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Freitag, 31. Oktober 2025

Spielbericht TSV Sparrieshoop - SV Lieth II

Horror-Derby
1:8 an Halloween! TSV Sparrieshoop schickt SV Lieth II weiter in die Krise

Mehr schlecht als recht taumelt die im Sommer aus der abgewanderten Ligamannschaft Holsatias und der eigenen Rest-Zweiten fusionierten SV Lieth durch die Kreisliga 01. Den maximalen Gruselfaktor erlebte die Elf von Trainer Thorben Pingel nun zu Halloween im Derby beim TSV Sparrieshoop.
Schon der Start ins Reformationstagsduell ging für die Roten so richtig in die Hose. Nach langem Flankenwechsel markierte ausgerechnet Ex-Liether Leon Diedrigkeit prompt das 1:0 (3.), ehe Mika Martens im andächtig bestaunten Doppelpass mit Lenn Pankraz mühelos verdoppelte (5.).
Kurz um schnelle Linderung bemüht, bediente Nevio Schuchhardt Niklas Viera Gerkens, dem es gegen Schlussmann Michael Möller und hinzugeeilte Vorderleute ebenso wenig gelang, die Kugel ins Tor zu bugsieren, wie Semih Zeybekoglu im sofortigen Nachsetzen (7.).
Stattdessen schraubten die spielerisch klar überlegenen Hausherren rund um die 30-Minuten-Marke weiter am Resultat, indem Lennart Voigt einen Abpraller mit links zum 3:0 versenkte (26.) und Vorbereiter Pankraz sich anschließend bei einer Hochschild-Ecke auf den einsamen zweiten Pfosten einmal selbst belohnte (34.).
Schon zur Pause war die Angelegenheit also geklärt. Daran vermochte auch Zeybekoglus Lebenszeichen in Form eines Lattentreffers nichts zu ändern (59.).
Sparre machte dagegen einfach weiter mit effizientem Fußball, der ab der zweiten Hälfte auch mit Beteiligung von Top-Stürmer Finn Möller über den Rasen unter der charakteristischen Hochspannungsleitung fegte. Hoch und weit geschickt, schaute der Aufstiegstorjäger der Vorsaison den gegnerischen Tormann zum 5:0 aus (62.), während er das halbe Dutzend in Poleposition für den ebenfalls gebrachten Kian Maleki auflegte (77.).
Diesmal bei einem nach vorne blockierten Hochschild-Freistoß am richtig Fleck lauernd, schnürte Maleki gar den Doppelpack (82.), den sich mit Kapitän Martens noch ein weiteres der vielen Eigengewächse vom Rosengarten sicherte (83.). Beim gemeinsamen Mannschaftsfrühstück wurde neben Wurstbrot wohl auch ausreichend viel Zielwasser verkostet!
Auf der anderen Seite, symptomatisch für den hilflosen Auftritt der Gäste aus Klein Nordende, unterlief Torhüter Maik Bianchet bei der Entstehung des nunmehr achten Tagesgegentors auch noch ein Luftloch. Situationskomik, über die heuer nur der Aufsteiger lachen konnte…
Der zwischenzeitliche 6:1-Ehrentreffer durch Michel Cords (79.) süßte einen gänzlich versauerten Auftritt der SVL-Reserve freilich auch nicht auf. Der einzig positive Aspekt des Freitags: am folgenden Abend kassierte auch Konkurrent Union Tornesch III eine heftige 1:7-Schlappe in Heidgraben, wodurch sich der Rückstand auf die nicht-Abstiegsplätze weiterhin bei einem Zähler beläuft. Eine Thematik, die für den TSV Sparrieshoop im Mittelfeld des Klassements wahrlich keine Rolle spielt.

Tore: 1:0 L. Diedrigkeit (3.), 2:0 Martens (5. Pankraz), 3:0 Voigt (26. L. Diedrigkeit), 4:0 Pankraz (34. Hochschild), 5:0 F. Möller (62.), 6:0 Maleki (77. F. Möller), 6:1 Cords (79.), 7:1 Maleki (82. Hochschild), 8:1 Martens (83. Gül)

Schiedsrichter: Clemens Riehl

Zuschauer: 50








Sonntag, 17. August 2025

Spielbericht TSV Sparrieshoop - FC Roland Wedel

Kreisliga-Tugenden adaptiert
Neuling TSV Sparrieshoop nimmt den Kampf an und startet siegreich

