Wintermeister
in Spe gestürzt
Auch
ohne Training: TV Haseldorf verdirbt Germania die Winterpausen-Spitze
Mit einer faustdicken Überraschung verabschiedete sich die Bezirksliga 01 am
Freitagabend in die wohlverdiente Winterpause, vermasselte der abstiegsbedrohte
TV Haseldorf Germania Schnelsen mit einem überraschenden wie unterm Strich verdienten
1:0 das Überwintern ganz oben auf dem Thron.
Auf dem hügeligen Naturrasen im Schloßparkstadion brachten die Hausherren trotz
abermals üppiger Fehlendenliste all jenes auf die Schiene, was sie schon
zuletzt acht Zähler aus vier Partien holen ließ. Gegen den Ball kompakt im
4-4-2-System und schmerzhaft im Zweikampf, sowie in der Gegenrichtung stets auf
der Suche nach dem raschen Gegenstoß. So praktiziert bei einer
Fülscher-Schusschance (5.) und vor allem, als das Youngster-Duo
Fülscher/Lastella zur selbst herausgespielten Doppelchance kam (22.). Auf
Zuspiel von Linus Lastella scheiterte Marten Fülscher an Germania-Goalie
Domenik Szyska, ehe der Schlussmann Lastellas Nachschuss sehenswert über den
Querbalken streichelte.
Das Spitzenteam hatte den vielleicht auch etwas unerwartet tatsächlich
stattfindenden Nachholer in der knapp 30 Kilometer entfernten Provinz freilich
nicht so recht annehmen wollen. Nur einmal hatte Antonio Arambasic Niklas Grote
zwischen den Heim-Pfosten einmal etwas (machbare) Arbeit verschafft (26.).
19-Tore-Mann Luca Drenkhahn wurde heuer schmerzlich vermisst. Als Ausrede für
die dargebotene Ideenlosigkeit darf der Ausfall des Top-Torjägers jedoch
keinesfalls herhalten.
Neue Impulse von der Bank sollten dem komplizierten Auswärtsunterfangen mit
Angreifer Maximilian Voigt und dem erfahrenen Hassan Fallah für den Spielaufbau
auf die Sprünge helfen, doch der berühmte Schuss ging dabei gänzlich nach
hinten los. Ausgerechnet Fallah war es nämlich, der den eigenen Schlussmann per
Rückspiel derartig in Bedrängnis brachte, dass Szyska die Kugel nur mit ärgster
Mühe von der Linie schaufeln konnte. Der clever durchgelaufene Lastella aber roch
den Braten und versenkte den Abstauber eiskalt zum gar nicht mal unverdienten
1:0 (58.).
Germania nun endlich auch einmal gewillt, sich konstruktiv ins
Offensivgeschehen einzumischen. Doch wie soll man bloß diesen
abstiegskampfeuphorisierten Gegner mit seiner tiefen Grundaufstellung knacken?!
Leon Kripke, der meist entnervt von der harten Gangart seiner Gegenspieler
wirkte, versuchte es immerhin nicht schlecht mit einem abgefälschten Freistoß
(61.), im Strafraumgewusel an den Pfosten (65.) und aus der zweiten Reihe (71.)
– erfolglos.
Mehr ließen die Jungs aus der Marsch auch in kurzer Unterzahl (Ampelkarte für Phil Mohrdieck für wiederholtes Foulspiel, 89.) jedoch nicht mehr zu. „Nur so geht´s –
anders nicht!“, freute sich Trainer Benjamin Kälberloh über das höchst
disziplinierte Auftreten seines Teams, welches ihm fast schon gewohnheitsmäßig wieder
ordentliche Personalimprovisationskünste abverlangte. So schickte der Coach mit
Lasse Wiemer gar noch den Kapitän der zweiten Mannschaft auf die Wiese, die
seit zwei Wochen keinen Trainingsbetrieb mehr zulässt. Dem sportlichen
Abschneiden tut´s dennoch keinen Abbruch, hievte sich der einst als
Tabellenletzter unten herumkrebsende Aufsteiger mit stabilen elf Zählern aus den
letzten fünf Spielen auf die gleiche Höhe mit dem rettenden Ufer.
In Schnelsen herrscht dagegen Frust über das verpasste Überwintern auf Rang
eins. Als Tabellendritter geht es im neuen Jahr – sofern das Februarwetter will
– gegen den zweitplatzierten FC Elmshorn weiter.
Tore: 1:0 Lastella (58.)
gelb-rote Karte: Mohrdieck (TVH, 89., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa Harksheide, Note 2,5)
Zuschauer: 75
Freitag, 12. Dezember 2025
Spielbericht TV Haseldorf - TuS Germania Schnelsen
Freitag, 5. Dezember 2025
Spielbericht TV Haseldorf - SV Lieth
Nur
den Krampus freut´s
Niveauarme
Punkteteilung im Bezirksliga-Tabellenkeller
Fünfter Dezember: Krampustag in Österreich und auch die Bezirksliga 01 in
Hamburg wusste die Schaulustigen im Schloßparkstadion ordentlich abzustrafen.
Von Beginn an nämlich setzte sich das Spielniveau kaum vom niedrigen Tabellenstand
der Kontrahenten ab.
Bereits ein ganzes Spielviertel hatten die dennoch zahlreich herbeigepilgerten
Zuschauer überstanden, als TVH-Kapitän Lukas Nickels mit seiner Konterchance
ans Außennetz einen ersten zaghaften Offensivakzent setzte (23.).
Der Gegenangriff fortan das Lieblingswerkzeug der Hausherren, die einen
Ballverlust des Gegners im Mittelfeld zum Anlass für das schnelle Umschalten
nahmen. Zwar war es Moritz Schulz in erster Instanz noch gelungen, das tiefe
Zuspiel abzugrätschen, doch im zweiten Anlauf erreichte Marten Fülschers Ball
den Kollegen Linus Lastella, der mit Dynamik über links flach zum wichtigen 1:0
vollendete (24.).
Das Selbstvertrauen des durch zuletzt zwei Siege Ex-Tabellenletzten damit
natürlich weiter angekurbelt. Einzig das zweite Tor fehlte zur nachhaltigen
Tabellenkosmetik. Genug Möglichkeiten dafür ergaben sich durchaus. So zögerte
Heiko Jedamski nach Flugball Pieter Oßenbrüggens zu lange mit dem noch von Luca
Albers geblockten Rechtsschuss (30.) und verfehlte Fülschers Direktabnahme als
Aufsetzer den SVL-Kasten (42.).
Mit Beginn des zweiten Abschnitts nahm das Niveau der Partie gar noch weiter
ab. Vor allem die Liether, deren Verunsicherung auch der vor zwei Spieltagen
verpflichtete Guido Krenzk an der Seitenlinie bisher nicht aufzulösen
vermochte, enttäuschten einmal mehr auf ganzer Linie. Symbolhaft für den
Zustand der Klein Nordender, setzte Anton Götting seine unbedrängte Flanke von
rechts geradewegs ins Tor-Aus (60.)…
Ein wenig aus dem Nichts kam da das Ausgleichstor, das ausgerechnet Torjäger
Ali Duman mit einem kurzen Freistoß vor der eigenen Grundlinie einleitete, ehe
Albers den perfekten tiefen Weg mit der nicht weniger starken
Wandspieler-Einlage auf Philipp Matthiessen krönte und der Spielführer wiederum
mit drei Kontakten aus zentraler Position passgenau für erleichterten Jubel bei
den heuer ganz in schwarz aufgelaufenen Gäste sorgte (72.).
Doch anstatt Matthiessen und Co das Momentum für sich mitnahmen, luden sie den
Gegner mit teils haarsträubenden Fehlpässen und einem ungeordenen Hühnerhaufen
vor dem eigenen Kasten immer wieder zur Offensive ein. Michel Lienau, von
Albers bei einer Nickels-Flanke am zweiten Pfosten vergessen, mit dem Kopf
(75.) und Jedamski aus 21 Metern (77.) brachten den Gleichstand ordentlich ins
Wanken, ehe Ben Wrages Ampelkarte (wiederholtes Foul) noch mehr Platz in der
Gäste-Hälfte gestattete (79.).
Zu nutzen vermochten die Haseldorfer diesen allerdings wiederholt nicht, als
wieder Lienau flach mit links abzog und Nickels bei der Verwertung von Luca Von
Der Heides Block der Abseitsfahne des Schiedsrichterassistenten zum Opfer fiel
(84.).
Und die SV Lieth? Die erlebte ihren größten Strafraum-Aufreger durch den
eingewechselten Finn Struve. Zu zögerlich mit der Kugel am Fuß, ging die Pille
gegen Oßenbrüggen verloren, bevor überhaupt irgendetwas mit ihr geschah (85.).
Die Punkteteilung (erster Punkt unter Krenzk), die niemandem weiterhilft, außer
der Konkurrenz, also eine Schmeichelhafte für die Jungs vom Butterberg.
Der Krampus ist zufrieden…
Tore: 1:0 Lastella (24.
