Weers im Abschiedsalbtraum
Bluethooth-Foul
und Platzverweise: SV Lieth im Schiri-Frust
Manchmal ist es doch der Fußball, der die größten Tragödien schreibt. Ohne damit
Shakespeare, Lessing und Schiller zu nahe treten zu wollen; spielte sich
Krasses, ja fast schon Herzzerreißendes am Freitagabend in der Kreisliga 07 ab.
Hauptdarsteller: ein Abschiednehmender und zwei Herren in schwarz, deren
spielleitende Funktion in der Tat von prägender Bedeutung sein sollte.
Zunächst aber wusste der Fußballabend zu Fuße des Butterbergs nur die
Geschichte eines umschaltstarken Auswärtsteams zu erzählen, rüttelte Roland
Wedel die zweimal siegreich in die neue Serie gestartete SV Lieth gleich
dreimal in der Anfangsphase defensiv durch.
Erst wischte Patrick Klösel Umut Ayiks Linksschuss im Sechzehner über seinen
Kasten (5.), dann war der Keeper bereits von Ayik umspielt, ehe Christian
Kuhlmann seinen vorigen Lapsus mit der Rettungstat in der Rückwärtsbewegung
wieder wettmachte (13.). Und Osman Avci dürfte wohl noch heute von seiner
freistehend drüber gelupften top-Chance träumen (16.)…
Nach einer knappen halben Stunde war es dann schließlich passiert. Just in
jener Phase, wo die SVL ein wenig in die Gänge und durch Jan Schiebuhrs
abgefälschte Direktabnahme zur ersten Gelegenheit kam (23.), leitete ein rasch
ausgeführter Einwurf auf links den Angriff über U. Ayik ein, den Feriz
Bajraktari mit einem phänomenalen Dropkick aus 16 Metern formschön mit dem
verdienten 0:1 abschloss (29.).
Von da an kippte die Angelegenheit so langsam in Richtung der Gastgeber, für
die Florian Ballner auf dynamischen Flankenlauf Schiebuhrs erneut abgefälscht
verfehlte (33.). Und auch wenn der tief durch Matteo Schuchhardt geschickte
Finn Struve richtig zielte; so blieb er doch an Roland-Goalie Safouhat Gabsi
hängen (37.).
Mit dem Rückstand musste es dennoch nicht in die Pause gehen, weil M.
Schuchhardt einen Kuhlmann-Freistoß passend vor den einschussbereiten Schlappen
Struves köpfte (44.).
Gewechselt wurde bei den „Liether Löwen“ in der Pause trotzdem gleich dreifach.
Besonders die Hereinnahme von Außenverteidiger Kilian Weers sollte der Partie hierbei
ihren Stempel aufdrücken. Im letzten Auftritt des Eigengewächses (seit 14
Jahren im Verein) vor dem berufsbedingten Umzug in die Bundeshauptstadt ist
eine komplette Halbzeit natürlich nochmal Ehrensache…
Sportlich begann der zweite Abschnitt unterdessen verheißungsvoll. In zweiter
Welle war ein Freistoß bei Schiebuhr auf links gelandet, sodass der aufgerückte
Luca Albers die folgende Flanke in hoher Luft zum 2:1 einschädeln konnte (67.).
Warum Schiedsrichter Michael Wischer (SV Rugenbergen) Schiebuhr als Torschützen
ins System eintrug? Man weiß es nicht. Ebenso, was der Vorsitzende des BSA
Pinneberg und sein Assistent wenig später beobachtet haben wollen, war ein
Wedeler im Rahmen eines Einwurfs per Bluetooth-Foul im Sechzehner schreiend
dahingesunken. Strafstoß für den Roland und auch noch Gelb für Weers – nicht,
weil er unbedacht durch seinen Strafraum gegrätscht war – nein, es war der
minimale Aufenthalt jenseits der Grundlinie, der dem fassungslosen
„Verursacher“ den Karton einhandelte. Sein Kapitän, der ebenfalls kurz
außerhalb des Feldes stand, blieb übrigens straffrei…
Und die Elbestädter? Für die packte O. Avci das Strafraumgeschenk indes sicher
zum Gleichstand aus (74.).
Doch damit nicht genug der rot-schwarzen Empörung, schaltete sich nun auch
Assistent Dominik Helmker (SV Rugenbergen) in die Szene ein. Alles wartete auf
den Wiederanpfiff, da unterrichtete der Assi seinen Chef in einer Unterredung
über ein folgendes Verbalvergehen von Weers. Gelb-rot! „Ich habe absolut NICHTS
gesagt!“, beteuerte der künftige Berliner vergeblich.
Alles Reklamieren nützte auch in der nächsten Szene mit der Spielleitung
nichts, als Ballner von Mert Güngör vor dem Sechzehner umgenietet wurde,
woraufhin der nach außen getriebene „Vorteil“ für Schiebuhr bei einem
kritischen Zweikampf IN der Parzelle erstickte. Kein Pfiff – keine
nachträgliche Karte für Güngör. Eine klare Fehlentscheidung. Nicht die Einzige,
die den Ex-Verein des Schiedsrichters heuer auf die Palme brachte…
Sportlich drückten die Wedeler in ungewohnter Überzahl auf den späten
Siegtreffer – erfolglos. Es blieb beim leistungsgerechten 2:2.
