Sonntag, 15. März 2026

Spielbericht Kummerfelder SV - TV Haseldorf

Abreibung mit Ansage
Primus Kummerfelder SV lässt ausfallgeplagtem TVH keine Chance

Sucht man nach einem Symbolbild für das verkorkste Gastspiel des TV Haseldorf beim Bezirksliga-01-Spitzenteam des Kummerfelder SV, bleibt der geneigte Beobachter der Szene in der 77. Minute hängen. Eine Auswechslung. Ein unspektakulärer Vorgang und doch Ausdruck der erheblichen Personalprobleme des Aufsteigers, schickte Coach Benjamin Kälberloh mit Lennart Jotter (für Timo Kaland) einen gelernten Torhüter in Feldspielermission, der im Sommer noch das Ende seiner Laufbahn verkündet hatte. Die einzige annähernd realistische Wechseloption. Spielstand zu diesem Zeitpunkt: 6:0 für den KSV, der an diesem Sonntagnachmittag niemals Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen ließ.
Ohne die gelbgesperrten Pieter Oßenbrüggen, Joris Lüchau und Lukas Nickels – um nur ein paar Ausfälle zu nennen – wurden die zuletzt durchaus konstant punktenden Haseldorfer sofort in die zwangsweise durchrotierte Defensive gedrückt, was bereits in Minute eins fast ins Auge ging, als Peer Ball selbigen diagonal erhielt und Schlussmann Niklas Grote alle Mühe hatte, das Spielgerät nach seiner Fußabwehr vor den heranrauschenden Gegnern zu sichern.
Ein Dutzend an Spielminuten sollte sich der Dauerdruck am Ende ausgehen, ehe Kapitän Marcel Braun auf Flanke Jonas Lienau und Grotes nicht ganz glücklicher Ballbeseitigungsaktion das verdiente 1:0 erköpfte (12.).
Weiteres Wasser also auf die Heim-Mühlen, die kurz darauf noch schneller rotierten, war es wieder eine Hereingabe von rechts, die diesmal Ball zum einsamen wie gezielten Abschluss durchs Öhr des Fünfergetümmels einlud (14.).
Entlastung schaffte Rot-gelb insbesondere in Hälfte eins kaum, während man am und im eigenen Sechzehner viel zu oft die nötige Handlungsschnelligkeit vermissen ließ, um Momente, wie eine jeweils blockierte Dreifachchance der Herren Mettler, Will und Braun zu vermeiden (20.).
Klar, dass weitere Tore folgen mussten, erhöhte Jonas Linau nach durchgerutschtem Stampff-Zuspiel auf den 3:0-Halbzeitstand (29.), der insbesondere durch das lauffreudige Flügelspiel der klug rochierenden Platzherren noch weiteres Futter hätte kriegen können.
Dafür machte es Mika Mettler aus der zweiten Reihe (57.), woraufhin Fabian Knotterus von einer Ecke (61.) und Enzo Simon von einem Querpass (67.) des eifrigen Ball profitierten.
Und auch beim 7:0-Schlusspunkt hatte der 21-Jährige wieder seine Füße im Spiel, war es abermals ein Eckstoß, in den sich als siebter Tagestorschütze der eingewechselte Hendrik Hoch mit voller Dynamik reingeworfen hatte (87.) – Vorlagenhattrick zur Tabellenführung, denn mit dem klar besseren Torverhältnis thront die Elf von Trainer Julian Kneuker weiter (bei zwei Spielen mehr) punktgleich mit dem FC Elmshorn an der Spitze.
Der heuer chancenlose Widersacher, der immerhin im zweiten Abschnitt punktuelle Torgefahr produzierte, fiel zwei Stunden später durch den Heimsieg der Reserve des Niendorfer TSV (3:1 gegen Schlusslicht Duvenstedter SV) erstmal wieder unter den Strich. Mit Blick auf das insgesamt anspruchsvolle Restprogramm kommt dem jetzt anstehenden Heimspiel gegen die nur drei Zähler bessere Elf des HSV IV eine enorme Bedeutung zu. Der Primus setzt derweil seine Keller-Tour beim tabellarischen Süd-Nord-Gipfel in Duvenstedt fort.

TV Haseldorf: Grote – Biermans, Wichmann, Pieper, Krieg – Fülscher, Möhle, Mohrdieck, Bevers – Laudahn, Kaland (77. Jotter), Trainer: Benjamin Kälberloh

Tore: 1:0 Braun (12. J. Lienau), 2:0 Ball (14. Will), 3:0 J. Lienau (29. Stampff), 4:0 Mettler (58.), 5:0 Knotterus (61. Ball), 6:0 Simon (67. Ball), 7:0 He. Hoch (87. Ball)

gelbe Karten: keine – Mohrdieck, Pieper

Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)

Zuschauer: 50




Samstag, 14. März 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SC Teutonia 10 1.A

Kasaj durchbricht das Schusspech
Spätes Joker-Tor: Holsatias U19 belohnt sich für die Beharrlichkeit

Mit der vermeintlich einfachsten der drei Aufgaben beendete Holsatias U19 den kleinen Heimspielmarathon zum Jahresauftakt, um gegen Teutonia 10 allerdings einiges an Geduld und Frustrationstoleranz aufbringen zu müssen.
Bei tristem Märzwetter war den Jungs in den gestreiften Jerseys nämlich das Abschlusspech ein steter Begleiter. Erstmals so richtig augenscheinlich, als der aufgerückte Erik Johänning per Konterchance im Doppelpass mit Luca Joneleit zum Abdruck an den Pfosten kam und das Ei schließlich vom Rücken des Torwarts an der falschen Seite des Gestänges über die Linie rutschte (15.). Ebenso in einer ähnlichen Szene – mit dem Unterschied, dass Medin Baljes Rückgrat diesmal keinen Anteil am Szenario hatte (22.).
Erster Frust machte sich breit, zumal Yannick Ehlers bei einer Hinterthaner-Ecke doch reichlich unbewacht über den Kasten löffelte (35.). Es sollte nicht seine letzte Großchance bleiben…
Sicherlich noch mehr Topchancen hätten sich den Platzherren insbesondere in Abschnitt eins ergeben, wären da nicht einige kreative Abseitspfiffe gewesen. Andersherum muss man sich dann vielleicht auch ein wenig auf die Linie des Schiedsrichters einstellen.
Frei von Abseitsverdachtsmomenten blieb dagegen ein teils kopflos vergebenes Füllhorn an Chancen nach dem Seitenwechsel, ehe die Teutonen zwischendurch ihrerseits die dicke Gelegenheit zur Bestrafung hatten. Luca Goike bekam sein Eck gegen Emirhan Erdal aber immerhin rechtzeitig dicht (57.).
Holsatia blieb auch in der Folge am Drücker, vermochte es dann jedoch sogar in temporärer Überzahl (der geplättete Ali Doubmouya brauchte zwischendurch eine Pause, doch niemand war zur Substitution verfügbar) nicht, das Leder endlich in den Gäste-Kasten zu kriegen – bis Hinterthaners lange Hereingabe beim eingewechselten Alkeo Kasaj landete und der Joker einfach mal trocken linksunten zur überfälligen 1:0-Führung abzog (75.).
Die schärfste Antwort darauf lieferten die auswechselspielerlosen Teutonen mit einem immer länger werdenden Freistoß Nathan Mesfins, der sich auch trotz Goikes Eingreifen in der Luft zur heißen Alu-Aktion entwickelte (85.).
Dass die Krückaustädter drüben, beispielsweise durch Ehlers und dessen freies Verfehlen am ersten Pfosten (vor allem der Joneleit/Dieckhoff-Doppelpass in der Vorarbeit hätte ein Tor verdient gehabt, 89.), das vorentscheidende zweite Tor verpassten, blieb somit am Ende unbestraft.
Im Mittelfeld der ausfallzerpflückten U19-Oberliga bleibt für Holsatia derweil noch vieles möglich – wie auch im Pokal, wo es bereits am kommenden Dienstag das Duell beim U18-Landesligavertreter Grün-weiß Eimsbüttel weitergeht.
Teutonia 10, das bereits mit vier Niederlagen in die lange Winterpause ging und sich personell über das Ende der Frühjahrsferien in Hamburg freuen dürfte, hat zwei Tage länger Regeneration, bevor das Viertrundenmatch gegen das U18-Oberliga-Schlusslicht Harburger TB ins Haus steht.

Holsatia im EMTV 1.A: Goike – Kasem, Johänning, Dieckhoff, Jonas, Ehlers – Bjane, Polat – Joneleit, Schwarz, Hinterthaner, eingewechselt: Kasaj, Martens, Stüben, Trainer: Bent Vieth

SC Teutonia 10 1.A: Balje – Mehare Beyene, Doubmouya, Radinovic-Protic, Mesfin, Witte – Heindorff, Ahrens – Tanzi, Adamou, Erdal, Trainer: Thomas Thundiyil

Tore: 1:0 Kasaj (75. Hinterthaner)

gelbe Karten: Stüben – Tanzi, Doubmouya, Radinovic-Protic

Schiedsrichter: Frank Tesch (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 30

















Freitag, 13. März 2026

Spielbericht TuS Krempe II - SV Alemannia Wilster II

Chancenplus nicht genutzt
Chancenwucher! TuS Krempe II verliert Rang im direkten Duell

Kann TuS Krempe II nochmal den Angriff auf Rang zwei starten? Nach dem sieg- und torreichen Jahresbeginn 2026 (8:3 & 7:1) und der Aussicht, die Mehrheit der verbliebenen Duelle daheim austragen zu dürfen, musste die Aufholjagt in der Kreisklasse A-West-2 allerdings einen freitagabendlichen Dämpfer erleiden.
Ausgerechnet gegen Tabellennachbar Alemannia Wilster II setzte es die zweite Niederlage auf der neuen, ideal ausgeleuchteten, Synthetikwiese am Burggraben (vier Partien).
Als verdient mochte dies der neutrale Beobachter keineswegs einschätzen, taten die Gastgeber spürbar mehr für die temporeiche und intensiv geführte Kontrahage.
Den umschaltstarken Gästen spielte dies allerdings wunderbar in die Karten, wie das 0:1, bei dem Nico Jüstel mit voller Dynamik über links durchbrach, um auch noch passend ins lange Eck zu vollenden, wunderbar illustrierte (8.).
Ganz ähnlich verhielt es sich nach einer guten Viertelstunde, als wieder Alemannias Nummer 30 von halblinks abzog, diesmal aber Schlussmann Tobias Becker noch die Pfoten dazwischen bekam. Nicht so aber beim folgenden Eckstoß, den mit Moritz Waehling auch noch ein eigener Mann zum 0:2-Selbttor in die Maschen lenkte (16.).
Die Blauen machten aber unverdrossen weiter das Spiel, was Waehling zur vereitelten Chance auf die Wiedergutmachung führte (45.). Doch auch die folgende Bakar-Ecke vermochte keinen Anschlusstreffer aus dem Gewusel hervorbringen.
Dies begab sich schließlich kurz vor dem Halbzeitpfiff, weil Kevin Dittmann beim Scheitern des fleißigen Furrat Bakar an SVA-Fänger Tim Granow bei der Sache blieb und per Kopf zum verkürzenden Halbzeitstand einköpfte (45.+1).
Und kaum waren die motivierenden Worte in der Pause ausgesprochen, schweißte Joker Johann Looft von halbrechts den Ausgleich ein (49.). Geht doch!
Die Wende lag jetzt förmlich in der Luft, nur erwischte Dittmann erst den Querbalken (52.), während auf der anderen Platzhälfte wieder die Superkraft der Elf um Spielertrainer Torben Heutmann griff. Denn kaum geriet Moray Zirpins in schöne Schussposition, flutschte das Ei wenig schmeichelhaft für den Fänger zum erneuten Rückstand ins TuS-Nest (56.).
Für Beckers Vorderleute aber weiterhin kein Grund zum Aufstecken, was sich rasch lohnen sollte, setzte sich Dittmann schön zur Flanke auf links durch, sodass Looft einschussbereit für den zweiten Ball nach Granows Patzer beim hohen Ball bereitstand (62.).
An Spektakel mangelte es hier freilich nicht! Und das blieb auch so.
Erst wurde Jüstel (natürlich im Konter) unsanft vor dem Sechzehner gebremst, dann zirkelte der nunmehr 13-Tore-Mann den fälligen Standard höchstpersönlich ins obere Torwart-Eck – 3:4 (73.)!
Selbstredend, dass auch diesmal keine Spur von Kremper Resignation zu spüren war. Stattdessen blies man zur unermüdlichen Schlussoffensive, bei der gefühlt alles getroffen wurde, nur nicht das Tor. Den letzten Matchball zum Remis bereite tief in der Extrazeit noch einmal Looft mit Willensstärke von rechts per Hereingabe vor, doch Waehlings regelwidrig eingreifende Hand besiegelte die vermeidbare Heimniederlage, durch die die Kontrahenten in der Tabelle ihre Plätze tauschten. Bereits am Donnerstag könnten sich Waehling und Co Rang drei aber zurückholen, wenn der Diekhusen-Fahrstedter FC zum Nachholer am Burggraben aufschlägt.

