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Samstag, 5. Oktober 2013

Spielbericht Harburger SC II - FC Neuenfelde

Rabenschwarzer Tag am Rabenstein
0:8 – FC Neuenfelde überrollt desolate HSC-Reserve

Bereits vor dem Spiel orakelte HSC-Trainer Ahmet Kücükler, dass es seine Mannschaft heute „sehr schwer“ haben würde, doch dass die Bösartigkeit des Fußballs so hart auf sein Team hereinbrechen würde, hatte der Übungsleiter wohl trotz sieben verhinderter Stammspieler nicht erwartet.
Mit 0:8 unterlag man auf heimischem Rasen dem FC Neuenfelde, wobei man die erste halbe Stunde zwar ohne große eigene Akzente, aber immerhin gegentorlos überstand. Die Gastgeber standen bis dato defensiv gut, ließen jedoch (zu) viele gegnerische Standards in Tornähe zu, was bei Nejmi Güraltunkesers schön an den Querbalken gezirkelten Freistoß (17.) noch unbestraft blieb, sich nach einer halben Stunde jedoch rächen sollte. Cihad Karakas bedankte sich auf seine Weise für ausreichend viel Platz vor dem Strafraum, nachdem eine Dok-Ecke flach zu ihm ins Zentrum rutschte (30.).
Es war der Genickbruch für Kapitän Mirko Bucar und Kollegen, denn anders ist das desolate, wehrlose Abwehrverhalten bei Güraltunkesers 0:2 (32.) nicht zu erklären.
Der FCN dagegen versprühte mächtig Spielfreude und schaltete dabei einige sehenswerte Angriffe, bei denen zwar hin und wieder der finale Abschluss misslang oder gar ganz fehlte. Doch weil die Harburger in Person von Torhüter Roger Floschütz mit einem unmotivierten Ausflug aus seiner Box aktiv mithalfen (37.) und das wunderschön herausgespielte 0:4 im wahrsten Sinne des Wortes PASSIV unterstützten (39.), konnte sich Güraltunkeser innerhalb von nur neun Minuten Hattrick-Torschütze nennen!
Zu allem Überfluss schickte der als rigoros bekannte Schiedsrichter, Martin Ehrhardt (BW Ellas), wenig später auch noch den HSC-Schlussmann nach einer Notbremse im eigenen Strafraum vorzeitig zum Duschen (42.). Besonders bitter dabei: Bei Anwendung der Vorteilsregel hätte der gefoulte Ishak Kocak dennoch in den leeren Kasten treffen können. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ferhat Karakas indes sicher im Duell mit Björn Stenger, der nun aus dem rechten Mittelfeld auf seine angestammte Torwartposition wechselte.
Dass Stenger auch tatsächlich Torhüter ist, bewies der 20-Jährige kurz nach der Pause, als er gegen Kocak schön per Fußabwehr klärte. Das 0:6 konnte jedoch schnell nachgeholt werden, profitierte Güraltunkeser, der zur harburger Freude direkt danach Feierabend hatte, von einer starken Einzelaktion Kocaks (55.).
Allerdings setzte der für ihn eingewechselte Ibrahim Sahin gleich dort an, wo sein Vorgänger aufgehört hatte, besorgte Sahin per Doppelpack (74. & 81.), jeweils nach gut ausgespielten Kontern, den 0:8-Endstand gegen einen Gegner, der in Abschnitt zwei zwar etwas mutiger, aber nicht wirklich gefährlicher auftrat. Sturmspitze Adis Kijamet vergab seine beste Gelegenheit, vier Minuten vor Ultimo, aussichtsreich gegen Torsteher Ali Akdal.
Somit bleibt der FC Neuenfelde zumindest bis zum nächsten Wochenende auf Rang zwei ganz dick im Geschäft um den Aufstieg, während die Zweitvertretung des HSC mit nur fünf Zählern und einem katastrophalen Torverhältnis ganz tief im Abstiegssumpf der Kreisliga 1 steckt.

Harburger SC II: Florschütz – Laumann (56. Mecklenburg), M. Bucar, Wygralak (46. Bredehöft), Tegeler – Stenger, Cahnbley, Ganitis, Schreiber – Kijamet, Corts, Trainer: Ahmet Kücükler

FC Neuenfelde: Akdal – F. Sahin (46. Tiryaki), Sentürk, Yurtbay, Dok (46. Yalcin) – Aslani, C. Karakas – C. Sahin, Güraltunkeser (56. I. Sahin), Kocak – F. Karakas, Trainer: Mavlüt Caliskan

Tore: 0:1 C. Karakas (30. Dok), 0:2 Güraltunkeser (32.), 0:3 Güraltunkeser (37. F. Karakas), 0:4 Güraltunkeser (39. Yurtbay), 0:5 F. Karakas (42., Strafstoßtor, Florschütz an Kocak), 0:6 Güraltunkeser (55. Kocak), 0:7 I. Sahin (74. C. Sahin), 0:8 I. Sahin (81. C. Sahin)

rote Karte: Florschütz (42., Notbremse an Kocak)

Schiedsrichter: Martin Ehrhardt (VSK Blau-weiß Ellas)

Zuschauer: 30