Samstag, 26. September 2026

Spielbericht SV Lieth 1. Frauen - FC Eintracht Norderstedt 1. Frauen

Zweistelligkeit verhindert
Neun Norderstedterinnen unterliegen SV Lieth mit 0:9

Punktlos unten drin und nur neun Leute fürs Auswärtsspiel beim Spitzenteam zusammen; nicht wenige Teams hätten sich anstelle der im Sommer neu formierten Frauen Eintracht Norderstedts den Ausflug in den Liether Wald erspart. Die Garstedterinnen aber gaben sich das komplizierte Abenteuer bei den letztjährigen Vize-Meisterinnen. Ein zweiter Nichtantritt nach der kampflosen Niederlage bei Teutonia 10 am Vorwochenende hätte schließlich auch den Ausschluss aus der Kreisliga 01 bedeutet.
So erduldeten sie eine mit Nachspielzeit fast 100-minütige Unterlegenheit, die bereits früh durch Nina Wegners Linksschuss am Ergebnis abzulesen war (5.).
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte insbesondere in der ersten halben Stunde auf die Marineblauen zu. Und rettete sie nicht der meist korrekte Abseitspfiff vor gegnerischer Strafraumaction, hatte selbst die oberligaerfahrene Janne Kloth kaum noch eine Chance, das drohende Unheil zu verhindern. Denise Depp per Abstauber (nach Fußabwehr Kloth, 13.), Jasmin Sternberger aus 20 Metern (18.), Lillian Hauschildt im Spaziergang (24.) und erneut Wegner aus der Nahdistanz (25.), schraubten bereits auf 5:0 hoch, woraufhin Sternberger auf Vorarbeit der über rechts nicht zu bremsenden Merle Baumann das halbe Dutzend vor Kloth komplettierte (31.).
Von nun an wurde es allerdings kaum noch vergnügungssteuerpflichtig für (fast) alle Anwesenden. Die Gäste verschoben in ihren beiden Viererketten fortan etwas näher an der eigenen Parzelle, während die munter durchgewechselten Roten ihre Spielstärke irgendwo liegengelassen haben.
Ein quälend zäher Samstagabendkick begab sich auch nach dem Seitenwechsel am Fuße des Butterbergs. Außenspielerin Savanna Kling und ihre Kolleginnen verzichteten jetzt auf jeglichen Ballbesitz, indem mit Ball stets die nahe Außenlinie anvisiert wurde – der uninspirierten SVL war derweil immerhin die Standardsituation ein Mittel zum Abschluss.
Und kaum stand bei EN03 halbzeitübergreifend respektable 45 Zeigerumdrehungen lang die Null, staubte Johanna Kühl einen Kopfball-Aufsetzer Mathilda Janders ans Quer-Alu zum 7:0 ab (76.).
Plötzlich geriet das Ziel des Neulings, die Einstelligkeit ins Ziel zu retten, doch noch arge Gefahr, zumal Hauschildt zweimal aus der Ferne punktgenau zielte (82. & 86.). Einen letzten Versuch der Klein Nordenderinnen parierte Kloth jedoch zur folgenlosen Ecke (90-+2). Es blieb beim 9:0, über das sich die Unterlegenen sogar mehr freuten als die damit weiter verlustpunktfreien Spitzenreiterinnen.

Tore: 1:0 Wegner (5.), 2:0 Gepp (13. Hauschildt), 3:0 Sternberger (18. Leineweber), 4:0 Hauschildt (24. Wegner), 5:0 Wegner (25. Baumann), 6:0 Sternberger (31. Baumann), 7:0 Kühl (76. Jander), 8:0 Hauschildt (82.), 9:0 Hauschildt (86.)

Schiedsrichter: Parviz Tschirpke (Holsatia im EMTV, Note 3, seriöser Auftritt, gute Quote bei den zahlreichen Abseitsentscheidungen, Gepp wäre für ihr Nachtreten gegen Kling des Feldes zu verweisen gewesen (70.).)

