Der Sieg kommt von der Bank
Dreierpack!
Joker Göremez schießt Komet zum Heimerfolg
So ganz abgehakt hat die Elf des FTSV Komet Blankenese das Thema
Kreisligaaufstieg trotz des Rückstands auf die beiden Promotionsplätze noch
nicht. Und zumindest das Punktekonto freute sich zum eigenen Start in die Restserie
2025/2026 über weiteres Futter. Gegen TuS Osdorf III waren es letztlich zwei
Knackpunkte, die das Pendel in Richtung des selbsternannten Kreisligaanwärters ausschlagen
ließen.
Zuerst wäre da die Einwechslung von Atakan Göremez zu nennen, war es der
24-Jährige, der mit seinem Hattrick jene Treffer beisteuerte, von denen zwei in
Überzahl gelungen waren, weil – Knackpunkt Nummer zwei – eine unnötige
Ampelkarte das osdorfer Aufbäumen jäh ausbremste…
In der Anfangsphase war es allerdings noch Torwart Simon Wiechmann, der Komet
beispielsweise gegen den heranflitzenden Eric Egbujuo (2.) gekonnt vor dem
frühen Rückstand bewahrt hatte.
Außer dem verletzungsbedingten Ausscheiden des Osdorfers Joonas Kuhanen (10.)
geschah dann aber erstmal nicht mehr so richtig viel. Fast ein verwunderlich,
dass die beidseitig angebotenen Räume stets ungenutzt blieben – bis die
Hausherren endlich einmal nachhaltig ins Offensivdrittel vorstießen und gleich
zwei Rote die Kugel nicht entsorgt bekamen. Jonas Haselmeier freute und so
erhörte er das Betteln ums Gegentor per Rechtsschuss aus der zweiten Reihe
(33.).
Kurz darauf war dann auch Göremez mit von der Partie, deren 1:0-Pausenstand
schon beschlossene Sache schien, ehe der Joker in der Extrazeit eiskalt
verdoppelte (45.+3).
Schlechte Karten also für die jungen Gäste, die allerdings mit Engagement aus
der Kabine kamen und ihre verbesserten Spielanteile schnell durch Egbujuos Fernschusstor
in Zählbares umwandelten (52.).
Umso bitterer warf sie kurz darauf der Platzverweis für Zentrumsspieler Michel
Kalbitz in der Aufholjagd zurück. Kurz zuvor bereits verwarnt, ließ sich der
erfahrene Mann von Gegenspieler Darin Williams ordentlich provozieren und
zettelte kurzerhand eine Rudelbildung an. Williams, der hier ebenfalls den
gelben Karton kassierte, sollte später nach Foul in Strafraumnähe clevererweise
rechtzeitig ausgetauscht werden…
Mit einem Mann mehr ging die Angelegenheit für Braun nun wieder etwas einfacher
von der Hand, was spätestens durch das wichtige 3:1 spürbar wurde. Präzise
hatte Kevin Block von links auf den zweiten Pfosten geflankt, wo Göremez mit unorthodoxer
Kopfballtechnik bislang verborgene Talente offenlegte (69.).
Just mit rechts aus 18 Metern nachgelegt, war Göremez bereits der vorzeitige
Mann des Tages (70.), woran auch Peer Thomensens verkürzendes Strafstoßtor nach
Kontakt an Majd Ayoub nichts mehr änderte (72.).
Viel mehr wären bei noch folgenden Gelegenheiten noch mehr Tore für Komet möglich
gewesen. Unterm Strich ging das 4:2 jedoch auch in der Höhe klar. Mit drei
Punkten und der anschließend gemeinsam einverleibten Siegerpizza gestärkt,
wartet nun die doppelt undankbare Auswärtsaufgabe bei Tabellenführer BLS
Hamburg – am Samstag, um neun Uhr morgens…
Tore: 1:0 Haselmeier (33.), 2:0 Göremez (45.+3), 2:1 Egbujuo
(52.), 3:1 Göremez (69. K. Block), 4:1 Göremez (70. B. Block), 4:2 Thomsen
(71., Strafstoßtor)
gelb-rote Karte: Kalbitz (TuS Osdorf III, 55., Foulspiel + Rudelbildung)
Schiedsrichter: Francisco Serwas (FC St. Pauli, Note 3)
Zuschauer: 25
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Sonntag, 8. März 2026
Spielbericht FTSV Komet Blankenese - TuS Osdorf III
Samstag, 7. März 2026
Spielbericht VfR Horst 1. Frauen - SG Wilstermarsch 1. Frauen
Die Partie hinten heraus
entschieden
4:0
– SG Wilstermarsch lässt ersatzgeschwächten Horsterinnen keine Chance
Bewölkung und Sahara-Staub vermiesten am Samstagabend zwar das goldene
Sonnenuntergangspanorama im Sportzentrum zu Horst, doch für die schöne Aussicht
war die Elf der SG Wilstermarsch auch freilich nicht an die Heisterender
Chaussee gereist. Viel mehr für den eingefahrenen 4:0-Auswärtssieg, der erst in
der erst in der letzten halben Stunde Formen angenommen hatte.
Zunächst hatte der Tabellendritte der Frauen Landesliga Holstein noch seine
Probleme, sich gegen die griffigen Gastgeberinnen freizuspielen.
Ein Alu-Treffer aus der Ferne (29.) blieb somit erstmal das Höchste der
Gefühle.
Mit dem Wiederbeginn verlagerte sich das Geschehen schließlich immer weiter in
die Spielfeldhälfte des ersatzgeschwächten VfR.
Folgerichtig daher das 0:1, das Marisa Sander nach Zuspiel Lene Goede aus
spitzem Winkel ins rechte obere Eck zirkelte (61.).
Die SG jetzt voll drin und eine gute Viertelstunde vor dem Ende quasi
uneinholbar vorne, als Ann-Christin Heutmann über rechts marschierte und Inke
Noll in der Mitte mustergültig zum 0:2 bediente (74.).
Ganz ähnlich, nur diesmal mit der hohen Flanke, machte es die auffällige
Franziska Heesch für Lene Goede, die wiederum frei im Sechzehner einköpfen
durfte (81.).
Ärgerlich für Heesch dagegen, dass Goede in Minute 90 ballfern etwas
ungeschickt auf Gegenspielerin Dannika Timmins aufgelaufen war und der freie
Lauf aufs Horster Tor damit ein unverschuldetes Ende fand…
Der vierte Auswärtstreffer sollte aber dennoch auf die neue, um 90 Grad
drehbare Anzeigetafel schaffen, netzte Maja Lange noch einmal aus der zweiten
Reihe zum 0:4-Endstand (90.+2).
