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Freitag, 28. August 2026

Spielbericht SV Lieth - FC Roland Wedel

Weers im Abschiedsalbtraum
Bluethooth-Foul und Platzverweise: SV Lieth im Schiri-Frust

Manchmal ist es doch der Fußball, der die größten Tragödien schreibt. Ohne damit Shakespeare, Lessing und Schiller zu nahe treten zu wollen; spielte sich Krasses, ja fast schon Herzzerreißendes am Freitagabend in der Kreisliga 07 ab. Hauptdarsteller: ein Abschiednehmender und zwei Herren in schwarz, deren spielleitende Funktion in der Tat von prägender Bedeutung sein sollte.
Zunächst aber wusste der Fußballabend zu Fuße des Butterbergs nur die Geschichte eines umschaltstarken Auswärtsteams zu erzählen, rüttelte Roland Wedel die zweimal siegreich in die neue Serie gestartete SV Lieth gleich dreimal in der Anfangsphase defensiv durch.
Erst wischte Patrick Klösel Umut Ayiks Linksschuss im Sechzehner über seinen Kasten (5.), dann war der Keeper bereits von Ayik umspielt, ehe Christian Kuhlmann seinen vorigen Lapsus mit der Rettungstat in der Rückwärtsbewegung wieder wettmachte (13.). Und Osman Avci dürfte wohl noch heute von seiner freistehend drüber gelupften top-Chance träumen (16.)…
Nach einer knappen halben Stunde war es dann schließlich passiert. Just in jener Phase, wo die SVL ein wenig in die Gänge und durch Jan Schiebuhrs abgefälschte Direktabnahme zur ersten Gelegenheit kam (23.), leitete ein rasch ausgeführter Einwurf auf links den Angriff über U. Ayik ein, den Feriz Bajraktari mit einem phänomenalen Dropkick aus 16 Metern formschön mit dem verdienten 0:1 abschloss (29.).
Von da an kippte die Angelegenheit so langsam in Richtung der Gastgeber, für die Florian Ballner auf dynamischen Flankenlauf Schiebuhrs erneut abgefälscht verfehlte (33.). Und auch wenn der tief durch Matteo Schuchhardt geschickte Finn Struve richtig zielte; so blieb er doch an Roland-Goalie Safouhat Gabsi hängen (37.).
Mit dem Rückstand musste es dennoch nicht in die Pause gehen, weil M. Schuchhardt einen Kuhlmann-Freistoß passend vor den einschussbereiten Schlappen Struves köpfte (44.).
Gewechselt wurde bei den „Liether Löwen“ in der Pause trotzdem gleich dreifach. Besonders die Hereinnahme von Außenverteidiger Kilian Weers sollte der Partie hierbei ihren Stempel aufdrücken. Im letzten Auftritt des Eigengewächses (seit 14 Jahren im Verein) vor dem berufsbedingten Umzug in die Bundeshauptstadt ist eine komplette Halbzeit natürlich nochmal Ehrensache…
Sportlich begann der zweite Abschnitt unterdessen verheißungsvoll. In zweiter Welle war ein Freistoß bei Schiebuhr auf links gelandet, sodass der aufgerückte Luca Albers die folgende Flanke in hoher Luft zum 2:1 einschädeln konnte (67.). Warum Schiedsrichter Michael Wischer (SV Rugenbergen) Schiebuhr als Torschützen ins System eintrug? Man weiß es nicht. Ebenso, was der Vorsitzende des BSA Pinneberg und sein Assistent wenig später beobachtet haben wollen, war ein Wedeler im Rahmen eines Einwurfs per Bluetooth-Foul im Sechzehner schreiend dahingesunken. Strafstoß für den Roland und auch noch Gelb für Weers – nicht, weil er unbedacht durch seinen Strafraum gegrätscht war – nein, es war der minimale Aufenthalt jenseits der Grundlinie, der dem fassungslosen „Verursacher“ den Karton einhandelte. Sein Kapitän, der ebenfalls kurz außerhalb des Feldes stand, blieb übrigens straffrei…
Und die Elbestädter? Für die packte O. Avci das Strafraumgeschenk indes sicher zum Gleichstand aus (74.).
Doch damit nicht genug der rot-schwarzen Empörung, schaltete sich nun auch Assistent Dominik Helmker (SV Rugenbergen) in die Szene ein. Alles wartete auf den Wiederanpfiff, da unterrichtete der Assi seinen Chef in einer Unterredung über ein folgendes Verbalvergehen von Weers. Gelb-rot! „Ich habe absolut NICHTS gesagt!“, beteuerte der künftige Berliner vergeblich.
Alles Reklamieren nützte auch in der nächsten Szene mit der Spielleitung nichts, als Ballner von Mert Güngör vor dem Sechzehner umgenietet wurde, woraufhin der nach außen getriebene „Vorteil“ für Schiebuhr bei einem kritischen Zweikampf IN der Parzelle erstickte. Kein Pfiff – keine nachträgliche Karte für Güngör. Eine klare Fehlentscheidung. Nicht die Einzige, die den Ex-Verein des Schiedsrichters heuer auf die Palme brachte…
Sportlich drückten die Wedeler in ungewohnter Überzahl auf den späten Siegtreffer – erfolglos. Es blieb beim leistungsgerechten 2:2.
Roland mit dem Punkt weiter im Mittelfeld der Tabelle, während die SV Lieth weiter ungeschlagen auf Rang vier rangiert. Kommenden Freitag geht es nach Hörnerkirchen. Ein Trip, den nicht nur der tragische Held namens Kilian Weers nicht mehr mitmachen wird, sondern auch für Kuhlmann gestrichen ist. Für seine kritische Leistungseinordnung erhielt der 23-Jährige nach Spielende die Gelb-rote Karte von Herrn Wischer, der auch Minuten nach Spielende noch auf dem Platz Ausschau nach Regelverstößen hielt. Einen Beitrag zum harmonischen, verständnisvollen Umgang zwischen Spielern und Offiziellen wurde hier sicherlich nicht geleistet…

