Wintermeister
in Spe gestürzt
Auch
ohne Training: TV Haseldorf verdirbt Germania die Winterpausen-Spitze
Mit einer faustdicken Überraschung verabschiedete sich die Bezirksliga 01 am
Freitagabend in die wohlverdiente Winterpause, vermasselte der abstiegsbedrohte
TV Haseldorf Germania Schnelsen mit einem überraschenden wie unterm Strich verdienten
1:0 das Überwintern ganz oben auf dem Thron.
Auf dem hügeligen Naturrasen im Schloßparkstadion brachten die Hausherren trotz
abermals üppiger Fehlendenliste all jenes auf die Schiene, was sie schon
zuletzt acht Zähler aus vier Partien holen ließ. Gegen den Ball kompakt im
4-4-2-System und schmerzhaft im Zweikampf, sowie in der Gegenrichtung stets auf
der Suche nach dem raschen Gegenstoß. So praktiziert bei einer
Fülscher-Schusschance (5.) und vor allem, als das Youngster-Duo
Fülscher/Lastella zur selbst herausgespielten Doppelchance kam (22.). Auf
Zuspiel von Linus Lastella scheiterte Marten Fülscher an Germania-Goalie
Domenik Szyska, ehe der Schlussmann Lastellas Nachschuss sehenswert über den
Querbalken streichelte.
Das Spitzenteam hatte den vielleicht auch etwas unerwartet tatsächlich
stattfindenden Nachholer in der knapp 30 Kilometer entfernten Provinz freilich
nicht so recht annehmen wollen. Nur einmal hatte Antonio Arambasic Niklas Grote
zwischen den Heim-Pfosten einmal etwas (machbare) Arbeit verschafft (26.).
19-Tore-Mann Luca Drenkhahn wurde heuer schmerzlich vermisst. Als Ausrede für
die dargebotene Ideenlosigkeit darf der Ausfall des Top-Torjägers jedoch
keinesfalls herhalten.
Neue Impulse von der Bank sollten dem komplizierten Auswärtsunterfangen mit
Angreifer Maximilian Voigt und dem erfahrenen Hassan Fallah für den Spielaufbau
auf die Sprünge helfen, doch der berühmte Schuss ging dabei gänzlich nach
hinten los. Ausgerechnet Fallah war es nämlich, der den eigenen Schlussmann per
Rückspiel derartig in Bedrängnis brachte, dass Szyska die Kugel nur mit ärgster
Mühe von der Linie schaufeln konnte. Der clever durchgelaufene Lastella aber roch
den Braten und versenkte den Abstauber eiskalt zum gar nicht mal unverdienten
1:0 (58.).
Germania nun endlich auch einmal gewillt, sich konstruktiv ins
Offensivgeschehen einzumischen. Doch wie soll man bloß diesen
abstiegskampfeuphorisierten Gegner mit seiner tiefen Grundaufstellung knacken?!
Leon Kripke, der meist entnervt von der harten Gangart seiner Gegenspieler
wirkte, versuchte es immerhin nicht schlecht mit einem abgefälschten Freistoß
(61.), im Strafraumgewusel an den Pfosten (65.) und aus der zweiten Reihe (71.)
– erfolglos.
Mehr ließen die Jungs aus der Marsch auch in kurzer Unterzahl (Ampelkarte für Phil Mohrdieck für wiederholtes Foulspiel, 89.) jedoch nicht mehr zu. „Nur so geht´s –
anders nicht!“, freute sich Trainer Benjamin Kälberloh über das höchst
disziplinierte Auftreten seines Teams, welches ihm fast schon gewohnheitsmäßig wieder
ordentliche Personalimprovisationskünste abverlangte. So schickte der Coach mit
Lasse Wiemer gar noch den Kapitän der zweiten Mannschaft auf die Wiese, die
seit zwei Wochen keinen Trainingsbetrieb mehr zulässt. Dem sportlichen
Abschneiden tut´s dennoch keinen Abbruch, hievte sich der einst als
Tabellenletzter unten herumkrebsende Aufsteiger mit stabilen elf Zählern aus den
letzten fünf Spielen auf die gleiche Höhe mit dem rettenden Ufer.