Tore: 0:1 Jüstel (8.), 0:2 Waehling (16., Eigentor, Jüstel), 1:2 Dittmann (45.+1, Bakar), 2:2 Looft (49.), 2:3 Zirpins (56.), 3:3 Looft (62. Dittmann), 3:4 Jüstel (73., direkter Freistoß)

gelbe Karten: Giebeke, Hellmann – Jüstel

Schiedsrichter: Pedro Soll

Zuschauer: 40
 



Sonntag, 8. März 2026

Spielbericht FTSV Komet Blankenese - TuS Osdorf III

Der Sieg kommt von der Bank
Dreierpack! Joker Göremez schießt Komet zum Heimerfolg

So ganz abgehakt hat die Elf des FTSV Komet Blankenese das Thema Kreisligaaufstieg trotz des Rückstands auf die beiden Promotionsplätze noch nicht. Und zumindest das Punktekonto freute sich zum eigenen Start in die Restserie 2025/2026 über weiteres Futter. Gegen TuS Osdorf III waren es letztlich zwei Knackpunkte, die das Pendel in Richtung des selbsternannten Kreisligaanwärters ausschlagen ließen.
Zuerst wäre da die Einwechslung von Atakan Göremez zu nennen, war es der 24-Jährige, der mit seinem Hattrick jene Treffer beisteuerte, von denen zwei in Überzahl gelungen waren, weil – Knackpunkt Nummer zwei – eine unnötige Ampelkarte das osdorfer Aufbäumen jäh ausbremste…
In der Anfangsphase war es allerdings noch Torwart Simon Wiechmann, der Komet beispielsweise gegen den heranflitzenden Eric Egbujuo (2.) gekonnt vor dem frühen Rückstand bewahrt hatte.
Außer dem verletzungsbedingten Ausscheiden des Osdorfers Joonas Kuhanen (10.) geschah dann aber erstmal nicht mehr so richtig viel. Fast ein verwunderlich, dass die beidseitig angebotenen Räume stets ungenutzt blieben – bis die Hausherren endlich einmal nachhaltig ins Offensivdrittel vorstießen und gleich zwei Rote die Kugel nicht entsorgt bekamen. Jonas Haselmeier freute und so erhörte er das Betteln ums Gegentor per Rechtsschuss aus der zweiten Reihe (33.).
Kurz darauf war dann auch Göremez mit von der Partie, deren 1:0-Pausenstand schon beschlossene Sache schien, ehe der Joker in der Extrazeit eiskalt verdoppelte (45.+3).
Schlechte Karten also für die jungen Gäste, die allerdings mit Engagement aus der Kabine kamen und ihre verbesserten Spielanteile schnell durch Egbujuos Fernschusstor in Zählbares umwandelten (52.).
Umso bitterer warf sie kurz darauf der Platzverweis für Zentrumsspieler Michel Kalbitz in der Aufholjagd zurück. Kurz zuvor bereits verwarnt, ließ sich der erfahrene Mann von Gegenspieler Darin Williams ordentlich provozieren und zettelte kurzerhand eine Rudelbildung an. Williams, der hier ebenfalls den gelben Karton kassierte, sollte später nach Foul in Strafraumnähe clevererweise rechtzeitig ausgetauscht werden…
Mit einem Mann mehr ging die Angelegenheit für Braun nun wieder etwas einfacher von der Hand, was spätestens durch das wichtige 3:1 spürbar wurde. Präzise hatte Kevin Block von links auf den zweiten Pfosten geflankt, wo Göremez mit unorthodoxer Kopfballtechnik bislang verborgene Talente offenlegte (69.).
Just mit rechts aus 18 Metern nachgelegt, war Göremez bereits der vorzeitige Mann des Tages (70.), woran auch Peer Thomensens verkürzendes Strafstoßtor nach Kontakt an Majd Ayoub nichts mehr änderte (72.).
Viel mehr wären bei noch folgenden Gelegenheiten noch mehr Tore für Komet möglich gewesen. Unterm Strich ging das 4:2 jedoch auch in der Höhe klar. Mit drei Punkten und der anschließend gemeinsam einverleibten Siegerpizza gestärkt, wartet nun die doppelt undankbare Auswärtsaufgabe bei Tabellenführer BLS Hamburg – am Samstag, um neun Uhr morgens…

Tore: 1:0 Haselmeier (33.), 2:0 Göremez (45.+3), 2:1 Egbujuo (52.), 3:1 Göremez (69. K. Block), 4:1 Göremez (70. B. Block), 4:2 Thomsen (71., Strafstoßtor)

gelb-rote Karte: Kalbitz (TuS Osdorf III, 55., Foulspiel + Rudelbildung)

Schiedsrichter: Francisco Serwas (FC St. Pauli, Note 3)

