Laager Konzept geht auf
Wachere
erste Hälfte gibt den Ausschlag: LSV siegt sich unten raus
Wie ist die Lage in Laage? Nach dem siebten Spieltag von
Mecklenburg-Vorpommerns Landesklasse III abermals verbessert. Ein Wochenende
nach dem 4:3-Heimsieg gegen TuS Neukalen hat es im vierten Anlauf nämlich auch
endlich auswärts geklappt.
Zu Gast im altehrwürdigen Recknitzstadion zu Tessin, waren die Weichen früh auf
eine erfolgreiche Gastspielreise gestellt.
Passend zum Chancenplus und dem etwas aktiveren Eindruck, vollstreckte Niklas
Dievenkorn per Schussfinte und Flachschuss linksunten zum 0:1, bei dem die
Hintermannschaft des TSV Einheit freilich keine gute Figur abgab. Reichlich
ungeschickt war die Restverteidigung in der Entstehung unter einer Flanke von
Fabian Knoch hindurchgesprungen (13.).
Und besser sollte es für die Roten auch in der Folge nicht werden, fehlte ihnen
erst der Zugriff an der eigenen Grundlinie, ehe im Sechzehner auch der Schuss
durch Christopher Bartusch eher Beobachtung als Unterbindung erfuhr. Immerhin
der gut aufgelegte Nico Felske stellte sich per Fußabwehr dagegen, um gegen
Timon Mauchs Nachschuss aber keine Chance zu haben – 0:2 (22.)!
Erst Ende des verkorksten ersten Abschnitts meldeten sich die Gastgeber einmal
an, indem ein hoher Freistoß, von Bjarne Hofmann verlängert, Rinaldo Izdebskis
vor der Linie geklärte Schussgelegenheit einleitete (35.).
Eine Doppelchance dank Felske überstanden (48.), hievte sich Einheit kurz nach
der Pause etwas überraschend per Anschlusstreffer zurück ins Match. Kapitän
Lucas Blohm hatte sich nach einem langen Schlag entschlossen in der Parzelle
durchgesetzt und in die lange Ecke eingeschoben (54.).
Die Blumenstädter in der Folge freilich emsiger dabei, doch mehr Abschlüsse,
wie einen geblockten Bartusch-Versuch (63.), hatten weiter die gerade einmal 18
Kilometer angereisten Jungs aus Laage, zu deren Vorteil sich ein intensives
Kampfspiel auf der Kampfbahn entwickelt hatte. Schiedsrichter Daniel Rühling
spielte mit seiner äußerst liberalen Zweikampfauslegung und der sicher nicht
auf Augenhöhe ausgelegten Kommunikationsweise schon ein Stück weit mit dem
Feuer. Der Preis dafür: Gelb wegen Meckerns für den aufgebrachten Einheit-Coach
(71.) und sogar eine Ampel binnen weniger Sekunden für einen Offiziellen der
Gastmannschaft (83.)…
Fußball wurde indes auch noch gespielt, indem sich der LSV im Doppelpass
zwischen Dievenkorn und Bartusch zu Tim Schneiders wiederum blockierten Kontermöglichkeit
kombinierte (81.). Fünf Minuten zuvor hatte Blohm drüben Izdebski aus dem
Fußgelenk bedient, ehe der erfahrene Angreifer aus der Bedrängnis drüber zielte
(76.).
So blieb es bis zum Abpfiff ein enges Rennen, zumal Felske gegen Schneider abermals
die Vorentscheidung verhinderte (88.). Mit Christoph Jahnkes Platzverweis für
wiederholtes Foulspiel und der daraus resultierten Unterzahl (90.+1) wurde die
Aufgabe jedoch noch diffiziler gegen die Blauen, deren Konzept der Stabilität
und Nadelstiche am Ende wunderbar aufging. Der Lohn dafür: der Sprung auf Rang
acht und nun erstmal sechs Zähler Puffer auf den roten Tabellenbereich. Der TSV
Einheit bleibt um nur einen Punkt besserer Sechster.
TSV Einheit Tessin: Felske – Blohm, Lehmann, C. Jahnke, A.
Jahnke – Frank, Lück, Diesing – Hofmann (88. Karl Kayser), Izdebski (82.
