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Mittwoch, 21. Oktober 2026

Spielbericht USC Paloma 1.C - VfL Wolfsburg 1.C

Die Wolfsburger Bank gewinnt
Zwei Joker stechen: mühsamer Auswärtssieg beim Abstiegskandidaten

Ein beherzter Auftritt gegen den Profinachwuchs und doch steht die C-Regionalliga-Elf des USC Paloma wieder einmal mit leeren Händen da. 1:3 hieß der Endstand im Herbstferien-Kick zu ungewohnter Anstoßzeit am Mittwoch-Mittag. Eine wahrlich vermeidbare dritte Heimniederlage, deren Vorbote schon in Minute neun erste Zweifel am gerechten Fußballgott aufkommen ließ. Ihren couragierten Beginn, jedoch ohne klare Abschlüsse, machten sich die Tauben nämlich per Ballverlust im Aufbau selber kaputt, sodass Ball-Klau Melvin Schrage seinen Kollegen Nick Hoffmann als Wandspieler für Alan Vojnikovic´ freies 0:1 einsetzen konnte (9.).
Entmutigen ließ sich der Tabellenzwölfte davon keineswegs. Frühes Stören und hoher Laufaufwand blieben auch mit dem Rückstand fest im Repertoire, dem allerdings weiterhin keine zwingenden Torraumszenen angehörten. Ein Fejzulai-Versuch aus schwierigem Winkel landete gar drüben im Seiten-Aus (13.). Eine Szene mit Symbolcharakter.
Dann aber war es so weit, als den gerne mal etwas ungenauen Wolfsburgern ein schwach ausgeführter Offensivfreistoß in Höchstgeschwindigkeit über links um die Ohren flog und der eingelaufene Jesco Vick flach aus Zentralposition den längst verdienten Ausgleich setzte (26.).
Abgesehen von einer fast-Dublette des 0:1 (diesmal konnte der sonst blasse Aria Fadai Estalkhzir rechtzeitig blockiert werden, 30.), arbeiteten die Tauben bis zum Pausenpfiff an der kompletten Wende, der der auffällige Mohamad Assad im Durchtanken über Backbord an dichtesten kam. Zumindest musste VfL-Goalie Adin Herceglija hier die kurze Ecke behände dicht kriegen (31.).
Nach dem Seitenwechsel kippte die Couleur des Spiels mehr in Richtung grün. Paloma nun nicht mehr mit den verheißungsvollen Vorstößen, während die Jungs aus der Autostadt durch Max Neumann den Querbalken streiften (41.).
Zudem brachte auch das Personal von der Bank frischen Wind hinein. Vor allem Mahir Salucus Hereinnahme stellte sich bereits nach wenigen Minuten als rentables Investment heraus. Schließlich war es ein guter Freistoß des 17ers, den Paloma-Torsteher Francesco Calfa mit künstlich hohen Haltungsnoten zur Ecke parierte, ehe der fällige Standard jenes ungeklärte Strafraumgemenge hervorbrachte, aus dem Salucu trocken ins lange Eck zielte (52.).
Und noch eine Torbeteiligung des Deutsch-Türken lag in der Luft, als ihn Vojnikovic perfekt empor schickte, der Querpass auf mit-Joker Andy Tonleu geradezu in der Luft lag, Salucu stattdessen lieber den eigenen Versuch wählte und am Außennetz scheiterte (64.)…
Besser machte es kurz darauf Walid Santos Kiwan, der keine zehn Minuten auf dem Feld benötigte, um Gegenspieler Mohamed Yusuf dynamisch abzuschütteln und aus ähnlich spitzwinkligem Gefilde die 1:3-Vorentscheidung herbeizuschießen (67.).
Alles prima, alles nochmal gut gegangen – nur nicht für den bereits verwarnten Santos Kiwan, der zur Schlussminute erst im Mittelfeld den Ball verdaddelte, um seinen Gegner im weiteren Szenenverlauf rüde zu fällen. Der zweitklassige Vorteil: ungenutzt, ehe die nach wie vor vollzähligen Wölfe gar zur Konterchance für genau den Sünder kamen. Schiri Patrice Pluche (Kaltenkircher TS) unterbrach sofort und schickte den Torschützen mit der Ampelkarte in den Reisebus zurück gen Autostadt (70.). Regeltechnisch freilich vertretbar – im Realbetrieb eher nicht zu empfehlen. In Zukunft sollte Gelb-rot doch lieber gleich gezückt werden…
Ohne den dann gesperrten Santos Kiwan geht es für den neuen Tabellenzweiten am kommenden Sonntag gegen das nächste Kellerkind, den mit Paloma punktgleichen VfB Lübeck. Die Tauben schwärmen dagegen zu Werder Bremen aus.

Tore: 0:1 Vojnikovic (9. Hoffmann), 1:1 Vick (26. Fejzulai), 1:2 Sulucu (52.), 1:3 Santos Kiwan (67.)

gelb-rote Karte: Santos Kiwan (70.+1, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Patrice Pluche (Kaltenkircher TS)

Zuschauer: 100























Donnerstag, 31. Oktober 2019

Spielbericht SC Vorwärts/Wacker 04 Billstedt 1.C - VfL Osnabrück 1.C

VfL Osnabrück in die Knie gepresst
Vorwärts/Wacker-2005ern feiern ersten Regionalliga-Erfolg

Ekstase am Öjendorfer Weg! Vorwärts/Wackers C-Regionalliga-Team ist nicht mehr sieglos.
Hochverdient schickte der Aufsteiger die Elf des VFL Osnabrück mit einer 0:4-Packung retour gen Niedersachsen.
Sofort traten die Gastgeber am Reformationstag aufs Gaspedal, setzten den VfL früh unter Stress, sodass die vielen Ballgewinne auch rasch zu Chancen führten. Thorben Lübcke von halbrechts (5.) und Adriano Klück (kürzester Mann auf dem Platz), ausgerechnet per Kopfball (13.), konnten hier nur noch von starken Torwartparaden ausgebremst werden.
Das Schlusslicht machte alles richtig, nur die Chancenverwertung stimmte (noch) nicht, bis Mustafa Abd El Aal in einer verfahrenen Strafraumaktion leidenschaftlich nachsetzte und mit rechts den erlösenden Treffer setzte (18.).
Die Gastgeber sahen sich bestätigt und stürmten weiter euphorisch gen Osna-Tor, in das der fein von Adriano Klück geschickte Amer Buljubasic cool in die offene kurze Ecke einschob – 2:0! Da half auch der unberechtigte Abseitsprotest des Schlussmannes beim Schiedsrichterassistenten nichts. Stattdessen ging der billstedter Festtag mit der gleichen Kombination und dem abermaligen Treffer zum nunmehr 3:0, nach einer halben Stunde, einfach weiter.
Auch ein überzogener Platzverweis, den Assistent Issa Shirdel (1. FC Hellbrook) wegen einer nicht höflichen, aber auch nicht wirklich beleidigenden Aussage Joel Amuzus an einen Gegenspieler der davon selber gar keine Kenntnis nahm, hineinwinkte, hielt den Vorwärts/Wacker-Express heute nicht auf.
Zwar eröffnete der Profinachwuchs den zweiten Abschnitt per Zentralfreistoß (Tyler Dogan tauchte erfolgreich ab, 40.), doch konkreter blieben die Gastgeber, die Abd El Aals 4:0 zu früh bejubelten. Bei Klücks vorangegangenem Abspiel lag eine korrekt erkannte Abseitsposition vor (49.).
Eine vergebene Buljubasic-Doppelchance (51.) später, machte der Stürmer wenig später mit seinem dritten Treffer des Tages alles klar, indem er im Gehacke des Strafraums die Übersicht behielt und mit rechts vollendete. Mit einem langen, präzisen Schlag nach vorne eingeleitet hatte dieses Tor der eigene Fänger, dessen Zu-Null-Spiel einzig bei einem satten Versuch aus 22 Metern (knapp vorbei) ins Wanken geriet.
Die müde und genervt wirkenden Niedersachsen passten sich dagegen dem Halloween-Tag mit einer gruseligen Vorstellung vorzüglich an, was Calvin Junge in der Nachspielzeit fast noch ein weiteres Mal bestraft hätte, wäre er nicht an Thorben Lübckes Querlage vorbeigerauscht.
Auch so durfte man sich am Öjendorfer Weg über die Weitergabe der roten Karte in Richtung Kiel freuen. Punktgleich mit den jetzt seit drei Spielen punktlosen Osnabrückern (bei einem Torverhältnis von 1:13), ist vor dem Hamburg-Duell mit dem Niendorfer TSV wieder ein wenig Land in Richtung Klassenerhalt in Sicht.
Die Lila-weißen um Kapitän Jakob Theuerkauf erwartet nun ein heißes Derby gegen Hannover 96.

SC Vorwärts/Wacker 04 Billstedt 1.C: Dogan – Lübcke, da Costa Goncalves, Abdul-Amidu, Amuzu – Isik (70.+2 Richter) – Abd El Aal (68. Liandja-Efomi), Obeng, Uri Balde – Adriano Klück, Buljubasic (58. Junge), Trainer: Ahmed Flaga

Tore: 1:0 Abd El Aal (18.), 2:0 Buljubasic (24. Adriano Klück), 3:0 Buljubasic (30. Adriano Klück), 4:0 Buljubasic (54. Abd El Aal)

Schiedsrichter: Ole Wittig (VfL 93 Hamburg)

Rote Karte: Amuzu (35. Beleidigung)

Zuschauer: 123

Samstag, 12. Oktober 2019

Spielbericht FC St. Pauli 1.C - SC V/W 04 Billstedt 1.C

Da Costa klärt zur Punkte-Prämiere
Vorwärts/Wacker punktet erstmals bei müder Nullnummer am Brummerskamp

Das war der versammelten Elternschaft schon mal einen dicken Applaus wert. Im fünften Anlauf konnten die 2005er des SC Vorwärts/Wacker Billstedt dank einer konsequent disziplinierten Defensivleistung und gelungenem Zeitmanagement immerhin ihren ersten Regionalliga-Zähler einfahren.
Auf der Gegenseite ist mit einer Szene, kurz vor dem Pausenpfiff, nahezu alles gesagt. Beim Versuch, das tiefe Abwehrdickicht der Billstedter zu überlupfen, manövrierte Luis Jahraus das Spielgerät lediglich ins Gesicht des daraufhin erst einmal K.O. gegangenen Aytunc Isik.
Ansonsten quälten sich die Anwesenden durch ein ereignisarmes Match, das der FC St. Pauli trotz hohen Ballbesitzwerten kaum produktiv für sich gestalten konnte. Erst eine gute Viertelstunde nach dem Seitenwechsel machten es die Momente im Anschluss an eine Boelter-Flanke einmal gefährlich, als Samir Amiris Verlängerung das Eingreifen von Gäste-Schlussmann Tyler Dogen vor dem lauernden Piet Scobel verlangte.
So zogen die Spielminuten ins Land, ohne die zwingende Szene zur Führung des Profinachwuchses, ehe eine erneute Hereingabe Felix Boelters einen freien Kopfball des eingewechselten Michael Aburam vorbereite. Mit Christian da Costa Goncalves klärte allerdings ausgerechnet ein ehemaliger Brummerskamp-Kicker in Diensten des Clubs aus Hamburgs Osten (69.), der seinerseits in einzelnen Kontersituationen kaum über das Mittelstück des langen Platzes in Hamburg-Schnelsen hinauskam. St. Paulis Hintermannschaft um die Innenverteidiger Jovanovic/Bensch brauchte unterm Strich nur einmal kurz Sorge um die "Null" haben, nämlich bei Adriano Klücks zentraler Freistoßposition, noch in Abschnitt eins, die der wuselige Ballverteiler jedoch nicht zu nutzen vermochte. Ronny Seibt pflückte die Kugel unter Einsatz seiner Körperlänge aus hohen Lüften (16.).
Ergo ging im schnittigen Herbstwind eine triste Nullnummer in die Statistik ein, wofür sich trotz des Achtungserfolg weder das Kellerkind vom Öjendorfer Weg, noch der FC St. Pauli im Kampf ums obere Tabellendrittel etwas kaufen können.

FC St. Pauli 1.C: Ronny Seibt – Weiser (36. Addai), Bensch, Jovanovic, Dahaba – Jahraus – Amiri, Boelter, Stöhr (46. Aburam), Robie Seibt – Qodrati (46. Scobel), Trainer: Hoose Benny

SC Vorwärts/Wacker 04 Billstedt 1.C: Dogan – Lübcke, Obeng, da Costa Goncalves, Richter – Isik, Adbdul-Amidu – Liandja-Efomi (46. Ataie / 64. Weber), Adriano Klück, Balde – Abd El Aal, Trainer: Ahmed Flaga

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Jahraus, Boelter, Dahaba, Qodrati – Abdul-Amidu, Abd El Aal, Arek Klück (Co-Trainer)

Schiedsrichter: Miles Tardieu (Niendorfer TSV, Note 2,5)

Zuschauer: 120