Willkommen zurück, TSV Sparrieshoop! Noch weit weg vom Bezirks- oder gar Landesliga-Glanz vergangener Tage, meldete sich der TSV nun immerhin wieder in der Kreisliga zurück. Mit Roland Wedel war es dann auch gleich ein hartes Brot, das am Rosengarten zu kauen war. Leidenschaft, Emotionen und jede Menge Härte begleiteten die Rückkehr nach dem Wiederaufstieg auf Hamburgs achthöchste Etage. Anfangs war es jedoch noch das spielerische Element, das die Heim-Elf mit einigen talentierten Eigengewächsen walten lassen konnte. Über Mika Martens´ Verlagerung nach außen, Finn Möllers Flachpass vor das Tor und Lenn Pankraz´ Treffer im zweiten Anlauf per Kopf ging es prompt auf die Siegerstraße. Drei Jugendliche wirbelten den Roland ordentlich durcheinander!
Auch in der Folge war es immer wieder das nicht immer angezogene Tempo, mit dem die Hausherren verlässlich ins letzte Drittel vorstießen. Nur die Chancenverwertung ist dabei noch nicht in der höheren Spielklasse angekommen. Beispielsweise schob Luka Hochschild die Kugel frei mit rechts am Ziel vorbei (13.).
Die Elbestädter damit weiter im Spiel, dessen Gedeih sie sich vom unentwegten Schlagen langer Bälle erhofften. Einen sportlichen Mehrwert brachte der alt-britische Ansatz jedoch nicht ein. Mit einem Rückstand musste die zunehmend mit sich selbst hadernde Auswärtsmannschaft aber dennoch nicht in die abkühlende Pause gehen. Zum einen, weil Martens (auf der Linie von Sonay Hayran geklärt, 37.), Pankraz knapp aus dem Lauf vorbei, 42.) und Möller (zu unplatziert, 45.+2) nicht auf 2:0 stellten – andererseits, weil die nun nadelstichartig vorne auftauchenden Gäste von gegnerischem Ungeschick profitierten. Bei Osman Avcis Flanke von rechts bewarb sich Ole Krupski um einen Platz im deutschen Aufgebot für die im September anstehende Volleyball-WM, sodass Avci vom Punkt auf 1:1 stellen durfte (45.+3).
Im zweiten Durchgang, den der TSV ohne seinen angeschlagenen Torsteher zu bestreiten hatte (Feldspieler Jannes Sötje übernahm die Handschuhe), ging der Spielfluss schließlich gänzlich verloren. Viele Zweikämpfe, jede Menge Gezeter und ein Schiedsrichter, der das alles nicht wirklich gut moderiert bekam. Exemplarisch dafür standen die Vorkommnisse vor der Trinkpause: Der bereits verwarnte Hochschild nietete seinen Gegenspieler im Mittelfeld amtlich von den Beinen. Anstatt den Sünder direkt vom Feld zu stellen, hörte sich der Unparteiische die Meinung von sämtlichen Gäste-Akteuren an, um dann erstmal in die Trinkpause zu gehen. Der junge Linus Plocharska (15) half seinem Gespannsleiter glücklicherweise  fachkundig auf die Sprünge: gelb-rot gegen Hochschild und ein Ticket gegen den unnötig reklamierenden Roland-Goalie (73.)!  Nicht das erste Mal, dass einer der beiden aufmerksamen Assistenten den besseren Lösungsweg vorschlug…
Dass der Neuling jedoch nicht nur Schönspielerei, sondern auch Kreisliga-Härte kann, rettete ihm in Person von Pankraz den Saisonstart. Nach eigenem Ballgewinn zerfetzte ihm Widersacher Güven Ayik fast das Trikot, doch der Oberliga-erfahrene Rückkehrer an alte Jugend-Wirkungsstätte blieb auf den Beinen und stiefelte entschlossen Richtung Siegtreffer, der am Ende frei vor Schlussmann Aytekin Üstündag nur noch Formsache war (84.).
Die Gäste waren gebrochen, doch noch einmal lag bei Mert Güngörs Freistoß, den Sötje mit Problemen über den Kasten schaufelte, der erneute Ausgleich in der Luft (89).
Am Ende aber überstand das bessere Team die wilde Schlacht mit 2:1.

TSV Sparrieshoop: Stabe (46. Sötje) – Krupski (90.+6 Roth), Schneider, Liedtke, Börger – Martens – Ahmad (61. Alsibai), Voigt (46. Bublitz), Hochschild, Möller – Pankraz, Trainer: Sebastian Schweig

Tore: 1:0 Pankraz (3. Möller), 1:1 O. Avci (45.+3, Strafstoßtor, Handspiel Krupski), 2:1 Pankraz (84.)

gelb-rote Karte: Hochschild (TSV Sparrieshoop, 73., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Robert Shosha (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 50