Roland mit dem Punkt weiter im Mittelfeld der Tabelle, während die SV Lieth
weiter ungeschlagen auf Rang vier rangiert. Kommenden Freitag geht es nach
Hörnerkirchen. Ein Trip, den nicht nur der tragische Held namens Kilian Weers
nicht mehr mitmachen wird, sondern auch für Kuhlmann gestrichen ist. Für seine
kritische Leistungseinordnung erhielt der 23-Jährige nach Spielende die Gelb-rote
Karte von Herrn Wischer, der auch Minuten nach Spielende noch auf dem Platz Ausschau
nach Regelverstößen hielt. Einen Beitrag zum harmonischen, verständnisvollen
Umgang zwischen Spielern und Offiziellen wurde hier sicherlich nicht geleistet…
Tore: 0:1 Bajraktari (29.), 1:1 Struve (44. Kuhlmann), 2:1
Albers (67. Schiebuhr), 2:2 O. Avci (74., Strafstoßtor)
gelb-rote Karten: K. Weers (SV Lieth, 74., wh. Unsportlichkeit),
Kuhlmann (SV Lieth, nach Spielende, wh. Unsportlichkeit)
Schiedsrichter: Michael Wischer (SV Rugenbergen)
Zuschauer: 45
Freitag, 28. August 2026
Spielbericht SV Lieth - FC Roland Wedel
Freitag, 21. August 2026
Spielbericht SV Lieth - Gencler Birligi Elmshorn
Klassen- auch ohne Ligaunterschied
4:0!
SV Lieth dominiert Aufsteiger Gencler Birligi im Derby
Fast auf den Tag genau zehn Jahre lang ist es her, dass Gencler Biriligi
Elmshorn letztmals im Punktspiel bei der SV Lieth gastierte. Mit 3:1 siegte der
türkische Klub damals beim späteren Meister und Bezirksligaaufsteiger, ehe die höhere
Ligazugehörigkeit der SV Lieth im Direktvergleich nun ein Ende erfuhr.
Eine Art Klassenunterschied ließ sich im ersten Punktspielduell seit Dezember
2016 (das gewann die SVL mit 3:0) jedoch trotzdem ablesen.
Vom Anpfiff weg hatte der Bezirksligaabsteiger das Heft des Handelns nämlich
fest in eigenen Händen, sodass es rasch brenzlich vor Genclers Tor wurde. So
musste Jilani Cabdulaahi eine direkte Brant-Ecke im letzten Moment von der
Linie scheuchen (6.), während auch Luca Albers´ Kopfballchance aus einem Ball
von der Fahne resultierte (9.).
Wenig später war es wieder die Anfälligkeit bei hohen Bällen, die die in
Schwierigkeiten brachte, weil Florian Ballner einen Wrage-Einwurf gekonnt auf
Finn Struve weiterleitete und dieser völlig unkoordiniert vom
Gencler-Schlussmann mit den hochgereckten Fäusten ausgebremst wurde. Kein K.O.
für den Liether, sondern die Entstehungsgeschichte des ersten Rundengewinns
durch Christian Kuhlmanns Strafstoßtor (13.).
Wiederum per Standard die Verdopplung,
als Struves Freistoß von Sten Dröge genau ins Jagdrevier von Ballner geköpft wurde
und dieser aus sechs Metern nur noch die eigene Rübe reinhalten musste (23.).
Gencler verzeichnete daraufhin etwas verbesserte Spielanteile, bekam diese aber
auch im Umschalten nicht sauber in den Sechzehner. Majed Eklims Chance aus Brustannahme
und Fünfzehnmeterschuss auf Goalie Lukas Rensch blieb daher die beste
Gelegenheit des Aufsteigers (16.).
Der Gegner machte dagegen mit seinem Kerngeschäft weiter, hob Kuhlmann seinen
Freistoß aus 23 Metern passend über die Mauer zum 3:0 ins Torwart-Eck (54.).
Nachdem eine kurz etwas wilde Spielphase mit einer Fußabwehr gegen SVL-Joker
Joel Tündermann (57.), einem sicher gefangenen Drehschuss von Genclers
Aufstiegstorjäger Nihat Meric (58.) und einem Meer von Zweikämpfen nichts
weiter Zählbares produziert hatte, verflachte der Kick zunehmend – bis Brant auf
Ablage des eingewechselten Nevio Schuchhardt von der Sechzehnerlinie aus
rechtsoben einschweißte (78.). Seinen im Liether Wald versenkten Distanzschuss
zuvor (62.) konnte er natürlich so auch nicht stehenlassen!
Gemeinsam mit der ebenfalls am Freitagabend siegreichen Reserve des
Heidgrabener SV (3:2 gegen den TSV Heist) grüßt die Elf vom Butterberg nun als
Tabellenführer der Kreisliga 07. Nihat Meric und Co müssen dagegen einen
dritten Anlauf (Heimspiel gegen TuS Borstel) zum ersten Punktgewinn der Serie
nehmen.
Tore: 1:0 Kuhlmann (13., Strafstoßtor), 2:0 Ballner (23.
Struve), 3:0 Kuhlmann (54., direkter Freistoß), 4:0 Brant (78. N. Schuchhardt)
gelbe Karten: Ballner – Cabdulaahi, M. Eklim, A. Aloskan
Schiedsrichter: Yannick Schwadtke (Heidgrabener SV, Note 2)
Zuschauer: 130
Samstag, 6. Dezember 2025
Spielbericht SV Eidelstedt II - VfL Hammonia II
Rote
Laterne über den Winter abgegeben
3:0
mit jugendlichem Support: SV Eidelstedt II verlässt das Tabellenende
Zweites Adventswochenende und schon am Samstag entzündete die zweite Mannschaft
des SV Eidelstedt ein neues Licht im Keller der Kreisliga 07, schickte man die
Elf vom VfL Hammonia II überraschend deutlich mit 3:0 zurück gen
Schanzenviertel.
Zugegeben; für die nur wenigen Schaulustigen bot sich bei Nasskälte ein Duell
an der Grenze des Zumutbaren. Im Wesentlichen verstanden beide Teams den
Fußball als Rückschlagspiel mit sekündlich wechselndem Ballbesitz und stets
überraschenden Handlungen im Umgang mit dem Runden. Auch die übertrieben
liberale Zweikampfbewertung des 19-jährigen Joris Mülder (SC Eilbek) verhalf
dem Kick nicht zu gesteigertem Spielfluss.
Punktuell wohltuende Ausnahmen stellten da Aktionen mit der Beteiligung des
Eidelstedters Ferdi Koc dar. Und kaum erspähte der einst in der Landesliga für
den SVE kickende Mann aus dem Zentrum seinen Kollegen Dennis Jaap aus der Tiefe
des Raumes, war dieser per Zuspiel in den Lauf im Rücken der Hammonia-Abwehr
angekommen. Goalie Henrik Priestersbach noch cool umkurvt, war der flache
Abschluss zum 1:0 nun wahrlich keine Hürde mehr (25.).
Vorne im richtigen Moment eiskalt – hinten mit dem allzeit sicheren Justin
Kapusta zwischen den Pfosten: heute sollte es der große Tag für die personell
auch etwas U19-oberligaverstärkten Gastgeber werden.
Bei Jonah Müllers Versuch von halblinks noch mit etwas Glück, dass der Ball
rechts vorbei zischte (75.), schaffte Koc als humorloser Distanzschütze ins
linke untere Eck (77.) beruhigende Fakten für den SVE, der Hammonias löchrige
Rückwärtsbewegung sogar noch mit dem dritten Hurra des Tages bestrafte (87.).
Diesmal konnten die Herren Sama, Hosseini und Jaap den Torschützen
untereinander ausmachen, sodass letzterer einsam in der Mitte den 3:0-Endstand
besiegelte.
Erst in der Nachspielzeit geriet dieser einmal kurz ins Wanken, als ein
schwacher Madougou-Rückpass den VfLer Xhulio Bejkollari die allerdings etwas
hektisch vergeigte Schussmöglichkeit schenkte (90.+2).
Durch die 0:3-Niederlage des BSV 19 bei Schanze II reichte Blau-gelb die rote
Laterne im letzten Auftritt des Jahres nach Bahrenfeld weiter. Hammonias
Vorsprung auf die Abstiegsplätze, vor allem aus dem ertragreichen Oktober (acht
Zähler in vier Punktspielen), schmilzt dagegen weiter. Nur vier Punkte sammelte
man bis dato mehr als der bislang ausschließlich daheim punktende SVE.
Tore: 1:0 Jaap (25. Koc),
2:0 Koc (77.), 3:0 Jaap (87. Hosseini)
gelbe Karten: Steen, Kuka, Boyali –
keine
Schiedsrichter: Joris Mülder (SC
Eilbek, Note 4)
Zuschauer: 15
Samstag, 15. November 2025
Spielbericht Eimsbütteler TV III - VfL Hammonia II
ETV-Serie
über Backbord gerissen
Drei
frühe Gegentore als zu hohe Hypothek: ETV III verliert mal wieder
Marmor, Stein und Eisen bricht – was auch für die Serie des ETV spricht. Mit
fünf ungeschlagenen Partien boxte sich die Drittvertretung von der Bundesstraße
ins Mittelfeld der Kreisliga 7, wo es im Derby gegen die Zweite des VfL
Hammonia nun eine kleine Bruchlandung setzte.
Ein Bauchklatscher mit Anlauf, verstanden es die Herren in weiß vor allem
nicht, ihre linke Abwehrseite gescheit dicht zu bekommen. Ein Zustand, der
bereits nach fünf Minuten reichlich teuer wurde, als Außenverteidiger Pascal
Duke seine Außenbahn entlang stiefelte, um ideal für Tristan Baiers
ergrätschtes 0:1 aufzulegen (5.).
Ähnliches schafften die Gäste mit der fußläufigen Anreise nach der dreifachen
Spielzeit. Wieder raste Duke unbehelligt auf rechts entlang, woraufhin
Abdelkarim El Aidi bei Annahme und Schuss noch geblockt werden konnte. Da Baier
aber wieder genau am richtigen Fleck lauerte, war das 0:2 im Nachsetzen erköpft
(15.).
