Sonntag, 26. Januar 2025

Spielbericht Niendorfer TSV 2.C - WTSV Concordia 1.C

Cordi locker geknackt
Spitzenreiter NTSV eilt zum nächsten Landesliga-Erfolg

Es riecht nach Aufstieg, am Sachsenweg! Bis auf eine Nullnummer in Rahlstedt sammelte die C2 des Niendorfer TSV nach ihrem Abstieg in die 2010er-Landesliga Sieg um Sieg und auch im neuen Jahr machen die All-Whites in Staffel 01 keine halben Sachen.
Dies bekam die Elf des Wandsbeker TSV Concordia am Sonntagmittag unsanft zu spüren.
Rasch sortierten sich die Spielanteile pro NTSV, wodurch gleich zu Beginn das Führungstor in der Luft lag. Nur wollte es zunächst nicht fallen.
Stattdessen warteten zwischendurch die Gäste mit Henry Harders unbedrängten Drehschuss auf: ein dankbarer Show-Flugball für Goalie Alex Maschmann (5.).
In Minute 17 war es dem Spitzenteam auf der anderen Seite gelungen. Flanke von links in den Fünfer und schon war Karl Jakobs zum 1:0 am Start (17.).
Die Bondenwald-Kicker klar überlegen, aber etwas zu berechenbar im Spiel nach vorne. Alles ging über links, was für einen Gegner der Kategorie Cordis aber ausreichte. Über Backbord entwickelte sich eine hervorragende Schusschance für Ole Wulf aus dem Rückraum – nur setzte der blonde „10er“ seinen Versuch leicht zu hoch an (22.).
Besser lief es kurz darauf als direkter Vorbereiter für Ben Wessels´ Verdopplung im flinken Konter (24.). Zu schnell ging es hier für die Gäste, nachdem Maschmann einen hohen Freistoß sicher abfing und sofort den Vorwärtsgang einleitete.
Ein unkonzentrierter Lapsus des ansonsten immer sattelfesten Jakobs schenkte vor der Halbzeit das zu-Null-Spiel her, weil Lionel Branco nach seinem Ballgewinn passend querlegte und Noel Förster vor der Kiste keine Nerven zeigte (30.).
Entsprechend deutlich wurde es bei der Pausenansprache der nach dem Seitenwechsel deutlich fokussierteren Hausherren. Der Lohn: Ein früher Doppelpack zur Vorentscheidung. Joshua Pospiech würgte die Kugel nach Vorarbeit Jasper Pleitner von halbrecht hinein (38.), ehe auch der zweite Treffer mit der Brechstange gelang, als der NTSV im Fünfmeterraum robuster agierte und wieder Abwehrspieler Jakobs vollendete (41.).
Zahlreiche Chancen blieben in der Folge ungenutzt – auch, weil Cordi-Tormann Ruben Da Silva Santos alles hielt, was zu halten war, bis auch Pospiech sich locker einschiebend zum Doppeltorschützen aufschwang (52.).
Cordi war endgültig gebrochen und weitere Tore mussten natürlich folgen. Ohne großen Widerstand gelang es Leo Bauer, einen hohen Ball per Kopf zu Felix Schwarz weiterzuleiten, woraufhin der Eingewechselte ebenso gegnerdrucklos mit rechts im hohen Bogen das 7:1 besorgen konnte (60.).
Der vorzeitige Schlusspunkt gelang mit Elvis Asare schließlich einem weiteren Joker. Perfekt in Position gebracht, profitierte Asare von Wessels´ Sprint- und Abspielqualitäten (65.).
Am kommenden Wochenende reisen die Müller-Schützlinge als alleiniger Tabellenführer (31 Punkte) zum Abstiegskandidaten nach Wilhelmsburg (4).
Im nächsten Heimspiel winkt gegen den „Vize“, SV Groß Borstel (28), eine zarte Vorentscheidung im Aufstiegskampf.
Cordi muss dagegen bereits in drei Tagen dringend gegen die letztplatzierten Mädchen des HSV punkten, wenn Abstiegsstrich noch weiter ein paar Zähler entfernt bleiben soll.

