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Samstag, 22. März 2025

Spielbericht SC Sternschanze 1.B - Glashütter SV 1.B

„untypisches Glashütte-Spiel“
Nach sechs Jahren: SCS-2008er brechen ihren GSV-Fluch!

Knapp sechs Jahre lang hatten Duelle zwischen dem SC Sternschanze und dem Glashütter SV im Jahrgang 2008 den Charakter des Dinner for One. „Immer schwierige Spiele“, die der SCS „ärgerlich verloren oder ärgerlich unentschieden gespielt“ hatte, pflasterten für die Schanzer den Weg über die letzten sechs Begegnungen, aus denen nur ein kümmerliches Pünktchen mitzunehmen war.
„Vor dem Spiel hätten wir nicht gedacht, dass wir hier mit einem 4:0-Sieg rausgehen“, machte Arthur Schreiber auch gar keinen Hehl aus der eigenen Überraschung über einen „in der Höhe absolut verdienten“ Dreier im Sechs-Punkte-Spiel um U17-Landesliga-Platz vier.
An Motivation hatte es dabei von Beginn an nicht gemangelt: „Wir haben von Anfang an gezeigt, dass wir hier gewinnen und das Spiel machen wollen.“.
Die erste gute Gelegenheit ergab sich jedoch für die Gäste, als sich Enno Gloßner erfolgreich Angreifer Leo Rothaug widersetzte (9.). Auch sein Gegenüber bewies sein Können – allerdings auf Kosten eines Brummschädels, der auf das Konto eines zu unplatzierten Ahmadi-Versuchs ging (13.).
Wenig später half auch kein Köpfchen mehr, als Baran Sütcü nach links zu Theo Spöhrer eröffnete, dieser die Übersicht behielt und so Marvin Bonsus Führungstreffer ins lange Eck quer auflegte (20.).
Alles paletti, im Schanzen-Land, zumal Bonsu etwas überhastet (25.) und Kleon Lorenz an den Pfosten (33.) die mögliche Verdopplung auf den Schlappen fiel.
Kein Grund aber für Misstöne im oft stimmungsfragilen Schanzen-Gros: „Ich finde, uns ist heute besonders gut gelungen, dass wir auf dem Platz positiv miteinander gesprochen haben und jeder wirklich hundert Prozent gegeben hat. Es war eine gute Stimmung und es gab kaum negative Kritik. Und wenn es welche gab, war sie berechtigt und in einer Tonlage, mit der man sich unterhalten kann“, zerschoss man sich diesmal nicht einen gelungenen Spieleinstieg, dem heute vereinzelte Halbchancen des Gegners nichts anhaben konnten.
Im Gegenteil, legte Marineblau in Minute 50 vom Strafstoßpunkt aus nach. Bonsu verlud den Torwart, nachdem Kerim Arslan Spöhrer im Strafraum die Beine weggezogen hatte.
Aber was war bloß mit den Gästen los? „Glashütte hatte heute nicht so wirklich den Drang, unbedingt gewinnen zu wollen. Die sind hierher gefahren mit so einem vielleicht gewinnen wir mal, so ein Larifari-Ding“, wunderte sich auch Schreiber über ein „untypisches Glashütte-Spiel“.
Schanze dagegen besann sich auf die eigenen Stärken: „Wir haben viel kurz aufgebaut, viel im Kleinklein gelöst, auch das Pressing überspielt. Wir haben uns halt überhaupt nicht unter Druck setzen lassen – und das hat sehr gut funktioniert!“, frohlockte der Mittelfeldspieler, der am vorentscheidenden 3:0 persönliche Beteiligung erfuhr. Erst erschwindelte („Kontakt dankend angenommen“) er sich einen rasch zu Spöhrer ausgeführten Offensivfreistoß, ehe der Adressat im Sechzehner für den besser postierten Lorenz querlegte (80+1). Proteste des GSV, dass die vom Schiedsrichter gebilligte Schnellausführung des Standards zu Lasten des Abwehrmauerbaus unzulässig gewesen sei, räumte Leistungsschiedsrichter Schreiber noch auf dem Platz per Regelvortrag für Tormann Dawit Christoph aus der Welt. „Ich habe ihm erklärt, dass das überhaupt nicht seine Aufgabe ist; dann war er ein bisschen wütend auf mich – das habe ich nicht so ganz verstanden.“…
Klar verständlich dagegen die Sprache des Ergebnisses, die Lorenz´ vollendeter Doppelschlag auf Zuspiel Shahab Ahmadis noch expliziter Gestaltete (80.+3). Dem umspielten Christoph und den anderen Schwänen, zu denen auch der einst beim SCS nie wirklich glücklich gewordene Ariyan Shafaei Shamsabadiyan gehört, blieben nach der historischen Pleite nur noch frustrierte Misstöne.
Apropos „nur noch“: Vom letzten Erfolg des SC Sternschanze über dieNorderstedter am 30.04.2019 (5:2 nach Verlängerung im Pokal der alten E-Jugend) ist von allen damals 20 eingesetzten Akteuren im Spiel nur noch der heutige Vorlagen-Hattrick-Mann Spöhrer im gleichen Trikot unterwegs.
Viel wichtiger für die Wasserturm-Kicker ist jedoch das Hier und Jetzt, das trotz mangelnder Konstanz mit Rang vier ein ordentliches Zwischenergebnis aufweist. „Wir werden diese Saison auf jeden Fall letztendlich als Tabellenvierter abschließen“, versprechen vier Zähler vor dem GSV eine gute Absicherung nach hinten. In Richtung Aufstiegsplatz drei, wo derzeit ein eher ungeliebter Staffelkonkurrent steht, gilt bei acht Punkten Rückstand nur noch das Prinzip Hoffnung: „Vielleicht schaffen wir ja noch, Berne einzuholen. Das wäre natürlich wunderbar!“.

