Der
Fluch der guten Tat
Erst
Strafstoß-Verzicht, dann Führung verspielt: Holsatia verpasst Überraschung
79 Minuten lang voll auf Sieg-Prämieren-Kurs gewesen und am Ende trotzdem nur
mit einem Remis aus dem Match gegangen. Erstmals seit dem Personalcrash im
vergangenen Sommer und dem Verlust der beiden ersten Herrenmannschaften an die
SV Lieth griff Holsatia Elmshorn wieder konkret nach einem Dreier.
Im vorgezogenen Dienstagabend-Match gegen den TSV Seestermühe, dem bei
erfolgreicher Gestaltung seiner Nachholspielspiele ein Platz in der
Spitzengruppe der Kreisklasse 1 winkt, versteckten sich die durch einige
A-Jugend-Oberligaverstärkungen gepimpten Hausherren nicht. Samir Ehrenberg
abgefälscht an die Latte, untermauerte früh, dass die niederlagengeplagten
Holsaten heute mehr vorhatten, als den Sparringspartner zu geben (7.). Vor
allem, weil in den Nachwehen des direkt folgenden Eckballs Ryan Hinterthaner
eine echte Fackel aus der zweiten Reihe linksunten im Kasten des chancenlosen
Brian Averhoff unterbrachte.
Die Gestreiften also vorne, während der TSV nur schwer in die Gänge kam. Lukas
Rollauers ergebnislose Mischung aus Torschuss und Querpass (15.) verdeutlichte
die ausbaufähige Spielhaltung der Gäste, die in Minute 37 nur der Abseitspfiff
vor einem doppelt so hohen Halbzeitrückstand bewahrte.
Ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Schippmann-Elf war dagegen der
Strafstoßpfiff von Schiedsrichter Erol Sayan (SSV Rantzau), nachdem Matthias
Stubben im eigenen Sechzehner gegen Holles Marques Schwarz per Grätsche zu
Werke ging (54.). Nach längerem, eindringlichen Dialog mit dem ehrlichen Schwarz folgte
jedoch die Korrektur vom Mann im Retro-Trikot: Ball gespielt von Stubben und Abstoß TSV Seestermühe! So
sammelt man Karma-Punkte, Herr Schwarz!
Und was gab es zur Belohnung? Den Ausgleichstreffer… Nach Flanke von rechts
konnte Holsatia-Fänger Sascha Minke Danny Hinz´ Versuch nur prallen lassen,
sodass der völlig aus den Augen verlorene Ömer Dogan frech zum 1:1 abstaubte
(60.).
Die Elmshorner ließen sich davon allerdings kaum beirren, agierten weiter
couragiert und holten sich den Vorspung tatsächlich per Standard zurück, als Tarik
Bjanes Freistoß lang und länger von links ins seestermüher Tor rutschte (68.).
Noch besser wurde es kurz darauf. Zwar verzog der auffällige Hinterthaner aus
zentraler Position (71.), um im nächsten Anlauf auf Schwarz-Zuspiel alles
richtig zu machen – 3:1 (74.)!
Die Geschichte des gerupften Tabellenletzten, der trotz Robin Hood im Gewand
der Nummer 9 die eigene Horror-Serie von nur einem Remis bei 13 Pflichtspielen
(zwölf) Niederlagen schien ihren Lauf zu nehmen, doch dann schickte der
eingewechselte Efe Zengin den Kollegen Dogan diagonal in den richtigen Raum für
das verkürzende 3:2 (79.), ehe auf Zengins Ecke D. Hinz entschieden zu frei im
Fünfer per Kopf auf 3:3 stellte (82.).
Enttäuschung bei Schwarz und Co, die diesmal nicht mehr die Körner zum großen
Rückschlag hatten. Stattdessen drohte bei einem Flipperspiel im Anschluss an
Stubbens Freistoß gar der gerechterweise nicht gefallene Dolchstoß zum 3:4
(85.).
Während die Jungs in den schwarzen Jerseys die total-Blamage gerade noch so
abwenden konnten und immerhin nur zwei Zähler für den Aufstiegskampf verloren,
brachte Holsatia nicht nur den zweiten Zähler der Spielzeit auf die Habenseite,
sondern versicherte sich auch, dass mit der kommenden Generation aus dem
2007er-Jahrgang durchaus etwas gehen kann.
