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Freitag, 12. Dezember 2025

Spielbericht TV Haseldorf - TuS Germania Schnelsen

Wintermeister in Spe gestürzt
Auch ohne Training: TV Haseldorf verdirbt Germania die Winterpausen-Spitze

Mit einer faustdicken Überraschung verabschiedete sich die Bezirksliga 01 am Freitagabend in die wohlverdiente Winterpause, vermasselte der abstiegsbedrohte TV Haseldorf Germania Schnelsen mit einem überraschenden wie unterm Strich verdienten 1:0 das Überwintern ganz oben auf dem Thron.
Auf dem hügeligen Naturrasen im Schloßparkstadion brachten die Hausherren trotz abermals üppiger Fehlendenliste all jenes auf die Schiene, was sie schon zuletzt acht Zähler aus vier Partien holen ließ. Gegen den Ball kompakt im 4-4-2-System und schmerzhaft im Zweikampf, sowie in der Gegenrichtung stets auf der Suche nach dem raschen Gegenstoß. So praktiziert bei einer Fülscher-Schusschance (5.) und vor allem, als das Youngster-Duo Fülscher/Lastella zur selbst herausgespielten Doppelchance kam (22.). Auf Zuspiel von Linus Lastella scheiterte Marten Fülscher an Germania-Goalie Domenik Szyska, ehe der Schlussmann Lastellas Nachschuss sehenswert über den Querbalken streichelte.
Das Spitzenteam hatte den vielleicht auch etwas unerwartet tatsächlich stattfindenden Nachholer in der knapp 30 Kilometer entfernten Provinz freilich nicht so recht annehmen wollen. Nur einmal hatte Antonio Arambasic Niklas Grote zwischen den Heim-Pfosten einmal etwas (machbare) Arbeit verschafft (26.). 19-Tore-Mann Luca Drenkhahn wurde heuer schmerzlich vermisst. Als Ausrede für die dargebotene Ideenlosigkeit darf der Ausfall des Top-Torjägers jedoch keinesfalls herhalten.
Neue Impulse von der Bank sollten dem komplizierten Auswärtsunterfangen mit Angreifer Maximilian Voigt und dem erfahrenen Hassan Fallah für den Spielaufbau auf die Sprünge helfen, doch der berühmte Schuss ging dabei gänzlich nach hinten los. Ausgerechnet Fallah war es nämlich, der den eigenen Schlussmann per Rückspiel derartig in Bedrängnis brachte, dass Szyska die Kugel nur mit ärgster Mühe von der Linie schaufeln konnte. Der clever durchgelaufene Lastella aber roch den Braten und versenkte den Abstauber eiskalt zum gar nicht mal unverdienten 1:0 (58.).
Germania nun endlich auch einmal gewillt, sich konstruktiv ins Offensivgeschehen einzumischen. Doch wie soll man bloß diesen abstiegskampfeuphorisierten Gegner mit seiner tiefen Grundaufstellung knacken?!
Leon Kripke, der meist entnervt von der harten Gangart seiner Gegenspieler wirkte, versuchte es immerhin nicht schlecht mit einem abgefälschten Freistoß (61.), im Strafraumgewusel an den Pfosten (65.) und aus der zweiten Reihe (71.) – erfolglos.
Mehr ließen die Jungs aus der Marsch auch in kurzer Unterzahl (Ampelkarte für Phil Mohrdieck für wiederholtes Foulspiel, 89.) jedoch nicht mehr zu. „Nur so geht´s – anders nicht!“, freute sich Trainer Benjamin Kälberloh über das höchst disziplinierte Auftreten seines Teams, welches ihm fast schon gewohnheitsmäßig wieder ordentliche Personalimprovisationskünste abverlangte. So schickte der Coach mit Lasse Wiemer gar noch den Kapitän der zweiten Mannschaft auf die Wiese, die seit zwei Wochen keinen Trainingsbetrieb mehr zulässt. Dem sportlichen Abschneiden tut´s dennoch keinen Abbruch, hievte sich der einst als Tabellenletzter unten herumkrebsende Aufsteiger mit stabilen elf Zählern aus den letzten fünf Spielen auf die gleiche Höhe mit dem rettenden Ufer.
In Schnelsen herrscht dagegen Frust über das verpasste Überwintern auf Rang eins. Als Tabellendritter geht es im neuen Jahr – sofern das Februarwetter will – gegen den zweitplatzierten FC Elmshorn weiter.

