Abstauber macht den
Anfang
Favorit
machts moderat: SV Blankenese siegt 6:1 in Moorrege
Hochsouverän weitergekommen; nur die Torausbeute von deren sechs gibt beim
Erstrundenauftritt im Lotto-Pokal in Moorrege Anlass zur Kritik an der SV
Blankenese. Über 90 Minuten hatte sich diese – dem Klassenunterschied
entsprechend – turmhoch überlegen präsentiert und ihre Belagerung rasch Zählbares
umgesetzt. Zwar brauchte es beim 0:1 gleich drei Anläufe, doch irgendwann saß
Laurentiu Tirts Abstauber und das halbe Dutzend hatte erste Formen angenommen (13.).
Weiter ging´s per Flugball von Aleksandar Pavlovic, der den eingerückten Ole Holst
in gleich doppelte Poleposition führte. Holst entschied sich für den eigenen Abschluss
und behielt damit Recht (18.).
Ebenso in Minute 34, als dem Kapitän eine durchgerutschte Flanke des eifrigen
Maximilian Walter vor die einschussbereiten Füße fiel – 0:3!
Zuvor hatten Holst und Kollegen einige Möglichkeiten liegenlassen. Ein
Chancenwucher, dem man dem Underdog aus der Kreisliga freilich nicht vorwerfen
konnte. So nutzte er prompt seine erste fette Gelegenheit, als Torsteher Daniel
Rosenzweig longline die Spitze bediente, zwei Blankeneser das Kopfballduell
gegeneinander führten und Max Lujber nicht nur in der Szene blieb, sondern Schlussmann
Marcel Köhler zum 1:3-Ehrentreffer umspielte (38.).
Viel mehr ließ der Favorit aus der Bezirksliga den Widersacher allerdings nicht
mitspielen. Stattdessen grätschte Finn Karstedt ein etwas umständliches
Doppelspiel mit Isaiah Löding auf abermaliger Walter-Flanke aus kürzester
Distanz zum 1:4-Halbzeitstand über den Kreidestreifen (43.), über diesen nach
dem Seitenwechsel auch Mike Zitzer die Kugel gerne gesteuert hätte.
Aussichtsreich vergab der Moorreger jedoch die Chance auf die zweite Verkürzung
(53.).
So blieb es für die restliche Spielzeit eine Fahrt durch die Einbahnstraße, die
die Himmelblauen kurz darauf zu Holsts Dreierpack in die lange Ecke (56.) und
dem spät erzielten 1:6-Endstand durch Tirt (85.) führte.
Ein annehmbarer Nachmittag für die SVB, wenn gleich die eine oder andere Offensivaktion
bei Sommerfußball zu viel in der Sackgasse landete. Manchmal ist der direkte
Abschluss eben doch die effektivste Variante…
Beim Start der Bezirksliga 03 gegen die Vierte des HSV am nächsten Wochenende braucht
es sicherlich noch etwas mehr Entschlossenheit vor dem Kasten.
Der Moorreger SV empfängt fast zeitgleich am Sonntag die Reserve des
Heidgrabener SV mit einem guten Gefühl aus der Vorsaison: das 4:2 im vorletzten
Match der Kreisliga 1 schaffte im Mai quasi vorentscheidende Fakten für den
Ligaverbleib.
Tore: 0:1 Tirt (13.), 0:2 Holst (18. Pavlovic), 0:3 Holst (34.
Holst), 1:3 Lujber (38. Zitzer), 1:4 Karstedt (43. Löding), 1:5 Holst (56.),
1:6 Tirt (85. Karaduman)
Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV Rantzau)
Zuschauer: 30
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Sonntag, 9. August 2026
Spielbericht Moorreger SV - SV Blankenese
Samstag, 8. August 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV - SV Lieth
Holsatias Reifeprüfung
Junge
Wilde überrennen den Rivalen und machen hinten dicht
Kreisklasse gegen Kreisliga – was sich für Außenstehende wie die Prophezeiung
eines unansehnlichen Gestolperes liest, elektrisierte die Fußballszene
Elmshorns für einen (Lotto-)Pokaltag, der die Rivalität zwischen Holsatia und
der SV Lieth um ein kurioses Kapitel erweitern sollte. Mit 4:2 spülte der
Klassenniedrigere, der aber spielerisch keiner ist, den Bezirksligaabsteiger
von seinem üppig mit Fans und Schaulustigen gesäumten Walther-Poser-Platz!