In Schnelsen herrscht dagegen Frust über das verpasste Überwintern auf Rang
eins. Als Tabellendritter geht es im neuen Jahr – sofern das Februarwetter will
– gegen den zweitplatzierten FC Elmshorn weiter.
Tore: 1:0 Lastella (58.)
gelb-rote Karte: Mohrdieck (TVH, 89., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa Harksheide, Note 2,5)
Zuschauer: 75
Freitag, 12. Dezember 2025
Spielbericht TV Haseldorf - TuS Germania Schnelsen
Freitag, 7. November 2025
Spielbericht SV Lieth - TuS Germania Schnelsen
Die
Bank macht den Unterschied
Spitzenteam
Germania knackt verbesserte SV Lieth mit seinen Einwechslern
Sechstes sieglos Match in Serie und doch machte der Abend des 07.11.2025 die
krisengeplagte SV Lieth zu einem kleinen Gewinner im Keller der Bezirksliga 01.
Nicht nur, weil im Heimspiel gegen Spitzenteam Germania Schnelsen die Einstellung
stimmte und man später am Abend mit Guido Krenzk einen neuen Trainer vorstellen
konnte – nein, auch punktetechnisch brachte die Woche Bewegung in den
Abstiegskampf.
Die gute Nachricht erreichte die Roten Teufel vom Butterberg nämlich bereits am
Donnerstag. Da sich der gesperrte Trainer von Vorwochengegner TuS Holstein
Quickborn beim Spielstand von 4:1 selbst einwechselte, legten die Klein
Nordender zunächst erfolgreich Protest gegen die 2:5-Niederlage in der
Eulenstadt ein. Drei Zähler mehr dank der allerdings noch nicht rechtskräftigen
Umwertung in ein 3:0 ließen die prekäre Situation schon vor dem Auftritt gegen
favorisierte Germanen wieder etwas freundlicher erscheinen.
Und auch das Match selber bescherte den Liether Löwen, die heuer von Präsident
Bo Hansen anstatt des geschassten Rudolf Hock-Kutscher gecoacht wurden, einigen
Grund zur Hoffnung auf bessere Zeiten.
Einen engagierten Beginn runde nämlich eine schnelle wie überraschende
2:0-Führung der Hausherren ab. Beim ersten Streich bedankte sich Torjäger Max
Schulz für einen langen Schlag und die schwache Ballverarbeitung von
Gegenspieler Lenny Limbara (11.), ehe er wenig später Sturmpartner Ali Duman nach
eigenem Ballgewinn gegen Viktor Kallenberg mit einem tiefen Ball bediente.
Duman wiederum kreuzte seinen Laufweg wunderbar und ließ sich beim flachen Einschieben
auch nicht von Hassan Fallahs unsportlichem Anbrüllen irritieren (16.).
Offensive Konterqualität, die auch in Minute 43 ihre volle Entfaltung fand.
Wieder verteidigte Germania mit den hoch stehenden Außenverteidigern viel zu
luftig, sodass A. Duman einen Befreiungsschlag perfekt zu Max Schulz weiterleiten
konnte. Mit etwas abfälschender Hilfe war Schulz´ bereits zehntes Saisontor im
hohen Bogen perfekt (43.).
So schön sich das Treiben des Offensiv-Duos vorne anließ, so problematisch ging
es auf der anderen Platzhälfte zu. Bei einer kurzen Eckstoßvariante nicht
ansatzweise herausgerückt, fing man sich durch Matz Broeckers Flanke und Luca
Drenkhahns Kopfball das zwischenzeitliche 2:1 (19.), während man direkt nach
dem dritten Treffer Glück hatte, dass Drenkhahns Abstaubertor nach Condric-Alu
vom Schiedsrichterassistenten kassiert wurde (44.).
Dusel, der dem Team aus der Abstiegszone wiederum nur Augenblicke später
fehlte, lochte Antonio Arambasic einen abermaligen Broecker-Standard am zweiten
Pfosten einsam ein. Die verdiente Quittung für eine Unterzahl im eigenen
Sechzehner (45.+2)!
Einen nicht viel besseren Defensiveindruck hinterließen die Roten Anfang des
zweiten Durchgangs, als Schlussmann Luca Von Der Heide zweimal nicht ganz
optimal faustete und wieder zu tief stehen geblieben wurde. Jannik Meinke
durfte in der zweiten Welle flanken, Drenkhahn die Kugel mit dem Körper abschirmen
und Lennart Lux hatte schließlich freie Bahn, weil ihn Gegenspieler Luca Albers
schlicht aus den Augen verlor. Bitter, bitter, 3:3 (51.)!