Dethloff), Rosenfeld (46. Bethke), Trainer: Nino Repp
Laager SV 03: Stern – Ruynat, Hinz, Müller, Wiegold – Dievenkorn, F.
Knoch, Heinrich, Mauch – Bartusch (87. Krause), Schneider, Trainer: Andreas
Knoch
Tore: 0:1 Dievenkorn (13. F. Knoch), 0:2 Mauch (22. Bartusch), 1:2 Blohm
(54.)
gelb-rote Karten: C. Jahnke (90.+2, wiederholtes Foulspiel) –
Offizieller Laager SV (83., wiederholtes Meckern)
Schiedsrichter: Daniel Rühling
Zuschauer: 85
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Sonntag, 25. Oktober 2026
Spielbericht TSV Einheit Tessin - Laager SV 03
Samstag, 24. Oktober 2026
Spielbericht FSV Blau-weiß Greifswald - FSV 90 Altentreptow
Befreiungsschlag verballert
Nicht
effizient genug: BW Greifswald nur Remis gegen FSV Altentreptow
Die Sterne standen gut, doch am Ende des Fußballsamstags am St. Georgsfeld
verpasste die dort heimische Elf von Blau-weiß Greifswald den Dreier, um sich
einstweilen vom Gefahrenbereich der Landesklasse II Mecklenburg-Vorpommern
abzusetzen. Wie die Hansestädter ihre scheinbar sichere 3:1-Führung noch aus
der Hand geben konnten, stellte sie am Ende selber vor ein Rätsel.
Im ersten Abschnitt lief es nämlich voll nach Plan. Im Rücken der stets hoch
gestaffelten Viererkette auf Marten Schliemanns Können im Eins-gegen-Eins
angewiesen (2.), kreierten die Platzherren vorne zahlreiche Gelegenheiten, von
denen die technisch Flüssigste das nicht unverdiente 1:0 markierte. Einen
famosen Diagonalball von Rechtsverteidiger Jason Melms legte sich Mohammed
Chahbounia ideal für den sofortigen Linksschuss in den Laufweg (14.).
Ein wenig überraschend hatte sich der Vorsprung jedoch kurz darauf wieder
erledigt, als ein Heber über die Blau-weiß-Defensive Keanu Krämer tief ins
Duell mit Schliemann schickte. Den Goalie per Querpass aus der Szene genommen,
war Max Wadehn nur noch ein sicheres Einschieben ins leere Gehäuse vom 1:1
entfernt (17.). Abseitsproteste waren derweil überflüssig, hatte das Team um
Schiedsrichter Jannes-Leonard Bathke (SV Kandelin) eine passive Abseitsstellung
in der Entstehung berechtigterweise ungeandet gelassen. Gut so!
Eine Zuschreibung, die auch auf die Beharrlichkeit von Blau-weiß zutraf, als
sie in einem munteren Hin-und-her wieder selber am Zug waren und Chahbounia einen
abgewehrten Jakosits-Versuch im Strafraumzentrum irgendwie im zweiten Anlauf zur
erneuten Führung über die Linie wühlte und seinen Farben damit ordentlich
Rückenwind verschaffte (31.). Die verbliebene Viertelstunde vor der Pause ging
es schließlich nur noch in eine Richtung, sodass Kevin Mahnkes 3:1 auf Ablage Chahbounias
nur allzu folgerichtig daherkam (45.). Für rückwärtsbewegungsschwachen Jungs
aus dem knapp 5.000 Einwohner-Ort aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
hatte der Halbzeitpfiff da eine fast erlösende Wirkung.
Besserung brachte aber auch der Wiederbeginn erstmal keine, für den FSV Altentreptow,
der Glück hatte, dass Friedrich Tiede im geschmeidigen Doppelpass mit Leon
Opolka aus schwieriger Position nur die Latte erwischte und auch Konrad Cassels
anschließende Schusschance an einem fehlenden Hauch Genauigkeit scheiterte
(48.).
Fast aus dem Nichts tauchte da Veteran Robin Holtz vor dem Greifswalder Kasten
auf, um aus der Poleposition jedoch an Schliemann zu scheitern (52.). Auch ein zweiter
Versuch im Nachsetzen schlug fehl, doch als Weckruf taugte diese Szene allemal,
vollstreckte Krämer kurz darauf tatsächlich zum 3:2-Anschlusstreffer, nachdem
sich Justus Liebich willensstark in der Zentrale durchtankte und Schliemann
erstinstanzlich blockiert hatte (56.).
Die Partie nun wieder offen, was Mahnke aus dem Rückraum wieder hätte
relativieren können, wäre Gäste-Fänger Paul Schallge nicht behände gegen das
Geschoss abgetaucht (58.). Stattdessen flog den Platzherren wieder ein
Ballverlust in der neutralen Zone um die Ohren, weil der kantige Holtz im
Konter die Übersicht für den besser postierten Lucas Dobbertin behielt und der
gerade eben Eingewechselte eiskalt zum 3:3 einschob (72.).
Ein Holtz-Freistoß gen Torwart-Eck bot daraufhin sogar noch die von Schliemann
vereitelte Chance auf das mögliche 3:4 (72.). Verdient wäre dies über die volle
Spiellänge sicherlich nicht gewesen.
Näher dran waren da über die 90 Minuten die Jungs in den weißen Trikots, deren
Alu-Konto der fleißige Opolka weiter auffüllte (78.), wohingegen Mahnke seinen
Rechtsschuss durch Schallges Parade über den Kasten segeln sah (83.).
So blieben am Ende beide Seiten enttäuscht zurück. Drei Zähler sind es dadurch
nur, die die punktgleichen Fußballsportvereine von der Abstiegszone trennen.
Tore: 1:0 Chahbounia (14. Melms), 1:1 Wadehn (17. Krämer), 2:1
Chahbounia (31. Jakosits), 3:1 Mahnke (45. Chahbounia), 3:2 Krämer (56.
Liebich), 3:3 Dobbertin (72. Holtz)
gelbe Karten: Mahnke, Krohn – Rech
Schiedsrichter: Jannes-Leonard Bathke (SV Kandelin)
Zuschauer: 40
Freitag, 23. Oktober 2026
Spielbericht Doberaner FC - VfL Bergen 94
Entfesselt aus der Pause
Doberaner
FC zerlegt VfL Bergen im Kellerduell
So umjubelt der Doberaner FC am letzten Spieltag der Vorsaison mit einem 6:0
gegen Absteiger Einheit Grevesmühlen die Wiederkehr in die 2024 wegen zweier
Tore verlorene Verbandsliga feierte, so zäh quälte man sich die ersten sieben
Spieltage durch Mecklenburg-Vorpommerns Eliteklasse. Gar nicht hoch genau
einzuschätzen ist daher die Erleichterung, die sich der Aufsteiger mit einer
furiosen zweiten Hälfte im Kellerduell mit dem VfL Bergen 94 herausschoss. Wie
entfesselt schraubte der Vorletzte die Jungs in schwarz nach der Pause
auseinander.
Bis dahin war es allerdings ein gegenseitiges Belauern. Keiner wollte den
folgenschweren Fehler auf rutschigem Kunstgrund machen, sodass kaum Torgefahr
entstand. Einmal bekam VfL-Spielmacher Moritz Harder die Kugel zu Lennard
Thurow durchgesteckt, doch dass dieser das Runde aus günstiger Position nicht
richtig mit dem rechten Puschen erwischte, sagte einiges über die Spielqualität
aus (14.).
Strafraum-Knistern erzeugten sonst nur einige Ecken und hohe Freistöße, bei
denen die Hausherren zunächst erfolglos auf ihre Lufthoheit bauten (22., 27.
& 39.).
Kurz vor dem Pausenpfiff drohte aber trotzdem nochmal Ungemach, als Paul
Laatsch seinem Abschluss allerdings nicht den entscheidenden Dreh verpassen
konnte (42.).
Hätte das Ding doch bloß gesessen; dann wäre dem VfL wohl das erspart
geblieben, was sich direkt mit dem Wiederbeginn zutrug. Lediglich 63 Sekunden
waren die Beteiligten wieder auf dem Grün, da zog Eric Ahlgrim einfach von
halbrechts zum umjubelten 1:0 ab (47.).
Die Körpersprache der Roten plötzlich wie ausgewechselt! Mit Zuversicht
schickte Thorben Medau seinen Kollegen Lukas Prange für die Flanke gen Tiefe.
Und auch Robert Hartmann traute sich aus schwierigem Winkel den Versuch zu.
Kein Tor, aber eine klare Selbstbewusstseinsbekundung (56.).
Schon beim nächsten Mal klappte es dann wieder. Diesmal brachte Hartmann die
Kugel selber in die Mitte, wo Medau das Ding über einen Umweg auf den
einschussbereiten Schlappen bekam (61.).
Auf eine Reaktion der Gäste wartete man indes vergebens. Stattdessen hatten sie
auch noch Dusel, dass Medau mit dem Vollspann knapp verfehlte (62.) und Laurenz
Kampf nach feinem Hartmann-Anspiel minimal zu hoch lupfte (67.). Das kurz
darauffolgende 3:0 daher nur die logische Folge des Bad Doberaner Sturmlaufs,
murmelte Innenverteidiger Nino Dowe eine Westendorf-Ecke hellwach über die
Linie (69.). Nicht das erste Mal heute, dass der 27-Jährige die Vorherrschaft
im Bergener Sechzehner erlangte…
Ebenfalls kaum zu halten: Joker Kampf, der der eine Eingabe – diesmal von links
- kurzerhand zum 4:0 einnetzte (76.). Da passte eine vergebene
Doppel-Pfosten-Chance für Aktivposten Hartmann und Prange fast gar nicht so
richtig ins Bild (80.).
Mittenhinein ins Scheibenschießen, in dem sich Hartmann gleich ein weiteres Mal
versuchte (87), erarbeitete sich die Elf von der Insel Rügen noch ein kleines
Trostpflaster, das Philip Pahl trotz Überzahl des DFC im Strafraum von der
Grundlinie für den einköpfenden Harder servierte (88.).
Vor dem schwierigen Auswärtsspiel beim Spitzenreiter in Neubrandenburg hievte
sich der Neuling mit dem zweiten Saisonsieg erstmal ordentlich aus dem Keller,
der nun wiederum vom VfL Bergen als neues Vize-Schlusslicht bewohnt wird.
Aktuell fünf sieglose Partien lassen gegen den FSV Bentwisch keine besonders
positiven Prognosen zu…
Doberaner FC: Dridi –
Hering (81. Düsing),
Baor, Dowe, Westendorf (88. Scherff) – Damrau, Eulner (50. Kampf), Medau,
Hartmann (81.) – Prange, Ahlgrim (88. Permin), Trainer: Max Prust
VfL Bergen 94: Dams – Bergmann, Drzymotta, Pahl, Vüllmow – Ogniwek,
Harder, Vergils, Laatsch (72. Tebus) – Klöckner, Thurow (76. Thesenvitz),
Trainer: Martin Handschug
Tore: 1:0 Ahlgrim (47. Medau), 2:0 Medau (61.), 3:0 Dowe (69.
Westendorf), 4:0 Kampf (76.), 4:1 Harder (88. Pahl)
gelbe Karten: Ahlgrim – Vüllmow, Ogniwek
Schiedsrichter: Hannes Hermann (Note 2)
Zuschauer: 190
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Spielbericht USC Paloma 1.C - VfL Wolfsburg 1.C
Die Wolfsburger Bank gewinnt
Zwei
Joker stechen: mühsamer Auswärtssieg beim Abstiegskandidaten
Ein beherzter Auftritt gegen den Profinachwuchs und doch steht die
C-Regionalliga-Elf des USC Paloma wieder einmal mit leeren Händen da. 1:3 hieß
der Endstand im Herbstferien-Kick zu ungewohnter Anstoßzeit am Mittwoch-Mittag.
Eine wahrlich vermeidbare dritte Heimniederlage, deren Vorbote schon in Minute
neun erste Zweifel am gerechten Fußballgott aufkommen ließ. Ihren couragierten
Beginn, jedoch ohne klare Abschlüsse, machten sich die Tauben nämlich per
Ballverlust im Aufbau selber kaputt, sodass Ball-Klau Melvin Schrage seinen
Kollegen Nick Hoffmann als Wandspieler für Alan Vojnikovic´ freies 0:1
einsetzen konnte (9.).
Entmutigen ließ sich der Tabellenzwölfte davon keineswegs. Frühes Stören und
hoher Laufaufwand blieben auch mit dem Rückstand fest im Repertoire, dem
allerdings weiterhin keine zwingenden Torraumszenen angehörten. Ein
Fejzulai-Versuch aus schwierigem Winkel landete gar drüben im Seiten-Aus (13.).
Eine Szene mit Symbolcharakter.
Dann aber war es so weit, als den gerne mal etwas ungenauen Wolfsburgern ein
schwach ausgeführter Offensivfreistoß in Höchstgeschwindigkeit über links um
die Ohren flog und der eingelaufene Jesco Vick flach aus Zentralposition den
längst verdienten Ausgleich setzte (26.).
Abgesehen von einer fast-Dublette des 0:1 (diesmal konnte der sonst blasse Aria
Fadai Estalkhzir rechtzeitig blockiert werden, 30.), arbeiteten die Tauben bis
zum Pausenpfiff an der kompletten Wende, der der auffällige Mohamad Assad im
Durchtanken über Backbord an dichtesten kam. Zumindest musste VfL-Goalie Adin
Herceglija hier die kurze Ecke behände dicht kriegen (31.).
Nach dem Seitenwechsel kippte die Couleur des Spiels mehr in Richtung grün.
Paloma nun nicht mehr mit den verheißungsvollen Vorstößen, während die Jungs
aus der Autostadt durch Max Neumann den Querbalken streiften (41.).
Zudem brachte auch das Personal von der Bank frischen Wind hinein. Vor allem
Mahir Salucus Hereinnahme stellte sich bereits nach wenigen Minuten als
rentables Investment heraus. Schließlich war es ein guter Freistoß des 17ers,
den Paloma-Torsteher Francesco Calfa mit künstlich hohen Haltungsnoten zur Ecke
parierte, ehe der fällige Standard jenes ungeklärte Strafraumgemenge
hervorbrachte, aus dem Salucu trocken ins lange Eck zielte (52.).
Und noch eine Torbeteiligung des Deutsch-Türken lag in der Luft, als ihn
Vojnikovic perfekt empor schickte, der Querpass auf mit-Joker Andy Tonleu
geradezu in der Luft lag, Salucu stattdessen lieber den eigenen Versuch wählte
und am Außennetz scheiterte (64.)…
Besser machte es kurz darauf Walid Santos Kiwan, der keine zehn Minuten auf dem
Feld benötigte, um Gegenspieler Mohamed Yusuf dynamisch abzuschütteln und aus
ähnlich spitzwinkligem Gefilde die 1:3-Vorentscheidung herbeizuschießen (67.).
Alles prima, alles nochmal gut gegangen – nur nicht für den bereits verwarnten Santos
Kiwan, der zur Schlussminute erst im Mittelfeld den Ball verdaddelte, um seinen
Gegner im weiteren Szenenverlauf rüde zu fällen. Der zweitklassige Vorteil:
ungenutzt, ehe die nach wie vor vollzähligen Wölfe gar zur Konterchance für
genau den Sünder kamen. Schiri Patrice Pluche (Kaltenkircher TS) unterbrach
sofort und schickte den Torschützen mit der Ampelkarte in den Reisebus zurück
gen Autostadt (70.). Regeltechnisch freilich vertretbar – im Realbetrieb eher
nicht zu empfehlen. In Zukunft sollte Gelb-rot doch lieber gleich gezückt
werden…
Ohne den dann gesperrten Santos Kiwan geht es für den neuen Tabellenzweiten am
kommenden Sonntag gegen das nächste Kellerkind, den mit Paloma punktgleichen
VfB Lübeck. Die Tauben schwärmen dagegen zu Werder Bremen aus.
Tore: 0:1 Vojnikovic (9. Hoffmann), 1:1 Vick (26. Fejzulai),
1:2 Sulucu (52.), 1:3 Santos Kiwan (67.)
gelb-rote Karte: Santos Kiwan (70.+1, wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Patrice Pluche (Kaltenkircher TS)
Zuschauer: 100
Sonntag, 18. Oktober 2026
Spielbericht SV Deutz 05 - 1. FC Spich
Die Trends fortgesetzt
Doppelschlag
um die Halbzeitwende 1. FC Spich schließt zum Gegner auf
Neuer Zündstoff für den Abstiegskampf der Landesliga Mittelrhein Staffel 1.
