4:1 fast verspielt
Schwung
nach der Pause verloren: Sparre II zittert sich um Erfolg
Schafft es die Reserve des TSV Sparrieshoop doch noch in die Einstelligkeit der
Kreisklasse 01? Der Mittwochabend-Nachholer beim Tabellennachbarn aus Haseldorf
nährte dafür jedenfalls die nötigen Hoffnungen. Und das, obwohl der Kick, der
Freunde des Kreisklasse-Treibens zum Frohlocken brachte, am Ende nochmal
richtig knapp wurde.
Zuzuschreiben hatte sich die Elf in weiß das Zittern freilich selbst. Ein
sattes 4:1 stand nämlich bereits zum Pausentee auf der Habenseite. Ein
Vorsprung, der seinen ersten Akt in Minute fünf erfuhr, als sich Nikolai Roth
über links auf den erfolgreichen, wie schmerzhaften Weg zum 0:1 machte.
Schmerzhaft allerdings deswegen, weil der anschließende Crash mit Tormann
Johannes Ringel gleich beide Kontrahenten aus der Partie beförderte. „Dieser
Platz liegt mir einfach nicht!“, haderte Roth, der sich an gleicher Stelle
bereits vor zwei Jahren schwer verletzt hatte.
Der TVH musste indes Feldspieler Lasse Wiemer mit Ringels Torwarthandschuhen
ausstatten. Und kaum war die Aushilfe zwischen die Pfosten gerückt,
überrumpelte Yilmaz Ercek Vordermann Mirco Bülow, um die gewonnene Kugel
kurzerhand zum 0:2 zu versenken (15.).
Wahrlich kein guter Start für die Hausherren, die erst danach am Match
teilzunehmen begannen. Vor allem der abschlussfreudige Timo Kaland bedeutete
nun eine wachsende Gefahr für den TSV. Dass es schließlich auch der
hochgewachsene Angreifer aus der Bezirksliga war, der ein Ping-Pong-Spiel im
Gäste-Sechzehner mit dem 1:2-Anschlusstreffer quittierte, passte da in die
Rubrik „das hatte sich angekündigt“ (24.).
Fortan wieder mit Torsteher Ringel im Kasten, war die Aufholjagd jedoch rasch
verpufft, als der Schlussmann zwar mit der Sohle gegen Noah Semmelhaack
parierte, Semmelhaacks anschließender Eckstoß aber die Strafraumchaosvorlage
für Conor Feldts eingestolpertes 1:3 bedeutete (30.).
Ringel aus beträchtlicher Entfernung ein vorgezogenes Osterei zum 1:4 ins Nest
gelegt, schien Feldt seine Farben früh auf dem Sockel des Auswärtserfolgs
festgeschraubt zu haben (36.).
Mit dem Wiederbeginn war der Schwung allerdings vollends verloren.
Wie bereits in den Minuten vor dem Kabinengang, gehörte das Duell nun den
Rot-gelben, die Sparre-Fänger Nico Scharfschwerdt einige Male (erfolglos)
einheizten, bis Kaland doch erfolgreich zum 2:4 abzog (58.).
Ein kleiner Schönheitsfehler? So mochte man vermuten, nachdem Finn Lennart
Möllers tiefes Zuspiel auf Feldt das 2:5 durch den eingewechselten Malte
Schmidt initiierte (62.).
Doch wiederum verkürzte die heuer dreifach aus der Ersten verstärkte
Büffelherde durch eben einen dieser Bezirksligaspieler, köpfte Joris Lüchau
eine Ecke Tjade Hermanns gekonnt in Scharfschwerdts Maschen (70.).
Von Feldt und Co war jetzt kaum noch etwas zu sehen. Einzig bei einer Doppelchance
für Semmelhaack und den beim Nachsetzen zu zögerlichen Horschejschi (80.) wartete
die Elf des unzufriedenen Jan Strüben gefährlich auf.
Stattdessen schwamm man hinten ein ums andere Mal, um die Quittung dafür in Form
des 4:5-Anschlusstreffer durch Doppelpacker Lüchau zu kassieren (85.). Mit
einem Defensivfreistoß als Ausgangspunkt spielte sich der TVH hier sogar ansehnlich
ins vordere Drittel, wo der giftige Lüchau Kalands Scheitern an Scharfschwerdt
korrigierte.
Weil T. Hermanns letzter Freistoß in der Schlussminute leicht zu hoch geriet,
blieb der sparrieshooper Schlendrian am Ende aber ungesühnt.
Das untere Trio bleibt damit weiter auf Distanz gehalten, während der Anschluss
an die zwei Zähler bessere Reserve aus Heist (zwei Partien weniger) nun
geglückt ist.
Tore: 0:1 Roth (5.), 0:2 Ercek (15.), 1:2 Kaland (24.), 1:3
Feldt (30. Semmelhaack), 1:4 Feldt (36. Bublitz), 2:4 Kaland (58. Sabzipour),
2:5 Schmidt (62. Horschejschi), 3:5 J. Lüchau (70. T. Hermann), 4:5 J. Lüchau
(85. Kaland)
Schiedsrichter: Gerd Schwegler (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 40
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Mittwoch, 25. März 2026
Spielbericht TV Haseldorf II - TSV Sparrieshoop II
Dienstag, 24. März 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV 1.B - SV Eidelstedt 2.B
Heimserie gestartet
Zweiter
Heimsieg in Folge: Holsatia-2009er arbeiten sich unten heraus
„Neues Jahr – neues Glück“ – eine meist abgedroschene Phrase, die sich die
2009er von Holsatia Elmshorn offenbar zur Marschrute für das verbliebene
Halbjahr in der U17-Bezirksliga 02 genommen haben. Denn nach dem Spitzenteam
von Teutonia 05 (4:3) musste nun auch der SV Eidelstedt ohne Punkte von der
Wilhelmshöhe abreisen.
