Samstag, 28. September 2024

Spielbericht SV Groß Borstel 1.A - Barsbütteler SV 1.A

Schon zur Pause davongezogen
Heimsieg! SV Groß Borstel geht wichtigen Schritt gen U19-Oberliga

Welch ein schönes Bild über dem Sportpark „Hans Thanbichler“ zu Groß Borstel: Ein satter Regenbogen strahlte vom wolkenbehangenen Herbsthimmel. Ebenfalls ins Strahlen gerieten am Samstagnachmittag alle Beteiligten und Sympathisanten der U19 aus Groß Borstel. Drei wichtige Zähler hatte sich diese vor allem aufgrund einer zeigenswerten ersten Hälfte im Kampf um die Oberligaqualifikation zur zweiten Halbserie gesichert.
Dem Barsbütteler SV heizte man dabei bereits nach zehn Minuten trotz des meteorologischen Regen-Sonne-Kälte-Gemischs ordentlich ein. Leandro Frederico Neves hatte die Kugel nämlich zielgenau mit rechts von halbrechts in die lange Ecke manövriert (10.).
Zweimal war es danach an Frederik Wagner, den verdienten Vorsprung folgerichtig zu verdoppeln. Im Duell mit BSV-Schlussmann Philip Woebs zog er jedoch den Kürzeren (22.), während beim zweiten Anlauf das Aluminium einen Querstrich durch die Rechnung machte (27.).
Über diesen lenkte Woebs nach einer Ecke auf den früh überzogen wegen Ballwegschlagens (aus der Bewegung) verwarnten Henrik Heijink dessen gut getroffen Kopfstoß (39.).
Will das 2:0 denn etwa gar nicht fallen?! Doch! Wiederum im Kopfballduell gelang es Mattes Balschat schließlich, eine Schmidt-Flanke zum überfälligen 2:0 einzuschädeln (40.).
Und es kam noch besser, für die Grün-weißen, die eine lang und länger werdende Flanke auf den hinten lauernden John Bidlingmaier gar auf 3:0 zur Pause davonziehen ließ (42.).
Die Gäste vermochten dagegen wenig Konkretes zum Spielgeschehen beizutragen. Außer einer frei vor dem Tor verballerten Miletic-Chance (33.) war das Team, das hier immerhin um den Anschluss an die sechs Oberligaplätze spielte, nicht wirklich auf den Plan getreten.
Erst nach dem Wiederbeginn meldeten sich Nico Leiding und Co so richtig lebend, vollstreckte der bissige Außenspieler einen Freistoß von Kapitän Lennart Rescher mit gegnerischer Unterstützung im Fünfmeterraum zum verkürzenden 3:1 (53.).
Was nun folgte, war jedoch kein hoch inspirierter Sturmlauf der Mannen aus Hamburg-Ost, sondern eine mühsame Auseinandersetzung, die im Wesentlichen von intensiven Zweikämpfen lebte. Die Gäste fanden einfach kaum ein Mittel, die solide organisierten Gastgeber aus der Reserve zu locken. Im Gegenteil, hatten diese durch Luke Malaise sogar das vom sich breit machenden Woebs verhinderte 4:1 auf dem Fuß (59.).
Eine Frust-Gelbe für den überhart an der Seitenlinie grätschenden Konstantinos Matsios (86.) kam daher nicht aus dem luftleeren Raum.
Einen solchen fand mit der letzten Offensivaktion des Tages auch Leiding vor. Sein scharfer Freistoß von links kam gut, nur gelang es niemandem, im Sechzehner zu vollenden (90.+2). Die Punkte blieben damit beim Tabellendritten, der mit der bestens Abwehr der Liga (nur vier Gegentreffer) als Faustpfand vortreffliche Karten im Oberliga-Rennen hat.
Fünf Punkte Rückstand auf Rang sechs und der dürftige Auftritt von heute (vierte Schlappe in Serie) weisen dagegen am Soltausredder schon jetzt, wenngleich noch sechs Partien ausstehen, auf eine Frühjahresserie in der Landesliga hin.

Tore: 1:0 Frederico Neves (10.), 2:0 Balschat (40.), 3:0 Bidlingmaier (42.), 3:1 Leiding (53. Rescher)

gelbe Karten: Heijink, Frederico Neves, Helmbold, Habenicht – Matsios

Schiedsrichter: Arthur Erik Schreiber (SC Sternschanze, Note 3,5)

Zuschauer: 40








Spielbericht SC Sternschanze 1.Ü40 - FC St. Pauli 2.Ü40

Semi-verdienter Gipfelsturm
Erst überlegen, dann selbstzufrieden: Schanzes Ü40 erobert Platz eins

Die frohe Kunde folgte erst am Abend: Durch das 2:2 zwischen den direkten Konkurrenten FC Alsterbrüder und Altona 93 hat die neue Ü40 des SC Sternschanze, die sich im Wesentlichen aus Kickern der einstigen 1. Alten Herren zusammensetzt, zum dritten Spieltag der Landesliga 02 den Tabellengipfel erklommen.
Um eine halbe Stunde verzögert ins Geschehen eingegriffen (der Hamburger Fußballverband glänzte wieder einmal mit realitätsfremden Spielansetzungen ohne jede Pufferzeit), legten die Schanzer gleich erfolgreich los. Eine Ballbesitzphase am gegnerischen Strafraum führte Johannes Jäkel nach Ablage Markus Schwarzer per Rechtsschuss zum erfolgreichen Ende (6.). Naja, ein bisschen Ungeschick des gegnerischen Schlussmannes war zugegeben auch mit dabei…
Der SCS voll bei der Sache, nur das alte Thema der Chancenverwertung folgt den Marineblauen seit Jahren treu auf Schritt und Tritt. Gleich zwei Prachtexemplare verschenkten sie Ende der ersten Halbzeit, als erst Gabriel Walczuch aus schwierigerem Winkel zu überrascht, dass die Kugel zu ihm durchrutschte, drüber bolzte (32.), woraufhin der 46-Jährige nur Sekunden später vergeigte. Diesmal war es ein überhasteter Nachschuss eines parierten Schwarzer-Versuchs, der von Schanzes Nummer 21 über das Ziel gesetzt wurde (33.).
Rächen sollte sich dies heute aber nicht. Vor allem, weil es im nächsten SCS-Anlauf dann doch wieder klappte. Im Konter über Schwarzer und Daniel Salvador Henning schnürte Jäkel am kurzen Pfosten den Doppelpack (34.).
In der Zeitskala unweit jenseits der Halbzeitpause machte es der technisch versierte Katalane selbst. Sein Doppelpass mit Schwarzer inklusive feinster Abschlussklinge hätte jedenfalls auch aus einem Barca-Highlightvideo anno 2009/2010 stammen können (38.).
Apropos Highlights: Diese ließen sich daraufhin nur noch auf Seiten des FC St. Pauli finden. Denn kaum aalten sich die Gastgeber in Selbstzufriedenheit, mischten plötzlich auch die um durchschnittlich sechs Jahre älteren Kiezkicker munter mit.
Hüseyin Ünüvar setzte seinen Kopfball bei einem Nuxoll-Freistoß etwas zu hoch an (40.), um seinen zweiten Versuch mit dem rechten Fuß ans Quergestänge zu setzen (46.).
Ziemlich lässig, wie der SCS nun vorging. Mit keiner Szene besser beschrieben, als mit dem Ballverlust von Torwart Christian Kossel im verpatzten Dribbling gegen Janos Gyurkovics. Glück für den Goalie, dessen Jersey an bessere Zeiten des VfL Bochum erinnert, dass der St. Paulianer ebenfalls nur das Aluminium erwischt hatte (43.).
Mindestens den Ehrentreffer hätten die Boys in Brown freilich verdient gehabt, mit Kossels Rettungstat gegen einen hohen Freistoß Gökhan Cakirs (50.) war aber auch die letzte große Möglichkeit der Elf von der Feldstraße verstrichen.
Kein Wunder also, dass sie sich mit nun drei Niederlagen und nur zwei erzielten Törchen am Tabellenende wiederfindet. Schanze dagegen freut sich, die kurze Gastspielreise zu Teutonia 10 nächsten Sonntag als Tabellenführer anzutreten.

Tore: 1:0 Jäkel (6. Schwarzer), 2:0 Jäkel (34. Salvador Henning), 3:0 Salvador Henning (38. Schwarzer)

gelbe Karten: Kayser – März

Schiedsrichter: Jörg Oliczewski (TuS Germania Schnelsen)

Zuschauer: 30

besonderes Vorkommnis: Die Partie wurde wegen einer Verzögerung des Sportanlagenspielplans mit einer Verspätung von 28 Minuten angestoßen.


Barca Prime am Wasserturm: Daniel Salvador Henning.



Rückennümer: "Leukotape" bei St. Paulis Fred Rölfing.


Spielbericht SC Sternschanze 1.D-Mädchen - FTSV Komet Blankenese 3.D-Mädchen

Schnabel und Co mit Tor-Hunger
Treffsichere Komädchen bringen Schanze die nächste Packung bei

Als kompliziert könnte man das erste Halbjahr der in die D-Mädchen hochgerutschten 2013/2014erinnen des SC Sternschanze auf dem 8er-Feld bezeichnen.
Spiel drei in der Herbst-Staffel 04 machte abermals deutlich, dass die Trauben auf dem mittleren Spielniveau ein ganzes Stück zu hoch hängen.
Ordentlich aufs Brot geschmiert bekamen sie dies neuerlich von den 3. D-Mädchen Komet Blankeneses, bei denen ausgerechnet die Jüngste hinausstach. Victoria Schnabel, die Dezember ihren zehnten Geburtstag feiern wird, wirbelte die überforderten Gastgeberinnen gemeinsam mit ihrem Team gehörig durcheinander.
Mit einem Hochschuss eröffnete die Rückennummer 2 den Torreigen in Minute 3, um nach Lola Kohrs-Lichtes Vorarbeit über rechts just zu verdoppeln (5.).
Die Vorbereiterin von eben verstand es dann auch, selbst zu vollstrecken. Ein Tor per Grätsche (8.), eines der Marke „Trudel-Tor“ (10.) und schließlich ein cooler Abschluss, mittig vor dem Tor (16.), bedeuteten den lupenreinen Hattrick!
Da durfte sich auch Schnabel nicht lumpen lassen. Ein gegnerischer Abwurf landete genau bei ihr, sodass das halbe Dutzend nur noch Formsache war (27.).
Einen unglücklich durchgerutschten Schnabel-Ball staubte direkt danach Kollegin Sophia Porto Thormählen zum 0:7 ab (28.). Doch das war´s noch nicht, im ersten Abschnitt! Zu dritt frei vor dem Tor konnten die Komädchen unter sich ausmachen, wer das Oktett zur Pause vollmachen sollte. Die Wahl fiel auf Smilla Förster (29.).
Im immer wieder peitschenden Regen schafften es die neu motivierten Schanzen-Kickerinnen, die Schotten erstmal dirchtzumachen. Verbesserte Zweikampfwerte waren dabei der Schlüssel zu immerhin acht gegentorlosen Minuten nach dem Seitenwechsel.
Dann aber schlug wieder der Komet ein, erhöhte durch Ronja Braun und deren Doppelpack (Hochschuss (38.) und Vollendung einer Schnabel-Hereingabe, 40.)) kurzerhand auf 0:10.
Schanze gab sich diesmal jedoch nicht auf, konnte den nötigen Widerstand aber nur bedingt leisten. Dem kurzen Durchatmen, dass Helena Pecher aus 13 Metern nur den Pfosten erwischte (43.), folgten in den letzten zwölf Minuten noch drei Gegentreffer, die in den Fällen von abermals Schnabel (48.) und Kohrs-Lichte (59.) auf Temponachteilen bei zu hoher Grundordnung beruhten.
Den Schlusspunkt markierte passend in der Schlussminute noch einmal Fünfachtorschützin Schnabel nach einem verpatzten SCS-Abstoß (60.).
Komet nun dreimal siegreich punktgleich mit dem Primus vom SV Halstenbek-Rellingen, während Schanze als einziges Team ohne Punkte dasteht. Vielleicht geht ja nächste Woche etwas beim Vorletzten (ein Zähler) in Tornesch.

Tore: 0:1 Schnabel (3.), 0:2 Schnabel (5. Kohrs-Lichte), 0:3 Kohrs-Lichte (8.), 0:4 Kohrs-Lichte (10.), 0:5 Kohrs-Lichte (16.), 0:6 Schnabel (27.), 0:7 Porto Thormählen (28.), 0:8 Förster (29.), 0:9 Braun (38.), 0:10 Braun (40. Schnabel), 0:11 Schnabel (48.), 0:12 Kohrs-Lichte (53.), 0:13 Schnabel (60.)

Schiedsrichter: Johnny Freitag (SC Sternschanze)

Zuschauer: 25






Sonntag, 22. September 2024

Spielbericht Glashütter SV II - Rahlstedter SC VI

Torreicher Interims-Start
Nach dem Trainer-Beben: GSV-Reserve zerpflückt den RSC

Turbulente Zeiten an der Poppenbütteler Straße! Denn während man sportlich im Mittelfeld der Kreisklasse 6 festhängt, galt es vor allem, kurzfristig ein neuen Trainer organisieren, hatte Andreas Hille in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Segel bei der Reserve des Glashütter SV gestrichen. Wie schön, dass die GSV-Welt immerhin während der 90 Spielminuten des achten Spieltags wieder im Sonnenschein badete.
Spiel Nummer eins unter Interimscoach Rüdiger Voß (Vater von Schlussmann Janik) hatte nämlich schnell seine Positivschlagzeilen aus Sicht der Norderstedter zu verzeichnen. Mit Präzision versenkte Ben Tresp einen seiner gefürchteten Freistöße flach zum raschen Vorsprung (7.), den Adian Sabic auf Tresp-Steckpass nur durch das Zutun der Querlatte nicht sofort ausbaute. Im Nachsetzen versuchte es Tresp dann selbst, scheiterte aber an RSC-Torwart Pascal Marx (8.).
Weitere gute Gelegenheiten kreierten die Roten unter der Septembersonne, die vor allem Spielmacher Tresp auf Temperatur zu bringen schien. Per Lupfer in den Lauf von Nicolas Waldmann schien ihm der der Scorerpunkt schon sicher, doch der Angespielte verfehlte knapp linksunten (40.).
Der Tabellenletzte aus Rahlstedt, mit der Empfehlung von nur einem Zähler bei 6:43 Toren angereist (der 3:2-Erfolg gegen West-Eimsbüttel II flog nach deren Rückzug aus der Wertung), konnte somit durchaus zufrieden sein, zumindest in puncto Zwischenergebnis nicht weit weg von der Musik zu sein.
Dies sollte sich jedoch bereits kurz nach dem Seitenwechsel ändern, als die Glashütter endlich ernst machten, Marvin Wolf im Strafraum zum langen Pfosten querlegte und Einwechsler Mika Kastner seinen Vater Nils am Spielfeldrand mit ungeahnten Torjägerqualitäten verzückte (50.).
Für den seit fünf Tagen 22-Jährigen auch ein persönlicher Befreiungsschlag, spielt er in den Planungen der Bezirksligamannschaft keine Rolle mehr.
Dafür lief es heute zwei Klassen tiefer wie am Schnürchen. Eine Torvorbereitung für Simon Beck vereitelte zwar das rettende Bein von Florian Baake (57.), doch dafür erhöhte Kastner mit Beharrlichkeit nur Wimpernschläge danach auf 3:0 (58.).
Zugabe gefällig? Aus 19 Metern war es die mutige und richtige Entscheidung, einfach mal mit rechts draufzuhalten – Hattrick (66.)!
Ob die Herren in Weiß dieses Hochgefühl diese Saison einmal erleben würden? Fraglich. Aus der dritten Reihe näherte sich Mikail Özdemir zumindest ansatzweise einmal dem gegnerischen Quader an (61.).
Ansonsten blieb es ein Sonntag ganz im Zeichen der „Schwäne“, die manierlich über die Stationen Steen und Tresp das 5:0 durch Beck herausschossen (74.).
Den 7:0-Endstand machten schließlich Benisa Boateng als Abstauber (80.) und Can Coskun per Foulstrafstoß (86.) perfekt. So schön kann alles sein, wenn es nur um Fußball geht…

Tore: 1:0 Tresp (7., direkter Freistoß), 2:0 Kastner (50. Wolf), 3:0 Kastner (58.), 4:0 Kastner (66. Tresp), 5:0 Beck (74. Tresp), 6:0 Boateng (80. Beck), 7:0 Coskun (86., Strafstoßtor, Foulspiel an Reichenbecher)

gelbe Karten: Wedel - Wessel, Müter, Folgmann Gomez

Schiedsrichter: Arthur Erik Schreiber (SC Sternschanze, Note 2: engagierter und komplikationsloser Auftritt - nur was sollte die Trinkpause bei 23 Grad Außentemperatur?)

Zuschauer: 40






Spielbericht SC Alstertal / Langenhorn 1. Alte Herren - Bramfelder SV 1. Alte Herren

Polzin zwischen Matchwinner und Spital
Erzittertes Pokalweiterkommen gerät für den BSV in den Hintergrund

Am Ende ganz knapp verpasste die Ü32 des SC Alstertal/Langenhorn am Sonntagmorgen die große Pokalüberraschung der zweiten Runde.
Erst als Schiedsrichter Marco Kopp die zwischenzeitlich für einen Krankenwageneinsatz unterbrochene Partie abpfiff, konnte sich der Oberligist von der Ellernreihe seines Weiterkommens sicher sein.
Bis tief in die zweite Hälfte hinein sah es noch nach einer problemlosen Sache für die Gäste aus. Nachdem SCALAs Tobias Ebert zu riskant im Sechzehner grätschte, netzte Robin Polzin vom Punkt aus zum 0:1 (21.), dem Kapitän Alexander Thiede im Konter gegen die Laufrichtung des Torwarts noch vor der Halbzeit die Verdopplung folgen ließ (33.).
Der BSV hatte die Lage fest im Griff, erhöhte kurz nach dem Pausentee gar auf 0:3. Sebastian Klitzkes Zuspiel nach rechts hatte Polzin gekonnt mitgenommen und so beste Aussichten zum Abschluss ins Torwart-Eck (37.).
Der zwei Klassen tiefer angesiedelte Bezirksligist gefiel zwar durchaus mit einer intakten Moral, doch während sie hinten Probleme mit dem gegnerischen Tempo plagten, blieb man vorne stets am souveränen Abwehrverbund der Bramfelder hängen – bis zur 43. Minute, als Sven Schröder einmal von links flankte und Ole Koch sträflich alleingelassen auf 1:3 verkürzen konnte.
Plötzlich waren die Platzherren voll im Spiel, doch völlig unnötig warf man sich durch eine Ampelkarte für Torschütze Koch selber einen Knüppel zwischen die Beine (60.). Zweimal binnen weniger Minuten flog er noch nach Ballabgabe jeweils in seinen Gegenspieler hinein – das gehört bestraft!
Platz zum Kontern also für das Oberligateam, das bei Thiedes schön im Doppelpass mit Heiko Stockhausen herausgespielter Chance aus spitzem Winkel nur an Schlussmann Christopher Niemeyer scheiterte (63.).
Kurz darauf die nächste Gelegenheit zur Entscheidung, hatte Michael Breuer den Torsteher bereits hinter sich gelassen. Diesmal war die Hereingabe auf den nicht perfekt besetzten zweiten Pfosten vielleicht nicht die Ideallösung…
Somit blieb das große Zittern bis zum Ende, zumal Daniel Busse mitten in der für fünf Minuten angesetzten Nachspielzeit einen durchgerutschten hohen Ball zum 2:3-Anschlusstreffer verwandelte (70.+3).
Unfreiwilligen Gegenwind für SCALAs engagierte Aufholjagt verursachte kurz darauf Doppeltorschütze Polzin, den es ohne gegnerisches Zutun das Knie zerlegte (70.+4). Eine schiere Ewigkeit dauerte es, bis der Rettungswagen den verletzten Bramfelder gen Spital beförderte. 75 Rest-Sekunden drängte der Landesligaabsteiger bedrohlich, aber ohne den finalen Abschluss, auf das Elfmeterschießen, das dem BSV letztlich erspart blieb.

Tore: 0:1 Polzin (21., Strafstoßtor, Edert an Baumert), 0:2 Thiede (32. Polzin), 0:3 Polzin (37. Klitzke), 1:3 Koch (43. Schröder), 2:3 Busse (70.+3)

Schiedsrichter: Marco Kopp (SC Sternschanze, Note 3)

gelb-rote Karte: Koch (SCALA, 60., wiederholtes Foulspiel)

Zuschauer: 40





Sonntag, 15. September 2024

Spielbericht Glashütter SV 1.B - SC Sternschanze 1.B

„Typisches Glashütte-Spiel“
„Nicht so entschlossen“: Schanze-B1 unterliegt mal wieder dem Angstgegner

