Abreibung mit Ansage
Primus
Kummerfelder SV lässt ausfallgeplagtem TVH keine Chance
Sucht man nach einem Symbolbild für das verkorkste Gastspiel des TV Haseldorf
beim Bezirksliga-01-Spitzenteam des Kummerfelder SV, bleibt der geneigte
Beobachter der Szene in der 77. Minute hängen. Eine Auswechslung. Ein unspektakulärer
Vorgang und doch Ausdruck der erheblichen Personalprobleme des Aufsteigers, schickte
Coach Benjamin Kälberloh mit Lennart Jotter (für Timo Kaland) einen gelernten
Torhüter in Feldspielermission, der im Sommer noch das Ende seiner Laufbahn
verkündet hatte. Die einzige annähernd realistische Wechseloption. Spielstand
zu diesem Zeitpunkt: 6:0 für den KSV, der an diesem Sonntagnachmittag niemals
Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen ließ.
Ohne die gelbgesperrten Pieter Oßenbrüggen, Joris Lüchau und Lukas Nickels – um
nur ein paar Ausfälle zu nennen – wurden die zuletzt durchaus konstant
punktenden Haseldorfer sofort in die zwangsweise durchrotierte Defensive
gedrückt, was bereits in Minute eins fast ins Auge ging, als Peer Ball selbigen
diagonal erhielt und Schlussmann Niklas Grote alle Mühe hatte, das Spielgerät nach
seiner Fußabwehr vor den heranrauschenden Gegnern zu sichern.
Ein Dutzend an Spielminuten sollte sich der Dauerdruck am Ende ausgehen, ehe
Kapitän Marcel Braun auf Flanke Jonas Lienau und Grotes nicht ganz glücklicher Ballbeseitigungsaktion
das verdiente 1:0 erköpfte (12.).
Weiteres Wasser also auf die Heim-Mühlen, die kurz darauf noch schneller
rotierten, war es wieder eine Hereingabe von rechts, die diesmal Ball zum
einsamen wie gezielten Abschluss durchs Öhr des Fünfergetümmels einlud (14.).
Entlastung schaffte Rot-gelb insbesondere in Hälfte eins kaum, während man am
und im eigenen Sechzehner viel zu oft die nötige Handlungsschnelligkeit
vermissen ließ, um Momente, wie eine jeweils blockierte Dreifachchance der
Herren Mettler, Will und Braun zu vermeiden (20.).
Klar, dass weitere Tore folgen mussten, erhöhte Jonas Linau nach
durchgerutschtem Stampff-Zuspiel auf den 3:0-Halbzeitstand (29.), der
insbesondere durch das lauffreudige Flügelspiel der klug rochierenden
Platzherren noch weiteres Futter hätte kriegen können.
Dafür machte es Mika Mettler aus der zweiten Reihe (57.), woraufhin Fabian Knotterus
von einer Ecke (61.) und Enzo Simon von einem Querpass (67.) des eifrigen Ball
profitierten.
Und auch beim 7:0-Schlusspunkt hatte der 21-Jährige wieder seine Füße im Spiel,
war es abermals ein Eckstoß, in den sich als siebter Tagestorschütze der
eingewechselte Hendrik Hoch mit voller Dynamik reingeworfen hatte (87.) –
Vorlagenhattrick zur Tabellenführung, denn mit dem klar besseren Torverhältnis
thront die Elf von Trainer Julian Kneuker weiter (bei zwei Spielen mehr) punktgleich
mit dem FC Elmshorn an der Spitze.
Der heuer chancenlose Widersacher, der immerhin im zweiten Abschnitt punktuelle
Torgefahr produzierte, fiel zwei Stunden später durch den Heimsieg der Reserve
des Niendorfer TSV (3:1 gegen Schlusslicht Duvenstedter SV) erstmal wieder
unter den Strich. Mit Blick auf das insgesamt anspruchsvolle Restprogramm kommt
dem jetzt anstehenden Heimspiel gegen die nur drei Zähler bessere Elf des HSV
IV eine enorme Bedeutung zu. Der Primus setzt derweil seine Keller-Tour beim tabellarischen
Süd-Nord-Gipfel in Duvenstedt fort.
TV Haseldorf: Grote – Biermans, Wichmann, Pieper, Krieg –
Fülscher, Möhle, Mohrdieck, Bevers – Laudahn, Kaland (77. Jotter), Trainer:
Benjamin Kälberloh
Tore: 1:0 Braun (12. J. Lienau), 2:0 Ball (14. Will), 3:0 J. Lienau (29.
Stampff), 4:0 Mettler (58.), 5:0 Knotterus (61. Ball), 6:0 Simon (67. Ball),
7:0 He. Hoch (87. Ball)
gelbe Karten: keine – Mohrdieck, Pieper
Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)
Zuschauer: 50
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Sonntag, 15. März 2026
Spielbericht Kummerfelder SV - TV Haseldorf
Samstag, 14. März 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SC Teutonia 10 1.A
Kasaj durchbricht das Schusspech
Spätes
Joker-Tor: Holsatias U19 belohnt sich für die Beharrlichkeit
Mit der vermeintlich einfachsten der drei Aufgaben beendete Holsatias U19 den
kleinen Heimspielmarathon zum Jahresauftakt, um gegen Teutonia 10 allerdings einiges
an Geduld und Frustrationstoleranz aufbringen zu müssen.
Bei tristem Märzwetter war den Jungs in den gestreiften Jerseys nämlich das
Abschlusspech ein steter Begleiter. Erstmals so richtig augenscheinlich, als
der aufgerückte Erik Johänning per Konterchance im Doppelpass mit Luca Joneleit
zum Abdruck an den Pfosten kam und das Ei schließlich vom Rücken des Torwarts
an der falschen Seite des Gestänges über die Linie rutschte (15.). Ebenso in
einer ähnlichen Szene – mit dem Unterschied, dass Medin Baljes Rückgrat diesmal
keinen Anteil am Szenario hatte (22.).
Erster Frust machte sich breit, zumal Yannick Ehlers bei einer
Hinterthaner-Ecke doch reichlich unbewacht über den Kasten löffelte (35.). Es
sollte nicht seine letzte Großchance bleiben…
Sicherlich noch mehr Topchancen hätten sich den Platzherren insbesondere in
Abschnitt eins ergeben, wären da nicht einige kreative Abseitspfiffe gewesen.