Tore: 0:1 Bajraktari (29.), 1:1 Struve (44. Kuhlmann), 2:1 Albers (67. Schiebuhr), 2:2 O. Avci (74., Strafstoßtor)

gelb-rote Karten: K. Weers (SV Lieth, 74., wh. Unsportlichkeit), Kuhlmann (SV Lieth, nach Spielende, wh. Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Michael Wischer (SV Rugenbergen)

Zuschauer: 45





Freitag, 21. August 2026

Spielbericht SV Lieth - Gencler Birligi Elmshorn

Klassen- auch ohne Ligaunterschied
4:0! SV Lieth dominiert Aufsteiger Gencler Birligi im Derby

Fast auf den Tag genau zehn Jahre lang ist es her, dass Gencler Biriligi Elmshorn letztmals im Punktspiel bei der SV Lieth gastierte. Mit 3:1 siegte der türkische Klub damals beim späteren Meister und Bezirksligaaufsteiger, ehe die höhere Ligazugehörigkeit der SV Lieth im Direktvergleich nun ein Ende erfuhr.
Eine Art Klassenunterschied ließ sich im ersten Punktspielduell seit Dezember 2016 (das gewann die SVL mit 3:0) jedoch trotzdem ablesen.
Vom Anpfiff weg hatte der Bezirksligaabsteiger das Heft des Handelns nämlich fest in eigenen Händen, sodass es rasch brenzlich vor Genclers Tor wurde. So musste Jilani Cabdulaahi eine direkte Brant-Ecke im letzten Moment von der Linie scheuchen (6.), während auch Luca Albers´ Kopfballchance aus einem Ball von der Fahne resultierte (9.).
Wenig später war es wieder die Anfälligkeit bei hohen Bällen, die die in Schwierigkeiten brachte, weil Florian Ballner einen Wrage-Einwurf gekonnt auf Finn Struve weiterleitete und dieser völlig unkoordiniert vom Gencler-Schlussmann mit den hochgereckten Fäusten ausgebremst wurde. Kein K.O. für den Liether, sondern die Entstehungsgeschichte des ersten Rundengewinns durch Christian Kuhlmanns Strafstoßtor (13.).
 Wiederum per Standard die Verdopplung, als Struves Freistoß von Sten Dröge genau ins Jagdrevier von Ballner geköpft wurde und dieser aus sechs Metern nur noch die eigene Rübe reinhalten musste (23.).
Gencler verzeichnete daraufhin etwas verbesserte Spielanteile, bekam diese aber auch im Umschalten nicht sauber in den Sechzehner. Majed Eklims Chance aus Brustannahme und Fünfzehnmeterschuss auf Goalie Lukas Rensch blieb daher die beste Gelegenheit des Aufsteigers (16.).
Der Gegner machte dagegen mit seinem Kerngeschäft weiter, hob Kuhlmann seinen Freistoß aus 23 Metern passend über die Mauer zum 3:0 ins Torwart-Eck (54.).
Nachdem eine kurz etwas wilde Spielphase mit einer Fußabwehr gegen SVL-Joker Joel Tündermann (57.), einem sicher gefangenen Drehschuss von Genclers Aufstiegstorjäger Nihat Meric (58.) und einem Meer von Zweikämpfen nichts weiter Zählbares produziert hatte, verflachte der Kick zunehmend – bis Brant auf Ablage des eingewechselten Nevio Schuchhardt von der Sechzehnerlinie aus rechtsoben einschweißte (78.). Seinen im Liether Wald versenkten Distanzschuss zuvor (62.) konnte er natürlich so auch nicht stehenlassen!
Gemeinsam mit der ebenfalls am Freitagabend siegreichen Reserve des Heidgrabener SV (3:2 gegen den TSV Heist) grüßt die Elf vom Butterberg nun als Tabellenführer der Kreisliga 07. Nihat Meric und Co müssen dagegen einen dritten Anlauf (Heimspiel gegen TuS Borstel) zum ersten Punktgewinn der Serie nehmen.

Tore: 1:0 Kuhlmann (13., Strafstoßtor), 2:0 Ballner (23. Struve), 3:0 Kuhlmann (54., direkter Freistoß), 4:0 Brant (78. N. Schuchhardt)

gelbe Karten: Ballner – Cabdulaahi, M. Eklim, A. Aloskan

Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV, Note 2)

Zuschauer: 130







Samstag, 6. Dezember 2025

Spielbericht SV Eidelstedt II - VfL Hammonia II

Rote Laterne über den Winter abgegeben
3:0 mit jugendlichem Support: SV Eidelstedt II verlässt das Tabellenende  

