Sonntag, 9. August 2026

Spielbericht Moorreger SV - SV Blankenese

Abstauber macht den Anfang
Favorit machts moderat: SV Blankenese siegt 6:1 in Moorrege

Hochsouverän weitergekommen; nur die Torausbeute von deren sechs gibt beim Erstrundenauftritt im Lotto-Pokal in Moorrege Anlass zur Kritik an der SV Blankenese. Über 90 Minuten hatte sich diese – dem Klassenunterschied entsprechend – turmhoch überlegen präsentiert und ihre Belagerung rasch Zählbares umgesetzt. Zwar brauchte es beim 0:1 gleich drei Anläufe, doch irgendwann saß Laurentiu Tirts Abstauber und das halbe Dutzend hatte erste Formen angenommen (13.).
Weiter ging´s per Flugball von Aleksandar Pavlovic, der den eingerückten Ole Holst in gleich doppelte Poleposition führte. Holst entschied sich für den eigenen Abschluss und behielt damit Recht (18.).
Ebenso in Minute 34, als dem Kapitän eine durchgerutschte Flanke des eifrigen Maximilian Walter vor die einschussbereiten Füße fiel – 0:3!
Zuvor hatten Holst und Kollegen einige Möglichkeiten liegenlassen. Ein Chancenwucher, dem man dem Underdog aus der Kreisliga freilich nicht vorwerfen konnte. So nutzte er prompt seine erste fette Gelegenheit, als Torsteher Daniel Rosenzweig longline die Spitze bediente, zwei Blankeneser das Kopfballduell gegeneinander führten und Max Lujber nicht nur in der Szene blieb, sondern Schlussmann Marcel Köhler zum 1:3-Ehrentreffer umspielte (38.).
Viel mehr ließ der Favorit aus der Bezirksliga den Widersacher allerdings nicht mitspielen. Stattdessen grätschte Finn Karstedt ein etwas umständliches Doppelspiel mit Isaiah Löding auf abermaliger Walter-Flanke aus kürzester Distanz zum 1:4-Halbzeitstand über den Kreidestreifen (43.), über diesen nach dem Seitenwechsel auch Mike Zitzer die Kugel gerne gesteuert hätte. Aussichtsreich vergab der Moorreger jedoch die Chance auf die zweite Verkürzung (53.).
So blieb es für die restliche Spielzeit eine Fahrt durch die Einbahnstraße, die die Himmelblauen kurz darauf zu Holsts Dreierpack in die lange Ecke (56.) und dem spät erzielten 1:6-Endstand durch Tirt (85.) führte.
Ein annehmbarer Nachmittag für die SVB, wenn gleich die eine oder andere Offensivaktion bei Sommerfußball zu viel in der Sackgasse landete. Manchmal ist der direkte Abschluss eben doch die effektivste Variante…
Beim Start der Bezirksliga 03 gegen die Vierte des HSV am nächsten Wochenende braucht es sicherlich noch etwas mehr Entschlossenheit vor dem Kasten.
Der Moorreger SV empfängt fast zeitgleich am Sonntag die Reserve des Heidgrabener SV mit einem guten Gefühl aus der Vorsaison: das 4:2 im vorletzten Match der Kreisliga 1 schaffte im Mai quasi vorentscheidende Fakten für den Ligaverbleib.

Tore: 0:1 Tirt (13.), 0:2 Holst (18. Pavlovic), 0:3 Holst (34. Holst), 1:3 Lujber (38. Zitzer), 1:4 Karstedt (43. Löding), 1:5 Holst (56.), 1:6 Tirt (85. Karaduman)

Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV Rantzau)

Zuschauer: 30




Samstag, 8. August 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV - SV Lieth

Holsatias Reifeprüfung
Junge Wilde überrennen den Rivalen und machen hinten dicht