Tore: 1:0 Bonsu (19. Spöhrer), 2:0 Bonsu (53., Strafstoßtor, 21 an Spöhrer), 3:0 Lorenz (80.+1, Spöhrer), 4:0 Lorenz (80.+3 Ahmadi)

gelbe Karten: Spöhrer, Sütcü – Daljipi, Ammar

Schiedsrichter: Malcolm Ruhnau (SV Groß Borstel)

Zuschauer: 30






Samstag, 8. Februar 2025

Spielbericht SG Quickborn 1.B - SC Sternschanze 1.B

„konnten nicht mehr unser Spiel spielen“
Arroganz nach 2:0-Führung: Schanze-1.B verschenkt den Auswärtssieg

Es fühlt sich an, als hätten wir nach einer Führung verloren“, machte Anton Kuhlmann aus dem Schanze-Mittelfeld gar nicht erst den Versuch, das enttäuschende 2:2 beim Aufsteiger in Quickborn.
Eigentlich standen die Zeichen rasch auf Auswärtssieg. Marineblau dominierte, kam zu Abschlüssen und ging durch „mehr oder weniger gut herausgespielte Tore“ mit 0:2 in Front.
Beim ersten Streich gelang es dem FCQ, nur durch Alexander Moors Foul, den SCS-Spielfluss zu durchbrechen, ehe Theo Spöhrers hoher Freistoß etwas unglücklich vom Tormann vor die Füße des einschussbereiten Shahab Ahmadi bugsiert wurde (10.).
Teil zwei gelang ansehnlich über rechts. Till Steinfelds raumöffnenden Ball nach außen ließ Spöhrer zu Ahmadi durch, dessen flaches Anspiel in die Mitte Marvin Bonsu hineinmurmelte (28.).
Alles okay aus Schanzen-Sicht, doch mit dem Wiederanstoß, aus dem Efe Yilmaz im hohen Bogen aus der eigenen Hälfte, das 1:2 hexte, war der Bruch im Spiel perfekt (29.).
„(…)ohne, dass der Schiri wieder angepfiffen hat – eine Frechheit, dass es gezählt hat!“, ärgerte sich Kuhlmann über die Situation zum 1:2, „mit der wir jedoch besser hätten umgehen sollen. Wir konnten nach dem Anschlusstreffer einfach nicht mehr unser Spiel spielen; die Gegner waren nach dem Anschlusstreffer viel motivierter und aggressiver in den Zweikämpfen.“.
Schanze dagegen aalte sich in der eigenen Selbstgefälligkeit. Sinnlose Dribblings und ein Meer von halbherzigen wie erfolglosen Chip-Bällen, die nur in der Imagination hinter der FCQ-Kette landeten, prägten das Bild. Den an sich unterlegenen Gegner mit einfachen Bällen ins Laufen bringen und damit zu zermürben war offenbar keine Option mehr…
Die gerechte Strafe folgte schließlich kurz nach der Pause, als wieder Defensivmann Yilmaz am Werk war. Flach rutschte sein Freistoß von rechts an Freund und Feind vorbei und letztlich zum Gleichstand in die lange Ecke (42.).
Die Gäste kurzzeitig völlig neben den Schuhen, retteten eine weitere Standardsituation nur mit viel Glück (54.), ehe es auf der anderen Seite Hoffnung auf Besserung gab. Nach perfektem Ahrens-Steilpass machte sich Torsteher Hannes Lohstöter aber breit genug, um das 2:3 gegen Arthur Schreiber zu verhindern (62.).
Ebenso war der Goalie, der im Hinspiel noch als Rechtsverteidiger firmierte, gegen Ahrens´ Flachschuss zur Stelle (77.).
Ansonsten stemmten sich die leidenschaftlichen Eulenstädter auf ihrer Anlage, wo während der WM 1974 die Auswahl der DDR residierte, erfolgreich gegen die (kopflose) Schlussoffensive der Schanzer. Selbst mit einem Mann weniger (Der bereits verwarnte Hitzkopf Marko Riesner flog für eine überflüssige Spielverzögerung per Zeitstrafe von der Koppel, 80.+2) ließ die Spielgemeinschaft aus dem FC und TuS Holstein Quickborn nur noch einen letzten Schreiber-Versuch, der den Quader haarscharf verfehlte, zu (80.+5).
Die ohnehin schon guten Aussichten auf den Klassenverbleib haben sich in Quickborn dadurch weiter verbessert, während die Vision vom Verlassen der U17-Landes- gen Oberliga für Schanzes Kuhlmann tatsächlich „noch nicht vom Tisch ist“. „Auch, wenn ein Sieg wichtig gewesen wäre, müssen wir dann jetzt umso mehr Ehrgeiz in den nächsten Spielen zeigen.“. Nun wartet aber ausgerechnet der Glashütter SV, gegen den seit Jahren nahezu nichts zu holen war. „Ich bin von fester Überzeugung, dass wir diesmal siegen werden! Es ist ein Heimspiel, wo wir in der Regel eine bessere Leistung erbringen. Dazu schätze ich Glashütte nicht besser ein, als wir es sind“, sprüht der Winter-Frankreich-Rückkehrer trotz des schwierigen Jahresstarts 2025 (ein Punkt, 2:8 Tore aus zwei Partien) vor Tatendrang, die neun Zähler Rückstand auf Promotionsplatz drei noch einzukassieren.  

