Sonntag, 11. Oktober 2026

Spielbericht Holsatia im EMTV II - Rissener SV II

Auch der achte Anlauf...
Wieder keine Punkte: Holsatia II unterliegt auch dem RSV II deutlich

Auch die durchaus ausfallumgestellte Mannschaft aus Rissen war zu stark: Holsatia Elmshorn II bleibt punktlos am Tabellenende der Kreisklasse 09. Und obwohl man den Laden eine knappe halbe Stunde lang ganz ordentlich dicht hielt, erhielt auch das verheerende Torverhältnis weiteres Futter.
Dabei waren es die Jungs in Schleswig-Holsteins Landesfarben, die durch Lasse Knoblochs Torschussflanke, von Jasper Plückhahn am langen Pfosten hauchdünn verpasst, tatsächlich als erstes in torgefährliche Sphären vorstießen (3.).
Statt der überraschenden Führung setzte es drüben in Minute 14 das 0:1, das Nick Stohn aus etwas zu luftiger Zentraldistanz hoch rein hob. Die vorige Ballbesitzphase der Grünen ließ sich derweil auch ganz gut an. Ohnehin hatten sie das aufgezwungene Geduldsspiel recht ordentlich angenommen. Mit etwas mehr Bewegung ohne Ball wäre da sicherlich noch etwas mehr drin gewesen, als das 0:3 zur Pause, das der auffällige Lennart Scholz nach schwach verteidigter Picchianti-Ecke (30.) und Gegenspieler Shawn Patschan ohne ABS-Bremsen bei Scholz´ Hereingabe von der Grundlinie ins eigene Netz (43.) herausschossen.
Auch nach dem Abtrocknen in der wärmeren Kabine kannte das Match erstmal nur eine Richtung. So machte der kantige wie dribbelstarke David Kouakou aus 18 Metern Ernst (50.), ehe Stohn im Angriffszentrum von einem feinen Scholz-Brammer-Doppelpass und einer unglücklichen Klärung Reza Safdarys profitierte (51.).
Noch bitterer wurde es für den Abwehrmann, als er wieder in eine Kombination von Brammer und Scholz geriet und nun sogar als Eigentorschütze in die Spiel-Annalen einging (65.).
Zwischendurch waren seine Farben zumindest einmal zum Ehrentreffer ins richtige Gehäuse gekommen, drosch Knobloch einen hohen Mustafa-Freistoß in zweiter Instanz hinein (60.). Für die überlegenen Marschwegler ein Schönheitsfehler, der doch eigentlich tunlichst vermieden werden sollte…
Vergessen machten konnte dies auch der durchsetzungsstarke Scholz mit seinem 1:7 in die lange Ecke mitnichten (70.). Ferner lud man den Gegner mit individuellem Fehler und Kollektiv-Schlaf bei einem Freistoß von Jasper Löw zu zwei vortrefflichen Gelegenheiten ein. Gegen Plückhahn gab es heuer noch due vor-Linienklärung durch Jonathan Lienhard (74.), doch weil Grün im Anschluss an Löws Pfosten-Freistoß gleich zwei Nachschüsse zuließ, verkürzte erneut Knobloch auf nunmehr 2:7 (84.).
Dank Stohn und dessen drittem Streich per Lupfer war der Vorsprung in Höhe eines halben Dutzends allerdings wiederhergestellt (85.). Der vorgezogene Schlusspunkt, weil es kurz darauf drei Kollegen nicht vermochten, ins leere Tor einzulochen (88.)…
Gegen den Tabellenzweiten aus Waldenau sollte man sich solchen Chancenwucher besser sparen, möchte der RSV mit dann hoffentlich verbesserter Personaldecke auf im Idealfall vier Zähler an den Kontrahenten heranrücken.
Holsatia steht dagegen aufgrund von Spielfreiheit ein Testspiel gegen die Freizeit-Truppe „The Destroyers“ an – bevor Spitzenreiter HR II im Norden der Krückaustadt auf ergebnistechnische Zerstörung aus sein wird.

