„Tritt in die Eier“
TV
Haseldorf verliert erkämpften Punktgewinn der Nachspielzeit
Bravourös zurückgekämpft, doch in der Nachspielzeit setzte es für den
abstiegsbedrohten TV Haseldorf doch noch den „Tritt in die Eier“, wie es Pieter
Oßenbrüggen in seiner Enttäuschung ausdrückte. Ein Spielverlauf mit
Tränenpotential hatte dem Aufsteiger am Freitagabend einen Punkt, der laut
Coach Benjamin Kälberloh „Gold wert gewesen“ wäre, nämlich spät entrissen.
Zunächst waren die Roten im drittletzten Saisonspiel freilich weit weg von
Zählbarem, fehlte gegen die eher rückrundenschwache Reserve TuRa Harksheides
der nötige Zugriff. Zu einfach ließ man sie vorne gewähren, was sich nach einer
knappen Viertelstunde erstmals rächen sollte. Simpel spielte sich TuRa gen
Grundlinie, von wo Daniel Meier mustergültig zum seelenruhigen Abdruck von der
Sechzehnerlinie kam (14.).
Auch als Vorbereiter glänzte der Torjäger wenig später, als er zentral zu
Alexander Krüger durchsteckte und dieser das Ei durch die Hosenträger von
Goalie Niklas Grote spitzelte – das 0:2 (20.)!
Der Abend schon jetzt gelaufen, für den TVH? Mit Wohlwollen lässt sich Phil
Mohrdiecks Gewaltschuss ins Nichts als Lebenszeichen verkaufen (29.), ehe es
per Flügelspiel plötzlich funktionierte. Sowohl Malte Olde als Flankengeber von
rechts, als auch Louis Bevers in der Rolle des bisher verkannten
Kopfballungeheuers, fanden doch reichlich Platz zum verkürzenden Werk vor
(35.).
Und tatsächlich war bei Joris Lüchaus PENG an den Außenpfosten trotz
Spitzwinkligkeit gar der Pausenausgleich drin gewesen (39.).
Apropos haseldorfer Möglichkeiten. Bevers wäre nach der
Bezirksliga-Tor-Prämiere fast der Doppelpack gelungen, hätte sich TuRa-Fänger
Jonah Basner nicht den Versuch von halblinks geangelt (48.) und wäre der
Schlenzer aus der schönen Bewegung nicht rechts vorbeigesegelt (63.).
Die Königschance ergab sich jedoch auf Hereingabe Bevers´ für Hendrik Pieper,
der den Ball vielleicht besser mit dem Kopf genommen hätte nehmen sollen. So
aber packte Basner wieder sicher zu (79.).
Der Dank der Vorderleute: das 1:3-Kontertor, bei dem Nick Hagelstein nach
haseldorfer Ballverlust auf rechts davonstiefelte, nicht taktisch gelegt wurde
und eiskalt vor Grote vollendete (81.).
Game over? Mitnichten, war der TVH ja schließlich durch Milos Aleksic´ dumme
Ampelkarte (70.) ein Mann mehr und fünf Minuten vor dem Ende wieder auf 2:3
dran. Diesmal zog Lüchau erfolgreich aus dem Rückraum ab (85.) und heizte die Aufholjagd
damit weiter an. Berechtigte Schützenhilfe folgte kurz darauf durch den
Schiedsrichter, der Saba Nasrachvilis unstrittiges Handspiel mit dem fälligen Strafstoß
sanktionierte. Marten Fülscher übernahm die Verantwortung und verwandelte flach
zum 3:3 (88.). Da hatten sie endlich ihr Strafstoßtor, das bereits früh im Spiel
beim klar hörbaren Zweikampf J. Wolter/J. Lüchau vom Schiri verweigert wurde…
Berechtigt dagegen ein folgenschwerer Freistoßpfiff gegen die Haseldorfer am
eigenen Strafraum. Hagelsteins tückischen Standard blockierte Grote ebenso wie
das schnelle Nachsetzen, doch im dritten Anlauf stach Joker Malte Carolus den
Dolch ganz tief ins Herz des andächtig staunenden Neulings (90.+2), der jetzt
nochmal alles nach vorne warf.
TuRa mit entsprechendem Raum zum Kontern, den Miguel Herzog aber zu unplatziert
vor dem Tor verschwendete (90.+3.). Der Gegner damit weiter am leben – jedoch nur,
bis Niklas Wolter der Flankenwechsel zum freien Luis Blaha gelang und letzterer
die Co-Produktion der Eingewechselten mit dem 3:5 vollendete (90.+5).
TuRa bleibt damit im Rennen um die Einstelligkeit, während die enttäuschten
Kicker aus dem Schloßparkstadion keinen Schritt aus dem Untergeschoss der Bezirksliga
01 machen konnten. Der Klassenerhalt wird also nicht in die eigenen Hände
wandern. Unabhängig davon, was die beiden verbliebenen Partien gegen Union
Tornesch II und den SC Egenbüttel noch bringen.
TV Haseldorf: Grote – Franke (73. Krieg), Oßenbrüggen, Pieper,
Dalecki – Jedamski (90. Kaland), Mohrdieck, J. Lüchau, Bevers – Rose (35.
Nickels), Olde (46. Fülscher), Trainer: Benjamin Kälberloh
Tore: 0:1 Meier (14. Lammek), 0:2 Krüger (20. Meier), 1:2
Bevers (35. Olde), 1:3 Hagelstein (81.), 2:3 J. Lüchau (85. Krieg), 3:3
Fülscher (88., Strafstoßtor, Handspiel Nasrachvili), 3:4 Carolus (90.+2,
Hagelstein), 3:5 Blaha (90.+5, N. Wolter)
gelbe Karten: J. Lüchau, Dalecki, Pieper – keine
gelb-rote Karte: Aleksic (TuRa Harksheide II, 70., Meckern + Foulspiel)
Schiedsrichter: Kazim Yavuz (FC Bingöl 12)
Zuschauer: 55
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Freitag, 8. Mai 2026
Spielbericht TV Haseldorf - TuRa Harksheide II
Dienstag, 5. Mai 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - TuS Appen
Hirsche klettern aus dem Keller
3:0!
