Den Korken doch noch gelöst
SV
Barmbek überwindet den Chancenwucher zum 5:2-Heimsieg
Geduld und Beharrlichkeit – zwei Tugenden, die Spiele entscheiden können. Definitiv
in diese Kategorie gefallen am Karfreitag das Heimspiel des favorisierten SV
Barmbek gegen die Vierte des MSV Hamburg.
Eine Partie, bei der die greifbare Verzweiflung ob eines Füllhorns an vergebenen
Chancen nur binnen acht Minuten der freudigen Erleichterung wich.
Der SVB, im Nirgendwo der Kreisklasse 07 angesiedelt, musste auf seinem roten
Rasen bereits nach nicht einmal zwei gespielten Minuten einem Rückstand
hinterherlaufen, nachdem die notdürftig zusammengeschusterte Innenverteidigung
Gegenspieler Jasmin Stroil nach steilem Anspiel nicht eingefangen bekam und der
ehemalige Lorbeer-Kicker eiskalt zum 0:1 in die lange Ecke einlochte (2.).
Und nun? Der Ausgleich! Denn kaum tauchten auch die Gastgeber vor des Gegners
Kasten auf, landete ein abgefälschtes Wulff-Ding direkt auf dem zielsicheren
Haupt von Alexander Tesch – 1:1 (4.)!
Eine Zielgenauigkeit, die der Elf des draußen verletzt mitleidenden Grant
Kendon Sharka wiederholt abging. So musste der Spielertrainer mit seinen sieben
Schrauben in der Hand mitansehen, wie seine Schützlinge entweder gänzlich
verfehlten oder MSV-Schlussmann Pascal Martins Saraiva mehr und mehr
warmschossen (25. & 29.). Die schönste Gelegenheit, weil super in der
Schnittstelle gefunden, vergab nach einer halben Stunde Torschütze Tesch beim
erneuten Kopfballversuch.
Fünf weitere Fehlversuche später war das frustrierende Pausenremis dann
vollendet…
Doch es sollte noch dicker kommen. Denn nachdem Senol Becirovski seinen Ball
rechtsoben drüber segeln sah (54.), führte drüben ein unumstrittener Strafstoß
wegen Handspiels sogar zum 1:2 des Drittletzten durch Kapitän Fynn Mayhew
(60.).
Einen Abbruch tat dies den Bemühungen des teilweise sogar ordentlich kombinierenden
Heimteams allerdings nicht. Tesch abermals per Kopf (61.), der eingewechselte
Scherwin Bashardoust mit einem Flutsch-Ball an den Pfosten (62.), Benedict
Holbein knapp drüber (63.) und schließlich nochmal Bashardoust einen Tick zu
hoch (66.), verführten bereits dazu, mit alten Fußballerzitaten zum Thema „kein
Glück und dann auch noch Pech dazu“ das Phrasenschwein zu füllen.
Nicht aber mit dem unermüdlichen Bashardoust, der nicht nur zusätzlichen
Schwung sondern auch die Ablage für Becirovskis tatsächlich einschlagenden
Schuss von halblinks brachte (70.). Der Korkenlöser des SV Barmbek, der
plötzlich, wie im Rausch, fast jeden Versuch landete. Nur Sekunden später
nutzte Becirovski nämlich, dass sich die Gelben im Sechzehner gegenseitig
abbolzten, zum 3:2-Drehschuss (71.), ehe Bashardoust einen Ballgewinn im
Pressing mit dem feinen Lupfer über den Torwart belohnte (76.).
Noch formvollendeter kam wiederum nur Augenblicke danach sein Seitenwechsel auf
den eingestarteten Holbein daher. Ohne Umschweife aus dem Lauf finalisierte die
Rückennummer 34 gen langes Eck zum 5:2-Endstand (78.), an dem sich auch Tormann
Florian Korous mit einem drüber gelenkten Effah-Geschoss noch einmal seinen
Anteil sicherte (81.).
Im exakten Mittelfeld der 15er-Staffel hat die siegreiche Mannschaft von der
Meister-Francke-Straße maximal noch Aussichten auf Rang sechs, wobei an den
verbliebenen sechs Spieltagen nur noch einmal auf den Heimvorteil der „Aschehölle“
zu hoffen ist. Fünf Auswärtsspiele stehen einem noch zu spielenden Match daheim
gegenüber. Alle Groundhopper und Fußballromantiker müssen sich beeilen: noch in
diesem Jahr soll das urig-pittoreske Retro-Ambiente zum modernen Kunstrasenspielfeld
umsaniert werden.