Fülscher), 1:1 Matthiessen (72. Albers)
gelb-rote Karte: Wrage (SV Lieth,
79., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Latif Tan
Zuschauer: 75
Szene aus dem Hinspiel
Freitag, 21. November 2025
Spielbericht SV Lieth - Heidgrabener SV
Schümann
zerstört den Krenzk-Effekt
An
allen Derby-Treffern beteiligt: Torjäger glänzt gegen kriselnde SV Lieth
Einige Spielausfälle, nicht nur in der Bezirksliga 01, zum dritten
Novemberwochenende. Und obwohl die Gäste aus dem Nachbarort vor Anpfiff nicht
so richtig von der Bespielbarkeit des eisigen Klaus-Waskow-Platzes überzeugt
waren, verpasste der Heidgrabener SV dem Lokalrivalen eine echte Rutsche.
Mann des Tages dabei einmal mehr: Dauer-Torjäger Philippe Schümann, dessen
Beutezug am Freitagabend erst auf dem dritten Bildungsweg begonnen hatte. Eine
Ecke von Samuel Karul vermochten die Liether gleich mehrfach nicht entscheidend
zu klären, sodass Daniel Meyer die Kugel noch einmal in die Gefahrenzone lupfen
konnte. Sebastian Stapel mit der Kopfballablage und schon war Schümann per
Direktabnahme gewohnt zielsicher zur Stelle (14.). Proteste, dass Schlussmann
Luca Von Der Heide in der Entstehung etwas von Kirill Shmakov gerempelt wurde
und jeweils zweimal knapp die Abseitsfahne unten blieb, ließen das Gespann um
Alexander Nehls (SC Eilbek) kalt. – Oder doch nicht? Denn als Jan Schiebuhr
drüben nach Traumpass Ben Kellners den Kontakt mit Shmakov suchte, zögerte der
Pfeifenmann keine Sekunde, um Philipp Matthiessen die prompt genutzte Ausgleichschance
vom Punkt zu weisen (16.).
Für diejenigen aus dem zahlreich erschienenen Publikum, die diese Spielepisoden
verpasst hatten, sollte es in der Folge kaum verständlich sein, dass dieses
weitgehend unstrukturierte Gebolze tatsächlich schon zwei Tore hervorbrachte. Einzig
Schümann sorgte mit toller Ballmitnahme und sofortigem Linksschuss für ein
vorbei rauschendes Geschoss (18.).
Fast verzweifelt wirkten da fehlkalibrierte Versuche von Ali Duman aus 40 Metern
(30.) und erneut Matthiessen aus deren 25 (32.) auf der anderen Seite.
Immerhin aber winkte der SVL nach fünf sportlichen Niederlagen in Serie bei
diesem Spielstand wieder einmal Zählbares.
Ein wenig wie aus dem Nichts rückte dies dann aber wieder in weite Ferne, als
sich Mats Jonah Behrens bei einem Brinke-Einwurf völlig unnötig auf einen
Ringkampf mit Schümann einließ (42.). Den Vorjahrestorschützenkönig zwar an der
Kopfballverlängerung gehindert, aber ihn gleichzeitig zum platzierten 1:2-Strafstoßtor
eingeladen: so geht „verschlimmbessern“!
Fast mit dem Halbzeitpfiff das große Aufatmen der Gastgeber: Einen offensiven
Ballverlust des Gegners zum fixen Umschalten genutzt, wuselte sich A. Duman überragend
im Sechzehner zum Querpass durch, doch aus lediglich vier Metern schob
Schiebuhr das Leder blamabel am 7,32m breiten Gehäuse vorbei (45.+2)…
Und so kam es schließlich, wie es trotz der nimmermüden Durchhalteparolen von
Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen („Die Löwen werden sich das Ding in der
zweiten Hälfte ziehen!“) kommen musste. Direkt nach dem Seitenwechsel gerade
noch rechtzeitig vom Kontrahenten abgelaufen (46.), beteiligte sich Schümann
abermals entscheidend an Zählbarem. Diesmal leitete er einen schwachen D.
Duman-Kopfball mit nur einer Berührung vertikal zu Sturmpartner Meyer weiter, ehe
der ehemalige Egenbütteler den orientierungslos düpierten Behrens zum 1:3
stehen ließ (52.).
Der Effekt des Trainerwechsels vom zugriffslosen Rudolf Hock-Kutscher zu Guido
Krenzk schien auf Seiten der SV Lieth bereits nach etwas mehr als einer
Halbzeit verpufft. Die Verunsicherung hatte der einstige Zepterschwinger von
Cosmos Wedel seiner neuen Elf jedenfalls (noch) nicht nehmen können.
Symptomatisch dafür setzte A. Duman seinen aussichtsreichen Freistoß völlig
uninspiriert in die Mauer, aus der sogar der direkte Konter entsprang. Die
Abwendung des 1:4 war letztlich einzig Luca Albers gerade noch erfolgreiches Eingreifen
im Laufduell der Eingewechselten gegen Jason Urban zu verdanken (75.).
Fallen sollte es aber dennoch. Diesmal krönte Christoph Ketelhohn seinen
eigenen ballgewinn gegen passive Klein Nordender per Doppelpass mit Schümann
und dem coolen Abdruck vor dem luftig verteidigten SVL-Kasten (82.).
Eine noch höhere Derby-Schmach blieb der Elf vom Butterberg zwar in den letzten
Momenten noch erspart (Schümann in Rücklage drüber, 84.), doch die
Tabellenrealität von Abstiegsplatz 14 und vor allem das espritlose Auftreten
auf dem Platz geben derzeit kaum Raum zur Hoffnung auf eine bessere
Saisonphase.
Der HSV festigte dagegen seine leistungsgerechte Mittelfeldposition. Hinten im
Kollektiv diszipliniert und vorne Schümann: Solidität made in Heidgraben!
Tore: 0:1 Schümann (14.
Stapel), 1:1 Matthiessen (16., Strafstoßtor, Shmakov an Schiebuhr), 1:2
Schümann (42., Strafstoßtor, Behrens an Schümann), 1:3 Meyer (52. Schümann),
1:4 Ketelhohn (82. Schümann)
gelbe Karten: keine – Wolf, Samuel
Karul
Schiedsrichter: Alexander Nehls (SC
Eilbek)
Zuschauer: 110
Freitag, 7. November 2025
Spielbericht SV Lieth - TuS Germania Schnelsen
Die
Bank macht den Unterschied
Spitzenteam
Germania knackt verbesserte SV Lieth mit seinen Einwechslern
Sechstes sieglos Match in Serie und doch machte der Abend des 07.11.2025 die
krisengeplagte SV Lieth zu einem kleinen Gewinner im Keller der Bezirksliga 01.
Nicht nur, weil im Heimspiel gegen Spitzenteam Germania Schnelsen die Einstellung
stimmte und man später am Abend mit Guido Krenzk einen neuen Trainer vorstellen
konnte – nein, auch punktetechnisch brachte die Woche Bewegung in den
Abstiegskampf.
Die gute Nachricht erreichte die Roten Teufel vom Butterberg nämlich bereits am
Donnerstag. Da sich der gesperrte Trainer von Vorwochengegner TuS Holstein
Quickborn beim Spielstand von 4:1 selbst einwechselte, legten die Klein
Nordender zunächst erfolgreich Protest gegen die 2:5-Niederlage in der
Eulenstadt ein. Drei Zähler mehr dank der allerdings noch nicht rechtskräftigen
Umwertung in ein 3:0 ließen die prekäre Situation schon vor dem Auftritt gegen
favorisierte Germanen wieder etwas freundlicher erscheinen.
Und auch das Match selber bescherte den Liether Löwen, die heuer von Präsident
Bo Hansen anstatt des geschassten Rudolf Hock-Kutscher gecoacht wurden, einigen
Grund zur Hoffnung auf bessere Zeiten.
Einen engagierten Beginn runde nämlich eine schnelle wie überraschende
2:0-Führung der Hausherren ab. Beim ersten Streich bedankte sich Torjäger Max
Schulz für einen langen Schlag und die schwache Ballverarbeitung von
Gegenspieler Lenny Limbara (11.), ehe er wenig später Sturmpartner Ali Duman nach
eigenem Ballgewinn gegen Viktor Kallenberg mit einem tiefen Ball bediente.
Duman wiederum kreuzte seinen Laufweg wunderbar und ließ sich beim flachen Einschieben
auch nicht von Hassan Fallahs unsportlichem Anbrüllen irritieren (16.).
Offensive Konterqualität, die auch in Minute 43 ihre volle Entfaltung fand.
Wieder verteidigte Germania mit den hoch stehenden Außenverteidigern viel zu
luftig, sodass A. Duman einen Befreiungsschlag perfekt zu Max Schulz weiterleiten
konnte. Mit etwas abfälschender Hilfe war Schulz´ bereits zehntes Saisontor im
hohen Bogen perfekt (43.).
So schön sich das Treiben des Offensiv-Duos vorne anließ, so problematisch ging
es auf der anderen Platzhälfte zu. Bei einer kurzen Eckstoßvariante nicht
ansatzweise herausgerückt, fing man sich durch Matz Broeckers Flanke und Luca
Drenkhahns Kopfball das zwischenzeitliche 2:1 (19.), während man direkt nach
dem dritten Treffer Glück hatte, dass Drenkhahns Abstaubertor nach Condric-Alu
vom Schiedsrichterassistenten kassiert wurde (44.).
Dusel, der dem Team aus der Abstiegszone wiederum nur Augenblicke später
fehlte, lochte Antonio Arambasic einen abermaligen Broecker-Standard am zweiten
Pfosten einsam ein. Die verdiente Quittung für eine Unterzahl im eigenen
Sechzehner (45.+2)!