TSV Heist landet wichtigen Nachholdreier – TuS Appen stürzt weiter ab
Seit dem krachenden 6:2-Derbysieg in Moorrege hatte die Rettungsmission des TSV
Gut Heil Heist zuletzt etwas Sand ins Getriebe bekommen. Mit dem wichtigen 3:0
auf eigener Koppel gegen den Direktkonkurrenten aus Appen sieht die Welt an der
Hamburger Straße aber schon wieder viel besser aus.
Aufhellung erfuhr das heistmer Gemüt im dienstäglichen Nachtragsmatch quasi
direkt nach dessen Anstoß, als Paul Smit sich die Kugel am linken Strafraum-Eck
seelenruhig auf rechts legte und sie trocken ins kurze Eck nagelte (2.).
Ein Szenario, das ihm aus zentraler Position wenig später nicht vergönnt war,
als Marcel Münster in den lückenhaften Abwehrreihen der Gäste passend ablegen
konnte. Smits Versuch rotierte aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei (5.).
Deutlich gemächlicher ging es fortan zu. Der TSV machte es sich hier und da mit
etwas unglücklichen Entscheidungen am Ball selber schwierig, die
Feldüberlegenheit weiter ins Ergebnis einfließen zu lassen, während die Jungs
vom Almtweg mit ihrer Suche nach Stabilität und Angriffsstruktur voll
ausgelastet waren. Entsprechend dauerte es bis Minute 45, ehe Philip Pinnow
einmal ein offensives Lebenszeichen aus dem Rückraum gelang. Kann man so
zumindest einmal versuchen…
Als hätten die Hausherren dies als Warnschuss verstanden, legten sie noch vor
dem Pausenpfiff das 2:0 nach, bei dem Münster als einziger Interessent in einen
hohen Krüger-Freistoß startete – so einfach kann das gehen!
…traf auch auf die Szene zum 3:0 zu, als es mit Tempo und Beinfreiheit über
links ging und Jakob Schmidt seinen Namensvetter Max zentral im Fünfer erspähte
(48.). Ein Kantersieg deutete sich an, zumal Smit in der Bewegung nach innen
gar das vierte Gut Heil-Hurra auf dem knapp verziehenden Fuß hatte (50.).
Doch wieder verlor die Partie etwas an Unterhaltsamkeit. Deniz Cebbars Lupfer,
den TSV-Goalie Benjamin Schimmel unschädlich patschte, nachdem ihn Lukas Kremer
per Diagonalball angespielt hatte (61.), gehörte somit genauso zu den
verbliebenen Höhepunkten wie Tom Kruses Scheitern an der Querlatte auf der
anderen Seite (79.).
Auch der letzte Moment von Bedeutung sollte noch einmal dem neuen
Tabellenelften gehören, hatte Torwart-Oldie Enrico Carl alle Mühe einen leicht
abgefälschten Smit-Freistoß abzuwehren, ehe Max Ossenbrüggen den freien Nachschuss
in der Hektik der Aktion nicht erwischte (85.).
3:0 also am Ende, wo sich TuS Appen nach dem nunmehr siebten Match in Serie
ohne Sieg langsam wiederfindet. Als Vorletzter der Kreisliga 1 (drei Zähler
Rückstand auf den 13., Moorreger SV) liegt der Ligaverbleib jetzt nicht mehr in
eigenen Händen. Nächster Gegner im direkten Kellerduell ist am kommenden
Sonntag die Reserve der SV Lieth (14.).
Der TSV Heist könnte dagegen bereits am Freitag im Derby gegen Schlusslicht TSV
Holm mit satten vier Punkten von den Kreisklasseplätzen davonziehen.
Tore: 1:0 Smit (2.), 2:0 M. Münster (45.+1, Krüger), 3:0 M.
Schmidt (48. J. Schmidt)
gelbe Karten: M. Münster, Smit – Stolzenburg, Pinnow, Schawaller
Schiedsrichter: Ridha Gabsi (TBS Pinneberg)
Zuschauer: 60
Sonntag, 3. Mai 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - SV Lieth II
Magens serviert die Rettungsweste
Auswärtssieg
im Keller-Duell: SV Lieth II schiebt sich weiter ans Ufer
Da sind sie wieder! Wochenlang musste die Reserve der SV Lieth erdulden, wie
die Konkurrenz im Rotlichtbezirk der Kreisliga 01 auch durch die vielen Nachtragsspiele
auf Naturrasen nicht nur heranrückte, sondern sogar vorbeizog.
Mit dem nun zweiten Erfolg in Reihe schloss der Tabellenvorletzte nun aber
wieder voll gen Klassenerhaltszone auf.
Im Kellerduell beim TSV Heist war dabei vor allem auf die hauseigene
Bezirksligaexpertise Verlass. Die nicht in der Bezirksliga festgespielten Finn
Struve, Michel Cords und Kilian Weers freuten sich heuer mit dem oben gelbgesperrten
Meraja Magens auch noch über den Unterschiedsspieler des Ligateams. Welche
Blüten die teils diffusen Regelungen des Hamburger Fußballverbands so treiben…
Denn während sich Magens´ Stammkollegen 1:8-Dresche in Schnelsen abholten,
fügte sich der 20-fache Oberligakicker nach einer Anlaufphase im rauen
Kreisligaumfeld als Doppelpasspartner für Florian Ballners Linksschuss ein
(28.). Gut gemacht, aber da fehlte noch etwas.
