Zweistelligkeit
verhindert
Neun
Norderstedterinnen unterliegen SV Lieth mit 0:9
Punktlos unten drin und nur neun Leute fürs Auswärtsspiel beim Spitzenteam
zusammen; nicht wenige Teams hätten sich anstelle der im Sommer neu formierten
Frauen Eintracht Norderstedts den Ausflug in den Liether Wald erspart. Die
Garstedterinnen aber gaben sich das komplizierte Abenteuer bei den
letztjährigen Vize-Meisterinnen. Ein zweiter Nichtantritt nach der kampflosen
Niederlage bei Teutonia 10 am Vorwochenende hätte schließlich auch den
Ausschluss aus der Kreisliga 01 bedeutet.
So erduldeten sie eine mit Nachspielzeit fast 100-minütige Unterlegenheit, die
bereits früh durch Nina Wegners Linksschuss am Ergebnis abzulesen war (5.).
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte insbesondere in der ersten halben
Stunde auf die Marineblauen zu. Und rettete sie nicht der meist korrekte
Abseitspfiff vor gegnerischer Strafraumaction, hatte selbst die
oberligaerfahrene Janne Kloth kaum noch eine Chance, das drohende Unheil zu
verhindern. Denise Depp per Abstauber (nach Fußabwehr Kloth, 13.), Jasmin
Sternberger aus 20 Metern (18.), Lillian Hauschildt im Spaziergang (24.) und
erneut Wegner aus der Nahdistanz (25.), schraubten bereits auf 5:0 hoch,
woraufhin Sternberger auf Vorarbeit der über rechts nicht zu bremsenden Merle
Baumann das halbe Dutzend vor Kloth komplettierte (31.).
Von nun an wurde es allerdings kaum noch vergnügungssteuerpflichtig für (fast)
alle Anwesenden. Die Gäste verschoben in ihren beiden Viererketten fortan etwas
näher an der eigenen Parzelle, während die munter durchgewechselten Roten ihre
Spielstärke irgendwo liegengelassen haben.
Ein quälend zäher Samstagabendkick begab sich auch nach dem Seitenwechsel am
Fuße des Butterbergs. Außenspielerin Savanna Kling und ihre Kolleginnen
verzichteten jetzt auf jeglichen Ballbesitz, indem mit Ball stets die nahe
Außenlinie anvisiert wurde – der uninspirierten SVL war derweil immerhin die
Standardsituation ein Mittel zum Abschluss.
Und kaum stand bei EN03 halbzeitübergreifend respektable 45 Zeigerumdrehungen
lang die Null, staubte Johanna Kühl einen Kopfball-Aufsetzer Mathilda Janders
ans Quer-Alu zum 7:0 ab (76.).
Plötzlich geriet das Ziel des Neulings, die Einstelligkeit ins Ziel zu retten,
doch noch arge Gefahr, zumal Hauschildt zweimal aus der Ferne punktgenau zielte
(82. & 86.). Einen letzten Versuch der Klein Nordenderinnen parierte Kloth
jedoch zur folgenlosen Ecke (90-+2). Es blieb beim 9:0, über das sich die
Unterlegenen sogar mehr freuten als die damit weiter verlustpunktfreien Spitzenreiterinnen.
Tore: 1:0 Wegner (5.), 2:0 Gepp (13. Hauschildt), 3:0
Sternberger (18. Leineweber), 4:0 Hauschildt (24. Wegner), 5:0 Wegner (25.
Baumann), 6:0 Sternberger (31. Baumann), 7:0 Kühl (76. Jander), 8:0 Hauschildt
(82.), 9:0 Hauschildt (86.)
Schiedsrichter: Parviz Tschirpke (Holsatia im EMTV, Note 3, seriöser
Auftritt, gute Quote bei den zahlreichen Abseitsentscheidungen, Gepp wäre für
ihr Nachtreten gegen Kling des Feldes zu verweisen gewesen (70.).)
Zuschauer: 30
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Samstag, 26. September 2026
Spielbericht SV Lieth 1. Frauen - FC Eintracht Norderstedt 1. Frauen
Dienstag, 22. September 2026
Spielbericht FC Elmshorn II - SSV Rantzau III
Dreier unter Vorbehalt
Assistkönig
Atug plus drei verhelfen FCE-Reserve zum ersten Saisonsieg
Drei Niederlagen, darunter das kampflose 0:3 bei Cosmos Wedel, säumten den
bisherigen Weg der Reserve des FC Elmshorn in der Kreisklasse 08 – bis es im
Nachholer gegen die Dritte des SSV Rantzau überraschend doch endlich mit
Zählbarem klappte. Erheblicher Anteil daran war freilich höherklassig
erfahrenem Personal aus der Landesligamannschaft zuzumessen. Ein Umstand, der
in Kürze auch das Sportgericht des HFV beschäftigen wird. Aber dazu später
mehr.