Tore: 1:0 Jakobs (17.), 2:0 Wessels (24. Wulf), 2:1 N. Förster (30. Branco), 3:1 Pospiech (38. Pleitner), 4:1 Jakobs (41. Pospiech), 5:1 Pospiech (52. Pleitner), 6:1 Wessels (58. Stumm), 7:1 Schwarz (60. Bauer), 8:1 Asare (65. Wessels)

gelbe Karten: Martins Gomes, Pleitner – keine

Schiedsrichter: Marco Kopp (SC Sternschanze, Note 1,5: jederzeit ein kommunikativer Herr der Lage, stimmige Zweikampfbewertung.)

Zuschauer: 60





Sonntag, 19. Januar 2025

Spielbericht SC Sternschanze 3.B - SV Halstenbek-Rellingen 1.B

Munterer Winter-Test
Spiel, das keinen Verlierer verdient, endet 3:3

Nicht viele Zaungäste entschieden sich bei Temperaturen um den Nullpunkt dafür, sich das Testspiel der 3.B aus dem Lager des SC Sternschanze und der B1 der SV Halstenbek-Rellingen als Sonntagabendunterhaltung zu geben. Diejenigen, die es taten, sollten sich am Ende trotz der erlittenen Eisfüße nicht bereut haben.
HR zunächst mit den besseren Chancen, streichelte bereits früh im Match erstmals das Quergestänge (5.), das Frederik Brügges Direktversuch bei einem langen Freistoß von links tatsächlich aus einem Meter übertraf (19.)…
Auch der im Vergleich zur Vorwoche klar verbesserte SCS versteckte sich hier nicht und erhielt zur 30 Minuten-Marke die Dreifach-Chance zur Führung, die nach dem Nachschuss des Nachschusses durch Mattis Verschwele (links vorbei) endgültig vergeben war.
Auf der anderen Seite nahm es Leonard Hoffmann noch einmal mit dem torlosen Pausenstand auf – der Linksschuss rauschte knapp über den Quader (38.).
Nach dem Seitenwechsel war der Bann in diesem abwechslungsreichen Kick „Kreisliga gegen Kreisklasse“ schließlich gebrochen, als Schanze den Klassentieferen mit einem unnötigen Ballverlust im Aufbau zum Abschluss von Brügge in die zu weit offen gelassene kurze Ecke einlud (49.).
Noch weiter ins Hintertreffen gerieten die gastebenen Marineblauen, als eine Offensivbemühung im prompten Gäste-Konter, in Mitte vollendet durch erneut Brügge, zum Boomerang mutierte (61.).
Das Schanzenteam bewies diesmal jedoch Nehmerqualitäten. Simon Esters Gewaltschuss knallte zwar von halblinks an den Pfosten, doch der abstaubende Felix Oteng vervollständigte den Anschlusstreffer ohne Mühe (63.).
Ebenso cool vor dem Tor blieb der 16-Jährige kurz darauf, hatte ihn der wiedereingewechselte Moritz Tenbrink, dessen Impulse sofort wirkten, herrlich per Heber auf die Reise zum 2:2 geschickt (67.).
Das Momentum jetzt auf Seiten des SCS, den Tenbrink schon zuvor fast zum Torerfolg geführt hätte (Schlussmann Jannik Ivers lenkten einen hohen Freistoß sicher über den Kasten, 66.), doch auch die Herren aus dem Süden Schleswig-Holsteins blieben bei der Sache, verpassten bei Hoffmanns abgefälschtem Versuch das 2:3 (71.).
Erfolg hatte die Führungsrückholaktion schließlich kurz darauf. Schanze hinten etwas aufmerksam und schon bediente der durchgehende Hoffmann seinen Kollegen Nebhi Nacarli zum abermaligen HR-Vorsprung (73.).
Dass dieses engagierte Match keinen Verlierer verdient hatte, sah in den letzten Atemzügen jedoch offenbar auch der Fußballgott ein, sodass Esters Innenpfostenschuss, den Tenbrink und Oteng auf den Weg brachten, diesmal die gewünschte Rotation hinter die Linie nahm – 3:3 (80.+1)!