Für Trübsal gab es bei der Hansen-Elf jedoch keinen Grund. Schließlich holte das
dynamische Doppel an vorderster Front den Vorsprung in bewährter Manier zurück.
Eine Klärung zu Max Schulz schickte den „25er“ ins erfolgreiche Flipperspiel,
um wieder A. Duman zu bedienen. Annahmen, zurechtlegen, einschieben – drei bombensichere
Kontakte, mit denen der einst für Spitzenreiter FC Elmshorn aktive Linksfuß
wieder auf Führung SV Lieth stellte (57.).
Abgesehen von einer ähnlichen Szene, bei der Duman diesmal geblockt wurde
(69.), galt es nun, dem Dauerdruck des Gegners irgendwie Herr zu bleiben. Ein
Eckstoß nach dem anderen rauschte durch den SVL-Strafraum, wo der
eingewechselte Luca Heimbach auf Traumpass Meinkes seine perfekte Chance am
Außenpfosten zerschellen sah (71.).
Dafür richteten es zehn Minuten später zwei weitere Joker für die statistisch
stärkste Offensive der Staffel, als Broecker und Heimbach in der Entstehung
viel zu viel Raum im Zentrum gestattet bekamen und Maximilian Voigt eine
passgenaue Hagelstein-Hereingabe mit einer Berührung unter die Latte schweißte
(81.).
Kaum war der Eintrag auf der Spielnotizkarte des Schiedsrichters notiert,
schlug TGS gleich nochmal zu, veredelte Arambasic seine Balleroberung per
doppel-Doppelpass mit Drenkhahn, von dessen Übersicht am Ende Kimon Drossinakis
aus halbrechter Abschlussposition zum 4:5 profitierte (82.).
Für eine echte Schlussoffensive sollten der Butterberg-Equipe letztlich die
Kräfte fehlen. Auch, weil der dünne Kader mit einigen Ausfällen wie Kapitän
Meraja Magens keine echten Alternativen von der Bank bereithielt.
Germania dagegen brachte den mühsamen Erfolg auf den letzten Metern sicher Ziel
und verpasste durch Drossinakis von der Strafraumgrenze (knapp vorbei, 87.) gar
noch die Vorentscheidung. Als neuer Tabellendritter empfangen die Schnelsener
nun Blau-weiß 96, während Ali Duman und Co mit neu-Coach Krenzk (zuletzt Cosmos
Weedel) am selben Freitagabend das Sechs-Punkte-Spiel bei der SV Blankenese
erwartet.
Tore: 1:0 Max Schulz
(11.), 2:0 A. Duman (16. Max Schulz), 2:1 Drenkhahn (19. Broecker), 3:1 Max
Schulz (43. A. Duman), 3:2 Arambasic (45.+2, Broecker), 3:3 Lux (52.
Drenkhahn), 4:3 A. Duman (57. Max Schulz), 4:4 Voigt (81. Hagelstein), 4:5
Drossinakis (82. Drenkhahn)
gelbe Karten: Duman, Schiebuhr, Matthiessen
– Fallah, Kallenberg, Klug, Hagelstein, Drossinakis, Drenkhahn
Schiedsrichter: Jozo Ugrina
(Niendorfer TSV)
Zuschauer: 75
Freitag, 2. August 2024
Spielbericht SV Lieth - TuS Germania Schnelsen
Nur
in der Beobachterrolle
Fehlstart
perfekt: Auch der reife Aufsteiger bringt die SV Lieth zu Fall
„Das ist nicht mal Kreisliganiveau!“, pöbelte ein Anhänger der SV Lieth
unverhohlen auf das eigene Team, das sich zum Start in die Saison der
Bezirksliga West einen 0:2-Ausrutscher gegen Aufsteiger Germania Schnelsen
erlaubte.
