Spitzenreiterinnen über
Standards geknackt
Welle-Frauen
machen Landesliga-Aufstiegskampf so richtig spannend!
Ist das der große Plot Twist im Aufstiegskampf der Frauen Landesliga? Bereits
zum dritten Mal haben die Frauen des Niendorfer TSV im neuen Jahr das Feld als
Verliererinnen verlassen. Im Nachholspiel am Dienstagabend ausgerechnet im
Spitzenspitzenspiel gegen die Elf des TSC Wellingsbüttel.
Bei einem möglichen Erfolg um acht Zähler auf den Widersacher auf dem ersten
Nicht-Aufstiegsplatz davongezogen, begann der Primus auch durchaus engagiert.
Außer einem in Rücklage drüber gehebelten Hentze-Versuch brachte das Pressing
jedoch erstmal nichts ein.
Stattdessen rissen die Gäste das Geschehen mehr und mehr an sich, um dabei
erstmal ebenso harmlos zu bleiben – bis die Niendorferinnen einen langen
Freistoß nicht aus der Gefahrenzone bekamen und Maike Kipcke eiskalt zum 0:1 versenkte
(39.).
Fast machte Kollegin Pauline Leßmann einen Doppelschlag aus dieser Führung, nur
patschte NTSV-Fängerin Godja Fischer das Leder fachfrauisch zur Ecke (41.). Dann
halt eben von der Fahne, fand Lavinia Nordmanns Standard genau die völlig frei
einlochende Kipcke am langen Pfosten – 0:2!
Ganz ähnlich spielten sich die Dinge beim 0:3 ab. Wieder rettete Fischer – nun
gegen Nordmann – zum Eckstoß, den die Rückennummer 22 mit ihren quietschgelben
Buffern punktgenau auf eine erfolgreiche Mitstreiterin zog. Torschützin
diesmal: Zentrumsspielerin Ina Hoppe (57.).
Die Partie damit entschieden, bevor sie überhaupt so richtig spannend wurde.
Daran änderte auch ein kleines Aufbäumen der Gastgeberinnen in der Schlussphase
nichts. Tammy Hentze vergab in der Schlussminute noch den fälligen
Ehrentreffer, nachdem sie ein verlängerter Fischer-Schlag in die erlaufene
Poleposition gespült hatte (90.).
Der Vorsprung auf den Rest der Liga ist damit jetzt nahezu aufgebraucht, sind
die Wellingsbüttelerinnen, deren Keimzelle des Erfolgs heuer klar der ruhende
Ball war, nun auf zwei Zähler an die Sachsenweglerinnen herangerückt. Im
Sandwich der beiden liegt noch die Elf von Concordia, die mit einem Spiel
weniger sogar virtuell an der Spitze steht.
Schützenhilfe gegen dieses Szenario könnten am kommenden Wochenende nun
ausgerechnet die wie schon im Hinspiel (4:1) triumphierenden Pfeilshöferinnen
leisten – am Sonntag beim Tabellenzweiten. Vorausgesetzt, die Blauen machen beim
Ex-Club von Torfrau Fischer in Altona ihre eigenen Hausaufgaben.
Tore: 0:1 Kipcke (40.), 0:2 Kipcke (41. Nordmann), 0:3 Hoppe
(57. Nordmann)
Schiedsrichter: Robin Baumgardt (Eimsbütteler TV)
Zuschauer: 35
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Dienstag, 7. April 2026
Spielbericht Niendorfer TSV 1. Frauen - TSC Wellingsbüttel 1. Frauen
Montag, 6. April 2026
Spielbericht FC Elmshorn - TV Haseldorf
Zweistellig an die Spitze
11:0!
FC Elmshorn kommt Etappenziel zum Profibereich näher
„FC Elmshorn will in den Profifußball“ titelte die Elmshorner Nachrichten
vergangenen Mittwoch. Und während noch darüber diskutiert wird, ob es sich hier
um einen Aprilscherz, passend zum 01.04., durchgeknallten Größenwahn oder ein
solides Projekt handelt, setzte die (noch) siebklassige Mannschaft am
Ostermontag ein zweistelliges Ausrufezeichen.
Den personell einmal mehr angeschlagenen Abstiegskandidaten aus Haseldorf zu
Gast, gestaltete der zukünftige Drittligist (nach eigener Vision für etwa 2032
anvisiert) die Partie nach Belieben.
Kein Wunder also, dass Torjäger Dennis Altergott ein durchgerutschtes
Sukhanov-Zuspiel in die Tiefe mühelos vor der Kiste zur 1:0-Führung verwertete
(13.).
Die Verdopplung setzte es nach einem Aygün-Freistoß, den Gäste-Fänger Johannes
Markmann zwar erst parierte, doch mit Mert Acar stand ein aufmerksamer
Abstauber sofort bereit (23.), ehe wieder Altergott nach Flugball Acars auf 3:0
stellte (28.).
Zwei Großchancen durch Mustafa Gök (32.) und Aygün (34.) etwas fahrlässig
ausgelassen, ging es nach Sevinc-Diagonalball mit Seymen Tokays 4:0 weiter
(39.). Und auch Kapitän Aygün belohnte mit seinem Freistoßtor von rechts für
seinen heuer 45-minütigen Einsatz (44.).
Auch im zweiten Abschnitt ging es, abgesehen von kleineren Schusschancen für
die Haseldorfer, beispielsweise von Louis Bevers (63.), nur in eine Richtung.
