Cordi
locker geknackt
Spitzenreiter
NTSV eilt zum nächsten Landesliga-Erfolg
Es riecht nach Aufstieg, am Sachsenweg! Bis auf eine Nullnummer in Rahlstedt
sammelte die C2 des Niendorfer TSV nach ihrem Abstieg in die 2010er-Landesliga
Sieg um Sieg und auch im neuen Jahr machen die All-Whites in Staffel 01 keine
halben Sachen.
Dies bekam die Elf des Wandsbeker TSV Concordia am Sonntagmittag unsanft zu
spüren.
Rasch sortierten sich die Spielanteile pro NTSV, wodurch gleich zu Beginn das
Führungstor in der Luft lag. Nur wollte es zunächst nicht fallen.
Stattdessen warteten zwischendurch die Gäste mit Henry Harders unbedrängten
Drehschuss auf: ein dankbarer Show-Flugball für Goalie Alex Maschmann (5.).
In Minute 17 war es dem Spitzenteam auf der anderen Seite gelungen. Flanke von
links in den Fünfer und schon war Karl Jakobs zum 1:0 am Start (17.).
Die Bondenwald-Kicker klar überlegen, aber etwas zu berechenbar im Spiel nach
vorne. Alles ging über links, was für einen Gegner der Kategorie Cordis aber
ausreichte. Über Backbord entwickelte sich eine hervorragende Schusschance für
Ole Wulf aus dem Rückraum – nur setzte der blonde „10er“ seinen Versuch leicht
zu hoch an (22.).
Besser lief es kurz darauf als direkter Vorbereiter für Ben Wessels´
Verdopplung im flinken Konter (24.). Zu schnell ging es hier für die Gäste,
nachdem Maschmann einen hohen Freistoß sicher abfing und sofort den
Vorwärtsgang einleitete.
Ein unkonzentrierter Lapsus des ansonsten immer sattelfesten Jakobs schenkte
vor der Halbzeit das zu-Null-Spiel her, weil Lionel Branco nach seinem
Ballgewinn passend querlegte und Noel Förster vor der Kiste keine Nerven zeigte
(30.).
Entsprechend deutlich wurde es bei der Pausenansprache der nach dem Seitenwechsel
deutlich fokussierteren Hausherren. Der Lohn: Ein früher Doppelpack zur
Vorentscheidung. Joshua Pospiech würgte die Kugel nach Vorarbeit Jasper
Pleitner von halbrecht hinein (38.), ehe auch der zweite Treffer mit der
Brechstange gelang, als der NTSV im Fünfmeterraum robuster agierte und wieder
Abwehrspieler Jakobs vollendete (41.).
Zahlreiche Chancen blieben in der Folge ungenutzt – auch, weil Cordi-Tormann
Ruben Da Silva Santos alles hielt, was zu halten war, bis auch Pospiech sich locker
einschiebend zum Doppeltorschützen aufschwang (52.).
Cordi war endgültig gebrochen und weitere Tore mussten natürlich folgen. Ohne
großen Widerstand gelang es Leo Bauer, einen hohen Ball per Kopf zu Felix Schwarz
weiterzuleiten, woraufhin der Eingewechselte ebenso gegnerdrucklos mit rechts
im hohen Bogen das 7:1 besorgen konnte (60.).
Der vorzeitige Schlusspunkt gelang mit Elvis Asare schließlich einem weiteren
Joker. Perfekt in Position gebracht, profitierte Asare von Wessels´ Sprint- und
Abspielqualitäten (65.).
Am kommenden Wochenende reisen die Müller-Schützlinge als alleiniger
Tabellenführer (31 Punkte) zum Abstiegskandidaten nach Wilhelmsburg (4).
Im nächsten Heimspiel winkt gegen den „Vize“, SV Groß Borstel (28), eine zarte
Vorentscheidung im Aufstiegskampf.
Cordi muss dagegen bereits in drei Tagen dringend gegen die letztplatzierten
Mädchen des HSV punkten, wenn Abstiegsstrich noch weiter ein paar Zähler
entfernt bleiben soll.
Tore: 1:0 Jakobs (17.),
2:0 Wessels (24. Wulf), 2:1 N. Förster (30. Branco), 3:1 Pospiech (38. Pleitner),
4:1 Jakobs (41. Pospiech), 5:1 Pospiech (52. Pleitner), 6:1 Wessels (58.