Der Kontakt nach Platz zwei bleibt für die Elf Trainer Ingo Franz somit weiter
erhalten (fünf Zähler Rückstand auf den TSV Zarpen), während die heuer ohne
echte Torchance gebliebenen Schwarz-weißen im erneuten Heimspiel gegen
Aufsteiger Viktoria 08 wieder zurück zur gewohnten Heimstärke finden wollen.
Die lang ersehnte Verletzungsrückkehr per Einwechslung der hoch veranlagten
Celine Kubisch machte darauf auf jeden Fall etwas Hoffnung.
Tore: 0:1 Sander (61. Goede), 0:2 Noll (74. Heutmann), 0:3
Goede (81. Heesch), 0:4 Lange (90.+2, Sander)
Schiedsrichter: Jörg Kunze (SV Wellenkamp Itzehoe, Note 4)
Zuschauer: 30
Spielbericht TuS Borstel-Hohenraden - Moorreger SV
Vom Schlusslicht verdroschen
Schwarzer
Samstag für den Moorreger SV – TuS Borstel mit Lebenszeichen
Zum Jahresauftakt 2026 eine 2:0-Führung bei Cosmos Wedel hergeschenkt (2:6 am
Ende), avancierte das zweite Spieltagswochenende im neuen Jahr zum echten Albtraum
für die abstiegsbedrohte Elf des Moorreger SV. Denn nicht nur, dass man beim
Tabellenletzten mit 1:4 ausgezogen wurde; man verlor dabei auch noch den
Torwart verletzt und die ungeliebte Konkurrenz aus der Nachbargemeinde zog tags
drauf auch noch vorbei.
Was für ein schreckliches Gesamtbild, das sich zu Beginn des samstäglichen
Ausflugs nach Tangstedt, wo der hiesige Kunstrasenplatz über die Dauer des
eigenen Synthetikwiesenbaus zum vorübergehenden Asyl des TuS Borstel-Hohenraden
herhält, noch gar nicht so deutlich abgezeichnet hatte.
Engagiert pressten die ordentlich gestaffelten Himmelsbargler das Schlusslicht
in dessen eigener Hälfte fest – ohne aber so wirklich vors Tor zu kommen.
Dies spielte sich dafür auf der Gegenseite ab, als ein schön gezirkelter
Freistoß von David Klass die perfekte Einschusschance für den aufgerückten
Conner McConaghy bereitete, der Abwehrspieler aber gerade noch entscheidend
gestört wurde (13.).
Ganz anders verhielt es sich wenig später bei einer freundlichen Einladung für Okan
Yumut, die der 32-Jährige per 1:0 nicht ungenutzt ließ (20.).
Weiterhin emsig, aber vorne ohne Durchschlagskraft und hinten zu offen,
brachten sich die Gäste weiter um ihre Pfründe, die im Falle von Klass und
dessen Treffer nur die späte Abseitsfahne rettete (22.).
Nicht so aber in Minute 40. Mit dem richtigen Timing bediente Yumut seinen
Kollegen Patrick Jordao Valadares, während sich MSV-Goalie Niklas Putt das
berühmte Stück zu spät in die Szene warf
– Strafstoß TuS Borstel, den Yumut sicher rechtsunten versenkte (42.).
Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, endete eine Schusschance für
Winterneuzugang Fatih Simsek im langen Abstoß, den Leon Prange gegen die Sonne
völlig falsch einschätzte und unfreiwillig mit dem Kopf verlängerte, sodass der
durchgelaufene McConaghy vor Puttmann zum 3:0-Halbzeitstand einspitzelte
(45.+3). Weil Torschütze und Torhüter daraufhin zusammenkrachten, war die
Partie für letzteren beendet und der Weg ins Spital geebnet. Irgendwie passend
zum vermaledeiten Tag des MSV, dass der angerückte Krankenwagen beim
Wendemanöver stecken blieb und erst durch Bergung des Feuerwehr Tangstedt und
einen hilfsbereiten Landwirt und dessen Traktor von der Anlage kam…
An sportlicher Linderung versuchte sich kurz nach der Pause Dominik Körner mit
einem mutigen Abschluss (auf Torwart Timo Herrmann, 49.), woraufhin die
Borsteler dem vierten Tor etwas näher waren, als die Moorreger dem 3:1. Vor
allem, nach Neal Belows Strafraumkontakt mit Joker Marvin Tramm. Da Yumut
bereits ausgewechselt war, übernahm Kapitän Felix Storm, um jedoch an Puttmann-Vertreter
Daniel Rosenzweig zu scheitern (70.).
Aufgeschoben war heute aber nicht aufgehoben, lupfte Sitki Alp das Spielgerät
im Anschluss an Rosenzweigs Rettung gegen Tramm zum nachgeholten 4:0 ins Netz
(83.).
Nicht wirklich relevante Ergebniskosmetik betrieben die Roten erst in der
Schlussminute, verwandelte Prange einen nicht unbedingt zu pfeifenden Strafstoß
zu präzise, als dass Herrmann trotz der geahnten Ecke parieren konnte (90.).
Ein kleiner Fleck auf der Robe des Siegers, die sich die Liebenow-Elf auch im
kommenden Abstiegsduell mit der SV Lieth II überwerfen will. Mit diesem ersten
Saisonsieg (zuvor punktete man nur durch fünf Remis) ist das rettende Ufer mit
sieben Zählern Rückstand zumindest wieder ansatzweise in Sichtweite gerückt.
Der MSV, den es nun sogar unter den Strich zur Kreisklasse drückte, ruhen die
Hoffnungen nun auf der passablen Heimbilanz – aber erst, nachdem die intensive
und herausfordernde Auswärtsstation Roland Wedel möglichst glimpflich bestritten
wurde…
Tore: 1:0 Yumut
(20.), 2:0 Yumut (42., Strafstoßtor, Puttmann an Jordao Valadares), 3:0
McConaghy (45.+3, Herrmann), 4:0 Alp (83. Tramm), 4:1 Prange (90., Strafstoßtor, S. Pimenta
Trindade an Franke)
Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV Seestermüher Marsch)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Storm scheitert mit Strafstoß an Rosenzweig (70.,
Below an Tramm).
Freitag, 6. März 2026
Spielbericht TV Haseldorf - Niendorfer TSV II
Bigpoint für die Teilzeithedonisten
TV
Haseldorf startet wie im Rausch und zittert dennoch um den Keller-Dreier
Hätte Benjamin Kälberloh, Trainer des TV Haseldorf, noch Haare auf dem Kopf;
spätestens an diesem wichtigen Abend für den Aufsteiger im Abstiegsgeschäft
wäre ihm sein Haupt erkahlt. Dem Traumstart ins Sechs-Punkte-Spiel gegen die
Reserve des Niendorfer TSV war unter Flutlichtkulisse nämlich noch das große
Zittern, bis in die neunte Minute der Nachspielzeit, gefolgt.