Kreisklasse gegen Kreisliga – was sich für Außenstehende wie die Prophezeiung eines unansehnlichen Gestolperes liest, elektrisierte die Fußballszene Elmshorns für einen (Lotto-)Pokaltag, der die Rivalität zwischen Holsatia und der SV Lieth um ein kurioses Kapitel erweitern sollte. Mit 4:2 spülte der Klassenniedrigere, der aber spielerisch keiner ist, den Bezirksligaabsteiger von seinem üppig mit Fans und Schaulustigen gesäumten Walther-Poser-Platz!
Begonnen hatte das Lokalduell um den Zweitrundeneinzug allerdings überhaupt nicht nach Plan der jungen Wilden, von denen die meisten Blau-weiß-schwarz im Vorjahr in der U19-Oberliga repräsentierten. Über rechts spielte Lukas Brant seine Dynamik zur Hereingabe aus, in die Verteidiger Jan Dieckhoff wie ein ungebremster Güterzug zum Eigentor geriet (6.).
Mit dem Tempo eines ICEs reagierte Holsatia jedoch genau richtig, indem Ben Kellner eine Fackel aus 20 Metern ausgleichend einschlagen ließ (10.). Im Mai noch als „Liether Löwe“ mit in die Kreisliga relegiert, zahlte sich der Transfer ins Team des Brüderchens schon jetzt vollends aus, zumal die Hausherren just nachlegten, als der agile Nick Schneider beim Torschuss abfälschende Hilfe durch Julien Duffke vorfand und die Partie damit binnen zwei Spielminuten gedreht war (11.).
Der Elf von Thorben Pingel, der letzten Sommer im Groll bei Holsatia ausgeschieden war und durch die folgende Umsiedlung seiner Kader von erster und zweiter Herren nach Klein Nordende eine Stunde Null für den Männerturnverein einläutete, ging das alles viel zu schnell.
So auch Schneiders nächste Tempoaktion über links, mitsamt langer Flanke auf Niklas Viera Gerkens. Die Demütigung eines zweiten Gegentors durch einen Sommerabgang blieb Rot-schwarz hier immerhin erspart (18.)…
Da legten sie sich das dritte Ding lieber selbst ins Nest, ballerten sich die Herren Duffke und Rudek im Strafraum gegenseitig ab. Eine Slapstickeinlage zwischen Schadenfreude und Bestürzung (26.). 3:1.
Auch nicht viel seriöser verkaufte sich Lieths Defensivverbund bei einem weiten Schlag von Holsatia-Fänger Luca Goike, störten sich zwei Mann gegen den clever weiterleitenden Marques Schwarz gegenseitig, sodass Kilian Jändling gar auf 4:1 erhöhen durfte (40.). Und sogar ein fünfter Treffer lag noch vor dem kühlenden Pausengetränk in der Luft, als Kapitän Luca Joneleit aus der zweiten Reihe knapp zu hoch abdrückte (45.). Holsatia wie im Rausch; Glück im Unglück dagegen für die weitgehend überforderte SVL, der die Hereinnahmen der physisch präsenten Joel Tündermann und Kilian Weers zum zweiten Abschnitt ebenso guttaten, wie B. Kellners hartes Einsteigen gegen Christian Kuhlmann, für das Schiedsrichter Andreas Voß (VfL Pinneberg) kurzerhand per roter Karte für eine grundveränderte Spielstatik sorgte (47.).
Der Kreisklassist von da an nämlich tief hinten drin, verzichtete fortan auf Ballbesitz, während die Spielvereinigung ihre Druckphase mit einem strammen Weers-Geschoss unterstrich. Goike fischte das Leder allerdings phantastisch aus dem Winkel (51.), ehe er auch bei einer Doppelchance für Max Schulz und Jan Schiebuhr seine Finger rettend ins Geschehen brachte (53.).
Den Liethern lief damit so langsam die Zeit davon. Drei Tore waren trotz der Überzahl schon eine Menge Holz. Erst 20 Minuten vor dem Ende machte Schulz mit seiner Qualität im (Ab-)Zug nach innen weiteren Boden gut. Das flache 4:2 am Ende aber doch nur noch Ergebniskosmetik, weil der folgerichtig eingewechselte Florian Ballner mit links verfehlte (83.) und Goike einen Kuhlmann-Freistoß fachgerecht ins Tor-Aus lenkte (85.). Ansonsten verteidigten die zehn Holsaten ihren Laden trotz (zu) wenig Entlastung mit Köpfchen und Leidenschaft. Der Zweitrundeneinzug daher in Summe auch verdient. Ein Festtag, wie man ihn in Stimmung und Zuschauerzuspruch schon lange nicht mehr an der Wilhelmshöhe erlebt hat. Wer auch immer als Gegner für Runde zwei in anderthalb Wochen zugelost wird: Diese spielstarke, begeisterungsfähige – und nun auch stresserprobte – Truppe muss man erstmal schlagen!