Zuschauer: 30






Dienstag, 22. September 2026

Spielbericht FC Elmshorn II - SSV Rantzau III

Dreier unter Vorbehalt
Assistkönig Atug plus drei verhelfen FCE-Reserve zum ersten Saisonsieg

Drei Niederlagen, darunter das kampflose 0:3 bei Cosmos Wedel, säumten den bisherigen Weg der Reserve des FC Elmshorn in der Kreisklasse 08 – bis es im Nachholer gegen die Dritte des SSV Rantzau überraschend doch endlich mit Zählbarem klappte. Erheblicher Anteil daran war freilich höherklassig erfahrenem Personal aus der Landesligamannschaft zuzumessen. Ein Umstand, der in Kürze auch das Sportgericht des HFV beschäftigen wird. Aber dazu später mehr.
Zunächst sollte der Fokus allerdings auf dem Sportlichen liegen. Und dieses hatte mit den Hausherren den aktiveren Part. Nicht von ungefähr kam daher auch das rasche 1:0, das Wassem Eklim als Abstauber eines zu kurz blockierten Atug-Versuchs markierte (8.) und Denzel Rosenthal auf Zuspiel seines Liga-Trainers das zweite FCE-Hurra herbeiführte (31.).
Vergessen war da das Fehlpassgeschenk an Jassim Brahim zum 1:1-Gewaltroller aus der Ferne (16.), das Gregor Büchner aus Idealposition auf 1:2 hätte ausbauen MÜSSEN (23.).
Stattdessen gerieten die Barmstedter drüben wieder ordentlich ins Schwimmen, als nur noch Mehmet Turhals Reflex das 3:1 durch W. Eklim mehr hinauszögern als gänzlich vereiteln konnte (34.). Vier Minuten später war nämlich Mustafa Gök von Atug steil gen Auswärtskasten geschickt worden, um trotz Turhals Touchieren des Balls auf den Pausenstand zu stellen (38.).
Und es kam noch dicker, als der Goalie kurz nach der Pause auf offensiven Irrwegen wandelte, sodass ihn Rosenthal locker zum 4:1 umkurven konnte (50.). Ganz nebenbei übrigens Torvorlage Nummer vier von Atug, der um ein Haar die fünfte gefolgt wäre, hätte Kollege Alaa Alhussin den schönsten Spielzug des Abends nicht mit einem etwas zu hoch angesetzten Abschluss über das Ziel gebracht (68.).
Erst eine Viertelstunde vor Schluss – Assistkönig Atug hatte bereits Feierabend – witterte der Tabellendritte ein wenig Morgenluft. Brahim hatte mit Vehemenz einen Lattenkracher Sören Krögers abgestaubt und damit zur Schlussoffensive geblasen. Außer dem jungen Torjäger wollte jedoch kein Weiß-blauer echten Zug zum Tor aufbauen. Zwei Gelegenheiten ließ das Eigengewächs daraufhin ungenutzt (88. & 89.), ehe Brahim in Mittelstürmermanier in der Nachspielzeit doch noch flach auf 4:3 verkürzte (90.+2). Am Ende zu spät.
Ohne Punkte dürfte das Gastspiel von Brahim Co im Nachhinein dennoch nicht in den Annalen stehen bleiben, verspricht der Blick aufs eingesetzte Personal der FCE-Ersten im letzten Landesligaspiel einen Erfolg am grünen Tisch. Die Liste Preda, S. Atug, Rosenthal und W. Eklim bricht das Reglement schließlich um eine überzählige Person. Das Verbandsrecht soll nun richten, was mit einer insgesamt schwachen Auswärtsleistung nicht zu holen war. Aber vielleicht erübrigt sich dies alles ohnehin, wackelt der Saisonfortbestand der bereits einmal im Punktspiel nicht angetretenen Krückaustädter angesichts des chronisch knappen Kaders bedenklich. Gegen das Spitzenteam von Holsatia wird es einmal mehr darum gehen, irgendwie Elf Leute aufs Grün zu bringen. Die SSV-Dritte hat dagegen am spielfreien Wochenende Zeit, Post fürs Sportgericht des HFV zu formulieren…

Tore: 1:0 W. Eklim (7. S. Atug), 1:1 Brahim (16.), 2:1 Rosenthal (31. S. Atug), 3:1 Gök (38. S: Atug), 4:1 Rosenthal (50. S. Atug), 4:2 Brahim (75. Kröger), 4:3 Brahim (90.+2)

gelbe Karten: W. Eklim – Giannikas, Usso, Winter

Schiedsrichter: Reiner Röschke (Holsatia im EMTV, Note 2,5)