Andersherum muss man sich dann vielleicht auch ein wenig auf die Linie des
Schiedsrichters einstellen.
Frei von Abseitsverdachtsmomenten blieb dagegen ein teils kopflos vergebenes Füllhorn
an Chancen nach dem Seitenwechsel, ehe die Teutonen zwischendurch ihrerseits
die dicke Gelegenheit zur Bestrafung hatten. Luca Goike bekam sein Eck gegen
Emirhan Erdal aber immerhin rechtzeitig dicht (57.).
Holsatia blieb auch in der Folge am Drücker, vermochte es dann jedoch sogar in
temporärer Überzahl (der geplättete Ali Doubmouya brauchte zwischendurch eine
Pause, doch niemand war zur Substitution verfügbar) nicht, das Leder endlich in
den Gäste-Kasten zu kriegen – bis Hinterthaners lange Hereingabe beim
eingewechselten Alkeo Kasaj landete und der Joker einfach mal trocken
linksunten zur überfälligen 1:0-Führung abzog (75.).
Die schärfste Antwort darauf lieferten die auswechselspielerlosen Teutonen mit
einem immer länger werdenden Freistoß Nathan Mesfins, der sich auch trotz
Goikes Eingreifen in der Luft zur heißen Alu-Aktion entwickelte (85.).
Dass die Krückaustädter drüben, beispielsweise durch Ehlers und dessen freies
Verfehlen am ersten Pfosten (vor allem der Joneleit/Dieckhoff-Doppelpass in der
Vorarbeit hätte ein Tor verdient gehabt, 89.), das vorentscheidende zweite Tor
verpassten, blieb somit am Ende unbestraft.
Im Mittelfeld der ausfallzerpflückten U19-Oberliga bleibt für Holsatia derweil
noch vieles möglich – wie auch im Pokal, wo es bereits am kommenden Dienstag
das Duell beim U18-Landesligavertreter Grün-weiß Eimsbüttel weitergeht.
Teutonia 10, das bereits mit vier Niederlagen in die lange Winterpause ging und
sich personell über das Ende der Frühjahrsferien in Hamburg freuen dürfte, hat
zwei Tage länger Regeneration, bevor das Viertrundenmatch gegen das
U18-Oberliga-Schlusslicht Harburger TB ins Haus steht.
Holsatia im EMTV 1.A: Goike – Kasem, Johänning, Dieckhoff,
Jonas, Ehlers – Bjane, Polat – Joneleit, Schwarz, Hinterthaner, eingewechselt:
Kasaj, Martens, Stüben, Trainer: Bent Vieth
SC Teutonia 10 1.A: Balje – Mehare Beyene, Doubmouya, Radinovic-Protic, Mesfin,
Witte – Heindorff, Ahrens – Tanzi, Adamou, Erdal, Trainer: Thomas Thundiyil
Tore: 1:0 Kasaj (75. Hinterthaner)
gelbe Karten: Stüben – Tanzi, Doubmouya, Radinovic-Protic
Schiedsrichter: Frank Tesch (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 30
Freitag, 13. März 2026
Spielbericht TuS Krempe II - SV Alemannia Wilster II
Chancenplus nicht genutzt
Chancenwucher!
TuS Krempe II verliert Rang im direkten Duell
Kann TuS Krempe II nochmal den Angriff auf Rang zwei starten? Nach dem sieg-
und torreichen Jahresbeginn 2026 (8:3 & 7:1) und der Aussicht, die Mehrheit
der verbliebenen Duelle daheim austragen zu dürfen, musste die Aufholjagt in
der Kreisklasse A-West-2 allerdings einen freitagabendlichen Dämpfer erleiden.
Ausgerechnet gegen Tabellennachbar Alemannia Wilster II setzte es die zweite
Niederlage auf der neuen, ideal ausgeleuchteten, Synthetikwiese am Burggraben
(vier Partien).
Als verdient mochte dies der neutrale Beobachter keineswegs einschätzen, taten
die Gastgeber spürbar mehr für die temporeiche und intensiv geführte
Kontrahage.
Den umschaltstarken Gästen spielte dies allerdings wunderbar in die Karten, wie
das 0:1, bei dem Nico Jüstel mit voller Dynamik über links durchbrach, um auch
noch passend ins lange Eck zu vollenden, wunderbar illustrierte (8.).
Ganz ähnlich verhielt es sich nach einer guten Viertelstunde, als wieder
Alemannias Nummer 30 von halblinks abzog, diesmal aber Schlussmann Tobias
Becker noch die Pfoten dazwischen bekam. Nicht so aber beim folgenden Eckstoß,
den mit Moritz Waehling auch noch ein eigener Mann zum 0:2-Selbttor in die
Maschen lenkte (16.).
Die Blauen machten aber unverdrossen weiter das Spiel, was Waehling zur
vereitelten Chance auf die Wiedergutmachung führte (45.). Doch auch die
folgende Bakar-Ecke vermochte keinen Anschlusstreffer aus dem Gewusel
hervorbringen.
Dies begab sich schließlich kurz vor dem Halbzeitpfiff, weil Kevin Dittmann
beim Scheitern des fleißigen Furrat Bakar an SVA-Fänger Tim Granow bei der
Sache blieb und per Kopf zum verkürzenden Halbzeitstand einköpfte (45.+1).
Und kaum waren die motivierenden Worte in der Pause ausgesprochen, schweißte
Joker Johann Looft von halbrechts den Ausgleich ein (49.). Geht doch!
Die Wende lag jetzt förmlich in der Luft, nur erwischte Dittmann erst den
Querbalken (52.), während auf der anderen Platzhälfte wieder die Superkraft der
Elf um Spielertrainer Torben Heutmann griff. Denn kaum geriet Moray Zirpins in
schöne Schussposition, flutschte das Ei wenig schmeichelhaft für den Fänger zum
erneuten Rückstand ins TuS-Nest (56.).