Tore: 0:1 Stroil (2.), 1:1 Tesch (3. Wulff),
1:2 Mayhew (60., Strafstoßtor), 2:2 Becirovski (70. Bashardoust), 3:2 Becirovski (71.
Tesch), 4:2 Bashardoust (76.), 5:2 Holbein (78. Bashardoust)
gelbe Karten: Choinka, Rieken – Haxhiajdini, Jordan
Schiedsrichter: Ivan Lastro (USC Paloma)
Zuschauer: 40
Freitag, 3. April 2026
Spielbericht SV Barmbek - MSV Hamburg IV
Sonntag, 7. September 2025
Spielbericht SV Barmbek - DSC Hanseat II
SV
Barmbek bleibt sich treu
Hinten
solide – vorne harmlos: Weinrot tritt weiter auf der Stelle
Die gute Nachricht für den SV Barmbek vorweg: Nur vier der 14 Konkurrenten
kassierten an den ersten vier Spieltagen der Kreisklasse 07 weniger
Gegentreffer (8) als die Weinroten. Die Schlechte: Kein Kontrahent traf
seltener ins Schwarze (3)…
Entsprechend schwierig fiel daher die Einordnung des neuerlichen 1:1 gegen die
Reserve des DSC Hanseat aus. Die Defensive um Spielertrainer Grant Kendon
Sharka stand gegen den Tabellenfünften überwiegend sicher, doch im Spiel nach
vorne fehlte es mal wieder zu oft am nötigen Handwerkszeug.
Auf dem legendären roten Rasen an der Meister-Francke-Straße, dem es übrigens
noch im Laufe dieser Saison zu Gunsten einer Plastikwiese ans Fundament gehen
soll, beschränkte sich der Ereignisgrad über die gesamte Spielzeit auf das
Minimal-Level.
Eine schön durch Trainersohn Jovan Klimenkov per Doppelpass vorbereitete
Kopfballchance für Hanseats Sturmtank Isaac Dwumfour (Andreas Maasberg packte
problemlos zu, 14.) eröffnete die spartanische Offensiv-Show, der sich die
Hausherren durch Scherwin Bashardoust und dessen spitzwinkligem Versuch, der
schnurstracks im Seiten-Aus landete, kreisklassetypisch anschlossen (23.).
Überhaupt geizte die Partie nicht mit Klischees über die unterste Spielklasse,
was Schiedsrichter Martin Pfeifer (SV Bergstedt) immer wieder zum Erklärbären
mutieren ließ.
Diesmal nicht von Nachfragen begleitet, entschied der Mann in Gelb in Minute 38
auf Freistoß, den Jahn Saleh hoch in den SVB-Sechzehner brachte. Dwumfour
verwertete mit zwei Kontakten und schon war die Elf von der Vogesenstraße mit
1:0 in Front.
Ein Stimmungshoch, das jedoch nicht allzu lange halten sollte, schaltete der SV
Barmbek nach gegnerischem Einwurf schnell mit einem langen Maasberg-Schlag,
sodass sich Oscar Giraldo Castro vorne letztlich erfolgreich gegen den bereits
liegenden Torhüter zum schnellen Ausgleichstreffer durchsetzen konnte (41.).
Für Jubel sorgte im weitgehend zerfahrenen zweiten Abschnitt dagegen nur ein
Abseitstor des SVB (52.), der sich ansonsten glücklich schätzen konnte, dass die
Dulsberger ihre Standardstärke nicht noch ein weiteres Mal erfolgreich
einsetzten.
Vor allem der am zweiten Pfosten völlig alleingelassene Joshua Aniolkowski
hatte allen Grund, seiner leichtfertig vergeigten Kopfballchance hinterher zu
trauern, wäre es der sichere Siegtreffer in der Nachspielzeit gewesen (90.+2).
So aber verpasste die im Sommer fast komplett erneuerte Elf von Toni Klimenkov
den Dreier, mit dem sogar der Sprung auf Rang drei geglückt wäre.
Doch auch der Gegner hatte Grund zum Hadern. Schließlich erhielt Bashardoust
durch einen Steckpass in den Lauf die schöne zentrale Schusschance auf das 2:1,
zu dem schlussendlich aber eine Nuance an Zielgenauigkeit fehlte (77.).
Kein tabellarischer Fortschritt damit auf beiden Seiten. Ein heute
leistungsgerechtes Fazit.
Tore: 0:1 Dwumfour (38.