Durch ein 3:0 im Stile einer abgezockten Auswärtsmannschaft hat der 1. FC Spich
nach schon zuletzt zwei Punktgewinnen erneut etwas Luft zwischen sich und die
Abstiegszone gepumpt. Schönheitspreise – das war bereits vor dem Auftritt beim
Tabellenelften in Köln-Deutz klar – würde es heuer sicher nicht zu gewinnen
geben. So neutralisierten sich die Kontrahenten zu einer lange nahezu
inhaltslosen ersten Hälfte – bis der Deutzer Louis Müller Gäste-Schlussmann
Dennis Pastoors einmal zur Faustabwehr zwang (39.) und sich Bilal Barouag quasi
im Gegenzug am Innenverteidiger vorbeischlängelte und Maurice Nguyen sicheres
Fanggut servierte (40.).
Eine erstblicks unverfängliche Situation brachte Barouag dann aber kurz darauf
in Idealposition, als Kollege Ensar Sogojeva einen eigentlich zu weit
gespielten Ball fast von der Grundlinie per Flanke wiederbelebte, Barouag die
Latte anköpfte, den Abpraller aber schließlich über die Latte drückte (44.).
Alles andächtig bestaunt von passiven 05ern, die mit Severin Krayers Heber aufs
Dach immerhin den Ansatz einer Reaktion zeigten (45.+1).
Direkt mit dem Wiederbeginn jedoch der nächste Einschlag im Heim-Gehäuse, weil
man der Körperlichkeit gegen Giannluca Romano Caballero reichlich ablehnend
gegenüberstand und Ledion Nicaj den fälligen Linksschuss auch noch gegen
Nguyens Laufrichtung zum 0:2 abfälschte (46.). So sieht also Romano Caballeros
Dankbarkeit für seine einst ersten Schritte im Vereinsfußball im Trikot des
Messe-Clubs aus…
Der „Ex“ dagegen über 200 Minuten lang ohne Torerfolg und wirklich viel lief
hier nicht zusammen. Da galt schon Müllers Abseitstor als kleiner Mutmacher
(53.).
Mit dem Mut der Gelben war´s dann aber, als Sogojeva seine selbst per
abgewehrter Schusschance rausgeholte Ecke hoch durch den Sechzehner schlug,
Nguyen drunter durchtauchte und Kapitän Fabian Welt einsam am fernen Pfosten
zur Vorentscheidung eingrätschen konnte (60.).
Elyas Oulahyanes abschlussverweigerte top-Chance vor dem Tor (62.) unterstrich
daraufhin noch ein letztes Aufbäumen, das mit Gelb-rot für Enrico Interrante
(taktisches Foul, 63.) endgültig ausgelöscht war.
Einfaches Spiel nun für die Troisdorfer, denen Barouag auf Freistoß Yanic Mauer
fast noch das vierte Hurra geschenkt hätte – wäre da nicht wieder dieser böse
Querbalken im Weg gewesen (64.)…
Ansonsten trudelte der Kick trotz etwas nachlässiger Gastmannschaft und einer
kopflos anlaufenden Diekamp-Equipe ereignislos dem Abpfiff entgegen.
Durch die entgegengesetzten Formkurven grüßen sich die Duellanten nun als
Tabellennachbarn: Aufsteiger Deutz 05 als Zehnter; direkt dahinter der
Vorjahreszwölfte.
Tore: 0:1 Barouag (44. Sogojeva), 0:2 Romano Caballero (46.),
0:3 Welt (60. Sogojeva)
gelbe Karten: Ben Haddou, Nicaj, Jalowietzki, Müller, Karagöz – Romano Caballero,
V. Pavliuk, Y, Pavliuk
gelb-rote Karte: Interrante (SV Deutz 05, 63., Unsportlichkeit +
Foulspiel)
Schiedsrichter: Dr. Lukas Heineck (SF/BG Marburg, Note 2)
Zuschauer: 222
Spielbericht Ideal CF Casa de España II - SC West Köln 1900/11
Auf die effiziente Tour
Kontertaktik
wirkt: Casa España II bleibt Spitzenreiter
Juni 2026: Casa España II hat den Aufstieg im allerletzten Saisonspiel als
Tabellenführer der Kölner Kreisliga B 1 in eigener Hand. 90 Minuten plus eine
üppige Nachspielzeit später bedeutete das 1:2 gegen Direktkonkurrent Rot-weiß
Zollstock die Absage aller Aufstiegsfeierlichkeiten am Zülpicher Wall. 78
Punkte und ein überragendes Torverhältnis von 132:36 waren am Ende zu wenig im 30
Runden andauernden Kopf-an-Kopf-Rennen gegen die 81 Zähler des aktuellen
Neunten der Kreisliga A Köln.