Tore: 0:1 Ahmadi (10. Spöhrer), 0:2 Bonsu (28.), 1:2 Yilmaz (29.), 2:2 Yilmaz (42.)

gelbe Karten: Bauersachs, Riesner – Schreiber, Taddigs

Schiedsrichter: Daniel Heins (SV Rugenbergen, Note 5,5: lieblose Vorstellung mit teils wilden, undurchsichtigen Entscheidungen aus dem Mittelkreis, gab das Spiel fast nie per Pfiff wieder frei)

Zuschauer: 25






Samstag, 9. November 2024

Spielbericht SC Sternschanze 1.B - Walddörfer SV 1.B

„Stück für Stück schwächer“: SCS unterliegt dem WSV
Vorne zu harmlos: Schanzenkicker rangiert es ins U17-Landesliga-Mittelfeld

Herbst-Tristesse statt Spitzen-Stimmung im Schanzenviertel. Rang sieben Lautet die ernüchternde Wahrheit für die B1 des SCS, die sich nach dem 2:5 beim SCVM und der desolaten 0:9-Klatsche im Test beim 2009er-Team des VfL 93 auch dem Wanddörfer SV geschlagen geben musste. „Konsequenten Fußball“ hatte der laut SCS-Mittelfeld-Organisator Arthur Schreiber „verdientermaßen vor uns“ stehende Gast als Faustpfand mit auf den erst 26 Minuten verspätet bespielten Polizeisportplatz gebracht. „Wir haben das in der ersten Hälfte trotzdem gut gemacht, hatten gute Ballbesitzphasen und haben größtenteils das Spieltempo bestimmt“, wartet hinter Schreibers Eigenlob jedoch ein fettes ABER – nämlich jenes, dass man bereits in der durchaus manierlichen ersten Halbzeit „im letzten Drittel ungefährlich“ daher kam. Eine Stunde musste sich der spärliche Anhang gedulden, ehe Kleon Lorenz einmal gefährliche Offensivpräsenz nachwies (59.).
Zu wenig, wenn man auf der anderen Seite allein die WSV-Begegnungen mit dem Aluminium gegenrechnet. So rummste Leo Amtsberg seinen Freistoß ans Quergebälk, während Amadu Mane im Nachsetzen drüber wuchtete (39.) und erwischte erneut Amtsberg mit komischer wie unterschätzter Flugkurve von halblinks den Innenpfosten (48.).
Irgendwann musste es dann ja mal klappen, für die nach dem Seitenwechsel deutlich früher attackierenden Roten. Eingeleitet durch einen Einwurf von rechts, erhielt der immer wieder gesuchte Mane die ideale Einschussmöglichkeit von halblinks – 0:1 (62.)!
Schanze mit dem Rücken zur Wand, zumal die mit nur zwölf Mann mangelhafte Kadertiefe – auch durch Spieler, die den Stadionbesuch der eigenen Mannschaft vorzogen – keine hilfreichen Impulse von der Bank ermöglichte. „Ich denke, dass es vor allem in der zweiten Hälfte einen großen Anteil daran hatte, dass wir einfach alle kaputt waren. Man hat es uns angemerkt, dass wir so Stück für Stück immer schwächer geworden sind, was die Laufleistung angeht und einfach alle nicht mehr konnten“, erläuterte der ab dem zweiten Abschnitt per expliziter Manndeckung besser in Schach gehaltene Schreiber. „Nichtsdestotrotz finde ich, dass wir es für die personelle Lage eigentlich ganz in Ordnung gemacht haben. Mit einem optimalen Kader hätten wir da wahrscheinlich zuhause gewinnen können“ – haben sie aber nicht, war das Thema spätestens nach Herolind Sejdius 20-Meter-Treffer mit nicht ganz unumstrittener Entstehungsgeschichte vorzeitig durch (77.).
Erst in der Nachspielzeit, als Lorenz sich einen tornahen Freistoß schnappte und zentral drüber setzte (80.+4), versprühte Marineblau, das mit Simon Ester aus der Zweitvertretung einen Landesliga-Debütanten aufbieten musste, wieder einen Anflug von Torgefahr.
So verbitten sich sämtliche Träume von höheren Sphären. „Der Kontakt ist natürlich immer noch da. Aber es wäre natürlich besser gewesen, wenn man dieses Spiel gewonnen hätte – dann wäre man punktgleich mit Walddörfer gezogen. So hat man jetzt neun Punkte auf den ersten Platz – das sind halt einfach drei Niederlagen, die wehtun. Vor allem drei Niederlagen gegen drei direkte Konkurrenten“, weiß auch Schreiber um den komplizierten Weg empor.
„Aber wir haben natürlich noch drei direkte Konkurrenten vor uns. Noch ist genug Zeit, um jetzt auch Spiele zu gewinnen, die notwendig sind.“.
Vielleicht hilft es da ja, am kommenden Wochenende mit dem SSV Rantzau einem eher wenig Angst einflößenden Kreisligisten im Pokal zu begegnen. Doch Vorsicht: „Wenn man sich die personelle Lage so anschaut, wird das wieder ein Spiel, das mit Engpässen bestritten werden muss“, warnt der Kapitän. „Man muss gucken, dass man in der Winterzeit den Kader aufgefüllt bekommt.“.

