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Sonntag, 12. April 2026

Spielbericht TV Haseldorf II - Holsatia im EMTV

Vorentscheidung gegen die rote Laterne?
Erster Heimsieg der Saison: „Schrottico“ geht wieder an die Büffelherde

Ein halbes Jahr ist es her, dass die Reserve des TV Haseldorf doch spürbar erleichtert den 6:2-Auswärtserfolg bei der damals (noch) punktlosen Elf von Holsatia Elmshorn einfuhr. Nicht einen einzigen Punktgewinn durfte die Büffelherde seither feucht-fröhlich bejubeln – bis heute!
Denn kaum erblickten die Schloßpark-Kicker Männer aus Elmshorn in blau-weiß-rot, lief es wieder wie geschnitten Brot.
Denn kaum hatte die Kontrahage der punktgleichen Schlusslichter begonnen, waren die Hausherren aktiver bei der Sache. Nur der zwingende Abschluss gehörte erstmal (noch) nicht auf die Speisekarte.
Apropos Karte: nur knapp war Holsatia nach gut einem Viertel der Spielzeit einem Platzverweis entgangen, räumte Elias Khalaf den pfeilschnellen Phil Mohrdieck im Duell der Leihgaben – Herren-Bezirksliga gegen U19-Oberliga durchaus notbremsenverdächtig ab. Schiedsrichter Torben Steenfatt beließ es bei der Verwarnung – Glück gehabt! Galt aus Gäste-Sicht auch für Mohrdiecks Linksschuss, der nur hauchdünn am Torwart-Eck vorbei sauste (29.).
Und wie der Fußball nun mal so spielt, landete Holsatias erster echter Abschluss flugs im Kasten, als Halil Sinecek einen dritten Ball nach Ecke von rechts aus dem Rückraum versenkte (31.). Ein Schuss, den Manuel Neuer wahrscheinlich gehabt hätte…
Doch auch ohne einen mehrmaligen Welttorhüter zwischen den Pfosten bekam der TVH das Ding gebogen. Als Initialzündung fungierte dabei Finn Wichmanns beherztes Solo mit ebensolchem Abdruck aus der Distanz (41.). Goalie Pieth Kruse noch dran, aber das reichte nicht – 1:1!
Dank Mohrdiecks langer Hereingabe von rechts und dem kontrollierten Rechtsschuss, den der richtig eingerückte Mahziyar Sabzipour flach einlochte, war sogar noch vor dem Halbzeitpfiff der nicht unverdiente Führungstausch gelungen (45.+1).
Holsatia, mit diesem Spielstand auf dem alleinigen Rücksitz der Kreisklasse 01, bemühte sich im zweiten Abschnitt um Besserung, musste sich aber erstmal bei Kruse und dessen Fußabwehr (71.) bedanken, dass der dritte Gegentreffer hier ebenso nicht fiel, wie bei einem hohen Ding, das von linksaußen im hohen Bogen auf die Latte plumpste (74.).
Nur Augenblicke danach dann aber doch das 3:1, weil wieder Mohrdieck trotz Fußkontakt von Gegenspieler Shawn Patschan auf den Beinen blieb und zentral mit links ins rechte Tief-Eck abzog (75.).
Eine weitere Hiobsbotschaft traf die Krückaustädter in personeller Form. Zwar schlug sich David Posts rote Karte wegen der ungebührlichen Ansprache eines Gegenspielers zwar nicht in der Spieleranzahl nieder (der Sünder war bereits ausgewechselt), doch Sportgerichtssperre und Strafgeld winken nun in der kommenden Verhandlungswoche…
Die übrigen Kollegen bastelten derweil fleißig am Anschlusstreffer. Vor allem der eingewechselte Ryan Hinterthaner brachte mit seiner Symbiose aus Technik und Robustheit neue Perspektiven ins Spiel. Doch auch der A-Jugendliche vermochte es nicht, seine Farben ins Spiel zurückzuschießen (81.).
Ein Unterfangen, das auch Kollege Jasper Löw nicht gelang; weder als diagonaler Vorbereiter für Fabijan Kober (83.), noch als direkter Freistoßschütze (90.+3).
Ein gebrauchter Tag für die zuletzt definitiv verbesserten Holsaten, denen durch diese Niederlage wohl der letzte Platz im Endklassement blühen wird. Vielleicht aber halten die verbliebenen vier Partien aber noch den einen oder anderen Überraschungspunktgewinn bereit.
So haben sie eben alle ihre kleinen und großen Wettbewerbe…