Holsatia im EMTV: Goike – Dieckhoff, Yörük, Hodorff (88. T. Kellner), Schneider – Viera Gerkens (46. Hinterthaner), B. Kellner, Bjane, Joneleit – Jändling (76. Öncan), Schwarz (88. Kummert), Trainer: Bent Vieth

SV Lieth: D: Diedrigkeit – Duffke (70. Ballner), F. Rudek (46. Tündermann), M. Schuchhardt, Dickenhausen (46. K. Weers) – Boelter (70. Schröder), Busse (79. Hajdari) – Brant, Kuhlmann, Max Schulz – Schiebuhr, Trainer: Thorben Pingel

Tore: 0:1 Dieckhoff (6., Eigentor, Brant), 1:1 B. Kellner (10.), 2:1 Schneider (11.), 3:1 Duffke (26., Eigentor), 4:1 Jändling (40., Schwarz), 4:2 Max Schulz (70.)

gelbe Karten: Joneleit, Schneider, Kummert, Bjane – Schröder, D. Diedrigkeit

rote Karte: B. Kellner (47., grobes Foulspiel an Kuhlmann)

Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 220










Freitag, 7. August 2026

Spielbericht SV Peissen - Edendorfer SV

SV Peissen dreifach bestraft
Späte Tore am Osterdeich: Edendorfer SV gewinnt das Derby in Überzahl

Im Vorjahr noch hauchdünn im Herzschlagfinale des letzten Spieltags um die Aufstiegspfründe gebracht, muss sich der SV Peissen im zweiten Kreisligajahr erstmal an den Rücklichtern einiger Konkurrenten der Staffel Mitte orientieren. Dem 2:2-Remis bei den Kickers Hennstedt folgte im ersten Heimspiel 2026/2027 nämlich ein 0:2 im Derby gegen den Edendorfer SV.
Vor allem aber die Art und Weise erinnerte wenig an ein Team, das um Haaresbreite den Durchmarsch in die Verbandsliga realisiert hätte. Ausfälle wie der von 18-Tore-Mann Kieron Delfs hin oder her; das war spielerisch zu wenig!
Ebenso eigentlich auch von den Gästen, die den Fußballsport gleichermaßen als Rückschlagspiel begriffen. Ein Festival des alt-Britischen Ballsports lud die Schaulustigen hoch über den stets bemühten Aktiven eher zu Cola-Korn und Currywurst in hausgemachter Soße ein. Traumhafte Aussicht auf klischeehaften Kreisligafußball, den die Edendorfer zunächst etwas gestalterischer betreiben sollten. Zahlreiche Offensivstandards blieben jedoch ergebnislos, während es Nachirvan Sino aus dem Spielfluss heraus zur überragenden Chance führte. SVP-Torwart Malte Isermann machte diese gekonnt im Eins-gegen-Eins zunichte (22.), sodass seine Vorderleute nun etwas besser in die Partie kommen konnten. Vor allem, wenn Jonas Wudtke beteiligt war, wurde es dabei konkret, wie nach einem guten Auflegen für Rasmus Hinrichsen, dessen Abdruck mit rechts ESV-Fänger Firas Dekhil behände im Abtauchen entschärfte (30.).
Kurz vor der Pause trauerten aber wieder die Grünen einem Hundertprozenter nach, nachdem Milko Saido Khalil alleine auf den Kasten zulief und diesen stramm verfehlte (45.) – es blieb beim 0:0, das auch einen möglichen Treffer der Hausherren überdauern sollte. Andrii Popov hatte sich auf Kosten eines dankend angenommenen Oberkörpervergehens in erfolgreiche Schussposition gebracht, ehe der Foulpfiff den Fortbestand der Torlosigkeit sicherte (58.).
So verging Minute um Minute auf dem Weg zur irgendwie passenden Nullnummer, bis der Vorjahresdritte per Katastrophenball ins Zentrum freundlich einlud und die Gäste Hussin Abdo einmal flach freispielten, sodass die Rückennummer 36 ins kurze Eck vollenden konnte (78.). Großer Jubel, dem wenig später der zweite folgte, zog Saido Khalil alle Blau-weißen auf sich, um den freien Laurant Jashari zum 0:2 zu bedienen (84.).
Der SV Peissen damit vorzeitig erlegt, doch das war´s noch nicht an schlechten Nachrichten für Paule Stolz und Co, weil ihn Schiedsrichter Torge Knutzen (TS Schenefeld) nur Augenblicke nach der späten Einwechslung wegen einer Notbremse an Saido Khalil vom Feld stellte. Die Schulter ging etwas raus; kein anderer Feldspieler mehr in der Nähe – kann man so geben (86.).
Der kleine Fehlstart am Osterdeich damit perfekt – der Rivale aus Itzehoe mischt dank seiner Idealausbeute aus zwei Partien dagegen ganz oben mit – und stellt mit seinem herausragenden Tormann die bisher beste Abwehr der Staffel (nur ein Gegentor). Am Dienstag schon folgt das Heimspiel gegen die Bramstedter TS. Die Peissener dürfen als Tabellenzehnter nach Bargstedt.