Besondere Freude bescherte dies dem umtriebigen Altergott, der lediglich ein
Dutzend an Spielminuten zum lupenreinen Hattrick benötigte (62., 65. &
74.).
Da wollte sich auch sein Trainer nicht lumpen lassen, krönte Seyhmus Atug seine
Selbsteinwechslung mit dem 9:0 nach Rewakian-Ecke (81.) und dem 10:0, das ihm
Altergott vor der Kiste aufgelegt hatte (84.).
Ein Ei legte der neue Primus dem auseinanderbröselnden Gegner aber noch ins
Nest. Mustafa Saidy Khans Flanke köpfte Bedran Atug am zweiten Pfosten zum
11:0-Endstand ein (90.).
Zwei Zähler Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Kummerfeld bei noch einer
Partie mehr zu gehen riechen nun schon extrem nach dem erstmal anvisierten
Landesligafußball in der Krückaustadt, während man Haseldorf angesichts des nicht
einfachen Restprogramms und einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer sieben
anspruchsvolle rest-Spieltage vor der Nase hat.
TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper, Biermans –
Kaland, Mohrdieck, J. Lüchau (78. C. Dalecki), Laudahn – Jedamski, Bevers,
Trainer: Benjamin Kälberloh
FC Elmshorn: Kado – Sukhanov, B. Atug, Er, Saidy Khan – Gök (70. S.
Atug), Acar (46. Rewakian), Aygün (46. Aydin) – Sevinc (46. Eklim), Altergott,
Tokay, Spielertrainer: Seyhmus Atug
Tore: 1:0 Altergott (13. Sukhanov),
2:0 Acar (23. Aygün), 3:0 Altergott (28. Acar), 4:0 Tokay (39. Sevinc), 5:0 Aygün (44., direkter
Freistoß), 6:0 Altergott (62.), 7:0 Altergott (65.), 8:0 Altergott (74.), 9:0
S. Atug (81. Rewakian), 10:0 S. Atug (84. Altergott), 11:0 B. Atug (90. Saidy
Khan)
Schiedsrichter: Fatih Karkar (FFC 08 Osman Bey Moshee)
Zuschauer: 50
Spielbericht TSV Gut Heil Heist 1.Ü40 - SC Ellerau 1.Ü40
Folgerichtige Nullnummer
Keine
Tore am Ostermontag: TSV Heist und SC Ellerau teilen die Ü40-Punkte
Vierter gegen Zweiter und beide seit vier Partien ungeschlagen. Die Ü40
Bezirksliga 01 versprach mit ihrem Nachholspiel in Heist ansehnliche
Feiertagsunterhaltung. Inhaltlich vermochte der morgendliche Ostermontagskick allerdings
nicht mit dem Tabellenbild mithalten. Wenig Tempo, kaum Zusammenhängendes und
so richtig gehorchen wollte das Spielgerät den Akteuren auch nicht.
Entsprechend lange dauerte es, bis endlich mal ein Team gefährlich aufwartete.
Kurz vor der Pause war es der Ellerauer Fatih Nacar nach einem Pressball mit
viel Wiese vor sich in Richtung TSV-Tor marschierte, Schlussmann Tobias
Radowitz aber gekonnt sein Bein in den Weg stellte, bevor der bemühte Angreifer
in den Sachzehner ziehen konnte (33.).
Besserung erfuhr die lahme Begegnung bei eisig-windiger Aprilsonne auch im
zweiten Abschnitt nicht. Ein typisches 0:0-Spiel nahm seinen Lauf – bis es auf
den letzten Metern endlich vermehrt prickelnd wurde.
Erst faustete SCE-Goalie Andrew Neinhardt einen Führböter-Abschluss zur Ecke,
dann schnappte sich der Tormann auch Benjamin Mielkes Rechtsschuss im Rahmen des
fälligen Standards (63.).
Und auch die Blauen unternahmen plötzlich den großen Doppel-Versuch zum
Siegtreffer, als Radowitz erst erneut vor Nacar retten musste, um bei
Maximilian Michalks Heber im Nachsetzen Glück zu haben, dass der Nachschuss aus
dem Rückraum über das Tor flog (68.).
Die letzte Gelegenheit gehörte dann sogar noch einmal dem Tabellenvierten, der
schon beim 5:1-Heimsieg gegen Schanze II am Ostersamstag ordentlich Körner
lassen musste. Wieder war es eine Meiners-Ecke von rechts und wieder probierte
es Stürmer Nico Führböter – und wieder mochte kein Tor fallen. Der Ball segelte
knapp drüber und die Nullnummer war beschlossene Sache.
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Lap Chung Dang (SC Victoria Hamburg)
Zuschauer: 20
Samstag, 4. April 2026
Spielbericht Moorreger SV - SSV Rantzau II
Serie ohne Nutzen
Moorreger
SV kommt nicht aus dem Keller: Viertes 2:2 in Folge
Wer kennt sie nicht: Abonnements, die man irgendwann im Leichtsinn abschließt
und fortan ohne echten Mehrwert an der Backe hat. Ein Abo, das dem Moorreger SV
mehr kostet als nützt, verfolgt die Himmelsbargler seit nunmehr vier Spielen:
das 2:2.
Dadurch seitdem zwar ungeschlagen, aber eben ohne echten Fortschritt im
Abstiegskampf, blieb nach dem neuerlichen Vier-Tore-Remis am Ostersamstag
wieder einmal die große Enttäuschung zurück.