Zweites Adventswochenende und schon am Samstag entzündete die zweite Mannschaft des SV Eidelstedt ein neues Licht im Keller der Kreisliga 07, schickte man die Elf vom VfL Hammonia II überraschend deutlich mit 3:0 zurück gen Schanzenviertel.
Zugegeben; für die nur wenigen Schaulustigen bot sich bei Nasskälte ein Duell an der Grenze des Zumutbaren. Im Wesentlichen verstanden beide Teams den Fußball als Rückschlagspiel mit sekündlich wechselndem Ballbesitz und stets überraschenden Handlungen im Umgang mit dem Runden. Auch die übertrieben liberale Zweikampfbewertung des 19-jährigen Joris Mülder (SC Eilbek) verhalf dem Kick nicht zu gesteigertem Spielfluss.
Punktuell wohltuende Ausnahmen stellten da Aktionen mit der Beteiligung des Eidelstedters Ferdi Koc dar. Und kaum erspähte der einst in der Landesliga für den SVE kickende Mann aus dem Zentrum seinen Kollegen Dennis Jaap aus der Tiefe des Raumes, war dieser per Zuspiel in den Lauf im Rücken der Hammonia-Abwehr angekommen. Goalie Henrik Priestersbach noch cool umkurvt, war der flache Abschluss zum 1:0 nun wahrlich keine Hürde mehr (25.).
Vorne im richtigen Moment eiskalt – hinten mit dem allzeit sicheren Justin Kapusta zwischen den Pfosten: heute sollte es der große Tag für die personell auch etwas U19-oberligaverstärkten Gastgeber werden.
Bei Jonah Müllers Versuch von halblinks noch mit etwas Glück, dass der Ball rechts vorbei zischte (75.), schaffte Koc als humorloser Distanzschütze ins linke untere Eck (77.) beruhigende Fakten für den SVE, der Hammonias löchrige Rückwärtsbewegung sogar noch mit dem dritten Hurra des Tages bestrafte (87.). Diesmal konnten die Herren Sama, Hosseini und Jaap den Torschützen untereinander ausmachen, sodass letzterer einsam in der Mitte den 3:0-Endstand besiegelte.
Erst in der Nachspielzeit geriet dieser einmal kurz ins Wanken, als ein schwacher Madougou-Rückpass den VfLer Xhulio Bejkollari die allerdings etwas hektisch vergeigte Schussmöglichkeit schenkte (90.+2).
Durch die 0:3-Niederlage des BSV 19 bei Schanze II reichte Blau-gelb die rote Laterne im letzten Auftritt des Jahres nach Bahrenfeld weiter. Hammonias Vorsprung auf die Abstiegsplätze, vor allem aus dem ertragreichen Oktober (acht Zähler in vier Punktspielen), schmilzt dagegen weiter. Nur vier Punkte sammelte man bis dato mehr als der bislang ausschließlich daheim punktende SVE.

Tore: 1:0 Jaap (25. Koc), 2:0 Koc (77.), 3:0 Jaap (87. Hosseini)

gelbe Karten: Steen, Kuka, Boyali – keine

Schiedsrichter: Joris Mülder (SC Eilbek, Note 4)

Zuschauer: 15




Samstag, 15. November 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV III - VfL Hammonia II

ETV-Serie über Backbord gerissen
Drei frühe Gegentore als zu hohe Hypothek: ETV III verliert mal wieder  

Marmor, Stein und Eisen bricht – was auch für die Serie des ETV spricht. Mit fünf ungeschlagenen Partien boxte sich die Drittvertretung von der Bundesstraße ins Mittelfeld der Kreisliga 7, wo es im Derby gegen die Zweite des VfL Hammonia nun eine kleine Bruchlandung setzte.
Ein Bauchklatscher mit Anlauf, verstanden es die Herren in weiß vor allem nicht, ihre linke Abwehrseite gescheit dicht zu bekommen. Ein Zustand, der bereits nach fünf Minuten reichlich teuer wurde, als Außenverteidiger Pascal Duke seine Außenbahn entlang stiefelte, um ideal für Tristan Baiers ergrätschtes 0:1 aufzulegen (5.).
Ähnliches schafften die Gäste mit der fußläufigen Anreise nach der dreifachen Spielzeit. Wieder raste Duke unbehelligt auf rechts entlang, woraufhin Abdelkarim El Aidi bei Annahme und Schuss noch geblockt werden konnte. Da Baier aber wieder genau am richtigen Fleck lauerte, war das 0:2 im Nachsetzen erköpft (15.).
Hammonia gnadenlos effizient und es wurde noch brutaler, zog diesmal Leon von Sobieski gezielt zentral mit rechts ab, nachdem diesmal Torben Schulte die Vorarbeit über Steuerbord lieferte (23.).
Der ETV dagegen völlig von der Rolle, klopfte erst kurz vor der Halbzeit einmal per Freistoß durch Gabriel Lourenco de Aquino (Duke klärte auf der Linie, 44.) an.
Der VfL verpasste es unterdessen, mit noch höherer Führung als „nur“ mit 0:3 in die Pause zu gehen, weil Rene Hobelmann einen erneuten Abdruck von Sobieskies mit dem Fuß entschärft bekam (35.) und El Aidi die nicht ganz optimale Schussposition dem Querlegen auf den umtriebigen von Sobieski vorzog (42.).
Kurze Hoffnung für die Hausherren, dass es vielleicht doch noch ein annehmbarer Nachmittag werden könnte, streute nach einer Stunde ihr vorzeigenswertester Angriff, den Alexander Robert aus der hintersten Reihe heraus zu Henry Sander eröffnete, während Leo Husemann schließlich auf Zuspiel seines einstigen Mitspielers aus dem eigenen 2007er-Jahrgang auf 1:3 verkürzte (60.).
Engagiert, aber letztlich ohne Zug zum Tor, blieb Paul Schätzels zu unplatzierter Schuss auf VfL-Fänger Henrik Priestersbach (77.) das gefährlichste der Gefühle.
Hammonia machte dagegen kurz vor Ende alles klar. Jonah Müllers Kurzdistanz-Kopfball in der zweiten Welle eines Eckballs (85.) bedeutete die Vorentscheidung, die Matti Hobbiebrunken mit seinem Flachschuss nach Ballgewinn sogar noch weiter zum 1:5-Endstand untermauerte (90.+4).
Die zehntplatzierte Hammonia-Reserve damit also am kommenden Wochenende gegen den SC Egenbüttel III mit der Möglichkeit, eine schwierige Hinrunde halbwegs versöhnlich zu beenden. Der ETV möchte dagegen im Auswärtsderby bei GWE II eine neue Positivserie starten.

