Holzapfel senkt den Blutdruck
Erster
Sieg in 2026! VfL Pinneberg weist den TV Haseldorf in die Schranken
Insbesondere mit wichtigen Heimsiegen boxte sich Aufsteiger TV Haseldorf
zuletzt amtlich aus der Abstiegszone. Bezirksliga 01-Spieltag Nummer 24 schob
den Neuling aus der Marsch jedoch wieder zurück unter den Strich.
Die Punktgewinne der Konkurrenz vom HSV IV (1:1 gegen den Duvenstedter SV) und
aus Niendorf (5:3 gegen Blau-weiß 96) wusste man am Sonntagnachmittag in
Pinneberg nämlich nicht mit Zählbarem zu kontern.
Dabei war man heuer mit gar nicht mal so schlechtem Kader zum in 2026 noch sieglosen
VfL gereist.
Um den rot-gelben Optimismus war es heuer allerdings schnell geschehen, als der
Pinneberger Tyler Brose Noah Lüchau robust im Strafraum abkochte und sicher zum
frühen 1:0 einnetzte (9.).
Wasser auf die Mühlen des überlegenen Mittelfeldteams, das TVH-Goalie Niklas
Grote in der Folge gehörig auf Trab hielt (12. & 21.), ehe 21-Tore-Mann
Niklas Bargob den Kasten bei einem der vielen tiefen VfL-Läufen verfehlte (25.).
So auch kurz darauf in abgefälschter Manier (27.). Beim fälligen Eckstoß zum Kopfball
gekommen (Block von Grote), führte ein ungeschickter Strafraumzweikampf zu Bargobs
Königschance vom Punkt. Doch kläglich scheiterte der Kapitän am starken
Gäste-Fänger.
Für Bargob und Co ein kleiner Knackpunkt, schwammen sich nun auch die Appelplücker
vorsichtig frei.
Louis Bevers flankte hinter das Tor (41.) – Phil Mohrdieck erwischte seinen
Kopfball nicht optimal (41.). Man musste es schon gut meinen, mit den
Schloßpark-Kickern, um den bemühten, aber arg limitierten Auftritt des Neulings
positiv zu bewerten.
Die beste Gelegenheit des Abstiegskandidaten „vergab“ mit Berat Alija
tatsächlich ein Pinneberger, als dieser Tormann Philipp Niedermeier mit einem
Rückpass überrumpelte, die Scharte per finaler Rettungsgrätsche allerdings selbst
wieder auswetzte (53.).
Wohltuende Blutdrucksenkung verschaffte da drüben Tjark Holzapfels frei
vollendetes 2:0 (56.), mit dem die Hausherren im Exil an der Raa (Heimat des SC
Pinneberg) das Geschehen wieder spürbar an sich rissen.
Weil Brose etwas peinlich drüber zielte (68.) und auch eine erneute Doppelchance
nach Ecke ungenutzt blieb (78.), flammte beim Kellerkind noch ein wenig
Hoffnung auf den Anschlusstreffer auf. Doch weil die eingewechselten Timo
Kaland (80.) und Joris Lüchau (86.) ihre Kopfstöße nicht perfekt setzen konnten
und Niedermeier Florian Möhles Freistoß abtauchend zur Ecke parierte (82.), blieb
es beim ersten gegentorlosen Erfolg des neuen Tabellensechsten seit dem kampflosen
3:0 gegen HSV IV im Dezember 2025.
Der TV Haseldorf kann von diesen Tabellenregionen nur träumen, geht es nun als 14.
ins Osterwochenende, das mit den Gastspielreisen nach Schenefeld und Elmshorn
zwei ungeliebte Auswärtspartien beinhaltet.
TV Haseldorf: Grote – N. Lüchau, Oßenbrüggen (72. Kaland),
Pieper, Franke – Nickels (66. Jedamski), Möhle (46. J. Lüchau), Mohrdieck,
Bevers – Rose, Lienau (66. Fülscher), Trainer: Marvin Biermans (i.V.)
Tore: 1:0 Brose (9. Holzapfel), 2:0 Holzapfel (56. Bargob)
gelbe Karten: Bargob, Schulze – Rose, Pieper
Schiedsrichter: Thorsten Kaisen (SC Poppenbüttel, Note 2)
Zuschauer: 50
besonderes Vorkommnis: Bargob scheitert mit Foulstrafstoß an Grote
(28.).
b.b.meyer
Spiele, bei denen ich mehr oder weniger zufällig auftauche ⚽⚽⚽
Sonntag, 29. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg - TV Haseldorf
Samstag, 28. März 2026
Spielbericht SVG Pönitz - TSV Flintbek
Vom Regenschauer losgelöst
Spitzenreiter
SVG Pönitz kontert dem flintbeker Aufmucken
Mit dem letzten Aufgebot reiste das Mittelfeldteam des TSV Flintbek am
Samstagnachmittag zum Primus der Verbandsliga Ost nach Pönitz. Und obwohl der
Auftritt unterm Strich recht glimpflich verlief, gab es für die Roten letztlich
deutlich nichts zu holen.