Inhaltlich war es ein mühsames Treiben, mit dem der (vor dem Match) Tabellenvorletzte
und die Reserve des SSV Rantzau die 35 Zuschauer bei rasantem April-Wind folterten.
Ungenaue Anspiele, Stockfehler am Ball und ohne die Kugel wenig raffiniert: mit
Kreisligafußball hatte das Geschehen auf dem holprigen Geläuf wenig gemein. Interessant
wurde es daher hauptsächlich durch individuelle Fehler oder Standards.
So freute sich der MSV bei Sam Holz´ von Leon Prange verlängertem Freistoß über
Finn Cornils Treffer, den die korrekte Abseitsfahne von Assi Saber Ghazouani
(Hamburger SV) allerdings rasch einkassierte (15.).
Der SSV versuchte es derweil mit (wenig inspiriertem) Ballbesitz und einem
Usso-Versuch an den Außenpfosten (19.), dem der Angreifer gleich den nächsten
Abschluss folgen lassen wollte. Nur warf sich Cornils gerade noch rechtzeitig
in den Ball (26.). Wenigstens der Einsatz stimmte! Und auch auf Niklas Puttmann
war Verlass, rettete der Goalie erst vor Luca Bornholdt, um Ussos hohes Nachsetzen
aus der Ferne schön im Übergreifen zu parieren (32.).
Im Stich gelassen blieb der Torwart dagegen wenig später, als Klaas Thieme auf
rechts die Kugel gewann, Kollege Bornholdt auf Usso weiterleitete und der
ehemalige Holsatia-Akteur diesmal zum 0:1 vollendete (38.).
Eine besonders bittere Pille für die Moorreger, weil nur Sekunden zuvor die
Riesenchance zur eigenen Führung liegengelassen wurde. Prange war nach gegnerischem
Ballverlust frei auf dem Weg in Richtung SSV-Torsteher Malte Ladehof, dessen Geduld
sich im Eins-gegen-Eins auszahlen sollte. Dem zögerlichen Prange die Kugel vom
Fuß gefingert, galt der Schlussmann als Wegbereiter der drüben erzielten
Führung.
Andauernde Freude sollte den Gästen an dieser jedoch nicht zuteilwerden, pennte
die Innenverteidigung völlig gegen den einfach mal durchlaufenden Henning
Jensen, dem aus der erlaufenen Poleposition der erkämpfte Gleichstand gelang
(42.).
Doch damit nicht genug der Barmstedter Geschenke, unterschätzte man die Lage
nach Jayson Bielfeldts Kämpferball von der linken Aus-Linie so sehr, dass
Jensen wieder dazwischen spritzen und auf 2:1 stellen konnte – was für ein
Klops (44.)!
Entsprechend vorsichtiger ging es, wohlwollend formuliert, nach dem
Seitenwechsel weiter. Der fleißige Usso hob das Leder aus dem Lauf aufs Tor-Dach
(64.). Eine Rarität, denn immer wieder gewannen die Hausherren die wichtigen
Zweikämpfe.
Keinen Zugriff fanden die Roten dann allerdings folgenschwer auf den langen
Pfosten, wo nicht zum ersten Mal gleich mehrere Blaue auftauchten, von denen
schließlich Sascha Blunk das Spielgerät aus kürzester Distanz zum späten 2:2
über die Linie drückte (88.).
Enttäuschung bei der Elf von Trainer Hakan Harmanci, doch es hätte sogar noch
dicker kommen können, wenn der eingewechselte Tjard Kaschluhn nicht auf Puttmanns
Brust gezielt hätte (90.+3).
Ob der weiter andauernden Sieglosigkeit in 2026 (bei sechs Spielen) und dem
Verbleib unter dem Strich, eine weitere Enttäuschung zu Beginn des fünfteiligen
Heimspielmarathons. Die vielen Nachholer – vor allem am kommenden Ostermontag
gegen die ebenfalls gefährdete Mannschaft von Union Tornesch III – bleiben allerdings
der große Strohhalm für den Kreisligaverbleib.
Tore: 0:1 Usso (38. Bornholdt), 1:1 Jensen (42.), 2:1 Jensen
(44. Bielfeldt), 2:2 Blunk (88. A. Hollm)
gelbe Karten: C. Harmanci – keine
Schiedsrichter: Fiete Knoblich (Hamburger SV, Note 2,5)
Zuschauer: 35
Freitag, 3. April 2026
Spielbericht FC St. Pauli VI - FC Union Tornesch IV
Krasser als Achterbahn
Zehn
Tore auf dem Heiligengeistfeld: Union IV gewinnt irres Oster-Spektakel!
Nebenan öffneten St. Paulis Sechste und Union Tornesch IV ihre Schießbuden
allerdings zum denkwürdigen zehn-Tore-Spektakel der Kreisliga 08.
Strahlender wie überraschender Sieger: das Kellerkind aus Tornesch, das sich
mit dem Erfolg beim Tabellendritten kurzerhand aus den Abstiegsrängen
katapultierte.
Vom Anpfiff weg war es dem Außenseiter dabei gelungen, die Partie auf dem engen
Kunstrasen hinter dem Millerntorstadion offen zu gestalten und kaum
Nennenswertes zuzulassen. Nur ein vertretbarer Strafstoßpfiff gegen Kapitän Ben
Schlüter, dessen Arm aus kurzer Distanz von Björn Rothes Kopfball getroffen
wurde, aber nun mal eben den Torversuch vereitelte (immerhin setzte es nicht
den fälligen Platzverweis), durchkreuzte Unions Defensivkonzept (11.). St.