Tore: 0:1 Abdo (78. J. Noetzelmann), 0:2 Jashari (84. Saido Khalil)

gelbe Karten: Cords, Frey – Sino, J. Noetzelmann, Lotz, Aydogan, Grabenkamp, Abdo

rote Karten: P. Stolz (SV Peissen, 86., Notbremse an Saido Khalil)

Schiedsrichter: Torge Knutzen (TS Schenefeld)

Zuschauer: 75





Sonntag, 2. August 2026

Spielbericht SV Eintracht Ruwer - SG Ruwertal Gutweiler III

Bintz gelingt fast alles
Reserveklasse schlägt C-Liga: Eintracht Ruwer ist Pokalderbysieger!

Über elf Monate lang war es keinem Team mehr gelungen, den SV Eintracht Ruwer im Pflichtspiel auf seinem roten Rasen zu besiegen. Und auch im ersten Match 2026/2027 konnte die pittoreske Anlage ihren Nimbus als Festung auf knapp 200 Metern Normalhöhennull gleich weiter ausbauen und vor allem einen hochverdienten Derbysieg erleben.
In Runde eins des Kreispokals Trier/Saarburg für C-Liga und Reserveklasse erwischte es die Drittvertretung der SG Ruwertal Gutweiler, welche insbesondere in Hälfte eins kaum ein Bein auf den staubigen Boden bekam. Kaum Spielanteile und kein Tempo in den eigenen Aktionen; so hatte es der SVE recht einfach für Vorstöße ins Angriffsdrittel, wo Jonathan Bintz nach eigenem Ballgewinn von Torsten Klingels niedergerissen wurde. Aus der Mittelkreisperspektive betrachtet, allerdings offenbar nicht strafstoßwürdig – weiter ging´s (3.)!
So machten es die Hausherren eben aus dem Spiel heraus, als Bintz wieder reichlich Platz zum letztlichen Doppelspiel mit dem schnellen Fabian Burger vorfand und den scharfen Flachball gen Tor wohl noch selbst touchierte/veredelte (15.).
Mit noch mehr Pathos legte der 24-jährige Einzelkönner flugs das 2:0 nach, indem er diesmal Benjamin Hilkers hohes Rechtsaußen-Ding mit Wucht und Entschlossenheit einköpfte (20.). Heute schien Bintz alles zu gelingen – fast alles, denn gegen eine abermalige Einzelaktion durchs löchrige Zentrum bekam Ruwertal-Tormann Nicolas Repplinger die Beine noch rechtzeitig zum Block zusammen (41.).
Kollege Luca Dahm nachte unterdessen Bekanntschaft mit dem Quergestänge (39.). Der Pausenstand von 2:0 daher noch eine Untertreibung der Kräfteverhältnisse, die erst nach dem Seitenwechsel zumindest ansatzweise etwas positiver für den Gast aus der C-Klasse aussahen. Durch einen Ausflug des sonst ballsicheren Joel Klein bot sich Daniel Andres einmal die Anschlusschance per Heber, der den freigewordenen Kasten aber ebenso verfehlte (51.), wie bei einer vortrefflichen Konterchance (63.).
Ansonsten blieben jedoch die Herren in schwarz gefährlicher, wie neben Paul Mergens´ fast direkt versenkter Ecke (Pfosten, 56.) auch Dahms Torschussflanke (Latte, 74.), sowie ein Lupfer des eingewechselten Ali Souidi (87.) demonstrierten.
Mit etwas mehr Glück hier und Zielstrebigkeit da wäre der Käse auf Dorheck längst gegessen gewesen, bevor Thomas Becker die Sache mit seinem hohen Freistoß aus dem Mittelkreis fast angeheizt hätte. Nur patschte Klein das Leder aus dem linken Ober-Eck gen Tor-Aus (90.).
Verdient wäre eine Gefährdung des Weiterkommend für den SV Eintracht Ruwer, der Ende der 60er-Jahre immerhin eine Serie lang drittklassig kickte, auch nicht gewesen. Doppeltorschütze Bintz und seine Mitstreiter bleiben damit im Lostopf – die SG Ruwertal Gutweiler hat nach dem Ausscheiden der zweiten Mannschaft im Bewerb der A- und B-Ligisten (1:9 gegen die SG Niederkell Kell) nur noch die Ligamannschaft aus der Bezirksliga als Pokal-Eisen im Feuer (des Rheinlandpokals).