Vom Anpfiff weg hatten die Heimstarken Pönitzer, die einzig beim 3:3 gegen die
Probsteier SG am vergangenen Dienstag Punkte im heimischen Sportpark ließen,
den Laden im Griff, schalteten zahlreiche Angriffe in die Richtung von
TSV-Fänger Tjark Klarmann, der nach eigenem Fehlabspiel einen Ebeling-Versuch
gerade noch an die Latte gefingert bekam (13.) und gegen Kapitän Justin Toth
das Bein ausgefahren bekam (27.).
Noch krasseres Bedauern löste bei den Gastgebern ein doppelter Hochkaräter für
den leicht zögerlichen Jarne Schulz, den Malik Ferhat gerade noch so
abgrätschte, und Kevin Keinz, der beim Nachschuss wiederum in den Bolzmodus
schaltete (30.).
Kurz darauf dann aber die überfällige Führung, als die Hausherren den Gegner
schön auseinanderzogen und Toth seinen Kollegen Schulz quer zum 1:0 bediente.
Schiedsrichterassistent Johannes Fritze hatte es richtig gesehen: Klarmann
bekam die Kugel erst deutlich hinter der Linie zu fassen – das 1:0 (32.)!
Nach schwachem Rückpass des Gegners hatte K. Keinz sogar die rasche Verdopplung
auf dem Fuß, doch Klarmann stellte sich clever in den Weg.
Mit dem ergiebigen Regen tauchten nun plötzlich auch die Gäste vorne auf, ging
es im Konter über rechts, von wo Nils Tietgen Luca Schemborski in Szene setzte,
sodass der 19-Jährige den Gleichstand humorlos ins Torwart-Eck nagelte (41.).
Für das Chancenplus, das zwei weitere Gelegenheiten vor der Halbzeit noch
zusätzlich ausbauten (42. & 44.), konnten sich die Platzherren somit
herzlich wenig kaufen.
Und fast wäre der Schuss sogar nach hinten losgegangen, erhielt Ferhat im
Rahmen einer Ecke die freie Mega-Chance per Kopf, die jedoch am Pfosten
zerschellte (50.).
Ein Weckruf für die Sportvereinigung, die kurzerhand durch K. Keinz´ tiefen
Ball in den Offensivraum gelangte, damit Cedric Assmann den mitgelaufenen
Schulz passend zum 2:1 bedienen konnte (53.).
Nachdem mit Assmann wenig später auch ein Pönitzer das Aluminium erwischte
(62.), erinnerte ein parierter Schemborski-Freistoß (66.) an die Fragilität des
knappen Vorsprungs, den man schließlich selbst per Standard auf nunmehr 3:1
hochschraubte. Diesmal fand Oscar Herzogs Freistoß Assmann am nahen Pfosten und
die Torhymne „Major Tom (völlig losgelöst)“ ertönte ein drittes Mal (74.).
Die Partie damit vorzeitig entschieden. Auch, wenn Jan Ratjen SVG-Fänger
Ricardo Maghon noch einmal dazu zwang, die kurze Ecke geschwind dichtzumachen
(81.).
Mit sechs Zählern vor dem einmal weniger aktiven Heikendorfer SV thront die Elf
von Trainer Christian Born weiter auf dem Platz an der Sonne, während die
personell geschröpften Flintbeker im gesicherten Mittelfeld mit dem
Kreispokalfinale im Mai gegen Kilia Kiel noch einen echten Höhepunkt vor der
Flinte haben.
SVG Pönitz: Maghon – Dutschke, E. Keinz, Evers (66. Gramckau),
Ebeling – J. Schulz (76. Henkel), Toth (84. Brack), Potuzak, Assmann – Herzog
(76. Durante), K. Keinz (66. Balzereit), Trainer: Christian Born
TSV Flintbek: Klarmann – Wischnewski (83. Ögmen), L. Schulz, Todic,
Ferhat, Gremmel – Kock, Ratjen – Tietgen (86. Sommerfeld), Rehder, Schemborski,
Trainer: Marcel Naeve
Tore: 1:0 Schulz (32. Toth), 1:1 Schemborski (41. Tietgen),
2:1 Schulz (53. Assmann), 3:1 Assmann (74. Herzog)
gelbe Karten: Evers – Wischnewski
Schiedsrichter: Joona Maxe (JSG Fehmarn, Note 2,5)
Zuschauer: 55
Freitag, 27. März 2026
Spielbericht TSV Kollmar - TSV Heiligenstedten IV
Überwunden aber dennoch
unbezwungen
6:2
im Top-Spiel: TSV Kollmar bleibt einsame Tabellenspitze!