Paulis Spielführer Maximilian Hille zeigte nämlich keine Nerven vom Punkt und
versenkte zum 1:0.
Unterkriegen ließen sich die Gäste davon aber nicht, trauten sie sich zunehmend
selbst nach vorne, während das nächste Tor jedoch vermeintlich für St. Pauli
fiel. Lukas Winterschladen piekte das Leder in die lange Ecke, doch das Gespann
um den jungen Raul Ramazanov erkannte auf Abseits (41.). Just im Gegenzug gelang
es den Blauen, Torjäger Thomas Koziol halbrechts in umjubelte Tor-Szene zu
setzen – hier geht was!
Vor allem auch, weil Union-Schlussmann Jan Redmann einen erneuten Rothe-Kopfball
schön über seinen Kasten streichelte und damit erstmal das Pausen-Remis
sicherte (45.+1).
Zurück aus den Kabinen, gab es für die beiden Männer mit den Handschuhen nicht
mehr viel zu lachen. Binnen einer Viertelstunde spielte sich nämlich ein
skurriles Scheibenschießen ab, dessen Anfang St. Paulis Philippe Tiede mit
einem ungestümen Einsatz herbeiführte. Koziols flaches Strafstoßtor (53.)
glichen die Braun-weißen aber rasch per Hille Kopfball (Ecke Tiede) wieder aus
(55.).
Weil ein abermaliger Kopfstoß von Rothe nicht mehr auf der Linie geklärt werden
konnte, war die Partie sogar per Doppelschlag auf 3:2 gedreht (57.).
Doch die Eisernen schlugen zurück, versenkte Bugrahan Almaz eine dynamische Vorarbeit
durch Jorge Westphal am ersten Pfosten zum erneuten Ausgleich (60.), den St.
Pauli wiederum quasi im Gegenzug korrigierte. Diesmal legte der gerade eingewechselte
Amin Dweik wunderbar für Gerrit Sundermann in den Rückraum ab, sodass die
Rückennummer zehn das Leder noch leicht abgefälscht unter die Latte nageln
konnte (62.). Ein starker Abschluss, der aber auch nicht darüber hinwegtäuschen
konnte, dass die Defensivleistung der Kiezkicker heuer kaum über dem
Meeresspiegel lag. So luchste Koziol Moritz Boekhoff die Kugel vor dem
Sechzehner zum vermeintlichen 4:4 ab, nur verzog der landesligaerfahrene Pole
unter Bedrängnis (67.).
Vielleicht schnaufte St. Pauli daraufhin etwas zu lange durch, denn kaum pennte
man bei einem Einwurf von links, vernaschte Lennard Stolz Gegenspieler Lasse
Beyer zum perfekten 4:4-Drehschuss (70.).
Schon jetzt war irgendwie klar, dass dieses Spektakel eigentlich keinen
Verlierer verdient hatte. Dachte sich wohl auch Union-Torwart Jan Redmann, der
den ausgeglichenen Zwischenstand gegen Hilles Strafstoß im Abtauchen nach
rechts, vom Schützen aus, am Leben erhielt (76.) und damit auch den wichtigen
Zähler im Abstiegskampf.
Für die Gastgeber derweil ein harter Nackenschlag, von denen sie sich heute
nicht mehr erholen sollten. Stattdessen gingen die Jungs aus dem Torneum voll
aufs Ganze, was sich fünf Minuten vor Ultimo tatsächlich abermals auszahlen
sollte, wemmste Bezirksliga-Leihgabe Westphal den vom Gegner nicht geklärten Ball
mit vollem Mut aus 18 Metern linksunten rein. 4:5!
Zeit, den Laden nun auch hinten endlich den Griff zu kriegen, sodass nicht nur
per sofortigem Doppelwechsel, sondern auch durch Koziols Installation im
Abwehrzentrum alles in blau auf Defensive getrimmt wurde.
Ein Konzept, das auf den letzten Metern auch genauso aufging und seine
Perfektion in der Nachspielzeit finden sollte. Gegen aufgerückte St. Paulianer
konterte sich der Abstiegskandidat in Überzahl zum 4:6-Endstand, den Joker
Maxim Beker mit Chip über Schlussmann Ivaylo Dimitrov perfekt machte (90.+1).
Ein ganz wichtiges Ding für Beker und Co, die die Alsterbrüder-Dritte auf den
ersten Abstiegsplatz der Kreisliga 08 verdrängten.
Sorgen, die man an der Feldstraße nur vom Hörensagen kennt. Rang drei ohne
Bezug zum Spitzenduo lässt die Punktspielsaison schwingt ausklingen, ehe im
Heino-Gerstenberg-Pokal noch das große Endspiel gegen Vorwärts/Wacker Billstedt
III ansteht. Der Ausrutscher heute daher verschmerzbar…
Tore: 1:0 Hille (11., Strafstoßtor, Handspiel Schlüter), 1:1
Koziol (42. Stolz), 1:2 Koziol (54., Strafstoßtor), 2:2 Hille (55. Tiede), 3:2
Rothe (57. Hille), 3:3 Almaz (60. Westphal), 4:3 Sundermann (62. Dweik), 4:4 Stolz
(70.), 4:5 Westphal (85.), 4:6 Beker (90.+1, Westphal)
gelbe Karten: Rothe, Teßmann – Schlüter, Almaz, Albostan
Schiedsrichter: Raul Ramazanov
Zuschauer: 50
Spielbericht SV Barmbek - MSV Hamburg IV
Den Korken doch noch gelöst
SV
Barmbek überwindet den Chancenwucher zum 5:2-Heimsieg
Geduld und Beharrlichkeit – zwei Tugenden, die Spiele entscheiden können. Definitiv
in diese Kategorie gefallen am Karfreitag das Heimspiel des favorisierten SV
Barmbek gegen die Vierte des MSV Hamburg.