Einen nicht viel besseren Defensiveindruck hinterließen die Roten Anfang des
zweiten Durchgangs, als Schlussmann Luca Von Der Heide zweimal nicht ganz
optimal faustete und wieder zu tief stehen geblieben wurde. Jannik Meinke
durfte in der zweiten Welle flanken, Drenkhahn die Kugel mit dem Körper abschirmen
und Lennart Lux hatte schließlich freie Bahn, weil ihn Gegenspieler Luca Albers
schlicht aus den Augen verlor. Bitter, bitter, 3:3 (51.)!
Für Trübsal gab es bei der Hansen-Elf jedoch keinen Grund. Schließlich holte das
dynamische Doppel an vorderster Front den Vorsprung in bewährter Manier zurück.
Eine Klärung zu Max Schulz schickte den „25er“ ins erfolgreiche Flipperspiel,
um wieder A. Duman zu bedienen. Annahmen, zurechtlegen, einschieben – drei bombensichere
Kontakte, mit denen der einst für Spitzenreiter FC Elmshorn aktive Linksfuß
wieder auf Führung SV Lieth stellte (57.).
Abgesehen von einer ähnlichen Szene, bei der Duman diesmal geblockt wurde
(69.), galt es nun, dem Dauerdruck des Gegners irgendwie Herr zu bleiben. Ein
Eckstoß nach dem anderen rauschte durch den SVL-Strafraum, wo der
eingewechselte Luca Heimbach auf Traumpass Meinkes seine perfekte Chance am
Außenpfosten zerschellen sah (71.).
Dafür richteten es zehn Minuten später zwei weitere Joker für die statistisch
stärkste Offensive der Staffel, als Broecker und Heimbach in der Entstehung
viel zu viel Raum im Zentrum gestattet bekamen und Maximilian Voigt eine
passgenaue Hagelstein-Hereingabe mit einer Berührung unter die Latte schweißte
(81.).
Kaum war der Eintrag auf der Spielnotizkarte des Schiedsrichters notiert,
schlug TGS gleich nochmal zu, veredelte Arambasic seine Balleroberung per
doppel-Doppelpass mit Drenkhahn, von dessen Übersicht am Ende Kimon Drossinakis
aus halbrechter Abschlussposition zum 4:5 profitierte (82.).
Für eine echte Schlussoffensive sollten der Butterberg-Equipe letztlich die
Kräfte fehlen. Auch, weil der dünne Kader mit einigen Ausfällen wie Kapitän
Meraja Magens keine echten Alternativen von der Bank bereithielt.
Germania dagegen brachte den mühsamen Erfolg auf den letzten Metern sicher Ziel
und verpasste durch Drossinakis von der Strafraumgrenze (knapp vorbei, 87.) gar
noch die Vorentscheidung. Als neuer Tabellendritter empfangen die Schnelsener
nun Blau-weiß 96, während Ali Duman und Co mit neu-Coach Krenzk (zuletzt Cosmos
Weedel) am selben Freitagabend das Sechs-Punkte-Spiel bei der SV Blankenese
erwartet.
Tore: 1:0 Max Schulz
(11.), 2:0 A. Duman (16. Max Schulz), 2:1 Drenkhahn (19. Broecker), 3:1 Max
Schulz (43. A. Duman), 3:2 Arambasic (45.+2, Broecker), 3:3 Lux (52.
Drenkhahn), 4:3 A. Duman (57. Max Schulz), 4:4 Voigt (81. Hagelstein), 4:5
Drossinakis (82. Drenkhahn)
gelbe Karten: Duman, Schiebuhr, Matthiessen
– Fallah, Kallenberg, Klug, Hagelstein, Drossinakis, Drenkhahn
Schiedsrichter: Jozo Ugrina
(Niendorfer TSV)
Zuschauer: 75
Freitag, 24. Oktober 2025
Spielbericht SV Lieth - VfL Pinneberg
Stimmung
endgültig gekippt
1:4!
VfL Pinneberg stößt SV Lieth in den Tabellenkeller
Von wegen goldener Oktober. Vier Spiele, nur ein Punkt – Abstiegsplatz! Kein
Wunder, dass Präsident Bo Hansen die kriselnde Elf vom Butterberg nach dem
neuerlichen Trauerspiel erstmal zur Sitzung ins Separee des Clubheims zitierte.
Die Stimmung auf dem Tiefpunkt, der Trainer ratlos: Die einst gefürchteten „Liether
Löwen“ taumeln 2024/2025 führungslos in Richtung Bedeutungslosigkeit. An diesem
Freitagabend war es vor allem, die weitgehend leblose Art und Weise, die für
Entsetzen auf und um den Klaus-Waskow-Platz sorgte.
Dabei hatten die Hausherren im Heimspiel gegen den VfL Pinneberg sogar einmal
kurz das Momentum auf ihrer Seite, als ein Kontertor den optischen Eindruck ein
Stück weit auf den Kopf gestellt hatte. Aus einem Angriff der nach vorne
verteidigenden Pinneberger heraus gelang Christian Kuhlmann nämlich der perfekte
lange Ball, den Angreifer Max Schulz schön verarbeitete und mit links über den
hoch postierten Torwart zum 1:0 ins Netz lupfte (17.).
Die Jungs von Trainer Rudolf Hock-Kutscher ganz im Stile einer typischen
Auswärtsmannschaft, nur ließ sich der tatsächliche Gast davon aber wenig
beeindrucken.
Devin da Ronch probierte es aus der Drehung (21.), Tyler Brose etwas zu
unplatziert aus 20 Metern (31.); die nicht untalentierten, aber bislang etwas
unbeständigen Pinneberger glaubten an sich und ihre Spielidee.
Die Belohnung dafür: das 1:1 gegen eine SVL, die nach einer abgeköpften
Brose-Ecke das Herausrücken verweigerte, sodass der Ball im zweiten ungestörten
Anlauf genau beim eingestarteten Niklas Bargob im Fünfmeterraum landete. Der
Torerfolg blieb da reine Formsache (36.).
Kurz nach der Pause war es wieder ein hoher Ball, der die Roten vor unlösbare
Defensivprobleme stellte. Diesmal riss Aufbauspieler Ben Schuler per Flugball
ein beträchtliches Loch in die gegnerische Abwehrkette, wo sich da Ronch auch
mit etwas Glück gegen den Schlussmann Luca Von Der Heide zum 1:2 durchsetzen
konnte (51.)
Die Heim-Elf blieb dagegen ohne echte Idee im Spiel nach vorne, das Angreifer
Ali Duman in seiner Verzweiflung schon von hinten heraus zu navigieren
versuchte. Ein Freistoß, den Philipp über das Tor setzte (53.) sollte (zu)
lange die beste Chance im zweiten Abschnitt bleiben.
Zum Kontrast dazu setzte es drüben Gegentreffer Nummer drei, bei dem sich zwei
Liether in Klärungsabsicht einer Flanke ins Gehege kamen, Brose dank der
schwachen Kopfballabwehr für Bargob auflegte und dieser den üppigen Platz auf
halblinks zum perfekt passenden Rechtsschuss nach linksunten nutzte (59.). So
einfach kann es gehen!
Und weitere Gäste-Treffer wären möglich gewesen. Schuler mit Gefühl an den
Querbalken (63.), Brose per Freistoß-Aufsetzer daneben (66.) und Bargob mit
links gegen Von Der Heide (70.) verpassten das 1:4, das geradezu logischerweise
doch noch über Umwege fallen sollte. Nach Broses Freistoß war Schuler zwar an
Torwart und Luca Albers´ rettendem Kopf gescheitert, doch Von Der Heides
Kollision mit dem nachsetzenden Hirota Kakiguchi veranlasste Schiedsrichter
Marc-Calvin Prey (Moorreger SV) zum Strafstoßpfiff, über den sich der Goalie
derart aufregte, dass er für das wütende Prellen des Balles noch einmal den
gelben Karton kassierte – Platzverweis (78.)!
Den gepfiffenen Strafstoß verwandelte Brose vier Minuten später gegen
Ersatzfänger Patrick Klösel abgeklärt unten rechts (82.). Den anschließend
provokativen Torjubel vor einem Heim-Anhänger, mit dem es zuvor bereits einige
Dialoge gab, darf man dagegen getrost der Kategorie „spätpubertär“ zuordnen…
Ergebniskosmetik blieb daraufhin sowohl Julien Duffke (Philipp Niedermeier
tauchte behände ab), als auch Max Schulz bei der folgenden Ecke verweigert
(83.), wobei auch der VfL noch weiter hätte am Ergebnis schrauben können.
Während Niedermeier und seine Vorderleute als Tabellensechster in Schlagdistanz
zu Rang zwei bleiben, ist die SV Lieth nun sogar auf Abstiegsplatz 14
abgerutscht. Der Umbruch im Sommer, mitsamt neuem Trainer, droht inzwischen im
Sturz gen Kreisliga zu enden. Den Worten aus der Krisensitzung müssen kommende
Woche in Quickborn endlich wieder Taten folgen.
Tore: 1:0 Max Schulz (17.
Kuhlmann), 1:1 Bargob (36. Brose), 1:2 da Ronch (51. Schuler), 1:3 Bargob (59.