Verlustpunktfrei aufsteigen? Für den TSV Kollmar auch nach dem Spitzenspiel gegen
den TSV Heiligenstedten IV ein durchaus realistisches Szenario!
Dass auch Runde elf der Kreisklasse C-West-3 dreifache Punktefreude bescheren
würde, hatten die Weiß-blauen rasch für sich beansprucht. Ballsicherer und
handlungsschneller setzte man den Tabellenvierten ordentlich in dessen Hälfte
fest. Nur die Chancenverwertung blieb ein Punkt auf der Mängelliste, bis Malte
Meisberger schließlich per Direktfreistoß von halbrechts erlösende Fakten
schaffte (17.).
Sen Chef, Spielertrainer Sören Brinkmann, legte im Fallen gleich das 2:0 nach
(23.), ehe dessen mögliches 3:0, fein über Meisberger und Giso Precht
herausgespielt, einer Fußtat von Gäste-Schlussmann Thorben Gehrke zum Opfer
fiel (28.).
Doch da war ja noch der Meisberger, der in Minute 39 einfach mal aus der Ferne
abzog und prompt mit Unterstützung des etwas hügeligen Geläufs das Tor-Triplett
zum Kabinengang vollendete.
Von dort aufs Grün zurückgekehrt, machte der „7er“ gleich mit dem Toreschießen
weiter, bedurfte es bei Ole Königs Flanke nur noch seiner hingehaltenen Rübe
(47.).
Die Heiligenstedtener blieben dagegen weiterhin blass und mussten nun auch noch
Gegentreffer Nummer fünf über sich ergehen lassen, als Heim-Goalie Bennet Gosau
das Spiel schnell machte und mit dem langen Schlag Brinkmanns 5:0 initiierte
(54.).
Seltenheitswert sollte der Abend aber trotzdem noch bekommen. Fünf Gegentreffer
gab es für die heuer abermals siegreichen Deichkicker erst zu verkraften, da
vollendete Martin Schmidt auf Zuspiel Ole Hesse mit rechts zum 5:1 (68.). Die
Kollmaraner Körpersprache direkt nach dem Gegentor erinnerte da fast an den
Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit…
Knappe zehn Minuten vor dem Ende zwangen die nun etwas aktiveren Jungs von der
Stör sogar Lennart Glismann zum erneut verkürzenden Eigentor (82.). Das
Vierfache des sonstigen Gegentorschnitts kassiert: das schreit nach einer
Krisensitzung!
Wie gut für den Primus, dass Joker Tjark Mayer, der bereits in Hälfte eins zur
Einwechslung bereitstand, dann aber in letzter Sekunde doch wieder auf der Bank
Platz nehmen musste, weil Kollege Till König dann doch weitermachte (44.), kurz
darauf zentral im Sechzehner auf 6:2 stellte (86.) Wenig später war es dann
auch geschafft und der fünf-Punkte-Vorsprung auf den zeitgleich mit 3:0 bei der
SG Wilstermarsch II siegreichen SV Heiligenstedtenerkamp souverän gehalten. Am
Ostersamstag folgt nun das direkte Duell.
Tore: 1:0 Meisberger (17., direkter Freistoß), 2:0 Brinkmann
(23.), 3:0 Meisberger (40.), 4:0 Meisberger (47. O. König), 5:0 Brinkmann
(54.), 5:1 M. Schmidt (68. Hesse), 5:2 Glismann (82., Eigentor), 6:2 Mayer (86. Blosat)
Schiedsrichter: Alexander Salviani
Zuschauer: 42
Donnerstag, 26. März 2026
Spielbericht VfL Pinneberg 1. Frauen - SC Sternschanze 3. Frauen
Schanze macht weiter
Boden gut
Überzeugender
Abendfußball beim 4:0 in Pinneberg
Wären die dritten Frauen des SC Sternschanze nach dem 5:3-Hinspielerfolg im Spätherbst
nicht in eine vier Spiele andauernde Krise (ein Zähler) geraten, wären sie am
Donnerstagabend vermutlich als strahlende Tabellenführerinnen der Kreisliga 01
zum verlegten Match des 18. Spieltags ins Pinneberger Gehölz gereist.
Die Rolle der Jägerinnen scheint der Elf aus dem Schanzenkäfig allerdings ganz
gut zu liegen. So baute sie ihre nun andauernde Siegesserie auf nunmehr fünf
aus.