Ein Szenario, das der Coach bereits in der Halbzeitpause hat kommen sehen,
warnte er sein Team vor dem „psychologischen Vorteil“ des Gegners durch den
wahrlich sehenswerten Weitschusstreffer durch Spielmacher Lennart Ludwig (27.),
der in einer surrealen ersten Hälfte vorzeitig das letzte Wort hatte.
Davor hatte die Kälberloh-Equipe ihr Schloßparkstadion mal eben zur
hedonistischen Zone erklärt, agierte „brutal effektiv“ – oder eher effizient.
Unaufhaltsam dabei: das Offensivtrio Fülscher, Lienau und Rose. So führte eine
schlecht verteidigte Lienau-Ecke bereits nach 90 Sekunden Lars Roses
Führungstor herbei, ehe Michel Lienaudem völlig verunsicherten Dennis
Brettschneider die Kugel abluchste und frei durch zur raschen Verdopplung
einschob (6.).
Mit Glück des unhaltbar Abfälschens im Sechzehner stellte Rose in Minute zwölf
auf 3:0 (12.). Und das, obwohl er den Ball nach Marten Fülschers Blitzeinwurf
für Lienaus Brustmitnahme, inklusive Hereingabe von der Grundlinie, nicht
unbedingt lehrbuchartig erwischte. Heute schien aber einfach alles zu gelingen,
was die euphorisierten Appelplücker versuchten!
Ebenso Lienaus kräftiger Strafraum-Abdruck mit rechts, der wieder nur zustande
kam, weil die orientierungslos über ungewohnten Naturrasen stolpernden
Niendorfer eine kurze Eckenvariante nicht aus der Parzelle bekamen (15.).
Erst der fünfte Heim-Versuch, den der entfesselte Fülscher, vom Widersacher
touchiert, zur Ecke ins Tor-Aus rutschen sah (18.), durchkreuzte die perfekte
Biathlon-Serie am Schießstand.
Gur für die Gäste, die der eindringlichen Aufforderung ihres lebhaften
Trainers, „Ballkontakte“ zu sammeln, nur schleppend nachkamen. Erst mit Ludwigs
4:1 waren die Herren in weiß endlich auch mental in der Partie angekommen.
Waleed Maliks Kopfball (41.) und Ioannis Goussis´ Versuch ans Außennetz (44.)
waren daraufhin nur die Vorboten dessen, was die Haseldorfer im zweiten
Abschnitt zu überstehen hatten. Auch, weil Lienaus Treffer nach feinem
Fülscher-Service wegen spät geahndeten Handspiels keine Anerkennung fand (45.).
Auch Fülscher selber vermochte den Deckel im Konter aus vollem Lauf nicht draufzumachen,
als der langzeitverletzte Louis Bevers in der Vorbereitung zeigte, welche
Dynamik seine Rückkehr für das Spiel der Roten bedeutet (48.).
Ansonsten aber galt es, nun dem Druck des nun auch besser auf lange Bälle
eingestellten NTSV standzuhalten.
Goalie Niklas Grote musste jedenfalls gegen Minseo Cho schon mal behände
abtauschen (53.), um zu verhindern, was zum Start der körperlich geführten Schlussphase
doch geschehen sollte. Diesmal piekte Ludwig die Kugel vor Grote weiter zum
verkürzenden Lukas Lackner und das von Kälberloh befürchtete „Feuerwerk“ des
Gegners war weiter entfacht (72.).
Wo Gäste-Tormann Christopher Schade gegen Fülscher die 5:2-Vorentscheidung
verhinderte (75.), netzte drüben Pieter Oßenbrüggen zum 4:3 ins eigene Gehäuse
(79.).
Elf lange Restminuten des gegnerischen Anrennens waren überstanden, da drohte
durch einen Nachschlag von deren sechs gleich weiteres Unheil. Abermals Ludwig
(90.+2) und Lackner mit dem Heber im Strafraum (90.+3) sollten aber die finalen
Ausgleichschancen vergaben haben, ehe in Extraminute neun der letzte
Befreiungsschlag das erste Klettern aus der Abstiegszone seit dem zweiten
Spieltag besiegelte.
Mit nur einer Niederlage aus den letzten sieben Partien geht es nun zum
Spitzenteam nach Kummerfeld, das im gleichen Zeitraum nur vier Punkte mehr
holte (18).
Bei den nunmehr seit neun Spielen punktlosen Bondenwald-Kickern liegen dagegen
die Nerven blank. Eine Mecker-Ampelkarte nach Spielende rundete die verkorkste
Gastspielreise noch negativ ab. Die weiteren Duelle gegen die Kellerkonkurrenz
aus Duvenstedt und Klein Nordende könnten an den nächsten Wochenenden bereits
vorentscheidenden Charakter annehmen.
Tore: 1:0 Rose (2. Lienau), 2:0 Lienau (6.), 3:0 Rose (12.
Lienau), 4:0 Lienau (15. Fülscher), 4:1 Ludwig (27. Cho), 4:2 Lackner (72.
Ludwig), 4:3 Oßenbrüggen (79., Eigentor, Ludwig)
Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV, Note 2,5)
Zuschauer: 80
Dienstag, 3. März 2026
Spielbericht FC Elmshorn - TuS Germania Schnelsen
Ein Abend voller Geschenke
Verrücktes
Spitzenspiel: FCE schlägt Germania in der Nachspielzeit!
Dienstagabend, Flutlicht, Frühlingswetter; beste Bedingungen für den großen
Nachholkracher der Bezirksliga 01. Nur die Lichttechnik am Ramskamp war
offenbar noch nicht so ganz aus dem langen Winterschlaf erwacht. Ein Mast hatte
gestreikt, seinen Dienst dann aber mit Verzögerung schließlich doch aufgenommen.
Auf dem hügeligen Rasen, wo es daher erst mit 17 Minuten Spätzündung inhaltlich
wurde, ging der Tabellendritte aus Schnelsen gleich in medias res, unterstrich seinen
Anspruch, die knapp verpasste Winterpausenmeisterschaft mit dem Sprung auf den
Thron wettzumachen. Der Lohn: die 0:1-Führung durch Leon Kripkes Freistoßtor (Tormann
Ali Topkoc war im Eck sogar noch dran, 11.), welche über eine halbe Stunde lang
nicht unverdienten Bestand haben sollte.