Brose), 1:4 Brose (82., Strafstoßtor, Von Der Heide an Kakiguchi)
gelb-rote Karte: Von Der Heide (SV
Lieth, 78., Foulspiel + Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Marc-Calvin Prey
(Moorreger SV)
Zuschauer: 50
Freitag, 12. September 2025
Spielbericht TV Haseldorf - FC Elmshorn
Verwaltung
statt Spektakel
2:0
in Haseldorf: humorloser FC Elmshorn weiter verlustpunktfrei
Verhalten – wie die 90 zurückliegenden Spielminuten – fiel der Jubel des FC
Elmshorn über den gerade eingefahrenen Auswärtsdreier aus. Schmucklos,
sachlich, ungefährdet verbrachte man die Gastspielreise beim Aufsteiger in
Haseldorf, der dem Spitzenreiter erwartungsgemäß nicht den Gefallen tat, Räume
für das geliebte Umschaltspiel zu bieten.
Ein Geduldsspiel wurde es aber dennoch nicht, behalf man sich früh einer
Standardsituation, der Überlegenheit ergebnistechnischen Ausdruck zu verleihen.
Ümit Karakaya, der an diesem Freitagabend als Kapitän aufgelaufen war, zirkelte
einen Freistoß von halblinks auf den langen Pfosten, wo im Pulk einzig der
aufgerückte Sercan Er die Rübe ans Spielgerät bekam – das frühe 0:1 (5.)!
An der Statik des Spiels änderte dies naturgemäß erstmal nichts. Die Gäste mit
einem Füllhorn an Ballkontakten, im und um den Strafraum herum, allerdings oft
nicht zielstrebig genug. Dennis Altergott, der nach schier ewiger
Verletzungspause erstmals wieder startete, versuchte sich beispielsweise per
Lupfer (20.) – Mustapha Saidy Khan probierte es in die dicht gemachte kurze
Ecke (30.) und Er probierte es mit einem Freistoßaufsetzer (45.+4). Alles aber
irgendwie nicht so richtig zwingend...
Erst recht auf der anderen Seite, wo man ebenfalls per ruhendem Ball immerhin
eine erste Kopfballchance durch den auf sich allein gestellten Linus Lastella
generierte (25.). Nach ähnlichem Muster vergab auch Kollege Lukas Nickels mit
dem Oberstübchen (36.).
In die Höhe sollte der Ereignisgrad auch nach dem Seitenwechsel nicht schnellen.
Rot-gelb verdichtete weiter mit viel Disziplin sein Territorium, während der
FCE in seinem neuen grünen Auswärtsdress nicht mehr tat als nötig war.
Ein kurzer Moment der Sorglosigkeit zwang Schlussmann Alan Kado zur Grätsche
vor dem glücklosen Lastella (68.), ehe Joris Lüchau aus der zweiten Reihe daran
erinnerte, wie fragil so eine 1:0-Führung in Wirklichkeit ist (72.).
Erledigt hatte sich das Thema jedoch wenig später, als auch Altergott aus dem
Hintergrund abzog, die Kugel einmal aufsetzte und Goalie Niklas Grote
unglücklich überwand (80.).
Das Thema vorzeitig durch der verlustpunktfreie Saisonstart des
Aufstiegsfavoriten aus der Krückaustadt auf nun mehr fünf Erfolge ausgebaut.
Der TVH wartet dagegen weiter auf den ersten Bezirksligadreier seit über 15
Jahren. Auswärts bei den ebenfalls nicht erfolgsverwöhnten Niendorfern sollte
dieser nächste Woche trotz weiterhin schwieriger Personallage einmal gelingen,
möchte man den Rückstand auf das rettende Ufer nicht zu früh zu groß werden
lassen.
Tore: 0:1 Er (5.
Karakaya), 0:2 Altergott (80.)
gelbe Karten: Lastella, J. Lüchau –
keine
Schiedsrichter: Hartmut Gertig (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 75
Freitag, 22. August 2025
Spielbericht SV Lieth - TV Haseldorf
Saisonstart
(vorerst) gerettet
3:1
gegen den TV Haseldorf: SV Lieth verschafft sich etwas Luft
Sechs-Punkte-Spiel bereits in der zweiten Runde der Bezirksliga 01? Für die im
Sommer kräftig erneuerte SV Lieth ging es nach dem Pokal-Aus in Quickborn und
dem 3:7-Liga-Debakel gegen Union Tornesch II schon jetzt um die Rettung des
Saisonstarts. Vor allem, weil am Freitagabend mit dem TV Haseldorf ein
Aufsteiger am Butterberg aufschlug, den es auf jeden Fall hinter sich zu lasse
gilt.
Entsprechend engagiert machten sich die Hausherren ans Werk, das allerdings
nicht immer so messerscharf daherkam, wie bei Max Schulz´ dynamisch über links
vorgelegter Großchance, bei der Schlussmann Johannes Markmann reaktionsschnell
per Fußabwehr zur Stelle war (7.).
Gleiches Muster – diesmal aber ohne Torwart-Großtat – nach einer knappen halben
Stunde, als nun Ali Duman mittig abziehen durfte und damit das durchaus
verdiente 1:0 markierte (29.).
Königstransfer Meraja Magens hätte dem Klein Nordender Gemüt weiteren Auftrieb
geben können, tat er aber nicht: Markmann bekam wieder seinen flinken Fuß
dazwischen (36.). Kurz nach der Pause reihte sich da auch Schulz ein, dem der
Goalie, der eigentlich nur aus Mangel an spielfähigen Perspektiven aus der
zweiten Mannschaft (Kreisklasse) hochgezogen wurde, ein Erfolgserlebnis
vermieste (47.).
Mit dem nachfolgenden Eckstoß durch Philipp Matthiessen war dann aber endlich
geschafft, bugsierte Mats Jonah Behrens das Leder im Strafraumgewusel zum ersehnten
2:0 über die Linie (48.).
Erst, nachdem Matthiessen aus 18 Metern und Behrens im etwas zu hektischen
Nachschuss die Vorentscheidung verpassten (59.), generierte auch der Neuling
von der Marsch etwas mehr Offensivgeist. Heiko Jedamskis Linksschuss ans Außennetz
aus der ersten Hälfte (22.) fand im nächsten Anlauf der „Appelplücker“ dafür
aber gleich einen treffsicheren Nachfolger, platzierte Michel Lienau das
Bällchen gekonnt aus dem Zentrum unter die Latte (71.). Geht da vielleicht doch
noch etwas, für den TVH?
Am ersten Spieltag hatte sich die weiter verletzungs- und urlaubsgeschwächte
Kälberloh-Elf ja noch einen Zähler nach Rückstand (1:1 gegen den Duvenstedter
SV) erspielt. Und tatsächlich schrammte ein abgefälschter Freistoß durch Joris
Lüchau nur knapp am 2:2 vorbei (74.).
Quasi im Gegenzug war die Angelegenheit aber schließlich entschieden, als A. Duman
perfekt in den Lauf von Schulz servierte
und dieser nicht nur Tim Krieg davon lief, sondern auch flach ins kurze Eck den
3:1-Endstand besorgte (76.).
Der Saisonstart für die heute endlich einmal überzeugenden „Liether Löwen“
damit vorerst gerettet, während die Haseldorfer vielleicht ein bisschen zu spät
erst die Krallen ausfuhren.
TV Haseldorf: Markmann – Franke, Wichmann, Pieper,
Krieg – Lienau, Möhle (68. Mirzaee), Jedamski – Kaland (68. Rose), J. Lüchau,
Nickels, Trainer: Benjamin Kälberloh
Tore: 1:0 A. Duman (29.),
2:0 Behrens (48. Matthiessen), 2:1 Lienau (71. Rose), 3:1 Schulz (76. A. Duman)
gelbe Karten: keine – Pieper, Rose
Schiedsrichter: Bernd Gegalski (TuRa
Harksheide, Note 2)
Zuschauer: 70
Freitag, 15. August 2025
Spielbericht TV Haseldorf - Duvenstedter SV
Kleiner
Etappenerfolg
Aufsteiger
TV Haseldorf ergattert Heim-Punkt zur Bezirksliga-Rückkehr
Zufriedene Mienen zum Bezirksliga-Auftakt beim TV Haseldorf. Der einzige, der
ein wenig mit dem 1:1 im ersten siebtklassigen Match des TVH seit dem Abstieg
2010 zu hadern gehabt haben dürfte, war Angreifer Linus Lastella. 83. Minute:
passgenau bediente Michel Lienau den 19-Jährigen, der halbrechts vor dem Tor
den Kürzeren gegen den sich breit machenden Michel Weber zog. Vielleicht wäre
es der Siegtreffer gewesen, fiel dem Gegner aus Duvenstedt seit Ende der
überzeugenden Anfangsphase nicht mehr viel ein.
In dieser hatte der DSV nämlich gezeigt, dass er die 44 Auto-Kilometer nicht
umsonst durch den freitäglichen Feierabendverkehr gefahren haben wollte. Weitgehend
gepflegt hielten sie das Spielgerät in ihren Reihen, um es dann mit Tempo ins
vordere Drittel zu bringen. Zunächst ohne Ertrag, wie bei einem Mi.
Ellgoth-Versuch, der noch die Latte streifte (18.), ehe es in den Nachwehen
eines Standards schließlich glücken sollte. Billal Abdulahi flankte noch einmal
von links, sodass Philipp Stork das hier wenig resolute Abwehrverhalten des
Aufsteigers per Kopf bestrafte (20.).