Tore: 1:0 Lastella (58.)

gelb-rote Karte: Mohrdieck (TVH, 89., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa Harksheide, Note 2,5)

Zuschauer: 75

Freitag, 7. November 2025

Spielbericht SV Lieth - TuS Germania Schnelsen

Die Bank macht den Unterschied
Spitzenteam Germania knackt verbesserte SV Lieth mit seinen Einwechslern

Sechstes sieglos Match in Serie und doch machte der Abend des 07.11.2025 die krisengeplagte SV Lieth zu einem kleinen Gewinner im Keller der Bezirksliga 01.
Nicht nur, weil im Heimspiel gegen Spitzenteam Germania Schnelsen die Einstellung stimmte und man später am Abend mit Guido Krenzk einen neuen Trainer vorstellen konnte – nein, auch punktetechnisch brachte die Woche Bewegung in den Abstiegskampf.
Die gute Nachricht erreichte die Roten Teufel vom Butterberg nämlich bereits am Donnerstag. Da sich der gesperrte Trainer von Vorwochengegner TuS Holstein Quickborn beim Spielstand von 4:1 selbst einwechselte, legten die Klein Nordender zunächst erfolgreich Protest gegen die 2:5-Niederlage in der Eulenstadt ein. Drei Zähler mehr dank der allerdings noch nicht rechtskräftigen Umwertung in ein 3:0 ließen die prekäre Situation schon vor dem Auftritt gegen favorisierte Germanen wieder etwas freundlicher erscheinen.
Und auch das Match selber bescherte den Liether Löwen, die heuer von Präsident Bo Hansen anstatt des geschassten Rudolf Hock-Kutscher gecoacht wurden, einigen Grund zur Hoffnung auf bessere Zeiten.
Einen engagierten Beginn runde nämlich eine schnelle wie überraschende 2:0-Führung der Hausherren ab. Beim ersten Streich bedankte sich Torjäger Max Schulz für einen langen Schlag und die schwache Ballverarbeitung von Gegenspieler Lenny Limbara (11.), ehe er wenig später Sturmpartner Ali Duman nach eigenem Ballgewinn gegen Viktor Kallenberg mit einem tiefen Ball bediente. Duman wiederum kreuzte seinen Laufweg wunderbar und ließ sich beim flachen Einschieben auch nicht von Hassan Fallahs unsportlichem Anbrüllen irritieren (16.).
Offensive Konterqualität, die auch in Minute 43 ihre volle Entfaltung fand. Wieder verteidigte Germania mit den hoch stehenden Außenverteidigern viel zu luftig, sodass A. Duman einen Befreiungsschlag perfekt zu Max Schulz weiterleiten konnte. Mit etwas abfälschender Hilfe war Schulz´ bereits zehntes Saisontor im hohen Bogen perfekt (43.).
So schön sich das Treiben des Offensiv-Duos vorne anließ, so problematisch ging es auf der anderen Platzhälfte zu. Bei einer kurzen Eckstoßvariante nicht ansatzweise herausgerückt, fing man sich durch Matz Broeckers Flanke und Luca Drenkhahns Kopfball das zwischenzeitliche 2:1 (19.), während man direkt nach dem dritten Treffer Glück hatte, dass Drenkhahns Abstaubertor nach Condric-Alu vom Schiedsrichterassistenten kassiert wurde (44.).