Für Beckers Vorderleute aber weiterhin kein Grund zum Aufstecken, was sich
rasch lohnen sollte, setzte sich Dittmann schön zur Flanke auf links durch,
sodass Looft einschussbereit für den zweiten Ball nach Granows Patzer beim
hohen Ball bereitstand (62.).
An Spektakel mangelte es hier freilich nicht! Und das blieb auch so.
Erst wurde Jüstel (natürlich im Konter) unsanft vor dem Sechzehner gebremst,
dann zirkelte der nunmehr 13-Tore-Mann den fälligen Standard höchstpersönlich
ins obere Torwart-Eck – 3:4 (73.)!
Selbstredend, dass auch diesmal keine Spur von Kremper Resignation zu spüren
war. Stattdessen blies man zur unermüdlichen Schlussoffensive, bei der gefühlt
alles getroffen wurde, nur nicht das Tor. Den letzten Matchball zum Remis
bereite tief in der Extrazeit noch einmal Looft mit Willensstärke von rechts
per Hereingabe vor, doch Waehlings regelwidrig eingreifende Hand besiegelte die
vermeidbare Heimniederlage, durch die die Kontrahenten in der Tabelle ihre
Plätze tauschten. Bereits am Donnerstag könnten sich Waehling und Co Rang drei
aber zurückholen, wenn der Diekhusen-Fahrstedter FC zum Nachholer am Burggraben
aufschlägt.
Tore: 0:1 Jüstel (8.), 0:2 Waehling (16., Eigentor, Jüstel),
1:2 Dittmann (45.+1, Bakar), 2:2 Looft (49.), 2:3 Zirpins (56.), 3:3 Looft (62.
Dittmann), 3:4 Jüstel (73., direkter Freistoß)
gelbe Karten: Giebeke, Hellmann – Jüstel
Schiedsrichter: Pedro Soll
Zuschauer: 40
Sonntag, 8. März 2026
Spielbericht FTSV Komet Blankenese - TuS Osdorf III
Der Sieg kommt von der Bank
Dreierpack!
Joker Göremez schießt Komet zum Heimerfolg
So ganz abgehakt hat die Elf des FTSV Komet Blankenese das Thema
Kreisligaaufstieg trotz des Rückstands auf die beiden Promotionsplätze noch
nicht. Und zumindest das Punktekonto freute sich zum eigenen Start in die Restserie
2025/2026 über weiteres Futter. Gegen TuS Osdorf III waren es letztlich zwei
Knackpunkte, die das Pendel in Richtung des selbsternannten Kreisligaanwärters ausschlagen
ließen.
Zuerst wäre da die Einwechslung von Atakan Göremez zu nennen, war es der
24-Jährige, der mit seinem Hattrick jene Treffer beisteuerte, von denen zwei in
Überzahl gelungen waren, weil – Knackpunkt Nummer zwei – eine unnötige
Ampelkarte das osdorfer Aufbäumen jäh ausbremste…
In der Anfangsphase war es allerdings noch Torwart Simon Wiechmann, der Komet
beispielsweise gegen den heranflitzenden Eric Egbujuo (2.) gekonnt vor dem
frühen Rückstand bewahrt hatte.
Außer dem verletzungsbedingten Ausscheiden des Osdorfers Joonas Kuhanen (10.)
geschah dann aber erstmal nicht mehr so richtig viel. Fast ein verwunderlich,
dass die beidseitig angebotenen Räume stets ungenutzt blieben – bis die
Hausherren endlich einmal nachhaltig ins Offensivdrittel vorstießen und gleich
zwei Rote die Kugel nicht entsorgt bekamen. Jonas Haselmeier freute und so
erhörte er das Betteln ums Gegentor per Rechtsschuss aus der zweiten Reihe
(33.).
Kurz darauf war dann auch Göremez mit von der Partie, deren 1:0-Pausenstand
schon beschlossene Sache schien, ehe der Joker in der Extrazeit eiskalt
verdoppelte (45.+3).
Schlechte Karten also für die jungen Gäste, die allerdings mit Engagement aus
der Kabine kamen und ihre verbesserten Spielanteile schnell durch Egbujuos Fernschusstor
in Zählbares umwandelten (52.).
Umso bitterer warf sie kurz darauf der Platzverweis für Zentrumsspieler Michel
Kalbitz in der Aufholjagd zurück. Kurz zuvor bereits verwarnt, ließ sich der
erfahrene Mann von Gegenspieler Darin Williams ordentlich provozieren und
zettelte kurzerhand eine Rudelbildung an. Williams, der hier ebenfalls den
gelben Karton kassierte, sollte später nach Foul in Strafraumnähe clevererweise
rechtzeitig ausgetauscht werden…
Mit einem Mann mehr ging die Angelegenheit für Braun nun wieder etwas einfacher
von der Hand, was spätestens durch das wichtige 3:1 spürbar wurde. Präzise
hatte Kevin Block von links auf den zweiten Pfosten geflankt, wo Göremez mit unorthodoxer
Kopfballtechnik bislang verborgene Talente offenlegte (69.).
Just mit rechts aus 18 Metern nachgelegt, war Göremez bereits der vorzeitige
Mann des Tages (70.), woran auch Peer Thomensens verkürzendes Strafstoßtor nach
Kontakt an Majd Ayoub nichts mehr änderte (72.).
Viel mehr wären bei noch folgenden Gelegenheiten noch mehr Tore für Komet möglich
gewesen. Unterm Strich ging das 4:2 jedoch auch in der Höhe klar. Mit drei
Punkten und der anschließend gemeinsam einverleibten Siegerpizza gestärkt,
wartet nun die doppelt undankbare Auswärtsaufgabe bei Tabellenführer BLS
Hamburg – am Samstag, um neun Uhr morgens…
Tore: 1:0 Haselmeier (33.), 2:0 Göremez (45.+3), 2:1 Egbujuo
(52.), 3:1 Göremez (69. K. Block), 4:1 Göremez (70. B. Block), 4:2 Thomsen
(71., Strafstoßtor)
gelb-rote Karte: Kalbitz (TuS Osdorf III, 55., Foulspiel + Rudelbildung)
Schiedsrichter: Francisco Serwas (FC St. Pauli, Note 3)
Zuschauer: 25
Samstag, 7. März 2026
Spielbericht VfR Horst 1. Frauen - SG Wilstermarsch 1. Frauen
Die Partie hinten heraus
entschieden
4:0
– SG Wilstermarsch lässt ersatzgeschwächten Horsterinnen keine Chance
Bewölkung und Sahara-Staub vermiesten am Samstagabend zwar das goldene
Sonnenuntergangspanorama im Sportzentrum zu Horst, doch für die schöne Aussicht
war die Elf der SG Wilstermarsch auch freilich nicht an die Heisterender
Chaussee gereist. Viel mehr für den eingefahrenen 4:0-Auswärtssieg, der erst in
der erst in der letzten halben Stunde Formen angenommen hatte.
