Die Wolfsburger Bank gewinnt
Zwei
Joker stechen: mühsamer Auswärtssieg beim Abstiegskandidaten
Ein beherzter Auftritt gegen den Profinachwuchs und doch steht die
C-Regionalliga-Elf des USC Paloma wieder einmal mit leeren Händen da. 1:3 hieß
der Endstand im Herbstferien-Kick zu ungewohnter Anstoßzeit am Mittwoch-Mittag.
Eine wahrlich vermeidbare dritte Heimniederlage, deren Vorbote schon in Minute
neun erste Zweifel am gerechten Fußballgott aufkommen ließ. Ihren couragierten
Beginn, jedoch ohne klare Abschlüsse, machten sich die Tauben nämlich per
Ballverlust im Aufbau selber kaputt, sodass Ball-Klau Melvin Schrage seinen
Kollegen Nick Hoffmann als Wandspieler für Alan Vojnikovic´ freies 0:1
einsetzen konnte (9.).
Entmutigen ließ sich der Tabellenzwölfte davon keineswegs. Frühes Stören und
hoher Laufaufwand blieben auch mit dem Rückstand fest im Repertoire, dem
allerdings weiterhin keine zwingenden Torraumszenen angehörten. Ein
Fejzulai-Versuch aus schwierigem Winkel landete gar drüben im Seiten-Aus (13.).
Eine Szene mit Symbolcharakter.
Dann aber war es so weit, als den gerne mal etwas ungenauen Wolfsburgern ein
schwach ausgeführter Offensivfreistoß in Höchstgeschwindigkeit über links um
die Ohren flog und der eingelaufene Jesco Vick flach aus Zentralposition den
längst verdienten Ausgleich setzte (26.).
Abgesehen von einer fast-Dublette des 0:1 (diesmal konnte der sonst blasse Aria
Fadai Estalkhzir rechtzeitig blockiert werden, 30.), arbeiteten die Tauben bis
zum Pausenpfiff an der kompletten Wende, der der auffällige Mohamad Assad im
Durchtanken über Backbord an dichtesten kam. Zumindest musste VfL-Goalie Adin
Herceglija hier die kurze Ecke behände dicht kriegen (31.).
Nach dem Seitenwechsel kippte die Couleur des Spiels mehr in Richtung grün.
Paloma nun nicht mehr mit den verheißungsvollen Vorstößen, während die Jungs
aus der Autostadt durch Max Neumann den Querbalken streiften (41.).
Zudem brachte auch das Personal von der Bank frischen Wind hinein. Vor allem
Mahir Salucus Hereinnahme stellte sich bereits nach wenigen Minuten als
rentables Investment heraus. Schließlich war es ein guter Freistoß des 17ers,
den Paloma-Torsteher Francesco Calfa mit künstlich hohen Haltungsnoten zur Ecke
parierte, ehe der fällige Standard jenes ungeklärte Strafraumgemenge
hervorbrachte, aus dem Salucu trocken ins lange Eck zielte (52.).
Und noch eine Torbeteiligung des Deutsch-Türken lag in der Luft, als ihn
Vojnikovic perfekt empor schickte, der Querpass auf mit-Joker Andy Tonleu
geradezu in der Luft lag, Salucu stattdessen lieber den eigenen Versuch wählte
und am Außennetz scheiterte (64.)…
Besser machte es kurz darauf Walid Santos Kiwan, der keine zehn Minuten auf dem
Feld benötigte, um Gegenspieler Mohamed Yusuf dynamisch abzuschütteln und aus
ähnlich spitzwinkligem Gefilde die 1:3-Vorentscheidung herbeizuschießen (67.).
Alles prima, alles nochmal gut gegangen – nur nicht für den bereits verwarnten Santos
Kiwan, der zur Schlussminute erst im Mittelfeld den Ball verdaddelte, um seinen
Gegner im weiteren Szenenverlauf rüde zu fällen. Der zweitklassige Vorteil:
ungenutzt, ehe die nach wie vor vollzähligen Wölfe gar zur Konterchance für
genau den Sünder kamen. Schiri Patrice Pluche (Kaltenkircher TS) unterbrach
sofort und schickte den Torschützen mit der Ampelkarte in den Reisebus zurück
gen Autostadt (70.). Regeltechnisch freilich vertretbar – im Realbetrieb eher
nicht zu empfehlen. In Zukunft sollte Gelb-rot doch lieber gleich gezückt
werden…
Ohne den dann gesperrten Santos Kiwan geht es für den neuen Tabellenzweiten am
kommenden Sonntag gegen das nächste Kellerkind, den mit Paloma punktgleichen
VfB Lübeck. Die Tauben schwärmen dagegen zu Werder Bremen aus.