Zuschauer: 25






Samstag, 7. März 2026

Spielbericht VfR Horst 1. Frauen - SG Wilstermarsch 1. Frauen

Die Partie hinten heraus entschieden
4:0 – SG Wilstermarsch lässt ersatzgeschwächten Horsterinnen keine Chance

Bewölkung und Sahara-Staub vermiesten am Samstagabend zwar das goldene Sonnenuntergangspanorama im Sportzentrum zu Horst, doch für die schöne Aussicht war die Elf der SG Wilstermarsch auch freilich nicht an die Heisterender Chaussee gereist. Viel mehr für den eingefahrenen 4:0-Auswärtssieg, der erst in der erst in der letzten halben Stunde Formen angenommen hatte.
Zunächst hatte der Tabellendritte der Frauen Landesliga Holstein noch seine Probleme, sich gegen die griffigen Gastgeberinnen freizuspielen.
Ein Alu-Treffer aus der Ferne (29.) blieb somit erstmal das Höchste der Gefühle.
Mit dem Wiederbeginn verlagerte sich das Geschehen schließlich immer weiter in die Spielfeldhälfte des ersatzgeschwächten VfR.
Folgerichtig daher das 0:1, das Marisa Sander nach Zuspiel Lene Goede aus spitzem Winkel ins rechte obere Eck zirkelte (61.).
Die SG jetzt voll drin und eine gute Viertelstunde vor dem Ende quasi uneinholbar vorne, als Ann-Christin Heutmann über rechts marschierte und Inke Noll in der Mitte mustergültig zum 0:2 bediente (74.).
Ganz ähnlich, nur diesmal mit der hohen Flanke, machte es die auffällige Franziska Heesch für Lene Goede, die wiederum frei im Sechzehner einköpfen durfte (81.).
Ärgerlich für Heesch dagegen, dass Goede in Minute 90 ballfern etwas ungeschickt auf Gegenspielerin Dannika Timmins aufgelaufen war und der freie Lauf aufs Horster Tor damit ein unverschuldetes Ende fand…
Der vierte Auswärtstreffer sollte aber dennoch auf die neue, um 90 Grad drehbare Anzeigetafel schaffen, netzte Maja Lange noch einmal aus der zweiten Reihe zum 0:4-Endstand (90.+2).
Der Kontakt nach Platz zwei bleibt für die Elf Trainer Ingo Franz somit weiter erhalten (fünf Zähler Rückstand auf den TSV Zarpen), während die heuer ohne echte Torchance gebliebenen Schwarz-weißen im erneuten Heimspiel gegen Aufsteiger Viktoria 08 wieder zurück zur gewohnten Heimstärke finden wollen.
Die lang ersehnte Verletzungsrückkehr per Einwechslung der hoch veranlagten Celine Kubisch machte darauf auf jeden Fall etwas Hoffnung.

Tore: 0:1 Sander (61. Goede), 0:2 Noll (74. Heutmann), 0:3 Goede (81. Heesch), 0:4 Lange (90.+2, Sander)

Schiedsrichter: Jörg Kunze (SV Wellenkamp Itzehoe, Note 4)

Zuschauer: 30



Spielbericht TuS Borstel-Hohenraden - Moorreger SV

Vom Schlusslicht verdroschen
Schwarzer Samstag für den Moorreger SV – TuS Borstel mit Lebenszeichen

Zum Jahresauftakt 2026 eine 2:0-Führung bei Cosmos Wedel hergeschenkt (2:6 am Ende), avancierte das zweite Spieltagswochenende im neuen Jahr zum echten Albtraum für die abstiegsbedrohte Elf des Moorreger SV. Denn nicht nur, dass man beim Tabellenletzten mit 1:4 ausgezogen wurde; man verlor dabei auch noch den Torwart verletzt und die ungeliebte Konkurrenz aus der Nachbargemeinde zog tags drauf auch noch vorbei.
Was für ein schreckliches Gesamtbild, das sich zu Beginn des samstäglichen Ausflugs nach Tangstedt, wo der hiesige Kunstrasenplatz über die Dauer des eigenen Synthetikwiesenbaus zum vorübergehenden Asyl des TuS Borstel-Hohenraden herhält, noch gar nicht so deutlich abgezeichnet hatte.
Engagiert pressten die ordentlich gestaffelten Himmelsbargler das Schlusslicht in dessen eigener Hälfte fest – ohne aber so wirklich vors Tor zu kommen.
Dies spielte sich dafür auf der Gegenseite ab, als ein schön gezirkelter Freistoß von David Klass die perfekte Einschusschance für den aufgerückten Conner McConaghy bereitete, der Abwehrspieler aber gerade noch entscheidend gestört wurde (13.).
Ganz anders verhielt es sich wenig später bei einer freundlichen Einladung für Okan Yumut, die der 32-Jährige per 1:0 nicht ungenutzt ließ (20.).
Weiterhin emsig, aber vorne ohne Durchschlagskraft und hinten zu offen, brachten sich die Gäste weiter um ihre Pfründe, die im Falle von Klass und dessen Treffer nur die späte Abseitsfahne rettete (22.).
Nicht so aber in Minute 40. Mit dem richtigen Timing bediente Yumut seinen Kollegen Patrick Jordao Valadares, während sich MSV-Goalie Niklas Putt das berühmte Stück zu spät in die Szene  warf – Strafstoß TuS Borstel, den Yumut sicher rechtsunten versenkte (42.).
Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, endete eine Schusschance für Winterneuzugang Fatih Simsek im langen Abstoß, den Leon Prange gegen die Sonne völlig falsch einschätzte und unfreiwillig mit dem Kopf verlängerte, sodass der durchgelaufene McConaghy vor Puttmann zum 3:0-Halbzeitstand einspitzelte (45.+3). Weil Torschütze und Torhüter daraufhin zusammenkrachten, war die Partie für letzteren beendet und der Weg ins Spital geebnet. Irgendwie passend zum vermaledeiten Tag des MSV, dass der angerückte Krankenwagen beim Wendemanöver stecken blieb und erst durch Bergung des Feuerwehr Tangstedt und einen hilfsbereiten Landwirt und dessen Traktor von der Anlage kam…
An sportlicher Linderung versuchte sich kurz nach der Pause Dominik Körner mit einem mutigen Abschluss (auf Torwart Timo Herrmann, 49.), woraufhin die Borsteler dem vierten Tor etwas näher waren, als die Moorreger dem 3:1. Vor allem, nach Neal Belows Strafraumkontakt mit Joker Marvin Tramm. Da Yumut bereits ausgewechselt war, übernahm Kapitän Felix Storm, um jedoch an Puttmann-Vertreter Daniel Rosenzweig zu scheitern (70.).
Aufgeschoben war heute aber nicht aufgehoben, lupfte Sitki Alp das Spielgerät im Anschluss an Rosenzweigs Rettung gegen Tramm zum nachgeholten 4:0 ins Netz (83.).
Nicht wirklich relevante Ergebniskosmetik betrieben die Roten erst in der Schlussminute, verwandelte Prange einen nicht unbedingt zu pfeifenden Strafstoß zu präzise, als dass Herrmann trotz der geahnten Ecke parieren konnte (90.).
Ein kleiner Fleck auf der Robe des Siegers, die sich die Liebenow-Elf auch im kommenden Abstiegsduell mit der SV Lieth II überwerfen will. Mit diesem ersten Saisonsieg (zuvor punktete man nur durch fünf Remis) ist das rettende Ufer mit sieben Zählern Rückstand zumindest wieder ansatzweise in Sichtweite gerückt.
Der MSV, den es nun sogar unter den Strich zur Kreisklasse drückte, ruhen die Hoffnungen nun auf der passablen Heimbilanz – aber erst, nachdem die intensive und herausfordernde Auswärtsstation Roland Wedel möglichst glimpflich bestritten wurde…