Zunächst hatte der Tabellendritte der Frauen Landesliga Holstein noch seine
Probleme, sich gegen die griffigen Gastgeberinnen freizuspielen.
Ein Alu-Treffer aus der Ferne (29.) blieb somit erstmal das Höchste der
Gefühle.
Mit dem Wiederbeginn verlagerte sich das Geschehen schließlich immer weiter in
die Spielfeldhälfte des ersatzgeschwächten VfR.
Folgerichtig daher das 0:1, das Marisa Sander nach Zuspiel Lene Goede aus
spitzem Winkel ins rechte obere Eck zirkelte (61.).
Die SG jetzt voll drin und eine gute Viertelstunde vor dem Ende quasi
uneinholbar vorne, als Ann-Christin Heutmann über rechts marschierte und Inke
Noll in der Mitte mustergültig zum 0:2 bediente (74.).
Ganz ähnlich, nur diesmal mit der hohen Flanke, machte es die auffällige
Franziska Heesch für Lene Goede, die wiederum frei im Sechzehner einköpfen
durfte (81.).
Ärgerlich für Heesch dagegen, dass Goede in Minute 90 ballfern etwas
ungeschickt auf Gegenspielerin Dannika Timmins aufgelaufen war und der freie
Lauf aufs Horster Tor damit ein unverschuldetes Ende fand…
Der vierte Auswärtstreffer sollte aber dennoch auf die neue, um 90 Grad
drehbare Anzeigetafel schaffen, netzte Maja Lange noch einmal aus der zweiten
Reihe zum 0:4-Endstand (90.+2).
Der Kontakt nach Platz zwei bleibt für die Elf Trainer Ingo Franz somit weiter
erhalten (fünf Zähler Rückstand auf den TSV Zarpen), während die heuer ohne
echte Torchance gebliebenen Schwarz-weißen im erneuten Heimspiel gegen
Aufsteiger Viktoria 08 wieder zurück zur gewohnten Heimstärke finden wollen.
Die lang ersehnte Verletzungsrückkehr per Einwechslung der hoch veranlagten
Celine Kubisch machte darauf auf jeden Fall etwas Hoffnung.
Tore: 0:1 Sander (61. Goede), 0:2 Noll (74. Heutmann), 0:3
Goede (81. Heesch), 0:4 Lange (90.+2, Sander)
Schiedsrichter: Jörg Kunze (SV Wellenkamp Itzehoe, Note 4)
Zuschauer: 30
Spielbericht TuS Borstel-Hohenraden - Moorreger SV
Vom Schlusslicht verdroschen
Schwarzer
Samstag für den Moorreger SV – TuS Borstel mit Lebenszeichen
Zum Jahresauftakt 2026 eine 2:0-Führung bei Cosmos Wedel hergeschenkt (2:6 am
Ende), avancierte das zweite Spieltagswochenende im neuen Jahr zum echten Albtraum
für die abstiegsbedrohte Elf des Moorreger SV. Denn nicht nur, dass man beim
Tabellenletzten mit 1:4 ausgezogen wurde; man verlor dabei auch noch den
Torwart verletzt und die ungeliebte Konkurrenz aus der Nachbargemeinde zog tags
drauf auch noch vorbei.
Was für ein schreckliches Gesamtbild, das sich zu Beginn des samstäglichen
Ausflugs nach Tangstedt, wo der hiesige Kunstrasenplatz über die Dauer des
eigenen Synthetikwiesenbaus zum vorübergehenden Asyl des TuS Borstel-Hohenraden
herhält, noch gar nicht so deutlich abgezeichnet hatte.
Engagiert pressten die ordentlich gestaffelten Himmelsbargler das Schlusslicht
in dessen eigener Hälfte fest – ohne aber so wirklich vors Tor zu kommen.
Dies spielte sich dafür auf der Gegenseite ab, als ein schön gezirkelter
Freistoß von David Klass die perfekte Einschusschance für den aufgerückten
Conner McConaghy bereitete, der Abwehrspieler aber gerade noch entscheidend
gestört wurde (13.).
Ganz anders verhielt es sich wenig später bei einer freundlichen Einladung für Okan
Yumut, die der 32-Jährige per 1:0 nicht ungenutzt ließ (20.).
Weiterhin emsig, aber vorne ohne Durchschlagskraft und hinten zu offen,
brachten sich die Gäste weiter um ihre Pfründe, die im Falle von Klass und
dessen Treffer nur die späte Abseitsfahne rettete (22.).
Nicht so aber in Minute 40. Mit dem richtigen Timing bediente Yumut seinen
Kollegen Patrick Jordao Valadares, während sich MSV-Goalie Niklas Putt das
berühmte Stück zu spät in die Szene warf
– Strafstoß TuS Borstel, den Yumut sicher rechtsunten versenkte (42.).
Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, endete eine Schusschance für
Winterneuzugang Fatih Simsek im langen Abstoß, den Leon Prange gegen die Sonne
völlig falsch einschätzte und unfreiwillig mit dem Kopf verlängerte, sodass der
durchgelaufene McConaghy vor Puttmann zum 3:0-Halbzeitstand einspitzelte
(45.+3). Weil Torschütze und Torhüter daraufhin zusammenkrachten, war die
Partie für letzteren beendet und der Weg ins Spital geebnet. Irgendwie passend
zum vermaledeiten Tag des MSV, dass der angerückte Krankenwagen beim
Wendemanöver stecken blieb und erst durch Bergung des Feuerwehr Tangstedt und
einen hilfsbereiten Landwirt und dessen Traktor von der Anlage kam…
An sportlicher Linderung versuchte sich kurz nach der Pause Dominik Körner mit
einem mutigen Abschluss (auf Torwart Timo Herrmann, 49.), woraufhin die
Borsteler dem vierten Tor etwas näher waren, als die Moorreger dem 3:1. Vor
allem, nach Neal Belows Strafraumkontakt mit Joker Marvin Tramm. Da Yumut
bereits ausgewechselt war, übernahm Kapitän Felix Storm, um jedoch an Puttmann-Vertreter
Daniel Rosenzweig zu scheitern (70.).