Zunächst sollte der Fokus allerdings auf dem Sportlichen liegen. Und dieses hatte
mit den Hausherren den aktiveren Part. Nicht von ungefähr kam daher auch das
rasche 1:0, das Wassem Eklim als Abstauber eines zu kurz blockierten
Atug-Versuchs markierte (8.) und Denzel Rosenthal auf Zuspiel seines
Liga-Trainers das zweite FCE-Hurra herbeiführte (31.).
Vergessen war da das Fehlpassgeschenk an Jassim Brahim zum 1:1-Gewaltroller aus
der Ferne (16.), das Gregor Büchner aus Idealposition auf 1:2 hätte ausbauen
MÜSSEN (23.).
Stattdessen gerieten die Barmstedter drüben wieder ordentlich ins Schwimmen,
als nur noch Mehmet Turhals Reflex das 3:1 durch W. Eklim mehr hinauszögern als
gänzlich vereiteln konnte (34.). Vier Minuten später war nämlich Mustafa Gök
von Atug steil gen Auswärtskasten geschickt worden, um trotz Turhals Touchieren
des Balls auf den Pausenstand zu stellen (38.).
Und es kam noch dicker, als der Goalie kurz nach der Pause auf offensiven
Irrwegen wandelte, sodass ihn Rosenthal locker zum 4:1 umkurven konnte (50.).
Ganz nebenbei übrigens Torvorlage Nummer vier von Atug, der um ein Haar die
fünfte gefolgt wäre, hätte Kollege Alaa Alhussin den schönsten Spielzug des
Abends nicht mit einem etwas zu hoch angesetzten Abschluss über das Ziel
gebracht (68.).
Erst eine Viertelstunde vor Schluss – Assistkönig Atug hatte bereits Feierabend
– witterte der Tabellendritte ein wenig Morgenluft. Brahim hatte mit Vehemenz
einen Lattenkracher Sören Krögers abgestaubt und damit zur Schlussoffensive
geblasen. Außer dem jungen Torjäger wollte jedoch kein Weiß-blauer echten Zug
zum Tor aufbauen. Zwei Gelegenheiten ließ das Eigengewächs daraufhin ungenutzt
(88. & 89.), ehe Brahim in Mittelstürmermanier in der Nachspielzeit doch
noch flach auf 4:3 verkürzte (90.+2). Am Ende zu spät.
Ohne Punkte dürfte das Gastspiel von Brahim Co im Nachhinein dennoch nicht in den
Annalen stehen bleiben, verspricht der Blick aufs eingesetzte Personal der FCE-Ersten
im letzten Landesligaspiel einen Erfolg am grünen Tisch. Die Liste Preda, S.
Atug, Rosenthal und W. Eklim bricht das Reglement schließlich um eine
überzählige Person. Das Verbandsrecht soll nun richten, was mit einer insgesamt
schwachen Auswärtsleistung nicht zu holen war. Aber vielleicht erübrigt sich
dies alles ohnehin, wackelt der Saisonfortbestand der bereits einmal im Punktspiel
nicht angetretenen Krückaustädter angesichts des chronisch knappen Kaders
bedenklich. Gegen das Spitzenteam von Holsatia wird es einmal mehr darum gehen,
irgendwie Elf Leute aufs Grün zu bringen. Die SSV-Dritte hat dagegen am
spielfreien Wochenende Zeit, Post fürs Sportgericht des HFV zu formulieren…
Tore: 1:0 W. Eklim (7. S. Atug), 1:1 Brahim (16.), 2:1
Rosenthal (31. S. Atug), 3:1 Gök (38. S: Atug), 4:1 Rosenthal (50. S. Atug),
4:2 Brahim (75. Kröger), 4:3 Brahim (90.+2)
gelbe Karten: W. Eklim – Giannikas, Usso, Winter
Schiedsrichter: Reiner Röschke (Holsatia im EMTV, Note 2,5)
Zuschauer: 20
Sonntag, 20. September 2026
Spielbericht TuS Germania Schnelsen II - SC Victoria Hamburg V
Streamer offline gestellt
Vicky
V überrollt: Germania II setzt Serie fort
Da hat sich offenbar jemand gefangen! Der Start in die Kreisliga 04 war der
Reserve von Germania Schnelsen noch misslungen, doch stetig klettert TGS nun empor.