Besser lief es wenig später, als Magens im Umschalten diesmal den aus der
Bezirksliga vertrauten Michel Cords bediente und sich dieser vom latent
störenden Adriaan Banas nicht in seinem Werk zur flachen 0:1-Pausenführung
irritieren ließ (35.).
Wiederum per rascher Spielrichtungsänderung schlug das Duo kurz nach der Pause
gleich nochmal zu. Wieder war es am Ende Cords, der halblinks ins ferne Eck
vollendete, nachdem ihn Magens entsprechend angespielt hatte (51.).
Und als Abwehrmonument Kilian Weers sogar einen Ausflug als Flügelstürmer nur
von TSV-Fänger Benjamin Schimmel beendet erlebte (54.), schien der
Sonntagnachmittag noch ein richtig Lustiger, für die Gäste zu werden.
Doch auch die Heistmer haben ja ihren Individualisten, der sich in der Gestalt
des Paul Smit eine Schusschance selbst gegen drei Mann erarbeitete (55.) und
die nächste mit dem Freistoß, um die Mauer herum, an der Pfosten setzte (59.).
Bevor Smit und Co den Bock hier umzustoßen vermochten, war drüben plötzlich
wieder dieser Magens auf Tour. Diesmal von Semih Zeybekoglu die Linie raufgeschickt,
fand sich nun mit Ballner ein neuer Abnehmer des gepflegten Querpasses zum 0:3
(65.).
Das Thema schien durch, zumal Magens selber im Eins-gegen-Eins mit Schimmel das
mögliche 0:4 auf dem Fuß hatte (71.). Doch eine etwas überraschende
Strafstoßentscheidung wegen eines angeblichen Haltens im SVL-Sechzehner
fütterte wieder leise Hoffnungen der Gastgeber, die Smit sicher rechtsunten mit
1:3 heranbrachte (81.).
Ebenso nur wenige später, nachdem Finn Rudek Kapitän Jakob Schmidt einen Fußkontakt
versetzte und die Kommunikation zwischen Schiedsrichter Hasan Olgun (TBS Pinneberg)
und seinem Assistenten Carsten Petersen einen gewissen Loriot-Charakter
versprühte. Strafstoß – Abseits – dann halt doch Strafstoß – Smit auf die
gewohnte Weise – nur noch 2:3 (85.)!
Eine typisch umkämpfte Schlussphase mit sechs Minuten Nachspielzeit blieb daraufhin
allerdings ohne weitere Offensivfeuer, sodass die Flamme der SV Lieth im
Tabellenkeller wieder ordentlich lodert. Nur noch einen Zähler gilt es auf den
heuer geschlagenen Widersacher auf dem rettenden 13. Platz aufzuholen. Mit zwei
Duellen gegen die Mitkonkurrenten aus Appen und Moorrege stehen die Sterne
plötzlich wieder ganz ordentlich für den Ligaverbleib. Gilt nach wie vor aber
auch genauso eins zu eins für den TSV Gut Heil der bereits am kommenden Dienstag
TuS Appen zum Nachholkracher empfängt!
Tore: 0:1 Cords (35. Magens), 0:2 Cords (51. Magens), 0:3
Ballner (65. Magens), 1:3 Smit (81., Strafstoßtor), 2:3 Smit (85.,
Strafstoßtor, F. Rudek an J. Schmidt)
Schiedsrichter: Hasan Olgun (TBS Pinneberg)
Zuschauer: 62
Samstag, 25. April 2026
Spielbericht TuS Nortorf - SV Blau-weiß Wesselburen
TuS Nortorf unbeirrt
Nächster
Schritt gen Landesliga – Blau-weiß vor entscheidenden Wochen
Grün-weiß Todenbüttel, Osterrönfelder TSV, Merkur Hademarschen und Veneta
Audorf – vor allem vier direkte Duelle zur Rettung der
Verbandsligazugehörigkeit hat die tief im Tabellenkeller gefangene Elf des SV
Blau-weiß Wesselburen noch als Strohhalm im Köcher. TuS Nortorf, seines
Zeichens unangefochtener Primus auf dem Weg in die Landesliga, war zum 27.
Spieltag der Weststaffel die falsche Adresse für Zählbares.
Obwohl man hinten erstmal nicht viel zulief, setzte es dennoch bereits nach
einer halben Stunde den zu erwartenden 0:2-Rückstand.
Erst nutzte nämlich Alexander Gerst den mangelnden Zugriff im Sechzehner zur
frühen TuS-Führung (10.); dann legte der fleißige Malte Lucht auf Mika Jöhncks
durchgesteckten Ball die Verdopplung nach (30.).
Gänzlich chancenlos blieben die Dithmarscher allerdings keineswegs. So ließ
Schiedsrichterassistent Louis Pfeil (FC Dornbreite Lübeck) seinen Wimpel unten,
als der steil geschickte Melvin Friedrichsen auf rechts plötzlich freie Bahn
hatte, TuS-Fänger Florian Gerloff aber die nötige Fläche zur Fußabwehr machte (19.).
Und auch eine Kopfballchance für den baumlangen Mats Block schickte sich an,
den Spitzenreiter zu ärgern (35.).
Nachdem die Hausherren in den Minuten vor der Pause wiederum mehrfach das
beruhigende 3:0 verpasst hatten, durfte sich Blau-weiß von der Strafstoßmarke
aus zurück ins Spiel schießen, verkürzte Nico Schulz sicher auf 2:1, nachdem
der Strafraumzweikampf Schmidt/S. Block einen durchaus zeigenswerten Spielzug
der Gäste unsanft gestoppt hatte (60.).