Aufgeschoben war heute aber nicht aufgehoben, lupfte Sitki Alp das Spielgerät
im Anschluss an Rosenzweigs Rettung gegen Tramm zum nachgeholten 4:0 ins Netz
(83.).
Nicht wirklich relevante Ergebniskosmetik betrieben die Roten erst in der
Schlussminute, verwandelte Prange einen nicht unbedingt zu pfeifenden Strafstoß
zu präzise, als dass Herrmann trotz der geahnten Ecke parieren konnte (90.).
Ein kleiner Fleck auf der Robe des Siegers, die sich die Liebenow-Elf auch im
kommenden Abstiegsduell mit der SV Lieth II überwerfen will. Mit diesem ersten
Saisonsieg (zuvor punktete man nur durch fünf Remis) ist das rettende Ufer mit
sieben Zählern Rückstand zumindest wieder ansatzweise in Sichtweite gerückt.
Der MSV, den es nun sogar unter den Strich zur Kreisklasse drückte, ruhen die
Hoffnungen nun auf der passablen Heimbilanz – aber erst, nachdem die intensive
und herausfordernde Auswärtsstation Roland Wedel möglichst glimpflich bestritten
wurde…
Tore: 1:0 Yumut
(20.), 2:0 Yumut (42., Strafstoßtor, Puttmann an Jordao Valadares), 3:0
McConaghy (45.+3, Herrmann), 4:0 Alp (83. Tramm), 4:1 Prange (90., Strafstoßtor, S. Pimenta
Trindade an Franke)
Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV Seestermüher Marsch)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Storm scheitert mit Strafstoß an Rosenzweig (70.,
Below an Tramm).
Freitag, 6. März 2026
Spielbericht TV Haseldorf - Niendorfer TSV II
Bigpoint für die Teilzeithedonisten
TV
Haseldorf startet wie im Rausch und zittert dennoch um den Keller-Dreier
Hätte Benjamin Kälberloh, Trainer des TV Haseldorf, noch Haare auf dem Kopf;
spätestens an diesem wichtigen Abend für den Aufsteiger im Abstiegsgeschäft
wäre ihm sein Haupt erkahlt. Dem Traumstart ins Sechs-Punkte-Spiel gegen die
Reserve des Niendorfer TSV war unter Flutlichtkulisse nämlich noch das große
Zittern, bis in die neunte Minute der Nachspielzeit, gefolgt.
Ein Szenario, das der Coach bereits in der Halbzeitpause hat kommen sehen,
warnte er sein Team vor dem „psychologischen Vorteil“ des Gegners durch den
wahrlich sehenswerten Weitschusstreffer durch Spielmacher Lennart Ludwig (27.),
der in einer surrealen ersten Hälfte vorzeitig das letzte Wort hatte.
Davor hatte die Kälberloh-Equipe ihr Schloßparkstadion mal eben zur
hedonistischen Zone erklärt, agierte „brutal effektiv“ – oder eher effizient.
Unaufhaltsam dabei: das Offensivtrio Fülscher, Lienau und Rose. So führte eine
schlecht verteidigte Lienau-Ecke bereits nach 90 Sekunden Lars Roses
Führungstor herbei, ehe Michel Lienaudem völlig verunsicherten Dennis
Brettschneider die Kugel abluchste und frei durch zur raschen Verdopplung
einschob (6.).
Mit Glück des unhaltbar Abfälschens im Sechzehner stellte Rose in Minute zwölf
auf 3:0 (12.). Und das, obwohl er den Ball nach Marten Fülschers Blitzeinwurf
für Lienaus Brustmitnahme, inklusive Hereingabe von der Grundlinie, nicht
unbedingt lehrbuchartig erwischte. Heute schien aber einfach alles zu gelingen,
was die euphorisierten Appelplücker versuchten!
Ebenso Lienaus kräftiger Strafraum-Abdruck mit rechts, der wieder nur zustande
kam, weil die orientierungslos über ungewohnten Naturrasen stolpernden
Niendorfer eine kurze Eckenvariante nicht aus der Parzelle bekamen (15.).
Erst der fünfte Heim-Versuch, den der entfesselte Fülscher, vom Widersacher
touchiert, zur Ecke ins Tor-Aus rutschen sah (18.), durchkreuzte die perfekte
Biathlon-Serie am Schießstand.
Gur für die Gäste, die der eindringlichen Aufforderung ihres lebhaften
Trainers, „Ballkontakte“ zu sammeln, nur schleppend nachkamen. Erst mit Ludwigs
4:1 waren die Herren in weiß endlich auch mental in der Partie angekommen.
Waleed Maliks Kopfball (41.) und Ioannis Goussis´ Versuch ans Außennetz (44.)
waren daraufhin nur die Vorboten dessen, was die Haseldorfer im zweiten
Abschnitt zu überstehen hatten. Auch, weil Lienaus Treffer nach feinem
Fülscher-Service wegen spät geahndeten Handspiels keine Anerkennung fand (45.).
Auch Fülscher selber vermochte den Deckel im Konter aus vollem Lauf nicht draufzumachen,
als der langzeitverletzte Louis Bevers in der Vorbereitung zeigte, welche
Dynamik seine Rückkehr für das Spiel der Roten bedeutet (48.).
Ansonsten aber galt es, nun dem Druck des nun auch besser auf lange Bälle
eingestellten NTSV standzuhalten.