„Wir sind nicht den ganzen langen Weg hierhergefahren, um eine Niederlage
einzufahren!“, forderte SVE-Kapitän Anush Tandukar seine Leute vor dem
Halbzeit-Wiederanstoß zum großen Rückschlag auf.
Bis dahin hatten Tandukar und Co den dienstagabendlichen Auswärtstrip in die
Provinz nämlich reichlich verhauen. Selbst nur bei Ecken gefährlich (Finn
Schwerdtfeger erhielt die Kugel mit etwas zu großer Überraschung, 9.), fing man
sich Mitte der ersten Hälfte den Rückstand ein, als Finn Cordts aus der Ferne
abzog und das gelb-blaue Abfälschen die ballistische Flugkurve zu Holsatias 1:0
bereitete (22.).
Und auch an der Verdopplung wirkte der SVE verschlimmbessernd mit, durfte ein
etwas ungestümer Strafraumeinsatz durchaus als willkommene Einladung zur
Gravitationsvorführung gewertet werden. Spielführer Cordts trat an und verlud
den Goalie zum 2:0 (31.).
Holsatia plötzlich voll in der Vorhand und durch ein Ping-Pong-Spiel bei einem
Köster-Freistoß fast mit 3:0 vorne (38.), doch der Spielstand blieb erstmal
unverändert.
Gut für die Gäste, die im zweiten Abschnitt tatsächlich mehr die Initiative
ergriffen und rasch zur Chance auf die Verkürzung kamen, nur scheiterte der
eingewechselte Samir Alam an Holsatia-Fänger Jonah Schaffhausen (46.), der kurz
darauf gleich wieder in den Blickpunkt rücken sollte. Diesmal musste er sich
mit einer Strafstoßsituation konfrontiert sehen, nachdem der zweifellose
Rempler aber eigentlich eher außerhalb der Parzelle anzusiedeln war. Weil
Schaffhausen Cristiano Abendroths schwachen Versuch im Gewandt einer Rückgabe
jedoch souverän festhielt, hatten sich sämtliche Diskussionen von selbst
erübrigt (50.).
Das psychologische Momentum daraus vorne nicht genutzt (der auffällige Cordts verzog
im Anschluss an einen eigenen knapp, 51.) – auch, weil Holsatia den eigenen
Ballbesitz zu oft mit überhasteten Vertikalbällen herschenkte – half hinten das
Glück, dass der schön freigespielte Jephter Aning frei vor der Kiste drüber
bolzte (61.).
Hätte der quirlige Rechtsfuß doch bloß die Schusstechnik seines Kollegen
Abendroth, der seinen Fehlschuss vom Punkt eine Viertelstunde vor dem Ende
wettmachte, indem er seinen reichlich vorhandenen Raum im Zentrum zum sauber
zurechtgelegten Links-Abdruck ins rechte untere Eck ausnutzte (66.).
Die richtige Einstellung zum Spiel haben sie zumindest nun endlich gefunden,
wie Tandukars imposante Rückwärtsarbeit per Rettungsgrätsche gegen den
durchgestarteten Maximilian Stedtnitz illustrierte (69.).
Auch offensiv ließ die Endermann/Lippert-Elf zumindest ansatzweise
durchblicken, warum man in der Tabelle deutlich vor den Blau-weiß-roten steht.
An diesem Nachholabend kurz vor den Frühjahrsferien in Schleswig-Holstein
sollte aber nichts mehr werden, mit dem Punktgewinn. Auch, weil Schaffhausen
einen Barbosa Baptista-Versuch sehenswert aus dem Winkel fischte (71.).
Mit Leidenschaft, Disziplin, etwas Glück und zahlreichen Auswechslungen zur
Zeitüberbrückung brachten die Holsaten den Dreier schließlich unter Dach und
Fach. Rang sieben lässt sich nach dem Keller-Dasein des alten Kalenderjahres
doch ganz ordentlich an.
Der SV Eidelstedt, der mit einem 3:0 am grünen Tisch ins Jahr 2026 gestartet
war (der Walddörfer SV setzte beim 1:1 gleich vier (!) festgespielte Akteure
aus der ersten Mannschaft ein), hat dagegen den Kontakt zur Spitze (erstmal)
verloren.
Tore: 1:0 Cordts (22.), 2:0 Cordts (31., Strafstoßtor), 2:1
Abendroth (66.)
gelbe Karten: keine – Baltzer, Aning
Schiedsrichter: Ruven Beier (TSV Sparrieshoop)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Abendroth scheitert mit Foulstrafstoß
an Schaffhausen (50.).
Sonntag, 15. März 2026
Spielbericht Kummerfelder SV - TV Haseldorf
Abreibung mit Ansage
Primus
Kummerfelder SV lässt ausfallgeplagtem TVH keine Chance
Sucht man nach einem Symbolbild für das verkorkste Gastspiel des TV Haseldorf
beim Bezirksliga-01-Spitzenteam des Kummerfelder SV, bleibt der geneigte
Beobachter der Szene in der 77. Minute hängen. Eine Auswechslung. Ein unspektakulärer
Vorgang und doch Ausdruck der erheblichen Personalprobleme des Aufsteigers, schickte
Coach Benjamin Kälberloh mit Lennart Jotter (für Timo Kaland) einen gelernten
Torhüter in Feldspielermission, der im Sommer noch das Ende seiner Laufbahn
verkündet hatte. Die einzige annähernd realistische Wechseloption. Spielstand
zu diesem Zeitpunkt: 6:0 für den KSV, der an diesem Sonntagnachmittag niemals
Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen ließ.
Ohne die gelbgesperrten Pieter Oßenbrüggen, Joris Lüchau und Lukas Nickels – um
nur ein paar Ausfälle zu nennen – wurden die zuletzt durchaus konstant
punktenden Haseldorfer sofort in die zwangsweise durchrotierte Defensive
gedrückt, was bereits in Minute eins fast ins Auge ging, als Peer Ball selbigen
diagonal erhielt und Schlussmann Niklas Grote alle Mühe hatte, das Spielgerät nach
seiner Fußabwehr vor den heranrauschenden Gegnern zu sichern.