Zuschauer: 20




Sonntag, 20. September 2026

Spielbericht TuS Germania Schnelsen II - SC Victoria Hamburg V

Streamer offline gestellt
Vicky V überrollt: Germania II setzt Serie fort

Da hat sich offenbar jemand gefangen! Der Start in die Kreisliga 04 war der Reserve von Germania Schnelsen noch misslungen, doch stetig klettert TGS nun empor. Zu spüren bekam dies am Sonntagvormittag die Fünfte des SC Victoria, die dem geneigten Socialmedianutzer nur unter SSV Hardstuck bekannt ist.
Vom Anpfiff weg hatten die Streamer in Abwesenheit des reichweitestarken Maximilian Stemmler so ihre Mühe, sich dem druckvollen Beginn Germanias zu erwehren. Einen ersten Warnschuss musste Torwart Jan Zimmermann bereits nach wenigen Sekunden über den Kasten lenken (1.). Der fällige Eckstoß brachte daraufhin nichts ein – anders als jener in Minute 15, als Leon Sommer diesmal die Rolle des Vorbereiters annahm und Richard Sachau den perfekten Hochball fürs Einnicken servierte (15.).
Ein verdienter Vorsprung, der wiederum nach Ecke Sommer – diesmal durch Timo Schaudinn – fast seine Verdopplung erfuhr. Glück für Blau, dass der Kopfstoß leicht zu hoch geriet (16.).
Nicht weiter schlimm, denn der Gegner lud kurz darauf freundlich zum 2:0 ein, luchste Farzan Noorzai Abwehrrecke Yoofi Auge das Leder ab, um sich auch von Zimmermanns Foul nicht wirklich bremsen zu lassen. Sommer lief durch und staubte ins leere Gehäuse ab (20.).
Ganz so rasant sollte es fortan nicht mehr zugehen. Germania zwar klar überlegen und mit dem hoch aktiven Sommer als selbst Abziehender (27.) und bekannt zielsicherer Eckenschütze (61.) hier und da auch strafraumpräsent, doch erst als das Eigengewächs die Kugel mit grenzwertigem Einsatz gegen Mircea Diaconita gewann, war der dritte Treffer per Zuspiel nach Außen eingeleitet. Noorzai hatte auf rechts nämlich die Übersicht behalten, um den sträflich freien Ben Schönrock zum 3:0 ins linke untere Eck zu bedienen (73.).
Erst, nachdem Schönrock das mögliche 4:0 unter Verfolgung daneben setzte (77.), kreierte auch der Aufsteiger endlich einmal Gefährliches, das Modou Ndow auf Zuspiel von Marko Mlinac aus nicht einfachem Winkel zumindest in die Nähe des Tores steuerte (85.).
Ein Grund auf verhunzter Auftritt von Mlinac und Co, deren neunter Platz die logische Folge ihrer sportlichen Inkonstanz ist. Die Schnelsener siegten sich mit ihrem nunmehr vierten Dreier in Serie gar ins obere Tabellenviertel. Beste Vorzeichen für das anstehende Derby gegen die kriselnde Dritte des Niendorfer TSV!

Tore: 1:0 Sachau (15. Sommer), 2:0 Sommer (20. Noorzai), 3:0 Schönrock (73. Noorzai)

gelbe Karten: Noorzai, Hellweg – Mlinac, Ndow, Peitz, Diaconita

Schiedsrichter: Georgios Georgotas (Note 2)

Zuschauer: 50





























Freitag, 4. September 2026

Spielbericht VfR Horst IV - TSV Kollmar

Bahnschranke fällt zu spät
Umlandts Fernschuss entscheidet wilden Schlagabtausch in Horst