Dann aber brachten sich die Germanen erstmals selber um die Pfründe, als sich
Goalie Domenik Szyska und Abwehrorganisator Hassan Fallah bei einer völlig vermurksten
Altergott-Flanke nicht einig wurden, Mustapha Saidy Khan die Chance zur Weiterleitung
in die Mitte nutzte und Bedran Atug das Bällchen nur noch über die Linie
schubsen musste (42.).
Ein Vorbote dessen, was die vogelwilden Defensivreihen heuer noch so alles
zulassen würden…
Dabei ebenfalls im Fokus: die beiden Torhüter. So klatsche Topkoc Matz
Broeckers 20 Meter-Schuss genau vor die Füße des zum 1:2 abstaubenden Antonio
Arambasic (47.), ehe drüben der offensiv postierte Szyska von Dennis Altergotts
Heber nach schönem Schirosi-Seitenwechsel überrumpelt wurde (48.).
Weiter ging der Wahnsinn mit Fallahs Handspiel, das der früh eingewechselte
Olcay Aydin souverän mit dem 3:2-Strafstoßtor quittierte (52.). Ein Vorgang,
der sich nur ein Dutzend an Minuten später tatsächlich wiederholen sollte. Denn
abermals spielte Unglücksrabe Fallah, der bereits beim überraschenden 0:1 in
Haseldorf per Rückpass das entscheidende Gegentor einleitete, das Leder mit dem
falschen Körperteil, ehe Aydin Szyska vom Punkt aus in die falsche Ecke
schickte (64.).
Da konnte sich die Elf vom Riekbornweg auch für den zwischenzeitlichen
Ausgleich via Innenpfostenschuss von Arambasic, aufgelegt durch Torjäger Luca
Drenkhahn (56.), nichts kaufen. Bemerkenswert dabei: dem Treffer ging in der
Entstehung jeweils ein falscher Einwurf beider Lager, inklusive Pfiff und Ballbesitzwechsel,
voraus. Was Hänschen nicht lernt…
Mit Robustheit und Cleverness versuchte derweil der FC Elmshorn den Dreier,
gleichbedeutend der Punktgleichheit mit dem Primus aus Kummerfeld, ins Ziel
bringen. Ein Unterfangen, das bis in die Schlussminute eher unkompliziert
geglückt war, bis Topkoc das Spielgerät gegen L. Drenhkhahn plötzlich wieder
fallen ließ und in letzter Konsequenz nur das Foulspiel gegen den 19-Tore-Mann für
Abhilfe sorgte. Strafstoß Nummer drei am heutigen Abend, während die Zahl der
Diskussionen auf und neben dem Platz nur mit dem Wörtchen „zahlreich“
ansatzweise abgebildet werden konnte.
Der Gefoulte selber blieb indes cool und verwandelte zum vermeintlichen 4:4-Auswärtspunkt
(90.).
Das letzte Wort in einem intensiven Schlagabtausch (13 Verwarnungen plus einmal
Doppelgelb) hatten jedoch noch einmal die Gastgeber, die in B. Atugs Hereingabe
von rechts noch eine letzte Chance auf die Rückholung der soeben verlorenen
zwei Zähler sahen. Germania bekam die Lage im Sechzehner nicht gelöscht, sodass
der gerade eben eingewechselte Wassem Eklim mit einem Schuss zum 5:4-Heimsieghelden
der Krückaustadt avancierte (90.+4). Denn auch in kurzzeitiger Unterzahl (Ex-Oberligakicker
Schirosi bettelte noch erfolgreich um die überfällige Ampelkarte, 90.+5) und
mit einem letzten vielversprechenden Freistoß gegen sich, war der überwichtige
Erfolg im direkten Aufstiegskampf an einem denkwürdigen Märzabend auf das
Punktekonto geflossen.
Nun geht es für die Schützlinge von Seyhmus Atug ohne die gesperrten Schirosi (Gelb-rot)
und Sergen Sevinc (fünfte gelbe Karte) am kommenden Sonntag zum Schlusslicht nach
Duvenstedt, während in Schnelsen bereits am Freitag der nächste Kracher steigt,
wenn TuS Holstein Quickborn als lauernder Tabellenvierter seine Visitenkarte in
Hamburg Nord-West abgibt.
Tore: 0:1 Kripke (11., direkter Freistoß), 1:1 B. Atug (42. Saidy
Khan), 1:2 Arambasic (47. Broecker), 2:2 Altergott (48. Schirosi), 3:2 Aydin
(52., Strafstoßtor, Handspiel Fallah), 3:3 Arambasic (56. L. Drenkhahn), 4:3 Aydin (64.,
Strafstoßtor, Handspiel Fallah), 4:4 L. Drenkhahn (90., Foulstrafstoß), 5:4
Eklim (90.+4, B. Atug)
gelb-rote Karte: Schirosi (FC Elmshorn, 90.+5, Foulspiel + Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Karol Josef Kam
Zuschauer: 70
besonderes Vorkommnis: Die Partie wurde wegen technischer
Probleme mit der Flutlichtanlage mit 17 Minuten Verzögerung angestoßen.
Sonntag, 1. März 2026
Spielbericht VfB Glückstadt - TSV Kollmar
Weiße Weste ausgebaut
Spitzenreiter
TSV Kollmar löst Pflichtaufgabe mit halbem Dutzend
Volle Fahrt in Richtung Aufstieg! Das erste (nicht ganz vollständige) Halbjahr
mit acht Siegen aus ebenso vielen Spielen dominant über die Bühne gebracht,
setzte der TSV Kollmar im neuen Kalenderjahr just dort an, wo er in 2025
aufgehört hatte.
Zugegeben, wartete im Nachholspiel mit dem VfB Glückstaft jetzt nicht die Elite
der Kreisklasse C-West-3. Doch auch den Tabellenvorletzten muss man nach der
XXL-Winterpause ohne echte Vorbereitung auf erstmal zielsicher auf seinem
Neunerfeld bespielen.
Gelungen war dies zunächst durchaus manierlich, verwertete Philipp Treptow einen
Flugball Marco Teplys technisch ansehnlich zum zentralen Abdruck ins linke untere
Eck (3.), ehe der eifrige Giso Precht über rechts ganz Glückstadt davoneilte
und die offengelassene lange Ecke sicher traf (5.).
In der Folge wurde allerdings deutlich, warum der TSV bislang kein Punktspiel
höher als mit 5:0 gewann. Wiederholt schenkte man den prächtigen Ballbesitz zu
ungeduldig mit langen Bällen her, anstatt den Gegner mit simplem Kurzpassspiel
ins Laufen zu bringen.