Bevor der Außenseiter, der sich bereits beim nachgeholten Hinspiel (1:2) vor
zehn Tagen wacker schlug, zur großen Aufholjagd gegen die fünfte Niederlage in
Folge blies, stellten die Mittelholsteiner die zwei-Tore-Führung just wieder
her, als Schlussmann Torben Rose eine Jöhnck-Ecke im Herauskommen nicht sichern
konnte und Jarmo Schmidt den freien Ball gedankenschnell aus der Bewegung zum
3:1 versenkte (72.).
Immerhin gab sich der Vorjahreszehnte in der Folge nicht auf, probierte es
durch einen Schuldt-Freistoß (75.) und M. Blocks schwierig zu nehmenden Rechtsschuss
(81.) – erfolglos. Weil auf der anderen Seite aber auch Lucht an Rose
scheiterte (78.) und Top-Torjäger Lasse Böttcher (23 Treffer) bei abermaliger
Jöhnck-Ecke nur den Pfosten traf (79.), blieb es beim 3:1, durch das TuS
Nortorf den Aufstiegssekt nun schon in den Kühlschrank stellte. Zwölf Zähler
auf die SG Geest 05 und 15 auf den TSV Heiligenstedten (eine Partie weniger)
schreien fünf Runden vor Saisonende förmlich nach der Promotion.
Kommenden Mittwoch gilt die volle Konzentration allerdings erstmal dem Halbfinale
auswärts im Kreispokal Holstein. Gegner ist der Staffelkonkurrent aus Wasbek.
Für Blau-weiß starten unterdessen am Donnerstag die Wochen der Entscheidung mit
vier Heimspielen. Nun also gilt es für die Meuter-Equipe!
Tore: 1:0 Gerst (10.), 2:0 Lucht (30. Jöhnck), 2:1 Schulz
(60., Strafstoßtor, Schmidt an S. Block), 3:1 Schmidt (72. Jöhnck)
gelbe Karten: keine – Friedrichsen, Schulz
Schiedsrichter: Lovis Nesemann (SuF Herrnburg, Note 2,5)
Zuschauer: 75
Mittwoch, 22. April 2026
Spielbericht TSV Gut Heil Heist - Moorreger SV
Seuberts Derby-Show
Dreierpacker
schießt Moorreger SV über den Strich
Letzte Woche TuS Appen (3:1) und diesmal der TSV Heist: wer es aus der Nachbarschaft
derzeit im Abstiegskampf der Kreisliga 01 mit dem Moorreger SV aufnimmt, muss
sich ordentlich auf etwas gefasst machen.
Mit einem 4:1-Derbytriumpf beim Ortsnachbarn schaffte der MSV am Mittwochabend
einen wichtigen Satz im Untergeschoss des Klassements.
Bei windigem Sonnenuntergang ging der Stern der Gäste heuer ganz bald auf, als
der TSV ordentlich Platz ließ, sodass Jonas Kaufmann über die Stationen Seubert
und Franke zum zentral eingeschobenen 0:1 gekommen war (2.).
Ein idealer Spielbeginn, dessen Neutralisierung allerdings nicht allzu lange
auf sich warten ließ, setzte sich die heistmer Lebensversicherung, Paul Smit,
mit reichlich Physis im Sechzehner durch, um vor der Kiste wieder einmal nichts
anbrennen zu lassen – Saisontor Nummer 18 (11.)!
Viel lief auch in der Folge über den Einzelkönner, der jedoch entweder auf sich
alleingestellt war oder durch Unzulänglichkeiten seiner Mitstreiter keine
weiteren Gründe zum Jubeln erhielt. Auch die disziplinierten Harmanci-Schützlinge
sollten daran ihren Anteil haben. Vor allem, weil auch nach vorne immer mal wieder
spannende Nadelstiche gelangen. Einer davon hatte Jannis Franke in halblinke
Schussposition geschickt; rechts vorbei (38.) – ärgerlich!
Nicht so dafür, was nur Augenblicke später passieren sollte. Erst tankte sich
Kollege Maximilian Seubert nach Ballgewinn unaufhaltsam in Richtung 1:2 durch
den Sechzehner (40.), dann vollendete der ehemalige Kicker des Rendsburger TSV
eine erneute Umschaltszene mit Jonas Kaufmann und Jayson Bielfeldt mühelos zum
1:3-Pausenstand (41.). Die halbe Derby-Miete war schon mal geschafft!
Konkrete Einfälle dagegen fielen dem TSV auf der anderen Seite schwierig.
Zweimal war es Smit, der MSV-Goalie Niklas Puttmann jeweils vor keine übermäßige
Aufgabe stellte (61. & 76.). Ansonsten lebte das Match von seiner
Körperlichkeit, die den Heistmer Björn Schramm auch gut und gerne via gelb-rot an
den Seitenrand hätte befördern können (59.)…
Von dort aus holte sich dafür Marcel Bastide als Auswechselspieler den roten
Karton ab, weil er einen Ersatzball absichtlich in einen gegnerischen Angriff einrollte (83.). Die Hoffnung auf die Wende schien da bereits dem Frust
gewichen zu sein, zumal Seubert bei einer Bielfeldt-Flanke per Flugkopfball das
mögliche 1:4 auf dem Schädel hatte (86.).
Endgültige Gewissheit vermochte auch Gian Luca Reinl nicht herbeizuführen
(90.+1), scheiterte der Joker gleich doppelt am aufmerksamen Benjamin Schimmel,
dessen Alptraum im schwarzen Gewand dafür auf den Namen Maximilian Seubert
hörte. Nachdem Julian Kühl das Bein im Strafraum etwas später gen Ball bewegte
als Gegenspieler Franke, setzte der nunmehr sechsmal binnen vier Partien
erfolgreiche „13er“ den 1:4-Schlusspunkt (90.+2.).