Tore: 0:1 Stohn (14. Kouakou), 0:2 Scholz (30. Picchianti), 0:3 Patschan (43., Eigentor, Scholz), 0:4 Kouakou (50. Stohn), 0:5 Stohn (51. Scholz), 1:5 Knobloch (60. Mustafa), 1:6 Safdary (65., Eigentor, Scholz), 1:7 Scholz (70. Del Rosario Cedillo), 2:7 Knobloch (84. Plückhahn), 2:8 Stohn (85. Kouakou)

gelbe Karten: Löw – keine

Schiedsrichter: Andre Haupt (SV Lieth)

Zuschauer: 15















Sonntag, 27. September 2026

Spielbericht USC Paloma 1.C - HEBC 1.C

5:0-„Picknick-Ausflug“
Fahrige Auswärtsleistung: HEBC-2012er trotzdem weiter fett im Titelrennen

5:0 gewonnen und doch löste die Gastspielreise des HEBC zum USC Paloma keine nennenswerten Jubelstürme aus. „5:0-Sieg, 7 Mal Alu, 14 Ecken; das ist auf der Habenseite und auch total okay“, resümierte Coach Nikola Jovic zuallererst das Positive dieses „sommerlichen Sonntagabend-Picknick-Ausflugs“ zum Schlusslicht der U15-Oberliga. Dass man diesen auch ohne die „fehlenden Passstafetten“ und „allgemeine Intensität“ früh in erfolgreiche Bahnen lenken könne, wurde bereits in den Anfangssequenzen augenscheinlich. Eine hohe Einleitung verlängerte der Gegner unfreiwillig zum gestarteten Elhadji Sow, der vor dem Ziel keine Mühe hatte, auf 0:1 zu stellen (2.).
Ein echtes Chanceninferno folgte – nur ohne weitere Erfolgserlebnisse. Gegen Leon Kolarik löschte Jonah Hoferichter gerade noch per Rettungsgrätsche (4), ein Azanmasso-Kopfball verfehlte (5.); Liam Dürings Freistoß wischte USC-Torsteher Nicolas Scholten Procel zur Seite (6.).
Und da waren ja noch die eingangs erwähnten Begegnungen mit der Torumrandung. Düring (9.), Kolarik (den Flugkopfball im Nachsetzen setzte Düring freistehend zu hoch an, 13.), Timo Kremer (28.) und abermals Düring (29.) verhalfen der Querstange mit ihren Abschlüssen zum TÜV-Siegel. „20 Abschlüsse“ und „80 Prozent Ballbesitz“ für die Elf in weiß, doch „Das war trotzdem nichts!“, wetterte HEBC-Fänger Mats Hagelstein, den auch der zweite (nahezu beschäftigungslose) Durchgang nicht milder gestimmt hatte. Immerhin hatte es in diesem besser mit dem Toreschießen geklappt. Erheblicher Anteil daran gebührte frischer Energie von der Bank, veredelte Leo Osing eine Sow-Vorarbeit in Rückraumposition zum 0:2 (44.), ehe der Aufleger wenig später selber nach Zuspiel durch den hineingekommenen Kremer auch trotz Ziehen und Zerren seines Kontrahenten das 0:3 besorgte (50.). Wiederum als Resteverwerter – diesmal im Durchlaufen nach Sows blockierten Schuss – schnürte auch Osing den Doppelpack (58.).
Dabei einmal mehr chancenlos: Palomas Schlussmann, den Hagelstein und Jovic unisono lobten: „(…) besonders der Torwart hat bestimmt sechs Mal hervorragend reagiert“.
Noch einmal überwunden werden konnte der Torsteher sechs Minuten vor dem Ende, als der eingewechselte Leon Jovanovic nur noch den Fuß in eine lange Ecke des nach Aufprallschock in Hälfte eins wiedereingewechselten Düring halten zu brauchte (64.). Noch mehr wäre trotz einer weiterhin eher uninspirierten Vorstellung für die Eimsbütteler möglich gewesen, nur verfehlte Düring bei seinem Chancen-Hattrick per Freistoß knapp (67.), um kurz darauf den Pfosten zu erwischen (70.) und das Spielfinale – irgendwie passend – mit dem nächsten (diesmal abgefälschten) Treffer ans Quergestänge zu bestreiten (70.+2).
Ein seltsam einseitiges Spiel war damit für alle Beteiligten überstanden. Für die im Sommer überraschend aus der Landesliga nachgerückten Tauben, welche weiterhin punktlos das Tabellenende zieren. Und für den HEBC, der nach einer „verkürzten“ und „sehr eingeschränkten Vorbereitung“ auf dem Seitenstreifen nie in einen echten Spielrhythmus kam.
An der Zielsetzung gibt es jedoch weiterhin nichts zu rütteln. Jovic: „Das Ziel ist definitiv die Meisterschaft. Das ist auf jeden Fall möglich, mit diesem Kader. Die Konkurrenz schläft aber nicht. Es gibt einige tolle Mannschaften in dieser Liga, die das gleiche Ziel haben.“. Direkt aus dieser Kategorie kommt der nächste Gegner, der als Tabellendritter beim Vize gastieren wird: „Wir kennen Blankenese. Es ist eine starke Mannschaft, die lange zusammenspielt. Es wird auf jeden Fall viel Kraft kosten. Sie spielen sehr kompakt und reiten nach dem Aufstieg und tollem Saisonstart auf einer Euphoriewelle. Ich kann von unserer Seite viel Einsatz und Tempofußball versprechen. Was am Ende dabei herauskommt, werden wir sehen“, freut sich der einstige Oberliga-Spieler auf einen ansehnlicheren Kick gegen die Hellblauen.