Tore: 0:1 Baier (5. Duke), 0:2 Baier (15. El Aidi), 0:3 von Sobieski (23. Schulte), 1:3 Husemann (60. Sander), 1:4 Müller (85.), 1:5 Hobbiebrunken (90.+4)

Schiedsrichter: Masud Omer

Zuschauer: 45





Sonntag, 2. November 2025

Spielbericht FC Alsterbrüder III - Altona 93 III

Alsterbrüder verzweifeln an sich selbst
Chancenverwertung kostet verdiente Punkte gegen Altona 93 III

Jakob Vink aus kürzester Distanz: bekam ihn nicht rein (3.), Karl Pust auf Ablage Linus Mende: zu zentral auf den Torwart (25.), Simeon Mastoridis zentral vor dem Tor: knapp verzogen (31.), Robert Hahne per Kopf: Mika Wegener mit den Fingerspitzen über sein Gehäuse lenkend (39.) und in Minute 41 opferte Pust das sinnvolle Querspielen einem Rechtsschuss über das Ziel. Alleine die Auflistung bester Chancen für die Drittvertretung des FC Alsterbrüder aus der ersten Halbzeit taugt dazu, die Existenz eines gerechten Fußballgotts in Frage zu stellen. Denn während die Gastgeber vorne keinerlei Belohnung für die steten Angriffsbemühungen einfuhren, gab es drüben kurz vor Ende die bittere Quittung für den Chancenwucher zu schlucken.
Profiteur davon in einem selten wirklich ansehnlichen Match der Kreisliga 07 war am Sonntagnachmittag die Dritte von Altona 93, die dem Torschussfeuerwerk des Tabellennachbarn (Achter gegen Siebter) zunächst nur Halbchancen aus der Ferne entgegenzusetzen hatte.
Erst mit Caspar Schlomms Freistoß, der knapp über den Quader rauschte (50.) und einer Gelegenheit für Finn Andrecht, die FCA-Fänger Danilo Hidalgo im kurzen Eck behände zu entschärfen wusste (59.), meldeten sich biederen Kicker von der Baurstraße ernstzunehmend zu Wort, während die Hausherren zunehmend an sich und ihrer Abschlussschwäche verzweifelten.
So war es etwas später erneut Vink, der einen zweiten Ball aus dem Rückraum einfach nicht zielgenau verwertet bekam (65.).
Die Strafe dafür folgte schließlich fünf Minuten vor dem Ende, als ein Freistoß  aus der eigenen Hälfte tief im Lauf des eingewechselten Tymur Berdychevskyi landete und der 18-Jährige vor Kiste die Durchsetzungskraft für das unterm Strich etwas schmeichelhafte 0:1 bewies (85.).
Die langsam hektischere Begegnung hatte nun weiteren Zündstoff erhalten, der im Falle von Mendes ballfernen Kontakt gegen Frederik Glor und der anschließenden Rudelbildung ein gutes Stück zu viel war.
Sportlich lief der FCA derweil vergeblich gegen die vierte Liganiederlage an. Kein Tor – keine Punkte: wie gut, dass es nach dem nunmehr vierten sieglos-Match in Serie als nächstes zum Schlusslicht nach Bahrenfeld geht.
Die Altonaer müssen dagegen hoffen, dass ihnen Fortuna auch gegen das Spitzenteam von HEBC III wieder tatkräftig zur Unterstützung bereitsteht.

Tore: 0:1 Berdychevskyi (85.)

gelbe Karten: Kunkel, Mastoridis, De Ponte – Andrecht, Starke

Schiedsrichter: Arthur Erik Schreiber (SC Sternschanze)

Zuschauer: 30




Samstag, 18. Oktober 2025

Spielbericht Eimsbütteler TV IV - SSD Nikola Tesla II

ETV-Festspiele fortgesetzt
Von der Dritten inspiriert: Vierte Herren schlagen Tesla II deutlich mit 5:0