Tore: 1:0 Yumut (20.), 2:0 Yumut (42., Strafstoßtor, Puttmann an Jordao Valadares), 3:0 McConaghy (45.+3, Herrmann), 4:0 Alp (83. Tramm), 4:1 Prange (90., Strafstoßtor, S. Pimenta Trindade an Franke)

Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV Seestermüher Marsch)

Zuschauer: 45

besonderes Vorkommnis: Storm scheitert mit Strafstoß an Rosenzweig (70., Below an Tramm).









Freitag, 6. März 2026

Spielbericht TV Haseldorf - Niendorfer TSV II

Bigpoint für die Teilzeithedonisten
TV Haseldorf startet wie im Rausch und zittert dennoch um den Keller-Dreier

Hätte Benjamin Kälberloh, Trainer des TV Haseldorf, noch Haare auf dem Kopf; spätestens an diesem wichtigen Abend für den Aufsteiger im Abstiegsgeschäft wäre ihm sein Haupt erkahlt. Dem Traumstart ins Sechs-Punkte-Spiel gegen die Reserve des Niendorfer TSV war unter Flutlichtkulisse nämlich noch das große Zittern, bis in die neunte Minute der Nachspielzeit, gefolgt.
Ein Szenario, das der Coach bereits in der Halbzeitpause hat kommen sehen, warnte er sein Team vor dem „psychologischen Vorteil“ des Gegners durch den wahrlich sehenswerten Weitschusstreffer durch Spielmacher Lennart Ludwig (27.), der in einer surrealen ersten Hälfte vorzeitig das letzte Wort hatte.
Davor hatte die Kälberloh-Equipe ihr Schloßparkstadion mal eben zur hedonistischen Zone erklärt, agierte „brutal effektiv“ – oder eher effizient.
Unaufhaltsam dabei: das Offensivtrio Fülscher, Lienau und Rose. So führte eine schlecht verteidigte Lienau-Ecke bereits nach 90 Sekunden Lars Roses Führungstor herbei, ehe Michel Lienaudem völlig verunsicherten Dennis Brettschneider die Kugel abluchste und frei durch zur raschen Verdopplung einschob (6.).
Mit Glück des unhaltbar Abfälschens im Sechzehner stellte Rose in Minute zwölf auf 3:0 (12.). Und das, obwohl er den Ball nach Marten Fülschers Blitzeinwurf für Lienaus Brustmitnahme, inklusive Hereingabe von der Grundlinie, nicht unbedingt lehrbuchartig erwischte. Heute schien aber einfach alles zu gelingen, was die euphorisierten Appelplücker versuchten!
Ebenso Lienaus kräftiger Strafraum-Abdruck mit rechts, der wieder nur zustande kam, weil die orientierungslos über ungewohnten Naturrasen stolpernden Niendorfer eine kurze Eckenvariante nicht aus der Parzelle bekamen (15.).
Erst der fünfte Heim-Versuch, den der entfesselte Fülscher, vom Widersacher touchiert, zur Ecke ins Tor-Aus rutschen sah (18.), durchkreuzte die perfekte Biathlon-Serie am Schießstand.
Gur für die Gäste, die der eindringlichen Aufforderung ihres lebhaften Trainers, „Ballkontakte“ zu sammeln, nur schleppend nachkamen. Erst mit Ludwigs 4:1 waren die Herren in weiß endlich auch mental in der Partie angekommen.
Waleed Maliks Kopfball (41.) und Ioannis Goussis´ Versuch ans Außennetz (44.) waren daraufhin nur die Vorboten dessen, was die Haseldorfer im zweiten Abschnitt zu überstehen hatten. Auch, weil Lienaus Treffer nach feinem Fülscher-Service wegen spät geahndeten Handspiels keine Anerkennung fand (45.).
Auch Fülscher selber vermochte den Deckel im Konter aus vollem Lauf nicht draufzumachen, als der langzeitverletzte Louis Bevers in der Vorbereitung zeigte, welche Dynamik seine Rückkehr für das Spiel der Roten bedeutet (48.).
Ansonsten aber galt es, nun dem Druck des nun auch besser auf lange Bälle eingestellten NTSV standzuhalten.
Goalie Niklas Grote musste jedenfalls gegen Minseo Cho schon mal behände abtauschen (53.), um zu verhindern, was zum Start der körperlich geführten Schlussphase doch geschehen sollte. Diesmal piekte Ludwig die Kugel vor Grote weiter zum verkürzenden Lukas Lackner und das von Kälberloh befürchtete „Feuerwerk“ des Gegners war weiter entfacht (72.).
Wo Gäste-Tormann Christopher Schade gegen Fülscher die 5:2-Vorentscheidung verhinderte (75.), netzte drüben Pieter Oßenbrüggen zum 4:3 ins eigene Gehäuse (79.).
Elf lange Restminuten des gegnerischen Anrennens waren überstanden, da drohte durch einen Nachschlag von deren sechs gleich weiteres Unheil. Abermals Ludwig (90.+2) und Lackner mit dem Heber im Strafraum (90.+3) sollten aber die finalen Ausgleichschancen vergaben haben, ehe in Extraminute neun der letzte Befreiungsschlag das erste Klettern aus der Abstiegszone seit dem zweiten Spieltag besiegelte.
Mit nur einer Niederlage aus den letzten sieben Partien geht es nun zum Spitzenteam nach Kummerfeld, das im gleichen Zeitraum nur vier Punkte mehr holte (18).
Bei den nunmehr seit neun Spielen punktlosen Bondenwald-Kickern liegen dagegen die Nerven blank. Eine Mecker-Ampelkarte nach Spielende rundete die verkorkste Gastspielreise noch negativ ab. Die weiteren Duelle gegen die Kellerkonkurrenz aus Duvenstedt und Klein Nordende könnten an den nächsten Wochenenden bereits vorentscheidenden Charakter annehmen.