Tore: 0:1 Sow (2. Düring), 0:2 Osing (44. Sow), 0:3 Sow (50. Kremer), 0:4 Osing (58. Sow), 0:5 Jovanovic (64. Düring)

gelbe Karten: Klimuk – keine

Schiedsrichter: Bodo Wilk

Zuschauer: 50


Samstag, 26. September 2026

Spielbericht SV Lieth 1. Frauen - FC Eintracht Norderstedt 1. Frauen

Zweistelligkeit verhindert
Neun Norderstedterinnen unterliegen SV Lieth mit 0:9

Punktlos unten drin und nur neun Leute fürs Auswärtsspiel beim Spitzenteam zusammen; nicht wenige Teams hätten sich anstelle der im Sommer neu formierten Frauen Eintracht Norderstedts den Ausflug in den Liether Wald erspart. Die Garstedterinnen aber gaben sich das komplizierte Abenteuer bei den letztjährigen Vize-Meisterinnen. Ein zweiter Nichtantritt nach der kampflosen Niederlage bei Teutonia 10 am Vorwochenende hätte schließlich auch den Ausschluss aus der Kreisliga 01 bedeutet.
So erduldeten sie eine mit Nachspielzeit fast 100-minütige Unterlegenheit, die bereits früh durch Nina Wegners Linksschuss am Ergebnis abzulesen war (5.).
Eine Angriffswelle nach der anderen rollte insbesondere in der ersten halben Stunde auf die Marineblauen zu. Und rettete sie nicht der meist korrekte Abseitspfiff vor gegnerischer Strafraumaction, hatte selbst die oberligaerfahrene Janne Kloth kaum noch eine Chance, das drohende Unheil zu verhindern. Denise Depp per Abstauber (nach Fußabwehr Kloth, 13.), Jasmin Sternberger aus 20 Metern (18.), Lillian Hauschildt im Spaziergang (24.) und erneut Wegner aus der Nahdistanz (25.), schraubten bereits auf 5:0 hoch, woraufhin Sternberger auf Vorarbeit der über rechts nicht zu bremsenden Merle Baumann das halbe Dutzend vor Kloth komplettierte (31.).
Von nun an wurde es allerdings kaum noch vergnügungssteuerpflichtig für (fast) alle Anwesenden. Die Gäste verschoben in ihren beiden Viererketten fortan etwas näher an der eigenen Parzelle, während die munter durchgewechselten Roten ihre Spielstärke irgendwo liegengelassen haben.
Ein quälend zäher Samstagabendkick begab sich auch nach dem Seitenwechsel am Fuße des Butterbergs. Außenspielerin Savanna Kling und ihre Kolleginnen verzichteten jetzt auf jeglichen Ballbesitz, indem mit Ball stets die nahe Außenlinie anvisiert wurde – der uninspirierten SVL war derweil immerhin die Standardsituation ein Mittel zum Abschluss.
Und kaum stand bei EN03 halbzeitübergreifend respektable 45 Zeigerumdrehungen lang die Null, staubte Johanna Kühl einen Kopfball-Aufsetzer Mathilda Janders ans Quer-Alu zum 7:0 ab (76.).
Plötzlich geriet das Ziel des Neulings, die Einstelligkeit ins Ziel zu retten, doch noch arge Gefahr, zumal Hauschildt zweimal aus der Ferne punktgenau zielte (82. & 86.). Einen letzten Versuch der Klein Nordenderinnen parierte Kloth jedoch zur folgenlosen Ecke (90-+2). Es blieb beim 9:0, über das sich die Unterlegenen sogar mehr freuten als die damit weiter verlustpunktfreien Spitzenreiterinnen.