Tore: 0:1 Mane (62.), 0:2 Sejdiu (77.)

gelbe Karten: keine – Addei, Nowak

Schiedsrichter: Lap Chung Dang (SC Victoria Hamburg)

Zuschauer: 20

besonderes Vorkommnis: Die Partie wurde wegen einer Verschiebung im Sportanlagenspielplan mit einer Verspätung von 26 Minuten angestoßen.


Samstag, 5. Oktober 2024

Spielbericht SC Sternschanze 1.B - Willinghusener SC 1.B

Elfertrottel bleiben unbestraft
„Wirres Spiel“: Schanze-B1 ringt den Aufsteiger aus Willinghusen nieder

Hartes Brot servierten die SCS-2008er ihren Anhängern an Spieltag fünf gegen den Willinghusener SC. Das lange Kauen lohnte sich aber: Die Punkte blieben am Wasserturm.
Begonnen hatte der wegen einer Verzögerung im viel zu knapp angesetzten Sportanlagenspielplan um 45 Minuten verspäteten Heimauftritt gegen den Aufsteiger äußerst manierlich: Schanze kontrollierte Ball und Gegner im Übermaß, was Theodor Spöhrer an vorderster Front gleich souverän im Strafraum mit dem 1:0 belohnte (3.).
Souveränität blieb für Kapitän Arthur Schreiber auch in der Bewertung nach dem Spiel ein Stichwort. „Mehr Kreativität“ hätte es in der Folge gebraucht, um einen „souveräneren Erfolg“ auf die Platte zu zaubern. „Zu viel Bewegung im Zentrum – zu wenig vorne“, bemängelte der sich immer wieder zum Aufziehen des oft zu statischen Offensivspiels ins Abwehrdrittel fallen ließ.
So beherrschte Schanze – ohne wirklich Torgefahr auszustrahlen. Einzig Gustav Materne wagte einmal den verfehlenden Torschuss mit links (21.).
Von den Gästen wäre derweil überhaupt keine Notiz zu nehmen gewesen, hätten diese nicht zur teils textmarkergelben Spieltracht gegriffen – bis sie aus dem buchstäblichen Nichts in Person von Magnus Hastädt vor dem SCS-Tor aufgetauchten und der 16-Jährige prompt das 1:1 markierte (34.).
Neben dem freilich überraschenden Ausgleich übrigens auch die Gegentor-Premiere für Piet Grützner, der als Aushilfe aus der zweiten Mannschaft seinen zweiten Landesligaauftritt absolvierte. Zu tun bekam der blonde Kreisliga-Goalie auch im Weiteren nicht viel. Ein Sanmann-Freistoß war noch abzufangen (44.); ansonsten blieb ihm nur das Beobachten des Geschehens, das sich in Sachen Spielniveau nicht wesentlich von dem aus der B2 Gewohnten abhob…
Auch Schreiber sah sich „in Hälfte zwei“ in einem Match, dass als „wirr“ und „ohne Kontrolle unsererseits – von Willinghusen sowieso“ einzustufen war.
Per Standard (Freistoß Schreiber) kam Koyar Hameed Mohammed einmal zur guten Kopfballchance, die das Spielgerät letztlich ergebnislos auf dem Querbalken tänzeln ließ (46.). Es sollte nicht die letzte Begegnung mit dem Horizontalgestänge bleiben…
Vorher erlöste Kleon Lorenz die heuer in den langsam etwas zu knapp gewordenen roten Leiberln auflaufenden Schanzer in gleich doppelt „illegaler“ Weise. Nicht nur, dass der Teilzeitschauspieler eigentlich eine gerechtfertigte Rotsperre hätte absitzen müssen (der Schiedsrichter trug den Feldverweis in der Vorwoche jedoch nicht ein), stand der Schütze des 2:1 beim steilen Zuspiel auch noch ein gutes Stück im Abseits. Kurz mitgenommen, landete das Leder von halbrechts im Sechzehner aus in der langen Ecke – Schanze wieder vorne (55.)!
Für Schreiber „ein Beweis, dass wir auch solche zähen und schwierigen Spiele mit tief stehenden Gegnern gewinnen können“, geriet der Erfolg bei Oktobersonne nicht mehr in Gefahr. Im Gegenteil, ergab sich von der Strafstoßmarke gar die Chance zum Führungsausbau. Nach einem Volksentscheid ähnelnden Diskussionen über die korrekte Strafbarbewertung des Rempelduells Peters/Spöhrer rammte Baran Sütcü die Kugel mit voller Überzeugung ans obere Aluminium (78.). „Ich glaube, wir müssen mal Strafstöße trainieren – auch in Hinrichtung Pokal!“, gestand der zuletzt in Lurup noch erfolgreiche, diesmal aber bereits zeitstrafengefährdet ausgewechselte Schreiber. Tatsächlich versemmelten die Wasserturmkicker in der noch jungen Spielzeit mehr Strafstöße als sie verwandelten…
Daran, dass man mit zwölf Zählern aus fünf Partien einen „guten Beginn“ ins Landesligajahr hinlegte, änderte auch die erneute Elfer-Trottelei nichts. „Am Ende wahrscheinlich zu niedrig“ fiel der heutige Dreier zwar aus; „Trotzdem ist es natürlich wichtig, da einen Sieg mitzunehmen und solche Spiele auch zu gewinnen. Die hätten wir vor einem halben Jahr, glaube ich, nicht gewonnen. Das zeigt dann ja auch unsere Klasse“, konnte der Taktgeber aus dem Mittelfeld dem mühsamen Arbeitssieg etwas Positives abgewinnen.
Ohne Schreiber, der zeitgleich an der Pfeife in der U16-Oberliga auf dem Kunstgrün stehen wird, geht es nun zum Anführer der „Zweiklassengesellschaft“ mit ihrer „breit gestaffelten Spitzengruppe“, SC Vier- und Marschlande. Die grundsätzliche Marschroute für das Ziel, „oben mitzuspielen“, dürfte auch für den Auftritt am Deich gelten: „Wir sind jetzt kein Außenseiter, spielen guten Fußball. Wir müssen nur gucken, dass wir das auf den Platz bekommen.“.