Ein Dutzend an Spielminuten sollte sich der Dauerdruck am Ende ausgehen, ehe
Kapitän Marcel Braun auf Flanke Jonas Lienau und Grotes nicht ganz glücklicher Ballbeseitigungsaktion
das verdiente 1:0 erköpfte (12.).
Weiteres Wasser also auf die Heim-Mühlen, die kurz darauf noch schneller
rotierten, war es wieder eine Hereingabe von rechts, die diesmal Ball zum
einsamen wie gezielten Abschluss durchs Öhr des Fünfergetümmels einlud (14.).
Entlastung schaffte Rot-gelb insbesondere in Hälfte eins kaum, während man am
und im eigenen Sechzehner viel zu oft die nötige Handlungsschnelligkeit
vermissen ließ, um Momente, wie eine jeweils blockierte Dreifachchance der
Herren Mettler, Will und Braun zu vermeiden (20.).
Klar, dass weitere Tore folgen mussten, erhöhte Jonas Linau nach
durchgerutschtem Stampff-Zuspiel auf den 3:0-Halbzeitstand (29.), der
insbesondere durch das lauffreudige Flügelspiel der klug rochierenden
Platzherren noch weiteres Futter hätte kriegen können.
Dafür machte es Mika Mettler aus der zweiten Reihe (57.), woraufhin Fabian Knotterus
von einer Ecke (61.) und Enzo Simon von einem Querpass (67.) des eifrigen Ball
profitierten.
Und auch beim 7:0-Schlusspunkt hatte der 21-Jährige wieder seine Füße im Spiel,
war es abermals ein Eckstoß, in den sich als siebter Tagestorschütze der
eingewechselte Hendrik Hoch mit voller Dynamik reingeworfen hatte (87.) –
Vorlagenhattrick zur Tabellenführung, denn mit dem klar besseren Torverhältnis
thront die Elf von Trainer Julian Kneuker weiter (bei zwei Spielen mehr) punktgleich
mit dem FC Elmshorn an der Spitze.
Der heuer chancenlose Widersacher, der immerhin im zweiten Abschnitt punktuelle
Torgefahr produzierte, fiel zwei Stunden später durch den Heimsieg der Reserve
des Niendorfer TSV (3:1 gegen Schlusslicht Duvenstedter SV) erstmal wieder
unter den Strich. Mit Blick auf das insgesamt anspruchsvolle Restprogramm kommt
dem jetzt anstehenden Heimspiel gegen die nur drei Zähler bessere Elf des HSV
IV eine enorme Bedeutung zu. Der Primus setzt derweil seine Keller-Tour beim tabellarischen
Süd-Nord-Gipfel in Duvenstedt fort.
TV Haseldorf: Grote – Biermans, Wichmann, Pieper, Krieg –
Fülscher, Möhle, Mohrdieck, Bevers – Laudahn, Kaland (77. Jotter), Trainer:
Benjamin Kälberloh
Tore: 1:0 Braun (12. J. Lienau), 2:0 Ball (14. Will), 3:0 J. Lienau (29.
Stampff), 4:0 Mettler (58.), 5:0 Knotterus (61. Ball), 6:0 Simon (67. Ball),
7:0 He. Hoch (87. Ball)
gelbe Karten: keine – Mohrdieck, Pieper
Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)
Zuschauer: 50
Samstag, 14. März 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SC Teutonia 10 1.A
Kasaj durchbricht das Schusspech
Spätes
Joker-Tor: Holsatias U19 belohnt sich für die Beharrlichkeit
Mit der vermeintlich einfachsten der drei Aufgaben beendete Holsatias U19 den
kleinen Heimspielmarathon zum Jahresauftakt, um gegen Teutonia 10 allerdings einiges
an Geduld und Frustrationstoleranz aufbringen zu müssen.
Bei tristem Märzwetter war den Jungs in den gestreiften Jerseys nämlich das
Abschlusspech ein steter Begleiter. Erstmals so richtig augenscheinlich, als
der aufgerückte Erik Johänning per Konterchance im Doppelpass mit Luca Joneleit
zum Abdruck an den Pfosten kam und das Ei schließlich vom Rücken des Torwarts
an der falschen Seite des Gestänges über die Linie rutschte (15.). Ebenso in
einer ähnlichen Szene – mit dem Unterschied, dass Medin Baljes Rückgrat diesmal
keinen Anteil am Szenario hatte (22.).
Erster Frust machte sich breit, zumal Yannick Ehlers bei einer
Hinterthaner-Ecke doch reichlich unbewacht über den Kasten löffelte (35.). Es
sollte nicht seine letzte Großchance bleiben…
Sicherlich noch mehr Topchancen hätten sich den Platzherren insbesondere in
Abschnitt eins ergeben, wären da nicht einige kreative Abseitspfiffe gewesen.
Andersherum muss man sich dann vielleicht auch ein wenig auf die Linie des
Schiedsrichters einstellen.
Frei von Abseitsverdachtsmomenten blieb dagegen ein teils kopflos vergebenes Füllhorn
an Chancen nach dem Seitenwechsel, ehe die Teutonen zwischendurch ihrerseits
die dicke Gelegenheit zur Bestrafung hatten. Luca Goike bekam sein Eck gegen
Emirhan Erdal aber immerhin rechtzeitig dicht (57.).
Holsatia blieb auch in der Folge am Drücker, vermochte es dann jedoch sogar in
temporärer Überzahl (der geplättete Ali Doubmouya brauchte zwischendurch eine
Pause, doch niemand war zur Substitution verfügbar) nicht, das Leder endlich in
den Gäste-Kasten zu kriegen – bis Hinterthaners lange Hereingabe beim
eingewechselten Alkeo Kasaj landete und der Joker einfach mal trocken
linksunten zur überfälligen 1:0-Führung abzog (75.).