Ähnlich frei wären die Gäste auch wenig später aus elf Metern zum Abschluss
gekommen, doch Schiedsrichter Jörn Ole Augustin (SC Victoria Hamburg) verweigerte
dem DSV bei Mirko Piepers Grätsche den Fingerzeig zum Punkt (23.). Nicht die
einzige Gelegenheit, bei der die Jungs vom Puckaffer Weg dem bestimmt
auftretenden Pfeifenmann unclever wortreich gegenübertraten…
Die Gastgeber konzentrierten sich dagegen aufs Wesentliche, schwammen sich mit
zunehmender Halbzeitdauer etwas mehr frei. Gegen Lastella schnellte noch
rechtzeitig Webers Fuß hervor (28.), doch als Joris Lüchau bei Heiko Jedamskis
Ecke recht unbedrängt zum Flugkopfball ansetzte, war der Neuling offiziell per
Ausgleichstor in der Bezirksliga angekommen (35.).
Auf spielerischem Wege hätte man sich um ein Haar die Halbzeit-Führung zum
Wiedereinstand geschenkt, doch der enorm fleißige Lastella verzog
aussichtsreich vor Weber (42.).
Im zweiten Abschnitt setzte sich dieser Trend fort. Die Duvenstedter fanden den
verlorenen Faden nicht so recht wieder, während immerhin Schlussmann Weber
gegen Lienaus Kopfball (59.) und dessen Versuch aus schwierigem Winkel (73.)
seine Qualität hochhielt.
Dennoch wäre auch bei Luis Zmatliks zu zögerlicher Strafraumszene der Dreier
für den Wechsler aus der Nordstaffel möglich gewesen (53.).
So aber blieben die Punkte zum Entsetzen der Herren in weiß geteilt. Für den TV
dagegen ein kleiner erster Etappenerfolg gegen den direkten Wiederabstieg – vor
allem nach der schwierigen Sommervorbereitung mit zahlreichen
Verletzungsausfällen. Grund genug also, sich der gewohnt geselligen dritten Halbzeit
zu widmen.
TV Haseldorf: Markmann –
Biermanns (90.+1 Möhle), Wichmann, Pieper, Krieg – Lienau, Olde, Nickels (71.
Kaland), Jedamski – Lastella (83. Karolewicz), J. Lüchau, Trainer: Benjamin Kälberloh
Tore: 0:1 P. Stork (20. Abdulahi),
1:1 J. Lüchau (35. Jedamski)
gelbe Karten: Lastella, J. Lüchau,
Krieg – Fathollari, Mi. Ellgoth, Ma. Ellgoth
Schiedsrichter: Jörn Ole Augustin
(SC Victoria Hamburg, Note 2,5: zog seine konsequente Linie jederzeit mit
klaren Ansagen durch, war gelegentlich durch seine etwas abfallende Assistenten
auf sich alleingestellt)
Zuschauer: 100
Freitag, 25. April 2025
Spielbericht FC Elmshorn - SV Hörnerkirchen
Hökis
Trostpflaster
Designierter
Absteiger überrascht beim FC Elmshorn
So schnell, wie der FC Elmshorn im sportlich weitgehend belanglosen
Schlussspurt seine magere Heimbilanz mit zwei Siegen um Osern aufhübschte, ging
der Positivtrend im letzten Auftritt auf heimischer, frisch gemähter, Wiese
prompt in die Binsen. Schon ein Stück weit peinlich gestaltete sich das Match
gegen den längst abgestiegenen SV Hörnerkirchen, der wiederum sein vorerst
letztes Bezirksliga-Auswärtsspiel als kleines Trostpflaster mitnahm.
Der künftige Kreisligist machte es dabei ganz im Stile einer geübten Auswärtsmannschaft.
Hinten machte man seinen Laden diszipliniert dicht – kaum ein Durchkommen für,
zugegeben, weitgehend inspirationslose Hausherren, während in die andere
Richtung Nägel mit Köpfen gemacht wurden.
Ein blitzschnell ausgeführter Freistoß in den Tiefen des Mittelfelds schickte
John Kuhlmann in den linken Halbraum, der mit seiner Offenheit zum sicheren
Abschluss in die lange Ecke einlud – 0:1 (35.)!
Den Spielanteilen hatte dies zwar nicht so ganz entsprochen, doch egal! Also
legte Höki noch vor der Pause nach. Hierbei half auch noch der Gegner freundlich
per Ballverlust mit. Hauke Riepen bedankte sich auf seine Art und nagelte das
Ding kompromisslos unter den Querbalken (44.).
Und weiter ging der Abend des offenen Tores mit einem Fehlpass von
FCE-Schlussmann Alan Kado, doch Fußabwehr und ein überhasteter Nachschuss gen
Zaunspitze bestätigten, warum die Grünen mit den wenigsten Treffern (40) der Weststaffel
dastehen (62.).
Fast klischeehaft verkürzten die Gastgeber nur Augenblicke später durch
Spielertrainer Seyhmus Atug, mit dem es auch in die nächste Spielzeit geht, aus
schön freigespielter Rückraumposition auf 1:2 (65.).
Da müsste für Weinrot doch noch etwas gehen!
Ja, das Engagement des nicht mehr Tabellendritten (Germania Schnelsen zog mit
einem zeitgleichen 3:0 gegen den Heidgrabener SV vorbei) hatte endlich
annähernd Normalniveau erreicht, doch mit Timur Ölcüms imposantem Alu-Treffer
aus gut 45 Metern (90.) war das Maximum an Torgefahr bereits erreicht.
Den Saisonabschied vom eigenen Publikum hatte man sich am Ramskamp nach einer
zwischendurch verheißungsvollen Serie freilich anders vorgestellt. Der SV
Hörnerkirchen dagegen festigte mit seinem ersten Auswärtserfolg seit August
2024 (2:0 bei GWE) den vorletzten Platz gegenüber Schlusslicht und Mitabsteiger
Cosmos Wedel.
Tore: 0:1 Kuhlmann (35.),
0:2 Riepen (44.), 1:2 S. Atug (65.)
Schiedsrichter: Michael Zibull
(Heidgrabener SV)
Zuschauer: 46
Donnerstag, 17. April 2025
Spielbericht FC Elmshorn - VfL Pinneberg
FC
Elmshorn meldet sich zurück
Schlussspurt
um Platz drei eingeleitet: FCE beendet Abwärtstrend
Die Bilanz von nur einem Sieg aus acht Bezirksligapartien 2025 ließ den FC Elmshorn
im Aufstiegsrennen der Weststaffel zwar längst abreißen, doch nun meldete sich
die Elf von Spielertrainer Seyhmus Atug im Schlussspurt der Saison noch einmal
zurück.
Hoch verdient behielt man mit einem 3:1 gegen den unten bereits geretteten VfL
Pinneberg erstmals seit Anfang November wieder drei Punkte am heimischen
Ramskamp.
Kaum zu glauben, bei diesem Zahlenwerk, dass der FCE damit tatsächlich ein ganz
heißes Eisen auf Rang drei – und vor allem auf eine Platzierung vor der
rivalisierten SV Lieth bleibt. Dass dieser Umstand den Gründonnerstag
überdauern sollte, deutete sich bei hoher Luftfeuchtigkeit früh an. Die Kugel
lief, den Platzverhältnissen entsprechend, teils ganz gefällig, nur fehlte zur
Abrundung der ernsthafte Zug zum Tor.
Symptomatisch dafür blieb Sergen Sevinc auf S. Atug-Steckpass aussichtsreich an
VfL-Schlussmann Alexej Schmidt hängen. Da war mehr drin (12.)!
Obed Gyapon war es schließlich, der Torlosigkeit per Abstauber schließlich den
Garaus machte. Sehr ärgerlich für Schmidt, der den direkt vorangegangenen
Aydin-Versuch nicht weit genug blockiert bekam (37.).
Der VfL beschränkte sich dagegen auf Nadelstiche, die kurz vor der Pause
tatsächlich einmal voll ins Schwarze trafen, weil die Gastgeber eine Flanke von
rechts in mehreren Anläufen nicht geklärt bekamen und Asan Saliev mit rechts
zum 1:1-Halbzeitstand abzog (43.).
Im zweiten Abschnitt plätscherte das Geschehen dann weitgehend vor sich hin.
Ein Spiel, in dem keiner dem Gegenüber so richtig etwas Böses wollte, bekam
jedoch immerhin noch seinen verdienten Sieger.
Erst netzte der schön zentral freigespielte Ümit Karakaya zur erneuten Führung
(53.), dann verwertete Chef Atug persönlich eine Faustabwehr des gegnerischen
Fängers zum, den Kräfteverhältnissen entsprechenden, 3:1-Endstand (72.) in
einer Partie, die trotz ihres fairen Charakters und der problemlosen
Spielleitung von Schiedsrichter Sören Harder (SC Cosmos Wedel) noch den roten
Karton erlebte. Gäste-Co-Trainer Nils Bethge echauffierte sich doch etwas zu lautstark
von draußen über eine riskante Grätsche von FCE-Torsteher Alan Kado gegen
Niklas Bargob und vor allem das Ausbleiben eines strengen Pfiffs. Der Schiri
aber blieb naturgemäß bei seiner Einschätzung „Ball gespielt“.