Saleh), 1:1 Giraldo Castro (41. Maasberg)
Schiedsrichter: Martin Pfeifer (SV Bergstedt)
Zuschauer: 40
Freitag, 12. April 2024
Spielbericht TuS Germania Schnelsen - SV Barmbek
14
Grüße an den Verfolger
Kreisliga
6-Primus Germania Schnelsen nimmt den SV Barmbek auseinander
Freitagabend, Heimspiel, Flutlicht, angenehmes Frühlingswetter: beste
Bedingungen für Germania Schnelsen, im Wettschießen um die Bezirksliga mit dem
Walddörfer SV ein klares Ausrufezeichen zu setzen! Da kam der abstiegsbedrohte
SV Barmbek mit seinem allerletzten Aufgebot (man hatte die Partie im Vorfeld
gar absagen wollen) genau richtig.
4:31 Minuten hielt der Damm des SVB, bis Phillip Osternack zentral im Fallen einen
Vorgeschmack darauf gab, wie sich der Rest des Abends am Riekbornweg zutragen
würde.
Germania mit überwältigenden Spielanteilen, die häufig darauf verwendet wurden,
die Außenpositionen einzubinden, war auf Tore aus!
Dennis Thiessens einleitenden Pass nutzte Lasse Hagelstein auf rechts zur
Flanke, die Antonio Arambasic wiederum am zweiten Pfosten zum 2:0 einschob
(11.). Ein hohes Ding, das ein ausgebildeter wohl pariert hätte, platzierte
Arambasic wenig später in den Quader (15.), den Ex-Oberliga-Crack Thiessen per
Kopf (Flanke Arambasic) verfehlte (26.).
Auch Leon Kripke ging es mit links aus 20 Metern nicht besser – hauchdünn
drüber (29.)!
Alles aber kein Problem, ergaben sich immer wieder neue Möglichkeiten gegen den
überforderten Tabellenvierzehnten. Von Hagelstein tief bedient, machte
schließlich auch Kripke seine Bude (30.), die nach Querlage Weber auch Kapitän
Tom Lipski gelang (39.).
Thiessens unwiderstehlicher Sololauf (41.) und Osternacks 7:0 im
Eckstoßdickicht (44.) rundeten den ersten Abschnitt torreich ab.
Was soll man da als unterlegenes Gästeteam bloß machen? Vielleicht einmal einen
Torschuss abgeben, wie es Ahmed Abdi Osman kurz nach der Pause tat (48.).
Ansonsten blieb es ein hoffnungsloses Unterfangen, sich den Germanen zu
erwehren. Hinzu kam nun auch noch das Pech eines strafbaren Handspiels, das den
eingewechselten Philipp Liebe das 8:0 vom Punkt bescherte (53.). Thiessen
machte es dagegen mit Gefühl aus 23 Metern (54.), woraufhin der angeschlagen
nur von der Bank gekommene Lennart Lux etwas für das Rennen um den
Torschützenkönig tun durfte. Einen vom Assistenten hereingewinkten Strafstoß
verwandelte der 21-Jährige sicher rechtsunten zur Zweistelligkeit (64.). Zwei
weitere Treffer ließ Lux spielend einfach folgen (69. & 71.), was ihn
gemeinsam mit dem zum 11:0 erfolgreichen Thiessen (65.) zumindest heuer zum
besten Torjäger machte.
Den vorzeitigen Schlusspunkt der TGS-Herrlichkeit setzte bereits in der 73.
Minute ein weiterer Joker: Adriano Catanzaro freute sich im Rückraum über das
Zurücklegen von Lux.
Mit angezogener Handbremse und zwei Alu-Treffern (82. & 90.) ließ der
Tabellenführer die Angelegenheit austrudeln, wobei ihnen ein kleiner
Wehrmutstropfen nicht erspart blieb. Abdi Osmans Freistoß fand von halbrechts
genau den Weg ins lange Eck, wodurch die tapferen und extrem fairen Gäste
zumindest ein kleines Trostpflaster für ihr Antreten erhielten (77.). Außer der
Vermeidung eines Drei-Punkte-Abzuges wegen Nichtantritts gab es für sie im
Nordwesten Hamburgs nichts zu holen.
Germania gelang es dagegen, den Verfolger aus den Walddörfern weiterhin um drei
Zähler auf Distanz zu halten. Zudem lässt auch die um 28 Tore bessere
Tordifferenz aufhorchen. Diese kann – bevor in zwei Wochen das absolute
Gipfeltreffen in Schnelsen steigt – beim kommenden Auswärtsspiel gegen
Absteiger HFC Falke II noch weiter aufpoliert werden.
Tore: 1:0 Osternack (5.),
2:0 Arambasic (11. Hagelstein), 3:0 Arambasic (15.), 4:0 Kripke (30.