Eine Partie, bei der die greifbare Verzweiflung ob eines Füllhorns an vergebenen
Chancen nur binnen acht Minuten der freudigen Erleichterung wich.
Der SVB, im Nirgendwo der Kreisklasse 07 angesiedelt, musste auf seinem roten
Rasen bereits nach nicht einmal zwei gespielten Minuten einem Rückstand
hinterherlaufen, nachdem die notdürftig zusammengeschusterte Innenverteidigung
Gegenspieler Jasmin Stroil nach steilem Anspiel nicht eingefangen bekam und der
ehemalige Lorbeer-Kicker eiskalt zum 0:1 in die lange Ecke einlochte (2.).
Und nun? Der Ausgleich! Denn kaum tauchten auch die Gastgeber vor des Gegners
Kasten auf, landete ein abgefälschtes Wulff-Ding direkt auf dem zielsicheren
Haupt von Alexander Tesch – 1:1 (4.)!
Eine Zielgenauigkeit, die der Elf des draußen verletzt mitleidenden Grant
Kendon Sharka wiederholt abging. So musste der Spielertrainer mit seinen sieben
Schrauben in der Hand mitansehen, wie seine Schützlinge entweder gänzlich
verfehlten oder MSV-Schlussmann Pascal Martins Saraiva mehr und mehr
warmschossen (25. & 29.). Die schönste Gelegenheit, weil super in der
Schnittstelle gefunden, vergab nach einer halben Stunde Torschütze Tesch beim
erneuten Kopfballversuch.
Fünf weitere Fehlversuche später war das frustrierende Pausenremis dann
vollendet…
Doch es sollte noch dicker kommen. Denn nachdem Senol Becirovski seinen Ball
rechtsoben drüber segeln sah (54.), führte drüben ein unumstrittener Strafstoß
wegen Handspiels sogar zum 1:2 des Drittletzten durch Kapitän Fynn Mayhew
(60.).
Einen Abbruch tat dies den Bemühungen des teilweise sogar ordentlich kombinierenden
Heimteams allerdings nicht. Tesch abermals per Kopf (61.), der eingewechselte
Scherwin Bashardoust mit einem Flutsch-Ball an den Pfosten (62.), Benedict
Holbein knapp drüber (63.) und schließlich nochmal Bashardoust einen Tick zu
hoch (66.), verführten bereits dazu, mit alten Fußballerzitaten zum Thema „kein
Glück und dann auch noch Pech dazu“ das Phrasenschwein zu füllen.
Nicht aber mit dem unermüdlichen Bashardoust, der nicht nur zusätzlichen
Schwung sondern auch die Ablage für Becirovskis tatsächlich einschlagenden
Schuss von halblinks brachte (70.). Der Korkenlöser des SV Barmbek, der
plötzlich, wie im Rausch, fast jeden Versuch landete. Nur Sekunden später
nutzte Becirovski nämlich, dass sich die Gelben im Sechzehner gegenseitig
abbolzten, zum 3:2-Drehschuss (71.), ehe Bashardoust einen Ballgewinn im
Pressing mit dem feinen Lupfer über den Torwart belohnte (76.).
Noch formvollendeter kam wiederum nur Augenblicke danach sein Seitenwechsel auf
den eingestarteten Holbein daher. Ohne Umschweife aus dem Lauf finalisierte die
Rückennummer 34 gen langes Eck zum 5:2-Endstand (78.), an dem sich auch Tormann
Florian Korous mit einem drüber gelenkten Effah-Geschoss noch einmal seinen
Anteil sicherte (81.).
Im exakten Mittelfeld der 15er-Staffel hat die siegreiche Mannschaft von der
Meister-Francke-Straße maximal noch Aussichten auf Rang sechs, wobei an den
verbliebenen sechs Spieltagen nur noch einmal auf den Heimvorteil der „Aschehölle“
zu hoffen ist. Fünf Auswärtsspiele stehen einem noch zu spielenden Match daheim
gegenüber. Alle Groundhopper und Fußballromantiker müssen sich beeilen: noch in
diesem Jahr soll das urig-pittoreske Retro-Ambiente zum modernen Kunstrasenspielfeld
umsaniert werden.
Tore: 0:1 Stroil (2.), 1:1 Tesch (3. Wulff),
1:2 Mayhew (60., Strafstoßtor), 2:2 Becirovski (70. Bashardoust), 3:2 Becirovski (71.
Tesch), 4:2 Bashardoust (76.), 5:2 Holbein (78. Bashardoust)
gelbe Karten: Choinka, Rieken – Haxhiajdini, Jordan
Schiedsrichter: Ivan Lastro (USC Paloma)
Zuschauer: 40
Donnerstag, 2. April 2026
Spielbericht SV Blau-weiß 96 Schenefeld - TV Haseldorf
Vorteil: Kadertiefe
Torhungrige
Joker richten es für Blau-weiß 96
70 Minuten lang sah es so aus, als könnte der TV Haseldorf der große
Gründonnerstagsgewinner im Untergeschoss der Bezirksliga 01 sein, doch spät
schlug in Schenefeld die bittere Erkenntnis zu: der Klassenerhalt bleibt ein
Mammutprojet.