Die Tendenz von Dreierpacker Seubert und Co weist damit weiter positiv in
Richtung Klassenerhalt: Rang zwölf bei aber nur zwei Zählern Vorsprung – auf den
TSV, der die Vorzeichen beim sofortigen Wiedersehen am kommenden Sonntag dann
wieder umkehren möchte. Um dieses gut besuchte B431-Derby wäre es freilich
schade, wenn die Hirsche auch in der Endabrechnung unterm Strich verharrten. Vielleicht
gelingt ja nun im anstehenden Rückspiel der sportliche Heist (englisch für
„Raubüberfall“)…
Tore: 0:1 Kaufmann (2. Franke), 1:1 Smit (11. J. Schmidt), 1:2
Seubert (40.), 1:3 Seubert (41. Bielfeldt), 1:4 Seubert (90.+2, Strafstoßtor, J.
Kühl an Franke)
gelbe Karten: Schramm – Kaufmann, Prange, Getmann, Bielfeldt, H.
Harmanci (Trainer)
rote Karte: Bastide (TSV Heist, 83., grobe Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 90
Sonntag, 19. April 2026
Spielbericht VfL Pinneberg - SV Lieth
Zündstoff für den Keller
Sie
können es doch noch! Auswärtssieg lässt SV Lieth wieder hoffen
Durch 16 (sportlich) sieglose Partien mit dem Rücken zur Wand, reiste die SV
Lieth am Sonntagnachmittag als Schlusslicht zum zuletzt heimstarken VfL
Pinneberg in dessen Asyl beim SC Pinneberg.
Fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer der Bezirksliga 01 und die
Konkurrenz aus Duvenstedt und Niendorf hat jeweils gepunktet. Ein schwieriges Setting, das sich für den
Tabellenletzten auch noch im Spiel selber weiter verschlimmerte, steuerte
Torjäger Niklas Bargob das Leder nach Vorarbeit Tjark Holzapfels in der Mitte
zum bereits 22. Mal ins Netz – der Rückstand nach gerade einmal sechs Minuten!
Aber die Mannschaft zeigte Moral, blieb, angetrieben durch den omnipräsenten
Meraja Magens, aktiv. So prüfte Joel Tündermann nach Magens-Zuspiel den
sicheren Philipp Niedermeier zwischen den VfL-Pfosten (9.).
Den Beweis, dass sie es tatsächlich können, lieferten die Herren in schwarz
dann per Matthiessen-Ecke, die über einen Umweg bei Christian Kuhlmann landete,
sodass der 22-Jährige mit vollem Huf das 1:1 abfeuerte (19.).
Trotz Chancenvorteil im weiteren Halbzeitverlauf der vorzeitige Pausenstand.
Mit dem Wiederbeginn legte nun auch das Heimteam einen Gang zu; kam beispielsweise
durch Yannick Rentzows knapp verzogenen Versuch von halbrechts gefährlich vor
das SVL-Gehäuse (61.).
DIE Chance des dritten Spielviertels ereignete sich jedoch auf der anderen
Seite, als Felix Schröder seinen spektakulären Seitfallzieher ans Quergebälk
donnerte (68.).
Der Treffer der Marke „Tor des Monats“ sollte dafür seinem Kollegen Philipp
Matthiessen gelingen, als dem Ur-Liether eine Bogenlampe auf den schussbereiten
Schlappen fiel und der Einschuss rechtsoben puren Auswärtsjubel auslöste (76.).
„Männer, das sind jetzt Charakterminuten!“, schallte es in der Schlussphase von
der liether Bank, denn der VfL wollte sich seine kleine Serie von zwei
Heimsiegen keineswegs kampflos zerstören lassen. Bis auf einen aussichtsreichen
Johannsen-Kopfball (drüber, 83.), bekam die heuer ge- und entschlossene
Krenzk-Elf allerdings alles wegverteidigt.
Das Ende des Zitterns führte schließlich ein Moment des Umschaltens herbei. Die
aufgerückten Pinneberger knackte Julien Duffke mit steilem Anspiel auf
Matthiessen, der seine wohl stärkste Saisonleistung mit der 1:3-Entscheidung im
freien Lauf auf den Kasten des chancenlos geschlagenen Niedermeier krönte
(90.). Da darf die Eckfahne gerne mal zur Partyzone werden!
Endgültige Gewissheit, dass die Sieger des wilden Hinspiels (4:1 VfL) hier
nichts mehr umbiegen würden, hatten sie in der ausgiebigen Nachspielzeit mit
Malick Djimbas Gelb-rot selbst zu verantworten (90-+6). Der erfahrene Togoer
war nach seiner Einwechslung (67.) für den später per Krankenwagen
abtransportierten Bargob (versuchte es nach Zusammenstoß mit Gäste-Fänger Lukas
Rensch (52.) noch eine Weile) nur eine halbe Stunde auf dem Feld gestanden. Ob
man da als Gegner begeistert applaudieren muss – dagegen fraglich…
Als berechtigt gingen dafür die Ovationen für die verdienten wie imminent
wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf durch. Die Nicht-Abstiegsplätze erspäht
man in Klein Nordende nun auch wieder ohne Feldstecher. Und je nach dem, ob der
Spielausschluss des HFV das abgebrochene Kellerduell gegen HSV IV (Spielstand 2:3)
neu ansetzt, wäre mit einem Dreier im möglichen Wiederholungsspiel sogar der
Sprung aus den bösen Kreisligarängen aus eigener Kraft möglich. Die letzten
fünf Spieltage (oder auch sechs) versprechen jedenfalls noch die volle
Emotionspalette.