Tore: 1:0 Bintz (15. Burger), 2:0 Bintz (20. Hilker)

Schiedsrichter: Wilfried Kersch (SV Sirzenich)

Zuschauer: 30












Mittwoch, 29. Juli 2026

Spielbericht FC Emmelshausen Karbach II - SG Andernach 1.A

Hozifas Lehrstunde
Neuzugang legt Andernacher Junioren im Alleingang schlafen

Lehrstunde für die A-Junioren der SG Andernach. Das bereits fünfte Vorbereitungsspiel 2026/2027 hatte es in sich, für den A-Rheinlandligisten, galt es bei der Zweitvertretung des FC Emmelshausen-Karbach, nicht nur spielerisch zu punkten, sondern vor allem der Körperlichkeit des Herren-Bezirksligisten die Stirn zu bieten. Ein Unterfangen, das schon in den Anfangsminuten nicht so recht gelingen sollte, machten die Gastgeber das Spiel und durch Moustafa Hozifas Solo im Sechzehner das folgerichtige 1:0 (8.).
Überhaupt war der technisch versierte Neuzugang aus der A-Regionalliga (von Rot-weiß Koblenz) für den erweiterten Oberliga-Kader mit seinem Sinn für lukrative Räume eine kaum zu kontrollierende Waffe, der wenig später nur der Querbalken als Schutzschild der Junioren im Wege stand (13.). Zuvor war das Spielgerät wie am Schnürchen durch die Stationen Bürü, Klein und Keßler diffundiert.
Eine Ballsicherheit, die auch Schlussmann Alexander Schwertel gut zu Gesicht gestanden hätte, doch etwas lässig verschenkte er das Leder an Hussein Mohammed, dessen Abdruck ebenso von Deniz Bürü vor der Linie geblockt wurde, wie auch das Nachsetzen vom Kollegen Topal (17.).
Besser machten es da die Erwachsenen, für die Philip Klein dank einer Hereingabe von rechts mühelos verdoppelte (21.), ehe Bürü SG-Goalie Elias Falk von der Strafstoßmarke aus zum 3:0-Halbzeitstand verlud (Utku Özpelit hatte den tief geschickten Hozifa etwas ungeschickt in der Box gelegt, 29.).
Wiederum vertikal auf die Schiene gebracht, degradierte Hozifa den Schlussmann auf dem Weg zum 4:0 kurzerhand zur Slalomstange (50.), um für sein 5:0 wieder einen Gegner zu vernaschen (58.).
Verziehen seien dem 19-Jährigen da die eine oder andere Verspieltheit und ein Übermaß an Rücklage in der Schussausführung (83.).
Tief genug setzte dafür Ahmed Midjiyawa nach einem durchgerutschten Klein-Einwurf an (71.). Das halbe Dutzend war vollständig!
Dabei ließen es Hozifa und Co auch bewenden. Zum einen, weil sie das Tempo nun etwas drosselten; an zweite Stelle, weil Hozifa selbst einen Direktversuch nach passendem Wehner-Service knapp drüber setzte (88.).
Ohne den omnipräsenten Unterschiedsspieler, der das Bezirksliganiveau der anderen Männer in blau klar überragte, wäre der Kick vermutlich weniger krass gegen die Andernacher ausgefallen. Vielleicht aber können sich die Andernacher schon bald etwas für ihr Lehrgeld kaufen…

Tore: 1:0 Hozifa (8.), 2:0 Klein (21.), 3:0 Bürü (29., Strafstoßtor, Özpelit an Hozifa), 4:0 Hozifa (50.), 5:0 Hozifa (58.), 6:0 Midjiyawa (71.)