Und das in durchaus überzeugender Manier, akklimatisierte sich Marineblau (der ebenfalls
blaue VfL sattelte kurzerhand auf Leibchen um) relativ schnell auf dem
großzügig bemessenen Naturrasen an der Raa. Mit geradlinigem Passspiel und
aktiven Laufangeboten wartete der SCS immer wieder gefährlich vor dem
gegnerischen Gehäuse auf, um die Führung jedoch durch einen Standard zu
kreieren. Ein Außenfreistoß von Carolin Rohe war es nämlich, den Carmen Willers
vorne zum 0:1 in die lange Ecke nutzte (9.).
Ebenfalls per Freistoß meldeten sich die Gastgeberinnen, deren Steilpässe in die
Tiefe oft zu wenig temperiert daher kamen, einmal zu Wort, sodass
SCS-Schlussfrau Fee Hahnert Maja Berndts ruhenden Ball über den Querbalken zu
lenken hatte (23.).
Auf der anderen Seite machten es die Gäste auf die spielerische Tour, die über Johanna
Reims rechte Seite zum Erfolg führte, weil Lina Stork eine Ablage der viel
eingebundenen Miriam Schacht zur Verdopplung ins kurze Eck veredelte (27.).
Doch damit nicht genug für diesen Abschnitt, erhöhte Alexandra Ney im Dickicht
einer Schacht-Ecke auf den 0:3-Pausenstand (45.+1).
Bis auf eine vergebene Schacht-Gelegenheit per Linksschuss (51.), verflachte
das Geschehen nach dem Seitenwechsel deutlich, was auch auf eine jetzt
physischere Herangehensweise auf der Koppel zurückzuführen war. Diverse Unterbrechungen
sorgten für eher schwergängige Fußballunterhaltung, die immerhin das Tor zum
0:4 einmal aufhübschte. Auf Steckpass von Rohe umkurvte Hannah Schlott Torfrau
Laura Ponwitz gekonnt, um flach zu finalisieren (66.).
Im nächsten Anlauf an Ponwitz gescheitert (67.) und in der Schlussphase etwas
zu hektisch ans Quergebälk (83.), verpasste die staffelweite Top-Torschützin (21
Treffer) die Wiederholung ihres Hinspieldoppelpacks.
So bleibt noch ein bisschen Luft nach oben für das kommende Spitzenspiel gegen
den Tabellenzweiten aus Ellerau, mit dem sich Schanze am Mittwoch darauf gleich
nochmal messen darf. Zwei Siege hierbei und die Schanzenequipe wäre zurück in
den Aufstiegsrängen.
Die jungen Pinnebergerinnen, bei denen Torfrau Ponwitz angeschlagen
ausgeschieden war (80.), treffen derweil am Samstag auf alte
Vereinskolleginnen, wenn es auswärts im Derby beim Rellinger FC an die Pille
geht. Schließlich lief die Elf um Kapitänin Finja Ziegert einst vollständig vom
VfL über.
Tore: 0:1 Willers (9. Rohe), 0:2 Stork (27. Schacht), 0:3 Ney
(45.+1, Schacht), 0:4 Schlott (66. Rohe)
Schiedsrichter: Daniel Heins (SV Rugenbergen)
Zuschauer: 8
Mittwoch, 25. März 2026
Spielbericht TV Haseldorf II - TSV Sparrieshoop II
4:1 fast verspielt
Schwung
nach der Pause verloren: Sparre II zittert sich um Erfolg
Schafft es die Reserve des TSV Sparrieshoop doch noch in die Einstelligkeit der
Kreisklasse 01? Der Mittwochabend-Nachholer beim Tabellennachbarn aus Haseldorf
nährte dafür jedenfalls die nötigen Hoffnungen. Und das, obwohl der Kick, der
Freunde des Kreisklasse-Treibens zum Frohlocken brachte, am Ende nochmal
richtig knapp wurde.
Zuzuschreiben hatte sich die Elf in weiß das Zittern freilich selbst. Ein
sattes 4:1 stand nämlich bereits zum Pausentee auf der Habenseite. Ein
Vorsprung, der seinen ersten Akt in Minute fünf erfuhr, als sich Nikolai Roth
über links auf den erfolgreichen, wie schmerzhaften Weg zum 0:1 machte.
Schmerzhaft allerdings deswegen, weil der anschließende Crash mit Tormann
Johannes Ringel gleich beide Kontrahenten aus der Partie beförderte. „Dieser
Platz liegt mir einfach nicht!“, haderte Roth, der sich an gleicher Stelle
bereits vor zwei Jahren schwer verletzt hatte.