Begonnen hatte das Lokalduell um den Zweitrundeneinzug allerdings überhaupt
nicht nach Plan der jungen Wilden, von denen die meisten Blau-weiß-schwarz im
Vorjahr in der U19-Oberliga repräsentierten. Über rechts spielte Lukas Brant
seine Dynamik zur Hereingabe aus, in die Verteidiger Jan Dieckhoff wie ein ungebremster
Güterzug zum Eigentor geriet (6.).
Mit dem Tempo eines ICEs reagierte Holsatia jedoch genau richtig, indem Ben
Kellner eine Fackel aus 20 Metern ausgleichend einschlagen ließ (10.). Im Mai
noch als „Liether Löwe“ mit in die Kreisliga relegiert, zahlte sich der
Transfer ins Team des Brüderchens schon jetzt vollends aus, zumal die
Hausherren just nachlegten, als der agile Nick Schneider beim Torschuss
abfälschende Hilfe durch Julien Duffke vorfand und die Partie damit binnen zwei
Spielminuten gedreht war (11.).
Der Elf von Thorben Pingel, der letzten Sommer im Groll bei Holsatia
ausgeschieden war und durch die folgende Umsiedlung seiner Kader von erster und
zweiter Herren nach Klein Nordende eine Stunde Null für den Männerturnverein
einläutete, ging das alles viel zu schnell.
So auch Schneiders nächste Tempoaktion über links, mitsamt langer Flanke auf
Niklas Viera Gerkens. Die Demütigung eines zweiten Gegentors durch einen
Sommerabgang blieb Rot-schwarz hier immerhin erspart (18.)…
Da legten sie sich das dritte Ding lieber selbst ins Nest, ballerten sich die
Herren Duffke und Rudek im Strafraum gegenseitig ab. Eine Slapstickeinlage
zwischen Schadenfreude und Bestürzung (26.). 3:1.
Auch nicht viel seriöser verkaufte sich Lieths Defensivverbund bei einem weiten
Schlag von Holsatia-Fänger Luca Goike, störten sich zwei Mann gegen den clever
weiterleitenden Marques Schwarz gegenseitig, sodass Kilian Jändling gar auf 4:1
erhöhen durfte (40.). Und sogar ein fünfter Treffer lag noch vor dem kühlenden
Pausengetränk in der Luft, als Kapitän Luca Joneleit aus der zweiten Reihe
knapp zu hoch abdrückte (45.). Holsatia wie im Rausch; Glück im Unglück dagegen
für die weitgehend überforderte SVL, der die Hereinnahmen der physisch
präsenten Joel Tündermann und Kilian Weers zum zweiten Abschnitt ebenso
guttaten, wie B. Kellners hartes Einsteigen gegen Christian Kuhlmann, für das
Schiedsrichter Andreas Voß (VfL Pinneberg) kurzerhand per roter Karte für eine
grundveränderte Spielstatik sorgte (47.).
Der Kreisklassist von da an nämlich tief hinten drin, verzichtete fortan auf
Ballbesitz, während die Spielvereinigung ihre Druckphase mit einem strammen
Weers-Geschoss unterstrich. Goike fischte das Leder allerdings phantastisch aus
dem Winkel (51.), ehe er auch bei einer Doppelchance für Max Schulz und Jan
Schiebuhr seine Finger rettend ins Geschehen brachte (53.).
Den Liethern lief damit so langsam die Zeit davon. Drei Tore waren trotz der
Überzahl schon eine Menge Holz. Erst 20 Minuten vor dem Ende machte Schulz mit
seiner Qualität im (Ab-)Zug nach innen weiteren Boden gut. Das flache 4:2 am
Ende aber doch nur noch Ergebniskosmetik, weil der folgerichtig eingewechselte
Florian Ballner mit links verfehlte (83.) und Goike einen Kuhlmann-Freistoß
fachgerecht ins Tor-Aus lenkte (85.). Ansonsten verteidigten die zehn Holsaten
ihren Laden trotz (zu) wenig Entlastung mit Köpfchen und Leidenschaft. Der
Zweitrundeneinzug daher in Summe auch verdient. Ein Festtag, wie man ihn in
Stimmung und Zuschauerzuspruch schon lange nicht mehr an der Wilhelmshöhe
erlebt hat. Wer auch immer als Gegner für Runde zwei in anderthalb Wochen
zugelost wird: Diese spielstarke, begeisterungsfähige – und nun auch stresserprobte
– Truppe muss man erstmal schlagen!