Hammonia gnadenlos effizient und es wurde noch brutaler, zog diesmal Leon von
Sobieski gezielt zentral mit rechts ab, nachdem diesmal Torben Schulte die
Vorarbeit über Steuerbord lieferte (23.).
Der ETV dagegen völlig von der Rolle, klopfte erst kurz vor der Halbzeit einmal
per Freistoß durch Gabriel Lourenco de Aquino (Duke klärte auf der Linie, 44.)
an.
Der VfL verpasste es unterdessen, mit noch höherer Führung als „nur“ mit 0:3 in
die Pause zu gehen, weil Rene Hobelmann einen erneuten Abdruck von Sobieskies
mit dem Fuß entschärft bekam (35.) und El Aidi die nicht ganz optimale
Schussposition dem Querlegen auf den umtriebigen von Sobieski vorzog (42.).
Kurze Hoffnung für die Hausherren, dass es vielleicht doch noch ein annehmbarer
Nachmittag werden könnte, streute nach einer Stunde ihr vorzeigenswertester
Angriff, den Alexander Robert aus der hintersten Reihe heraus zu Henry Sander
eröffnete, während Leo Husemann schließlich auf Zuspiel seines einstigen
Mitspielers aus dem eigenen 2007er-Jahrgang auf 1:3 verkürzte (60.).
Engagiert, aber letztlich ohne Zug zum Tor, blieb Paul Schätzels zu
unplatzierter Schuss auf VfL-Fänger Henrik Priestersbach (77.) das
gefährlichste der Gefühle.
Hammonia machte dagegen kurz vor Ende alles klar. Jonah Müllers Kurzdistanz-Kopfball
in der zweiten Welle eines Eckballs (85.) bedeutete die Vorentscheidung, die
Matti Hobbiebrunken mit seinem Flachschuss nach Ballgewinn sogar noch weiter
zum 1:5-Endstand untermauerte (90.+4).
Die zehntplatzierte Hammonia-Reserve damit also am kommenden Wochenende gegen
den SC Egenbüttel III mit der Möglichkeit, eine schwierige Hinrunde halbwegs
versöhnlich zu beenden. Der ETV möchte dagegen im Auswärtsderby bei GWE II eine
neue Positivserie starten.
Tore: 0:1 Baier (5. Duke),
0:2 Baier (15. El Aidi), 0:3 von Sobieski (23. Schulte), 1:3 Husemann (60.
Sander), 1:4 Müller (85.), 1:5 Hobbiebrunken (90.+4)
Schiedsrichter: Masud Omer
Zuschauer: 45
Sonntag, 2. November 2025
Spielbericht FC Alsterbrüder III - Altona 93 III
Alsterbrüder
verzweifeln an sich selbst
Chancenverwertung
kostet verdiente Punkte gegen Altona 93 III
Jakob Vink aus kürzester Distanz: bekam ihn nicht rein (3.), Karl Pust auf
Ablage Linus Mende: zu zentral auf den Torwart (25.), Simeon Mastoridis zentral
vor dem Tor: knapp verzogen (31.), Robert Hahne per Kopf: Mika Wegener mit den
Fingerspitzen über sein Gehäuse lenkend (39.) und in Minute 41 opferte Pust das
sinnvolle Querspielen einem Rechtsschuss über das Ziel. Alleine die Auflistung
bester Chancen für die Drittvertretung des FC Alsterbrüder aus der ersten
Halbzeit taugt dazu, die Existenz eines gerechten Fußballgotts in Frage zu
stellen. Denn während die Gastgeber vorne keinerlei Belohnung für die steten
Angriffsbemühungen einfuhren, gab es drüben kurz vor Ende die bittere Quittung
für den Chancenwucher zu schlucken.
Profiteur davon in einem selten wirklich ansehnlichen Match der Kreisliga 07 war
am Sonntagnachmittag die Dritte von Altona 93, die dem Torschussfeuerwerk des
Tabellennachbarn (Achter gegen Siebter) zunächst nur Halbchancen aus der Ferne
entgegenzusetzen hatte.
Erst mit Caspar Schlomms Freistoß, der knapp über den Quader rauschte (50.) und
einer Gelegenheit für Finn Andrecht, die FCA-Fänger Danilo Hidalgo im kurzen
Eck behände zu entschärfen wusste (59.), meldeten sich biederen Kicker von der
Baurstraße ernstzunehmend zu Wort, während die Hausherren zunehmend an sich und
ihrer Abschlussschwäche verzweifelten.
So war es etwas später erneut Vink, der einen zweiten Ball aus dem Rückraum
einfach nicht zielgenau verwertet bekam (65.).
Die Strafe dafür folgte schließlich fünf Minuten vor dem Ende, als ein
Freistoß aus der eigenen Hälfte tief im
Lauf des eingewechselten Tymur Berdychevskyi landete und der 18-Jährige vor
Kiste die Durchsetzungskraft für das unterm Strich etwas schmeichelhafte 0:1
bewies (85.).
Die langsam hektischere Begegnung hatte nun weiteren Zündstoff erhalten, der im
Falle von Mendes ballfernen Kontakt gegen Frederik Glor und der anschließenden
Rudelbildung ein gutes Stück zu viel war.