Die schärfste Antwort darauf lieferten die auswechselspielerlosen Teutonen mit
einem immer länger werdenden Freistoß Nathan Mesfins, der sich auch trotz
Goikes Eingreifen in der Luft zur heißen Alu-Aktion entwickelte (85.).
Dass die Krückaustädter drüben, beispielsweise durch Ehlers und dessen freies
Verfehlen am ersten Pfosten (vor allem der Joneleit/Dieckhoff-Doppelpass in der
Vorarbeit hätte ein Tor verdient gehabt, 89.), das vorentscheidende zweite Tor
verpassten, blieb somit am Ende unbestraft.
Im Mittelfeld der ausfallzerpflückten U19-Oberliga bleibt für Holsatia derweil
noch vieles möglich – wie auch im Pokal, wo es bereits am kommenden Dienstag
das Duell beim U18-Landesligavertreter Grün-weiß Eimsbüttel weitergeht.
Teutonia 10, das bereits mit vier Niederlagen in die lange Winterpause ging und
sich personell über das Ende der Frühjahrsferien in Hamburg freuen dürfte, hat
zwei Tage länger Regeneration, bevor das Viertrundenmatch gegen das
U18-Oberliga-Schlusslicht Harburger TB ins Haus steht.
Holsatia im EMTV 1.A: Goike – Kasem, Johänning, Dieckhoff,
Jonas, Ehlers – Bjane, Polat – Joneleit, Schwarz, Hinterthaner, eingewechselt:
Kasaj, Martens, Stüben, Trainer: Bent Vieth
SC Teutonia 10 1.A: Balje – Mehare Beyene, Doubmouya, Radinovic-Protic, Mesfin,
Witte – Heindorff, Ahrens – Tanzi, Adamou, Erdal, Trainer: Thomas Thundiyil
Tore: 1:0 Kasaj (75. Hinterthaner)
gelbe Karten: Stüben – Tanzi, Doubmouya, Radinovic-Protic
Schiedsrichter: Frank Tesch (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 30
Freitag, 13. März 2026
Spielbericht TuS Krempe II - SV Alemannia Wilster II
Chancenplus nicht genutzt
Chancenwucher!
TuS Krempe II verliert Rang im direkten Duell
Kann TuS Krempe II nochmal den Angriff auf Rang zwei starten? Nach dem sieg-
und torreichen Jahresbeginn 2026 (8:3 & 7:1) und der Aussicht, die Mehrheit
der verbliebenen Duelle daheim austragen zu dürfen, musste die Aufholjagt in
der Kreisklasse A-West-2 allerdings einen freitagabendlichen Dämpfer erleiden.
Ausgerechnet gegen Tabellennachbar Alemannia Wilster II setzte es die zweite
Niederlage auf der neuen, ideal ausgeleuchteten, Synthetikwiese am Burggraben
(vier Partien).
Als verdient mochte dies der neutrale Beobachter keineswegs einschätzen, taten
die Gastgeber spürbar mehr für die temporeiche und intensiv geführte
Kontrahage.
Den umschaltstarken Gästen spielte dies allerdings wunderbar in die Karten, wie
das 0:1, bei dem Nico Jüstel mit voller Dynamik über links durchbrach, um auch
noch passend ins lange Eck zu vollenden, wunderbar illustrierte (8.).
Ganz ähnlich verhielt es sich nach einer guten Viertelstunde, als wieder
Alemannias Nummer 30 von halblinks abzog, diesmal aber Schlussmann Tobias
Becker noch die Pfoten dazwischen bekam. Nicht so aber beim folgenden Eckstoß,
den mit Moritz Waehling auch noch ein eigener Mann zum 0:2-Selbttor in die
Maschen lenkte (16.).
Die Blauen machten aber unverdrossen weiter das Spiel, was Waehling zur
vereitelten Chance auf die Wiedergutmachung führte (45.). Doch auch die
folgende Bakar-Ecke vermochte keinen Anschlusstreffer aus dem Gewusel
hervorbringen.
Dies begab sich schließlich kurz vor dem Halbzeitpfiff, weil Kevin Dittmann
beim Scheitern des fleißigen Furrat Bakar an SVA-Fänger Tim Granow bei der
Sache blieb und per Kopf zum verkürzenden Halbzeitstand einköpfte (45.+1).
Und kaum waren die motivierenden Worte in der Pause ausgesprochen, schweißte
Joker Johann Looft von halbrechts den Ausgleich ein (49.). Geht doch!
Die Wende lag jetzt förmlich in der Luft, nur erwischte Dittmann erst den
Querbalken (52.), während auf der anderen Platzhälfte wieder die Superkraft der
Elf um Spielertrainer Torben Heutmann griff. Denn kaum geriet Moray Zirpins in
schöne Schussposition, flutschte das Ei wenig schmeichelhaft für den Fänger zum
erneuten Rückstand ins TuS-Nest (56.).
Für Beckers Vorderleute aber weiterhin kein Grund zum Aufstecken, was sich
rasch lohnen sollte, setzte sich Dittmann schön zur Flanke auf links durch,
sodass Looft einschussbereit für den zweiten Ball nach Granows Patzer beim
hohen Ball bereitstand (62.).
An Spektakel mangelte es hier freilich nicht! Und das blieb auch so.
Erst wurde Jüstel (natürlich im Konter) unsanft vor dem Sechzehner gebremst,
dann zirkelte der nunmehr 13-Tore-Mann den fälligen Standard höchstpersönlich
ins obere Torwart-Eck – 3:4 (73.)!