Schiedsrichter: David Härtel (SV Eintracht Braunshorn)

Zuschauer: 40
















Dienstag, 28. Juli 2026

Spielbericht FV Rheingold Rübenach - SG Horressen/Elgendorf/Malbacher Kickers

Spätes Happyend
Chancenwucher doch noch überwunden: FV Rübenach wieder Testspielsieger

Quervergleich zwischen zwei Bezirksligisten und der Sieger ist die Staffel Mitte! Mit 2:1 setzte sich der gastgebende FV Rheingold Rübenach gegen den Ost-Ligisten SG Horressen/Elgendorf/Malberger Kickers durch und baute damit seine makellose Testspielserie auf nunmehr vier Erfolge aus.
Verdient war dies allemal, sammelten die Hauherren nicht nur die größeren Spielanteile und Zweikampfwerte, sondern fanden sie auch häufiger den Weg gen Offensive.
Probleme machte dabei jedoch die Chancenverwertung. Gegen Leo Garske (6.), Leroy Lehmann (33.) und Pape Top (48.) rettete Gäste-Fänger Nils Weimer, während Versuche von Nico Pohl (16.) und Jason Juranovic (59.) hauchdünn vorbei rotierten.
Ausgerechnet ein weiterer erfolgloser Führungsanlauf sollte den Rübenachern übel um die Ohren fliegen, weil der starke Weimer das Spiel per Lang-Abschlag auf Adrian Bruch blitzschnell machte und sich der Kapitän unter noch regelkonformer Zuhilfenahme seines Arms die Poleposition zum 0:1 ins linke Eck erkämpfte (61.).
Auf Zuspiel Lennart Reimers´ hätte es durch Bruch gar noch dicker kommen können, doch diesmal bewies auch FVR-Fänger Tobias Oost seine Können auf Kosten eines Eckstoßes, der wiederum im idealen Konter seiner Vorderleute mündete. Zu jubeln gab es allerdings erneut nichts: Top hob die Murmel nach erkanntem Vorteil über das freie Gehäuse (66.)…
Bevor die Rübenacher gänzlich in Verzweiflung verfielen, rettete eine abermalige Vorteilssituation nach Foul an Pascal Tillmanns den Abend, weil Marvin Geissen per Weiterleitung in der Szene blieb und Antonio Fejza auch ein nicht einfacher Schusswinkel nicht vom 1:1 abbrachte (70.). Bemerkenswert dabei: alle drei Beteiligten waren von der Bank gekommen!
Nur Kollege Top, der die letzte Spielzeit noch im Reserveteam verbrachte, wartete weiter auf sein persönliches Happyend – bis der FVR Lars Bodes Direktschuss, über das Heim-Tor, zum raschen Umschalten nutzte und Top nicht nur am gegnerischen Schlussmann vorbeizog, sondern auch sicher in den leeren Kasten vollendete (87.). Der späte wie verdiente Siegtreffer!

Tore: 0:1 Bruch (61. Weimer), 1:1 Fejza (70. Geissen), 2:1 Top (87.)

Schiedsrichter: Manuel Mück (FC Arzheim)

Zuschauer: 40









Sonntag, 19. Juli 2026

Spielbericht SV Lieth - TBS Pinneberg II

TBS bestaunt die Struve-Festspiele
Vierfachschütze führt trainingsfleißige Liether zum klaren Test-Sieg

