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Freitag, 24. Oktober 2025

Spielbericht SV Lieth - VfL Pinneberg

Stimmung endgültig gekippt
1:4! VfL Pinneberg stößt SV Lieth in den Tabellenkeller

Von wegen goldener Oktober. Vier Spiele, nur ein Punkt – Abstiegsplatz! Kein Wunder, dass Präsident Bo Hansen die kriselnde Elf vom Butterberg nach dem neuerlichen Trauerspiel erstmal zur Sitzung ins Separee des Clubheims zitierte. Die Stimmung auf dem Tiefpunkt, der Trainer ratlos: Die einst gefürchteten „Liether Löwen“ taumeln 2024/2025 führungslos in Richtung Bedeutungslosigkeit. An diesem Freitagabend war es vor allem, die weitgehend leblose Art und Weise, die für Entsetzen auf und um den Klaus-Waskow-Platz sorgte.
Dabei hatten die Hausherren im Heimspiel gegen den VfL Pinneberg sogar einmal kurz das Momentum auf ihrer Seite, als ein Kontertor den optischen Eindruck ein Stück weit auf den Kopf gestellt hatte. Aus einem Angriff der nach vorne verteidigenden Pinneberger heraus gelang Christian Kuhlmann nämlich der perfekte lange Ball, den Angreifer Max Schulz schön verarbeitete und mit links über den hoch postierten Torwart zum 1:0 ins Netz lupfte (17.).
Die Jungs von Trainer Rudolf Hock-Kutscher ganz im Stile einer typischen Auswärtsmannschaft, nur ließ sich der tatsächliche Gast davon aber wenig beeindrucken.
Devin da Ronch probierte es aus der Drehung (21.), Tyler Brose etwas zu unplatziert aus 20 Metern (31.); die nicht untalentierten, aber bislang etwas unbeständigen Pinneberger glaubten an sich und ihre Spielidee.
Die Belohnung dafür: das 1:1 gegen eine SVL, die nach einer abgeköpften Brose-Ecke das Herausrücken verweigerte, sodass der Ball im zweiten ungestörten Anlauf genau beim eingestarteten Niklas Bargob im Fünfmeterraum landete. Der Torerfolg blieb da reine Formsache (36.).
Kurz nach der Pause war es wieder ein hoher Ball, der die Roten vor unlösbare Defensivprobleme stellte. Diesmal riss Aufbauspieler Ben Schuler per Flugball ein beträchtliches Loch in die gegnerische Abwehrkette, wo sich da Ronch auch mit etwas Glück gegen den Schlussmann Luca Von Der Heide zum 1:2 durchsetzen konnte (51.)
Die Heim-Elf blieb dagegen ohne echte Idee im Spiel nach vorne, das Angreifer Ali Duman in seiner Verzweiflung schon von hinten heraus zu navigieren versuchte. Ein Freistoß, den Philipp über das Tor setzte (53.) sollte (zu) lange die beste Chance im zweiten Abschnitt bleiben.
Zum Kontrast dazu setzte es drüben Gegentreffer Nummer drei, bei dem sich zwei Liether in Klärungsabsicht einer Flanke ins Gehege kamen, Brose dank der schwachen Kopfballabwehr für Bargob auflegte und dieser den üppigen Platz auf halblinks zum perfekt passenden Rechtsschuss nach linksunten nutzte (59.). So einfach kann es gehen!
Und weitere Gäste-Treffer wären möglich gewesen. Schuler mit Gefühl an den Querbalken (63.), Brose per Freistoß-Aufsetzer daneben (66.) und Bargob mit links gegen Von Der Heide (70.) verpassten das 1:4, das geradezu logischerweise doch noch über Umwege fallen sollte. Nach Broses Freistoß war Schuler zwar an Torwart und Luca Albers´ rettendem Kopf gescheitert, doch Von Der Heides Kollision mit dem nachsetzenden Hirota Kakiguchi veranlasste Schiedsrichter Marc-Calvin Prey (Moorreger SV) zum Strafstoßpfiff, über den sich der Goalie derart aufregte, dass er für das wütende Prellen des Balles noch einmal den gelben Karton kassierte – Platzverweis (78.)!
Den gepfiffenen Strafstoß verwandelte Brose vier Minuten später gegen Ersatzfänger Patrick Klösel abgeklärt unten rechts (82.). Den anschließend provokativen Torjubel vor einem Heim-Anhänger, mit dem es zuvor bereits einige Dialoge gab, darf man dagegen getrost der Kategorie „spätpubertär“ zuordnen…
Ergebniskosmetik blieb daraufhin sowohl Julien Duffke (Philipp Niedermeier tauchte behände ab), als auch Max Schulz bei der folgenden Ecke verweigert (83.), wobei auch der VfL noch weiter hätte am Ergebnis schrauben können.
Während Niedermeier und seine Vorderleute als Tabellensechster in Schlagdistanz zu Rang zwei bleiben, ist die SV Lieth nun sogar auf Abstiegsplatz 14 abgerutscht. Der Umbruch im Sommer, mitsamt neuem Trainer, droht inzwischen im Sturz gen Kreisliga zu enden. Den Worten aus der Krisensitzung müssen kommende Woche in Quickborn endlich wieder Taten folgen.