Sportlich lief der FCA derweil vergeblich gegen die vierte Liganiederlage an.
Kein Tor – keine Punkte: wie gut, dass es nach dem nunmehr vierten sieglos-Match
in Serie als nächstes zum Schlusslicht nach Bahrenfeld geht.
Die Altonaer müssen dagegen hoffen, dass ihnen Fortuna auch gegen das
Spitzenteam von HEBC III wieder tatkräftig zur Unterstützung bereitsteht.
Tore: 0:1 Berdychevskyi
(85.)
gelbe Karten: Kunkel, Mastoridis, De
Ponte – Andrecht, Starke
Schiedsrichter: Arthur Erik
Schreiber (SC Sternschanze)
Zuschauer: 30
Samstag, 18. Oktober 2025
Spielbericht Eimsbütteler TV IV - SSD Nikola Tesla II
ETV-Festspiele
fortgesetzt
Von
der Dritten inspiriert: Vierte Herren
schlagen Tesla II deutlich mit 5:0
Der überschwängliche Jubel der dritten Herren über ihren saftigen
10:2-Kantersieg gegen den SC Egenbüttel III schallte noch aus der Kabine über
die beiden Kunstrasenplätze an der Bundesstraße, da setzten die vierten Herren
die ETV-Festspiele nahtlos fort.
Im „Duell der Generationen“ im Rahmen der Kreisklasse 07 wies man die zweite
Mannschaft des SSD Nikola Tesla deutlich mit 5:0 in die Schranken und setzte
sich damit ein sattes Stück von der Gefahrenzone der Staffel ab.
Günstig dafür standen die Zeichen bereits nach nicht einmal zwei Minuten, als
Gunnar Markhoff eine Ecke von links mit etwas Glück vom kurzen Pfosten aus
hinter die Linie steuerte (2.).
Nach Querpass David Wagners stellte Dan Skjodt Andersen sogar noch innerhalb
der Anfangsviertelstunde aus 2:0 (13.), sodass der dritte ETV-Treffer fast
schon einer mathematischen Gesetzmäßigkeit gefolgt hatte. Diesmal hieß der
Schütze Tom Krase, traf er sicher mit rechts vom (auf dieser Kunstwiese
imaginären) Punkt, nachdem Frido Jansen etwas ungeschickt im Sechzehner gegen
Wagner zu Werke ging (30.).
Die jung aufgestellte Elf von der Baurstraße, deren aktuelle Zusammensetzung
aus der Verschmelzung der einstigen A-Jugenden von Teutonia 05 und dem SC
Nienstedten im Sommer 2024 hervorging und im Verein von eher sekundärer
Bedeutung ist, bemühte sich in Teilen um spielerische Lösungen, die aber viel
zu selten zu sauberem Kombinationsspiel führten. Kyryl Mikheievs 22
Meter-Schuss, der aus einem abgewehrten Freistoß von Lasse Hansen resultierte
(drüber, 42.), Hansen Linksschuss an den Außenpfosten (80.) und ein listiger Akpalo-Heber,
der das Tor des weit vor postierten Manuel Burmester allerdings überragte
(85.), sind dann letztlich auch zu wenig als offensive Leistungsnachweise.
Bedeutend mehr gelang da den Hausherren, die während Tesla noch mit einer
Freistoßentscheidung haderte, den fälligen ruhenden Ball just zu Finn Lüneburgs
4:0 nutzten (50.).
In der Folge ebenfalls etwas nachlässig in der Chancenverwertung, klingelte es
immerhin zu Beginn der Nachspielzeit noch einmal, als Leon Sodhi einen
indirekten Freistoß wegen eines eher weniger kontrollierten Rückpasses zum 5:0-Endstand
rechtsoben hinein hämmerte (90.+1).
Im ergiebigen Mittelfeld der Tabelle schafften die Eimsbütteler nun dank
zuletzt drei Siegen aus vier Partien den Sprung auf Rang neun. Tesla II steuert
dagegen nach dem Zwischenhoch von vier Siegen geradewegs auf die umgekehrte
Serie zu. Eine Niederlage am Sonntag gegen die Groß-Flottbeker Spielvereinigung
wäre dann die nunmehr vierte am Stück.
Tore: 1:0 Markhoff (2.
Sodhi), 2:0 Skjodt Andersen (13. Wagner), 3:0 Krase (30., Strafstoßtor, Jansen
an Wagner), 4:0 Lüneburg (50. Sodhi), 5:0 Sodhi (90.+1 Markhoff)
gelbe Karten: keine – Akyol, D.
Murina, Prell, Hohnhorst, Ulu
Schiedsrichter: Nils Jostarndt (TuS
Berne)
Zuschauer: 30
Spielbericht Eimsbütteler TV III - SC Egenbüttel III
Ein
Stück Vereinshistorie
Neuer
Mannschaftsrekord: ETV-Dritte verdrischt formschwache Egenbütteler
Noch weit nach Spielende dröhnte das euphorische Trällern von Gassenhauern wie
Herbert Grönemeyers „Bochum“ oder Wolfgang Petrys „Verlieben, verloren,
vergessen, verzeih´n“ aus der Kabine der ETV-Drittvertretung, der an diesem
sonnigen Oktober-Samstag wahrhaft Historisches gelungen war. Denn seitdem eine
dritte Herren von der Bundesstraße am Liga-Betrieb teilnimmt (Sommer 2013), gab
es keinen höheren Erfolg als das heutige 10:2 gegen den SC Egenbüttel III.