Ohne den gelbgesperrten Lars Rose, der dafür im gut besuchten Gästeblock alles
gab, legte der Aufsteiger gleich willig und griffig los. Völlig untypisch für
einen Abstiegskandidaten, zahlte sich dies auch sofort aus, verwertete Marten
Fülscher eine Mohrdieck-Flanke in der Mitte zum 0:1-Stimmungshoch aller, die in
der Folge mit dem Auswärtsteam um den Erhalt der Führung bangten (7.).
Blau-weiß startete nämlich seine Ballbesitzdominanz, die das Spielgeschehen
nachhaltig in die Hälfte der Haseldorfer verlagerte. Eingreifen brauchte
Gäste-Fänger Niklas Grote jedoch erstmal nur mit einer behänden Fußabwehr gegen
den scharf von Lewe Tiede bedienten Lenard Peters (8.).
Allzu lange sollte sich dies aber nicht ausgehen. So schickte Youss Jaiteh
seinen Kollegen Rene Müller wohl temperiert in die Tiefe, wo der 29-Jährige auf
dem Weg zum Ausgleich keine halben Sachen machte (19.). Nicht ganz so Oscar
Rehder, dem sich Grote mit voller Breite entgegenstellte (22.).
Doch auch die Gäste warteten in Nadelstichen gefährlich auf. Nach Phil
Mohrdiecks starkem Ballgewinn ergab sich Michel Lienau nämlich die fette Chance,
gegen deren Verwertung sich Fynn Ritter im Abtauchen erfolgreich stemmte (21.).
Kein Grund für den fleißig ackernden Blondschopf, es nochmal zu versuchen. Dem
letzten Mann aus der 96-Viererkette die Kugel geklaut, versenkte Lienau diesmal
eiskalt vor Ritter zum 1:2-Halbzeitstand (41.), den Fülscher von halbrechts
durchaus noch hätte ausbauen können (45.+1).
Ernsthafte Gefährdung erfuhr diese Einblendung auf der großzügigen Anzeigetafel
im Stadion Achter de Weiden lange Zeit nicht. Auf der regelmäßig vollends
bespielten Skala zwischen Welt- und Kreisklasse drohte den Hausherren nach der
3:5-Schlappe in Niendorf aus der Vorwoche gleich das nächste Negativextrem.
Heuer aber zogen die Jungs in weiß den Kopf auch dank einer herausragenden Bank
spät aus der Schlinge. Mit einem Treffer der Marke „Eier-Tor“ würdigte der
soeben eingewechselte David Heffele nicht nur die anstehenden Ostertage,
sondern läutete damit auch die Wende im zu diesem Zeitpunkt irgendwie toten
Spiel ein (71.). Denn nachdem der mit ihm gekommene Jasin Emini beim ersten
versuch noch am Außennetz scheiterte (77.), machte es die Rückennummer 33 auf
Diagonalball Maik Wegners eiskalt zum 3:2 (79.).
Die Haseldorfer, die im Gegensatz dazu freilich nicht über solche Einwechselkaliber
verfügen, waren gebrochen und Blau-weiß auf dem Weg, das Resultat weiter
hochzuschrauben. In zwei Szenen daran gescheitert (84. & 90.), holte mit
Marco Müller der dritte Joker das Verpasste im Konter nach (90.+3).
Der TVH nun weiter mit einem Zähler unter dem Strich, während Coach Mathias Timm
und seine Edel-Bankwärmer bei einem ganzen Dutzend an Punkten Vorsprung auf die
Kreisliga-Plätze sieben sorgenfreien Restspieltagen entgegensehen können.
Tore: 0:1 Fülscher (7. Mohrdieck), 1:1 R. Müller (19. Jaiteh),
1:2 Lienau (41.), 2:2 Heffele (71.), 3:2 Emini (79. Wegner), 4:2 M. Müller (90.+3,
Kocak)
gelbe Karten: keine – J. Lüchau
Schiedsrichterin: Vanessa Thormählen (FC Union Tornesch, Note 2,5)
Zuschauer: 80
Mittwoch, 1. April 2026
Spielbericht FC Roland Wedel - Wedeler TSV
Doppelte Derby-Freude
TSV
gewinnt das wedeler Stadt-Duell und springt an die Tabellenspitze
Volle Hütte im und um den Kunstrasenkäfig der Schulauer Straße, denn das Wedeler
Stadtderby durfte man sich als Fan des Fußballs im Kreis Pinneberg freilich
nicht entgehen lassen.
Der FC Roland, trotz des 1:0-Hinspielsiegs im Elbestadion in der
Außenseiterrolle gegen den Tabellenführer in spe, versuchte dem Spitzenteam mit
tiefer Staffelung beizukommen, was allerdings an oftmals fehlendem Zugriff im
Mittelfeld scheiterte. Gut für den TSV, der nach Michel Hönkes erstem
Warnschuss in die Arme des leidenschaftlich von hinten dirigierenden Aytekin
Üstündag (9.) wenig später per Standard ernstmachte. Tobias Patats Freistoß von
links köpfte der aufgerückte Jan Boettcher als einziger Bewohner des
Obergeschosses zielgenau zum 1:0 ein (12.).
Ein TSV-Start nach Maß, dessen Ausbau durch Routinier Josep Dilber nur die
Abseitsfahne von Assi Magnus Rehberg vereitelte (19.).
