Schümann
zerstört den Krenzk-Effekt
An
allen Derby-Treffern beteiligt: Torjäger glänzt gegen kriselnde SV Lieth
Einige Spielausfälle, nicht nur in der Bezirksliga 01, zum dritten
Novemberwochenende. Und obwohl die Gäste aus dem Nachbarort vor Anpfiff nicht
so richtig von der Bespielbarkeit des eisigen Klaus-Waskow-Platzes überzeugt
waren, verpasste der Heidgrabener SV dem Lokalrivalen eine echte Rutsche.
Mann des Tages dabei einmal mehr: Dauer-Torjäger Philippe Schümann, dessen
Beutezug am Freitagabend erst auf dem dritten Bildungsweg begonnen hatte. Eine
Ecke von Samuel Karul vermochten die Liether gleich mehrfach nicht entscheidend
zu klären, sodass Daniel Meyer die Kugel noch einmal in die Gefahrenzone lupfen
konnte. Sebastian Stapel mit der Kopfballablage und schon war Schümann per
Direktabnahme gewohnt zielsicher zur Stelle (14.). Proteste, dass Schlussmann
Luca Von Der Heide in der Entstehung etwas von Kirill Shmakov gerempelt wurde
und jeweils zweimal knapp die Abseitsfahne unten blieb, ließen das Gespann um
Alexander Nehls (SC Eilbek) kalt. – Oder doch nicht? Denn als Jan Schiebuhr
drüben nach Traumpass Ben Kellners den Kontakt mit Shmakov suchte, zögerte der
Pfeifenmann keine Sekunde, um Philipp Matthiessen die prompt genutzte Ausgleichschance
vom Punkt zu weisen (16.).
Für diejenigen aus dem zahlreich erschienenen Publikum, die diese Spielepisoden
verpasst hatten, sollte es in der Folge kaum verständlich sein, dass dieses
weitgehend unstrukturierte Gebolze tatsächlich schon zwei Tore hervorbrachte. Einzig
Schümann sorgte mit toller Ballmitnahme und sofortigem Linksschuss für ein
vorbei rauschendes Geschoss (18.).
Fast verzweifelt wirkten da fehlkalibrierte Versuche von Ali Duman aus 40 Metern
(30.) und erneut Matthiessen aus deren 25 (32.) auf der anderen Seite.
Immerhin aber winkte der SVL nach fünf sportlichen Niederlagen in Serie bei
diesem Spielstand wieder einmal Zählbares.
Ein wenig wie aus dem Nichts rückte dies dann aber wieder in weite Ferne, als
sich Mats Jonah Behrens bei einem Brinke-Einwurf völlig unnötig auf einen
Ringkampf mit Schümann einließ (42.). Den Vorjahrestorschützenkönig zwar an der
Kopfballverlängerung gehindert, aber ihn gleichzeitig zum platzierten 1:2-Strafstoßtor
eingeladen: so geht „verschlimmbessern“!
Fast mit dem Halbzeitpfiff das große Aufatmen der Gastgeber: Einen offensiven
Ballverlust des Gegners zum fixen Umschalten genutzt, wuselte sich A. Duman überragend
im Sechzehner zum Querpass durch, doch aus lediglich vier Metern schob
Schiebuhr das Leder blamabel am 7,32m breiten Gehäuse vorbei (45.+2)…
Und so kam es schließlich, wie es trotz der nimmermüden Durchhalteparolen von
Präsident und Stadionsprecher Bo Hansen („Die Löwen werden sich das Ding in der
zweiten Hälfte ziehen!“) kommen musste. Direkt nach dem Seitenwechsel gerade
noch rechtzeitig vom Kontrahenten abgelaufen (46.), beteiligte sich Schümann
abermals entscheidend an Zählbarem. Diesmal leitete er einen schwachen D.
Duman-Kopfball mit nur einer Berührung vertikal zu Sturmpartner Meyer weiter, ehe
der ehemalige Egenbütteler den orientierungslos düpierten Behrens zum 1:3
stehen ließ (52.).
Der Effekt des Trainerwechsels vom zugriffslosen Rudolf Hock-Kutscher zu Guido
Krenzk schien auf Seiten der SV Lieth bereits nach etwas mehr als einer
Halbzeit verpufft. Die Verunsicherung hatte der einstige Zepterschwinger von
Cosmos Wedel seiner neuen Elf jedenfalls (noch) nicht nehmen können.