Die Zerlegung des kräftig ersatzgeschwächten Tabellensiebten hatte früh Gestalt
angenommen. Was im ersten Anlauf nämlich noch nicht perfekt klappte (Torwart
Kevin Bestmann machte sich erfolgreich breit, 4.), gelang beim zweiten Versuch
vorzüglich: Marc-Micha Oehlers mit dem langen Ball hinter die unsortierte Abwehrkette
und Zielspieler Anton Freiherr von Cornberg mit dem eleganten Slalom-Lauf zum
1:0 (5.).
Mit richtig viel Gefühl und noch mehr Effet verdoppelte Jugend-Neuzugang Leo
Husemann postwendend mit bananenhafter Schussbahn (7.), während Gabriel
Lourenco de Aquino für sein 3:0 einen ruhenden Ball (Freistoß von halblinks)
bemühte (17.).
In der Folge war es dann ein neuer ETV-Signature-Move, der die völlig
überforderten Gästen vor unlösbare Defensiv-Aufgaben stellte: das tiefe über
rechts. So initiierte man sowohl den vierten Treffer durch Doppelpacker
Husemann (19.), als auch Oehlers´ 6:1 (40.) über Steuerbord. Zwischendurch
verwertete Oehlers einen Abstauber zum 5:0 (25.), dem die bemitleidenswerten
Rellinger immerhin einen äußerst umstritten zustande gekommenen Ehrentreffer
per Strafstoß (Moritz Engel bemühte klar die Brust), versenkt von
Spielgestalter Pascal Gertschat-Anderlik, entgegensetzten (36.).
Den Schlusspunkt einer surreal einseitigen ersten Hälfte setzte kurz vor deren
Ende der bisher im Abschluss glücklose Jonathan Halx, den Lourenco de Aquino
und Freiherr von Cornberg zuvor ohne Gegnerwiderstand in Position spielten
(44.).
Auch im zweiten Abschnitt raste die Heim-Elf weiter durch die Einbahnstraße,
die Halx gleich zu Beginn aus kürzester Distanz nicht zum achten Hurra führte
(46.). Doch weil der nächste Versuch des bulligen Angreifers linksunten
hineintrudelte, war das Oktett schließlich doch erreicht (50.).
Ausgerechnet jetzt traute sich der gerupfte SCE etwas mehr zu, während die
Eimsbütteler die Sache nun etwas lockerer nahmen. Im Doppelpass mit Janosch
Winkler gelang Murat Cinar somit das verkürzende 8:2 (54.), bei dem es nicht
unbedingt hätte bleiben müssen. Außenverteidiger Fynn Rohde ans Außennetz (57.)
und Gertschat-Anderlik ans Aluminium (64.) verpassten weitere Ergebniskosmetik
der stets (zu) braven Bestmann-Elf.
Stattdessen multiplizierte Halx seine Saisontorausbeute von vor dem Spiel um
den Faktor zwei, zog er durchaus haltbar von der Strafraumgrenze aus zum 9:2 ab
(72.) und wemmste der bekennende Köpenicker das Leder zu Treffer Nummer vier,
gleichbedeutend mit dem historischen 10:2-Endstand, in den Winkel (89.).
Neben einem besonderen Platz in der Mannschaftschronik produzierte der
Kantersieg auch Wichtiges in der Tabelle der Kreisliga 07: neben einer
positiven Tordifferenz erarbeiteten sich die Herren in komplettem Weiß einen
Sechs-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. Nur einen Zähler davor rangiert
nun der neue Tabellennachbar aus Egenbüttel, dessen Pfeil bei jetzt sechs
sieglosen Pflichtspielen am Stück weiter abwärts zeigt.
Tore: 1:0 Freiherr von
Cornberg (5. Oehlers), 2:0 Husemann (7.), 3:0 Lourenco de Aquino (17., direkter
Freistoß), 4:0 Husemann (19. Freiherr von Cornberg), 5:0 Oehlers (25. Halx),
5:1 Gertschat-Anderlik (36., Strafstoßtor, Handspiel Engel), 6:1 Oehlers (40.
Freiherr von Cornberg) 7:1 Halx (44. Freiherr von Cornberg), 8:1 Halx (50.
Lourenco de Aquino), 8:2 Cinar (54. Winkler), 9:2 Halx (72. Schätzel), 10:2
Halx (89. Waller)
gelbe Karten: Lourenco de Aquino –
keine
Schiedsrichter: Sechkin Sezgin Remzi
(TuS Holstein Quickborn)
Zuschauer: 35
Sonntag, 17. November 2024
Spielbericht Niendorfer TSV IV - SV Lurup II
Kreisliga-Farce
am Bondenwald
Platzverweise
und Unterbrechungen überschatten NTSV-Heimsieg
Verfasst man einen Bericht über einen sportlichen Wettkampf, so gebietet es –
trotz noch so großer Nebengeräusche – der Anstand, zunächst das Sportliche zu
behandeln.
Kurz und knapp lautet dieses zusammengefasst: Für die zweite Mannschaft des SV
Lurup ist der Zug in Richtung Tabellenspitze der Kreisliga 7 nach einer
verdienten 0:3-Auswärtspleite beim Niendorfer TSV IV endgültig abgefahren.
Die Begleitumstände dazu erwiesen sich gleich auf mehreren Ebenen als bitter.
Fußballerisch hatte sich der Tabellendritte mit einer komplett verpennten
Anfangsphase selbst ins Abseits manövriert. Als letzter Mann fiel Bedir
Cakmakci auf die Nase, sodass Arnaud Nzuaffo freie Bahn zum Tor bekam. Dieses
beschützte Atilla Karaduman im ersten Anlauf, doch die Abwehr landete genau
beim durchgelaufenen Marvin Rüting – 1:0 NTSV (8.)!
Zwei Minuten später erhielt Levin Mannes alle Zeit der Welt, Lukas Lackner per
Flugball am langen Pfosten zu bedienen. Wieder ein toller Laufweg, der folgerichtig
mit einem Treffer belohnt wurde (10.).
Der SVL völlig neben den Schuhen. Wie gut, dass man sich während einer
Spielunterbrechung, verursacht durch zwei auf dem Spielfeld herumtollende
Hunde, ein wenig sammeln konnte (12.)…
Von nun an unternahm das Team in rot sichtbar mehr, kam aus dem Spiel heraus
aber nicht wirklich auf Strafraumpräsenz. Anders die konternden Niendorfer, für
die es Lackner schlitzohrig gegen den weit vorstehenden A. Karaduman versuchte.
Der Goalie rettete gerade noch, um beim fälligen Eckstoß Glück zu haben, dass
Rütings energetischer Kopfball hauchdünn drüber flog (28.).
Kurz vor der Halbzeit erhielt dann mehr und mehr der Wahnsinn Einzug am
Bondenwald. NTSVer Nzuaffo und Gegenspieler Melih Berber sahen jeweils „Gelb“
für einen Disput (40.), ehe es in der Nachspielzeit des ersten Abschnitts zur
Anwendung des STOPP-Konzeptes durch Schiedsrichter Dennis Daniel (SCVM) kam.
Nachdem Semih Erdogan Lackner über den Haufen mähte und der laufengelassene
Vorteil ergebnislos blieb, begann die Streiterei, die der Mann an der Pfeife
mit dem Gang in die Strafräume (vorerst) beendete. Von dort aus ging es
schließlich etwas abrupt für alle zum Pausentee.
Entspannende Wirkung schien dieser jedoch nicht gehabt zu haben. Die Heim-Akteure
Lackner und Lagemann sahen vom nun überkorrekten Schiedsrichter beide den
gelben Karton, weil die Versorgung von (nicht mehr) blutenden Stellen und die
Rückkehr auf das Kunstgrün nicht anweisungsgerecht erfolgten (50.) – der
Luruper Berber nach Foul nahe der Seitenlinie die Ampelkarte (69.).
Eine ganze Weile dauerte es daraufhin, bis die Kugel wieder rollte. Zunächst
schickte Herr Daniel den reklamierenden Cakmakci ebenfalls mit Gelb-rot von der
Koppel. Nur hatte Berbers Kapitänserbe zuvor noch gar keine Verwarnung erhalten…
Der „47er“ verstand die Welt nicht mehr, lachte lieber mit Zuschauern über den
sich schließlich korrigierenden Referee, anstatt dessen Entschuldigung zu
lauschen. Und schon war der diesmal regeltechnisch einwandfreie Platzverweis
ausgesprochen (72.). Cakmakcis Gesprächspartner sahen dies etwas anders und
wechselten von der Zuschauertraverse auf den Kunstrasen, von wo sie nur mühsam unter
Anwendung des Hausrechts zu entfernen waren. Ein peinliches Schmierentheater,
das wohl ein Nachspiel vor dem Sportgericht zur Folge haben wird. Ebenso, wie
Arasch Djafaris unpassender Verbalbeitrag nach dem Abpfiff. Für den
mittlerweile dritten SVL-Kapitänsbindenträger des Tages setzte es zur Abrundung
einer schrägen Kreisliga-Farce glatt Rot.
Über Mannes´ sauber, mit ordentlich Raum, herausgespielten Treffer zum 3:0-Endstand
(83.) unterhielt sich hier niemand. Schade eigentlich für die
Bondenwald-Kicker, die einer durchwachsenen Saison wieder etwas sportliche
Heiterkeit verleihen konnten.
Am Vorhornweg, wo die Personaldecke ohnehin eher spärlich daherkommt, darf man
nun gespannt sein, wie es im Derby gegen Vize-Spitzenreiter SV Lohkamp gelingt,
die nun hinzu gekommenen Ausfälle durch Sperren zu kompensieren.
Tore: 1:0 Rüting (8.