Selbstredend, dass auch diesmal keine Spur von Kremper Resignation zu spüren
war. Stattdessen blies man zur unermüdlichen Schlussoffensive, bei der gefühlt
alles getroffen wurde, nur nicht das Tor. Den letzten Matchball zum Remis
bereite tief in der Extrazeit noch einmal Looft mit Willensstärke von rechts
per Hereingabe vor, doch Waehlings regelwidrig eingreifende Hand besiegelte die
vermeidbare Heimniederlage, durch die die Kontrahenten in der Tabelle ihre
Plätze tauschten. Bereits am Donnerstag könnten sich Waehling und Co Rang drei
aber zurückholen, wenn der Diekhusen-Fahrstedter FC zum Nachholer am Burggraben
aufschlägt.
Tore: 0:1 Jüstel (8.), 0:2 Waehling (16., Eigentor, Jüstel),
1:2 Dittmann (45.+1, Bakar), 2:2 Looft (49.), 2:3 Zirpins (56.), 3:3 Looft (62.
Dittmann), 3:4 Jüstel (73., direkter Freistoß)
gelbe Karten: Giebeke, Hellmann – Jüstel
Schiedsrichter: Pedro Soll
Zuschauer: 40
Dienstag, 10. März 2026
Spielbericht FC Elmshorn II - TV Haseldorf II
FCE-Reserve schwimmt
wieder etwas heran
Etwas
mühsamer 3:0-Nachholerfolg gegen Kellerkind TV Haseldorf II
Inoffizieller Kreismeister im Wasserball und ganz nebenbei noch drei Zähler im
Kampf um den Spitzen-Anschluss der Kreisklasse 01 eingesackt. Die
Zweitvertretung des FC Elmshorn löste am Dienstagabend ihre überschaubare
Pflichtaufgabe TV Haseldorf II ungefährdet mit 3:0.
Klar feldüberlegen, aber zunächst noch zu selten mit der zündenden Idee ganz
vorne, entwickelte sich anfangs ein Geduldsspiel für die neulich in zwei Spitzenspielen
unterlegenen Krückaustädter.
So war Ayaz Aloskan bei der aussichtsreichsten Szene gerade noch im letzten
Moment von Erste-Leihgabe Finn Wichmann gestellt worden…
Starthilfe gegen grundsolide verteidigende Haseldorfer schaffte schließlich ein
berechtigter Strafstoß, nachdem Tjade Hermann A. Aloskan im „Clash of Captains“
unstrittig zu Boden gebracht hatte. Kollege Burak Kockiri nahm sich dem Elfer
an und versenkte flach zum 1:0 (32.).
Der Schuss in die pure Sorgenlosigkeit sollte es jedoch noch nicht werden,
wagte die „Büffelherde“ aus dem unteren Tabellensegment immer mal wieder einzelne
Vorstöße, die Jonny Schwarz gleich zweimal in vergebene Schussposition führten
(14. & 36.).
Die zu weilen luftige und geschwindigkeitsarme Defensive hat das angepeilte
Kreisliganiveau jedenfalls spürbar noch nicht erreicht. Die Ecken von Kockiri
allerdings schon, drehte sich ein Ball von der Fahne gefährlich auf Johannes
Ringels Tor, das der Goalie noch mit einer Rettung verteidigt bekam, ehe der
folgende Nachschuss sicheres Fanggut bedeutete (40.).
Absolut Chancenlos blieb der Mann in grün dagegen kurz nach der Pause, als
Wassem Eklim etwas zu viel Platz zugestanden wurde und der Fernschuss aus
charmanter Halbposition passgenau linksoben einschlug (48.).
Die Partie verlor daraufhin an der ohnehin eher gedrosselten Dynamik, was
ausgerechnet der sonst nur für starke dritte Halbzeiten bekannten Elf aus dem
Schloßparkstadion recht kam. Erst mit rechts vorbei gezielt (63.), brachte
Chrysanth Hermann auch FCE-Fänger Sven Schulz einmal ins Geschehen (65.).
Auf inzwischen regentiefer Wiese waren es jedoch die Bordeauxfarbenen, denen
erneut von der Strafstoßmarke das letzte Wort vorbehalten blieb. Diesmal hatte
Fisnik Kelmendi rechtsunten eingenetzt (77.) und damit den vorzeitigen
Schlusspunkt gesetzt.
Der Rest der Partie bestand nämlich nur noch aus dem Versuch, der niederschlagsbedingten
Rutschgefahr Paroli zu bieten und sich auf die heiße Dusche danach zu freuen…
Tore: 1:0 Kockiri (32., Strafstoßtor, T. Hermann an A.
Aloskan), 2:0 Eklim (48.), 3:0 Kelmendi (77., Strafstoßtor)
Schiedsrichter: Naci Celiloglu (Gencler Birligi Elmshorn)
Zuschauer: 13
Sonntag, 8. März 2026
Spielbericht FTSV Komet Blankenese - TuS Osdorf III
Der Sieg kommt von der Bank
Dreierpack!
Joker Göremez schießt Komet zum Heimerfolg
So ganz abgehakt hat die Elf des FTSV Komet Blankenese das Thema
Kreisligaaufstieg trotz des Rückstands auf die beiden Promotionsplätze noch
nicht. Und zumindest das Punktekonto freute sich zum eigenen Start in die Restserie
2025/2026 über weiteres Futter. Gegen TuS Osdorf III waren es letztlich zwei
Knackpunkte, die das Pendel in Richtung des selbsternannten Kreisligaanwärters ausschlagen
ließen.
Zuerst wäre da die Einwechslung von Atakan Göremez zu nennen, war es der
24-Jährige, der mit seinem Hattrick jene Treffer beisteuerte, von denen zwei in
Überzahl gelungen waren, weil – Knackpunkt Nummer zwei – eine unnötige
Ampelkarte das osdorfer Aufbäumen jäh ausbremste…
In der Anfangsphase war es allerdings noch Torwart Simon Wiechmann, der Komet
beispielsweise gegen den heranflitzenden Eric Egbujuo (2.) gekonnt vor dem
frühen Rückstand bewahrt hatte.