Tore: 0:1 Brügge (49.), 0:2 Brügge (61.), 1:2 Oteng (63. Ester), 2:2 Oteng (67. Tenbrink), 2:3 Nacarli (73. Hoffmann), 3:3 Ester (80.+1 Oteng)

Schiedsrichter: Ian Atai Shokati (FC Alsterbrüder, Note 3,5)

Zuschauer: 14


Spielbericht SC Sternschanze 2.B - SC Sternschanze 1.B

2009er ärgern die B1
Nach der Führung kam nicht mehr viel: SCS-2008er blamieren sich im Test

Letzte Standortbestimmung für die 2008er-Landesliga-Elf des SC Sternschanze und so richtig schlauer machten sie die 80 letzten Winter-Testminuten vor den Auswärtsspiel bei TuS Berne nicht. Ein starker Beginn gegen die zuvor stets beherrschten eigenen 2009er mit verdienter 2:0-Führung und ein ebenso rapider Leistungsabfall, mündend in ein gerechtes 2:2-Remis ließen am Sonntagnachmittag doch noch einige Fragen offen.
Nach der kurzfristigen Freundschaftsspielabsage vom Vortag (Eintracht Lüneburg verzichtete auf den Vergleich unter Hansestädten) ging die 1.B den vereinsinternen Kick höchst engagiert an demonstrierte zumindest im Spiel nach vorne reichlich Dynamik und Zug zum Tor. Schnell sollte sich dies auch auszahlen, als Felix Lenzen den schönen Schnittstellenpass für Theo Spöhrer spielte und dieser nicht nur Gegenspieler Johann Reemtsema, sondern auch Torsteher Theo Fritzsche aussteigen ließ (8.).
Fast dieselben Beteiligten kurz darauf. Diesmal lupfte Baran Sütcü formvollendet in den Sprint seines Kumpels, der Fritzsche hoch überwand, ehe Reemtsemas Rettungsversuch im Selbsttor endete (10.).
Ein noch deutlicheres Szenario als beim 5:0 der Älteren im Duell letzten Sommer zeichnete sich ab, zumal der aufgerückte Rückkehrer Anton Zurhold, der als einer von drei fix spielberechtigten Neuzugängen mitwirkte, im Rahmen eines Eckstoßes das 3:0 auf den direkt reingehaltenen Fuß hatte (14.).
Danach flaute der 2008er-Elan jedoch kontinuierlich ab. Zu viele Ballkontakte, kaum Kommunikation und unklare Aktionen am eigenen Sechzehner verhunzten mehr und mehr einen vielversprechenden Auftritt.
Ganz anders dagegen die B2, die es immer mehr verstand, das Spiel mit klaren Positionen und einfachen Bällen in die Breite zu ziehen.
Einzig Schlussmann Enno Gloßner war es zu verdanken, dass der 2:0-Zwischenstand verhältnismäßig lange Haltbarkeit erfuhr. So blockierte der Hüne beispielsweise gegen den technisch feinen Versuch von Malte Bachmann (16.) und einen Greiner-Versuch, dem eine schwache Klärung ins Zentrum zu Grunde lag (27.).
Nach einer guten halben Stunde hatte das Betteln ums Gegentor schließlich „Erfolg“. Wieder gelang es nicht, einen Eckstoß fachgerecht zu neutralisieren, sodass Außenverteidiger Jeremiah Möcklinghoff abgefälscht aus der zweiten Reihe auf 1:2 verkürzte (31.). Eine Prämiere für den einst aus der zweiten Mannschaft hochgezogenen Nicht-Stammspieler!
Schon zur Pause wäre sogar schon der Ausgleich möglich gewesen, doch der Pfosten wehrte sich beim später ohnehin wegen Abseits abgepfiffenen Versuch durch Janni Thomsen (38.).
Die kräftig durchgeschüttelte U17, der auch das Ausscheiden des formstarken Spöhrer zu schaffen machte (bretterte auf dem rutschigen Geläuf voll in ein neben dem Feld stehendes Großfeldtor, 26.), meldete sich nur ab und zu wieder gefährlich an. Nachdem Kieran Kopp von Fritzsche gestellt werden konnte, jagte Janes Djau das Leder überhastet drüber (39.), während Sütcü, der viel versuchte, aber meist glücklos blieb, aus zehn Metern verfehlte (56.).
Auf der anderen Seite geschah schließlich das, was sich auch im zweiten Abschnitt immer wieder in Ansätzen andeutete: Über Franz Krumwiede und den ablegenden Thomsen erhielt der mutig vorne mitmischende Reemtsema am rechten Strafraum-Eck die Position zum hohen 2:2-Schussbogen (58.).
Am Ende noch einmal bemüht, aber zu oft mit unglücklichen Entscheidungen am Ball, versuchte sich der U17-Landesliga-Fünfte am etwas schmeichelhaften Siegtreffer, den Probespieler Djaffra Darame zentral im Strafraum mit dem schwächeren Linken ebenso vergab (78.), wie Kollege Julius Ahrens, dem in einem selten Moment der Offenheit der B2 der Fuß von Fritzsche das flache 3:2 vermieste (80.+2).
Unterm Strich ein verdienter Gleichstand. Für die in der U16-Landesliga viertplatzierten 2009er, bei denen besonders Diego Traina als Stabilisator im Zentrum überragte, übrigens der einzige Winter-Test vor dem Jahresauftakt bei TuS Osdorf.
Für die nur mit 14 Mann angetretenen 2008er war es dagegen nicht nur vom Ergebnis her ein Dämpfer – vielleicht noch zur richtigen Zeit.