Symptomatisch dafür setzte A. Duman seinen aussichtsreichen Freistoß völlig
uninspiriert in die Mauer, aus der sogar der direkte Konter entsprang. Die
Abwendung des 1:4 war letztlich einzig Luca Albers gerade noch erfolgreiches Eingreifen
im Laufduell der Eingewechselten gegen Jason Urban zu verdanken (75.).
Fallen sollte es aber dennoch. Diesmal krönte Christoph Ketelhohn seinen
eigenen ballgewinn gegen passive Klein Nordender per Doppelpass mit Schümann
und dem coolen Abdruck vor dem luftig verteidigten SVL-Kasten (82.).
Eine noch höhere Derby-Schmach blieb der Elf vom Butterberg zwar in den letzten
Momenten noch erspart (Schümann in Rücklage drüber, 84.), doch die
Tabellenrealität von Abstiegsplatz 14 und vor allem das espritlose Auftreten
auf dem Platz geben derzeit kaum Raum zur Hoffnung auf eine bessere
Saisonphase.
Der HSV festigte dagegen seine leistungsgerechte Mittelfeldposition. Hinten im
Kollektiv diszipliniert und vorne Schümann: Solidität made in Heidgraben!
Tore: 0:1 Schümann (14.
Stapel), 1:1 Matthiessen (16., Strafstoßtor, Shmakov an Schiebuhr), 1:2
Schümann (42., Strafstoßtor, Behrens an Schümann), 1:3 Meyer (52. Schümann),
1:4 Ketelhohn (82. Schümann)
gelbe Karten: keine – Wolf, Samuel
Karul
Schiedsrichter: Alexander Nehls (SC
Eilbek)
Zuschauer: 110
Freitag, 21. November 2025
Spielbericht SV Lieth - Heidgrabener SV
Dienstag, 26. August 2025
Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - Heidgrabener SV
Gegen
die eigenen Vorlieben
Ungefährdet
weitergerumpelt: Heidgrabener SV macht erfolgreich das Spiel
Als einzig verbliebener Teilnehmer aus Elmshorn flog bereits in Runde zwei auch
Gencler Birligi aus dem Lotto-Pokal. Eine Nummer zu groß war am Dienstagabend
der Bezirksligist aus Heidgraben, welcher sich trotz allenfalls durchschnittlicher
Vorstellung mit einem halben Dutzend in die dritte Runde hievte.
Zwar traf Routinier Kirill Shmakov gleich zu Beginn des Pokalabends nur den
Pfosten (3.), doch im Rahmen einer Dreifachchance, bei der es Shmakov und
Kollege Marvin Neu zunächst nicht vermochten, die Kugel über die Linie zu
drücken, ergrätschte der einstige Landesliga-Akteur schließlich doch die
Führung für den Klassenhöheren (11.).
Der nicht unambitionierte Kreisklassist aber kreierte geschwind die passende
Antwort auf den Rückstand, indem Nihat Meric den schönen Chip-Ball hinter die
Kette für den gestarteten Gökalp Bas servierte und auch der Angreifer noch vor
dem Zusammenprall mit dem herauseilenden Lasse Witt wohl temperiert per Lupfer
auf 1:1 stellte (17.).
So richtig viel sollte den höher gewetteten Heidgrabenern daraufhin erstmal
nicht einfallen, ehe eine schwach ausgeführte Abseitsfalle Genclers Daniel
Meyer unwiderstehlich zur erneuten Führung einlud (34.), die ein weiteres
Abstaubertor, diesmal durch Samuel Karul, prompt auf den 1:3-Halbzeitstand
hochschraubte (37.).
Die Partie scheinbar entscheiden, zumal sich dem HSV die eine oder andere
Möglichkeit zur Erhöhung bot (43., 45.), doch die Elmshorner führten der
Sommer-Elf mit Bas´ rechts vorbei trudelndem Abschluss, dass man den zwei
Klassen Niedrigeren vielleicht doch nicht einfach machen lassen sollte (47.).
Und auch im Spiel nach vorne offenbarte der Bezirksliga-Zehnte eine zu
statische Spielweise bei zu vielen falschen Entscheidungen am Ball. Man merkte:
Selbst das Spiel zu gestalten ist nicht seine Lieblingsübung und ohne
Top-Torjäger Philippe Schümann fehlte der Zielspieler, auf den seit so vielen
Jahren Verlass ist.