Tore: 1:0 Hinterthaner
(7.), 1:1 Dogan (60. D. Hinz), 2:1 Bjane (68., direkter Freistoß), 3:1 Hinterthaner
(74. Schwarz), 3:2 Dogan (79. Zengin), 3:3 D. Hinz (82. Zengin)
gelbe Karten: keine – Zengin
Schiedsrichter: Erol Sayan (SSV
Rantzau)
Zuschauer: 15
Dienstag, 25. November 2025
Spielbericht Holsatia im EMTV - TSV Seestermüher Marsch
Dienstag, 8. April 2025
Spielbericht Hetlinger MTV II - TSV Seestermüher Marsch
Führungsquartett
verschwindet hinterm Horizont
Nächster
Rückschlag: HMTV-Reserve verliert (endgültig) den Anschluss
Allein die Sonnenuntergangsromantik, die das Deichstadion zu Hetlingen am Ende
eines sonnigen Dienstags für seine wenigen Besucher zu bieten hatte,
rechtfertigte die Entscheidung, sich am Abend des US-Amerikanischen „National
All Is Ours Day“ (nationaler das gehört uns allen Tag) dem dort stattfindenden Nachholer
zu widmen.
Die drei zu vergebenen Punkte aber krallte sich dem gastierenden TSV
Seestermüher Marsch aber nur einer der beiden Kontrahenten.
Und das, obwohl der bessere Start den Gastgebern in Himmelblau gelang, denn
während man sich beim TSV noch über ein Abseitstor von Metin Tefci ärgerte (9.),
schaltete man bei einem Lattentreffer des Gegner nicht schnell genug, um den
abstaubenden Nico da Ros am frühen 1:0 für die HMTV-Reserve zu hindern (10.).
Das ging ja gut los, für die Hausherren, deren Ambitionen in Richtung
Aufstiegskampf zwar nur noch mathematischer Natur sind, doch den Kontakt zur
Spitzengruppe mit dem Lokalrivalen aus Holm zu halten, ist natürlich
Ehrensache.
So arbeitete man in einer nun etwas abgeflachten Begegnung durch Samt
Baygündüz´ Einzelaktion inklusive Torschuss im Purzelbaum-Style (drüber, 22.) an
einem möglichen Führungsausbau.
Stattdessen aber schlugen die in weiß gekleideten Gäste eiskalt zu. Eine schön
gezogene Flanke von Andre Hinz köpfte der gesuchte Nando Habekost vom zweiten
Pfosten zurück gen Mitte, wo Efe Zengin mit rechts kontrolliert zum 1:1 netzte
(32.). Die unsortierte Defensive der Männerturner hatte sich hierbei einfach
mal eine gedankliche Auszeit genommen…
Ebenso kam auch Jan-Ole Themm wenig später ohne großen Gegnerdruck im
Sechzehner zum Flugkopfball. Sah schön aus, fand den Weg ins Tor aber nicht
(39.).
Besser bekam da Kollege Habekost seinen Schädel nach dem Seitenwechsel
eingesetzt. Diesmal verlagerte Jonas Graeber das Spiel mit Übersicht nach
rechts, wo Ömer Dogan nicht weniger Auge für die platzierte Flanke auf den
letztlich einköpfenden Habekost bewies (51.).
Nach einer perfekten Englischen Woche (drei Siege aus drei Spielen) steuerten
Habekost und Co nun also auf den nächsten Dreier im Rennen um die goldene
Ananas im Mittelfeld der Kreisliga 1 zu. Bei diesem Spielstand fortan mit dabei:
die Hetlinger, die sich dagegen noch einmal zu wehren versuchten. Ein weiterer
S. Baygündüz-Versuch in Rücklage (67.) sollte nur den Anfang einer feurigen
Schlussphase markieren, zumal per Doppelwechsel für die Schlussphase auf volle
Offensive umgestellt wurde (68.).
Das Geschehen auf der schlecht gekreideten Wiese an der Hauptstraße blieb
jedoch fahrig und verkrampft. Kaum noch erreichte man das Angriffsdrittel und
wenn, dann waren es die Seestermüher, die zum Beispiel in Person von Dogan (auf
der Linie geklärt, 69.) so richtig prickelnd in Szene kamen.
Auch fünf Minuten Nachspielzeit blieben letztlich ungenutzt – der Anschluss ans
Führungsquartett ist für die 2025 zu inkonstanten Deichkicker trotz noch sieben
Möglichkeiten für Zählbares schon jetzt mit der Abendsonne hinterm Horizont
verschwunden. Jetzt punktgleich auf Rang sechs: die aufstrebende Elf aus
Seestermühe.
Tore: 1:0 da Ros (9.), 1:1
Zengin (32. Habekost), 1:2 Habekost (51. Dogan)
Schiedsrichter: Rainer Sierk (TV
Haseldorf,)
Zuschauer: 20
Zwei Torbeteiligungen mit Köpfchen: Nando Habekost (hier mit dem Fuß am Werk).
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