Tore: 1:0 Max Schulz (17. Kuhlmann), 1:1 Bargob (36. Brose), 1:2 da Ronch (51. Schuler), 1:3 Bargob (59. Brose), 1:4 Brose (82., Strafstoßtor, Von Der Heide an Kakiguchi)

gelb-rote Karte: Von Der Heide (SV Lieth, 78., Foulspiel + Unsportlichkeit)

Schiedsrichter: Marc-Calvin Prey (Moorreger SV)

Zuschauer: 50



Donnerstag, 17. April 2025

Spielbericht FC Elmshorn - VfL Pinneberg

FC Elmshorn meldet sich zurück
Schlussspurt um Platz drei eingeleitet: FCE beendet Abwärtstrend

Die Bilanz von nur einem Sieg aus acht Bezirksligapartien 2025 ließ den FC Elmshorn im Aufstiegsrennen der Weststaffel zwar längst abreißen, doch nun meldete sich die Elf von Spielertrainer Seyhmus Atug im Schlussspurt der Saison noch einmal zurück.
Hoch verdient behielt man mit einem 3:1 gegen den unten bereits geretteten VfL Pinneberg erstmals seit Anfang November wieder drei Punkte am heimischen Ramskamp.
Kaum zu glauben, bei diesem Zahlenwerk, dass der FCE damit tatsächlich ein ganz heißes Eisen auf Rang drei – und vor allem auf eine Platzierung vor der rivalisierten SV Lieth bleibt. Dass dieser Umstand den Gründonnerstag überdauern sollte, deutete sich bei hoher Luftfeuchtigkeit früh an. Die Kugel lief, den Platzverhältnissen entsprechend, teils ganz gefällig, nur fehlte zur Abrundung der ernsthafte Zug zum Tor.
Symptomatisch dafür blieb Sergen Sevinc auf S. Atug-Steckpass aussichtsreich an VfL-Schlussmann Alexej Schmidt hängen. Da war mehr drin (12.)!
Obed Gyapon war es schließlich, der Torlosigkeit per Abstauber schließlich den Garaus machte. Sehr ärgerlich für Schmidt, der den direkt vorangegangenen Aydin-Versuch nicht weit genug blockiert bekam (37.).
Der VfL beschränkte sich dagegen auf Nadelstiche, die kurz vor der Pause tatsächlich einmal voll ins Schwarze trafen, weil die Gastgeber eine Flanke von rechts in mehreren Anläufen nicht geklärt bekamen und Asan Saliev mit rechts zum 1:1-Halbzeitstand abzog (43.).
Im zweiten Abschnitt plätscherte das Geschehen dann weitgehend vor sich hin. Ein Spiel, in dem keiner dem Gegenüber so richtig etwas Böses wollte, bekam jedoch immerhin noch seinen verdienten Sieger.
Erst netzte der schön zentral freigespielte Ümit Karakaya zur erneuten Führung (53.), dann verwertete Chef Atug persönlich eine Faustabwehr des gegnerischen Fängers zum, den Kräfteverhältnissen entsprechenden, 3:1-Endstand (72.) in einer Partie, die trotz ihres fairen Charakters und der problemlosen Spielleitung von Schiedsrichter Sören Harder (SC Cosmos Wedel) noch den roten Karton erlebte. Gäste-Co-Trainer Nils Bethge echauffierte sich doch etwas zu lautstark von draußen über eine riskante Grätsche von FCE-Torsteher Alan Kado gegen Niklas Bargob und vor allem das Ausbleiben eines strengen Pfiffs. Der Schiri aber blieb naturgemäß bei seiner Einschätzung „Ball gespielt“.
Kado darf den Ball damit auch am kommenden Ostermontag wieder spielen, wenn der SC Egenbüttel in die Krückaustadt reist. Die Pinneberger können sich dagegen hachholspielfrei das ganze Osterwochenende über mit der Eiersuche Zeit lassen.

Tore: 1:0 Gyapon (37. Aydin), 1:1 Saliev (43.), 2:1 Karakaya (53.), 3:1 S. Atug (72. Ölcüm)

rote Karte: Bethge (Co-Trainer VfL Pinneberg, 90., Reklamation)

Schiedsrichter: Sören Harder (SC Cosmos Wedel, Note 2)

Zuschauer: 45