Immerhin zündete Ex-Landesliga-Crack Shmakov hier und da über links den Turbo,
der mustergültig Chris Wolfs 1:4 aus dem Rückraum vorbereitete (66.), während
der Russe das 1:5 gleich selbst an den helfenden Innenpfosten presste (85.).
Den am Ende etwas zu hohen Schlusspunkt schaffte man schließlich noch einmal
ohne den 34-Jährigen. Der eingewechselte Alex Mohr, der kurz darauf noch knapp
verfehlt hatte (87.), traf diesmal nach Zuspiel von Meyers rechter Flanke voll
ins Schwarze (88.). Gencler war platt – der HSV letztlich deutlich eine Runde weiter.
Tore: 0:1 Shmakov (11.
Neu), 1:1 Bas (17. N. Meric), 1:2 Meyer (34.), 1:3 Samuel Karul (37. Neu), 1:4
Wolf (66. Shmakov), 1:5 Shmakov (85.), 1:6 Mohr (88. Meyer)
gelbe Karten: Salihi – keine
Schiedsrichterin: Jana Larm (SC
Egenbüttel)
Zuschauer: 45
Samstag, 26. Oktober 2024
Spielbericht HEBC II - Heidgrabener SV
HEBC
behält den Schlingerkurs
Heim-Remis
gegen mauernde Heidgrabener folgt dem Trend
Festgefahren im Mittelfeld, mit Aussicht nach unten, lässt sich die Lage der
Bezirksliga-Dinge für die zweite Mannschaft des HEBC Ende Oktober 2024
beschreiben. Niederlagen, Siege und Remis wechseln sich munter ab, sodass nach
dem 0:1 der Vorwoche bei daraufhin Ex-Schlusslicht SV Hörnerkirchen immerhin
ein Punktgewinn im Heimduell mit dem Heidgrabener SV gewiss war.
Und siehe da: Unter Samstagabend-Flutlichtkulisse wurde es ein 1:1, das vor
allem den Lilanen letztlich etwas fad schmeckte.
Kein Wunder, waren sie es, die über weite Strecken des Spiels den Ton angegeben
hatten. Nicht unverdient daher der Jubel über das Tor von Oberliga-Abstellung
Benjamin Lerida Reinhold, das der Schiedsrichterassistent jedoch wegen einer
vorangegangenen Abseitsposition einkassierte (16.).
Kassieren taten auf der anderen Seite auch die Gastgeber – mit dem ersten
Torschuss der bis dato blassen Gäste. Dauertorjäger Philippe Schümann stellte
halblinks aus der zweiten Reihe wieder einmal unter Beweis, warum er auch in
dieser Spielzeit wieder auf Rang eins der Weststaffel-Torschützen thront (24.).
Der Innenpfosten tat an diesem Abend sein Übriges zum Elend der Gastgeber, die
diesem gleich mit wütenden Gegenangriffen begegneten.
So war es einem Monster-Reflex von HSV-Fänger Leon Sorgenfrei und einem
daraufhin klärenden Abwehrbein zu verdanken, dass Lerida Reinhold nach Flanke
von rechts wieder ohne Erfolgserlebnis blieb (28.).
Doch auch Schümann ließ vor des Gegners Tor einmal Federn. Lang geschickt,
fehlte aus vollem Lauf nur eine Haaresbreite zum 0:2 ins lange Eck (31.).
Engagiert, aber zu oft mit mangelnder Präzision beim Aushebeln des massiven
Defensivkonstrukt der Elf aus dem Kreis Pinneberg, arbeiteten die
Reinmüller-Kicker lange Zeit erfolglos gegen den Rückstand an – bis ein ruhender
Ball schließlich die unverhoffte Abhilfe schaffte. Per Kunstfreistoß von
rechtsaußen löffelte Kapitän Yannick Wiegand das Leder aus ambitioniertem
Winkel in genau diesen (72.). Ein Traumtor, das die Eimsbütteler sogar noch an
drei Punkte glauben lassen sich.
Am Ende stellte sich der Heidgrabener SV, der sich früh auf Ergebnissicherung
beschränkte, aber als nicht mehr weiter zu knackende Nuss heraus.
HEBC II bleibt somit auf Platz neun hängen, während der heuer etwas zu
abwartende Vorjahresvierte zumindest in Schlagdistanz zur altbekannten
Tabellenregion bleibt.