Fast vier Stunden lang – verteilt auf zwei Einheiten – schuftete die Ligamannschaft der SV Lieth am Sonntag auf dem Trainingsplatz, ehe sie am frühen Abend den Vergleich mit der Reserve von TBS Pinneberg klar für sich entschied. Mann des Tages dabei: Finn Struve, der mit insgesamt fünf Torbeteiligungen ganz besonders aufdrehte.
Bevor der Liether mit der Nummer Sieben seinen Viererpack plus Vorbereitung aufs Kunstgrün zauberte, lief er mit seinen Farben aber erstmal einem Rückstand hinterher, nachdem TBS einmal Tempo im Kurzpassspiel aufnahm und Ozan Sürücü seine Strafraumbegegnung mit Hendrik Homburg zu Ahmad Rifais Strafstoßtor annahm (12.).
Überhaupt zirkulierte das Leder ganz ansehnlich, wenn sich die Gäste derartig auf kurze Bälle verlegten, wie bei einem Zusammenspiel der Herren Sürücü und Kayali, das in Lenard Alamshas abgefälschtem Versuch mündete (27.).
Weil der Vorjahresdritte der Kreisklasse 01 davon allerding zu oft Abstand nahm und lieber lang bolzte, ebnete er dem Widersacher den Weg zurück ins Spiel, der auch für diesen über einen berechtigten Strafstoßpfiff führte. Leon Girgin hatte Max Schulz klar am Fuß getroffen, sodass Struve seinen Penalty flach kompromisslos versenken  durfte (38.).
Ein Gleichstand, den vor der Paus  Joel Tündermann noch einmal per Kopf ins Wanken brachte, doch der junge Kerl, der als einer von sieben Startelfspielern zum Bezirksligaabstiegskader gehörte, köpfte eine gelungene Brant-Flanke hauchdünn an der Heim-Führung vorbei (41.).
Nach dem Seitentausch ging dafür aber so richtig die Post ab, wozu der Auftakt bereits in Sekunde 29 fiel. Joker Tom Busse fügte sich sofort per Lupfer in den Lauf von Max Schulz ein, ehe der bewegliche Angreifer auch im reduzierten Tempo gegen den zögerliche Goalie traf (46.).
Der inzwischen kräftig durchrotierte Gegner damit rasch demotiviert, während die SVL aus einer Ballbesitzphase heraus das 3:1 durch Struves zweiten, sogar selbst eingeleiteten, Streich nachlegte (48.).
Doch damit nicht genug seiner Festspiele, folgte der Vorbereitung des 4:1 (Torschütze Matteo Schuchhardt) via Eckstoß (61.), ein weiterer Doppelpack in Mittelstürmermanier (74. & 77.).
Weitaus weniger Coolness vor dem Tor bekam unterdessen Kollege Julien Duffke auf Einladung des TBS-Schlussmannes in die Spur, als der heuer äußerst offensivfreudige Außenverteidiger, bereits an Spielertrainer Fatih Ertürk vorbeigezogen, dessen leeres Tor nicht traf (73.). Ein Außennetztreffer, der gegen sich ergebene Pinneberger allerdings nur anekdotische Relevanz verkörpern sollte. Schließlich vergaben auch Schulz (82.), Marc Homborg (82.) und Struve (84.) aussichtsreiche Chancen auf das 7:1, das das unter den staunenden Blicken erstarrten Gegenspieler letztlich doch noch fallen sollte. Ein Mehrfachpassduett mit Kapitän Hendrik Homburg vollendete Schulz trotz herausforderndem Winkel zum Endstand, der – der Torfolge entsprechend – als Spiegelbild der zweiten Hälfte taugte. Den Feierabend am Grill und vor dem WM-Finalfernseher hatten sich die fleißigen Männer in rot-schwarz heuer freilich verdient!

SV Lieth: Rensch – Duffke, M. Homburg, M. Schuchhardt, Wrage – Tündermann, Boelter, H. Homburg, Struve, Brant – Max Schulz, eingewechselt: Hajdari, Busse, F. Rudek, Dickenhausen, Trainer: Thorben Pingel

TBS Pinneberg II: Ertürk – D. Alamsha, König, Girgin, Aydogan – Sürücü, von Borstel, Rifai, da Ronch – L. Alamsha, Kayali, eingewechselt: Moldt, Griffiths, Mazanga, Senol, Simsek, Spielertrainer: Fatih Ertürk


Tore: 0:1 Rifai (12., Strafstoßtor, H. Homburg an Sürücü), 1:1 Struve (38., Strafstoßtor, Girgin an Max Schulz), 2:1 Max Schulz (46. Busse), 3:1 Struve (48. Wrage), 4:1 M. Schuchhardt (61. Struve), 5:1 Struve (74. Duffke), 6:1 Struve (77. Busse), 7:1 Max Schulz (90. H. Homburg)

gelbe Karten: keine – Rifai

Schiedsrichter: Andreas Voß (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 25