Dusel, der dem Team aus der Abstiegszone wiederum nur Augenblicke später fehlte, lochte Antonio Arambasic einen abermaligen Broecker-Standard am zweiten Pfosten einsam ein. Die verdiente Quittung für eine Unterzahl im eigenen Sechzehner (45.+2)!
Einen nicht viel besseren Defensiveindruck hinterließen die Roten Anfang des zweiten Durchgangs, als Schlussmann Luca Von Der Heide zweimal nicht ganz optimal faustete und wieder zu tief stehen geblieben wurde. Jannik Meinke durfte in der zweiten Welle flanken, Drenkhahn die Kugel mit dem Körper abschirmen und Lennart Lux hatte schließlich freie Bahn, weil ihn Gegenspieler Luca Albers schlicht aus den Augen verlor. Bitter, bitter, 3:3 (51.)!
Für Trübsal gab es bei der Hansen-Elf jedoch keinen Grund. Schließlich holte das dynamische Doppel an vorderster Front den Vorsprung in bewährter Manier zurück. Eine Klärung zu Max Schulz schickte den „25er“ ins erfolgreiche Flipperspiel, um wieder A. Duman zu bedienen. Annahmen, zurechtlegen, einschieben – drei bombensichere Kontakte, mit denen der einst für Spitzenreiter FC Elmshorn aktive Linksfuß wieder auf Führung SV Lieth stellte (57.).
Abgesehen von einer ähnlichen Szene, bei der Duman diesmal geblockt wurde (69.), galt es nun, dem Dauerdruck des Gegners irgendwie Herr zu bleiben. Ein Eckstoß nach dem anderen rauschte durch den SVL-Strafraum, wo der eingewechselte Luca Heimbach auf Traumpass Meinkes seine perfekte Chance am Außenpfosten zerschellen sah (71.).
Dafür richteten es zehn Minuten später zwei weitere Joker für die statistisch stärkste Offensive der Staffel, als Broecker und Heimbach in der Entstehung viel zu viel Raum im Zentrum gestattet bekamen und Maximilian Voigt eine passgenaue Hagelstein-Hereingabe mit einer Berührung unter die Latte schweißte (81.).
Kaum war der Eintrag auf der Spielnotizkarte des Schiedsrichters notiert, schlug TGS gleich nochmal zu, veredelte Arambasic seine Balleroberung per doppel-Doppelpass mit Drenkhahn, von dessen Übersicht am Ende Kimon Drossinakis aus halbrechter Abschlussposition zum 4:5 profitierte (82.).
Für eine echte Schlussoffensive sollten der Butterberg-Equipe letztlich die Kräfte fehlen. Auch, weil der dünne Kader mit einigen Ausfällen wie Kapitän Meraja Magens keine echten Alternativen von der Bank bereithielt.
Germania dagegen brachte den mühsamen Erfolg auf den letzten Metern sicher Ziel und verpasste durch Drossinakis von der Strafraumgrenze (knapp vorbei, 87.) gar noch die Vorentscheidung. Als neuer Tabellendritter empfangen die Schnelsener nun Blau-weiß 96, während Ali Duman und Co mit neu-Coach Krenzk (zuletzt Cosmos Weedel) am selben Freitagabend das Sechs-Punkte-Spiel bei der SV Blankenese erwartet.