Erst mit der Zeit trauten sich fortan auch das Team aus dem Mittelfeld der
Kreisliga 1 etwas zu. Can-Ali Dursun versuchte es einmal von halblinks, verzog
jedoch ein gutes Stück (31.).
Dass es aber tatsächlich mit einem Gleichstand in die Freiluftpause (die
Kabinen liegen gefühlte 20 Kilometer durch den Wald entfernt) gehen sollte,
ging zum einen auf das Konto des TSVers Hendrik Ramcke, der sich mit mangelnder
Orientierung in der hintersten Reihe düpieren ließ und zum anderen an Düpierer
Tim Dreschniol, der sich am erfahrenen Verteidiger vorbeischlängelte und fachgerecht
zum ausgelassen bejubelten 1:1 netzte (43.).
Alles wieder auf null, doch auch im zweiten Abschnitt machte der Roland insgesamt
zu wenig fürs Spiel, das allerdings auch die Jungs mit den grünen Stutzen nicht
so richtig in ihre Bahnen zu lenken vermochten – bis Hönke einfach mal aus 30 Metern
draufhielt und die Passivität des Gegners in Gestalt des 1:2 bestrafte (62.).
Das Bemühen war der Elf von Trainer Tugay Hayran in der Folge sicherlich nicht
abzusprechen, doch der TSV fand an diesem Abend nun immer mehr die besseren Lösungen
im Spiel nach vorne, das allein Roland-Kicker Dilber zweimal hätte krönen
können (75. & 83.). Einzig Üstündag, der Marvin Weids Distanzversuch im Nachfassen
sicherte (85.) und Patats Geschoss schön per Flugparade entschärfte (90.+1),
hielt das Match noch offen, während seine Vorderleute nicht (mehr) über
Halbchancen hinauskamen.
Die Entscheidung zögerte der Goalie, der selbst beim 1:3 erst gegen Nico Knodt
abwehrte, ehe Weid die Kugel im Nachsetzen voll reinwemmste (90.+4), letztlich
aber nur heraus.
Der Wedeler TSV geht damit als punktgleicher Spitzenreiter vor dem Rissener SV ins
sportlich schon am Gründonnerstag beginnende Osterwochenende – bei drei Partien
weniger! Dass es nächstes Jahr kein Kreisliga-Stadtduell mehr gibt, liegt weiter
voll in eigenen Händen.
Tore: 0:1 Boettcher (12. T. Patat), 1:1 Dreschniol (43.), 1:2
Hönke (62. Dilber), 1:3 Weid (90.+4, Knodt)
gelbe Karten: Bajraktari, Ayik, Dreschniol – Urban, Boettcher, Kilinc
Schiedsrichter: Jonathan Hohenegger (SV Blau-weiß 96 Schenefeld, Note 2:
hatte das nie unfaire Derby jederzeit unter vollster Kontrolle)
Zuschauer: 100
Dienstag, 31. März 2026
Spielbericht TuS Appen 1. Frauen - GW Eimsbüttel 1. Frauen
Landesliga quasi
gesichert
3:1
im Nachholspiel: TuS Appens Frauen können mit dem Klassenerhalt planen
Nüchtern betrachtet, scheint der Landesligaverbleib für die Frauen des TuS
Appen bereits erreichte Sache, doch für die rechnerische Sicherheit muss am
Almtweg noch ein kleines bisschen was passieren.
Eine echte Hilfe war dabei auf jeden Fall das Nachholspiel vom 18. Spieltag,
das am späten Dienstagabend die wohl vorentscheidenden drei Zähler auf das Punktekonto
des dienstältesten Teams der Landesliga (achte Serie in Folge) spülte.
Leichte Vorteile vermochte der neutrale Beobachter zunächst sogar bei den Gästen
aus Hamburg-Eimsbüttel zu vernehmen, doch während die Damen von der Pinnau
hinten mit etwas Glück und fehlender GWE-Präzision (Finja Ranft, 11.) schadlos
blieben, stach drüben Inci Cav plötzlich in den Rücken der Gäste-Deckung, um
ihren Heber passend über Torfrau Yara Kappes ins Tor zu setzen (21.).
Grün-weiß, das heute ganz in schwarz aufgelaufen war, reagierte mit einer guten
Schusschance für die steilt geschickte Jasmin Küber (27.), während die beste
Gelegenheit vor der Pause noch einmal der Heim-Elf gehörte. „Pfosten!“ hieß es
nämlich, als Melanie Hagen abgefälscht von halbrechts ihr Glück probierte
(29.).
Erneut gejubelt werden durfte dafür kurz nach dem Seitenwechsel, weil GWE in
der halbherzigen Rückwärtsbewegung zu viel Luft ranließ, um Nele Mohrs Versuch
zu verhindern. Kappes wehrte zwar in erster Instanz nach vorne ab, nur blieb Hanna
Gehlhaar auf Sendung und staubte zum 2:0 ab (48.).
Für die letztes Jahr aus der Oberliga abgestiegenen Eimsbüttelerinnen das klare
Signal zum erhöhten Offensivengagement, das Silvana Jova an den Pfosten und
Michelle Linning im direkten Nachsetzen drüber (55.) just mit Leben füllten.
Weitere Gelegenheiten versiebte die Elf vom Tiefenstaaken in der Folge, bis es
zehn Minuten vor Ultimo doch endlich klappen sollte. Diesmal bewies Maren Wolf bei
einer Linning-Ecke im Fünfer echte Kopfballungeheuer-Qualitäten und verkürzte
so aus der Luft auf nur noch 2:1 (80.).