Tore: 1:0 Wegner (5.), 2:0 Gepp (13. Hauschildt), 3:0 Sternberger (18. Leineweber), 4:0 Hauschildt (24. Wegner), 5:0 Wegner (25. Baumann), 6:0 Sternberger (31. Baumann), 7:0 Kühl (76. Jander), 8:0 Hauschildt (82.), 9:0 Hauschildt (86.)

Schiedsrichter: Parviz Tschirpke (Holsatia im EMTV, Note 3, seriöser Auftritt, gute Quote bei den zahlreichen Abseitsentscheidungen, Gepp wäre für ihr Nachtreten gegen Kling des Feldes zu verweisen gewesen (70.).)

Zuschauer: 30






Dienstag, 22. September 2026

Spielbericht FC Elmshorn II - SSV Rantzau III

Dreier unter Vorbehalt
Assistkönig Atug plus drei verhelfen FCE-Reserve zum ersten Saisonsieg

Drei Niederlagen, darunter das kampflose 0:3 bei Cosmos Wedel, säumten den bisherigen Weg der Reserve des FC Elmshorn in der Kreisklasse 08 – bis es im Nachholer gegen die Dritte des SSV Rantzau überraschend doch endlich mit Zählbarem klappte. Erheblicher Anteil daran war freilich höherklassig erfahrenem Personal aus der Landesligamannschaft zuzumessen. Ein Umstand, der in Kürze auch das Sportgericht des HFV beschäftigen wird. Aber dazu später mehr.
Zunächst sollte der Fokus allerdings auf dem Sportlichen liegen. Und dieses hatte mit den Hausherren den aktiveren Part. Nicht von ungefähr kam daher auch das rasche 1:0, das Wassem Eklim als Abstauber eines zu kurz blockierten Atug-Versuchs markierte (8.) und Denzel Rosenthal auf Zuspiel seines Liga-Trainers das zweite FCE-Hurra herbeiführte (31.).
Vergessen war da das Fehlpassgeschenk an Jassim Brahim zum 1:1-Gewaltroller aus der Ferne (16.), das Gregor Büchner aus Idealposition auf 1:2 hätte ausbauen MÜSSEN (23.).
Stattdessen gerieten die Barmstedter drüben wieder ordentlich ins Schwimmen, als nur noch Mehmet Turhals Reflex das 3:1 durch W. Eklim mehr hinauszögern als gänzlich vereiteln konnte (34.). Vier Minuten später war nämlich Mustafa Gök von Atug steil gen Auswärtskasten geschickt worden, um trotz Turhals Touchieren des Balls auf den Pausenstand zu stellen (38.).
Und es kam noch dicker, als der Goalie kurz nach der Pause auf offensiven Irrwegen wandelte, sodass ihn Rosenthal locker zum 4:1 umkurven konnte (50.). Ganz nebenbei übrigens Torvorlage Nummer vier von Atug, der um ein Haar die fünfte gefolgt wäre, hätte Kollege Alaa Alhussin den schönsten Spielzug des Abends nicht mit einem etwas zu hoch angesetzten Abschluss über das Ziel gebracht (68.).
Erst eine Viertelstunde vor Schluss – Assistkönig Atug hatte bereits Feierabend – witterte der Tabellendritte ein wenig Morgenluft. Brahim hatte mit Vehemenz einen Lattenkracher Sören Krögers abgestaubt und damit zur Schlussoffensive geblasen. Außer dem jungen Torjäger wollte jedoch kein Weiß-blauer echten Zug zum Tor aufbauen. Zwei Gelegenheiten ließ das Eigengewächs daraufhin ungenutzt (88. & 89.), ehe Brahim in Mittelstürmermanier in der Nachspielzeit doch noch flach auf 4:3 verkürzte (90.+2). Am Ende zu spät.
Ohne Punkte dürfte das Gastspiel von Brahim Co im Nachhinein dennoch nicht in den Annalen stehen bleiben, verspricht der Blick aufs eingesetzte Personal der FCE-Ersten im letzten Landesligaspiel einen Erfolg am grünen Tisch. Die Liste Preda, S. Atug, Rosenthal und W. Eklim bricht das Reglement schließlich um eine überzählige Person. Das Verbandsrecht soll nun richten, was mit einer insgesamt schwachen Auswärtsleistung nicht zu holen war. Aber vielleicht erübrigt sich dies alles ohnehin, wackelt der Saisonfortbestand der bereits einmal im Punktspiel nicht angetretenen Krückaustädter angesichts des chronisch knappen Kaders bedenklich. Gegen das Spitzenteam von Holsatia wird es einmal mehr darum gehen, irgendwie Elf Leute aufs Grün zu bringen. Die SSV-Dritte hat dagegen am spielfreien Wochenende Zeit, Post fürs Sportgericht des HFV zu formulieren…