Tore: 1:0 Max Schulz (11.), 2:0 A. Duman (16. Max Schulz), 2:1 Drenkhahn (19. Broecker), 3:1 Max Schulz (43. A. Duman), 3:2 Arambasic (45.+2, Broecker), 3:3 Lux (52. Drenkhahn), 4:3 A. Duman (57. Max Schulz), 4:4 Voigt (81. Hagelstein), 4:5 Drossinakis (82. Drenkhahn)

gelbe Karten: Duman, Schiebuhr, Matthiessen – Fallah, Kallenberg, Klug, Hagelstein, Drossinakis, Drenkhahn

Schiedsrichter: Jozo Ugrina (Niendorfer TSV)

Zuschauer: 75


Freitag, 2. August 2024

Spielbericht SV Lieth - TuS Germania Schnelsen

Nur in der Beobachterrolle
Fehlstart perfekt: Auch der reife Aufsteiger bringt die SV Lieth zu Fall

„Das ist nicht mal Kreisliganiveau!“, pöbelte ein Anhänger der SV Lieth unverhohlen auf das eigene Team, das sich zum Start in die Saison der Bezirksliga West einen 0:2-Ausrutscher gegen Aufsteiger Germania Schnelsen erlaubte.
Am Fuße des Butterbergs waren die Pokalversager der Vorwoche (1:2 beim Kreisligisten SV Lohkamp) anfangs sichtlich bemüht, dem Fehlstart entgegenzuwirken. Viele Zweikämpfe, aber kaum gescheite Ideen nach vorne prägten das Bild gegen disziplinierte Gäste, die zunehmend ihre gut organisierte Deckung verließen und selbst zu ersten Schusschancen kamen. Die bemerkenswerteste davon ergab sich auf Steilpass Bennet Klug für Julien Weber, den erst SVL-Schlussmann Marian Rister auf dem Weg zum 0:1 aufzuhalten wusste (32.).
Kein anderes Szenario bot sich den Anwesenden nach dem Seitentausch. Herrlich von Lenny Limbara aus der Tiefe bedient, lief Tempostürmer Maximilian Voigt plötzlich allein auf den Liether Kasten zu. Aus vollem Lauf schaufelte der 30-Jährige die Kugel auf das Tor – da war mehr drin (48.)!
Auch auf der anderen Seite für Julien Duffke, der seinen Abschluss genau in die Arme des sicher zupackenden Frederik Wendt platzierte (49.). „Der kann echt gar nichts!“, quittierte ein eigener Anhänger die misslungene Offensivaktion des offenkundigen Fanlieblings…
Eigenwerbung hatte an diesem Freitagabend aber freilich kein SVL-Kicker betrieben. Immer wieder ließ man den Neuling gewähren, was in gleich vier (!) Versuchen von Tobias Lipski binnen 13 Minuten mündete (53., 56., 62. & 66.). Vollkommen unverständlich, wie passiv die Roten auch bei Marcel Balfanz´ 20 Meter-Rakete, hauchdünn drüber (70.), mit der Beobachterrolle vorliebnahmen.
Eine Herangehensweise, die zwangsläufig im Gegentor enden musste. So war es Rister wenig später zwar im ersten Anlauf noch gelungen, einen zu unplatzierten Weber-Versuch abzuwehren, doch Joker Leon Kripke blieb im Film und versenkte den zentralen Nachschuss mit rechts zur längst verdienten Germania-Führung (74.).
Die SVL nun endgültig zum Handeln gezwungen, vermochte es aber weiter nicht, den Germanen so richtig gefährlich zu werden. Stattdessen setzte es auch durch das Zutun eines weiteren TGS-Einwechslers das vorentscheidende 0:2, als Weber bis zur Grundlinie ackerte, um den 30-fachen Aufstiegstorjäger Lennart Lux zu bedienen. Im Duett mit Abwehr-Fossil Patrick „Schotte“ Scheidt, der letztlich als Eigentorschütze in die Statistik einging, war das Ei ein zweites Mal ins Netz gegangen (78.).
Komplikationslos brachte der reif auftretende Kreisligameister seine Schäfchen ins Trockene, verpasste durch den etwas zu eigensinnigen Klug (Lux war neben ihm besser postiert) gar noch das mögliche 0:3 (90.+2). Chapeau, Germania!
In Klein Nordende werden nach diesem desaströsen Auftritt dagegen schon die schmerzlichsten Derby-Dystopien im Hinblick auf das kommende Auswärtsspiel beim nicht von wenigen hoch oben im Klassement erwarteten FC Elmshorn an die Wand gemalt…

Tore: 0:1 Kripke (74. Weber), 0:2 Scheidt (79., Eigentor, Weber)

gelbe Karten: Duffke, Scheidt – Tom Lipski

Schiedsrichter: Jörn Ole Augustin (SC Victoria Hamburg, Note 3)