Der TVH musste indes Feldspieler Lasse Wiemer mit Ringels Torwarthandschuhen
ausstatten. Und kaum war die Aushilfe zwischen die Pfosten gerückt,
überrumpelte Yilmaz Ercek Vordermann Mirco Bülow, um die gewonnene Kugel
kurzerhand zum 0:2 zu versenken (15.).
Wahrlich kein guter Start für die Hausherren, die erst danach am Match
teilzunehmen begannen. Vor allem der abschlussfreudige Timo Kaland bedeutete
nun eine wachsende Gefahr für den TSV. Dass es schließlich auch der
hochgewachsene Angreifer aus der Bezirksliga war, der ein Ping-Pong-Spiel im
Gäste-Sechzehner mit dem 1:2-Anschlusstreffer quittierte, passte da in die
Rubrik „das hatte sich angekündigt“ (24.).
Fortan wieder mit Torsteher Ringel im Kasten, war die Aufholjagd jedoch rasch
verpufft, als der Schlussmann zwar mit der Sohle gegen Noah Semmelhaack
parierte, Semmelhaacks anschließender Eckstoß aber die Strafraumchaosvorlage
für Conor Feldts eingestolpertes 1:3 bedeutete (30.).
Ringel aus beträchtlicher Entfernung ein vorgezogenes Osterei zum 1:4 ins Nest
gelegt, schien Feldt seine Farben früh auf dem Sockel des Auswärtserfolgs
festgeschraubt zu haben (36.).
Mit dem Wiederbeginn war der Schwung allerdings vollends verloren.
Wie bereits in den Minuten vor dem Kabinengang, gehörte das Duell nun den
Rot-gelben, die Sparre-Fänger Nico Scharfschwerdt einige Male (erfolglos)
einheizten, bis Kaland doch erfolgreich zum 2:4 abzog (58.).
Ein kleiner Schönheitsfehler? So mochte man vermuten, nachdem Finn Lennart
Möllers tiefes Zuspiel auf Feldt das 2:5 durch den eingewechselten Malte
Schmidt initiierte (62.).
Doch wiederum verkürzte die heuer dreifach aus der Ersten verstärkte
Büffelherde durch eben einen dieser Bezirksligaspieler, köpfte Joris Lüchau
eine Ecke Tjade Hermanns gekonnt in Scharfschwerdts Maschen (70.).
Von Feldt und Co war jetzt kaum noch etwas zu sehen. Einzig bei einer Doppelchance
für Semmelhaack und den beim Nachsetzen zu zögerlichen Horschejschi (80.) wartete
die Elf des unzufriedenen Jan Strüben gefährlich auf.
Stattdessen schwamm man hinten ein ums andere Mal, um die Quittung dafür in Form
des 4:5-Anschlusstreffer durch Doppelpacker Lüchau zu kassieren (85.). Mit
einem Defensivfreistoß als Ausgangspunkt spielte sich der TVH hier sogar ansehnlich
ins vordere Drittel, wo der giftige Lüchau Kalands Scheitern an Scharfschwerdt
korrigierte.
Weil T. Hermanns letzter Freistoß in der Schlussminute leicht zu hoch geriet,
blieb der sparrieshooper Schlendrian am Ende aber ungesühnt.
Das untere Trio bleibt damit weiter auf Distanz gehalten, während der Anschluss
an die zwei Zähler bessere Reserve aus Heist (zwei Partien weniger) nun
geglückt ist.
Tore: 0:1 Roth (5.), 0:2 Ercek (15.), 1:2 Kaland (24.), 1:3
Feldt (30. Semmelhaack), 1:4 Feldt (36. Bublitz), 2:4 Kaland (58. Sabzipour),
2:5 Schmidt (62. Horschejschi), 3:5 J. Lüchau (70. T. Hermann), 4:5 J. Lüchau
(85. Kaland)
Schiedsrichter: Gerd Schwegler (VfL Pinneberg)
Zuschauer: 40
Dienstag, 24. März 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV 1.B - SV Eidelstedt 2.B
Heimserie gestartet
Zweiter
Heimsieg in Folge: Holsatia-2009er arbeiten sich unten heraus
„Neues Jahr – neues Glück“ – eine meist abgedroschene Phrase, die sich die
2009er von Holsatia Elmshorn offenbar zur Marschrute für das verbliebene
Halbjahr in der U17-Bezirksliga 02 genommen haben. Denn nach dem Spitzenteam
von Teutonia 05 (4:3) musste nun auch der SV Eidelstedt ohne Punkte von der
Wilhelmshöhe abreisen.
„Wir sind nicht den ganzen langen Weg hierhergefahren, um eine Niederlage
einzufahren!“, forderte SVE-Kapitän Anush Tandukar seine Leute vor dem
Halbzeit-Wiederanstoß zum großen Rückschlag auf.