Tore: 0:1 Sinecek (31.), 1:1 Wichmann (41.), 2:1 Sabzipour (45. Mohrdieck), 3:1 Mohrdieck (75.)

rote Karte: Post (Holsatia, als bereits ausgewechselter Spieler, 77., Beleidigung)

Schiedsrichter: Torben Steenfatt (SV Hörnerkirchen)

Zuschauer: 45


Mittwoch, 25. März 2026

Spielbericht TV Haseldorf II - TSV Sparrieshoop II

4:1 fast verspielt
Schwung nach der Pause verloren: Sparre II zittert sich um Erfolg

Schafft es die Reserve des TSV Sparrieshoop doch noch in die Einstelligkeit der Kreisklasse 01? Der Mittwochabend-Nachholer beim Tabellennachbarn aus Haseldorf nährte dafür jedenfalls die nötigen Hoffnungen. Und das, obwohl der Kick, der Freunde des Kreisklasse-Treibens zum Frohlocken brachte, am Ende nochmal richtig knapp wurde.
Zuzuschreiben hatte sich die Elf in weiß das Zittern freilich selbst. Ein sattes 4:1 stand nämlich bereits zum Pausentee auf der Habenseite. Ein Vorsprung, der seinen ersten Akt in Minute fünf erfuhr, als sich Nikolai Roth über links auf den erfolgreichen, wie schmerzhaften Weg zum 0:1 machte. Schmerzhaft allerdings deswegen, weil der anschließende Crash mit Tormann Johannes Ringel gleich beide Kontrahenten aus der Partie beförderte. „Dieser Platz liegt mir einfach nicht!“, haderte Roth, der sich an gleicher Stelle bereits vor zwei Jahren schwer verletzt hatte.
Der TVH musste indes Feldspieler Lasse Wiemer mit Ringels Torwarthandschuhen ausstatten. Und kaum war die Aushilfe zwischen die Pfosten gerückt, überrumpelte Yilmaz Ercek Vordermann Mirco Bülow, um die gewonnene Kugel kurzerhand zum 0:2 zu versenken (15.).
Wahrlich kein guter Start für die Hausherren, die erst danach am Match teilzunehmen begannen. Vor allem der abschlussfreudige Timo Kaland bedeutete nun eine wachsende Gefahr für den TSV. Dass es schließlich auch der hochgewachsene Angreifer aus der Bezirksliga war, der ein Ping-Pong-Spiel im Gäste-Sechzehner mit dem 1:2-Anschlusstreffer quittierte, passte da in die Rubrik „das hatte sich angekündigt“ (24.).
Fortan wieder mit Torsteher Ringel im Kasten, war die Aufholjagd jedoch rasch verpufft, als der Schlussmann zwar mit der Sohle gegen Noah Semmelhaack parierte, Semmelhaacks anschließender Eckstoß aber die Strafraumchaosvorlage für Conor Feldts eingestolpertes 1:3 bedeutete (30.).
Ringel aus beträchtlicher Entfernung ein vorgezogenes Osterei zum 1:4 ins Nest gelegt, schien Feldt seine Farben früh auf dem Sockel des Auswärtserfolgs festgeschraubt zu haben (36.).
Mit dem Wiederbeginn war der Schwung allerdings vollends verloren.
Wie bereits in den Minuten vor dem Kabinengang, gehörte das Duell nun den Rot-gelben, die Sparre-Fänger Nico Scharfschwerdt einige Male (erfolglos) einheizten, bis Kaland doch erfolgreich zum 2:4 abzog (58.).
Ein kleiner Schönheitsfehler? So mochte man vermuten, nachdem Finn Lennart Möllers tiefes Zuspiel auf Feldt das 2:5 durch den eingewechselten Malte Schmidt initiierte (62.).
Doch wiederum verkürzte die heuer dreifach aus der Ersten verstärkte Büffelherde durch eben einen dieser Bezirksligaspieler, köpfte Joris Lüchau eine Ecke Tjade Hermanns gekonnt in Scharfschwerdts Maschen (70.).
Von Feldt und Co war jetzt kaum noch etwas zu sehen. Einzig bei einer Doppelchance für Semmelhaack und den beim Nachsetzen zu zögerlichen Horschejschi (80.) wartete die Elf des unzufriedenen Jan Strüben gefährlich auf.
Stattdessen schwamm man hinten ein ums andere Mal, um die Quittung dafür in Form des 4:5-Anschlusstreffer durch Doppelpacker Lüchau zu kassieren (85.). Mit einem Defensivfreistoß als Ausgangspunkt spielte sich der TVH hier sogar ansehnlich ins vordere Drittel, wo der giftige Lüchau Kalands Scheitern an Scharfschwerdt korrigierte.
Weil T. Hermanns letzter Freistoß in der Schlussminute leicht zu hoch geriet, blieb der sparrieshooper Schlendrian am Ende aber ungesühnt.
Das untere Trio bleibt damit weiter auf Distanz gehalten, während der Anschluss an die zwei Zähler bessere Reserve aus Heist (zwei Partien weniger) nun geglückt ist.

Tore: 0:1 Roth (5.), 0:2 Ercek (15.), 1:2 Kaland (24.), 1:3 Feldt (30. Semmelhaack), 1:4 Feldt (36. Bublitz), 2:4 Kaland (58. Sabzipour), 2:5 Schmidt (62. Horschejschi), 3:5 J. Lüchau (70. T. Hermann), 4:5 J. Lüchau (85. Kaland)

Schiedsrichter: Gerd Schwegler (VfL Pinneberg)

Zuschauer: 40



Dienstag, 10. März 2026

Spielbericht FC Elmshorn II - TV Haseldorf II

FCE-Reserve schwimmt wieder etwas heran
Etwas mühsamer 3:0-Nachholerfolg gegen Kellerkind TV Haseldorf II

Inoffizieller Kreismeister im Wasserball und ganz nebenbei noch drei Zähler im Kampf um den Spitzen-Anschluss der Kreisklasse 01 eingesackt. Die Zweitvertretung des FC Elmshorn löste am Dienstagabend ihre überschaubare Pflichtaufgabe TV Haseldorf II ungefährdet mit 3:0.
Klar feldüberlegen, aber zunächst noch zu selten mit der zündenden Idee ganz vorne, entwickelte sich anfangs ein Geduldsspiel für die neulich in zwei Spitzenspielen unterlegenen Krückaustädter.
So war Ayaz Aloskan bei der aussichtsreichsten Szene gerade noch im letzten Moment von Erste-Leihgabe Finn Wichmann gestellt worden…
Starthilfe gegen grundsolide verteidigende Haseldorfer schaffte schließlich ein berechtigter Strafstoß, nachdem Tjade Hermann A. Aloskan im „Clash of Captains“ unstrittig zu Boden gebracht hatte. Kollege Burak Kockiri nahm sich dem Elfer an und versenkte flach zum 1:0 (32.).
Der Schuss in die pure Sorgenlosigkeit sollte es jedoch noch nicht werden, wagte die „Büffelherde“ aus dem unteren Tabellensegment immer mal wieder einzelne Vorstöße, die Jonny Schwarz gleich zweimal in vergebene Schussposition führten (14. & 36.).
Die zu weilen luftige und geschwindigkeitsarme Defensive hat das angepeilte Kreisliganiveau jedenfalls spürbar noch nicht erreicht. Die Ecken von Kockiri allerdings schon, drehte sich ein Ball von der Fahne gefährlich auf Johannes Ringels Tor, das der Goalie noch mit einer Rettung verteidigt bekam, ehe der folgende Nachschuss sicheres Fanggut bedeutete (40.).
Absolut Chancenlos blieb der Mann in grün dagegen kurz nach der Pause, als Wassem Eklim etwas zu viel Platz zugestanden wurde und der Fernschuss aus charmanter Halbposition passgenau linksoben einschlug (48.).
Die Partie verlor daraufhin an der ohnehin eher gedrosselten Dynamik, was ausgerechnet der sonst nur für starke dritte Halbzeiten bekannten Elf aus dem Schloßparkstadion recht kam. Erst mit rechts vorbei gezielt (63.), brachte Chrysanth Hermann auch FCE-Fänger Sven Schulz einmal ins Geschehen (65.).
Auf inzwischen regentiefer Wiese waren es jedoch die Bordeauxfarbenen, denen erneut von der Strafstoßmarke das letzte Wort vorbehalten blieb. Diesmal hatte Fisnik Kelmendi rechtsunten eingenetzt (77.) und damit den vorzeitigen Schlusspunkt gesetzt.
Der Rest der Partie bestand nämlich nur noch aus dem Versuch, der niederschlagsbedingten Rutschgefahr Paroli zu bieten und sich auf die heiße Dusche danach zu freuen…

Tore: 1:0 Kockiri (32., Strafstoßtor, T. Hermann an A. Aloskan), 2:0 Eklim (48.), 3:0 Kelmendi (77., Strafstoßtor)

Schiedsrichter: Naci Celiloglu (Gencler Birligi Elmshorn)

Zuschauer: 13










Sonntag, 19. Oktober 2025

Spielbericht Holsatia im EMTV - TV Haseldorf II

Bezirksliga-Expertise gegen die rote Laterne
KK01: Gepimpte TVH-Reserve walzt hilflose Holsaten mit 6:2 nieder

Entgegen gesetzte Gefühlslagen an der Wilhelmshöhe. Jubel, Trubel, Heiterkeit bei der Reserve des TV Haseldorf, während sich die abermals unterlegene Elf von Holsatia Elmshorn in lautstarken Diskussionen untereinander übte. Kein Wunder, war der punktlose Tabellenletzte auch gegen den Vorletzten aus der Marsch klar mit 2:6 unter die Räder gekommen.
Im „Schrottico“ der Kreisklasse 01 gewannen die Haseldorfer früh die Zweikampfhoheit, die sich in Form des 1:0 auch rasch auszahlen sollte. Chrysanth-Brix Hermann auf rechts mit Ballgewinn und Querpass – Lukas Wilhelm einsam in der Mitte eiskalt: 0:1 (4.)!
Die Holsaten, die nach dem Eklat um Liga-Trainer Thorben Pingel, Ende letzter Saison, und der folgenden Massen-Abwanderung zur SV Lieth von der Dritten- zur Ligamannschaft avancierten, bemühten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um eine Antwort, die jedoch nur zu Schüssen von Samir Ehrenberg (9.) und Majd Alasaad (15.) in die Arme des Torwarts, sowie zu einem Freistoß-Field-Goal Alasaads (14.) führten.   
Deutlich zwingender gestalteten es die Gäste, die es mit Casper Daleckis Linksschuss (vorbei, 13.) und Wilhelms Konterchance auf Rose-Abspiel (26.) probierten.
Wenig später funktionierte letztere Kombination in etwas abgeänderter Weise. Lars Rose erspähte den gestarteten Michael Hasse, dessen Zuspiel von der Grundlinie Wilhelm schließlich aus kurzer Distanz zum 0:2 verwertete (28.).
Es lief nach Plan, für die Jungs von der Kamperrege, die heuer mit einiger Bezirksliga-Expertise (u.a. Rose, C. Dalecki, Wichmann, N. Lüchau) angereist waren! Doch plötzlich geriet die „Büffelherde“ in arge Not, als Alek Dupke ungestört nach rechts eröffnen konnte, Dominik Grunau die Linie längs marschierte und Ehrenberg im Dickicht des Strafraums auf 1:2 verkürzte (42.).