0:1, 3:5, 1:2, 0:1 und 2:2. Was sich liest, wie die Bilanz eines Abstiegskandidaten, ist tatsächlich der peinigende Rucksack, den die 2008er des SC Sternschanze vom Glashütter SV in den letzten drei Jahren gepackt bekamen – so definiert man einen Angstgegner!
Angstgegner GSV: Gehe ich tatsächlich mit“, bestätigte Schanzes Arthur Schreiber das besondere Verhältnis seines Teams zu den Norderstedtern, die es auch in dieser Serie verstanden, dem SCS „eine vermeidbare erste Saisonniederlage“ beizubringen.
Bevor das „ganz typische Spiel für Glashütte“ seinen fiesen Verlauf nahm, waren die Gäste ihrem Vorhaben, „diesmal in die erste Hälfte zu starten, wie letztes Mal in die Zweite“ tatsächlich treu geblieben.
Ein griffiger Beginn und eine erste spitzwinklige Gelegenheit für Kleon Lorenz (GSV-Torsteher Dawit Christoph wehrte ab, 12.) nährten durchaus Hoffnungen auf eine Kehrtwende im Direktvergleich.
Dann aber kam „der kleine Bruch nach einer guten Anfangsphase“. „Wir haben angefangen, die wichtigen Zweikämpfe zu verlieren“, bemängelte Schreiber, dessen daraufhin defensiveres Wirken auch nicht so richtig mehr Ordnung hineinbrachte. „Wir sind überhaupt nicht mehr hinten rausgekommen, haben überhaupt nicht mehr hochgeschoben, sind nicht angelaufen und haben dann Glück gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten.“.
So segelte beispielsweise Koppany Falusis Versuch aus dem Hinterhalt drüber (26.), während gegen Fabio Dennstedt nur noch der Abseitspfiff rettete (27.).
Was ebenfalls auffiel: die „nicht so positive Kommunikation“, die sich nicht nur gegen die „zum Teil komische Schiedsrichterleistung“, sondern auch gegen die eigene Mitspielerschaft wendete. „Das hat uns so ein bisschen rausgebracht – darf uns aber nicht passieren, dass wir so unser Spielkonzept verlieren!“.
Deutlich besser aus der Halbzeit gekommen, nahm Marineblau den Faden des Spielbeginns wieder auf.  Gegen den Ball wurde wieder „viel besser gepresst“, „mit dem Ball“ agierte man nun „ruhiger und ideenreicher“.
Nur war es ihnen nicht gelungen, teils fein herausgespielte Möglichkeiten nichts zu nutzen. Ex-Glashütter Gustav Materne sah seinen Linksschuss in den Armen von Christoph enden (42.); Theo Spöhrer ereilte in ähnlicher Ausgleichsposition das gleiche Schicksal (51.).
„Dann kriegen wir in einer Phase, in der wir drückend überlegen sind, dieses Kack-Tor!“, haderte Schreiber, der zur Hälfte die Kapitänsbinde vom gelb vorbelasteten Till Steinfeld übernommen hatte, mit dem Spielschicksal.
Im Konter war es den Roten nämlich gelungen, Schanze zu überrumpeln, sodass Louis Höfler seine Flanke schön ins Zentrum ziehen konnte. Der eingewechselte Scott Wilson verpasste, doch Dennstedt vollendete mit zu viel Freiraum zum 1:0 (61.).
„Dennoch haben wir uns überhaupt nicht anmerken lassen, dass wir in Rückstand gegangen sind. Wir sind wieder im Kreis zusammengekommen, waren kurz und klar in der Ansage, dass hier überhaupt nichts verloren ist, dass wir den 20-mal besseren Fußball spielen“, stimmte immerhin die Moral beim Schanzenteam, das, abgesehen von einem erneuten Wackelmoment, den Marlon Herzog nur knapp nicht ausnutzte (63.), weiter beharrlich nach Auswärtspunkten strebte.
Das Pech im Abschluss blieb dabei jedoch ein treuer Begleiter. Baran Sütcüs Schuss im Strafraum klärte ein Abwehrbein vor der Linie, ehe der Nachschuss drüber rauschte (65.), zwei Schreiber-Geschosse verfehlten ebenfalls (67. & 73.) und auch die Top-Chance für den aufgerückten Azimullah Mohammadi blieb ungenutzt: Christoph hechtete sehenswert nach dem Runden (72.).
„Wir waren im Strafraum nicht so entschlossen, hatten nicht so diesen letzten Willen, das Tor zu machen, den letzten Willen, jetzt an den Ball ranzukommen“, bemängelte der Spielmacher, was bei der letzten konkreten Offensivregung seiner Farben noch einmal deutlich wurde. Lorenz arbeitete mit einer Hereingabe vor, doch gleich mehrere Mitstreiter verpassten um Haaresbreite (78.).
„Ein Typisches Glashütte-Spiel, wenn man es auf die letzten Jahre bezieht“, zog Schreiber daher ein ernüchterndes Fazit unter das zweite Punktspiel 2024/2025, das auch erneut unter dem Eindruck diverser Ausfälle im ohnehin quantitativ dünn besetzten Kader stand. „Das knappe Personal hat auf jeden Fall dazu gewirkt, dass Glashütte auch in den letzten Minuten spritziger war als wir, hatten natürlich frisches Personal – auch Scott, den 23er. Hat mich gewundert, dass der nicht von Anfang an gespielt hat. Sie waren spritziger in den Zweikämpfen, waren wacher. Wir haben trotzdem vor dem Tor wieder viel liegen lassen. Das muss sich auf jeden Fall bis nächste Woche verbessern“, soll es am kommenden Wochenende gegen den „unfassbar schlechten Oberliga-Absteiger“ Concordia (zwei Niederlagen bei 0:17 Toren) vor allem im Bereich der Chancenverwertung („ein ganz schwieriges Ding bei uns“) spürbar besser laufen.
Doch Vorsicht: Nicht, dass Cordis Farbgleichheit mit dem GSV zur Mentalbremse wird…

Tore: 1:0 Dennstedt (61. Höfler)

gelbe Karten: Bierfischer, Herzog, Wilson – Lorenz, Sürcü, Steinfeld, Schreiber, Spöhrer

Schiedsrichter: Kevin Masih (Eintracht Norderstedt, Note 6: heizte die Stimmung mit einer vogelwilden Zweikampfbewertung unnötig an, am Ende führte fast jeder Körperkontakt zu gelben Karte)

Zuschauer: 60

Sparsame SCS-Gesichter nach der "unnötigen ersten Saisonniederlage".









Samstag, 14. September 2024

Spielbericht SC Victoria Hamburg 2.C - Holsatia im EMTV 1.C

Leichtes Spiel über außen
Vicky-2011er vergolden ihren Oberliga-Saisonstart

Zweite harte Aufgabe der neuen Saison und wieder musste die U14-Oberligatruppe von Holsatia Elmshorn Nehmerqualitäten beweisen.
Nach dem Neunerpack zum Auftakt gegen den USC Paloma hagelte es beim SC Victoria ein halbes Dutzend an Gegentoren – 0:6 am Ende.
Gemessen an den Spielanteilen, gar noch etwas niedrig, diktierten die Gastgeber das Geschehen von Beginn an nach Belieben, um bereits früh im Spiel erste Torchancen zu generieren. Eine davon wurde Paul Fanter zuteil, als dieser von halbrechts freie Bahn hatte und nur noch von Holsatia-Schlussmann Sajad Hosseini aufgehalten werden konnte (6.).
Weniger gab es für den Goalie im Strafstoßduell mit Hamza Ben Abdessalem auszurichten. Souverän verwandelte Vickys Nummer zehn den zuvor ungestühm mit zu viel Körpereinsatz verursachten Schuss aus elf Metern zum 1:0 in die linke untere Ecke (10.).
Kurz darauf war der Spielstand bereits verdoppelt, zog Lian Dartmann konsequent wie erfolgreich aus der zweiten Reihe ab (15.).
Weitere Treffer lagen in der Folge für die Dunkelblauen in der Luft, doch erst nach dem Seitenwechsel wollte die Kugel wieder den Weg über die Linie finden. Wie am Schnürchen ließen die Victorianer die Pille laufen, bis Cosmo Springer Fanters Querspielen aus kurzer Distanz, frei einlaufend, zum 3:0 nutzte (40.).
Diesmal höchst persönlich schraubte der fleißige Fanter das Ergebnis zehn Minuten später weiter hoch, profitierte er nun selbst von einer Hereingabe des eingewechselten Luke Wieland (55.).
Ebenso von der Bank gekommen war Noan Furthmann, Schütze des 5:0, das aus einem rasch ausgeführten Einwurf heraus entstand (55.). Irgendwie ein bezeichnendes Tor, bekamen die gestreiften Gäste die Außenbahnen nie wirklich dicht.
Immer wieder brachen die quirligen Lokstedter über die Flanken durch. So auch noch einmal bei der 6:0-Endnote, die nach einem etwas sehr hohen Bein im Mittelfeld ihre Entstehung über links erfuhr. In der dritten Welle war es schließlich Ben Abdessalems Drehschuss, der aus zentraler Position das letzte Hurra des Tages markierte (70.).
Der SCV gehört somit zu einem Trio, das jeweils beide Auftaktspiele gewann, während sich die Elmshorner als einziges Team ohne Torerfolg (heuer gelang trotz des einen oder anderen Ansatzes über den flinken Mandela Owusu nicht eine einzige Tormöglichkeit) am Tabellenende wiederfinden.  

Tore: 1:0 Ben Abdessalem (10., Foulstrafstoß), 2:0 Dartmann (15. Fanter), 3:0 Springer (40. Fanter), 4:0 Fanter (50. Wieland), 5:0 Furthmann (55.), 6:0 Ben Abdessalem (70.)

Schiedsrichter: Arthur Erik Schreiber (SC Sternschanze, Note 3)

Zuschauer: 52



Freitag, 13. September 2024

Spielbericht TuS Appen - SV Lieth II

Die Rudeks in beide Tore
Spektakel am Almtweg! Später Strafstoß bringt noch den Ausgleich  

Wilde Fahrt im Tabellenmittelfeld! Fröhlich hin und her ging es im freitäglichen Fluchtlichtklick am Almtweg zu Appen.
Acht Tore und hatten die Schaulustigen, die es am wohl letzten Sommerwochenende des Jahres ins Kasernenörtchen trieb, zu bestaunen.
Dass deren Verteilung am Ende pari pari erfolgte, vermochte angesichts der ersten halben Stunde freilich überraschen.
Zwar lag der erste Treffer nach schwachem Rückpass als erstes auf den Füßen des Liethers Leon Diedrigkeit, der am sich breit machenden Enrico Carl scheiterte, doch im direkten Gegenzug gelang Marlon Deletz stattdessen im Angesicht mit Gäste-Schlussmann Stephan Weckwert das 1:0 (6.). Ein gleich doppelt schmerzhaftes Gegentor für den 39-jährigen Ex-Ligatrainer, blieb dieser hierbei mit der Fußspitze im Rasen hängen. Zehn Minuten ruhte das Spiel zur Verletzungsunterbrechung, ehe Weckwert erst nach Anbruch der zweiten Hälfte mit Blaulicht ins Spital chauffiert wurde. Simon Stuck tauschte das Leiberl mit der Nummer 11 gegen das Torwartjersey und kassierte rasch das 2:0 – durch Mitspieler Lasse Rudek, der eine Deletz-Ecke unglücklich ins eigene Netz steuerte (26.).
Offensiv riskierten die gebeutelten Gäste, die sich immer wieder auf individuelle Fehler des Gegners verlassen konnten, zunehmend mehr. Lukas Brant versuchte es mit der Überrumpelungstaktik gegen den weit vorstehenden Schlussmann (43.), woraufhin es im schnellen Angriff über links besser klappte. Mit Platz im Sturmzentrum verkürzte der 20-Jährige noch im ersten Viertel der zwölfminütigen Nachspielzeit auf 2:1 (45.+3). Und es kam noch besser, für die Roten, war der Rückstand durch Michel Cords kurz darauf gar egalisiert (45.+6).
Etwas härtere Kost boten die Teams mit getauschten Seiten an. Die Intensität stieg – das Spielniveau nicht, doch die Schlussphase sollte es noch einmal in sich haben!
Was den Gästen bei einem Freistoß des omnipräsenten Deletz gelang (67.), blieb den Gastgebern am eigenen Sechzehner verwehrt. Die Pille wollte nicht hinten raus, sodass Finn Struve aus 20 Metern mit rechts das umjubelte 2:3 herausschoss (77.).
Sofort verhallt war das Frohlocken direkt im Anschluss, als wieder ein Eckstoß, diesmal von Deletz mit der Rübe untergebracht, das 3:3 bedeutete (78.).
Aus spitzem Winkel ergab sich für den eingewechselten Sven Kremer gar die durch eine Rettungstat vor der Linie vereitelte Chance zur Wende (82.), die auch Deletz auf Zuspiel Kremers zentral vor dem Gehäuse nicht gelingen sollte (83.).
Bekanntlich sind ja aller guten Dinge drei, dachte sich auch Jannes Roll, den ein Perinan-Steckpass in die Poleposition zum flachen 4:3 in die lange Ecke brache (85.).
TuS Appen auf dem Weg zum vierten Saison-Dreier, doch Schiedsrichter Bartu Öncan hatte andere Pläne. Bei einem Freistoß, den Lucas von Appen (für Lieth) von links brachte, beförderte es zwei Klein Nordender auf den Hosenboden – Strafstoß! Eine durchaus als mutig einzustufende Schiedsrichterentscheidung…
Finn Rudek nahm das Geschenk dankend an und verlud den Keeper zum abermaligen Gleichstand (90.+1), der auch den ausgiebigen Rest der Nachspielzeit überdauern sollte. Der Anschluss an das Verfolgerfeld hinter dem souveränen Tabellenführer aus Haseldorf ist den Roten damit spät aus der Hand gerissen.

Tore: 1:0 Deletz (6.), 2:0 L. Rudek (26., Eigentor, Deletz), 2:1 Brant (45.+3), 2:2 Cords (45.+6), 2:3 Struve (77.), 3:3 Deletz (78.), 4:3 Roll (85.), 4:4 F. Rudek (90.+1, Strafstoßtor)

gelbe Karten: Hippe, Liedtke, Kremer – F. Rudek, von Appen, Kummert

Schiedsrichter: Bartu Öncan (Holsatia im EMTV, Note 5)

Zuschauer: 50

Sonntag, 8. September 2024

Spielbericht Gencler Birligi Elmshorn - Holsatia im EMTV II

Quittung per Eckstoß
Schusspech, Abseitspfiffe und eiskaltes Holsatia vermiesen Gencler das Derby

Große Enttäuschung im Krückaustadion! In der Kreisklasse 1 zwar weiter ungeschlagen, aber dennoch mit zwei verlorenen Punkten beendete das Team von Gencler Birligi seinen sechsten Spieltag auf eigenem Rasen.
Hoch überlegen hatte man dort sein Derby gegen die Reserve von Holsatia Elmshorn gestalten können, doch am Ende langte es lediglich zum Remis.
Bereits in der Anfangsviertelstunde hatte sich der Streit mit der eigenen Chancenverwertung angedeutet, als Sercan Meric einen Haken schlug und mit links drüber zielte (10.), während Gökalp Bas direkt vor einem Zusammenprall mit Holle-Keeper Christian Walloschek nur den Pfosten traf (11.).
Wie gut für die Gastgeber, dass wenigstens Majed Eklim genau erfasste, wo das Tor stand. Bas hatte eine Flanke von rechts noch im Fallen zum zentral mit rechts abziehenden „16er“ weitergeleitet (14.).
Gencler nun auch im Spielstand voll in der Vorhand, nur das zweite Tor wollte einfach nicht fallen. Eine Doppelchance, die ein Meric-Ballgewinn gegen Marc Homburg einleitete, vergeigten Bas und Meric aussichtsreich (19.); das Kopfballtor von Bas im Rahmen der anschließenden Ecke zählte wegen Abseits nicht…
Auch eine Ruhephase im Spiel beherrschten die Gastgeber problemlos, woraufhin sie den zweiten Abschnitt unter der brennenden Sonntagssonne mit einem weiteren zurückgepfiffenen Treffer, diesmal durch Wassem Eklim, eröffneten (47.).
Immer wieder boten sich auch in der Folge feinste Einschussmöglichkeiten, die die Roten aber stets zu hektisch sausen ließen. Und auch das diesmal extrem knappe Abseitstor Nummer drei sorgte nicht nur beim Schützen Bas für weiteren Verdruss (81.).
Fast klischeehaft kam da der späte Ausgleichstreffer des Aufsteigers in den gestreiften Trikots daher. Fabian Kühl hatte jene Ecke geschlagen, die der zu Beginn mit ihm draußen sitzende Niklas Viera Gerkens im Sechzehner einlochte (89.). Da half auch M. Eklims Rettungsversuch auf dem Kreidestreifen nichts mehr.
Nur wenige Augenblicke später drohte gar die Höchststrafe, freute sich Holsatias Mert Karakaya bereits über den Siegtreffer im Konter – zu früh, denn diesmal erkannte Schiedsrichter Rainer Sierk auf Abseits der Holsaten – Glück für Gencler, das in der Nachspielzeit durch einen Hashimi-Kopfball, den Walloschek klasse abtauchend entschärfte, noch einmal zu einem echten Hochkaräter kam (90.+2).
Doch auch eine siebenminütige Überzahl nach Karakayas dummer Ampelkarte für wiederholtes Meckern (90.+4) vermochte dem ambitionierten Vorjahressiebten nicht mehr zum dritten Saisonsieg verhelfen. Holsatia II baute dagegen mit Fortuna und der Effizienz die eigene Serie auf nun drei Partien ohne Niederlage aus.