Goalie Niklas Grote musste jedenfalls gegen Minseo Cho schon mal behände
abtauschen (53.), um zu verhindern, was zum Start der körperlich geführten Schlussphase
doch geschehen sollte. Diesmal piekte Ludwig die Kugel vor Grote weiter zum
verkürzenden Lukas Lackner und das von Kälberloh befürchtete „Feuerwerk“ des
Gegners war weiter entfacht (72.).
Wo Gäste-Tormann Christopher Schade gegen Fülscher die 5:2-Vorentscheidung
verhinderte (75.), netzte drüben Pieter Oßenbrüggen zum 4:3 ins eigene Gehäuse
(79.).
Elf lange Restminuten des gegnerischen Anrennens waren überstanden, da drohte
durch einen Nachschlag von deren sechs gleich weiteres Unheil. Abermals Ludwig
(90.+2) und Lackner mit dem Heber im Strafraum (90.+3) sollten aber die finalen
Ausgleichschancen vergaben haben, ehe in Extraminute neun der letzte
Befreiungsschlag das erste Klettern aus der Abstiegszone seit dem zweiten
Spieltag besiegelte.
Mit nur einer Niederlage aus den letzten sieben Partien geht es nun zum
Spitzenteam nach Kummerfeld, das im gleichen Zeitraum nur vier Punkte mehr
holte (18).
Bei den nunmehr seit neun Spielen punktlosen Bondenwald-Kickern liegen dagegen
die Nerven blank. Eine Mecker-Ampelkarte nach Spielende rundete die verkorkste
Gastspielreise noch negativ ab. Die weiteren Duelle gegen die Kellerkonkurrenz
aus Duvenstedt und Klein Nordende könnten an den nächsten Wochenenden bereits
vorentscheidenden Charakter annehmen.
Tore: 1:0 Rose (2. Lienau), 2:0 Lienau (6.), 3:0 Rose (12.
Lienau), 4:0 Lienau (15. Fülscher), 4:1 Ludwig (27. Cho), 4:2 Lackner (72.
Ludwig), 4:3 Oßenbrüggen (79., Eigentor, Ludwig)
Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV, Note 2,5)
Zuschauer: 80
Dienstag, 3. März 2026
Spielbericht FC Elmshorn - TuS Germania Schnelsen
Ein Abend voller Geschenke
Verrücktes
Spitzenspiel: FCE schlägt Germania in der Nachspielzeit!
Dienstagabend, Flutlicht, Frühlingswetter; beste Bedingungen für den großen
Nachholkracher der Bezirksliga 01. Nur die Lichttechnik am Ramskamp war
offenbar noch nicht so ganz aus dem langen Winterschlaf erwacht. Ein Mast hatte
gestreikt, seinen Dienst dann aber mit Verzögerung schließlich doch aufgenommen.
Auf dem hügeligen Rasen, wo es daher erst mit 17 Minuten Spätzündung inhaltlich
wurde, ging der Tabellendritte aus Schnelsen gleich in medias res, unterstrich seinen
Anspruch, die knapp verpasste Winterpausenmeisterschaft mit dem Sprung auf den
Thron wettzumachen. Der Lohn: die 0:1-Führung durch Leon Kripkes Freistoßtor (Tormann
Ali Topkoc war im Eck sogar noch dran, 11.), welche über eine halbe Stunde lang
nicht unverdienten Bestand haben sollte.
Dann aber brachten sich die Germanen erstmals selber um die Pfründe, als sich
Goalie Domenik Szyska und Abwehrorganisator Hassan Fallah bei einer völlig vermurksten
Altergott-Flanke nicht einig wurden, Mustapha Saidy Khan die Chance zur Weiterleitung
in die Mitte nutzte und Bedran Atug das Bällchen nur noch über die Linie
schubsen musste (42.).
Ein Vorbote dessen, was die vogelwilden Defensivreihen heuer noch so alles
zulassen würden…
Dabei ebenfalls im Fokus: die beiden Torhüter. So klatsche Topkoc Matz
Broeckers 20 Meter-Schuss genau vor die Füße des zum 1:2 abstaubenden Antonio
Arambasic (47.), ehe drüben der offensiv postierte Szyska von Dennis Altergotts
Heber nach schönem Schirosi-Seitenwechsel überrumpelt wurde (48.).
Weiter ging der Wahnsinn mit Fallahs Handspiel, das der früh eingewechselte
Olcay Aydin souverän mit dem 3:2-Strafstoßtor quittierte (52.). Ein Vorgang,
der sich nur ein Dutzend an Minuten später tatsächlich wiederholen sollte. Denn
abermals spielte Unglücksrabe Fallah, der bereits beim überraschenden 0:1 in
Haseldorf per Rückpass das entscheidende Gegentor einleitete, das Leder mit dem
falschen Körperteil, ehe Aydin Szyska vom Punkt aus in die falsche Ecke
schickte (64.).
Da konnte sich die Elf vom Riekbornweg auch für den zwischenzeitlichen
Ausgleich via Innenpfostenschuss von Arambasic, aufgelegt durch Torjäger Luca
Drenkhahn (56.), nichts kaufen. Bemerkenswert dabei: dem Treffer ging in der
Entstehung jeweils ein falscher Einwurf beider Lager, inklusive Pfiff und Ballbesitzwechsel,
voraus. Was Hänschen nicht lernt…
Mit Robustheit und Cleverness versuchte derweil der FC Elmshorn den Dreier,
gleichbedeutend der Punktgleichheit mit dem Primus aus Kummerfeld, ins Ziel
bringen. Ein Unterfangen, das bis in die Schlussminute eher unkompliziert
geglückt war, bis Topkoc das Spielgerät gegen L. Drenhkhahn plötzlich wieder
fallen ließ und in letzter Konsequenz nur das Foulspiel gegen den 19-Tore-Mann für
Abhilfe sorgte. Strafstoß Nummer drei am heutigen Abend, während die Zahl der
Diskussionen auf und neben dem Platz nur mit dem Wörtchen „zahlreich“
ansatzweise abgebildet werden konnte.
Der Gefoulte selber blieb indes cool und verwandelte zum vermeintlichen 4:4-Auswärtspunkt
(90.).