Doch damit nicht genug, glich Blau-weiß-rot quasi mit dem Pausenpfiff per Ecke sogar aus. Ehrenbergs Ecke köpfte Erick Ziljaev offenbar so tückisch auf das Gehäuse, dass Goalie Harald Ehlers das Leder nicht mehr fachgerecht zu entschärfen wusste – 2:2 (45.+3)!
Dem euphorischen Heim-Jubel folgte nach der jedoch die große Ernüchterung, erlangten die Haseldorfer nach dem Seitenwechsel wieder mehr und mehr die Griffigkeit zurück und holte ihnen Roses wuchtiges Distanzkönnen die nicht unumstrittene Führung zurück (68.). Holle kritisierte nämlich eine etwas sprunghaft gegen sie verhängte Einwurfentscheidung im Entstehungsprozess des 2:3…
Mit einer Umstellung auf ein offensiveres 3-5-2-System sollte der Bock in der Schlussviertelstunde wieder umgestoßen werden, doch Holsatias Plan durchkreuzte nur Sekunden nach den personellen und taktischen Umbauarbeiten ein viel zu einfach zugelassenes viertes Gegentor, bei dem Kapitän Mirco Bülow Ruhe und Übersicht für Rose walten ließ, sodass der 31-Jährige aus durchaus spannendem Winkel die 2:4-Vorentscheidung besorgte (77.).
Obendrauf kamen noch das selbst per Fehlpass eingeleitete 2:5 durch Bennet Essig, im Doppelpass mit Rose (80.), sowie das Tor zum halben Dutzend durch Finn Wichmanns Kopfstoß im unbewachten Ecken-Luftraum (82.).
Dass Hasse (Außenpfosten, 84.) und der wiedereingewechselte Claas Mohr (per Kopfball an Maik Paasch gescheitert, 90.+2) das Resultat noch weiter hätten nach oben schrauben können, blieb am Ende nur eine Randnotiz.
Ebenso, wie Shawn Patschans Abschluss aus dem Lauf heraus, der auf der anderen Seite Linderung für das Leid des damit weiter punktlosen Tabellenletzten aus der Krückaustadt verpasste (90.+5).
Nach neun Spielen und 8:58 Toren in der untersten Spielklasse lässt sich – von außen betrachtet – bereits Sinnfrage über den Herren-Spielbetrieb beim Traditionsverein stellen. In Haseldorf, wo die dritte Halbzeit eh die sportlichen Ambitionen in den Schatten stellt, stellt Rang 13 mit zwei Saisonsiegen das Erwartbare da. Am kommenden Freitag kommt die sportlich etwas inkonstante Zweitvertretung des TSV Heist zum Nachbarschaftsduell ins Schloßparkstadion.  