Der überschwängliche Jubel der dritten Herren über ihren saftigen 10:2-Kantersieg gegen den SC Egenbüttel III schallte noch aus der Kabine über die beiden Kunstrasenplätze an der Bundesstraße, da setzten die vierten Herren die ETV-Festspiele nahtlos fort.
Im „Duell der Generationen“ im Rahmen der Kreisklasse 07 wies man die zweite Mannschaft des SSD Nikola Tesla deutlich mit 5:0 in die Schranken und setzte sich damit ein sattes Stück von der Gefahrenzone der Staffel ab.
Günstig dafür standen die Zeichen bereits nach nicht einmal zwei Minuten, als Gunnar Markhoff eine Ecke von links mit etwas Glück vom kurzen Pfosten aus hinter die Linie steuerte (2.).
Nach Querpass David Wagners stellte Dan Skjodt Andersen sogar noch innerhalb der Anfangsviertelstunde aus 2:0 (13.), sodass der dritte ETV-Treffer fast schon einer mathematischen Gesetzmäßigkeit gefolgt hatte. Diesmal hieß der Schütze Tom Krase, traf er sicher mit rechts vom (auf dieser Kunstwiese imaginären) Punkt, nachdem Frido Jansen etwas ungeschickt im Sechzehner gegen Wagner zu Werke ging (30.).
Die jung aufgestellte Elf von der Baurstraße, deren aktuelle Zusammensetzung aus der Verschmelzung der einstigen A-Jugenden von Teutonia 05 und dem SC Nienstedten im Sommer 2024 hervorging und im Verein von eher sekundärer Bedeutung ist, bemühte sich in Teilen um spielerische Lösungen, die aber viel zu selten zu sauberem Kombinationsspiel führten. Kyryl Mikheievs 22 Meter-Schuss, der aus einem abgewehrten Freistoß von Lasse Hansen resultierte (drüber, 42.), Hansen Linksschuss an den Außenpfosten (80.) und ein listiger Akpalo-Heber, der das Tor des weit vor postierten Manuel Burmester allerdings überragte (85.), sind dann letztlich auch zu wenig als offensive Leistungsnachweise.
Bedeutend mehr gelang da den Hausherren, die während Tesla noch mit einer Freistoßentscheidung haderte, den fälligen ruhenden Ball just zu Finn Lüneburgs 4:0 nutzten (50.).
In der Folge ebenfalls etwas nachlässig in der Chancenverwertung, klingelte es immerhin zu Beginn der Nachspielzeit noch einmal, als Leon Sodhi einen indirekten Freistoß wegen eines eher weniger kontrollierten Rückpasses zum 5:0-Endstand rechtsoben hinein hämmerte (90.+1).
Im ergiebigen Mittelfeld der Tabelle schafften die Eimsbütteler nun dank zuletzt drei Siegen aus vier Partien den Sprung auf Rang neun. Tesla II steuert dagegen nach dem Zwischenhoch von vier Siegen geradewegs auf die umgekehrte Serie zu. Eine Niederlage am Sonntag gegen die Groß-Flottbeker Spielvereinigung wäre dann die nunmehr vierte am Stück.

Tore: 1:0 Markhoff (2. Sodhi), 2:0 Skjodt Andersen (13. Wagner), 3:0 Krase (30., Strafstoßtor, Jansen an Wagner), 4:0 Lüneburg (50. Sodhi), 5:0 Sodhi (90.+1 Markhoff)

gelbe Karten: keine – Akyol, D. Murina, Prell, Hohnhorst, Ulu

Schiedsrichter: Nils Jostarndt (TuS Berne)

Zuschauer: 30











Spielbericht Eimsbütteler TV III - SC Egenbüttel III

Ein Stück Vereinshistorie
Neuer Mannschaftsrekord: ETV-Dritte verdrischt formschwache Egenbütteler

Noch weit nach Spielende dröhnte das euphorische Trällern von Gassenhauern wie Herbert Grönemeyers „Bochum“ oder Wolfgang Petrys „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih´n“ aus der Kabine der ETV-Drittvertretung, der an diesem sonnigen Oktober-Samstag wahrhaft Historisches gelungen war. Denn seitdem eine dritte Herren von der Bundesstraße am Liga-Betrieb teilnimmt (Sommer 2013), gab es keinen höheren Erfolg als das heutige 10:2 gegen den SC Egenbüttel III.
Die Zerlegung des kräftig ersatzgeschwächten Tabellensiebten hatte früh Gestalt angenommen. Was im ersten Anlauf nämlich noch nicht perfekt klappte (Torwart Kevin Bestmann machte sich erfolgreich breit, 4.), gelang beim zweiten Versuch vorzüglich: Marc-Micha Oehlers mit dem langen Ball hinter die unsortierte Abwehrkette und Zielspieler Anton Freiherr von Cornberg mit dem eleganten Slalom-Lauf zum 1:0 (5.).
Mit richtig viel Gefühl und noch mehr Effet verdoppelte Jugend-Neuzugang Leo Husemann postwendend mit bananenhafter Schussbahn (7.), während Gabriel Lourenco de Aquino für sein 3:0 einen ruhenden Ball (Freistoß von halblinks) bemühte (17.).
In der Folge war es dann ein neuer ETV-Signature-Move, der die völlig überforderten Gästen vor unlösbare Defensiv-Aufgaben stellte: das tiefe über rechts. So initiierte man sowohl den vierten Treffer durch Doppelpacker Husemann (19.), als auch Oehlers´ 6:1 (40.) über Steuerbord. Zwischendurch verwertete Oehlers einen Abstauber zum 5:0 (25.), dem die bemitleidenswerten Rellinger immerhin einen äußerst umstritten zustande gekommenen Ehrentreffer per Strafstoß (Moritz Engel bemühte klar die Brust), versenkt von Spielgestalter Pascal Gertschat-Anderlik, entgegensetzten (36.).
Den Schlusspunkt einer surreal einseitigen ersten Hälfte setzte kurz vor deren Ende der bisher im Abschluss glücklose Jonathan Halx, den Lourenco de Aquino und Freiherr von Cornberg zuvor ohne Gegnerwiderstand in Position spielten (44.).
Auch im zweiten Abschnitt raste die Heim-Elf weiter durch die Einbahnstraße, die Halx gleich zu Beginn aus kürzester Distanz nicht zum achten Hurra führte (46.). Doch weil der nächste Versuch des bulligen Angreifers linksunten hineintrudelte, war das Oktett schließlich doch erreicht (50.).
Ausgerechnet jetzt traute sich der gerupfte SCE etwas mehr zu, während die Eimsbütteler die Sache nun etwas lockerer nahmen. Im Doppelpass mit Janosch Winkler gelang Murat Cinar somit das verkürzende 8:2 (54.), bei dem es nicht unbedingt hätte bleiben müssen. Außenverteidiger Fynn Rohde ans Außennetz (57.) und Gertschat-Anderlik ans Aluminium (64.) verpassten weitere Ergebniskosmetik der stets (zu) braven Bestmann-Elf.
Stattdessen multiplizierte Halx seine Saisontorausbeute von vor dem Spiel um den Faktor zwei, zog er durchaus haltbar von der Strafraumgrenze aus zum 9:2 ab (72.) und wemmste der bekennende Köpenicker das Leder zu Treffer Nummer vier, gleichbedeutend mit dem historischen 10:2-Endstand, in den Winkel (89.).
Neben einem besonderen Platz in der Mannschaftschronik produzierte der Kantersieg auch Wichtiges in der Tabelle der Kreisliga 07: neben einer positiven Tordifferenz erarbeiteten sich die Herren in komplettem Weiß einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. Nur einen Zähler davor rangiert nun der neue Tabellennachbar aus Egenbüttel, dessen Pfeil bei jetzt sechs sieglosen Pflichtspielen am Stück weiter abwärts zeigt.