Stumm), 7:1 Schwarz (60. Bauer), 8:1 Asare (65. Wessels)
gelbe Karten: Martins Gomes,
Pleitner – keine
Schiedsrichter: Marco Kopp (SC
Sternschanze, Note 1,5: jederzeit ein kommunikativer Herr der Lage, stimmige
Zweikampfbewertung.)
Zuschauer: 60
Sonntag, 26. Januar 2025
Spielbericht Niendorfer TSV 2.C - WTSV Concordia 1.C
Sonntag, 19. Januar 2025
Spielbericht SC Sternschanze 3.B - SV Halstenbek-Rellingen 1.B
Munterer
Winter-Test
Spiel, das keinen Verlierer verdient, endet 3:3
Nicht viele Zaungäste entschieden sich bei Temperaturen um den Nullpunkt dafür,
sich das Testspiel der 3.B aus dem Lager des SC Sternschanze und der B1 der SV
Halstenbek-Rellingen als Sonntagabendunterhaltung zu geben. Diejenigen, die es taten,
sollten sich am Ende trotz der erlittenen Eisfüße nicht bereut haben.
HR zunächst mit den besseren Chancen, streichelte bereits früh im Match
erstmals das Quergestänge (5.), das Frederik Brügges Direktversuch bei einem langen
Freistoß von links tatsächlich aus einem Meter übertraf (19.)…
Auch der im Vergleich zur Vorwoche klar verbesserte SCS versteckte sich hier nicht
und erhielt zur 30 Minuten-Marke die Dreifach-Chance zur Führung, die nach dem
Nachschuss des Nachschusses durch Mattis Verschwele (links vorbei) endgültig
vergeben war.
Auf der anderen Seite nahm es Leonard Hoffmann noch einmal mit dem torlosen
Pausenstand auf – der Linksschuss rauschte knapp über den Quader (38.).
Nach dem Seitenwechsel war der Bann in diesem abwechslungsreichen Kick „Kreisliga
gegen Kreisklasse“ schließlich gebrochen, als Schanze den Klassentieferen mit
einem unnötigen Ballverlust im Aufbau zum Abschluss von Brügge in die zu weit
offen gelassene kurze Ecke einlud (49.).
Noch weiter ins Hintertreffen gerieten die gastebenen Marineblauen, als eine
Offensivbemühung im prompten Gäste-Konter, in Mitte vollendet durch erneut Brügge,
zum Boomerang mutierte (61.).
Das Schanzenteam bewies diesmal jedoch Nehmerqualitäten. Simon Esters
Gewaltschuss knallte zwar von halblinks an den Pfosten, doch der abstaubende
Felix Oteng vervollständigte den Anschlusstreffer ohne Mühe (63.).
Ebenso cool vor dem Tor blieb der 16-Jährige kurz darauf, hatte ihn der
wiedereingewechselte Moritz Tenbrink, dessen Impulse sofort wirkten, herrlich
per Heber auf die Reise zum 2:2 geschickt (67.).
Das Momentum jetzt auf Seiten des SCS, den Tenbrink schon zuvor fast zum Torerfolg
geführt hätte (Schlussmann Jannik Ivers lenkten einen hohen Freistoß sicher
über den Kasten, 66.), doch auch die Herren aus dem Süden Schleswig-Holsteins
blieben bei der Sache, verpassten bei Hoffmanns abgefälschtem Versuch das 2:3
(71.).
Erfolg hatte die Führungsrückholaktion schließlich kurz darauf. Schanze hinten etwas
aufmerksam und schon bediente der durchgehende Hoffmann seinen Kollegen Nebhi
Nacarli zum abermaligen HR-Vorsprung (73.).
Dass dieses engagierte Match keinen Verlierer verdient hatte, sah in den
letzten Atemzügen jedoch offenbar auch der Fußballgott ein, sodass Esters
Innenpfostenschuss, den Tenbrink und Oteng auf den Weg brachten, diesmal die
gewünschte Rotation hinter die Linie nahm – 3:3 (80.+1)!