Tore: 1:0 W. Eklim (7. S. Atug), 1:1 Brahim (16.), 2:1 Rosenthal (31. S. Atug), 3:1 Gök (38. S. Atug), 4:1 Rosenthal (50. S. Atug), 4:2 Brahim (75. Kröger), 4:3 Brahim (90.+2)

gelbe Karten: W. Eklim – Giannikas, Usso, Winter

Schiedsrichter: Reiner Röschke (Holsatia im EMTV, Note 2,5)

Zuschauer: 20




Sonntag, 20. September 2026

Spielbericht TuS Germania Schnelsen II - SC Victoria Hamburg V

Streamer offline gestellt
Vicky V überrollt: Germania II setzt Serie fort

Da hat sich offenbar jemand gefangen! Der Start in die Kreisliga 04 war der Reserve von Germania Schnelsen noch misslungen, doch stetig klettert TGS nun empor. Zu spüren bekam dies am Sonntagvormittag die Fünfte des SC Victoria, die dem geneigten Socialmedianutzer nur unter SSV Hardstuck bekannt ist.
Vom Anpfiff weg hatten die Streamer in Abwesenheit des reichweitestarken Maximilian Stemmler so ihre Mühe, sich dem druckvollen Beginn Germanias zu erwehren. Einen ersten Warnschuss musste Torwart Jan Zimmermann bereits nach wenigen Sekunden über den Kasten lenken (1.). Der fällige Eckstoß brachte daraufhin nichts ein – anders als jener in Minute 15, als Leon Sommer diesmal die Rolle des Vorbereiters annahm und Richard Sachau den perfekten Hochball fürs Einnicken servierte (15.).
Ein verdienter Vorsprung, der wiederum nach Ecke Sommer – diesmal durch Timo Schaudinn – fast seine Verdopplung erfuhr. Glück für Blau, dass der Kopfstoß leicht zu hoch geriet (16.).
Nicht weiter schlimm, denn der Gegner lud kurz darauf freundlich zum 2:0 ein, luchste Farzan Noorzai Abwehrrecke Yoofi Auge das Leder ab, um sich auch von Zimmermanns Foul nicht wirklich bremsen zu lassen. Sommer lief durch und staubte ins leere Gehäuse ab (20.).
Ganz so rasant sollte es fortan nicht mehr zugehen. Germania zwar klar überlegen und mit dem hoch aktiven Sommer als selbst Abziehender (27.) und bekannt zielsicherer Eckenschütze (61.) hier und da auch strafraumpräsent, doch erst als das Eigengewächs die Kugel mit grenzwertigem Einsatz gegen Mircea Diaconita gewann, war der dritte Treffer per Zuspiel nach Außen eingeleitet. Noorzai hatte auf rechts nämlich die Übersicht behalten, um den sträflich freien Ben Schönrock zum 3:0 ins linke untere Eck zu bedienen (73.).
Erst, nachdem Schönrock das mögliche 4:0 unter Verfolgung daneben setzte (77.), kreierte auch der Aufsteiger endlich einmal Gefährliches, das Modou Ndow auf Zuspiel von Marko Mlinac aus nicht einfachem Winkel zumindest in die Nähe des Tores steuerte (85.).
Ein Grund auf verhunzter Auftritt von Mlinac und Co, deren neunter Platz die logische Folge ihrer sportlichen Inkonstanz ist. Die Schnelsener siegten sich mit ihrem nunmehr vierten Dreier in Serie gar ins obere Tabellenviertel. Beste Vorzeichen für das anstehende Derby gegen die kriselnde Dritte des Niendorfer TSV!

Tore: 1:0 Sachau (15. Sommer), 2:0 Sommer (20. Noorzai), 3:0 Schönrock (73. Noorzai)

gelbe Karten: Noorzai, Hellweg – Mlinac, Ndow, Peitz, Diaconita

Schiedsrichter: Georgios Georgotas (Note 2)

Zuschauer: 50