Sollte sich der Ritt in die Provinz etwa doch noch lohnen? Nein, machte
Gehlhaar mit ihrem beherzten Lauf über rechts und dem passenden Abschluss zum
3:1 alles klar (90.+1).
Die Punkte blieben im Kreis Pinneberg, wo bei 13 Zählern Vorsprung auf den
ersten Abstiegsplatz von einem weiteren Jahr Frauenfußball auf Landesliga-Ebene
ausgegangen werden darf. Ebenso im Nordwesten Eimsbüttels, steckt das
punktgleiche GWE ebenso in der Mitte des Klassements.
Tore: 1:0 Cav (21.), 2:0 Gehlhaar (47.), 2:1 Wolf (80.), 3:1
Gehlhaar (90.+1)
gelbe Karten: keine – Gurkasch
Schiedsrichter: Tim Inselmann (SV Hörnerkirchen)
Zuschauer: 27
Sonntag, 29. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg - TV Haseldorf
Holzapfel senkt den Blutdruck
Erster
Sieg in 2026! VfL Pinneberg weist den TV Haseldorf in die Schranken
Insbesondere mit wichtigen Heimsiegen boxte sich Aufsteiger TV Haseldorf
zuletzt amtlich aus der Abstiegszone. Bezirksliga 01-Spieltag Nummer 24 schob
den Neuling aus der Marsch jedoch wieder zurück unter den Strich.
Die Punktgewinne der Konkurrenz vom HSV IV (1:1 gegen den Duvenstedter SV) und
aus Niendorf (5:3 gegen Blau-weiß 96) wusste man am Sonntagnachmittag in
Pinneberg nämlich nicht mit Zählbarem zu kontern.
Dabei war man heuer mit gar nicht mal so schlechtem Kader zum in 2026 noch sieglosen
VfL gereist.
Um den rot-gelben Optimismus war es heuer allerdings schnell geschehen, als der
Pinneberger Tyler Brose Noah Lüchau robust im Strafraum abkochte und sicher zum
frühen 1:0 einnetzte (9.).
Wasser auf die Mühlen des überlegenen Mittelfeldteams, das TVH-Goalie Niklas
Grote in der Folge gehörig auf Trab hielt (12. & 21.), ehe 21-Tore-Mann
Niklas Bargob den Kasten bei einem der vielen tiefen VfL-Läufen verfehlte (25.).
So auch kurz darauf in abgefälschter Manier (27.). Beim fälligen Eckstoß zum Kopfball
gekommen (Block von Grote), führte ein ungeschickter Strafraumzweikampf zu Bargobs
Königschance vom Punkt. Doch kläglich scheiterte der Kapitän am starken
Gäste-Fänger.
Für Bargob und Co ein kleiner Knackpunkt, schwammen sich nun auch die Appelplücker
vorsichtig frei.
Louis Bevers flankte hinter das Tor (41.) – Phil Mohrdieck erwischte seinen
Kopfball nicht optimal (41.). Man musste es schon gut meinen, mit den
Schloßpark-Kickern, um den bemühten, aber arg limitierten Auftritt des Neulings
positiv zu bewerten.
Die beste Gelegenheit des Abstiegskandidaten „vergab“ mit Berat Alija
tatsächlich ein Pinneberger, als dieser Tormann Philipp Niedermeier mit einem
Rückpass überrumpelte, die Scharte per finaler Rettungsgrätsche allerdings selbst
wieder auswetzte (53.).
Wohltuende Blutdrucksenkung verschaffte da drüben Tjark Holzapfels frei
vollendetes 2:0 (56.), mit dem die Hausherren im Exil an der Raa (Heimat des SC
Pinneberg) das Geschehen wieder spürbar an sich rissen.
Weil Brose etwas peinlich drüber zielte (68.) und auch eine erneute Doppelchance
nach Ecke ungenutzt blieb (78.), flammte beim Kellerkind noch ein wenig
Hoffnung auf den Anschlusstreffer auf. Doch weil die eingewechselten Timo
Kaland (80.) und Joris Lüchau (86.) ihre Kopfstöße nicht perfekt setzen konnten
und Niedermeier Florian Möhles Freistoß abtauchend zur Ecke parierte (82.), blieb
es beim ersten gegentorlosen Erfolg des neuen Tabellensechsten seit dem kampflosen
3:0 gegen HSV IV im Dezember 2025.
Der TV Haseldorf kann von diesen Tabellenregionen nur träumen, geht es nun als 14.
ins Osterwochenende, das mit den Gastspielreisen nach Schenefeld und Elmshorn
zwei ungeliebte Auswärtspartien beinhaltet.
TV Haseldorf: Grote – N. Lüchau, Oßenbrüggen (72. Kaland),
Pieper, Franke – Nickels (66. Jedamski), Möhle (46. J. Lüchau), Mohrdieck,
Bevers – Rose, Lienau (66. Fülscher), Trainer: Marvin Biermans (i.V.)
Tore: 1:0 Brose (9. Holzapfel), 2:0 Holzapfel (56. Bargob)
gelbe Karten: Bargob, Schulze – Rose, Pieper
Schiedsrichter: Thorsten Kaisen (SC Poppenbüttel, Note 2)
Zuschauer: 50
besonderes Vorkommnis: Bargob scheitert mit Foulstrafstoß an Grote
(28.).



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