Das letzte Wort in einem intensiven Schlagabtausch (13 Verwarnungen plus einmal
Doppelgelb) hatten jedoch noch einmal die Gastgeber, die in B. Atugs Hereingabe
von rechts noch eine letzte Chance auf die Rückholung der soeben verlorenen
zwei Zähler sahen. Germania bekam die Lage im Sechzehner nicht gelöscht, sodass
der gerade eben eingewechselte Wassem Eklim mit einem Schuss zum 5:4-Heimsieghelden
der Krückaustadt avancierte (90.+4). Denn auch in kurzzeitiger Unterzahl (Ex-Oberligakicker
Schirosi bettelte noch erfolgreich um die überfällige Ampelkarte, 90.+5) und
mit einem letzten vielversprechenden Freistoß gegen sich, war der überwichtige
Erfolg im direkten Aufstiegskampf an einem denkwürdigen Märzabend auf das
Punktekonto geflossen.
Nun geht es für die Schützlinge von Seyhmus Atug ohne die gesperrten Schirosi (Gelb-rot)
und Sergen Sevinc (fünfte gelbe Karte) am kommenden Sonntag zum Schlusslicht nach
Duvenstedt, während in Schnelsen bereits am Freitag der nächste Kracher steigt,
wenn TuS Holstein Quickborn als lauernder Tabellenvierter seine Visitenkarte in
Hamburg Nord-West abgibt.
Tore: 0:1 Kripke (11., direkter Freistoß), 1:1 B. Atug (42. Saidy
Khan), 1:2 Arambasic (47. Broecker), 2:2 Altergott (48. Schirosi), 3:2 Aydin
(52., Strafstoßtor, Handspiel Fallah), 3:3 Arambasic (56. L. Drenkhahn), 4:3 Aydin (64.,
Strafstoßtor, Handspiel Fallah), 4:4 L. Drenkhahn (90., Foulstrafstoß), 5:4
Eklim (90.+4, B. Atug)
gelb-rote Karte: Schirosi (FC Elmshorn, 90.+5, Foulspiel + Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Karol Josef Kam
Zuschauer: 70
besonderes Vorkommnis: Die Partie wurde wegen technischer
Probleme mit der Flutlichtanlage mit 17 Minuten Verzögerung angestoßen.
Sonntag, 1. März 2026
Spielbericht VfB Glückstadt - TSV Kollmar
Weiße Weste ausgebaut
Spitzenreiter
TSV Kollmar löst Pflichtaufgabe mit halbem Dutzend
Volle Fahrt in Richtung Aufstieg! Das erste (nicht ganz vollständige) Halbjahr
mit acht Siegen aus ebenso vielen Spielen dominant über die Bühne gebracht,
setzte der TSV Kollmar im neuen Kalenderjahr just dort an, wo er in 2025
aufgehört hatte.
Zugegeben, wartete im Nachholspiel mit dem VfB Glückstaft jetzt nicht die Elite
der Kreisklasse C-West-3. Doch auch den Tabellenvorletzten muss man nach der
XXL-Winterpause ohne echte Vorbereitung auf erstmal zielsicher auf seinem
Neunerfeld bespielen.
Gelungen war dies zunächst durchaus manierlich, verwertete Philipp Treptow einen
Flugball Marco Teplys technisch ansehnlich zum zentralen Abdruck ins linke untere
Eck (3.), ehe der eifrige Giso Precht über rechts ganz Glückstadt davoneilte
und die offengelassene lange Ecke sicher traf (5.).
In der Folge wurde allerdings deutlich, warum der TSV bislang kein Punktspiel
höher als mit 5:0 gewann. Wiederholt schenkte man den prächtigen Ballbesitz zu
ungeduldig mit langen Bällen her, anstatt den Gegner mit simplem Kurzpassspiel
ins Laufen zu bringen.
Zudem leistete man sich zu viele vergeigte Chancen, wie jene, die Joschka
Gruenler gegen Precht per Klärung vor der Linie zerstörte (16.).
So dauerte es bis in die Schlussphase des ersten Abschnitts, bis eine der
zahlreichen Ecken durch Treptow Prechts 0:3-Kopfballtor herbeiführte (37.).
Der Pausenstand für die Glückstädter trotzdem durchaus im Rahmen, während man
neben einem nicht einmal Field Goal-tauglichen David-Freistoß über den Zaun
(36.) ganz zu Beginn sogar die fette Gelegenheit zum sensationellen Führungstor
hatte. Im Duett spielten sich Alexande Ledtje und Kapitän Rene David
kontrolliert nach vorne, wo David vor dem Kasten schließlich zu unplatziert
draufhielt (1.). Benet Gosau faustete das Leder von seinem Gehäuse weg, das
Niklas Hirschfelder nach dem Seitenwechsel drüben gar nicht mal so schlecht ins
Visier nahm (48.).
Ohnehin ließ der leicht unkonzentrierte Tabellenführer den unterlegenen VfB
etwas zu oft gewähren, was sogar Torhüter Sören Gehrig im gewagten Dribbling
über das halbe Feld zum Torschuss einlud (71.).
Immerhin ging im eigenen Offensivspiel noch ein bisschen was, nahm Treptow eine
Fehlpasseinladung dankend zum 0:4 aus 22 Metern an (59.), wohingegen Dennis
Gercken einen Freistoß aus leicht kürzerer Distanz rechtsunten einschweißte
(70.).
Als Sören Brinkmann nach gegnerischem Lapsus freie Bahn bekam, schien das halbe
Dutzend perfekt, doch die Frage, warum er die Kugel nicht locker einschob und
somit Goalie Sören Gehrig die Chance zur Rettungstat einräumte (74.), trieb die
Nummer neun noch länger spürbar um…
Nach steilem Anspiel Patrick Laskowskys machte es wenigstens Kollege Precht
noch einmal besser, senkte sich der Lupfer des nunmehr Dreifachtorschützen
rechtzeitig zum 0:6-Endstand (88.).