Außer dem verletzungsbedingten Ausscheiden des Osdorfers Joonas Kuhanen (10.)
geschah dann aber erstmal nicht mehr so richtig viel. Fast ein verwunderlich,
dass die beidseitig angebotenen Räume stets ungenutzt blieben – bis die
Hausherren endlich einmal nachhaltig ins Offensivdrittel vorstießen und gleich
zwei Rote die Kugel nicht entsorgt bekamen. Jonas Haselmeier freute und so
erhörte er das Betteln ums Gegentor per Rechtsschuss aus der zweiten Reihe
(33.).
Kurz darauf war dann auch Göremez mit von der Partie, deren 1:0-Pausenstand
schon beschlossene Sache schien, ehe der Joker in der Extrazeit eiskalt
verdoppelte (45.+3).
Schlechte Karten also für die jungen Gäste, die allerdings mit Engagement aus
der Kabine kamen und ihre verbesserten Spielanteile schnell durch Egbujuos Fernschusstor
in Zählbares umwandelten (52.).
Umso bitterer warf sie kurz darauf der Platzverweis für Zentrumsspieler Michel
Kalbitz in der Aufholjagd zurück. Kurz zuvor bereits verwarnt, ließ sich der
erfahrene Mann von Gegenspieler Darin Williams ordentlich provozieren und
zettelte kurzerhand eine Rudelbildung an. Williams, der hier ebenfalls den
gelben Karton kassierte, sollte später nach Foul in Strafraumnähe clevererweise
rechtzeitig ausgetauscht werden…
Mit einem Mann mehr ging die Angelegenheit für Braun nun wieder etwas einfacher
von der Hand, was spätestens durch das wichtige 3:1 spürbar wurde. Präzise
hatte Kevin Block von links auf den zweiten Pfosten geflankt, wo Göremez mit unorthodoxer
Kopfballtechnik bislang verborgene Talente offenlegte (69.).
Just mit rechts aus 18 Metern nachgelegt, war Göremez bereits der vorzeitige
Mann des Tages (70.), woran auch Peer Thomensens verkürzendes Strafstoßtor nach
Kontakt an Majd Ayoub nichts mehr änderte (72.).
Viel mehr wären bei noch folgenden Gelegenheiten noch mehr Tore für Komet möglich
gewesen. Unterm Strich ging das 4:2 jedoch auch in der Höhe klar. Mit drei
Punkten und der anschließend gemeinsam einverleibten Siegerpizza gestärkt,
wartet nun die doppelt undankbare Auswärtsaufgabe bei Tabellenführer BLS
Hamburg – am Samstag, um neun Uhr morgens…
Tore: 1:0 Haselmeier (33.), 2:0 Göremez (45.+3), 2:1 Egbujuo
(52.), 3:1 Göremez (69. K. Block), 4:1 Göremez (70. B. Block), 4:2 Thomsen
(71., Strafstoßtor)
gelb-rote Karte: Kalbitz (TuS Osdorf III, 55., Foulspiel + Rudelbildung)
Schiedsrichter: Francisco Serwas (FC St. Pauli, Note 3)
Zuschauer: 25
Samstag, 7. März 2026
Spielbericht VfR Horst 1. Frauen - SG Wilstermarsch 1. Frauen
Die Partie hinten heraus
entschieden
4:0
– SG Wilstermarsch lässt ersatzgeschwächten Horsterinnen keine Chance
Bewölkung und Sahara-Staub vermiesten am Samstagabend zwar das goldene
Sonnenuntergangspanorama im Sportzentrum zu Horst, doch für die schöne Aussicht
war die Elf der SG Wilstermarsch auch freilich nicht an die Heisterender
Chaussee gereist. Viel mehr für den eingefahrenen 4:0-Auswärtssieg, der erst in
der erst in der letzten halben Stunde Formen angenommen hatte.
Zunächst hatte der Tabellendritte der Frauen Landesliga Holstein noch seine
Probleme, sich gegen die griffigen Gastgeberinnen freizuspielen.
Ein Alu-Treffer aus der Ferne (29.) blieb somit erstmal das Höchste der
Gefühle.
Mit dem Wiederbeginn verlagerte sich das Geschehen schließlich immer weiter in
die Spielfeldhälfte des ersatzgeschwächten VfR.
Folgerichtig daher das 0:1, das Marisa Sander nach Zuspiel Lene Goede aus
spitzem Winkel ins rechte obere Eck zirkelte (61.).
Die SG jetzt voll drin und eine gute Viertelstunde vor dem Ende quasi
uneinholbar vorne, als Ann-Christin Heutmann über rechts marschierte und Inke
Noll in der Mitte mustergültig zum 0:2 bediente (74.).
Ganz ähnlich, nur diesmal mit der hohen Flanke, machte es die auffällige
Franziska Heesch für Lene Goede, die wiederum frei im Sechzehner einköpfen
durfte (81.).
Ärgerlich für Heesch dagegen, dass Goede in Minute 90 ballfern etwas
ungeschickt auf Gegenspielerin Dannika Timmins aufgelaufen war und der freie
Lauf aufs Horster Tor damit ein unverschuldetes Ende fand…
Der vierte Auswärtstreffer sollte aber dennoch auf die neue, um 90 Grad
drehbare Anzeigetafel schaffen, netzte Maja Lange noch einmal aus der zweiten
Reihe zum 0:4-Endstand (90.+2).
Der Kontakt nach Platz zwei bleibt für die Elf Trainer Ingo Franz somit weiter
erhalten (fünf Zähler Rückstand auf den TSV Zarpen), während die heuer ohne
echte Torchance gebliebenen Schwarz-weißen im erneuten Heimspiel gegen
Aufsteiger Viktoria 08 wieder zurück zur gewohnten Heimstärke finden wollen.
Die lang ersehnte Verletzungsrückkehr per Einwechslung der hoch veranlagten
Celine Kubisch machte darauf auf jeden Fall etwas Hoffnung.
Tore: 0:1 Sander (61. Goede), 0:2 Noll (74. Heutmann), 0:3
Goede (81. Heesch), 0:4 Lange (90.+2, Sander)
Schiedsrichter: Jörg Kunze (SV Wellenkamp Itzehoe, Note 4)
Zuschauer: 30
Spielbericht TuS Borstel-Hohenraden - Moorreger SV
Vom Schlusslicht verdroschen
Schwarzer
Samstag für den Moorreger SV – TuS Borstel mit Lebenszeichen
Zum Jahresauftakt 2026 eine 2:0-Führung bei Cosmos Wedel hergeschenkt (2:6 am
Ende), avancierte das zweite Spieltagswochenende im neuen Jahr zum echten Albtraum
für die abstiegsbedrohte Elf des Moorreger SV. Denn nicht nur, dass man beim
Tabellenletzten mit 1:4 ausgezogen wurde; man verlor dabei auch noch den
Torwart verletzt und die ungeliebte Konkurrenz aus der Nachbargemeinde zog tags
drauf auch noch vorbei.
Was für ein schreckliches Gesamtbild, das sich zu Beginn des samstäglichen
Ausflugs nach Tangstedt, wo der hiesige Kunstrasenplatz über die Dauer des
eigenen Synthetikwiesenbaus zum vorübergehenden Asyl des TuS Borstel-Hohenraden
herhält, noch gar nicht so deutlich abgezeichnet hatte.
Engagiert pressten die ordentlich gestaffelten Himmelsbargler das Schlusslicht
in dessen eigener Hälfte fest – ohne aber so wirklich vors Tor zu kommen.
Dies spielte sich dafür auf der Gegenseite ab, als ein schön gezirkelter
Freistoß von David Klass die perfekte Einschusschance für den aufgerückten
Conner McConaghy bereitete, der Abwehrspieler aber gerade noch entscheidend
gestört wurde (13.).
Ganz anders verhielt es sich wenig später bei einer freundlichen Einladung für Okan
Yumut, die der 32-Jährige per 1:0 nicht ungenutzt ließ (20.).
Weiterhin emsig, aber vorne ohne Durchschlagskraft und hinten zu offen,
brachten sich die Gäste weiter um ihre Pfründe, die im Falle von Klass und
dessen Treffer nur die späte Abseitsfahne rettete (22.).
Nicht so aber in Minute 40. Mit dem richtigen Timing bediente Yumut seinen
Kollegen Patrick Jordao Valadares, während sich MSV-Goalie Niklas Putt das
berühmte Stück zu spät in die Szene warf
– Strafstoß TuS Borstel, den Yumut sicher rechtsunten versenkte (42.).
Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, endete eine Schusschance für
Winterneuzugang Fatih Simsek im langen Abstoß, den Leon Prange gegen die Sonne
völlig falsch einschätzte und unfreiwillig mit dem Kopf verlängerte, sodass der
durchgelaufene McConaghy vor Puttmann zum 3:0-Halbzeitstand einspitzelte
(45.+3). Weil Torschütze und Torhüter daraufhin zusammenkrachten, war die
Partie für letzteren beendet und der Weg ins Spital geebnet. Irgendwie passend
zum vermaledeiten Tag des MSV, dass der angerückte Krankenwagen beim
Wendemanöver stecken blieb und erst durch Bergung des Feuerwehr Tangstedt und
einen hilfsbereiten Landwirt und dessen Traktor von der Anlage kam…
An sportlicher Linderung versuchte sich kurz nach der Pause Dominik Körner mit
einem mutigen Abschluss (auf Torwart Timo Herrmann, 49.), woraufhin die
Borsteler dem vierten Tor etwas näher waren, als die Moorreger dem 3:1. Vor
allem, nach Neal Belows Strafraumkontakt mit Joker Marvin Tramm. Da Yumut
bereits ausgewechselt war, übernahm Kapitän Felix Storm, um jedoch an Puttmann-Vertreter
Daniel Rosenzweig zu scheitern (70.).
Aufgeschoben war heute aber nicht aufgehoben, lupfte Sitki Alp das Spielgerät
im Anschluss an Rosenzweigs Rettung gegen Tramm zum nachgeholten 4:0 ins Netz
(83.).
Nicht wirklich relevante Ergebniskosmetik betrieben die Roten erst in der
Schlussminute, verwandelte Prange einen nicht unbedingt zu pfeifenden Strafstoß
zu präzise, als dass Herrmann trotz der geahnten Ecke parieren konnte (90.).
Ein kleiner Fleck auf der Robe des Siegers, die sich die Liebenow-Elf auch im
kommenden Abstiegsduell mit der SV Lieth II überwerfen will. Mit diesem ersten
Saisonsieg (zuvor punktete man nur durch fünf Remis) ist das rettende Ufer mit
sieben Zählern Rückstand zumindest wieder ansatzweise in Sichtweite gerückt.
Der MSV, den es nun sogar unter den Strich zur Kreisklasse drückte, ruhen die
Hoffnungen nun auf der passablen Heimbilanz – aber erst, nachdem die intensive
und herausfordernde Auswärtsstation Roland Wedel möglichst glimpflich bestritten
wurde…
Tore: 1:0 Yumut
(20.), 2:0 Yumut (42., Strafstoßtor, Puttmann an Jordao Valadares), 3:0
McConaghy (45.+3, Herrmann), 4:0 Alp (83. Tramm), 4:1 Prange (90., Strafstoßtor, S. Pimenta
Trindade an Franke)
Schiedsrichter: Kevin Averhoff (TSV Seestermüher Marsch)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Storm scheitert mit Strafstoß an Rosenzweig (70.,
Below an Tramm).