Tore: 0:1 Brügge (49.),
0:2 Brügge (61.), 1:2 Oteng (63. Ester), 2:2 Oteng (67. Tenbrink), 2:3 Nacarli
(73. Hoffmann), 3:3 Ester (80.+1 Oteng)
Schiedsrichter: Ian Atai Shokati (FC
Alsterbrüder, Note 3,5)
Zuschauer: 14
Spielbericht SC Sternschanze 2.B - SC Sternschanze 1.B
2009er
ärgern die B1
Nach
der Führung kam nicht mehr viel: SCS-2008er blamieren sich im Test
Letzte Standortbestimmung für die 2008er-Landesliga-Elf des SC Sternschanze und
so richtig schlauer machten sie die 80 letzten Winter-Testminuten vor den Auswärtsspiel
bei TuS Berne nicht. Ein starker Beginn gegen die zuvor stets beherrschten eigenen
2009er mit verdienter 2:0-Führung und ein ebenso rapider Leistungsabfall,
mündend in ein gerechtes 2:2-Remis ließen am Sonntagnachmittag doch noch einige
Fragen offen.
Nach der kurzfristigen Freundschaftsspielabsage vom Vortag (Eintracht Lüneburg
verzichtete auf den Vergleich unter Hansestädten) ging die 1.B den
vereinsinternen Kick höchst engagiert an demonstrierte zumindest im Spiel nach
vorne reichlich Dynamik und Zug zum Tor. Schnell sollte sich dies auch
auszahlen, als Felix Lenzen den schönen Schnittstellenpass für Theo Spöhrer
spielte und dieser nicht nur Gegenspieler Johann Reemtsema, sondern auch
Torsteher Theo Fritzsche aussteigen ließ (8.).
Fast dieselben Beteiligten kurz darauf. Diesmal lupfte Baran Sütcü
formvollendet in den Sprint seines Kumpels, der Fritzsche hoch überwand, ehe
Reemtsemas Rettungsversuch im Selbsttor endete (10.).
Ein noch deutlicheres Szenario als beim 5:0 der Älteren im Duell letzten Sommer
zeichnete sich ab, zumal der aufgerückte Rückkehrer Anton Zurhold, der als einer
von drei fix spielberechtigten Neuzugängen mitwirkte, im Rahmen eines Eckstoßes
das 3:0 auf den direkt reingehaltenen Fuß hatte (14.).
Danach flaute der 2008er-Elan jedoch kontinuierlich ab. Zu viele Ballkontakte,
kaum Kommunikation und unklare Aktionen am eigenen Sechzehner verhunzten mehr
und mehr einen vielversprechenden Auftritt.
Ganz anders dagegen die B2, die es immer mehr verstand, das Spiel mit klaren
Positionen und einfachen Bällen in die Breite zu ziehen.
Einzig Schlussmann Enno Gloßner war es zu verdanken, dass der 2:0-Zwischenstand
verhältnismäßig lange Haltbarkeit erfuhr. So blockierte der Hüne beispielsweise
gegen den technisch feinen Versuch von Malte Bachmann (16.) und einen
Greiner-Versuch, dem eine schwache Klärung ins Zentrum zu Grunde lag (27.).
Nach einer guten halben Stunde hatte das Betteln ums Gegentor schließlich „Erfolg“.
Wieder gelang es nicht, einen Eckstoß fachgerecht zu neutralisieren, sodass
Außenverteidiger Jeremiah Möcklinghoff abgefälscht aus der zweiten Reihe auf
1:2 verkürzte (31.). Eine Prämiere für den einst aus der zweiten Mannschaft
hochgezogenen Nicht-Stammspieler!
Schon zur Pause wäre sogar schon der Ausgleich möglich gewesen, doch der
Pfosten wehrte sich beim später ohnehin wegen Abseits abgepfiffenen Versuch
durch Janni Thomsen (38.).
Die kräftig durchgeschüttelte U17, der auch das Ausscheiden des formstarken
Spöhrer zu schaffen machte (bretterte auf dem rutschigen Geläuf voll in ein
neben dem Feld stehendes Großfeldtor, 26.), meldete sich nur ab und zu wieder
gefährlich an. Nachdem Kieran Kopp von Fritzsche gestellt werden konnte, jagte
Janes Djau das Leder überhastet drüber (39.), während Sütcü, der viel
versuchte, aber meist glücklos blieb, aus zehn Metern verfehlte (56.).
Auf der anderen Seite geschah schließlich das, was sich auch im zweiten
Abschnitt immer wieder in Ansätzen andeutete: Über Franz Krumwiede und den
ablegenden Thomsen erhielt der mutig vorne mitmischende Reemtsema am rechten
Strafraum-Eck die Position zum hohen 2:2-Schussbogen (58.).