Am Fuße des Butterbergs waren die Pokalversager der Vorwoche (1:2 beim
Kreisligisten SV Lohkamp) anfangs sichtlich bemüht, dem Fehlstart
entgegenzuwirken. Viele Zweikämpfe, aber kaum gescheite Ideen nach vorne
prägten das Bild gegen disziplinierte Gäste, die zunehmend ihre gut
organisierte Deckung verließen und selbst zu ersten Schusschancen kamen. Die bemerkenswerteste
davon ergab sich auf Steilpass Bennet Klug für Julien Weber, den erst
SVL-Schlussmann Marian Rister auf dem Weg zum 0:1 aufzuhalten wusste (32.).
Kein anderes Szenario bot sich den Anwesenden nach dem Seitentausch. Herrlich
von Lenny Limbara aus der Tiefe bedient, lief Tempostürmer Maximilian Voigt
plötzlich allein auf den Liether Kasten zu. Aus vollem Lauf schaufelte der 30-Jährige
die Kugel auf das Tor – da war mehr drin (48.)!
Auch auf der anderen Seite für Julien Duffke, der seinen Abschluss genau in die
Arme des sicher zupackenden Frederik Wendt platzierte (49.). „Der kann echt gar
nichts!“, quittierte ein eigener Anhänger die misslungene Offensivaktion des
offenkundigen Fanlieblings…
Eigenwerbung hatte an diesem Freitagabend aber freilich kein SVL-Kicker
betrieben. Immer wieder ließ man den Neuling gewähren, was in gleich vier (!)
Versuchen von Tobias Lipski binnen 13 Minuten mündete (53., 56., 62. &
66.). Vollkommen unverständlich, wie passiv die Roten auch bei Marcel Balfanz´
20 Meter-Rakete, hauchdünn drüber (70.), mit der Beobachterrolle vorliebnahmen.
Eine Herangehensweise, die zwangsläufig im Gegentor enden musste. So war es
Rister wenig später zwar im ersten Anlauf noch gelungen, einen zu unplatzierten
Weber-Versuch abzuwehren, doch Joker Leon Kripke blieb im Film und versenkte
den zentralen Nachschuss mit rechts zur längst verdienten Germania-Führung
(74.).
Die SVL nun endgültig zum Handeln gezwungen, vermochte es aber weiter nicht,
den Germanen so richtig gefährlich zu werden. Stattdessen setzte es auch durch
das Zutun eines weiteren TGS-Einwechslers das vorentscheidende 0:2, als Weber
bis zur Grundlinie ackerte, um den 30-fachen Aufstiegstorjäger Lennart Lux zu
bedienen. Im Duett mit Abwehr-Fossil Patrick „Schotte“ Scheidt, der letztlich
als Eigentorschütze in die Statistik einging, war das Ei ein zweites Mal ins
Netz gegangen (78.).
Komplikationslos brachte der reif auftretende Kreisligameister seine Schäfchen
ins Trockene, verpasste durch den etwas zu eigensinnigen Klug (Lux war neben
ihm besser postiert) gar noch das mögliche 0:3 (90.+2). Chapeau, Germania!
In Klein Nordende werden nach diesem desaströsen Auftritt dagegen schon die
schmerzlichsten Derby-Dystopien im Hinblick auf das kommende Auswärtsspiel beim
nicht von wenigen hoch oben im Klassement erwarteten FC Elmshorn an die Wand
gemalt…
Tore: 0:1 Kripke (74.
Weber), 0:2 Scheidt (79., Eigentor, Weber)
gelbe Karten: Duffke, Scheidt – Tom
Lipski
Schiedsrichter: Jörn Ole Augustin
(SC Victoria Hamburg, Note 3)
Zuschauer: 60
Freitag, 12. April 2024
Spielbericht TuS Germania Schnelsen - SV Barmbek
14
Grüße an den Verfolger
Kreisliga
6-Primus Germania Schnelsen nimmt den SV Barmbek auseinander
Freitagabend, Heimspiel, Flutlicht, angenehmes Frühlingswetter: beste
Bedingungen für Germania Schnelsen, im Wettschießen um die Bezirksliga mit dem
Walddörfer SV ein klares Ausrufezeichen zu setzen! Da kam der abstiegsbedrohte
SV Barmbek mit seinem allerletzten Aufgebot (man hatte die Partie im Vorfeld
gar absagen wollen) genau richtig.