Kado darf den Ball damit auch am kommenden Ostermontag wieder spielen, wenn der
SC Egenbüttel in die Krückaustadt reist. Die Pinneberger können sich dagegen hachholspielfrei
das ganze Osterwochenende über mit der Eiersuche Zeit lassen.
Tore: 1:0 Gyapon (37.
Aydin), 1:1 Saliev (43.), 2:1 Karakaya (53.), 3:1 S. Atug (72. Ölcüm)
rote Karte: Bethge (Co-Trainer VfL
Pinneberg, 90., Reklamation)
Schiedsrichter: Sören Harder (SC
Cosmos Wedel, Note 2)
Zuschauer: 45
Freitag, 11. April 2025
Spielbericht SV Lieth - TuS Osdorf
„Osdorf
macht die Liga zu“
Dem
doppelten Gelb-Rot-Frust zum Trotz: TuS macht die Landesliga klar
Der Blomkamp ist zurück, auf Hamburgs Fußballlandkarte! Vor knapp zwei Jahren
mit dem Abstieg aus der Oberliga auf den Landesligaplatz verzichtet und dafür
zwei Etagen tiefer in der Bezirksliga an den Start gegangen, darf man nun in
2025/2026 als amtierender Weststaffelmeister die Landesliga aufmischen.
Für das vorzeitige Meisterstück am 28. Spieltag war der Fahrplan im
Freitagabendspiel bei der SV Lieth ganz klar: Ein Dreier und Verfolger HFC
Falke konnte sich im parallelen Gastspiel bei GW Eimsbüttel auf den Kopf
stellen!
Entsprechend bemühten sich die Osdorfer, ihr Vorhaben auch schnell auf die
Gleise zu bringen. Besonders Riccardo Mahieldin wollte es am Butterberg wissen
und zimmerte das Leder mit Wucht an die Latten-Unterkante (16.).
Besser klappte es als Überraschungsgast, frei vor dem Tor, das in diesmal
flacher Variante sicher zur bereits frenetisch gefeierten Führung getroffen war
(22.).
Als freundlich gratulierende Grußonkel wollten sich die Liether dennoch nicht
gerieren, bewiesen nach dem desaströsen Heimauftritt gegen Cosmos Wedel (1:1)
heimischem Widergutmachungswillen und suchten, sobald etwas Platz war, den
(aber zu harmlosen) Torschuss. Jan Schiebuhrs Mäusehammer aus der zweiten Reihe
– sichere Beute für TuS-Fänger Tjorven Foerste – sei da exemplarisch genannt
(37.).
Weitaus spannender wurde es da auf der anderen Seite, wo Abwehrfossil Patrick „Schotte“
Scheidt gerade noch mit dem langen Bein das 0:2 vereitelte (44.).
Kein anderes Bild auch im zweiten Abschnitt, der bis in die
Schlussviertelstunde wenig Unterhaltung bot.
Erst mit einer Standardsituation, die Ben Wrage fast mit einem Selbsttor zum
0:2 abschloss (73.), begann sich der Kreisel wieder schneller zu drehen. Denn
nachdem das Bällchen kurz zuvor von „Toni“ Udes nachsetzendem Fuß ans liether
Quergebälk hüpfte (74.), flog der Osdorfer Adriano Joost für wiederholtes
Foulspiel vom Feld (75.).
Sollte die SVL hier doch noch zum Partycrasher werden? Nicht mit Foerste, der sich
im direkten Duell nicht vom vor ihm auftauchenden Philipp Matthiessen
überwinden ließ (83.)!
Stattdessen machten seine Vorderleute später im Konter alles klar. Deron Adofo
holte sich die Kugel mit viel Durchsetzungsvermögen, schickte den gerade
hineingebrachten Max Groth auf die Reise und dieser wusste auf dem Weg zum Tor
genau, wo der besser postierte Mahieldin zu finden war – 0:2 (88.), Deckel
drauf!
Daran änderte auch der völlig korrekte zweite Feldverweis für die West-Hamburger
nichts. Sich im Aufstiegsjubel seines Trikots entledigt, wedelte der
Doppeltorschütze auch noch mit der herausgerissenen und liegengelassenen
Eckfahne herum. Zwei Vergehen auf einmal. Ergo: Gelb plus Gelb-Rot! Da hilft
auch kein Gezeter über angeblich „mangelndes Fingerspitzengefühl“…
Mit dem Abpfiff, gleichbedeutend mit dem Startschuss für eine lange Nacht der Landesliga-Feierlichkeiten
unter dem Motto „Osdorf macht die Liga zu“, war der Ärger darüber rasch
verflogen. Wieder also führten die Gebrüder Krause ihren heimat- und
Herzensclub in verschiedenen Rollen mit ehrlicher und loyaler Arbeit zum
nunmehr fünften Aufstieg ihres Herrenlebens. Glückwunsch!
Tore: 0:1 Mahieldin (22.),
0:2 Mahieldin (88. Groth)
Gelb-Rote Karten: keine – Joost (75.,
wiederholtes Foulspiel), Mahieldin (89., wiederholte Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Ilias Ertis (Hamburger
SV)
Zuschauer: 75
Freitag, 6. Dezember 2024
Spielbericht SV Lieth - SV Blau-weiß 96 Schenefeld
Spiel
der Kopfballtore
Doppelpack
Jan Lüneburg und Gegentor-Roulette: SV Lieth siegt 3:2
Nikolaustag am Butterberg und passend zur besinnlichen Weihnachtszeit,
beschloss die SV Lieth ihr wechselhaftes Fußballjahr 2024 mit einem
versöhnlichen Heimsieg.
Gegen die abstiegsbedrohte Elf von Blau-weiß 96 Schenefeld machte man es dabei
spannender als nötig.
Schließlich schien die Schose bereits nach 17 Minuten zu Lieth-Gunsten
entschieden. Sturm-Routinier Jan Lüneburg hatte die Elf aus dem Elmshorner
Umland nämlich per Kopfball-Doppelpack gleich zweifach Führung gebracht.
Erst veredelte der 231-fache Regionalliga-Angreifer eine feine Böttcher-Flanke,
nachdem Yannick Stubenrauch die Sekunden nach einem Luft-Zusammenprall auf dem
Hosenboden verbrachte (12.), dann lauerte die „Nummer 23“ bei einer Ecke von
rechts genau am richtig Fleck (17.).
Auch als Vorbereiter wäre es fast geglückt, als Lüneburgs herrlicher Steckpass
zum perfekten Futter für Marvin Böttcher wurde, doch Blau-weiß-Schlussmann Fynn
Ritter nahm dem 29-Jährigen noch die Butter vom Brot (20.).
Fortan ließen die Hausherren die Zügel zunehmend etwas schleifen, wodurch der
engagierte Tabellendreizehnte nun vermehrt auf den Plan trat. Besonders schön
und vor allem auch erfolgreich tat er dies in Minute 30. Sebastian Peemöller
gelang es unter dem Staunen der zu weit entfernten Gegenspieler, das Leder von
außerhalb des Strafraums im hohen Bogen über den Torwart hinweg zum
Anschlusstreffer hineinzuheben.
Die Aktien der zuletzt fünfmal sieglosen Schenefelder auf einen Punktgewinn
standen daraufhin nicht schlecht. Ein erneutes Kopfballtor, diesmal durch Arne
Lohmann, warf die tapferen 96er aber erneut zurück (51.).
Bei Jan Schiebuhrs Abseitstor (66.) einmal Glück gehabt, gab es sonst reichlich
Grund zum Hadern, für die Gäste, die besonders einer Doppelchance aus der 86.
Minute hinterher trauerten. Denn nachdem Fabian Arth aus halblinker
Schussposition das Nachsehen gegen Tormann Marian Rister hatte, jagte
Offensivkollege Rene Müller das Leder schwungvoll drüber.
Erst in der Nachspielzeit köpfte der aufgerückte Maik Wegner den Club, dem er
seit beeindruckenden bald 23 Jahren angehört, zur erneuten Verkürzung (90.+1) –
zu spät!
Linus Högerle und Co verharren damit rotz eines couragierten Auswärtsspiels
beim Tabellenvierten in latenter Abstiegsnot, während die launische Diva aus
dem Liether Wald mit zuletzt sieben Zählern aus drei Begegnungen einen
respektablen Jahres-Endspurt hinlegte – wenngleich man heute wieder einmal
gefährlich passiv Gegentor-Roulette spielte.
Tore: 1:0 J. Lüneburg (12.
Böttcher), 2:0 J. Lüneburg (17. Lohmann), 2:1 Peemöller (30.), 3:1 Lohmann
(51.), 3:2 Wegner (90.+1)
Schiedsrichter: Benedikt Müller (TSC
Wellingsbüttel)
Zuschauer: 60
Samstag, 26. Oktober 2024
Spielbericht HEBC II - Heidgrabener SV
HEBC
behält den Schlingerkurs
Heim-Remis
gegen mauernde Heidgrabener folgt dem Trend
Festgefahren im Mittelfeld, mit Aussicht nach unten, lässt sich die Lage der
Bezirksliga-Dinge für die zweite Mannschaft des HEBC Ende Oktober 2024
beschreiben. Niederlagen, Siege und Remis wechseln sich munter ab, sodass nach
dem 0:1 der Vorwoche bei daraufhin Ex-Schlusslicht SV Hörnerkirchen immerhin
ein Punktgewinn im Heimduell mit dem Heidgrabener SV gewiss war.