Mit der Drittvertretung des TSV Heiligenstedten (Dritter) wartet allerdings bereits
am kommenden Freitag ein etwas anderes Kaliber auf die Blauen, denen die Elf des
SV Heiligenstedtenerkamp mit nur drei Zählern weniger im Rücken klebt, zumal
auf Schützenhilfe des VfB am Sonntag gegen den Vize wohl eher nicht zu bauen
ist…
VfB Glückstadt: Gehrig – Diercks, Gruenler, Brackhagen –
Yakob, Krüger, Ledtje, Grimm – David, eingewechselt: Rupprecht,
Hirschfelder, Gjeloshgjokaj, Topalli, Biyik, Trainer: Sven Tiessen
TSV Kollmar: B. Gosau – Teply, Gercken, Laskowsky – Precht, M.
Meisberger, Treptow, König – Brinkmann, eingewechselt: Schultze,
Schulze-Middig, E. Meisberger, Koscherus, Spielertrainer: Sören
Brinkmann
Tore: 0:1 Treptow (3. Teply), 0:2 Precht (5.), 0:3 Precht (36. Treptow), 0:4 Treptow (59.), 0:5 Gercken (70., direkter Freistoß), 0:6 Precht (88. Laskowsky)
gelbe Karten: David, Hirschfelder, Krüger – Gercken
Schiedsrichter: Felix Kuhn
Zuschauer: 45
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| Dreifach erfolgreich: Giso Precht. |
Samstag, 28. Februar 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SV Eidelstedt 1.A
Antwort per Abstauber
Verdienter
Heimsieg! Holsatia-2007er schlagen den Tabellenzweiten
Ganze 14 Zähler holte die Elf des des SV Eidelstedt – immerhin Vize-Spitzenreiter
der U19-Oberliga – bislang mehr, als Holsatia Elmshorn. Ein
Qualitätsunterschied, den die Holsaten im direkten Duell zum Jahresstart 2026
allerdings gekonnt ins Gegenteil umkehrten.
Von Beginn an waren sie es nämlich, die den Spielverlauf diktierten, um im
letzten Drittel dann aber noch zu oft die schnelle Entscheidung am Ball zu
scheuen. Ein Ehlers-Freistoß, der linksunten vorbei zischte (10), blieb daher
erstmal das Höchste der konkreten Offensivgefühle.
Dann aber war es wieder ein ruhender Ball, den der SVE zuvor unnötig verursacht
hatte, der Luca Joneleit die ideale Gelegenheit dazu gab, sich im Sechzehner
zum erlösenden Kopfballtor hochzuschrauben – das 1:0 (20.)!
Und es wäre noch mehr möglich gewesen, durch den 17er, der per Steckpass
vor die Kiste geschickt wurde, um dort allerdings etwas zu unplatziert an
Goalie Jan Mendez zu scheitern (27.).
Ohnehin waren es die tiefen Läufe, die gegen eher geschwindigkeitsarme Eidelstedter
Gefahr stifteten. So auch, als Erik Johänning, von rechten Schiene aus, seine
Endstation per Heber über den Kasten im Strafraum fand (38.).
Noch knapper ging es kurz vor der Pause beim fleißigen aber glücklosen Ryan
Hinterthaner zu; Pfosten aus halbrechter Schussposition (45.)!
Reichlich Dusel also für den SV Eidelstedt, dessen Angriff auf die
vorübergehende Tabellenführung bis in den zweiten Abschnitt hinein nicht über verwegene
Halbchancen hinauskam.
Daher durchaus überraschend stellten die Gäste, bei denen die Hereinnahme des
wegen Zuspätkommens erstmal auf der Bank gelassenen Nidal Clubani über links
sichtlich mehr Schwung brachte, früh im zweiten Abschnitt auf 1:1. Eine Ecke
von Jannis Kupas hatte für ordentlich Chaos im Holsatia-Strafraum gesorgt, wo
Kapitän Mads Heienbrock trotz verhaltener Handproteste des Gegners den
Gleichstand erstocherte (53.).
Das Team, das ab dem kommenden Sommer nahezu komplett (inklusive Neuzugänge) als
erste Herren für neuen Glanz an der Wilhelmshöhe sorgen will, bewies heute
zumindest schon mal echte Nehmerqualitäten; ließ sich vom Ausgleich nicht
irritieren. Stattdessen kam Hinterthaner, erst von Léonel Brüser abgefälscht
(58.), dann per Freistoß ans Alu (59.), zu guten Gelegenheiten, den
Vorsprung wieder zurückzuholen, ehe er auch in Minute 69 durch Zuspiel von
Tarik Bjane zum Abschluss kam. Diesmal stand der eingewechselte Justus London
im Weg – mit dem Unterschied, dass mit Joker Mohamed Kasem der richtige Mann an
der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt für das 2:1 im Nachsetzen
bereitstand! Da half auch alles Schimpfen des Schlussmannes wegen einer möglichen
Abseitsposition im Vorfeld nichts…
Gut für London und seinen SVE dagegen, dass im nächsten (gewonnenen) Duell
gegen Hinterthaner kein Elmshorner zum Abstauber bereitstand (71.).
Es blieb also bei der knappen Führung, gegen die die Furtwegler auf den letzten
Metern nochmal anarbeiteten. Obwohl Holsatia dabei meist die entscheidenden
Zweikämpfe für sich entschied, blieb Gelb-blau zum Beispiel per Kupas-Freistoß
gefährlich (73.).
Mit ihrem besten Spielzug das Tages über die Stationen Clubani, Masaud und
Tengg erhielt der scharf im Zentrum angespielte Jakob Qazi eine letzte
Ausgleichschance, die Vorbeigrätschen aber zur Erleichterung des verdienten Siegers
ungenutzt blieb (90.+1).
Das letzte Jugend-Halbjahr der Mannen von Trainer Bent Vieth, dessen Amtszeit
die Dekadenmarke längst überschritten hat, begann also gleich mal mit einem
Ausrufezeichen, dem bereits am kommenden Freitag im zweiten von drei
Heimspielen in Serie die Fortsetzung gegen die SV Halstenbek-Rellingen folgen
soll.
Tore: 1:0 Joneleit (20. Hinterthaner), 1:1 Heienbrock (53.
Kupas), 2:1 Kasem (69. Hinterthaner)
gelbe Karten: Hochschild, Bjane, Ehlers – Santos Caseiro, Agbobli-Dougno
Schiedsrichter: Marcel Münster (TSV Gut Heil Heist)
Zuschauer: 40

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