Samstag, 15. März 2025

Spielbericht SV Schleswig 06 - SC Weiche Flensburg III

Im Rausch aus dem Keller
6:0! Schleswig 06 zerlegt Weiche III und ist erstmal unten raus

Dickes Ausrufezeichen am Schützenredder! Schleswig 06 hat sich mit einem halben Dutzend gegen Konkurrent Weiche Flensburg III wie im Rausch aus dem Keller der Verbandsliga Nord geschossen.
Auf dem kunstbegrünten B-Platz des Dr.-Karl-Alslev-Platzes hatte man bereits in der noch etwas abwartenden Anfangsphase die konkreteren Szenen auf der Habenseite. So produzierten Simon Wachromejews 30-Meter-Versuch gegen den in die Sonne schauenden Goalie (10.) und Niklas Knutzen per Kopf aus der Nahdistanz (14.) die ersten prickelnden Momente des Kellergipfels, der nach einer halben Stunde erstmalig jubelnde Gastgeber hervorbrachte. Mit Ansage schickte Wachromejew Außenverteidiger Tobias Clasen in die Tiefe, damit dieser den einlaufenden Mattis Pieper in der Mitte mustergültig zum ebenso passenden Abschluss bedienen konnte – ein toll herausgespieltes Führungstor (30.)!
Weiche bemühte sich zwar um eine Reaktion, fand aber zu selten die zündende Idee, wie eine Kopfballverlängerung von Rico Kusmaul auf den mitstürmenden Nick Graßhoff, dessen Torschuss aus dem Lauf backbord vorbei zischte (33.).
Die größere Torgefahr strahlten auch in der Folge die Gastgeber aus, nur mussten sie sich den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig aus ihren Möglichkeiten gemacht zu haben. Eine Problematik, die heuer aber nicht ins Gewicht fallen sollte, half der Gegner nach dem Seitenwechsel ungeschickt mit. Von hinten rannte Lennart Treede den raffiniert von Knutzen eingesetzten Clasen über den Haufen – Strafstoß für Schwarz-weiß, den Wachromejew trotz des in die richtige (linke) Ecke abtauchenden Jwan Abbas zum 2:0 versenkte (57.).
Spätestens als Knutzen ein wildes PingPong-Spiel im Fallen zum umjubelten 3:0 beendete (60.), war der Festtag in der Winkerstadt in vollem Gange.
Weiche-Coach Benjamin Rosenberg bemühte derweil noch einmal den Wechselimpuls von außen; rüstete auf zwei Spitzen auf (67.), doch direkt im Anschluss folgte die Rolle zurück, denn 06 schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Diesmal landete der Ball auf einem abfälschenden Umweg bei Paul Kruck, dessen Laufweg sich halblinks in der Parzelle lohnen sollte: Direktschuss in die lange Ecke (70.)!
Der Tabellenvorletzte nun wieder mit defensiverer Ausrichtung, nur brachte dies keineswegs mehr Ordnung ins Spiel der gebrochenen Jungs in der Heart of Midlothian-Optik. Ein einfacher Ballverlust im Zentrum beschwor das 5:0 durch den fleißigen Davin Thomsen herauf (79.), ehe die Schleswiger beim 6:0 sogar ohne Zweikampfkraft auskamen. Ein Fehlpass kündigte an, was Jesper Lausens Übersicht und erneut Krucks Torriecher vor der Kiste besiegelten (83.).
Schleswig 06 nun also vier Zähler vor dem Abstiegsrundenplatz 13, während das neuliche 3:2 im vorigen Sechs-Punkte-Spiel gegen Blau-weiß Löwenstedt in Flensburg wohl doch nicht die erhoffte Weichenstellung gen Aufholjagt bedeutete. Fünf Zähler Rückstand auf die Abstiegsrunde und nun kommt auch noch der Tabellenführer aus Heide.

Tore: 1:0 Pieper (30. Clasen), 2:0 Wachromejew (57., Strafstoßtor, Treede an Clasen), 3:0 Knutzen (60. Thomsen), 4:0 Kruck (70. Lausen), 5:0 Thomsen (79. J. Petersen), 6:0 Kruck (83. Lausen)

gelbe Karten: keine – A. Kusmaul

Schiedsrichter: Ketrik Freund (TSV Klausdorf)

Zuschauer: 57








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