Tore: 0:1 Wilhelm (4. C. Hermann), 0:2 Wilhelm (27. Hasse), 1:2 Ehrenberg (42. Grunau), 2:2 Ehlers (45.+3, Eigentor, Ziljaev), 2:3 Rose (68.), 2:4 Rose (77. Bülow), 2:5 Essig (80. Rose), 2:6 Wichmann (82. Wilhelm)

gelbe Karten: Ehrenberg - keine

Schiedsrichter: Yannic Kritzler (SSV Rantzau)

Zuschauer: 25

Glänzte nicht nur als starker Zweikämpfer: Lars Rose (l.)










Samstag, 9. August 2025

Spielbericht HFC Falke II - TV Haseldorf II

Falke II verliert nur eine Feder
8:0! HFC-Reserve trotz Platzverweis ungefährdet in Runde zwei

Falken gegen Büffelherde; was in freier Wildbahn nicht nach Fressfeindschaft klingt, stellte sich in Runde eins des Holstenpokals als großes Festessen für die gefiederten Freunde des Ballsports heraus.
Im Sportpark Eimsbüttel hatte der Favorit im Match unter Kreisklassisten nämlich keine Mühe, den Zweitrundenlostopf zu erreichen. Bei knackiger Hitze bestand daran auch vom Anpfiff weg kein Zweifel. Tempo, Technik, Taktik: Falke strahlte in allen Belangen Überlegenheit aus, die sich nach einer knappen Viertelstunde gleich dreifach auszahlte. Den Anfang machte Louis Creutz, den Timo Oehlenschläger in die Poleposition zum flachen 1:0 schickte (14.).
Während die Haseldorfer noch mit dem zu Unrecht ausgebliebenen Abseitspfiff haderten, tanzte Oehlenschläger galant durch die zugriffslose Gäste-Defensive – 2:0 (15.)!
Nach Matteo Herreras Ballgewinn, Cagtay Gürers Weiterleitung und Creutz´ erneuter Treffsicherheit war das Falken-Triple binnen 150 Sekunden dann perfekt (16.). Es roch nach einem amtlichen Schützenfest!
Der Falke drosselte jedoch ein wenig die Fluggeschwindigkeit, sodass es bis zur  Halbstundenmarke dauerte, ehe es wieder über außen ging, wo Abolhasanian und Oehlenschläger Creutz´ Dreierpack ermöglichten (30.).
Die Gastgeber jetzt wieder mit mehr Geschwindigkeit in der Einbahnstraße, doch weiteren Ertrag erntete lediglich Gürer per Drehschuss zum 5:0-Pausenstand (45.+2).
Im zweiten Abschnitt der gleiche Plot: Blau-weiß Chef im Ring, ohne sich dabei besonders zu verausgaben. Ein Gegner mit mehr Format hätte da sicherlich mehr für sich herausgeholt, als der TVH, der nur durch einen Freistoß von Mahziyar Sabzipour (links vorbei, 57.) einmal sür so etwas wie Torgefahr sorgte.
Ein Kontakt zwischen Lasse Wiemer und Hattrickschütze Creutz führte dennoch Falkes halbes Dutzend vom Punkt durch Innenverteidiger Matti Rockel herbei (67.).
Weitere Treffer zum letztlichen 8:0 erzielten Mel Andritzki als Nutznießer eines tollen Konters über Ahmadi und Oehlenschläger (71.) und der selbst im Sechzehner gehaltene Tarchan Aniebad per Strafstoß (90.).
Die einzige verlorene Feder des HFC stellte der völlig unnötige Platzverweis für Mansour Ahmadi dar, nachdem er Lennart Jotter sinnlos im Mittelfeld über den Haufen grätschte (84.). Dem Sünder sei zu diesem Zeitpunkt laut eigener Aussage nicht bekannt gewesen, dass er sich bereits im ersten Durchgang ein Ticket wegen Foulspiels abgeholt hatte (36.)…

Tore: 1:0 Creutz (14. Oehlenschläger), 2:0 Oehlenschläger (15.), 3:0 Creutz (16. Gürer), 4:0 Creutz (30. Oehlenschläger), 5:0 Gürer (45.+2), 6:0 Rockel (67., Strafstoßtor, Wiemer an Creutz), 7:0 Andritzki (71. Oehlenschläger), 8:0 Aniebad (90., Strafstoßtor, Schlufter an Baniebad)

gelb-rote Karte: Ahmadi (HFC Falke II, 84., wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: Fiete Knoblich (Hamburger SV, Note 3)

Zuschauer: 50












Mittwoch, 16. April 2025

Spielbericht TV Haseldorf II - Moorreger SV II

Den „Ex“ bezwungen
TVH-Reserve siegt im Nachholderby – dank ehemaliger Akteure des Gegners

