeren Gastgeber, wenngleich deren Torchancen eher dem Zufall und
vor allem dem langen Hafer entsprangen. So rutschte ein weiter Schlag einmal zu
Quentin Kramer in schöner Schussposition durch. Diesmal klar VOR der Linie
sicherte sich VfR-Torsteher Rene Lemke den Versuch im Nachsetzen (38.).
Nach einem sehenswerten Freistoß, den Luk Armbrust nur knapp über Lemkes Tor
segeln ließ (45.), schien das Glück des Spitzenreiters schließlich
aufgebraucht. Noch vor dem Pfiff zum wärmenden Kabinengang verschaffte sich
Malte Schittig bei einem hohen Ball ins Mittelfeld etwas armlastig den nötigen
Platz, um dann aus der zweiten Reihe herrlich per Weitschuss das überraschende
1:0 zu portraitieren (45.+1.). Wieder Proteste des VfR unter dem malerischen
Abendrot der Provinz, doch wann haben solche jemals Erfolg gebracht…
Klar sinnvoller war dagegen die sportliche Antwort, die die hochmotivierten
Gäste sofort herbeizuführen gedachten. Und siehe da: es geht doch! Der TV,
gedanklich noch nicht zurück auf seiner wilden Wiese, schenkte Tobias Meseck
nicht den nötigen Gegnerdruck, sodass der passgenaue Abschluss mit Hilfe des
Innenpfostens das 1:1 bedeutete (51.).
Etwas zu viel des körpernahen Einsatzes (Grätsche im Strafraum) führte kurz
darauf zur vollendeten Wende, die Scholz gewohnt sicher vom Punkt besorgte
(54.).
Mit Gornys 1:3 (63.) war Gut Heil vorzeitig quasi erlegt.
Und sogar die Ästhetik fand an diesem Samstagabend Einzug in die Partie, als
Meseck fein in Bastian Clasens Laufweg spielte und dieser die Kugel gefühlvoll
über den herausstürzenden Bernhardt zum 1:4 ins Netz hob (70.). Der unsanfte
Zusammenprall danach war im wahrsten Sinne des Wortes zu verschmerzen.
Erneut von Schittig flach geprüft, durfte sich auf der anderen Seite auch Lemke
nochmal auszeichnen (78.), während es vorne weiter wie am Schnürchen lief. Eine
dankbare Einladung des stetig abbauenden Gegners nutzte Joker Claas Michelkowski
zum 1:5 (81.), woraufhin zwei Minuten vor Ultimo auch Kapitän Dragan Suta
jubeln durfte. Mit vollem Einsatz hatte Patrick Schiller das Spielgerät von der
linken Seitenlinie gekratzt, um Suta per Querpass zu bedienen. Linksunten
schlug es ruck-zuck ein. Da kann man sich vor Freude schon mal das Leiberl vom Rumpf
reißen…
Ein halbes Dutzend war es also bei sechs verschiedenen Schützen am Ende doch
noch geworden, für die Weiß-schwarzen, die auch ohne den gesperrten Max Sommer
(flog beim Remis in Hohenwestedt (1:1) wegen einer Tätlichkeit vom Feld)
letztlich ungefährdet ihren neunten Saisonsieg (im zehnten Match) einfuhren.
Kommende Woche geht es nun zum Spitzenspiel gegen den „Vize“, SV Peissen. Ein Sieg
dort und der Verfolger wäre auf bereits neun Zähler distanziert. Der Sprung in
die achtklassige Kreisliga nimmt erste Konturen an.
Tore: 1:0 Schittig
(45.+1), 1:1 Meseck (51. Ketelsen), 1:2 Scholz (54., Foulstrafstoß), 1:3 Gorny
(62.), 1:4 Clasen (70. Meseck), 1:5 Michelkowski (81.), 1:6 Suta (88. Schiller)
gelbe Karten: Jakobeit – Gorny,
Meseck, Suta
Schiedsrichter: Dennis Gercken (TSV
Kollmar)
Zuschauer: 45
.jpg)

.jpg)