Holsatia im EMTV: Goike – Dieckhoff, Yörük, Hodorff (88. T.
Kellner), Schneider – Viera Gerkens (46. Hinterthaner), B. Kellner, Bjane,
Joneleit – Jändling (76. Öncan), Schwarz (88. Kummert), Trainer: Bent Vieth
SV Lieth: D: Diedrigkeit – Duffke (70. Ballner), F. Rudek (46.
Tündermann), M. Schuchhardt, Dickenhausen (46. K. Weers) – Boelter (70.
Schröder), Busse (79. Hajdari) – Brant, Kuhlmann, Max Schulz – Schiebuhr,
Trainer: Thorben Pingel
Tore: 0:1 Dieckhoff (6., Eigentor, Brant), 1:1 B. Kellner (10.), 2:1
Schneider (11.), 3:1 Duffke (26., Eigentor), 4:1 Jändling (40., Schwarz), 4:2
Max Schulz (70.)
gelbe Karten: Joneleit, Schneider, Kummert, Bjane – Schröder, D.
Diedrigkeit
rote Karte: B. Kellner (47., grobes Foulspiel an Kuhlmann)
Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 220
Freitag, 7. August 2026
Spielbericht SV Peissen - Edendorfer SV
SV Peissen dreifach bestraft
Späte
Tore am Osterdeich: Edendorfer SV gewinnt das Derby in Überzahl
Im Vorjahr noch hauchdünn im Herzschlagfinale des letzten Spieltags um die
Aufstiegspfründe gebracht, muss sich der SV Peissen im zweiten Kreisligajahr
erstmal an den Rücklichtern einiger Konkurrenten der Staffel Mitte orientieren.
Dem 2:2-Remis bei den Kickers Hennstedt folgte im ersten Heimspiel 2026/2027
nämlich ein 0:2 im Derby gegen den Edendorfer SV.
Vor allem aber die Art und Weise erinnerte wenig an ein Team, das um
Haaresbreite den Durchmarsch in die Verbandsliga realisiert hätte. Ausfälle wie
der von 18-Tore-Mann Kieron Delfs hin oder her; das war spielerisch zu wenig!
Ebenso eigentlich auch von den Gästen, die den Fußballsport gleichermaßen als
Rückschlagspiel begriffen. Ein Festival des alt-Britischen Ballsports lud die
Schaulustigen hoch über den stets bemühten Aktiven eher zu Cola-Korn und
Currywurst in hausgemachter Soße ein. Traumhafte Aussicht auf klischeehaften
Kreisligafußball, den die Edendorfer zunächst etwas gestalterischer betreiben
sollten. Zahlreiche Offensivstandards blieben jedoch ergebnislos, während es Nachirvan
Sino aus dem Spielfluss heraus zur überragenden Chance führte. SVP-Torwart
Malte Isermann machte diese gekonnt im Eins-gegen-Eins zunichte (22.), sodass
seine Vorderleute nun etwas besser in die Partie kommen konnten. Vor allem,
wenn Jonas Wudtke beteiligt war, wurde es dabei konkret, wie nach einem guten
Auflegen für Rasmus Hinrichsen, dessen Abdruck mit rechts ESV-Fänger Firas
Dekhil behände im Abtauchen entschärfte (30.).
Kurz vor der Pause trauerten aber wieder die Grünen einem Hundertprozenter
nach, nachdem Milko Saido Khalil alleine auf den Kasten zulief und diesen
stramm verfehlte (45.) – es blieb beim 0:0, das auch einen möglichen Treffer
der Hausherren überdauern sollte. Andrii Popov hatte sich auf Kosten eines
dankend angenommenen Oberkörpervergehens in erfolgreiche Schussposition
gebracht, ehe der Foulpfiff den Fortbestand der Torlosigkeit sicherte (58.).
So verging Minute um Minute auf dem Weg zur irgendwie passenden Nullnummer, bis
der Vorjahresdritte per Katastrophenball ins Zentrum freundlich einlud und die
Gäste Hussin Abdo einmal flach freispielten, sodass die Rückennummer 36 ins
kurze Eck vollenden konnte (78.). Großer Jubel, dem wenig später der zweite
folgte, zog Saido Khalil alle Blau-weißen auf sich, um den freien Laurant
Jashari zum 0:2 zu bedienen (84.).