Tief in der Bedeutungslosigkeit der Kreisklasse B1, wo insgesamt vier Teams um den folgenlosen sechsten Platz konkurrieren, erhielt dieses fiktive Schneckenrennen noch einmal neue Dynamik. Auslöser dafür: der Derbysieg für die Reserve des TV Haseldorf über die aus dem nahegelegenen Moorrege.
Der Importanz des Duells angemessen, begegnete einem schon vor der – man kann es vorwegnehmen – äußerst fairen Auseinandersetzung der erste TVH-Akteur im Schloßparkstadion mit fassfrischer Hopfenkaltschale.
Als prickelndes Vergnügen ging der Kick selbst am Mittwochabend dagegen eher nicht durch. Auch, wenn zu Beginn der eine oder andere Ansatz zu erkennen war. Vor allem bei den Gästen, wo Dominic Jahnke seine bis dahin reichenden Kräfte belebend über rechts einsetzte, um Tobias Klug jeweils zum Schuss kommen zu lassen – oder zu dem wie man es nennen will – wenn selbst Feldspieler Fabian Eberhardt im TVH-Gehäuse nur den Fuß zur Abwehr hinhalten muss (8.) und im zweiten Anlauf Laufweg und Abspielzeitpunkt nicht zusammenpassten (15.).
Die Gastgeber vermochten dagegen erstmal nur durch Phil Mohrdiecks freien Kopfball (ein gutes Stück vorbei nach schöner Kranz-Flanke) einen Anstrich von Gefahr zu versprühen (10.).
So plätscherte das Geschehen fortan ambitionslos vor sich hin, bis moorreger Torwartslapstick das 1:0 des frei einschiebenden Mohrdieck herausbeschwor (38.).
Hängende Köpfe bei den Gästen, die gleich ein zweites Mal zum Treffer einluden. Ohne Warnung vor dem heranrückenden Gegenspieler verlor Gian Luca Reinl das Leder im Aufbau, sodass ausgerechnet mit Thore Rommel einer der ehemaligen Moorreger im TVH-Dress letztlich keine Mühe hatte, vor der Kiste auf den 2:0-Halbzeitstand zu erhöhen (42.).
Kurz nach dem Seitentausch freuten sich auch endlich die Gäste über eine Einladung, die man nicht ausschlagen kann. Finn Karwen sagte Danke und zerstörte dem umspielten Aushilfsgoalie Eberhardt die Null (47.).
Weitere Gefahr drohte dem Ex-Moorreger, der auch dort schon mal aus Mangel an Alternativen die Handschuhe überstreifen durfte, aber nicht so wirklich.
Stattdessen quälender Leerlauf, bis in der Schlussphase die Hausherren etwas überraschend zuschlugen. Einmal griffig im Zentrum, ging es flugs nach vorne, wo Mohrdieck raus zu Max Ossenbrüggen spielte und dieser den Heber von halbrechts schön zum umjubelten 3:1-Führungsausbau traf (80.). Ein Tor gegen den langjährigen Ex-Club: das darf vom gelegenheits-Ligaspieler auch mal gefeiert werden!
Spiel entschieden, wollte man meinen, doch der MSV kam noch einmal zurück. Aus einem Einwurf des eingewechselten Etienne Hardtke entstand ein Lauf des nach Verschnaufpause wieder Tempo aufnehmenden Jahnke, inklusive flacher Hereingabe, die Kevin Klehn zum erneuten Anschluss ins verwaiste Tor einschob (88.).
Die Himmelsbargler zurück im kleinen Lokalderby, doch mit dem Abpfiff des mit seinem Bauchgefühl sicher fahrenden Reiner Röschke (Holsatia Elmshorn) blieb die Aufholjagt letztlich unvollendet.
Die geographische Nähe bildet sich somit weiter auch in der Tabelle ab. Nördlich der neuntplatzierten Haseldorfer konnten die Jungs aus Moorrege (8.) keinen weiteren Schritt voran machen.

Tore: 1:0 Mohrdieck (38.), 2:0 Rommel (41.), 2:1 Karwen (47.), 3:1 M. Ossenbrüggen (80.), 3:2 Klehn (88.)

Schiedsrichter: Reiner Röschke (Holsatia im EMTV)

Zuschauer: 50



Sonntag, 13. April 2025

Spielbericht TSV Gut Heil Heist II - TV Haseldorf II

Hattrick auf Bewährung
Münster-Dreierpack Captain Schmidt brechen nachlassende Haseldorfer