Tore: 1:0 Bargob (6. Holzapfel), 1:1 Kuhlmann (19. Schröder), 1:2
Matthiessen (76.), 1:3 Matthiessen (90. Duffke)
gelbe Karten: Rollwagen – M. Schulz, Magens, Papazoglu
gelb-rote Karte: Djimba (VfL Pinneberg, 90.+6, wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Furkan Yavuz (SC Teutonia 10)
Zuschauer: 102
Spielbericht Niendorfer TSV II - FC Elmshorn
Primus verzockt seinen Thron
Remis
nach 3:0-Führung: FC Elmshorn fällt vom Sockel
Alles voll im Griff und doch Federn gelassen. Der FC Elmshorn hat sich in Runde
26 der Bezirksliga 01 mit einem Remis beim Kellerkind aus Niendorf ordentlich
blamiert und damit oben wie unten für Bewegung gesorgt.
Eine etwas seltsame Aura hatte dieser Sonntagvormittagskick am Bondenwald von
Beginn an. Schnell hatten sich toxische Bekanntschaften zwischen dem
diskussionsfreudigen Schiedsrichter und dessen Gleichgesinnten aus den Reihen
des FCE gebildet, bevor betreffende Mittelfeldstrategen das Geschehen gekonnt
auf sportliche Weise auf sich zogen. So war Ex-Oberliga-Kicker Alessandro
Schirosi just am 0:1 beteiligt, das Sergen Sevinc im passenden Durchlaufen
mittig erzielte (16.).
Torbeteiligung Nummer zwei entfiel bei Ümit Karakayas Abschluss nur durch
gegnerisches Zutun (17.), ehe es andersherum mit dem 0:2 klappte. Eine
Karakaya-Ecke war Schirosi quasi als dritter Ball vor den einschussbereiten
Schlappen geplumpst; das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen (18.)!
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auch fortan auf das Tor der
Niendorfer, deren Niederlage im Abstiegskampf heute eine Frage der Höhe zu
werden schien. Der Primus sollte es allerdings nur noch vom Punkt schaffen,
Goalie Christopher Schade zu überwinden, nachdem der Schlussmann Sevinc zwar
als letzter Mann, aber im weitesten Sinne ballorientiert zu Fall gebracht hatte
(35.). Schirosis aufreizender Gruß an Herrn Panenka in die ehemalige
Tschechoslowakei bedeutete gleichzeitig den 0:3-Pausenstand, an dem die
Gastgeber kurz vor dem Kabinengang einmal kräftig rüttelten. Weil Tormann Alan
Kado an einem langen Malik-Schlag vorbei sprang, ergab sich Nico Grünwaldt die
fette Chance, die der „10er“ jedoch zu hektisch vor der leeren Kiste vergeigte
(44.).
Eine Gegentor-Androhung, die der FCE offenbar nicht sonderlich ernst nahm. Im
Spiel nach vorne ohne die in der Kabine gebliebenen Schirosi und Sevinc
statisch, ideenlos – defensiv halbherzig; so schenkte die Elf in Weinrot das
Match völlig unnötig her, während die NTSV-Reserve durch Dennis Brettschneiders
Strafstoßtor rasch Wasser auf die Mühlen bekam (47.).
Zwei Halbchancen für Seymen Tokay (53.) und Sercan Er (65.) vermochten nicht zu
kaschieren, dass es die abstiegsbedrohten Gastgeber waren, die nun klar mehr
zum Geschehen beitrugen. Eine Spielhaltung, deren Belohnung in der Schlussphase
folgerichtig eintrat. Raphael Boschkes Vorarbeit über links veredelte der bis
dato glücklose Lukas Lackner zum 2:3-Anschlusstreffer (75.), um nach Eckstoß
Minseo Chos tatsächlich den Gleichstand herauszuschießen (83.).
Ein tolles Ergebnis, das Lackner und Co von nun an leidenschaftlich
verteidigten, während der Tabellenführer mit Drittligavisionen auch mit dem
spät eingewechselten Dennis Altergott an vorderster Torjäger-Front kein Rezept
mehr fand, die hergeschenkten zwei Punkte wieder einzusacken.
Immerhin den Kummerfelder SV freute es, ließ die Kneuker-Elf wenig später
daheim nichts anbrennen, sodass der 4:1-Erfolg gegen TuRa Harksheide II aufgrund
der besseren Tordifferenz die Inthronisation des KSV zur Folge hatte. Für die
heuer gefühlt geschlagenen Krückaustädter aber kein Beinbruch. Eine weniger
gespielte Partie und vor allem das jetzt folgende Spitzenspiel am nächsten
Freitag versprechen weiter beste Karten auf dem in die Landesliga.
Und die Niendorfer? Die landeten im engen Abstiegskampf einen wichtigen Bonuspunkt,
der neben der Verbesserung auf Rang zwölf (zwei Zähler vor Abstiegsplatz 14)
vor allem mentalen Rückenwind für die kommenden drei Gastspielreisen bewirkt.
Tore: 0:1 Sevinc (16. Schirosi), 0:2 Schirosi (18. Karakaya),
0:3 Schirosi (35., Strafstoßtor, Schade an Sevinc), 1:3 Brettschneider (47.,
Strafstoßtor), 2:3 Lackner (77. Boschke), 3:3 Lackner (83. Cho)
gelbe Karten: Schade, Molder, Nast, Boschke – Schirosi, Acar
Schiedsrichter: Ivan Feric (SV Tonndorf-Lohe)
Zuschauer: 50
Samstag, 18. April 2026
Spielbericht Niendorfer TSV III - HEBC II
HEIMSieg
Junger
Dreierpacker führt NTSV III nach der Pause ins Glück
Niendorf 3 ohne Spektakel? Ausgeschlossen! Auch im Duell der Mittelfeldnachbarn
präsentierte man am heimischen Bondenwald die volle Klaviatur des wöchentlichen
Bezirksliga-Wahnsinns. Besonders prägend dafür: ein junges Eigengewächs, das
die Partie gegen HEBC II zu einem echten HEIMSpiel machte!
Erstmal galt es allerdings für die Elf des im Sommer scheidenden Jan-Hendrik
Schmidt eine ganze Weile, dem früh eingefangenen Rückstand hinterherzulaufen,
weil sie Stelios Apostolidis über rechts gewähren ließ und auch Deniz Alans
Abschluss aus dem Rückraum eher wenig Beachtung der Blauen bekam (10.).
Ohnehin stellte sich der defensive Zugriff nicht als die Lieblingsdisziplin der
Niendorfer heraus. Levin Ebbersmeyer per Kopf (15.) und Pa Nying im Scheitern
am abtauchenden Noah Meerwinck (16.), ärgerten sich in der Folge über das
verpasste 0:2, das aber vor allem bei einer Dreifachchance binnen weniger
Sekunden für die Herren Torani, Apostolidis und Sylla ein absolutes MUSS
darstellte (43.).
Auch mit getauschten Spielrichtungen setzte sich das Schusspech der
Eimsbütteler fort, leitete Meerwinck einen weiteren Apostolidis-Versuch gekonnt
über den Quader (47.).
Die Hausherren, deren Beiträge sich im wesentlichen aus Standards generierten,
konnten sich dagegen auf die individuellen Qualitäten ihrer juvenilen
Wirbelwinde – und die staunende HEBC-Abwehr verlassen. Keiner der beiden
Innenverteidiger wollte es hier mit Willy Kniesa aufnehmen, worüber er such in
Form des 1:1 satt freute (52.).
Nicht weniger krass das 2:1, bei dem HEBC nach Ballverlust wieder nicht
zurückarbeitete und Dominik Heims sein Solo über das halbe Spielfeld mit der
Führung finalisierte (55.).
Per Alan-Freistoß war der Vorsprung jedoch rasch wieder passé, köpfte der
eingewechselte Ben Sylla Lila-weiß zurück ins Match (68.).
Ein Zustand von nur kurzer Dauer, weil Eigengewächs Heims erst als Verwerter
eines schönen Angriffs über Paul Schneiders Linie stand (71.), ehe es nach
ähnlichem Muster der Treffer aus dem Rückraum war (77.). Und hätte Till Pruns
nicht zu genau an den Innenpfosten gezielte, wäre die Geschichte mit dem 5:2
wohl vorzeitig vom Tisch gewesen (79.).
So aber nahm die Schlussphase nochmal etwas Hektik auf, in der Sylla gegen
Yannik Schlewing das 4:3-Strafstoßtor durch Arun Torani herausholte (90.+5).
Mehr gab es danach nicht mehr zu vermelden.
HEBC scheiterte letztlich an der Chancenverwertung und der luftigen Defensive.
Mehr als Rang neun ist so halt nicht drin.
Die Niendorfer verbesserten sich dagegen unter den Augen von Carrel Segner, der
es mit Ende 60 nochmal wissen will und das Team im Sommer als Coach übernahmen
wird, auf Platz sechs.
Tore: 0:1 Alan (10. Apostolidis), 1:1 Kniesa (52. Schneider),
2:1 Heims (55.), 2:2 Sylla (68. Alan), 3:2 Heims (71. Schneider), 4:2 Heims
(78. Schneider), 4:3 Torani (90.+4, Strafstoßtor, Schlewing an Sylla)
gelbe Karten: Schrage, Kniesa – Meyer, Müller (Trainer)
Schiedsrichter: Ugur Eroglu (Note 2,5)
Zuschauer: 45
Sonntag, 12. April 2026
Spielbericht SV Lieth II - TSV Holm
Sieg verschwindet in
erfolgsvernichtenden Höhen
Späten
Matchball nicht genutzt: SV Lieth II bleibt unterm Strich hängen
Mit dem Kellerduell Letzter gegen Vorletzter beschlossen die Zweite der SV
Lieth und der TSV Holm Spieltag 25 der Kreisliga 01 mit dem wohl
klischeehaftesten Ergebnis: 0:0.
Obwohl der Tabellenletzte aus Holm die Begegnung in den Anfangssequenzen durchaus
druckvoll anging, spielte sich das wenige Erwähnenswerte einer weitgehend verkrampften
Partie meist im Angriffsdrittel der Liether ab. Besonders die tiefen Zuspiele
Michel Ahlers´ bereicherten das trostlose Geschehen, wie im Falle eines Balles
hinter die TSV-Kette, wo Finn Struve nur knapp über das Gehäuse zielte (8.).
Ebenfalls hoch kam eine Ecke von links auf den aufgerückten Kilian Weers
geflogen, doch mit der Platte lassen sich nur selten Kopfballtore erzielen (29.)…
Und wenn es – wie bei einem clever angeschnittenen Homburg-Freistoß – im Einlaufen
zu überraschend wird, kommt beim
kantigen Außenverteidiger mit Bezirksligaexpertise halt auch kein goldener
Schuss heraus (42.).
Das Bemühen um jenen fiel jedoch auch den Gästen schwierig, segelte Henri
Poppenborgs Linksschuss übers Ziel hinweg (36.), ehe der eingewechselte Torben
Mentz ein Strafraumgestochere mit dem Versuch ins Außennetz beendete (50.).
Ansonsten ging es eher um Fehlervermeidung und den teils schwierigen
Beziehungsstatus zum Spielgerät – bis die etwas frischer wirkenden Liether in
der Schlussphase bei größer werdenden Räumen nochmal etwas mehr investierten.
Und tatsächlich servierte Florian Ballner seinem Einwechselkollegen Michel
Cords per Diagonalball die wunderbare Siegchance in den Lauf, überhastet jagte
der 22-Jährige das Leder aber in erfolgsvernichtende Höhen (90.+1), sodass die
torlose Punkteteilung einzig dazu taugte, den Moorreger SV auf den vorletzten
Platz zu verweisen. Durch die teils drei mehr gespielten Duelle als die
Konkurrenz beläuft sich der virtuelle Rückstand auf den TSV Heist am rettenden
Ufer allerdings etwas Höher als nur auf einen Punkt. Die SVL-Reserve (17
Punkte) ist nun immer wieder zum Daumendrücken verdammt – zum Beispiel für den
SC Cosmos Wedel, der am kommenden Dienstag beim TSV Holm (14) gastiert.
