Samstag, 8. Februar 2025

Spielbericht SG Quickborn 1.B - SC Sternschanze 1.B

„konnten nicht mehr unser Spiel spielen“
Arroganz nach 2:0-Führung: Schanze-1.B verschenkt den Auswärtssieg

Es fühlt sich an, als hätten wir nach einer Führung verloren“, machte Anton Kuhlmann aus dem Schanze-Mittelfeld gar nicht erst den Versuch, das enttäuschende 2:2 beim Aufsteiger in Quickborn.
Eigentlich standen die Zeichen rasch auf Auswärtssieg. Marineblau dominierte, kam zu Abschlüssen und ging durch „mehr oder weniger gut herausgespielte Tore“ mit 0:2 in Front.
Beim ersten Streich gelang es dem FCQ, nur durch Alexander Moors Foul, den SCS-Spielfluss zu durchbrechen, ehe Theo Spöhrers hoher Freistoß etwas unglücklich vom Tormann vor die Füße des einschussbereiten Shahab Ahmadi bugsiert wurde (10.).
Teil zwei gelang ansehnlich über rechts. Till Steinfelds raumöffnenden Ball nach außen ließ Spöhrer zu Ahmadi durch, dessen flaches Anspiel in die Mitte Marvin Bonsu hineinmurmelte (28.).
Alles okay aus Schanzen-Sicht, doch mit dem Wiederanstoß, aus dem Efe Yilmaz im hohen Bogen aus der eigenen Hälfte, das 1:2 hexte, war der Bruch im Spiel perfekt (29.).
„(…)ohne, dass der Schiri wieder angepfiffen hat – eine Frechheit, dass es gezählt hat!“, ärgerte sich Kuhlmann über die Situation zum 1:2, „mit der wir jedoch besser hätten umgehen sollen. Wir konnten nach dem Anschlusstreffer einfach nicht mehr unser Spiel spielen; die Gegner waren nach dem Anschlusstreffer viel motivierter und aggressiver in den Zweikämpfen.“.
Schanze dagegen aalte sich in der eigenen Selbstgefälligkeit. Sinnlose Dribblings und ein Meer von halbherzigen wie erfolglosen Chip-Bällen, die nur in der Imagination hinter der FCQ-Kette landeten, prägten das Bild. Den an sich unterlegenen Gegner mit einfachen Bällen ins Laufen bringen und damit zu zermürben war offenbar keine Option mehr…
Die gerechte Strafe folgte schließlich kurz nach der Pause, als wieder Defensivmann Yilmaz am Werk war. Flach rutschte sein Freistoß von rechts an Freund und Feind vorbei und letztlich zum Gleichstand in die lange Ecke (42.).
Die Gäste kurzzeitig völlig neben den Schuhen, retteten eine weitere Standardsituation nur mit viel Glück (54.), ehe es auf der anderen Seite Hoffnung auf Besserung gab. Nach perfektem Ahrens-Steilpass machte sich Torsteher Hannes Lohstöter aber breit genug, um das 2:3 gegen Arthur Schreiber zu verhindern (62.).
Ebenso war der Goalie, der im Hinspiel noch als Rechtsverteidiger firmierte, gegen Ahrens´ Flachschuss zur Stelle (77.).
Ansonsten stemmten sich die leidenschaftlichen Eulenstädter auf ihrer Anlage, wo während der WM 1974 die Auswahl der DDR residierte, erfolgreich gegen die (kopflose) Schlussoffensive der Schanzer. Selbst mit einem Mann weniger (Der bereits verwarnte Hitzkopf Marko Riesner flog für eine überflüssige Spielverzögerung per Zeitstrafe von der Koppel, 80.+2) ließ die Spielgemeinschaft aus dem FC und TuS Holstein Quickborn nur noch einen letzten Schreiber-Versuch, der den Quader haarscharf verfehlte, zu (80.+5).
Die ohnehin schon guten Aussichten auf den Klassenverbleib haben sich in Quickborn dadurch weiter verbessert, während die Vision vom Verlassen der U17-Landes- gen Oberliga für Schanzes Kuhlmann tatsächlich „noch nicht vom Tisch ist“. „Auch, wenn ein Sieg wichtig gewesen wäre, müssen wir dann jetzt umso mehr Ehrgeiz in den nächsten Spielen zeigen.“. Nun wartet aber ausgerechnet der Glashütter SV, gegen den seit Jahren nahezu nichts zu holen war. „Ich bin von fester Überzeugung, dass wir diesmal siegen werden! Es ist ein Heimspiel, wo wir in der Regel eine bessere Leistung erbringen. Dazu schätze ich Glashütte nicht besser ein, als wir es sind“, sprüht der Winter-Frankreich-Rückkehrer trotz des schwierigen Jahresstarts 2025 (ein Punkt, 2:8 Tore aus zwei Partien) vor Tatendrang, die neun Zähler Rückstand auf Promotionsplatz drei noch einzukassieren.  

Tore: 0:1 Ahmadi (10. Spöhrer), 0:2 Bonsu (28.), 1:2 Yilmaz (29.), 2:2 Yilmaz (42.)

gelbe Karten: Bauersachs, Riesner – Schreiber, Taddigs

Schiedsrichter: Daniel Heins (SV Rugenbergen, Note 5,5: lieblose Vorstellung mit teils wilden, undurchsichtigen Entscheidungen aus dem Mittelkreis, gab das Spiel fast nie per Pfiff wieder frei)

Zuschauer: 25






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen