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Donnerstag, 14. August 2025

Spielbericht FC Union 60 Bremen - TV Eiche Horn

Chancenplus genutzt
2:1 am Jügensdeich: TV Eiche Horn veredelt seinen Oberliga-Start

Auftaktsieger unter sich verhandelten am Donnerstagabend den dritten Doppelsieger nach zwei Spieltagen in der Bremen-Liga. Sieger im Rollsportstadion: der TV Eiche Horn, dem am Jürgensdeich gleich der perfekte Start gelang, als Ole Böttcher ein krummes Ding von rechtsaußen tatsächlich im hohen Bogen zum 0:1 ins Nest des FC Union setzte (2.).
Früher Jubel, dem nach Joel Mpovas völlig falscher Einschätzung eines langen Balles fast der zweite folgte, nur setzte Pabi Ceesay seinen aussichtsreichen Lupfer knapp über den Kasten (4.).
Stattdessen folgte drüben im ersten Versuch prompt der Ausgleich, als Außenverteidiger Nuno Porquet von rechts flankte und Noa Roskamm im Fünfer das nötige Durchsetzungsvermögen gegen Verteidiger Til Hildebrandt aufbrachte. Und weil der auf seiner Linie klebende Juri Gerardu auch nicht mehr in die Kugel kam, war der schöne Vorsprung der insgesamt aktiveren Horner wieder dahin (20.).
Ebenso wie die Risikobereitschaft der Kontrahenten, die sich fortan gegenseitig belauerten. Erst nach dem Seitenwechsel richtete es mit Eric Baldus ein Joker. Per Doppelpass erreichte der 19-Jährige die zunächst sogar vergebene Schussposition, die er im Nachsetzen jedoch aus überschaubarer Entfernung mit dem 1:2 doch noch zu nutzen wusste (51.).
Nicht ganz so eine aus schwierigem Winkel: Außennetz (52.)!
Die Gäste von der Fritzewiese jetzt voll am Drücker, allein der fehlende Punch im letzten Drittel hielt das Match bis zur wieder ausgeglicheneren Schlussphase offen.
Gerardus herausschnellender Fuß verhinderte gegen Modoulamin Jassey somit den schmeichelhaften Ausgleich (75.), der allerdings auch in der ausgiebigen Nachspielzeit trotz allem Engagements nicht mehr in konkretere Sphären rücken sollte.
Eher hatte Böttcher gar das 1:3 auf dem Schlappen (knapp linksunten vorbei, 90.+7).
Der Sechs-Punkte-Start war damit für Eiche Horn dennoch unter Dach und Fach. Bezirksligist CF VIctoria kann sich vor dem kommenden Pokalwochenende warm anziehen! Die Elf von Fabrizio Muzzicato, der die Unioner im Sommer als Trainer übernahm, hat mit dem TSV Lesum-Burgdamm ebenfalls einen Siebtligisten vor der favorisierten Flinte.

FC Union 60 Bremen: Haedke – Laabs (86. Owusu), Hentschel (81. Hoppe), Mpova, Porquet – Gizir (81. Ilkgün), Celik, Kim, Jassey – Roskamm (63. Alt), Hiegemann, Trainer: Fabrizio Muzzicato

TV Eiche Horn: Gerardu – Schmidt, Kebbel, Hildebrandt, Hartmann (74. Heidbreder) – El-Armouche – Diederichsen (63. Rogmann), Gökdal (67. Yari), Böttcher, Rupp (63. Jones) – Ceesay (46. Baldus), Trainer: Thomas Führer

Tore: 0:1 Böttcher (2.), 1:1 Roskamm (20. Porquet), 1:2 Baldus (51.)

Schiedsrichterin: Antonia Tucholski (Habenhauser FV)

Zuschauer: 90









Samstag, 19. Oktober 2024

Spielbericht SG Aumund-Vegesack - Habenhauser FV

Über die Standards ins Spiel gefunden
SAV biegt Katastrophenstart durch ruhende Bälle und zittert dennoch

„Die spielen sich einen Scheiß zusammen!“, „Thekentruppen-Charakter“, „Es macht mir keinen Spaß, hier zuzuschauen“ – die eigenen Anhänger meinen es zur Zeit nicht besonders gut mit ihrer SG Aumund-Vegesack, die als Vorjahresvierter diesmal trist im unteren Bereich der Bremen-Liga vor sich hin vegetiert.
Umso gewichtiger kommt daher der nicht undramatische Heimerfolg im direkten Duell mit dem Habenhauser FV daher.
Den Anfang der Partie unter Punktgleichen hatten die Gastgeber zunächst in klassischer Manier verpennt. Zwei Grüne wurden sich bei einer hohen Hereingabe nicht einig, sodass die Kugel Nuhatt Kacar zu dessen 0:1 nach lediglich 30 Sekunden (!) vor die Füße fiel. „Die hatten ihre Schnürsenkel noch gar nicht zu und schon steht es 0:1“, analysierte das Alterspräsidium unter den eher wenigen Zuschauern im Kunstrasenkäfig.
Und schon drohte das nächste Ungemach, als Kacar scharf durch den Fünfer spielte und Philipp Schiller am langen Pfosten nur diesen traf (2.).
Die SAV-Kicker völlig von der Rolle, doch plötzlich hieß es 1:1. Eine flache Kurkiewicz-Ecke lochte Mücahit Özkul ebenso auf Höhe der (Kunst-)Grasnarbe direkt vom rechten Strafraumeck aus zum schmeichelhaften Ausgleich ein (11.).
Die Partie fortan nun eine andere. Mit einer ganz anderen Aura fanden die Hausherren nun endlich in die wichtigen Zweikämpfe, während vorne wieder Özkul aus spitzem Winkel das gesamte Können von HFV-Schlussmann Maximilian Lehmann testete (19.).
Kurz vor der Pause – die Partie nahm sich eine gewisse Auszeit – brachte der sonst glücklose Mussa Tasmin die El-Madhoun-Elf listig in Führung. Etwas phlegmatisch bildete sich beim zuvor unnötig per Ballverlust entstandenen Freistoß die Mauer, während Tasmin einfach linksunten einschob (44.).
Ein echter Wirkungstreffer, der das Match nachhaltig zu Gunsten der Grünen beeinflusste. Was ihnen im munteren Vorwärtsgang nur fehlte: das dritte Tor. Özkul hatte dieses vermeintlich auf Zuspiel Güngör erzielt, hatte dabei aber die hochschnellende Fahne des Schiedsrichterassistenten als Endgegner (57.).
Keinen Grund zum Einwand gab es dagegen wenig später bei Sebastian Kurkiewicz´ Freistoß, den ein Habenhauser Kopf freundlich zum nun geschafften 3:1 abfälschte (64.).
Ebenso ging auch das 4:1 problemlos durch. Diesmal eröffnete Kapitän Christian Boehmer steil auf Avni-Serdar Güngör, der wiederum frei vor dem Tor generös für den letztlich mit rechts vollendenden Jerome Albritton querlegte (70.).
Generös agierte allerdings auch Kollege Jasin Jashari, der den sicher geglaubten Dreier plötzlich wieder in wilde Gewässer stieß. So brachte der SAV-Torsteher Stürmer Kacar unfreiwillig in die Poleposition zum 4:2, das die zwischendurch mit dem 4:1 noch gut bedienten Blauen wie aus dem Nichts wiederbelebte (80.). „Mann, ist der bekloppt!“, fluchte ein Anhänger. Wer solche Fans hat…
Kacar und Co machten derweil mächtig Alarm, den der über rechts erspielte 4:3-Anschlusstreffer durch Markus Zimmermann in Mittelstürmermanier weiter anheizte (90.+1). Der wichtige Heimsieg wackelte, doch die letzte (entlastungs-)Chance gehörte Albritton, dessen flachen Abschluss Lehmann im Stile eines Panthers entschärfte (90.+4). Der wichtige Sprung auf Platz zwölf war heute also der SG Aumund-Vegesack vorbehalten!
 
Tore: 0:1 Kacar (1.), 1:1 Özkul (11. Kurkiewicz), 2:1 Tasmin (44., direkter Freistoß), 3:1 Kurkiewicz (63., direkter Freistoß), 4:1 Albritton (70. Güngör), 4:2 Kacar (80.), 4:3 Zimmermann (90.+1 Pröpper)

gelbe Karten: keine – Heilemann, Mosch, Nordmann

Schiedsrichter: Sebastian Berger (TSV Farge-Rekum)

Zuschauer: 50





Freitag, 2. Dezember 2011

Spielbericht FC Oberneuland - Brinkumer SV

Herbstmeister gerät nur kurz ins Schwimmen
Blitzstart nach der Pause: FC Oberneuland zerlegt auch den Brinkumer SV

Wer soll diesen FC Oberneuland bloß schlagen?!
16 Spiele dauert der große Siegeszug des FC Oberneuland durch die Bremen-Liga nun schon an und ein Ende scheint nicht in Sicht. Das bekam am Freitagabend auch der angereiste Brinkumer SV schmerzhaft zu spüren.
Auch ohne den gesperrten Muri Adewunmi (flog im Spitzenspiel-Remis gegen den Bremer SV in der Vorwoche mit Rot von der Koppel) legten die auf fünf Positionen veränderten Gastgeber gleich los wie die Feuerwehr. Vor allem der wieder in die Startelf gerückte Serhan Zengin heizte dem gegnerischen Schlussmann kräftig ein, indem er die Weichen jeweils aus der zweiten Reihe früh auf 2:0 stellte (11. & 16.). Tim Meyer hatte bei beiden Toren nicht sonderlich gut ausgesehen…
Nachlassende Oberneuländer inspirierten den BSV dann allerdings zu dessen bester Phase im Spiel, die Kapitän Jannik Bender gerne als Distanzschütze (knapp, abgefälscht vorbei) gekrönt hätte (34.). Den mittlerweile verdienten Anschlusstreffer setzte dafür der mit rechts vollendende Kerem Ilkilic, dessen freie Schussbahn durch zu zögerlich verteidigende Gegenspieler entstand. Immerhin der junge Christian Tokgözoglu im Tor blieb mit seiner späteren Fußabwehr (Bender war im Anschluss an einen Ballgewinn Janek Pionteks zum Versuch gekommen) auf der Höhe des Geschehens.
Mit einem Blitzstart nach Wiederbeginn meldete sich der Primus aber wieder eindrucksvoll zurück, legte Gökhan Aktas` Freistoßtor (erneut reagierte der BSV-Fänger zu spät) zum 3:1 (47.) den Grundstein für eine überlegene Vorstellung, die den lange ordentlich dagegenhaltenden Brinkumer SV doch noch zerlegen sollte. Im Konter erhöhte Ex-Profi Sören Seidel auf 4:1 (62.), woraufhin Gökhan Aktas mit seinem Abstaubertor auf 5:1 stellte (65.).
Zweimal vereitelte T. Meyer weitere Jubelmomente im Stadion am Vinnenweg (69. & 80.). Seine Vorderleute waren jetzt aber klar geschlagen, sodass vier Minuten vor Ultimo auch Tormaschine Ömer Aktas sein nun schon 17. Saisontor vom Strafstoßpunkt (Zengin war über Prigges ausgestrecktes Bein gefallen) beisteuerte.
Fehlte mit Mahmut nur noch der dritte Aktas, der im Anschluss an eine butterweiche Uluisik-Flanke aus dem Halbfeld den herumirrenden Torhüter zum 7:1-Endstand überlupfte.
Vier Zähler Vorsprung auf den ebenfalls torlaunigen Bremer SV (8:0 beim SV Türkspor) bedeuten schon vor dem anstehenden Hinrundenabschluss in Blumenthal die Halbserienmeisterschaft auf dem Weg zum Wiederaufstieg in die Regionalliga.

FC Oberneuland: Tokgözoglu – Hartung (69. Uluisik), F. Muzzicato (73. Zbrzyzny), Krogemann, Janssen – Seidel (69. M. Aktas), Isailovic – G. Aktas, Zengin, Minns – Ö. Aktas, Trainer: Peter Moussalli

Brinkumer SV: T. Meyer – Rässler (57. Schierenbeck), Prigge, Witte, K. Müller – Ilkilic, Fiks (75. Demirkapi), Bender – Tschongarow (35.
Piontek), H. Meyer, Morkan, Trainer: Frank Thinius

Tore: 1:0 Zengin (11.), 2:0 Zengin (16.
Direkter Freistoß), 2:1 Ilkilic (39. Morkan), 3:1 G. Aktas (47. direkter Freistoß), 4:1 Seidel (62. Ö. Aktas), 5:1 G. Aktas (65. Ö. Aktas), 6:1 Ö. Aktas (86. Strafstoßtor, Prigge an Zengin), 7:1 M. Aktas (89. Uluisik)

gelbe Karten: keine – Rässler, Bender

Schiedsrichter: Allen Chen (TuS Komet Arsten, Note 2)


Zuschauer: 300