Tore: 1:0 Spöhrer (3.), 1:1 Hastädt (34.), 2:1 Lorenz (55.)

gelbe Karten: Schreiber – Hastädt

Schiedsrichter: Tufan Özalpaslan (GW Eimsbüttel, Note 5,5)

Zuschauer: 50

besonderes Vorkommnis: Sütcü (SCS) schießt Strafstoß an die Latte (78., Peters an Spöhrer).









Sonntag, 15. September 2024

Spielbericht Glashütter SV 1.B - SC Sternschanze 1.B

„Typisches Glashütte-Spiel“
„Nicht so entschlossen“: Schanze-B1 unterliegt mal wieder dem Angstgegner

0:1, 3:5, 1:2, 0:1 und 2:2. Was sich liest, wie die Bilanz eines Abstiegskandidaten, ist tatsächlich der peinigende Rucksack, den die 2008er des SC Sternschanze vom Glashütter SV in den letzten drei Jahren gepackt bekamen – so definiert man einen Angstgegner!
Angstgegner GSV: Gehe ich tatsächlich mit“, bestätigte Schanzes Arthur Schreiber das besondere Verhältnis seines Teams zu den Norderstedtern, die es auch in dieser Serie verstanden, dem SCS „eine vermeidbare erste Saisonniederlage“ beizubringen.
Bevor das „ganz typische Spiel für Glashütte“ seinen fiesen Verlauf nahm, waren die Gäste ihrem Vorhaben, „diesmal in die erste Hälfte zu starten, wie letztes Mal in die Zweite“ tatsächlich treu geblieben.
Ein griffiger Beginn und eine erste spitzwinklige Gelegenheit für Kleon Lorenz (GSV-Torsteher Dawit Christoph wehrte ab, 12.) nährten durchaus Hoffnungen auf eine Kehrtwende im Direktvergleich.
Dann aber kam „der kleine Bruch nach einer guten Anfangsphase“. „Wir haben angefangen, die wichtigen Zweikämpfe zu verlieren“, bemängelte Schreiber, dessen daraufhin defensiveres Wirken auch nicht so richtig mehr Ordnung hineinbrachte. „Wir sind überhaupt nicht mehr hinten rausgekommen, haben überhaupt nicht mehr hochgeschoben, sind nicht angelaufen und haben dann Glück gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten.“.
So segelte beispielsweise Koppany Falusis Versuch aus dem Hinterhalt drüber (26.), während gegen Fabio Dennstedt nur noch der Abseitspfiff rettete (27.).
Was ebenfalls auffiel: die „nicht so positive Kommunikation“, die sich nicht nur gegen die „zum Teil komische Schiedsrichterleistung“, sondern auch gegen die eigene Mitspielerschaft wendete. „Das hat uns so ein bisschen rausgebracht – darf uns aber nicht passieren, dass wir so unser Spielkonzept verlieren!“.
Deutlich besser aus der Halbzeit gekommen, nahm Marineblau den Faden des Spielbeginns wieder auf.  Gegen den Ball wurde wieder „viel besser gepresst“, „mit dem Ball“ agierte man nun „ruhiger und ideenreicher“.
Nur war es ihnen nicht gelungen, teils fein herausgespielte Möglichkeiten nichts zu nutzen. Ex-Glashütter Gustav Materne sah seinen Linksschuss in den Armen von Christoph enden (42.); Theo Spöhrer ereilte in ähnlicher Ausgleichsposition das gleiche Schicksal (51.).
„Dann kriegen wir in einer Phase, in der wir drückend überlegen sind, dieses Kack-Tor!“, haderte Schreiber, der zur Hälfte die Kapitänsbinde vom gelb vorbelasteten Till Steinfeld übernommen hatte, mit dem Spielschicksal.
Im Konter war es den Roten nämlich gelungen, Schanze zu überrumpeln, sodass Louis Höfler seine Flanke schön ins Zentrum ziehen konnte. Der eingewechselte Scott Wilson verpasste, doch Dennstedt vollendete mit zu viel Freiraum zum 1:0 (61.).
„Dennoch haben wir uns überhaupt nicht anmerken lassen, dass wir in Rückstand gegangen sind. Wir sind wieder im Kreis zusammengekommen, waren kurz und klar in der Ansage, dass hier überhaupt nichts verloren ist, dass wir den 20-mal besseren Fußball spielen“, stimmte immerhin die Moral beim Schanzenteam, das, abgesehen von einem erneuten Wackelmoment, den Marlon Herzog nur knapp nicht ausnutzte (63.), weiter beharrlich nach Auswärtspunkten strebte.
Das Pech im Abschluss blieb dabei jedoch ein treuer Begleiter. Baran Sütcüs Schuss im Strafraum klärte ein Abwehrbein vor der Linie, ehe der Nachschuss drüber rauschte (65.), zwei Schreiber-Geschosse verfehlten ebenfalls (67. & 73.) und auch die Top-Chance für den aufgerückten Azimullah Mohammadi blieb ungenutzt: Christoph hechtete sehenswert nach dem Runden (72.).
„Wir waren im Strafraum nicht so entschlossen, hatten nicht so diesen letzten Willen, das Tor zu machen, den letzten Willen, jetzt an den Ball ranzukommen“, bemängelte der Spielmacher, was bei der letzten konkreten Offensivregung seiner Farben noch einmal deutlich wurde. Lorenz arbeitete mit einer Hereingabe vor, doch gleich mehrere Mitstreiter verpassten um Haaresbreite (78.).
„Ein Typisches Glashütte-Spiel, wenn man es auf die letzten Jahre bezieht“, zog Schreiber daher ein ernüchterndes Fazit unter das zweite Punktspiel 2024/2025, das auch erneut unter dem Eindruck diverser Ausfälle im ohnehin quantitativ dünn besetzten Kader stand. „Das knappe Personal hat auf jeden Fall dazu gewirkt, dass Glashütte auch in den letzten Minuten spritziger war als wir, hatten natürlich frisches Personal – auch Scott, den 23er. Hat mich gewundert, dass der nicht von Anfang an gespielt hat. Sie waren spritziger in den Zweikämpfen, waren wacher. Wir haben trotzdem vor dem Tor wieder viel liegen lassen. Das muss sich auf jeden Fall bis nächste Woche verbessern“, soll es am kommenden Wochenende gegen den „unfassbar schlechten Oberliga-Absteiger“ Concordia (zwei Niederlagen bei 0:17 Toren) vor allem im Bereich der Chancenverwertung („ein ganz schwieriges Ding bei uns“) spürbar besser laufen.
Doch Vorsicht: Nicht, dass Cordis Farbgleichheit mit dem GSV zur Mentalbremse wird…