Zudem leistete man sich zu viele vergeigte Chancen, wie jene, die Joschka
Gruenler gegen Precht per Klärung vor der Linie zerstörte (16.).
So dauerte es bis in die Schlussphase des ersten Abschnitts, bis eine der
zahlreichen Ecken durch Treptow Prechts 0:3-Kopfballtor herbeiführte (37.).
Der Pausenstand für die Glückstädter trotzdem durchaus im Rahmen, während man
neben einem nicht einmal Field Goal-tauglichen David-Freistoß über den Zaun
(36.) ganz zu Beginn sogar die fette Gelegenheit zum sensationellen Führungstor
hatte. Im Duett spielten sich Alexande Ledtje und Kapitän Rene David
kontrolliert nach vorne, wo David vor dem Kasten schließlich zu unplatziert
draufhielt (1.). Benet Gosau faustete das Leder von seinem Gehäuse weg, das
Niklas Hirschfelder nach dem Seitenwechsel drüben gar nicht mal so schlecht ins
Visier nahm (48.).
Ohnehin ließ der leicht unkonzentrierte Tabellenführer den unterlegenen VfB
etwas zu oft gewähren, was sogar Torhüter Sören Gehrig im gewagten Dribbling
über das halbe Feld zum Torschuss einlud (71.).
Immerhin ging im eigenen Offensivspiel noch ein bisschen was, nahm Treptow eine
Fehlpasseinladung dankend zum 0:4 aus 22 Metern an (59.), wohingegen Dennis
Gercken einen Freistoß aus leicht kürzerer Distanz rechtsunten einschweißte
(70.).
Als Sören Brinkmann nach gegnerischem Lapsus freie Bahn bekam, schien das halbe
Dutzend perfekt, doch die Frage, warum er die Kugel nicht locker einschob und
somit Goalie Sören Gehrig die Chance zur Rettungstat einräumte (74.), trieb die
Nummer neun noch länger spürbar um…
Nach steilem Anspiel Patrick Laskowskys machte es wenigstens Kollege Precht
noch einmal besser, senkte sich der Lupfer des nunmehr Dreifachtorschützen
rechtzeitig zum 0:6-Endstand (88.).
Mit der Drittvertretung des TSV Heiligenstedten (Dritter) wartet allerdings bereits
am kommenden Freitag ein etwas anderes Kaliber auf die Blauen, denen die Elf des
SV Heiligenstedtenerkamp mit nur drei Zählern weniger im Rücken klebt, zumal
auf Schützenhilfe des VfB am Sonntag gegen den Vize wohl eher nicht zu bauen
ist…
VfB Glückstadt: Gehrig – Diercks, Gruenler, Brackhagen –
Yakob, Krüger, Ledtje, Grimm – David, eingewechselt: Rupprecht,
Hirschfelder, Gjeloshgjokaj, Topalli, Biyik, Trainer: Sven Tiessen
TSV Kollmar: B. Gosau – Teply, Gercken, Laskowsky – Precht, M.
Meisberger, Treptow, König – Brinkmann, eingewechselt: Schultze,
Schulze-Middig, E. Meisberger, Koscherus, Spielertrainer: Sören
Brinkmann
Tore: 0:1 Treptow (3. Teply), 0:2 Precht (5.), 0:3 Precht (36. Treptow), 0:4 Treptow (59.), 0:5 Gercken (70., direkter Freistoß), 0:6 Precht (88. Laskowsky)
gelbe Karten: David, Hirschfelder, Krüger – Gercken
Schiedsrichter: Felix Kuhn
Zuschauer: 45
![]() |
| Dreifach erfolgreich: Giso Precht. |
Samstag, 28. Februar 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SV Eidelstedt 1.A
Antwort per Abstauber
Verdienter
Heimsieg! Holsatia-2007er schlagen den Tabellenzweiten
Ganze 14 Zähler holte die Elf des des SV Eidelstedt – immerhin Vize-Spitzenreiter
der U19-Oberliga – bislang mehr, als Holsatia Elmshorn. Ein
Qualitätsunterschied, den die Holsaten im direkten Duell zum Jahresstart 2026
allerdings gekonnt ins Gegenteil umkehrten.
Von Beginn an waren sie es nämlich, die den Spielverlauf diktierten, um im
letzten Drittel dann aber noch zu oft die schnelle Entscheidung am Ball zu
scheuen. Ein Ehlers-Freistoß, der linksunten vorbei zischte (10), blieb daher
erstmal das Höchste der konkreten Offensivgefühle.
Dann aber war es wieder ein ruhender Ball, den der SVE zuvor unnötig verursacht
hatte, der Luca Joneleit die ideale Gelegenheit dazu gab, sich im Sechzehner
zum erlösenden Kopfballtor hochzuschrauben – das 1:0 (20.)!
Und es wäre noch mehr möglich gewesen, durch den 17er, der per Steckpass
vor die Kiste geschickt wurde, um dort allerdings etwas zu unplatziert an
Goalie Jan Mendez zu scheitern (27.).
Ohnehin waren es die tiefen Läufe, die gegen eher geschwindigkeitsarme Eidelstedter
Gefahr stifteten. So auch, als Erik Johänning, von rechten Schiene aus, seine
Endstation per Heber über den Kasten im Strafraum fand (38.).
Noch knapper ging es kurz vor der Pause beim fleißigen aber glücklosen Ryan
Hinterthaner zu; Pfosten aus halbrechter Schussposition (45.)!
Reichlich Dusel also für den SV Eidelstedt, dessen Angriff auf die
vorübergehende Tabellenführung bis in den zweiten Abschnitt hinein nicht über verwegene
Halbchancen hinauskam.
Daher durchaus überraschend stellten die Gäste, bei denen die Hereinnahme des
wegen Zuspätkommens erstmal auf der Bank gelassenen Nidal Clubani über links
sichtlich mehr Schwung brachte, früh im zweiten Abschnitt auf 1:1. Eine Ecke
von Jannis Kupas hatte für ordentlich Chaos im Holsatia-Strafraum gesorgt, wo
Kapitän Mads Heienbrock trotz verhaltener Handproteste des Gegners den
Gleichstand erstocherte (53.).