Tore: 0:1 Spöhrer (8. Lenzen), 0:2 Reemtsema (10., Eigentor, Spöhrer), 1:2 Möcklinghoff (31.), 2:2 Reemtsema (58. Thomsen)

gelbe Karten: Kruse – Sütcü

Schiedsrichter: Ian Atai Shokati (FC Alsterbrüder, Note 3)

Zuschauer: 40

B2-Torschützen am Ball: Johann Reemtsema (#4) und Jeremiah Möcklinghoff (rechts).








Sonntag, 12. Januar 2025

Spielbericht SC Sternschanze 1.B - Dersimspor Hamburg 1.B

Zweistelliger Neujahrsempfang
Schanze-B1 testet erfolgreich gegen Kreisliga-Tabellenführer

20 Mann, darunter einige Probespieler, gestalteten am zweiten Januarwochenende den Neujahrsempfang 2025 für die U17-Landesliga-Truppe des SC Sternschanze. Zu Gast war mit Dersimspor ein Team, das nur den Nerds des Jahrgangs 2008 ein Begriff ist. Kein Wunder, kicken die im Sommer neu formierten Harburger in der Kreisliga. Dort Tabellenführer und auf Bezirksliga-Kurs, war der SCS als zwei Klassen höherer Gegner eine Nummer zu groß.
Schanze von Beginn an mit dem Kommando auf dem Kunstgrün, wo zunächst nur lediglich das Tor fehlte. Ein altes Thema des SCS, den insbesondere Kleon Lorenz früh in Führung hätte bringen können. Schlussmann Berzan Keskin entpuppte sich jedoch als persönlicher Schrecken von Schanzes Top-Torjäger (2. & 6.).
Mit Ayham Haufe gelang es schließlich einem Probespieler, das Leder im Rahmen eines gar nicht mal so ideal getretenen Eckstoßes über die Linie zu würgen – 1:0 (18.)!
Ebenfalls noch im Casting befindet sich der heute fleißige Dfafra Darame, der in der gegnerischen Hälfte alle schwindelig dribbelte, um dann aber mit Abschluss knapp zu vergeben (23.). Trotzdem eine schöne Aktion!
Ebenso eine Kombination unter Arrivierten: Julius Ahrens mit dem steilen Anspiel für Baran Sütcü und dieser behielt im Strafraum den Kopf oben, um Theodor Spöhrer für dessen 2:0 zu bedienen (24.).
Mit der ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung vollstrecke Marvin Bonsu zum 3:0 (29.), dem der Ghanaer das 4:0 nachlegte (38.). Vorlagengeber: Janes Djau, der nur Augenblicke später selbst den 5:0-Halbzeitstand herstellte (39.).
Einen Keskin-Reflex (47.) und ein Djau-Abseitstor (49.) später, überraschte Dersimspors Marcin Baginski den Landesligisten mit einem Kunstschuss aus 45 Metern, der im hohen Bogen den Ehrentreffer des Kreisligisten bedeutete (51.). Die „Null“ blieb Geburtstagskind Enno Gloßner damit verwehrt. Seine Vorderleute rächten ihren Schlussmann jedoch mit weiteren Treffern, wie Quaresma Aquins 6:1, das Koyar Hamed Mohammed eröffnend wegbereitete (59.). Der technisch versierte Brasilianer finalisierte letztlich Djaus Zuspiel am zweiten Pfosten.
Weiter ging´s mit einem Bonsu-Doppelpack (66. & 71.) gegen defensiv inzwischen weiß beflaggte Harburger, bei denen immerhin der starke Keskin zu Bonsus Hattrick-Spielverderber taugte (74.).
Im Vollsprint über rechts ließ der völlig losgelöste Spöhrer dem Goalie aus mutigem Winkel wenig später keine Chance, die Zweistelligkeit abzuwenden (76.).
Der irgendwie sinnbildliche 11:1-Schlusspunkt gehörte mit Kieran Kopp noch einmal einem bereits feststehenden Neuzugang (78.). Nachdem Keskin zweimal behände abwehrte, netzte der Zentrumsspieler, den es von der SV Blankenese an den Wasserturm zieht, als ungehinderter Abstauber-Abstauber erstmalig im Dress des neuen Clubs, der mit seinem personell aufgestockten Kader eine erste Duftmarke setzte.