Zuschauer: 60






Freitag, 12. April 2024

Spielbericht TuS Germania Schnelsen - SV Barmbek

14 Grüße an den Verfolger
Kreisliga 6-Primus Germania Schnelsen nimmt den SV Barmbek auseinander

Freitagabend, Heimspiel, Flutlicht, angenehmes Frühlingswetter: beste Bedingungen für Germania Schnelsen, im Wettschießen um die Bezirksliga mit dem Walddörfer SV ein klares Ausrufezeichen zu setzen! Da kam der abstiegsbedrohte SV Barmbek mit seinem allerletzten Aufgebot (man hatte die Partie im Vorfeld gar absagen wollen) genau richtig.
4:31 Minuten hielt der Damm des SVB, bis Phillip Osternack zentral im Fallen einen Vorgeschmack darauf gab, wie sich der Rest des Abends am Riekbornweg zutragen würde.
Germania mit überwältigenden Spielanteilen, die häufig darauf verwendet wurden, die Außenpositionen einzubinden, war auf Tore aus!
Dennis Thiessens einleitenden Pass nutzte Lasse Hagelstein auf rechts zur Flanke, die Antonio Arambasic wiederum am zweiten Pfosten zum 2:0 einschob (11.). Ein hohes Ding, das ein ausgebildeter wohl pariert hätte, platzierte Arambasic wenig später in den Quader (15.), den Ex-Oberliga-Crack Thiessen per Kopf (Flanke Arambasic) verfehlte (26.).
Auch Leon Kripke ging es mit links aus 20 Metern nicht besser – hauchdünn drüber (29.)!    
Alles aber kein Problem, ergaben sich immer wieder neue Möglichkeiten gegen den überforderten Tabellenvierzehnten. Von Hagelstein tief bedient, machte schließlich auch Kripke seine Bude (30.), die nach Querlage Weber auch Kapitän Tom Lipski gelang (39.).
Thiessens unwiderstehlicher Sololauf (41.) und Osternacks 7:0 im Eckstoßdickicht (44.) rundeten den ersten Abschnitt torreich ab.
Was soll man da als unterlegenes Gästeteam bloß machen? Vielleicht einmal einen Torschuss abgeben, wie es Ahmed Abdi Osman kurz nach der Pause tat (48.).
Ansonsten blieb es ein hoffnungsloses Unterfangen, sich den Germanen zu erwehren. Hinzu kam nun auch noch das Pech eines strafbaren Handspiels, das den eingewechselten Philipp Liebe das 8:0 vom Punkt bescherte (53.). Thiessen machte es dagegen mit Gefühl aus 23 Metern (54.), woraufhin der angeschlagen nur von der Bank gekommene Lennart Lux etwas für das Rennen um den Torschützenkönig tun durfte. Einen vom Assistenten hereingewinkten Strafstoß verwandelte der 21-Jährige sicher rechtsunten zur Zweistelligkeit (64.). Zwei weitere Treffer ließ Lux spielend einfach folgen (69. & 71.), was ihn gemeinsam mit dem zum 11:0 erfolgreichen Thiessen (65.) zumindest heuer zum besten Torjäger machte.
Den vorzeitigen Schlusspunkt der TGS-Herrlichkeit setzte bereits in der 73. Minute ein weiterer Joker: Adriano Catanzaro freute sich im Rückraum über das Zurücklegen von Lux.
Mit angezogener Handbremse und zwei Alu-Treffern (82. & 90.) ließ der Tabellenführer die Angelegenheit austrudeln, wobei ihnen ein kleiner Wehrmutstropfen nicht erspart blieb. Abdi Osmans Freistoß fand von halbrechts genau den Weg ins lange Eck, wodurch die tapferen und extrem fairen Gäste zumindest ein kleines Trostpflaster für ihr Antreten erhielten (77.). Außer der Vermeidung eines Drei-Punkte-Abzuges wegen Nichtantritts gab es für sie im Nordwesten Hamburgs nichts zu holen.
Germania gelang es dagegen, den Verfolger aus den Walddörfern weiterhin um drei Zähler auf Distanz zu halten. Zudem lässt auch die um 28 Tore bessere Tordifferenz aufhorchen. Diese kann – bevor in zwei Wochen das absolute Gipfeltreffen in Schnelsen steigt – beim kommenden Auswärtsspiel gegen Absteiger HFC Falke II noch weiter aufpoliert werden.