Tore: 1:0 Dennstedt (61. Höfler)

gelbe Karten: Bierfischer, Herzog, Wilson – Lorenz, Sürcü, Steinfeld, Schreiber, Spöhrer

Schiedsrichter: Kevin Masih (Eintracht Norderstedt, Note 6: heizte die Stimmung mit einer vogelwilden Zweikampfbewertung unnötig an, am Ende führte fast jeder Körperkontakt zu gelben Karte)

Zuschauer: 60

Sparsame SCS-Gesichter nach der "unnötigen ersten Saisonniederlage".









Samstag, 7. September 2024

Spielbericht SC Sternschanze 1.B - 1. FC Quickborn/TuS Holstein Quickborn 1.B

SCS besiegt seine Dämonen
Endlich wieder ein Auftaktsieg: Schanze trotzt dem Elfer-Versagen

Erstmalig seit drei Jahren gelang den ersten 2008ern des SCS ein Erfolg zum Start in die neue Punktspielsaison „Der Auftakt ist auf jeden Fall geglückt!“, freute sich Kapitän Arthur Schreiber über ein „sehr, sehr gutes Spiel“, dem „bis auf die Chancenverwertung“ gar das Prädikat „überragend“ zu verleihen war.
Widergespielt hatte sich dies im Spielstand zunächst nicht. „Bis auf das letzte Drittel haben wir das sehr gut gespielt“, lautete da die passende Einschätzung des Geschehens, das Schanze mit mehr Spielanteilen gegen eine couragiert und lauffreudig beginnende Spielgemeinschaft aus Quickborn weitgehend im Griff hatte – jedoch ohne ekstatische Torgefahr.
Für diese sorgte nach der hitzebedingten Trinkpause erst ein berechtigter Strafstoßpfiff. Erst im Nachschuss verstand es Torjäger Marvin Bonsu, das Leder reaktionsschnell im Netz unterzubringen (26.).
Etwas anders gestaltete sich der Sachverhalt im nächsten Duell aus elf Metern, das Schlussmann Onno Zimdars nicht nur selbst verursacht, sondern auch gleich im geschwinden Abtauchen in sein rechtes Eck gegen Baran Sütcü glänzend für sich entschied – Fehlschuss Nummer zwei der Gastgeber (34.)!
Und wer es vorne nicht geregelt bekommt, fängt sich eben hinten einen. So geschehen kurz vor der Pause, als ein langer Ball die marineblaue Abwehrkette aushebelte und Lennard Valentin mit rechts ins lange Eck den überraschenden Halbzeit-Gleichstand herstellte (40.). „Da kommt halt 40 Minuten nichts auf dein Tor und dann kommt aus dem Nichts irgendein langer Ball und du musst wach sein. Wir waren dann halt nicht wach“, erläuterte Schreiber das etwas fahrige Abwehrverhalten beim Gegentreffer, den nach dem Seitenwechsel ausgerechnet ein abermaliger Freischuss aus zehn Yards wieder egalisierte. Völlig ungestüm war Michel Sequera Lares in Theo Spöhrer hineingerauscht, sodass der eingewechselte Shahab Ahmadi von der Strafstoßmarke das sichere 2:1 markierte (53.). Aller guten Dinge sind dann manchmal tatsächlich drei… Ein Kuriosum, das Schreiber naturgemäß ärgerte: „Drei Strafstoßschützen – einer trifft: Das ist schwach. Da müssen wir auf jeden Fall mal dran arbeiten!“.
Arbeiten tat man in der Folge mit feiner Klinge, lief die Kugel äußerst manierlich durch die SCS-Reihen. Als „großer Vorteil“ stellte sich dabei auch der sonst nicht so sehr geliebte Polizeisportlatz mit seinen üppigen Raumdimensionen heraus. Mit „massig Platz“, „viel mehr Anspielmöglichkeiten“ und „viel, viel mehr Räumen, die wir bespielen können“ gelang gegen einen konditionell nachlassenden Aufsteiger ein überlegener Auftritt, der vor allem bei Ahmadis fein über Julius Ahrens und den von links hereingebenden Spöhrer herausgespielten 3:1 verzückte (58.).
Zu kritisieren blieb letztlich nur, dass die Heim-Elf nicht noch deutlich mehr Kapital aus dem Übergewicht schlug, als es letztlich mit dem erreichten 4:1 gelang. Bereits eine knappe Viertelstunde vor Ultimo hatte Kleon Lorenz den Schlusspunkt cool vor dem Tor gesetzt, nachdem Hannes Lohstöter das Abseits bei Baran Sütcüs langem Schlag aufhob (66.).
Gegen den Glashütter SV, für Schreiber „der vielleicht schwerste Gegner dieser Hinrunde“, wird sich Schanze daher „noch ein bisschen steigern“ müssen, um gegen die Norderstedter mit ihrer „guten Spielidee“ zu bestehen.
„Wir haben eine gute Spielanlage, eine sehr starke erste Elf und fünf Ersatzspieler, die diese erste Elf im Leistungsniveau ergänzen“, sieht Spielführer Schreiber jedoch keinen Grund, sich mit seinem Team, das „nur in der Kader- Tiefe – nicht in der Qualität“ schrumpfte, zu verstecken. „unter die Top 4“ könnte es laut des Spielmachers, „realistisch gesagt“, für das lediglich 17-köpfige Gros am Ende gehen. Der Anfang dafür ist jedenfalls gemacht.