Das Team, das ab dem kommenden Sommer nahezu komplett (inklusive Neuzugänge) als
erste Herren für neuen Glanz an der Wilhelmshöhe sorgen will, bewies heute
zumindest schon mal echte Nehmerqualitäten; ließ sich vom Ausgleich nicht
irritieren. Stattdessen kam Hinterthaner, erst von Léonel Brüser abgefälscht
(58.), dann per Freistoß ans Alu (59.), zu guten Gelegenheiten, den
Vorsprung wieder zurückzuholen, ehe er auch in Minute 69 durch Zuspiel von
Tarik Bjane zum Abschluss kam. Diesmal stand der eingewechselte Justus London
im Weg – mit dem Unterschied, dass mit Joker Mohamed Kasem der richtige Mann an
der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt für das 2:1 im Nachsetzen
bereitstand! Da half auch alles Schimpfen des Schlussmannes wegen einer möglichen
Abseitsposition im Vorfeld nichts…
Gut für London und seinen SVE dagegen, dass im nächsten (gewonnenen) Duell
gegen Hinterthaner kein Elmshorner zum Abstauber bereitstand (71.).
Es blieb also bei der knappen Führung, gegen die die Furtwegler auf den letzten
Metern nochmal anarbeiteten. Obwohl Holsatia dabei meist die entscheidenden
Zweikämpfe für sich entschied, blieb Gelb-blau zum Beispiel per Kupas-Freistoß
gefährlich (73.).
Mit ihrem besten Spielzug das Tages über die Stationen Clubani, Masaud und
Tengg erhielt der scharf im Zentrum angespielte Jakob Qazi eine letzte
Ausgleichschance, die Vorbeigrätschen aber zur Erleichterung des verdienten Siegers
ungenutzt blieb (90.+1).
Das letzte Jugend-Halbjahr der Mannen von Trainer Bent Vieth, dessen Amtszeit
die Dekadenmarke längst überschritten hat, begann also gleich mal mit einem
Ausrufezeichen, dem bereits am kommenden Freitag im zweiten von drei
Heimspielen in Serie die Fortsetzung gegen die SV Halstenbek-Rellingen folgen
soll.
Tore: 1:0 Joneleit (20. Hinterthaner), 1:1 Heienbrock (53.
Kupas), 2:1 Kasem (69. Hinterthaner)
gelbe Karten: Hochschild, Bjane, Ehlers – Santos Caseiro, Agbobli-Dougno
Schiedsrichter: Marcel Münster (TSV Gut Heil Heist)
Zuschauer: 40
Freitag, 27. Februar 2026
Spielbericht SSV Rantzau III - FC Elmshorn II
Abend der Wendungen
SSV-Dritte
gewinnt rasantes zehn-Tore-Spektakel
Mit einem furiosen Verfolgerduell meldete sich die Kreisklasse 1 aus ihrer
schier unendlichen Winterpause zurück. Denn gleich zehn Treffer hatten die Schaulustigen
im freitagabendlichen Fluchtlichtschein an der Düsterlohe zu bestaunen
bekommen.
Dass die Mehrheit der Tore dabei heuer für die SSV Rantzau-Dritte fallen
sollte, wollte sich zunächst allerdings nicht andeuten. Die Reserve des FC Elmshorn,
die mit ihren zahlreichen Nachholspielen auch als Tabellensiebter noch in
Kreisliga-Schlagdistanz steht, war es nämlich, die ihre Spielanteile vor allem
bei hohen Bällen vor die Kiste bekamen. So war es ein Freistoß von Sevkan Aras,
den der SSV nicht gelöscht bekam, was Karlen Rewakian prompt zum 0:1 ins ferne
Eck ausnutzte (10.).
Ebenfalls ungeplant durch Inan Gergins Prallenlassen eines Rewakian-Versuchs an
die Kugel gekommen, piekte Sten Dröge wenig später gar zur Verdopplung ein
(17.). Die Verhältnisse aus dem Hinspiel (5:2 FCE) schienen sich zu
wiederholen, doch auch dort zog der 0:2 Führende am Ende den Kürzeren.
Und tatsächlich blieben die Hausherren geduldig bei ihrem Zeugs, das sich
offensiv sogar richtig gut anließ. Jason Bastian scheiterte zwischendurch
aussichtsreich am bezirksligaerfahrenen Alan Kado (11.), doch als der schön freigespielte
Hannes Reimer zentral in die kurze Ecke verkürzte (20.), waren die sechs großen
Minuten des Tabellendritten eröffnet. Denn erst als Abstauber eines abgewehrten
Versuchs von Reimer (23.) und schließlich in der Rolle des mittig verwertenden
Torjägers (26.) drehte Jassin Brahim die Angelegenheit pro Weiß-blau!
Die Gäste jetzt wieder etwas aktiver, doch die beste Gelegenheit ergab erstmals
für den Rantzauer Maurice Fragel, der seinen Geschwindigkeitsvorteil im Konter
an der Querlatte verpuffen sah (39.).
Umso ärgerlicher, dass ein erneuter Tiefschlaf hinten für den selbst verschuldeten
Verlust der Halbzeitführung sorgte. Sevkan Aras durfte unbedrängt aus dem
linken Halbfeld flanken und Rewakian im zuordnungslosen Gefahrengebiet das 3:3
erköpfen (41.). Mit den Ansprüchen einer Spitzenmannschaft hatten die
weitgehend ungeordneten Defensivreihen beider Lager nicht viel Hut, was sich
auch nach dem Seitenwechsel zu Gunsten einer weiterhin rasanten Begegnung nicht
ändern sollte.
Vor allem die Elmshorner machten hier ordentlich Betrieb, der beispielsweise Bezirksligaspieler
Vladyslav Miodushevskyi in (ungenutzte) Idealposition führte (47.).
Wie gut, dass es da noch die offensive Standardstärke gibt, mit der man (Sevkan
Aras) Funkturm Milot Bashotaj das 3:4-Kopfballtor butterweich zu kredenzen
wusste (61.).
Abermals war das Match gekippt, doch die größeren Reserven hatten hier die
unbeirrten Barmstedter, denen dank pennender Elmshorner bei Abdullrahman
Khalafs Ball von links sofort Brahims dritter Streich zum 4:4 gelang (64.).
Ein echter Wirkungstreffer, der die Spielstatik nun klar gen SSV verschob. Qietschfidel
wirbelten Fragel und Co in der Folge (erstmal erfolglos) durch das
Offensivdrittel, bis der 16er im Anschluss an einen nicht geklärten
Khalaf-Freistoß aus 20 Metern abgefälscht das umjubelte 5:4 besorgte (72.).
Und bevor die Angelegenheit hier doch nochmal pro FCE konnte, legten die müden
Gäste das vorentscheidende 6:4 gleich selbst für Viererpacker Brahim im Sechzehner
auf (76.).
Brahim, der damit sein persönliches Dutzend an Saisontoren vollendete, schenkte
seinen Farben somit den Anschluss an den Spitzenreiter aus Heidgraben, mit dem
bereits am kommenden Wochenende nach Punkten gleichziehen kann.