Tore: 1:0 Rose (2. Lienau), 2:0 Lienau (6.), 3:0 Rose (12. Lienau), 4:0 Lienau (15. Fülscher), 4:1 Ludwig (27. Cho), 4:2 Lackner (72. Ludwig), 4:3 Oßenbrüggen (79., Eigentor, Ludwig)

Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV, Note 2,5)

Zuschauer: 80




Dienstag, 3. März 2026

Spielbericht FC Elmshorn - TuS Germania Schnelsen

Ein Abend voller Geschenke
Verrücktes Spitzenspiel: FCE schlägt Germania in der Nachspielzeit!

Dienstagabend, Flutlicht, Frühlingswetter; beste Bedingungen für den großen Nachholkracher der Bezirksliga 01. Nur die Lichttechnik am Ramskamp war offenbar noch nicht so ganz aus dem langen Winterschlaf erwacht. Ein Mast hatte gestreikt, seinen Dienst dann aber mit Verzögerung schließlich doch aufgenommen.
Auf dem hügeligen Rasen, wo es daher erst mit 17 Minuten Spätzündung inhaltlich wurde, ging der Tabellendritte aus Schnelsen gleich in medias res, unterstrich seinen Anspruch, die knapp verpasste Winterpausenmeisterschaft mit dem Sprung auf den Thron wettzumachen. Der Lohn: die 0:1-Führung durch Leon Kripkes Freistoßtor (Tormann Ali Topkoc war im Eck sogar noch dran, 11.), welche über eine halbe Stunde lang nicht unverdienten Bestand haben sollte.
Dann aber brachten sich die Germanen erstmals selber um die Pfründe, als sich Goalie Domenik Szyska und Abwehrorganisator Hassan Fallah bei einer völlig vermurksten Altergott-Flanke nicht einig wurden, Mustapha Saidy Khan die Chance zur Weiterleitung in die Mitte nutzte und Bedran Atug das Bällchen nur noch über die Linie schubsen musste (42.).
Ein Vorbote dessen, was die vogelwilden Defensivreihen heuer noch so alles zulassen würden…
Dabei ebenfalls im Fokus: die beiden Torhüter. So klatsche Topkoc Matz Broeckers 20 Meter-Schuss genau vor die Füße des zum 1:2 abstaubenden Antonio Arambasic (47.), ehe drüben der offensiv postierte Szyska von Dennis Altergotts Heber nach schönem Schirosi-Seitenwechsel überrumpelt wurde (48.).
Weiter ging der Wahnsinn mit Fallahs Handspiel, das der früh eingewechselte Olcay Aydin souverän mit dem 3:2-Strafstoßtor quittierte (52.). Ein Vorgang, der sich nur ein Dutzend an Minuten später tatsächlich wiederholen sollte. Denn abermals spielte Unglücksrabe Fallah, der bereits beim überraschenden 0:1 in Haseldorf per Rückpass das entscheidende Gegentor einleitete, das Leder mit dem falschen Körperteil, ehe Aydin Szyska vom Punkt aus in die falsche Ecke schickte (64.).
Da konnte sich die Elf vom Riekbornweg auch für den zwischenzeitlichen Ausgleich via Innenpfostenschuss von Arambasic, aufgelegt durch Torjäger Luca Drenkhahn (56.), nichts kaufen. Bemerkenswert dabei: dem Treffer ging in der Entstehung jeweils ein falscher Einwurf beider Lager, inklusive Pfiff und Ballbesitzwechsel, voraus. Was Hänschen nicht lernt…
Mit Robustheit und Cleverness versuchte derweil der FC Elmshorn den Dreier, gleichbedeutend der Punktgleichheit mit dem Primus aus Kummerfeld, ins Ziel bringen. Ein Unterfangen, das bis in die Schlussminute eher unkompliziert geglückt war, bis Topkoc das Spielgerät gegen L. Drenhkhahn plötzlich wieder fallen ließ und in letzter Konsequenz nur das Foulspiel gegen den 19-Tore-Mann für Abhilfe sorgte. Strafstoß Nummer drei am heutigen Abend, während die Zahl der Diskussionen auf und neben dem Platz nur mit dem Wörtchen „zahlreich“ ansatzweise abgebildet werden konnte.
Der Gefoulte selber blieb indes cool und verwandelte zum vermeintlichen 4:4-Auswärtspunkt (90.).
Das letzte Wort in einem intensiven Schlagabtausch (13 Verwarnungen plus einmal Doppelgelb) hatten jedoch noch einmal die Gastgeber, die in B. Atugs Hereingabe von rechts noch eine letzte Chance auf die Rückholung der soeben verlorenen zwei Zähler sahen. Germania bekam die Lage im Sechzehner nicht gelöscht, sodass der gerade eben eingewechselte Wassem Eklim mit einem Schuss zum 5:4-Heimsieghelden der Krückaustadt avancierte (90.+4). Denn auch in kurzzeitiger Unterzahl (Ex-Oberligakicker Schirosi bettelte noch erfolgreich um die überfällige Ampelkarte, 90.+5) und mit einem letzten vielversprechenden Freistoß gegen sich, war der überwichtige Erfolg im direkten Aufstiegskampf an einem denkwürdigen Märzabend auf das Punktekonto geflossen.
Nun geht es für die Schützlinge von Seyhmus Atug ohne die gesperrten Schirosi (Gelb-rot) und Sergen Sevinc (fünfte gelbe Karte) am kommenden Sonntag zum Schlusslicht nach Duvenstedt, während in Schnelsen bereits am Freitag der nächste Kracher steigt, wenn TuS Holstein Quickborn als lauernder Tabellenvierter seine Visitenkarte in Hamburg Nord-West abgibt.