Der SV Peissen damit vorzeitig erlegt, doch das war´s noch nicht an schlechten
Nachrichten für Paule Stolz und Co, weil ihn Schiedsrichter Torge Knutzen (TS
Schenefeld) nur Augenblicke nach der späten Einwechslung wegen einer Notbremse
an Saido Khalil vom Feld stellte. Die Schulter ging etwas raus; kein anderer
Feldspieler mehr in der Nähe – kann man so geben (86.).
Der kleine Fehlstart am Osterdeich damit perfekt – der Rivale aus Itzehoe
mischt dank seiner Idealausbeute aus zwei Partien dagegen ganz oben mit – und
stellt mit seinem herausragenden Tormann die bisher beste Abwehr der Staffel
(nur ein Gegentor). Am Dienstag schon folgt das Heimspiel gegen die Bramstedter
TS. Die Peissener dürfen als Tabellenzehnter nach Bargstedt.
Tore: 0:1 Abdo (78. J. Noetzelmann), 0:2 Jashari (84. Saido
Khalil)
gelbe Karten: Cords, Frey – Sino, J. Noetzelmann, Lotz, Aydogan,
Grabenkamp, Abdo
rote Karten: P. Stolz (SV Peissen, 86., Notbremse an Saido Khalil)
Schiedsrichter: Torge Knutzen (TS Schenefeld)
Zuschauer: 75
Sonntag, 2. August 2026
Spielbericht SV Eintracht Ruwer - SG Ruwertal Gutweiler III
Bintz gelingt fast alles
Reserveklasse
schlägt C-Liga: Eintracht Ruwer ist Pokalderbysieger!
Über elf Monate lang war es keinem Team mehr gelungen, den SV Eintracht Ruwer
im Pflichtspiel auf seinem roten Rasen zu besiegen. Und auch im ersten Match
2026/2027 konnte die pittoreske Anlage ihren Nimbus als Festung auf knapp 200
Metern Normalhöhennull gleich weiter ausbauen und vor allem einen hochverdienten
Derbysieg erleben.
In Runde eins des Kreispokals Trier/Saarburg für C-Liga und Reserveklasse
erwischte es die Drittvertretung der SG Ruwertal Gutweiler, welche insbesondere
in Hälfte eins kaum ein Bein auf den staubigen Boden bekam. Kaum Spielanteile
und kein Tempo in den eigenen Aktionen; so hatte es der SVE recht einfach für
Vorstöße ins Angriffsdrittel, wo Jonathan Bintz nach eigenem Ballgewinn von
Torsten Klingels niedergerissen wurde. Aus der Mittelkreisperspektive
betrachtet, allerdings offenbar nicht strafstoßwürdig – weiter ging´s (3.)!
So machten es die Hausherren eben aus dem Spiel heraus, als Bintz wieder
reichlich Platz zum letztlichen Doppelspiel mit dem schnellen Fabian Burger
vorfand und den scharfen Flachball gen Tor wohl noch selbst touchierte/veredelte
(15.).
Mit noch mehr Pathos legte der 24-jährige Einzelkönner flugs das 2:0 nach,
indem er diesmal Benjamin Hilkers hohes Rechtsaußen-Ding mit Wucht und
Entschlossenheit einköpfte (20.). Heute schien Bintz alles zu gelingen – fast alles,
denn gegen eine abermalige Einzelaktion durchs löchrige Zentrum bekam
Ruwertal-Tormann Nicolas Repplinger die Beine noch rechtzeitig zum Block
zusammen (41.).
Kollege Luca Dahm nachte unterdessen Bekanntschaft mit dem Quergestänge (39.).
Der Pausenstand von 2:0 daher noch eine Untertreibung der Kräfteverhältnisse,
die erst nach dem Seitenwechsel zumindest ansatzweise etwas positiver für den
Gast aus der C-Klasse aussahen. Durch einen Ausflug des sonst ballsicheren Joel
Klein bot sich Daniel Andres einmal die Anschlusschance per Heber, der den freigewordenen
Kasten aber ebenso verfehlte (51.), wie bei einer vortrefflichen Konterchance
(63.).
Ansonsten blieben jedoch die Herren in schwarz gefährlicher, wie neben Paul
Mergens´ fast direkt versenkter Ecke (Pfosten, 56.) auch Dahms Torschussflanke
(Latte, 74.), sowie ein Lupfer des eingewechselten Ali Souidi (87.)
demonstrierten.