Tore: 1:0 Freiherr von Cornberg (5. Oehlers), 2:0 Husemann (7.), 3:0 Lourenco de Aquino (17., direkter Freistoß), 4:0 Husemann (19. Freiherr von Cornberg), 5:0 Oehlers (25. Halx), 5:1 Gertschat-Anderlik (36., Strafstoßtor, Handspiel Engel), 6:1 Oehlers (40. Freiherr von Cornberg) 7:1 Halx (44. Freiherr von Cornberg), 8:1 Halx (50. Lourenco de Aquino), 8:2 Cinar (54. Winkler), 9:2 Halx (72. Schätzel), 10:2 Halx (89. Waller)

gelbe Karten: Lourenco de Aquino – keine

Schiedsrichter: Sechkin Sezgin Remzi (TuS Holstein Quickborn)

Zuschauer: 35







Sonntag, 17. November 2024

Spielbericht Niendorfer TSV IV - SV Lurup II

Kreisliga-Farce am Bondenwald
Platzverweise und Unterbrechungen überschatten NTSV-Heimsieg

Verfasst man einen Bericht über einen sportlichen Wettkampf, so gebietet es – trotz noch so großer Nebengeräusche – der Anstand, zunächst das Sportliche zu behandeln.
Kurz und knapp lautet dieses zusammengefasst: Für die zweite Mannschaft des SV Lurup ist der Zug in Richtung Tabellenspitze der Kreisliga 7 nach einer verdienten 0:3-Auswärtspleite beim Niendorfer TSV IV endgültig abgefahren.
Die Begleitumstände dazu erwiesen sich gleich auf mehreren Ebenen als bitter.
Fußballerisch hatte sich der Tabellendritte mit einer komplett verpennten Anfangsphase selbst ins Abseits manövriert. Als letzter Mann fiel Bedir Cakmakci auf die Nase, sodass Arnaud Nzuaffo freie Bahn zum Tor bekam. Dieses beschützte Atilla Karaduman im ersten Anlauf, doch die Abwehr landete genau beim durchgelaufenen Marvin Rüting – 1:0 NTSV (8.)!
Zwei Minuten später erhielt Levin Mannes alle Zeit der Welt, Lukas Lackner per Flugball am langen Pfosten zu bedienen. Wieder ein toller Laufweg, der folgerichtig mit einem Treffer belohnt wurde (10.).
Der SVL völlig neben den Schuhen. Wie gut, dass man sich während einer Spielunterbrechung, verursacht durch zwei auf dem Spielfeld herumtollende Hunde, ein wenig sammeln konnte (12.)…
Von nun an unternahm das Team in rot sichtbar mehr, kam aus dem Spiel heraus aber nicht wirklich auf Strafraumpräsenz. Anders die konternden Niendorfer, für die es Lackner schlitzohrig gegen den weit vorstehenden A. Karaduman versuchte. Der Goalie rettete gerade noch, um beim fälligen Eckstoß Glück zu haben, dass Rütings energetischer Kopfball hauchdünn drüber flog (28.).
Kurz vor der Halbzeit erhielt dann mehr und mehr der Wahnsinn Einzug am Bondenwald. NTSVer Nzuaffo und Gegenspieler Melih Berber sahen jeweils „Gelb“ für einen Disput (40.), ehe es in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts zur Anwendung des STOPP-Konzeptes durch Schiedsrichter Dennis Daniel (SCVM) kam. Nachdem Semih Erdogan Lackner über den Haufen mähte und der laufengelassene Vorteil ergebnislos blieb, begann die Streiterei, die der Mann an der Pfeife mit dem Gang in die Strafräume (vorerst) beendete. Von dort aus ging es schließlich etwas abrupt für alle zum Pausentee.
Entspannende Wirkung schien dieser jedoch nicht gehabt zu haben. Die Heim-Akteure Lackner und Lagemann sahen vom nun überkorrekten Schiedsrichter beide den gelben Karton, weil die Versorgung von (nicht mehr) blutenden Stellen und die Rückkehr auf das Kunstgrün nicht anweisungsgerecht erfolgten (50.) – der Luruper Berber nach Foul nahe der Seitenlinie die Ampelkarte (69.).
Eine ganze Weile dauerte es daraufhin, bis die Kugel wieder rollte. Zunächst schickte Herr Daniel den reklamierenden Cakmakci ebenfalls mit Gelb-rot von der Koppel. Nur hatte Berbers Kapitänserbe zuvor noch gar keine Verwarnung erhalten…
Der „47er“ verstand die Welt nicht mehr, lachte lieber mit Zuschauern über den sich schließlich korrigierenden Referee, anstatt dessen Entschuldigung zu lauschen. Und schon war der diesmal regeltechnisch einwandfreie Platzverweis ausgesprochen (72.). Cakmakcis Gesprächspartner sahen dies etwas anders und wechselten von der Zuschauertraverse auf den Kunstrasen, von wo sie nur mühsam unter Anwendung des Hausrechts zu entfernen waren. Ein peinliches Schmierentheater, das wohl ein Nachspiel vor dem Sportgericht zur Folge haben wird. Ebenso, wie Arasch Djafaris unpassender Verbalbeitrag nach dem Abpfiff. Für den mittlerweile dritten SVL-Kapitänsbindenträger des Tages setzte es zur Abrundung einer schrägen Kreisliga-Farce glatt Rot.
Über Mannes´ sauber, mit ordentlich Raum, herausgespielten Treffer zum 3:0-Endstand (83.) unterhielt sich hier niemand. Schade eigentlich für die Bondenwald-Kicker, die einer durchwachsenen Saison wieder etwas sportliche Heiterkeit verleihen konnten.
Am Vorhornweg, wo die Personaldecke ohnehin eher spärlich daherkommt, darf man nun gespannt sein, wie es im Derby gegen Vize-Spitzenreiter SV Lohkamp gelingt, die nun hinzu gekommenen Ausfälle durch Sperren zu kompensieren.  