Tore: 0:1 Kripke (11., direkter Freistoß), 1:1 B. Atug (42.
Saidy Khan), 1:2 Arambasic (47. Broecker), 2:2 Altergott (48. Schirosi), 3:2 Aydin (52., Strafstoßtor, Handspiel Fallah), 3:3 Arambasic (56. L. Drenkhahn), 4:3 Aydin (64., Strafstoßtor, Handspiel Fallah), 4:4 L. Drenkhahn (90., Foulstrafstoß), 5:4 Eklim (90.+4, B. Atug)

gelb-rote Karte: Schirosi (FC Elmshorn, 90.+5, Foulspiel + Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Karol Josef Kam

Zuschauer: 70


besonderes Vorkommnis: Die Partie wurde wegen technischer Probleme mit der Flutlichtanlage mit 17 Minuten Verzögerung angestoßen.

Sonntag, 1. März 2026

Spielbericht VfB Glückstadt - TSV Kollmar

Weiße Weste ausgebaut
Spitzenreiter TSV Kollmar löst Pflichtaufgabe mit halbem Dutzend

Volle Fahrt in Richtung Aufstieg! Das erste (nicht ganz vollständige) Halbjahr mit acht Siegen aus ebenso vielen Spielen dominant über die Bühne gebracht, setzte der TSV Kollmar im neuen Kalenderjahr just dort an, wo er in 2025 aufgehört hatte.
Zugegeben, wartete im Nachholspiel mit dem VfB Glückstaft jetzt nicht die Elite der Kreisklasse C-West-3. Doch auch den Tabellenvorletzten muss man nach der XXL-Winterpause ohne echte Vorbereitung auf erstmal zielsicher auf seinem Neunerfeld bespielen.
Gelungen war dies zunächst durchaus manierlich, verwertete Philipp Treptow einen Flugball Marco Teplys technisch ansehnlich zum zentralen Abdruck ins linke untere Eck (3.), ehe der eifrige Giso Precht über rechts ganz Glückstadt davoneilte und die offengelassene lange Ecke sicher traf (5.).
In der Folge wurde allerdings deutlich, warum der TSV bislang kein Punktspiel höher als mit 5:0 gewann. Wiederholt schenkte man den prächtigen Ballbesitz zu ungeduldig mit langen Bällen her, anstatt den Gegner mit simplem Kurzpassspiel ins Laufen zu bringen.
Zudem leistete man sich zu viele vergeigte Chancen, wie jene, die Joschka Gruenler gegen Precht per Klärung vor der Linie zerstörte (16.).
So dauerte es bis in die Schlussphase des ersten Abschnitts, bis eine der zahlreichen Ecken durch Treptow Prechts 0:3-Kopfballtor herbeiführte (37.).
Der Pausenstand für die Glückstädter trotzdem durchaus im Rahmen, während man neben einem nicht einmal Field Goal-tauglichen David-Freistoß über den Zaun (36.) ganz zu Beginn sogar die fette Gelegenheit zum sensationellen Führungstor hatte. Im Duett spielten sich Alexande Ledtje und Kapitän Rene David kontrolliert nach vorne, wo David vor dem Kasten schließlich zu unplatziert draufhielt (1.). Benet Gosau faustete das Leder von seinem Gehäuse weg, das Niklas Hirschfelder nach dem Seitenwechsel drüben gar nicht mal so schlecht ins Visier nahm (48.).
Ohnehin ließ der leicht unkonzentrierte Tabellenführer den unterlegenen VfB etwas zu oft gewähren, was sogar Torhüter Sören Gehrig im gewagten Dribbling über das halbe Feld zum Torschuss einlud (71.).
Immerhin ging im eigenen Offensivspiel noch ein bisschen was, nahm Treptow eine Fehlpasseinladung dankend zum 0:4 aus 22 Metern an (59.), wohingegen Dennis Gercken einen Freistoß aus leicht kürzerer Distanz rechtsunten einschweißte (70.).
Als Sören Brinkmann nach gegnerischem Lapsus freie Bahn bekam, schien das halbe Dutzend perfekt, doch die Frage, warum er die Kugel nicht locker einschob und somit Goalie Sören Gehrig die Chance zur Rettungstat einräumte (74.), trieb die Nummer neun noch länger spürbar um…
Nach steilem Anspiel Patrick Laskowskys machte es wenigstens Kollege Precht noch einmal besser, senkte sich der Lupfer des nunmehr Dreifachtorschützen rechtzeitig zum 0:6-Endstand (88.).
Mit der Drittvertretung des TSV Heiligenstedten (Dritter) wartet allerdings bereits am kommenden Freitag ein etwas anderes Kaliber auf die Blauen, denen die Elf des SV Heiligenstedtenerkamp mit nur drei Zählern weniger im Rücken klebt, zumal auf Schützenhilfe des VfB am Sonntag gegen den Vize wohl eher nicht zu bauen ist…