Tore: 1:0 Haufe (18. Spöhrer), 2:0 Spöhrer (24. Sütcü), 3:0 Bonsu (29. Spöhrer), 4:0 Bonsu (38. Djau), 5:0 Djau (39.), 5:1 Baginski (50.), 6:1 Darame (51.), 7:1 Aquin (59. Djau), 8:1 Bonsu (68. Spöhrer), 9:1 Bonsu (71. Spöhrer), 10:1 Spöhrer (76.), 11:1 Kopp (78.)

Schiedsrichter: Leonard Läubin (Hamburger SV, Note 2,5)

Zuschauer: 25




Spielbericht SC Sternschanze 3.B - Farmsener TV 1.B

Verlängerter Winterschlaf
Ex-Raubvögel zerpflücken fahrige Schanzen-Elf

Kurz vor Weihnachten zogen sich die zweiten 2008er des SC Sternschanze mit einem 0:8 im Pokal gegen den Oberligisten SC Victoria ordentlich aus der Affäre. Mit zwei Gegentoren weniger, aber mit einer indiskutablen Darbietung ging der Start ins Jahr 2025 jedoch in die Binsen.
Vom Anpfiff weg ließ das 18-köpfige SCS-Gros im Test gegen den Farmsener TV aus der Kreisliga-Parallelstaffel 02 alles vermissen, womit man sich im Pokal noch Sympathien erkämpfte. Mit Ball zu kompliziert, ohne Ball zu statisch und in den Zweikämpfen kaum existent. So machte man es dem spielfreudigen FTV recht einfach, bereits nach 21 Minuten auf 0:2 davonzuziehen. Jesko Lommatzsch eröffnete nach einer Viertelstunde den Torreigen, ehe Mansur Mohammadi aus dem Rückraum verdoppelte (21.).
Gegenwehr? Fehlanzeige!
Ebenso bei Aaron Carstensens zentralen Rechtsschuss zum 0:3, bei dem der SCS freundlich Spalier stand und auch der Innenpfosten freundlich mithalf (31.).
Ganz ohne Beteiligung des Aluminiums schnürte Carstensen, den es wie einige seiner Mitstreiter im Sommer von der aufgelösten Elf des SC Condor zum Lokalrivalen zog, erneut aus mittiger Position, den Doppelpack (56.), welcher zehn Minuten später auch J. Lommatzsch gelingen sollte (66.). Wieder ein Ex-Condoraner, der im konfusen Abwehrzentrum des SCS keine fachgerechte Betreuung erfuhr!
Das halbe Dutzend komplett machte in der Schlussminute Keno Zippel, der schön mit links aus der Drehung vollendete, nachdem ihn Carstensen mustergültig bedient hatte (80.).
Schanze betrieb dagegen bis zum Schlusspfiff konsequente Arbeitsverweigerung, was die Statistik von exakt einem eigenen Torschuss in 80 Minuten illustrierte. Diesen feuerte Simon Ester vier Minuten vor dem Ende aus dem Lauf rechts am Tor vorbei.
Vielleicht folgt das verspätete Erwachen aus dem Winterschlaf ja am kommenden Wochenende im nächsten Freundschaftsspiel gegen die SV Halstenbek-Rellingen, die man noch gut aus den vorigen Jahren in der Kreisklasse kennt.