Tore: 1:0 Osternack (5.), 2:0 Arambasic (11. Hagelstein), 3:0 Arambasic (15.), 4:0 Kripke (30. Hagelstein), 5:0 Lipski (39. Weber), 6:0 Thiessen (41.), 7:0 Osternack (44. Arambasic), 8:0 Liebe (53., Strafstoßtor), 9:0 Thiessen (54. Osternack), 10:0 Lux (64., Foulstrafstoß), 11:0 Thiessen (65.), 12:0 Lux (69.), 13:0 Lux (71. Thiessen), 14:0 Catanzaro (73. Lux), 14:1 Abdi Osman (77., direkter Freistoß)

Schiedsrichter: Rohit Choudhry (SV Lurup)

Zuschauer: 60




Freitag, 6. Oktober 2023

Spielbericht TuS Germania Schnelsen - SV Lohkamp

Lipski prügelt Lohkamp K.O.
Wuchtiges Distanztor bringt Germania auf die Siegerstraße

Grund zum Feiern am Riekbornweg! Auch Abstiegskandidat SV Lohkamp vermochte es nicht, den Nimbus des ungeschlagenen TuS Germania Schnelsen zu brechen.
Letztlich deutlich fiel der 5:1-Erfolg unter freitagabendlicher Fluchtlicht-Nieselregenkulisse aus. Verdient war das allemal, präsentierten die Hausherren gepflegten Ballbesitz, der auf alt britische Weise Phillip Osternacks Kopfball auf Hereingabe Max Mecklenburg hervorbrachte (10.).
Ein torreicher Abend deutete sich an, gegen die bereits neunmal unterlegen Furtwegler, die Schlussmann Janis Harfst abtauchend gegen Timo Schaudinn im Match hielt (16.).
Sein Gegenstück hatte dagegen Pech im Timing, wodurch nicht nur Norman Sieglof (zu Boden) fiel, sondern auch das etwas überraschende 1:1 durch den sicher vom Punkt einlochenden Asadullah Khan (33.).
Germania blieb auch danach überlegen, aber oftmals ohne die entscheidende Idee, den durchaus geschickt verteidigenden Kontrahenten aus den Angeln zu heben. Antonio Arambasic versuchte es einmal aus dem Rückraum – Harfst war wieder zur Stelle (38.).
Für den personell äußerst dünn besetzten SVL, der mit Manuel Ulmer und Faisal Malik Seniorenpersonal dabei hatte, ein Spielverlauf nach Plan.
Etwas zu leidenschaftlich ging jedoch Feliciano Helena per Grätsche im Zweikampf der Kapitäne mit Jannik Martens zu Werke, sodass jetzt auch Germania in Person von Lennart Lux die Chance zum Strafstoßtor erhielt (54.). Lux´ schwach getretenen Penalty entschärfte Harfst allerdings – weiter pari pari!
…bis Tobias Lipski schließlich genug hatte und den Ball zur Stundenwende förmlich unter die Latte prügelte. Der Knackpunkt des Abends, der nun voll für die Heßmann-Elf verlief.
Zwar scheiterte Lipski nach Einzelleistung Condric noch am Außen-Alu (63.), doch mit Julien Webers zentralem 3:1, bei dem Lux in der Vorarbeit gut die Sinnhaftigkeit der Vorteilsregelung demonstrierte, war die Vorentscheidung geritzt (72.).
Die Gäste tief frustriert, holten sich durch Malik eine von mehreren möglichen Ampelkarten ab (90.), während die spielfreudigen Schnelsener fleißig aufs Torkonto einzahlten.
Marko Condric köpfte am zweiten Pfosten eine Mecklenburg-Flanke bei kurzer Eckenvariante zum 4:1 ein (85.), während der Endstand eine gegnerische Eigentorpoduktion war, als Harfst einen suboptimalen Rückpass nicht weniger unglücklich verarbeitete (90.+3).
Germania ging damit als Spitzenreiter in eine lebhafte dritte Halbzeit – der SV Lohkamp muss dagegen aufpassen, dass nicht schon vor dem Hinserienende ein zu großer Rückstand auf den Kreisligaverbleib einsteht.

Tore: 1:0 Osternack (10. Mecklenburg), 1:1 Khan (33. Strafstoßtor, Wendt an Sieglof), 2:1 Tobias Lipski (60. Osternack), 3:1 Weber (72. Lux), 4:1 Condric (85. Mecklenburg), 5:1 Harfst (90.+3, Eigentor)

Schiedsrichter: Arnold Erwin Jensen (SV Lieth)

Zuschauer: 80

besonderes Vorkommnis: Lux scheitert mit Strafstoß an Harfst (54., Helena an Martens).


Flutlichtromantik am Riekbornweg