VfB Glückstadt: Gehrig – Diercks, Gruenler, Brackhagen – Yakob, Krüger, Ledtje, Grimm – David, eingewechselt: Rupprecht, Hirschfelder, Gjeloshgjokaj, Topalli, Biyik, Trainer: Sven Tiessen

TSV Kollmar: B. Gosau – Teply, Gercken, Laskowsky – Precht, M. Meisberger, Treptow, König – Brinkmann, eingewechselt: Schultze, Schulze-Middig, E. Meisberger, Koscherus, Spielertrainer: Sören Brinkmann

Tore: 0:1 Treptow (3. Teply), 0:2 Precht (5.), 0:3 Precht (36. Treptow), 0:4 Treptow (59.), 0:5 Gercken (70., direkter Freistoß), 0:6 Precht (88. Laskowsky)

gelbe Karten: David, Hirschfelder, Krüger – Gercken

Schiedsrichter: Felix Kuhn

Zuschauer: 45

Dreifach erfolgreich: Giso Precht.







Samstag, 28. Februar 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SV Eidelstedt 1.A

Antwort per Abstauber
Verdienter Heimsieg! Holsatia-2007er schlagen den Tabellenzweiten

Ganze 14 Zähler holte die Elf des des SV Eidelstedt – immerhin Vize-Spitzenreiter der U19-Oberliga – bislang mehr, als Holsatia Elmshorn. Ein Qualitätsunterschied, den die Holsaten im direkten Duell zum Jahresstart 2026 allerdings gekonnt ins Gegenteil umkehrten.
Von Beginn an waren sie es nämlich, die den Spielverlauf diktierten, um im letzten Drittel dann aber noch zu oft die schnelle Entscheidung am Ball zu scheuen. Ein Ehlers-Freistoß, der linksunten vorbei zischte (10), blieb daher erstmal das Höchste der konkreten Offensivgefühle.
Dann aber war es wieder ein ruhender Ball, den der SVE zuvor unnötig verursacht hatte, der Luca Joneleit die ideale Gelegenheit dazu gab, sich im Sechzehner zum erlösenden Kopfballtor hochzuschrauben – das 1:0 (20.)!
Und es wäre noch mehr möglich gewesen, durch den 17er, der per Steckpass vor die Kiste geschickt wurde, um dort allerdings etwas zu unplatziert an Goalie Jan Mendez zu scheitern (27.).
Ohnehin waren es die tiefen Läufe, die gegen eher geschwindigkeitsarme Eidelstedter Gefahr stifteten. So auch, als Erik Johänning, von rechten Schiene aus, seine Endstation per Heber über den Kasten im Strafraum fand (38.).
Noch knapper ging es kurz vor der Pause beim fleißigen aber glücklosen Ryan Hinterthaner zu; Pfosten aus halbrechter Schussposition (45.)!
Reichlich Dusel also für den SV Eidelstedt, dessen Angriff auf die vorübergehende Tabellenführung bis in den zweiten Abschnitt hinein nicht über verwegene Halbchancen hinauskam.
Daher durchaus überraschend stellten die Gäste, bei denen die Hereinnahme des wegen Zuspätkommens erstmal auf der Bank gelassenen Nidal Clubani über links sichtlich mehr Schwung brachte, früh im zweiten Abschnitt auf 1:1. Eine Ecke von Jannis Kupas hatte für ordentlich Chaos im Holsatia-Strafraum gesorgt, wo Kapitän Mads Heienbrock trotz verhaltener Handproteste des Gegners den Gleichstand erstocherte (53.).
Das Team, das ab dem kommenden Sommer nahezu komplett (inklusive Neuzugänge) als erste Herren für neuen Glanz an der Wilhelmshöhe sorgen will, bewies heute zumindest schon mal echte Nehmerqualitäten; ließ sich vom Ausgleich nicht irritieren. Stattdessen kam Hinterthaner, erst von Léonel Brüser abgefälscht (58.), dann per Freistoß ans Alu (59.), zu guten Gelegenheiten, den Vorsprung wieder zurückzuholen, ehe er auch in Minute 69 durch Zuspiel von Tarik Bjane zum Abschluss kam. Diesmal stand der eingewechselte Justus London im Weg – mit dem Unterschied, dass mit Joker Mohamed Kasem der richtige Mann an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt für das 2:1 im Nachsetzen bereitstand! Da half auch alles Schimpfen des Schlussmannes wegen einer möglichen Abseitsposition im Vorfeld nichts…
Gut für London und seinen SVE dagegen, dass im nächsten (gewonnenen) Duell gegen Hinterthaner kein Elmshorner zum Abstauber bereitstand (71.).
Es blieb also bei der knappen Führung, gegen die die Furtwegler auf den letzten Metern nochmal anarbeiteten. Obwohl Holsatia dabei meist die entscheidenden Zweikämpfe für sich entschied, blieb Gelb-blau zum Beispiel per Kupas-Freistoß gefährlich (73.).
Mit ihrem besten Spielzug das Tages über die Stationen Clubani, Masaud und Tengg erhielt der scharf im Zentrum angespielte Jakob Qazi eine letzte Ausgleichschance, die Vorbeigrätschen aber zur Erleichterung des verdienten Siegers ungenutzt blieb (90.+1).
Das letzte Jugend-Halbjahr der Mannen von Trainer Bent Vieth, dessen Amtszeit die Dekadenmarke längst überschritten hat, begann also gleich mal mit einem Ausrufezeichen, dem bereits am kommenden Freitag im zweiten von drei Heimspielen in Serie die Fortsetzung gegen die SV Halstenbek-Rellingen folgen soll.  

Tore: 1:0 Joneleit (20. Hinterthaner), 1:1 Heienbrock (53. Kupas), 2:1 Kasem (69. Hinterthaner)

gelbe Karten: Hochschild, Bjane, Ehlers – Santos Caseiro, Agbobli-Dougno

Schiedsrichter: Marcel Münster (TSV Gut Heil Heist)

Zuschauer: 40