Tore: 1:0 Bonsu (26., Strafstoßnachschuss), 1:1 Valentin (40.), 2:1 Ahmadi (53., Strafstoßtor, Sequera Lares an Spöhrer), 3:1 Ahmadi (58. Spöhrer), 4:1 Lorenz (66. Sütcü)

gelbe Karten: keine – Zimdars, Sequera Lares

Schiedsrichter: Volkan Özkan (SV Groß Borstel)

Zuschauer: 30

besondere Vorkommnisse:
- Bonsu scheitert mit Foulstrafstoß an Zimdars (26.).
- Sütcü scheitert mit Foulstrafstoß an Zimdars (Zimdars an Bonsu, 34.).


Blieb als einziger sicher vom Punkt: Shahab Ahmadi.




Samstag, 6. Mai 2023

Spielbericht FC Alsterbrüder 1.B - Bramfelder SV 1.B

BSV besiegt sein Schlussphasen-Trauma
Alsterbrüder niedergerungen! Wichtiger Dreier im diffusen Abstiegskampf

Ein weiteres Lebenszeichen im Abstiegskampf der U17-Landesliga gelang Vize-Schlusslicht Bramfelder SV im Gastspiel beim etwas höher gewetteten FC Alsterbrüder.
Dieser hatte das Match trotz einiger Ausfälle zunächst ganz gut im Griff; verwaltete seinen Ballbesitz mit breit angelegtem Spiel und der Suche nach dem tiefen Laufangebot.
Substanziell wurde es an vorderster Front aber kaum. Titus Greves Abschluss aus der zweiten Reihe sicherte BSV-Fänger Lennart Kaiser mühelos (20.).
Die Bramfelder, vornehmlich über Sinan Deniz und dessen rechte Seite kommend, näherte sich mit Marco Ahrens´ Kopfball, den Henri Junks unkoordinierte Flugeinlage durch den Strafraum erst ermöglichte, an (26.).
Alles irgendwie nicht sportliche Offenbarung, sodass es passenderweise ein Eigentor war, das die Flaute auf dem Feld beendete. Aus einem unzureichend verteidigten Einwurf heraus
wechselten die Gäste über Maxwell Yeboah die Seite, sodass Deniz die Kugel von rechts hereinbrachte, wo Julius Wöll vor Gegenspieler Louis Brinkmann ins eigene Netz zur Stelle war (31.).
Kurz vor der Pause wackelte die Halbzeitführung jedoch einmal gehörig, als Jakob Vink im Rahmen eines Eckstoßes aus sechs Metern an Kaisers Fußabwehr scheiterte und der Schlussmann auch gegen Jaedon Taisies Nachsetzen die richtige Antwort parat hatte (39.).
Gefährlich nach ruhenden Bällen wurde es im zweiten Abschnitt auch jeweils mit dem aufgerückten Finn Weyel. Seine Kopfballchancen (43. & 71.) blieben allerdings ebenso ungenutzt, wie eine fünfminütige Überzahl, nachdem Reza Alizadeh erst reklamierte (44.) und sich die zweite „Gelbe“ wegen Ballwegschlagens abholte (49.).
Längst wieder in Gleichzahl, bot sich den Bramfeldern ein perfekter Kontermoment, in dem Deniz per Lupfer über den Torwart nur den Innenpfosten erwischte, um den Nachschuss aus spitzem Winkel vor die Füße des aus kürzester Distanz an Junk scheiternden Martin Drefenstedt abgewehrt zu sehen (68.).
Da Zählbares abzusichern in der Vergangenheit nicht gerade das Fachgebiet der Jungs von der Ellernreihe war (u.a. verschenkte man gegen den direkten Konkurrenten aus Heidgraben neulich eine 2:0-Führung binnen vier Minuten Nachspielzeit zu einem Remis), taten sie in der zunehmend intensiveren Schlussphase gut daran, weiter selber aktiv den Vorwärtsgang zu suchen. Brinkmanns Schusschance aus 17 Metern (72.) und Deniz´ gefährlich aufs Tor gezogene Ecke (74.) bedeuteten zwar nicht das erlösende zweite Tor, brachten jedoch Zeitgewinn. Als dann auch die sieben langen Extraminuten für verschleppte Standards, Verletzungsbehandlungen etc. überstanden waren, war der hart erkämpfte Anschluss an die Klassenerhaltsregion wiederhergestellt. Aufgrund der diffusen Lage um mögliche weitere Oberligaabsteiger wegen Teams, die aus höheren Ligen absteigen, wird sich der jeweilige Wert der einzelnen Tabellenplätze erst am Ende der noch vier Spiele umfassenden Saison herausstellen. Der auf jeden Fall reichende Platz sechs ist für die Hermsen-Equipe jedenfalls rechnerisch noch möglich.