4:31 Minuten hielt der Damm des SVB, bis Phillip Osternack zentral im Fallen einen
Vorgeschmack darauf gab, wie sich der Rest des Abends am Riekbornweg zutragen
würde.
Germania mit überwältigenden Spielanteilen, die häufig darauf verwendet wurden,
die Außenpositionen einzubinden, war auf Tore aus!
Dennis Thiessens einleitenden Pass nutzte Lasse Hagelstein auf rechts zur
Flanke, die Antonio Arambasic wiederum am zweiten Pfosten zum 2:0 einschob
(11.). Ein hohes Ding, das ein ausgebildeter wohl pariert hätte, platzierte
Arambasic wenig später in den Quader (15.), den Ex-Oberliga-Crack Thiessen per
Kopf (Flanke Arambasic) verfehlte (26.).
Auch Leon Kripke ging es mit links aus 20 Metern nicht besser – hauchdünn
drüber (29.)!
Alles aber kein Problem, ergaben sich immer wieder neue Möglichkeiten gegen den
überforderten Tabellenvierzehnten. Von Hagelstein tief bedient, machte
schließlich auch Kripke seine Bude (30.), die nach Querlage Weber auch Kapitän
Tom Lipski gelang (39.).
Thiessens unwiderstehlicher Sololauf (41.) und Osternacks 7:0 im
Eckstoßdickicht (44.) rundeten den ersten Abschnitt torreich ab.
Was soll man da als unterlegenes Gästeteam bloß machen? Vielleicht einmal einen
Torschuss abgeben, wie es Ahmed Abdi Osman kurz nach der Pause tat (48.).
Ansonsten blieb es ein hoffnungsloses Unterfangen, sich den Germanen zu
erwehren. Hinzu kam nun auch noch das Pech eines strafbaren Handspiels, das den
eingewechselten Philipp Liebe das 8:0 vom Punkt bescherte (53.). Thiessen
machte es dagegen mit Gefühl aus 23 Metern (54.), woraufhin der angeschlagen
nur von der Bank gekommene Lennart Lux etwas für das Rennen um den
Torschützenkönig tun durfte. Einen vom Assistenten hereingewinkten Strafstoß
verwandelte der 21-Jährige sicher rechtsunten zur Zweistelligkeit (64.). Zwei
weitere Treffer ließ Lux spielend einfach folgen (69. & 71.), was ihn
gemeinsam mit dem zum 11:0 erfolgreichen Thiessen (65.) zumindest heuer zum
besten Torjäger machte.
Den vorzeitigen Schlusspunkt der TGS-Herrlichkeit setzte bereits in der 73.
Minute ein weiterer Joker: Adriano Catanzaro freute sich im Rückraum über das
Zurücklegen von Lux.
Mit angezogener Handbremse und zwei Alu-Treffern (82. & 90.) ließ der
Tabellenführer die Angelegenheit austrudeln, wobei ihnen ein kleiner
Wehrmutstropfen nicht erspart blieb. Abdi Osmans Freistoß fand von halbrechts
genau den Weg ins lange Eck, wodurch die tapferen und extrem fairen Gäste
zumindest ein kleines Trostpflaster für ihr Antreten erhielten (77.). Außer der
Vermeidung eines Drei-Punkte-Abzuges wegen Nichtantritts gab es für sie im
Nordwesten Hamburgs nichts zu holen.
Germania gelang es dagegen, den Verfolger aus den Walddörfern weiterhin um drei
Zähler auf Distanz zu halten. Zudem lässt auch die um 28 Tore bessere
Tordifferenz aufhorchen. Diese kann – bevor in zwei Wochen das absolute
Gipfeltreffen in Schnelsen steigt – beim kommenden Auswärtsspiel gegen
Absteiger HFC Falke II noch weiter aufpoliert werden.
Tore: 1:0 Osternack (5.),
2:0 Arambasic (11. Hagelstein), 3:0 Arambasic (15.), 4:0 Kripke (30.
Hagelstein), 5:0 Lipski (39. Weber), 6:0 Thiessen (41.), 7:0 Osternack (44.
Arambasic), 8:0 Liebe (53., Strafstoßtor), 9:0 Thiessen (54. Osternack), 10:0
Lux (64., Foulstrafstoß), 11:0 Thiessen (65.), 12:0 Lux (69.), 13:0 Lux (71.