Und siehe da: Unter Samstagabend-Flutlichtkulisse wurde es ein 1:1, das vor
allem den Lilanen letztlich etwas fad schmeckte.
Kein Wunder, waren sie es, die über weite Strecken des Spiels den Ton angegeben
hatten. Nicht unverdient daher der Jubel über das Tor von Oberliga-Abstellung
Benjamin Lerida Reinhold, das der Schiedsrichterassistent jedoch wegen einer
vorangegangenen Abseitsposition einkassierte (16.).
Kassieren taten auf der anderen Seite auch die Gastgeber – mit dem ersten
Torschuss der bis dato blassen Gäste. Dauertorjäger Philippe Schümann stellte
halblinks aus der zweiten Reihe wieder einmal unter Beweis, warum er auch in
dieser Spielzeit wieder auf Rang eins der Weststaffel-Torschützen thront (24.).
Der Innenpfosten tat an diesem Abend sein Übriges zum Elend der Gastgeber, die
diesem gleich mit wütenden Gegenangriffen begegneten.
So war es einem Monster-Reflex von HSV-Fänger Leon Sorgenfrei und einem
daraufhin klärenden Abwehrbein zu verdanken, dass Lerida Reinhold nach Flanke
von rechts wieder ohne Erfolgserlebnis blieb (28.).
Doch auch Schümann ließ vor des Gegners Tor einmal Federn. Lang geschickt,
fehlte aus vollem Lauf nur eine Haaresbreite zum 0:2 ins lange Eck (31.).
Engagiert, aber zu oft mit mangelnder Präzision beim Aushebeln des massiven
Defensivkonstrukt der Elf aus dem Kreis Pinneberg, arbeiteten die
Reinmüller-Kicker lange Zeit erfolglos gegen den Rückstand an – bis ein ruhender
Ball schließlich die unverhoffte Abhilfe schaffte. Per Kunstfreistoß von
rechtsaußen löffelte Kapitän Yannick Wiegand das Leder aus ambitioniertem
Winkel in genau diesen (72.). Ein Traumtor, das die Eimsbütteler sogar noch an
drei Punkte glauben lassen sich.
Am Ende stellte sich der Heidgrabener SV, der sich früh auf Ergebnissicherung
beschränkte, aber als nicht mehr weiter zu knackende Nuss heraus.
HEBC II bleibt somit auf Platz neun hängen, während der heuer etwas zu
abwartende Vorjahresvierte zumindest in Schlagdistanz zur altbekannten
Tabellenregion bleibt.
Tore: 0:1 Schümann (24.),
1:1 Wiegand (72., direkter Freistoß)
Schiedsrichter: Ugur Eroglu
Zuschauer: 45
Freitag, 11. Oktober 2024
Spielbericht FC Elmshorn - Eintracht Lokstedt II
Männerchor
mit Dusel
FC
Elmshorn bringt sich gegen Eintracht Lokstedt II selbst in Bedrängnis
Keine Spitzenleistung, aber trotzdem weiter Teil der Tabellenspitze: Der FC
Elmshorn bleibt auch nach dem elften Spieltag schärfster Verfolger von
Bezirksliga West-Primus TuS Osdorf.
So lässt sich die Botschaft des Abends nach dem letztlich auch glücklichen
Heimsieg gegen die couragierte Elf von Eintracht Lokstedt II zusammenfassen.
Der LFC hatte nämlich einen richtig knackigen Auswärtsauftritt am Ramskamp
hingelegt. Griffig in den Zweikämpfen und mutig im Torabschluss (Boks, 3.) gerierte
man sich schnell als ernstzunehmender Gegner mit Stolperstein-Potential. Umso
wichtiger für den FCE, dass er mit der ersten eigenen Annäherung gleich die
Führung markierte. Bis auf den langen Pfosten war eine Ecke von rechts
durchgerutscht, wo Torjäger Dennis Altergott die Kugel aus spitzem Winkel volle
Möhre reinwemmste (19.).
Der Favorit in Front, doch weil Schlussmann Okan Cicek Collin Gronmeyers
Gewaltroller aus 22 Metern ungeschickt passieren ließ, waren die
Führungsfreuden nur von überschaubarer Dauer (25.).
Und es kam noch schlimmer, für die Weinroten, konnte Cicek einen
Weidemann-versuch zwar blockieren, nur lauerte Jasper Splithöfer genau richtig
auf den Kopfballabstauber zum 1:2 (27.).
Nun war also „Lokke“ in der Vorhand, um sich die Tour jedoch selber zu
vermasseln. Anstatt Ümit Karakaya Richtung Strafraum laufen zu lassen, bremste
Kapitän Nico Steinhaus den 29-Jährigen regelwidrig als letzter Abwehrspieler
aus, sodass Schiedsrichter Dr. Benjamin Stello keine andere Wahl hatte, als den
Trainersohn bereits nach einer halben Stunde in den sportlichen Feierabend zu
schicken (31.).
Obendrauf revanchierte sich Karakaya auch noch mit dem Freistoßtor zum erneuten
Gleichstand (32.).
Nicht hochklassig, aber mit viel Kampf ging es im weiteren Spielverlauf auf
feuchtem Rasen zu. Strafraumszenen fanden da nur selten Einzug ins
Matchprotokoll.
Für den FCE halb so wild, saß der einzig konkrete Strafraumausflug prompt zum
3:2. Bedran Atug eröffnete steil zu Kapitän Omer Aygün, der wiederum blitzschnell
zum wieder einmal sicher knipsenden Altergott weiterleitete (56.).
Der Heimdreier hatte wieder scharfe Konturen, nur tat man insgesamt zu wenig,
diesen frühzeitig auf sichere Bretter zu kriegen. Für die dezimierte
Steinhaus-Equipe die ideale Einladung zur Schlussoffensive, die mit Boks´
Pfostenschuss begann (90.), ehe Fabian Andrea frei vor Cicek am Torsteher
scheiterte (90.+1). Seine maximale Steigerung erhielt das Drama zum Ende der
Extrazeit, als Cicek die Kugel zu lange hielt und der Pfeifenmann einen indirekten
Freistoß im Strafraum verhängte. Kein Wunder, dass sich gefühlt die gesamte
53.000-Einwohnerstadt im eigenen Fünfmeterraum verschanzte – mit Erfolg,
blockte die massive Mauer Jannik Steinhaus´ Freistoß und der zweite Rang war
mit reichlich Dusel erhalten! Nun konnte sich der freudige elmshorner
Männerchor gänzlich dem 40. Geburtstag von Mittelfeldakteur Dennis Schuster
widmen…
Tore: 1:0 Altergott (19.),
1:1 Gronmeyer (25.), 1:2 Splithöfer (27. Weidemann), 2:2 Karakaya (32.,
direkter Freistoß), 3:2 Altergott (56. Aygün)
gelbe Karten: Aygün, Sukhanov,
Gashi, Schuster – Pfau
rote Karte: N. Steinhaus (Eintracht
Lokstedt II, 31., Notbremse)
Schiedsrichter: Dr. Benjamin Stello
(SC Egenbüttel)
Zuschauer: 50
Freitag, 23. August 2024
Spielbericht FC Elmshorn - SC Cosmos Wedel
Cosmonauten
per Freistoß geknackt
Tief
stehendes Schlusslicht kann FC Elmshorn nur 35 Minuten lang ärgern
Klar, der Schmerz des 2:3 im Derby gegen die SV Lieth vor zwei Wochen lässt
sich bei der Bezirksliga-Elf des FC Elmshorn sicherlich nicht wegdiskutieren.
Katapultieren sich die Ramskamp-Kicker am Ende der Weststaffel-Serie in die
Landesliga, dürfte dies am Ende aber kein Thema mehr sein.
Einen Beitrag (genauer genommen den dritten der Saison) dazu leistete der nach
dem Pokalfight unter der Woche gegen den Landesligisten Nikola Tesla (1:4 durch
Gegentore ab der 60. Minute) verletzungsbedingt umgebauten FCE zum freitäglichen
Kick-Off des vierten Spieltags gegen das punktlose Schlusslicht Cosmos Wedel.
Dieses lief im Vorfeld durchaus Gefahr, vergebens die B431 empor gefahren zu
sein. Starke Regenfälle hatten den beiden Rasenplätzen im Stadtteil Hainholz
ordentlich zugesetzt. Helfende Hände und eine Menge Sand bereiteten schließlich
einen annehmbaren Rahmen einer einseitig geführten Partie.
Cosmos verzichtete im tief interpretierten 5-4-1-System auf eigenen Ballbesitz
und verlegte sich auf kaum eintretende Entlastungsmomente.
Keine einfache Aufgabe für die Konterliebhaber in Weinrot, deren geduldiger
Auftritt jedoch zu gefallen wusste. So wurde es prompt gefährlich, als Cosmos
einmal etwas höher rückte dabei Ümit Karakaya den Platz für den Steckpass auf
Dennis Altergott bekam. Schlussmann Maximilian Diekmann war bereits umspielt,
doch der Winkel erwies sich als leicht zu spitz (25.).