Casas Tränen sind inzwischen getrocknet, denn auch die neue Serie verspricht
der Elf vom Universitätsgelände die Promotion aus der Neuntklassigkeit. Durch den
überraschenden Punktverlust Vorwärts Spohos (nur 3:3 bei Kellerkind FC Bosna) vom
Donnerstag sogar als Spitzenreiter in den achten Spieltag gegangen, geriet das
Match gegen den SC West Köln zur durchaus taktischen Veranstaltung, in der die
Hausherren zunächst weitgehend auf eigenen Ballbesitz verzichteten und dem Gegner
durch Nadelstiche zusetzten. So saß nach einer guten Viertelstunde prompt der
erste echte Vorstoß, als der SC West weder Luca Kroepmans bei der Vorarbeit
über links, noch Daniel Adam beim Abschluss vom Fünfer-Eck in nennenswerte
Bedrängnis nahmen (16.).
Ein Plot, der wenig später auch über rechts zustande kam, ging es diesmal über
Paul Feifel und den durchsteckenden Ole Gruner vor das Tor, wo wiederum Adam
als Raumdeuter und Vollstrecker mit rechts auf 2:0 stellte (24.).
Abwechslungsreich ging es in der Folge zu, weil die Gäste aus dem Tabellenmittelfeld
weiter munter mitspielten – ohne vorne aber den entscheiden Dreh zu kreieren. Erst
nach etwas mehr als einer Stunde führte ein durch Erkam Taner initiierte
Vorstoß zum verdienten Anschlusstreffer, der dem eher zufällig an die Pille
gekommene Thierry Toulon aus zentraler Schussposition gelang (63.). Der letztjährige
A-Ligist, dessen Abstieg erst durch ein medial vielbeachtetes
Wiederholungsspiel zwischen dem FC Pesch II und Olympia Köln (4:2) am 19.07.
(!) entschied, jetzt voll am Drücker und per Standard mit der dicken Ausgleichs-Doppelchance,
doch Casa-Schlussmann Luca Fiori fischte erst einen Turan-Freistoß aus dem
unteren Eck, um Augenblicke später auch Batuhan Turans Abdruck aus 20 Metern im
Nachsetzen zu entschärfen (66.). Ebenso blieb auch Toulons Königschance
ungenutzt, weil sich Verteidiger Dennis Pieczka in den Versuch warf und Fiori daraufhin
abermals sicher zupackte (74.).
Umso wichtiger für den Primus, dass drüben keine halben Sachen gemacht wurden,
als Kapitän Duncan Dykewicz die hohe Ecke hineinbrachte und Feifel im
Kopfballduell mit Anton Blüm die Lufthoheit zum 3:1 behielt (79.).
Die allzeit bemerkenswert fair geführte, weil von Kult-Schiedsrichterin Marina
Heyse mit klaren Ansagen geleitete, Partie damit vorentschieden. Zu
verschmerzen war da für die Weiß-roten, dass Adam auf Traumpass von Dykewicz den
Kürzeren gegen West-Fänger Renatto Paredes Fernandez zog (85.).
Casa España bleibt damit ganz oben und daheim weiter ohne Punktverlust, während
die Jungs in Blau bereits übermorgen als Neunter den zwei Klassen höheren
Bezirksligisten CFB Ford Niehl zum Kreispokalduell empfangen.
Tore: 1:0 Adam (16. Kroepmans), 2:0 Adam (24. Gruner), 2:1
Toulon (69.), 3:1 Feifel (79. Dykewicz)
gelbe Karten: Feifel, Adam – keine
Schiedsrichterin: Marina Heyse (Note 2)
Zuschauer: 30
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