Tore: 0:1 J. Lommatzsch (15.), 0:2 Mohammadi (21.), 0:3 Carstensen (31.), 0:4 Carstensen (56.), 0:5 J. Lommatzsch (66. Hussein), 0:6 Zippel (80. Carstensen)

Schiedsrichter: Ghazi Sabir Ali Hamawand (Hamburger SV, Note 3)

Zuschauer: 23


Spielbericht VfL Hammonia III - TuS Holstein Quickborn II

Neues Jahr – neues Glück?
Hammonia III macht wieder Hammonia III-Sachen – diesmal unbestraft

Nur allzu oft bestachen Spiele der dritten Mannschaft des VfL Hammonia durch Situationskomik, die den Kreisligaaufsteiger kontinuierlich um Zählbares im Abstiegskampf der Sechserstaffel brachte. Im neuen Jahr soll nun aber alles besser werden. Ein frommer Wunsch, der sich zumindest im Endstand des Testspiels gegen die ebenfalls in der Kreisliga beheimatete Reserve von TuS Holstein Quickborn erfüllte.
Viel besser als der Gegner hatte man den eisigen Kunstrasenplatz angenommen und stets den Abschluss gesucht. Völlig verdient stand es daher früh 2:0.
Beim ersten Streich fiel Außenverteidiger Ievgen Maskov eine Maza-Ecke dank torhüterlicher Mithilfe vor den Schlappen (16.), während Tor Nummer zwei wirklich fein herausgespielt war. Nach Zuspiel aus dem Zentrum schüttelte Henning Franke Gegenspieler Rodrigo Pedreiro Gomes auf rechts ab, woraufhin Sturm-Routinier Hüdayi Dogu in der Mitte alles klar machte (19.).
Noch mehr Grund zum Jubeln stellte sich in Minute 41 ein. Diesmal konterte der VfL, sodass Paul Marx auf Zuspiel Dogu frei laufend Kapital aus der löchrigen Holstein-Abwehr schlagen konnte (41.).
Hammonia hatte den Laden gut im Griff, ließ mit fortschreitender Spielzeit und einigen Wechseln jedoch sichtbar nach.
So fing man sich durch mangelnde Konsequenz bei der Verteidigung einer Ecke von Merlin Wilcken Tim Heinitz´ 3:1 aus dem Rückraum (51.), ehe Ahmon Bareq Shafiie eine lange Hereingabe komplett blank am zweiten Pfosten zum Anschlusstreffer nutzte (58.). Wäre die Latte bei Dudley Shigwedhas ungestörten Lupfer nicht rettend zur Stelle gewesen, hätten die Gastgeber den Vorsprung gar komplett neun Minuten hergeschenkt (59.).
So aber hielt die Führung bis ins letzte Drittel hinein (die 90 Minuten wurden nach Absprache in 3x 30 Minuten durchgeführt), wo es trotz hoher Fehlerquote noch einmal munter hin und her ging. Dogu beendete seinen ästhetischen Slalomlauf mit einem verunglückten Abschluss (Fußabwehr Alexander Boger), der ihm aufgrund des Nicht-Querlegens das Ausgeben einer Kiste für die Mannschaft einhandelte (69.) – TuS Holsteins Treffer von Najib Morvey Tenimu zählte wegen einer Abseitsstellung nicht (75.).
Zehn Minuten vor dem Ende dann die große Chance für die Hammonen, den Sack vorzeitig zuzumachen, doch der eingewechselte Sekou Diallo setzte seinen gerechtfertigten Foulstrafstoß neben das Gehäuse (80.).
Ein Fauxpas, der heute aber unbestraft bleiben sollte. Denn während die Quickborner nicht mehr so richtig in den Angriffsbereich vorstießen, erklärte das 4:2 in der Schlussminute alle Unkenrufe nach dem 3:3 für nichtig. Younes Berriri war es, der Diallos schöne Vorarbeit ein krönendes Finale bescherte (90.).
Vielleicht wird in 2025 also doch alles besser, bei der VfL-Dritten…

Tore: 1:0 Maskov (16. Maza), 2:0 Dogu (19. Franke), 3:0 Marx (41. Dogu), 3:1 Heinitz (51. Wilcken), 3:2 Bareq Shafiie (58.), 4:2 Berriri (90. Diallo)

gelbe Karten: Rubilar – Bareq Shafiie

Schiedsrichter: Leif Menke (SC Sternschanze)

Zuschauer: 20

besonderes Vorkommnis: Diallo (Hammonia) schießt Strafstoß neben das Tor (80., Bareq Shafiie an Rubilar).

Torschütze zum 4:2: Younes Berriri.