Fast zeitgleich braucht die Zweitvertretung des FC Elmshorn im
Nachbarschaftsduell mit dem dritten Spitzenteam namens Gencler Birligi unbedingt
einen Dreier, wenn die große Aufholjagt nicht enden soll, bevor sie überhaupt
so richtig startete…
Tore: 0:1 Rewakian (10. Sevkan Aras), 0:2 Dröge (17. Rewakian),
1:2 Reimer (20.), 2:2 Brahim (23. Reimer), 3:2 Brahim (26. Kotzapanagiotou),
3:3 Rewakian (41. Sevkan Aras), 3:4 M. Bashotaj (61. Sevkan Aras), 4:4 Brahim
(64. Khalaf), 5:4 Fragel (72. Khalaf), 6:4 Brahim (76.)
gelbe Karten: keine – Eklim
Schiedsrichter: Torben Steenfatt (SV Hörnerkirchen, Note 2)
Zuschauer: 45
Samstag, 13. Dezember 2025
Spielbericht HSV Barmbek-Uhlenhorst 1.A - Walddörfer SV 2.A
Schrödingers
Punktgewinn
„total
inkonstant“: WSV-2008er zeigen wieder mal ihre zwei Gesichter
Wie unter einem Brennglas präsentierte die U18-Oberliga-Elf des Walddörfer SV zum
Jahresabschluss 2025 noch einmal die volle Spannweite ihres Daseins. „Wenn man
sich unsere erste Hälfte anguckt, war das irgendwie Arbeitsverweigerung!“,
polterte Kapitän Arthur Schreiber über die ersten 45 Minuten, in denen man
„überhaupt nichts auf den Platz bekommen“ hatte, was den WSV „stark macht“, um
sich nach dem Seitenwechsel über eine richtig, richtig wichtige Leistungssteigerung“
zu freuen.
Der 2:2-Endstand – um es vorweg zu nehmen – also „auf jeden Fall
gerechtfertigt“.
Akt eins eines wahrlich wechselhaften Auftritts, hatte sich nach zweimaliger
Schonfrist (Schlussmann Maximilian Röndigs klärte im Duell mit dem freundlich
per Ballverlust eingeladenen Timur Kilinc mit dem herausschnellenden Fuß zur
Ecke (10.) und räumte später Gegenspieler Leon Önal ungestraft im Sechzehner ab
(18.).) schließlich doch in einem Rückstand manifestiert. Ohne Konsequenz an
der eigenen Grundlinie, schaute man Kyryl Karev und Spielmacher Richard
Pilishvili dabei zu, wie letzterer die Kugel, von Philipp Hentschke abgefälscht,
zu Mitspieler Kilinc beförderte, sodass der 9er
nur noch einzustolpern brauchte (26.). – „Ein richtiges Kuller-Ding“!
Als dringend nötiger Wachmacher taugte der Knall des Gegentors aber mitnichten.
Stattdessen verhinderte Röndigs in zuvor teils grotesk „verteidigten“ Szenen
gleich dreimal binnen kürzester Zeit einen höheren Rückstand (29., 30. &
32.).
„Wir waren schlecht nach vorne, wir hatten keine Angebote im Zentrum, wir
hatten keine Mann-Zuteilung, wir waren einfach überhaupt nicht wach und nicht
präsent auf dem Platz!“, klagte der Gäste-Spielführer an. Und gerade als man
immerhin einmal in die Nähe des gegnerischen Kastens kam, schlug BU-Kapitän Jan
Brinkmann vor dem nachsetzenden Schreiber den langen Hafer, der den Roten gar
nicht bekommen sollte. Ohne gegnerische Absicherung leitete der umtriebige L.
Önal die Kugel mit dem Kopf weiter zum leicht abseits stehenden Leon Fijolek,
der schließlich keine Mühe hatte, den diesmal defensiveren Torsteher zum 2:0 zu
überwinden (39.).
Unverhoffte Linderung einer Halbzeit der „unfassbar vielen individuellen Unreinheiten“
folgte jedoch noch vor dem Seitenwechsel, als Len Henne eine eigentlich schon
tote Offensivszene per Balleroberung wieder zum Leben erweckte und prompt zu
Schreiber durchsteckte, der auf halbrechts „erstaunlich viel Zeit“ für den
überlegten Abschluss vorfand: „Mit viel Zeit kommen auch mal viele Gedanken,
aber ich habe es dann letztendlich ganz gut gemacht, den Ball in die lange Ecke
gehauen“, beschrieb die Rückennummer 20 den eigenen Anschlusstreffer (42.),
dessen Strahlkraft die wärmende Halbzeitpause freilich überdauern sollte. Ein „klarer,
anderer Auftritt“ war es, den seine Farben in Abschnitt zwei auf die Platte
brachten. Sicherlich hatte man auch „nach vorne hin mehr Räume vom Gegner
bekommen“, doch „wir haben sie aber auch besser gewusst zu nutzen.“. Dazu steigerte
man auf der anderen Seite auch durch personelle Umbauarbeiten die defensive
Zweikampfquote. Was dabei nur fehlte: der Ausgleichstreffer. Vincent Nowak war
dieser zwar auf Zuspiel Schreibers zwar sogar gelungen, nur hatte die knappe
Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten andere Pläne (47.)…
Ansonsten probierte man es vornehmlich über Distanzschüsse (51. & 68.) und
einen hohen Duve-Ball, der dank schwacher Klärung Hennes Tausendprozenter vorbereitete.
BUs Maximilian Dick rettete jedoch mit dem langen Bein vor der Linie (66.).
Wieder nichts zu jubeln für das lebhafte Pöblikum auf den Rängen, doch da war
ja noch diese eine, bisher ungenutzte, Stärke der Allhorn-Kicker, denen Leandro
Duves Freistoß von links schließlich doch endlich die Pforte zu Linus Polsters
2:2-Kopfballtor himmelweit aufstieß (74.). Ein Standardtreffer gegen den sonst
fehlenden Zug zum Tor!
Das Momentum jetzt klar auf Seiten des Auswärtsteams, das nach kluger
Verlagerung auf Schreibers rechte Seite gar das Führungstor auf dem linken Fuß des
nach innen ziehenden Strategen hatte (81.), ehe es in der Schlussphase aber plötzlich
wieder in alte Muster verfiel.
Wie Espenlaub zitterte der Aufsteiger, als Polster Gegenspieler L. Önal in der
zweiten Welle eines Freistoßes völlig aus den Augen verlor, der Trainersohn
allerdings nur den Querbalken erwischte (85.). Eine vergebene Önal-Schusschance
später (89.), lud die wiederum defizitäre Mann-Zuordnung zu BUs möglicher
Führungsrückholung, diesmal durch Karev, ein. Mit der Brust bekam der
Außenspieler das Leder aber nicht am zupackenden Röndigs vorbei (90.).