Das nächste eigene Eingreifen muss dagegen bis Freitag warten, wenn es zum
zweitplatzierten Rissener SV geht.
Tore: Fehlanzeige
gelbe Karten: H. Homburg, Ahlers, Weers – Hermann, Ludwicki, Milzarek
Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)
Zuschauer: 45
Spielbericht TV Haseldorf II - Holsatia im EMTV
Vorentscheidung gegen die rote
Laterne?
Erster
Heimsieg der Saison: „Schrottico“ geht wieder an die Büffelherde
Ein halbes Jahr ist es her, dass die Reserve des TV Haseldorf doch spürbar
erleichtert den 6:2-Auswärtserfolg bei der damals (noch) punktlosen Elf von
Holsatia Elmshorn einfuhr. Nicht einen einzigen Punktgewinn durfte die Büffelherde
seither feucht-fröhlich bejubeln – bis heute!
Denn kaum erblickten die Schloßpark-Kicker Männer aus Elmshorn in
blau-weiß-rot, lief es wieder wie geschnitten Brot.
Denn kaum hatte die Kontrahage der punktgleichen Schlusslichter begonnen, waren
die Hausherren aktiver bei der Sache. Nur der zwingende Abschluss gehörte
erstmal (noch) nicht auf die Speisekarte.
Apropos Karte: nur knapp war Holsatia nach gut einem Viertel der Spielzeit
einem Platzverweis entgangen, räumte Elias Khalaf den pfeilschnellen Phil
Mohrdieck im Duell der Leihgaben – Herren-Bezirksliga gegen U19-Oberliga
durchaus notbremsenverdächtig ab. Schiedsrichter Torben Steenfatt beließ es bei
der Verwarnung – Glück gehabt! Galt aus Gäste-Sicht auch für Mohrdiecks
Linksschuss, der nur hauchdünn am Torwart-Eck vorbei sauste (29.).
Und wie der Fußball nun mal so spielt, landete Holsatias erster echter Abschluss
flugs im Kasten, als Halil Sinecek einen dritten Ball nach Ecke von rechts aus
dem Rückraum versenkte (31.). Ein Schuss, den Manuel Neuer wahrscheinlich
gehabt hätte…
Doch auch ohne einen mehrmaligen Welttorhüter zwischen den Pfosten bekam der
TVH das Ding gebogen. Als Initialzündung fungierte dabei Finn Wichmanns beherztes
Solo mit ebensolchem Abdruck aus der Distanz (41.). Goalie Pieth Kruse noch
dran, aber das reichte nicht – 1:1!
Dank Mohrdiecks langer Hereingabe von rechts und dem kontrollierten Rechtsschuss,
den der richtig eingerückte Mahziyar Sabzipour flach einlochte, war sogar noch
vor dem Halbzeitpfiff der nicht unverdiente Führungstausch gelungen (45.+1).
Holsatia, mit diesem Spielstand auf dem alleinigen Rücksitz der Kreisklasse 01,
bemühte sich im zweiten Abschnitt um Besserung, musste sich aber erstmal bei Kruse
und dessen Fußabwehr (71.) bedanken, dass der dritte Gegentreffer hier ebenso
nicht fiel, wie bei einem hohen Ding, das von linksaußen im hohen Bogen auf die
Latte plumpste (74.).
Nur Augenblicke danach dann aber doch das 3:1, weil wieder Mohrdieck trotz
Fußkontakt von Gegenspieler Shawn Patschan auf den Beinen blieb und zentral mit
links ins rechte Tief-Eck abzog (75.).
Eine weitere Hiobsbotschaft traf die Krückaustädter in personeller Form. Zwar schlug
sich David Posts rote Karte wegen der ungebührlichen Ansprache eines
Gegenspielers zwar nicht in der Spieleranzahl nieder (der Sünder war bereits
ausgewechselt), doch Sportgerichtssperre und Strafgeld winken nun in der
kommenden Verhandlungswoche…
Die übrigen Kollegen bastelten derweil fleißig am Anschlusstreffer. Vor allem
der eingewechselte Ryan Hinterthaner brachte mit seiner Symbiose aus Technik
und Robustheit neue Perspektiven ins Spiel. Doch auch der A-Jugendliche
vermochte es nicht, seine Farben ins Spiel zurückzuschießen (81.).
Ein Unterfangen, das auch Kollege Jasper Löw nicht gelang; weder als diagonaler
Vorbereiter für Fabijan Kober (83.), noch als direkter Freistoßschütze (90.+3).
Ein gebrauchter Tag für die zuletzt definitiv verbesserten Holsaten, denen
durch diese Niederlage wohl der letzte Platz im Endklassement blühen wird. Vielleicht
aber halten die verbliebenen vier Partien aber noch den einen oder anderen
Überraschungspunktgewinn bereit.
So haben sie eben alle ihre kleinen und großen Wettbewerbe…
Tore: 0:1 Sinecek (31.), 1:1 Wichmann (41.), 2:1 Sabzipour
(45. Mohrdieck), 3:1 Mohrdieck (75.)
rote Karte: Post (Holsatia, als bereits ausgewechselter Spieler, 77.,
Beleidigung)
Schiedsrichter: Torben Steenfatt (SV Hörnerkirchen)
Zuschauer: 45

.jpg)


.jpg)

.jpg)
.jpg)

.jpg)


.jpg)
.jpg)

.jpg)
.jpg)
.jpg)

.jpg)
.jpg)


.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)


.jpg)
.jpg)
.jpg)