Tore: 0:1 Vojnikovic (9. Hoffmann), 1:1 Vick (26. Fejzulai),
1:2 Sulucu (52.), 1:3 Walid Santos Kiwan (67.)
gelb-rote Karte: Santos Kiwan (70.+1, wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Patrice Pluche (Kaltenkircher TS)
Zuschauer: 100
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Spielbericht USC Paloma 1.C - VfL Wolfsburg 1.C
Sonntag, 18. Oktober 2026
Spielbericht SV Deutz 05 - 1. FC Spich
Die Trends fortgesetzt
Doppelschlag
um die Halbzeitwende 1. FC Spich schließt zum Gegner auf
Neuer Zündstoff für den Abstiegskampf der Landesliga Mittelrhein Staffel 1.
Durch ein 3:0 im Stile einer abgezockten Auswärtsmannschaft hat der 1. FC Spich
nach schon zuletzt zwei Punktgewinnen erneut etwas Luft zwischen sich und die
Abstiegszone gepumpt. Schönheitspreise – das war bereits vor dem Auftritt beim
Tabellenelften in Köln-Deutz klar – würde es heuer sicher nicht zu gewinnen
geben. So neutralisierten sich die Kontrahenten zu einer lange nahezu
inhaltslosen ersten Hälfte – bis der Deutzer Louis Müller Gäste-Schlussmann
Dennis Pastoors einmal zur Faustabwehr zwang (39.) und sich Bilal Barouag quasi
im Gegenzug am Innenverteidiger vorbeischlängelte und Maurice Nguyen sicheres
Fanggut servierte (40.).
Eine erstblicks unverfängliche Situation brachte Barouag dann aber kurz darauf
in Idealposition, als Kollege Ensar Sogojeva einen eigentlich zu weit
gespielten Ball fast von der Grundlinie per Flanke wiederbelebte, Barouag die
Latte anköpfte, den Abpraller aber schließlich über die Latte drückte (44.).
Alles andächtig bestaunt von passiven 05ern, die mit Severin Krayers Heber aufs
Dach immerhin den Ansatz einer Reaktion zeigten (45.+1).
Direkt mit dem Wiederbeginn jedoch der nächste Einschlag im Heim-Gehäuse, weil
man der Körperlichkeit gegen Giannluca Romano Caballero reichlich ablehnend
gegenüberstand und Ledion Nicaj den fälligen Linksschuss auch noch gegen
Nguyens Laufrichtung zum 0:2 abfälschte (46.). So sieht also Romano Caballeros
Dankbarkeit für seine einst ersten Schritte im Vereinsfußball im Trikot des
Messe-Clubs aus…
Der „Ex“ dagegen über 200 Minuten lang ohne Torerfolg und wirklich viel lief
hier nicht zusammen. Da galt schon Müllers Abseitstor als kleiner Mutmacher
(53.).
Mit dem Mut der Gelben war´s dann aber, als Sogojeva seine selbst per
abgewehrter Schusschance rausgeholte Ecke hoch durch den Sechzehner schlug,
Nguyen drunter durchtauchte und Kapitän Fabian Welt einsam am fernen Pfosten
zur Vorentscheidung eingrätschen konnte (60.).
Elyas Oulahyanes abschlussverweigerte top-Chance vor dem Tor (62.) unterstrich
daraufhin noch ein letztes Aufbäumen, das mit Gelb-rot für Enrico Interrante
(taktisches Foul, 63.) endgültig ausgelöscht war.
Einfaches Spiel nun für die Troisdorfer, denen Barouag auf Freistoß Yanic Mauer
fast noch das vierte Hurra geschenkt hätte – wäre da nicht wieder dieser böse
Querbalken im Weg gewesen (64.)…
Ansonsten trudelte der Kick trotz etwas nachlässiger Gastmannschaft und einer
kopflos anlaufenden Diekamp-Equipe ereignislos dem Abpfiff entgegen.
Durch die entgegengesetzten Formkurven grüßen sich die Duellanten nun als
Tabellennachbarn: Aufsteiger Deutz 05 als Zehnter; direkt dahinter der
Vorjahreszwölfte.