Thiessen), 14:0 Catanzaro (73. Lux), 14:1 Abdi Osman (77., direkter Freistoß)
Schiedsrichter: Rohit Choudhry (SV
Lurup)
Zuschauer: 60
Freitag, 6. Oktober 2023
Spielbericht TuS Germania Schnelsen - SV Lohkamp
Lipski
prügelt Lohkamp K.O.
Wuchtiges
Distanztor bringt Germania auf die Siegerstraße
Grund zum Feiern am Riekbornweg! Auch Abstiegskandidat SV Lohkamp vermochte es
nicht, den Nimbus des ungeschlagenen TuS Germania Schnelsen zu brechen.
Letztlich deutlich fiel der 5:1-Erfolg unter freitagabendlicher
Fluchtlicht-Nieselregenkulisse aus. Verdient war das allemal, präsentierten die
Hausherren gepflegten Ballbesitz, der auf alt britische Weise Phillip
Osternacks Kopfball auf Hereingabe Max Mecklenburg hervorbrachte (10.).
Ein torreicher Abend deutete sich an, gegen die bereits neunmal unterlegen
Furtwegler, die Schlussmann Janis Harfst abtauchend gegen Timo Schaudinn im
Match hielt (16.).
Sein Gegenstück hatte dagegen Pech im Timing, wodurch nicht nur Norman Sieglof
(zu Boden) fiel, sondern auch das etwas überraschende 1:1 durch den sicher vom
Punkt einlochenden Asadullah Khan (33.).
Germania blieb auch danach überlegen, aber oftmals ohne die entscheidende Idee,
den durchaus geschickt verteidigenden Kontrahenten aus den Angeln zu heben.
Antonio Arambasic versuchte es einmal aus dem Rückraum – Harfst war wieder zur
Stelle (38.).
Für den personell äußerst dünn besetzten SVL, der mit Manuel Ulmer und Faisal
Malik Seniorenpersonal dabei hatte, ein Spielverlauf nach Plan.
Etwas zu leidenschaftlich ging jedoch Feliciano Helena per Grätsche im
Zweikampf der Kapitäne mit Jannik Martens zu Werke, sodass jetzt auch Germania
in Person von Lennart Lux die Chance zum Strafstoßtor erhielt (54.). Lux´
schwach getretenen Penalty entschärfte Harfst allerdings – weiter pari pari!
…bis Tobias Lipski schließlich genug hatte und den Ball zur Stundenwende
förmlich unter die Latte prügelte. Der Knackpunkt des Abends, der nun voll für
die Heßmann-Elf verlief.
Zwar scheiterte Lipski nach Einzelleistung Condric noch am Außen-Alu (63.),
doch mit Julien Webers zentralem 3:1, bei dem Lux in der Vorarbeit gut die
Sinnhaftigkeit der Vorteilsregelung demonstrierte, war die Vorentscheidung
geritzt (72.).
Die Gäste tief frustriert, holten sich durch Malik eine von mehreren möglichen
Ampelkarten ab (90.), während die spielfreudigen Schnelsener fleißig aufs
Torkonto einzahlten.
Marko Condric köpfte am zweiten Pfosten eine Mecklenburg-Flanke bei kurzer
Eckenvariante zum 4:1 ein (85.), während der Endstand eine gegnerische
Eigentorpoduktion war, als Harfst einen suboptimalen Rückpass nicht weniger
unglücklich verarbeitete (90.+3).
Germania ging damit als Spitzenreiter in eine lebhafte dritte Halbzeit – der SV
Lohkamp muss dagegen aufpassen, dass nicht schon vor dem Hinserienende ein zu
großer Rückstand auf den Kreisligaverbleib einsteht.
Tore: 1:0 Osternack (10.
Mecklenburg), 1:1 Khan (33. Strafstoßtor, Wendt an Sieglof), 2:1 Tobias Lipski
(60. Osternack), 3:1 Weber (72. Lux), 4:1 Condric (85. Mecklenburg), 5:1 Harfst
(90.+3, Eigentor)
Schiedsrichter: Arnold Erwin Jensen (SV Lieth)
Zuschauer: 80
besonderes Vorkommnis: Lux scheitert
mit Strafstoß an Harfst (54., Helena an Martens).
Flutlichtromantik am Riekbornweg

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