Mit etwas mehr Glück hier und Zielstrebigkeit da wäre der Käse auf Dorheck
längst gegessen gewesen, bevor Thomas Becker die Sache mit seinem hohen
Freistoß aus dem Mittelkreis fast angeheizt hätte. Nur patschte Klein das Leder
aus dem linken Ober-Eck gen Tor-Aus (90.).
Verdient wäre eine Gefährdung des Weiterkommend für den SV Eintracht Ruwer, der
Ende der 60er-Jahre immerhin eine Serie lang drittklassig kickte, auch nicht
gewesen. Doppeltorschütze Bintz und seine Mitstreiter bleiben damit im Lostopf –
die SG Ruwertal Gutweiler hat nach dem Ausscheiden der zweiten Mannschaft im
Bewerb der A- und B-Ligisten (1:9 gegen die SG Niederkell Kell) nur noch die
Ligamannschaft aus der Bezirksliga als Pokal-Eisen im Feuer (des Rheinlandpokals).
Tore: 1:0 Bintz (15. Burger), 2:0 Bintz (20. Hilker)
Schiedsrichter: Wilfried Kersch (SV Sirzenich)
Zuschauer: 30
Mittwoch, 29. Juli 2026
Spielbericht FC Emmelshausen Karbach II - SG Andernach 1.A
Hozifas Lehrstunde
Neuzugang
legt Andernacher Junioren im Alleingang schlafen
Lehrstunde für die A-Junioren der SG Andernach. Das bereits fünfte
Vorbereitungsspiel 2026/2027 hatte es in sich, für den A-Rheinlandligisten,
galt es bei der Zweitvertretung des FC Emmelshausen-Karbach, nicht nur
spielerisch zu punkten, sondern vor allem der Körperlichkeit des Herren-Bezirksligisten
die Stirn zu bieten. Ein Unterfangen, das schon in den Anfangsminuten nicht so
recht gelingen sollte, machten die Gastgeber das Spiel und durch Moustafa Hozifas
Solo im Sechzehner das folgerichtige 1:0 (8.).
Überhaupt war der technisch versierte Neuzugang aus der A-Regionalliga (von
Rot-weiß Koblenz) für den erweiterten Oberliga-Kader mit seinem Sinn für
lukrative Räume eine kaum zu kontrollierende Waffe, der wenig später nur der
Querbalken als Schutzschild der Junioren im Wege stand (13.). Zuvor war das Spielgerät
wie am Schnürchen durch die Stationen Bürü, Klein und Keßler diffundiert.
Eine Ballsicherheit, die auch Schlussmann Alexander Schwertel gut zu Gesicht
gestanden hätte, doch etwas lässig verschenkte er das Leder an Hussein Mohammed,
dessen Abdruck ebenso von Deniz Bürü vor der Linie geblockt wurde, wie auch das
Nachsetzen vom Kollegen Topal (17.).
Besser machten es da die Erwachsenen, für die Philip Klein dank einer
Hereingabe von rechts mühelos verdoppelte (21.), ehe Bürü SG-Goalie Elias Falk
von der Strafstoßmarke aus zum 3:0-Halbzeitstand verlud (Utku Özpelit hatte den
tief geschickten Hozifa etwas ungeschickt in der Box gelegt, 29.).
Wiederum vertikal auf die Schiene gebracht, degradierte Hozifa den Schlussmann
auf dem Weg zum 4:0 kurzerhand zur Slalomstange (50.), um für sein 5:0 wieder
einen Gegner zu vernaschen (58.).
Verziehen seien dem 19-Jährigen da die eine oder andere Verspieltheit und ein
Übermaß an Rücklage in der Schussausführung (83.).
Tief genug setzte dafür Ahmed Midjiyawa nach einem durchgerutschten Klein-Einwurf
an (71.). Das halbe Dutzend war vollständig!
Dabei ließen es Hozifa und Co auch bewenden. Zum einen, weil sie das Tempo nun
etwas drosselten; an zweite Stelle, weil Hozifa selbst einen Direktversuch nach
passendem Wehner-Service knapp drüber setzte (88.).