Im Großen und Ganzen hielten die Cosmonauten ihren Laden jedoch hoch
diszipliniert dich – bis sich der überlegene Gegner mit einer Standardsituation
zu helfen wusste. Karakayas Freistoß war es, der in Minute 35 nur luftige
Verteidigung erfuhr, sodass Osman Acar in der Mitte zu frei aus kurzer Distanz
das ersehnte 1:0 besorgen konnte.
Cosmos war geknackt und das sollte noch vor dem Pausenpfiff erneut gelingen.
Diesmal sezierte Erdonis Gashi die Gäste-Abwehr aus der Tiefe, um Altergott
schräg vor dem Gehäuse die Verdopplung zu ebnen (43.). Über eine mögliche
Abseitsposition des Torjägers brauchte indes nicht diskutiert werden; Moritz
Otto hatte den richtigen Moment zum Rausrücken schlichtweg verpennt.
Ärgerlich für die Wedeler, die sich eine ordentliche Auswärtshalbzeit selbst
vermasselten und auch noch Glück hatten, dass Sergen Sevinc nach Querlegen von
Altergott aus vollem Lauf kläglich verzog (45.+2).
Gleich in der Startphase der zweiten Hälfte kreierten sie sich ihren „was wäre
wenn-Moment“ des Abends, als Lasse Lohmann aus 20 Meter den Platz zum
Rechtsschuss fand. Die Kugel flog links vorbei (50.) und passé war der einzige
konstruktive Offensivmoment der sonst weiter auf Spielvermeidung eingestellten
Gäste.
Vorzeitige Gewissheit, dass diese Herangehensweise heute nicht glücken sollte,
brachte das 3:0, das der FCE über Ensar Polats linke Seite für den
kompromisslos einhämmernden Gashi erspielte (69.).
Thema war durch, doch einen hatten die
Hausherren noch übrig, für ihren zahlreich erschienenen Anhang. Vor dem Kasten zwar
vom eigenen Mann gestört, aber dennoch treffsicher stellte Kapitän Karakaya kurz
vor Ende den 4:0-Endstand her (89.). Mission erfüllt!
Tore: 1:0 O. Acar (35.
Karakaya), 2:0 Altergott (43. Gashi), 3:0 Gashi (69. Polat), 4:0 Karakaya (89.)
gelbe Karten: Polat, Sevinc – Stooß,
Korniluk
Schiedsrichter: Kazim Yavuz
Zuschauer: 80
besonderes Vorkommnis: Die Partie
wurde wegen der Präparierung des starkregendurchnässten Rasenplatzes mit einer
Verspätung von 22 Minuten angestoßen.
Freitag, 2. August 2024
Spielbericht SV Lieth - TuS Germania Schnelsen
Nur
in der Beobachterrolle
Fehlstart
perfekt: Auch der reife Aufsteiger bringt die SV Lieth zu Fall
„Das ist nicht mal Kreisliganiveau!“, pöbelte ein Anhänger der SV Lieth
unverhohlen auf das eigene Team, das sich zum Start in die Saison der
Bezirksliga West einen 0:2-Ausrutscher gegen Aufsteiger Germania Schnelsen
erlaubte.
Am Fuße des Butterbergs waren die Pokalversager der Vorwoche (1:2 beim
Kreisligisten SV Lohkamp) anfangs sichtlich bemüht, dem Fehlstart
entgegenzuwirken. Viele Zweikämpfe, aber kaum gescheite Ideen nach vorne
prägten das Bild gegen disziplinierte Gäste, die zunehmend ihre gut
organisierte Deckung verließen und selbst zu ersten Schusschancen kamen. Die bemerkenswerteste
davon ergab sich auf Steilpass Bennet Klug für Julien Weber, den erst
SVL-Schlussmann Marian Rister auf dem Weg zum 0:1 aufzuhalten wusste (32.).
Kein anderes Szenario bot sich den Anwesenden nach dem Seitentausch. Herrlich
von Lenny Limbara aus der Tiefe bedient, lief Tempostürmer Maximilian Voigt
plötzlich allein auf den Liether Kasten zu. Aus vollem Lauf schaufelte der 30-Jährige
die Kugel auf das Tor – da war mehr drin (48.)!
Auch auf der anderen Seite für Julien Duffke, der seinen Abschluss genau in die
Arme des sicher zupackenden Frederik Wendt platzierte (49.). „Der kann echt gar
nichts!“, quittierte ein eigener Anhänger die misslungene Offensivaktion des
offenkundigen Fanlieblings…
Eigenwerbung hatte an diesem Freitagabend aber freilich kein SVL-Kicker
betrieben. Immer wieder ließ man den Neuling gewähren, was in gleich vier (!)
Versuchen von Tobias Lipski binnen 13 Minuten mündete (53., 56., 62. &
66.). Vollkommen unverständlich, wie passiv die Roten auch bei Marcel Balfanz´
20 Meter-Rakete, hauchdünn drüber (70.), mit der Beobachterrolle vorliebnahmen.
Eine Herangehensweise, die zwangsläufig im Gegentor enden musste. So war es
Rister wenig später zwar im ersten Anlauf noch gelungen, einen zu unplatzierten
Weber-Versuch abzuwehren, doch Joker Leon Kripke blieb im Film und versenkte
den zentralen Nachschuss mit rechts zur längst verdienten Germania-Führung
(74.).
Die SVL nun endgültig zum Handeln gezwungen, vermochte es aber weiter nicht,
den Germanen so richtig gefährlich zu werden. Stattdessen setzte es auch durch
das Zutun eines weiteren TGS-Einwechslers das vorentscheidende 0:2, als Weber
bis zur Grundlinie ackerte, um den 30-fachen Aufstiegstorjäger Lennart Lux zu
bedienen. Im Duett mit Abwehr-Fossil Patrick „Schotte“ Scheidt, der letztlich
als Eigentorschütze in die Statistik einging, war das Ei ein zweites Mal ins
Netz gegangen (78.).
Komplikationslos brachte der reif auftretende Kreisligameister seine Schäfchen
ins Trockene, verpasste durch den etwas zu eigensinnigen Klug (Lux war neben
ihm besser postiert) gar noch das mögliche 0:3 (90.+2). Chapeau, Germania!
In Klein Nordende werden nach diesem desaströsen Auftritt dagegen schon die
schmerzlichsten Derby-Dystopien im Hinblick auf das kommende Auswärtsspiel beim
nicht von wenigen hoch oben im Klassement erwarteten FC Elmshorn an die Wand
gemalt…
Tore: 0:1 Kripke (74.
Weber), 0:2 Scheidt (79., Eigentor, Weber)
gelbe Karten: Duffke, Scheidt – Tom
Lipski
Schiedsrichter: Jörn Ole Augustin
(SC Victoria Hamburg, Note 3)
Zuschauer: 60
Freitag, 3. Mai 2024
Spielbericht SV Lieth - Niendorfer TSV III
Keine
Tore – zwei Gefühlslagen
Trostloses
0:0: für Lieth zu wenig – für den NTSV ein Jubel-Grund
Vor der Saison heiß um den Landesligaaufstieg gehandelt, mischte die SV Lieth
trotz eines namhaft verstärkten Kaders doch schon vorzeitig nicht mehr im Spitzenrennen der Bezirksliga
West mit.
Passend dazu endete das letzte Heimspiel der Saison am Butterberg mit einer müden Nullnummer.
Für die SVL, die vor dem Match den scheidenden Trainer Michael Blume nach
zweijähriger Amtszeit und Sommer-Rückkehrer Nil von Appen verabschiedete, sicherlich
zu wenig – für den Gegner dagegen ein gefühlter Sieg.
Ohne sämtliche unpässliche Innenverteidiger und das rotgesperrte Trainergespann
verkaufte sich die zuletzt immer wieder formschwankende Drittvertretung aus
Niendorf (Platz neun) beachtlich teuer.
Mit viel Disziplin ließen die Mannen vom juvenilen Aushilfstrainer-Duo
Lassen/Risch kaum etwas zu, um mit Till Pruns´ Abseitstor die erste echte
Duftmarke einer ereignisarmen Partie zu setzen (37.).
Glück hatte man derweil direkt vor dem Pausenpfiff, als Matteo Schuchhardt
einen Stubenrauch-Freistoß dynamisch über den Quader köpfte (45.+2).
Ansonsten waren es die tapferen Bondenwald-Kicker, die dem Dreier an diesem
Abend ein Mü näher waren. Vor allem, nachdem sich SVL-Veteran Patrick „Schotte“
Scheidt noch vor Passieren der Stundenmarke Gelb-rot wegen Meckerns abholte (56.). Zuvor war der Vorteil noch weiterlaufen gelassen
worden, sodass erneut Pruns nach Flanke Robin Sitzlach zum aussichtsreichen
Außenpfosten-Schuss gekommen war.
Apropos Außenpfosten: Diesen erwischte auf der anderen Seite auch Ben Kellner mit der rechten Klebe (74.). Verdient wäre der Siegtreffer für den
Tabellenfünften auch nicht gewesen.
Bei reichlich Freibier, das den durch Stadionsprecher und Vereinsmacher Bo
Hansen Tinnitus geplagten Zuschauern gereicht wurde, ließ sich der Kick
zumindest halbwegs von außen bewältigen…
Tore: Fehlanzeige
gelb-rote Karte: Scheidt (SV Lieth, 56., Foulspiel + Meckern)
Schiedsrichter: Rohit Choudhry (SV
Lurup)
Zuschauer: 50





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