Aus einem Gastspiel, in dem „es echt wenig bis gar nichts“ gab, „was wirklich
funktioniert hat“, wurde für den Walddörfer SV letztlich Schrödingers
Punktgewinn: glücklich, unglücklich und doch irgendwie zu wenig für die eigenen
Ansprüche.
„Total inkonstant und total durchwachsen“ fällt daher Schreibers Zwischenfazit
zum Jahreswechsel aus. Rang acht bei 14 Punkten aus zehn Spielen fällt
jedenfalls in die Kategorie „Ausbaufähig“. Zu oft hatte sich seine Kapelle „gegen
die Teams aus dem unteren Teil der Tabelle fußballerisch angepasst und nicht so
richtig die Stärken auf den Platz gebracht“.
„Totale Top-Spiele gegen die Leute in der oberen Tabellenhälfte“ machen jedoch
Mut auf einen Platz unter den besten fünf in Hamburgs U18-Oberhaus.
„Konstanter werden und oben mitspielen“ lautet also die rot-weiße Losung für ein
beständigeres 2026.
Tore: 1:0 Kilinc (26.
Pilishvili), 2:0 Fijolek (39. L. Önal), 2:1 Schreiber (42. Henne), 2:2 Polster (74.
Duve)
gelbe Karten: Ahmed, Kilinc – Henne,
Bossen
Schiedsrichter: Zain Fallouh
(Hoisbütteler SV: hätte sich das Leben mit der Unterbindung diverser
Oberkörpervergehen deutlich einfacher gemacht, dem 2:0 ging eine
Abseitsstellung des Torschützen voraus (39.), ob die Strafraumbegegnung Röndigs/L.
Önal tatsächlich strafstoßreif verlief, konnte selbst das vorhandene
Videomaterial nicht aufklären (18.).)
Zuschauer: 40
Freitag, 12. Dezember 2025
Spielbericht TV Haseldorf - TuS Germania Schnelsen
Wintermeister
in Spe gestürzt
Auch
ohne Training: TV Haseldorf verdirbt Germania die Winterpausen-Spitze
Mit einer faustdicken Überraschung verabschiedete sich die Bezirksliga 01 am
Freitagabend in die wohlverdiente Winterpause, vermasselte der abstiegsbedrohte
TV Haseldorf Germania Schnelsen mit einem überraschenden wie unterm Strich verdienten
1:0 das Überwintern ganz oben auf dem Thron.
Auf dem hügeligen Naturrasen im Schloßparkstadion brachten die Hausherren trotz
abermals üppiger Fehlendenliste all jenes auf die Schiene, was sie schon
zuletzt acht Zähler aus vier Partien holen ließ. Gegen den Ball kompakt im
4-4-2-System und schmerzhaft im Zweikampf, sowie in der Gegenrichtung stets auf
der Suche nach dem raschen Gegenstoß. So praktiziert bei einer
Fülscher-Schusschance (5.) und vor allem, als das Youngster-Duo
Fülscher/Lastella zur selbst herausgespielten Doppelchance kam (22.). Auf
Zuspiel von Linus Lastella scheiterte Marten Fülscher an Germania-Goalie
Domenik Szyska, ehe der Schlussmann Lastellas Nachschuss sehenswert über den
Querbalken streichelte.
Das Spitzenteam hatte den vielleicht auch etwas unerwartet tatsächlich
stattfindenden Nachholer in der knapp 30 Kilometer entfernten Provinz freilich
nicht so recht annehmen wollen. Nur einmal hatte Antonio Arambasic Niklas Grote
zwischen den Heim-Pfosten einmal etwas (machbare) Arbeit verschafft (26.).
19-Tore-Mann Luca Drenkhahn wurde heuer schmerzlich vermisst. Als Ausrede für
die dargebotene Ideenlosigkeit darf der Ausfall des Top-Torjägers jedoch
keinesfalls herhalten.
Neue Impulse von der Bank sollten dem komplizierten Auswärtsunterfangen mit
Angreifer Maximilian Voigt und dem erfahrenen Hassan Fallah für den Spielaufbau
auf die Sprünge helfen, doch der berühmte Schuss ging dabei gänzlich nach
hinten los. Ausgerechnet Fallah war es nämlich, der den eigenen Schlussmann per
Rückspiel derartig in Bedrängnis brachte, dass Szyska die Kugel nur mit ärgster
Mühe von der Linie schaufeln konnte. Der clever durchgelaufene Lastella aber roch
den Braten und versenkte den Abstauber eiskalt zum gar nicht mal unverdienten
1:0 (58.).
Germania nun endlich auch einmal gewillt, sich konstruktiv ins
Offensivgeschehen einzumischen. Doch wie soll man bloß diesen
abstiegskampfeuphorisierten Gegner mit seiner tiefen Grundaufstellung knacken?!
Leon Kripke, der meist entnervt von der harten Gangart seiner Gegenspieler
wirkte, versuchte es immerhin nicht schlecht mit einem abgefälschten Freistoß
(61.), im Strafraumgewusel an den Pfosten (65.) und aus der zweiten Reihe (71.)
– erfolglos.
Mehr ließen die Jungs aus der Marsch auch in kurzer Unterzahl (Ampelkarte für Phil Mohrdieck für wiederholtes Foulspiel, 89.) jedoch nicht mehr zu. „Nur so geht´s –
anders nicht!“, freute sich Trainer Benjamin Kälberloh über das höchst
disziplinierte Auftreten seines Teams, welches ihm fast schon gewohnheitsmäßig wieder
ordentliche Personalimprovisationskünste abverlangte. So schickte der Coach mit
Lasse Wiemer gar noch den Kapitän der zweiten Mannschaft auf die Wiese, die
seit zwei Wochen keinen Trainingsbetrieb mehr zulässt. Dem sportlichen
Abschneiden tut´s dennoch keinen Abbruch, hievte sich der einst als
Tabellenletzter unten herumkrebsende Aufsteiger mit stabilen elf Zählern aus den
letzten fünf Spielen auf die gleiche Höhe mit dem rettenden Ufer.
In Schnelsen herrscht dagegen Frust über das verpasste Überwintern auf Rang
eins. Als Tabellendritter geht es im neuen Jahr – sofern das Februarwetter will
– gegen den zweitplatzierten FC Elmshorn weiter.
Tore: 1:0 Lastella (58.)
gelb-rote Karte: Mohrdieck (TVH, 89., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa Harksheide, Note 2,5)
Zuschauer: 75
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