Hagelstein), 5:0 Lipski (39. Weber), 6:0 Thiessen (41.), 7:0 Osternack (44.
Arambasic), 8:0 Liebe (53., Strafstoßtor), 9:0 Thiessen (54. Osternack), 10:0
Lux (64., Foulstrafstoß), 11:0 Thiessen (65.), 12:0 Lux (69.), 13:0 Lux (71.
Thiessen), 14:0 Catanzaro (73. Lux), 14:1 Abdi Osman (77., direkter Freistoß)
Schiedsrichter: Rohit Choudhry (SV
Lurup)
Zuschauer: 60
Freitag, 15. April 2022
Spielbericht SV Barmbek - 1. FC Hellbrook
Eggers findet die Lücke:
Hellbrook lebt noch!
Überlebenswichtiger
FCH-Dreier im Derby bei Konkurrent SV Barmbek
In den knisternden Abstiegskampf der Kreisliga 11 ist zum Osterfest noch einmal
zusätzliches Öl hinzugekommen. Schlusslicht 1. FC Hellbrook meldete sich
nämlich mit einem 1:0-Sechs-Punkte-Sieg beim SV Barmbek wieder zurück und
sprang damit sogar über den Strich.
Mit der Empfehlung von sechs Niederlagen in Serie angereist, sah es auch an der
Meister-Francke-Straße erstmal nicht allzu rosig aus.
Die Gastgeber, denen ihrerseits im Falle eines Karfreitagserfolgs die
weitgehende Entledigung akuter Kreisklassegefahren winkte, bestimmten den
Kellerkrimi auf rotem Rasen. Scherwin Bashardoust versuchte sein Glück von
halblinks (11.), Yasin Ersöz erwischte die Kugel am zweiten Pfosten nicht voll
(20.).
Mit der Zeit arbeiteten sich dann auch die bis dahin defensiv beschäftigten Gäste
ins Match. Das Resultat: Nicolai Ritters zentrale Chance, bei der SVB-Urgestein
Benjamin Zani mit vollem Körpereinsatz blockierte (28.).
Wenig später hatten die Grünen doch Grund zum Jubeln, als Ritter einen hohen
Ball per Kopf durchsteckte für Manuel Eggers, der perfekt ins Loch der
barmbeker Dreierkette schlüpfte und Zani zum 0:1 überwand (33.).
Schnell hätte ihnen der Jubel im Halse stecken bleiben können, wäre Ahmad Bedor
vor dem FCH-Kasten nicht in zu große Hektik verfallen (35.).
Arg ins Wanken geriet die Auswärtsmission der Josch-Schützlinge kurz nach der
Pause, verlor man zunächst Alexander Losch wegen eines Nachschlagens gegen den
ihn haltenden Bennet Deutscher (50.), ehe ein Aufsetzer haarscharf über den
Quader des oberligaerfahrenen Marco Kreschtschuk hüpfte (51.).
Klar, machten die Rot-blauen in Folge fleißig Betrieb gen Punktgewinn, zu dem
sie in der 77. Minute sowohl ein Shirdel-Kopfball, als auch Philipp Lübars´ Nachschuss
hätte führen können. Den Kopfstoß wehrte Kreschtschuk ab, woraufhin Lübars
hauchdünn versemmelte. „Mit Schuhgröße 45 wäre das nicht passiert!“, witzelte
ein Hellbrook-Anhänger, der bis zum Schlusspfiff mit den Seinen zittern musste.
In der Nachspielzeit brachte Benedict Holbein das Leder noch einmal in die Box,
wo sich Bashardoust eine letzte Schusschance bot – vergeben, verloren – die Punkte
gingen an den Edwin-Scharff-Ring!
Entsprechend groß die Freude beim Derbysieger, der nun die Vierte des SC Victoria und den punktgleichen SV West-Eimsbüttel einstweilen
hinter sich ließ, während der damit in allenn drei Duellen mit der direkten
Konkurrenz unterlegene SV Barmbek nur zwei Zähler davor rangiert.
Tore: 0:1 Eggers (33.
Ritter)
beste Spieler: Zani, Beckmann –
Kreschtschuk, Itzen
gelbe Karten: Fedai, Beutscher,
Lehmann, Holbein, Tatar – keine
rote Karte: Losch (50. Tätlichkeit
an Deutscher)
Schiedsrichter: Thomas Sieg (SC
Urania, Note 2,5)
Zuschauer: 30
Dienstag, 31. Juli 2018
Spielbericht SV Barmbek - Ahrensburger TSV
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| Matthias Nagel (rotes T-Shirt) hatte seinen Jungs einiges zu erzählen. |




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