Freitag, 6. März 2026
Spielbericht TV Haseldorf - Niendorfer TSV II
Bigpoint für die Teilzeithedonisten
TV
Haseldorf startet wie im Rausch und zittert dennoch um den Keller-Dreier
Hätte Benjamin Kälberloh, Trainer des TV Haseldorf, noch Haare auf dem Kopf;
spätestens an diesem wichtigen Abend für den Aufsteiger im Abstiegsgeschäft
wäre ihm sein Haupt erkahlt. Dem Traumstart ins Sechs-Punkte-Spiel gegen die
Reserve des Niendorfer TSV war unter Flutlichtkulisse nämlich noch das große
Zittern, bis in die neunte Minute der Nachspielzeit, gefolgt.
Ein Szenario, das der Coach bereits in der Halbzeitpause hat kommen sehen,
warnte er sein Team vor dem „psychologischen Vorteil“ des Gegners durch den
wahrlich sehenswerten Weitschusstreffer durch Spielmacher Lennart Ludwig (27.),
der in einer surrealen ersten Hälfte vorzeitig das letzte Wort hatte.
Davor hatte die Kälberloh-Equipe ihr Schloßparkstadion mal eben zur
hedonistischen Zone erklärt, agierte „brutal effektiv“ – oder eher effizient.
Unaufhaltsam dabei: das Offensivtrio Fülscher, Lienau und Rose. So führte eine
schlecht verteidigte Lienau-Ecke bereits nach 90 Sekunden Lars Roses
Führungstor herbei, ehe Michel Lienaudem völlig verunsicherten Dennis
Brettschneider die Kugel abluchste und frei durch zur raschen Verdopplung
einschob (6.).
Mit Glück des unhaltbar Abfälschens im Sechzehner stellte Rose in Minute zwölf
auf 3:0 (12.). Und das, obwohl er den Ball nach Marten Fülschers Blitzeinwurf
für Lienaus Brustmitnahme, inklusive Hereingabe von der Grundlinie, nicht
unbedingt lehrbuchartig erwischte. Heute schien aber einfach alles zu gelingen,
was die euphorisierten Appelplücker versuchten!
Ebenso Lienaus kräftiger Strafraum-Abdruck mit rechts, der wieder nur zustande
kam, weil die orientierungslos über ungewohnten Naturrasen stolpernden
Niendorfer eine kurze Eckenvariante nicht aus der Parzelle bekamen (15.).
Erst der fünfte Heim-Versuch, den der entfesselte Fülscher, vom Widersacher
touchiert, zur Ecke ins Tor-Aus rutschen sah (18.), durchkreuzte die perfekte
Biathlon-Serie am Schießstand.
Gur für die Gäste, die der eindringlichen Aufforderung ihres lebhaften
Trainers, „Ballkontakte“ zu sammeln, nur schleppend nachkamen. Erst mit Ludwigs
4:1 waren die Herren in weiß endlich auch mental in der Partie angekommen.
Waleed Maliks Kopfball (41.) und Ioannis Goussis´ Versuch ans Außennetz (44.)
waren daraufhin nur die Vorboten dessen, was die Haseldorfer im zweiten
Abschnitt zu überstehen hatten. Auch, weil Lienaus Treffer nach feinem
Fülscher-Service wegen spät geahndeten Handspiels keine Anerkennung fand (45.).
Auch Fülscher selber vermochte den Deckel im Konter aus vollem Lauf nicht draufzumachen,
als der langzeitverletzte Louis Bevers in der Vorbereitung zeigte, welche
Dynamik seine Rückkehr für das Spiel der Roten bedeutet (48.).
Ansonsten aber galt es, nun dem Druck des nun auch besser auf lange Bälle
eingestellten NTSV standzuhalten.
Goalie Niklas Grote musste jedenfalls gegen Minseo Cho schon mal behände
abtauschen (53.), um zu verhindern, was zum Start der körperlich geführten Schlussphase
doch geschehen sollte. Diesmal piekte Ludwig die Kugel vor Grote weiter zum
verkürzenden Lukas Lackner und das von Kälberloh befürchtete „Feuerwerk“ des
Gegners war weiter entfacht (72.).
Wo Gäste-Tormann Christopher Schade gegen Fülscher die 5:2-Vorentscheidung
verhinderte (75.), netzte drüben Pieter Oßenbrüggen zum 4:3 ins eigene Gehäuse
(79.).
Elf lange Restminuten des gegnerischen Anrennens waren überstanden, da drohte
durch einen Nachschlag von deren sechs gleich weiteres Unheil. Abermals Ludwig
(90.+2) und Lackner mit dem Heber im Strafraum (90.+3) sollten aber die finalen
Ausgleichschancen vergaben haben, ehe in Extraminute neun der letzte
Befreiungsschlag das erste Klettern aus der Abstiegszone seit dem zweiten
Spieltag besiegelte.
Mit nur einer Niederlage aus den letzten sieben Partien geht es nun zum
Spitzenteam nach Kummerfeld, das im gleichen Zeitraum nur vier Punkte mehr
holte (18).
Bei den nunmehr seit neun Spielen punktlosen Bondenwald-Kickern liegen dagegen
die Nerven blank. Eine Mecker-Ampelkarte nach Spielende rundete die verkorkste
Gastspielreise noch negativ ab. Die weiteren Duelle gegen die Kellerkonkurrenz
aus Duvenstedt und Klein Nordende könnten an den nächsten Wochenenden bereits
vorentscheidenden Charakter annehmen.
Tore: 1:0 Rose (2. Lienau), 2:0 Lienau (6.), 3:0 Rose (12.
Lienau), 4:0 Lienau (15. Fülscher), 4:1 Ludwig (27. Cho), 4:2 Lackner (72.
Ludwig), 4:3 Oßenbrüggen (79., Eigentor, Ludwig)
Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV, Note 2,5)
Zuschauer: 80





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