Zu spüren bekam dies am Sonntagvormittag die Fünfte des SC Victoria, die dem
geneigten Socialmedianutzer nur unter SSV Hardstuck bekannt ist.
Vom Anpfiff weg hatten die Streamer in Abwesenheit des reichweitestarken
Maximilian Stemmler so ihre Mühe, sich dem druckvollen Beginn Germanias zu
erwehren. Einen ersten Warnschuss musste Torwart Jan Zimmermann bereits nach
wenigen Sekunden über den Kasten lenken (1.). Der fällige Eckstoß brachte
daraufhin nichts ein – anders als jener in Minute 15, als Leon Sommer diesmal
die Rolle des Vorbereiters annahm und Richard Sachau den perfekten Hochball fürs
Einnicken servierte (15.).
Ein verdienter Vorsprung, der wiederum nach Ecke Sommer – diesmal durch Timo
Schaudinn – fast seine Verdopplung erfuhr. Glück für Blau, dass der Kopfstoß
leicht zu hoch geriet (16.).
Nicht weiter schlimm, denn der Gegner lud kurz darauf freundlich zum 2:0 ein,
luchste Farzan Noorzai Abwehrrecke Yoofi Auge das Leder ab, um sich auch von
Zimmermanns Foul nicht wirklich bremsen zu lassen. Sommer lief durch und
staubte ins leere Gehäuse ab (20.).
Ganz so rasant sollte es fortan nicht mehr zugehen. Germania zwar klar überlegen
und mit dem hoch aktiven Sommer als selbst Abziehender (27.) und bekannt
zielsicherer Eckenschütze (61.) hier und da auch strafraumpräsent, doch erst
als das Eigengewächs die Kugel mit grenzwertigem Einsatz gegen Mircea Diaconita
gewann, war der dritte Treffer per Zuspiel nach Außen eingeleitet. Noorzai
hatte auf rechts nämlich die Übersicht behalten, um den sträflich freien Ben
Schönrock zum 3:0 ins linke untere Eck zu bedienen (73.).
Erst, nachdem Schönrock das mögliche 4:0 unter Verfolgung daneben setzte (77.),
kreierte auch der Aufsteiger endlich einmal Gefährliches, das Modou Ndow auf
Zuspiel von Marko Mlinac aus nicht einfachem Winkel zumindest in die Nähe des
Tores steuerte (85.).
Ein Grund auf verhunzter Auftritt von Mlinac und Co, deren neunter Platz die
logische Folge ihrer sportlichen Inkonstanz ist. Die Schnelsener siegten sich
mit ihrem nunmehr vierten Dreier in Serie gar ins obere Tabellenviertel. Beste
Vorzeichen für das anstehende Derby gegen die kriselnde Dritte des
Niendorfer TSV!
Tore: 1:0 Sachau (15. Sommer), 2:0 Sommer (20. Noorzai), 3:0
Schönrock (73. Noorzai)
gelbe Karten: Noorzai, Hellweg – Mlinac, Ndow, Peitz, Diaconita
Schiedsrichter: Georgios Georgotas (Note 2)
Zuschauer: 50
Freitag, 4. September 2026
Spielbericht VfR Horst IV - TSV Kollmar
Bahnschranke fällt zu spät
Umlandts
Fernschuss entscheidet wilden Schlagabtausch in Horst
Kreisklasse B, was willst du mehr als dieses Spektakel am Freitagabend?! Neun
Tore, verteilt zu einem packenden Schlagabtausch, garnierten das wilde Derby
der Siebenerstaffel zwischen der VfR Horst-Vierten und dem TSV Kollmar.
So richtig zu erwarten war dies für den (selbsternannten) Experten im Vorfeld
nicht, präsentierte sich der Aufsteiger vom Deich bislang mit Höhenluft (Rang
vier) als Bereicherung für die Liga, während die Hausherren ihren
Vorjahresstandard, knapp oberhalb der Abstiegszone, halten.
Auf dem besser vertrauten Kunstrasen machte der „Außenseiter“ allerdings
ordentlich Betrieb, was sich durch Louis Schmidts Rechtsschuss, von Torsteher
Bennet Gosau am Boden pariert, erstmals konkret belegen ließ (6.).