Am Ende noch einmal bemüht, aber zu oft mit unglücklichen Entscheidungen am
Ball, versuchte sich der U17-Landesliga-Fünfte am etwas schmeichelhaften
Siegtreffer, den Probespieler Djaffra Darame zentral im Strafraum mit dem
schwächeren Linken ebenso vergab (78.), wie Kollege Julius Ahrens, dem in einem
selten Moment der Offenheit der B2 der Fuß von Fritzsche das flache 3:2
vermieste (80.+2).
Unterm Strich ein verdienter Gleichstand. Für die in der U16-Landesliga viertplatzierten
2009er, bei denen besonders Diego Traina als Stabilisator im Zentrum überragte,
übrigens der einzige Winter-Test vor dem Jahresauftakt bei TuS Osdorf.
Für die nur mit 14 Mann angetretenen 2008er war es dagegen nicht nur vom
Ergebnis her ein Dämpfer – vielleicht noch zur richtigen Zeit.
Tore: 0:1 Spöhrer (8.
Lenzen), 0:2 Reemtsema (10., Eigentor, Spöhrer), 1:2 Möcklinghoff (31.), 2:2
Reemtsema (58. Thomsen)
gelbe Karten: Kruse – Sütcü
Schiedsrichter: Ian Atai Shokati (FC
Alsterbrüder, Note 3)
Zuschauer: 40
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B2-Torschützen am Ball: Johann Reemtsema (#4) und Jeremiah Möcklinghoff (rechts). |
Sonntag, 12. Januar 2025
Spielbericht SC Sternschanze 1.B - Dersimspor Hamburg 1.B
Zweistelliger
Neujahrsempfang
Schanze-B1 testet erfolgreich gegen Kreisliga-Tabellenführer
20 Mann, darunter einige Probespieler, gestalteten am zweiten Januarwochenende
den Neujahrsempfang 2025 für die U17-Landesliga-Truppe des SC Sternschanze. Zu
Gast war mit Dersimspor ein Team, das nur den Nerds des Jahrgangs 2008 ein
Begriff ist. Kein Wunder, kicken die im Sommer neu formierten Harburger in der
Kreisliga. Dort Tabellenführer und auf Bezirksliga-Kurs, war der SCS als zwei
Klassen höherer Gegner eine Nummer zu groß.
Schanze von Beginn an mit dem Kommando auf dem Kunstgrün, wo zunächst nur
lediglich das Tor fehlte. Ein altes Thema des SCS, den insbesondere Kleon
Lorenz früh in Führung hätte bringen können. Schlussmann Berzan Keskin
entpuppte sich jedoch als persönlicher Schrecken von Schanzes Top-Torjäger (2.
& 6.).
Mit Ayham Haufe gelang es schließlich einem Probespieler, das Leder im Rahmen
eines gar nicht mal so ideal getretenen Eckstoßes über die Linie zu würgen – 1:0
(18.)!
Ebenfalls noch im Casting befindet sich der heute fleißige Dfafra Darame, der
in der gegnerischen Hälfte alle schwindelig dribbelte, um dann aber mit
Abschluss knapp zu vergeben (23.). Trotzdem eine schöne Aktion!
Ebenso eine Kombination unter Arrivierten: Julius Ahrens mit dem steilen
Anspiel für Baran Sütcü und dieser behielt im Strafraum den Kopf oben, um
Theodor Spöhrer für dessen 2:0 zu bedienen (24.).
Mit der ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung vollstrecke Marvin Bonsu
zum 3:0 (29.), dem der Ghanaer das 4:0 nachlegte (38.). Vorlagengeber: Janes
Djau, der nur Augenblicke später selbst den 5:0-Halbzeitstand herstellte (39.).
Einen Keskin-Reflex (47.) und ein Djau-Abseitstor (49.) später, überraschte
Dersimspors Marcin Baginski den Landesligisten mit einem Kunstschuss aus 45
Metern, der im hohen Bogen den Ehrentreffer des Kreisligisten bedeutete (51.).
Die „Null“ blieb Geburtstagskind Enno Gloßner damit verwehrt. Seine Vorderleute
rächten ihren Schlussmann jedoch mit weiteren Treffern, wie Quaresma Aquins
6:1, das Koyar Hamed Mohammed eröffnend wegbereitete (59.). Der technisch versierte
Brasilianer finalisierte letztlich Djaus Zuspiel am zweiten Pfosten.
Weiter ging´s mit einem Bonsu-Doppelpack (66. & 71.) gegen defensiv inzwischen
weiß beflaggte Harburger, bei denen immerhin der starke Keskin zu Bonsus
Hattrick-Spielverderber taugte (74.).