Bis dahin hatten Tandukar und Co den dienstagabendlichen Auswärtstrip in die
Provinz nämlich reichlich verhauen. Selbst nur bei Ecken gefährlich (Finn
Schwerdtfeger erhielt die Kugel mit etwas zu großer Überraschung, 9.), fing man
sich Mitte der ersten Hälfte den Rückstand ein, als Finn Cordts aus der Ferne
abzog und das gelb-blaue Abfälschen die ballistische Flugkurve zu Holsatias 1:0
bereitete (22.).
Und auch an der Verdopplung wirkte der SVE verschlimmbessernd mit, durfte ein
etwas ungestümer Strafraumeinsatz durchaus als willkommene Einladung zur
Gravitationsvorführung gewertet werden. Spielführer Cordts trat an und verlud
den Goalie zum 2:0 (31.).
Holsatia plötzlich voll in der Vorhand und durch ein Ping-Pong-Spiel bei einem
Köster-Freistoß fast mit 3:0 vorne (38.), doch der Spielstand blieb erstmal
unverändert.
Gut für die Gäste, die im zweiten Abschnitt tatsächlich mehr die Initiative
ergriffen und rasch zur Chance auf die Verkürzung kamen, nur scheiterte der
eingewechselte Samir Alam an Holsatia-Fänger Jonah Schaffhausen (46.), der kurz
darauf gleich wieder in den Blickpunkt rücken sollte. Diesmal musste er sich
mit einer Strafstoßsituation konfrontiert sehen, nachdem der zweifellose
Rempler aber eigentlich eher außerhalb der Parzelle anzusiedeln war. Weil
Schaffhausen Cristiano Abendroths schwachen Versuch im Gewandt einer Rückgabe
jedoch souverän festhielt, hatten sich sämtliche Diskussionen von selbst
erübrigt (50.).
Das psychologische Momentum daraus vorne nicht genutzt (der auffällige Cordts verzog
im Anschluss an einen eigenen knapp, 51.) – auch, weil Holsatia den eigenen
Ballbesitz zu oft mit überhasteten Vertikalbällen herschenkte – half hinten das
Glück, dass der schön freigespielte Jephter Aning frei vor der Kiste drüber
bolzte (61.).
Hätte der quirlige Rechtsfuß doch bloß die Schusstechnik seines Kollegen
Abendroth, der seinen Fehlschuss vom Punkt eine Viertelstunde vor dem Ende
wettmachte, indem er seinen reichlich vorhandenen Raum im Zentrum zum sauber
zurechtgelegten Links-Abdruck ins rechte untere Eck ausnutzte (66.).
Die richtige Einstellung zum Spiel haben sie zumindest nun endlich gefunden,
wie Tandukars imposante Rückwärtsarbeit per Rettungsgrätsche gegen den
durchgestarteten Maximilian Stedtnitz illustrierte (69.).
Auch offensiv ließ die Endermann/Lippert-Elf zumindest ansatzweise
durchblicken, warum man in der Tabelle deutlich vor den Blau-weiß-roten steht.
An diesem Nachholabend kurz vor den Frühjahrsferien in Schleswig-Holstein
sollte aber nichts mehr werden, mit dem Punktgewinn. Auch, weil Schaffhausen
einen Barbosa Baptista-Versuch sehenswert aus dem Winkel fischte (71.).
Mit Leidenschaft, Disziplin, etwas Glück und zahlreichen Auswechslungen zur
Zeitüberbrückung brachten die Holsaten den Dreier schließlich unter Dach und
Fach. Rang sieben lässt sich nach dem Keller-Dasein des alten Kalenderjahres
doch ganz ordentlich an.
Der SV Eidelstedt, der mit einem 3:0 am grünen Tisch ins Jahr 2026 gestartet
war (der Walddörfer SV setzte beim 1:1 gleich vier (!) festgespielte Akteure
aus der ersten Mannschaft ein), hat dagegen den Kontakt zur Spitze (erstmal)
verloren.
Tore: 1:0 Cordts (22.), 2:0 Cordts (31., Strafstoßtor), 2:1
Abendroth (66.)
gelbe Karten: keine – Baltzer, Aning
Schiedsrichter: Ruven Beier (TSV Sparrieshoop)
Zuschauer: 45
besonderes Vorkommnis: Abendroth scheitert mit Foulstrafstoß
an Schaffhausen (50.).