Umso unglücklicher, dass man sich drüben ein schwach verteidigtes Gegentor nach
einer Ecke Leif Umlandts fing, weil einfach niemand die Notwendigkeit erkannte,
Burak Savran im Fünfer die Stirn/den blockierenden Fuß zu bieten (9.).
Unverdrossen machte das Team um den fleißigen Samir Ehrenberg jedoch weiter,
verfehlte beispielsweise durch den Sommerneuzugang von Holsatia Elmshorn aber
aussichtsreich (19.).
Ein Missverständnis hinten gerade so gegen den spekulierenden Sören Brinkmann
überstanden (30.), war es höherklassige Erfahrung, die den VfR nun auch im
Spielstand zur Ebenbürtigkeit verhalf. Dominik Schettler – den Kennern der
Szene noch unter Bubat bekannt – schickte seinen Freistoß von
rechtsaußen auf einen hohen Segeltörn ins linke, obere Eck (31.).
Ein echter Dosenöffner seiner Farben, die Jost Walkenhorst mit der
abfälschenden Hilfe Dennis Gerckens gar in Front brachte (35.) – ausgebaut
durch Ehrenberg, der Simon Vlek de Coninghs wiederum abgefälschten
Lattenkracher per Abstauber doch noch ins Ziel brachte (41.).
Der TSV Kollmar, zwischendurch in Person von Spielertrainer Brinkmann am
Ausgleich gescheitert (36), damit binnen zehn Minuten ins Hintertreffen
geraten. Doch es gab Hoffnung, als Malte Meisberger direkt vor der Pause
plötzlich vor der Kiste auftauchte und flach gegen Fabio Lennartz auf 3:2
verkürzte (45.+2).
Für den neutralen Beobachter natürlich der Stoff, aus dem beste Unterhaltung
gemacht ist! Da war es auch zu verschmerzen, dass Petrus heuer nicht erstmalig
die Gießkanne zückte…
Ob dies M. Meisberger (54.) und drüben Pavel Mensah (62.) bei ihren erfolglosen
Versuchen entscheidend gestört hatte?
Frei vom Einfluss jedweder Witterung fand TSV-Joker Klaas Menßen Raumdeuter
Giso Precht, für den das 3:3 dadurch nur noch Formsache war (65.). Die Blauen
wieder voll im Rennen und nur Augenblicke später gar erneut in der
Poleposition, weil M. Meisberger über Steuerbord nicht zu bremsen war, beim
spitzwinkligen Abschluss zwar erstmal durch Lennartz (zu kurz) geblockt wurde,
aber mit Brinkmann den richtigen Kollegen zum ermogelten Abstauber dabeihatte
(67.). Lange währte die kollmaraner Glückseligkeit wiederum nicht. Zu einfach
machte es der amtierende C-Klassenmeister Walkenhorst beim Lupfer, hoch in die
Angriffszone, wo auch Louis Schmidt von halblinks die gefühlvolle Variante über
den Torwart zum 4:4 bemühte (75.).
Ein gerechtes Ergebnis für diesen mitunter auch intensiv geführten Kick, nur
hatte der Fußballgott heute den Fanschal des TSV Kollmar umhängen.
Gegen Lennartz zog Umlandt in Minute 80 zwar noch den Kürzeren, doch als es die
Rückennummer 8 wenig später aus der Distanz probierte, fiel die Bahnschranke zu
langsam, um den Express in Richtung Auswärtssieg noch aufzuhalten (82.) – aller
Einsatzbereitschaft des bis zum Schlusspfiff einsatzfreudigen VfR, dem nun ein
spielfreies Wochenende bevor steht. Der glückliche Sieger aus Kollmar wird seinen
zahlreichen Anhang dagegen bereits am kommenden Freitag zum Heimspiel gegen
Rot-weiß Kiebitzreihe II wiedersehen.
Tore: 0:1 Savran (9. Umlandt), 1:1 Schettler (31., direkter
Freistoß), 2:1 Walkenhorst (35.), 3:1 Ehrenberg (41. Vlek de Coningh), 3:2 M.
Meisberger (45.+2), 3:3 Precht (65. Menßen), 3:4 Brinkmann (67. M. Meisberger),
4:4 L. Schmidt (75. Walkenhorst), 4:5 Umlandt (82.)
Schiedsrichter: Christian Lehmann
Zuschauer: 60


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