Im Vollsprint über rechts ließ der völlig losgelöste Spöhrer dem Goalie aus
mutigem Winkel wenig später keine Chance, die Zweistelligkeit abzuwenden (76.).
Der irgendwie sinnbildliche 11:1-Schlusspunkt gehörte mit Kieran Kopp noch
einmal einem bereits feststehenden Neuzugang (78.). Nachdem Keskin zweimal behände
abwehrte, netzte der Zentrumsspieler, den es von der SV Blankenese an den
Wasserturm zieht, als ungehinderter Abstauber-Abstauber erstmalig im Dress des
neuen Clubs, der mit seinem personell aufgestockten Kader eine erste Duftmarke
setzte.
Tore: 1:0 Haufe (18.
Spöhrer), 2:0 Spöhrer (24. Sütcü), 3:0 Bonsu (29. Spöhrer), 4:0 Bonsu (38.
Djau), 5:0 Djau (39.), 5:1 Baginski (50.), 6:1 Darame (51.), 7:1 Aquin (59.
Djau), 8:1 Bonsu (68. Spöhrer), 9:1 Bonsu (71. Spöhrer), 10:1 Spöhrer (76.),
11:1 Kopp (78.)
Schiedsrichter: Leonard Läubin
(Hamburger SV, Note 2,5)
Zuschauer: 25
Spielbericht SC Sternschanze 3.B - Farmsener TV 1.B
Verlängerter
Winterschlaf
Ex-Raubvögel
zerpflücken fahrige Schanzen-Elf
Kurz vor Weihnachten zogen sich die zweiten 2008er des SC Sternschanze mit
einem 0:8 im Pokal gegen den Oberligisten SC Victoria ordentlich aus der
Affäre. Mit zwei Gegentoren weniger, aber mit einer indiskutablen Darbietung
ging der Start ins Jahr 2025 jedoch in die Binsen.
Vom Anpfiff weg ließ das 18-köpfige SCS-Gros im Test gegen den Farmsener TV aus
der Kreisliga-Parallelstaffel 02 alles vermissen, womit man sich im Pokal noch
Sympathien erkämpfte. Mit Ball zu kompliziert, ohne Ball zu statisch und in den
Zweikämpfen kaum existent. So machte man es dem spielfreudigen FTV recht
einfach, bereits nach 21 Minuten auf 0:2 davonzuziehen. Jesko Lommatzsch
eröffnete nach einer Viertelstunde den Torreigen, ehe Mansur Mohammadi aus dem
Rückraum verdoppelte (21.).
Gegenwehr? Fehlanzeige!
Ebenso bei Aaron Carstensens zentralen Rechtsschuss zum 0:3, bei dem der SCS
freundlich Spalier stand und auch der Innenpfosten freundlich mithalf (31.).
Ganz ohne Beteiligung des Aluminiums schnürte Carstensen, den es wie einige
seiner Mitstreiter im Sommer von der aufgelösten Elf des SC Condor zum
Lokalrivalen zog, erneut aus mittiger Position, den Doppelpack (56.), welcher
zehn Minuten später auch J. Lommatzsch gelingen sollte (66.). Wieder ein
Ex-Condoraner, der im konfusen Abwehrzentrum des SCS keine fachgerechte
Betreuung erfuhr!
Das halbe Dutzend komplett machte in der Schlussminute Keno Zippel, der schön
mit links aus der Drehung vollendete, nachdem ihn Carstensen mustergültig
bedient hatte (80.).
Schanze betrieb dagegen bis zum Schlusspfiff konsequente Arbeitsverweigerung,
was die Statistik von exakt einem eigenen Torschuss in 80 Minuten illustrierte.
Diesen feuerte Simon Ester vier Minuten vor dem Ende aus dem Lauf rechts am Tor
vorbei.
Vielleicht folgt das verspätete Erwachen aus dem Winterschlaf ja am kommenden
Wochenende im nächsten Freundschaftsspiel gegen die SV Halstenbek-Rellingen,
die man noch gut aus den vorigen Jahren in der Kreisklasse kennt.
Tore: 0:1 J. Lommatzsch
(15.), 0:2 Mohammadi (21.), 0:3 Carstensen (31.), 0:4 Carstensen (56.), 0:5 J.