Sonntag, 15. März 2026
Spielbericht Kummerfelder SV - TV Haseldorf
Abreibung mit Ansage
Primus
Kummerfelder SV lässt ausfallgeplagtem TVH keine Chance
Sucht man nach einem Symbolbild für das verkorkste Gastspiel des TV Haseldorf
beim Bezirksliga-01-Spitzenteam des Kummerfelder SV, bleibt der geneigte
Beobachter der Szene in der 77. Minute hängen. Eine Auswechslung. Ein unspektakulärer
Vorgang und doch Ausdruck der erheblichen Personalprobleme des Aufsteigers, schickte
Coach Benjamin Kälberloh mit Lennart Jotter (für Timo Kaland) einen gelernten
Torhüter in Feldspielermission, der im Sommer noch das Ende seiner Laufbahn
verkündet hatte. Die einzige annähernd realistische Wechseloption. Spielstand
zu diesem Zeitpunkt: 6:0 für den KSV, der an diesem Sonntagnachmittag niemals
Zweifel an der eigenen Überlegenheit aufkommen ließ.
Ohne die gelbgesperrten Pieter Oßenbrüggen, Joris Lüchau und Lukas Nickels – um
nur ein paar Ausfälle zu nennen – wurden die zuletzt durchaus konstant
punktenden Haseldorfer sofort in die zwangsweise durchrotierte Defensive
gedrückt, was bereits in Minute eins fast ins Auge ging, als Peer Ball selbigen
diagonal erhielt und Schlussmann Niklas Grote alle Mühe hatte, das Spielgerät nach
seiner Fußabwehr vor den heranrauschenden Gegnern zu sichern.
Ein Dutzend an Spielminuten sollte sich der Dauerdruck am Ende ausgehen, ehe
Kapitän Marcel Braun auf Flanke Jonas Lienau und Grotes nicht ganz glücklicher Ballbeseitigungsaktion
das verdiente 1:0 erköpfte (12.).
Weiteres Wasser also auf die Heim-Mühlen, die kurz darauf noch schneller
rotierten, war es wieder eine Hereingabe von rechts, die diesmal Ball zum
einsamen wie gezielten Abschluss durchs Öhr des Fünfergetümmels einlud (14.).
Entlastung schaffte Rot-gelb insbesondere in Hälfte eins kaum, während man am
und im eigenen Sechzehner viel zu oft die nötige Handlungsschnelligkeit
vermissen ließ, um Momente, wie eine jeweils blockierte Dreifachchance der
Herren Mettler, Will und Braun zu vermeiden (20.).
Klar, dass weitere Tore folgen mussten, erhöhte Jonas Linau nach
durchgerutschtem Stampff-Zuspiel auf den 3:0-Halbzeitstand (29.), der
insbesondere durch das lauffreudige Flügelspiel der klug rochierenden
Platzherren noch weiteres Futter hätte kriegen können.
Dafür machte es Mika Mettler aus der zweiten Reihe (57.), woraufhin Fabian Knotterus
von einer Ecke (61.) und Enzo Simon von einem Querpass (67.) des eifrigen Ball
profitierten.
Und auch beim 7:0-Schlusspunkt hatte der 21-Jährige wieder seine Füße im Spiel,
war es abermals ein Eckstoß, in den sich als siebter Tagestorschütze der
eingewechselte Hendrik Hoch mit voller Dynamik reingeworfen hatte (87.) –
Vorlagenhattrick zur Tabellenführung, denn mit dem klar besseren Torverhältnis
thront die Elf von Trainer Julian Kneuker weiter (bei zwei Spielen mehr) punktgleich
mit dem FC Elmshorn an der Spitze.
Der heuer chancenlose Widersacher, der immerhin im zweiten Abschnitt punktuelle
Torgefahr produzierte, fiel zwei Stunden später durch den Heimsieg der Reserve
des Niendorfer TSV (3:1 gegen Schlusslicht Duvenstedter SV) erstmal wieder
unter den Strich. Mit Blick auf das insgesamt anspruchsvolle Restprogramm kommt
dem jetzt anstehenden Heimspiel gegen die nur drei Zähler bessere Elf des HSV
IV eine enorme Bedeutung zu. Der Primus setzt derweil seine Keller-Tour beim tabellarischen
Süd-Nord-Gipfel in Duvenstedt fort.
TV Haseldorf: Grote – Biermans, Wichmann, Pieper, Krieg –
Fülscher, Möhle, Mohrdieck, Bevers – Laudahn, Kaland (77. Jotter), Trainer:
Benjamin Kälberloh
Tore: 1:0 Braun (12. J. Lienau), 2:0 Ball (14. Will), 3:0 J. Lienau (29.