Tore: 0:1 Barouag (44. Sogojeva), 0:2 Romano Caballero (46.),
0:3 Welt (60. Sogojeva)
gelbe Karten: Ben Haddou, Nicaj, Jalowietzki, Müller, Karagöz – Romano Caballero,
V. Pavliuk, Y, Pavliuk
gelb-rote Karte: Interrante (SV Deutz 05, 63., Unsportlichkeit +
Foulspiel)
Schiedsrichter: Dr. Lukas Heineck (SF/BG Marburg, Note 2)
Zuschauer: 222
Spielberich Ideal CF Casa de España II - SC West Köln 1900/11
Auf die effiziente Tour
Kontertaktik
wirkt: Casa España II bleibt Spitzenreiter
Juni 2026: Casa España II hat den Aufstieg im allerletzten Saisonspiel als
Tabellenführer der Kölner Kreisliga B 1 in eigener Hand. 90 Minuten plus eine
üppige Nachspielzeit später bedeutete das 1:2 gegen Direktkonkurrent Rot-weiß
Zollstock die Absage aller Aufstiegsfeierlichkeiten am Zülpicher Wall. 78
Punkte und ein überragendes Torverhältnis von 132:36 waren am Ende zu wenig im 30
Runden andauernden Kopf-an-Kopf-Rennen gegen die 81 Zähler des aktuellen
Neunten der Kreisliga A Köln.
Casas Tränen sind inzwischen getrocknet, denn auch die neue Serie verspricht
der Elf vom Universitätsgelände die Promotion aus der Neuntklassigkeit. Durch den
überraschenden Punktverlust Vorwärts Spohos (nur 3:3 bei Kellerkind FC Bosna) vom
Donnerstag sogar als Spitzenreiter in den achten Spieltag gegangen, geriet das
Match gegen den SC West Köln zur durchaus taktischen Veranstaltung, in der die
Hausherren zunächst weitgehend auf eigenen Ballbesitz verzichteten und dem Gegner
durch Nadelstiche zusetzten. So saß nach einer guten Viertelstunde prompt der
erste echte Vorstoß, als der SC West weder Luca Kroepmans bei der Vorarbeit
über links, noch Daniel Adam beim Abschluss vom Fünfer-Eck in nennenswerte
Bedrängnis nahmen (16.).
Ein Plot, der wenig später auch über rechts zustande kam, ging es diesmal über
Paul Feifel und den durchsteckenden Ole Gruner vor das Tor, wo wiederum Adam
als Raumdeuter und Vollstrecker mit rechts auf 2:0 stellte (24.).
Abwechslungsreich ging es in der Folge zu, weil die Gäste aus dem Tabellenmittelfeld
weiter munter mitspielten – ohne vorne aber den entscheiden Dreh zu kreieren. Erst
nach etwas mehr als einer Stunde führte ein durch Erkam Taner initiierte
Vorstoß zum verdienten Anschlusstreffer, der dem eher zufällig an die Pille
gekommene Thierry Toulon aus zentraler Schussposition gelang (63.). Der letztjährige
A-Ligist, dessen Abstieg erst durch ein medial vielbeachtetes
Wiederholungsspiel zwischen dem FC Pesch II und Olympia Köln (4:2) am 19.07.
(!) entschied, jetzt voll am Drücker und per Standard mit der dicken Ausgleichs-Doppelchance,
doch Casa-Schlussmann Luca Fiori fischte erst einen Turan-Freistoß aus dem
unteren Eck, um Augenblicke später auch Batuhan Turans Abdruck aus 20 Metern im
Nachsetzen zu entschärfen (66.). Ebenso blieb auch Toulons Königschance
ungenutzt, weil sich Verteidiger Dennis Pieczka in den Versuch warf und Fiori daraufhin
abermals sicher zupackte (74.).
Umso wichtiger für den Primus, dass drüben keine halben Sachen gemacht wurden,
als Kapitän Duncan Dykewicz die hohe Ecke hineinbrachte und Feifel im
Kopfballduell mit Anton Blüm die Lufthoheit zum 3:1 behielt (79.).
Die allzeit bemerkenswert fair geführte, weil von Kult-Schiedsrichterin Marina
Heyse mit klaren Ansagen geleitete, Partie damit vorentschieden. Zu
verschmerzen war da für die Weiß-roten, dass Adam auf Traumpass von Dykewicz den
Kürzeren gegen West-Fänger Renatto Paredes Fernandez zog (85.).
Casa España bleibt damit ganz oben und daheim weiter ohne Punktverlust, während
die Jungs in Blau bereits übermorgen als Neunter den zwei Klassen höheren
Bezirksligisten CFB Ford Niehl zum Kreispokalduell empfangen.
Tore: 1:0 Adam (16. Kroepmans), 2:0 Adam (24. Gruner), 2:1
Toulon (69.), 3:1 Feifel (79. Dykewicz)
gelbe Karten: Feifel, Adam – keine
Schiedsrichterin: Marina Heyse (Note 2)
Zuschauer: 30
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