Lommatzsch (66. Hussein), 0:6 Zippel (80. Carstensen)
Schiedsrichter: Ghazi Sabir Ali
Hamawand (Hamburger SV, Note 3)
Zuschauer: 23
Spielbericht VfL Hammonia III - TuS Holstein Quickborn II
Neues
Jahr – neues Glück?
Hammonia
III macht wieder Hammonia III-Sachen – diesmal unbestraft
Nur allzu oft bestachen Spiele der dritten Mannschaft des VfL Hammonia durch
Situationskomik, die den Kreisligaaufsteiger kontinuierlich um Zählbares im
Abstiegskampf der Sechserstaffel brachte. Im neuen Jahr soll nun aber alles
besser werden. Ein frommer Wunsch, der sich zumindest im Endstand des
Testspiels gegen die ebenfalls in der Kreisliga beheimatete Reserve von TuS
Holstein Quickborn erfüllte.
Viel besser als der Gegner hatte man den eisigen Kunstrasenplatz angenommen und
stets den Abschluss gesucht. Völlig verdient stand es daher früh 2:0.
Beim ersten Streich fiel Außenverteidiger Ievgen Maskov eine Maza-Ecke dank
torhüterlicher Mithilfe vor den Schlappen (16.), während Tor Nummer zwei
wirklich fein herausgespielt war. Nach Zuspiel aus dem Zentrum schüttelte Henning
Franke Gegenspieler Rodrigo Pedreiro Gomes auf rechts ab, woraufhin
Sturm-Routinier Hüdayi Dogu in der Mitte alles klar machte (19.).
Noch mehr Grund zum Jubeln stellte sich in Minute 41 ein. Diesmal konterte der
VfL, sodass Paul Marx auf Zuspiel Dogu frei laufend Kapital aus der löchrigen
Holstein-Abwehr schlagen konnte (41.).
Hammonia hatte den Laden gut im Griff, ließ mit fortschreitender Spielzeit und
einigen Wechseln jedoch sichtbar nach.
So fing man sich durch mangelnde Konsequenz bei der Verteidigung einer Ecke von
Merlin Wilcken Tim Heinitz´ 3:1 aus dem Rückraum (51.), ehe Ahmon Bareq Shafiie
eine lange Hereingabe komplett blank am zweiten Pfosten zum Anschlusstreffer
nutzte (58.). Wäre die Latte bei Dudley Shigwedhas ungestörten Lupfer nicht
rettend zur Stelle gewesen, hätten die Gastgeber den Vorsprung gar komplett
neun Minuten hergeschenkt (59.).
So aber hielt die Führung bis ins letzte Drittel hinein (die 90 Minuten wurden
nach Absprache in 3x 30 Minuten durchgeführt), wo es trotz hoher Fehlerquote noch
einmal munter hin und her ging. Dogu beendete seinen ästhetischen Slalomlauf
mit einem verunglückten Abschluss (Fußabwehr Alexander Boger), der ihm aufgrund
des Nicht-Querlegens das Ausgeben einer Kiste für die Mannschaft einhandelte
(69.) – TuS Holsteins Treffer von Najib Morvey Tenimu zählte wegen einer
Abseitsstellung nicht (75.).
Zehn Minuten vor dem Ende dann die große Chance für die Hammonen, den Sack
vorzeitig zuzumachen, doch der eingewechselte Sekou Diallo setzte seinen
gerechtfertigten Foulstrafstoß neben das Gehäuse (80.).
Ein Fauxpas, der heute aber unbestraft bleiben sollte. Denn während die Quickborner
nicht mehr so richtig in den Angriffsbereich vorstießen, erklärte das 4:2 in
der Schlussminute alle Unkenrufe nach dem 3:3 für nichtig. Younes Berriri war
es, der Diallos schöne Vorarbeit ein krönendes Finale bescherte (90.).
Vielleicht wird in 2025 also doch alles besser, bei der VfL-Dritten…
Tore: 1:0 Maskov (16.
Maza), 2:0 Dogu (19. Franke), 3:0 Marx (41. Dogu), 3:1 Heinitz (51. Wilcken),
3:2 Bareq Shafiie (58.), 4:2 Berriri (90. Diallo)
gelbe Karten: Rubilar – Bareq Shafiie
Schiedsrichter: Leif Menke (SC
Sternschanze)
Zuschauer: 20
besonderes Vorkommnis: Diallo
(Hammonia) schießt Strafstoß neben das Tor (80., Bareq Shafiie an Rubilar).
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Torschütze zum 4:2: Younes Berriri. |