Ohne den omnipräsenten Unterschiedsspieler, der das Bezirksliganiveau der
anderen Männer in blau klar überragte, wäre der Kick vermutlich weniger krass
gegen die Andernacher ausgefallen. Vielleicht aber können sich die Andernacher
schon bald etwas für ihr Lehrgeld kaufen…
Tore: 1:0 Hozifa (8.), 2:0 Klein (21.), 3:0 Bürü (29.,
Strafstoßtor, Özpelit an Hozifa), 4:0 Hozifa (50.), 5:0 Hozifa (58.), 6:0 Midjiyawa
(71.)
Schiedsrichter: David Härtel (SV Eintracht Braunshorn)
Zuschauer: 40
Dienstag, 28. Juli 2026
Spielbericht FV Rheingold Rübenach - SG Horressen/Elgendorf/Malbacher Kickers
Spätes Happyend
Chancenwucher
doch noch überwunden: FV Rübenach wieder Testspielsieger
Quervergleich zwischen zwei Bezirksligisten und der Sieger ist die Staffel
Mitte! Mit 2:1 setzte sich der gastgebende FV Rheingold Rübenach gegen den
Ost-Ligisten SG Horressen/Elgendorf/Malberger Kickers durch und baute damit
seine makellose Testspielserie auf nunmehr vier Erfolge aus.
Verdient war dies allemal, sammelten die Hauherren nicht nur die größeren Spielanteile
und Zweikampfwerte, sondern fanden sie auch häufiger den Weg gen Offensive.
Probleme machte dabei jedoch die Chancenverwertung. Gegen Leo Garske (6.), Leroy
Lehmann (33.) und Pape Top (48.) rettete Gäste-Fänger Nils Weimer, während
Versuche von Nico Pohl (16.) und Jason Juranovic (59.) hauchdünn vorbei
rotierten.
Ausgerechnet ein weiterer erfolgloser Führungsanlauf sollte den Rübenachern
übel um die Ohren fliegen, weil der starke Weimer das Spiel per Lang-Abschlag
auf Adrian Bruch blitzschnell machte und sich der Kapitän unter noch
regelkonformer Zuhilfenahme seines Arms die Poleposition zum 0:1 ins linke Eck
erkämpfte (61.).
Auf Zuspiel Lennart Reimers´ hätte es durch Bruch gar noch dicker kommen
können, doch diesmal bewies auch FVR-Fänger Tobias Oost seine Können auf Kosten
eines Eckstoßes, der wiederum im idealen Konter seiner Vorderleute mündete. Zu
jubeln gab es allerdings erneut nichts: Top hob die Murmel nach erkanntem
Vorteil über das freie Gehäuse (66.)…
Bevor die Rübenacher gänzlich in Verzweiflung verfielen, rettete eine
abermalige Vorteilssituation nach Foul an Pascal Tillmanns den Abend, weil Marvin
Geissen per Weiterleitung in der Szene blieb und Antonio Fejza auch ein nicht
einfacher Schusswinkel nicht vom 1:1 abbrachte (70.). Bemerkenswert dabei: alle
drei Beteiligten waren von der Bank gekommen!
Nur Kollege Top, der die letzte Spielzeit noch im Reserveteam verbrachte, wartete
weiter auf sein persönliches Happyend – bis der FVR Lars Bodes Direktschuss,
über das Heim-Tor, zum raschen Umschalten nutzte und Top nicht nur am gegnerischen
Schlussmann vorbeizog, sondern auch sicher in den leeren Kasten vollendete
(87.). Der späte wie verdiente Siegtreffer!
Tore: 0:1 Bruch (61. Weimer), 1:1 Fejza (70. Geissen), 2:1 Top
(87.)
Schiedsrichter: Manuel Mück (FC Arzheim)
Zuschauer: 40
Sonntag, 19. Juli 2026
Spielbericht SV Lieth - TBS Pinneberg II
TBS bestaunt die Struve-Festspiele
Vierfachschütze
führt trainingsfleißige Liether zum klaren Test-Sieg
Fast vier Stunden lang – verteilt auf zwei Einheiten – schuftete die
Ligamannschaft der SV Lieth am Sonntag auf dem Trainingsplatz, ehe sie am
frühen Abend den Vergleich mit der Reserve von TBS Pinneberg klar für sich
entschied. Mann des Tages dabei: Finn Struve, der mit insgesamt fünf
Torbeteiligungen ganz besonders aufdrehte.
Bevor der Liether mit der Nummer Sieben seinen Viererpack plus Vorbereitung
aufs Kunstgrün zauberte, lief er mit seinen Farben aber erstmal einem Rückstand
hinterher, nachdem TBS einmal Tempo im Kurzpassspiel aufnahm und Ozan Sürücü seine
Strafraumbegegnung mit Hendrik Homburg zu Ahmad Rifais Strafstoßtor annahm
(12.).
Überhaupt zirkulierte das Leder ganz ansehnlich, wenn sich die Gäste derartig
auf kurze Bälle verlegten, wie bei einem Zusammenspiel der Herren Sürücü und
Kayali, das in Lenard Alamshas abgefälschtem Versuch mündete (27.).
Weil der Vorjahresdritte der Kreisklasse 01 davon allerding zu oft Abstand nahm
und lieber lang bolzte, ebnete er dem Widersacher den Weg zurück ins Spiel, der
auch für diesen über einen berechtigten Strafstoßpfiff führte. Leon Girgin
hatte Max Schulz klar am Fuß getroffen, sodass Struve seinen Penalty flach kompromisslos
versenken durfte (38.).
Ein Gleichstand, den vor der Paus Joel
Tündermann noch einmal per Kopf ins Wanken brachte, doch der junge Kerl, der als
einer von sieben Startelfspielern zum Bezirksligaabstiegskader gehörte, köpfte
eine gelungene Brant-Flanke hauchdünn an der Heim-Führung vorbei (41.).
Nach dem Seitentausch ging dafür aber so richtig die Post ab, wozu der Auftakt
bereits in Sekunde 29 fiel. Joker Tom Busse fügte sich sofort per Lupfer in den
Lauf von Max Schulz ein, ehe der bewegliche Angreifer auch im reduzierten Tempo
gegen den zögerliche Goalie traf (46.).
Der inzwischen kräftig durchrotierte Gegner damit rasch demotiviert, während
die SVL aus einer Ballbesitzphase heraus das 3:1 durch Struves zweiten, sogar
selbst eingeleiteten, Streich nachlegte (48.).
Doch damit nicht genug seiner Festspiele, folgte der Vorbereitung des 4:1 (Torschütze
Matteo Schuchhardt) via Eckstoß (61.), ein weiterer Doppelpack in
Mittelstürmermanier (74. & 77.).
Weitaus weniger Coolness vor dem Tor bekam unterdessen Kollege Julien Duffke
auf Einladung des TBS-Schlussmannes in die Spur, als der heuer äußerst
offensivfreudige Außenverteidiger, bereits an Spielertrainer Fatih Ertürk
vorbeigezogen, dessen leeres Tor nicht traf (73.). Ein Außennetztreffer, der gegen
sich ergebene Pinneberger allerdings nur anekdotische Relevanz verkörpern
sollte. Schließlich vergaben auch Schulz (82.), Marc Homborg (82.) und Struve
(84.) aussichtsreiche Chancen auf das 7:1, das das unter den staunenden Blicken
erstarrten Gegenspieler letztlich doch noch fallen sollte. Ein
Mehrfachpassduett mit Kapitän Hendrik Homburg vollendete Schulz trotz
herausforderndem Winkel zum Endstand, der – der Torfolge entsprechend – als Spiegelbild
der zweiten Hälfte taugte. Den Feierabend am Grill und vor dem WM-Finalfernseher
hatten sich die fleißigen Männer in rot-schwarz heuer freilich verdient!
SV Lieth: Rensch – Duffke, M. Homburg, M. Schuchhardt, Wrage –
Tündermann, Boelter, H. Homburg, Struve, Brant – Max Schulz, eingewechselt:
Hajdari, Busse, F. Rudek, Dickenhausen, Trainer: Thorben Pingel
TBS Pinneberg II: Ertürk – D. Alamsha, König, Girgin, Aydogan – Sürücü,
von Borstel, Rifai, da Ronch – L. Alamsha, Kayali, eingewechselt: Moldt,
Griffiths, Mazanga, Senol, Simsek, Spielertrainer: Fatih Ertürk
Tore: 0:1 Rifai (12., Strafstoßtor, H. Homburg an Sürücü), 1:1
Struve (38., Strafstoßtor, Girgin an Max Schulz), 2:1 Max Schulz (46. Busse),
3:1 Struve (48. Wrage), 4:1 M. Schuchhardt (61. Struve), 5:1 Struve (74.
Duffke), 6:1 Struve (77. Busse), 7:1 Max Schulz (90. H. Homburg)
gelbe Karten: keine – Rifai
Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 25
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