4:0 gegen Holsatia III, ein vernünftiger Auftritt beim engen 0:1 gegen den Spitzenreiter aus Friedrichsgabe und auch das dritte von fünf Heimspielen in Serie brachte die Reserve des TSV Heist sehr ordentlich über die Bühne.
Mit einem saftigen 5:2-Heimsieg hatte man den sonntäglichen Doppelspieltag an der Hamburger Straße erwartungsgemäß positiv eröffnet.
In Hälfte eins war dieses Ende noch durchaus fraglich, ging es bei fußballerisch der Kreisklasse B angemessenem Niveau munter hin und her.
Den Torreigen eröffnen konnte nach ersten Annäherungen der in vorderster Reihe aufgestellte Marcel Münster, indem er zwar zunächst mit rechts an einer Rettung von Mario Kranz scheiterte, doch im sofortigen Nachsetzen war das 1:0 schließlich perfekt (17.).
Langen Bestand sollte der Vorsprung jedoch nicht erleben, glichen die immer wieder nadelstichartig aufwartenden Gäste durch Max Ossenbrüggen aus halblinker Position, fein herausgespielt, wieder aus (21.).
Jeweils zweimal verpassten beide Lager in der Folge das mögliche zweite Tor, das zur 30 Minuten-Marke dann den Heistmern vorbehalten war. Eike Schmidts Spielverlagerung nach außen kam dabei ebenso exakt daher, wie John Stobbes Querspielen auf den brutal mit der Latten-Unterkante einhämmernden M. Münster – 2:1 (30.)!
Doch wie es heute so war, hielt auch dieses Hurra nicht allzu lange an. Einen unnötigen Ballverlust bestrafte Lennard Frank zu unplatziert noch nicht (33.), nur war es im nächsten TVH-Anlauf geschafft. Über die Stationen M. Ossenbrüggen und Franke schob Thore Rommel das Ei am herausstürmenden Sebastian Münster vorbei und damit zum erneuten Gleichstand hinter den Kreidestreifen (37.).
Und was musste nach Gesetz der Serie als nächstes geschehen? Na klar, das Führungstor des TSV durch Marcel Münster! Diesmal profitierte der 26-Jährige gleich doppelt von gegnerischem Versagen: erst rutschte ein steiles Zuspiel unglücklich die Innenverteidigung, die dann in Person von Fabian Eberhardt den sogar etwas zögerlichen Angreifer bei seinem dritten Streich nicht gestoppt bekam. Wie gut für Gut Heil, dass das HFV-Sportgericht seine vier-Spiele-Sperre aus dem Abbruch-Derby in Moorrege auf Bewährung verhängte.
Einen solchen Lauf hatte bei den konditionell stark nachlassenden Haseldorfern keiner. Im Gegenteil. Selbst Flügelflitzer M. Ossenbrüggen gingen so langsam die Körner aus. Eine Frust-Gelbe fürs Ballwegschlagen (50.) passte da ganz gut ins kritische Bild des zweiten TVH-Abschnitts.
Immerhin Schlussmann Johannes Markmann blieb auf der Höhe. Zwar blockierte er einen abermaligen Münster-Versuch nicht ideal nach vorne, um dann bei Finn Rothd Nachsetzen rechtzeitig die Pranke auf den Ball zu kriegen (60.).
Schuldlos musste der junge Goalie wenig später E. Schmidts Doppelschlag zur Vorentscheidung hinnehmen, als der Kapitän erst ein Ping-Pong-Spiel abgefälscht per Kopf abschloss (65.), ehe es beim 5:2 Frankes Handspiel war, das den Treffer vom Punkt aus (Markmann ahnte noch die Ecke) möglich machte (67.).
Immerhin gelang es gegen Roth noch einmal, erfolgreich die kurze Ecke dichtzumachen (77.) und einen Meyer-Freistoß fliegend zu entschärfen (86.), während sich sein Gegenüber bei Frankes Rechtsschuss etwas schwierig tat (80.). Unter dem Körper durchgerutscht, sicherte sich S. Münster aber das Runde, sodass der Tabellenvorletzte am Ende um drei Tore distanziert blieb.
Zum Stichwort „Distanz“: Auf den SV Osdorfer Born, aktuell Vierter der Kreisklasse B1, ist es bei zwei weniger gespielten Partien nur noch ein einziger Zähler, der für die Heistmer Jungs aufzuholen ist. Mit der Unterstützung der „Ultras Heist“, die sich aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren, sollte dieses eine Pünktchen doch innerhalb der nun folgenden zwei Heimspiele doch locker aufholen lassen.

Tore: 1:0 M. Münster (17.), 1:1 M. Ossenbrüggen (21. Krieger), 2:1 M. Münster (30. Stobbe), 2:2 Rommel (37.), 3:2 M. Münster (44.), 4:2 E. Schmidt (65. Kock), 5:2 E. Schmidt (67., Strafstoßtor, Handspiel Franke)

Schiedsrichter: Frank Tesch (Heidgrabener SV)

Zuschauer: 44