Tore: 1:0 M. Eklim (14. Bas), 1:1 Viera Gerkens (89. Kühl)

gelb-rote Karte: Karakaya (Holsatia II., wiederholtes Meckern, 90.+4)

Schiedsrichter: Rainer Sierk (Sportfreunde Uetersen)

Zuschauer: 65





Samstag, 7. September 2024

Spielbericht SC Sternschanze 1.B - 1. FC Quickborn/TuS Holstein Quickborn 1.B

SCS besiegt seine Dämonen
Endlich wieder ein Auftaktsieg: Schanze trotzt dem Elfer-Versagen

Erstmalig seit drei Jahren gelang den ersten 2008ern des SCS ein Erfolg zum Start in die neue Punktspielsaison „Der Auftakt ist auf jeden Fall geglückt!“, freute sich Kapitän Arthur Schreiber über ein „sehr, sehr gutes Spiel“, dem „bis auf die Chancenverwertung“ gar das Prädikat „überragend“ zu verleihen war.
Widergespielt hatte sich dies im Spielstand zunächst nicht. „Bis auf das letzte Drittel haben wir das sehr gut gespielt“, lautete da die passende Einschätzung des Geschehens, das Schanze mit mehr Spielanteilen gegen eine couragiert und lauffreudig beginnende Spielgemeinschaft aus Quickborn weitgehend im Griff hatte – jedoch ohne ekstatische Torgefahr.
Für diese sorgte nach der hitzebedingten Trinkpause erst ein berechtigter Strafstoßpfiff. Erst im Nachschuss verstand es Torjäger Marvin Bonsu, das Leder reaktionsschnell im Netz unterzubringen (26.).
Etwas anders gestaltete sich der Sachverhalt im nächsten Duell aus elf Metern, das Schlussmann Onno Zimdars nicht nur selbst verursacht, sondern auch gleich im geschwinden Abtauchen in sein rechtes Eck gegen Baran Sütcü glänzend für sich entschied – Fehlschuss Nummer zwei der Gastgeber (34.)!
Und wer es vorne nicht geregelt bekommt, fängt sich eben hinten einen. So geschehen kurz vor der Pause, als ein langer Ball die marineblaue Abwehrkette aushebelte und Lennard Valentin mit rechts ins lange Eck den überraschenden Halbzeit-Gleichstand herstellte (40.). „Da kommt halt 40 Minuten nichts auf dein Tor und dann kommt aus dem Nichts irgendein langer Ball und du musst wach sein. Wir waren dann halt nicht wach“, erläuterte Schreiber das etwas fahrige Abwehrverhalten beim Gegentreffer, den nach dem Seitenwechsel ausgerechnet ein abermaliger Freischuss aus zehn Yards wieder egalisierte. Völlig ungestüm war Michel Sequera Lares in Theo Spöhrer hineingerauscht, sodass der eingewechselte Shahab Ahmadi von der Strafstoßmarke das sichere 2:1 markierte (53.). Aller guten Dinge sind dann manchmal tatsächlich drei… Ein Kuriosum, das Schreiber naturgemäß ärgerte: „Drei Strafstoßschützen – einer trifft: Das ist schwach. Da müssen wir auf jeden Fall mal dran arbeiten!“.
Arbeiten tat man in der Folge mit feiner Klinge, lief die Kugel äußerst manierlich durch die SCS-Reihen. Als „großer Vorteil“ stellte sich dabei auch der sonst nicht so sehr geliebte Polizeisportlatz mit seinen üppigen Raumdimensionen heraus. Mit „massig Platz“, „viel mehr Anspielmöglichkeiten“ und „viel, viel mehr Räumen, die wir bespielen können“ gelang gegen einen konditionell nachlassenden Aufsteiger ein überlegener Auftritt, der vor allem bei Ahmadis fein über Julius Ahrens und den von links hereingebenden Spöhrer herausgespielten 3:1 verzückte (58.).
Zu kritisieren blieb letztlich nur, dass die Heim-Elf nicht noch deutlich mehr Kapital aus dem Übergewicht schlug, als es letztlich mit dem erreichten 4:1 gelang. Bereits eine knappe Viertelstunde vor Ultimo hatte Kleon Lorenz den Schlusspunkt cool vor dem Tor gesetzt, nachdem Hannes Lohstöter das Abseits bei Baran Sütcüs langem Schlag aufhob (66.).
Gegen den Glashütter SV, für Schreiber „der vielleicht schwerste Gegner dieser Hinrunde“, wird sich Schanze daher „noch ein bisschen steigern“ müssen, um gegen die Norderstedter mit ihrer „guten Spielidee“ zu bestehen.
„Wir haben eine gute Spielanlage, eine sehr starke erste Elf und fünf Ersatzspieler, die diese erste Elf im Leistungsniveau ergänzen“, sieht Spielführer Schreiber jedoch keinen Grund, sich mit seinem Team, das „nur in der Kader- Tiefe – nicht in der Qualität“ schrumpfte, zu verstecken. „unter die Top 4“ könnte es laut des Spielmachers, „realistisch gesagt“, für das lediglich 17-köpfige Gros am Ende gehen. Der Anfang dafür ist jedenfalls gemacht.

Tore: 1:0 Bonsu (26., Strafstoßnachschuss), 1:1 Valentin (40.), 2:1 Ahmadi (53., Strafstoßtor, Sequera Lares an Spöhrer), 3:1 Ahmadi (58. Spöhrer), 4:1 Lorenz (66. Sütcü)

gelbe Karten: keine – Zimdars, Sequera Lares

Schiedsrichter: Volkan Özkan (SV Groß Borstel)

Zuschauer: 30

besondere Vorkommnisse:
- Bonsu scheitert mit Foulstrafstoß an Zimdars (26.).
- Sütcü scheitert mit Foulstrafstoß an Zimdars (Zimdars an Bonsu, 34.).


Blieb als einziger sicher vom Punkt: Shahab Ahmadi.