Stampff), 4:0 Mettler (58.), 5:0 Knotterus (61. Ball), 6:0 Simon (67. Ball),
7:0 He. Hoch (87. Ball)
gelbe Karten: keine – Mohrdieck, Pieper
Schiedsrichter: Hasan Biyikli (VfL Hammonia)
Zuschauer: 50
Samstag, 14. März 2026
Spielbericht Holsatia im EMTV 1.A - SC Teutonia 10 1.A
Kasaj durchbricht das Schusspech
Spätes
Joker-Tor: Holsatias U19 belohnt sich für die Beharrlichkeit
Mit der vermeintlich einfachsten der drei Aufgaben beendete Holsatias U19 den
kleinen Heimspielmarathon zum Jahresauftakt, um gegen Teutonia 10 allerdings einiges
an Geduld und Frustrationstoleranz aufbringen zu müssen.
Bei tristem Märzwetter war den Jungs in den gestreiften Jerseys nämlich das
Abschlusspech ein steter Begleiter. Erstmals so richtig augenscheinlich, als
der aufgerückte Erik Johänning per Konterchance im Doppelpass mit Luca Joneleit
zum Abdruck an den Pfosten kam und das Ei schließlich vom Rücken des Torwarts
an der falschen Seite des Gestänges über die Linie rutschte (15.). Ebenso in
einer ähnlichen Szene – mit dem Unterschied, dass Medin Baljes Rückgrat diesmal
keinen Anteil am Szenario hatte (22.).
Erster Frust machte sich breit, zumal Yannick Ehlers bei einer
Hinterthaner-Ecke doch reichlich unbewacht über den Kasten löffelte (35.). Es
sollte nicht seine letzte Großchance bleiben…
Sicherlich noch mehr Topchancen hätten sich den Platzherren insbesondere in
Abschnitt eins ergeben, wären da nicht einige kreative Abseitspfiffe gewesen.
Andersherum muss man sich dann vielleicht auch ein wenig auf die Linie des
Schiedsrichters einstellen.
Frei von Abseitsverdachtsmomenten blieb dagegen ein teils kopflos vergebenes Füllhorn
an Chancen nach dem Seitenwechsel, ehe die Teutonen zwischendurch ihrerseits
die dicke Gelegenheit zur Bestrafung hatten. Luca Goike bekam sein Eck gegen
Emirhan Erdal aber immerhin rechtzeitig dicht (57.).
Holsatia blieb auch in der Folge am Drücker, vermochte es dann jedoch sogar in
temporärer Überzahl (der geplättete Ali Doubmouya brauchte zwischendurch eine
Pause, doch niemand war zur Substitution verfügbar) nicht, das Leder endlich in
den Gäste-Kasten zu kriegen – bis Hinterthaners lange Hereingabe beim
eingewechselten Alkeo Kasaj landete und der Joker einfach mal trocken
linksunten zur überfälligen 1:0-Führung abzog (75.).
Die schärfste Antwort darauf lieferten die auswechselspielerlosen Teutonen mit
einem immer länger werdenden Freistoß Nathan Mesfins, der sich auch trotz
Goikes Eingreifen in der Luft zur heißen Alu-Aktion entwickelte (85.).
Dass die Krückaustädter drüben, beispielsweise durch Ehlers und dessen freies
Verfehlen am ersten Pfosten (vor allem der Joneleit/Dieckhoff-Doppelpass in der
Vorarbeit hätte ein Tor verdient gehabt, 89.), das vorentscheidende zweite Tor
verpassten, blieb somit am Ende unbestraft.
Im Mittelfeld der ausfallzerpflückten U19-Oberliga bleibt für Holsatia derweil
noch vieles möglich – wie auch im Pokal, wo es bereits am kommenden Dienstag
das Duell beim U18-Landesligavertreter Grün-weiß Eimsbüttel weitergeht.
Teutonia 10, das bereits mit vier Niederlagen in die lange Winterpause ging und
sich personell über das Ende der Frühjahrsferien in Hamburg freuen dürfte, hat
zwei Tage länger Regeneration, bevor das Viertrundenmatch gegen das
U18-Oberliga-Schlusslicht Harburger TB ins Haus steht.
Holsatia im EMTV 1.A: Goike – Kasem, Johänning, Dieckhoff,
Jonas, Ehlers – Bjane, Polat – Joneleit, Schwarz, Hinterthaner, eingewechselt:
Kasaj, Martens, Stüben, Trainer: Bent Vieth
SC Teutonia 10 1.A: Balje – Mehare Beyene, Doubmouya, Radinovic-Protic, Mesfin,
Witte – Heindorff, Ahrens – Tanzi, Adamou, Erdal, Trainer: Thomas Thundiyil
Tore: 1:0 Kasaj (75. Hinterthaner)
gelbe Karten: Stüben – Tanzi, Doubmouya, Radinovic-Protic
Schiedsrichter: Frank Tesch (Heidgrabener SV)
Zuschauer: 30


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