Tore: 1:0 Rüting (8. Nzuaffo), 2:0 Lackner (10. Mannes), 3:0 Mannes (83. Lagemann)

gelb-rote Karten: Berber (SV Lurup, 69., Unsportlichkeit + Foulspiel), Cakmakci (SV Lurup, 72., wiederholte Unsportlichkeit)

rote Karte: Djafari (SV Lurup, nach Spielende, Schiedsrichterbeleidigung)

Schiedsrichter: Dennis Daniel (SC Vier- und Marschlande, Note 6: Keine erkennbare Linie bei der Bewertung von Zweikämpfen, beendete die erste Halbzeit mitten in der Durchführung des STOPP-Konzepts, ohne dabei zu pfeifen, Cakmakci ohne vorige Verwarnung mit „Gelb-rot“ zu bestrafen, nahm er immerhin zurück, trug jedoch mit seinem überheblichen Gebaren massiv zur aufgeheizten Stimmung bei)

Zuschauer: 30

besondere Vorkommnisse:
- Die Partie wurde wegen zweier spielender Hunde auf dem Spielfeld für zwei Minuten unterbrochen (12.).
- Durchführung des STOPP-Konzeptes nach verbaler Unruhe auf dem Spielfeld (45.+2).
- Spielunterbrechung, da zwei durch den Schiedsrichter der Anlage verwiesene Zuschauer des SV Lurup nicht bereit waren, den Sportplatz zu verlassen (72.).







Samstag, 19. August 2023

Spielbericht Buxtehuder SV - SVS Mesopotamien Hamburg

Nervenstark in der Nachspielzeit
Ramazanoglu schießt Buxtehuder SV vom Punkt zum ersten Saisonsieg

Nach dem Abpfiff wurde es noch einmal emotional. Wütend kritisierte Mesopotamien-Trainer Michael Aydogdu seinen Gegenüber für dessen Betragen im soeben verlorenen Kreisliga 7-Duell mit dem Buxtehuder SV. Schon während der Partie, die ansonsten eher wenig Erwähnenswertes zu bieten hatte, war es zwischen den lautstark coachenden Übungsleitern zum Disput gekommen.
Auf dem Rasen selber ging es lange eher beschaulich zu. Beide Teams scheuten das große Risiko – sehr zum Ärger der jeweiligen Chefs am Seitenstreifen.
Beispielhaft verdaddelten sowohl Mesos Danny Schneider, als auch der Buxtehuder Ali Hamze ihre Strafraumszenen leichtfertig.
Konkreter würde es da schon bei Hasans abgefälschter Schusschance (32.), der das Happyend verwehrt blieb, welches kurz darauf drüben im Sechzehner der Gäste eintraf. Im Doppelspiel mit Marcel Arab schwebte Ahmed Radi unter den staunenden Blicken der passiven Gegenspieler zum 1:0 in die linke obere Ecke (34.).
Lange Zeit zum Führungsjubel blieb jedoch nicht, steckte Schneider auf den kantigen Ali Hasan durch, sodass dieser mittig mit rechts den 1:1-Halbzeitstand herstellte (37.). Dieser geriet durch Radi noch einmal ins Wanken, doch brauchte der agile Offensivmann zu lange um sich zu drehen und traf er das Leder aus schöner Abschlussposition nicht voll (44.).
Mit ordentlich Dampf und zwei guten Möglichkeiten (Auswärts-Torwart Franklin Maliqi parierte aufmerksam, 47. & 48.) aus der Kabine gekommen, zeigten die mit zwei klaren Niederlagen in die neue Serie gestarteten Hausherren, dass heute alles besser werden sollte.
Bei hochsommerlichen Temperaturen verflachte das Treiben jedoch bis in die Schlussphase, die der mehr als kritische Strafraumraumzweikampf Alassani/Radi (kein Strafstoß für den BSV) einleitete (79.).
Hasan war es, der den Jungs von der Baererstraße die Führung hätte besorgen können, wäre er nur etwas gradliniger zum Schuss gekommen. Stattdessen scheiterte der Versuch, halb Buxtehude zu umspielen (80.).
Ebenfalls nicht zu umspielen war in der anderen Parzelle Mesopotamiens Bedirhan Okcuoglu – auf Kosten eines berechtigten Strafstoßes wegen Stoßens an Ahmed Mhamdi! Der in Kürze 36 werdende Hasan Ramazanoglu übernahm in Kapitänsmanier und versenkte, obwohl Maliqi die richtige Ecke ahnte, zum 2:1 in der Nachspielzeit (90.+2)!
Noch war aber nicht Schluss, im Jahnstadion, wo außer einer Ampelkarte für Okcuoglu (er kassierte die beiden einzigen Verwarnungen im Spiel, 90.+5) aber nichts mehr passierte.
Der zuletzt personell dünn besetzte Aufsteiger aus dem Landkreis Stade ist damit erstmal von den Abstiegsplätzen runter.