Nzuaffo), 2:0 Lackner (10. Mannes), 3:0 Mannes (83. Lagemann)
gelb-rote Karten: Berber (SV Lurup,
69., Unsportlichkeit + Foulspiel), Cakmakci (SV Lurup, 72., wiederholte
Unsportlichkeit)
rote Karte: Djafari (SV Lurup, nach
Spielende, Schiedsrichterbeleidigung)
Schiedsrichter: Dennis Daniel (SC
Vier- und Marschlande, Note 6: Keine erkennbare Linie bei der Bewertung von
Zweikämpfen, beendete die erste Halbzeit mitten in der Durchführung des
STOPP-Konzepts, ohne dabei zu pfeifen, Cakmakci ohne vorige Verwarnung mit „Gelb-rot“
zu bestrafen, nahm er immerhin zurück, trug jedoch mit seinem überheblichen
Gebaren massiv zur aufgeheizten Stimmung bei)
Zuschauer: 30
besondere Vorkommnisse:
- Die Partie wurde wegen zweier spielender Hunde auf dem Spielfeld für zwei
Minuten unterbrochen (12.).
- Durchführung des STOPP-Konzeptes nach verbaler Unruhe auf dem Spielfeld
(45.+2).
- Spielunterbrechung, da zwei durch den Schiedsrichter der Anlage verwiesene
Zuschauer des SV Lurup nicht bereit waren, den Sportplatz zu verlassen (72.).
Samstag, 19. August 2023
Spielbericht Buxtehuder SV - SVS Mesopotamien Hamburg
Nervenstark
in der Nachspielzeit
Ramazanoglu
schießt Buxtehuder SV vom Punkt zum ersten Saisonsieg
Nach dem Abpfiff wurde es noch einmal emotional. Wütend kritisierte
Mesopotamien-Trainer Michael Aydogdu seinen Gegenüber für dessen Betragen im
soeben verlorenen Kreisliga 7-Duell mit dem Buxtehuder SV. Schon während der
Partie, die ansonsten eher wenig Erwähnenswertes zu bieten hatte, war es
zwischen den lautstark coachenden Übungsleitern zum Disput gekommen.
Auf dem Rasen selber ging es lange eher beschaulich zu. Beide Teams scheuten
das große Risiko – sehr zum Ärger der jeweiligen Chefs am Seitenstreifen.
Beispielhaft verdaddelten sowohl Mesos Danny Schneider, als auch der Buxtehuder
Ali Hamze ihre Strafraumszenen leichtfertig.
Konkreter würde es da schon bei Hasans abgefälschter Schusschance (32.), der
das Happyend verwehrt blieb, welches kurz darauf drüben im Sechzehner der Gäste
eintraf. Im Doppelspiel mit Marcel Arab schwebte Ahmed Radi unter den
staunenden Blicken der passiven Gegenspieler zum 1:0 in die linke obere Ecke
(34.).
Lange Zeit zum Führungsjubel blieb jedoch nicht, steckte Schneider auf den
kantigen Ali Hasan durch, sodass dieser mittig mit rechts den 1:1-Halbzeitstand
herstellte (37.). Dieser geriet durch Radi noch einmal ins Wanken, doch
brauchte der agile Offensivmann zu lange um sich zu drehen und traf er das
Leder aus schöner Abschlussposition nicht voll (44.).
Mit ordentlich Dampf und zwei guten Möglichkeiten (Auswärts-Torwart Franklin Maliqi
parierte aufmerksam, 47. & 48.) aus der Kabine gekommen, zeigten die mit
zwei klaren Niederlagen in die neue Serie gestarteten Hausherren, dass heute
alles besser werden sollte.
Bei hochsommerlichen Temperaturen verflachte das Treiben jedoch bis in die
Schlussphase, die der mehr als kritische Strafraumraumzweikampf Alassani/Radi
(kein Strafstoß für den BSV) einleitete (79.).
Hasan war es, der den Jungs von der Baererstraße die Führung hätte besorgen
können, wäre er nur etwas gradliniger zum Schuss gekommen. Stattdessen
scheiterte der Versuch, halb Buxtehude zu umspielen (80.).
Ebenfalls nicht zu umspielen war in der anderen Parzelle Mesopotamiens Bedirhan
Okcuoglu – auf Kosten eines berechtigten Strafstoßes wegen Stoßens an Ahmed
Mhamdi! Der in Kürze 36 werdende Hasan Ramazanoglu übernahm in Kapitänsmanier
und versenkte, obwohl Maliqi die richtige Ecke ahnte, zum 2:1 in der
Nachspielzeit (90.+2)!
Noch war aber nicht Schluss, im Jahnstadion, wo außer einer Ampelkarte für
Okcuoglu (er kassierte die beiden einzigen Verwarnungen im Spiel, 90.+5) aber nichts
mehr passierte.
Der zuletzt personell dünn besetzte Aufsteiger aus dem Landkreis Stade ist
damit erstmal von den Abstiegsplätzen runter.
Tore: 1:0 Radi (34. Arab),
1:1 Hasan (37. Schneider), 2:1 Ramazanoglu (90.+2., Strafstoßtor, Okcuoglu an
Mhamdi)
gelb-rote Karte: Okcuoglu (SVS Mesopotamien,
90.+5, wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Hursit Köse
Zuschauer: 60

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