Tore: 0:1 Schümann (24.),
1:1 Wiegand (72., direkter Freistoß)
Schiedsrichter: Ugur Eroglu
Zuschauer: 45
Sonntag, 29. Januar 2023
Spielbericht SV Eidelstedt - Heidgrabener SV
SV
Eidelstedt wie der große Nachbar
Im
Schall des 4:2-HSV-Siegs: Bezirksligist schlägt den HSV mit 4:2
Ein „Spiel der unterschiedlichen Philosophien“ hatte Rudolf Hock Kutscher,
Trainer des SV Eidelstedt, zum Punktspielstart ins neue Kalenderjahr erwartet. „Unser
Kurzpassspiel gegen Heidgrabens lange Bälle“.
Es gewann der SVE – auch ohne Tiqui-Taka!
Bei niedrigsten Plusgraden, Wind und Nieselregen neutralisierte sich der
leichte Überhang an Ballbesitz für die Gäste an gut organisierten SV
Eidelstedtern, denen dennoch einmal das Glück beistand, als der zackig über
links freigespielte Tim Brinke das Leder in der Mitte nicht voll erwischte
(13.).
Auf der anderen Seite probierte Umut Karaca einmal sein Glück – und verfehlte
ebenfalls (18.). Besser erging es da seinem Kollegen Kevin Eßrich, der auf rechts
durchbrach überlegt zur Führung in die lange einschob (26.).
Kaum wehte der Jubel der Jubel aus dem benachbarten Volksparkstadion über den
4:2-Heimsieg des Hamburger SV gegen Eintracht Braunschweig über den Furtweg hinweg,
schien auch der dort spielende HSV die Geschicke in die richtigen Bahnen zu
leiten – oder eher leiten zu lassen: Ecke Sebastian Stapel – Eigentor Krischan
Stein am kurzen Pfosten und schon stand es 1:1 (34.). Wiederum Stein war es,
der kurz darauf mit einem ungeschickten Armeinsatz Philippe Schümanns 23.
Saisontor von der Strafstoßmarke zum 1:2-Pausenstand heraufbeschwor (36.). Da
änderte auch eine gute Kopfballchance für den bei einer Kiesewetter-Ecke
aufgerückten Julius Bröhl erstmal nichts (44.).
Direkt nach der Pause eröffnete sich dem Tabellenvierten gar die Möglichkeit,
auf 1:3 davonzuziehen. Schümann legte mit Übersicht für Jason Urban quer, doch
dieser schoss freistehend eine Fahrkarte (47.).
Gelb-blau dankte es auf seine Weise. Auf Zuspiel Anton Piasings schickte Eßrich
Gegenspieler Salih Eker ins Nichts und das Spielgerät wieder in die lange Ecke –
2:2 (50.)!
Das Momentum hatte sich nun auf Seiten der West-Hamburger geschlagen. Zwar
scheiterte Leslie Nyarko aus ambitioniertem Winkel an Lasse Witts Fußabwehr
(57.), doch als Moussa Yaemma die Kugel mit aller Gewalt unter die Latte
prügelte, war der SVE erneut in Front gebracht (75.). Möglich gemacht hatte
dies übrigens ein zu kurz blockierter Eckstoß Lennard Kiesewetters, der in
diesem Stil auch das 4:2 auf den Weg brachte. Diesmal war es Leslie Nyarko, der
halblinks vollendete (78.).
Zwischendurch zog Piasing noch den Kürzeren im Duell mit dem HSV-Schlussmann
(76.).
Dem Heidgrabener SV schwammen derweil die Fälle davon. Dies vermochten auch die
Auflösung der Viererkette und die Hereinnahme des hochgewachsenen Cass Marcks
für das Angriffszentrum nicht mehr umzukehren.
Der immer wieder formschwankende SV Eidelstedt legte dagegen die Grundlage für
eine Rest-Saison, die dem nicht untalentierten Kader mehr verspricht als nur
Rang elf zur Winterpause.
Tore: 1:0 Eßrich (26.),
1:1 Stein (26., Eigentor, Stapel), 1:2 Schümann (36. Strafstoßtor), 2:2 Eßrich
(50. Piasing), 3:2 Yaemma (75. Kiesewetter), 4:2 Nyarko (79. Kiesewetter)
gelbe Karten: Stein, Karaca – Kirch,
Eker, Fischbein
Schiedsrichter: Dirk Förster (SC
Egenbüttel)
Zuschauer: 50


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