Tore: 0:1 Wöll (31., Eigentor, Deniz)

gelbe Karten: Prinz Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Borchert – Brinkmann, Friedmann, Deniz

Zeitstrafe: Alizadeh (Bramfelder SV, 49., Reklamieren + Ballwegschlagen)

Schiedsrichter: Björn Meyer (SC Sternschanze, Note 4)

Zuschauer: 25

Samstag, 23. Februar 2019

Spielbericht SC Sternschanze 1.B - TuS Osdorf 1.B


Ohne Idee und Esprit im Abstiegskampf
Lebloses 1:2 – SCS droht Anschlussverlust in der U17-Landesliga

Nichts Neues m Abstiegskampf. Zum bereits neunten Mal musste U17-Landesliga-Schlusslicht SC Sternschanze dem Gegner zu drei Punkten gratulieren.
An diesem 13. Spieltag war es das Teams von TuS Osdorf, im hoch umkämpften Hinspiel noch seinerseits mit 1:1-Punkteteilung unzufrieden, das wichtige Argumente für sich im Kampf um Platz drei sammelte.
Dabei ließen sich auch von einem Rückstand nicht blenden, den ein langer Habighorst-Freistoß mitten in das eher sparsame Spiel einleitete. Für Lionel Ristau war es durch einen Stellungsfehler der Osdorfer die perfekte Einladung, seinen SCS aus zentraler Position in Front zu bringen (25.).
Das lange Holz war es ohnehin, was die abstiegsbedrohten Gastgeber an diesem Tag am Leben erhielt, hatte Schlussmann Tjorven Foerste seine liebe Mühe, einen 40-Meter-Versuch von Jim Habighorst noch über das Quergestänge zur bugsieren (29.).
Feiner Kombinationsfußball, bei dem die West-Hamburger zielsicher durch das Schanzen-Dickicht hindurch kamen, leitete dann noch vor der Pause die Wende ein, stand der auf- und eingerückte Linksverteidiger Arian Sheikh Taheri bei Mustafa Jarjus entscheidender Querlage goldrichtig zum Rechtsschuss in die kurze Ecke (37.).
Wäre ihm dies doch bloß auch nach der Pause gelungen, als den emsigen Außenspieler ein Eckstoß von Alex Mohr erreichte, der Abschluss aber knapp am Ziel vorbei segelte (48.), mochte sich der Sympathisant der Rot-weißen gedacht haben.
Till Börner wandelte das Bedauern darüber mit seinem genau gezirkelten Freistoß aus 22 Metern aber schnell in Führungsjubel um, sodass nun der SC Sternschanze gefordert war. Nur wo blieb da die große Reaktion auf den Rückstand?
Sie blieb nahezu gänzlich aus. Mit Ball ohne echte Ideen und gegen den Ball nicht vehement genug, machten sie es den Jungs vom Blomkamp insgesamt zu einfach, die drei Auswärtspunkte nach Hause zu schaukeln.
So dürfte der Club aus dem „Käfig“, der in der Vorsaison mit wichtigen Stützen, wie dem im Auslandsjahr weilenden Torjäger Valentin Hau oder dem seit dieser Saison dauerverletzten Henri Glombitza im Tor, den ewigen Traum von der Landesliga wahrmachte, kaum fähig sein, den Sturz, retour gen Bezirksliga, noch aufzuhalten.
Auf ungeliebtem Naturrasen könnte man allerdings bereits am kommenden Mittwoch mit deutlich mehr Esprit den Anschluss ans fünf Zähler entfernte rettende Ufer herstellen.

SC Sternschanze 1.B: Bachmann – Redlich, Sonntag, Winter, Genecand – Habighorst – Rademacher, Ristau, Loos, Hussaini – Lenze, eingewechselt: Calvi, Sazegar, Trainerin: Sabine Sudheimer

TuS Osdorf 1.B: Foerste – Paulini, Golunski, Rusch, Sheikh Taheri – Börner, Demirtas – Saran, Mohr, Jarju – Luscan, eingewechselt: Schmidt-Von-Groeling, Nayci, Fricke, Trainer: Thorsten Köhn

Tore: 1:0 Ristau (25. Habighorst), 1:1 Sheikh Taheri (37. Jarju), 1:2 Börner (59. direkter Freistoß)

Gelbe Karten: Hussaini, Loos, Sonntag – keine

Schiedsrichter: Patrick Scholz (SV West-Eimsbüttel)

Zuschauer: 35