Kreisklasse B, was willst du mehr als dieses Spektakel am Freitagabend?! Neun Tore, verteilt zu einem packenden Schlagabtausch, garnierten das wilde Derby der Siebenerstaffel zwischen der VfR Horst-Vierten und dem TSV Kollmar.
So richtig zu erwarten war dies für den (selbsternannten) Experten im Vorfeld nicht, präsentierte sich der Aufsteiger vom Deich bislang mit Höhenluft (Rang vier) als Bereicherung für die Liga, während die Hausherren ihren Vorjahresstandard, knapp oberhalb der Abstiegszone, halten.
Auf dem besser vertrauten Kunstrasen machte der „Außenseiter“ allerdings ordentlich Betrieb, was sich durch Louis Schmidts Rechtsschuss, von Torsteher Bennet Gosau am Boden pariert, erstmals konkret belegen ließ (6.).
Umso unglücklicher, dass man sich drüben ein schwach verteidigtes Gegentor nach einer Ecke Leif Umlandts fing, weil einfach niemand die Notwendigkeit erkannte, Burak Savran im Fünfer die Stirn/den blockierenden Fuß zu bieten (9.).
Unverdrossen machte das Team um den fleißigen Samir Ehrenberg jedoch weiter, verfehlte beispielsweise durch den Sommerneuzugang von Holsatia Elmshorn aber aussichtsreich (19.).
Ein Missverständnis hinten gerade so gegen den spekulierenden Sören Brinkmann überstanden (30.), war es höherklassige Erfahrung, die den VfR nun auch im Spielstand zur Ebenbürtigkeit verhalf. Dominik Schettler – den Kennern der Szene noch unter Bubat bekannt – schickte seinen Freistoß von rechtsaußen auf einen hohen Segeltörn ins linke, obere Eck (31.).
Ein echter Dosenöffner seiner Farben, die Jost Walkenhorst mit der abfälschenden Hilfe Dennis Gerckens gar in Front brachte (35.) – ausgebaut durch Ehrenberg, der Simon Vlek de Coninghs wiederum abgefälschten Lattenkracher per Abstauber doch noch ins Ziel brachte (41.).
Der TSV Kollmar, zwischendurch in Person von Spielertrainer Brinkmann am Ausgleich gescheitert (36), damit binnen zehn Minuten ins Hintertreffen geraten. Doch es gab Hoffnung, als Malte Meisberger direkt vor der Pause plötzlich vor der Kiste auftauchte und flach gegen Fabio Lennartz auf 3:2 verkürzte (45.+2).
Für den neutralen Beobachter natürlich der Stoff, aus dem beste Unterhaltung gemacht ist! Da war es auch zu verschmerzen, dass Petrus heuer nicht erstmalig die Gießkanne zückte…
Ob dies M. Meisberger (54.) und drüben Pavel Mensah (62.) bei ihren erfolglosen Versuchen entscheidend gestört hatte?
Frei vom Einfluss jedweder Witterung fand TSV-Joker Klaas Menßen Raumdeuter Giso Precht, für den das 3:3 dadurch nur noch Formsache war (65.). Die Blauen wieder voll im Rennen und nur Augenblicke später gar erneut in der Poleposition, weil M. Meisberger über Steuerbord nicht zu bremsen war, beim spitzwinkligen Abschluss zwar erstmal durch Lennartz (zu kurz) geblockt wurde, aber mit Brinkmann den richtigen Kollegen zum ermogelten Abstauber dabeihatte (67.). Lange währte die kollmaraner Glückseligkeit wiederum nicht. Zu einfach machte es der amtierende C-Klassenmeister Walkenhorst beim Lupfer, hoch in die Angriffszone, wo auch Louis Schmidt von halblinks die gefühlvolle Variante über den Torwart zum 4:4 bemühte (75.).
Ein gerechtes Ergebnis für diesen mitunter auch intensiv geführten Kick, nur hatte der Fußballgott heute den Fanschal des TSV Kollmar umhängen.
Gegen Lennartz zog Umlandt in Minute 80 zwar noch den Kürzeren, doch als es die Rückennummer 8 wenig später aus der Distanz probierte, fiel die Bahnschranke zu langsam, um den Express in Richtung Auswärtssieg noch aufzuhalten (82.) – aller Einsatzbereitschaft des bis zum Schlusspfiff einsatzfreudigen VfR, dem nun ein spielfreies Wochenende bevor steht. Der glückliche Sieger aus Kollmar wird seinen zahlreichen Anhang dagegen bereits am kommenden Freitag zum Heimspiel gegen Rot-weiß Kiebitzreihe II wiedersehen.

Tore: 0:1 Savran (9. Umlandt), 1:1 Schettler (31., direkter Freistoß), 2:1 Walkenhorst (35.), 3:1 Ehrenberg (41. Vlek de Coningh), 3:2 M. Meisberger (45.+2), 3:3 Precht (65. Menßen), 3:4 Brinkmann (67. M. Meisberger), 4:4 L. Schmidt (75. Walkenhorst), 4:5 Umlandt (82.)

Schiedsrichter: Christian Lehmann

Zuschauer: 60