Tore: 1:0 Radi (34. Arab), 1:1 Hasan (37. Schneider), 2:1 Ramazanoglu (90.+2., Strafstoßtor, Okcuoglu an Mhamdi)

gelb-rote Karte: Okcuoglu (SVS Mesopotamien, 90.+5, wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Hursit Köse

Zuschauer: 60





Sonntag, 10. August 2014

Spielbericht HEBC II - FC Roland Wedel

An die Tabellenspitze gesiegt
Überzeugender Dreier macht Roland Wedel zum Spitzenreiter

Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen den SV Osdorfer Born musste der Aufsteiger HEBC II die erste Niederlage der noch jungen Saison hinnehmen, unterlag man der starken Elf des FC Roland Wedel mit 1:4. Zwei Doppelschläge waren es, die den Eimsbüttelern das Befahren der Siegerstraße verwehrten.
Den Ersten mussten sie direkt nach der Halbzeitpause über sich ergehen lassen, als man nach einem Zuspiel aus der Tiefe des Raumes plötzlich Josep Dilber vor der Kiste sah und dieser per Heber das 0:1 besorgte. Keine 60 Sekunden später Gegentreffer Nummer zwei, zirkelte Frank Unbehaun das Leder aus zentraler Position über den hier wenig gut aussehenden Schlussmann an die Unterkante der Latte. Auch ohne Torlinientechnik war sofort zu erkennen: Der war drin!
Can Groth brachte seinen Farben mit einem direkten Freistoß, den der sonst vorzügliche Marcel Börnecke nicht halten konnte, wieder in Richtung Punkte, doch 20 Minuten vor Ultimo schmälerte Alexander Winkler mit aller Willensstärke die Hoffnungen der Reinmüllerkicker, indem er aus halbrechter Position, umringt von Gegenspielern, sicher einnetzte.
Mit dem sofort folgenden 1:4 knipste Unbehaun die Lichter dann endgültig aus, was den Anwesenden eine hektische Schlussphase nicht ersparte. So führten beide Teams eine Reihe von harten Zweikämpfen, die den jungen Unparteiischen durchaus vor schwierige Entscheidungen stellten. Extrem einfach machte es ihm, beziehungsweise seinem Assistenten, Kevin Baumert, der Wedeler Kapitän Josep Dilber mit einem komplett unnötigen Nachschlagen in der Schlussminute, das zu Recht mit einem Feldverweis geahndet wurde.
Es war der einzige Wermutstropfen für die Gäste, können sich diese ansonsten für einen sehr überzeugenden Auswärtsauftritt loben lassen.
Beim Aufsteiger hadert man dagegen mit dem Spielverlauf. Wäre die Partie anders gelaufen, wenn Philipp Wöstmann nach einem Aussetzer Andrej Scherers allein vor der Kiste nicht an Börnecke gescheitert wäre (19.)? Man weiß es nicht. Fakt ist jedenfalls, dass man diese Niederlage mit einem Erfolg bei der Reserve des SV Eidelstedt wieder wettmachen kann, während der FC Roland als Spitzenreiter in das kommende Heimspiel gegen die dritte Mannschaft des TSV Uetersen geht.

HEBC II: J. Meyer – Stach (52. Lausch), K. Meyer, Tara, Schnoor – Nunes Caldeira, Sancak – Groth, Asare-Kumi (73. D. Papadopoulos) - A. Avarello, Wöstmann (23. Pasagic)

FC Roland Wedel: Börnecke – Gürbüz, Scherer, Claußen, Binder (22. Mohr) – Wittich, Dilber – Macias Mora, Unbehaun – Meins (83. Steinbach), Winkler (78. Alimoglu), Trainer: Dirk Kahl

Tore: 0:1 Dilber (47. Scherer), 0:2 Unbehaun (48. Winkler), 1:2 Groth (55. direkter Freistoß), 1:3 Winkler (70. Macias Mora), 1:4 Unbehaun (71. Dilber)

Gelbe Karten: T. Avarello, Schnoor – Gürbüz, Wittich, Meins

Rote Karte: Dilber (90.
Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Leonard Aron Anton (FC Teutonia 05, Note 3)

Zuschauer: 40